ProSiebenSat.1 Media SE
Selbe AdresseHörfunkveranstalter und Verbreitung von Audioinhalten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc Elbers seit 8.7.2025 | Prokura |
Thies Haase seit 19.1.2023 | Geschäftsführer |
Martin Emele seit 2.11.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ProSiebenSat.1 Produktion GmbHUnterföhringJahresabschlussBilanz zum 31. Dezember 2007Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007
Anhang für das Geschäftsjahr 2007Grundlagen und MethodenDer Jahresabschluss der ProSiebenSat.1 Produktion GmbH
ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches
und den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes
aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird, wie in den
Vorjahren, nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Als große Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 3
HGB) hat die Gesellschaft einen Lagebericht
gemäß § 289 HGB erstellt.
Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeErworbene immaterielle Vermögensgegenstände
werden zu Anschaffungskosten, vermindert um
planmäßige und gegebenenfalls
außerplanmäßige Abschreibungen,
bilanziert.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder
Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte
planmäßige sowie gegebenenfalls erforderliche
außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet.
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr
voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt.
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zum
niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.
Vorräte werden zu Anschaffungskosten bewertet.
Forderungen sind zum Nennbetrag bilanziert. Bei der
Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
und sonstigen Vermögensgegenständen ist den
erkennbaren Risiken durch Einzel- und
Pauschalwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen
worden.
Rückstellungen werden in Höhe des Betrages
gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung notwendig ist.
Die Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. zum
höheren Rückzahlungsbetrag ausgewiesen.
WährungsumrechnungFremdwährungsforderungen werden mit dem Briefkurs
am Buchungstag oder dem höheren Kurs am
Bilanzstichtag, Fremdwährungsverpflichtungen mit dem
Geldkurs am Buchungstag oder dem niedrigeren Kurs am
Bilanzstichtag umgerechnet.
Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als
Anlage beigefügten Anlagespiegel ersichtlich.
Finanzanlagen
* Angaben beziehen sich auf das Jahr 2006
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Im Geschäftsjahr wurden Einzelwertberichtigungen
von insgesamt EUR 161.669,40 und eine
Pauschalwertberichtigung in Höhe von EUR 9.000,00
gebildet.
EigenkapitalDie ProSiebenSat.1 Produktion GmbH hat mit der
ProSiebenSat.1 Media AG als herrschende Gesellschafterin
einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, der
mit der damaligen ProSieben Media AG am 29. April 1997/13.
Mai 1997 mit Wirkung zum 1. Januar 1997 geschlossen wurde.
Der Gewinn des Geschäftsjahres 2007 wurde entsprechend
dieser Vereinbarung zum 31. Dezember 2007 an die
ProSiebenSat.1 Media AG abgeführt.
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenHaftungsverhältnisseHaftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag
nicht.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den Rückstellungen und Verbindlichkeiten
bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen. Diese
resultieren insbesondere aus Vertragsabschlüssen in
der Zeit vor dem 31. Dezember 2007 und betreffen im
Wesentlichen Kfz-Leasingverpflichtungen sowie vertragliche
Bestellungen für das Anlagevermögen.
Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen
Erlöse mit verbundenen Unternehmen und werden fast
ausschließlich in der Bundesrepublik Deutschland
erzielt. Auf eine weitere Aufgliederung der
Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten
wird daher verzichtet.
Aktivierte EigenleistungenEigenleistungen wurden in Höhe von EUR 824.962,00
aktiviert, davon entfallen auf selbsterstellte technische
Anlagen EUR 501.757,00 und auf technische Anlagen im Bau
EUR 323.205,00 (siehe auch Anlagenspiegel).
Periodenfremde ErträgeVon den periodenfremden Erträgen in Höhe von
insgesamt EUR 1.026.353,23 entfallen EUR 715.349,12 auf die
Auflösung von Rückstellungen, EUR 14.000,00 auf
Erträge aus der Minderung der Pauschalwertberichtigung
auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie EUR
79.521,43 auf Erträge aus dem Abgang von
Sachanlagevermögen.
Periodenfremde AufwendungenVon den periodenfremden Aufwendungen in Höhe von
insgesamt EUR 514.074,35 entfallen EUR 232.685,84 auf
Verluste aus dem Abgang von nicht mehr genutzter Software
sowie EUR 111.530,42 auf Verluste aus dem Abgang von
Sachanlagevermögen wegen Verschrottung und Verkauf.
Sonstige AngabenBeziehungen zu MutterunternehmenDer Jahresabschluss der ProSiebenSat.1 Produktion GmbH,
Unterföhring, wird in den Konzernabschluss der
ProSiebenSat.1 Media AG, Unterföhring, einbezogen. Der
Konzernabschluss der ProSiebenSat.1 Media AG wird im
elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Zahl der Mitarbeiter im JahresdurchschnittDie durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug im
Berichtszeitraum 1.040 Angestellte.
OrganeZu Geschäftsführern sind bestellt:
Herr Dr. Christian Wegner, Vorsitzender der
Geschäftsführung, verantwortlich für die
Bereiche Creative Solutions, Broadcasting Services,
Strategie & Finanzen
Herr Dr. Martin Emele, Geschäftsführer,
verantwortlich für die Bereiche Customer Service &
Integration, Herstellung, Infrastructure & Systems,
Projects & Process, Technical Operations Management
sowie Unternehmenskommunikation & -entwicklung
Herr Frank Meißner, Sprecher der
Geschäftsführung, verantwortlich für die
Bereiche Herstellung & Technical Operations sowie
Distribution - Ground Service (bis zum 31. Juli 2007)
Die Aufwendungen für die Bezüge der
Geschäftsführungsmitglieder betrugen im
Berichtsjahr TEUR 492.
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2007
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2007Die ProSiebenSat.1 Produktion ist der zentrale
Dienstleister der ProSiebenSat.1-Group und mit rund 1.000
Mitarbeitern deren größte Geschäftseinheit.
In den vier Kernbereichen Herstellung, Kreation,
Broadcasting Services und Technologie leistet das
Unternehmen einen wichtigen Beitrag zum Konzernerfolg. Das
Dienstleistungsangebot reicht dabei von der Außen-,
Studio-, und Post-Produktion über On Air-Design und
-Promotion bis hin zu integriertem Asset Management und der
Sendeabwicklung für mehr als zehn TV-Sender. Im
Bereich Technology bietet die ProSiebenSat.1 Produktion
verschiedene Dienstleistungen an, die von der klassischen
Office-Informationstechnologie über
Software-Integration bis zum Betrieb und Service der
gesamten technischen Infrastruktur der ProSiebenSat.1-Group
reichen. Zum Unternehmen gehören alle produktions- und
sendetechnischen Einrichtungen der Senderfamilie.
Konjunkturelles Umfeld und BranchensituationDie robuste Konjunkturentwicklung in den
Industrieländern hat zum Jahresende 2007 etwas an
Schwung verloren. Verschiedene Faktoren wirkten belastend:
zunächst die globale Finanzmarktkrise, die ihren
Ausgangspunkt in den zunehmenden Zahlungsausfällen im
Subprime-Bereich des US-Immobilienmarkts hatte, dann die
Ölpreise, die wegen der anhaltend hohen Nachfrage auf
Rekordhöhen kletterten und schließlich die
Verbraucherpreise, die vor allem bei Energiekosten und
Nahrungsmitteln spürbar anzogen.
Für die ProSiebenSat.1 Produktion GmbH ist
ausschlaggebend, in welchem Maß sich das Wachstum der
Gesamtwirtschaft auf den TV-Werbemarkt und das
Kerngeschäft werbefinanziertes Fernsehen auswirkt. Der
deutschsprachige Raum ist der umsatzstärkste Markt der
Gruppe, gefolgt von Nordeuropa und Niederlande/Belgien.
Mit Brutto-Werbeinvestitionen von insgesamt 8,7 Mrd.
Euro verbuchten die deutschen TV-Sender im Jahr 2007 im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 5,2 %. Mit
einem Anteil am TV-Werbemarkt von 43,5 % hat die
ProSiebenSat.1-Group ihre führende Position im
deutschen TV-Werbemarkt erneut ausgebaut (2006: 43,0 %).
SevenOne Media, der TV-Vermarkter der Gruppe, konnte 2007
Bruttoumsätze in Höhe von 3,798 Mio. Euro
für die Sender erzielen. Die von der IP Deutschland
vermarkteten Sender RTL, Vox, Super RTL und n-tv erreichten
im Berichtszeitraum 3,247 Mio. Euro. Dies entspricht einem
Rückgang des Werbemarktanteils um 1,1 %-Punkte auf
37,2 %. Auch der Anteil von RTL2-Vermarkter EI Cartel
verringerte sich gegenüber dem Vorjahr und betrug 5,4
% beziehungsweise 475,0 Mio. Euro (Vergleichszeitraum 2006:
5,5 %).
Geschäftsentwicklung 2007Im Geschäftsjahr 2007 konnte die ProSiebenSat.1
Produktion in den vier Kernbereichen Herstellung, Kreation,
Broadcasting Services und Technologie viele Erfolge feiern
und ihre Dienstleistungskompetenz erneut unter Beweis
stellen.
Nach der erfolgreichen Integration des Senders 9Live in
die ProSiebenSat.1-Senderfamilie realisierte die
ProSiebenSat.1 Produktion im abgelaufenen
Geschäftsjahr einen weiteren technischen Ausbau der
Produktionsstätten (Regie) und Verbreitungswege, um
das Programm von Deutschlands 1. Quizsender auch über
den deutschsprachigen Markt hinaus international verbreiten
zu können (Türkei, Spanien, Kroatien, Mittlerer
Osten, Nordafrika).
Nach der Re-Organisation des Technologiebereichs der
ProSiebenSat.1 Produktion und der Aufhebung der ehemals
klassischen Trennung von Broadcast- und
Informationstechnologie im Jahr zuvor, wurden 2007 alle
Technologie-Units vollständig in die operativen
Strukturen integriert und der Schritt zum
"Technologie-Kompetenzzentrum" erfolgreich abgeschlossen.
Parallel zur zweiten Staffel "Germany's Next Topmodel -
by Heidi Klum" produzierte die ProSiebenSat.1 Produktion im
März 2007 im Unterföhringer Studio 6 das
werktägliche Magazinformat "Germany's Next Topmodel -
Das Magazin" mit Moderatorin Charlotte Engelhardt. Sie
informierte ProSieben-Zuschauer täglich über die
neuesten Entwicklungen der Kandidatinnen auf dem Weg zum
Supermodel und alles, was sonst noch hinter den Kulissen
von Heidis erfolgreicher Show passierte.
Bei der Verleihung der Promax & BDA Europe Awards am
24. April 2007 in Berlin nahm der Bereich Creative
Solutions, Kreativ-Unit der ProSiebenSat.1 Produktion, drei
Trophäen in Silber für herausragende Design- und
Promotion-Arbeiten in Empfang. Verliehen wurden die Preise
an Kreativleistungen für die Sender Sat.1 und
ProSieben. Die Promax & BDA Awards zählen zu den
wichtigsten internationalen Auszeichnungen im
TV-Kreativbereich.
Den Weg der deutschen Teams, darunter der SV Werder
Bremen, im UEFA Cup begleitete die ProSiebenSat.1
Produktion 2007 ab dem Viertelfinale. Das Unternehmen
realisierte alle auf deutschem Boden stattfindenden Partien
für den Sender Sat.1, darunter auch das
"Entscheidungsmatch" gegen Espanyol Barcelona am 3. Mai
2007. Der Sieg des spanischen Clubs und dessen Einzug ins
UEFA Cup-Endspiel wurde - zusätzlich zur
Standardauflösung - auch in hoch auflösendem HDTV
sowie im Bildformat 16:9 produziert und übertragen.
Vom Hamburger "Live Earth"-Event, dem größten
Benefizkonzert aller Zeiten, stellte die ProSiebenSat.1
Produktion am 7. Juli 2007 Sendern in aller Welt ein
Sendesignal in hoch auflösendem HDTV zur
Verfügung. Als technischer Dienstleister für den
Host Broadcaster ProSieben war das
Außenproduktions-Team mit insgesamt 14 Kameras im
Einsatz. Die Experten gewährleisteten darüber
hinaus die komplette Infrastruktur zur Produktion. Dazu
zählten unter anderem Produktions- und
Aufnahmeleitung, Organisation der Übertragungswagen
und Satellite News Gathering (SNG) sowie Bereitstellung des
Kamerapersonals. Im Playout Center am Standort München
liefen alle HD-Signale der weltweiten "Live Earth"-Konzerte
zusammen und wurden von hier aus an ProSieben und N24
weitergeleitet, die live von diesem Event berichteten.
Ebenfalls realisierte das Team Außenproduktion ab
dem 19. Juli 2007 eine tägliche, mehrstündige
Live-Übertragung der "Tour de France". Die
ProSiebenSat.1 Media AG hatte im Juli die
Übertragungsrechte am größten
Radsport-Event der Welt erworben - die Sender Sat.1,
ProSieben und N24 berichteten in teilweise
mehrstündigen Live-Strecken über die "Tour".
Seit Mitte Oktober 2007 gehen die "Sat.1 News" und
"Sat.1 Das Magazin" aus einem neuen Studio auf Sendung.
Nach einem umfassenden Studio-Refresh begrüßten
die beiden Moderatorinnen Katja Losch ("Sat.1 News") und
Mareile Höppner ("Sat.1 Das Magazin") die
Sat.1-Zuschauer in ihren Premieren-Sendungen aus einem
virtuellen Set im Berliner Medienzentrum. Verantwortlich
für den neuen Look der beiden aktuellen Formate
zeichneten die Bereiche Herstellung und Creative Solutions
am Standort Berlin. Innerhalb weniger Wochen realisierten
die verschiedenen Projektteams eine Umsetzung der neuen
Studiogestaltung sowie des Designs beider Formate. Dabei
war es produktionstechnisch und logistisch gelungen, die
unterschiedlichen virtuellen Sets von "Sat.1 News" und
"Sat.1 Das Magazin" aus einem einzigen Studio senden zu
können. Damit schuf die ProSiebenSat.1 Produktion die
Voraussetzung für eine übergangslose
Live-Ausstrahlung zweier Formate direkt hintereinander und
ohne Werbeunterbrechung.
Bei den Internationalen Eyes & Ears Awards, die im
November 2007 in München verliehen wurden, gewann der
Bereich Creative Solutions insgesamt 13 Preise und
Auszeichnungen. Von einer hochkarätig besetzten Jury
des Branchenverbands Eyes & Ears of Europe wurden
Design- und Promotion-Kampagnen für die Sender Sat.1,
ProSieben und kabel eins prämiert, darunter die
"ProSieben STAR FORCE".
ProSiebenSat.1 Produktion GmbH - Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDas Jahr 2007 stand für die ProSiebenSat.1
Produktion im Zeichen der Integration von der in 2006
durchgeführten Re-Organisation. Hier haben wir die
ehemals klassisch getrennten Informations- und
Broadcast-Technologien vollständig im operativen
Geschäft integriert und unsere Serviceleistungen
darauf abgestellt. Im Produktionsbereich haben wir sehr
schnell auf die Formateinstellungen bei Sat.1 reagiert und
unsere Produktionsdienstleistungen ohne Qualität- und
Effizienzverluste weiter geleistet.
Als hundertprozentige Tochtergesellschaft der
ProSiebenSat.1 Media AG hat die ProSiebenSat.1 Produktion
im abgelaufenen Geschäftsjahr Ihre Leistung gesteigert
und Effizienzsteigerungen erfolgreich umgesetzt. Damit
leistet sie wiederholt ihren Beitrag zum Erfolg der
gesamten Unternehmensgruppe.
ErtragslageUmsatzDer Umsatz steigerte sich im Geschäftsjahr 2007 von
131,4 Mio. EUR auf 136,3 Mio. EUR, und übertraf somit
unsere Erwartungen für 2007. Dabei reduzierte sich der
externe Umsatz um 1,5 Mio. EUR auf 7,9 Mio. EUR, der
interne Umsatz konnte von 122,0 Mio. EUR auf 128,4 Mio. EUR
gesteigert werden.
Für den Rückgang des externen Umsatzes waren
vor allem weniger Studioproduktionen durch den Wegfall von
Formaten sowie der Wegfall von Außenproduktionen
verantwortlich.
Die Steigerung des internen Umsatzes ist zum einen auf
die größere Nachfrage im Bereich
Software-Entwicklung und Business Applikationen
zurückzuführen und zum anderen auf
größeres Produktionsvolumen im Studio- und
Schnittbereich.
Größter Kunde der ProSiebenSat.1 Produktion
mit einem Umsatz von 28,3 Mio. EUR war erneut der Sender
ProSieben. Zweitgrößter Kunde war der Sender N24
mit einem Umsatz von 23,6 Mio. EUR, gefolgt vom Sender
Sat.1 mit einem Umsatz von 23,0 Mio. EUR.
MaterialaufwendungenDie Steigerung der Materialaufwendungen von 26,5 Mio.
EUR auf 29,2 Mio. EUR resultiert aus der Steigerung der
Anforderungen im Produktionsbereich, welches sich auch in
den Umsätzen widerspiegelt. Weiterhin sind in 2007
Kosten aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (siehe
Erläuterung sonstige betriebliche Aufwendungen) in
Höhe von 1,0 Mio. EUR hier enthalten.
PersonalaufwendungenDie Kostenerhöhung von 67,4 Mio. EUR auf 70,6 Mio.
EUR resultiert zum einen aus den Gehaltserhöhungen in
Höhe von 2,0 %. Zum anderen haben wir auf Grund von
Produktionssteigerungen in 2007 mehr Mitarbeiter (vor allem
Bedarfsbeschäftigte) beschäftigt.
Im Geschäftsjahr 2007 hatte die ProSiebenSat.1
Produktion an ihren beiden Standorten Berlin und
München durchschnittlich 1.040 Stellen nach HGB
(Vorjahr: 996 Stellen nach HGB). Die ProSiebenSat.1
Produktion hat auch 2007 das Vergütungssystem
fortentwickelt und weitergeführt, das an den Holding-,
Unternehmens- und individuellen Leistungszielen orientiert
ist.
AbschreibungenDurch die stetigen Investitionen für den Ausbau
unserer Infrastruktur sind die Abschreibungsaufwendungen
von 14,2 Mio. EUR auf 15,2 Mio. EUR gestiegen.
Sonstige betriebliche AufwendungenHier ist eine Kostenreduzierung von 22,5 Mio. EUR auf
21,3 Mio. EUR zu verzeichnen. Diese Veränderung
resultiert im Wesentlichen aus der Verschiebung der
Übertragungskosten EDV in den Materialaufwand.
EBITDADer EBITDA konnte von 16,8 Mio. EUR in 2006 auf 17,5
Mio. EUR gesteigert werden. Trotz der Preissteigerungen im
Personalbereich in 2007 konnte die EBITDA Rendite in
Höhe von 12,8 % aus dem Vorjahr stabil gehalten
werden.
Ergebnis vor SteuernDie ProSiebenSat.1 Produktion weist für das
abgelaufene Geschäftsjahr ein positives Ergebnis vor
Ergebnisübernahme in Höhe von 0,7 Mio. EUR aus,
was um 0,3 Mio. EUR niedriger ist als in 2006. Durch eine
konstante Preispolitik konnten wir die
Gehaltserhöhungen in 2007 nur zu 77 % durch
Effizienzsteigerung auffangen.
VermögenslageDie Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2007 ist mit 39,3
Mio. EUR um 4,3 Mio. EUR niedriger als im Vorjahr. Dabei
stieg die Eigenkapitalquote von 20,6 % in 2006 auf 22,9 %
in 2007.
Dies liegt zum einen am Anlagevermögen, das mit
27,8 Mio. EUR um 2,8 Mio. EUR niedriger ausfällt als
2006. Hier wurde zwar bei den gewerblichen Schutzrechten
und ähnlichen Rechten erheblich investiert, aber bei
den Sachanlagen hat man sich aufgrund der anstehenden
Projekte, insbesondere "Playout 09" zurück gehalten.
Daraus und durch den Übergang der Anlagen bei Bauten
auf fremden Grundstücken in Form von Studioeinbauten
i.H.v. 1,3 Mio. EUR zu Schwesterunternehmen, haben sich die
Sachanlagen um 3,7 Mio. EUR auf 23,1 Mio. EUR reduziert.
Das Umlaufvermögen reduzierte sich um 1,0 Mio. EUR
auf 10,9 Mio. EUR, was an den Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen bei externen Kunden lag. Hier? spiegelt sich
auch der reduzierte Umsatz mit externen Kunden wieder.
Bei den Verbindlichkeiten liegt die Reduzierung in
Höhe von 4,8 Mio. EUR auf 24,7 Mio. EUR zum einen an
einem schnelleren Zahlungsrythmus bei Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen gegenüber 2006 und nicht
zuletzt auch an geringeren Investitionen und den damit
einhergehenden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen.
FinanzlageDie ProSiebenSat.1 Produktion ist in das
Bankkonten-Clearing des Gesellschafters ProSiebenSat.1
Media AG einbezogen. Durch das zentrale Finanzmanagement
findet ein konzerninterner Liquiditätsausgleich statt.
Weiterhin besteht ein Gesellschafterdarlehen mit einem
Darlehensrahmen in Höhe von 28,0 Mio. EUR, das zum
Jahresende mit einem Wert von 17,5 Mio. EUR in Anspruch
genommen worden ist. Die ProSiebenSat.1 Produktion kann
dadurch jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen
nachkommen.
Die Investitionen sind um 3,5 Mio. EUR auf 14,2 Mio. EUR
(davon 9,9 Mio. EUR Investitionen in technische Anlagen)
gesunken. Dadurch sank die Investitionsquote von 13,6 % auf
10,0 % (Investitionsquote = Zugänge des
Geschäftsjahres / Historische AHK zum 1. Januar 2007).
NachtragsberichtNach dem Ende des Geschäftsjahres 2007 bis zum 6.
Februar 2008, dem Datum der Freigabe dieses Lageberichts
zur Veröffentlichung, sind keine Ereignisse
eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die
Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage der ProSiebenSat.1
Produktion haben.
RisikoberichtDie ProSiebenSat.1 Produktion GmbH ist in das
leistungsfähige Risikomanagementsystem der
ProSiebenSat.1 Media AG einbezogen. Die ProSiebenSat.1
Produktion GmbH als zentraler Dienstleister der
ProSiebenSat.1-Group ist stark von den Risiken ihrer
Hauptauftraggeber, den Sendern der ProSiebenSat.1-Group,
und den Risiken im Bereich Technologiewandel abhängig.
Konjunktur und WerbemarktDie Werbekonjunktur und damit die
Geschäftstätigkeit der ProSiebenSat.1-Group wird
in hohem Maße von der gesamtwirtschaftlichen Lage und
der Entwicklung in den Teilmärkten bestimmt, in denen
Werbekunden agieren. Eine Abkühlung des
inländischen Investitions- und Konsumklimas
könnte somit das Ergebnis der ProSiebenSat.1-Group und
somit die Auftragslage der ProSiebenSat.1 Produktion GmbH
beeinträchtigen.
Das Jahr 2007 wird Deutschland nach ersten
vorläufigen Berechnungen mit einem robusten
Wirtschaftswachstum von 2,5 % abschließen. Besonders
positiv entwickelten sich dabei die
Unternehmensinvestitionen, während der
Wachstumsbeitrag des privaten Verbrauchs hinter den
Erwartungen zurückblieb. 2008 wird sich die Konjunktur
nach allgemeiner Überzeugung etwas abkühlen.
Sowohl Konjunkturindikatoren aus der Industrie als auch
verschiedene Umfrageindizes signalisieren eine zumindest
vorübergehende Stabilisierung auf hohem Niveau. Eine
weitere Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um etwa 2 %
erscheint möglich. Die weltweiten konjunkturellen
Risiken werden sich 2008 spürbar erhöhen. Vor
allem die Entwicklung in den USA bereitet wachsende Sorgen.
Die Befürchtungen sind groß, dass die
amerikanische Wirtschaft infolge der Hypotheken- und
Finanzmarktkrise auf eine Rezession zusteuert und damit die
gesamte weltwirtschaftliche Konjunktur negativ beeinflussen
könnte. Auch die weiter steigenden Rohstoffpreise und
der starke Euro stellen für die exportorientierte
deutsche Wirtschaft relevante Wachstumshemmnisse dar.
Allerdings wird der Werbemarkt hauptsächlich von
der Nachfrage im Inland gesteuert. Hier stimmen
Sachverständige und Wirtschaftsforschungsinstitute
überein, dass sich der private Konsum 2008 deutlich
beleben und zur Wachstumsstütze in Deutschland werden
wird. Für eine kräftige Binnennachfrage sprechen
insbesondere die anhaltend positive Entwicklung am
Arbeitsmarkt und die steigende Kaufkraft der Bürger.
Gefährdet wird dieses hoffnungsvolle Zukunftsszenario
derzeit vor allem durch den beschleunigten Preisanstieg bei
Mineralölerzeugnissen und Nahrungsmitteln. Der daraus
resultierende Kaufkraftentzug belastet sowohl die Stimmung
der Verbraucher als auch der Unternehmen. Entsprechend
schwach zeigten sich zuletzt die Einzelhandelsumsätze.
TechnologiewandelEin mögliches Risiko liegt in der
Fehleinschätzung der dynamischen Entwicklung von
Verbreitungswegen wie DSL und Breitbandkabel. Diese
könnten aufgrund falscher Prognosen oder
Veränderungen in den Geschäftsmodellen der
Provider zustande kommen.
Auch die mögliche Verschiebung technologischer
Innovationen wie DVB-H aufgrund regulatorischer
Restriktionen könnte die Entwicklung hemmen. Die
Schaffung veränderter Wettbewerbsbedingungen aufgrund
nationaler und europäischer Gesetze, beispielsweise in
den Bereichen Werbung, Technologie und Jugendschutz,
könnte das Geschäftsmodell ebenfalls
beeinträchtigen.
Darüber hinaus ist der fehlende
Interaktivitätsstandard ein Risikofaktor, da die
Vielzahl der digitalen Angebote sowie die uneinheitliche
Struktur der Empfängerboxen die Verbreitung neuer
Angebote verlangsamen könnte.
Sendetechnik und StudiobetriebSendeabwicklung, Rechenzentren und alle wesentlichen
Teile der Studiotechnik der ProSiebenSat.1-Group an den
Produktionsstätten Berlin und München sind durch
eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) gesichert.
Sobald ein Spannungsabfall einsetzt, wird die
batteriegestützte USV aktiv.
Im Bereich der bandlosen Sendeabwicklung sind alle
Server, sowohl die Programm und Werbeserver als auch
Server, die broadcast-relevante Geräte steuern, als
Main- und Backup-System verfügbar und damit doppelt
gesichert. Main- und Backup-Systeme laufen permanent im
Parallelbetrieb, so dass ein Umstieg ohne Auswirkung auf
die Programmausstrahlung bleibt. Auch der
unterbrechungsfreie Umstieg auf ein timecode-parallel
mitlaufendes Band ist möglich. Alle Kurzelemente wie
Werbespots und Trailer sind durch einen weiteren
Backup-Server gesichert. Darüber hinaus werden
sämtliche Kurzelemente im 24-Stunden-Vorlauf auf
Bändern mitgeschnitten und sind ebenso physisch
vorhanden wie Filme, Serien, Entertainmentformate und
vorproduzierte aktuelle Magazinformate. Damit sind die
Voraussetzungen geschaffen, um den Notbetrieb in einem
anderen Raum oder Gebäude aufzunehmen. Neben den
Backupsystemen steht eine Havarie-Sendeabwicklung zur
Verfügung, über die der Zugriff auf alle für
die Ausstrahlung eines Programms relevanten Geräte
möglich ist. Das heißt, die Wiederaufnahme des
Sendebetriebs kann mit Einschränkungen innerhalb von
10 bis 30 Minuten nach Eintritt eines Totalausfalls einer
Sendeabwicklung erfolgen.
Für alle Live-Sendungen steht in der
Sendeabwicklung ein von der Programmplanung der Sender
ausgewähltes Notprogramm zur Verfügung, das bei
Ausfällen zur Überbrückung eingesetzt werden
kann. Für die Defektbehebung steht rund um die Uhr ein
Team aus Spezialisten zur Verfügung. So ist ein
bandgestützter Notbetrieb für die Sender der
ProSiebenSat.1-Group möglich, falls die Videoserver-
und Automationssysteme komplett versagen sollten.
Informationstechnologie und -projekteIm IT-Bereich existieren mehrere Rechenzentren, die
räumlich voneinander getrennt sind. Fällt in
einem der Zentren ein Server aus, übernimmt
automatisch und ohne Zeit- und Datenverluste ein anderer
dessen Aufgaben. Ein zertifiziertes und ständig
aktualisiertes Notfallprogramm sorgt darüber hinaus
dafür, dass die gesamte IT-Infrastruktur der
ProSiebenSat.1 Media AG gegen Softwareangriffe von
außen geschützt ist.
Die ProSiebenSat.1-Group und dementsprechend auch die
ProSiebenSat.1 Produktion hat das strategische Ziel, die
technische Entwicklung zu einer digitalen Welt
voranzutreiben. Das impliziert technologische
Herausforderungen: Unterschiedliche Standorte, Systeme,
Unternehmensbereiche und -prozesse müssen stärker
vernetzt werden, um Wertschöpfung mit
größtmöglichen Synergien zu verwirklichen.
Damit wächst die Abhängigkeit von elektronischen
Systemen und Kommunikationstechniken. Die Komplexität
von Innovations- und Investitionsvorhaben nimmt stetig zu.
Im Bereich der Informationstechnologie sind
Betriebsstörungen und -Unterbrechungen,
Beeinträchtigungen durch Viren, Eindringen von Hackern
und Datenspionage wesentliche Risiken. Treten sie ein,
können Datenverluste oder -veränderungen,
Diebstahl von Informationen, Ausfall businesskritischer
Applikationen oder auch Sendeausfälle die Folge sein.
Erkannt und begrenzt werden diese Risiken durch
umfangreiche Sicherheitsregeln und -techniken, die
dezentral und, wo nötig, mehrfach redundant aufgebaut
sind. Sie beinhalten etwa die Festlegung von
Frühwarnindikatoren, engen Toleranzgrenzen und hohen
Verfügbarkeitszusagen. Alle Sicherheitsvorkehrungen
werden laufend verbessert und dem neuesten Kenntnis- und
Entwicklungsstand angepasst. Dabei beziehen sich die
Sicherheitsvorgaben nicht nur darauf, wie die Hard- und
Softwaresysteme technisch ausgelegt sind. Vielmehr
schließen sie auch funktionale Sicherheitsstrukturen
und organisatorische Vorkehrungen ein.
Derzeit ist in der ProSiebenSat.1-Group eine Vielzahl
von technologischen Projekten in Arbeit. Ihre
Überwachung wird seit dem 1. Juli 2006 durch ein
konzernübergreifendes Technology Board sichergestellt.
Technologisch oder betriebswirtschaftlich nicht sinnvolle
Entwicklungen werden so verhindert, die Abstimmung
verschiedener Vorhaben aufeinander wird gefördert.
Letzteres ist auch vor dem Hintergrund der wachsenden
Annäherung und Überlappung ("Konvergenz") von IT-
und Broadcast-Technologie Bedeutsam. Die wichtigsten
Projekte zur Software-Entwicklung, -Anpassung oder
-Integration sind in einem "Konsolidierten
Meilenstein-Plan" (KMP) zusammengefasst, der die
wechselseitigen Abhängigkeiten dieser Vorhaben
transparent macht.
PersonalRisiken im Personalbereich identifiziert das Unternehmen
durch Mitarbeiterbefragungen sowie durch geeignete
Frühindikatoren. Eine quantitative
Messgröße ist zum Beispiel die Fluktuation.
Mögliche Risiken aus Interessenskonflikten oder
Verstößen gegen interne und externe Vorschriften
werden durch schriftlich festgelegte Richtlinien und
Organisationsanweisungen gesteuert. Dazu zählen
beispielsweise die genannten Insiderregeln. Zum anderen
werden diese Risiken durch eine strikte Trennung von
Management- und Kontrollfunktionen begrenzt. Die Risiken im
Personalbereich insgesamt sind im Vergleich zum Vorjahr
unverändert gering.
PrognoseberichtDie von der ProSiebenSat.1 Produktion angebotenen
Dienstleistungen in den vier Kernbereichen Herstellung,
Kreation, Broadcasting Services und Technologie
überzeugen unverändert die Kolleginnen und
Kollegen bei den Sendern vor allem aufgrund ihrer
hervorragenden Qualität sowie der flexiblen
Umsetzungs- und Gestaltungsmöglichkeiten.
Besonders auf dem Gebiet nicht-werbefinanzierter
Erlösquellen findet die vielzitierte Konvergenz der
Medien inzwischen Eingang in das tägliche
Nutzungsverhalten. In der technischen Beratung und
Umsetzung des Multi-Channeling, d.h. der Distribution von
Inhalten über verschiedene Medienformen und Formate
hinweg, sieht die ProSiebenSat.1 Produktion eine ihrer
wichtigsten Zukunftsaufgaben. Die Verarbeitung und
Konfektionierung von Bewegtbildern bleibt weiterhin eine
zentrale Kernkompetenz. Um auch in Zukunft optimal auf
sämtliche Anforderungen reagieren zu können,
wurde in diesem Zusammenhang eines der wichtigsten
Zukunftsprojekte erfolgreich gestartet. "Playout 09" sieht
ein neues, volldigitales Playout-Zentrums am Standort
München vor, mit dem der Technologiewandel konsequent
fortgeführt und mittelfristig auch die gesamte
Wertschöpfungskette sowohl bandlos als auch
plattformunabhängig abgebildet werden kann.
Stetige Veränderungen des Berufsfeldes nimmt die
ProSiebenSat.1 Produktion zum Anlass, ihre internen
Strukturen kontinuierlich den vor der gesamten Branche
liegenden Herausforderungen anzupassen und das Unternehmen
für eine erfolgreiche digitale Zukunft zu rüsten.
Trotz ihrer Positionierung als zentraler Service Provider
der ProSiebenSat.1 Media AG ist es das Ziel des
Unternehmens, durch eine konsequente Optimierung von
Strukturen, Ressourcen und Workflows in der Qualität
und Umsetzung ihrer Services grundsätzlich
marktorientiert und wettbewerbsfähig zu sein.
Für die Geschäftsjahre 2008 und 2009 erwartet
das Unternehmen ein ausgeglichenes Ergebnis vor Steuern und
Sondereffekten. Durch den bevorstehenden Technologiewandel
- vor allem durch das Projekt "Playout 09" - werden sich
die Erlöse, als auch die Kostenstruktur bis 2009
rückläufig entwickeln. Lediglich in den Bereichen
Software-Entwicklung und Diversifikationsgeschäft
können - in Abhängigkeit von der Entwicklung der
Konzerngeschäftsfelder - Umsatzveränderungen
eintreten. Ferner werden die Analysen bezüglich einer
strategischen Partnerschaft bzw. partiellem Outsourcing im
Technologiebereich fortgesetzt. Im Falle eines Outsourcings
werden vermutlich Einmalaufwendungen das Ergebnis in 2008
belasten.
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz,
Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter
Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der
ProSiebenSat. 1 Produktion GmbH, Unterföhring,
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die
Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der
Verantwortung der Geschäftsführung der
Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der
von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung
über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der
Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach §
317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die
Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass
Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die
Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt
werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen
werden die Kenntnisse über die
Geschäftstätigkeit und über das
wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft
sowie die Erwartungen über mögliche Fehler
berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die
Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll
Systems sowie Nachweise für die Angaben in
Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht
überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten
Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der Geschäftsführung sowie
die Würdigung der Gesamtdarstellung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der
Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend
sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen
geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der
Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und
vermittelt unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
ProSiebenSat. 1 Produktion GmbH. Der Lagebericht steht in
Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein
zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt
die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
München, den 10. März. 2008
KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Beschluss über die ErgebnisverwendungDie alleinige Gesellschafterin der ProSiebenSat.1
Produktion GmbH hat mit Gesellschafterbeschluss vom 20.
Oktober 2008 den Jahresabschluss zum 31.Dezember 2007 mit
einer Bilanzsumme von Euro 39.261.916,39 festgestellt.
Weiterhin wurde beschlossen, daß das Jahresergebnis
von Euro 654.934,54 an die alleinige Gesellschafterin
ProSiebenSat.1 Media AG gemäß Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrag vom 06. Mai 1997
abgeführt wird.
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