DE.AL Investments GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bruno Willem Jozef Fijten seit 9.3.2026 | Geschäftsführer |
Matthias Leister seit 17.6.2025 | Prokura |
Viktor Alexander Merenda seit 5.1.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Tzortzis Rigas | 40.00% |
| 40.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gartner Extrusion GmbHGundelfingen a. d. DonauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung Deutschland befand sich 2023 in der Rezession und hat mit einem Bruttoinlandsprodukt von -0,3% den letzten Platz in der Europäischen Union belegt. Die Wirtschaft leidet unter einer ganzen Reihe von Belastungsfaktoren, die in Ihrer Masse zum Problem geworden ist. Die Schlagworte dieser Rezession lauten teure Energiepreise, hohe Zinsen, weltweiter Auftragsmangel in der Industrie, ausufernde Bürokratie, hohe Steuerbelastung und fehlende Arbeitskräfte. Dies alles wird noch gesteigert durch eine massive Verunsicherung über den politischen Kurs in Deutschland. Im Jahr 2023 folgten einem minimalen Wachstum von 0,2% im ersten Quartal drei Quartale mit einem deutlichen Minus im Vergleich zu den Vorjahresperioden, im 3. Quartal mit einem negativen Höhepunkt von -0,8%. Besonders kräftig schrumpfte die Wertschöpfung in der Industrie, so hat das produzierende Gewerbe ein Minus von -1,8% zu verzeichnen und das Baugewerbe ist nach dem katastrophalen Jahr 2022 mit -3,3% noch einmal um -0,2 % gesunken. Die Unternehmen klagen vor allem über einen Mangel an Aufträgen. Besonders betroffen waren in 2023 die Unternehmen der energieintensiven Branchen aus der Chemie-, Stahl- und auch Aluminiumindustrie. Hier ist eine Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich nicht mehr gegeben und die Unternehmen waren sogar in einem zweistelligen %-Bereich im Minus. Der Rückgang der Energiepreise wurde vor allem beim Strom durch die gestiegenen Netznutzungsgebühren wieder stark belastet, da durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts die Bezuschussung der großen Netzbetreiber gestrichen und auf den Verbraucher umgelegt wurde. Dieses Urteil hatte Einsparungen in Höhe von 12 Mrd. Euro im Bundeshaushalt zur Folge. Unternehmen und auch Haushalte werden nun mehr belastet oder weniger entlastet, und die Staatsausgaben werden gekürzt. Dies alles führt nun zu einer Doppelrezession und auch im Jahr 2024 kann man von einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung ausgehen, vor allem da die Wachstumserwartungen der Regierung bereits im Februar von 1,3% auf 0,2% gesenkt wurden. Die deutschen Unternehmen sind gelähmt, die Stimmung ist schlecht und die Verunsicherung groß. Wirtschaft ist Stimmung und nachdem dem Zehnpunkte-Plan der großen Wirtschaftsverbände nur ein lapidares "Seien sie zuversichtlich" des Kanzlers entgegengesetzt wurde, stellt sich für viele Unternehmen immer mehr die Standortfrage. Einziger Lichtblick auf eine gesamtwirtschaftliche Erholung im Jahresverlauf könnte durch die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft entstehen, da diese dynamischer verlaufen könnte, als bisher gedacht. Die Prognose des globalen Bruttoinlandprodukts wurde zuletzt vom ifo um 0,3% auf 2,3% angehoben, wovon die deutsche Exportwirtschaft profitieren könnte. Auch die geldpolitische Wende mit weiteren Zinssenkungen würde sich vorteilhaft auswirken, ebenso die gesunkenen Energiepreise und eine steigende Konsumneigung. Auch hier liegt die Hoffnung auf eine Erholung aber frühestens auf der zweiten Jahreshälfte bzw. auf dem Jahr 2025 mit einer Prognose des IWF von +1,6% in Deutschland und +3,2% in der Welt. (Quellen: www.bmwk.de, ifo-Institut, IWF) Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr Die deutsche Aluminiumindustrie hat mit 2023 ein regelrechtes "annus horribilis" hinter sich. Im Jahr 2022 konnten die Ablieferung nur aufgrund des extrem hohen Auftragsbestands noch das Niveau des hervorragenden Vorjahres erreichen, während der Auftragseingang bereits um -24% eingebrochen war. Dieser Rückgang wurde in 2023 noch einmal um weitere -10% gesteigert und hatte nun natürlich auch seine Auswirkungen auf den Umsatz mit einem Rückgang um -17%. In Zahlen bedeutet dies im Auftragseingang nach dem Verlust von -158 kto (-24%) in 2022 einen weiteren Rückgang um 50 kto bzw. um weitere 10% auf 455 kto in 2023. Bei der Liefermenge entsprach der Rückgang mit -94 kto und -17% auf 449 kto logischerweise einem deutlich höheren Niveau. Die Transportindustrie als größter Branchenabnehmer mit ungefähr 40% Anteil war dabei sogar sehr stabil sowohl bei den Lieferungen (+1,6%) als auch im Auftragseingang (+0,5%). Dies bedeutet natürlich massive Rückgänge in den anderen Branchen. In der Bauindustrie mit einem Anteil von 20% sind die Absätze um -34,2% und die Auftragseingänge um -24,7% eingebrochen. Im Maschinenbau mit 15% Anteil lagen die Rückgänge bei -22,7% und -11,1% und bei allen anderen Branchen mit dem restlichen Anteil von 25% bei -23,0% und -12,3%. Nach dem bereits schwachen ersten Halbjahr hat sich die Krise im Jahresverlauf noch einmal verschärft und im zweiten Halbjahr 2023 wurden kumuliert noch einmal 21% weniger geliefert. Auch die Auftragseingänge waren noch einmal um 13% schwächer als im ersten Halbjahr. Der deutsche Heimmarkt war dabei deutlich schwächer unterwegs als die Exporte ins Ausland. Das Minus in Deutschland lag bei den Ablieferungen bei -21,7% und im Export bei -7,8%. Bei den Auftragseingängen war der Rückgang in Deutschland bei -15,2%, während die Exporte mit -0,1% sich sogar wieder stabilisiert hatten. Die Exportquote betrug in 2023 26,5%. Die energieintensive Aluminiumbranche ist damit deutlich stärker durch die Rezession belastet als andere Branchen im verarbeitenden Gewerbe. Die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen ist durch die Energiepolitik der deutschen Regierung mit hohen Energiepreisen international nicht mehr gegeben und neben Arbeitsplatzsicherungsmaßnahmen und Entlassungen rücken Verlagerungen der Produktion ins Ausland oder sogar Werksschließungen immer mehr in den Fokus. Dies spiegelt sich natürlich auch in den Produktionszahlen der deutschen Betriebe der Aluminiumindustrie wieder. Die Produktionsmenge von 2022 mit 590.000 Tonnen wurde um -15,2 % verfehlt und ging auf nur noch 500.000 Tonnen zurück. Der deutsche Markt gleichbedeutend mit der deutschen Nachfrage nach Aluminiumprofilen ist nach dem Rekordwert 2022 von 1.199 kto um -218 kto bzw. -18% auf nur noch 981 kto gesunken. Zu Beginn des Jahres 2023 war ein Rückgang von -2,4% auf 1.154 kto prognostiziert worden und man sieht an dieser Abweichung, wie extrem das Jahr tatsächlich verlaufen ist. Der europäische Aluminiumprofilbedarf ist mit ähnlichen -16% von 3.770 kto auf 3.165 kto gesunken. Auch hier war maximal mit einem leichten Rückgang für 2023 gerechnet worden, da im Dezember 2022 nur eine milde Rezession für 2023 prognostiziert wurde. Bei den Marktanteilen hat es in 2023 keine großen Veränderungen gegeben. Deutschland hat einen Marktanteil von 34% (-1,0%). Auf Platz 2 mit 9,9% liegen unverändert die großen Gewinner des Ukraine-Krieges mit den türkischen Presswerken, welche weiterhin mit in erster Linie billigem russischen Gas und Aluminium den Spitzenplatz der Importnationen einnehmen. Auf Platz 3 folgt knapp dahinter der österreichische Nachbar mit einem Anteil von 7,3%. Beide Länder haben zwar ihre Plätze verteidigen können, mussten aber auch Mengenverluste entsprechend des Marktrückganges hinnehmen. Der Start ins Jahr 2024 sowie der weitere Ausblick ist wenig hoffnungsvoll und der deutsche Aluminiumverband prognostiziert sogar einen weiteren Bedarfsrückgang um -2,3%, der in 2025 mit einem Wachstum um 2,4% wieder kompensiert werden sollte. Dies würde drei Jahre in Folge auf extrem niedrigen Niveau bedeuten. Es bleibt nur die Hoffnung, dass diese Prognose genauso falsch ist wie die für das Jahr 2023, aber hoffentlich in die andere, sprich positive Richtung. (Quellen: AD - Aluminium Deutschland) II. Entwicklung der Gartner Extrusion GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr Gegenstand des Unternehmens ist die Produktion von Erzeugnissen aller Art und Handel mit sowie Vertrieb von Produkten aller Art, insbesondere die Be- und Verarbeitung von Metall in Form von Aluminiumprodukten. Am Firmensitz in Gundelfingen unterhält die Gartner Extrusion GmbH die Produktion. Die Gartner Extrusion GmbH ist eine 100% ige Tochter der GUTMANN GmbH mit Sitz in Weißenburg in Bayern und Teil des operativen Teilkonzern der GUTMANN Gruppe. Die Gartner Extrusion GmbH ist europaweit Marktführer im Bereich hochwertigster Aluminiumprofile mit engsten Toleranzen. Das Unternehmen besteht seit 2004 in seiner jetzigen Form und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 327 Mitarbeiter beschäftigt, davon 223 Gewerbliche Mitarbeiter, 80 Angestellte Mitarbeiter und 24 Auszubildende. Mit seinen hochwertigen Produkten bewegt sich das Unternehmen zu einem großen Teil in Spezialitätenmärkten, welche man mit Aluminiumprofilen für die Produktbereiche Pneumatik und Automatisation, Medizintechnik, Fassadenprojekte und Automotive-Systeme beliefert. Nach den sehr erfolgreichen Geschäftsjahren 2021 und 2022 war das Jahr 2023 stark geprägt von der allgemeinen Rezession der Industrie in Deutschland, aber insbesondere von der deutlich höheren Rezession der energieintensiven Unternehmen. Die Rückgänge und Verluste waren so einschneidend, dass es äußerst positiv zu bewerten ist, dass trotzdem ein positives Ergebnis erwirtschaftet werden konnte. Der Umsatz mit 87,5 Mio. € ist deutlich zurückgegangen, was zum einen an den gesunkenen Absatzzahlen in allen Unternehmensbereichen lag, zum anderen am deutlich gesunkenen Rohmetallpreis. Der Profilabsatz ist mit -4.196 to deutlich um -23,6% auf nur noch 13.587 to eingebrochen. Dies lag insbesondere am Bauobjektbereich, der daran einen Anteil von 55% hat, begründet durch die hohen Preise der Vorjahre, welche viele Bauobjekte gestoppt oder verzögert haben. Auch in den Bereichen Maschinenbau und in der allgemeinen Industrie war der Rückgang mit jeweils -22% enorm, da viele Kunden auch aus ihren großen Lagermengen produzieren konnten. Einziger Lichtblick war die Automobilsparte, welche sogar um 5% leicht gewachsen ist. Aufgrund dieser Rückgänge sind natürlich auch die Folgeabteilungen stark betroffen gewesen. So ist der Oberflächenabsatz deutlich um 450.000 qm auf 841.000 qm zurückgegangen, was einem Minus von 35% entspricht und der Verbundabsatz um 422 Tlfm, was sogar einem Minus von 42% entspricht. Beide Bereiche sind stark von den Bauobjekten abhängig. Einzig der Umsatz in der mechanischen Bearbeitung konnte mit einem moderaten Minus von 6% ziemlich stabil auf 6.175 T€ gehalten werden. Diese Entwicklung hatte natürlich zur Folge, dass auf der Personalseite mit Einführung der Kurzarbeit dagegengehalten wurde, um die Kosten in einem erträglichen Rahmen zu halten. Aus diesem Grund wurde im Gesamtunternehmen die Kurzarbeit in allen Abteilungen mit 15-20 % eingeführt und auch im ganzen Jahr 2023 konsequent durchgeführt. Die Hoffnung, dass es auch in der Aluminiumindustrie bei einer milden Rezession bleiben und sich die Auftragssituation im 2. Halbjahr wieder verbessern würde, wurde leider durch das missglückte Gebäudeenergiegesetz aus dem Wirtschaftsministerium zunichte gemacht. Die Verunsicherung bei den Konsumenten, aber auch in der Industrie hat in der Folge deutlich auf die Stimmung geschlagen und die Auftragseingänge sind noch einmal deutlich zurückgegangen, mit dem negativen Höhepunkt in Form des 3. Quartals mit einem extrem niedrigen Auftragseingang. Nach einem guten Oktober und November mit hohen Auftragseingängen und der Hoffnung auf eine Besserung der Lage, hat das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Schuldenbremse Mitte November auch diese Entwicklung zunichte gemacht und die Auftragseingänge sind ein zweites Mal deutlich zurückgegangen. Demgegenüber steht aber eine hervorragende Leistung der Produktionsabteilungen bei Gartner Extrusion, welche ihre Leistungszahlen trotz Kurzarbeit erreicht haben und teilweise sogar Rekordwerte aufstellen konnten. Dies wird als äußerst positiv bewertet. Beide Pressen haben ihre besten Nettoleistungswerte realisiert und dabei sogar die Pressenschrottquote auf ihren bis dahin niedrigsten Wert gesenkt. Auch im Eloxal 3 war trotz der Schließung des Eloxal PFZ aus Energieeinsparungsgründen die spezifische Leistung auf Rekordwert und konnte noch einmal um 7% im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. In der Abteilung CNC-Bearbeitung wurde die Effizienz an allen 9 Anlagen gesteigert und die Fill-Sägeanlage hat Ihre Nettostundenleistung um 7 % gesteigert. Auch in der Verpackung, bei der Qualitätsquote und im Verbund-Hobeln wurden Topwerte erzielt. Die Krankheitsquote ist deutlich gesunken, ebenso wie die Anzahl der Betriebsunfälle, welche alle auch glimpflich verlaufen sind. Diese positive Entwicklung der internen Kenn- und Leistungszahlen ist sicherlich ein Resultat des jahrelangen LEAN-Programms bei Gartner Extrusion, dessen Maßnahmen wie die Etablierung von 5S, die Durchführung von OPEX (Operational Excellence)-Workshops oder das Anwenden eines übergreifendes Shopfloor-Management-Systems alle Mitarbeiter in einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess eingebunden hat. III. Lage der Gesellschaft Vermögenslage: Im Geschäftsjahr 2023 ist die Bilanzsumme um 3,2% auf nunmehr 57,7 Mio. € gestiegen (Vorjahr: +6,6 Mio. € bzw. 13,3%). Dies ist im Wesentlichen auf den Projektfortschritt des Neubaus HEP5 zurück zu führen und spiegelt sich in den gestiegenen geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau. Das Eigenkapital der Gesellschaft ist um 2,23% auf 22,2 Mio. € angewachsen. Zum 31.12.22023 zeigt sich die Bilanzstruktur wie folgt: Die Sachanlagen sind um 78,7% auf 25,0 Mio. € gestiegen. Ursache dieses Anstiegs ist die bereits getätigte Investition am Standort in Gundelfingen gegenständlich im Neubau eines Eloxalwerks mit Produktions- und Logistikhalle südlich unseres jetzigen Fertigungszentrums. Die kurzfristigen Vermögensgegenstände gingen im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich um 21,9% auf 31,6 Mio. € (Summe Umlaufvermögen) zurück. Dies ist zurückzuführen auf das geänderte Einkaufsverhalten und die rückläufige Auslastung mit geringerer Working Capital-Bindung. Beide Effekte sind gegenläufig mit positiven Auswirkungen auf unsere flüssigen Mittel. Die Vorräte sind aufgrund des niedrigeren Rohmaterialpreises und einer geringeren Lagerhaltung insgesamt um 7,7 Mio. € auf 10,9 Mio. € gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stark vermindert (-5,0 Mio. €) und betragen 7,5 Mio. € (Vorjahr 12,5 Mio. €). Die Forderungen im Verbund bleiben auf dem Vorjahresniveau. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten hauptsächlich Steuerrückforderungen und betragen 3,3 Mio. € (VJ. 1,0 Mio. €). Die Guthaben bei Kreditinstituten sind hoch und belaufen sich auf 8,5% der Bilanzsumme (VJ 6,2%). Die Veränderungen im Eigenkapital sind insgesamt gering, der Gewinn des Vorjahres wurde vollständig thesauriert. Die Eigenkapitalquote beträgt solide 38% (VJ 39%). Das Ergebnis ist durch Einmaleffekte außerhalb der regulären Geschäftstätigkeit mit 1,6 Mio. € belastet. Die Rückstellungen sind um 4,3 Mio. € auf 9,2 Mio. € gesunken. Größter Posten sind die Rückstellungen für Pensionen welche aufgrund des geschlossenen Versorgungswerks und dem Anstieg der Zinsen unverändert auf dem Niveau von 6,1 Mio. € (VJ 6,0 Mio. €) verbleiben. Die Steuerrückstellungen beinhalten Nachzahlungen für die nunmehr abgeschlossene Betriebsprüfung. Die Verbindlichkeiten sind deutlich auf 26,4 Mio. € gestiegen (+28,5%). Der Anstieg resultiert aus unseren Bauprojekt HEP5 und dient primär deren Finanzierung. Wie in den Vorjahren folgt unsere Gesellschaft dem Vorsichtsprinzip, unter äußerst vorsichtiger Bewertung und die Regeln der verlustfreien Bewertung für sämtliche erkennbaren Risiken wurden durch entsprechende Abwertungen oder Rückstellungsbildungen berücksichtigt. Inflations- und Wechselkurseinflüsse haben auf die Vermögenslage keinen nennenswerten Einfluss. Finanzlage: Die liquiden Mittel sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Mio. € gestiegen, zum Jahresende standen ausreichende Kontokorrentlinien der Banken zur Verfügung. Darüber hinaus ist die Gesellschaft in den Finanzverbund der GUTMANN - Gruppe eingebunden. Langfristige Darlehen wurden im Geschäftsjahr sämtlich getilgt. Mittelabfluss aus Investition in unser Projekt HEP5 stehen Mittelzuflüssen aus der Aufnahme von Krediten gegenüber. Kreditlinien der Banken für die Bauphase stehen für die geplante Investitionssumme zur Verfügung. Im Anschluss an die Bauphase ist die Finanzierung ebenso bereits strukturiert. Die Gartner Extrusion GmbH ist jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Ertragslage: Die Umsatzerlöse des abgelaufenen Geschäftsjahres sind um 31,5% gesunken und betragen nunmehr 87,5 Mio. € (VJ 127,8 Mio. €). Der Rückgang der Umsatzerlöse war in allen Märkten unserer Gesellschaft zu verzeichnen. Der Rückgang im Ausland viel dabei überdurchschnittlich hoch aus. Aufgrund des gesunkenen Umsatzes ist auch der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen gesunken (-2,9 Mio. € nach +1,8 Mio. € im Vorjahr). Relativiert wird die Umsatzentwicklung durch den Rückgang im Preis für Aluminium. Der Aluminiumpreis LME (3M, USD/t) lag am Jahresende 2023 bei 2.244 gegenüber dem Preis von 2.267 (3M, USD/t) zu Beginn des Januar 2023 zwar fast unverändert, jedoch sehr weit von den Höchstständen des Jahres 2022 entfernt (3.933 USD/to für 3 Monatskontrakt). Ein Teil des Umsatzrückgangs ist damit Preisinduziert. Gleichwohl war auch die Absatzmenge deutlich rückläufig (vgl. oben unter II). Der Materialaufwand konnte damit um 41,1% gesenkt werden. Der Rohertrag zeigt sich damit ebenso vermindert (-22,1%) allerdings fiel der Rückgang deutlich niedriger aus, als der des Umsatzes. An das Betriebsergebnis (EBIT) des Vorjahres konnte nicht wieder angeknüpft werden (- 77,0%), es beträgt 1,4 Mio. € nach 6,2 Mio. € im Vorjahr. Die Zinsen berücksichtigen die Finanzierungsaufwendungen gegenüber Kreditinstituten (0,247 Mio.€ nach 0,224 Mio.€ im Vorjahr) sowie übrige Zinsen (z.B. Nachzahlungszinsen Finanzamt, Abzinsung von Rückstellungen, etc.). Der Steueraufwand ist gering (0,5 Mio. €) und berücksichtigt latente Steuern sowie die Abschlusszahlungen nach steuerlicher Außenprüfung. IV. Vorgänge von besonderer Bedeutung Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 wurde durchgehend auf Maßnahmen der Flexibilisierung der Arbeitszeit zurückgegriffen. Sowohl negative Stundenkonten der Mitarbeiter als auch Kurzarbeit wurden genutzt. Die Auslastung konnte nicht zufrieden stellen. Durch einen Betrugsfall ist der Gesellschaft ein substantieller Vermögensschaden entstanden, alle Belastungen aus diesem Vorgang haben Eingang in die Erfolgsrechnung des Jahres 2023 gefunden. Weitere Belastungen sind nicht zu erwarten. Zur Schadenkompensation wurde mit den Verursachern eine Vereinbarung geschlossen, dadurch konnte die Hälfte des Schadens im Ergebnis ausgeglichen werden. Außerdem wurde Strafanzeige erstattet. Der netto Vermögensschaden nach Kompensationsmaßnahmen beträgt ca. 800 T€. V. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Prognosebericht Gartner Extrusion hatte von 2020 bis 2022 drei sehr erfolgreiche Jahre mit sehr guten Ergebnissen realisiert. Diese Zeitspanne wurde genutzt, um intensiv in das Unternehmen u.a. mit der von Grund auf renovierten Pressenanlage zu investieren. Außerdem wurde die Einführung und konsequente Umsetzung des Lean-Programms OPEX bei Gartner Extrusion realisiert. Das übergreifende Shopfloor Management System wurde in allen Produktionsabteilungen etabliert. Mit dieser Zeitspanne kam die Strategie Gartner Extrusion 2022 - intelligent gemeinsam vernetzt zu Ihrem erfolgreichen Abschluss. Mit dem Jahr 2023 haben sich die Vorzeichen nun radikal geändert und Deutschland ist mit einem negativen Wachstum von -0,3% in der Rezession und die Herausforderungen für den Standort sind gewaltig. Gartner Extrusion als Unternehmen der energieintensiven Industrie muss dabei aufgrund der deutlich höheren Rückgänge und der spezifischen deutschen Standortnachteile noch zusätzliche Herausforderungen bewältigen. Im April 2023 war daher Spatenstich für die größte Investition in der 20jährigen Firmengeschichte als Mitglied der Gutmann Gruppe. Mit einem Investitionsvolumen von über 30 Mio.€ wird derzeit eine neuen Fertigungshalle gebaut, in welcher einen neue Strangpressanlage, ein Lager- und Logistiksystem sowie eine neue Eloxalanlage installiert werden. Anfang 2025 soll in einem ersten Schritt das neue Eloxal in Betrieb gehen und somit die beiden Altanlagen Eloxal 3 und Eloxal PFZ ersetzen. Diese Investition ist so geplant, dass mit einem deutlich reduzierten Personaleinsatz auf einer halbautomatischen Anlage eine Kapazität von bis zu 1,5 Mio. qm produziert werden können. In einem zweiten Schritt wird dann zum Jahreswechsel 2025/2026 eine Presse installiert, mit welcher die Gesamtanlage dann ein eloxiertes Profil mit einer Durchlaufzeit von nur noch 5 Arbeitstagen herstellen kann. Dies wird v.a. im Maschinenbausegment ein Alleinstellungsmerkmal am Markt darstellen und den Kunden eine deutlich flexiblere Planung in Verbindung mit stark abnehmenden Lagerbeständen ermöglichen. Risiken Deutschland ist in der Rezession und somit sind die genannten Risiken des letzten Lageberichts eingetreten. Wir befinden uns im 3. Kriegsjahr in der Ukraine und mit dem Überfall der Hamas auf Israel ist ein weiterer Kriegsherd dazugekommen. Mit der Wahl in den USA und einer möglichen Rückkehr eines Präsidenten Trumps könnte die Lage noch fragiler und instabiler werden. Dies sieht man bereits jetzt an der mangelnden Unterstützung der Ukraine durch die Blockade in den USA sowie den auseinanderstrebenden Interessen innerhalb der EU. Dies hat alles negative Folgen für die Weltwirtschaft und somit natürlich für unser stark exportgetriebenes Geschäftsmodell in Deutschland. Zusätzlich werden in allen Ecken der Welt Handelshemmnisse aufgebaut, um die eigenen Märkte zu schützen. So hat Indien beschlossen, dass bestimmte Waren, u.a. auch Aluminiumprofile, vor dem Inverkehrbringen in Indien von der indischen Normenbehörde (BIS - Bureau of Indian Standards) zertifiziert werden müssen. Als größtes Risiko müssen aber die Standortfaktoren in Deutschland selbst betrachtet werden. Bedenkenswert ist der politische Umgang damit, der den Eindruck einer gewollten Deindustrialisierung mit sich bringt. Aber selbst, wenn man nicht so weitgehen will, ist keinerlei Wille zu notendigen Reformen oder einer neuen Agenda 2030 zu erkennen. Neben teuren Energiepreisen und Belastungen durch zu ambitionierte Klimaziele, hohen Zinsen, einer überbordenden Bürokratie, den höchsten Steuerbelastungen in der EU bzw. den großen Industrieländern zählt das weiterhin knappe Arbeitskräfteangebot zu den Faktoren, welche den Standort Deutschland immer mehr in Frage stellen. Es ist daher Grundvoraussetzung, dass die Politik nun den Willen aufbringt, die Probleme anzugehen und die Stagnation zu überwinden. Chancen An den Chancen hat sich trotz der derzeitigen negativen Situation nichts geändert. Für die Aluminiumindustrie wird nach wie vor ein Wachstum um 50% bis ins Jahr 2050 prognostiziert. In allen Zukunftsthemen, wie den Umbau der Gesellschaft durch den Green Deal, spielt Aluminium aufgrund seiner Eigenschaften künftig eine wichtige Rolle. Die Kundenstruktur von Gartner Extrusion ist genau auf die Kunden und Branchen ausgerichtet, die bedeutend bei Zukunftsthemen und -technologien sind bzw. in ihren Produktsegmenten als führend in Deutschland und auf dem weltweiten Markt gelten. Die Konzentration auf hochwertige Aluminiumanwendungen für die Produktbereiche Automotive/E-Mobilität sowie Maschinenbau/Automatisierung folgt dieser Zukunftsentwicklung. Im Gegensatz zum allgemeinen Wohnungsbau, in welchem das Unternehmen kaum vertreten ist, stellt sich der Markt für große Fassadenobjekte nach eher schwächeren Jahren wieder als sehr aktiv dar und es ist gelungen, mit internationalen Neukunden in bisher unbearbeitete Märkte vorzustoßen. Im Geschäftsjahr haben wir umfangreiche Investitionen in unser neues Werk vorgenommen. Insgesamt wurden bereits 9,9 Mio. € in das neue Gebäude und weitere 4,5 Mio. € für technische Anlagen und Maschinen aufgewendet. Das Gesamtbudget wird bei ca. 30 'Mio. € liegen. Das neue Werk wird einen Quantensprung für das Unternehmen hinsichtlich seiner Abläufe, Kosten und Durchlaufzeiten bedeuten. Die zusätzliche Kapazität ermöglicht in den nächsten Jahren ein stetiges Wachstum mit den wichtigsten Bestandkunden sowie die Bearbeitung neuer Märkte und Kunden. Dies wird begleitet durch die neue Gartner Extrusion Strategie 2030, welche sich über diesen Zeitraum mit allen Maßnahmen erstreckt, bis das neue Werk komplett ausgelastet ist.
Gundelfingen, 19. März 2024 Alexander Merenda, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben Sitz der Gartner Extrusion GmbH ist Gundelfingen a. d. Donau. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 20387 im Register des Amtsgerichts Augsburg eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für die Aufstellung der Bilanz wird die Gliederung gemäß § 266 Abs. 1 Satz 2 HGB zugrunde gelegt. Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß § 275 Abs. 2 HGB in der Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig vier Jahre zugrunde gelegt. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen angesetzt. Folgende Nutzungsdauern werden angewandt:
Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter werden in Übereinstimmung mit den steuerrechtlichen Vorschriften im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten abzüglich entsprechender Reichweitenabschläge angesetzt. Für die Bewertung der Rohstoffbestände an Aluminium wird ein Durchschnittswert angesetzt. Zur Beachtung des Niederstwertprinzips erfolgt der Vergleich mit dem Börsen- und Marktpreis (LME-Beschaffungspreis) bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten, ermittelt auf der Grundlage einer Vollkostenkalkulation für die einzelnen Produkte. In den Herstellungskosten sind anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung mit 2 % auf die Netto-Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausreichend Rechnung getragen. Zu den aktiven latenten Steuern lagen entsprechende Berechnungen vor. Soweit aktive und passive latente Steuern bestehen wird eine Saldierung vorgenommen und der Überhang aus der Saldierung der aktiven mit den passiven latenten Steuern ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der Projected Unit Credit Method (PUC) errechnet. Die Erfolgswirksamkeit aus der Änderung des Abzinsungssatzes gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB ist im Personalaufwand erfasst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Der Ansatz erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB. Künftige Preis- und Kostensteigerungen zum Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden angemessen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind unter Beachtung des § 256 a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen und aus der Umrechnung von monetären Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in Fremdwährung zu Stichtagskursen resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. III. Angaben zur Bilanz zum 31.12.2023 Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Enthalten sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 17.993 € (davon Forderungen gegen Gesellschafter (§ 42 Abs. 3 GmbHG) 3.138 €) und sonstige Vermögensgegenstände (Darlehen) in Höhe von 5.000.000 € (davon Forderungen gegen Gesellschafter (§ 42 Abs. 3 GmbHG) 1.460.000 €). Aktive latente Steuern
Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaft- und Gewerbesteuer mit 28,1 %. Ausschüttungssperre Zum 31.12.2023 unterliegt nach § 268 Abs. 8 HGB ein Betrag von 917.960 € den Regelungen der Ausschüttungssperre. Der Betrag betrifft in voller Höhe die aktiven latenten Steuern. Pensionsrückstellungen Die Bewertung der Versorgungsverpflichtungen erfolgt nach der Projected Unit Credit Method (PUC). Als biometrische Rechnungsgrundlagen für die Sterbens- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten sind die Heubeckschen 'Richttafeln 2018 G' verwendet. Im Berichtsjahr wird der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene durchschnittliche Marktzinssatz von 1,83 % (Vj. 1,79%) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Rentenanpassungen sind mit 1,75 % eingerechnet. Lohn- und Gehaltstrends sind in angemessener Höhe berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 86.596 €. Da die frei verfügbaren Rücklagen mindestens dem Unterschiedsbetrag entsprechen, kann der Gewinn ausgeschüttet werden. Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten, Art und Form der Sicherheiten der Verbindlichkeiten sind in der Anlage zum Anhang dargestellt. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die unter den Haftungsverhältnissen ausgewiesenen Beträge entfallen vollständig auf verbundene Unternehmen. Aus der Mithaftung bzw. gesamtschuldnerischen Haftung im Sinne einer Liquiditätsgarantie wird das Unternehmen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht in Anspruch genommen werden. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor. Sonstige finanzielle Verpflichtungen:
IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geografisch bestimmten Märkten zeigt die folgende Tabelle:
In der Gewinn- und Verlustrechnung ist unter der Position "7. Abschreibungen b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten" ein Schadenfall von außergewöhnlicher Bedeutung abgebildet. Der Schadenfall hat keinen Einfluss auf die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft. Die Ertragslage ist um den in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Betrag einmalig gemindert, weitere negative Auswirkungen auf die gegenwärtige und künftige Lage der Gesellschaft ergeben sich nicht. Bereits zur Aufstellung des Jahresabschlusses wurde eine hälftige Kompensation des Schadens erreicht. Diese Kompensation wird sich in künftigen Perioden realisieren und ist daher in den Erträgen und Aufwendungen des Berichtsjahres nicht berücksichtigt. V. Sonstige Angaben Mitarbeiter
Im Jahresdurchschnitt sind zusätzlich 24 Auszubildende beschäftigt. Geschäftsführung Alexander Merenda Mutterunternehmen Oberstes Mutterunternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 290 HGB ist die GSI German Service International AG mit Sitz in Weißenburg. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht werden. Honorar des Abschlussprüfers Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss. VI. Vorschlag zur Verwendung des ErgebnissesDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 482.650 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Gundelfingen, den 18.03.2024 Gartner Extrusion GmbH Alexander Merenda, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von 6.081.876,12 € (Vj.: 8.272.185,52 €) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 5.000.000,00 € (Vj.: 5.000.000,00 €) sonstige Verbindlichkeiten (Darlehen). sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 07.08.2024 festgestellt. BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERSAn die Gartner Extrusion GmbH, Gundelfingen Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Gartner Extrusion GmbH, Gundelfingen - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Gartner Extrusion GmbH, Gundelfingen für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Kronach, den 28. März 2024 Wolfgang Bijok, Wirtschaftsprüfer |
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