Stammdaten

Register
Amtsgericht Ingolstadt HRB 9164
Eingetragen
27.12.2017
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
EDV-Beratung, Software- und Hardwareentwicklung sowie An- und Verkauf von Hard- und Software sowie Beratung von traditionellen und neuen Medien sowie damit zusammen hängende Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Centric Software, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
CS Holding GmbH
Germany
100.200 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CONTENTSERV GmbH

Rohrbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31.12.2022

CONTENTSERV GmbH

Rohrbach

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.605,00 41.338,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 45.395,00 71.205,00
Summe Anlagevermögen 68.000,00 112.543,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.314.860,06 597.188,17
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.119.470,93 4.313.633,79
3. sonstige Vermögensgegenstände 164.150,97 226.179,91
5.598.481,96 5.137.001,87
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 0,00 588.796,34
Summe Umlaufvermögen 5.598.481,96 5.725.798,21
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.464.797,41 1.743.545,41
8.131.279,37 7.581.886,62

PASSIVA

Geschäftsiahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 50.000,00 50.000,00
III. Gewinnvortrag 671.518,28 494.746,26
IV. Jahresüberschuss 111.781,52 176.772,02
Summe Eigenkapital 933.299,80 821.518,28
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 141.003,88 159.228,85
2. sonstige Rückstellungen 893.682,33 1.385.196,48
1.034.686,21 1.544.425,33
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.579.945,76 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.579.945,76 (EUR 0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 290.998,15 265.764,53
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 290.998,15 (EUR 265.764,53)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.838,91 2.763.912,99
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 20.838,91 (EUR 2.763.912,99)
4. sonstige Verbindlichkeiten 208.013,21 281.721,49
- davon gegenüber Gesellschaftern EUR 0,00 (EUR 34.200,00)
- davon aus Steuern EUR 147.735,74 (EUR 115.017,72)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 14.724,96 (EUR 18.630,94)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 208.013,21 (EUR 281.721,49)
2.099.796,03 3.311.399,01
D. Rechnungsabgrenzungsposten 4.063.497,33 1.904.544,00
8.131.279,37 7.581.886,62

Handelsrecht

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

CONTENTSERV GmbH

Rohrbach

Geschäftsiahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 15.312.905,28 16.411.400,73
2. sonstige betriebliche Erträge 274.702,32 392.909,01
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 0,00 (EUR 605,46)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.545.441,61 6.680.353,12
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.416.481,86 5.987.832,78
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 883.162,12 855.622,41
- davon für Altersversorgung EUR 31.713,52 (EUR 33.776,64)
6.299.643,98 6.843.455,19
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 59.501,00 74.796,72
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.556.085,33 2.897.236,41
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 1.343,15 (EUR 929,49)
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 53.254,68 118.187,50
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 53.252,50 (EUR 118.187,50)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 16.235,96 135.727,88
- davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (EUR 132.166,66)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 48.649,88 106.781,15
10. Ergebnis nach Steuern 115.304,52 184.146,77
11. sonstige Steuern 3.523,00 7.374,75
12. Jahresüberschuss 111.781,52 176.772,02

Handelsrecht

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der CONTENTSERV GmbH wurde für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH- Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Rohrbach. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ingolstadt unter der Nummer HRB 9164 geführt.

Die CONTENTSERV GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. v. § 267 Abs. 2 HGB.

Von den größenabhängigen Erleichterungen nach 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Der Abschluss ist in Euro aufgestellt.

Der Abschluss wurde unter Zugrundelegung der Going-Concern-Prämisse I. S. d. § 252 Abs. 1 HGB aufgestellt. Diese ist trotz der Ausnutzung der Kreditlinie über TEUR 1.580 gegeben. Der Grund für die Beanspruchung einer Kreditlinie liegt darin, dass die Wartungsumsätze der Perpetual Verträge überwiegend im Januar eines Jahres zu Erlösen bzw. zu Zahlungseingängen führen, die im vierten Quartal eines Jahres aufgebraucht sind, was noch nicht durch unterjährige Erlöse aufgefangen werden kann. Ende Januar 2023 wurde die Kreditlinie bereits nicht mehr in Anspruch genommen und zurückbezahlt. Für das Geschäftsjahr 2023 wird ein positiver operativer Cashflow erwartet.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände von 3 bis 5 Jahren linear vorgenommen.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 betragen (GWG), wurden im Jahr des Zugangs sofort voll abgeschrieben und als Vollabgang dargestellt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände von 3 bis 13 Jahren linear vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Guthaben bei Kreditinstituten

Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich auf EUR 100.000,00 und ist voll eingezahlt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Bei der Bewertung wurden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen sowie Zinseffekte berücksichtigt, sofern die Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagten Steuern der Jahre 2022 und 2021.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten wurden miteinander verrechnet (saldiert), sofern eine Aufrechnungslage gem. § 387 BGB in der Weise gegeben war, dass die gegenseitigen Leistungen zwischen denselben Personen bzw. Unternehmen bestanden, gleichartig und fällig waren. Liquide Mittel flossen in dem Umfang zu, wie die Forderungen die Verbindlichkeiten überstiegen. Sofern die Verbindlichkeiten die Forderungen überstiegen haben, erfolgte ein Mittelabfluss. Eine derartige Verrechnung wurde in 2021 nicht vorgenommen, es besteht somit eine abweichende Darstellung zum Vorjahr. Der im Vorjahr unverrechnete Saldo beträgt EUR 1.707.600,88.

3. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens im Berichtsjahr verweisen wir auf den Anlagenspiegel.

Forderungen

Art der Forderung zum 31.12.2022 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
kleiner 1 Jahr größer 1 Jahr
TEUR TEUR TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 1.314,9 1.314,9 0,0
i. VJ 597,2 597,2 0,0
gegen verbundene Unternehmen 4.119,5 4.119,5 0,0
i. VJ 4.313,6 4.313,6 0,0
sonstige Vermögensgegenstände 164,1 47,2 116,9
i. VJ 226,2 226,2 0,0
Summe 5.598,5 5.481,6 116,9
i. VJ 5.137,0 5.137,0 0,0

Die Gesellschaft erfasst Forderungen gegen ihre Kunden zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung. Zum Stichtag sind Forderungen in Höhe von TEUR 737 (i. VJ. TEUR 355) bilanziert, für die die Gesellschaft ihre Leistungserbringung noch nicht vollständig abgeschlossen hat. Der darauf entfallende künftige Umsatz wurde passivisch abgegrenzt.

Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.356 (i. VJ: TEUR 4.314) sowie Darlehensforderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 2.763 (i. VJ: EUR 0).

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 164.150,97 (i. VJ: EUR 226.179,91) setzen sich wie folgt zusammen:

EUR
Sonstige Forderungen 116.922,67
Kautionen 3.000,00
Umsatzsteuer-Forderung 2021 5.377,46
Körperschaftsteuerrückforderung 18.741,02
In Folgeperiode abziehbare Vorsteuer 10.822,52
Forderungen gegen Personal 800,00
Forderungen gegen Versicherungen 2.392,00
Kreditorische Debitoren 6.095,30
Summe 164.150,97

Rechnungsabgrenzungsposten

Bei dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR 2.464.797,41 (i. VJ: EUR 1.743.545,41) handelt es sich im Wesentlichen um jahresübergreifende Fremdleistungsverträge, davon EUR 2.233.517,52 (i. VJ: EUR 1.585.224,64) konzernintern.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist durch die Kapitaleinlage in Höhe von EUR 50.000,00 in die Kapitalrücklage, den Gewinnvortrag in Höhe von EUR 671.518,28 sowie den Jahresüberschuss 2022 in Höhe von EUR 111.781,52 geprägt. Des Weiteren besteht das gezeichnete Kapital unverändert im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von EUR 100.000,00.

Rückstellungen

Art der Rückstellung Stand zum 31.12.2021 Stand zum 31.12.2022 Änderung ggü. d. Vorjahr in
TEUR TEUR TEUR %
Steuerrückstellungen 159,2 141,0 -18,2 -11,4
Gewerbesteuer 92,4 66,8 -25,6 -27,7
Körperschaftsteuer 48,2 74,2 26,0 53,9
sonstige Steuerrückstellungen 18,6 0,0 -18,6 -100,0
Sonstige Rückstellungen 1.385,2 893,7 -491,5 -35,5
Gewährleistung 124,8 62,5 -62,3 -49,9
Abschluss- und Prüfungskosten 75,8 118,2 42,4 55,9
übrige sonstige Rückstellungen 1.184,6 713,0 -471,6 -39,8
Rückstellungen gesamt 1.544,4 1.034,7 -509,7 -33,0

Die übrigen sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 712.944,30 (i. VJ: EUR 1.184.657,98) setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Rückstellungen für Personalkosten 299
Urlaubsrückstellungen 147
Bonus - Rückstellungen für verbundene Unternehmen 102
Rückstellungen für sonstige Personalkosten 87
Sonstige Rückstellungen 78
Summe 713

Erhaltene Anzahlungen und Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2022 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
kleiner 1 Jahr größer 1 Jahr
TEUR TEUR TEUR
gegenüber Kreditinstituten 1.579,9 1.579,9 0,0
i. VJ 0,0 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 291,0 291,0 0,0
i. VJ 265,8 265,8 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 20,8 20,8 0,0
i. VJ 2.763,9 2.763,9 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 208,0 208,0 0,0
i. VJ 281,7 248,4 33,3
Summe 2.099,8 2.099,8 0,0
i.VJ 3.311,4 3.278,1 33,3

Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 1.579.945,76 (i.VJ: EUR 0) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 290.998,15 (i. VJ: EUR 265.764,53). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen im Geschäftsjahr EUR 20.838,91 (i. VJ: EUR 2.763.912,99). Diese resultieren in Höhe von EUR 0,00 (i. VJ: EUR 2.132.166,66) aus Darlehensverbindlichkeiten sowie in Höhe von EUR 20.838,91 (i. VJ: EUR 631.746,33) aus Lieferungen und Leistungen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Gesellschaftern betragen zum Bilanzstichtag EUR 20.838,91 (i. VJ: EUR 164.385,23).

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 208.013,21 (i. VJ: EUR 281.721,49) setzen sich wie folgt zusammen:

EUR
Verbindlichkeiten Lohn- und Kirchensteuer 84.223,07
Kreditkartenabrechnungen 44.552,51
Verbindlichkeiten soziale Sicherheit 14.724,96
Verbindlichkeiten Umsatzsteuer-Vorauszahlungen 63.512,67
Erhaltene Kautionen 1.000,00
Summe 208.013,21

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Bei dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 4.064 (i. VJ: EUR 1.905) handelt es sich im Wesentlichen um Erlöse, deren Leistungen auf das Folgejahr entfallen, davon EUR 1.384.374 (i. VJ: TEUR 4) konzernintern.

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält abgegrenzte Umsatzerlöse über TEUR 652 (I. VJ.TEUR 355), für die bis zum Stichtag noch keine Zahlungseingänge erfolgten.

Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse i.S.v. § 251 HGB zum Bilanzstichtag.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB

In Höhe von insgesamt TEUR 296 (i. VJ: TEUR 244) bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen resultieren aus dem Leasing von Kraftfahrzeugen (TEUR 142) und der Anmietung von Büroräumen (TEUR 154). Die Kfz- Leasingverträge haben eine Laufzeit von drei Jahren. Der übrige Mietvertrag hat eine Restlaufzeit von einem Jahr. Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen mit verbundenen Unternehmen.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 15.312.905,28 (i. VJ: EUR 16.411.400,73) wurden größtenteils in Deutschland erwirtschaftet.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 0,00 (i. VJ: EUR 605,46) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 1.343,15 (i. VJ: EUR 929,49) enthalten.

5. Sonstige Angaben

Organe der Gesellschaft

Im Geschäftsjahr 2022 und bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses waren bzw. sind

Herr Holger Schneider, Maisach ab dem 15. Oktober 2019 bis zum 03. Mai 2023
Herr Manuel Dirnhofer, Bodman-Ludwigshafen ab dem 05. Juli 2021 bis zum 04. Oktober 2022
Herr Michael Kugler, München seit dem 03. Mai 2023
Herr Michael Mack, München seit dem 03. Mai 2023

zu alleinvertretungsberechtigten und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiten Geschäftsführern bestellt.

Vergütung der Geschäftsführer

Da im Geschäftsjahr 2022 nur zwei Geschäftsführer ihre Vergütung von der Gesellschaft beziehen, nimmt die Gesellschaft die Befreiungsmöglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

Anzahl der Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer setzt sich wie folgt zusammen:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Frauen 32,00
Männer 40,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 72,00

Gesellschafter

Name Contentserv Swiss GmbH, 100 %
Sitz Schweiz
Rechtsform GmbH
Gezeichnetes Kapital EUR 100.000,00

Wir verweisen auf die Nachtragsberichterstattung.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführer schlagen vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 111.781,52 auf neue Rechnung fortzutragen.

Konzernzugehörigkeit

Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird, ist die CS HOLDING GmbH. Der Konzernabschluss kann im Unternehmensregister eingesehen werden.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Transaktionen mit nahestehenden Personen bestehen mit verbundenen Unternehmen. Diese wurden auf Basis vorhandener Verrechnungsverträge abgerechnet. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die nicht zu marktüblichen Konditionen zustande gekommen sind, bestehen nicht.

Nachtragsbericht

Bisher sind noch keine negativen Auswirkungen aus dem Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine auf den Geschäftserfolg der Contentserv GmbH zu beobachten. Die Geschäftsführung verfolgt etwaige Effekte sehr eng, so dass - falls notwendig - schnelle Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.

Mit Wirkung zum 24. Juni 2022 wurde durch eine konzerninterne Umstrukturierung die CS Bidco GmbH, Schweiz, die mit Wirkung zum 2. August 2022 in Contentserv Swiss GmbH, Schweiz, umfirmiert wurde, neue Gesellschafterin der Contentserv GmbH. Bis einschließlich 23. Juni 2022 wurden die Anteile von der Contentserv Group AG, Schweiz, gehalten.

6. Unterschrift der Geschäftsführung

 

Rohrbach, 10. November 2023

Michael Kugler

Michael Mack

Anlagenspiegel zum 31.12.2022

Contentserv GmbH

Rohrbach

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022 Zugänge Abgänge Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 88.903,25 0,00 0,00 88.903,25
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 88.903,25 0,00 0,00 88.903,25
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 326.457,28 16.637,00 48.884,24 294.210,04
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 4.497,01 4.497,01 0,00
Summe Sachanlagen 326.457,28 21.134,01 53.381,25 294.210,04
Summe Anlagevermögen 415.360,53 21.134,01 53.381,25 383.113,29
kumulierte Abschreibung 01.01.2022 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge kumulierte Abschreibung 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 47.565,25 18.733,00 0,00 66.298,25
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 47.565,25 18.733,00 0,00 66.298,25
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 255.252,28 40.768,00 47.205,24 248.815,04
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 255.252,28 40.768,00 47.205,24 248.815,04
Summe Anlagevermögen 302.817,53 59.501,00 47.205,24 315.113,29
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2022 Buchwert Vorjahr 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.605,00 41.338,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 22.605,00 41.338,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 45.395,00 71.205,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 45.395,00 71.205,00
Summe Anlagevermögen 68.000,00 112.543,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A Grundlagen des Unternehmens

1) Geschäftsmodell

Die Contentserv GmbH mit Sitz in Rohrbach an der Ilm besteht seit dem Jahr 2000. Sie ist Teil der Contentserv Gruppe, die mit dem Erwerb der Mehrheit (60%) der Geschäftsanteile an der Contentserv Gruppe durch den Finanzinvestor Investcorp im August 2019 über die Tourmalet Holdings Limited, Cayman Islands, entstand. Die CS HOLDING GmbH ist seitdem die oberste Muttergesellschaft der Contentserv Gruppe. Die restlichen Geschäftsanteile befinden sich in Privatbesitz. Zentraler Unternehmensgegenstand der Contentserv Gruppe und damit auch der Contentserv GmbH (Contentserv) ist die Entwicklung, der Vertrieb und der Cloud-basierte Betrieb einer Softwarelösung mit Anwendungen in den Bereichen Product Information Management (PIM), Master Data Management (MDM) und Marketing Experience Management (MxM). Die Contentserv Product Experience Plattform befähigt Markenunternehmen und Händler, die Erwartungen ihrer Kunden mit vielfältigen, relevanten und emotionalen Produkterlebnissen zu übertreffen. Contentserv wurde von Forrester Research als Strong Performer ausgezeichnet.

Der Vertrieb der Contentserv Software erfolgt über eigene Vertriebsgesellschaften in Deutschland, Belgien, USA und Japan, aber auch über Partner in Europa, Amerika und Asien. Die Contentserv GmbH ist der wesentliche Umsatzträger der Contentserv Gruppe. Sie ist jedoch auch Entwicklungsgesellschaft und als solche vor allem für die Steuerung der Unternehmensgruppe in den Bereichen (Weiter-)Entwicklung der Software und den Betrieb der Cloud Infrastruktur verantwortlich. Dies führt dazu, dass die Contentserv GmbH seit Anfang 2022 aufgrund einer Verlagerung der wesentlichen Entscheidungs- und Strategieführerschaft von der Contentserv Swiss GmbH, Ermatingen/Schweiz, auf die Contentserv GmbH Lizenzeinnahmen von den ausländischen Vertriebsgesellschaften aus dem Vertrieb der Contentserv Software erzielt. Im Gegenzug trägt die Contentserv GmbH die vollständigen Kosten für die Entwicklungsleistungen. Durch die Übernahme dieser Kosten sind etwaige Lizenzzahlungen abgegolten. Insofern fallen neben der Übernahme von Entwicklungsaufwendungen keine weiteren Kosten für das Geschäftsjahr 2022 an. Über den Erwerb des zugehörigen IP-Transferpaketes (bestehend aus den Rechten am Quellcode, der Marke und der Website) wird im vierten Quartal 2023 - nach Fertigstellung eines Bewertungsgutachtens - zwischen der Contentserv Swiss GmbH und der Contentserv GmbH verhandelt werden. Nach derzeitigen Erkenntnissen beträgt der potenzielle Wert für das IP-Paket in etwa 6 Mio. EUR. Sofern die Verhandlungen nicht zu einem Verkauf führen, sind sich die Parteien einig, dass stattdessen ab Januar 2024 eine Lizenzrate in Höhe von 5% p.a. anfällt.

Die Entwicklung und das Qualitätsmanagement der Software werden vornehmlich in Europa vorangetrieben.

Im Jahr 2018 wurde entschieden, dass das Geschäftsmodell von Contentserv von dem Verkauf der Nutzungsrechte an der Contentserv Software (Perpetual License) sowie dem Betrieb auf der kundeneigenen IT-Plattform (On Premise) auf ein Software as a Service Modell (SaaS), d.h. der "Vermietung" der Nutzungsrechte an der Contentserv Software, umgestellt wird. Die Software wird nunmehr überwiegend über die von Contentserv bereitgestellte IT-Plattform betrieben (Cloud). Diese wird aus Deutschland und Portugal gesteuert.

Die Implementierung der Projekte erfolgt mittlerweile überwiegend durch die Partner der Contenserv Gruppe und nur auf expliziten Wunsch des Kunden durch Contentserv selbst.

2) Forschung und Entwicklung

Die Softwarebranche unterliegt naturgemäß einem schnellen, technologischen Wandel. Contentserv investiert daher kontinuierlich in die Neu- und Weiterentwicklung seiner Softwarelösungen. Dafür unterhält die Gruppe in Europa Produktmanagement-, Entwicklungs- und Qualitätssicherungsteams mit insgesamt 68 Mitarbeitern zum Jahresende, die die Software und begleitende Produkte weitestgehend selbst entwickeln. Entwicklungsaufwendungen werden nicht aktiviert.

3) Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftsführung steuert die Konzerngesellschaften im Wesentlichen auf Basis des realisierten Auftragseingangs "Annual Recurring Revenue", der daraus resultierenden Umsatzerlöse sowie dem EBITDA.

4) Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Neben den Mitarbeitern sind zufriedene Kunden das wichtigste Asset von Contentserv. Auch 2022 kam es zu keinen nennenswerten Kündigungen von Verträgen. Dies gilt vor allem für die Wartungsverträge der Kunden, die das Perpetual Licence Modell gewählt hatten, aber auch für die neueren SaaS Verträge. Die Zufriedenheit der Kunden drückt sich auch dadurch aus, dass es Contentserv immer besser gelingt, sogenannte "On Premise"-Kunden in die SaaS-Umgebung zu migrieren.

Auch die Mitarbeiterzufriedenheit ist Contentserv sehr wichtig. So werden inzwischen regelmäßig Mitarbeiterbefragungen sowie -gespräche durchgeführt. Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragungen fließen sodann in die strategischen Entscheidungen des Managements mit ein.

B Wirtschaftsbericht

1) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Jahr 2022 war in der ersten Jahreshälfte weiterhin von der Covid-19-Krise geprägt. Die Weltwirtschaft wuchs nach einem Wachstum von 6,0% im Jahr 2021 im Jahr 2022 um 3,1%. Das BIP der Europäischen Union stieg um 3,5% und in Deutschland um 1,8% 1 Mit der vollständigen Überwindung der Covid-19-Krise war für alle Nationen mit 2,9% ein weiteres Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 vorhergesagt worden. 2 Nach dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine waren die wirtschaftlichen Aussichten vor allem durch die Unsicherheit über die Energieversorgungslage sowie höhere Inflation, deren Ursache u.a. in den steigenden Energiepreisen lag, geprägt. 3 Die Inflationsrate im Euro-27 Raum erreichte mit 11,5% im Oktober 2022 ihren Höhepunkt und liegt im Juli 2023 immer noch 6,1% verglichen mit dem gleichen Monat im Vorjahr. 4 Für 2023 liegt die erwartete Inflationsrate im weltweiten Mittel bei 7%. 5 Für die Weltwirtschaft wird für 2023 ein Wirtschaftswachstum von 2,9% erwartet. Die Prognosen für Europa und Deutschland liegen bei 0,7% bzw. 0,1%. 6

Der globale Markt für Application Development Software wuchs im Jahr 2022 auf ein Volumen von 152 Mrd. USD (+7,7% im Vergleich zu 2021) an und konnte sich damit ein wenig von der Entwicklung der globalen Weltwirtschaft abkoppeln. Für 2023 wird ein Marktvolumen von 167 Mrd. USD prognostiziert, das im Jahr 2024 um weitere 7,7% ansteigen soll. 7

Für die weltweiten SaaS-Umsätze wird für das Jahr 2022 ein Volumen von 203 Mrd. USD prognostiziert (Europa 47,4 Mrd. USD). Im Jahr 2023 wird ein Anstieg auf 239 Mrd. USD (Europa 57,3 Mrd. USD) vorhergesehen, der sich im Jahr 2024 auf 263 Mrd. USD fortsetzen soll (Europa +12,1%). 8

Im Jahr 2022 war in Deutschland ein Anstieg der Umsätze mit Software auf 37,9 Mrd. EUR zu verzeichnen, der sich im Jahr 2023 mit einem Zuwachs von 3,6 Mrd. EUR auf 41,5 Mrd. EUR noch verstärkten soll. Für das Jahr 2024 wird mit einem weiteren Marktwachstum auf dann 45,7 Mrd. EUR gerechnet. 9

Der weiterhin seit Ende Februar 2022 stattfindende russische Angriffskrieg, sich normalisierende Lieferketten und die nach wie vor hohe Inflation stellen weiterhin Bedrohungen für die Entwicklung der globalen Weltwirtschaft dar. Diese sind in unserer Branche derzeit allerdings nicht merklich spürbar.

1 https://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG (World Bank national accounts data, and OECD National Accounts data files)
2 International Monetary Fund, World Economic Outlook Update, Januar 2023
3 Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Pressekonferenz 30. März 2022 "AKTUALISIERTE KONJUNKTURPROGNOSE 2023 UND 2024" vom 22. März 2023
4 Preisentwicklung in den EU-Staaten 2022 - Statistisches Bundesamt (destatis.de)
5 ifo INSTITUT, Economic Experts Survey: Inflation bleibt weltweit hoch (1. Quartal 2023), 13. April 2023
6 International Monetary Fund, World Economic Outlook, January 2023
7 Statista Technology Market Outlook, Application Development Software - Market data analysis & forecasts, März 2023
8 Statista Technology Market Outlook, Software as a Service - Market data analysis & forecasts, November 2022
9 bitkom, ITK-Marktzahlen, Juli 2023

2) Geschäftsverlauf

Der Kernabsatzmarkt von Contentserv ist weiterhin Europa und hier vor allem der deutschsprachige Raum.

Das Geschäftsjahr 2022 war nur im geringen Ausmaß von Covid-19 geprägt. Persönliche Meetings mit dem Kunden vor Ort waren besser möglich, aber eine allgemeine Zurückhaltung für persönliche Treffen war durchaus noch spürbar. Aufgrund der Covid-Zeit sind die Contentserv Vertriebsmitarbeiter heutzutage gut geschult, das stark erklärungsbedürftige Produkt vor Ort bei potenziellen Kunden als auch Remote zu vertreiben.

Die Umsätze im Geschäftsjahr betrugen 15.313 TEUR (Vorjahr 16.411 TEUR). Mit 12.499 TEUR stammen in etwa 82% (Vorjahr 9.565 TEUR bzw. 58%) der Umsätze aus Leistungsbeziehungen mit fremden Dritten und stellen somit echte Außenumsätze dar. Insgesamt stiegen die Außenumsätze um ca. 30% an. Der Rest ist Umsätzen aus Leistungsbeziehungen mit Konzerngesellschaften zuzuordnen. Der relativ starke Rückgang um 4.032 TEUR bei den Umsätzen aus internen Leistungsbeziehungen ist durch die Verlagerung des Ortes der zentralen Unternehmenssteuerung von der Schweiz nach Deutschland mit Wirkung zu Beginn des Jahres 2022 begründet. Bis zur Verlagerung hat die Contentserv GmbH ihre Kosten, die mit der Entwicklung der Software, dem Betrieb der Cloud und Verwaltungsaufgaben verbunden waren, an die Schweizer Muttergesellschaft weiterbelastet. Die internen Umsätze aus dieser Weiterbelastung beliefen sich im Jahr 2021 auf 4.912 TEUR. Seit 2022 erwirtschaftet die Contentserv GmbH ihre internen Umsätze über Lizenzeinnahmen aus den ausländischen Gesellschaften für deren Umsätze mit fremden Dritten. 47% (Vorjahr 30%) der Außenumsätze resultieren aus dem Verkauf bzw. der Vermietung der Contentserv Software. Diese Entwicklung war erwartet worden, da SaaS-Modelle zunehmende Akzeptanz auf dem Gesamtmarkt erhalten. Die Perpetual License Umsätze mit fremden Dritten hatten im Jahr 2022 einen Anteil von 20% an den gesamten Softwareumsätzen in Höhe von 5.878 TEUR (Vorjahr 31%). Service hatte einen Anteil von 9% (Vorjahr 14%) an den Außenumsätzen. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 sank der Anteil der Wartungsumsätze um ca. 9% auf nun 41% am Außenumsatz. Die stabile Kundenbasis aus Perpetual License Umsätzen ist der Grund für den nach wie vor hohen Anteil. Der Rückgang war jedoch erwartet worden, da vor allem das SaaS-Modell aktiv am Markt vertrieben wird.

Die Erwartungen der Geschäftsführung in Bezug auf das Geschäftsjahr wurden erreicht.

3) Ertragslage

Wesentliche Bestandteile der Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 6.545 TEUR (Vorjahr 6.680 TEUR) sind mit 2.930 TEUR direkte Aufwendungen für die Auftragsentwicklung der Contentserv Software und dem Service hierfür, angefallen durch die Schwestergesellschaften in Indien und Portugal. Die Contentserv GmbH trägt mit Beginn 2022 vollständig die Aufwendungen für die weitere Entwicklung der Contentserv Software, die bis dahin durch die Muttergesellschaft getragen wurden. Dies gilt unabhängig davon, ob die Aufwendungen im Inland oder bei ausländischen Schwestergesellschaften anfallen. Der verbleibende Betrag sind Aufwendungen für Hosting, Lizenz- und Wartungskosten für Drittsoftware sowie bezogene Leistungen durch fremde Dritte.

Neben den bezogenen Leistungen betrifft der weitere wesentliche Aufwandsposten von Contentserv die Personalaufwendungen. Im Geschäftsjahr 2022 wurden im Durchschnitt 72 Mitarbeitende (Vorjahr 75) beschäftigt. Der Aufwand hierfür beträgt 6.300 TEUR (Vorjahr 6.843 TEUR).

Im Geschäftsjahr 2022 werden sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 2.556 TEUR (Vorjahr 2.897 TEUR) verzeichnet. 57% entfallen auf verschiedene betriebliche Kosten (Vorjahr 68%). Unter anderem beinhaltet diese Position Beratungs- und Prüfkosten, Lizenzkosten für genutzte Software, Personalbeschaffung sowie allgemeine Verwaltungskosten. Die Raumkosten haben mit 169 TEUR (Vorjahr 244 TEUR) einen Anteil von ca. 7% an den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Werbe- und Reisekosten betragen 261 TEUR (Vorjahr 214 TEUR) im Berichtsjahr.

Das Unternehmensergebnis wird, wie in der ganzen Contentserv Gruppe, aufgrund des geringen Anlagevermögens und der Abhängigkeit von den finanziellen Mitteln der Gesellschafter auf Konzernebene auf Ebene des EBITDA betrachtet und gesteuert, weswegen auf die Darstellung weiterer Aufwandspositionen verzichtet wird.

Im Geschäftsjahr 2022 betrug das EBITDA 186 TEUR (Vorjahr 383 TEUR). Das Ergebnis liegt im Rahmen der Erwartungen.

4) Finanz- und Vermögenslage

Finanzlage

Die Ausstattung der Contentserv GmbH mit ausreichend finanziellen und liquiden Mitteln zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs ist grundsätzlich sichergestellt. Die Transformation des Geschäftsmodells vom Perpetual License Modell zum SaaS License Modell konnte im Berichtsjahr durch die Gesellschaft eigenständig finanziert werden. Im Sommer 2022 konnte die Einwerbung einer Kreditlinie im Umfang von 2,0 Mio. EUR erfolgreich abgeschlossen werden, welche zeitweise in Anspruch genommen wurde.

Die Geschäftsführung sieht es aufgrund der aktuellen Einschätzung als überwiegend wahrscheinlich an, dass auch zukünftig alle vertraglichen Verpflichtungen eingehalten werden können. Die Geschäftsführung stützt sich dabei auf den regelmäßig stattfindenden Diskurs mit den Gesellschaftern der Contentserv Gruppe.

Die Gesellschaft finanzierte den laufenden Betrieb im Geschäftsjahr weitestgehend aus dem operativen Cashflow. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen am Jahresende 21 TEUR. (Vorjahr 2.764 TEUR). Die Reduktion konnte hauptsächlich dadurch erreicht werden, dass die oberste Muttergesellschaft im Wege der Schuldübernahme ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von 2.000 TEUR übernommen hat. Die Kreditlinie wurde zum Bilanzstichtag mit 1.580 TEUR in Anspruch genommen. Der Grund dafür ist, dass die Wartungsumsätze der Perpetual Verträge überwiegend im Januar eines Jahres zu Zahlungseingängen führen, die im vierten Quartal eines Jahres aufgebraucht sind, was noch nicht durch unterjährige Erlöse aufgefangen werden kann. Ende Januar 2023 wurde die Kreditlinie bereits nicht mehr in Anspruch genommen. Mit dem weiteren Wachstum von Contentserv wird sich die Liquiditätslage am Ende des Jahres verbessern.

Im Geschäftsjahr 2022 war der Konzern durchgehend finanziert und somit die Contentserv GmbH ebenso. Für das Risiko, dass die Gesellschaft in der Vergangenheit und zukünftig nicht in der Lage gewesen sein sollte, fällige Verbindlichkeiten aus eigenen Mitteln auszugleichen, haben die Gesellschafter der obersten Konzernmutter CS HOLDING GmbH einen Support Letter unterzeichnet, in dem sie zusagen, die CS HOLDING GmbH mit finanziellen Mitteln bis zu einer Höhe von 2,1 MEUR auszustatten. Der Support Letter ist bis zum 31. Dezember 2024 gültig. Zusätzlich konnte die CS HOLDING GmbH mit einem der Gesellschafter einen Darlehensvertrag abschließen, der der Gesellschaft die Möglichkeit gibt, jederzeit ein Darlehen in Höhe von 500 TEUR abzurufen.

Die Konzernführung hat weitere operative Maßnahmen ergriffen, um die Aufwandspositionen nicht überproportional zum Umsatzwachstum ansteigen zu lassen und die Contentserv GmbH in diese Maßnahmen eingebunden.

Vermögenslage

Im Verlauf des Geschäftsjahres wurden 17 TEUR für IT-Equipment sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert.

Das Anlagevermögen zum Ende des Geschäftsjahres 2022 setzt sich zu 67% aus Betriebs- und Geschäftsausstattung (Vorjahr 63%) sowie 33% aus entgeltlich erworbenen Softwarelizenzen (Vorjahr 37%) zusammen.

Leistungswirtschaftlich von Bedeutung sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zum Bilanzstichtag in Höhe von 1.315 TEUR gegen fremde Dritte (Vorjahr 597 TEUR) und in Höhe von 4.119 TEUR gegen verbundene Unternehmen (Vorjahr 4.314 TEUR) bestehen. Darin enthalten ist ein Darlehen in Höhe von 2.763 TEUR (Vorjahr 0 EUR) an die oberste Muttergesellschaft der Contentserv Gruppe, die CS HOLDING GmbH.

Zahlungsstörungen waren nicht zu verzeichnen.

5) Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement

Die Contentserv GmbH ist im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit einer Vielzahl von Chancen und Risiken ausgesetzt. Unternehmerisches Handeln bedeutet, Chancen zu nutzen und etwaige Risiken möglichst frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und ihnen entgegenzuwirken. In regelmäßig stattfindenden Managementmeetings werden die Entwicklungen der einzelnen Tochtergesellschaften, aber auch einzelner funktionaler Bereiche diskutiert und Maßnahmen zur Ergreifung von Chancen bzw. Abwendung von Risiken verabredet sowie nachgehalten.

Das interne Berichtswesen ist das Kernstück des Risikomanagements der Contentserv GmbH. Es ermöglicht das Controlling aller wirtschaftlich relevanten Eckdaten einzelner Tochtergesellschaften sowie einzelner Funktionsbereiche. Basis hierfür ist der jährliche Budgetierungsprozess sowie unterjährig stattfindende Forecast-Prozesse.

Die jeweiligen Entscheidungsträger verfügen somit über zeitnahe und adäquate Informationen, die es ihnen ermöglichen, ihre Organisationseinheiten erfolgreich zu steuern und stetig weiterzuentwickeln.

Gesamtwirtschaftliches Risiko

Chancen und Risiken bestehen in erster Linie in marktübergreifenden Entwicklungen, wie der zunehmenden Notwendigkeit, sich als Unternehmen auf unterschiedlichen Kanälen zu präsentieren, der wirtschaftlichen Entwicklung der Absatzmärkte der Contentserv GmbH im Allgemeinen sowie von Fokusbranchen im Speziellen. Abhängigkeiten von einzelnen Kunden oder Branchen bestehen nicht.

Der anhaltende Trend zur Verlagerung von immer mehr Daten und Datenverarbeitungsprozessen auf Server (Cloud) sowie die zunehmende Bedeutung des E-Commerce korrespondiert mit dem Kerngeschäft und der aktuellen Portfolio-Ausrichtung von Contentserv als Softwareanbieter und eröffnet damit ein Marktumfeld mit zahlreichen wirtschaftlichen Chancen.

Dabei bewegt sich Contentserv in wettbewerbsintensiven Wachstumsmärkten mit einer Vielzahl von nationalen und internationalen Wettbewerbern. Einige dieser Wettbewerber können aus einer größeren Marktstellung heraus agieren und könnten ihre Angebote weiter in Richtung SaaS ausweiten. Dies könnte zu Marktanteilsverlusten und geringeren Wachstumschancen führen.

Neu- bzw. Weiterentwicklungen könnten zu spät auf den Markt kommen oder nicht den angestrebten Markterfolg erzielen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Neuentwicklungen, trotz umfangreicher Tests, Fehler oder Sicherheitslücken enthalten, die den Markterfolg der Contentserv GmbH schmälern können.

Finanzierung

Die Contentserv GmbH finanziert sich überwiegend aus dem eigenen operativen Cashflow. Dies wird der Gesellschaft gemäß unseren Budgetplanungen auch in Zukunft gelingen. Zur Absicherung von zukünftigen Unsicherheiten konnte die Gesellschaft eine Kreditlinie mit einem Volumen von 2.000 TEUR sowie die direkte Gesellschafterin CS Holding GmbH ein jederzeit abrufbares Gesellschafterdarlehen im Umfang von 500 TEUR einwerben.

Zur allgemeinen Sicherstellung der Finanzierung wird eine aktive Liquiditätsplanung vorgenommen.

Betrieb

Der Leistungserstellungs- und Bereitstellungsprozess der Gruppe erfolgt im Rahmen eines Public Cloud Modells. Durch allgegenwärtige Bedrohungen aus dem Internet könnten die Verfügbarkeit, Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität der Systeme oder der darin gespeicherten oder verarbeiteten Daten gefährdet sein.

Die Contentserv GmbH arbeitet kontinuierlich an Verbesserungen der Sicherheit und Betriebsstabilität ihrer Server und Rechenzentren. Nichtsdestotrotz besteht ein niemals vollständig eliminierbares Ausfallrisiko für Server- und Infrastruktursysteme aufgrund unterschiedlicher Ursachen. Mithin besteht das Risiko vorübergehender Betriebsunterbrechungen für die Contentserv GmbH und deren Kunden.

Zusätzlich ist die Infrastruktur dem Risiko gezielter Cyberattacken ausgesetzt. Hier besteht das Risiko, dass Störungen oder Systemausfälle die Leistungserstellung ganz oder vorübergehend beeinträchtigen könnten. Um dem entgegenzuwirken, hat die Contentserv GmbH für ihre Entwicklungspipeline eine sogenannte "Shift-Left"-Strategie eingeführt, die eine frühzeitige Erkennung und Behebung von Schwachstellen ermöglicht, um sichere und verlässliche Lösungen zu liefern. Wir führen kontinuierlich interne Penetrationstests für unsere Software, SaaS-Plattform, API-Gateway, Endpunkte, interne IT- und Cloud-Infrastruktur durch, um einen proaktiven Ansatz für das Management etwaiger Angriffsflächen und Schwachstellen zu gewährleisten. Unser Security Council, das wöchentlich einberufen wird, stellt sicher, dass die besten Sicherheitsmethoden auf allen Ebenen unseres Betriebs integriert werden und die ISO 27001-Norm eingehalten wird.

Auch die Mitarbeiter der Contentserv GmbH können unter bestimmten Umständen ein Sicherheitsrisiko darstellen. Daher werden diese in Bezug auf sicherheitsrelevante Aspekte nicht nur sensibilisiert, sondern es bestehen strikte Richtlinien und Vorgaben für das Personal zur Nutzung und Behandlung der EDV-Systeme.

Hochqualifiziertes Personal mit spezialisiertem Fach- und Technologiewissen, insbesondere in den Bereichen Entwicklung, Betrieb und Kundenbetreuung, ist für den nachhaltigen Erfolg der Gruppe unabdingbar. Die wachsende Nachfrage nach Spezialisten im IT-Bereich macht den Fachkräftemangel spürbar und den Wettbewerb um Mitarbeiter intensiv. Es besteht das Risiko, dass es der Gruppe nicht gelingt, hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und/oder zu halten. Um dem allgemeinen Personalrisiko entgegenzuwirken, werden mittels unterschiedlicher Maßnahmen einerseits attraktive Arbeitsbedingungen geschaffen bzw. kontinuierlich ausgebaut und andererseits auch Rekrutierungswege optimiert.

Steuerrisiken

In der Vergangenheit wurden durch die Unternehmensleitung wesentliche Unternehmensentscheidungen im Ausland getroffen. Basis hierfür waren Transferpreisregelungen innerhalb des Konzerns, die im Rahmen der Abschlusserstellung verifiziert und in ihrer Struktur durch Gutachten bestätigt wurden.

Es kann dennoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Finanzverwaltung eine differenzierte Sichtweise bezüglich dieses Themas einnimmt. Mit einem Wechsel der Unternehmensleitung zum Anfang des Geschäftsjahres 2022 wurden Umstrukturierungen innerhalb des Konzerns in die Wege geleitet, die eine etwaige Anpassung des existierenden Transferpreissystems notwendig machen könnten. Die Analysen und Entscheidungsprozesse hierzu sind zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung begonnen, allerdings noch nicht abgeschlossen worden.

Zusammenfassende Beurteilung

Nach Einschätzung der Geschäftsführung liegen die wesentlichen Risiken in den Bereichen Finanzierung, Betrieb und Gesamtwirtschaft. Eine fortlaufende Optimierung und die damit verbundenen Maßnahmen werden diese Risiken so weit möglich auf ein Minimum reduziert.

Prognosebericht

Die Contentserv GmbH plant mit ihrer Software im laufenden Geschäftsjahr eine Umsatzsteigerung zum Vorjahr zu erreichen. Das Neugeschäft soll überwiegend als SaaS Modell vorangetrieben werden. Bestehende Kunden des Perpetual License Modells sollen nach Möglichkeit im Verlauf der kommenden Jahre auf das SaaS Modell migriert werden.

Parallel dazu wird die Contentserv Software stetig weiterentwickelt und vor allem die Qualität optimiert, so dass Störungen in der Anwendung deutlich minimiert werden.

Für das Geschäftsjahr 2023 wird, trotz des Ukraine-Krieges und der weiterhin unsicheren Lage hinsichtlich der Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds, ein Umsatz mit fremden Dritten von ca. 14,5 Mio. EUR bei einem positiven EBITDA von ca. 0,5 Mio. EUR durch die Contentserv GmbH angestrebt. Zum Zeitpunkt der Berichterstellung sind keine negativen Auswirkungen aufgrund der Krise in der Ukraine sowie der wirtschaftlichen Eintrübung im Verhalten der Kunden zu beobachten. Für das Geschäftsjahr 2023 wird mit einem realisierten Auftragseingang von 15,6 Mio. EUR (Vorjahr Ist 12,8 Mio. EUR) geplant. Das erste Halbjahr 2023 konnte auf der Absatzseite (new ARR von 1,4 Mio. EUR) besser als geplant abgeschlossen werden. Veränderungen in der finanzwirtschaftlichen Performance im Jahr 2023 resultieren einzig aus einer Neugestaltung des konzernweiten Verrechnungspreismodells, das seine volle Gültigkeit ab dem Jahr 2023 entfaltet. Für das Jahr 2024 wird mit Umsatzerlösen von ca. 17 Mio. EUR sowie einer weiteren Steigerung des Auftragseingangs auf dann über 3 Mio. EUR gerechnet.

Das Management der Contentserv GmbH ist überzeugt, die geeigneten und notwendigen Maßnahmen zum Erkennen und sicheren Steuern der sich intern, aber auch aus dem Markt ergebenden Herausforderungen getroffen und eingeleitet zu haben. Die skizzierten Risiken werden fortlaufend analysiert und durch das Management bewertet.

 

Rohrbach, 10. November 2023

Michael Kugler

Michael Mack

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Contentserv GmbH, Rohrbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Contentserv GmbH, Rohrbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Contentserv GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 10. November 2023

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Helge Schäfer, Wirtschaftsprüfer

gez. Maximilian Stocker, Wirtschaftsprüfer

HRB 9164

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 23. November 2023 festgestellt.

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