Scan Global Logistics GmbH

Violenstraße 27, 28195 Bremen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 20777 HB
Vorher
ETS Transport & Logistics GmbHETS & Scan Global Logistics GmbH
Eingetragen
13.6.2005
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungPaket- und Expressdienste
Gegenstand
Speditionsgeschäfte aller Art, insbesondere die Vermittlung von nationalen und internationalen Transporten im Land-, See- und Luftverkehr sowie alle damit zusammenhängenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Melanie Stehmeier
seit 3.3.2026
Prokura
Max Rebentisch
seit 19.2.2024
Prokura
Jörg Sander
seit 4.4.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Scan Global Logistics A/SDNK
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Scan Global Logistics A/S
Denmark
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ETS & Scan Global Logistics GmbH (vormals: ETS Transport & Logistics GmbH)

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Als Partner in einer arbeitsteiligen und globalisierten Weltwirtschaft agiert ETS & Scan Global Logistics GmbH als See- und Luftfrachtspedition entlang der internationalen Wertschöpfungskette. Die Optimierung logistischer Prozesse und Lösungen, unter Beachtung von kostenspezifischen Anforderungen des Auftraggebers und des Marktes, ist die Kernfunktion des Unternehmens.

Im Geschäftsbereich Seefracht organisiert ETS & Scan Global Logistics GmbH den Transport entlang der Supply Chain mit dem Ziel, die richtige Ware zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Ort zu liefern. Die Übernahme der Ware im Auftrag unserer Import- und/oder Exportkunden am Standort des Lieferanten oder beim Empfänger, in den Seehäfen oder in einem Zwischenlager erfolgt in enger Kommunikation mit den Auftraggebern.

Neben der Fokussierung auf Seefracht-Import- und Export-Verschiffungen für Konsum- und Industriegüter liegen weitere Schwerpunkte des Unternehmens in den Bereichen Lebensmittel- und Reefer-Container-Logistik. ETS & Scan Global Logistics GmbH bietet einen Door-to-Door-Service für Land-, See- und Luftfrachttransporte inklusive Zollabwicklung.

In Zusammenarbeit mit festen Partnern in Übersee realisiert ETS & Scan Global Logistics GmbH im Geschäftsbereich Luftfracht zeitkritische Transporte mit hoher Flexibilität und zuverlässiger Transportdurchführung. Im Auftrag international agierender Kunden werden Charter- und Direktflüge, Consol-Ladungen und Kurierzustellungen von Paketen organisiert.

Über die ausgegliederte ETS Fulfillment GmbH wird ein e-Commerce-Service für Importkunden angeboten. Von der Warenannahme bis zur termingerechten Zustellung an Endverbraucher (B2C) und Geschäftskunden (B2B) wird ein umfassendes Logistikkonzept und Mehrwertdienste für den Kunden angeboten und umgesetzt. Das angemietete Umschlagsterminal in Neu-Wulmstorf in unmittelbarer Nähe zum Hamburger Hafen ist verkehrsgünstig an verschiedene Bundesautobahnen angebunden. Über das zentral in der Mitte Deutschlands gelegene, angemietete Umschlagsterminal in Gudensberg erfolgt die Belieferung der B2C- und B2B-Kunden in einer entfernungsgünstigen Distanz. Beide Standorte bieten somit einen optimalen Ausgangspunkt für die bundesweite bzw. europaweite Distribution von Waren.

Der China Rail Service deckt den Transport von Full Container Loads (FCL) sowie Sammelcontainer-Verkehren von/nach China und den USA sowie Kanada ab.

2. Wirtschaftsbericht

a)   Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage zum Ende des Kalenderjahres 2023 ist geprägt von den Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, dem erheblichen Kaufkraftentzug durch die massiv gestiegenen Energie- und Nahrungsmittelpreise, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, den geopolitischen Krisen und der Straffung der Geldpolitik. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt zum Jahresende preis-, saison- und kalenderbereinigt weiter gesunken, so dass für das Gesamtjahr 2023 mit einem Rückgang des BIP um 0,3 % gerechnet wird.

Vor allem der private Konsum ging im vergangenen Jahr preisbereinigt um 0,8 % zurück, was auf nachwirkende Kaufkraftverluste und Kaufzurückhaltung zurückzuführen ist, welche durch die gestiegene Unsicherheit durch geopolitische Konflikte entstanden ist.

Die Konsumausgaben des Staates waren mit -1,7 % gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Hier spiegelt sich die Normalisierung der Staatsausgaben nach der starken Ausweitung während der Corona-Pandemie wider. Die Bruttoanlageinvestitionen waren zum Jahresende mit -0,3 % leicht rückläufig, vor allem weil die Bauinvestitionen aufgrund gestiegener Finanzierungs- und Materialkosten im Jahresdurchschnitt 2023 preisbereinigt erneut um rund 2,1 % zurückgingen. Deutlich zulegen konnten dagegen die Ausrüstungsinvestitionen mit +3,0 %. Dazu dürften neben den noch hohen Auftragsbeständen und der guten Eigenkapitalausstattung der Unternehmen auch die - durch staatliche Maßnahmen gestützten - steigenden Investitionen in den Umbau beigetragen haben. Die Exporte gingen aufgrund der schwachen Auslandsnachfrage um 1,8 % zurück. Die Importe gingen im Zuge der schwachen Binnennachfrage mit -3,0 % noch stärker zurück, so dass der Außenhandel rechnerisch +0,6 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum beitrug.

Im Oktober bewegte sich die weltweite Industrieproduktion nach leichten Zuwächsen in den beiden Vormonaten seitwärts. Die stark gestiegenen Zinsen und der noch nicht abgeschlossene Abbau der hohen Lagerbestände infolge der Lieferkettenstörungen belasteten die Industriekonjunktur weiterhin. Auch die globalen Einkaufsmanagerindizes verharrten im Dezember in vielen wichtigen Handelspartnerländern Deutschlands unterhalb der Wachstumsschwelle.

Der Welthandel konnte im Oktober gegenüber dem Vormonat noch leicht zulegen (+0,4 %) und auch der RWI/ISL-Containerumschlag-Index deutet für November mit einem leichten Anstieg (saisonbereinigt) von 123,7 auf 124,5 Punkte auf eine moderate Expansion hin. Allerdings ging gleichzeitig der Nordrange-Index für die europäischen Häfen recht deutlich zurück (von 103,7 auf 101,0 Punkte). Die aktuellen Schiffsbewegungsdaten des Kiel Trade Indicators (KTI) signalisieren dagegen für Dezember insgesamt wieder eine rückläufige Welthandelsaktivität. Dazu haben auch die Überfälle auf Frachter im Roten Meer beigetragen, die zu einem Einbruch der Containertransporte durch das Rote Meer und zu deutlich längeren Transportzeiten führen, da die Schiffe um Afrika herumgeleitet werden. 

BIP-Rückgang im dritten und vierten Quartal 2023
Nach dem Rückgang des BIP im dritten Quartal deuten die aktuellen Konjunkturindikatoren auch für das vierte Quartal auf eine schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung hin. Vor allem die bislang positive Entwicklung der Investitionen dürfte sich merklich abschwächen, während sich der private Konsum im Zuge wieder steigender Reallöhne stabilisieren dürfte. Die jüngsten Stimmungsindikatoren bei Unternehmen und privaten Haushalten deuten auf eine etwas positivere Einschätzung für das kommende Jahr hin.
Die Inflationsrate betrug im November 3,2 %. Dies ist der tiefste Wert seit Juni 2021. Nahrungsmittel verteuerten sich im November gegenüber dem Vorjahresmonat erneut überdurchschnittlich (+5,5 %), allerdings schwächte sich der Preisauftrieb hier weiter ab (Oktober +6,1 %). Zum zweiten Mal seit Januar 2021 ist ein Rückgang der Energiepreise gegenüber dem Vorjahresmonat zu beobachten (-4,5 %). Für die kommenden Monate ist aufgrund der preisdämpfenden Maßnahmen des Vorjahres mit einem vorübergehenden basisbedingten Anstieg der Preissteigerungsraten zu rechnen.

SCHWACHES JAHRESENDE 2023
Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum schwächten. Hinzu kam die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte geopolitischer Spannungen und Krisen.
Nach dem Rückgang des preis-, saison- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,1 Prozent im dritten Quartal deuten die aktuellen Monatsindikatoren wie Auftragseingänge und Industrieproduktion auf einen weiteren leichten Rückgang des BIP im Jahresschlussquartal hin. Vor allem die bis zuletzt positive Entwicklung der Investitionen dürfte sich angesichts der schwächeren Auftragslage, der ungünstigeren Finanzierungsbedingungen und der Sonderentwicklung im dritten Quartal im Zuge des Auslaufens der "Umweltprämie" abschwächen. Gleichzeitig deuten jüngste konsumnahe Indikatoren wie die Umsätze im Einzelhandel und im Gastgewerbe auf eine Stabilisierung des privaten Konsums hin, wenn auch auf niedrigem Niveau.
Aktuelle Stimmungsindikatoren wie das ifo-Geschäftsklima, die ZEW-Konjunkturerwartungen oder der Einkaufsmanagerindex (EMI) für die Industrie in Deutschland deuten darauf hin, dass die Unternehmen zum Jahresende wieder etwas optimistischer in die Zukunft blicken. Auch die privaten Haushalte scheinen vor dem Hintergrund rückläufiger Inflationsraten und wieder steigender Realeinkommen etwas optimistischer zu sein, was sich im GfK-Konsumklima in einer gestiegenen Anschaffungsneigung und rückläufigen Sparabsichten - allerdings ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau - niederschlägt. Dennoch bleiben die Risiken für die erwartete konjunkturelle Erholung angesichts der weltwirtschaftlichen Schwächephase, der anhaltenden geopolitischen Krisen und der damit verbundenen möglichen Rohstoffpreisschwankungen hoch. Auch die sich aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 15.11.2023 zum 2. Nachtragshaushalt 2021 ergebenden fiskalischen Implikationen und die Unsicherheiten über die Ausgestaltung der öffentlichen Haushalte belasten den wirtschaftlichen Ausblick.

WELTWIRTSCHAFT TRITT WEITER AUF DER STELLE
Die Schwächephase der globalen Industriekonjunktur hält an. Vor dem Hintergrund ungünstigerer Finanzierungsbedingungen und einer schwachen globalen Nachfrage expandierte die Industrieproduktion im September mit +0,2 % gegenüber dem Vormonat nur geringfügig. Die globalen Einkaufsmanagerindizes lagen im November in vielen wichtigen Absatzmärkten Deutschlands unter der Wachstumsschwelle (z.B. im Euroraum und in Osteuropa). Der Stimmungsindikator von S&P Global ist im November leicht gestiegen und liegt mit 50,4 Punkten wieder knapp über der Wachstumsschwelle. Die Stimmung hat sich zuletzt sowohl im Verarbeitenden Gewerbe (von 48,8 auf 49,3 Punkte) als auch bei den Dienstleistern (von 50,4 auf 50,6 Punkte) verbessert. Insgesamt bleiben die Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft jedoch verhalten.
Der Kieler Handelsindikator zeigt für den Berichtsmonat November aktuell einen weiteren Rückgang des Welthandels von -0,9 % an. Von Seiten der Weltwirtschaft sind daher kurzfristig kaum Impulse für den deutschen Außenhandel zu erwarten.
Auch für die weitere Entwicklung gehen internationale Organisationen nur von einer verhaltenen Erholung aus. Sowohl für das laufende Jahr als auch für das Jahr 2024 rechnet die OECD in ihrer Novemberprognose nur noch mit einem Anstieg des realen Welthandels um +1,1 % bzw. +2,7 %. Auch für das Welt-BIP werden unterdurchschnittliche Expansionsraten erwartet (2023: +2,9 % 2024: +2,7 %), nicht zuletzt aufgrund der sich abschwächenden Entwicklung in den USA (2023: +2,4 %, 2024: +1,5 %) und in China (2023: +5,2 %, 2024: +4,7 %). Im Euroraum dürfte es nach einem schwachen Jahr 2023 (+0,6 %) laut OECD-Prognose bei weiter sinkender Inflation, steigenden Realeinkommen und einer Stabilisierung der Industriekonjunktur wieder etwas aufwärts gehen (2024: +0,9 %).
Das Geschäftsklima in der Speditions- und Logistikbranche hat sich im November 2023 lt. Ifo Konjunkturtest Spedition und Logistik im November 2023 leicht verschlechtert. Bei den zukünftigen Geschäftserwartungen nahm der Pessimismus weiter zu. Die Geschäftserwartungen der Branche werden im November 2023 erneut pessimistischer eingeschätzt. Sie liegen bei einem Prozentsaldo von minus 32,9 Punkten und damit nochmals um 4,8 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat.

b)   Konjunkturaussichten in der Speditions- und Logistikbranche
Das Geschäftsklima in der Speditions- und Logistikbranche hat sich im Dezember 2023 weiter eingetrübt. Bei den zukünftigen Geschäftserwartungen hat der Pessimismus zwar leicht abgenommen, die aktuelle Geschäftslage ist jedoch spürbar schlechter beurteilt. Die Beschäftigungserwartungen sind deutlich rückläufig, auch die Umsatz- und Preiserwartungen geben nach.
In der Speditions- und Logistikbranche setzte der Geschäftsklimaindex in Umfrage seinen Abwärtstrend gegenüber dem November auch im Dezember 2023 fort. Die Unternehmen beurteilen die zukünftigen Geschäftserwartungen etwas weniger pessimistisch, die aktuelle Geschäftslage wird jedoch deutlich schlechter eingeschätzt.
Die Beschäftigungserwartungen im Dezember 2023 sind stark rückläufig. Die Umsatzerwartungen sind überwiegend negativ. Die Preiserwartungen geben leicht nach.
Auch die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich eingetrübt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Dezember auf 86,4 Punkte gefallen, nach 87,2 Punkten (saisonbereinigt) im Vormonat. Die Unternehmen waren mit ihren laufenden Geschäften weniger zufrieden. Zudem blickten sie skeptischer auf das erste Halbjahr 2024.

Geschäftsklima in der Branche stark eingetrübt
Der Geschäftsklimaindex in der Speditions- und Logistikbranche sinkt im Dezember um 2,0 Punkte gegenüber dem Vormonat und liegt bei einem Saldo*) von minus 34,0 Punkten. Der saisonbereinigte ifo Geschäftsklimaindex fasst die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage und die Geschäftserwartungen der befragten Verkehrsunternehmen zusammen.

Aktuelle Geschäftslage deutlich schlechter
Die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage verschlechtert sich im Dezember 2023 deutlich. Der Index sinkt im Vergleich zum Vormonat um 6,3 Prozentpunkte auf einen Saldo bei minus 37,2 Punkten.

Geschäftserwartungen

Die Geschäftserwartungen bleiben auch Ende 2023 überwiegend pessimistisch. Sie liegen bei einem Saldo von minus 30,8 Punkten und war damit nur um 2,2 Prozentpunkte besser als im Vormonat.
Umsatzerwartungen leicht im Minus

Die Erwartungen an die Umsatzentwicklung in den kommenden zwei bis drei Monaten drehen nach dem leichten Anstieg im November 2023 wieder ins Negative. Sie sinken im Dezember 2023 im Vergleich zum Vormonat um 2,7 Punkte auf minus 2,1 Punkte.

Preiserwartungen sinken

Die Erwartungen bezüglich der Preisentwicklung geben im Dezember 2023 nach dem starken Anstieg Vormonat um 10,9 Punkte ab, bleibt aber mit 32,4 Punkten auf einem hohen Niveau.

Erwartungen zur Beschäftigungsentwicklung sinken

Die Erwartungen der Speditions- und Logistikdienstleister hinsichtlich der Beschäftigungsentwicklung in den kommenden zwei bis drei Monaten sinken deutlich um 9,0 Prozentpunkte auf minus 23,7 Prozentpunkte.

c)   Geschäftsverlauf

Aufgrund der wirtschaftlichen Rezession wurden in den letzten 12 Monaten in den deutschen Seehäfen weniger Güter umgeschlagen. Auch ETS & Scan Global Logistics GmbH konnte sich dieser Wirtschaftsflaute nicht vollständig entziehen. Laut Statistischem Bundesamt sank der Güterumschlag um 4,1 Prozent im Vergleich zu 2022. Die schwierige geopolitische Lage und die geringe Dynamik des Welthandels im Jahr 2023 gingen nicht spurlos am Unternehmen vorbei. Der deutsche Außenhandel verzeichnete 2023 einen Rückgang der Warenexporte um zwei Prozent und einen Rückgang der Warenimporte um gut zehn Prozent.

Die Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in der Bundesrepublik führten zu einem Rückgang der Geschäftszahlen ab dem 2. Quartal 2023. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021/2022 sank die Anzahl der Beförderungsvorgänge im Geschäftsjahr 2022/2023 um 18,4%. Auch die Anzahl der beförderten Container ging um 22,3% und die der beförderten Luftfracht um 32,8% zurück.

Die ETS Fulfillment GmbH hat das abgelaufene Geschäftsjahr erfolgreich mit einem Gewinn abgeschlossen. In der ETS Fulfillment GmbH sind die E-Commerce-Fulfillment-Aktivitäten gebündelt. An der Gesellschaft hält die ETS & Scan Global Logistics GmbH nach Übernahme der 20 % des Stammkapitals vom Mitgesellschafter nunmehr 100 % des Stammkapitals.

Eine Umstrukturierung der Finanzbuchhaltung wurde im Geschäftsjahr 2020/2021 erfolgreich umgesetzt. Die Mitarbeiter aus der Finanzbuchhaltung der ETS & Scan Global Logistics GmbH wurden von der COFIN Service GmbH & Co. KG übernommen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Gesellschaftsanteile der COFIN Service GmbH & Co. KG von den Mitgesellschaftern übernommen, so dass die ETS & Scan Global Logistics GmbH nunmehr wieder 100 % des Stammkapitals hält. Für 2024 ist geplant, die Finanzbuchhaltung wieder inhouse zu organisieren.
Die ETS & Scan Global Logistics GmbH hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz der ab dem 2. Quartal 2023 verstärkt einsetzenden konjunkturellen Abschwächung und der geopolitischen Verwerfungen erfolgreich gegen Wettbewerber aus dem Mittelstand und gegen Großspeditionen behauptet.

d)   Ertragslage

Die Ertragslage hat sich bedingt durch den Verfall der Seefracht- und Luftfrachtraten rückläufig verändert. Es wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.249 (Vorjahr: TEUR 6.197) erwirtschaftet.

Aufgrund der markt- und geopolitisch bedingten rückläufigen Mengenentwicklung in Verbindung mit stark gesunkenen Seefracht- und Luftfrachtraten haben sich die Prognosen aus dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022 im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht in vollem Umfang bestätigt. Die Umsatzerlöse gingen im abgelaufenen Geschäftsjahr um EUR 72,7 Mio. (Vorjahr: EUR 147,8 Mio.) auf EUR 75,1 Mio. zurück. Der Rückgang der Gesamtumsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr resultiert aus dem rapiden Verfall des Frachtratenniveaus insbesondere auf der Importseite, während das Ratenniveau auf der Exportseite stetig, aber langsamer gesunken ist.

Die betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Personalkosten, inklusive der Sozialaufwendungen, minderten sich im Vergleich zum Vorjahresbilanzzeitraum um 2,35%. Der durchschnittliche Personalbestand ist in der Anzahl von 61 auf 65 Arbeitnehmer/innen gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich 5,10%.

e)   Finanz- und Vermögenslage

e.1.) Vermögens- und Kapitalstruktur

Zum Abschlussstichtag 30. September 2023 weist die Bilanz eine Bilanzsumme in Höhe von TEUR 17.414 (Vorjahr TEUR 30.055) aus. Die Kapitalstruktur ist ausgewogen. Die Eigenkapitalquote beträgt 34,20% (Vorjahr: 9,01%).

Das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 880 (Vorjahr: TEUR 877) ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt.

Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von TEUR 11.458 (Vorjahr: TEUR 27.349) sind vollständig durch kurzfristige Forderungen und liquide Mittel gedeckt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 6.271 gesunken, die Lieferanten- und sonstige Verbindlichkeiten, sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind im gleichen Zeitraum auf TEUR 8.129 gesunken.

e.2.) Liquidität

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten konnten signifikant erhöht werden. Zum Bilanzstichtag weist die Bilanz Guthabenbestände von insgesamt TEUR 9.220 aus. Die Liquiditätslage unserer Gesellschaft ist gut, es sind derzeit keine Engpässe zu erwarten.

f)   Finanzielle Leistungsindikatoren
Auf Basis des Eigenkapitals zum Stichtag wurde eine Eigenkapitalrendite von 54,6% (Vorjahr: 229,0%) erwirtschaftet. Die Umsatzrendite beträgt 4,20% und hat sich im Vergleich zum Vorjahr (4,19%) verbessert.

Im Geschäftsjahr 2022/23 wurde ein operativer Cashflow in Höhe von TEUR 5.008 (Vorjahr: TEUR 7.165) erwirtschaftet, der für Investitionen in das Anlagevermögen TEUR 138 (Vorjahr TEUR 147) und im Übrigen zum Aufbau der Finanzmittel verwendet wurde.

g)   Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft setzt einen wesentlichen Schwerpunkt der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren im Personalbereich im Bereich der Teamentwicklung, Unternehmenskultur und Leitbildentwicklung. Ferner wurde die berufliche Ausbildung und Fortbildung junger Menschen priorisiert. Die Ausbildung erfolgt insbesondere in den operativen Bereichen und in Präsenz zum Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistungen. Die Befähigung der Mitarbeiter/in bei der Kommunikation und Organisation im Team sowie im Kontakt mit Kunden wird gefördert und nachhaltig auszurichten.

3. Prognose-. Chancen- und Risikobericht

Aufgrund des massiven Einbruchs der Frachtraten von Fernost nach Europa und der ebenfalls sinkenden Frachtraten im Nordamerika-Verkehr ist im Geschäftsjahr 2023/2024 mit einem deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse und des Materialaufwands zu rechnen. Die weitere Entwicklung des Krieges in der Ukraine, des Krieges in Israel / Gaza-Streifen sowie die Angriffe der Huthi-Rebellen auf die Schifffahrt im Golf von Aden / Rotes Meer könnten ebenfalls erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben. In Abhängigkeit von der gesamtwirtschaftlichen Marktentwicklung in der Bundesrepublik Deutschland wird sich das Geschäftsjahr 2024 auf einem niedrigen positiven Niveau einpendeln.

Wie in den vergangenen Geschäftsjahren bleibt das konjunkturelle Marktumfeld angespannt. Eine rückläufige Inflationsrate bei unverändertem Zinsniveau und derzeit sinkende Energiepreise lassen den Einfluss auf die Unternehmensentwicklung nicht abschätzen. Das Unternehmen wird sich auf diese Anforderungen einstellen
Zum 04. Juli 2023 wurden die Geschäftsanteile von den bisherigen Gesellschaftern auf die Scan Global Logistics A/S in Dänemark übertragen. Mit dem "Closing" endet der Arbeitsvertrag der bisherigen Gesellschafter mit der ETS & Scan Global Logistics GmbH. Gleichzeitig treten die bisherigen Gesellschafter mit einem neu abgeschlossenen Arbeitsvertrag in leitende Positionen / Funktionen bei der Scan Global Logistics ein.

Für das kommende Geschäftsjahr sind die Gesellschaften Scan Global Logistics Deutschland GmbH, ETS Fulfillment GmbH, COFIN Service GmbH & Co. KG, COFIN Beteiligungs GmbH auf die ETS & Scan Global Logistics GmbH zu verschmelzen. Es handelt sich um eine "Reverse Integration", da die Verschmelzung unter der Handelsregisternummer HRB 20777 (vormals ETS Transport & Logistics GmbH) erfolgt.

Für eine unbestimmte Übergangszeit wird der neue Firmenname ETS & Scan Global Logistics GmbH lauten. Unter diesem Namen werden die See- und Luftfrachtsparten sowie die B2B- bzw. B2C-Fulfillment-Aktivitäten der Gesellschaften zusammengefasst. Die wirtschaftliche Entwicklung der fusionierten Gesellschaften im neuen Geschäftsjahr sehen wir grundsätzlich als stabil an, auch wenn mit rückläufigen Umsätzen und stagnierenden TEU-Volumina zu rechnen ist.

Im Geschäftsjähr 2023/2024 stehen die erfolgreiche Fusion und der Aufbau einer funktionierenden und leistungsfähigen Büroinfrastruktur im Vordergrund. Parallel dazu wird der Aufbau eines flächendeckenden Vertriebsnetzes mit hoher Priorität vorangetrieben, um mehr Präsenz beim Kunden zeigen zu können.

Tonnage, Sendungszahlen und Containerumschlag werden gegenüber dem Vorjahr ansteigen. Die Umstellung auf das interne IT-Netzwerk Scan Global Logistics wird mit hoher Priorität vorangetrieben und umgesetzt.

Die Liquiditätslage der zu verschmelzenden Gesellschaften ist als gut zu bezeichnen, finanzielle Engpässe sind auch zukünftig nicht zu erwarten. Die in unserem Unternehmen bestehenden Finanzierungsinstrumente bestehen im Wesentlichen aus Forderungen sowie aus bestehenden Guthaben bei Kreditinstituten. Forderungsausfälle sind bisher nur in unwesentlichem Umfang aufgetreten. Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist es, das Unternehmen gegen finanzielle Risiken jeglicher Art abzusichern.

Beim Finanzmanagement verfolgt die Gesellschaft wie in den Vorjahren eine sehr konservative Risikopolitik. Zahlungsverpflichtungen in US-Dollar werden durch entsprechende Guthaben auf US-Dollar-Konten oder durch Zukäufe abgesichert. Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird eine rollierende Liquiditätsplanung erstellt, die laufend an aktuelle Veränderungen angepasst wird und als Grundlage für die Disposition der liquiden Mittel dient. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- oder Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Das Chancen- und Risikomanagementsystem wurde in bewährter Form beibehalten. Wesentliche oder ungewöhnliche Risiken wurden auch im Geschäftsjahr 2022/2023 nicht gesehen. Die Bestätigung der Erfüllung der aktuellen ISO 9001:2015 wurde im Rahmen des Überwachungsaudits durch die DEKRA bestätigt.

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten wir bei stagnierenden Umsätzen ein Jahresergebnis unter dem Niveau des laufenden Jahres, aber über dem 5-Jahres-Durchschnitt der Ergebnisse vor COVID. Auswirkungen durch geo- und/oder wirtschaftspolitische Entwicklungen sowie Kriege in verschiedenen Regionen der Erde können dieses Unternehmensziel gefährden. Bei Eintreten der prognostizierten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erwarten wir ein ähnliches Umsatzniveau wie im Geschäftsjahr 2022/2023.

 

Bremen, im Januar 2024

gez. Sven E. Schoon


* Erläuterung: bei den hier vom ifo Institut ermittelten Werten um Prozentsalden handelt, die sich aus der Saldierung von Prozentpunkten ergeben. Ein Beispiel: Von 100 befragten Unternehmen antworten 20 Prozent mit "unverändert", 60 Prozent mit "besser" und 20 Prozent mit "schlechter". Die 20 Prozent, die mit "unverändert" antworteten, beeinflussen das Ergebnis nicht. Die verbleibenden Prozentwerte werden saldiert. Das Ergebnis ist ein Prozentsaldo von plus 40 Prozent.
Anlage 4 / Seite 000300011

Bilanz

Aktiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Anlagevermögen 880.494,04 877.071,23
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 32.062,00 82.089,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.062,00 82.089,00
II. Sachanlagen 169.853,00 206.888,00
1. technische Anlagen und Maschinen 1,00 1,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 169.852,00 206.887,00
III. Finanzanlagen 678.579,04 588.094,23
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 375.000,00 160.000,00
2. Beteiligungen 3.579,04 123.579,04
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 300.000,00 304.515,19
B. Umlaufvermögen 16.389.691,70 29.099.532,80
I. Vorräte 898.527,04 3.695.668,93
1. unfertige Leistungen 898.527,04 3.695.668,93
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.271.340,94 21.072.363,51
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.709.643,88 17.606.334,50
2. sonstige Vermögensgegenstände 561.697,06 3.466.029,01
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 9.219.823,72 4.331.500,36
C. Rechnungsabgrenzungsposten 143.688,53 78.666,63
Bilanzsumme, Summe Aktiva 17.413.874,27 30.055.270,66

Passiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.955.417,04 2.706.644,66
I. gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Bilanzgewinn 5.855.417,04 2.606.644,66
B. Rückstellungen 3.330.374,77 4.773.472,51
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.659,54 6.773,38
2. Steuerrückstellungen 514.825,00 351.484,00
3. sonstige Rückstellungen 2.813.890,23 4.415.215,13
C. Verbindlichkeiten 8.128.082,46 22.575.153,49
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.752.757,78 18.694.532,42
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 2.208.750,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.375.324,68 1.671.871,07
Bilanzsumme, Summe Passiva 17.413.874,27 30.055.270,66

Gewinn- und Verlustrechnung

1.10.2022 - 30.9.2023
EUR
1.10.2021 - 30.9.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 75.147.343,35 147.818.310,67
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.797.141,89 3.695.668,93
3. sonstige betriebliche Erträge 597.736,61 1.498.954,84
4. Materialaufwand 58.710.354,80 134.123.930,70
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 58.710.354,80 134.123.930,70
5. Personalaufwand 5.834.078,91 5.974.696,45
a) Löhne und Gehälter 5.018.896,93 5.188.002,72
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 815.181,98 786.693,73
6. Abschreibungen 124.879,44 144.162,83
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 124.879,44 144.162,83
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.483.023,43 3.670.264,61
8. Erträge aus Beteiligungen 5.027,86 11.472,70
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.278,01 9.675,85
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 480,66 1.407,92
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.553.288,32 2.918.335,49
12. Ergebnis nach Steuern 3.251.138,38 6.201.284,99
13. sonstige Steuern 2.366,00 4.168,00
Jahresüberschuss 3.248.772,38 6.197.116,99

Ergebnisverwendung

1.10.2022 - 30.9.2023
EUR
1.10.2021 - 30.9.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 3.248.772,38 6.197.116,99
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.606.644,66 2.124.027,67
3. Ausschüttung 0,00 5.714.500,00
4. Bilanzgewinn 5.855.417,04 2.606.644,66

Anhang

1. Allgemeine Angaben
Die ETS & Scan Global Logistics GmbH (vormals: ETS & Transport Logistics GmbH), Bremen, ist beim Amtsgericht Bremen unter HRB 20777 eingetragen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Von der ETS & Scan Global Logistics GmbHsind die handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften zu beachten.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.
Bei der Bewertung ist von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen worden, da weder tatsächliche noch rechtliche Gegebenheiten dem entgegenstehen.
Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der betriebsgewöhnlichen Nutzung in der Regel über drei Jahre planmäßig linear abgeschrieben.
Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Sachanlagen werden nach der linearen Methode unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei Zugängen von abnutzbaren beweglichen Vermögenswerten werden die Abschreibungen pro rata temporis ermittelt. Die Abschreibung erfolgt über eine Nutzungsdauer von 3 - 10 Jahren.
Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden aus Vereinfachungsgründen im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt, soweit sie nicht wegen Unwesentlichkeit (bei Anschaffungskosten bis EUR 250,00) in den Aufwendungen ausgewiesen werden.
Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt.
Die unfertigen Leistungen wurden grundsätzlich zu Herstellungskosten bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten (in der Regel dem Nennwert) bzw. mit den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Sobald die Gründe für den niedrigeren Wertansatz nicht mehr bestehen, wird maximal bis zu den Anschaffungskosten zugeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung (von 1 %) auf die nicht einzelwertberichtigten und nicht versicherten Nettoforderungen gebildet.
Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Anschaffungskosten bilanziert.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Projected Unit-Credit-Methode bewertet. Die Abzinsung erfolgt pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Gehaltstrend und die Fluktuation werden mit 0,00% einbezogen. Den Berechnungen liegen die Generationentafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2018 G) zugrunde.
Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden mit diesen Schulden verrechnet; entsprechend wird mit zugehörigen Aufwendungen und Erträgen verfahren.
Die Steuerrückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.
Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen werden alle ungewissen Verbindlichkeiten berücksichtigt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags angesetzt.
Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Sofern sich bei der Ermittlung der Steuerauswirkungen von temporären und quasi permanenten Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen unter Berücksichtigung von in den nächsten fünf Jahren zu erwartenden nutzbaren steuerlichen Verlustvorträgen ein aktiver Steuerabgrenzungsposten ergibt, wird von dem Wahlrecht der Aktivierung dieser Steuerentlastung kein Gebrauch gemacht.
Auf fremde Währung lautende Posten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschluss stichtag umgerechnet. Bei Restlaufzeiten bis zu einem Jahr finden abweichend von den dargestellten Bewertungsmethoden das Anschaffungskosten- und das Realisationsprinzip keine Anwendung, d. h. die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag erfolgt bei diesen Posten unabhängig vom Kurs zum Zeitpunkt der Transaktion.
3. Erläuterungen zur Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel (Anlage 3/Seite 7) zu entnehmen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind alle wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 4.310,09 (Vorjahr: EUR 1.953,29) sowie Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 6.121,48) enthalten.
Die sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.
Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag in Höhe von EUR 2.606.644,66 (Vorjahr: EUR 2.124.027,67).
Der Bewertung der Pensionsverpflichtungen liegt ein Zinssatz von 1,81% p.a. und eine erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung von 0 % p.a. zugrunde.
Deckungsvermögen gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB wurde mit der Rückstellung für Pensionen verrechnet. Die Vermögensgegenstände haben einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 52.250,46. Der Erfüllungs betrag der verrechneten Schulden beträgt EUR 53.910,00. Pensionsaufwendungen in Höhe von EUR 2.042,00 wurden mit Zinserträgen in Höhe von EUR 1.298,84 verrechnet. Der Ausweis erfolgt im operativen Ergebnis.
Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 43,00 (Vorjahr: EUR 4.090,00). Dieser Unterschiedsbetrag ist für Ausschüttungen gesperrt.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen zur Zahlung von Weihnachts- und Urlaubsgeld, Boni, Tantiemen, Versicherungen und ausstehende Speditionsrechnungen.
Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
In den Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 23.549,30 (Vorjahr: EUR 0,00) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von EUR 14.262,98 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten.
Von den sonstigen Verbindlichkeiten bestehen EUR 64.996,04 (Vorjahr: EUR 857.364,00) aus Steuern und EUR 10.362,65 (Vorjahr: EUR 9.233,00) im Rahmen der sozialen Sicherheit.
4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt:

Tätigkeitsbereich
EUR

geografischer Markt
EUR
Seefracht
70.752.268

China
22.805.584
Luftfracht
2.837.391

Kanada
17.533.863
Zugfracht
1.244.472

USA
22.995.899
Übrige
313.212

Übrige
11.811.997
Insgesamt
75.147.343

Insgesamt
75.147.343

Die periodenfremden Erträge betragen EUR 37.575,49 (Vorjahr: EUR 297.448,21). Die periodenfremden Aufwendungen betragen EUR 82.107,05 (Vorjahr: EUR 41.014,36).
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 362.177,50 (Vorjahr: EUR 978.518,89) enthalten, davon entfallen auf Erträge aus Währungsumrechnungen zum Bilanzstichtag EUR 45.196,95 (Vorjahr: EUR 204.724,93).
Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 24.926,54 (Vorjahr: EUR 35.571,28).
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 600.415,99 (Vorjahr: EUR 931.093,87) enthalten, davon entfallen auf Aufwendungen aus Währungsumrechnungen zum Bilanzstichtag EUR 174.139,97 (Vorjahr: EUR 55.456,43).
In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus der Abzinsung in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.263,62) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung in Höhe von EUR 29,16 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten.
5. Nachtragsbericht
Als Vorgange von besonderer Bedeutung im laufenden und nach Abschluss des Geschäftsjahres ist der Ukraine-Krieg zu nennen.
Eine anhaltende Verschlechterung der Wirtschaftslage aufgrund der Ukraine-Krise kann das Geschäftsjahr 2023/2024 nachteilig beeinflussen. Weiterhin ist zu erwarten, dass es aufgrund der aktuellen Situation zu Verzögerungen und Ausfällen von Zahlungen auf unsere Forderungen kommt.
Aktuell ist eine rückwirkende Verschmelzung mit der Scan Global Logistics Deutschland GmbH zum 01. November 2023 geplant.
6. Sonstige Angaben
Es bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von EUR 302.344,38 (bis zu einem Jahr) sowie über ein Jahr in Höhe von EUR 1.013.634,07 (davon über 5 Jahre: EUR 174.075,00).
Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022/2023 berechnete Gesamthonorar beträgt EUR 15.000,00 (Vorjahr: EUR 15.000,00) für Abschlussprüfungsleistungen.
Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr:
- Sven Eric Schoon, kaufmännischer Geschäftsführer, Lilienthal
- bis zum 22.08.2023:
Thomas Frese, kaufmännischer Geschäftsführer, Klosterseelte/Kirchseelte Auf die Angabe der Bezüge der Organe wurde wegen Anwendung der Schutzklausel (§ 286 Absatz 4 HGB) verzichtet.
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer betrug 65. Hiervon entfallen auf Angestellte 56 und auf leitende Angestellte 9 Mitarbeiter.
Die Gesellschaft ist seit dem 01.03.2023 zu 100,00 % am Kommanditkapital der COFIN Service GmbH & Co. KG, Bremen beteiligt. Diese weist für das Geschäftsjahr 2022 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 181.822,39 und zum 31.12.2022 ein Eigenkapital in Höhe von EUR 33.138,85 aus.
Die Gesellschaft ist seit dem 24.11.2022 zu 100,00 % am Stammkapital der ETS Fulfillment GmbH, Bremen beteiligt. Diese weist für das Geschäftsjahr 2022/2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 154.188,76 und zum 30.09.2023 ein Eigenkapital in Höhe von EUR 515.087,94 aus.
Die Gesellschaft ist zu 0,80 % (EUR 3.579,04) am Kommanditkapital der TCU GmbH. & Co. KG, Bremen beteiligt. Diese weist für das Geschäftsjahr 2022 einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 687.004,54 und zum 31.12.2022 ein Eigenkapital in Höhe von EUR 2.798.574,86 aus.
Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der SGL Group ApS,  Hvidovre, Dänemark, einbezogen, welche den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis an Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im dänischen Unternehmensregister einsehbar sein.

 

Bremen, den 31. Januar 2024

gez. Sven Eric Schoon (Geschäftsführer)

Anlagespiegel


A n s c h a f f u n g s k o s t e n



01.10.2022
Zugänge
Abgänge
30.09.2023


Umbuchungen
Umbuchungen


EUR
EUR
EUR
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände




entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte und Rechte sowie Lizenzen an solchen Werten und Rechten
655.475,81
7.628,00
0,00
663.103,81

655.475,81
7.628,00
0,00
663.103,81
II. Sachanlagen




1. technische Anlagen und Maschinen
3.210,00
0,00
0,00
3.210,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung




 
807.621,13
30.189,44
9.692,72
828.117,85

810.831,13
30.189,44
9.692,72
831.327,85
III. Finanzanlagen




1. Anteile an verbundenen Unternehmen
0,00
375.000,00
0,00
375.000,00
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen
0,00
4.507,53
9.022,72
300.000,00


304.515,19



0,00
309.022,72
9.022,72
300.000,00
3. Beteiligungen
283.579,04
95.000,00
375.000,00
3.579,04
4. Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen
304.515,19
0,00
304.515,19
0,00

588.094,23
779.022,72
688.537,91
678.579,04

2.054.401,17
816.840,16
698.230,63
2.173.010,70

A b s c h r e i b u n g e n


B u c h w e r t e


01.10.2022
Zugänge
Abgänge
30.09.2023
30.09.2023
30.09.2022

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände






entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte und Rechte sowie Lizenzen an solchen Werten und Rechten
573.386,81
57.655,00
0,00
631.041,81
32.062,00
82.089,00

573.386,81
57.655,00
0,00
631.041,81
32.062,00
82.089,00
II. Sachanlagen






1. technische Anlagen und Maschinen
3.209,00
0,00
0,00
3.209,00
1,00
1,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung






 
600.734,13
67.224,44
9.692,72
658.265,85
169.852,00
206.887,00

603.943,13
67.224,44
9.692,72
661.474,85
169.853,00
206.888,00
III. Finanzanlagen






1. Anteile an verbundenen Unternehmen
0,00
0,00
0,00
0,00
375.000,00
0,00
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen
0,00
0,00
0,00
0,00
300.000,00
0,00

0,00
0,00
0,00
0,00
300.000,00
0,00
3. Beteiligungen
0,00
0,00
0,00
0,00
3.579,04
283.579,04
4. Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
304.515,19

0,00
0,00
0,00
0,00
678.579,04
588.094,23

1.177.329,94
124.879,44
9.692,72
1.292.516,66
880.494,04
877.071,23

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 29.04.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die ETS & Scan Global Logistics GmbH, Bremen:
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der ETS & Scan Global Logistics GmbH, Bremen, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ETS & Scan Global Logistics GmbH, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ·  entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und ·  vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus ·  identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
·  gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

·  beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
·  ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
·  beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
·  beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
·  führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 28. März 2024


Willer, Kettenburg & Heyduck GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft I Steuerberatungsgesellschaft

gez. Philipp Stürken, Wirtschaftsprüfer

gez. Gregor Karg, Wirtschaftsprüfer

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