Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 98214
Vorher
OS & WE Ost West Handelszentrum GmbH
Eingetragen
18.12.2013
Branche
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen
Gegenstand
Handel und Im- und Export von Warten aller Art, der Erwerb von Immobilien und Grundstücken, die Vermietung und Verpachtung, die Bewirtschaftung, die Verwaltung und die Verwertung des eigenen Vermögens.

Historie

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Management

NameRolle
Ahmet Celik
seit 15.7.2024
Prokura
Avni Celik
seit 15.7.2024
Prokura
Mesut Arpaci
seit 3.11.2018
Geschäftsführer
Mahmut Celik
seit 3.11.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
SERVET GAYRIMENKUL YATIRIM ORTAKLIGI ANONIM SIRKETITUR
94.00%
HA ULUSLARARASI YATIRIM GAYRIMENKUL INSAAT ENERJI ORTAKLIGI A. S. (ANONIM SIRKETI)TUR
6.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

SERVET GAYRIMENKUL YATIRIM ORTAKLIGI ANONIM SIRKETI
Turkey
1.880.000 €
94.00%
HA ULUSLARARASI YATIRIM GAYRIMENKUL INSAAT ENERJI ORTAKLIGI A. S. (ANONIM SIRKETI)
Turkey
120.000 €
6.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

OSWE Real Estate GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

Allgemeine Angaben und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(1) Allgemeine Angaben

Die OSWE Real Estate GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der HRB 98214 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB i. V. m. § 267 Abs. 4 HGB. Die Größenkriterien zur Einstufung als mittelgroße Gesellschaft wurden im Berichtsjahr zwei Geschäftsjahre hintereinander überschritten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von TEUR 1.057 aus, der u. a. auf planmäßige Abschreibungen auf die Bauten und Außenanlagen zurückzuführen ist. Aufgrund der vorhanden wesentlichen stillen Reserven in den Grundstücken einschließlich der Bauten und Außenanlagen sowie der durch die Gesellschafterin DEKS Lojistik ve Yatirim Anonim Sirket, Istanbul, Türkei, am 20. Dezember 2018 abgegebenen Patronatserklärung, wonach sie der Gesellschaft die uneingeschränkte finanzielle Unterstützung bis Ende Juni 2020 zusagt, wird weiterhin unter der Annahme der Unternehmensfortführung bilanziert.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, bewertet. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt drei Jahre.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen sind linear, basierend auf der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände, berechnet worden. Dabei wurden betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern für die Bauten und Außenanlagen zwischen 20 und 30 Jahre, für die technischen Anlagen und Maschinen zwischen sechs und fünfzehn, sowie für die Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und zwanzig Jahren angesetzt. Im Falle dauerhafter Wertminderung erfolgen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 1 i. V. m. Abs. 3 HGB. Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert waren im Geschäftsjahr nicht erforderlich. Seit dem Erwerb Ende 2013 bis einschließlich im Vorjahr war eine 50-jährige Nutzungsdauer für die Bauten und Außenanlagen angesetzt. Infolge einer Anpassung der Nutzungsdauern wurden im laufenden Jahr planmäßige Abschreibungen für Vorjahre von TEUR 3.523 gebucht.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die Forderungen werden mit dem Nennwert bilanziert. Bei Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihrem Nennbetrag bewertet.

Nicht dem Geschäftsjahr 2018 zuzurechnende Ausgaben werden als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, wenn sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Sie werden im Geschäftsjahr 2019 erfolgswirksam aufgelöst.

Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und berücksichtigen alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Bewertung berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Nicht dem Geschäftsjahr 2018 zuzurechnende Einnahmen werden als passiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, wenn sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens wurde nach § 284 Abs. 3 HGB aufgestellt.

Das Sachanlagevermögen betrifft im Wesentlichen Grundstücke und Gebäude, welche vermietet werden.

Anteilsbesitz

Anteil am Eigenkapital Eigenkapital Ergebnis Geschäftsjahr 2018
% EUR EUR
OSWE Service GmbH, Frankfurt 100 25.000 303.643

2. Sonstige Vermögensgegenstände und Forderungen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben alle eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Disagien von TEUR 97 (i. Vj. TEUR 143) ausgewiesen. Diese werden über die Laufzeit der Darlehen bis zum Zinskonversionszeitpunkt aufgelöst.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 2.000. Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen betragen wie im Vj. TEUR 258.

5. Rückstellungen

Die Rückstellungen beinhalten Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 210 (i. Vj. TEUR 226).

Die sonstigen Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus Aufwendungen für Zinsen, Strom und Gas und Facility Management, sowie aus ausstehenden Rechnungen.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Pfandrechte in Höhe von EUR 42.954.545,45.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter resultieren aus zwei gewährten, verzinslichen Darlehen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren aus der Vermietung des Sachanlagevermögens und enthalten neben den Sollmieten, vermindert um Erlösschmälerungen ebenfalls Erlöse aus Nebenkostenabrechnungen.

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2018 2017
TEUR TEUR
Facility-Kosten 3.193 2.026
Gas, Strom, Wasser 2.019 1.890
Provisionen 511 54
Mieten für bewegliche Wirtschaftsgüter 296 66
Versicherungen 214 222
Rechts- und Beratungskosten 160 441
Marketing 68 105
Abfallbeseitigung 68 64
Übrige 270 419
  6.799 5.287

3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen die Körperschaftsteuer des Berichtsjahres.

Sonstige Angaben

1 Geschäftsführer

Die neuen Geschäftsführer ab dem 3. November 2018 sind wie folgt:

- Mahmut Sefa Celik, Istanbul
- Mesut Arpaci, Frankfurt am Main
- Fatih Dogan, Istanbul
- Ersin Calik, Istanbul

Herr Halit Serhan Ercivelek, Istanbul war bis zum 3. November 2018 Geschäftsführer.

Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr per 31. Dezember 2018 EUR 18.750,00.

2. Konzernzugehörigkeit

Die OSWE Real Estate GmbH ist über die DEKS Lojistik ve Yatrim Anonim Sirket, Istanbul, Turkei, zum 31. Dezember 2018 mittelbares Tochterunternehmen der Servet GYO A.S., Istanbul, Türkei. Die Servet GYO A.S. stellt einen Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen nach IFRS zum 31. Dezember 2018 auf, der im Public Disclosure Platform der Börse Istanbul, Türkei bekannt gemacht wird.

3. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -2.453.204,80 gemeinsam mit dem Verlustvortrag in Höhe von EUR -377.648,27 vorzutragen.

4. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich zehn Mitarbeiter (davon vier weibliche und sechs männliche Angestellte) (i. Vj. zehn).

5. Nachtragsbericht

Am 12. Februar 2020 wurde der Verkauf eines Teilgrundstücks einschließlich Bauten mit einer Fläche von 107.000 qm für EUR 177 Mio notariell beurkundet. Der Eigentumsübergang erfolgt bei Erfüllung vereinbarter Voraussetzungen und der Vornahme von verschiedenen Zahlungen anteilig im Jahr 2020 und im Jahr 2021. Der Käufer hat bereits Vorauszahlungen (EUR 1,5 Mio) auf das Konto des Verkäufers bezahlt und weitere EUR 4,75 Mio werden auf ein Konto des Notars eingezahlt. Letzteres wird monatliche Tranchen auf das Konto des Verkäufers bis zum Jahresende 2020 überwiesen.

Seit Januar 2020 breitet sich das Coronavirus weltweit weiter aus (Coronavirus-Pandemie). Die Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung und die Prognose der Gesellschaft sind soweit möglich im Lage- und Prognosebericht berücksichtigt. Es könnten bei einige Mieter unter Umständen Mietstundungen oder Ausfälle eintreten, die unser Ergebnis belasten würden. Wir monitoren eng ausstehende Forderungen und stehen im engen Austausch mit unseren Mietern.

Weitere berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.

 

Frankfurt am Main, den 30. März 2020

Die Geschäftsführung der OSWE Real Estate GmbH

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen   391,50   531,50
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 40.235.215,35   45.323.178,41  
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.424,65 40.255.640,00 28.096,00 45.351.274,41
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen   25.000,00   25.000,00
    40.281.031,50   45.376.805,91
B. Umlaufvermögen        
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.084.561,98   1.601.237,55  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 388.513,27   434.726,00  
3. Sonstige Vermögensgegenstände 17.850,00 1.490.925,25 103.585,41 2.139.548,96
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   216.727,69   2.444.407,09
    1.707.652,94   4.583.956,05
C. Rechnungsabgrenzungsposten   97.054,76   142.916,66
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   1.089.103,07   0,00
    43.174.842,27   50.103.678,62

Passiva

       
  31.12.2018 31.12.2017
  EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00   2.000.000,00  
II. Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen -258.250,00   -258.250,00  
III. Eingefordertes Kapital   1.741.750,00   1.741.750,00
IV. Verlustvortrag   -377.648,27   -3.496.202,19
V. Jahresfehlbetrag (i. Vj. Jahresüberschuss)   -2.453.204,80   3.118.553,92
VI. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   1.089.103,07   0,00
    0,00   1.364.101,73
B. Rückstellungen        
1. Steuerrückstellungen   210.337,41   225.985,74
2. Sonstige Rückstellungen   1.251.850,60   2.615.211,01
    1.462.188,01   2.841.196,75
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   33.409.090,89   42.954.545,45
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 9.545.454,54 (i. Vj. EUR 9.545.454,54)        
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 23.863.636,35 (i. Vj. EUR 33.409.090,91) -        
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   3.427.581,42   752.418,82
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 3.427.581,42 (i. Vj. EUR 752.418,82) -        
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter   2.313.244,96   1.307.165,75
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 2.313.244,96 (i. Vj. EUR 1.307.165,75) -        
4. Sonstige Verbindlichkeiten   2.492.511,79   839.002,99
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.438.641,47 (i. Vj. EUR 839.002,99)        
- davon aus Steuern EUR 158.208,04 (i. Vj. EUR 149.951,17)-        
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 23.216,43 (i. Vj. EUR 865,19)        
- davon mit einer Restlaufzeit mehr als ein Jahr EUR 1.053.870,32 (i. Vj. EUR 0,00) -        
    41.642.429,06   45.853.133,01
D. Rechnungsabgrenzungsposten   70.225,20   45.247,13
    43.174.842,27   50.103.678,62

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

2018 2017
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse   12.860.886,39   13.838.179,04
2. Sonstige betriebliche Erträge   6.135,53   0,00
3. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter -678.181,35   -484.494,46  
b) Soziale Abgaben -105.123,85 -783.305,20 -94.806,29 -579.300,75
4. Abschreibungen        
a) auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -5.163.955,65   -759.385,18  
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -43.488,50 -5.207.444,15 -24.471,77 -783.856,95
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -6.799.266,09   -5.286.138,95
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   3.991,07   447,80
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -1.870.336,96   -3.173.538,53
- davon an verbundene Unternehmen EUR 146.295,23 (i. Vj. EUR 32.165,75) -        
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -134.494,30   -146.384,86
9. Ergebnis nach Steuern   -1.923.833,71   3.869.406,80
10. Sonstige Steuern   -529.371,09   -750.852,88
11. Jahresfehlbetrag (i. Vj. Jahresüberschuss)   -2.453.204,80   3.118.553,92

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Geschäftsmodell

Die Unternehmenstätigkeit der OSWE Real Estate GmbH ist geprägt von der Immobilie Hanauer Landstraße 360 in Frankfurt am Main. Ihre Erträge erwirtschaftet die Gesellschaft ausschließlich durch die Vermietung von Lager und Büroflächen. Das Grundstück hat insgesamt ca. 266.000 m 2 zu vermietender Fläche, sie besteht aus mehreren Gebäuden.

Das erfolgreiche Geschäftsmodell der OSWE Real Estate GmbH basiert auf einer sehr schlank gehaltenen internen Organisationsstruktur. Die finanziellen Leistungsindikatoren sind der Umsatz sowie der Jahresüberschuss.

1.2. Ziele und Strategien

OSWE Real Estate GmbH zeichnet sich durch hohe Flexibilität hinsichtlich von Mietflächen aus, sodass jedem potenziellen Mieter flexible Büro und Gewerbeflächen angeboten werden können.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2018 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,5 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit das neunte Jahr in Folge gewachsen, das Wachstum hat aber an Schwung verloren.

Positive Wachstumsimpulse kamen 2018 vor allem aus dem Inland: Sowohl die privaten Konsumausgaben (+1,0 %) als auch die staatlichen Konsumausgaben (+1,1 %) waren höher als im Vorjahr. Die Zuwächse fielen jedoch deutlich niedriger aus als in den letzten drei Jahren.

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt 2018 von 44,8 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Nach ersten Berechnungen waren das rund 562 000 Personen mehr als ein Jahr zuvor. Dieser Anstieg von 1,3 % resultiert hauptsächlich aus einer Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Wie schon in den Vorjahren glichen eine höhere Erwerbsbeteiligung sowie die Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland altersbedingte demografische Effekte aus.

2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Trotz stark gestiegener Mieten und Kaufpreise für Immobilien zieht Frankfurt immer mehr Unternehmen sowie Menschen an. Schon bald könnte die Stadt zum ersten Mal in ihrer Geschichte 750 000 Einwohner zählen. Schon zum Jahresende waren nach dessen Mitteilung genau 747 848 Menschen mit Erstwohnsitz in Frankfurt gemeldet.

Mit 7,4 Mrd. Euro hat der Umsatz am Frankfurter Immobilienmarkt im vergangenen Jahr gegenüber 2017 noch einmal leicht zugelegt. Der örtliche Gutachterausschuss warnt begleitend zur Verkündung dieses Werts vor negativen Auswirkungen immer höherer Wohnungspreise auf die Sozialstruktur in der Stadt.

Für 2019 erwartet der Gutachterausschuss in nahezu allen Immobilienkategorien steigende Preise.

2.3. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2018 ist der Umsatz der OSWE Real Estate GmbH gegenüber dem Vorjahr gefallen. Der niedrigere Umsatz ist darauf zurückzuführen, dass zum 15.11.2018 der Mietvertrag unseres größten Mieters, dem Land Hessen, welches ein Erstaufnahmelager für Flüchtlinge betrieben hat, ausgelaufen ist. Die monatliche Miete betrug hier ca. € 400 Tsd. Des Weiteren wurden Instandhaltungsmaßnahmen von knapp € 1,2 Mio. für neue Mieter getätigt. Im Jahr 2018 haben wir größere Mietverträge abgeschlossen u.a. mit DB Schenker oder der Crytek GmbH, die diese Investitionen nötig gemacht haben.

Im Geschäftsjahr haben wir die wirtschaftlichen Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens von 50 Jahren auf zwischen 20 und 30 Jahre angepasst. Dies führt zu periodenfremden zusätzlichen Abschreibungen von EUR 3,5 Mio. Daher wird ein Jahresfehlbetrag von EUR 2,5 Mio nach einem Jahresüberschuss von EUR 3,1 Mio im Vorjahr ausgewiesen.

Vor periodenfremden zusätzlichen Abschreibungen wäre ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1,0 Mio. entstanden, so dass trotzdem es als ein positives Jahr 2018 anzusehen ist.

2.4. Ertragslage

Die Umsatzerlöse haben das Geschäftsjahr 2017 nicht übertroffen und belaufen sich für das Geschäftsjahr 2018 auf insgesamt EUR 12,86 Mio. (Vorjahr: EUR 13,84 Mio.).

Die Aufwendungen für die Hausbewirtschaftung in Höhe von EUR 5,17 Mio. sind gegenüber dem Vorjahr erhöht, aufgrund von Preiserhöhungen für Gas und Strom und aufgrund von Investitionen für diverse Modernisierungen bei Neuvermietungen.

Die Abschreibungen betrug EUR 5,2 Mio nach EUR 0,8 Mio im Vorjahr. Darin enthalten sind periodenfremde Abschreibungen für Vorjahre von EUR 3,5 Mio.

Die Personalaufwendungen in Höhe von EUR 0,78 Mio. sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Im Durchschnitt waren 10 (Vorjahr: 10) Mitarbeiter bei der Gesellschaft beschäftigt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr erhöht und lagen im Geschäftsjahr 2018 bei EUR 6,80 Mio. (Vorjahr: EUR 5,29 Mio.). Das lag vor allem daran, dass im Jahr 2018 für zwei große neue Mieter (DB Schenker + Crytek GmbH) für den Neubezug der Fläche Instandhaltungskosten i.H.v. ca. EUR 1,2 Mio. entstanden sind.

Das negative Zinsergebnis bewegt sich mit EUR 1,87 Mio. deutlich unter dem Vorjahresniveau (negatives Zinsergebnis Vorjahr: EUR 3,17 Mio.). Hauptgrund dafür war, dass im Jahr 2017 Bürgschaftsgebühren (Darlehen Ziraat Bank) für die Jahre 2014 - 2017 in Rechnung gestellt wurden.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf EUR 0,13 Mio. (Vorjahr: EUR 0,15 Mio.).

Die OSWE Real Estate GmbH weist für das Berichtsjahr einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 2,45 Mio. (im Vorjahr Jahresüberschuss: EUR 3,12 Mio.) aus.

2.5. Finanzlage

2.5.1. Liquidität

Die Gesellschaft verfügte zum 31.12.2018 über einen frei verfügbaren Bankbestand in Höhe von EUR 0,22 Mio. (Vorjahr: EUR 2,44 Mio.).

Im Geschäftsjahr 2018 hat die Gesellschaft einen positiven Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 6,41 Mio. erwirtschaftet. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug EUR -0,69 Mio. Aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss in Höhe von EUR -8.57 Mio. Zum 31.12.2018 belaufen sich die Verbindlichkeiten der Gesellschaft auf EUR 41,61 Mio.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Der Jahresfehlbetrag resultiert insbesondere aus den nicht zahlungswirksamen Abschreibungen von insgesamt EUR 5,2 Mio.

2.5.2. Investitionen

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr in Höhe von EUR 0,69 Mio. wiederum im geringen Umfang in den Bestand der Immobilien am Standort investiert bzw. Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt.

2.5.3. Kapitalstruktur

Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr von EUR 1,4 Mio. auf EUR -1,1 Mio. verschlechtert. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag nunmehr einen Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag aus, der u.a. auf planmäßige Abschreibungen auf die Bauten und Außenanlagen zurückzuführen ist. Aufgrund der vorhanden wesentlichen stillen Reserven in den Grundstücken einschließlich der Bauten und Außenanlagen, wird weiterhin unter der Annahme der Unternehmensfortführung bilanziert.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 2.000.000,00.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen EUR 33,4 Mio. (Vorjahr: EUR 43,0 Mio.) und gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 2,3 Mio. (Vorjahr: EUR 1,3 Mio). Die Verbindlichkeiten haben sich aufgrund von Tilgungen gegenüber den Kreditinstituten verringert, gegenüber den Gesellschaftern haben sich die Verbindlichkeiten aufgrund von Neuaufnahmen von Darlehen erhöht.

Die Gesellschafterin DEKS Lojistik ve Yatirim Anonim Sirket, Istanbul, Türkei, hat am 20. Dezember 2018 eine Patronatserklärung abgegeben, wonach sie der Gesellschaft die uneingeschränkte finanzielle Unterstützung bis Ende Juni 2020 zusagt.

2.6. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich von EUR 50,1 Mio. im Vorjahr um EUR 6,9 Mio. auf EUR 43,2 Mio. verringert. Der wesentlichste Effekt hierbei ist die Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus eigenen erwirtschafteten Mitteln und die Abschreibungen im Sachanlagevermögen.

Das Anlagevermögen macht mit EUR 40,3 Mio. (Vorjahr: EUR 45,4 Mio.) 93,3 % (Vorjahr: 90,6 %) der Bilanzsumme aus.

Das Sachanlagevermögen in Höhe von EUR 40,2 Mio. (Vorjahr: EUR 45,4 Mio.) betrifft im Wesentlichen ein Grundstuck mit Gewerbebauten und Außenanlagen, die von der Gesellschaft für Vermietungszwecke und zur Erzielung von Wertsteigerungen erworben wurden.

Das Umlaufvermögen in Höhe von EUR 1,7 Mio. (Vorjahr: EUR 4,6 Mio.) entspricht einem Anteil von 3,9 % (Vorjahr: 9,1 %) an der Bilanzsumme.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr mit EUR 0,4 Mio. gleichgeblieben.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Das starke Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum in Frankfurt am Main und in vielen angrenzenden Gemeinden wird auch in den kommenden Jahren für eine weiterhin hohe Nachfrage auf dem Gewerbeimmobilienmarkt sorgen. Auch aufgrund des Brexits ist mit einer erhöhten Dynamik auf diesem Markt zu rechnen.

Der Aufwärtstrend der Immobilienpreise und -mieten in den Ballungsräumen, insbesondere im Rhein-Main Gebiet, wird nach Ansicht der Gesellschaft auch 2019 weiter anhalten, da bei weiterhin niedrigem Zinsniveau und entsprechend eingeschränkten Anlagealternativen sowie einem hohen Beschäftigungsstand positive Rahmenbedingungen herrschen.

Die Gesellschaft erwartet trotzdem für das Geschäftsjahr 2019 insgesamt eine etwas schwächere Unternehmensentwicklung, insb. wegen des Auslaufens des Vertrags mit dem Land Hessen im Jahr 2018. Zwar werden weitere Mietabschlüsse im Jahr 2019 geplant, aber dies wird den Wegfall nicht kompensieren. Für 2019 wird, resultierend aus leicht sinkenden Umsätzen, mit einem niedrigeren Gewinn als im Geschäftsjahr 2018 (bereinigt um periodenfremde Abschreibungen) gerechnet. Die Geschäftsführung erwartet deshalb für das Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz zwischen EUR 10,0 Mio. und EUR 10,5 Mio. und einen geringen Jahresfehlbetrag um die EUR - 0,2 Mio. Die vorläufigen Ergebnisse für 2019 bestätigen unsere ursprüngliche Planung.

Für 2020 wird bei den Umsätzen aus Vermietung ein moderat rückläufiges Umsatzniveau vergleichbar für 2019 geplant, u.a. bedingt durch den Teilverkauf der Immobilie. Weiterhin wird durch den anteiligen Verkauf des Grundstücks ein signifikanter Umsatz erwartet. Infolge des Verkaufs erwarten wir einen Jahresüberschuss im mittleren zweitstelligen Millionenbereich und entsprechend deutlich verbessertes positives Eigenkapital.

Seit Januar 2020 breitet sich das Coronavirus weltweit aus (Coronavirus-Pandemie). Die Erreichung der Ziele bzgl. der Umsätze aus Vermietung erscheinen aufgrund der aktuellen Entwicklungen infolge der Coronavirus-Pandemie herausfordernd. Aktuell sind wir bis einschließlich März 2020 noch im Budget. Ein Teil unserer Mieter als Onlinehändler sind derzeit nicht von der Entwicklung negativ betroffen. Es könnten bei einige Mieter unter Umständen Mietstundungen oder Ausfälle eintreten, die unser Ergebnis belasten würden. Wir monitoren eng ausstehende Forderungen und stehen im engen Austausch mit unseren Mietern.

Aufgrund des Prognosecharakters dieser Einschätzungen kann die tatsächliche Entwicklung von unseren Erwartungen leicht abweichen.

3.2. Chancenbericht

Die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien war auch im Jahr 2018 unvermindert hoch. Die Nachfrage, insbesondere in guten Lagen von Frankfurt am Main, ist weiterhin sehr stark.

Die OSWE Real Estate GmbH hat in den letzten Jahren ein Netzwerk unter den Maklern in Frankfurt mit der Zielsetzung, dass die Gesellschaft von Maklern über mietwillige Unternehmer informiert wird, aufbauen können.

Aus den steigenden Mietpreisen auf dem Markt der Gewerbeimmobilien sowie zunehmend geringeren Angebotsflächen besteht für die Gesellschaft die Chance, zukünftig die bestehenden Leerstandsflächen zu reduzieren und dadurch höhere Umsatzerlöse zu erzielen.

Darüber hinaus ergibt sich aufgrund der hohen Nachfrage im Gewerbeimmobilienmarkt die Chance, die Immobilie vollständig oder anteilig gewinnbringend zu veräußern.

3.3. Risikobericht

Für die OSWE Real Estate GmbH ergeben sich im aktuellen Marktumfeld und aufgrund der aktuellen Strategie verschiedene Chancen und Risiken, dazu gehören:

Die OSWE Real Estate GmbH ist von der Entwicklung der Rahmenbedingungen dieses speziellen Immobilienmarktes in Frankfurt am Main sowie allgemein des deutschen Immobilienmarktes abhängig. Dadurch besteht das Risiko, dass die Handlungsalternativen nicht vollumfänglich ausgeschöpft werden können.
Es besteht auch ein hohes Risiko, dass sich der Wettbewerb verschärft. Veränderungen des Marktes, insbesondere eine gesteigerte Neubautätigkeit, können dazu führen, dass Mieter attraktivere Gewerbeflächen suchen.
Es besteht ein mittleres Risiko von Forderungsausfällen, von fehlerhaften Nebenkostenabrechnung und nicht vollständigen Umlagen auf Mieter. Das Risiko ist hierbei insb. das Liquiditätsrisiko aufgrund von geringerer Zahlungsmoral der Mieter (Mangel an ausreichender Liquidität durch geringere Zuflüsse an Barmitteln).
Insbesondere das Gebäude, welches unter Denkmalschutz steht, ist sehr schwer vermietbar. Saniermaßnahmen sind an diesem Gebäude fast ausgeschlossen.
Die OSWE Real Estate GmbH ist mittleren Risiko ausgesetzt, nicht ausreichend gegen alle Verluste, Beschädigungen und Nutzungsbeschränkungen ihrer Immobilien sowie gegen Haftpflichtschäden versichert zu sein. Durch die überschaubare Größe des Portfolios kann auf Mietausfall, bauliche Mängel, etc. schnell reagiert werden und es können angemessene Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Eine Verschlechterung der steuerlichen Rahmenbedingungen oder Änderungen im regulatorischen Umfeld in Deutschland könnten sich nachteilig auf die Geschäftstätigkeit der OSWE Real Estate GmbH auswirken.
Durch die Fremdfinanzierung war die Gesellschaft zum Teil einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr standen der OSWE Real Estate GmbH ausreichende Mittel zur Verfügung, um den laufenden Finanzmittelbedarf zu decken.

3.4. Risikomanagement

Im Mittelpunkt des Risiko- und Chancenmanagements stehen die Sicherung des Vermögens und ein positiver wirtschaftlicher Fortschritt der OSWE Real Estate GmbH. Mit dem Risikomanagement werden Gefährdungspotenziale verringert, der Bestand der Gesellschaft gesichert sowie die erfolgreiche Weiterentwicklung der Gesellschaft unterstützt.

Die Geschäftsführung der OSWE Real Estate GmbH ist für die Organisation des Risikomanagementprozesses verantwortlich. Die Risiken werden regelmäßig neu bewertet und weiterverfolgt. Zudem werden über festgelegte Berichtswege die Geschäftsführung und der Gesellschafter regelmäßig informiert. Über alle wesentlichen Risiken und Informationen wird darüber hinaus, sofern erforderlich, die Geschäftsführung umgehend informiert, um zeitnah geeignete Maßnahmen ergreifen zu können.

Um Risiken zu erkennen, überwacht die OSWE Real Estate GmbH das gesamtwirtschaftliche Umfeld, die Entwicklungen sowohl der Immobilien- als auch der Finanzbranche und interne Prozesse. Regelmäßig stattfindende Besprechungen dienen dabei ebenfalls der Risikofeststellung. Zudem erfolgten ein ständiger Kontakt und regelmäßiger Austausch der Geschäftsführung mit den finanzierenden Banken und Gutachtern.

Derzeit sind in der OSWE Real Estate GmbH keine Risiken erkennbar, die bestandsgefährdend sein könnten oder die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen.

 

Frankfurt am Main, den 30. März 2020

Die Geschäftsführung der OSWE Real Estate GmbH

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die OSWE Real Estate GmbH, Frankfurt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der OSWE Real Estate GmbH, Frankfurt - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OSWE Real Estate GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt, den 15. April 2020

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Pürsün, Wirtschaftsprüfer
Eifert, Wirtschaftsprüfer

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