Reiseveranstalter
Mediplus GRUPPE GmbHLiquidiert
Parkstraße 1, 61118 Bad Vilbel, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus Helmut Kober seit 17.1.2019 | Liquidator |
Stefan Ohligschläger seit 31.1.2018 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Stefan OhligschlägerRD Group GmbH+1 | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mediplus GRUPPE GmbHBad Vilbel (vormals: Bonn)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Bilanz zum 31. Dezember 2017AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2017
Anhang für das Geschäftsjahr 2017I. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie Mediplus GRUPPE GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i. S. des § 267 HGB auf. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2017 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung der Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie der ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt worden. Von der Erleichterungsvorschrift des § 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht Bei der Gliederung der Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurde die bisherige Form der Darstellung beibehalten. Die Bilanz ist gemäß § 266 HGB gegliedert. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB. Die angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Abschreibungsmethoden berücksichtigen alle erkennbaren Risiken; sie sind im Einzelnen bei der Erläuterung der Bilanzposten dargestellt. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenUngeachtet der bilanziellen Überschuldung wurde der Jahresabschluss der Gesellschaft unter der Berücksichtigung des Grundsatzes der Unternehmensfortführung gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB (going concern) aufgestellt, da das Unternehmen trotz Einstellung des Geschäftsbetriebes im Januar 2018 weitergeführt wird. Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Die Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie der Wertberichtigungen aller Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017 ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich. Immaterielle Vermögensgegenstände (Software/Internetseiten) wurden mit den Anschaffungskosten, abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen auf der Grundlage einer Nutzungsdauer von überwiegend drei Jahren bewertet. Trivialprogramme mit Anschaffungskosten bis EUR 410,00 wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bewertet Ein im Jahr 2014 entgeltlich erworbener Kundenstamm wurde im Berichtsjahr gemäß § 253 Abs. 3 S. 4 HGB in voller Höhe abgeschrieben. Die unter dem Posten "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" erfassten Gegenstände wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung unter Berücksichtigung einer betrieblichen Nutzungsdauer von überwiegend drei bis dreiundzwanzig Jahren bewertet. Die im Rahmen von Verschmelzungen zum 02. Januar 2010 sowie zum 02. Januar 2012 erworbenen Vermögensgegenstände wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung einer betrieblichen Restnutzungsdauer von einem bis zweiundzwanzig Jahren bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis EUR 410,00 wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden höchstens zu Anschaffungskosten bewertet. Im Vorjahr vorgenommene Wertberichtigungen gem. § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB wurden in Höhe von TEUR 130,4 beibehalten. Sonstige Ausleihungen wurden höchstens mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung der Vorräte (touristische Leistungen, die über den Bilanzstichtag andauern) erfolgte mit den hierfür angefallenen direkt zurechenbaren Kosten unter Berücksichtigung eines pauschalen Zuschlages für Gemeinkosten je Buchungsfall. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit den Nominalwerten bewertet. Im Vorjahr vorgenommene Wertberichtigungen gem. § 253 Abs. 4 S. 2 HGB auf Forderungen gegen verbundenen Unternehmen von TEUR 768,4 wurden beibehalten. Im Berichtsjahr wurden weitere Wertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen gem. § 253 Abs. 4 S. 2 HGB in Höhe von TEUR 89,9 vorgenommen. Auf Fremdwährung lautende Forderungen wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet (§ 256a HGB). Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen von TEUR 21,2 vorgenommen. Der Ansatz der sonstigen Wertpapiere erfolgt mit den Anschaffungskosten. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit den Nennbeträgen angesetzt. Auf fremde Währung lautenden Guthaben wurden mit dem Devisenkassenmittelkurs am Abschlussstichtag bewertet Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit den auf die nach dem 31. Dezember 2017 entfallenden Kostenanteilen angesetzt Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt EUR 37.500,00 und wurde mit dem Nennbetrag angesetzt. Unter dem Posten Kapitalrücklage werden die von den Gesellschaftern zugezahlten Beträge nach § 274 Abs. 2 Nr. 4 HGB ausgewiesen. Die Gewinnrücklagen i.H.v. EUR 26.036,00 wurden gemäß Art 67 Abs. 1 S. 1 und 2 EGHGB gebildet. Die Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen wurden gemäß § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse Verbindlichkeiten mit den voraussichtlichen Erfüllungsbeträgen angesetzt, wobei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB unter Ansatz eines Zinssatzes von 2,40 % abgezinst wurden. Die Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden zum Devisenkassenmittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Erhaltene Anzahlungen auf Reisen betreffen sowohl Leistungen, die noch im Geschäftsjahr 2017 begonnen, aber noch nicht beendet wurden, als auch solche, die erst im Folgejahr vollständig erbracht werden. Die erhaltenen Anzahlungen wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. III. Angaben zur BilanzDie unter den Vorräten ausgewiesenen touristischen Leistungen betreffen Pauschalreisen, die vor dem Bilanzstichtag begonnen und im neuen Geschäftsjahr beendet werden. Es werden bereits durch den Kunden in Anspruch genommene Reiseleistungen sowie die noch zu erbringenden Reiseleistungen ausgewiesen, soweit entsprechender Leistungsträgeraufwand systemseitig bereits erfasst worden ist. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich mit EUR 1.408,37 (Vj. EUR 20.310,21) um sonstige Vermögensgegenstände (kurzfristige Darlehen). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben mit insgesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Vorauszahlungen an Leistungsträger i.H.v. EUR 1.467.695,86 enthalten, die in neuer Rechnung abgewickelt werden. Die ausgewiesenen Steuerrückstellungen betreffen mit EUR 771.251,00 voraussichtliche Gewerbesteuernachzahlungen für die Jahre 2011-2017 aufgrund der nach § 8 Nr. 1e GewStG strittigen Hinzurechnungen von Hotelaufwendungen im Rahmen der Ermittlung des Gewerbeertrages, mit EUR 62.092,00 die Gewerbesteuer 2015, mit EUR 65.644,00 die Körperschaftsteuer 2015 sowie mit EUR 2.666,00 Lohnsteuer für vorangegangene Jahre. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von EUR 8.366.677,23 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr (Vj. EUR 16.619.118,02). Eine Besicherung der Verbindlichkeiten ist nicht erfolgt.
IV. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Bestandsveränderungen der unfertigen Leistungen betreffen die im Vorjahr unter den Vorräten ausgewiesenen touristischen Leistungen für Reisen, die vor dem Bilanzstichtag begonnen und im neuen Geschäftsjahr beendet wurden. In dem Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i.H.v. EUR 10.865,53 (Vj. EUR 46.770.67) enthalten. Des Weiteren sind in den "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" Aufwendungen aus der Wertberichtigung von Forderungen i.H.v. EUR 458.390,91 enthalten. Hiervon entfallen EUR 89.928,63 auf die Wertberichtigung von Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Der Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" beinhaltet mit EUR 4.798,00 (Vj. EUR 1.305,00) einen Aufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen mit EUR 708.425,- die Zuführung zur Gewerbesteuerrückstellung für die Jahre 2011 bis 2017 aufgrund einer evtl. Hinzurechnungen von Hotelaufwendungen im Rahmen der Ermittlung des Gewerbertrages. EUR 5.682,19 betreffen den Ertrag aus Vereinnahmung von Ertragssteuern (KöSt/SolZ) für Vorjahre. V. Angaben zu den HaftungsverhältnissenZum 31. Dezember 2017 bestehen Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB aus einer gegenüber einem verbundenen Unternehmen abgegebenen Patronatserklärung von TEUR 215. Mit einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung wird nicht gerechnet. VI. Sonstige finanzielle VerpflichtungenZum 31. Dezember 2017 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in einer Gesamthöhe von TEUR 271,3. VII. Sonstige AngabenDie Mediplus GRUPPE GmbH hat ihren Sitz in Bad Vilbel (zuvor Bonn) und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt a.M., HRB 110869 (zuvor AG Bonn, HRB 17714). Im Jahresdurchschnitt des Geschäftsjahres 2017 wurden 35 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer) beschäftigt, davon entfallen 5 auf Mitarbeiter mit Teilzeitverträgen. Im Geschäftsjahr 2017 erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch:
Der Geschäftsführer waren/sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Bezüglich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird von der Anwendung der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 Gebrauch gemacht Für Dienstleistungen des Abschlussprüfers, die HANSAREVISION Schubert & Coll GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/Steuerberatungsgesellschaft, Köln, sind im Geschäftsjahr 2017 folgende Honorare zurückgestellt worden:
Vorgänge von besonderer Bedeutung § 285 Nr. 33 HGB Ab dem 17.05.2017 wurden keine neuen Reisen verkauft. Bis auf Vorauszahlungen i.H.v. TEUR 214,4 für nach dem 31.12.2017 gebuchte Reisen wurden alle Reisen bis zum 31.12.2017 durchgeführt. Die restlichen gebuchten Reisen wurden im Laufe des ersten Quartals 2018 durchgeführt und abgewickelt. Es bestehen keine vertraglichen Verpflichtungen mehr für durchzuführende Reisen. Beteiligungen Zum Bilanzstichtag bestanden an folgenden Kapitalgesellschaften Beteiligungen von mindestens 20% des Stammkapitals: Medi Aktiv GmbH
FESA Beteiligungs-GmbH Verwaltungsgesellschaft
Mediplus SWISS AG
ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag 2017 i.H.v. EUR 639.704,83 zusammen mit dem Verlustvortrag von EUR 5.093.662,37 auf neue Rechnung vorzutragen.
Bad Vilbel, den 01. Juni 2018 Mediplus GRUPPE GmbH Geschäftsführung ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2017
Lagebericht 2017 über das 17. Geschäftsjahrder Mediplus GRUPPE GmbH, Bad VilbelDarstellung und Analyse des Geschäftsverlaufes sowie des Geschäftsergebnisses 2017Das Geschäftsmodell des Unternehmens hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Wir sind ein klassischer Reiseveranstalter. Der gesamte Reisebürovertrieb wird von Deutschland aus gesteuert und abgewickelt. Konjunkturelle Ausgangslage der Bundesrepublik DeutschlandDie Entwicklung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland wird von allen führenden Wirtschaftsexperten des Landes auch für die kommenden Jahre als positiv eingestuft. Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist der steigende, private Binnenkonsum in Deutschland, begünstigt durch Reallohnsteigerungen, eine weiterhin niedrige Inflationsrate und eine sinkende private Verschuldung. Der aktuell niedrige Rohölpreis ebenfalls als positiver Wirtschaftsimpuls gewertet Dämpfend stehen dieser Entwicklung der deutschen Wirtschaft teilweise das wirtschaftlich schwache Umfeld innerhalb der Eurozone und die zunehmenden Krisen in nordafrikanischen Ländern, einhergehend mit der weiter besorgniserregenden Entwicklung in der Türkei entgegen. Die Gesellschaft vertreibt keine Reisen mit der Destination Türkei und trägt aus diesem Grund auch keine Risiken aus der schwierigen politischen Lage. Schlüsselfaktoren der weiteren Konjunkturentwicklung
FazitDie volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland sind nach wie vor als gut zu bezeichnen. Wirtschaftliche Entwicklung der Mediplus GRUPPE GmbH
In 2017 konnte der Vorjahrsumsatz nicht ganz erreicht werden. Die Gästeanzahl sank um 109.268 wobei erfreulicherweise der durchschnittliche Reisepreis von EUR 401 auf EUR 535,04 gesteigert werden konnte. Die Planung wurde der Prognose entsprechend erreicht und bildet sich entsprechend in den Zahlen ab. Alle gebuchten Reisen des GJ 2017 wurde ordentlich durchgeführt und abgewickelt. Ab Mai 2017 wurden keine neuen Buchungen mehr entgegengenommen. Es bestehen keine vertraglichen Verbindlichkeiten mehr zur Durchführung von Reisen. Die Einflüsse auf die Finanz- und Ertragslage erläutern wir nachfolgend. Organe und MitarbeiterIm Geschäftsjahr 2017 waren im Jahresdurchschnitt 34,8 Mitarbeiter, davon 30 in Vollzeit, 4,8 Mitarbeiter in Teilzeit beschäftigt Im GJ 2017 ergaben sich keine personellen Veränderungen auf der Organebene. Um den Fahr- und Zeitaufwand für die Geschäftsführung zu mindern (2 Stunden weniger Anreise) wurde der Sitz der Gesellschaft nach Bad Vilbel verlegt VermögenslageDie Vermögenslage stellte sich per 31. Dezember 2017 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar Das langfristige Vermögen der Gesellschaft hat um TEUR 163,8 abgenommen. Die resultiert aus Wertberichtigungen auf Software, Geschäfts- und Firmenwerten und Sachanlagen. Die s.g. OOC Klage/Moltke Promotion GmbH wurde zum Jahresende 2017 hin von beiden Parteien mit einer Zahlung i.H.v. TEUR 1.060,0 zu Gunsten der Mediplus Gruppe GmbH einvernehmlich beigelegt. KapitalstrukturAuf Grund des negativen Ergebnisses und der zahlreichen durchgeführten Wertberichtigungen weist die Gesellschaft einen Kapitalfehlbetrag von TEUR 4.869,8 aus. Der Fortbestand der Gesellschaft ist trotz der bilanziellen Überschuldung nicht gefährdet, da die Durchführung der gebuchten Reisen mit Hilfe von externen Partnern gesichert wurde. Alle Reisen aus 2017 wurden durchgeführt. KapitalflussrechnungDie Gesellschaft ermittelt ihren Cash-Flow nach dem Standard DRS 21. Auf Grund eines positiven Mittelzuflusses aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 605,4, dem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von TEUR 14,3 und der Berücksichtigung des Mittelabflusses aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich eine zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands von TEUR 380,8. Investitionen wurden im abgelaufenen Jahr nur noch in geringem Umfang von TEUR 14,3 getätigt. Dieses waren unbedingt notwendige Investition, um den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2017 liquide Mittel von TEUR 1.495,6 aus. Alle Zahlungen an Lieferanten sind pünktlich erfolgt. Es bestanden keine Überfälligkeiten. Die Gesellschaft ist in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachzukommen. ErgebnisstrukturAusweislich der Gewinn und Verlustrechnung ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von TEUR 639,7. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte auf TEUR 63,2 gesteigert werden. Aufgrund der in den Vorjahren durchgeführten Betriebsprüfung wurden im Berichtsjahr, aufgrund neuerer Rechtsprechung der jüngeren Vergangenheit, Rückstellung für Gewerbesteuer gebildet, um der Hinzurechnungsproblematik des Hoteleinkaufs im Rahmen der Gewerbesteuer Rechnung zu tragen. Wir gehen nach wie vor davon aus, dass dieser Sachverhalt in einem aktuell anhängigen Musterverfahren positiv für die Reisebranche entschieden und keine Inanspruchnahme der Gesellschaft mit Gewerbesteuer erfolgen wird. Die Personalkosten sind auf Grund der Reduzierung der Mitarbeiteranzahl um TEUR 510Д gesunken. Für das Jahr 2018 ist ein weiterer starker Rückgang auf 4 Mitarbeiter geplant, weil den Mitarbeitern bereits neue Arbeitsplätze angeboten wurden. Im Jahr 2017 floss der Gesellschaft ein Zuschuss von TEUR 3.400 zu. Dieser ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgswirksam verbucht. Der Geschäftsverlauf entsprach den aufgestellten Planungsrechnungen. Die Lage der Gesellschaft ist stabil und es bestehen keine Anzeichen, dass diese Einschätzung zum jetzigen Stand zu revidieren ist. Finanzielle LeistungsindikatorenWir nutzen für unsere interne Unternehmenssteuerung verschiedene Kennzahlen u.a. aus unserem M.I.S.-System, wöchentlich werden Soll-Ist-Vergleiche Werte für die verschiedenen Segmente (Vertriebs- und Produktgruppen) ausgewertet und den Vertriebs- und Produktverantwortlichen kommuniziert. Über andere Auswertungen mit Quelldaten aus der Buchhaltung wird der Cash-Flow für zukünftige Perioden berechnet. Wir sind als einer von wenigen Reiseveranstaltern inzwischen in der Lage, kommende Liquiditätslücken sehr früh zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Täglich werden in der Buchhaltung bzw. Controlling die aktuellen Neubuchungen nach "Ertragsausreißern" durchforstet und analysiert, ob es sich um Stammdatenfehler, um Fehlkalkulationen oder um Ausnahmen handelt. Auf jeden Fall werden nach Erkenntnissen über die Ursache entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Insgesamt ist der Geschäftsverlauf des Jahres 2017 wie erwartet und geplant verlaufen. Auf Grund der Änderung von exogenen Faktoren konnten die Ziele und Planungen des Vorjahres nicht erreicht werden. Ab dem 17.05.2017 wurden keine neuen Reisen verkauft. Bis auf Vorauszahlungen i.H.v. TEUR 214,4 für nach dem 31.12.2017 gebuchte Reisen wurden alle Reisen bis zum 31.12.2017 durchgeführt. Die restlichen gebuchten Reisen wurde im Laufe des ersten Quartals 2018 durchgeführt und abgewickelt. Es bestehen keine vertraglichen Verpflichtungen mehr für durchzuführende Reisen. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie die Chancen und Risiken der GesellschaftTouristische Einschätzungen Die Abwicklung der gebuchten Reisen und die organisierte Rückführung der Gesellschaft ist nach Plan verlaufen und wird im GJ 2018 weiter geführt. Alle externen Gläubiger wurden befriedigt Risikobericht Aktuell sind die Finanzämter bundesweit angewiesen das umstrittene Thema "Gewerbesteuerhinzurechnung für Hotelmieten" zu thematisieren. Hier haben wir eine Rückstellung von 708,4 TEUR gebildet. Die Höhe der Rückstellung orientiert sich an der durch das Betriebsstättenfinanzamt Bonn ermittelten Systematik und entspricht nach unserer Erkenntnis dem aktuellen Stand. Das Verfahren ist aktuell beim BFH anhängig, mit einer Entscheidung und Urteilsbegründung ist im Laufe des Jahres 2018/Anfang 2019 zu rechnen. Wir waren seit Gründung der Gesellschaft im Jahr 2001 bei Reisegarant in Bezug auf die rechtlich vorgeschriebene Kundengeldabsicherung versichert. Das bestehende Konsortium unter Führung der Generali Versicherung AG führt diesen Versicherungszweig nicht mehr weiter. Ab dem Mai 2017 haben wir auf Grund des geplanten Rückbaus keine Sicherungsscheine mehr benötigt. Auch in 2017 hat unser Einkauf mit sehr wenigen Ausnahmen ohne Abnahmerisiken gearbeitet. Wir leisten jedoch zunehmend Vorauszahlungen für Partner und Airlines. Die Forderungsausfälle gegenüber Externen und Wertberichtigungen betrugen in 2017 TEUR 368,6. Hierbei wurde jeder Vorgang einzeln bewertet und eine Chancen-Risiko-Abwägung getroffen. Bei geringen Chancen der Eintreibung wurden die Forderungen entsprechend abgeschrieben. Die Einkäufe in Fremdwährung werden konservativ geplant. Nur ca. 6-7 % unserer Reisevorleistungen werden in Fremdwährung geplant und bezahlt. Es bestanden zum Ende 2017 keine Fremdwährungsverbindlichkeiten. Da unsere Gäste überwiegend im europäischen Raum mit uns verreisen, unterliegen wir weniger als andere Reiseveranstalter den Risiken von politischen Unruhen oder Naturkatastrophen. Destinationen wie Ägypten, Tunesien, Türkei oder Thailand spielen als Reisedestination für uns keine Rolle. Auf Grund der erhaltenen Anzahlungen und der Vorauszahlungen vor Reiseantritt war die Liquidität der Gesellschaft gesichert. Alle offenen Posten / Forderungen werden tagesaktuell abgestimmt. Außenstände gibt es nur in sehr geringem Umfang. Unser Risikomanagement wird durch das Controlling und die Fachbereiche ausgeführt / gelebt. Es handelt sich in der Hauptsache um tägliche Soll-Ist-Analysen zu den Planwerten auf Vorgangs-, Vertriebs- und Einkaufsebene. Ebenfalls täglich werden die Buchungen des Vortages auf Erreichen der Ertragsvorgaben geprüft. Bei Abweichungen suchen wir unmittelbar die Ursachen und veranlassen entsprechende Maßnahmen. Standardrisiken sind durch Versicherungen abgesichert. Bestandsgefährdende Risiken werden nicht gesehen. Die Liquidität der Gesellschaft ist durch erhaltene Anzahlungen und Restzahlungen auf den Reisepreis gesichert. Die Zusagen externer Partner sollten ausreichend für eine ordentliche Abwicklung aller Verbindlichkeiten sein. Ausblick/Chancen Die Gesellschafter der Mediplus Gruppe GmbH haben sich entschlossen den Geschäftsbetrieb unter der Marke Mediplus Reisen zum Ende des Jahres 2017 einzustellen. Des Weiteren wurde beschlossen, die Mediplus Gruppe GmbH zum 31.12.2018 geordnet zu liquidieren. Das Jahr 2017 war durch die Abwicklung der gebuchten Reisen geprägt. Investitionen sind nicht mehr geplant. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko haben wir eine elektronisch gestützte Cash-Flow-Planung eingeführt. Mit Hilfe von, individuellen Zahlungsplänen mit Schwerpunktpartnern und anderen Maßnahmen, konnten auch 2017 die Engpassmonate ohne Einsatz von Fremdkapital bewältigt werden. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement Bericht zu ZweigniederlassungenDie Gesellschaft unterhielt im Jahr 2017 keine Zweigniederlassungen. Fazit Bis Datum der Erstellung des Jahresabschlusses hat die Gesellschaft alle Verbindlichkeiten erfüllt, die Reisen wurden erfolgreich abgewickelt und eine geordnete Liquidation ist auf Grund der Zusagen externer Partner gesichert
Bad Vilbel, im August 2018 Klaus H. Kober, Geschäftsführer BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Mediplus Gruppe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, 23. August 2018 HANSA
REVISION Schubert & Coll. GmbH
Dipl.-Kfm. Michael Klein, Wirtschaftsprüfer Dipl.-Kfm. Christian Feit, Wirtschaftsprüfer |
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