Stammdaten

Register
Amtsgericht Aurich HRB 1518
Eingetragen
21.2.2006
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
Der An- und Verkauf von Kraftfahrzeugen und deren Reparatur. Maschinenbau, der Handel mit Neu- und Gebrauchtteilen sowie der Im- und Export. Die Gesellschaft kann Zweigniederlassungen errichten und gleichartige oder ähnliche Unternehmen erwerben und sich an solchen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thorsten Schulze
seit 20.4.2006
Geschäftsführer
Alfred Janssen
seit 21.2.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Torsten Schulze
Aurich
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Janssen Automobile GmbH

Westerholt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis 31. Oktober 2023

Janssen Automobile GmbH, Westerholt

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Janssen Automobile GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Sie wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 11.06.1980 gegründet. Geführt wird das Unternehmen beim Amtsgericht Aurich unter der HRB-Nummer 1518.

Seit dem 26.11.1994 ist die Gesellschaft als Hyundai Vertragshändler für den Vertrieb und Service von Hyundai Neufahrzeugen verantwortlich und hierfür neben dem Stammhaus in Westerholt mit weiteren Filialen in Aurich, Leer und Heidmühle tätig. Zusätzlich betreibt die Janssen Automobile GmbH den An- und Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen, die Fahrzeugreparatur sowie die Vermittlung von Finanzierungs- und Leasingverträgen.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 300.000,00 €. Alleingesellschafter ist Herr Torsten Schulze in Aurich. Einzeln vertretungsberichtigte Geschäftsführer sind Herr Torsten Schulze in Aurich und Herr Alfred Janssen in Westerholt. Sie sind beide von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 99 festangestellte Mitarbeiter (einschließlich Geschäftsführer, Auszubildende und Teilzeitkräfte) beschäftigt.

Beim einem Umsatzvolumen von über 38 Mio. Euro hat die Gesellschaft einen hohen Stellenwert in der ostfriesischen Automobillandschaft.

Vorrangige Steuerungsgröße des Unternehmens ist der Verkauf und hier der Deckungsbeitrag je Fahrzeug und somit der Umsatzerlös sowie die Auslastung im Service. Diese Tätigkeiten werden ergänzt durch die Vermittlung von Fahrzeugfinanzierungen und Leasinggeschäften und deren Erträge daraus.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Das Wirtschaftsjahr 2022/2023 weist einen Jahresüberschuss nach Steuern von 303 TEUR aus.

Damit blieb das Ergebnis hinter dem des Vorjahres zurück. Maßgeblich für den Rückgang des Betriebsergebnisses ist neben den allgemeinen Kostensteigerungen, dass aufgrund der schwierigen Verfügbarkeit von Fahrzeugen der margenärmere Gebrauchtwagenhandel zugenommen hat.

Die Prognose für 2022/2023, die trotz Lieferkettenproblemen und sich abzeichnenden Inflationstendenzen, einen Umsatz auf Vorjahresniveau erwartet hatte, wurde im Berichtsjahr übertroffen. Insgesamt konnte der Umsatz um 12 % gesteigert worden.

Die Rohertragssituation hat sich aufgrund der höheren (Einkaufs-) Preise um knapp 2 % verschlechtert.

Die Aufwendungen im Bereich der Personalkosten sind leicht gestiegen, da notwendige Gehaltssteigerungen durchgeführt wurden.

Die in den betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Mieten und Pachten gehen in unveränderter Höhe an die Vermieter/Verpächter.

Kurzübersicht der Gewinn- und Verlustrechnung

Berichtsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
Veränderung
%
Rohergebnis 6.526 6.572 -0,7
Personalkosten 3.594 3.359 7,0
Abschreibungen 154 154 0,0
sonstige Aufwendungen 2.241 2.124 5,5
Finanzergebnis 73 71 2,8
Steuern 160 275 -41,8
Jahresergebnis 304 589 -48,4

Finanzlage

Der Vorjahresüberschuss ist in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen worden. Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 35,3 %.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten im Wesentlichen die Fahrzeugfinanzierungen.

Das Betriebsergebnis von 2022/2023 diente im Wesentlichen als Liquiditätsreserve.

Zum Bilanzstichtag werden liquide Betriebsmittel von 1,258 Mio. EUR vorgehalten. Die Steigerung zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Vorjahresergebnis.

Eine Kontokorrentinanspruchnahme erfolgte im Berichtsjahr aufgrund der guten Kapitalausstattung nicht. Darüber hinaus ist von der Hausbank auch noch ein weiterer Kontokorrentrahmen bereitgestellt, der aber aktuell nicht benötigt wird.

Die Liquiditätslage der Firma ist unverändert positiv und die Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen ohne Einschränkungen nachzukommen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um knapp 4 Mio.EUR.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr leicht reduziert.

Die Berichtsfirma hat die anteiligen Baumaßnahmen in Leer und Aurich für den Gesellschafter finanziert. Die Forderungen gegenüber dem Gesellschafter sind als werthaltig anzusehen, weil diesen Forderungen entsprechendes Grundvermögen gegenübersteht.

Sämtliche Betriebsgebäude mit Ausnahme von bilanzierten Mietereinbauten sind gepachtet, der überwiegende Teil davon von dem Gesellschafter Torsten Schulze in Aurich.

Für Urlaubsrückstellungen und Tantiemeverpflichtungen sind angemessene Verpflichtungen ausgewiesen.

Die Kurz-Bilanz weist folgende Zahlen aus:

Aktiva

Berichtsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
Anlagevermögen 880 949
Finanzanlagen 4 4
Vorräte 9.873 5.971
Forderungen 1.592 1.964
sonstige Vermögensgegenstände 2.248 2.037
flüssige Mittel 1.258 848
Bilanzsumme 15.855 11.773

Passiva

Kapital 5.594 5.291
Rückstellungen 571 899
Verbindlichkeiten Kreditinstitute 8.861 4.558
Verbindlichkeiten Lieferanten 351 401
sonstige Verbindlichkeiten 268 229
Rechnungsabgrenzungsposten 147 395
Bilanzsumme 15.855 11.773

Risiko- und Chancenbericht

Unverändert ist die Organisation und die Buchführung in eine IT-Branchenlösung integriert. Diese ermöglicht es, aktuelle betriebswirtschaftliche Daten zu liefern, Fahrzeugüber- und -unterbestände aufzuzeigen, um schnell und unverzüglich auf die gegebenen Marktsituationen zu reagieren.

Durch diese Kontrollinstrumente liegen der Geschäftsführung jederzeit verlässliche Zahlen vor.

Die Geschäftsführung sieht aufgrund der Zinsentwicklung große Probleme, da die daraus resultierende Kaufzurückhaltung nicht nur den Neufahrzeugmarkt unter Druck setzt, sondern auch den Gebrauchtwagenmarkt. Weiterhin ist die zunehmende Verunsicherung der Bevölkerung in Bezug auf Energie und Inflation sowie die Reduzierung BaFa-Prämie für Elektromobilität als Herausforderung der nächsten Jahre zu sehen.

Marktrisiken und -chancen

Der Hersteller Hyundai verfügt in Deutschland und Europa über die aktuellste und breiteste Modellpalette, insbesondere im Bereich der alternativen Antriebe sowie SUV. Durch den stetig wachsenden Marktanteil belegt Hyundai aktuell Platz 3 der Importmarken in Deutschland. Auch im Marktverantwortungsgebiet der Gesellschaft ist Hyundai anerkannt und mit einem Marktanteil von rund 10 % präsent.

Der Transformationsprozess hin zur Elektromobilität ist eine Herausforderung, die sich die Berichtsfirma im Zusammenhang mit dem Hersteller Hyundai stellt.

Die reduzierten Förderungen der Bundesregierung für Elektromobilität bieten trotzdem noch Kaufanreize für entsprechende Elektromobile, von denen auch die Berichtsfirma aufgrund der Investitionen von Hyundai in alternative Antriebe profitiert hat und auch zukünftig noch profitieren wird. Bereits jetzt beträgt der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge rund 15 % der verkauften Fahrzeuge.

Massive Förderungen von Leasingangeboten seitens des Herstellers führen zu einer weiter anhaltenden Nachfrage bei den Kunden. Die Vermittlung von Fahrzeugfinanzierungen und Leasinggeschäften gehen mit dieser Entwicklung einher.

Der Ausbau der Gebrauchtwagenhandels wird weiter fortgesetzt, weil die Geschäftsführung auch hier ein Steigerungspotential erkennt.

Personalrisiken- und -chancen

Die Gesellschaft verfügt über gut ausgebildete und erfahrene Mitarbeiter. Die Altersstruktur ist gut verteilt und überwiegend jung bis mittelalt. Altersbedingte und generelle Fluktuation wird versucht über eigene Nachwuchskräfte aufzufangen.

Problematisch ist die Rekrutierung von Fachpersonal über die Fluktuation hinaus. Diesem Umstand wird Rechnung getragen durch ein individuelles leistungsbezogenes Bonussystem für alle Mitarbeiter. Weiterqualifikationsmaßnahmen werden für alle Mitarbeiter zentral gesteuert und für alle Betriebsbereiche durchgeführt. Es wird immer aufwendiger qualifiziertes Personal zu gewinnen als auch zu halten. Aufgrund der mangelnden Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal setzt die Geschäftsführung auf eigene Ausbildung, was zu einem deutlichen Zuwachs von Auszubildenden führt.

Soll-Ist-Vergleich Prognose

Im Vorjahr wurde ein gleichbleibender Umsatz prognostiziert. Diese Prognose wurde übertroffen.

Die Verunsicherung in der Bevölkerung hinsichtlich der Inflation führt aus Sicht der Geschäftsführung zu einer generellen Kaufzurückhaltung. Weiterhin werden durch die gestrichenen Förderungen für Elektromobilität keine Kaufanreize mehr durch die Bundesregierung gesetzt. Insofern wird mit einem Umsatzrückgang von ca. 5 % für das kommende Geschäftsjahr gerechnet. Die Ergebnissituation soll sich durch Steigerungen der Erträge im Gebrauchtwagenbereich und im Service sowie durch Einsparung von Kosten auf einem ähnlichen Niveau wie im Berichtsjahr einpendeln.

Prognosebericht

Die Auswirkungen der Inflation, des schwierigen Beschaffungsmarktes sowie der Energiekrise sind vollumfänglich noch nicht absehbar. Weiterhin ist die Transformation der Automobilbranche im vollem Gange. Dem Fachkräftemangel wird versucht durch weitere Bonussysteme entgegenzuwirken.

Die Gesellschaft ist mit ihren Vertriebspartnern im stetigen Austausch, um mit geeigneten Maßnahmen im Markt nicht nur mit entsprechenden Modellen, sondern auch mit notwendigen Marketing- und Vertriebsprogrammen erfolgreich tätig zu werden.

Darüber hinaus wird auch im Bereich der Servicedienstleistungen weiter investiert, um zusätzliches Ertragspotential aus dem rollenden Bestand zu generieren.

Dies geschieht mit den qualifizierten Mitarbeitern und modernster Werkstatttechnik sowie nachhaltiger Kundenbindungsinstrumente.

Für das laufende Wirtschaftsjahr wird trotz eines Umsatzrückgangs mit einem ähnlichem Ergebnis gerechnet.

 

Westerholt, den 30. Oktober 2024

Janssen Automobile GmbH

Torsten Schulze, Geschäftsführer

Alfred Janssen, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. OKTOBER 2023

JANSSEN AUTOMOBILE GMBH, WESTERHOLT

AKTIVA

31.10.2023
EUR
31.10.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 883.701,50 953.618,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 17.730,00 274,00
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.730,00 274,00
II. Sachanlagen 861.839,50 949.212,50
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 583.828,50 632.710,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 2,50 2,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 278.008,50 316.499,50
III. Finanzanlagen 4.132,00 4.132,00
1. Beteiligungen 2.945,00 2.945,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.187,00 1.187,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 14.971.886,45 10.819.412,05
I. Vorräte 9.873.096,66 5.970.726,44
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 0,00 19.088,15
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 8.491.721,40 4.537.076,99
3. Geleistete Anzahlungen 1.381.375,26 1.463.403,80
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 -48.842,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.840.592,39 4.000.995,15
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.592.282,90 1.963.579,86
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.248.309,49 2.037.415,29
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 1.814.000,12 (Vorjahr: EUR 0,00)
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.258.197,40 847.690,46
15.855.587,95 11.773.030,55

PASSIVA

31.10.2023
EUR
31.10.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 5.594.368,24 5.291.165,56
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Gewinnvortrag 4.991.165,56 4.402.092,97
III. Jahresüberschuss 303.202,68 589.072,59
B. RÜCKSTELLUNGEN 570.493,32 898.686,11
1. Steuerrückstellungen 53.933,77 121.728,62
2. Sonstige Rückstellungen 516.559,55 776.957,49
C. VERBINDLICHKEITEN 9.544.012,15 5.187.554,90
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.861.235,42 4.557.818,52
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 8.544.569,00 (Vorjahr: EUR 4.557.818,52)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 316.666,42 (Vorjahr: EUR 0,00)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 63.000,68 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 63.000,68 (Vorjahr: EUR 0,00)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 351.466,25 400.798,77
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 351.466,25 (Vorjahr: EUR 400.798,77)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 268.309,80 228.937,61
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 268.309,80 (Vorjahr: EUR 228.937,61)
- davon aus Steuern: EUR 24.373,57 (Vorjahr: EUR 24.322,19)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.543,64)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 146.714,24 395.623,98
15.855.587,95 11.773.030,55

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022/23

2022/23
EUR
2021/22
EUR
1. Rohergebnis 6.525.594,05 6.572.006,04
2. Personalaufwand -3.594.355,14 -3.358.747,06
a) Löhne und Gehälter -2.981.649,49 -2.804.857,27
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -612.705,65 -553.889,79
- davon für Altersversorgung: EUR 26.413,43 (Vorjahr: EUR 28.044,84)
3. Abschreibungen -153.931,14 -153.906,10
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.241.343,75 -2.123.623,34
5. Erträge aus Beteiligungen 158,70 158,70
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 36,36 33,87
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.247,63 3.112,28
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -78.961,75 -74.025,82
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -140.853,37 -264.452,14
10. Ergebnis nach Steuern 322.591,59 600.556,43
11. Sonstige Steuern -19.388,91 -11.483,84
12. Jahresüberschuss 303.202,68 589.072,59

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/23

Janssen Automobile GmbH, Westerholt

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Firma Janssen Automobile GmbH
Sitz Westerholt
Registergericht Amtsgericht Aurich, HRB 1518

Identifizierung der Gesellschaft

Die Janssen Automobile GmbH mit Sitz in Westerholt ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S. des § 267 HGB. Sie wird in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung geführt.

Die Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 11.06.1980 mit Nachträgen vom 28.12.1993, 28.07.2003 und 27.11.2006 errichtet. Sie ist beim Amtsgericht Aurich unter der HRB Nummer 1518 eingetragen.

Einzeln vertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Torsten Schulze, Aurich, Kaufmann

Alfred Janssen, Westerholt, Kaufmann

Sie sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Grundlagen der Rechnungslegung

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und denen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend den Bestimmungen des HGB gemäß §§ 266, 275 HGB gegliedert. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Wertansätze in der Bilanz der Janssen Automobile GmbH zum 31.10.2022 wurden als Bilanzvorträge in neue Rechnung übernommen.

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt.

Als Abschreibungsmethode kam die lineare Absetzung für Abnutzung zur Anwendung.

Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Jahr des Zuganges gem. § 6 Abs. 2 EStG sofort und in voller Höhe abgeschrieben.

Der Bruttoanlagenspiegel ist in diesem Anhang enthalten.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. soweit erforderlich, zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Vorräte weisen den Bestand an Fahrzeugen sowie Ersatzteilen, Ölen und Schmierstoffen aus. Die Neufahrzeuge sind mit den Anschaffungskosten angesetzt, bei den Gebrauchtwagen wurden Altersabschläge auf der Grundlage von Standtagen berücksichtigt. Bei den Vorführwagen wurde eine Bewertung auf die Laufzeit der Nutzungsdauer vorgenommen.

Der Ersatzteillagerbestand wurde mit den Anschaffungskosten sowie modell- und altersbedingten Abbewertungen angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine pauschale Wertberichtigung berücksichtigt.

Die Forderungen an den Gesellschafter sind mit dem Nennwert angesetzt. Ein Abgleich dieser Forderungen mit dem Gesellschafter erfolgte.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten angesetzt.

Die Eigenkapitalpositionen sind mit dem Nennwert angesetzt. Nach dem Vorschlag der Geschäftsführung soll der ausgewiesene Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Die Rückstellungen beinhalten sämtliche nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken. Die Steuerberechnung erfolgt auf der Grundlage des Gewinnverwendungsvorschlages.

Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich um Rückstellungen für Urlaubsansprüche der Arbeitnehmer, die Rückstellung für Tantiemeverpflichtungen, die Rückstellung für Berufsgenossenschaftsbeiträge und die Rückstellung für Jahresabschlusskosten. Ebenso sind die Verpflichtungen aus dem firmeninternen Kundenbindungsprogramm passiviert sowie Rückstellungen für Gewährleistungen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Von dem Gesamtbetrag der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten von 9.544.012 € sind 8.861.235 € durch Sicherungsübereignungen des Fahrzeug- und Ersatzteillagerbestandes, der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie durch eigene und fremde Grundschulden und Bürgschaften besichert.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich um aktuelle Verpflichtungen aus dem Tagesgeschäft.

III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem nachfolgend dargestellten Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Anlagenspiegel (§ 268 Abs 2 Satz 3 HGB).

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellung in Höhe von 516.560 € enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (278.369 €) und für Gewährleistung und Kundenbonus (181.060 €). Für die zu erwartenden Kosten der Abschlusserstellung wurde eine Rückstellung in Höhe der zu erwartenden Aufwendungen gebildet. Für die zu erwartenden Zahlungen an die Berufsgenossenschaft wurde eine Rückstellung in Höhe der zu erwartenden Beitragszahlung angesetzt.

Die Rückstellung für nicht genommenen Urlaub der Arbeitnehmer wurde anhand der Urlaubsliste der Erfüllungsbetrages errechnet.

Die rechnerisch sich ergebenden Verpflichtungen von Kunden aus dem Kundenbindungsprogramm sind aufgrund der firmeninternen Aufstellung entnommen.

Verbindlichkeiten

Gegenüber Kreditinstituten bestehen folgende Verbindlichkeiten:

8.544.569 EUR bis zu 1 Jahr

316.666 EUR zwischen 1 und 5 Jahren

Rechnungsabgrenzungsposten

Als passive Rechnungsabgrenzung ist eine gezahlte Nettoabsatzfinanzierungsprovision ausgewiesen. Diese Provision ist an ein Absatzfinanzierungsvolumen gekoppelt. Soweit diese Absatzziele erreicht wurden, erfolgt eine anteilige Auflösung.

IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Es bestehen keine einzelnen Erträge oder Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung.

V. SONSTIGE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Abs 3 a HGB

Die nach dem Bilanzstichtag zu erfüllenden planmäßigen Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen betragen jährlich 511.104 €.

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Es bestehen Haftungsverhältnisse in der Form einer gesamtschuldnerischer Mithaftung für einen eingeräumten Kreditrahmen in Höhe von 7.500.000,00 €.

Das Risiko der Inanspruchnahme für die Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB ist als gering einzustufen, da die Schuldner in der Vergangenheit stets ihren Zahlungsverpflichtungen nachgekommen sind und es hier auch keine Anzeichen für ein abweichendes Zahlungsverhalten gibt.

Anzahl der Arbeitnehmer

Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 99 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 15 Auszubildende und 11 geringfügig Beschäftigte. Die Mitarbeiter unterteilen sich in folgende Bereiche:

Lager/Werkstatt 17
Verwaltung/Verkauf/Service 82

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres lag die Führung der Geschäfte unverändert bei Herrn Torsten Schulze (Kaufmann) in Aurich und Herrn Alfred Janssen (Kaufmann) in Westerholt.

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 IV HGB in Anspruch genommen.

 

Westerholt, den 30. Oktober 2024

Torsten Schulze, Geschäftsführer

Alfred Janssen, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Nov. 2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Okt. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.589,80 19.823,52 0,00 24.413,32
4.589,80 19.823,52 0,00 24.413,32
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.276.922,66 0,00 0,00 1.276.922,66
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.516,95 0,00 0,00 12.516,95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.440.563,25 64.190,62 31.715,53 1.473.038,34
2.730.002,86 64.190,62 31.715,53 2.762.477,95
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 2.945,00 0,00 0,00 2.945,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.187,00 0,00 0,00 1.187,00
4.132,00 0,00 0,00 4.132,00
2.738.724,66 84.014,14 31.715,53 2.791.023,27
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Nov. 2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Okt. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.315,80 2.367,52 0,00 6.683,32
4.315,80 2.367,52 0,00 6.683,32
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 644.212,16 48.882,00 0,00 693.094,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.514,45 0,00 0,00 12.514,45
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.124.063,75 102.681,62 31.715,53 1.195.029,84
1.780.790,36 151.563,62 31.715,53 1.900.638,45
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.785.106,16 153.931,14 31.715,53 1.907.321,77
NETTOBUCHWERTE
31. Okt. 2023
EUR
31. Okt. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.730,00 274,00
17.730,00 274,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 583.828,50 632.710,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 2,50 2,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 278.008,50 316.499,50
861.839,50 949.212,50
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 2.945,00 2.945,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.187,00 1.187,00
4.132,00 4.132,00
883.701,50 953.618,50

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Janssen Automobile GmbH, Westerholt

Eingeschränktes Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der Janssen Automobile GmbH, Westerholt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Janssen Automobile GmbH, Westerholt, für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser Auswirkung unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Oktober 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Der Anhang enthält keine Angaben gemäß § 285 Nr. 9c) HGB hinsichtlich der Darlehensgewährung an Organmitglieder und keine Angaben gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG bezüglich der Forderungen und Verbindlichkeiten an bzw. gegenüber Gesellschafter.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osterburg, 30. Oktober 2024

LEGALES Kreutzmann PartG mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gabi Geyer, Wirtschaftsprüferin

Feststellung Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde auf der Gesellschafterversammlung vom 30. Oktober 2024 festgestellt.

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