ArianeGroup GmbH
Selbe AdresseLuft- und Raumfahrzeugbau für zivile Zwecke
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Florian Vinzenz Maier seit 23.1.2017 | Prokura |
Benedikt Emanuel Viedenz seit 23.1.2017 | Prokura |
Frank Schmidt seit 24.11.2016 | Prokura |
Dietmar Olaf Pilz seit 24.11.2016 | Prokura |
Nicolas Chamussy seit 8.11.2016 | Prokura |
Albert Zaglauer seit 19.7.2016 | Prokura |
Oliver Josef Heinrich Juckenhöfel seit 24.6.2016 | Prokura |
Gisela Ricken-Neuwert seit 24.6.2016 | Prokura |
Zeljko Kurtovic-Mester seit 24.6.2016 | Prokura |
Reiner-Christian Strobel seit 28.4.2016 | Prokura |
Kerstin Basche seit 5.4.2016 | Prokura |
Oliver Frese seit 5.4.2016 | Prokura |
André-Hubert Vincent Roussel seit 5.4.2016 | Prokura |
Andreas O. Riecker seit 5.4.2016 | Prokura |
Hubert Schwarz seit 5.4.2016 | Prokura |
Julian Whitehead seit 23.9.2014 | Prokura |
Michael Menking seit 28.7.2014 | Geschäftsführer |
Lars Immisch seit 28.7.2014 | Geschäftsführer |
Thierry Baril seit 21.10.2013 | Prokura |
Johannes Thadden seit 10.2.2011 | Geschäftsführer |
Eckard Settelmeyer seit 2.10.2008 | Prokura |
Evert Dudok seit 8.5.2002 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Airbus DS GmbHMünchenJahresabschluß zum 31.12.2015Bilanz zum 31. Dezember 2015AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung 2015
Anhang 2015Grundlagen und MethodenDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 ist nach handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Die in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten werden im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert. Immaterielle Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren, angesetzt. Ein aktiviertes Nutzungsrecht wird linear über 15 Monate abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die selbsterstellten Anlagen umfassen Einzelkosten sowie die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten, einschließlich Abschreibungen. Für Mobilien erfolgt die Abschreibung mit linearen Abschreibungsraten gemäß den amtlichen Tabellen der Absetzung für Abnutzung veröffentlicht vom Bundesfinanzministerium Stand Oktober 2010. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis 150 € werden als Aufwand erfasst; bei höheren Werten bis 1.000 € wird linear auf fünf Jahre abgeschrieben. Die Bewertung der Beteiligungen und der übrigen Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Abschreibungen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den fortgeschriebenen oder den jeweils niedrigeren letzten Einstandspreisen bewertet. Für Bestandsrisiken z. B. wegen geminderter Verwendbarkeit nach längerer Lagerdauer wurden Wertberichtigungen gebildet. Die unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen entsprechend der steuerlichen Richtlinie neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen sowie bestimmte Kosten der allgemeinen Verwaltung und Kosten für soziale Einrichtungen. Nach §255 Abs. 2 HGB werden die mit der Lagerung und Wartung des Materials in Zusammenhang stehenden Materialgemeinkosten aktiviert. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Selbstkosten einschließlich anteiliger aktivierungsfähiger Gemeinkosten bewertet. Erkennbaren Bestandsrisiken wurde durch Wertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung getragen. Bei langfristigen Entwicklungsaufträgen wurden auf Basis bestehender Vereinbarungen Teilabrechnungen durchgeführt. Forderungen, geleistete Anzahlungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Einzelrisiken und Kreditrisiken sind durch entsprechende Wertkorrekturen berücksichtigt. Bei Laufzeiten über ein Jahr erfolgen sowohl bei Vermögensgegenständen als auch bei Verbindlichkeiten entsprechende Abzinsungen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages entsprechend § 256a HGB bewertet. Sofern für sie Devisenterminkontrakte bestehen, erfolgt die Bewertung zu den Sicherungskursen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch ermittelt. Die handelsrechtliche Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB. Das gewählte Bewertungsverfahren für die Versorgungsanwartschaften entspricht der PUC-Methode analog den Vorschriften des IAS 19 unter Verwendung eines Zinssatzes von 3,89% für die Bewertung der Anwartschaftsbarwerte. Die Sterbe- und Invalidisierungswahrscheinlichkeit wurde gemäß den Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck berücksichtigt. Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden mit 2,75% bzw. 1% zusätzlich bis zur Vollendung des 35. Lebensjahres berücksichtigt. Der sich aus der Umbewertung zum 1.1.2010 ergebende Unterschiedsbetrag ist gemäß Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB mit einem Fünfzehntel ergebniswirksam berücksichtigt. Das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Deckungsvermögen wird entsprechend den Vorschriften gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Rückstellungen saldiert ausgewiesen. Übersteigt der Zeitwert die Schulden, wird der übersteigende Betrag als Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung aktiviert. Die Rückstellungen für Jubiläumsleistungen werden ebenfalls mit dem versicherungsmathematisch ermittelten Anwartschaftsbarwert unter Anwendung der Sterbe- und Invalidisierungswahrscheinlichkeit gemäß den Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck bilanziert. Bei der Ermittlung wurde ein Rechnungszinsfuß von 3,09% zugrunde gelegt. Bei den Rückstellungen für Altersteilzeit wurden die Verpflichtungen, für die noch eine Gegenleistung erwartet wird (d. h. Anwartschaften aktiver Anspruchsberechtigter), nach einem versicherungsmathematischen Verfahren bewertet, das zu einer betriebswirtschaftlich angemessenen Darstellung führt, wobei der entsprechende Rückstellungsaufwand verursachungsgerecht über den Zeitraum verteilt wird, in dem der Anspruchsberechtigte seine Gegenleistung erbringt. Der Erfüllungsrückstand aus den laufenden Gehaltszahlungen wurde ebenfalls nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) bewertet. Verpflichtungen aus zu zahlenden Aufstockungen des Altersteilzeitgehaltes sowie Sozialversicherungsbeiträge wurden mit dem Barwert angesetzt. Bei der Ermittlung der Barwerte wurde ein Rechnungszinsfuß von 2,16% verwendet. Das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Deckungsvermögen für Altersteilzeitverpflichtungen wird entsprechend den Vorschriften gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den Rückstellungen saldiert ausgewiesen. Bei den sonstigen Rückstellungen wurde erkennbaren Risiken in Höhe des Erfüllungsbetrages Rechnung getragen. Rückstellungen mit Laufzeiten über ein Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Erhaltene Anzahlungen werden mit dem Nominalbetrag, Verbindlichkeiten mit der Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt. Devisentermingeschäfte werden nach den allgemeinen Grundsätzen bewertet. Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB werden nicht gebildet. Sofern sich aus den handelsrechtlichen Ansätzen zu den steuerrechtlichen Werten Unterschiede ergeben, werden aus der Differenz latente Steuern passiviert, die mit aktiven Steuerlatenzen saldiert werden. Führt der Ansatz der aktiven latenten Steuern zu einem Überhang, erfolgt keine Aktivierung. Die Steuerlatenz wird mit 30 % berücksichtigt. Änderungen im Geschäftsjahr 2015Rückwirkend zum 01. Januar 2015 wurde die ND SatCom Defence GmbH, Immenstaad, auf die Airbus DS GmbH verschmolzen und dem Geschäftsbereich CIS zugeordnet. Auf die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung der Airbus DS GmbH wirkte sich die Verschmelzung nur unwesentlich aus. Erläuterungen zur Bilanz zum 31. Dezember 20151 AnlagevermögenDie einzelnen Posten des Anlagevermögens sind in der Entwicklung des Anlagevermögens gesondert dargestellt. 2 FinanzanlagenAlle wesentlichen Beteiligungsgesellschaften sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes gesondert aufgeführt. Die Aufstellung ist als weitere Anlage dem Jahresabschluss beigefügt. 3 Vorräte
4 Erhaltene Anzahlungen
5 Forderungen
Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegen die Airbus Group SE im Rahmen des zentralen Cash-Management. Die flüssigen Mittel der Gesellschaft werden übernommen und auf Airbus Group-Verrechnungskonten bereitgestellt. Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. 6 Sonstige Vermögensgegenstände
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind insbesondere Steuerguthaben mit 0,6 Mio. Euro (i.Vj. 1,0 Mio. Euro), Forderungen gegen Mitarbeiter mit 0,7 Mio. Euro (i.Vj. 0,7 Mio. Euro) und 2,5 Mio. Euro (i.Vj. 1,4 Mio. Euro) übrige sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesen. 7 Zahlungsmittel
8 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der VermögensverrechnungAufgrund des Überhangs des Planvermögen für Altersteilzeit wird ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 4,3 Mio. Euro (i.Vj. 3,5 Mio. Euro) ausgewiesen. Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens für die Altersteilzeit betragen zum Bilanzstichtag 9,3 Mio. Euro (i.Vj. 9,3 Mio. Euro) und der beizulegende Zeitwert 10,0 Mio. Euro (i.Vj. 9,9 Mio. Euro). Nach einer Saldierung mit dem Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen ergibt sich ein Überhang von 4,3 Mio. Euro (i.Vj. 3,4 Mio. Euro). Der Zeitwert des Deckungsvermögens wurde auf Basis von Marktpreisen ermittelt. 9 EigenkapitalDer Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2015 von 83,9 Mio. Euro erhöht das Eigenkapital auf 129,4 Mio. Euro. In Höhe von 41,4 Mio. Euro besteht eine Ausschüttungssperre aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem beizulegenden Zeitwert und den Anschaffungskosten von Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB. 10 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Der Zeitwert des Deckungsvermögens wurde auf der Basis von Marktpreisen ermittelt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden Zinsaufwendungen von 65,0 Mio. Euro und Vorsorgeaufwendungen von 20,9 Mio. Euro sowie Verluste aus dem Deckungsvermögen von 2,4 Mio. Euro verrechnet. 11 Sonstige Rückstellungen
Die Rückstellungen für Personalkosten bestehen hauptsächlich für Verpflichtungen aus Restrukturierungsmaßnahmen, Altersteilzeitverträgen, Sondervergütungen und Jubiläen. Bei den Rückstellungen für Nachtragsaufwendungen handelt es sich um ausstehende Kosten für bereits abgerechnete Leistungen. 12 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen13 Sonstige Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit 46,7 Mio. Euro aus Lieferungen und Leistungen. Haftungsverhältnisse
Die Gesellschaft geht davon aus, dass sie aus den Patronatserklärungen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in Anspruch genommen wird. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Darüber hinaus besteht eine ReInvestitionsverpflichtung anteilige Gewinne aus dem WorldDEM -Geschäft in ein oder mehrere Folgeprojekte zu reinvestieren, die der Verbesserung der Nachhaltigkeit und der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit dienen sollen. Derivative FinanzinstrumenteZur Absicherung von Kunden-/Lieferantenverträgen in Fremdwährungen gegen Wechselkursschwankungen werden Devisentermingeschäfte mit der Airbus Group SE abgeschlossen. Dabei werden keine Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB gebildet. Zum Bilanzstichtag bestanden, umgerechnet zum Stichtagskurs, Kaufverpflichtungen von 39.342 Tsd. Euro ( i.Vj. 13.715 Tsd. Euro) und Verkaufsverpflichtungen von 10.299 Tsd. Euro ( i.Vj. 4.595 Tsd. Euro). Das Nominalvolumen und die Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:
Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- bzw. Verkaufsverpflichtungen aus derivaten Finanzinstrumenten bewertet zu Stichtagskursen. Der Marktwert ist die Summe der Unterschiedsbeträge zwischen den zu Stichtagskursen bewerteten Devisentermingeschäften und den kontrahierten Gegenwerten. Für die sich aus der Stichtagsbewertung einzelner Positionen ergebenden Verluste wurde eine Rückstellung gebildet; sich ergebende Gewinne wurden nicht realisiert. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 201514 Umsatzerlöse
15 Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen werden neben Erträgen aus Vermietung und Kostenumlagen auch Kursgewinne und sonstige Kostenminderungen zusammengefasst. Die enthaltenen periodenfremden Erträge aus der Auflösungen von Rückstellungen über 29,0 Mio. Euro (i.Vj. 13,9 Mio. Euro) betreffen mit 19,5 Mio. Euro (i.Vj. 12,8 Mio. Euro) Rückstellungen für Nachtragsaufwendungen und sonstige Projektrisiken. Erträge aus Kursgewinnen entstanden in Höhe von 7,0 Mio. Euro, die entsprechend § 277 Abs 5 HGB zusammengefasst hier enthalten sind. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind in Höhe von 40,3 Mio. Euro Buchgewinne aus dem Verkauf von Gebäuden und Grundstücken enthalten. 16 Sonstige betriebliche AufwendungenDie Aufwendungen aus Kursverlusten belaufen sich auf 5,7 Mio. Euro. 17 Finanzergebnis
In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind die Zinsbestandteile aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen mit -65,0 Mio. Euro und Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen von 2,4 Mio. Euro enthalten. In den sonstigen Zinsen und ähliche Erträge sind die Erträge aus der Abzinsung von sonstigen langfristigen Rückstellungen in Höhe von 0,1 Mio. Euro sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen langfristen Rückstellungen in Höhe von 1,7 Mio. Euro enthalten. Die Erträge aus Beteiligungen betreffen mit 1,1 Mio. Euro (i.Vj. 4,8 Mio. Euro) die Gewinnübernahme der Jenaoptronik, mit 44,4 Mio. Euro die der Airbus DS Geo GmbH (i.Vj. Verlustübernahme von 2,1 Mio. Euro) und mit TEUR 35 die anteilige Gewinnübernahme der RST Rostock. Darüber hinaus ist ein Gewinn aus der Veräußerung der Anteile an der RST Rostock in Höhe von 4,0 Mio. Euro angefallen. Die Aufwendungen aus Beteiligungen betreffen in Höhe von 1,7 Mio. Euro den Verlust aus der Verschmelzung der ND SatCom Defence GmbH auf die Gesellschaft. 18 Außerordentliches ErgebnisDas außerordentliche Ergebnis von -5,3 Mio. Euro beinhaltet die Verrechnung von 1/15 des Unterschiedsbetrages (nach der PUC-Methode) aus den Pensionsrückstellungen, der sich aus der erstmaligen Anwendung der Bewertungsvorschriften nach dem BilMoG ergeben hat. Der Restbetrag der Rückstellung, der über die verbleibenden Jahre angesammelt wird beträgt 47,2 Mio. Euro. Sonstige AngabenMaterialaufwand
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen entstanden überwiegend für Unterauftragnehmerleistungen. Personalaufwand
Im Jahresdurchschnitt waren 3104 (i.Vj. 3163) Mitarbeiter beschäftigt, davon im indirekten / funktionellen Bereich 364 Mitarbeiter (i.Vj. 356). Honorar des AbschlußprüfersDie Airbus DS GmbH nimmt die Möglichkeit zur Befreiung gem. § 285 Abs. 17 HGB von der Veröffentlichung des von Abschlußprüfern berechneten Honorars in Anspruch. Das Prüfungshonorar der Gesellschaft ist in den Anhangsangaben des Jahresabschlusses der Airbus Group SE enthalten. GeschäftsführungEvert Dudok Diplom-Ingenieur Vorsitzender Geschäftsführung Dr. Johannes von Thadden Diplom-Volkswirt Leiter Politische Beziehungen Dr. Lars Immisch Dr. Jur. Arbeitsdirektor Dr. Michael Menking Dr.-Ingenieur Thomas S. Müller (bis 14. März 2016) Diplom-Kaufmann AufsichtsratBernhard Gerwert Diplom-Ingenieur Aufsichtsratsvorsitzender Arnim Eglauer * Diplom-Ingenieur Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Konzernbetriebsratvorsitzender Airbus DS GmbH Stellvertretender Gesamtbetriebsratsvorsitzender Airbus DS GmbH Betriebsratsvorsitzender Standort Friedrichshafen Airbus DS GmbH Jan Christen Jensen * Diplomnautiker, M.A. Stellvertretender Konzernbetriebsratvorsitzender Airbus DS GmbH Gesamtbetriebsratsvorsitzender Airbus DS GmbH Betriebsratsvorsitzender Standort Bremen Airbus DS GmbH Kristin Böhmert * (bis 07.August 2015) Diplom-Ingenieur (BA) Projektingenieur Betriebsratsmitglied Standort Ottobrunn Dreier, Sita * (ab 08. August 2015) Diplom-Informatikerin (FH) Betriebsratsmitglied Standort Bremen Jana Rosenmann Diplom-Kauffrau Leiterin Strategie Airbus Defence and Space Ralf Hartmann * Diplom-Ingenieur Vertreter der Leitenden Angestellten Andrew Anderson Ingenieur Leiter Engineering Airbus Defence and Space Andreas Hammer (bis 07. August 2015) Diplom-Ingenieur Corporate Secretary Airbus Defence and Space Thomas Gottschild (ab 08. August 2015) Diplom-Ingenieur Pierre Godart Diplom Kaufmann Geschäftsführer Airbus - Safran Launchers GmbH Prof. Dr. Hans Kappler (bis 07. August 2015) Diplom-Ingenieur i.R. Dr. Peter Kleinschmidt (ab 08. August 2015) Rechtsanwalt Jürgen Bühl * IG Metall Vorstand, Leiter Ressort Koordination Branchenpolitik, Gewerkschaftssekretär Dieter Reinken * (bis 07. August 2015) Bevollmächtigter IG Metall Bremen, Gewerkschaftssekretär Helene Sommer * (ab 08. August 2015) IG Metall Friedrichshafen Oberschwaben, Gewerkschaftssekretärin Bezüge der Geschäftsführung und des AufsichtsratesDie Mitglieder der Geschäftsführung sind bei verbundenen Unternehmen angestellt und erhielten für das Geschäftsjahr 2015 keine unmittelbaren Bezüge. Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen im Berichtsjahr 73 Tsd. Euro. MutterunternehmenAlleingesellschafter der Airbus DS GmbH ist die Airbus DS Holding B.V., Amsterdam. Der Abschluss der Airbus DS Holding B.V. einschließlich der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften wird in den Konzernabschluss der Airbus Group SE, Amsterdam, einbezogen, der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union ("EU") anzuwenden sind, aufgestellt wird. Dieser wird einschließlich des Konzernlageberichts im Bundesanzeiger veröffentlicht und beim Handelsregister München in deutscher Sprache hinterlegt. Dieser Abschluss erfüllt die Befreiungsvoraussetzungen für die Erstellung eines Konzernabschlusses der Gesellschaft.
München, den 29. März 2016 Airbus DS GmbH Die Geschäftsführung Evert Dudok Dr Lars Immisch Dr. Michael Menking Dr. Johannes von Thadden Vorschlag für die Verwendung des BilanzgewinnsDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von 59.804.467,14 € auf neue Rechnung vorzutragen. Der Bilanzgewinn ergibt sich wie folgt:
München, den 29. März 2016 Airbus DS GmbH Die Geschäftsführung Evert Dudok Dr Lars Immisch Dr. Michael Menking Dr. Johannes von Thadden Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2015
Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2015
* Werte zum 31.12.2015
Lagebericht des Geschäftsjahres 2015
1. Grundlagen der Gesellschaft1.1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen1.1.1. Airbus Defence and Space NeuorganisationDie im Jahr 2014 begonnene und weiter unter dem Titel Airbus 2.0 fortgeführte Integration der früheren Geschäftsbereiche Raumfahrt, Verteidigungstechnik und Militärische Luftfahrt in einer gemeinsamen Organisation Airbus Defence and Space wurde 2015 konsequent fortgeführt mit dem Ziel, das Produktportfolio zu ergänzen, Kapazitäten zu bündeln, Innovation voran zu treiben, den Marktzugang zu verbessern und die Profitabilität zu steigern. Die in dieser Strategie beschlossene Portfoliobereinigung bestimmter Aktivitäten mit Fokussierung auf das Kerngeschäft wurde zielstrebig umgesetzt. Aufbauend auf bisherigen Erfahrungen werden weitere Anpassungen folgen, um eine hocheffiziente und integrierte Organisation zu formen, die den Herausforderungen des wettbewerbsintensiven Marktumfeldes gewachsen sein wird und die die globalen Marktchancen noch besser wahrnehmen kann. Die Business Line Space Systems innerhalb der Airbus Defence and Space ist der führende Anbieter von zivilen und militärischen Raumfahrtsystemen in Europa mit Standorten in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und den Niederlanden sowie Aktivitäten in Norwegen und Nordamerika und weltweit einer der führenden Akteure in der Raumfahrtbranche. Innerhalb Airbus Defence and Space sind die Aktivitäten in die drei Geschäftsfelder: Space Systems, Communication, Intelligence and Security (CIS) sowie Military Aircraft gegliedert. Die Airbus DS GmbH wird zukünftig in den Geschäftsfeldern Space Systems und CIS tätig sein, während das bisherige Geschäftsfeld Electronics zum Jahresende 2015 aufgelöst wurde; soweit es sich um Electronic Produkte und Ausrüstungen für Raumfahrtanwendungen handelte, wurden diese in das Geschäftsfeld Space Systems integriert. Die Hauptstandorte der Airbus DS GmbH sind Bremen, Friedrichshafen, Lampolds-hausen, Ottobrunn und Trauen. Das Geschäftsfeld Space Systems umfasst die Konstruktion, die Herstellung und die Beschaffung kompletter Satellitensysteme. Eine breite Palette extrem vielseitiger Satellitenplattformen, optischer und mikrowellenbasierter Instrumente ergänzt durch Bodenstationen für die Erdbeobachtung, Navigation, Telekommunikation und Wissenschaft sowie Electronic Equipment vervollständigen das Produktportfolio. Aus dem ehemaligen Geschäftsbereich Space Transportation ergänzen sich die Aktivitäten zur Entwicklung und zum Bau von Trägerraketen, Antrieben und Orbitalsystemen sowie zur Nutzung von Orbitalsystemen. Das Geschäftsfeld Communication, Intelligence and Security, ist auf die Bereitstellung und den Betrieb von Satelliten-Kommunikationsdiensten fokussiert. Für die Airbus Defence and Space erbringt CIS darüber hinaus Dienstleistungen im Rahmen der Bereitstellung von Anwendungen und Services für Kommunikations-, Navigations- und Erdbeobachtungssatelliten. Die 100%ige Beteiligung an der RST Rostock System Technik GmbH wurde zum 01.05.2015 an die ABLE Management Services GmbH (FERCHAU) veräußert. Die Airbus DS GmbH hat zum 01.12.2015 ihr gesamtes Immobilieneigentum und ihren Grundbesitz an die Airbus DS Real Estate GmbH & Co KG zum Marktwert verkauft und über einen Mietvertrag wieder zurück gemietet. Durch die Abgabe des Grundbesitzes wurden Anforderungen im Rahmen des steuerlichen Teilbetriebs für die Ausgründung der Airbus Safran Launcher erfüllt und eine konzerninterne Konzentration des Immobilienmanagements erzielt. Die Airbus DS GmbH ist mit 100% als Kommanditist an der Airbus DS Real Estate GmbH & Co KG beteiligt und wird somit auch von zukünftigen Wertsteigerungen der Immobilien und etwaigen Vermietungserlösen profitieren. Die ND SatCom Defence GmbH (NDD) wurde im Rahmen einer konzerninternen Reorganisation bei Airbus Defence and Space mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2015 auf ihre alleinige Gesellschafterin Airbus DS GmbH verschmolzen. Alle Vereinbarungen und Verträge mit und von der NDD sind auf die Airbus DS GmbH im Rahmen der gemäß § 20 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. §§ 2 ff., 46 ff. Umwandlungsgesetz (UmwG) gesetzlich angeordneten Gesamtrechtsnachfolge übergegangen und werden von der Airbus DS GmbH unverändert weitergeführt. Airbus DS GmbH ist in alle Rechte und Pflichten aus den bestehenden Verträgen eingetreten. 1.1.2. Gründung Airbus Safran LauncherÜber diese organisatorischen Änderungen hinaus und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Trägersysteme Ariane sowie zur Sicherung der Arbeitsanteile an der Neuentwicklung der Ariane 6 haben die Airbus Group und die französische Safran Group eine Vereinbarung geschlossen, ihre Trägeraktivitäten in ein gemeinsames Joint Venture mit einer jeweils 50%igen Beteiligung einzubringen. In dem neuen Unternehmen bündeln die Airbus Group und Safran die Kompetenzen, die ihre deutschen und französischen Hauptstandorte auf dem Gebiet der Trägerraketen mitbringen. Dies betrifft die Aktivitäten der Geschäftsbereiche Transportsysteme Launcher und Antriebssysteme Propulsion jeweils in vollem Umfang. Die Airbus Safran Launcher GmbH wird in diesem Zuge alle Launcher und Propulsion Aktivitäten der Airbus DS GmbH in zwei Schritten aufnehmen. Somit kommt es zu einer Aufteilung von Projekten und Mitarbeitern zwischen der Airbus DS GmbH und der Airbus Safran Launcher GmbH. Der Schritt 1 wurde zum 14.01.2015 mit dem Transfer von 116 Mitarbeitern der Airbus DS GmbH in die Airbus Safran Launcher GmbH und dem Verkauf wesentlicher Projekte aus den Bereichen Launcher und Antriebssysteme vollzogen. Zudem wurden die Beteiligungen an den Gesellschaften Eurockot, Arianespace und Euro-cryospace Germany an das Joint Venture veräußert. In einem 2. Schritt ist die Übertragung von weiteren 880 Mitarbeitern und zusätzlichen Vermögenswerten in die Airbus Safran Launcher GmbH vorgesehen. Der genaue Termin für die Phase 2 ist noch nicht abschließend terminiert, eine Umsetzung wird jedoch nach Klärung verbliebener rechtlicher Punkte weiterhin für 2016 angestrebt. Dieser Transfer soll mittels Ausgründung und Einbringung eines steuerlichen Teilbetriebs erfolgen, eine verbindliche steuerliche Auskunft wurde in diesem Zusammenhang eingeholt. Da die Transaktion zu Buchwerten durchgeführt werden soll, werden für die Implementierung des weiteren Vermögenstransfers keine zusätzlichen Erträge erwartet. 1.2. Unternehmenssteuerung, Ziele und StrategieDie Geschäftsbereiche der Airbus DS - Gruppe werden in transnationaler Verantwortung über die Grenzen der rechtlichen Einheiten hinweg geführt. Positive politische Rahmenbedingungen sind eine wesentliche Voraussetzung, um das Raumfahrtgeschäft auszubauen und nachhaltig zu stärken. Daneben werden innerbetriebliche Optimierungsstrategien vorangetrieben, um die bestehenden Prozesse zu verbessern und auf neue Anforderungen kurzfristig reagieren zu können. Trotz der im Berichtsjahr und in den Vorjahren geschaffenen guten Ausgangslage steht Airbus DS vor großen Herausforderungen. Das Marktumfeld ändert sich und ist gekennzeichnet durch harten Wettbewerb der etablierten europäischen Raumfahrtunternehmen untereinander. Darüber hinaus drängen zunehmend neue Wettbewerber, sei es aus China, Russland, Indien und vor allem den USA auf den Markt. Die wirtschaftliche Steuerung des Unternehmens richtet sich nach den IFRS-Kennzahlen Umsatz, Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie Free Cash Flow (operativer Cash Flow nach Investitionen). Darüber hinaus wird besonderes Augenmerk auf Kostenverantwortung, Termintreue und fehlerfreie Qualität ("on time - on cost - on quality" - Offensive) gelegt. 1.3. Forschung und EntwicklungZur Stärkung der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit wurden an eigenfinanzierten Forschungs- und Entwicklungsmitteln (F&E) 36,8 Mio. Euro aufgewendet (Vorjahr 29,0 Mio. Euro). Airbus DS nutzt flankierend zu den eigenfinanzierten F&E Aufwendungen auch projektspezifische Zuwendungen öffentlicher Institutionen wie der Europäischen Union. Bei Airbus DS Space Systems wurden die Forschungs- und Entwicklungsmittel erneut aufgestockt, um zukünftige Marktchancen frühzeitig erkennen zu können und gezielt in die technische Expertise des Unternehmens zu investieren. Schwerpunktaktivitäten lagen erneut im reinen Technologiebereich (i.W. im Cluster "Propulsion" (Ariane-Programme)), aber auch auf dem Gebiet verschiedener Machbarkeitsstudien. Das Vorantreiben von innovativen Technologien für die weltraumgestützte Radaraufklärung und für hochauflösende optische Satellitensysteme steht weiter im Vordergrund. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Lage der Branche und MarktumfeldDie Airbus DS GmbH ist schwerpunktmäßig im Geschäft mit institutionellen Kunden tätig. Im Wesentlichen sind das die europäische Raumfahrtagentur ESA (European Space Agency) und die EUMETSAT (European Organisation for the Exploitation of Meteorological Satellites) sowie auch direkt die Kommission der Europäischen Union. In der Bundesrepublik Deutschland sind die zentralen Auftraggeber das DLR (Deutsches Zentrum für Luft und Raumfahrt), die Bundeswehr sowie in geringerem Umfang andere Forschungseinrichtungen und Institute. Wesentlicher Kunde im kommerziellen Markt ist das neu gegründete Airbus Safran Launcher Joint Venture, in deren Auftrag Airbus DS mittelbar Trägerraketenbauteile für kommerzielle und institutionelle Starts für die Arianespace SA entwickelt und fertigt. Im Bereich der Subsysteme und Komponenten bedient Airbus DS den Bedarf innerhalb der Airbus Defence and Space Group, aber auch in kommerziellen Märkten liefert Airbus DS innovative Subsysteme und Komponenten für die Raumfahrt. Wichtige Budgetentscheidungen wurden im Dezember 2014 im Rahmen der ESA Ministerratskonferenz in Luxemburg getroffen. Neben einer Grundsatzentscheidung zur Entwicklung einer neuen europäischen Trägerrakete Ariane 6 konnte das europäische Service-Modul (MPCV) der amerikanischen Raumkapsel Orion, das auf dem erfolgreichen ATV-Programm aufbaut, maßgeblich vorangetrieben und der Betrieb der Internationalen Raumfahrtstation ISS noch bis zum Ende dieses Jahrzehnts gesichert werden. Auch für den Bereich Satellites sind wichtige Entscheidungen für neue Programme, wie "MetOp Second Generation" oder auch die Fortführung des GMES (Global Monitoring of Environment and Security) mit den Satelliten Sentinel-5 und Jason CS, getroffen worden. Für die satellitengestützte Navigation eröffnen die Weichenstellungen weiterhin interessante Perspektiven für die nächste Generation von Galileo und EGNOS V3 und ermöglichen zudem die kontinuierliche Unterstützung künftiger Telekommunikationsprogramme, insbesondere durch Anysat, und stärken das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus. Diese Programme gilt es auf der ESA - Folgekonferenz im Dezember 2016 abzusichern und, wenn möglich, weiter auszubauen. Die Leistungsfähigkeit der Raumfahrtindustrie in Europa hat sich in 2015 erneut bestätigt. Sechs erfolgreiche Ariane Starts mit pünktlicher Lieferung jeder einzelnen Rakete unterstreichen abermals die beeindruckende Zuverlässigkeit des europäischen Trägers, der als einziger kommerzieller Anbieter weltweit gleichzeitig zwei große Satelliten befördern kann und diese mit höchster Präzision aussetzt. Damit sichert die Ariane 5 auch zukünftig den Anspruch eines unabhängigen europäischen Zugangs zum Weltraum. Mit der Nachfolgerakete Ariane 6 soll zudem eine Trägerfamilie der neuen Generation entwickelt werden, die Europas Vormachtstellung in der Raumfahrtbranche untermauert. Der Jungfernflug der neuen Ariane ist für 2020 geplant - im späteren Regelbetrieb sind bis zu zwölf Starts pro Jahr vorgesehen. Der europäische Raumtransporter ATV "Georges LemaTtre" (Automated Transfer Vehicle) hat die Internationale Raumstation (ISS) am 14. Februar 2015 verlassen. Bis zu diesem Zeitpunkt war ATV-5 mehr als 200 Tage im Weltraum und kann damit den längsten Aufenthalt aller ATVs im All aufweisen. Der kontrollierte Wiedereintritt in die Erdatmosphäre fand am nächsten Tag statt (15. Februar 2015). Airbus DS war Hauptauftragnehmer der Europäischen Weltraumorganisation ESA für das ATV-Programm. In fünf erfolgreichen Missionen haben die ATVs 32 Tonnen Nutzlast zur ISS transportiert und 40 "Reboost"-Manöver durchgeführt. Mit ATV-5 endet die seit 2008 andauernde Erfolgsgeschichte des komplexesten Raumfahrzeugs, das jemals in Europa entwickelt und gebaut wurde. Diese Kooperation und die weltweit führende Technologie von ATV werden jedoch mit dem Orion-Programm fortbestehen, das Astronauten in den Erdorbit und darüber hinaus bringen wird. Der Industrievertrag zwischen der ESA und Airbus DS für die Entwicklung und den Bau des Orion Service-Moduls wurde am 17. November 2014 in Berlin unterschrieben. Das Orion Multi Purpose Crew Vehicle (MPCV) ist das zukünftige bemannte Raumfahrzeug der NASA und folgt auf das Space Shuttle Programm. Es besteht aus einer Kapsel, die von Lockheed Martin Space Systems entwickelt und gebaut wird sowie dem ESM, welches die ESA für die NASA bei Airbus DS beauftragt hat. Gestartet wird mit der neuen amerikanischen SLS-Trägerrakete. Während das Flugmodell des European Service-Moduls (ESM) beim ESA-Hauptauftragnehmer Airbus DS in Bremen gebaut werden wird, wird das Modell für die Strukturtests (STA) zunächst bei Thales Alenia im italienischen Turin montiert. Der Produktbereich Erdbeobachtung, Navigation und Wissenschaft entwickelt und produziert Satelliten sowie Sonden zur Erforschung der Erde, des Sonnensystems und des Universums. Hauptkunden sind - direkt oder indirekt durch Unterbeauftragung innerhalb der Airbus Defence and Space Group - die ESA und das DLR sowie das Bundesministerium für Verteidigung (BAAINBw/BMVG), aber auch institutionelle Kunden im nichteuropäischen Ausland. Im Bereich der wissenschaftlichen Missionen verlief das Jahr 2015 erneut äußerst positiv. Die LISA Pathfinder Mission zum Nachweis und zur Erforschung von Gravitationswellen wurde erfolgreich gestartet und operiert nominal im vorgesehenen L-1 Orbit. Das hochsensible Instrument der Sonde wurde in Friedrichshafen gefertigt. Die Mission ist eine Technologieerprobungsmission in Vorbereitung auf das von ESA geplante eLISA (evolved Laser Interferometer Space Antenna) Vorhaben. DS rechnet sich bei seiner Umsetzung gute Chancen auf eine zentrale Rolle aus. In der Erdbeobachtung wird der allgemeine Geschäftsverlauf durch die im Rahmen der Klimaerwärmung zunehmend aktuellen Entwicklungen in der Klimafolgenforschung, im Umweltmanagement, der Aufklärung sowie der Sicherheits- und Kommunikationsdienste bestimmt. Weltraumsysteme für die Sicherheit Europas und seiner Bürger wie zum Beispiel das Copernicus - Programm der EU bilden wichtige Elemente einer europäischen Infrastruktur. Sie stellen bedeutende Schlüsselkapazitäten sowohl bei der kontinuierlichen Beobachtung von Umweltveränderungen als auch der Bereitstellung von Daten und Kommunikationseinrichtungen im unmittelbaren Krisenmanagement (zum Beispiel bei Umweltkatastrophen) bereit. Die Programme werden von der ESA für die EU implementiert. Hinzu kommen weitere Programme, die sich über separate ESA Budgetlinien finanzieren. In der Navigation ist Galileo weiter ein zentrales Thema. Neben dem erfolgreichen Betrieb der Basiskonstellation Galileo IOV (In Orbit Verification) mit vier Satelliten sowie zugehörigen Bodenstationen, ist Airbus DS mit wichtigen Subsystemen und Komponenten sowie System Support - Aktivitäten an der Fertigung der Galileo-Satellitenkonstellation FOC beteiligt. Darüber hinaus hat Airbus DS eine führende Rolle bei der Definition der nächsten Generation des europäischen Erweiterungssystems zur Satellitennavigation EGNOS (European Geostationary Navigation Overlay Service) inne und bereitet sich auf Entwicklung und Implementierung der zweiten Generation (V3) des Systems vor. Für die operative Konstellation Galileo FOC bereitet sich Airbus DS intensiv auf die Ausschreibung des 3. Batches an Satelliten vor. Der Betrieb der Konstellation wird unter der Bezeichnung Galileo Services Operator (GSOP) zur Ausschreibung kommen. Auch hier ist Airbus DS seit 2015 unter Bündelung aller Fähigkeiten am Ausschreibungsprozess beteiligt. Im Geschäftsfeld CIS liegt die Gesamtverantwortung für den Aufbau und den Betrieb der European Data Relais Station (EDRS) und der Betreuungskommunikation für die Bundeswehr (Connect-D). Die vertraglichen Vereinbarungen für die spätere Betriebsphase (Service Level Agreements) konnten Mitte Februar 2015 erfolgreich abgeschlossen werden. Die Beschaffung der Datenrelais-Satelliten EDRS A und C im Raumsegment EDRS liegt in der Verantwortung des Bereiches Erdbeobachtung, Navigation und Wissenschaft im Geschäftsfeld Space Systems. Generell ist zunehmendes Interesse an kleinen Satelliten erkennbar, wobei dieser Markt von immer mehr Anbietern anvisiert wird. Größere Konstellationen in den Bereichen Kommunikation aber auch Erdbeobachtung befinden sich augenblicklich in der Definitionsphase. Die große Anzahl von Satelliten, die in diesen innovativen Konzepten angedacht sind, bedingt die Entwicklung neuartiger industrieller Ansätze. Die Entwicklung der nächsten Generation der erfolgreichen Ariane-Baureihe wird diese Anforderungen berücksichtigen müssen. Airbus Defence and Space wird dieser Tendenz durch weiterführende produktorientierte Entwicklungen gerecht. Durch die nationale Integration innerhalb einer transnationalen europäischen Organisation der Geschäftsfelder, gepaart mit organisatorischen Optimierungen auf Konzernebene bezieht Airbus Defence and Space entscheidende Wettbewerbsvorteile im internationalen Umfeld. Dies bestätigen unter anderem die überragenden Auftragseingänge, die in 2015 erreicht werden konnten. 2.2. GeschäftsverlaufAuftragseingangDer Auftragseingang belief sich im Berichtsjahr 2015 auf 1.426,0 Mio. Euro und lag damit um gut 60 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (1.360,1 Mio. Euro). Der Auftragsbestand verringerte sich durch die im Saldo gegenüber dem Auftragseingang um knapp 170 Mio. Euro höheren Umsatzerlöse auf ca. 4,3 Mrd. Euro. In 2015 trugen die Bereiche Wissenschafts-, Navigations- und Erdbeobachtungssysteme (mit 668,3 Mio. Euro), Orbitalsysteme (mit 344 Mio. Euro) und Antriebssysteme (mit 150 Mio. Euro) wesentlich zum Auftragseingang bei. An Einzelprogrammen hatten das ATV - Nachfolgeprogramm MPCV (224 Mio. Euro), Jason CS / Sentinel-6 (192 Mio. Euro), die EDRS - Betriebsphase (113 Mio. Euro), Sentinel-2 (94 Mio. Euro), Orbital Propulsion Systems (87 Mio. Euro), Metop SG (80 Mio. Euro), Sentinel-1 (64 Mio. Euro), Earth Care (63 Mio. Euro), ISS Exploitation (58 Mio. Euro) und Ariane Development (48 Mio. Euro) nennenswerte Anteile. Auftragseingang nach Geschäftsbereichen
UmsatzDer Geschäftsverlauf schlägt sich im zyklischen Charakter des Raumfahrtgeschäftes nieder. Bedingt durch die teilweise sehr langen Produktionszeiträume, beginnend mit Vorstudien über die konkrete Spezifikation und Entwicklung bis zur eigentlichen Produktions- und Integrationsphase, vergehen in aller Regel mehrere Jahre bis zur Übergabe an den Auftraggeber und damit bis zur finalen Abrechnung der Aufträge nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB. Der Umsatz nach HGB - Rechnungslegungsvorschriften lag im Geschäftsjahr mit 1.594,4 Mio. Euro mehr als 500 Mio. Euro über dem Vorjahresstand (2014: 1.058,9 Mio. Euro). Bedingt durch die HGB-Abrechnungsvorschriften kann es zu starken zyklischen Schwankungen zwischen den einzelnen Geschäftsjahren kommen. Der Umsatzanstieg zwischen 2014 und 2015 zog sich durch alle Bereiche, betraf aber im Wesentlichen die beiden Geschäftsbereiche 'Wissenschafts-, Navigations- und Erdbeobachtungssysteme' und ,Transportsysteme', die alleine knapp 500 Mio. Euro mehr abrechnen konnten als im Vorjahr. Alle anderen Geschäftsbereiche zeigen sich im Jahresverlauf vergleichsweise stabil mit nur moderaten Steigerungen zum Vorjahreszeitraum. Wesentliche Umsätze wurden in den Programmen Ariane Entwicklung (322,7 Mio. Euro), Sentinel-2A (246,4 Mio. Euro), dem ISS Exploitation - Vertrag (130,1 Mio. Euro), ATV - Produktion (128,9 Mio. Euro), LISA Pathfinder / TP (110,5 Mio. Euro), MPCV (71,0 Mio. Euro), Ariane Produktion (67,9 Mio. Euro), BepiColombo (54,2 Mio. Euro), Jason CS (27,5 Mio. Euro) und Galileo FOC System Support (29,6 Mio. Euro) erzielt. Umsatz nach Geschäftsbereichen
Umsatz nach Regionen
BeschäftigungZum Jahresende 2015 waren bei Airbus DS einschließlich befristeter Arbeitsverhältnisse 3.172 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 3.195 Mitarbeiter). Bei insgesamt stabiler Geschäfts- und Auftragslage gab es damit einen leichten Rückgang der Beschäftigten um netto 23 Mitarbeiter, der im Wesentlichen auf die Ausgliederung von 116 Mitarbeitern in das Airbus Safran Launcher - Joint Venture zurück zu führen ist. Im Gegenzug wurde aufgrund der sehr positiven Geschäftslage im Bereich Wissenschafts-Navigations- und Erdbeobachtungssysteme zusätzliches Personal eingestellt. Personal nach Standorten
Risk ManagementIm Rahmen ihrer globalen Aktivitäten und aufgrund der fortschreitenden Intensivierung des Wettbewerbs ist die Airbus DS GmbH Risiken ausgesetzt. Zur frühzeitigen Erkennung, zur Bewertung und zum richtigen Umgang mit bestehenden und sich abzeichnenden künftigen Risiken bedient sich Airbus DS - unter Beachtung konzernweit einheitlicher Rahmen-Richtlinien - wirksamer Steuerungs- und Kontrollinstrumente. Ein harmonisiertes, konzerneinheitliches Enterprise Risk Management ist fester Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Die operativen Einheiten überwachen die Prozess-, Programm- und funktionalen Risiken kontinuierlich. Die Geschäftsleitung wird im Rahmen regelmäßiger Berichterstattung sowie der fortlaufenden Planungsprozesse informiert. So werden wesentliche Risiken frühzeitig erkannt, bewertet und entsprechende Maßnahmen eingeleitet und überwacht. Die konzerninternen Richtlinien zum Währungsrisikomanagement schreiben vor, alle vertraglich vereinbarten Zahlungsströme in fremder Währung zeitnah zu sichern. Dies erfolgt überwiegend mittels klassischer Devisentermingeschäfte. Die Abwicklung sämtlicher Devisengeschäfte erfolgt ausschließlich über das Zentrale Treasury Management der Airbus Group. Für alle bekannten Risiken wurde - soweit erforderlich - zum heutigen Kenntnisstand ausreichende bilanzielle Vorsorge getroffen. FrauenquoteDas technisch geprägte Geschäftsfeld der Luft- und Raumfahrt zieht traditionell mehr Männer als Frauen an, weshalb der Frauenanteil in der Airbus Group insgesamt mit 17,2 % relativ niedrig ist. Seit Ihrer Gründung arbeitet die Airbus Group am ständigen Ausbau der Frauenförderung. Bei der Airbus DS GmbH waren Ende 2015 571 Frauen beschäftigt (davon 68 in führenden Positionen, allerdings niemand in der Geschäftsführung und lediglich zwei Frauen im Aufsichtsrat). Dies entspricht einem Anteil an den insgesamt 3.172 Beschäftigten i.H.v. 18%. Der Aufsichtsrat der Airbus DS GmbH strebt an, für den Frauenanteil im Aufsichtsrat (derzeit 17%) als Zielgröße 25% festzulegen und den Anteil in der Geschäftsführung (derzeit 0%) auf 20% auszudehnen. Beide Zielgrößen sollen bis zum 30. Juni 2017 erreicht werden. Eine konkrete Festlegung für die beiden Leitungsebenen unterhalb der Geschäftsführung besteht derzeit nicht. 2.3. LageErtragslageGewinn- und Verlustrechnung (Kurzfassung)
Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg mit 100,1 Mio. Euro - im Wesentlichen getrieben durch den deutlich höheren Umsatz in 2015 - um mehr als 40 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreswert (57,1 Mio. Euro) an. Bei den übrigen betrieblichen Kosten / Erträgen kehrt sich das Vorzeichen zum Vorjahr nahezu um. 27,7 Mio. Euro Netto-Kosten in 2014 stehen nunmehr 27,5 Mio. Euro an Netto-Erträgen gegenüber, die i.H.v. 40,3 Mio. Euro aus dem Verkauf diverser Gebäude an die Airbus DS Real Estate GmbH & Co. KG resultieren. Hinzu kommen 23,6 Mio. Euro Erträge aus der Übertragung verschiedener Projektbestände an das Airbus Safran Launcher - Joint Venture in der Phase 1, Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen i.H.v. 29,0 Mio. Euro (2014: 13,9 Mio. Euro) sowie Kursgewinne von 7,0 Mio. Euro. Bei den aufgelösten Rückstellungen handelt es sich in erster Linie um 19,5 Mio. Euro aus der Auflösung von Rückstellungen im Bereich Nachlaufkosten und i.H.v. 6,5 Mio. Euro um aufgelöste Rückstellungen für Gebäudeabbruchkosten. Dem stehen Vertriebskosten i.H.v. 27,1 Mio. Euro, allgemeine Verwaltungskosten (30,6 Mio. Euro) und Sonstige betriebliche Aufwendungen (14,5 Mio. Euro) gegenüber, bei denen die Aufwendungen aus Kursverlusten mit 5,7 Mio. Euro die wesentliche Position ist. Das Finanzergebnis liegt mit -21,5 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau (-21,4 Mio. Euro). Belastend wirkte sich aus, dass die Zinsbestandteile aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen mit -65,0 Mio. Euro die Zinsen und ähnliche Aufwendungen auf einen Wert von -69,6 Mio. Euro ansteigen ließen (Vorjahr: -49,9 Mio. Euro) und auch die Sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge von 22,0 Mio. Euro (in 2014) auf 0,2 Mio. Euro zurückgingen. Ausgeglichen werden konnten diese belastenden Effekte durch den von der Airbus DS Geo GmbH abgeführten Jahresüberschuss i.H.v. 44,4 Mio. Euro, so dass in Summe eine deutlich verbesserte Position der Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen (+44,4 Mio. Euro in 2015 gegenüber -2,1 Mio. Euro in 2014) ausgewiesen werden konnte. Der Verkauf der RST Rostock System Technik GmbH wirkte sich ebenfalls positiv aus: vom Verkaufserlös in Höhe 5,3 Mio. Euro verblieben nach Abzug des Beteiligungsbuchwertes 4,0 Mio. Euro an Veräußerungsgewinnen. Im Kaufvertrag wurde eine umsatzabhängige Kaufpreiskomponente von jeweils 0,6 Mio. Euro für 2015 und 2016 vereinbart. Das außerordentliche Ergebnis enthält den Aufwand aus der Umbewertung der Pensionsverpflichtungen nach dem Bilanzmodernisierungsgesetz, der seit 2010 mit 1/15 des Gesamtbetrages jährlich berücksichtigt wird; die Ertragssteuern gehen auf das Periodenergebnis 2015 zurück. Insgesamt fiel damit im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss von 83,9 Mio. Euro (Vorjahr Jahresüberschuss i.H.v. 4,1 Mio. Euro) an, der auf neue Rechnung vorgetragen wird. FinanzlageAirbus DS GmbH ist in das zentrale Cash Management der Airbus Group SE eingebunden. Diese übernimmt die flüssigen Mittel der Konzerngesellschaften und hält diese auf Verrechnungskonten bereit. Das Ziel, eine ausgeglichene Finanzierung der Kundenprojekte darzustellen, konnte bei der überwiegenden Zahl der Projekte erreicht werden.
Der Zahlungsmittelbestand aus Cash-Pooling Forderungen gegenüber Airbus Group SE sowie aus Guthaben bei Banken belief sich zum Jahresende 2015 auf 293,3 Mio. Euro (Vorjahr 374,4 Mio. Euro). Der Cash Flow aus dem operativen Geschäft verringerte sich unter anderem aufgrund niedrigerer Zuflüsse aus erhaltenen Anzahlungen gegenüber dem Vorjahr um mehr als 80 Mio. Euro. Gleichzeitig stiegen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände auf nunmehr 94,7 Mio. Euro deutlich (2014: 28,5 Mio. Euro). Hierbei handelt es sich neben laufenden Ersatzinvestitionen beziehungsweise Investitionen zur kontinuierlichen Verbesserung der Infrastruktur mit 70 Mio. Euro um die Aktivierung des EDRS - Satellitensystems. Zahlungen für den Erwerb von Anteilen am CTA - Vermögen erfolgten in 2015 nicht, während im Vorjahr 39,8 Mio. Euro zugeführt wurden. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung von Währungsrisiken aus in Fremdwährung geschlossenen Kundenaufträgen oder Kaufverpflichtungen eingesetzt. VermögenslageDie Bilanzsumme liegt im Berichtsjahr mit 921,7 Mio. Euro gut 90 Mio. Euro unterhalb des Wertes von 2014 (1.014,2 Mio. Euro). Abrechnungsbedingt verringerten sich nahezu alle Positionen des Umlaufvermögens, einschließlich des Saldos aus Vorräten und aktivisch abgesetzten erhaltenen Anzahlungen. Nach wie vor werden die Vorräte (2.178,4 Mio. Euro) durch die von Kunden erhaltenen Anzahlungen (2.167,1 Mio. Euro) fast vollständig finanziert. Airbus DS GmbH investierte im Berichtsjahr 94,7 Mio. Euro in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände (Vorjahr 28,5 Mio. Euro). Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen lagen mit 22,7 Mio. Euro erneut über Vorjahresniveau (17,1 Mio. Euro). Bei den Finanzanlagen ergaben sich Zugänge i.H.v.79,4 Mio. Euro - hier handelt es sich i.W. um den Erwerb der Kommanditanteile an der Airbus DS Real Estate GmbH & Co. KG, in die die Gebäude und Grundstücke im Gegenwert von 77,8 Mio. Euro aber mit geringeren Abgangswerten (37,5 Mio. Euro) übertragen wurden. Es entstand ein sonstiger betrieblicher Ertrag von 40,3 Mio. Euro. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden auch die liquiden Mittel aus dem Cash-Pooling mit der Airbus Group ausgewiesen. Wesentliche Einflussgrößen waren hier der Abbau des Cash Bestandes (-93 Mio. Euro) gegenüber der Airbus Group sowie ein Forderungsaufbau im Bereich CIS (+45 Mio. Euro), der maßgeblich aus der Ergebnisabführung (44,4 Mio. Euro) der Airbus DS Geo GmbH resultiert. Die Sonstigen Rückstellungen lagen mit 199,3 Mio. Euro leicht unter Vorjahresniveau (201,7 Mio. Euro). Während sich die Zuführungen zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen deutlich erhöhten (von 146,0 Mio. Euro Ende 2014 auf 228,5 Mio. Euro Ende 2015), verringerten sich die Sonstigen Rückstellungen leicht von 201,7 Mio. Euro auf 199,3 Mio. Euro. In den nachhaltig gesunkenen Verbindlichkeiten von 364,5 Mio. Euro (Vorjahr 621,0 Mio. Euro) sind die nicht aktivisch ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen mit 142,6 Mio. Euro (2014: 239,0 Mio. Euro) die wesentliche Position. Der im Geschäftsjahr erzielte Jahresüberschuss von 83,9 Mio. Euro führt in der Bilanz zu einem Eigenkapital in Höhe von 129,4 Mio. Euro (gegenüber 45,4 Mio. Euro Ende 2014); dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 14,0 %. 2.4. Bericht aus den GeschäftsbereichenOrbitalsysteme und Space ExplorationEin Schwerpunkt des Airbus DS - Geschäftsbereiches Orbitalsysteme liegt im Betrieb und der Nutzung der Internationalen Raumstation (ISS). Hierbei ist Airbus DS im Rahmen des ESA "Exploitation" - Vertrages für alle Aufgaben des europäischen Teils der ISS verantwortlich. Dieser Vertrag wurde im Jahre 2015 angepasst und die Aufgabenteilung zwischen ESA und Airbus neu festgelegt. Diese hat eine verringerte Verantwortung und reduzierte Aktivitäten für Airbus DS zur Folge. Es besteht eine Absichtserklärung für die Fortführung dieser Aktivitäten bis zum Jahre 2020 und verschafft somit Planungssicherheit für die Zukunft. Das europäische Wissenschaftslabor Columbus arbeitet seit acht Jahren erfolgreich im All. Das Labor ist fester Bestandteil der ISS, die voraussichtlich bis mindestens 2020 in Betrieb sein wird. Ein weiteres Kernelement ist der Einsatz von erprobten ATV-Komponenten für Explorationsmissionen der NASA und wird derzeit im Rahmen des Projektes Orion verwirklicht. Dafür wurde im Jahre 2014 die Beauftragung der Phase C/D für den Bau und die Entwicklung des ersten Orion Service Moduls von der ESA an die Airbus DS GmbH vergeben. Die Auslieferung des ESM (European Service Modul) als Bestandteil für die amerikanische Orion Mission ist für das Jahr 2017 vorgesehen, der Erstflug für das Jahr 2018. Erste Gespräche finden zurzeit statt, um Folgebeauftragungen für weitere Flugmodelle zu akquirieren. Transportsysteme - LauncherDie Aktivitäten aus dem Bereich Launcher wurden zum 14.01.2015 an die ASL GmbH übertragen, die ebenfalls die Programm Management Funktion übernommen hat. Somit sind bei der Airbus DS GmbH die Rückbeauftragungen für die Bearbeitung der definierten Arbeitspakte auszuführen. Im Laufe des Jahres 2015 wurden sechs weitere Ariane - Oberstufen ausgeliefert. Nach den sechs erfolgreichen Ariane-Starts des Jahres 2015 erhöht sich die Gesamtzahl der Ariane 5 - Raketenstarts auf mittlerweile 83, davon 69 erfolgreich in Serie. Die von der ESA-Ministerratskonferenz im Dezember 2014 getroffene Entscheidung zur Entwicklung der Ariane 6 Rakete wurde am 12.08.2015 mit der Beauftragung der Ariane 6 Entwicklungsphase A/B an die Airbus Safran Launcher SAS umgesetzt. Über die Beauftragung durch die ASL GmbH hat auch die Airbus DS GmbH Arbeitsleistungen für die Entwicklung der Ariane 6 erbracht. Diese Aktivitäten werden allerdings nach der im Jahre 2016 geplanten vollständigen Ausgliederung der betroffenen Mitarbeiter vollständig auf die ASL GmbH übergehen. AntriebssystemeWie die Aktivitäten aus dem Bereich Launcher wurden auch die Antriebssysteme zum 14.01.2015 an die ASL GmbH übertragen, die bereits im Jahre 2015 die Programm Management Funktion übernommen hat. Auch hier sind die Rückbeauftragungen für die Bearbeitung der definierten Arbeitspakte zu leisten, nicht aber das Programm Management selbst. Die Herstellung der Antriebskomponenten und Ventile aus der Beauftragung der 35 Ariane-Träger aus dem Produktionslos PB sowie 18 weiterer aus der Ergänzung PB+ stellen weiterhin einen Schwerpunkt des Bereiches Antriebssysteme dar. Zusätzlich konnten 2015 wesentliche Auftragseingänge auf dem Sektor der Satellitenantriebe für kommerzielle und institutionelle Kunden verzeichnet werden. Wissenschaftliche MissionenIm Zentrum der wissenschaftlichen Anstrengungen stehen bei der ESA die Corner Stone - Missionen zur Erforschung der Planeten des Sonnensystems sowie anderer grundlegender wissenschaftlicher Fragestellungen zur Entstehung und Funktionsweise des Universums. Wie in 2014 Rosetta stand in 2015 die Mission LPF in Vorbereitung auf das eLISA Vorhaben der ESA im Zentrum des Interesses. Die erfolgreich gestartete Mission erprobt die Technologie zur Erforschung von Gravitationswellen im L-1 Orbit mit deren Hilfe u. a. Aspekte der Relativitätstheorie empirisch untermauert werden sollen. Das Instrument auf LPF wurde von Airbus DS entwickelt. Entsprechend empfiehlt sich das Unternehmen für eine entscheidende Rolle in der Hauptmission. Airbus DS hält den Hauptauftrag für die sehr komplexe ESA Corner Stone Mission BepiColombo zur Erforschung des Planeten Merkur (Start 2017). Zusätzlich zur gesamten Systemführung dieser vorerst letzten großen europäischen Planetenerkundungsmission, liegt auch die Fertigung des technologisch außergewöhnlich anspruchsvollen Solarpanels zur Energieversorgung des Satelliten in der Verantwortung der Airbus DS. Erdbeobachtung, Navigation und TelekommunikationAirbus DS spielt bei zahlreichen Earth-Explorer-Missionen der ESA eine zentrale Rolle. Die Missionen dienen der Erforschung der irdischen Atmosphäre, Biosphäre, Hydrosphäre, Kryosphäre sowie der Struktur des Erdinneren. Mehrere Satellitenmissionen sind aktuell im Orbit und liefern planmäßig Daten, teilweise weit über Ihre nominelle Lebensdauer hinaus. Von den Earth-Explorer-Missionen aus dem Living Planet - Programm führt Airbus DS auch die Mission EarthCARE (Untersuchung von Wolken und Aerosolen, geplanter Start 2018). Für das von der EU neu initiierte und gemeinschaftlich mit ESA geführte Copernicus-Programm der Sentinel (= Wächter) bezeichneten Satellitenflotte, bisher bekannt als GMES Programm (Global Monitoring of Environment & Security), lieferte Airbus DS die Radarinstrumente der 2 Sentinel-1 Satelliten. Aus dem Gesamtprogramm der derzeit vorgesehenen 6 Sentinel-Satellitenpaare führt Airbus DS als Prime die Mission Sentinel-2 (optische Multispectral Mission), liefert das optische Instrument Senti-nel-4 auf Meteosat Third Generation (MTG) sowie das ebenfalls optische Instrument Sentinel-5 für die MetOp-Second Generation Mission. Zuletzt mit der Systemführung bei S-6 (Jason), hat sich Airbus DS eine herausragende Rolle im Copernicus Programm der EU erarbeitet. Ende 2015 konnten in den Programmen S-1 (Radarinstrument) und S-2 je die Verträge für die Satellitenmissionen C&D gesichert werden. Generell soll die von den rund 30 Satelliten der Copernicus-Mission gebildete Konstellation hochpräzise, zeitnahe und schnell verfügbare Daten bereitstellen, um Umwelteinflüsse und die Auswirkungen der Klimaveränderungen zu verstehen, die Folgen abzuschwächen und zu mehr Sicherheit auf der Erde beizutragen (wie der Aufklärung und Frühwarnung bei Naturkatastrophen sowie der Überwachung von Vegetation und Klima). Im Auftrag des amerikanischen Jet Propulsion Laboratory (JPL) / NASA entwickelt und fertigt Airbus DS zwei Satelliten für die Mission Grace-II, einer Nachfolgemission des erfolgreichen Grace-I Programmes zur Erforschung des Gravitationsfeldes der Erde. Die Mission spielt unter anderem eine wichtige Rolle bei der Erforschung der Grundwasserhaltung in verschiedenen Regionen der USA, die von Wasserknappheit bedroht sind. Für das von der Bundeswehr beauftragte satellitengestützte Radar-Aufklärungssystem SARah wurde Airbus DS mit der Entwicklung, der Fertigung und dem Launch des kompletten Teilsystems Phased Array beauftragt. Das gesamte System besteht aus drei Satelliten und zwei Bodenstationen. Neben zwei kleineren Satelliten - gefertigt von OHB Bremen - wird das SARah-Raumsegment durch den dritten Satelliten von Airbus DS, einer Weiterentwicklung der ebenfalls bereits im Orbit bewährten Phased-Array-Technologie des zivilen Satelliten-Duos TerraSAR-X/Tandem-X komplettiert und trägt rund die Hälfte der gesamten Systemleistungsfähigkeit bei. Noch in 2014 konnte Airbus DS den Wettbewerb um die meteorologische Mission MetOp Second Generation (Nachfolgemission der bereits von Airbus DS geführten Metop Mission) für sich entscheiden. Das Projekt umfasst zwei unterschiedliche Satellitenmodelle. Model-A wird bei Airbus DS in Toulouse und Model-B bei Airbus DS in Friedrichshafen verantwortet. Airbus DS ist ebenfalls maßgeblich an der Entwicklung und Fertigung der zu integrierenden Instrumente der neuen MetOp-Generation beteiligt. Hier z. B. das oben erwähnte Sentinel-5 Spektrometer das bei Airbus DS Deutschland entwickelt und gebaut wird. Das Scatterometer Radar-Instrument SCA, welches auf der Heritage der Metop-First Generation i. A. in Friedrichshafen entwickelt wird, wird ebenfalls auf Metop-SG fliegen, Komplettiert wird die Reihe der Instrumente auf Metop-SG durch die optische Payload MetImage (optisches Spektrometer) die Airbus DS im Auftrag der DLR als Beistellung für die Mission entwickelt. Für diesbezüglichen Vertragsschluss wurden in 2015 entscheidende Weichen gestellt. Im Geschäft mit Asien ist Airbus DS für die Entwicklung und Lieferung von Schlüsseltechnologien für die südkoreanischen Erdbeobachtungssatelliten-Programme sowie für die Integrationsunterstützung vor Ort verantwortlich. Airbus DS hält den Auftrag zur Entwicklung und Lieferung des SAR Sensor Subsystems für den Satelliten KompSat-6 der koreanischen Raumfahrtagentur. An weiteren gemeinsamen Projekten wird intensiv gearbeitet. Basierend auf der umfangreichen operativen Erfahrung mit Radarinstrumenten in den Projekten TerraSAR-X / TanDEM-X und KompSat-6 werden gegenwärtig diverse Exportansätze verfolgt. Im europäischen Satellitennavigationsprogramm Galileo ist Airbus DS, nach erfolgreichem Aufbau und Betrieb des 4 Satelliten umfassenden Testsystems (In Orbit Verification), im Raumsegment und im System Engineering Support des über 50 Satelliten umfassenden Gesamtsystem vertreten. Airbus DS bereitet sich auf die Ausschreibungen für Nachfolgemissionen sowie auf die Auswahl eines Partners für den Systembetrieb (GSOP) vor. Für das Projekt EGNOS, dem Europäischen Verbesserungs- und Integritätssystems für Satellitennavigation, wurde Airbus DS - nach erfolgreichem Abschluss der Machbarkeitsstudie - von der ESA mit der weiterführenden Definitionsstudie für die zukünftige Systemgeneration beauftragt. Für die nächste Generation des EGNOS Systems (v3) bereitet sich Airbus DS auf die Angebotsphase des Gesamtsystems vor. Der deutsch-französische Kleinsatellit MERLIN (Methane Remote Sensing LIDAR Mission) ist eine Klimamission, die das Treibhausgas Methan in der Erdatmosphäre beobachten und unter anderem eine globale Weltkarte der Methankonzentrationen erstellen soll. Airbus DS ist von der DLR mit der Lieferung der Payload beauftragt. Ausrüstungen und SubsystemeIm Bereich Ausrüstungen und Subsysteme agiert die Airbus DS GmbH in Europa als größter Hersteller von Subsystemen und Equipment für Satelliten (Telekommunikation, Erdbeobachtung, Wissenschaft, Navigation). Mit den Kompetenzzentren Prozessoren und Plattformausrüstungen, Nutzlastausrüstungen, Solargeneratoren sowie Sensoren ist eine Präsenz in alle Richtungen gegeben. Die zur Organisation gehörende Qualitätssicherung und das Kompetenzzentrum EEE-Parts (elektronische, elektrische und elektromechanische Bauteile) unterstützen die Airbus Programme und Projekte mit ihrer transnationalen Expertise, um modernste Technologie und Innovation zu gewährleisten. Fertigung und Auslieferung von Solargeneratoren für Telekommunikationssatelliten im Unterauftrag zur französischen Airbus Defence and Space SAS als auch von diversen Solarpanels für Erdbeobachtungs-, Wissenschafts- und Navigationsprogrammen gewährleisten eine gute Auslastung und stehen stellvertretend für den Erfolg des Solargeneratoren-Centers. Insbesondere die Beteiligung an Programmen wie SOLO (Solar Orbiter), BEPIColombo und NG Solar Array sorgen neben der guten Beschäftigung auch dafür, die Expertise und Fähigkeiten des Solargeneratoren-Centers zu steigern und komplexe technische Lösungen anzubieten. Weitere Expansionsmöglichkeiten werden in Exportmärkten wie Asien oder Südamerika gesehen. Für das argentinische ARSAT Programm wurde in diesem Jahr der dritte Solargenerator beauftragt. Für 2016 werden im Exportgeschäft Aufträge aus der Türkei und Südkorea angestrebt. Zu der guten Auslastung im Bereich Plattform Electronics tragen der gute Auftragsbestand und zusätzliche Neubeauftragungen im Segment der Massenspeicher für Kunden aus Asien und im Rahmen von institutionellen Programmen aus Europa bei. Als besonderer Erfolg ist die Beauftragung eines Massenspeichers aus USA durch JPL/NASA für das NISAR Projekt hervorzuheben. In diesem Segment werden auch für 2016 weitere Exportaufträge aus Asien sowie für institutionelle europäische Kunden im Rahmen der Sentinel Programme erwartet. Weitere Inhalte sind Neubeauftragungen für diverse GPS Receiver und Equipments im Bereich Power Control. Hier ist ein Akquisitionserfolg in Kooperation mit der Programmabteilung aus dem Bereich Antriebssysteme für die Entwicklung und später für die Lieferung von Elektronik für elektrische Satellitenantriebe in die USA zu nennen. Für das argentinische ARSAT Programm wurde der dritte On Board Computer noch in 2015 beauftragt. Zusätzlich wird die bestätigte Beteiligung am METOP SG Programm mit diversen Equipments auch in 2016 und darüber hinaus für eine gute Auslastung sorgen. Für den Bereich Antennentestanlagen (Compact Range) bieten sich weitere Perspektiven im südamerikanischen Raum sowie in Asien. Entsprechende Angebote wurden abgegeben. Communication, Intelligence and Security (CIS)Die Bereitstellung sicherer Kommunikationseinrichtungen und -dienstleistungen in den weltweiten Einsatzgebieten ist Inhalt des Auftrages der Bundeswehr im Rahmen des Programms Connect-D. Das Kommunikationssystem aus Festnetz- oder Mobiltelefonie sowie Internet erlaubt es den Einsatzkräften im Ausland über eine sichere Verbindung Kontakt zu Familie und Freunden in der Heimat zu halten. Die Kommunikationsnetze konnten darüber hinaus auch erfolgreich an Drittländer, internationale Organisationen aber auch an private Gesellschaften vermarktet werden. CIS ist im Rahmen des zwischen ESA und Airbus DS GmbH vereinbarten Public-Private-Partnership Großprojektes EDRS (European Data Relais Station) mit dem Entwurf, dem Bau und dem Betrieb sämtlicher Teile einer Weltraum- und Bodeninfrastruktur beauftragt. Die EDRS-Datenübertragungseinrichtungen (Laserterminals) werden als Nutzlasten auf den Relaissatelliten im geostationären Orbit platziert. Mit erfolgreicher Platzierung des ersten EDRS-Satelliten am 28. Januar 2016 starten die Betriebstätigkeiten mit dem Ziel, ab 2020 eine globale Abdeckung sicherzustellen. Mit der Realisierung des Systems einer europäischen Daten-Autobahn ("SpaceDataHighway") soll ein neuer Standard in der weltraumgestützten Datenkommunikation implementiert werden, mit permanentem Zugriff auf Daten von erdnahen Satelliten in nahezu Echtzeit sowie Breitbandqualität. Hierzu liefert die Airbus DS Tochter Tesat-Spacecom das revolutionäre Laserkommunikationsterminal für die Intersatellitenkommunikation. Erste Anwendungen sind für die von der EU im Rahmen der Copernicus Mission beauftragten Sentinel Satelliten, welche bereits mit den Laserterminals ausgerüstet sein werden, vorgesehen. Zusätzliche Kapazitäten des Systems werden von CIS künftig auch an Drittanwender vermarktet. Über die Tochtergesellschaft Airbus DS Geo GmbH (vormals Infoterra GmbH) erfolgt die Aufbereitung und Vermarktung des durch die TanDEM-X Satelliten gewonnenen digitalen Bilddatenmaterials zur dreidimensionalen und hochauflösenden Darstellung der Erde im Rahmen des WorldDEM Projektes. Die kommerziellen TanDEM-X Nutzungsrechte sind in einem Lizenzvertrag zwischen der Airbus DS GmbH und der Airbus DS Geo GmbH geregelt. Die gewonnenen Bilddaten werden exklusiv und mit Hilfe speziell entwickelter Software an die Anforderung der Kunden aufbereitet. 2.5. Finanzielle und nicht finanzielle LeistungsindikatorenDie strategischen Ziele der Airbus DS GmbH werden gemäß den Konzernrichtlinien in einer mittel- und langfristigen Unternehmensplanung abgebildet. Die finanziellen Leistungsindikatoren sind die Kennzahlen insbesondere Umsatzerlöse und EBIT sowie darüber hinaus der Free Cash Flow. Sie werden unter Zugrundelegung von IFRS Rechnungslegungsgrundsätzen regelmäßig an die Mitglieder des Executive Committee der Konzerneinheit berichtet. In Abweichung von der Berichterstattung nach IFRS bestehen in der Rechnungslegung nach HGB Unterschiede insbesondere bei der Bilanzierung von Umsatzerlösen aus Lieferungen und sonstigen Leistungen, bei der Bewertung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen und Altersteilzeitvereinbarungen sowie im Hinblick auf die Behandlung von Forschungs- und Entwicklungskosten. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind im Wesentlichen die Mitarbeiter- sowie Kundenzufriedenheit. Auf der Grundlage von sowohl internen anonymen Befragungen der Mitarbeiter als auch externen Analysen unter Einbeziehung der Schlüsselkunden werden die einzelnen Kriterien ausgewertet und zielorientiert entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Darüber hinaus stehen Qualität, Termintreue und Sicherheit besonders im Focus. Hier werden u.a. die Entwicklung von Ausfallraten sowie die Einhaltung von Lieferterminen und Quality Gates verfolgt. 3. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor. 4. Risiken-, Chancen und Prognosebericht4.1. Risiken der künftigen GeschäftsentwicklungRisiken ergeben sich aus den überwiegend sehr komplexen bzw. wissenschaftlich und technisch überaus anspruchsvollen Aufgabenstellungen in den aktuellen und künftigen Forschungs- und Entwicklungsaufträgen. Vielfach wird mit neuen Aufträgen auch völliges Neuland betreten, so dass in vielen Fällen eine Abschätzung des zeitlichen Aufwandes und der damit einhergehenden Kosten zu Projektbeginn noch nicht abschließend möglich ist. Risiken entstehen grundsätzlich auch aus dem Beauftragungsverhalten der Auftraggeber, welche zu Programmverschiebungen oder -kürzungen mit entsprechenden Kosten- und Auslastungsrisiken führen können. Im Rahmen von Projektführungsaufgaben ist Airbus DS beim Erreichen von Projektzielen auch von den Leistungen ihrer Partner, Unterauftragnehmer und Lieferanten abhängig. Die Risiken der technischen Realisierung bei Raumfahrtgroßprojekten sind über mehrere Jahre latent. Im Programm EarthCare bestehen nach wie vor Terminrisiken im Zusammenhang mit der Verfügbarkeit des zugelieferten Instrumentes ATLID (LIDAR-Technologie). Die das Instrument definierende Laserquelle zeigte in der Vergangenheit unterschiedliche Probleme, die lebensdauer- und leistungsbegrenzend waren. Bilanziell wurde entsprechend Vorsorge getroffen. Im Projekt Sentinel 4 hat sich die Technologieentwicklung weiter verzögert. Aufgrund von Lieferverzögerungen bei entscheidenden Komponenten, könnte sich damit der Zeitplan des Gesamtprojektes weiter verzögern. Eine angemessene bilanzielle Vorsorge auf Ebene der operativen Einheit wurde sichergestellt. Das länger ausstehende C/D Conversion Agreement mit der ESA wurde in 2015 verhandelt und ist entsprechend im Abschluss für 2015 vollumfänglich berücksichtigt. Im Projekt EDRS Betriebsphase ergibt sich aus den im Jahr 2015 unterzeichneten Service Level Agreements das Risiko einer einseitigen Kündigung der Verträge durch den Auftraggeber ESA für den Fall, dass Airbus DS das vereinbarte minimale Servicelevel nicht liefern kann. Weiterhin besteht eine Investitionsverpflichtung gegenüber dem DLR, zukünftige -über die Airbus DS Geo GmbH erwirtschaftete - Gewinne aus dem WorldDEM - Geschäft in ein- oder mehrere Folgeprojekte zu reinvestieren. Möglicherweise könnte sich die nächste Radarsatellitengeneration anbieten, diese Verpflichtung einzulösen. Das an die NASA auszuliefernde Servicemodul Orion-MPCV steht unter extremem Termindruck und stellt - obwohl es auf der bewährten ATV - Technik aufbaut - eine neue technische Herausforderung dar. Wenngleich die NASA ihre Absicht bekräftigt hat, die Internationale Raumstation auch über 2020 hinaus zu betreiben, bestehen ebenfalls Risiken bezüglich der damit zusammenhängenden Budgets und der Auftragserwartung für Airbus DS. Diese sind insbesondere durch eine mögliche geringere deutsche Beteiligung an der Finanzierung der Internationalen Raumstation gegeben. Für die Fertigstellung des Projektes Barracuda sind zur Abdeckung der Projektrisiken gesonderte Rückstellungen in ausreichendem Umfang im Jahresabschluss 2015 vorhanden. Die Auswirkungen der endgültigen Ausgliederung des Launcher- und Propulsiongeschäftes an das Airbus Safran Launcher Joint Venture sind aufgrund des weiterhin offenen Umsetzungstermins noch nicht abschließend abgeschätzt. Ähnliches gilt für die Implementierung des neuen Service Charging Models (SCM) zur Allokation zentraler Kosten auf einzelne Business Lines und die nachgelagerten Landesgesellschaften - auch hier müssen die exakt zu erwartenden Ergebniseffekte noch festgelegt werden. 4.2. Chancen der künftigen GeschäftsentwicklungBasierend auf der umfangreichen operativen Erfahrung mit den Radarsatelliten TerraSAR-X und TanDEM-X werden gegenwärtig mehrere Exportansätze verfolgt. Airbus DS steht mit potentiellen Kunden für eine mögliche Beauftragung von SAR Instrumenten in Kontakt. Weitere Chancen der Vermarktung von Instrumenten oder Produkten aus dem Bereich der Radartechnologie werden unter anderem in Asien gesehen. Auch durch ein Engagement im nationalen militärischen Bereich wird die bestehende Kompetenz und damit Reputation für zukünftige Exportchancen weiter ausgebaut. Parallel hierzu werden auf nationaler Ebene Ansätze für die Entwicklung der nächsten Generation der Radartechnologie im Rahmen einer Private Public Partnership mit der öffentlichen Hand ausgelotet. Für die künftigen ESA Wissenschaftsprogramme Earth-Explorer und Cosmic Vision ist die Teilnahme an Angeboten für Studien und für die Lieferung von Subsystemen geplant. Im Copernicus Programm wurden die Nachfolgemissionen für die verantworteten Instrumente und Missionen (A-1 und S-2 C/D)ganz aktuell gesichert. Im Programm Metop-SG steht in 2016 die Conversion und damit die Absicherung des C/D Vertrages ins Haus. Airbus DS wird sich bereits in 2016 an Ausschreibungen zum Galileo Next Generation System und zur Systemunterstützung beteiligen. Aufgrund der langjährig guten Reputation auf diesem Gebiet (Lieferung des In-Orbit-Verification-Systems) rechnet sich Airbus DS gute Chancen für weitere Beauftragungen aus. .Ebenfalls in naher Zukunft steht die Ausschreibung des letzten Batches der aktuell im Aufbau befindlichen Galileo Konstellation auf dem Programm. Auch im Bereich des Betriebes der Galileo Konstellation rechnet sich Airbus DS Chancen auf eine Beteiligung am ausgeschriebenen Projekt GSOP (Service Operator) aus. Bei den Ausschreibungen zur nächsten Generation des europäischen Navigationssystems (EGNOS V3) wird mit weiterer wesentlicher Beteiligung von Airbus DS gerechnet. Chancen und Planungssicherheit gewährt zudem das Geschäft der Trägerraketen aus der in 2013 aufgestockten Beauftragung des Ariane Produktionsloses PB mit mittlerweile 53 Ariane 5 Oberstufen, von denen zwischenzeitlich 27 erfolgreich gestartet werden konnten. Um die Marktführerschaft in diesem Segment auch zukünftig zu sichern, ist die Kostenreduktion in der Ariane 5 Produktion weiterhin das vorrangige Ziel. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden bereits Anfang 2013 sogenannte PB-Ambition Arbeitsgruppen etabliert, die parallel zur Produktion deren Abläufe analysieren, Einsparungspotentiale evaluieren und entsprechende Vorschläge an die Programmleitung weiter geben sollen. Parallel dazu soll die Neugründung des Airbus Safran Launcher - Joint Ventures durch schlankere Strukturen sowie die Entwicklung und den Bau der neuen Ariane 6 zur nachhaltigen Senkung der Produktionskosten beitragen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt leisten. Daneben wird an Studien zur Entwicklung von Raumfahrzeugen gearbeitet, die große Trümmerteile im Weltraum beseitigen können sollen. Neben der Identifizierung und Überwachung von Weltraumschrott ist seine Beseitigung für den nachhaltigen Betrieb von Satelliten und Raumfahrtstationen im All von strategischer Bedeutung. Im Bereich CIS finden zum Thema "GlobeNet" erste Gespräche mit potentiellen Geldgebern und Kunden statt. Ziel ist es, das EDRS-System um einen weiteren Satelliten mit Blick auf eine globale Abdeckung, zusätzliche Kunden und Zukunftstechnologie zu erweitern. 4.3. Prognose für 2016Airbus Defence and Space wird sich künftig auf die Kerngeschäfte Space Systems, Military Aircraft und Communication, Intelligence & Security konzentrieren. In diese Kernbereiche soll weiter investiert werden, um die führende Position auf den globalen Märkten zu festigen und weiter auszubauen. Angesichts einer verschärften Konkurrenz auf den Märkten der Zukunft ist Innovation für Airbus Defence and Space dabei der Schlüssel zur Bewältigung anstehender Herausforderungen. Insgesamt wird die wirtschaftliche Lage der Airbus DS GmbH auch für das Folgejahr 2016 positiv eingeschätzt, nicht zuletzt aufgrund zusätzlicher Synergieimpulse aus der weiteren Integration der Airbus Defence and Space und der parallel angestrebten Ausgliederung der trägergestützten Raumfahrtaktivitäten in das Airbus Safran Launcher Joint Venture. Daneben ist der hohe Stellenwert der Raumfahrt in der Technologieförderung - sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene - eine gute Voraussetzung für den Erhalt sowie den punktuellen Ausbau der Entwicklungskompetenzen. Dies wurde nachdrücklich bereits mit den Entscheidungen des ESA Ministerrats im Dezember 2014 dokumentiert und soll auch das erklärte Ziel der im November 2016 stattfindenden ESA - Folgekonferenz sein. Zu den Umsatzerlösen werden im kommenden Jahr Abrechnungen in den Projekten Sentinel 1B, Sentinel 2, EGNOS V3, Solar Orbiter, Meteosat Third Generation System Architecture, diverse Solar Generatoren ,die EDRS - Betriebsphase und Teilabrechnungen für das Projekt BepiColombo genauso beitragen wie der fortgeführte Betrieb der Raumstation ISS, die Aktivitäten im MPCV - Programm sowie die Weiterführung des Arianeprogramms mit insgesamt acht vorgesehenen Starts in 2016. Zum Zeitpunkt der Ausgliederung aller geplanten Launcher- und Propulsionaktivitäten in das Airbus Safran Launcher - Joint Venture sind dagegen keine weiteren Einmaleffekte durch die Projektübertragung zu erwarten, da die Transaktion zu Buchwerten durchgeführt werden wird. Für das Wirtschaftsjahr 2016 erwartet die Airbus DS GmbH insgesamt leicht sinkende Umsatzerlöse - die nächsten Großprojekte stehen erst 2017 zur Abrechnung an. Dennoch geht das Unternehmen für 2016 von einem nochmals leicht steigenden Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr aus, u.a. wird eine erhöhte Ergebnisabführung der Airbus DS Geo GmbH erwartet. Weitere Produktivitätssteigerungen und Prozessoptimierungen sollen im Rahmen der Initiative Airbus 2.0 auch nach Ausgliederung des Joint Venture - Anteils fortgeführt werden. Eine längerfristige Ergebnisbelastung besteht weiterhin aus der seit 2010 geänderten Bewertung der Pensionsrückstellungen nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, die über insgesamt 15 Jahre verteilt wird. Die Leistungen von Airbus DS sind als qualitativ sehr hochwertige Produkte anerkannt, verbunden mit hoher Liefertreue und exzellenter Kompetenz der Projektteams. Die weitere Integration in die Airbus Defence and Space - nicht zuletzt aufgrund der in das Airbus Joint Venture einzubringenden Aktivitäten - wird zudem zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Airbus DS in dem sich verändernden Marktumfeld beitragen und das Unternehmen gestärkt aus der Transformation hervorgehen lassen.
München, den 29. März 2016 Airbus DS GmbH Die Geschäftsführung Evert Dudok, Vorsitzender Dr. Johannes von Thadden Dr. Lars Immisch Dr. Michael Menking Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Airbus DS GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Airbus DS GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 1. April 2016 KPMG
AG
Röhm-Kottmann, Wirtschaftsprüferin Peterek, Wirtschaftsprüferin Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 06.06.2016der Airbus DS GmbHDie Airbus DS Holdings B.V., Mendelweg 30, 2333 CS Leiden (nachfolgend die "Gesellschafterin"), vertreten durch den allein Zeichnungsberechtigten Dr. Andreas Riecker, ist die alleinige Gesellschafterin der Airbus DS GmbH (nachfolgend die "Gesellschaft"), die im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 107 647 eingetragen ist. Unter vorsorglichem Verzicht auf etwa zu beachtende gesetzliche und gesellschaftsvertragliche Form- und Fristbestimmungen beschließt die Gesellschafterin im schriftlichen Verfahren nach § 14 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft einstimmig was folgt: 1. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2015, der eine Bilanzsumme von Euro 921.663.000,- und einen Jahresüberschuss in Höhe von Euro 83.909.000,- ausweist, wird festgestellt. 2. Der Jahresüberschuss in Höhe von Euro 83.909.000,- wird mit dem Verlustvortrag aus dem Geschäftsjahr 2014 in Höhe von Euro 24.104..000,- verrechnet. Der Bilanzgewinn in Höhe von Euro 59.804.000,- wird auf neue Rechnung in das Geschäftsjahr 2016 vorgetragen. 3. Der Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat werden gemäß § 12 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2015 Entlastung erteilt. 4. Die KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wird zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016 bestellt. 5. Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft wird für das Geschäftsjahr 2015 auf Euro 17.050,-, teilweise zuzüglich Umsatzsteuer, festgesetzt. Weitere Beschlüsse werden nicht getroffen. Vom Unterzeichner ausgefertigt am 06.06.2016
Airbus DS Holdings B.V. Dr. Andreas Riecker |
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