Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 88358
Vorher
Mainsee 646. V V GmbHTrekStor GmbH
Eingetragen
9.9.2009
Branche
Großhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikGroßhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenGroßhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und Zubehör
Gegenstand
die Entwicklung, die Produktion, der Import, der Export, der Handel (Versandhandel, elektronischer Handel, stationärer Handel, Teleshopping) von Waren und Dienstleistungen aus den Bereichen Unterhaltungselektronik, Internet und Telekommunikation, EDV (Hard- und Software), Haushalts-, Garten- und Dekorationsartikel, E-Mobility, E-Scooter, Gesundheit, Wellness und Freizeit, Mobilität, Spielzeug sowie Verbrauchsmaterialien.

Historie

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Management

NameRolle
Shimon Szmigiel
seit 12.11.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
TREKSTOR S.à.r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
TREKSTOR S.à.r.l.
Luxembourg
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

TrekStor GmbH

Bensheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die TREKSTOR GmbH befasst sich mit der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von tragbaren Computern und Computerzubehör, im wesentlichen Tablet-PCs, Notebooks sowie von Produkten der Unterhaltungselektronik wie MP3-Playern und Lautsprechern. Anstelle von herkömmlichen Festplatten werden nur noch SSD Speicher vertrieben. Über verschiedene Partner werden die Produkte vorwiegend im europäischen Raum in Elektronikfachmärkten, im Nonfood-Bereich der Lebensmitteleinzelhändler und über das Internet angeboten, wobei die größten Umsätze in Deutschland, Schweiz, USA, Italien, Skandinavien und Großbritannien erzielt werden. Die Produkte werden nahezu ausschließlich unter dem Namen TREKSTOR angeboten. Die Marke TREKSTOR steht für modernes Design, hohe Qualität und innovative Produkte. Ein größer werdender Anteil der verkauften Artikel trägt die bekannten Markennamen PEAQ und PORSCHE DESIGN, für die TREKSTOR als Exklusivlieferant Notebooks produziert.

Die TREKSTOR GmbH ist eine 100%ige Tochter der in Luxemburg ansässigen TREKSTOR S.a r.l., Rue Lipmann 6 C, LU-5365 Munsbach, eingetragen unter der Nummer B149500 im dortigen Unternehmensregister.

2. Forschung und Entwicklung

TREKSTOR entwickelt, produziert und vertreibt qualitativ hochwertige Notebooks, Unterhaltungselektronik und externe Datenspeicher. Das Entwicklungsteam besteht aus 14 Mitarbeitern in Deutschland.

6 Mitarbeiter in China kümmern sich um jedes Detail bei der Entwicklung und bei der Qualitätssicherung vor Ort.

In enger Zusammenarbeit, sowohl mit bestehenden, als auch neuen Lieferanten, werden neue Anwendungen und neue Technologien diskutiert. Dabei entstehen neue Produkte, die für die jeweiligen Absatzkanäle spezifiziert werden. Des Weiteren kooperiert TREKSTOR weltweit mit externen Technologie- / Softwarepartnern.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

(Quelle: BMWi Jahreswirtschaftsbericht 2019, Januar 2019)

Die gesamtwirtschaftliche Lage zeigte sich in Deutschland, dem Markt, in dem TREKSTOR in 2018 ca. 80% seiner Umsätze erzielte, in einem gleichbleibenden konjunkturellen Aufschwung. Das Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2018 preisbereinigt um 1,5% gestiegen.

Die Konjunktur wurde im zweiten Halbjahr 2018 durch zeitlich begrenzte, nationale Sondereffekte, deutlich gebremst. Hinzu kamen Belastungen aus dem sich verschlechternden weltwirtschaftlichen Umfeld. Positive Impulse kamen hingegen von der ungebrochen hohen Nachfrage nach Arbeitskräften, aber auch von den niedrigen Zinsen.

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2018 schloss schlechter ab als das Jahr zuvor. Das Jahresziel sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis konnte nicht erreicht werden. Der wesentliche Grund war die schwierige Liefersituation von Chipsätzen der Firma Intel USA, die TREKSTOR bei der Produktion von Notebooks verwendt. Intel hat im August 2018 weltweit verkündet, dass bis Mitte 2019 keine Lieferungen von Chipsätzen erfolgen wird. Demzufolge brach bei fast allen Marktteilnehmern die komplette Supply Chain ein. Obwohl TREKSTOR einen verbindlichen Auftragsbestand im Wert von ca. 23 Millionen EUR für das 4. Quartal 2018 in den Büchern hatte, konnten davon nur ca. 4 Millionen EUR realisiert werden.

Da TREKSTOR sich vorrangig im Preiseinstiegssegment bewegt, traf diese Intel-Maßnahme uns besonders empfindlich.

Bei der Zusammensetzung der Erlöse erwies sich die Fortführung der Kooperation mit der BILD-Zeitung als sehr hilfreich. Nach der erfolgreichen Ersteinführung eines "Volks-Tablet" Ende 2012 wurde die Zusammenarbeit in 2013 und 2014 mit zwei Nachfolgemodellen fortgesetzt, dem Volks-Tablet 2 mit eingebautem 3G Modul und dem Volks-Tablet 3 mit Windows Betriebssystem. In 2015 folgte schließlich das VT 2015, ein SurfTab duo W1. Diesem folgte in 2016 das SurfTab twin 11.6, welches mit über 20% des Gesamtumsatzes das führende Produkt wurde. 2017 schließlich der Wechsel zum Volks-Notebook, welches in den letzten vier Monaten 21% des Gesamtjahresumsatzes erreichte.

Diese Marketingmaßnahme wurde auch für das Jahr 2018 beim Axel Springer Verlag gebucht und die Erwartungshaltung war, wie auch aus den Vorjahren, sehr hoch. Diese wurde nicht erfüllt, weil wir die gewünschten Mengen des Marktes aufgrund der Intel Problematik nicht liefern konnten. Somit ging die Werbung umsatztechnisch ins Leere, während der Werbeaufwand von TREKSTOR zu tragen war.

Die aus der starken Fokussierung auf das Segment der Notebooks resultierende Marktposition von TREKSTOR und das verstärkte Interesse von Microsoft, war auch der Grund weshalb die Firma Microsoft TREKSTOR einen außerordentlichen Rabatt bei den Lizenzen eingeräumt hat, der TREKSTOR in die Lage versetzt hat, einen Großauftrag mit der Firma Media Markt abzuschließen. Dieser Auftrag sollte komplett in 2018 abgewickelt werden, was leider ebenfalls wegen der Intel Problematik nicht realisiert werden konnte.

Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. Eine insolvenzrechtliche Überschuldung liegt nicht vor, da in den Bilanzposten stille Reservenenthalten sind und die Liquidität durch mittelbare und unmittelbare Geselschafterfinanzierung sichergestellt ist. Dementsprechend wurde der Abschluss unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going-Conern) aufgestellt.

Im Durchschnitt beschäftigte die TREKSTOR GmbH 2018 inklusive studentischer Hilfskräfte 84 Mitarbeiter. Zum Jahresende lag die Zahl der Beschäftigten bei 86 Mitarbeitern.

3. Lage

a. Ertragslage

Der Umsatz von 34,7 Mio. € in 2018 lag deutlich hinter den Erwartungen zurück. Der Geschäftsverlauf während des Jahres war bis einschließlich September bei durchschnittlich 2,5 Mio. € Umsatz pro Monat. Das vierte Quartal steigerte sich, saisonal bedingt, mit 2,8 Mio. € im Oktober, 6,2 Mio. € im November und 3,4 Mio. € im Dezember.

Wie auch 2017 machen die sonstigen Erträge 2018 mit 13,2 Mio. € einen spürbaren Anteil der Erträge aus. Wesentlicher Bestandteil der sonstigen Erträge sind die bereits erwähnten finanziellen Zuwendungen von Microsoft und Intel zur Durchführung von Marketingaktivitäten, bei denen gezielt Produkte gefördert wurden, die entweder mit Microsoft Software oder mit Intel-Prozessoren ausgestattet sind. Die auf diese Weise erzielten sonstigen Erträge müssen aber im Zusammenhang mit den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gesehen werden. Die erhaltenen Werbezuschüsse werden in Werbemaßnahmen wie Zeitschriften- und Internetwerbung wieder investiert.

Die Wareneinsatzquote in 2018 war annähernd auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr.

Der Nettoeffekt aus Währungsschwankungen betrug in 2018 als Aufwand 188 T€.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren 2018 geringer als im Vorjahr, was in der Hauptsache auf Einsparungen in den Raumkosten sowie bei den Rechts- und Beratungskosten zurückzuführen ist.

b. Finanzlage

Im Oktober 2018 hat die TREKSTOR eine weitere Gesellschaft erworben. Im Zuge dieser Transaktion wurden Gesellschafterdarlehen an die Telefield-Gruppe in Hong Kong zurückbezahlt.

Eine Währungsabsicherungslinie in Höhe von 5 Millionen EUR besteht weiterhin. Diese Linie wird ganzjährig für die Absicherung von Währungsschwankungen genutzt.

Die Gesellschaft kann auf eine Einkaufslinie in Höhe von 5,0 Mio. USD von einer Fine-Trading Gesellschaft aus Hong Kong zurückgreifen. Ferner hält die Dresdner Factoring AG, eine Linie in Höhe von Euro 15 Mio. für den Ankauf von Kundenforderungen im Rahmen des Factorings bereit.

c. Vermögenslage

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Zur Sicherung der Liquidität hat die Gesellschaft einen Rahmenvertrag mit einer Factoring Bank geschlossen, die Kundenforderungen ankauft.

Wesentliche Verwaltungs- und Lagergebäude werden durch die Gesellschaft am Firmensitz angemietet. Die Mietverträge sind in der Regel kurzfristig innerhalb von sechs Monaten kündbar.

Das Umlaufvermögen stieg von 24 Mio. € in 2017 auf 26 Mio. in 2018. Das Warenlager erhöhte sich um 8 Mio. €, bedingt durch die höheren Werte der Notebooks im Vergleich zu Tablets sowie durch gekaufte Microsoft-Lizenzen, die bei den Herstellern auf die Verknüpfung mit der Hardware warten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um 8 Mio. niedriger aufgrund des Wegfalls einer großen jahresübergreifenden Bestellung. Der Bestand an liquiden Mitteln sank zum Jahresende auf 754 T€.

Die Gesellschaft verfügte über ausreichend liquide Mittel, um kurzfristige Verbindlichkeiten zu bedienen. Die Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen bewegen sich 6 Mio. € über dem Vorjahresniveau.

Die gesamten Verbindlichkeiten beliefen sich auf Euro 35,6 Mio. und teilen sich im Wesentlichen auf in Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (48,6%) und sonstige Verbindlichkeiten bzw. Darlehen von Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (51,4%).

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Beurteilung des unternehmerischen Erfolgs wurden primär Kennzahlen herangezogen, die die Leistung und die Effizienz veranschaulichen. Hierzu zählen die Brutto- und die Nettoumsatzrendite. Die Bruttoumsatzrendite, als Quotient des Rohgewinns (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) zu den Umsatzerlösen, ist mit 16,38% leicht unter dem Vorjahresniveau.

Eine Betrachtung des Jahresabschlusses der TREKSTOR GmbH alleine ist nicht geboten, es bedarf einer konsolidierten Bilanz. Durch den außerordentlichen Ertrag im Zuge des Wechsels der mittelbaren Eigentümer sowie des Zukaufs der "WTOMAR GmbH" ergibt sich eine positive Entwicklung auf der Kapitalseite. Somit konnte die TREKSTOR den 2018 durch Intel Inc. verursachten Schaden wieder auffangen.

III. Prognosebericht

Nach Erhebungen des Branchenverbandes BITKOM rechnen 85% der mittelständischen Unternehmen damit, dass der deutsche ITK-Markt (darunter fallen die Bereiche Telekommunikation, Informationstechnik und Consumer Electronics) in 2019 weiterhin wachsen wird.

Wenngleich die gesamtwirtschaftlichen und parallellaufend die branchenspezifischen Bedingungen für 2019 optimistisch stimmen, kann nicht darüber hinweggesehen werden, dass derart positive Bilder schnell durch externe, nicht beeinflussbare Geschehnisse getrübt werden können.

Dank der gezielten Ausrichtung auf das Geschäft mit Tablet-PCs sowie Notebooks und der so gewonnenen Expertise in der Entwicklung neuer Produkte, der erworbenen Erfahrung in der Zusammenarbeit mit den Herstellern in China, insbesondere bezüglich der Qualität der Produkte und des Retouren-Managements, sieht sich TREKSTOR in einer guten Ausgangslage für das Jahr 2019 und die kommenden Jahre. TREKSTOR hat sich als anerkannte Marke für Tablet-PCs und Notebooks unterhalb der führenden "A-Brands" fest etabliert. Der hohe Bekanntheitsgrad, verbunden mit den erreichten Stückzahlen und der nachgewiesenen Kompetenz, zuverlässig größere Projekte für Kunden abwickeln zu können, schafft gute Voraussetzungen dafür, dass TREKSTOR von Kunden und Partnern in neue Projekte eingebunden wird. Basierend auf diese Kompetenz hat TREKSTOR einen langfristigen Vertrag mit dem wichtigsten Europäischen Marktteilnehmer, für die Produktion von Notebooks unter einer Eigenmarke, abgeschlossen.

Auf Grundlage der in 2017 begonnenen und im weiteren Verlauf des Jahres 2018 geplanten Projekte rechnet die Geschäftsführung damit, den Umsatz in 2019 auf mehr als Euro 60 Mio. anzuheben. Entsprechend besteht das Ziel, das Jahr 2019 mit einem deutlich gesteigerten Gewinn abzuschließen. Mit den Neuheiten innerhalb der Produktpalette und weiteren neuen Projekten, die in der "Pipeline" sind, ist das Unternehmen in der Lage die geplanten Ziele zu erreichen.

Das vorrangige Ziel der Geschäftsführung ist nach wie vor die Verbesserung der Eigenkapitalsituation und die effiziente Chancenausnutzung, die das Geschäft mit Tablet-PCs und Notebooks bietet, sowie Kostensenkungen u.a. bei den Transportkosten durchzusetzen.

TREKSTOR hat beschlossen eine neue Abteilung zu öffnen, die sich mit E-Mobility Produkten beschäftigt. So ist es geplant im Laufe des zweiten Halbjahres eine Produktpalette zu launchen, die auch seitens des KBA zugelassen werden sollen. Eine Prognose wird hier nicht abgegeben, da die Zulassungsbestimmungen aus heutiger Sicht noch nicht planbar sind.

IV. Risiko- und Chancenbericht

1. Risikobericht

a. Branchenspezifische Risiken

Der Consumer Electronics-Markt ist bekanntermaßen hart umkämpft. Innovationen müssen umgesetzt und Trends erkannt werden. TREKSTOR verfügt über ein gutes Gespür für beides, doch bleibt trotz intensiver Marktanalysen und technologischem Knowhow letztlich immer ein Restrisiko bestehen. TREKSTOR sieht seine vorrangige Aufgabe darin, aktuelle und qualitativ hochwertige Produkte in den Bereichen Unterhaltungselektronik und tragbare Computer zu entwickeln, zu produzieren und zu vertreiben. Dies bedingt, dass neue Technologien und Produktentwicklungen ständig verfolgt und in Bezug auf ihre Nutzbarmachung ausgewertet werden. Zu diesem Zweck werden enge Kontakte zu den Lieferanten unterhalten. Es werden auch selbst neue Produktideen entwickelt oder Produkte an entsprechende Kunden-Bedürfnisse angepasst. Diesbezüglich gibt es einen regen Austausch mit den Kunden.

Neben dem technologischen Risiko, dem durch die vorab beschriebenen Maßnahmen begegnet wird, ist das Beschaffungsrisiko zu berücksichtigen. Um Verknappungen oder Lieferengpässe zu vermeiden, werden intensive Kontakte zu den Lieferanten im In- und Ausland unterhalten. Im Bedarfsfall werden Verträge abgeschlossen, um die Belieferung mit wichtigen Produkten sicherzustellen. Demzufolge werden die Beziehungen zu den vorwiegend chinesischen Lieferanten kontinuierlich verbessert.

Für die Akzeptanz von TREKSTOR bei den Endkunden und für die Zusammenarbeit mit dem Handel ist es von größter Bedeutung, dass die gelieferten Produkte den angegebenen Spezifikationen entsprechen und einen fehlerfreien Betrieb ermöglichen. Um das Risiko fehlerbehafteter Lieferungen so gering wie möglich zu halten, werden strenge Kriterien zu Auslieferung und Entgegennahme der Ware bei den Lieferanten angelegt. Um die Qualitätsstandards durchzusetzen, werden eigene und extern beauftragte Qualitätskontrolleure vor Ort bei den Lieferanten eingesetzt, sowie Firmen-Audits in Eigenverantwortung durchgeführt.

b. Ertragsorientierte Risiken

Der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens wird durch die wesentlichen Faktoren Beschaffung und Vertrieb beeinflusst. Das Primärziel der Beschaffung ist es, das richtige Produkt in erstklassiger Qualität zu auskömmlichen Preisen beizubringen. In der Elektronikbranche, in der rasche Preisänderungen, getrieben durch ständige Innovationen und Leistungssteigerungen der Produkte, an der Tagesordnung sind, stellt der Anspruch, den richtigen Preis zu finden, eine ständige Herausforderung dar. Erschwerend kommt hinzu, dass sämtliche Wareneinkäufe in US-Dollar abgewickelt werden. Es ist offensichtlich, dass Wechselkursänderungen vom US-Dollar zum Euro ein beträchtliches Risiko für die Ertragslage bedeuten. Wenngleich es schwerlich möglich ist, sich gegen einen kontinuierlichen Abwärtstrend abzusichern, werden bei fest vereinbarten, in der Zukunft liegenden Geschäften Kurssicherungen in Form von US-Dollar Terminkäufen (derivative Finanzinstrumente) getätigt, um sich gegen Kursausschläge zu schützen.

Beim Vertrieb ist der Erfolg stark davon abhängig, dass es gelingt, die Produkte in Bezug auf Ausstattung, Preis und Geschmack bei den Händlern und nachfolgend den Endkunden so zu positionieren, dass sie auch nachgefragt werden. Trotz aller Erfahrung, Planung und Vorbereitung für jedes neue Produkt, das eingeführt wird, bleibt in letzter Konsequenz die Frage offen, ob sich ein Produkt durchsetzen und zu Umsatz führen wird. Die für die Beschaffung beschriebene Problematik der raschen Preisänderungen trifft auf der Vertriebsseite naturgemäß nicht minder zu und bedeutet damit ein Risiko für die Ertragslage, dem durch Überwachung und Steuerung des Preises kontrolliert entgegengewirkt werden soll. Dem erhöhten Preisänderungsrisiko für die im Bestand befindlichen Waren wird durch eine konsequente und laufend fortgeführte Abwertungspraxis Rechnung getragen.

c. Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2018 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von Euro 7.287 T€ aus. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die konsolidierte Bilanz mit der WTOMAR GmbH. Zudem besteht nach der Unternehmensplanung für die Jahre 2019 und 2020 ein weiterer Finanzierungsbedarf für Warenbeschaffung, um größere Projekte, wie z.B. die Eigenmarke einer Kundengruppe, zu realisieren.

Für ein Handelsunternehmen, dessen Lieferanten zu einem großen Teil fernab in China ansässig sind, ist ein Mindestmaß an Lagerhaltung unerlässlich, um die Warenverfügbarkeit gegenüber den Kunden zu gewährleisten. Sowohl das Lager als auch die Forderungen gegenüber den Kunden gilt es zu finanzieren.

Wesentliche originäre Finanzinstrumente sind kurzfristige Forderungen, liquide Mittel und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Das Bonitäts- oder Ausfallrisiko von Kundenforderungen wird im Rahmen des Forderungsverkaufs an das Factoringunternehmen über dessen Kreditausfallversicherung versichert. Ein Zinsänderungsrisiko liegt insbesondere bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit Laufzeiten über einem Jahr vor. Derartig längere Laufzeiten kommen im operativen Bereich in nur sehr geringem Umfang vor.

Für die von der Gesellschaft vertriebenen Produkte erhebt die ZPÜ (Zentralstelle für private Überspielungsrechte) nach den §§ 54 ff. UrhG den Anspruch, dass über die in Deutschland veräußerten Mengen Auskunft zu erteilen ist, und dass die Gesellschaft je nach Produkttyp eine Vergütung an die ZPÜ zu entrichten hat. Zu diesem Zweck hat die ZPÜ für die von der Gesellschaft vertriebenen Produkte einseitig Tarife aufgestellt. Deren Gültigkeit kann allerdings in einem dafür vorgesehenen Verfahren vor der Schiedsstelle des Deutschen Patent- und Markenamts sowie nachfolgend auch in gerichtlichen Verfahren überprüft werden. TREKSTOR hat in Anlehnung der bisherigen Praxis der ZPÜ Tarife aufzurufen und dann final zu verabschieden, Rückstellungen für zu zahlende Geräteabgaben gebildet. Bei Bildung der Rückstellungen bzw. hinsichtlich ihrer Höhe werden einerseits laufende gerichtliche Verfahren zwischen der ZPÜ und den Industrieverbänden/einzelnen Unternehmen berücksichtigt, andererseits aber auch Ankündigungen der ZPÜ, die Vergütung zu ändern, sowie die zu erwartenden Ergebnisse aus der Einigung zwischen der ZPÜ und der Industrie.

2. Chancenbericht

Trotz der schwierigen Geschäftsentwicklung ist es TREKSTOR im vergangenen Geschäftsjahr gelungen, potentialstarke neue Kunden zu gewinnen. Des Weiteren wurde die Zusammenarbeit mit sehr leistungsfähigen, technologisch hoch entwickelten Lieferanten fortgesetzt. Aufgrund der Vorbereitung für die E-Mobility-Abteilung wurden umfangreiche Maßnahmen ergriffen um die besten und seriösesten Hersteller in China ausfindig zu machen. TREKSTOR ist davon überzeugt, wiederum ein hochinteressantes Produktportfolio zusammengestellt zu haben.

3. Gesamtaussage

TREKSTOR bewegt sich in einem geschäftlichen Umfeld, das durch sich stetig ändernde Bedingungen geprägt ist. Der allenthalben beobachtbare rasche technologische Wandel, der hier zuvorderst genannt werden muss, führt in der Konsequenz dazu, dass die Preise sowohl im Ein- als auch im Verkauf fortwährend fluktuieren. Die Produktqualität ist die wichtigste Herausforderung, an diesem Anspruch werden alle unsere Mitarbeiter gemessen.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Ziel des Finanz und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem nicht unerheblichen Teil der Kunden. Forderungsausfälle sind in diesem Bereich grundsätzlich die Ausnahme. Das Unternehmen arbeitet langjährig mit einer Factoringgesellschaft zusammen, welche zur Realisierung von Forderungen zum Einsatz kommt. Mit der Nutzung der Dienstleistungen der Factoringgesellschaft sind insbesondere die schnelle Liquidität und die Vereinfachung des Forderungsmanagements vorteilhaft für die TREKSTOR GmbH.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit dient eine Liquiditätsübersicht, die stetig geprüft wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Nahezu sämtliche Wareneinkäufe werden in USD getätigt. Als Handelsgesellschaft gibt es einen kontinuierlich revolvierenden Bedarf an USD, der teilweise in der Kasse gedeckt wird. Zusätzlich nutzt die Gesellschaft derzeit Termingeschäfte zur Sicherung von USD und kann dadurch stabile Kalkulations-Kurse für den Zeitraum von zwei bis drei Monaten gewährleisten. Finanzinstrumente zur Zinssicherung werden nicht eingesetzt.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Die TREKSTOR GmbH hält 100% an der Firma TK-Trade s.r.l. in Florenz, Italien. Aufgabe der TK-Trade s.r.l. ist es, die Interessen der TREKSTOR GmbH im italienischen Markt wahrzunehmen. Die primären Aufgabenbereiche liegen in der Betreuung der Kunden, der Gewinnung von Aufträgen, der Sicherstellung der Warenlieferung an die Kunden und der Erbringung eines Reparatur-Services vor Ort. Die Gesellschaft betreibt seit 2018 ein eigenes Handelsgeschäft, exklusiv mit TREKSTOR-Produkten, welche bei uns eingekauft werden.

 

Bensheim, 30. April 2019

TrekStor GmbH

Shimon Szmigiel, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Anlagevermögen 8.280.095,13 1.489.312,78
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 181.942,80 275.888,78
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.388,88 58.055,54
2. geleistete Anzahlungen 155.553,92 217.833,24
II. Sachanlagen 80.394,50 42.735,27
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 80.394,50 42.735,27
III. Finanzanlagen 8.017.757,83 1.170.688,73
1. Beteiligungen 8.017.757,83 1.170.688,73
B. Umlaufvermögen 26.040.115,96 24.095.890,77
I. Vorräte 15.759.424,77 5.208.512,23
1. fertige Erzeugnisse und Waren 13.675.197,93 5.074.758,39
2. geleistete Anzahlungen 2.084.226,84 133.753,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.526.751,20 17.954.609,56
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.349.666,15 14.679.043,72
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 86.122,58 517.739,14
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 190.406,50 29.187,77
4. sonstige Vermögensgegenstände 2.900.555,97 2.728.638,93
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 30.001,00 25.000,99
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 753.939,99 932.768,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 110.281,21 7.010,97
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 7.287.039,42 6.260.089,59
Bilanzsumme, Summe Aktiva 41.717.531,72 31.852.304,11

Passiva

   
  31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Verlustvortrag 6.285.089,59 7.486.062,46
III. Jahresfehlbetrag 1.026.949,83 -1.200.972,87
IV. nicht gedeckter Fehlbetrag 7.287.039,42 6.260.089,59
B. Rückstellungen 6.112.342,72 6.260.686,72
1. Steuerrückstellungen 75.000,00 75.000,00
2. sonstige Rückstellungen 6.037.342,72 6.185.686,72
C. Verbindlichkeiten 35.605.189,00 25.591.617,39
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17.794.527,67 11.733.296,60
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 17.794.527,67 11.733.296,60
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 44.222,59 10.477.725,05
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 44.222,59 10.477.725,05
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 13.434.032,22 59.123,00
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 75.230,00 59.123,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 13.358.802,22 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 4.332.406,52 3.321.472,74
davon aus Steuern 516.499,33 1.665.848,64
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.896.573,19 2.035.425,52
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.435.833,33 1.286.047,22
Bilanzsumme, Summe Passiva 41.717.531,72 31.852.304,11

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1.1.2017 - 31.12.2017
EUR
1. Umsatzerlöse 34.690.120,58 45.590.103,77
2. sonstige betriebliche Erträge 13.179.324,77 5.940.916,15
davon Erträge aus Währungsumrechnung 332.645,24 1.097.989,12
3. Materialaufwand 29.007.057,83 36.392.775,88
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 28.862.509,55 36.184.304,04
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 144.548,28 208.471,84
4. Personalaufwand 4.891.012,72 4.876.559,89
a) Löhne und Gehälter 4.213.006,65 4.227.284,52
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 678.006,07 649.275,37
5. Abschreibungen 6.651.205,08 159.284,17
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 167.196,99 159.284,17
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 6.484.008,09 0,00
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.781.448,77 8.352.616,83
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 520.315,72 521.920,97
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,01 0,99
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 564.582,18 472.875,27
davon an verbundene Unternehmen 281.016,78 276.880,39
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 0,00 75.000,00
10. Ergebnis nach Steuern -1.025.861,22 1.201.908,87
11. sonstige Steuern 1.088,61 936,00
12. Jahresfehlbetrag 1.026.949,83 -1.200.972,87

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der "TrekStor GmbH" wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. Eine insolvenzrechtliche Überschuldung liegt nicht vor, da in den Bilanzposten stille Reserven enthalten sind und die Liquidität durch mittelbare und unmittelbare Geselschafterfinanzierung sichergestellt ist. Dementsprechend wurde der Abschluss unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going-Conern) aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: TrekStor GmbH

Firmensitz laut Registergericht: Bensheim

Registereintrag: Handelsregister

Registergericht: Darmstadt

Register-Nr.: HRB 88358

Angabe und Begründung der gegenüber dem Vorjahr abweichenden Form der Darstellung

Die Form des Jahresabschlusses ist gegenüber dem Vorjahr geändert. Für den Darstellungswechsel sind folgende Gründe anzuführen:

Die gleichwertige Zugehörigkeit eines Bilanzpostens zu einem anderen Bilanzposten liegt im Vergleich zur Darstellung des Vorjahres in der aktuellen Berichtsperiode nicht mehr eindeutig vor. Der Eigenart nach und im Interesse an einem den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Unternehmenslage wird der im Vorjahr an anderer Stelle ausgewiesene Bilanzposten bei einem in der aktuellen Berichtsperiode vorrangig zuzuordnenden anderen Bilanzposten ausgewiesen.

Die Änderung betrifft folgende Sachverhalte:

Debitorische Kreditoren in Höhe von 1.224.739,36 Euro werden in der aktuellen Berichtsperiode unter den geleisteten Anzahlungen ausgewiesen.

Ausweis der nach § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB zusammengefassten Posten

Zur Vergrößerung der Klarheit der Darstellung wurden in der Bilanz einzelne Posten des Gliederungsschemas in § 266 HGB zusammengefasst.

Die folgende Aufstellung entspricht in ihrer Reihenfolge dem Postenaufbau des gesetzlich vorgeschriebenen Gliederungsschemas.

Forderungen gegenüber der Factoring Gesellschaft aus der Abtretung von Forderungen werden unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angesetzt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die liquiden Mittel werden zum Nennwert ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Für die von der Gesellschaft vertriebenen Produkte erhebt die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (nachfolgend ZPÜ)nach den §§ 54 ff. UrhG den Anspruch, dass über die in Deutschland veräußerten Mengen Auskunft zu erteilen ist und dass die Gesellschaft je nach Produkttyp eine Vergütung an die ZPÜ zu zahlen hat. Am 01.12.2015 haben sich die ZPÜ mit dem Digitalverband erstmals über die Höhe der Vergütungen für Mobiltelefone und Tablets geeinigt. Dieser Vereinbarung hat sich die Gesellschaft nicht angeschlossen. Die Gültigkeit der einzelnen Tarife wird allerdings in einem dafür vorgesehenen Verfahren vor der Schiedsstelle des Deutschen Patent- und Markenamts sowie nachfolgend auch in gerichtlichen Verfahren rechtlich von der Gesellschaft angezweifelt. Die Trekstor GmbH hat auf Grundlage der bisher bekannten Tarife Rückstellungen für zu zahlende Geräteabgaben gebildet. Die Rückstellungen wurden zum Bilanzstichtag in Höhe von 3.293 TEUR (im Vorjahr: 3.079 TEUR) gebildet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 30.001,00 (Vorjahr: Euro 25.000,99) und ist im Posten Sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Debitorische Kreditoren wurden als sonstige Vermögensgegenstände erfasst.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Art der Rückstellung 31.12.2018
Euro
31.12.2017
Euro
Rückstellung für Personal 144.783,58 147.300,00
Rückstellung für Lizenzen und Urheberrechte 3.692.647,89 3.643.975,72
Drohverlustrückstellung 725.217,40 655.400,00
Garantie- und Gewährleistungsrückstellung 828.222,64 945.000,00
Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten 581.887,18 746.511,00
Rückstellung für Abschluss und Prüfung 35.000,00 30.000,00
Rückstellung für Vertreterprovisionen 29.584,03 17.500,00
Gesamt 6.037.342,72 6.185.686,72

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

Restlaufzeiten < 1 Jahr
EUR
>1 Jahr
EUR
>5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17.794.527,67 0,00 0,00
(im Vorjahr) 11.733.296,60 0,00 0,00
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 44.222,59 0,00 0,00
(im Vorjahr) 6.852.469,89 3.625.255,16 0,00
Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen, mit denen ein      
Beteiligungsverhältnis besteht 75.230,00 564.300,00 12.794.502,00
(im Vorjahr) 59.123,00 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 1.896.573,19 2.435.833,33 0,00
(im Vorjahr) 3.321.472,74 0,00 0,00
davon aus Steuern 516.499,33 0,00 0,00
(davon aus Steuern im Vorjahr) 1.665.848,64 0,00 0,00
Gesamt 19.810.553,45 3.000.133,33 12.794.502,00
(Gesamt im Vorjahr) 21.966.362,23 3.625.255,16 0,00

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden ausschließlich mit Waren der Unterhaltungselektronik und Speichermedien im IT - Bereich erzielt.

Umsatzerlöse nach geographischen Merkmalen 31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
Inland 29.997.226,51 36.331.869,72
Ausland - EU 3.259.408,97 5.450.702,56
Ausland - Drittländer 2.794.358,21 5.120.019,12
Zwischensumme 36.050.993,69 46.902.591,40
Erlösschmälerungen -1.360.873,11 -1.312.487,63
Gesamt 34.690.120,58 45.590.103,77

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Bei den Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich in Betrag und Art im Einzelnen um:

31.12.2018 31.12.2017
- Erträge aus der Währungsumrechnung 333 TEUR 1.098 TEUR
- Erträge aus der Herabsetzung von Verbindlichkeiten 8.767 TEUR 0 TEUR
- Erträge aus Zuschüssen für Werbemaßnahmen 3.296 TEUR 3.414 TEUR

Bei den Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich in Betrag und Art im Einzelnen um:

31.12.2018 31.12.2017
- Abschreibungen auf Umlaufvermögen (Forderungen, Vorräte) 6.484 TEUR 0 TEUR
- Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 520 TEUR 522 TEUR
- Aufwendungen für Werbekostenzuschüsse 3.196 TEUR 2.760 TEUR
- Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten 202 TEUR 458 TEUR

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter   50,00
Angestellte   24,00
leitende Angestellte   10,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 84,00  

Haftungsverhältnisse und Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Jährliche Zahlungsverpflichtungen bestehen am Abschlussstichtag wie folgt:

a). Leasingverpflichtungen für Mobilien in Höhe von EUR 10.240,00 mit Laufzeiten bis längstens 2020;

b). Mietvertrag für eine Büro- und Gewerbeimmobilie in Höhe von jährlich EUR 144.000,00 mit unbefristeter Laufzeit

c). Verpflichtungen aus Service - und Wartungsverträgen in jährlicher Höhe von EUR 35.000,00.

Außerbilanzielle Geschäfte (Factoring)

Die fälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für bestimmte Kunden/Kundengruppen wurden im Geschäftsjahr an ein Factoringunternehmen abgetreten. Zielsetzung der Vereinbarung ist die Vereinfachung des Forderungsmanagements. Die Vorteile bestehen in einem Liquiditätsgewinn, der Risikoabsicherung und Arbeitsentlastung. Nachteilig wirken hier die Aufwendungen mit jährlich rund 350.000,00 EUR.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Shimon Szmigiel ausgeübter Beruf: Kaufmann

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis
Euro
Eigenkapital
Euro
WTOMAR GmbH, Bensheim, Deutschland 100,00% 7.702.523,43 11.559.767,63
Tk-Trade S.r.l., Sesto Fiorentino / Italien 100,00% 16.075,00 52.705,00

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt &IND& Euro und gliedert sich wie folgt:

Honorar des Abschlussprüfers Euro
a) Abschlussprüfungsleistungen 24.700,00
b) andere Bestätigungsleistungen 0,00
c) Steuerberatungsleistung 4.200,00
d) sonstige Leistungen 0,00

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Die Gesellschaft erhielt zum 15.10.2018 ein Darlehen in Höhe von 12.000 TEUR von der WTOMAR GmbH.

Zur Sicherung der zukünftigen Zahlungsfähigkeit und des Fortbestandes der Gesellschaft ist die Gesellschaft auch weiterhin auf die finanzielle Unterstützung der mittelbaren und unmittelbaren Gesellschafter angewiesen. Die finanzielle Unterstützung wird durch die Gesellschafterin in erforderlichem umfang erfolgen, damit ist derzeit die Zahlungsfähigkeit gesichert und der Fortbestand der Gesellschaft nicht gefährdet.

Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag beträgt Euro 1.026.949,83.

Auf neue Rechnung werden Euro 1.026.949,83 vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Bensheim, den 30. April 2019

Shimon Szmigiel, Geschäftsführer

Anlagespiegelzum 31. Dezember 2018

KUMMULIERTE ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2018
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE        
1. Entgeldlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.055,54 0,00 0,00 58.055,54
2. geleistete Anzahlungen 217.833,24 47.521,76 0,00 265.355,00
  275.888,78 47.521,76 0,00 323.410,54
II. SACHANLAGEN        
1. Andere Anlagen, Betriebs- und 42.735,27 63.388,48 0,00 106.123,75
Geschäftsausstattung 42.735,27 63.388,48 0,00 106.123,75
III. FINANZANLAGEN        
1. Beteiligungen 1.170.688,73 6.847.069,10 0,00 8.017.757,83
  1.170.688,73 6.847.069,10 0,00 8.017.757,83
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 1.489.312,78 6.957.979,34 0,00 8.447.292,12
ABSCHREIBUNGEN
01.01.2018
EUR
Zuführungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2018
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE        
1. Entgeldlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 40.707,43 31.666,66 0,00 72.374,09
2. geleistete Anzahlungen 105.183,43 109.801,08 0,00 214.984,51
  145.890,86 141.467,74 0,00 287.358,60
II. SACHANLAGEN        
1. Andere Anlagen, Betriebs- und 99.029,39 25.729,25 0,00 124.758,64
Geschäftsausstattung 99.029,39 25.729,25 0,00 124.758,64
III. FINANZANLAGEN        
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 244.920,25 167.196,99 0,00 412.117,24
Buchwerte
31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE    
1. Entgeldlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.388,88 58.055,54
2. geleistete Anzahlungen 155.553,92 217.833,24
  181.942,80 275.888,78
II. SACHANLAGEN    
1. Andere Anlagen, Betriebs- und 80.394,50 42.735,27
Geschäftsausstattung 80.394,50 42.735,27
III. FINANZANLAGEN    
1. Beteiligungen 8.017.757,83 1.170.688,73
  8.017.757,83 1.170.688,73
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 8.280.095,13 1.489.312,78

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 21.05.2019 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TrekStor GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TrekStor GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TrekStor GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Ausführungen im Anhang sowie die Angaben im Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft neben der buchmäßigen Überschuldung in einer angespannten Liquiditätssituation befindet und weiterhin auf die finanzielle Unterstützung der Gesellschafter angewiesen ist. Wie im Anhang und im Lagebericht dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe im Anhang sowie die Angaben im Rahmen der Risikoberichterstattung des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass ein bedeutender Urheberrechtsstreit anhängig ist, dessen Ausgang in finanzieller Hinsicht für das Unternehmen trotz entsprechender Rückstellungen im Jahresabschluss existenzbedrohend sein kann. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 14. Mai 2019

BKB Bayer, Kwasny, Brauer, Deutsch + Co. GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Peter Bayer, Wirtschaftsprüfer

Thorsten Hans, Wirtschaftsprüfer

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