ETS &
Scan Global Logistics GmbH (vormals: ETS Transport &
Logistics GmbH)
Bremen
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023
Lagebericht
1.
Grundlagen des Unternehmens
Als Partner in einer arbeitsteiligen und
globalisierten Weltwirtschaft agiert ETS & Scan Global
Logistics GmbH als See- und Luftfrachtspedition entlang der
internationalen Wertschöpfungskette. Die Optimierung
logistischer Prozesse und Lösungen, unter Beachtung
von kostenspezifischen Anforderungen des Auftraggebers und
des Marktes, ist die Kernfunktion des Unternehmens.
Im Geschäftsbereich Seefracht organisiert ETS
& Scan Global Logistics GmbH den Transport entlang der
Supply Chain mit dem Ziel, die richtige Ware zum richtigen
Zeitpunkt an den richtigen Ort zu liefern. Die
Übernahme der Ware im Auftrag unserer Import- und/oder
Exportkunden am Standort des Lieferanten oder beim
Empfänger, in den Seehäfen oder in einem
Zwischenlager erfolgt in enger Kommunikation mit den
Auftraggebern.
Neben der Fokussierung auf Seefracht-Import- und
Export-Verschiffungen für Konsum- und
Industriegüter liegen weitere Schwerpunkte des
Unternehmens in den Bereichen Lebensmittel- und
Reefer-Container-Logistik. ETS & Scan Global Logistics
GmbH bietet einen Door-to-Door-Service für Land-, See-
und Luftfrachttransporte inklusive Zollabwicklung.
In Zusammenarbeit mit festen Partnern in Übersee
realisiert ETS & Scan Global Logistics GmbH im
Geschäftsbereich Luftfracht zeitkritische Transporte
mit hoher Flexibilität und zuverlässiger
Transportdurchführung. Im Auftrag international
agierender Kunden werden Charter- und Direktflüge,
Consol-Ladungen und Kurierzustellungen von Paketen
organisiert.
Über die ausgegliederte ETS Fulfillment GmbH
wird ein e-Commerce-Service für Importkunden
angeboten. Von der Warenannahme bis zur termingerechten
Zustellung an Endverbraucher (B2C) und Geschäftskunden
(B2B) wird ein umfassendes Logistikkonzept und
Mehrwertdienste für den Kunden angeboten und
umgesetzt. Das angemietete Umschlagsterminal in
Neu-Wulmstorf in unmittelbarer Nähe zum Hamburger
Hafen ist verkehrsgünstig an verschiedene
Bundesautobahnen angebunden. Über das zentral in der
Mitte Deutschlands gelegene, angemietete Umschlagsterminal
in Gudensberg erfolgt die Belieferung der B2C- und
B2B-Kunden in einer entfernungsgünstigen Distanz.
Beide Standorte bieten somit einen optimalen Ausgangspunkt
für die bundesweite bzw. europaweite Distribution von
Waren.
Der China Rail Service deckt den Transport von Full
Container Loads (FCL) sowie Sammelcontainer-Verkehren
von/nach China und den USA sowie Kanada ab.
2.
Wirtschaftsbericht
a)
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage zum Ende des
Kalenderjahres 2023 ist geprägt von den Nachwirkungen
der vorangegangenen Krisen, dem erheblichen Kaufkraftentzug
durch die massiv gestiegenen Energie- und
Nahrungsmittelpreise, der schwachen weltwirtschaftlichen
Entwicklung, den geopolitischen Krisen und der Straffung
der Geldpolitik. Nach vorläufigen Angaben des
Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt zum
Jahresende preis-, saison- und kalenderbereinigt weiter
gesunken, so dass für das Gesamtjahr 2023 mit einem
Rückgang des BIP um 0,3 % gerechnet wird.
Vor allem der private Konsum ging im vergangenen Jahr
preisbereinigt um 0,8 % zurück, was auf nachwirkende
Kaufkraftverluste und Kaufzurückhaltung
zurückzuführen ist, welche durch die gestiegene
Unsicherheit durch geopolitische Konflikte entstanden ist.
Die Konsumausgaben des Staates waren mit -1,7 %
gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Hier
spiegelt sich die Normalisierung der Staatsausgaben nach
der starken Ausweitung während der Corona-Pandemie
wider. Die Bruttoanlageinvestitionen waren zum Jahresende
mit -0,3 % leicht rückläufig, vor allem weil die
Bauinvestitionen aufgrund gestiegener Finanzierungs- und
Materialkosten im Jahresdurchschnitt 2023 preisbereinigt
erneut um rund 2,1 % zurückgingen. Deutlich zulegen
konnten dagegen die Ausrüstungsinvestitionen mit +3,0
%. Dazu dürften neben den noch hohen
Auftragsbeständen und der guten
Eigenkapitalausstattung der Unternehmen auch die - durch
staatliche Maßnahmen gestützten - steigenden
Investitionen in den Umbau beigetragen haben. Die Exporte
gingen aufgrund der schwachen Auslandsnachfrage um 1,8 %
zurück. Die Importe gingen im Zuge der schwachen
Binnennachfrage mit -3,0 % noch stärker zurück,
so dass der Außenhandel rechnerisch +0,6
Prozentpunkte zum BIP-Wachstum beitrug.
Im Oktober bewegte sich die weltweite
Industrieproduktion nach leichten Zuwächsen in den
beiden Vormonaten seitwärts. Die stark gestiegenen
Zinsen und der noch nicht abgeschlossene Abbau der hohen
Lagerbestände infolge der Lieferkettenstörungen
belasteten die Industriekonjunktur weiterhin. Auch die
globalen Einkaufsmanagerindizes verharrten im Dezember in
vielen wichtigen Handelspartnerländern Deutschlands
unterhalb der Wachstumsschwelle.
Der Welthandel konnte im Oktober gegenüber dem
Vormonat noch leicht zulegen (+0,4 %) und auch der
RWI/ISL-Containerumschlag-Index deutet für November
mit einem leichten Anstieg (saisonbereinigt) von 123,7 auf
124,5 Punkte auf eine moderate Expansion hin. Allerdings
ging gleichzeitig der Nordrange-Index für die
europäischen Häfen recht deutlich zurück
(von 103,7 auf 101,0 Punkte). Die aktuellen
Schiffsbewegungsdaten des Kiel Trade Indicators (KTI)
signalisieren dagegen für Dezember insgesamt wieder
eine rückläufige Welthandelsaktivität. Dazu
haben auch die Überfälle auf Frachter im Roten
Meer beigetragen, die zu einem Einbruch der
Containertransporte durch das Rote Meer und zu deutlich
längeren Transportzeiten führen, da die Schiffe
um Afrika herumgeleitet werden.
BIP-Rückgang im dritten und vierten Quartal
2023
Nach dem Rückgang des BIP im dritten Quartal
deuten die aktuellen Konjunkturindikatoren auch für
das vierte Quartal auf eine schwache gesamtwirtschaftliche
Entwicklung hin. Vor allem die bislang positive
Entwicklung der Investitionen dürfte sich merklich
abschwächen, während sich der private Konsum im
Zuge wieder steigender Reallöhne stabilisieren
dürfte. Die jüngsten Stimmungsindikatoren bei
Unternehmen und privaten Haushalten deuten auf eine etwas
positivere Einschätzung für das kommende Jahr
hin.
Die Inflationsrate betrug im November 3,2 %. Dies ist
der tiefste Wert seit Juni 2021. Nahrungsmittel verteuerten
sich im November gegenüber dem Vorjahresmonat erneut
überdurchschnittlich (+5,5 %), allerdings
schwächte sich der Preisauftrieb hier weiter ab
(Oktober +6,1 %). Zum zweiten Mal seit Januar 2021 ist ein
Rückgang der Energiepreise gegenüber dem
Vorjahresmonat zu beobachten (-4,5 %). Für die
kommenden Monate ist aufgrund der preisdämpfenden
Maßnahmen des Vorjahres mit einem
vorübergehenden basisbedingten Anstieg der
Preissteigerungsraten zu rechnen.
SCHWACHES JAHRESENDE 2023
Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf
2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig
hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten
geprägt. Ursächlich für diese schwächer
als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren
vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste
im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum
schwächten. Hinzu kam die deutlich geringere
Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die
dämpfenden Effekte geopolitischer Spannungen und
Krisen.
Nach dem Rückgang des preis-, saison- und
kalenderbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,1
Prozent im dritten Quartal deuten die aktuellen
Monatsindikatoren wie Auftragseingänge und
Industrieproduktion auf einen weiteren leichten
Rückgang des BIP im Jahresschlussquartal hin. Vor
allem die bis zuletzt positive Entwicklung der
Investitionen dürfte sich angesichts der
schwächeren Auftragslage, der ungünstigeren
Finanzierungsbedingungen und der Sonderentwicklung im
dritten Quartal im Zuge des Auslaufens der
"Umweltprämie" abschwächen. Gleichzeitig deuten
jüngste konsumnahe Indikatoren wie die Umsätze im
Einzelhandel und im Gastgewerbe auf eine Stabilisierung des
privaten Konsums hin, wenn auch auf niedrigem Niveau.
Aktuelle Stimmungsindikatoren wie das
ifo-Geschäftsklima, die ZEW-Konjunkturerwartungen oder
der Einkaufsmanagerindex (EMI) für die Industrie in
Deutschland deuten darauf hin, dass die Unternehmen zum
Jahresende wieder etwas optimistischer in die Zukunft
blicken. Auch die privaten Haushalte scheinen vor dem
Hintergrund rückläufiger Inflationsraten und
wieder steigender Realeinkommen etwas optimistischer zu
sein, was sich im GfK-Konsumklima in einer gestiegenen
Anschaffungsneigung und rückläufigen
Sparabsichten - allerdings ausgehend von einem sehr
niedrigen Niveau - niederschlägt. Dennoch bleiben die
Risiken für die erwartete konjunkturelle Erholung
angesichts der weltwirtschaftlichen Schwächephase, der
anhaltenden geopolitischen Krisen und der damit verbundenen
möglichen Rohstoffpreisschwankungen hoch. Auch die
sich aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom
15.11.2023 zum 2. Nachtragshaushalt 2021 ergebenden
fiskalischen Implikationen und die Unsicherheiten über
die Ausgestaltung der öffentlichen Haushalte belasten
den wirtschaftlichen Ausblick.
WELTWIRTSCHAFT TRITT WEITER AUF DER STELLE
Die Schwächephase der globalen
Industriekonjunktur hält an. Vor dem Hintergrund
ungünstigerer Finanzierungsbedingungen und einer
schwachen globalen Nachfrage expandierte die
Industrieproduktion im September mit +0,2 % gegenüber
dem Vormonat nur geringfügig. Die globalen
Einkaufsmanagerindizes lagen im November in vielen
wichtigen Absatzmärkten Deutschlands unter der
Wachstumsschwelle (z.B. im Euroraum und in Osteuropa). Der
Stimmungsindikator von S&P Global ist im November
leicht gestiegen und liegt mit 50,4 Punkten wieder knapp
über der Wachstumsschwelle. Die Stimmung hat sich
zuletzt sowohl im Verarbeitenden Gewerbe (von 48,8 auf 49,3
Punkte) als auch bei den Dienstleistern (von 50,4 auf 50,6
Punkte) verbessert. Insgesamt bleiben die
Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft jedoch
verhalten.
Der Kieler Handelsindikator zeigt für den
Berichtsmonat November aktuell einen weiteren Rückgang
des Welthandels von -0,9 % an. Von Seiten der
Weltwirtschaft sind daher kurzfristig kaum Impulse für
den deutschen Außenhandel zu erwarten.
Auch für die weitere Entwicklung gehen
internationale Organisationen nur von einer verhaltenen
Erholung aus. Sowohl für das laufende Jahr als auch
für das Jahr 2024 rechnet die OECD in ihrer
Novemberprognose nur noch mit einem Anstieg des realen
Welthandels um +1,1 % bzw. +2,7 %. Auch für das
Welt-BIP werden unterdurchschnittliche Expansionsraten
erwartet (2023: +2,9 % 2024: +2,7 %), nicht zuletzt
aufgrund der sich abschwächenden Entwicklung in den
USA (2023: +2,4 %, 2024: +1,5 %) und in China (2023: +5,2
%, 2024: +4,7 %). Im Euroraum dürfte es nach einem
schwachen Jahr 2023 (+0,6 %) laut OECD-Prognose bei weiter
sinkender Inflation, steigenden Realeinkommen und einer
Stabilisierung der Industriekonjunktur wieder etwas
aufwärts gehen (2024: +0,9 %).
Das Geschäftsklima in der Speditions- und
Logistikbranche hat sich im November 2023 lt. Ifo
Konjunkturtest Spedition und Logistik im November 2023
leicht verschlechtert. Bei den zukünftigen
Geschäftserwartungen nahm der Pessimismus weiter zu.
Die Geschäftserwartungen der Branche werden im
November 2023 erneut pessimistischer eingeschätzt. Sie
liegen bei einem Prozentsaldo von minus 32,9 Punkten und
damit nochmals um 4,8 Prozentpunkte niedriger als im
Vormonat.
b)
Konjunkturaussichten in der Speditions- und
Logistikbranche
Das Geschäftsklima in der Speditions- und
Logistikbranche hat sich im Dezember 2023 weiter
eingetrübt. Bei den zukünftigen
Geschäftserwartungen hat der Pessimismus zwar leicht
abgenommen, die aktuelle Geschäftslage ist jedoch
spürbar schlechter beurteilt.
Die Beschäftigungserwartungen sind deutlich
rückläufig, auch die Umsatz- und Preiserwartungen
geben nach.
In der Speditions- und Logistikbranche setzte der
Geschäftsklimaindex in Umfrage seinen
Abwärtstrend gegenüber dem November auch im
Dezember 2023 fort. Die Unternehmen beurteilen die
zukünftigen Geschäftserwartungen etwas weniger
pessimistisch, die aktuelle Geschäftslage wird jedoch
deutlich schlechter eingeschätzt.
Die Beschäftigungserwartungen im Dezember 2023
sind stark rückläufig. Die Umsatzerwartungen sind
überwiegend negativ. Die Preiserwartungen geben leicht
nach.
Auch die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat
sich eingetrübt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist
im Dezember auf 86,4 Punkte gefallen, nach 87,2 Punkten
(saisonbereinigt) im Vormonat. Die Unternehmen waren mit
ihren laufenden Geschäften weniger zufrieden. Zudem
blickten sie skeptischer auf das erste Halbjahr 2024.
Geschäftsklima in der Branche stark
eingetrübt
Der Geschäftsklimaindex in der Speditions- und
Logistikbranche sinkt im Dezember um 2,0 Punkte
gegenüber dem Vormonat und liegt bei einem Saldo*) von
minus 34,0 Punkten. Der saisonbereinigte ifo
Geschäftsklimaindex fasst die Beurteilung der
aktuellen Geschäftslage und die
Geschäftserwartungen der befragten Verkehrsunternehmen
zusammen.
Aktuelle Geschäftslage deutlich schlechter
Die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage
verschlechtert sich im Dezember 2023 deutlich. Der Index
sinkt im Vergleich zum Vormonat um 6,3 Prozentpunkte auf
einen Saldo bei minus 37,2 Punkten.
Geschäftserwartungen
Die Geschäftserwartungen bleiben auch Ende 2023
überwiegend pessimistisch. Sie liegen bei einem Saldo
von minus 30,8 Punkten und war damit nur um 2,2
Prozentpunkte besser als im Vormonat.
Umsatzerwartungen leicht im Minus
Die Erwartungen an die Umsatzentwicklung in den
kommenden zwei bis drei Monaten drehen nach dem leichten
Anstieg im November 2023 wieder ins Negative. Sie sinken im
Dezember 2023 im Vergleich zum Vormonat um 2,7 Punkte auf
minus 2,1 Punkte.
Preiserwartungen sinken
Die Erwartungen bezüglich der Preisentwicklung
geben im Dezember 2023 nach dem starken Anstieg Vormonat um
10,9 Punkte ab, bleibt aber mit 32,4 Punkten auf einem
hohen Niveau.
Erwartungen zur Beschäftigungsentwicklung
sinken
Die Erwartungen der Speditions- und
Logistikdienstleister hinsichtlich der
Beschäftigungsentwicklung in den kommenden zwei bis
drei Monaten sinken deutlich um 9,0 Prozentpunkte auf minus
23,7 Prozentpunkte.
c)
Geschäftsverlauf
Aufgrund der wirtschaftlichen Rezession wurden in den
letzten 12 Monaten in den deutschen Seehäfen weniger
Güter umgeschlagen. Auch ETS & Scan Global
Logistics GmbH konnte sich dieser Wirtschaftsflaute nicht
vollständig entziehen. Laut Statistischem Bundesamt
sank der Güterumschlag um 4,1 Prozent im Vergleich zu
2022. Die schwierige geopolitische Lage und die geringe
Dynamik des Welthandels im Jahr 2023 gingen nicht spurlos
am Unternehmen vorbei. Der deutsche Außenhandel
verzeichnete 2023 einen Rückgang der Warenexporte um
zwei Prozent und einen Rückgang der Warenimporte um
gut zehn Prozent.
Die Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen
Entwicklung in der Bundesrepublik führten zu einem
Rückgang der Geschäftszahlen ab dem 2. Quartal
2023. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021/2022 sank
die Anzahl der Beförderungsvorgänge im
Geschäftsjahr 2022/2023 um 18,4%. Auch die Anzahl der
beförderten Container ging um 22,3% und die der
beförderten Luftfracht um 32,8% zurück.
Die ETS Fulfillment GmbH hat das abgelaufene
Geschäftsjahr erfolgreich mit einem Gewinn
abgeschlossen. In der ETS Fulfillment GmbH sind die
E-Commerce-Fulfillment-Aktivitäten gebündelt. An
der Gesellschaft hält die ETS & Scan Global
Logistics GmbH nach Übernahme der 20 % des
Stammkapitals vom Mitgesellschafter nunmehr 100 % des
Stammkapitals.
Eine Umstrukturierung der Finanzbuchhaltung wurde im
Geschäftsjahr 2020/2021 erfolgreich umgesetzt. Die
Mitarbeiter aus der Finanzbuchhaltung der ETS & Scan
Global Logistics GmbH wurden von der COFIN Service GmbH
& Co. KG übernommen. Im abgelaufenen
Geschäftsjahr wurden die Gesellschaftsanteile der
COFIN Service GmbH & Co. KG von den Mitgesellschaftern
übernommen, so dass die ETS & Scan Global
Logistics GmbH nunmehr wieder 100 % des Stammkapitals
hält. Für 2024 ist geplant, die Finanzbuchhaltung
wieder inhouse zu organisieren.
Die ETS & Scan Global Logistics GmbH hat sich im
abgelaufenen Geschäftsjahr trotz der ab dem 2. Quartal
2023 verstärkt einsetzenden konjunkturellen
Abschwächung und der geopolitischen Verwerfungen
erfolgreich gegen Wettbewerber aus dem Mittelstand und
gegen Großspeditionen behauptet.
d)
Ertragslage
Die Ertragslage hat sich bedingt durch den Verfall
der Seefracht- und Luftfrachtraten rückläufig
verändert. Es wurde ein Jahresüberschuss in
Höhe von TEUR 3.249 (Vorjahr: TEUR 6.197)
erwirtschaftet.
Aufgrund der markt- und geopolitisch bedingten
rückläufigen Mengenentwicklung in Verbindung mit
stark gesunkenen Seefracht- und Luftfrachtraten haben sich
die Prognosen aus dem Lagebericht für das
Geschäftsjahr 2021/2022 im abgelaufenen
Geschäftsjahr nicht in vollem Umfang bestätigt.
Die Umsatzerlöse gingen im abgelaufenen
Geschäftsjahr um EUR 72,7 Mio. (Vorjahr: EUR 147,8
Mio.) auf EUR 75,1 Mio. zurück. Der Rückgang der
Gesamtumsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr
resultiert aus dem rapiden Verfall des Frachtratenniveaus
insbesondere auf der Importseite, während das
Ratenniveau auf der Exportseite stetig, aber langsamer
gesunken ist.
Die betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum
Vorjahr gesunken. Die Personalkosten, inklusive der
Sozialaufwendungen, minderten sich im Vergleich zum
Vorjahresbilanzzeitraum um 2,35%. Der durchschnittliche
Personalbestand ist in der Anzahl von 61 auf 65
Arbeitnehmer/innen gestiegen. Die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen reduzierten sich 5,10%.
e)
Finanz- und Vermögenslage
e.1.) Vermögens- und Kapitalstruktur
Zum Abschlussstichtag 30. September 2023 weist die
Bilanz eine Bilanzsumme in Höhe von TEUR 17.414
(Vorjahr TEUR 30.055) aus. Die Kapitalstruktur ist
ausgewogen. Die Eigenkapitalquote beträgt 34,20%
(Vorjahr: 9,01%).
Das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 880
(Vorjahr: TEUR 877) ist vollständig durch Eigenkapital
gedeckt.
Kurzfristige Verbindlichkeiten und
Rückstellungen in Höhe von TEUR 11.458 (Vorjahr:
TEUR 27.349) sind vollständig durch kurzfristige
Forderungen und liquide Mittel gedeckt.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sind gegenüber dem
Vorjahr auf TEUR 6.271 gesunken, die Lieferanten- und
sonstige Verbindlichkeiten, sowie Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschaftern sind im gleichen Zeitraum
auf TEUR 8.129 gesunken.
e.2.) Liquidität
Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei
Kreditinstituten konnten signifikant erhöht werden.
Zum Bilanzstichtag weist die Bilanz Guthabenbestände
von insgesamt TEUR 9.220 aus. Die Liquiditätslage
unserer Gesellschaft ist gut, es sind derzeit keine
Engpässe zu erwarten.
f)
Finanzielle Leistungsindikatoren
Auf Basis des Eigenkapitals zum Stichtag wurde eine
Eigenkapitalrendite von 54,6% (Vorjahr: 229,0%)
erwirtschaftet. Die Umsatzrendite beträgt 4,20% und
hat sich im Vergleich zum Vorjahr (4,19%) verbessert.
Im Geschäftsjahr 2022/23 wurde ein operativer
Cashflow in Höhe von TEUR 5.008 (Vorjahr: TEUR 7.165)
erwirtschaftet, der für Investitionen in das
Anlagevermögen TEUR 138 (Vorjahr TEUR 147) und im
Übrigen zum Aufbau der Finanzmittel verwendet wurde.
g)
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Die Gesellschaft setzt einen wesentlichen Schwerpunkt
der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren im
Personalbereich im Bereich der Teamentwicklung,
Unternehmenskultur und Leitbildentwicklung. Ferner wurde
die berufliche Ausbildung und Fortbildung junger Menschen
priorisiert. Die Ausbildung erfolgt insbesondere in den
operativen Bereichen und in Präsenz zum Kaufmann/-frau
für Spedition und Logistikdienstleistungen. Die
Befähigung der Mitarbeiter/in bei der Kommunikation
und Organisation im Team sowie im Kontakt mit Kunden wird
gefördert und nachhaltig auszurichten.
3.
Prognose-. Chancen- und Risikobericht
Aufgrund des massiven Einbruchs der Frachtraten von
Fernost nach Europa und der ebenfalls sinkenden Frachtraten
im Nordamerika-Verkehr ist im Geschäftsjahr 2023/2024
mit einem deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse
und des Materialaufwands zu rechnen. Die weitere
Entwicklung des Krieges in der Ukraine, des Krieges in
Israel / Gaza-Streifen sowie die Angriffe der
Huthi-Rebellen auf die Schifffahrt im Golf von Aden / Rotes
Meer könnten ebenfalls erheblichen Einfluss auf die
Entwicklung der Gesellschaft haben. In Abhängigkeit
von der gesamtwirtschaftlichen Marktentwicklung in der
Bundesrepublik Deutschland wird sich das Geschäftsjahr
2024 auf einem niedrigen positiven Niveau einpendeln.
Wie in den vergangenen Geschäftsjahren bleibt
das konjunkturelle Marktumfeld angespannt. Eine
rückläufige Inflationsrate bei unverändertem
Zinsniveau und derzeit sinkende Energiepreise lassen den
Einfluss auf die Unternehmensentwicklung nicht
abschätzen. Das Unternehmen wird sich auf diese
Anforderungen einstellen
Zum 04. Juli 2023 wurden die Geschäftsanteile
von den bisherigen Gesellschaftern auf die Scan Global
Logistics A/S in Dänemark übertragen. Mit dem
"Closing" endet der Arbeitsvertrag der bisherigen
Gesellschafter mit der ETS & Scan Global Logistics
GmbH. Gleichzeitig treten die bisherigen Gesellschafter mit
einem neu abgeschlossenen Arbeitsvertrag in leitende
Positionen / Funktionen bei der Scan Global Logistics ein.
Für das kommende Geschäftsjahr sind die
Gesellschaften Scan Global Logistics Deutschland GmbH, ETS
Fulfillment GmbH, COFIN Service GmbH & Co. KG, COFIN
Beteiligungs GmbH auf die ETS & Scan Global Logistics
GmbH zu verschmelzen. Es handelt sich um eine "Reverse
Integration", da die Verschmelzung unter der
Handelsregisternummer HRB 20777 (vormals ETS Transport
& Logistics GmbH) erfolgt.
Für eine unbestimmte Übergangszeit wird der
neue Firmenname ETS & Scan Global Logistics GmbH
lauten. Unter diesem Namen werden die See- und
Luftfrachtsparten sowie die B2B- bzw.
B2C-Fulfillment-Aktivitäten der Gesellschaften
zusammengefasst. Die wirtschaftliche Entwicklung der
fusionierten Gesellschaften im neuen Geschäftsjahr
sehen wir grundsätzlich als stabil an, auch wenn mit
rückläufigen Umsätzen und stagnierenden
TEU-Volumina zu rechnen ist.
Im Geschäftsjähr 2023/2024 stehen die
erfolgreiche Fusion und der Aufbau einer funktionierenden
und leistungsfähigen Büroinfrastruktur im
Vordergrund. Parallel dazu wird der Aufbau eines
flächendeckenden Vertriebsnetzes mit hoher
Priorität vorangetrieben, um mehr Präsenz beim
Kunden zeigen zu können.
Tonnage, Sendungszahlen und Containerumschlag werden
gegenüber dem Vorjahr ansteigen. Die Umstellung auf
das interne IT-Netzwerk Scan Global Logistics wird mit
hoher Priorität vorangetrieben und umgesetzt.
Die Liquiditätslage der zu verschmelzenden
Gesellschaften ist als gut zu bezeichnen, finanzielle
Engpässe sind auch zukünftig nicht zu erwarten.
Die in unserem Unternehmen bestehenden
Finanzierungsinstrumente bestehen im Wesentlichen aus
Forderungen sowie aus bestehenden Guthaben bei
Kreditinstituten. Forderungsausfälle sind bisher nur
in unwesentlichem Umfang aufgetreten. Ziel unseres Finanz-
und Risikomanagements ist es, das Unternehmen gegen
finanzielle Risiken jeglicher Art abzusichern.
Beim Finanzmanagement verfolgt die Gesellschaft wie
in den Vorjahren eine sehr konservative Risikopolitik.
Zahlungsverpflichtungen in US-Dollar werden durch
entsprechende Guthaben auf US-Dollar-Konten oder durch
Zukäufe abgesichert. Zur Absicherung des
Liquiditätsrisikos und zur Aufrechterhaltung der
jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird eine rollierende
Liquiditätsplanung erstellt, die laufend an aktuelle
Veränderungen angepasst wird und als Grundlage
für die Disposition der liquiden Mittel dient. Soweit
bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- oder
Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende
Wertberichtigungen vorgenommen.
Das Chancen- und Risikomanagementsystem wurde in
bewährter Form beibehalten. Wesentliche oder
ungewöhnliche Risiken wurden auch im
Geschäftsjahr 2022/2023 nicht gesehen. Die
Bestätigung der Erfüllung der aktuellen ISO
9001:2015 wurde im Rahmen des Überwachungsaudits durch
die DEKRA bestätigt.
Für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten
wir bei stagnierenden Umsätzen ein Jahresergebnis
unter dem Niveau des laufenden Jahres, aber über dem
5-Jahres-Durchschnitt der Ergebnisse vor COVID.
Auswirkungen durch geo- und/oder wirtschaftspolitische
Entwicklungen sowie Kriege in verschiedenen Regionen der
Erde können dieses Unternehmensziel gefährden.
Bei Eintreten der prognostizierten gesamtwirtschaftlichen
Entwicklung erwarten wir ein ähnliches Umsatzniveau
wie im Geschäftsjahr 2022/2023.
Bremen, im Januar 2024
gez.
Sven E. Schoon
* Erläuterung: bei den hier vom ifo Institut
ermittelten Werten um Prozentsalden handelt, die sich aus
der Saldierung von Prozentpunkten ergeben. Ein Beispiel:
Von 100 befragten Unternehmen antworten 20 Prozent mit
"unverändert", 60 Prozent mit "besser" und 20 Prozent
mit "schlechter". Die 20 Prozent, die mit
"unverändert" antworteten, beeinflussen das Ergebnis
nicht. Die verbleibenden Prozentwerte werden saldiert. Das
Ergebnis ist ein Prozentsaldo von plus 40 Prozent.
Anlage 4 / Seite 000300011
Bilanz
Aktiva
|
|
30.9.2023
EUR |
30.9.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
880.494,04 |
877.071,23 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
32.062,00 |
82.089,00 |
| 1.
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
32.062,00 |
82.089,00 |
| II.
Sachanlagen |
169.853,00 |
206.888,00 |
| 1.
technische Anlagen und Maschinen |
1,00 |
1,00 |
| 2.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
169.852,00 |
206.887,00 |
| III.
Finanzanlagen |
678.579,04 |
588.094,23 |
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
375.000,00 |
160.000,00 |
| 2.
Beteiligungen |
3.579,04 |
123.579,04 |
| 3.
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
300.000,00 |
304.515,19 |
| B.
Umlaufvermögen |
16.389.691,70 |
29.099.532,80 |
| I.
Vorräte |
898.527,04 |
3.695.668,93 |
| 1.
unfertige Leistungen |
898.527,04 |
3.695.668,93 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
6.271.340,94 |
21.072.363,51 |
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
5.709.643,88 |
17.606.334,50 |
| 2.
sonstige Vermögensgegenstände |
561.697,06 |
3.466.029,01 |
| III.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten |
9.219.823,72 |
4.331.500,36 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
143.688,53 |
78.666,63 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
17.413.874,27 |
30.055.270,66 |
Passiva
|
|
30.9.2023
EUR |
30.9.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
5.955.417,04 |
2.706.644,66 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
100.000,00 |
100.000,00 |
| II.
Bilanzgewinn |
5.855.417,04 |
2.606.644,66 |
| B.
Rückstellungen |
3.330.374,77 |
4.773.472,51 |
| 1.
Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen |
1.659,54 |
6.773,38 |
| 2.
Steuerrückstellungen |
514.825,00 |
351.484,00 |
| 3.
sonstige Rückstellungen |
2.813.890,23 |
4.415.215,13 |
| C.
Verbindlichkeiten |
8.128.082,46 |
22.575.153,49 |
| 1.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
6.752.757,78 |
18.694.532,42 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
0,00 |
2.208.750,00 |
| 3.
sonstige Verbindlichkeiten |
1.375.324,68 |
1.671.871,07 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
17.413.874,27 |
30.055.270,66 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.10.2022 - 30.9.2023
EUR |
1.10.2021 - 30.9.2022
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
75.147.343,35 |
147.818.310,67 |
| 2.
Erhöhung des Bestandes an fertigen und
unfertigen Erzeugnissen |
-2.797.141,89 |
3.695.668,93 |
| 3.
sonstige betriebliche Erträge |
597.736,61 |
1.498.954,84 |
| 4.
Materialaufwand |
58.710.354,80 |
134.123.930,70 |
| a)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
58.710.354,80 |
134.123.930,70 |
| 5.
Personalaufwand |
5.834.078,91 |
5.974.696,45 |
| a)
Löhne und Gehälter |
5.018.896,93 |
5.188.002,72 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
815.181,98 |
786.693,73 |
| 6.
Abschreibungen |
124.879,44 |
144.162,83 |
| a)
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
124.879,44 |
144.162,83 |
| 7.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
3.483.023,43 |
3.670.264,61 |
| 8.
Erträge aus Beteiligungen |
5.027,86 |
11.472,70 |
| 9.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
4.278,01 |
9.675,85 |
| 10.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
480,66 |
1.407,92 |
| 11.
Steuern vom Einkommen und Ertrag |
1.553.288,32 |
2.918.335,49 |
| 12.
Ergebnis nach Steuern |
3.251.138,38 |
6.201.284,99 |
| 13.
sonstige Steuern |
2.366,00 |
4.168,00 |
| Jahresüberschuss |
3.248.772,38 |
6.197.116,99 |
Ergebnisverwendung
|
1.10.2022 - 30.9.2023
EUR |
1.10.2021 - 30.9.2022
EUR |
| 1.
Jahresüberschuss |
3.248.772,38 |
6.197.116,99 |
| 2.
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr |
2.606.644,66 |
2.124.027,67 |
| 3.
Ausschüttung |
0,00 |
5.714.500,00 |
| 4.
Bilanzgewinn |
5.855.417,04 |
2.606.644,66 |
Anhang
1. Allgemeine Angaben
Die ETS & Scan Global Logistics GmbH (vormals:
ETS & Transport Logistics GmbH), Bremen, ist beim
Amtsgericht Bremen unter HRB 20777 eingetragen.
Die
Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Von der ETS & Scan Global Logistics GmbHsind die
handelsrechtlichen Vorschriften für große
Kapitalgesellschaften zu beachten.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich
im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr nicht
geändert.
Bei der Bewertung ist von der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs.
1 Nr. 2 HGB ausgegangen worden, da weder tatsächliche
noch rechtliche Gegebenheiten dem entgegenstehen.
Entgeltlich von Dritten erworbene
immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten
aktiviert und über den Zeitraum der
betriebsgewöhnlichen Nutzung in der Regel über
drei Jahre planmäßig linear abgeschrieben.
Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert
um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die
Sachanlagen werden nach der linearen Methode unter
Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen
Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei Zugängen von
abnutzbaren beweglichen Vermögenswerten werden die
Abschreibungen pro rata temporis ermittelt. Die
Abschreibung erfolgt über eine Nutzungsdauer von 3 -
10 Jahren.
Geringwertige Vermögensgegenstände mit
Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden aus
Vereinfachungsgründen im Zugangsjahr voll
abgeschrieben und als Abgang behandelt, soweit sie nicht
wegen Unwesentlichkeit (bei Anschaffungskosten bis EUR
250,00) in den Aufwendungen ausgewiesen werden.
Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten
angesetzt.
Die
unfertigen Leistungen wurden grundsätzlich zu
Herstellungskosten bewertet.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände werden mit den
Anschaffungskosten (in der Regel dem Nennwert) bzw. mit den
am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Werten
angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit
erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene
Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen
werden ausgebucht. Sobald die Gründe für den
niedrigeren Wertansatz nicht mehr bestehen, wird maximal
bis zu den Anschaffungskosten zugeschrieben. Zur Abdeckung
des allgemeinen Kreditrisikos wird eine
Pauschalwertberichtigung (von 1 %) auf die nicht
einzelwertberichtigten und nicht versicherten
Nettoforderungen gebildet.
Der
Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten
sind zu Anschaffungskosten bilanziert.
Rückstellungen für
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden
nach der Projected Unit-Credit-Methode bewertet. Die
Abzinsung erfolgt pauschal mit dem von der Deutschen
Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen
Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der
sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren
ergibt. Der Gehaltstrend und die Fluktuation werden mit
0,00% einbezogen. Den Berechnungen liegen die
Generationentafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln
2018 G) zugrunde.
Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller
übrigen Gläubiger entzogen sind und
ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus
Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden mit diesen
Schulden verrechnet; entsprechend wird mit zugehörigen
Aufwendungen und Erträgen verfahren.
Die
Steuerrückstellungen werden in Höhe des
Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig
ist.
Bei der Bildung der
sonstigen Rückstellungen werden alle ungewissen
Verbindlichkeiten berücksichtigt. Die
Rückstellungen sind in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
erforderlichen Erfüllungsbetrags angesetzt.
Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zu ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Sofern sich bei der Ermittlung der Steuerauswirkungen
von temporären und quasi permanenten Differenzen
zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen
Wertansätzen unter Berücksichtigung von in den
nächsten fünf Jahren zu erwartenden nutzbaren
steuerlichen Verlustvorträgen ein
aktiver
Steuerabgrenzungsposten ergibt, wird von dem
Wahlrecht der Aktivierung dieser Steuerentlastung kein
Gebrauch gemacht.
Auf fremde Währung lautende Posten werden mit
dem Devisenkassamittelkurs am Abschluss stichtag
umgerechnet. Bei Restlaufzeiten bis zu einem Jahr finden
abweichend von den dargestellten Bewertungsmethoden das
Anschaffungskosten- und das Realisationsprinzip keine
Anwendung, d. h. die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs
am Abschlussstichtag erfolgt bei diesen Posten
unabhängig vom Kurs zum Zeitpunkt der Transaktion.
3. Erläuterungen zur Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem
Anlagenspiegel (Anlage 3/Seite 7) zu entnehmen.
Die
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind alle
wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sind
Forderungen gegen verbundene Unternehmen in
Höhe von EUR 4.310,09 (Vorjahr: EUR 1.953,29) sowie
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von EUR
0,00 (Vorjahr: EUR 6.121,48) enthalten.
Die
sonstigen Vermögensgegenstände sind
innerhalb eines Jahres fällig.
Der Bilanzgewinn enthält einen
Gewinnvortrag in Höhe von EUR 2.606.644,66
(Vorjahr: EUR 2.124.027,67).
Der Bewertung der
Pensionsverpflichtungen liegt ein Zinssatz von 1,81%
p.a. und eine erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung von 0 %
p.a. zugrunde.
Deckungsvermögen gemäß § 246
Absatz 2 Satz 2 HGB wurde mit der Rückstellung
für Pensionen verrechnet. Die
Vermögensgegenstände haben einen beizulegenden
Zeitwert in Höhe von EUR 52.250,46. Der
Erfüllungs betrag der verrechneten Schulden
beträgt EUR 53.910,00. Pensionsaufwendungen in
Höhe von EUR 2.042,00 wurden mit Zinserträgen in
Höhe von EUR 1.298,84 verrechnet. Der Ausweis erfolgt
im operativen Ergebnis.
Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich
zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen
Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren
und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz
aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein
Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in
Höhe von EUR 43,00 (Vorjahr: EUR 4.090,00). Dieser
Unterschiedsbetrag ist für Ausschüttungen
gesperrt.
Die
sonstigen Rückstellungen betreffen im
Wesentlichen Verpflichtungen zur Zahlung von Weihnachts-
und Urlaubsgeld, Boni, Tantiemen, Versicherungen und
ausstehende Speditionsrechnungen.
Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine
Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
In den
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen sind
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in
Höhe von EUR 23.549,30 (Vorjahr: EUR 0,00) sowie
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung gegenüber
Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht in Höhe von EUR 14.262,98 (Vorjahr: EUR 0,00)
enthalten.
Von den
sonstigen Verbindlichkeiten bestehen EUR 64.996,04
(Vorjahr: EUR 857.364,00) aus Steuern und EUR 10.362,65
(Vorjahr: EUR 9.233,00) im Rahmen der sozialen Sicherheit.
4. Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach
Tätigkeitsbereichen sowie nach geografisch bestimmten
Märkten wie folgt:
Tätigkeitsbereich
|
EUR
|
|
geografischer Markt
|
EUR
|
Seefracht
|
70.752.268
|
|
China
|
22.805.584
|
Luftfracht
|
2.837.391
|
|
Kanada
|
17.533.863
|
Zugfracht
|
1.244.472
|
|
USA
|
22.995.899
|
Übrige
|
313.212
|
|
Übrige
|
11.811.997
|
Insgesamt
|
75.147.343
|
|
Insgesamt
|
75.147.343
|
Die
periodenfremden Erträge betragen EUR 37.575,49
(Vorjahr: EUR 297.448,21). Die
periodenfremden Aufwendungen betragen EUR 82.107,05
(Vorjahr: EUR 41.014,36).
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind
Erträge
aus
Währungsumrechnungen in Höhe von EUR
362.177,50 (Vorjahr: EUR 978.518,89) enthalten, davon
entfallen auf
Erträge aus Währungsumrechnungen zum
Bilanzstichtag EUR 45.196,95 (Vorjahr: EUR 204.724,93).
Der
Personalaufwand enthält
Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe
von EUR 24.926,54 (Vorjahr: EUR 35.571,28).
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind
Aufwendungen
aus
Währungsumrechnungen in Höhe von EUR
600.415,99 (Vorjahr: EUR 931.093,87) enthalten, davon
entfallen auf
Aufwendungen aus Währungsumrechnungen zum
Bilanzstichtag EUR 174.139,97 (Vorjahr: EUR 55.456,43).
In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind
Erträge aus der Abzinsung in Höhe von EUR
0,00 (Vorjahr: EUR 1.263,62) enthalten. In den Zinsen und
ähnlichen Aufwendungen sind
Aufwendungen
aus
der
Abzinsung in Höhe von EUR 29,16 (Vorjahr: EUR
0,00) enthalten.
5. Nachtragsbericht
Als Vorgange von besonderer Bedeutung im laufenden
und nach Abschluss des Geschäftsjahres ist der
Ukraine-Krieg zu nennen.
Eine anhaltende Verschlechterung der Wirtschaftslage
aufgrund der Ukraine-Krise kann das Geschäftsjahr
2023/2024 nachteilig beeinflussen. Weiterhin ist zu
erwarten, dass es aufgrund der aktuellen Situation zu
Verzögerungen und Ausfällen von Zahlungen auf
unsere Forderungen kommt.
Aktuell ist eine rückwirkende Verschmelzung mit
der Scan Global Logistics Deutschland GmbH zum 01. November
2023 geplant.
6. Sonstige Angaben
Es bestehen zum Bilanzstichtag
sonstige
finanziellen
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen
in Höhe von EUR 302.344,38 (bis zu einem Jahr) sowie
über ein Jahr in Höhe von EUR 1.013.634,07 (davon
über 5 Jahre: EUR 174.075,00).
Das vom Abschlussprüfer für das
Geschäftsjahr 2022/2023 berechnete Gesamthonorar
beträgt EUR 15.000,00 (Vorjahr: EUR 15.000,00)
für Abschlussprüfungsleistungen.
Geschäftsführer waren im
Geschäftsjahr:
- Sven Eric Schoon, kaufmännischer
Geschäftsführer, Lilienthal
- bis zum 22.08.2023:
Thomas Frese, kaufmännischer
Geschäftsführer, Klosterseelte/Kirchseelte Auf
die Angabe der Bezüge der Organe wurde wegen Anwendung
der Schutzklausel (§ 286 Absatz 4 HGB) verzichtet.
Die durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer betrug
65. Hiervon entfallen auf Angestellte 56 und auf leitende
Angestellte 9 Mitarbeiter.
Die Gesellschaft ist seit dem 01.03.2023 zu 100,00 %
am Kommanditkapital der COFIN Service GmbH & Co. KG,
Bremen beteiligt. Diese weist für das
Geschäftsjahr 2022 einen Jahresfehlbetrag in Höhe
von EUR 181.822,39 und zum 31.12.2022 ein Eigenkapital in
Höhe von EUR 33.138,85 aus.
Die Gesellschaft ist seit dem 24.11.2022 zu 100,00 %
am Stammkapital der ETS Fulfillment GmbH, Bremen beteiligt.
Diese weist für das Geschäftsjahr 2022/2023 einen
Jahresüberschuss in Höhe von EUR 154.188,76 und
zum 30.09.2023 ein Eigenkapital in Höhe von EUR
515.087,94 aus.
Die Gesellschaft ist zu 0,80 % (EUR 3.579,04) am
Kommanditkapital der TCU GmbH. & Co. KG, Bremen
beteiligt. Diese weist für das Geschäftsjahr 2022
einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 687.004,54
und zum 31.12.2022 ein Eigenkapital in Höhe von EUR
2.798.574,86 aus.
Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der SGL
Group ApS, Hvidovre, Dänemark, einbezogen,
welche den Konzernabschluss für den kleinsten und
größten Kreis an Unternehmen aufstellt. Der
Konzernabschluss wird im dänischen
Unternehmensregister einsehbar sein.
Bremen, den 31. Januar
2024
gez.
Sven Eric Schoon (Geschäftsführer)
Anlagespiegel
|
A n s c h a
f f u n g s k o s t e n
|
|
|
|
01.10.2022
|
Zugänge
|
Abgänge
|
30.09.2023
|
|
|
Umbuchungen
|
Umbuchungen
|
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Werte und Rechte sowie Lizenzen an
solchen Werten und Rechten
|
655.475,81
|
7.628,00
|
0,00
|
663.103,81
|
|
655.475,81
|
7.628,00
|
0,00
|
663.103,81
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
1. technische Anlagen
und Maschinen
|
3.210,00
|
0,00
|
0,00
|
3.210,00
|
2. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
|
|
|
|
|
807.621,13
|
30.189,44
|
9.692,72
|
828.117,85
|
|
810.831,13
|
30.189,44
|
9.692,72
|
831.327,85
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
1. Anteile an
verbundenen Unternehmen
|
0,00
|
375.000,00
|
0,00
|
375.000,00
|
2. Ausleihungen an
verbundenen Unternehmen
|
0,00
|
4.507,53
|
9.022,72
|
300.000,00
|
|
|
304.515,19
|
|
|
|
0,00
|
309.022,72
|
9.022,72
|
300.000,00
|
3. Beteiligungen
|
283.579,04
|
95.000,00
|
375.000,00
|
3.579,04
|
4. Ausleihungen an
Beteiligungsunternehmen
|
304.515,19
|
0,00
|
304.515,19
|
0,00
|
|
588.094,23
|
779.022,72
|
688.537,91
|
678.579,04
|
|
2.054.401,17
|
816.840,16
|
698.230,63
|
2.173.010,70
|
|
A b s c h r
e i b u n g e n
|
|
|
B u c h w e r t e
|
|
|
01.10.2022
|
Zugänge
|
Abgänge
|
30.09.2023
|
30.09.2023
|
30.09.2022
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Werte und Rechte sowie Lizenzen an
solchen Werten und Rechten
|
573.386,81
|
57.655,00
|
0,00
|
631.041,81
|
32.062,00
|
82.089,00
|
|
573.386,81
|
57.655,00
|
0,00
|
631.041,81
|
32.062,00
|
82.089,00
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
|
1. technische Anlagen
und Maschinen
|
3.209,00
|
0,00
|
0,00
|
3.209,00
|
1,00
|
1,00
|
2. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
|
|
|
|
|
|
|
600.734,13
|
67.224,44
|
9.692,72
|
658.265,85
|
169.852,00
|
206.887,00
|
|
603.943,13
|
67.224,44
|
9.692,72
|
661.474,85
|
169.853,00
|
206.888,00
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
|
1. Anteile an
verbundenen Unternehmen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
375.000,00
|
0,00
|
2. Ausleihungen an
verbundenen Unternehmen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
300.000,00
|
0,00
|
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
300.000,00
|
0,00
|
3. Beteiligungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
3.579,04
|
283.579,04
|
4. Ausleihungen an
Beteiligungsunternehmen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
304.515,19
|
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
678.579,04
|
588.094,23
|
|
1.177.329,94
|
124.879,44
|
9.692,72
|
1.292.516,66
|
880.494,04
|
877.071,23
|
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 29.04.2024 festgestellt.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die ETS & Scan Global Logistics GmbH, Bremen:
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der ETS & Scan
Global Logistics GmbH, Bremen, - bestehend aus der Bilanz
zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis
zum 30. September 2023 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus
haben wir den Lagebericht der ETS & Scan Global
Logistics GmbH, Bremen, für das Geschäftsjahr vom
01. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023
geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.
September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis zum
30. September 2023 und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der
Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter
- falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im
Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen
als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind,
um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu
dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen
höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße
betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen,
beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner
Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis
von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit
der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir die
Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des
Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob
der Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage der Gesellschaft.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere
die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
Bremen, den 28. März
2024
Willer, Kettenburg & Heyduck GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft I
Steuerberatungsgesellschaft
gez.
Philipp Stürken, Wirtschaftsprüfer
gez.
Gregor Karg, Wirtschaftsprüfer
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