LACON Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andree Dr. Metzger seit 7.7.2009 | Geschäftsführer |
Ralf Dr. Hasler seit 19.8.2005 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LACON Electronic GmbHKarlsfeldJahresabschluss zum 31. Dezember 2011LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011LACON ELECTRONIC GMBH, KARLSFELDGeschäft und Rahmenbedingungen Die Lacon Electronic GmbH handelt und fertigt elektronische und elektromechanische Bauteile für Industriekunden in Deutschland mit Schwerpunkten in den Branchen Bahntechnik, Halbleiter-Equipment, Maschinenbau, Automatisierungstechnik und Investitionsgüterindustrie. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2011 preisbereinigt mit 3,0% (Quelle: Stat. Bundesamt) deutlich gewachsen, jedoch mit etwas geringerem Tempo als im Vorjahr (3,7%). Im Jahresverlauf 2011 wurde auch das Vorkrisenniveau beim preisbereinigten BIP wieder überschritten. Der wirtschaftliche Aufschwung fand dabei hauptsächlich in der ersten Jahreshälfte statt. Die Lacon Electronic GmbH ist als EMS-Anbieter (Electronic Manufacturing Services) vor allem von der Marktentwicklung des EMS-Marktes in der DACH-Region abhängig. Das weltweite EMS-Marktvolumen stieg nach Branchenstudien in 2011 um 10,1%. Mit einem Umsatzwachstum von 17,9% konnte die Lacon Electronic GmbH damit deutlich stärker wachsen als der Gesamtmarkt. Für 2012 erwartet die Bundesregierung für Deutschland ein abgeschwächtes Wachstum des BIP von 0,75%. Die Bandbreite der Prognose der Wirtschaftsforschungsinstitute reicht von 0,3% bis 1,2% (BDA). Bezogen auf den weltweiten EMS-Markt wird für 2012 wird von einer Seitwärtsbewegung mit einem leichten Wachstum von nur 0,3% ausgegangen (Quelle: IHS iSuppli). Unsicherheitsfaktor bleibt dabei vor allem Europa. Der Staatsbankrott eines oder mehrerer Länder in der EURO-Zone würde mit hoher Wahrscheinlichkeit Europa in eine Rezession führen. Wir gehen, bezogen auf die exportorientierten Branchen, in denen die Lacon-Gruppe in der DACH-Region tätig ist, ebenfalls von einer Stagnation unseres Zielmarktes für 2012 aus. Geschäftsverlauf 2011 Der Geschäftsverlauf war von einem starken Wachstum geprägt, das sich in der zweiten Jahreshälfte jedoch abgeschwächt hat. Der Auftragseingang betrug im 1. Halbjahr rund 56% des Auftragseingangs 2011. Insgesamt lag die Book-to-bill-Rate jedoch über 1,1 bezogen auf den Umsatz 2011. Geprägt durch das Krisenjahr 2009 wurde jedoch weiter Kostendisziplin gehalten und Kapazitäten nur selektiv und unter Nutzung aller Flexibilisierungspotenziale erweitert. In Summe konnte das Geschäftsjahr 2011 zufriedenstellend mit einem Umsatz von 39,8 Mio. € (VJ 33,7 Mio. €) und einem Vorsteuerergebnis von 1,1 Mio. € (VJ 0,5 Mio. €) abgeschlossen werden. Die Verlagerung von Produktionsaufgaben zu unserer rumänischen Fertigung wurde im Geschäftsjahr 2011 weiter fortgesetzt. In diesem Geschäftsjahr wurden Leistungen unseres rumänischen Tochterunternehmens in Höhe von LACON Electronic GmbH TEUR (i. Vj. 811 TEUR) bezogen. Diese Leistungen umfassen fast ausschließlich Lohnveredelungstätigkeiten. Die Rohmaterialien werden zu nahezu 100% beigestellt. Das neue Werk, das 2010 in Galati bezogen wurde, wurde in 2011 nochmals erweitert, um ab Anfang 2012 neue Großaufträge bedienen zu können. Ebenso wurde im Laufe des Jahres 2011 erneut ein Großteil des Personals am Stammsitz in Karlsfeld geschult. Dies führte - unter anderem - zu einer Reihe positiv abgeschlossener Kundenaudits in 2011. Erwerb der Assets der Firma Berthel Die Berthel GmbH mit Sitz in Erlangen war ein kleiner Hersteller von SPS (Speicherprogrammierbare Steuerungen), die mit den Produkten der Firma Siemens (SIMATIC) kompatibel sind. Das Unternehmen entwickelte seit 1986 SPS in verschiedenen Größenordnungen. Wir haben nach der Insolvenz des Unternehmens mit Kaufvertrag vom 18.11.2011 die Rechte an der gesamten Produktfamilie erworben und werden diese zukünftig unter dem Dach der Lacon-Gruppe vermarkten: - LabCon (modulare SPS für 19"-Racks) - PC80 (Kompakt-SPS mit Bedienfeld - High-End Controller) - PC72 (Kompakt-SPS mit Bedienfeld - Economy Controller) - PC25 (kleinere Version von PC72) - EC52 (mid-Class-SPS für Hutschienenmontage modular erweiterbar) Mietvertrag Karlsfeld Der zum 31.12.2012 auslaufende Mietvertrag für die Liegenschaft am Sitz in Karlsfeld wurde mit dem Vermieter neu verhandelt und bis zum 31.12.2018 verlängert. Es besteht eine Verlängerungsoption auf weitere 5 Jahre. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Der Umsatz betrug 39.758 TEUR und lag damit 6.050 TEUR (17,9%) über dem Vorjahreswert von 33.708 TEUR. Die Leistung betrug 40.605 TEUR und lag damit 6.361 TEUR bzw. 18,6 % über 2010. Der Rohertrag stieg von 12.661 TEUR um 2.018 TEUR (15,9%) auf 14.679 TEUR. Die Materialaufwandsquote verschlechterte sich von 64,0% auf 65,2%. Der Anstieg war jedoch maßgeblich durch den höheren Einsatz von Leiharbeitskräften bedingt. Der Personalaufwand stieg, hauptsächlich bedingt durch Neueinstellungen, von 8.075 TEUR in 2010 um 1.034 TEUR auf 9.109 TEUR an. Die Abschreibungen stiegen aufgrund höherer Investitionen von 419 TEUR im Vorjahr um 74 TEUR auf 493 TEUR an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen ebenfalls deutlich von 2.590 TEUR um 857 auf 3.447 TEUR an. Das Betriebsergebnis verbesserte sich in Summe von 1.577 TEUR auf 1.630 TEUR. Das Finanzergebnis verschlechterte sich aufgrund gestiegener externer Zinsen und niedrigerer interner Zinserträge, bedingt durch Darlehensrückfühungen der Tochtergesellschaften, von -530 TEUR auf -573 TEUR. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich deshalb nur leicht von 1.047 TEUR auf 1.056 TEUR verbessert. Außerordentliche Aufwendungen, die im Vorjahr das Ergebnis noch mit 504 TEUR belastet haben, fielen in 2012 nicht an. In Summe wurde in 2011 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 1.630 TEUR nach 1.073 TEUR in 2010 und ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von 1.056 TEUR gegenüber 543 TEUR im Vorjahr erzielt. Nach Abzug der latenten Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von 745 TEUR in 2011 gegenüber einem Jahresüberschuss von 386 TEUR in 2010. Die Aktivierung der latenten Steuern in 2009 resultierte aus der Anwendung der Vorschriften des BilMoG gemäß Wahlrecht.
Die Eigenkapitalquote ist unter Berücksichtigung der stillen Beteiligung (wirtschaftliches Eigenkapital) gegenüber dem Vorjahr von 16,4% auf 20,2% weiter angestiegen. Ohne die vorgenommene Vorabausschüttung des Ergebnisses an die Holding in Höhe von 250 TEUR zum Zweck der Darlehenstilgung hätte die Eigenkapitalquote bei 21,4% gelegen. Mittelfristiges Ziel ist, durch eine Verringerung der Bankverbindlichkeiten bei gleichzeitiger Thesaurierung der Ergebnisse eine Eigenkapitalquote von 30% zu erreichen. Das Working Capital ist im Vorjahresvergleich moderat von 7,4 Mio. EUR auf 7,1 Mio. EUR gesunken. Der Wert ist jedoch weiterhin positiv, d.h. ein Teil des Umlaufvermögens wird durch langfristig zur Verfügung stehendes Kapital finanziert. Die durchschnittliche Vorratsreichweite ist im Vergleich zum Vorjahr leicht um einen Tag auf 67,6 Tage angestiegen, liegt damit jedoch auf dem Niveau der Vorjahre mit Ausnahme des von der historischen Konjunkturkrise geprägten Jahres 2009. Wir planen jedoch weiterhin eine deutliche weitere Verbesserung und haben uns hier als mittelfristiges Ziel 45 Tage gesetzt. Die durchschnittliche Forderungslaufzeit ist gegenüber dem Vorjahr nochmals von 26 auf 24 Tage zurückgegangen. Die Gründe hierfür liegen weiterhin in einem systematischen und intensivierten Forderungsmanagement. Mittelfristiges Ziel sind 20 Tage.
Die Umsatzrentabilität konnte in 2011 mit 4,2% gegenüber den Vorjahren gesteigert werden. Wir streben mittelfristig ein nachhaltiges Niveau im Korridor von 5-10% an. Nachtragsbericht Im Januar 2012 haben wir mit unseren Hausbanken eine neue Anschlussfinanzierungsvereinbarung mit Wirkung ab 01.04.2012 getroffen, mit der auch die Altlasten aus dem Verlustjahr 2009 und dem Folgejahr 2010 bereinigt werden. Die dort gewährten Stundungen werden in 5-jährige Tilgungsvereinbarungen mit Laufzeitbeginn 01.04.2012 überführt. Damit wird die seit Anfang 2010 konsequent vorgenommene Entschuldung nun auch durch eine mittelfristig vertraglich gesicherte Finanzierungsvereinbarung unterstützt. Zusammen mit der bereits zugesagten Prolongation der Kontokorrentlinien gewährleistet diese Vereinbarung die Finanzierung in 2012 auf Basis der verabschiedeten Planung. Weitere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nicht ereignet. Prognosebericht Wir erwarten in 2012 ein stagnierend bis leicht schwächeres Geschäftsjahr mit einem geringfügigen Umsatzrückgang um 1,4%. Der Umsatz ist konservativ geplant, das heißt vertriebliche Sonderthemen sind darin nicht berücksichtigt. Wir gehen im Jahresverlauf von einer gleichmäßigen Geschäftsentwicklung mit jahreszeitlich bedingt schwächeren Umsatzmonaten im Januar, den Sommermonaten August/September und im Dezember aus. Gegenüber dem Vorjahr planen wir einen Umsatzrückgang von 39,8 auf 39,2 Mio. EUR bei einer leicht überproportionalen Ergebnisverschlechterung. Risikobericht Wir verfolgen mit unserem Risikomanagementsystem das Ziel, Risiken frühzeitig und vollständig zu identifizieren, zu bewerten, rechtzeitig zu kommunizieren und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Durch das bestehende Berichtswesen verfügen wir über ein Früherkennungssystem für Risiken und Chancen. Jede Organisationseinheit ist für die Identifikation und Bewertung der Risiken eigenständig verantwortlich und leitet diese an die jeweils zuständigen Entscheidungsträger weiter. Der Informationsfluss erfolgt dabei regelmäßig über die etablierten Berichtswege und Gesprächskreise in Regelterminen. Die Darstellung der Risiken der künftigen Entwicklung erfolgt unter Beachtung des Deutschen Rechnungslegungsstandards DRS 5. Im Rahmen unserer Risikoanalyse wurden die nachfolgend aufgeführten Aspekte herausgearbeitet: - Marktrisiken - Beteiligungsrisiko - Finanzwirtschaftliche Risiken - IT-Risiken - Personalrisiken Marktrisiken Aufgrund der Prognose für den Konjunkturverlauf 2012 und hier insbesondere für den europäischen EMS-Markt sehen wir wie auch im Vorjahr die Risiken, dass (a) der Absatzmarkt nicht die geplante Wachstumsrate aufweist und (b) dass einige unserer Bestandskunden durch Insolvenz oder Verkauf wegfallen und deshalb der Planumsatz von 39,2 Mio. EUR nicht erreicht werden kann. Durch eine Intensivierung des Neukundenvertriebes, durch eine Fortsetzung des Kosten- und Working Capital-Managements sowie durch die Vermeidung eines dauerhaften Kapazitätsaufbaus und damit eines höheren Fixkostenblocks wollen wir möglichen Ergebnis- und Liquiditätswirkungen dieser Risiken gegensteuern. Finanzwirtschaftliche Risiken Wir sind durch unsere Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Dies sind insbesondere das Liquiditätsrisiko sowie das Zins- und Währungsrisiko. Mit der bereits vereinbarten Finanzierungsstruktur für den Zeitraum ab 01.04.2012 haben wir auf Basis der Planung sowohl die Finanzierung für 2012 gesichert als auch die Passivseite neu strukturiert. Zusammen mit einer Fortsetzung des systematischen Working Capital Managements haben wir einem Liquiditätsrisiko auf Basis der heute gültigen Annahmen wirksam gegengesteuert. Das Zins- und Währungsrisiko werden wir in angemessenem Umfang über Derivate absichern, sobald wir hier materielle Risiken erkennen. Risiken aus Zinsänderungen treten durch marktbedingte Schwankungen der Zinssätze auf. Dem begegnen wir durch Vereinbarung von Höchstzinssätzen mit unseren Hausbanken sowie durch den selektiven Einsatz von Zinssicherungsinstrumenten. Währungsrisiken bestehen in moderatem Umfang auf Einkaufs- und Verkaufsseite in US-$. Grundsätzlich versuchen wir Fremdwährungsgeschäfte zu vermeiden. Sollten sich hieraus jedoch materielle Risiken ergeben, werden wird diese in angemessenem Umfang über Währungssicherungsinstrumente absichern. Beteiligungsrisiken Unser Fertigungstochterunternehmen in Rumänien, die Lacon Electronic S.R.L., wird ausschließlich durch die Lacon Electronic GmbH finanziert. Die Gesellschaft hat aufgrund umfangreicher Trainingsmaßnahmen sowie weiterer Investitionen in die flächenmäßige Erweiterung wie auch in die technische Ausstattung des Fertigungsstandortes die Planung für 2011 leider verfehlt. Aufgrund bereits vorhandener Aufträge erwarten wir für 2012 jedoch ein deutliches Wachstum und eine überproportional positive Ergebnisentwicklung. Hiermit soll auch das in der Aufbauphase gewährte Darlehen weiter getilgt werden. Sollte das Geschäft entgegen unseren Erwartungen unter Plan verlaufen, werden wir neue Maßnahmen zur Kostensenkung sowie zur Verlagerung neuer Produkte nach Rumänien einleiten. Unsere Entwicklungsgesellschaft in Deutschland, die Lacon Embedded GmbH, an der wir mehrheitlich beteiligt sind, wird ebenfalls fast ausschließlich durch die Lacon Electronic GmbH finanziert. Hier wurde aufgrund der deutlich über Plan liegenden Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung in 2011 das Darlehen an die Lacon Electronic GmbH vorzeitig vollständig zurückgeführt werden. Durch eine weitere Intensivierung des Vertriebes, einer Ausweitung des Leistungsspektrums sowie zusätzlichen Entwicklungskapazitäten steuern wir dem Risiko gegen, dass das Geschäft unter Plan verläuft. IT-Risiken Für das Anfang 2009 eingeführte ERP-System bestehen die Risiken der falschen Parametrisierung, des Datenverlustes, des Hardwareausfalls sowie des Veraltens durch fehlende Updates. Diesen Risiken steuern wir durch regelmäßige Informations- und Problemlösungssitzungen der Key Usern, durch Nutzerschulungen, regelmäßige Updates und Releasewechsel gegen. Weitere Risiken im Bereich Datenschutz und Datensicherheit suchen wir durch zeitgemäße und regelmäßig weiterentwickelte IT-Konzepte und darauf abgestimmte Hard- und Softwareanpassungen sowie Nutzerregelungen auf ein angemessenes Niveau zu reduzieren. Weiteren Risiken im Bereich der Netzwerk- und Serververfügbarkeit begegnen wir durch USV-gesicherte, redundante Hardware, ein konsequentes Datensicherungskonzept und kurzfristig verfügbare Dienstleister für verschiedene Servicelevel. Personalrisiken Der Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte ist durch den positiven Konjunkturverlauf noch weiter gestiegen. Der Erfolg unseres Unternehmens hängt auch davon ab, inwiefern es gelingt, neue qualifizierte Mitarbeiter einzustellen, zu integrieren und dauerhaft zu binden. Insbesondere im Bereich der Elektronikfertigung besteht das Risiko, durch fehlende Fachkräfte nicht die erforderlichen Kapazitäten für die Aufträge bereitstellen zu können. Durch Ausbildungsplätze sowie Betriebspraktika versuchen wir, frühzeitig Nachwuchskräfte an uns zu binden. Für die Bindung der vorhandenen Mitarbeiter haben wir in 2011 ein neues Vergütungssystem eingeführt. Neben den klassischen Wegen der Personalsuche werden wir in 2012 auch verstärkt neu ausgewählte Personalberatungen für die Direktsuche einsetzen sowie neue Konzepte für das Werben neuer Mitarbeiter durch die Stammbelegschaft testen. Risikoeinschätzung Das Risikomanagement ist integrativer Bestandteil aller Geschäftsprozesse. Zurzeit bestehen für die Lacon Electronic GmbH wesentliche Risiken nur aufgrund eines Konjunktureinbruchs. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist nach Expertenmeinung (Bundesregierung und Wirtschaftsforschungsinstitute) jedoch gering. Wir haben mit der neuen Finanzierungsvereinbarung mit unseren Hausbanken, den Maßnahmen zur Fortsetzung von Kosten- und Working Capital-Management, der Intensivierung des Vertriebes sowie der Flexibilisierung unserer Fixkosten unseres Erachtens ausreichend Vorsorge getroffen, um auf eine schwächere Entwicklung der Konjunktursituation und des Geschäftsverlaufes zu reagieren, falls dies erforderlich ist. Sonstige Angaben Forschung und Entwicklung Die Lacon Electronic betreibt als EMS-Dienstleister im Grundsatz keine Eigenentwicklung. Pro-jektbezogene Entwicklungen im Kundenauftrag werden in der Regel in der Tochtergesellschaft Lacon Embedded durchgeführt. Derzeit erfolgt eine Weiterentwicklung im Bereich SPS, die wir von einem insolventen Anbieter übernommen haben (siehe nachfolgende Angabe). Zweigniederlassungen Bis 30.06.2009 bestand eine Betriebsstätte in Remchingen. Der Mietvertrag wurde zum 31.08.2011 beendet.
Karlsfeld, den 14. Februar 2012 LACON Electronic GmbH Dr. Ralf Hasler, Geschäftsführer Dr. Andree Metzger, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2011LACON ELECTRONIC GMBH, KARLSFELDAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011LACON ELECTRONIC GMBH, KARLSFELDALLGEMEINE ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Der Jahresabschluss 2011 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben. Sofern erforderlich wird eine Wertminderung der immateriellen Vermögensgegenstände durch außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgebildet. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. Technische Anlagen und Maschinen werden längstens über 12 Jahre, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend über 5 Jahre abgeschrieben. Bei der planmäßigen Abschreibung wird die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Nettoeinzelwert von 150 EUR sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. soweit erforderlich mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Umlaufvermögen In den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt und mit dem gewogenen Durchschnitt bewertet. Fertige und Unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert, vermindert um notwendige Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr sind abgezinst. Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert ausgewiesen. Rückstellungen Die Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung tragen. Der Ansatz erfolgte mit den voraussichtlichen Zahlungsbeträgen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert. Währungsumrechnung Forderungen in fremder Währung werden höchstens mit dem Geldkurs am Entstehungstag bzw. mit dem niedrigeren Kurs am Abschlussstichtag in EUR umgerechnet. Liegt der Mittelkurs am Bilanzstichtag darunter, wird dieser für die Umrechnung verwendet. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mindestens mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag in EUR umgerechnet. Liegt der Kurs am Tag der Entstehung der Verpflichtung über dem Mittelkurs am Bilanzstichtag, wird dieser höhere Kurs beibehalten. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Anlagevermögen Eine von den gesamten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist nachfolgend wiedergegeben:
Die Aufstellung unseres Anteilsbesitzes ist der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen.
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenständen haben in Höhe von EUR 23.181,17 eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Aktive latente Steuern Für steuerliche Verlustvorträge (Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer) und für temporäre Differenzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz wurden aktive latente Steuern abgegrenzt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 15,825% für die Körperschaftsteuer (inkl. Solidaritätszuschlag) und in Höhe von 11,2% für die Gewerbesteuer. Mit einem Verbrauch der steuerlichen Verlustvorträge wird im Geschäftsjahr 2012 gerechnet. Bilanzgewinn: Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 82.591,69 enthalten. Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt Euro 155.375,00 und entspricht der Aktivierung latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz. Verbindlichkeiten Die Darstellung der Restlaufzeiten der Posten der Verbindlichkeiten ist nachfolgend erläutert:
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren dargestellt. Das Rohergebnis beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 114 (i.Vj.: 56), die sonstige betriebliche Aufwendungen beinhalten im Berichtsjahr periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (i.Vj.: TEUR 21). Das Ergebnis der Gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist mit Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR -311 (i.Vj.: TEUR -156) belastet. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind latente Steuern in Höhe von TEUR -295 (i.Vj.: TEUR -151) enthalten HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
SONSTIGE ANGABEN Geschäftsführung Mitglieder der Geschäftsführung waren im Berichtsjahr: - Herr Dr. Ralf Hasler, Diplom-Ingenieur - Herr Dr. Andree Metzger, Diplom-Kaufmann Von der Schutzklausel des § 286 Abs.4 HGB wurde Gebrauch gemacht. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr waren im Durchschnitt 242 Mitarbeitern (Vj.: 233) beschäftigt. ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAG Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn zum 31.12.2011 in Höhe von EUR 577.759,10 auf neue Rechnung vorzutragen.
Karlsfeld, den. 14. Februar 2012 LACON Electronic GmbH Dr. Ralf Hasler, Geschäftsführer Dr. Andree Metzger, Geschäftsführer Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der LACON Electronic GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 15. Februar 2012 AGP
GmbH
Thomas Göntgen, Wirtschaftsprüfer Die Gesellschafterversammlung hat den Jahresabschluss am 2.03.2012 unverändert festgestellt. |
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