CR Shortsea GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus Assfalg seit 11.7.2023 | Prokura |
Karsten Rettschlag seit 2.9.2022 | Prokura |
Christine Rehse seit 30.12.2014 | Geschäftsführer |
Ralf Hoberg seit 5.8.2010 | Geschäftsführer |
Frank Rehse seit 9.5.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 26.67% | |
| 20.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rademacher Transportgesellschaft mbHOlpe-RhodeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Rademacher Transportgesellschaft mbH hat ihren Sitz in Olpe und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Siegen (HRB 6779). Die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und der Anhang sind nach den Vorschriften des Dritten Buches HGB (§§ 238 ff. HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften aufgestellt worden. Zudem waren die Vorschriften des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die nachstehend erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. Nennwerten angesetzt. Abnutzbare Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden planmäßig abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen berücksichtigen den technischen und wirtschaftlichen Werteverzehr. Ihnen liegt grundsätzlich die lineare Methode zugrunde. Geschäftsbauten werden über eine Nutzungsdauer zwischen 25-33 Jahren abgeschrieben. Die den Abschreibungen zugrunde liegenden Nutzungsdauern für die übrigen materiellen und immateriellen Vermögensgegenstände betragen 3-20 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 800,00 EUR wurden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung von Wertpapieren des Anlagevermögens erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten nach dem Durchschnittskostenverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Der Bestand an Forderungen und die Nachweise der übrigen Vermögens- und Schuldposten ergeben sich aus den Debitoren- und Kreditorenlisten, Kassenprotokollen, Tagesauszügen, Konten der Finanzbuchführung und sonstigen Unterlagen der Gesellschaft. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte - unter besonderer Beachtung des Niederstwertprinzips - zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu Kurs- oder Nennwerten. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind angemessene Pauschalwertberichtigungen gebildet worden. Für zweifelhafte Forderungen wurde eine entsprechende Einzelwertberichtigung vorgenommen. Wertpapiere Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden unter besonderer Beachtung des strengen Nie- derstwertprinzips zu Anschaffung- oder Herstellungskosten bzw. bei einem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Stichtag außerplanmäßig auf den beizulegenden niedrigeren Zeitwert am Abschlussstichtag abgeschrieben. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden im Wesentlichen geleistete Kraftfahrzeugsteuern, Versicherungszahlungen, Wartungsverträge und Leasingsonderzahlungen abgegrenzt, soweit sie Aufwendungen für zukünftige Perioden darstellen. Angabe der Grundlagen für die Umrechnung in Euro Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden stets gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Barwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,78 % angesetzt (Vorjahr: 1,87 %). Aus der Abzinsung der Rückstellung von Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 15). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Annahmen hinsichtlich Lohn- und Gehaltsteigerungen sowie ein Fluktuationsabschlag waren nicht zu berücksichtigen, da die einzelvertraglichen Zusagen hierzu keine Regelungen enthalten und der Versorgungsfall bereits eingetreten ist. Andere Rückstellungen Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung der jeweiligen Risiken und möglichen Verpflichtungen erforderlich sein wird. Die Steuerrückstellungen wurden unter Berücksichtigung der geleisteten Vorauszahlungen in Höhe der erwarteten Nachzahlungen gebildet. Die Bewertung erfolgte jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt, sofern ausreichende Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden geleistete Zahlungen abgegrenzt, soweit sie Erträge für zukünftige Perioden darstellen. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen werden. Abweichende Bilanzansätze bei Grundstücken, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken, technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie die abweichende Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen führen zu passiven latenten Steuern von TEUR 178 (Vorjahr TEUR 20). Abweichungen bei den Bilanzpositionen Pensionsrückstellungen, sonstige Rückstellungen und Wertpapiere des Umlaufvermögens führen zu aktiven latenten Steuern von TEUR 25 (Vorjahr TEUR 35), die verrechnet wurden. Am Bilanzstichtag ergab sich ein Passivüberhang. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf der Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag und beträgt 29,14 %. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Der Anlagespiegel ist als Anlage A zum Anhang im Bericht aufgeführt. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr belaufen sich auf TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 0). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen in Höhe von TEUR 453 (Vorjahr: TEUR 1.408), die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Sie betreffen im Wesentlichen Ansprüche der Gesellschaft auf die Erstattung von Ertragssteuern sowie anzurechnende Vorsteuerbeträge. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen Die Pensionsverpflichtungen bestehen nur gegenüber ehemaligen Gesellschafter- Geschäftsführern. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Urlaubsrückstellungen in Höhe von TEUR 159, Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 25, Aufbewahrungsrückstellungen in Höhe von TEUR 22, Instandhaltungsrückstellungen in Höhe von TEUR 5, Rückstellungen für Abschlusskosten in Höhe von TEUR 69, Palettenrückstellungen in Höhe von TEUR 2.258 sowie Rückstellungen für fehlende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 1.680. Verbindlichkeitenspiegel für das Geschäftsjahr 2022 Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Passive Rechnungsabgrenzungsposten (PRAP) Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden geleistete Zahlungen abgegrenzt, soweit sie Erträge für zukünftige Perioden darstellen. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft hat sich gegenüber allen Tochtergesellschaften bereit erklärt, entsprechend § 264 Abs. 3 Nr. 2 HGB für die von den Tochterunternehmen bis zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2022 eingegangenen Verpflichtungen im folgenden Jahr einzustehen. Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der Verbindlichkeiten aus Haftungsverhältnissen schätzen wir aufgrund der guten finanziellen Ausstattung und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB). Aufgliederung Umsätze
Die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 2 HGB wird in Anspruch genommen. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für erhaltene Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 604 (Vorjahr: TEUR 37) enthalten. Sie beinhalten auch Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 542). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 325 (Vorjahr: TEUR 5). Darüber hinaus sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 8) enthalten. Sonstige Angaben Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind Zu den Auswirkungen von Russlands Krieg gegen die Ukraine verweisen wir auf die Berichterstattung im Lagebericht. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Angabe zum Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 13. Anteile an verbundenen Unternehmen Es bestehen Beteiligungen an nachstehenden Tochtergesellschaften:
Die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB wird in Anspruch genommen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 1,8 Mio. EUR; davon sind 626 TEUR in 2023 fällig. Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen mit einer Laufzeit von über 5 Jahren beträgt TEUR 0. Angaben zur Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer Die Anzahl der Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr 2022 (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) im Durchschnitt:
Die Berechnung erfolgte gem. § 267 (5) HGB (Summe der am Ende eines jeden Quartals beschäftigten Arbeitnehmer geteilt durch vier). Angabe der Mitglieder der Geschäftsführung Geschäftsführer sind: Frau Kauffrau Christine Rehse, Olpe Herr Dipl.-Ing. Frank Rehse, Olpe Herr Speditionskaufmann Ralf Hoberg, Olpe Konzernabschluss Die Rademacher Transportgesellschaft mbH mit Sitz in 57462 Olpe, die Mutterunternehmen eines Konzerns im Sinne des § 290ff. HGB ist, stellt keinen Konzernabschluss auf. Die beiden nicht operativen Tochterunternehmen brauchen in den Konzernabschluss nicht einbezogen werden, da sie für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung sind. Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns
zur Verfügung steht. Wir schlagen vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Olpe, den 06. Mai 2024 Rademacher Transportgesellschaft mbH Geschäftsführung gez. Christine Rehse gez. Frank Rehse gez. Ralf Hoberg Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 17. Mai 2024 festgestellt. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2022
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022der Rademacher Transportgesellschaft mbHI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Wir sind im Spedition-Güterfernverkehr, der Erbringung logistischer Dienstleistungen und Lagerverwaltung tätig. Zu unseren Kunden zählen bedeutende Automobilunternehmen, Fruchtsaftproduzenten, Einzelhandelsketten und Marktführer. 2. Forschung und Entwicklung Eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung wird nicht unterhalten. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % gegenüber dem Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wachstum 2,0 %. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie, war das BIP preisbereinigt um 0,7 % höher. Die deutsche Wirtschaft hat sich damit weiter vom tiefen Einbruch im ersten Corona-Krisenjahr erholt. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 vor allem geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine, zu denen extreme Energiepreiserhöhungen zählten. Hinzu kamen dadurch verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise für weitere Güter wie beispielsweise Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Frühjahr 2022 wurden fast alle Corona-Schutzmaßnahmen aufgehoben. Dies trug zunächst zur Erholung der deutschen Wirtschaft bei. Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine Ende Februar und den in der Folge extrem steigenden Energiepreisen wurde der Aufschwung gebremst. Lieferengpässe und stark anziehende Einfuhr- und Erzeugerpreise erschwerten die Lage weiter. Die Inflationsrate stieg so hoch wie noch nie seit der deutschen Vereinigung. In der Folge kam die konjunkturelle Erholung Deutschlands ins Stocken (Quelle Statistisches Bundesamt). Den Straßengüterverkehr mit deutschen Lastkraftfahrzeugen kennzeichneten im Jahr 2022 Leistungsrückgänge im Binnenverkehr und im grenzüberschreitenden Verkehr. Sowohl der gewerbliche Verkehr als auch der Werkverkehr entwickelten sich insgesamt schwächer als im Jahre 2021. Rückgänge zeigten sich u.a. bei Beförderungen von Baumaterialien, Nahrungs- und Genussmitteln, Metallerzeugnissen, chemischen Erzeugnissen und Fahrzeugen. Anhaltende Friktionen in den globalen Lieferketten, die sich infolge des Ukraine-Krieges in Teilbereichen zeitweise verstärkten, führten im Jahre 2022 weiterhin zu teils erheblichen Verfügbarkeitsproblemen bei Fahrzeug- und Aufbauherstellern und beeinträchtigten auch die Lkw-Neuzulassungen in Deutschland, die im Vorjahresvergleich leicht abnahmen. Die Umsätze im Wirtschaftszweig "Güterbeförderung im Straßengüterverkehr, Umzugstransporte" stiegen im Jahr 2022 um rund 13,5 %, im Wirtschaftszweig "Sonstige Dienstleistungen für den Verkehr" um rund 16,3 %. Maßgeblich war der hohe Anstieg der Frachtraten, der durch teils sehr hohe Kostensteigerungen bei Dieselkraftstoff, Energie, weiteren Betriebsmitteln, Löhnen und Gehältern sowie eine Verknappung des Laderaumangebots im Frühjahr und Sommer 2022 im Zuge des Ukraine-Krieges befördert wurde. Trotz weitverbreiteter Akzeptanz der verladenden Wirtschaft waren Entgeltsteigerungen nach Unternehmensangaben nicht in allen Fällen ausreichend, um die hohen Kostensteigerungen vollständig zu kompensieren (Quelle Bundesamt für Logistik und Mobilität). 2. Geschäftsverlauf Die Umsatzerlöse der Rademacher Transportgesellschaft mbH sind gegenüber dem Vorjahr um 11,0 % auf 105,7 Mio. EUR (Vorjahr: 95,2 Mio. EUR) gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um 10,1 % bzw. 148 TEUR erhöht. Der Einsatz von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen stieg um 12,1 % bzw. 607 TEUR, die Inanspruchnahme von Fremdleistungen um 8,2 % bzw. 5,8 Mio. EUR. Das Rohergebnis stieg somit um 20,6 % bzw. 4,2 Mio. EUR auf insgesamt 24,4 Mio. EUR. Die Personalkosten sind gegenüber dem Vorjahr um 21,9 %, die Abschreibungen um 14,3 % und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 21,0 % gestiegen. Die Gesamtkosten sind somit im Berichtszeitraum um 20,8 % höher ausgefallen. Das Betriebsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Mio. EUR erhöht. 3. Lage Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft. a) Ertragslage Unsere Ergebnisquellen stellen die Leistungen im Güterfernverkehr und die Erbringung logistischer Dienstleistungen und Lagerverwaltung dar. Die Gesellschaft erzielte im Jahre 2022 einen Jahresüberschuss von 4.583 TEUR (Vorjahr 3.877 TEUR). Den gestiegenen Umsatzerlösen in Höhe von + 11,0 % steht ein gestiegener Einsatz von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in Höhe von + 12,1 % und eine gestiegene Inanspruchnahme von Fremdleistungen in Höhe von + 8,2 % gegenüber. Unter Berücksichtigung der gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge konnte ein um 4,2 Mio. EUR (+ 20,6 %) gestiegenes Rohergebnis erzielt werden. Die Gesamtkosten sind um 3,09 Mio. EUR (+ 20,8 %) gestiegen. Die wesentlichen Kostensteigerungen ergaben sich bei den Personalkosten mit 1,78 Mio. EUR (+ 21,9 %), Abschreibungen mit 230 TEUR (+ 14,3 %), Aufwendungen aus Währungsumrechnungen mit 320 TEUR, Aufwendungen für Paletten mit 194 TEUR (+ 279,0 %) sowie Verlusten aus Anlageverkäufen in Höhe von 737 TEUR, während sich die Verluste aus Schadensfällen um 330 TEUR (./. 57,9 %) vermindert haben. b) Finanzlage Das Finanzmanagement der Rademacher Transportgesellschaft mbH umfasst das Management von Kapitalstrukturen, Cash- und Liquiditätsstrukturen, Pensionsrisiken sowie Forderungsrisiken. Die Firma verfügt über ausreichend finanzielle Mittel, um ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. Der Cashflow war auch im Berichtsjahr mit 6,42 Mio. EUR (Vorjahr: 5,49 Mio. EUR) deutlich positiv. Die Finanzierung des gestiegenen Geschäftsvolumens konnte vollständig aus Eigenmitteln erfolgen. Die liquiden Mittel belaufen sich auf 40,57 % (Vorjahr: 43,57 %) der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 10,05 % (Vorjahr: 10,74 %) der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen belaufen sich auf insgesamt 3,99 Mio. EUR und wurden aus Eigenmitteln bestritten. c) Vermögenslage Das Gesamtvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 694 TEUR vermindert. Das Anlagevermögen ist um 245 TEUR gestiegen, während sich das Umlaufvermögen um 956 TEUR vermindert hat. Die Struktur des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens hat sich somit zugunsten des Anlagevermögens um 0,65 % verändert. Das Eigenkapital hat sich um den Jahresüberschuss in Höhe von 4,58 Mio. EUR erhöht. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 61,76 % (Vorjahr: 55,59 %). Die Verbindlichkeiten, Rückstellungen und passiven Rechnungsabgrenzungsposten haben sich gegenüber dem Vorjahr um 4,67 Mio. EUR reduziert. Das Fremdkapital gliedert sich in lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten und ist durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und flüssige Mittel abgedeckt. Die Pensionsrückstellungen betragen 0,42 % (Vorjahr: 0,61 %) der Bilanzsumme. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrendite und Cashflow heran. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem Jahresüberschuss im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den Cashflow aus der Summe aus Jahresergebnis und Abschreibungen. Die Umsatzrendite hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,26 % Punkte erhöht und beträgt im Geschäftsjahr 4,33 %. Der Cashflow beträgt 6,42 Mio. EUR und ist damit um 936 TEUR höher als im Vorjahr. Der Unternehmenswert der Rademacher Transportgesellschaft mbH wird außer von finanziellen auch von nichtfinanziellen Einflussfaktoren bestimmt. Sie betreffen die Beziehungen des Unternehmens zu Kunden und Mitarbeitern und Umweltbelange. Die Ziele der Rademacher Transportgesellschaft mbH lassen sich nur erreichen, wenn die Rademacher Transportgesellschaft mbH als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber an allen Standorten dauerhaft kompetente und engagierte Mitarbeiter an sich binden kann und Lösungen entwickelt, die auch künftig in besonderem Maße Kunden- und Umweltanforderungen gerecht werden, den Kundennutzen durch Serviceangebote nachhaltig steigert und Prozesse so gestaltet, dass Ressourcen geschont und Emissionen so weit wie möglich vermieden werden. 5. Gesamtaussage Die strategischen Ziele wurden im Wesentlichen erreicht. Die Prognosen des Vorjahres stimmen mit der wirtschaftlichen Entwicklung überein. III. Prognosebericht Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik zu erwarten. Unsere Marktposition betrachten wir nach mehr als 25-jähriger erfolgreicher Geschäftstätigkeit als gefestigt. Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv. Im Jahre 2023 ist der Umsatz um 8 % und die sonstigen betrieblichen Erträge um 65 % gesunken. Der Einsatz von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen hat sich um 2 %, die Inanspruchnahme von Fremdleistungen um 10 % vermindert. Das Rohergebnis ist somit um 9 % gesunken. Durch die Verminderung der Gesamtkosten um 25 % ist von einem um 37 % gestiegenen Betriebsergebnis gegenüber dem Jahr 2022 auszugehen. Die Umsatzrendite wird rund 6,4 %, der Cashflow rund 8 Mio. EUR betragen. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren finanziellen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Gesamtwirtschaftliche Risiken Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2022 trotz schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen mit anhaltender Corona-Pandemie, dem Krieg in der Ukraine, steigenden Preisen, Friktionen in den globalen Lieferketten und Lieferengpässen bei bestimmten Waren, Bauteilen und Rohstoffen, die sich auf zahlreiche Branchen auswirkten, gewachsen. Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen haben maßgebliche Auswirkungen für das Unternehmen. Eine Konjunktureintrübung könnte die Nachfrage nach Investitions- und Konsumgütern und letztlich nach Transport- und Logistikdienstleistungen deutlich schwächen. Damit bestehen unmittelbar und mittelbar ökonomisch bedingte Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Rademacher Transportgesellschaft mbH. Darüber hinaus ergeben sich direkte und indirekte Auswirkungen durch wirtschaftliche Risiken der Kunden. Sollte sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verändern, müssen beispielsweise Kapazitätsanpassungen vorgenommen werden. Es besteht das Risiko, dass diese Anpassungen nur zeitverzögert möglich sind. Umsatzrückgänge und Kostensteigerungen hätten negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zur Folge. Branchenspezifische Risiken Die Logistikbranche ist im großen Maße abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Negative wirtschaftliche Entwicklungen könnten somit zu einer Reduzierung der Nachfrage nach Logistikdienstleistungen führen. Für einen Teil der Transportdienstleistungen setzt die Rademacher Transportgesellschaft mbH Subunternehmer ein, um die vereinbarten Leistungen zu erbringen. Der Einkauf erfolgt entweder zu längerfristig festgelegten Preisen und Rahmenvereinbarungen oder durch Einzelbeauftragungen (Spotmarkt). Eine Nichtverfügbarkeit ausreichender Transportkapazitäten bzw. unerwartete Kapazitätsengpässe können zu Preissteigerungen im Beschaffungsbereich führen. Im Bereich der Transportdienstleistungen übersteigt die Nachfrage nach Berufskraftfahrern zunehmend das Angebot an diesen. Der Fahrermangel wird auf eine Reihe von Faktoren zurückgeführt, darunter das gestiegene Frachtaufkommen und die demografische Entwicklung in der Gruppe der Berufskraftfahrer. Im Zusammenhang mit dem Erbringen von Transportdienstleistungen besteht ein Risiko aus der Veränderung von Treibstoffpreisen (insbesondere Diesel). Weitere branchenspezifische Risiken ergeben sich aus der Einführung oder Erhöhung von transportbezogenen Abgaben (z.B. Maut), der CO 2 -Bepreisung im Rahmen der Einführung eines nationalen Emissionshandelssystems und Steuern. Diese Kostenbelastungen haben - wenn sie nicht vollständig weitergegeben werden können - negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. In der Lagerlogistik bestehen Risiken durch die Anmietung von Immobilien, insbesondere im Bereich der Mietpreisentwicklung und der Flächenverfügbarkeit in bestimmten Regionen. In der Lagerlogistik besteht zudem das Risiko, steigende Energiekosten (insbesondere Strom, Gas) nicht, oder nur teilweise über die Preise an die Kunden abrechnen zu können. Neben dem zunehmenden Fahrermangel steigt auch der Bedarf an qualifizierten Logistikkräften, ohne die die wachsende Komplexität in der Logistik kaum bewältigt werden kann. Fehlleistungen einzelner beauftragter Dienstleister, beispielsweise auf dem Gebiet der eingesetzten Unternehmer bei Transporten, der Zeitarbeit oder auf dem Gebiet der IT-Infrastruktur, können die Prozess- und Arbeitsabläufe und die Fähigkeit, Kundenzusagen zu erfüllen, negativ beeinflussen oder zusätzliche operative Kosten verursachen. Jegliche operativen Störungen oder Qualitätsprobleme, insbesondere durch Schäden, welche von Dienstleistern verursacht wurden, können die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen. Zur Risikobegrenzung werden alle Subunternehmer, Leasinggesellschaften, Zeitarbeitsfirmen und IT-Dienstleister sorgfältig ausgewählt und eingearbeitet. Außerdem bestehen zu einem Großteil der eingesetzten Dienstleister langjährige Geschäftsbeziehungen, die ein möglichst hohes Qualitätsniveau der erbrachten Dienstleistungen gewährleisten. Da Umsatzerlöse und Fremdleistungen annähernd proportional zusammenhängen, können Umsatzeinbrüche durch entsprechende Kostenreduzierungen aufgefangen werden. Kundenspezifische Risiken Eine verschlechterte Bonität von Kunden birgt entsprechende Forderungsausfallrisiken. Kundenseitige Rationalisierungsprogramme und Restrukturierungsmaßnahmen führen in vielen Fällen gegenüber den Logistikdienstleistern zu einem verschärften Kostendruck und damit verbunden zu Forderungen nach Preisreduktionen bzw. der Verweigerung notwendiger Preissteigerungen der Dienstleister. Die Folgen können auch eine Überprüfung bestehender Logistikverträge und eine steigende Zahl an Neuausschreibungen sein. Zudem können in der Vertragsgestaltung Risiken, beispielsweise Haftungs- oder Investitionsrisiken, teilweise auf die Dienstleister übertragen werden. Für die Rademacher Transportgesellschaft mbH besteht das Risiko, dass durch die Kostensensibilität der Kunden die Ertragssituation negativ beeinflusst werden kann. Ertragsorientierte Risiken Teils sehr hohe Kostensteigerungen bei Dieselkraftstoff, Energie, weiteren Betriebsmitteln, Löhnen und Gehältern führten im Jahr 2022 zu einem hohen Anstieg der Beförderungsentgelte im Straßengüterverkehr. Befördert wurde die Frachtenentwicklung zudem durch eine vorübergehende Verknappung des Angebots an Beförderungskapazitäten. So kam es im Zuge des Ukraine-Krieges im Frühjahr und Sommer 2022 auf dem deutschen Güterkraftverkehrsmarkt zu einem spürbaren Rückgang des Laderaumangebots. Dennoch waren die realisierten Entgeltsteigerungen nach Angaben von Güterkraftverkehrsunternehmen nicht in allen Fällen ausreichend, um die hohen Kostensteigerungen vollständig zu kompensieren. Die Struktur der Kunden zeigt aus Sicht der Gesellschaft keine Abhängigkeiten von Großkunden, bei deren Verlust die Gesellschaft existenziell gefährdet wäre. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Den Ausfallrisiken von Forderungen wird durch entsprechende Prüfung der Bonität der Gegenparteien und durch laufende Überwachung der Außenstände begegnet. Darüber hinaus wird Ausfallrisiken durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Die Gesellschaft hat Währungsrisiken durch entsprechende Auslandsgeschäfte. Für Haftungsrisiken bei Schadensfällen sind Versicherungen abgeschlossen, um die möglichen Folgen für das Unternehmen in Grenzen zu halten bzw. sie ganz auszuschließen. Der Umfang der Versicherungen wird laufend geprüft. Risiken durch Umweltschutz Umweltmanagement und Umweltrisikomanagement sind für Unternehmen generell entscheidende Faktoren für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Die zunehmende Sensibilisierung in der Gesellschaft hat den Umgang der Unternehmen mit Umweltrisiken verändert. Aktuelle umweltpolitische Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Rademacher Transportgesellschaft mbH werden deshalb aufmerksam verfolgt. Die Einführung eines nationalen Emissionshandelssystems mit Festpreisen für die ersten fünf Jahre hat beispielsweise negative Auswirkungen auf die Ertragslage, da die Kostenbelastungen teilweise nur zeitverzögert weitergereicht werden können. Gestiegene Anforderungen an den Umweltschutz durch den Gesetzgeber oder behördliche Auflagen führen zu erhöhten Aufwendungen. Demgegenüber ergeben sich durch den Einsatz moderner Technik Einsparungen, beispielsweise durch den Einsatz von Energieoptimierungskonzepten in Gebäuden. Des Weiteren ermöglicht der Einsatz moderner Fahrzeugeinheiten Vergünstigungen bei gesetzlichen Abgaben. Die Rademacher Transportgesellschaft mbH begegnet dem Risiko mit laufenden Investitionen in umweltfreundlichere Lastkraftwagen. Auswirkungen der COVID-19 Pandemie Die Rademacher Transportgesellschaft mbH ist insbesondere folgenden Arten von Risiken ausgesetzt:
Mit dem Übergang von der Pandemie zur endemischen Lage haben sich sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch die Auswirkungen der genannten Risiken für die Rademacher Transportgesellschaft mbH deutlich verringert Auswirkungen von Russlands Krieg gegen die Ukraine Auch auf die deutsche Wirtschaft hat der Krieg erhebliche Auswirkungen. Noch kurz vor Kriegsausbruch zu Jahresbeginn 2022 bezifferten die gängigen Konjunkturprognosen das Wirtschaftswachstum hierzulande auf ungefähr 3,5 % für das Jahr 2022 und 2,5 % für 2023. Tatsächlich legte das deutsche Bruttoinlandsprodukt in 2022 nur um 1,9 % zu, und für das Jahr 2023 ist Stagnation zu erwarten. Aufgrund des Kriegsbeginns und der erlassenen Sanktionen sind die direkten Lieferketten mit Russland und der Ukraine aber auch die Lieferketten durch Russland nach Asien zerbrochen. Als Folge sind die Preise für viele Rohstoffe, Energie, Vorprodukte und Transportdienstleistungen deutlich gestiegen. Kraftstoffpreise haben sich beispielswiese verdoppelt, der Gaspreis ist um das Dreifache angestiegen. Auch mittelfristig ist mit weiter steigenden Preisen zu rechnen. 2. Chancenbericht Nach der aktuellen gleitenden Mittelfristprognose für den Güter- und Personenverkehr werden für das Jahr 2023 in Deutschland steigende Güterverkehrsleistungen und leicht sinkende Beförderungsmengen erwartet. Für den Zeitraum von 2024 bis 2026 werden für den gesamtmodalen Güterverkehr ein jahresdurchschnittlicher Anstieg der Verkehrsleistung in Höhe von rund 2,1 % und ein durchschnittliches jährliches Mengenwachstum in Höhe von rund 1,4 % prognostiziert. Weiterhin werden zunehmend Sekundärfunktionen, wie die Logistik, aus Unternehmen der verschiedensten Branchen ausgelagert (Outsourcing). Der Trend, dass Unternehmen Geschäftsabläufe auslagern, hält trotz gegenteiliger Insourcing-Aktivitäten einzelner Unternehmen generell an. Die hohen Anforderungen des Marktes implizieren einen umfassenden Logistik-Service, den die Rademacher Transportgesellschaft mbH anbietet. Die Lagerlogistik ist Bestandteil vieler speditioneller Leistungsangebote. Bei Unternehmen, die logistische Dienstleistungen und Lagerhaltung anbieten, lassen sich häufig höhere Umsatzrenditen als bei reinen Transportunternehmen erzielen. Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Als Voraussetzung für einen nachhaltig profitablen Geschäftserfolg wird kontinuierlich an den Unternehmensstrukturen gearbeitet. Um Kosten und Kapazitäten entsprechend der Nachfrage flexibel anzupassen, werden die bestehenden Strukturen effizient gestaltet. Im Fokus der Marktchancen steht die Erschließung von neuen Absatzpotenzialen durch Neukundengewinnung und den Ausbau bestehender Kundenbeziehungen. 3. Gesamtaussage Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Die Gesamtrisikosituation hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Zu den Risiken der Rademacher Transportgesellschaft mbH gehören zum einen die nicht von der Gesellschaft unmittelbar beeinflussbaren Faktoren - beispielsweise geopolitische Risiken wie die weitere Entwicklung des militärischen Konflikts in der Ukraine, die Stabilität und die Kosten der Energieversorgung, die allgemeine Entwicklung der nationalen und internationalen Wirtschaftslage - die regelmäßig beobachtet werden. Zum anderen gehören dazu die von der Rademacher Transportgesellschaft mbH unmittelbar beeinflussbaren, zumeist operativen Risiken, die frühzeitig bewertet werden und gegen die, falls notwendig, Maßnahmen eingeleitet werden. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Nicht von der Gesellschaft beeinflussbare Risikofaktoren sind beispielsweise geopolitische Risiken wie die weitere Entwicklung des Krieges Russlands gegen die Ukraine und die allgemeine Entwicklung der nationalen und internationalen Wirtschaftslage. Auswirkungen des weiteren Kriegsverlaufs und die allgemeine Entwicklung können zu Beeinträchtigungen der künftigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens führen. Organisatorisch hat die Rademacher Transportgesellschaft mbH Voraussetzungen geschaffen, um frühzeitig über mögliche Risikosituationen informiert zu sein und um entsprechende Steuerungsmaßnahmen ergreifen zu können. Aus heutiger Sicht ist der Bestand des Unternehmens nicht gefährdet. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Investmentfondsanteile. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind nur in geringem Umfang zu verzeichnen. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Die Gesellschaft finanziert sich durch Eigenmittel. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Sofern bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. VI.Bericht über Zweigniederlassungen Die Gesellschaft verfügt über nachstehende Zweigniederlassungen: In der Teufelsküche 12, 39359 Calvörde In dem Anwesen Mercedes-Benz Werk Sindelfingen, Gebäude 40
Olpe, den 06. Mai 2024 Rademacher Transportgesellschaft mbH gez. Christine Rehse gez. Frank Rehse gez. Ralf Hoberg BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Rademacher Transportgesellschaft mbH, Olpe Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Rademacher Transportgesellschaft mbH, Olpe, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rademacher Transportgesellschaft mbH, Olpe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Olpe, 16. Mai 2024 HFB
GmbH
Bergmann, Wirtschaftsprüfer |
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