HHS German Holdings GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Peter Bo Hemmingsen seit 12.3.2026 | Prokura |
Carles Moix Ruano seit 3.11.2025 | Geschäftsführer |
Peter Olaf Fidelis Straub seit 3.11.2025 | Geschäftsführer |
Robert Somers seit 3.11.2025 | Geschäftsführer |
Saijith Raghavan seit 3.11.2025 | Prokura |
David Cortes Gomez seit 5.8.2020 | Geschäftsführer |
Karsten Sawall seit 27.5.2014 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
AVINTIV, Inc | 99.90% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Berry Aschersleben GmbHAscherslebenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 30.09.2022Bilanz zum 30. September 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2021/2022a. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss ist nach den einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und des GmbHG erstellt. Die Berry Aschersleben GmbH, mit Sitz in Aschersleben ist unter der HRB 9241 im Handelsregister in Stendal eingetragen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Das Berichtsjahr beginnt am 1. Oktober 2021 und endet am 30. September 2022. b. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss wird entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie alle weiteren Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert. Der Einzelabschluss ist nach den folgenden einheitlichen Grundsätzen aufgestellt: Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit sie gegen Entgelt erworben wurden, zu Anschaffungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Für die immateriellen Vermögensgegenstände sowie für das Sachanlagevermögen werden folgende Abschreibungsmethoden verwandt:
Bei Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens, die mehrschichtig genutzt werden, wird der erhöhte Verschleiß durch entsprechende Berücksichtigung der Nutzungsdauer berücksichtigt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden bis zu einem Betrag von 800 € im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben und im Anlagespiegel im Jahr der Anschaffung als Abgänge gezeigt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu gleitenden durchschnittlichen Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Stichtag angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Diese enthalten die direkt zurechenbaren Kosten. Daneben werden angemessene Teile der notwendigen Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten sowie des Wertverzehrs des Anlagevermögens eingerechnet. Abwertungen aufgrund von niedrigeren beizulegenden Werten zum Stichtag werden vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Ausfallrisiko sowie zu erwartende Rechnungskürzungen wurden nach den Richtlinien des Mutterkonzern Berry Global Group Inc., Evansville, Indiana/USA berücksichtigt. Demnach sind Forderungen am Bilanzstichtag, die älter als 181, aber jünger als 360 Tage waren, mit 50% Ihres Nennwertes abgeschrieben worden. Eine 100% Abschreibung erfolgte für Forderung am Bilanzstichtag, die älter als 360 Tage waren. Das Eigenkapital wird unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorschriften ausgewiesen. Der Sonderposten enthält erhaltene Investitionszuschüsse. Die ertragswirksame Vereinnahmung erfolgt über die Nutzungsdauer der betreffenden Vermögensgegenstände. Die Bilanzierung des Sonderpostens mit Rücklageanteil erfolgte unter Anwendung von § 298 Abs. 1 HGB und Artikel 54 EGHGB. Die Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. c. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt. (2) Vorräte Die Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe erhöhten sich um T€ 344 auf T€ 3.797 (Vorjahr: T€ 3.453), die unfertigen Erzeugnisse erhöhten sich um T€ 251 auf T€ 1.038 (Vorjahr: T€ 787) und die fertigen Erzeugnisse erhöhten sich um T€ 1.558 auf T€ 6.206 (Vorjahr: T€ 4.648). (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten wie im Vorjahr keine Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bzw. wurden Forderungen, wie unter Punkt b) erläutert, mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr zu 100% wertberichtigt. Der Forderungsbestand aus Lieferung und Leistung beträgt zum Bilanzstichtag T€ 16.153 (Vorjahr: T€ 15.712). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen aus Steuern T€ 338 (Vorjahr: T€ 342), Volumenrabatte von Lieferanten T€ 1.079 (Vorjahr: T€ 1.306) sowie Forderungen resultierend aus Energiesteuererstattungsansprüche in Höhe von T€ 408 (Vorjahr: T€ 624) enthalten. Die restlichen, sonstigen Forderungen betragen T€ 9 (Vorjahr T€ 1). (4) Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen in Höhe von T€ 56.810 (Vorjahr: T€ 62.195) bestehen zum größten Teil aus sonstigen Forderungen gegen die Muttergesellschaft Berry Europe GmbH in Höhe von T€ 55.603 (Vorjahr: T€ 61.708). (5) Eigenkapital Aufgrund des Gewinn- / Verlustabführungsvertrages mit der Berry Europe GmbH ergeben sich keine Änderungen im Eigenkapital. Der Jahresüberschuss wird als Verbindlichkeit gegenüber der Berry Europe GmbH ausgewiesen. Das Eigenkapital beträgt T€ 73.971 (Vorjahr: T€ 73.971). (6) Sonderposten Der Sonderposten mit Rücklageanteil enthält Sonderabschreibungen gemäß § 254 HGB i.V.m. § 4 FördergebietsG (T€ 1; Vorjahr: T€ 212). Im Berichtsjahr wurden T€ 211 (Vorjahr: T€ 108) planmäßig aufgelöst. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse enthält gemäß der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" des Landes Sachsen-Anhalt gewährte Investitionszuschüsse T€ 9 (Vorjahr: T€ 158). Im Geschäftsjahr wurden planmäßig T€ 149 (Vorjahr: T€ 242) aufgelöst. (7) Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen enthalten unter anderem auch die langfristige Rückstellung für Archivierung in Höhe von T€ 20 (Vorjahr: T€ 20). Bezüglich der Abzinsung wird bei der zum 01. Oktober 2013 bestehenden Archivierungsrückstellung in Höhe von T€ 20 von dem Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB Gebrauch gemacht. Die ausstehenden Rechnungen wurden anhand der erhaltenen Waren und Dienstleistungen aus Einkaufsbestellungen bis zum Stichtag geschätzt und sind innerhalb von einem Jahr fällig bzw. wurden anhand nach dem Stichtag erhaltener Rechnungen zusätzlich erfasst. Die Personalverpflichtungen wurden Anhand der zum Bilanzstichtag aktuell vorliegenden Daten aus der Personalabteilung neu kalkuliert und sind innerhalb eines Jahres fällig. Restrukturierungsrückstellungen für 1 Mitarbeiter wurden gebildet. Gewährleistungsrückstellungen sind zusammen mit der Qualitätsabteilung im Detail besprochen und bewertet worden. (8) Verbindlichkeiten Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem folgenden Verbindlichkeitsspiegel:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen zum größten Teil sonstige Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Berry Europe GmbH in Höhe von T€ 9.915 (Vorjahr T€ 13.242), sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Schwestergesellschaft Berry Dombühl GmbH in Höhe von T€ 2 (Vorjahr T€ 179). Zudem bestehen gegenüber dem ehemaligen Mutterkonzern Berry Plastics Inc, USA in Höhe von T€ 1.066 (Vorjahr T€ 1.862) an offenen Verbindlichkeiten für Lizenzen. Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 939 (Vorjahr: T€ 931) bestehen primär gegenüber Mitarbeitern sowie für Lohnsteuern und Sozialversicherung. (9) Haftungsverhältnisse Zum Stichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB. (10) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Dauerschuldverhältnisse:
Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen am Bilanzstichtag im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen von technischen Anlagen und Maschinen sowie Fahrzeugen die sich aus der folgenden Tabelle entnehmen lassen.
Die Risiken für die Finanzlage aus den dargestellten Dauerschuldverhältnissen sowie sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergeben sich in Höhe der jeweiligen Zahlungsströme. Die Vorteile der Dauerschuldverhältnisse liegen in der hohen Flexibilität und der geringeren Kapitalbindung. d. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse Geographisch lassen sich die Erzeugnis-Umsätze aufteilen in:
Die Umsatzerlöse betreffen mit T€ 97.751 (Vorjahr: T€ 88.818) ausschließlich Erlöse aus dem Verkauf von atmungsaktiven Folien und Verbundlaminaten. (2) Materialaufwand Der Materialaufwand des Geschäftsjahres gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB beträgt:
(3) Personalaufwand Der Personalaufwand des Geschäftsjahres gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB beträgt:
(4) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf T€ 373 (Vorjahr: T€ 354) und resultierten überwiegend aus einer niedrigeren Auflösung des Sonderpostens in Höhe von T€ 360 (Vorjahr: T€ 351) sowie aus Erträgen aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 13 (Vorjahr: T€ 3). (5) Sonstige betriebliche Aufwendungen Periodenfremde Aufwendungen aus der nachträglichen Kostenbelastung für Vorjahre sind nicht angefallen. (6) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Aufgrund der geltenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organschaft zur Berry Europe GmbH, Aschersleben, waren im Berichtszeitraum keine Steuern vom Einkommen und Ertrag auszuweisen. e. Sonstige Angaben (1) Anzahl der Arbeitnehmer Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl beträgt in den jeweiligen Bereichen:
Die Anzahl der Arbeitnehmer zum 30. September 2022 beträgt 329 (Vorjahr: 328). (2) Geschäftsführung und Vertretung Als Geschäftsführer sind tätig:
Die Gesellschaft wird durch einen Geschäftsführer oder durch 2 Prokuristen vertreten. Die Geschäftsführer sind von der Beschränkung des § 181 BGB befreit. Von den oben benannten Geschäftsführern ist ausschließlich für eine Person eine Vergütung in Form von direkter oder indirekter Vergütung durch Umlagen enthalten, daher hat die Gesellschaft von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. (3) Verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen, Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen Alleinige Gesellschafterin der Berry Aschersleben GmbH, Aschersleben, ist die Berry Europe GmbH mit Sitz in Aschersleben. Die Berry Global Group Inc., Evansville, Indiana/USA, erstellt den Konzernabschluss 2022 für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss wird bei der SEC unter der Registernummer 0001378992 eingesehen werden. In den Herstellungskosten des Umsatzes sind vertraglich vereinbarte Lizenzgebühren an die Berry Plastics Inc., USA von T€ 1.744 (Vorjahr: T€ 1.745) enthalten. (4) Abschlussprüferhonorar Das im Geschäftsjahr für den Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar beträgt T€ 69 (Vorjahr: T€ 65) und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. (5) Nachtragsbericht Weitere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag und vor Abschluss der Aufstellung des Abschlusses, die noch im Abschluss 2021/2022 zu berücksichtigen wären, sind nicht eingetreten.
Aschersleben, den 12. September 2023 Die Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021/2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022A Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Berry Aschersleben GmbH (Berry ASL), am Standort Aschersleben, wurde 1996 gegründet und entwickelt, produziert und vertreibt Verbundstoffe und andere Komponenten für den Gebrauch im hygienischen und medizinischen Anwendungsbereich. Die hergestellten Folien werden überwiegend in der ebenfalls am Standort Aschersleben beheimateten, 2002 gegründeten Druckerei bedruckt und teilweise laminiert, bevor sie an den Kunden ausgeliefert werden. Die Geschäftstätigkeit wird auf dem eigenen Betriebsgrundstück in Aschersleben ausgeübt. West- und Osteuropa sind dabei die Hauptabsatzmärkte der Produkte des Standortes Aschersleben. Die Berry Aschersleben GmbH ist eine 100% Tochter der amerikanischen Berry Gruppe (NYSE: BERY). 2. Forschung und Entwicklung Die F&E Aktivitäten konzentrierten sich im abgelaufenen GJ 21/22 auf die Weiter- und Neuentwicklung leichterer und verbesserter Produkte, einschließlich der Entwicklung und Einführung alternativer Materialkomponenten und -lieferanten. Zudem wurden kontinuierlich Produktionsprozesse verbessert und an Möglichkeiten der Reduktion und Wiederverwertung von Restmaterial geforscht. In vielen Produktionsbereichen konnten Produktivitätssteigerungen erreicht werden. Mit einem Bestandskunden konnte erfolgreich die Entwicklung einer neue Produktgeneration abgeschlossen werden. B Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung * Deutschland konnte im Jahr 2022 trotz globaler Krisen, wie Corona, Ukraine Krieg und steigender Inflation ein Wirtschaftswachstum von rund 1,9% verzeichnen (Quelle a). Dies entsprach einem Rückgang von rund 0,8 Prozentpunkten gegenüber dem Jahr 2021 (Quelle b). Auch global wuchs die Wirtschaft um rund 3,4% verlangsamte sich aber ebenfalls gegenüber dem Jahr 2021 um 2,8 Prozentpunkte (Quelle c). Im Besonderen verlangsamte sich das globale Wachstum durch die nachgelagerte Corona Pandemie und die lang praktizierte "Null-Covid-Politik" in China. Außerhalb Chinas, vor allem in den westlichen Industrieländern, gilt die Corona Pandemie zum Ende des Jahres 2022 als bald überwunden oder beherrschbar an (Quelle f, g), jedoch ist China eine "Triebfeder" der globalen Wirtschaft. Der seit dem 24.02.2022 herrschende Ukraine Krieg wirkte sich zunehmend negativ auf die Weltwirtschaft aus. Es kam zu allgemeiner Verknappung von Energie und Rohstoffen und somit zu erheblichen Preisanstiegen. Eine weltweite Inflationsrate von 8,7% war die Folge (Quelle d, e).
* Quellen:
e)
https://www.businessinsider.de/wirtschaft/konjunktur-iwf-sieht-deutschland-und-grossbritannien-als-schlusslichter-der-weltwirtschaft-a/
1.2. Branchenentwicklung ** Der Markt für Hygieneprodukte entwickelte sich auch im Finanzjahr 2022 weitgehend unabhängig von Pandemie, Ukrainekrieg und Inflation. Die langfristigen, globalen Trends von alternden Gesellschaften, gesteigertem Hygienebewusstsein und Bevölkerungswachstum sind nach wie vor in Takt. Der globale Windelmarkt wurde im Jahr 2022 auf 79-86 Mrd. US$ geschätzt und wuchs damit um rund 8% gegenüber 2021. Vor allem Asien und Afrika weisen weiterhin überdurchschnittlich Wachstumsraten auf (Quelle h, i). Das Marktvolumen für Damen Hygiene Produkte betrug 39 Mrd. US$ was einem Wachstum von rund 11% gegenüber dem Vorjahr entsprach (Quelle j). Die Zahlen für den Markt für Erwachsenenwindeln schwanken je nach Quelle liegen aber zwischen 11 - 20 Mrd. US$, jedoch werden in allen Quellen sehr hohe jährliche Zuwachsraten für die Zukunft prognostiziert, was mit alternden Gesellschaften und längerer Lebenserwartung zusammenhängt (Quelle k).
** Quellen:
2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2022 verlief trotz Corona Pandemie, Ukrainekrieg und Inflation durchweg positiv. Trotz leichter Absatzrückgänge konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Der Gewinn vor Ergebnisabführung verringerte sich gegenüber dem Vorjahr. 2.1. Umsatz und Auftragsentwicklung Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2022 stiegen um rund 10% auf 97,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatzanstieg resultierte hauptsächlich aus gestiegenen Rohstoffkosten, die über Preissteigerungen an Kunden weitergegeben werden konnten. Die Absatzmenge in Quadratmetern reduzierte sich im einstelligen Prozentbereich. Hauptgründe waren weggefallene Absatzmärkte in Russland und Osteuropa aufgrund des Ukrainekrieges, sowie eine geringere Nachfrage nach Folien im Bereich HealthCare aufgrund der sich abflachenden COVID 19 Pandemie. Die Wettbewerbsintensität im Geschäftsjahr 2022 war weiterhin hoch mit weiterhin bestehenden Überkapazitäten in Europa bei atmungsaktiven Folien. Der Preisdruck verblieb auf hohem Niveau und nicht alle inflations- und kriegsbedingten Kostensteigerungen konnten an Kunden weitergegen werden. Auch im Jahr 2022 gewährleisteten bestehende Lieferverträge mit Großkunden Stabilität und eine gute Auslastung und Ertragslage des Betriebes. Erfolge im Bereich Qualität, Lieferleistung, Produktinnovation und Kostenreduzierung erhielten unsere Wettbewerbsfähigkeit und machen uns zu einem wertgeschätzten und erfolgreichen Partner im Hygienemarkt. 2.2. Produktion, Umwelt und Arbeitssicherheit Auch im Geschäftsjahr 2022 haben wir unsere Produktionsprozesse und Produkte weiterentwickelt. Mit einem wichtigen Kunden wurde eine neue Produktgeneration erfolgreich eingeführt. Qualitäts-, Wartungs- und Logistikprozesse wurden verbessert und in neue Anlagen und Betriebsausstattung wurde investiert. Wir steuern den Produktionsbereich mit einem differenzierten Kennzahlensystem, einer effektiven Organisation und einem regelmäßigem Reporting. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Bereich Umwelt, Gesundheit und Sicherheit. Dort wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr umfangreichte Investitionen getätigt. Unter anderem wurde die Einzäunung gefährlicher Maschinen- und Anlagen fortgeführt, Brandschutzvorrichtungen installiert und das Arbeiten in Höhe sicherer gemacht. Die Berry Aschersleben GmbH arbeitet mit einem IT-gestützten und ISO zertifizierten Energiemanagementsystem und konnte Einsparungen im Energie- und Umweltbereich erzielen. Das Unternehmen wurde erneut nach ISO 50001 und ISO 9001 rezertifiziert. Erstmalig erhielt die Gesellschaft auch die Zertifizierung nach ISO14001 für Ihr Umweltmanagementsystem. 2.3. Beschaffung Mit dem Beginn des Ukrainekrieges im Februar 2022 kam es nahezu an fast allen Märkten zu signifikanten Preissteigerungen, vor allem bei energieintensiven Rohstoffen. Im Laufe des Jahres verfestigte sich die Inflation auf hohem Niveau. Die indexbasierten Rohstoffpreise für Standard-Kunststoffe stiegen folglich im Geschäftsjahr 2022 stark an. Der für uns relevante Index für Polyethylene stieg im Jahresdurchschnitt um rund 22% und der Index für Polypropylen stieg im Jahresdurchschnitt um 19% an. (Quelle I) Zum Ausgleich der Einkaufspreisschwankungen im Bereich dieser Hauptrohstoffe sind entsprechende Preisgleitklauseln mit den Kunden vereinbart. Für nicht indexbasierte Roh-Hilfs- und Betriebsstoffe und für Produktionshilfe- bzw. Dienstleistungen, war die Gesellschaft vielfach mit Einkaufspreissteigerungen konfrontiert, die nicht über höhere Verkaufspreise ausgeglichen werden konnten. Dies führte insgesamt zu höheren Gesamtkosten. Dem konnte durch die globale Bündelung der Einkaufsaktivitäten in der Berry Gruppe begrenzt entgegengewirkt werden. Beschaffungsengpässe hingegen hat es nicht gegeben. Während des gesamten Geschäftsjahres war eine ausreichende Materialverfügbarkeit für die Produktion jederzeit gegeben. Mit vielen Lieferanten arbeiten wir langfristig und partnerschaftlich zusammen.
I) Interne Quelle: regelmäßige
Indexerhebung der gruppenweiten, globalen Einkaufsabteilung
2.4. Investitionen Die Investitionen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr T € 1.862 (einschließlich Anlagen im Bau und geleistete Anzahlungen) und entfielen ausschließlich auf materielle Vermögensgegenstände hauptsächlich in den Anlagen und Maschinenbereich. Damit wurde ähnlich viel investiert wie im Vorjahr (T € 1.891). Schwerpunktmäßig wurde in Maßnahmen zur Kostenreduktion, Prozessverbesserung und -überwachung, den Anlagenaustausch und in die Sicherheit investiert. Ein Investitionsschwerpunkt war die Logistik. Im Laufe des Geschäftsjahres wurden zudem neue Investitionsprojekte im niedrigen einstelligen Millionenbereich für die Gesellschaft bewilligt. Zum Stichtag gab es keine wesentlichen Verpflichtungen aus Investitionsvorhaben. 2.5. Personal- und Sozialbereich Die Gesellschaft beschäftigte mit im Jahresdurchschnitt 326 Mitarbeitern ähnlich viele Mitarbeiter wie im vorangegangenen Geschäftsjahr (327). Urlaubs- und Krankheitsfehlzeiten wurden zu durch Zeitarbeitskräfte abgedeckt. 3. Lage 3.1. Vermögenslage Die Bilanzsumme zum 30. September 2022 belief sich auf T€ 99.510 (Vorjahr: T€ 104.700) und verkürzte sich damit um T€ 5.190. Auf der Aktivseite verringerte sich das Anlagevermögen nach Investition und Abschreibungen um T€ 1.434 auf T€ 13.416. Vor allem laufende Abschreibungen auf Gebäude reduzierten die Buchwerte. Das Umlaufvermögen verringerte sich um T€ 3.914 auf T€ 85.838. Innerhalb des Umlaufvermögen erhöhten sich die Vorräte aufgrund gestiegener Einkaufspreise und einen höheren Bestand an Fertigerzeugnissen um T€ 2.153. Gleichzeitig reduzierte sich der Bestand an Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen stichtagsbedingt um T€ 5.769 hauptsächlich gegenüber verbundenen Unternehmen. Das Eigenkapital veränderte sich aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags nicht und betrug zum 30.09.2022, wie im Vorjahr, T€ 73.971. Auf der Passivseite verringerten sich Sonderposten und Rückstellungen stichtagsbedingt um T€ 204 auf T€ 5.052 (Vorjahr: T€ 5.256). Die Gesamtverbindlichkeiten reduzierten sich stichtagsbedingt um T€ 4.986 auf T€ 20.487 (Vorjahr T€ 25.473). Dabei wurden die Konzernverbindlichkeiten um T€ 3.944 reduziert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung verringerten sich um T€ 1.052. 3.2. Ertragslage Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um T€ 8.933 (+10,1%) auf T€ 97.751 gestiegen. Hauptgrund waren Preissteigerungen von Rohmaterialien (siehe 2.3), welche an viele Kunden weitergegeben werden konnten. Der Absatz der Gesellschaft reduzierte sich um einen einstelligen Prozentbereich, da kriegsbedingt weniger nach Osteuropa und Russland verkauft wurde. Langfristige Lieferverträge sicherten Umsatz und Erträge der Gesellschaft ab, dies sogar bis in das Jahr 2024 und darüber hinaus ab. Die Umsätze verteilten sich mit T€ 12.429 (Vorjahr: T€ 10.065) auf das Inland, mit T€ 66.376 (Vorjahr: T€ 63.007) auf Umsätze innerhalb der Europäischen Union sowie mit T€ 19.240 (Vorjahr: T€ 15.841) auf Drittländer. Erlösschmälerungen wurden im Umfang von T€ -294 (Vorjahr: T€ -95) verbucht. Das Bruttoergebnis sank um T€ 3.890 auf T€ 4.305. Die Bruttorendite auf den Umsatz sank damit um 4,8 Prozentpunkte auf 4,4% (Vorjahr: 9,2%). Hauptgründe waren signifikante kriegs- und inflationsbedingte Kostensteigerungen bei nahezu allen eingekauften Produkten und Dienstleistungen, die nicht vollumfänglich an Kunden weitergegeben werden konnten. Vereinbarte Preisanpassungen in langfristigen Kundenverträgen sowie COVID Sonderzahlungen an Beschäftigte reduzierten zusätzlich das Bruttoergebnis. Produktivitätsmaßnahmen konnten die negativen Einflüsse teilweise kompensieren. Die Vertriebskosten stiegen aufgrund allgemeiner höherer Vertriebstätigkeit um 15% (T€ 85) auf T€ 666. Die allgemeinen Verwaltungskosten sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 727 oder 36,8% auf T€ 1.246 gesunken (Vorjahr: T€ 1.973). Der Gewinn vor Ergebnisabführung sank aufgrund der beschriebenen Effekte um 54% von T€ 5.963 im Vorjahr auf T€ 2.736 im Geschäftsjahr 2022. 3.3. Finanzlage Die Gesellschaft konnte jeder Zeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen und sich aus Eigenmitteln finanzieren. Durch die bestehende 100% Integration in den Berry Konzern bestehen einfache Möglichkeiten der kurz- und langfristigen Finanzierung durch die Muttergesellschaft. Zum Beginn des neuen Geschäftsjahres 2023 erhielt die Gesellschaft ein neues Darlehen von der Muttergesellschaft. Die wirtschaftliche und die finanzielle Lage des Unternehmens sind zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts insgesamt als stabil zu betrachten. Die verminderte Ertragslage beeinflusste den Cash-Flow. Der operative Cashflow wird näherungsweise als EBITDA vor Erträge aus der Auslösung von Sonderposten ermittelt. Er betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr rund T€ 5.700 (Vorjahr: rund T€ 10.230). Die Minderung um T€ 4.500 Euro resultiert aus einem um rund T€ 3.200 geringerem Ergebnis und rund T€ 1.300 Euro niedrigeren Abschreibungen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -T€ 1.862 (Vorjahr: T€ -1.891). Die Eigenkapitalquote stieg, aufgrund der etwas niedrigeren Bilanzsumme, auf 74,3% (Vorjahr: 70,7%). 4. Gesamtaussage Das abgelaufene Wirtschaftsjahr 2022 war ein herausforderndes, aber dennoch erfolgreiches Jahr für die Berry Aschersleben GmbH. Aufgrund Corona Pandemie, Ukrainekrieg und hoher Inflation auf allen Beschaffungsmärkten wurde das Ergebnis vor Ergebnisabführung nicht vollständig erreicht trotzdem konnte sich die Gesellschaft wirtschaftlich erfolgreich am Markt behaupten und Kunden- und Lieferantenbeziehungen festigen. Die Geschäftsführung beurteilt die Entwicklung der Gesellschaft als positiv. C. Nachtragsbericht Weitere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag und vor Abschluss der Aufstellung des Jahresabschlusses, die noch im Abschluss 2021/2022 zu berücksichtigen wären, sind nicht eingetreten. D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Voraussichtliche Entwicklung *** Die ökonomischen Aussichten für das Jahr 2023 schätzen viele Volkswirte inzwischen nicht mehr so trüb ein, wie kurz nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine im Februar 2022. Die lange Zeit befürchtete Rezession dürfte vergleichsweise mild ausfallen bzw. ganz entfallen. Die jüngsten Konjunkturprognosen unterschiedlicher Institute gehen von einem BIP-Rückgang in Deutschland zwischen -0,5% und +0,4% aus. Die Institute die ein positives Wachstum für 2023 prognostizieren, führen diese auf die Tatsache zurück, dass der Staat Privathaushalte und Unternehmen mit Milliardensummen bei den gestiegenen Kosten für Energie und Inflation entlastet (Strom- und Energiepreisbremsen, Heizkostenpauschalen, Inflationsausgleichszahlungen etc.). Zudem hatten viele Haushalte während der Corona Pandemie Geld gespart, das z.B. nicht für Urlaub konsumiert werden konnte und jetzt zur Verfügung steht. Im Juli 2023 sind bereits rückläufige Inflationsraten zu sehen. Die Inflationsprognosen für 2023 liegen für Westeuropa, Nordamerika und Asien zwischen 4,5% und 5,0%. Lediglich in Osteuropa und Ungarn werden höhere Inflationsraten prognostiziert. Die höchsten Preisansteige werden für Afrika mit bis zu +100% und Südamerika mit +23% erwartet (Quelle o und p). Im Einklang damit sind auch die Rohstoffpreise zur Mitte des Jahres 2023 bereits deutlich gesunken. Sie liegen um bis zu 30% niedriger als noch kurz nach Beginn des Krieges in den Monaten März bis Mai 2022 (Quelle: Berry Market Research/ Sourcing). Unser Geschäftsmodell, der Hygienemarkt, als Basisprodukt, vor allem im Bereich Babywindeln ist von diesen Entwicklungen weitestgehend abgekoppelt. Die beschriebenen Inflations- und Kaufkraftverluste wirken sich auf unser Geschäft dahingehend aus, dass sich die Konsumenten tendenziell für günstigere Handelsmarken anstatt Konsumgütermarken entscheiden werden. Die Berry Aschersleben GmbH beliefert stabil beide Segmente und mit bestehenden Lieferverträgen. Die Gesellschaft geht daher von einem Geschäftsverlauf für das Geschäftsjahr 2022/23 aus, bei der die gesteckten Ziele erreicht oder übertroffen werden. Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres wurden rund 68 Mio. Euro Umsatzerlöse erzielt. Für das Geschäftsjahr 2022/23 werden leicht rückläufige Umsatzerlöse gegenüber 2022/23 und Plan erwartet, was fast ausschließlich mit niedrigeren Rohmaterialpreisen und deren Weiterberechnung an die Kunden resultiert. Die fehlenden Absatzmärkte durch Russland Sanktionen können voraussichtlich mit anderen Märkten und oder Kunden kompensiert werden. Für das GJ 2023/ 24 geht die Geschäftsleitung von einem deutlich besseren Ergebnis vor Ergebnisabführung aus als im GJ 2022/23. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung wird sich im Geschäftsjahr 2022/23 voraussichtlich besser als geplant entwickeln, da sich viele Annahmen zu Preisentwicklung und hoher Inflation nicht bewahrheitet haben, bzw. sich die Inflation deutlich abschwächt. Die Gesellschaft wird zudem eine Vielzahl von produktiven Maßnahmen erfolgreich umsetzen. Als energieintensives Unternehmen wird sich auch die staatliche Strompreisbremse positiv im Ergebnis bemerkbar machen. Die Energiekosten bleiben eine große Herausforderung und stellen für die Zukunft ein Risiko dar. Die Weitergabe an Kunden gestaltet sich nach wie vor sehr schwierig jedoch mit ersten positiven Tendenzen. Rohstoffengpässe oder Energieknappheit sehen wir aktuell nicht als Risiko. Quellen Interne Planung &
m)
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/iwf-konjunktur-weltwirtschaft-prognose-101.html
2. Chancen- und Risikobericht Risikomanagement Die lokale und globale Geschäftsleitung wird mit Hilfe eines umfassenden internen Reportingsystems und zahlreicher Abstimmungsmeetings regelmäßig über den aktuellen Geschäftsverlauf sowie unmittelbare und mittelbare Risiken informiert. Damit können Risiken kurzfristig erkannt, bewertet und Maßnahmen eingeleitet werden. Ebenso werden geschäftliche Chancen schnell erkannt und wahrgenommen. Wesentliche Instrumente sind u.a. die Budgetierung, Plan-Ist-Vergleiche, monatlich rollierende Forecasts, regelmäßige Reviews und der Einsatzsatz von Dashboards und Kennzahlensystemen mit finanziellen und nichtfinanziellen Kennzahlen. Die Gesellschaft ist funktional in den Konzern integriert. Alle funktionalen Manager stimmen sich in regelmäßigen Treffen mit den Zentralbereichen und dem globalen Management ab. Lokal stimmt sich das Management regelmäßig formell und informell ab. Als Tochtergesellschaft eines amerikanischen Mutterkonzerns werden die Anforderungen nach SOX (Sarbanes-Oxley Act) umgesetzt und verifiziert. Die Interne Revision führt ebenfalls Prüfungen durch. Risiken Die Produkte der Gesellschaft haben Ihren Einsatz in Hygieneprodukten, welche krisenunabhängig nachgefragt werden. Es bestehen langfristige Lieferverträge mit großen Kunden. Die Corona Pandemie gilt überwiegend als überwunden. Absatzbedingte Risiken durch den Ukrainekrieg sind unerheblich bzw. konnten mittlerweile überwunden werden, unter anderem konnte der Absatz mit internen Kunden ausgeweitet werden. Daher sehen wir geringe absatzseitige Risiken. Nach wie vor wirken sich die stark gestiegenen Energiekosten negativ auf unser Geschäft aus. Die Gesellschaft nutzt gut planbare Termingeschäfte zur Absicherung, jedoch belasten uns daher im Geschäftsjahr 2023 die hohen Strompreise aus den im Jahr 2022 abgeschlossenen Kontrakten. Teilweise Abhilfe konnte die staatliche Strompreisbremse leisten. Stand Juli 2023 ist es nicht sicher, ob es eine Strompreisbremse in 2024 geben wird. Ebenfalls unklar sind die Regelungen für Unternehmen zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bzw. Energiefinanzierungsgesetz (EnFG) und ob weiterhin Energiesteuern erstattet werden. Dies stellt zukünftige finanzielle Risiken für die Gesellschaft dar. Ein niedriges Risiko besteht bei der Versorgung mit Gas. Ein weitere Kostenrisiko sehen wir durch hohe Tarifabschlüsse und Inflationsausgleichsprämien. In 2023 finden Haustarifverhandlungen statt und im Geschäftsjahr 2024 Flächentarifverhandlungen. Wir sind als Gesellschaft immer besser in der Lage die meisten Preissteigerungen an die Kunden weiterzugeben. Zudem stärken unsere innovativen Produkte und Technologien und umfassende Produktivitätsprogramme stetig unsere Wettbewerbsfähigkeit. Das Ausfallrisiko von Lieferanten oder Kunden wird trotz wirtschaftlicher schwierigerer Zeiten nach wie vor als gering betrachtet. Etwaige Liquiditätsengpässe oder drohende Insolvenzen sind nicht bekannt. Regelmäßige Bonitätsprüfungen der größten Kunden und Lieferanten werden auf Gesellschaftsebene bzw. auf Mutterkonzernebene durchgeführt. Ein Liquiditäts- und/oder Finanzierungsrisiko besteht aus Sicht der europäischen Gesellschaft nicht. Der überwiegende Teil der langfristigen Finanzierung wird seitens des Eigentümers gewährleistet. Kurz- und mittelfristiger Finanzierungsbedarf wird über den EU-Hauptsitz getätigt., falls ein Risiko bestehen würde. Es bestehen aktuell keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft. Chancen Chancen ergeben sich durch die weitere Fokussierung auf bestehende Kunden und Produkte und der daraus resultierenden Verbesserung des operativen Ergebnisses mit einem partnerschaftlichen "Together we grow" Ansatz. Mit unseren Kunden zusammen entwickeln wir Produkte weiter und erarbeiten Wertschöpfungspotentiale. Die Forschung- und Entwicklungsaktivitäten dazu verlaufen ebenfalls nach Plan und erfolgsversprechend. Es wurden erfolgreich neue Produkte eingeführt und es sind weitere neue Produkte mit bestehenden und oder neuen Kunden im Test. Die internationale Vertriebsorganisation wird ebenfalls permanent weiterentwickelt und zusammen mit dem Bereich Geschäftsentwicklung werden neue Kunden und Geschäftsfelder entwickelt. Potenzielle Chancen kommen auch aus unserer Belegschaft. Daher investieren wir viel in unsere Mitarbeiter und deren Weiterbildung. Wir sind Ausbildungsbetrieb, fördern Talente und vergeben Prämien und Awards für herausragende Leistungen. Unsere Arbeitsumgebung inspiriert, verbindet, ist offen und beruht auf gegenseitigem Vertrauen, Respekt und Leistungsbereitschaft. Unsere Mitarbeiterfluktuation ist niedrig und alle Führungspositionen sind besetzt. Berry Global sieht weiterhin enorme Chancen in der zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung der Industrie (Industrie 4.0). Wie unter 2.4 beschrieben werden jedes Jahr signifikante Investitionen getätigt. Eine Großautomatisierung im Logistikbereich ist zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts fast abgeschlossen.
Aschersleben, den 12. September 2023 Die Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Berry Aschersleben GmbH, Aschersleben Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Berry Aschersleben GmbH, Aschersleben, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Berry Aschersleben GmbH, Aschersleben, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 12. September 2023 Grant
Thornton AG
Maximilian Meyer zu Schwabedissen, Wirtschaftsprüfer Arndt F. Krüger, Wirtschaftsprüfer |
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