Weco Logistik GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Gerstmeier seit 27.5.2020 | Prokura |
Jürgen Hartmut Bluhm seit 20.7.2015 | Geschäftsführer |
Thomas Kahn seit 20.7.2015 | Geschäftsführer |
Michael Iakovidis seit 12.5.2009 | Prokura |
Alexander Georg Prümm seit 12.2.2007 | Prokura |
Thomas Manfred Schreiber seit 16.9.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Weco Pyrotechnische Fabrik GmbHEitorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2023 bis zum 30.04.2024Bilanz zum 30. April 2024Aktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.05.2023 - 30.04.2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024der Weco Pyrotechnische Fabrik GmbHEitorfGliederung I. Allgemeine Angaben II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden III. Erläuterungen zur Bilanz IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung V. Sonstige Angaben I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wird auf der Grundlage der gesetzlichen Vorschriften (HGB, GmbHG) unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung erstellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den Bestimmungen der § 266 bzw. § 275 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft ist unter der Firma Weco Pyrotechnische Fabrik GmbH im Handelsregister des Amtsgerichts Siegburg unter der Nummer HRB 2489 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Eitorf. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 3 HGB. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften und sind gegenüber dem Vorjahr beibehalten worden. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und ebenfalls linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten für das einzelne Anlagengut nicht mehr als 800,00 € betragen, werden im Geschäftsjahr sofort abgeschrieben. Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag. Die Ausleihungen werden zum Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag in Ansatz gebracht. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips und nach dem Gebot der kaufmännischen Vorsicht. In den Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse ist ein entsprechender Gemeinkostenanteil enthalten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert, zu Anschaffungskosten, zum Barwert oder einem niedrigeren Stichtagswert angesetzt. Die Wertberichtigungen werden unter dem Gesichtspunkt des kaufmännischen Vorsichtsprinzips in ausreichendem Umfang gebildet. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zum beizulegenden Wert bilanziert. Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Für Aufwendungen bzw. Erträge, die bis zum Bilanzstichtag gezahlt bzw. vereinnahmt werden, jedoch einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen, werden Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Latente Steuern werden anhand der Bilanzpostenunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz und anhand der unternehmensindividuellen Steuersätze im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen auf Einzelpostenebene berechnet. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung von latenten Steuern hat die Gesellschaft wie im Vorjahr Gebrauch gemacht. Als Steuersatz wurden 15,825 % für die Körperschaftsteuer / Solidaritätszuschlag und 17,5 % für die Gewerbesteuer angesetzt. Die bis zum Vorjahr bestehenden Pensionsverpflichtungen der Gesellschaft wurden versicherungsmathematisch durch die GBG-Consulting für betriebliche Altersversorgung GmbH ermittelt. Die Berechnung erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Für drohende Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages Rückstellungen gebildet. Alle Verbindlichkeiten werden zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Laufende Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs umgerechnet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. III. Erläuterungen zur Bilanz Aktiva A. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens einschließlich der hierauf im Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen ist im separaten Anlagenspiegel dargestellt, der Bestandteil des Anhangs ist. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Posten ergeben sich zum einen ebenfalls aus dem Anlagenspiegel, zum anderen aus der nachfolgenden Aufstellung des Anteilsbesitzes:
* es besteht ein Beherrschungs- und
Ergebnisabführungsvertrag
** Angaben erfolgen gemäß einem
für Konsolidierungszwecke aufgestellten
Jahresabschluss (HB II)
Von der Anwendung der Ausnahmeregelung des § 286 Abs. 3 Satz 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. B. Umlaufvermögen In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (0,00 €) waren im Vorjahr Forderungen aus Ergebniszuweisungen in Höhe von 897 T€ und aus dem sonstigen Verrechnungs- und Finanzverkehr in Höhe von 375 T€ enthalten. In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 52 T€ (Vj. 84 T€) enthalten. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen in Höhe von 629 T€ (Vj. 848 T€) enthalten. Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände haben Forderungen in Höhe von 70 T€ (Vj. 3 T€) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Sämtliche weiteren Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. C. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern beruhen auf steuerlichen Verlustvorträgen sowie auf folgenden Differenzen:
Passiva A. Eigenkapital In Höhe der aktivierten latenten Steuern von 305 T€ (Vj. 4.292 T€) besteht eine Ausschüttungssperre. Die im Geschäftsjahr erfolgten Gewinnausschüttungen in Höhe von 4.257 T€ an die Gesellschafter wurden innerhalb des Eigenkapitals dem Gewinnvortrag entnommen. B. Rückstellungen Aus laufenden Pensionen, Anwartschaften auf Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen ergibt sich zum 30.04.2024 ein Fehlbetrag des Kassenvermögens in Höhe von 4.226 T€ (Vj. 3.975 T€), für den gemäß Art. 28 Abs. 1 S. 2 EGHGB keine Rückstellung zu bilden war. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Vernichtungskosten eines Artikels (779 T€), potenzielle Aufwendungen für einen Aktivprozess (865 T€), Drohverlustrückstellungen (4 T€) sowie Verpflichtungen gegenüber dem Personal. Letztere umfassen u. a. Ansprüche aus ausstehenden Prämien und Weihnachtsgeld (3.615 T€), Jubiläumszusagen (834 T€) sowie Urlaubs -, Urlaubsgeld- und Überstundenguthaben (478 T€). C. Verbindlichkeiten Für die einzelnen Verbindlichkeiten ergeben sich die in der nachfolgenden Übersicht aufgeführten Restlaufzeiten:
Klammerwerte: Vorjahr Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Verbindlichkeiten in Höhe von 8.128 T€ (Vj. 9.524 T€) durch Grundpfandrechte besichert. Die im Rahmen des abgeschlossenen Konsortialdarlehens eingegangenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 128 T€ (Vj. 2.572 T€) durch die Sicherungsübereignung von Waren und Vorräten, Globalzession, die Verpfändung von Geldeingangskonten und Wort- und Bildmarken sowie Patenten, die Abtretung von Ansprüchen aus Importversicherungs- und Kreditversicherungsverträgen sowie durch Grundschulden besichert. Die im Rahmen eines abgeschlossenen Investitionsdarlehens eingegangenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 190 T€ (Vj. 298 T€) durch die Sicherungsübereignung einer Maschine besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch übliche Eigentumsvorbehalte besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Verrechnungskonten mit Tochtergesellschaften. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich auf in:
Die Tätigkeit der Gesellschaft beschränkt sich auf den Verkauf von Feuerwerksartikeln. Eine detailliertere Untergliederung in Tätigkeitsbereiche ist nicht sachgerecht. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind aperiodische Erträge in Höhe von 311 T€ (Vj. 236 T€) enthalten, die überwiegend die Auflösung von Rückstellungen betreffen. Bei den Aufwendungen und Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung handelt es sich um folgende Positionen:
V. Sonstige Angaben Zum Bilanzstichtag gab es folgende schwebende derivative Finanzinstrumente; die Angaben sind jeweils in €. Zinsbezogene Geschäfte
Die Geschäfte dienen der teilweisen Absicherung gegen ein Zinsänderungsrisiko und bilden Bewertungseinheiten mit variablen Bankdarlehen. Währungsbezogene Geschäfte Bei den währungsbezogenen Geschäften handelt es sich ausschließlich um €/USD- Geschäfte. Im Einzelnen bestehen folgende Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte, die im Saldo positive Marktwerte in Höhe von 1.046.222,74 € haben. In Einzelfällen, soweit diese nicht durch erhaltene Prämien abgedeckt werden, sind sonstige Rückstellungen in Höhe von 4.308,43 € (Vj. 299.903,82 €) gebildet worden. Darüber hinaus waren zum 30. April 2024 analog zum Vorjahr keine Wertberichtungen auf gekaufte Optionen zu bilden.
Darüber hinaus bestehen folgende währungsbezogene Geschäfte, die Bestandteil einer Bewertungseinheit sind: Zu sicherndes Grundgeschäft: Einkauf von Handelswaren
Durch die vorgenannten Bewertungseinheiten werden im Zusammenhang mit dem Einkauf von Handelswaren im Rahmen eines Portfolio-Hedges Währungsrisiken aus dem Materialeinkauf in den Geschäftsjahren 2024/2025 bis 2025/2026 neutralisiert. Der Umfang der abgesicherten Währungsrisiken variiert in Abhängigkeit vom endgültigen Volumen der Derivate, welches von der USD-Kursentwicklung beeinflusst wird. Insoweit bezieht sich der angegebene Nennwert der Derivate auf den maximalen Bezugsbetrag bei Eintritt der jeweils zugrunde liegenden Bedingungen. Von einem insgesamt in den Geschäftsjahren 2024/2025 bis 2025/2026 geplanten Materialeinkauf in USD in Höhe von 151.400 TUSD ist ein Materialeinkauf in Höhe von voraussichtlich 10.000 TUSD durch Bewertungseinheiten gegen USD-Währungsrisiken abgesichert. Die strukturierten Produkte der währungsbezogenen Geschäfte entfallen auf bedingte Termingeschäfte. Ferner wurden teilweise mehrere gleichzeitig abgeschlossene Optionsverträge (Kauf- und Verkaufsoptionen) zu synthetischen Termingeschäften zusammengefasst. Zudem sind die Optionen mit Bedingungen versehen, so dass das effektive Volumen unterhalb der Nennwerte liegt. In der Bilanz sind Prämien für den Kauf von Devisenoptionen in Höhe von 1.261 T€ (Vj. 927 T€) unter den sonstigen Vermögensgegenständen sowie in Höhe von 1.261 T€ (Vj. 927 T€) aus dem Verkauf von Devisenoptionen unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Kfz-Leasingverträgen bis zum Ende der Vertragslaufzeit beträgt 346 T€ (Vj. 223 T€). Darüber hinaus bestehen kurz- bis mittelfristige Lagerverträge mit jeweils individuell vereinbarten Kündigungsfristen, deren jährliches Volumen sich derzeit - unter Annahme einer dauerhaften Inanspruchnahme - auf insgesamt rund 4.500 T€ beläuft. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft erstellt einen Konzernabschluss, in den ihre wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen werden. Gesamthonorar des Abschlussprüfers § 285 Nr. 17 letzter Halbsatz HGB wurde in Anspruch genommen. Aufgliederung der Mitarbeiterzahl Im Unternehmen waren durchschnittlich 212 Arbeitnehmer (Vj. 212) beschäftigt, davon 106 Angestellte (Vj. 106) und 106 gewerbliche Arbeitnehmer (Vj. 106). Ferner waren durchschnittlich 3 Leiharbeiter (Vj. 1) und 4 Auszubildende (Vj. 4) im Unternehmen tätig. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Geschäftsführung durch die Herren Thomas Schreiber, kaufmännischer Geschäftsführer, Jürgen Bluhm, kaufmännischer Geschäftsführer, und Thomas Kahn, kaufmännischer Geschäftsführer, wahrgenommen. Die Gesellschaft macht von der Erleichterung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.
Eitorf, den 26. September 2024 gez. Thomas Schreiber, Geschäftsführer gez. Jürgen Bluhm, Geschäftsführer gez. Thomas Kahn, Geschäftsführer Datum der Feststellung: 11. November 2024 Anlagenspiegel (Beilage zum Anhang)
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024der Weco Pyrotechnische Fabrik GmbHEitorfIm Rahmen der Lageberichterstattung kann es vorkommen, dass neben lageberichtstypischen Angaben ebenfalls lageberichtsfremde Angaben (gesetzlich nicht gefordert) enthalten sind, die keiner inhaltlichen Prüfung durch den Abschlussprüfer unterzogen werden müssen. Die lageberichtsfremden Angaben sind im folgenden Lagebericht mit *** gekennzeichnet worden und umfassen jeweils den gesamten, so gekennzeichneten Absatz. 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens sind die Herstellung und der Einkauf von Feuerwerkskörpern sowie deren Vertrieb. Hauptabsatzgebiet ist Deutschland und dort insbesondere der Verkauf zu Silvester, der in der Regel über 90 % des Jahresumsatzes ausmacht. Das Unternehmen hat zwei Produktionsstandorte in Deutschland. 1.2. Forschung und Entwicklung Der Bereich Forschung und Entwicklung ist eingebettet in die Qualitätssicherung, in der bis zu 16 Personen tätig sind. Prinzipiell liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung von feinstaubreduzierten pyrotechnischen Sätzen. Außerdem werden Kunststoffteile wie z.B. Spitzkappen bei Raketen sukzessive durch biologisch abbaubare Stoffe ersetzt. Die Produktion einer neuen plastikfreien Rakete läuft seit Anfang 2022. Mit dem Jahreswechsel 2023/2024 wurde diese erstmalig im Handel verkauft und es wird für die Zukunft mit sukzessive steigenden Verkaufsmengen gerechnet. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Seit 2016 bis zum Jahr 2019 war der Umsatz mit Feuerwerksartikeln zu Silvester leicht rückläufig. 1 Aufgrund eines coronabedingten Verkaufsverbots zu Silvester 2020 und 2021 brach der Umsatz in den beiden folgenden Jahren fast vollkommen ein. Nach Auslaufen der Corona-Pandemie konnte zu Silvester 2022 wieder "normal" verkauft werden und die Branche verzeichnete ein historisches Umsatzhoch 2. Silvester 2023 konnte an die guten Umsatzzahlen des Vorjahres, die weiterhin höher als vor der Pandemie liegen, angeknüpft werden. Diese Entwicklung betrifft im gleichen Maße unsere Wettbewerber im Inland, wobei unser Marktanteil im Inland nach wie vor bei über 50 % liegt.*** Feuerwerk hat sich ungeachtet des temporären Verkaufsverbots wieder gut etabliert und ist unverändert fester Bestandteil der Silvesternacht. Wir sind der Ansicht, dass die Emotionen eines Feuerwerks nicht durch andere Techniken (z. B. Drohnen- und Lichtshows oder Ähnliches) ersetzt werden können.*** 2.2. Geschäftsverlauf Nach den sehr guten Verkaufszahlen zu Silvester 2022 gelang im abgelaufenen Geschäftsjahr die Rückkehr zur Normalität und es fanden erstmals seit dem Geschäftsjahr 2019/2020 wieder über das gesamte Geschäftsjahr Einkaufs-, Produktions- und Verkaufsaktivitäten statt. Aufgrund von Risikoerwägungen haben wir die kontrahierten Mengen reduziert. Gleichzeitig mussten wir die Verkaufspreise infolge der stark angestiegenen Kosten der Beschaffung erhöhen. Trotz geringerer Mengen gestaltete sich die Beschaffung der Ware sehr herausfordernd, dazu zählten vor allen Dingen späte Wareneingänge aus China. Positiv hervorzuheben ist, dass wir aufgrund des sehr guten Verkaufs unserer Ware nur wenige Retouren zu verzeichnen hatten. Im Ergebnis waren die Umsatzerlöse zwar rückläufig, lagen aber dennoch auf einem sehr erfreulichen Niveau und es konnte ein konstanter (absoluter) Rohertrag im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden. Das Ergebnis vor Steuern war erneut sehr gut und konnte gegenüber dem Vorjahr sogar noch verbessert werden. Nicht nur für uns, sondern auch für unsere Kunden waren die sehr guten Verkaufszahlen zu Silvester 2023 sehr erfreulich und so konnten bereits im Januar 2024 die wesentlichen Aufträge für Silvester 2024 abgeschlossen werden. In Summe war die Entwicklung im Geschäftsjahr 2023/2024 sehr positiv. Der sehr gute Verkauf zeigt, dass für einen Teil der deutschen Bevölkerung Feuerwerk zu Silvester dazugehört.
1 de.statitsta.com: Umsatz mit dem Verkauf von
Silvesterfeuerwerk in Deutschland in den Jahren von 2000
bis 2022
2.3. Vermögenslage Das Anlagevermögen ist auf 29.672 T€ (Vj. 31.743 T€) gesunken, was in Relation zu der im Vergleich zum Vorjahr höheren Bilanzsumme ein Rückgang auf 34,4 % nach 44,0 % im Vorjahr bedeutet. Die Investitionen des Geschäftsjahres 2023/2024 in die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen betrugen 961 T€ (Vj. 261 TE) und haben sich im Wesentlichen auf notwendige Ersatzinvestitionen beschränkt. Die Vorräte sind bedingt durch den erneut sehr guten Silvesterverkauf verbunden mit geringen Retouren stark von 28.353 T€ auf 18.303 T€ gesunken. Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.560 T€ (Vj. 1.885 T€), die in den ersten Monaten des folgenden Geschäftsjahres nahezu vollständig vereinnahmt werden konnten. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um 893 T€ auf 2.323 T€ gesunken und beinhalten Umsatzsteuerforderungen in Höhe von 629 T€ (Vj. 848 T€) sowie Forderungen aus Derivaten in Höhe von 1.261 T€ (Vj. 927 T€), wobei Letzteren korrespondierende Verbindlichkeiten in gleicher Höhe gegenüberstehen. Zum Bilanzstichtag bestanden aufgrund des sehr guten Silvesterverkaufs außerordentlich hohe Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 32.513 T€ (Vj. 0 T€). Die aktiven latenten Steuern haben sich um 3.987 T€ auf 305 T€ weiter verringert. Der starke Rückgang resultiert insbesondere aus der Nutzung steuerlicher Verlustvorträge im laufenden Geschäftsjahr. Die Bilanzsumme stieg aufgrund der zuvor beschriebenen - teilweise gegenläufigen - Effekte von 72.157 T€ auf 86.221 T€ (+19,4%). 2.4. Finanzlage Das Eigenkapital hat sich bei einem Jahresüberschuss von 16.344 T€ (Vj. 12.238 T€) deutlich auf 57.827 T€ (Vj. 45.740 T€) erhöht. Die Eigenkapitalquote hat sich somit auf Grund des hohen Jahresüberschusses trotz der gestiegenen Bilanzsumme um 3,7 %- Punkte auf 67,1 % erhöht. Die Rückstellungen liegen um 5.689 T€ über dem Vorjahreswert. Ursächlich hierfür sind insbesondere Steuerrückstellungen für das laufende Geschäftsjahr sowie Personalrückstellungen, die sich im Vergleich zum Vorjahr um 3.098 T€ erhöht haben. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind auf sehr niedrigem Niveau. Sie konnten insbesondere auf Grund des sehr guten Verkaufs von Feuerwerkskörpern um 4.196 T€ auf 8.707 T€ verringert werden und bestehen hauptsächlich aus mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind aufgrund diverser kleinerer Effekte um 366 T€ auf 6.558 T€ zurückgegangen und beinhalten neben den unter Abschnitt 2.3. erwähnten Verbindlichkeiten aus Derivaten insbesondere Darlehen im Zusammenhang mit Altersversorgungszusagen an Arbeitnehmer in Höhe von 3.655 T€ (Vj. 4.213 T€). Die Finanzierung der Gesellschaft wird über einen am 30.10.2019 abgeschlossenen Konsortialdarlehensvertrag sichergestellt. Dieser läuft über 5 Jahre und ist eine Kombination aus einer variabel revolvierenden Borrowing-Base-Finanzierung und einem fixen Kreditrahmen. Der Vertrag wurde am 27.04.2022 mit einem zweiten Änderungsvertrag unter Anpassung der einzuhaltenden Finanzkennzahlen redaktionell angepasst. Der maximale Kreditrahmen beträgt aktuell 101,3 Mio. €. Es wurde ein variabler Zinssatz abhängig vom EURIBOR und der Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen vereinbart. Aktuell werden Verhandlungen über einen neuen Konsortialdarlehensvertrag ab dem 31.10.2024 mit einer voraussichtlichen Vertragslaufzeit von dreieinhalb Jahren geführt, die unmittelbar vor dem Abschluss stehen. 2.5. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023/2024 konnten im zweiten Jahr in Folge vergleichsweise hohe Umsatzerlöse erzielt werden. Der Umsatz lag mit 131.320 T€ zwar unter dem Vorjahreswert (149.486 T€), aber über der Planung. Der Rohertrag betrug bei einer Gesamtleistung von 128.332 T€ (Vj. 143.019 T€) und einem Materialaufwand von 71.836 T€ (Vj. 86.558 T€) relativ unverändert 56.495 T€ (Vj. 56.462 T€). Da Kursdifferenzen aus Kurssicherungsgeschäften, die wirtschaftlich dem Materialaufwand zuzuordnen sind, handelsrechtlich unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden, erhöht sich der Rohertrag bei wirtschaftlicher Zuordnung. Durch Kursdifferenzen vermindert sich der Materialaufwand um 4.005 T€ (Vj. 2.486 T€), so dass bei wirtschaftlicher Betrachtung ein höherer Rohertrag in Höhe von 60.500 T€ (Vj. 58.948 T€) bei steigender Rohertragsmarge von 47,1 % (Vj. 41,3 %) erzielt wurde. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 2.892 T€ auf 9.640 T€ gesunken. Bereinigt um Kursgewinne in Höhe von 5.567 T€ (Vj. 11.029 T€) sowie erhaltene Corona-Überbrückungshilfen im Geschäftsjahr in Höhe von 2.931 T€ sind die sonstigen betrieblichen Erträge um 362 T€ zurückgegangen und liegen bei 1.142 T€. Im Geschäftsjahr 2023/2024 sind die Personalaufwendungen bei relativ konstanter Beschäftigtenzahl insbesondere aufgrund von Tantiemen und Gratifikationen um 5.546 T€ auf 17.878 T€ gestiegen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind mit 2.027 T€ aufgrund relativ geringer Investitionen rückläufig im Vergleich zum Vorjahr (- 179 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 9.894 T€ auf 22.519 T€ gesunken. Bereinigt um Kursverluste in Höhe von 1.562 T€ (Vj. 8.543 T€) sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 2.913 T€ gesunken, was insbesondere auf geringere Speditionsaufwendungen aufgrund der niedrigen Retouren sowie der niedrigeren durchschnittlichen Lagerbestände im Geschäftsjahr zurückzuführen ist. Die Erträge aus Beteiligungen sind aufgrund eines Einmaleffektes bei einer Tochtergesellschaft um 1.455 T€ auf 2.625 T€ gestiegen. Die Zinsaufwendungen sind vor dem Hintergrund des sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder normalisierten Finanzierungsbedarfs stark auf 2.747 T€ (Vj. 5.892 T€) gesunken. Im Vorjahr hatten deutlich höhere durchschnittliche Vorratsbestände für eine höhere (Fremd-)Kapitalbindung gesorgt. Insgesamt wurde nach einem im Vorjahr negativen Finanzergebnis von -4.568 T€ im Geschäftsjahr ein ausgeglichenes Finanzergebnis in Höhe von 43 T€ erzielt. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (nach sonstigen Steuern) ist mit 23.627 T€ nochmals besser als im Vorjahr (17.356 T€). Dies ist insbesondere auf den sehr guten Verkauf von Feuerwerk zu Silvester 2023 und den daraus resultierend sehr niedrigen Retouren zurückzuführen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben sich dementsprechend von 5.118 T€ auf 7.283 T€ gegenüber dem Vorjahr erhöht. Nach einem Jahres- überschuss im Vorjahr in Höhe von 12.238 TE wurde somit im Geschäftsjahr 2023/2024 ein Jahresüberschuss in Höhe von 16.344 T€ erzielt (+4.106 T€). 2.6. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt in erster Linie über die folgenden Kennzahlen:
In den Kennzahlen zum Umsatz und Rohertrag spiegeln sich neben der Absatzentwicklung auch die entsprechenden Preisentwicklungen der vertriebenen Produkte sowie die Kostenentwicklung auf der Beschaffungsseite wider. Das Ergebnis vor Ertragsteuern beinhaltet auf Basis der Umsätze den Rohertrag sowie alle operativen Kosten unter Einbeziehung der Abschreibungen und des Finanzergebnisses. Letzteres ist zum einen geprägt durch die Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der (Vor-)Finanzierung des Vorratsvermögens, insbesondere zur Abwicklung des Silvestergeschäfts, und zum anderen durch Beteiligungserträge aus verbundenen Unternehmen bzw. Beteiligungen. Während die Umsatzerlöse auf 131.320 T€ (Vj. 149.486 T€) zurückgegangen sind, konnte der Rohertrag (vor Kursdifferenzen) mit 56.495 T€ (Vj. 56.462 T€) relativ konstant gehalten werden, während sich das Ergebnis vor Ertragsteuern und nach sonstigen Steuern auf 23.627 T€ (Vj. 17.356 T€) verbesserte. Alle drei Kennzahlen liegen somit deutlich über den im Vorjahr prognostizierten Erwartungen. 2.7. Gesamtaussage Nach den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie fanden in der abgelaufenen Saison erstmals wieder über das gesamte Geschäftsjahr "normale" Einkaufs -, Produktions- und Verkaufsaktivitäten statt. Zum zweiten Mal in Folge konnte das Geschäftsjahr mit sehr guten Verkaufszahlen abgeschlossen werden und es wurde ein im Vergleich zum Vorjahr nochmals höherer Jahresüberschuss erwirtschaftet. Das Geschäftsjahr 2023/2024 verlief somit außerordentlich zufriedenstellend. 3. Chancen- und Risikobericht Management der Risiken und Chancen Über das interne Kontrollsystem (IKS) für den Prozess der Rechnungslegung erfolgt eine verlässliche Finanzberichterstattung sowie Erstellung der Jahresabschlüsse. Wesentliche Ziele sind die Sicherheit und Effizienz der Geschäftsabwicklung, die Zuverlässigkeit und Ordnungsmäßigkeit der Finanzberichterstattung, die Übereinstimmung mit Gesetzen und Richtlinien sowie die Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Bestimmungen. Den generellen Umgang mit operativen Risiken hat die Gesellschaft in einer "Rahmenrichtlinie Risikomanagement-System" festgehalten. Da hier eine Vielzahl an Risiken aufgenommen wurde, beschränken wir uns in den folgenden Ausführungen auf die aus Sicht der Gesellschaft wesentlichen Risiken. Die Komponenten des Risikomanagements, insbesondere das Währungs-, Liquiditäts- und Zinsmanagement, werden unverändert laufend fortentwickelt bzw. aktualisiert. Einzelrisiken und Chancen Wechselkursrisiken und Finanzinstrumente Risiken bestehen weiterhin schwerpunktmäßig in der Entwicklung des USD-Kurses im Hinblick auf den Materialeinkauf in China. Diesen Risiken wird mit einem entsprechenden Währungsmanagement begegnet, welches u. a. den Abschluss geeigneter Währungsgeschäfte zum Gegenstand hat, um diesbezüglich eine größere Planungssicherheit zu erhalten und Währungsrisiken im Zusammenhang mit dem Materialeinkauf in China durch den Einsatz von Derivaten wie z. B. Devisenoptionsgeschäften zu reduzieren. Die eingesetzten Währungsgeschäfte können Hebel (2 -fach) und/oder Knock-Out's enthalten, welche je nach Entwicklung des Währungskurses zu einer Übersicherung oder Untersicherung führen können. Im Falle einer Übersicherung werden etwaig nicht benötigte USD in die Zukunft geswappt, während bei einer Untersicherung weitere Währungsgeschäfte getätigt werden müssen. Im Rahmen des Währungsmanagements erfolgen frühzeitig Absicherungen für den Wareneinkauf in Fremdwährung, um eine fundierte Planungsgrundlage zu erhalten und Währungsrisiken so weit wie möglich zu eliminieren. Es werden beim Währungsmanagement verschiedene Sicherungsinstrumente miteinander kombiniert, um auf diese Weise eine stärkere Risikostreuung zu erreichen. Soweit den zum Bilanzstichtag noch offenen Währungssicherungen konkrete zukünftige Wareneinkäufe oder gegenläufige Derivate aus Währungsswaps zugeordnet werden können, werden, soweit möglich und sinnvoll, Bewertungseinheiten gebildet. Beschaffungssituation Die Risiken auf der Beschaffungsseite betreffen zum einen die Verknappung der Transportkapazitäten und zum anderen die Lieferzuverlässigkeit der chinesischen Lieferanten. Bestellungen in China werden erst nach den Listungsgesprächen mit den Kunden getätigt und die sich nach Rückmeldung der Lieferanten ergebenden Kapazitäten gegenüber den Kunden kommuniziert. Dies geschieht jeweils bereits im Januar, damit unsere Lieferanten so früh wie möglich mit der Produktion beginnen können. Soweit erforderlich erfolgen sodann Anpassungen, so dass das Einkaufsvolumen kontinuierlich mit den Kunden und Lieferanten abgestimmt wird. Die getätigten Bestellungen werden dann durch eine Vor-Ort-Präsenz in China, die in diesem Jahr nochmals deutlich ausgebaut wurde, kontrolliert und abgestimmt. Hinzu kommen aktuell Risiken aus Mehrkosten der Beschaffung. Deutlich höhere Energiekosten, Seefrachten, Inlandsfrachten sowie die Unsicherheit auf den Rohstoffmärkten erschweren die Beschaffung. Den zu erwartenden Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite wird mit Preiserhöhungen auf der Absatzseite begegnet werden. Lieferfähigkeit Die Sicherstellung der Lieferfähigkeit an den "kritischen" Tagen um den Jahreswechsel beginnt mit dem frühzeitigen Import der Handelsware aus China. Die Produktion der Fertigerzeugnisse in Deutschland findet ganzjährig statt. Zur Vorbereitung der Auslieferung an Silvester wird die Ware auf verschiedene Lagerstandorte in Deutschland vorverteilt. Die Auslieferung über beauftragte Spediteure beginnt im Dezember und ist kundenseitig mit einem Zeitkorridor versehen, sodass hier grundsätzlich eine gewisse Flexibilität besteht. Wir gehen davon aus, dass die Speditionen die Verträge über die Auslieferung unserer Ware, auch unter Berücksichtigung der in der kommenden Saison erhöhten Mengen, einhalten werden. Marktentwicklung Absatzrisiken sehen wir durch die geführten Debatten über Feinstaub und umweltverträgliches Feuerwerk. Wir begegnen diesen, indem wir über den Verband der pyrotechnischen Industrie durch diverse Kampagnen den Verbraucher aufklären und die positiven Seiten von Feuerwerk hervorheben. Außerdem reduzieren wir sukzessive den Plastikanteil unserer Produkte durch recyclefähige Materialien, um Umweltbelangen Rechnung zu tragen. Das Feuerwerkgeschäft zu Silvester ist - wie bereits in der Vergangenheit festzustellen war (z.B. in der Finanzkrise 2008) und jüngst vor dem Hintergrund gestiegener Energiekosten, des Ukraine Krieges und des Nahost-Konflikts festzustellen ist - als weitgehend konjunkturunabhängig einzustufen. Ein wesentlicher Teil der Umsatzerlöse (rd. 90 %) wird mit einer begrenzten Anzahl an Kunden im Einzelhandel erzielt. Die Wettbewerbssituation auf dem deutschen Markt, diverse Zugangsbarrieren für potenzielle ausländische Lieferanten sowie ein logistisch sehr aufwändiger Direktbezug aus China sorgen dafür, dass die Bindung der Einzelhandelsketten an ihre Lieferanten in Deutschland als sehr hoch eingeschätzt wird. Weltweite Krisen Inwieweit der fortbestehende Ukraine-Krieg sowie die Verschärfungen im Nahost-Konflikt über die bereits skizzierten Risiken negative Auswirkungen auf unseren Konzern und das Feuerwerksgeschäft haben werden, ist nur schwer abzuschätzen. Die Beschaffung der Handelsware aus China könnte sich durch weltwirtschaftliche Auswirkungen wieder verkomplizieren und verteuern, aktuell ist dies jedoch nicht absehbar. Im Vergleich zu unseren Wettbewerbsunternehmen sorgt aus unserer Sicht sowohl die erneute Hervorhebung unserer Marktführerschaft als auch unser Alleinstellungsmerkmal der deutschen Fertigung für einen guten unternehmerischen Ausblick.*** 4. Prognosebericht Nach dem sehr guten Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten wir zu Silvester 2024 ein normales bzw. im Vergleich zur "Vor-Corona-Zeit" überdurchschnittliches Jahr. Die Tatsache, dass in den beiden letzten Jahren Feuerwerk in einigen Läden ausverkauft war, kann dazu führen, dass die Endverbraucher künftig noch früher unsere Kunden aufsuchen und dadurch der Gesamtumsatz erhöht wird. Die Beschaffungssituation in China hat sich unter schwierigen Rahmenbedingungen wieder weitestgehend normalisiert. Durch unsere guten und langjährigen Kontakte mit unseren chinesischen Lieferanten sehen wir uns logistisch sehr gut aufgestellt. Die Produktion in China für die kommende Saison konnte frühzeitig starten und somit auch die Verschiffung der Ware. Wir rechnen mit leicht steigenden Einkaufspreisen im Jahr 2024, allerdings auf einem Niveau, welches erheblich über dem Niveau vor der Pandemie liegen wird. Darüber hinaus wird sich die Seefracht im Jahr 2024 aufgrund der instabilen politischen Lage rund um den Suez-Kanal stark verteuern. Wir haben unsere Präsenz in China im Jahr 2024 nochmals deutlich gesteigert, um vor Ort besser und schneller agieren zu können und werden dies auch so beibehalten. Durch Effizienzsteigerungen und Personalschulungen beabsichtigen wir, die Qualitätssicherung in China auf einem weiterhin hohen Niveau zu halten. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024/2025 relativ konstante EUR-USD-Kurse und Zinssätze. Im Geschäftsjahr 2024/2025 sind Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 889 T€ geplant. Im Bereich der Forschung und Entwicklung liegt in den kommenden Jahren der Fokus weiterhin auf der Entwicklung feinstaubreduzierter pyrotechnischer Sätze. Der Personalbestand wird grundsätzlich konstant gehalten und nur punktuell der veränderten Marktlage angepasst. So sorgen wir dafür, dass unsere Leistungsfähigkeit weiterhin in gleichem Maße bestehen bleiben wird. Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2024/2025 mit höheren Umsatzerlösen im Vergleich zum Vorjahr gerechnet, die bei relativ konstantem Rohertrag, jedoch geringeren sonstigen betrieblichen Erträgen und Beteiligungserträgen, zu einem niedrigeren Ergebnis vor Ertragsteuern im Vergleich zum Vorjahr führen werden. Mittel- und langfristig werden stabile Umsätze sowie konstant positive Ergebnisse angestrebt. Dabei wird einer stabilen und verlässlichen Geschäftsentwicklung eine höhere Priorität beigemessen als der Erreichung bestimmter Umsatzziele oder Marktanteile.
Eitorf, den 26. September 2024 gez. Thomas Schreiber, Geschäftsführer gez. Jürgen Bluhm, Geschäftsführer gez. Thomas Kahn, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Weco Pyrotechnische Fabrik GmbH, Eitorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Weco Pyrotechnische Fabrik GmbH, Eitorf - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Weco Pyrotechnische Fabrik GmbH, Eitorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bonn, den 27. September 2024 BACHER
DORNBACH GmbH
gez. Dr. Stephan Bacher, Wirtschaftsprüfer gez. David Kapp, Wirtschaftsprüfer |
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