Enos GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thorsten Hammer seit 22.1.2026 | Prokura |
Miriam Inka Böttner seit 11.5.2022 | Prokura |
Melanie Sybille von Hehl seit 15.7.2021 | Geschäftsführer |
Veronika Madkour seit 14.8.2014 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VRM Media Sales GmbHMainzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023I. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Geschäftsmodell der VRM Media Sales GmbH (VRM MS) ist die Vermarktung und Auftragsbearbeitung von Anzeigen-, Beilagen- und Digitalwerbungsgeschäften der VRM GmbH & Co. KG, Mainz, (VRM KG) sowie deren Tochtergesellschaften. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt im Rhein-Main-Gebiet. Die Vermarktung erfolgt im Rahmen einer Leistungskommission. Die VRM MS erbringt die Werbeleistungen in eigenem Namen auf fremde Rechnung. Die erzielten Erlöse werden nach Abzug einer Provision an die jeweils leistenden Verlage weitergereicht. 2. Steuerungssystem Das Unternehmen wird über verschiedene Kennzahlen und Leistungsindikatoren gesteuert. a) Finanzielle Leistungsindikatoren: Zu den finanziellen Steuerungsgrößen zählen die Umsatzerlöse, das operative Ergebnis in der Definition der VRM internen Berichterstattung der jeweiligen Marktplätze, Verkaufsgebiete und Objekte sowie das Jahresergebnis vor Gewinnabführung der Gesellschaft. Diese werden monatlich ermittelt und mit den Planzahlen verglichen. Bei wesentlichen Abweichungen werden kurzfristige Maßnahmen durch die Geschäftsführung eingeleitet. b) Nichtfinanzielle Steuerungsgrößen: Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind nachfolgende Leistungsindikatoren zu benennen, die zur Beurteilung der Entwicklung der Marktbereiche relevant sind:
II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen waren 2023 wie schon im Vorjahr weiterhin sehr angespannt. Das Jahr stand nach wie vor unter dem Einfluss des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, dazu kam der neu entbrannte Nahost-Konflikt. Die deutsche Wirtschaft fiel 2023 in eine Rezession. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts ist das preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,1 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken (Vorjahr: Steigerung um 1,9 %). Die nach wie vor hohen Preise dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief sehr unterschiedlich. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0% zurück. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Da die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden konnte, erreichte das Baugewerbe insgesamt noch ein kleines Plus von 0,2%. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vergleich zum Vorjahr erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Die Erhöhung fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Anstieg verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6%. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit konnte mit +1,0% zulegen. Demgegenüber ist die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe um 1,0% gesunken. Grund hierfür war vor allem der Groß- und Einzelhandel. Die privaten Konsumausgaben nahmen preisbereinigt um 0,8% gegenüber dem Vorjahr ab. Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Die Zahl der Erwerbstätigen belief sich im Jahr 2023 durchschnittlich auf 45,9 Millionen und lag somit 0,7% über dem Vorjahresniveau und damit so hoch wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte haben die dämpfenden Effekte des demographischen Wandels überkompensiert. Die Bruttowerbeumsätze in den Above-the-line Medien (Zeitungen, Publikumszeitschriften, Fernsehen, Radio, Out of home und Kino) lagen gemäß Nielsen Media Research im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr mit rd. EUR 33,8 Mrd. rd. EUR 2,9 Mrd. oder 7,9 % unter dem Vorjahresniveau. An der Rangfolge der wichtigsten Werbemedien hat sich nichts geändert. Die höchsten Werbeinvestitionen wurden in den Gattungen Fernsehen (EUR 16,5 Mrd.; Vorjahr: EUR 17,1 Mrd.) und Zeitungen (EUR 5,5 Mrd.; Vorjahr: EUR 5,1 Mrd. - ohne Publikumszeitschriften) getätigt. Dabei verzeichnete die Fernsehwerbung einen Rückgang von 3,5 %. Demgegenüber stieg das Werbevolumen in den Zeitungen um 7,7%. Im Online-Segment wurden Werbeinvestitionen in Höhe von EUR 4,2 Mrd. getätigt (Vorjahr: EUR 4,5 Mrd.), das bedeutet eine Verringerung um 6,6% gegenüber dem Vorjahr. In Bezug auf die Statistiken der Nielsen Media Research ist zu berücksichtigen, dass sich die erhobenen Bruttowerbeumsätze (ohne Medienwerbung) auf Markenartikel- und Dienstleistungswerbung sowie auf Werbung von großen Handelsunternehmen beziehen. Rubrikenanzeigen und Prospektbeilagen finden dabei keine Berücksichtigung, wodurch die tatsächliche, gesamte Geschäftsentwicklung des Werbemarktes nicht vollumfänglich abgebildet wird. Außerdem beziehen sich die Bruttowerbeumsätze auf die offiziell ausgewiesenen Werbepreise ohne Berücksichtigung von gewährten Rabatten und Freischaltungen. Diese werden bei der Ermittlung der Nettowerbeumsätze umsatzmindernd berücksichtigt. Die wirtschaftlich entscheidende Entwicklung des Nettowerbeumsatzes im Bereich Tageszeitungen liegt i.d.R. unter den genannten Entwicklungsraten der Bruttowerbeumsätze (-0,6% in 2022 aufgrund der wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs und der damit einhergehenden sinkenden Konsumneigung). Die finalen Zahlen liegen für 2023 erst im Mai/Juni 2024 vor und können somit hier nicht mehr ausgewiesen werden. Die durchschnittliche verkaufte Auflage lokaler und regionaler Abo-Zeitungen in Deutschland (alte Bundesländer-Statistik IVW) ist im Geschäftsjahr 2023 um rd. 6,1% gesunken. 2. Geschäftsverlauf Die Umsatzerlöse der VRM MS ergeben sich aus den für die Werbevermarktung anfallenden Provisionen. Die Umsatzerlöse liegen rd. 4,8% über dem Vorjahresniveau, aber rd. 2,8% unter dem Planwert. Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 ein positives Jahresergebnis vor Gewinnabführung von EUR 0,8 Mio. erwirtschaftet, das damit über dem Vorjahresgewinn und auch über dem geplanten Gewinn lag. a) Ertragslage Die Umsatzerlöse, die aus den Provisionen für die Vermarktung der Anzeigen und Beilagen in den Tageszeitungen und Wochenblättern der VRM-Verlage resultieren, liegen im Jahr 2023 mit EUR 13,7 Mio. um rd. EUR 0,6 Mio. oder 4,8 % über dem Vorjahresniveau. Die akquirierten Anzeigenerlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 12,1% und die Beilagenerlöse um 8,7% vermindert. Die Verminderung der akquirierten Anzeigenumsätze hat unterschiedliche Gründe. Zum einen sind die Rückgänge auf Einsparungen in den Marketing-Budgets der Kunden zurückzuführen. Zum anderen ist dies auch die Folge der Umstellung von Print- auf Digital-Abos, da dadurch die Printreichweite für die Werbung abnimmt. Darüber hinaus gab es eine Umstellung der Darstellung der akquirierten Umsatzerlöse, die über Kooperationen erzielt werden und bis auf den verbleibenden Provisionsanteil für die Vermarktung an die Kooperationspartner weitergegeben werden. Bis 2022 wurde diese Erlösweitergabe innerhalb der Erlösschmälerungen gebucht. Ab 2023 werden diese Umsatzanteile offen von den akquirierten Umsatzerlösen abgesetzt. Dies ist u.a. auch der Grund dafür, warum die Erlösschmälerungen sich deutlich vermindert haben. Die Online-Erlöse konnten deutlich um 28,1 % gesteigert werden. Neben einer generellen Tendenz zu mehr Online-Anzeigen ist dies der Effekt aus der Umstellung der Kunden von Print auf Digital. Die Weiterberechnung der Werbeerlöse in die Verlage verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um 9,2 % und ist im Wesentlichen bedingt durch die Erlösrückgänge sowie der unterjährigen Anpassung des Provisionssatzes der VRM MS für die Vermarktungsdienstleistungen. Hieraus resultiert auch die Erhöhung der Umsatzerlöse der VRM MS. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Berichtsjahr um EUR 0,1 Mio. auf EUR 0,3 Mio. erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen zurückzuführen. Die Materialaufwendungen, die fast ausschließlich Aufwendungen für bezogene Leistungen enthalten, haben sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,3 Mio. oder 43,9 % auf EUR 0,9 Mio. erhöht. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus höheren Kosten für Satzdienstleistungen und vermehrten Einkauf von Dienstleistungen im Zusammenhang mit Online-Werbung. Der Personalaufwand ist um EUR 0,3 Mio. oder 3,9 % gestiegen. Die Anzahl der Mitarbeiterkapazitäten (MAK) ist um 3,0 auf 92,7 gesunken, was grundsätzlich zu einem Rückgang der Personalaufwendungen geführt hätte. Es gab aber verschiedene gegenläufige Effekte. Zum einen resultiert die Erhöhung aus Aufwendungen für die Zuführungen zu Rückstellungen für Abfindungen. Zum anderen haben sich die Gehälter aufgrund von Fluktuation und Neueinstellungen teilweise erhöht. Darüber hinaus sind auch die Sozialversicherungsbeiträge gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um EUR 0,1 Mio. auf EUR 5,2 Mio. Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich verschiedene Aufwandsgruppen vermindert. Hierzu gehört z.B. die Leistungsverrechnungen für die Vermarktung des Dieburger Anzeigers, da diese Dienstleistung im Jahr 2023 nicht mehr von der VRM MS bezogen, sondern durch sie selbst erbracht wurde. Darüber hinaus wurde ein langjähriger Vertrag mit einer Personalgestellung per Ende März 2023 gekündigt, was zu einer Kosteneinsparung geführt hat. Demgegenüber sind die Kosten für das externe Call-Center und sonstige Dienstleister, sowie für Provisionen, Beratung und Werbung gestiegen. Die Zinsaufwendungen bewegen sich mit TEUR 23 um TEUR 25 unter dem Vorjahresniveau. Der Posten enthält insbesondere den Zinsaufwand aus der Aufzinsung von langfristigen Personalrückstellungen (Pensionen, Altersteilzeit und Jubiläen). Aufgrund der seit Mitte des Jahres 2022 wieder steigenden Zinsen vermindert sich der Aufzinsungsbetrag für die Personalrückstellungen. Im Vorjahr wies die Gesellschaft ein Jahresergebnis vor Gewinnabführung von EUR 0,6 Mio. aus. Der Gewinn des Jahres 2023 von EUR 0,8 Mio. wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages von der VRM KG (Mutterunternehmen) übernommen. b) Finanzlage Die Zahlungsfähigkeit der VRM MS war im Jahr 2023 durch die Einbindung in das Finanzierungssystem der VRM-Gruppe (Cash-Pooling) stets gewährleistet. Der Ausweis erfolgt bei der VRM MS als Forderung gegenüber verbundenen Unternehmen. Darüber hinaus wäre die Gesellschaft über den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag auch in ertragsschwächeren Zeiten abgesichert, da potenzielle Verluste das Eigenkapital der Gesellschaft, das TEUR 25 beträgt, nicht vermindern würden. Die Eigenkapitalquote beträgt 0,36 % per 31.12.2023 (Vj. 0,28 %). c) Vermögenslage Die VRM MS weist zum Ende des Geschäftsjahres 2023 eine Bilanzsumme von EUR 6,9 Mio. aus und liegt damit EUR 1,9 Mio. unter dem Vorjahresniveau. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens haben sich aufgrund der planmäßigen Abschreibung um TEUR 10 vermindert. Das Sachanlagevermögen hat sich aufgrund von Verkäufen aus dem Fuhrpark und unter Berücksichtigung der laufenden Abschreibungen zum Stichtag um TEUR 52 vermindert. Das Finanzanlagevermögen liegt mit EUR 0,6 Mio. um EUR 0,1 Mio. unter dem Vorjahresniveau. Ursächlich ist die Tilgung eines Darlehens, dass die VRM MS an eine Beteiligungsgesellschaft ausgegeben hatte. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt um EUR 0,3 Mio. auf EUR 3,6 Mio. erhöht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich um EUR 2,1 Mio. auf EUR 2,6 Mio. vermindert und betreffen im Wesentlichen die VRM KG. Der ausgewiesene Forderungssaldo resultiert aus den Leistungsbeziehungen im Zusammenhang mit der Werbevermarktung, der Umsatzsteuer-organschaft, dem Cash-Pooling und der Gewinnübernahme aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Die Veränderung des Saldos steht im Zusammenhang mit der Entwicklung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die ebenfalls per 31.12.2023 sehr deutlich um EUR 2,0 Mio. auf EUR 2,9 Mio. gesunken sind. Dieser Rückgang betrifft i. W. das Verrechnungskonto der Echo Zeitungen GmbH und resultiert aus den Leistungsbeziehungen im Zusammenhang mit der Werbevermarktung der Echo-Titel. Die Salden resultieren aus der zentralen Liquiditätssteuerung. Auf der Passivseite wird das Eigenkapital aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages unverändert mit TEUR 25 ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen liegen mit EUR 1,6 Mio. um EUR 0,1 Mio. über dem Vorjahresniveau. Trotz des steigenden Zinsniveaus kam es aufgrund der hohen Inflation im Jahr 2023 zu einer Zuführung. Die Berechnung der Rückstellung erfolgte mit einem Rententrend von 2,75% (Vj. 2,0%). Die sonstigen Rückstellungen liegen mit EUR 1,7 Mio. rd. EUR 0,2 Mio. unter dem Vorjahresniveau. Der Rückgang resultiert i.W. aus dem Verbrauch von in Vorjahren gebildeten Rückstellungen für Altersteilzeit (ATZ). Die ATZ Rückstellungen haben einen Anteil von rd. 42% an dem Saldo der sonstigen Rückstellungen. Der Rückgang der ATZ-Rückstellung wurde teilweise durch die Zuführung zu Abfindungs-Rückstellungen kompensiert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen mit EUR 0,5 Mio. stichtagsbedingt EUR 0,3 Mio. über dem Vorjahresniveau. Insgesamt ist die wirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2023 als sehr gut zu beurteilen. Es wird fortwährend an Prozessverbesserungen und neuen Konzepten zur Werbevermarktung gearbeitet. III. Risiko- und Chancen-Bericht In der VRM-Gruppe werden alle Tochtergesellschaften mit vielfältigen Überwachungsinstrumenten und einem zentralisierten Controlling in ein integriertes Risikomanagementsystem einbezogen, das ein fester Bestandteil der Unternehmensführung ist. Ziel des Risikomanagements ist es, mögliche Risiken aus dem operativen Geschäft sowie aus Beteiligungen frühzeitig zu erkennen und zu steuern. Im Rahmen der Unternehmenssteuerung werden die allgemeinen Markt- und Erlösrisiken im Zuge der Überwachung von Erlösen, Mengen und Kosten in der Planung, in der aktuellen Prognose und im Berichtswesen erfasst und dargestellt, um bei entwicklungsbeeinträchtigenden oder bestandsgefährdenden Entwicklungen frühzeitig geeignete Gegenmaßnahmen treffen zu können. Zur Diagnose und Überwachung von Problemen in allen Geschäfts- und Funktionsbereichen steht monatlich ein kennzahlengestütztes Management-Berichtswesen zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Risikoidentifikation ist die Risikoinventur. Die regelmäßige Analyse möglicher Risikopotenziale im operativen Geschäft bindet alle verantwortlich handelnden Personen ein; die Ergebnisse der Risikoanalyse werden der Geschäftsleitung unmittelbar mitgeteilt. Risiken aus wesentlichen Investitionen, Projekten und Akquisitionen werden im Vorfeld identifiziert und bewertet und unterliegen im Berichtswesen einer kontinuierlichen Betrachtung. 1. Risiken Die nachfolgenden wesentlichen Risiken wurden im Rahmen der Risikoanalyse für die VRM MS identifiziert. Maßnahmen zur Steuerung, Reduzierung bzw. Vermeidung dieser Risiken werden fortlaufend durchgeführt. Die sich weltweit verschärfenden Krisen (u.a. Ukraine-Krieg, Nah-Ost Konflikt) haben einen deutlichen Einfluss auf die deutsche Wirtschaft und somit auch auf die VRM MS. Die Inflation von 5,9% hatte bei vielen Geschäftspartnern starke Auswirkungen auf das Werbeverhalten und somit auf die Werbebudgets. Besonders betroffen davon waren der lokale Handel und der Stellenmarkt. Dazu kommt, dass sich die Medienbranche seit einigen Jahren in einem umfassenden Transformationsprozess befindet. Globale Megatrends, allen voran die Globalisierung sowie die Digitalisierung, beeinflussen vielerorts tradierte Geschäftsmodelle und ordnen Wertschöpfungsketten neu, mit teilweise disruptiven Auswirkungen. Weiterhin herrscht innerhalb der Medienbranche eine hohe Markt- und Wettbewerbsdynamik, die für die Geschäftsmodelle der VRM-Gruppe zu Umsatzrückgängen bzw. Marktanteilsverlusten führen können. Insbesondere durch die global agierenden Digitalkonzerne Alphabet (Google), Apple, Meta Platforms (ehem. Facebook) sowie Amazon und Microsoft (GAMAM oder Big Tech) hat sich die Wettbewerbssituation im Werbemarkt weiter verschärft. Diese Unternehmen geben bei der digitalisierten Globalisierung mit ihrem Know-how weltweit die Richtung vor und erzeugen teilweise alternativlose Abhängigkeiten für andere Unternehmen. Die Angebote der VRM-Gruppe sind durch die Dominanz der großen digitalen Player einem Risiko des unerwarteten Verlusts an Sichtbarkeit ausgesetzt. Die sich immer wieder ändernden und intransparenten Kriterien der Suchalgorithmen können somit zu einem Sichtbarkeitsverlust und einem damit einhergehenden Traffic-Verlust auf den VRM-Webangeboten führen. Im Bereich der Vertriebserlöse führt der demografische Wandel einerseits sowie das durch die Digitalisierung und den technischen Fortschritt veränderte Mediennutzungsverhalten andererseits zu einer signifikanten Veränderung des Konsum- und Leseverhaltens der Kunden. Außerdem erhöhen Hochpreisstrategien der VRM den Marktdruck zusätzlich. Die generelle Zunahme der Bedeutung und Nutzung digitaler Angebote, insbesondere innerhalb der jüngeren Zielgruppen, führt zu Auflagen- und Erlösrückgängen im Print-Bereich, die bis dato noch nicht durch Digitalerlöse kompensiert werden können. Insofern besteht ein allgemeines branchenspezifisches Risiko für Werbeerlöse. In der VRM-Gruppe, zu der die VRM MS gehört, wird diesen Entwicklungen mit einer Drei-Säulen-Strategie, bestehend aus der Diversifikations-, der Digital- und der Konsolidierungsstrategie, begegnet. Dabei beinhaltet erstere die Entwicklung weiterer ertragreicher Geschäftsfelder, gegenwärtig konkret den Ausbau des Agenturgeschäfts mit digitalen Dienstleistungen sowie den Umbau der Konzernlogistik zu einem Profitcenter. Die Digitalstrategie setzt sich mit der Dynamik und Geschwindigkeit digitaler Wertschöpfungsketten auseinander und eröffnet der VRM-Gruppe den Zugang zu neuen Märkten. Ein wesentlicher Punkt der Digitalisierungsstrategie ist der Ausbau von Paid Content und Content Diversifikation als Geschäftsmodell. Im Rahmen dessen beabsichtigt die VRM mit der Einführung neuer Produkte, sogenannten Verticals und zwei Reichweitenportalen, jüngere Zielgruppen anzusprechen. Ein Vertical ist ein Webangebot, das genau eine monothematische Zielgruppe anspricht. Dabei handelt es sich um Nischenseiten, Special Interest Magazine und Blogs, die für bestimmte Interessengruppen besonders relevant sind. Reichweitenportale ermöglichen die Generierung von Traffic mithilfe datengetriebener SEO (Search Engine Optimization = Suchmaschinenoptimierung) -optimierter Contenterstellung. Hierbei liegt der Fokus auf boulevard-lastiger Berichterstattung. Strategisch soll das Portal dem Reichweitenverlust durch die Bezahlschranken der VRM-Nachrichtenportale entgegenwirken. Die Reichweitenportale HessenToday.de und RLPToday.de sind im November 2023 im Rahmen eines sog. Soft-Launches online gegangen und werden ab Januar 2024 von der VRM MS vermarktet. Zudem beinhaltet die Digitalstrategie eine konsequente Weiterentwicklung der VRM, des Knowhows ihrer Mitarbeiter und der klassischen Produkte. Der Vertrieb zeitungsnaher Digitalprodukte wie beispielsweise das e-Paper oder die kontinuierliche Weiterentwicklung der Webangebote (Newsportale & Newsapps) gehört dazu. Die Konsolidierungsstrategie setzt auf Skalierbarkeit. Durch nachhaltiges Kostenmanagement und permanente Beobachtung des Wettbewerbsumfelds wird die Position für Kooperationen und Übernahmen gestärkt. Bedingt durch die Auswirkungen der Coronapandemie und insbesondere dem damit verbundenen voraussichtlich auch dauerhaften Umsatzverlust im Werbemarkt sowie die Erhöhungen der Rohstoffpreise, beinhaltet die Konsolidierungsstrategie ferner fortlaufende Überprüfung von Maßnahmen zur gezielten und geplanten Restrukturierung der VRM-Gruppe und damit einhergehend auch der VRM MS, um den Konzern weiterhin wirtschaftlich stabil für die Zukunft aufzustellen. Konkrete weitere Maßnahmen, die zur Sicherung des Kerngeschäftes beitragen sollen, sind weiterhin die Einführung eines neuen Print-Produktionssystems sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung des E-Papers. Weiterhin wurden im Oktober 2023 Veränderungen innerhalb der Vermarktungsstrategie der VRM Wochenblätter umgesetzt. Die Deutsche Post AG wird ihre Werbesendung EINKAUF AKTUELL zu Ostern 2024 einstellen. VRM ergreift die Chance, die in EINKAUF AKTUELL enthaltenen Beilagen für die eigenen Wochenblätter zu gewinnen. Da EINKAUF AKTUELL am Wochenende verteilt wird, hat die VRM die noch nicht am Wochenende erscheinenden südhessischen Anzeigenblätter auf einen Wochenend-Erscheinungstermin umgestellt. Um genug Vorlauf zu haben, wurden die Titel Südhessen Wochenblatt, Dieburger Anzeigenblatt, Anzeigenblatt Gersprenztal, Wochenblick Groß-Gerau und Wochenblick Main-Spitze schon Anfang Oktober 2023 auf den Erscheinungstag Samstag verlegt. Durch den Wechsel des Erscheinungstags und die Nutzung der Chancen im Bereich des nationalen Beilagengeschäfts bekommen die wegen des starken Mindestlohnanstieges zuletzt geschwächten südhessischen Titel wieder mehr Auftrieb. Um organisatorisch schneller auf die Rahmenbedingungen, Entwicklungen und Trends in der Medienbranche reagieren zu können und um die bestehenden und neuen Produkte erfolgreicher zu machen, wurde die Organisationsstruktur der VRM-Gruppe in den letzten Jahren sukzessive angepasst. Ziel war und ist es, die Voraussetzungen für stärkeres Wachstum in neuen Sparten und Themenfeldern zu schaffen. Neben den spezifischen Branchenrisiken ist die VRM MS auch von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung abhängig. Die Erwartungen für die deutsche Wirtschaft und die damit einhergehenden Prämissen, die im Prognosebericht aufgeführt sind, werden Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Gesellschaft haben. Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung und Globalisierung erhöht sich das Risiko, Opfer eines Hacker-Angriffs zu werden, bei dem entweder Schadsoftware eingeschleust wird, um Daten zu zerstören oder Daten zu stehlen, oder um den Zugriff auf die Daten zu blockieren und Lösegeld für die Datenfreigabe zu fordern. Zur Vermeidung eines solchen Angriffs bzw. zur Minimierung des sog. Cyber-Risikos hat die VRM ihre IT-Sicherheitsstrategie im Jahr 2023 weiter geschärft. Diese IT-Sicherheitsstrategie unterteilt sich im Wesentlichen in die Bereiche: Infrastruktur, Authentifizierung/Berechtigungsmanagement, Awareness, Business Continuity Management und Cyberrisk-Versicherung. Das grundsätzlich bestehende Ausfallrisiko von Kundenforderungen und Liquiditätsrisiken wird durch das zentrale Finanzmanagement in der VRM-Gruppe begrenzt. Feste Abläufe in Bezug auf das Debitorenmanagement verhindern ein unbeschränktes Anwachsen von Forderungsbeständen. Höhere Ausfälle können grundsätzlich nur dann entstehen, wenn bei einem Großkunden im Bereich Anzeigen- und/oder Beilagenwerbung unerwartet eine Insolvenz eintritt und damit auch erst kurzfristig entstandene Forderungen ausfallen. Bei auftretenden Ausfallrisiken werden entsprechende Wertberichtigungen auf den Nettoforderungsbetrag vorgenommen. Uneinbringliche Kundenforderungen werden abgeschrieben. Das Ausfallrisiko aus Forderungen gegen Unternehmen der VRM-Gruppe wird unverändert als gering eingestuft. Durch die Rezession 2023 in Deutschland und die schwachen Wachstumsaussichten für das Jahr 2024 haben die Risiken für das Jahr 2024 zugenommen, wobei die Auswirkungen nicht verlässlich eingeschätzt werden können. Dem Ausfallrisiko von Beteiligungen wird dadurch Rechnung getragen, dass die Werthaltigkeit der Beteiligung regelmäßig überprüft wird. Sofern von einer dauernden Wertminderung der Beteiligung auszugehen wäre, würde eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren, beizulegenden Wert erfolgen. Wesentliche Erfolgsfaktoren für das Unternehmen sind die Fachkompetenz, die individuellen Fähigkeiten und das Engagement der Mitarbeiter. Ein wesentliches Risiko ist daher der Verlust von Fach- und Führungskräften sowie der damit einhergehende Kompetenzverlust und Kapazitätsengpass. Die VRM wirkt dem Risiko des Fachkräftemangels durch ihre Human Ressource Management-Strategie (HRM-Strategie) entgegen. Deren wesentliche Elemente sind unter dem Dach eines einheitlichen Employer-Brandings: Recruiting nach dem Active Sourcing-Ansatz, proaktives HR-Business Partner-Management, eine an der Branche, der die jeweilige Tätigkeit typischerweise zuzuordnen ist, orientierte Vergütung, ein pfadgesteuertes Karrieresystem mit objektivierten Qualifizierungsmaßstäben sowie ein nach Art, Umfang und Nutzungswegen modernes Bildungsangebot. Durch den unverändert fortbestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag sowie durch das bestehende gruppenweite Cash-Pooling mit der VRM KG sehen wir die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft auch durch Wechselwirkung der verschiedenen Risiken zurzeit nicht als gefährdet an. 2. Chancen Trotz der zunehmenden Dynamik des digitalen Transformationsprozesses und der teilweise disruptiven Folgen für bestehende Märkte und Geschäftsmodelle präsentiert sich der deutsche Zeitungsmarkt weitgehend stabil. 37,0 Mio. Personen in Deutschland - also 52,8 % der Bevölkerung über 14 Jahre - lesen regelmäßig gedruckte Zeitungen (Tageszeitungen = 34,6 Mio. Personen bzw. 49,4 % der Bevölkerung). Zu den 338 Zeitungstiteln in Deutschland kommen eine Vielzahl digitaler Zeitungsportale, sodass die Verlage insgesamt über alle Kanäle 76,8 % der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren mit Zeitungsangeboten erreichen. Diese hohen Gesamtreichweiten gilt es auch weiterhin erfolgreich zu vermarkten. Um die Digitalisierung des Kerngeschäfts (News Media) voranzutreiben und weiter zu beschleunigen, forciert die B2C-Vermarktung weiterhin den Verkauf von Digital-Abonnements. Im vergangenen Jahr wurde der ehemalige Bereich Digital News Media (Apollo) aufgelöst und das Vermarktungsteam wurde in die B2C-Vermarktung integriert. Die Mitarbeitenden, die mit der Produktentwicklung sowie der Webanalyse betraut sind, sind seither Teil der Abteilung Content Development innerhalb der Redaktion. Ende Dezember 2023 zählt die VRM Holding 15.725 Digital-Abonnenten. Als sehr hilfreich hat sich die Teilnahme bei DRIVE, der von der HIGHBERG Unternehmensberatung GmbH (ehem. Schickler) und der dpa initiierten Kooperation zum datenunterstützten Publishing erwiesen. Aufgrund der weiterhin herausfordernden Geschäftsentwicklung in diesem Bereich werden auch für das kommende Jahr weitreichende Maßnahmen zur Content-Diversifikation ergriffen. Ziel ist es, die digitalen Reichweiten der VRM-Nachrichtenportale sowie die Digital-Abonnements deutlich und nachhaltig zu steigern. Unterstützt werden soll dies durch fokussierte Verkaufskampagnen im Lesermarkt sowie die erfolgreiche Vermarktung der neuen Reichweitenportale RLPtoday und Hessentoday. Insbesondere durch Letzteres sollen Nutzer auf Plus-Artikel und weitere Paid Content-Angebote auf den Nachrichtenportalen aufmerksam werden. Zwei Drittel der Entscheidungsträger in Zeitungs- und Digitalpublishing-Unternehmen zeigen sich in Bezug auf die kurzfristige Geschäftsentwicklung eher optimistisch, während ihre mittelfristigen Erwartungen eher negativ ausfallen. Wie in den Vorjahren bleibt das Digitalgeschäft ein wesentlicher Treiber, wobei die Unternehmen eine Verdreifachung des digitalen Umsatzanteils innerhalb von fünf Jahren erwarten. Im Jahr 2024 liegt die Priorität auf dem Wachstum durch Paid Content und der Digitalisierung bestehender Print-Abonnements. Bis 2030 wird eine deutliche Verschiebung in der Zusammensetzung der Abonnements über Print, E-Paper und Plus erwartet. Diese Ergebnisse stammen aus der repräsentativen Studie "Trends der Zeitungsbranche 2024", die vom Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) in Zusammenarbeit mit der Hamburger Unternehmensberatung HIGHBERG (ehemals Schickler) präsentiert wurde. Sie repräsentieren nach verkaufter Auflage 73% der Zeitungen in Deutschland und 87% der digitalen Zeitungsreichweite. Die Studie identifiziert drei Haupttrends: Der Einsatz von Machine-Learning- und KI-Tools wird zu einer Automatisierung führen und somit die Effizienz steigern. 52% der Befragten sehen die Automatisierung als den wichtigsten Hebel oder das größte Potenzial für effiziente Arbeit. Outsourcing (14%), reine Prozessoptimierung (14%) und Zentralisierung (10%) sind deutlich weniger relevant. Unternehmen erkennen Potenziale im Kundenservice und in der Produktion von Print-Seiten. Obwohl zwei Drittel der Befragten planen, KI zur Texterstellung einzusetzen, wird es keine umfassende Vollautomatisierung geben; die Redaktion behält weiterhin die Verantwortung. 35 % lehnen den Einsatz von KI bei der Texterstellung gänzlich ab. Eine Neuausrichtung der Redaktionen soll die Qualität journalistischer Inhalte verbessern: 88% der Befragten glauben, dass eine gesteigerte redaktionelle Qualität zu einer stärkeren Bindung von Lesern und Nutzern führen wird. 50 % setzen auf personalisierte Inhalte, während 47 % (hyper-)lokale Berichterstattung als unverzichtbar erachten. Die Erfüllung von Nutzerbedürfnissen kann zunehmend in Kennzahlen dargestellt und operationalisiert werden, wodurch Erfolge beim Publikum besser messbar und steuerbar werden. Für den Erfolg ist es entscheidend, Zielgruppen präzise anzusprechen: Angesichts eines Bedeutungs- und Relevanzverlusts der klassischen Ressorts orientieren sich Redaktionen stärker an Themen und Zielgruppen. Zu erschließende Zielgruppen(-themen) umfassen Familien und Eltern, Sport- bzw. Fußballfans, Gäste, Kultur und Freizeit, sowie Studierende und Auszubildende. Um junge Zielgruppen zu erreichen, betrachten 82 % der Unternehmen den gezielten Einsatz von Social Media als relevant, während immerhin 59% auf Kooperationen mit Schulen und Bildungseinrichtungen setzen. Bei der Ansprache neuer Zielgruppen könnten bestimmte Formate hilfreich sein: 89% befürworten Frage-und-Antwort-Stücke/Listicles als leicht zugängliche Inhaltsformate mit großer Reichweite. Ähnlich hoch geschätzt werden Themen-Newsletter (86%) und Liveticker bei akuten Nachrichtenereignissen (84%). Die Beherrschung von Daten wird zur Kernkompetenz der Verlage. Dabei steht die Digitalisierung der redaktionellen Prozesse und allen voran die Umstellung auf "digital first", im Fokus: Innerhalb der VRM-Gruppe wurden seit Dezember 2022 die redaktionellen Prozesse auf "digital first" umgestellt. Die nationale Reichweitenvermarktung wird durch die strategische Beteiligung an der Score Media Group GmbH & Co. KG, Düsseldorf, (SMG) erreicht. Die SMG ist auf dem Gebiet der nationalen Werbevermarktung für regionale Tageszeitungsverlage tätig. Dies vereinfacht für national werbende Unternehmen eine flächendeckende Schaltung von Anzeigen- und Beilagenwerbung. Anstelle von einer Vielzahl von Ansprechpartnern gibt es nur einen Ansprechpartner. Dies spart Zeit und Kosten bei den Agenturen. Außerdem wird hierüber auch der Nutzen der Werbung in den regionalen Tageszeitungen wieder stärker in den Fokus gerückt. Die im September 2021 gegründete Marke RYZE Digital, hinter welcher die RYZE Digital Holding GmbH (vormals VRM Corporate Solutions GmbH), Mainz, als Holdinggesellschaft agiert, hatte sich Mitte Dezember 2022 an der Coders Unlimited GmbH, Düsseldorf, beteiligt. Diese Gesellschaft ist im Bereich der Marketingtechnologie spezialisiert. Im Jahr 2023 wurden drei der Tochtergesellschaften zur RYZE Digital GmbH verschmolzen und auf einheitliche Prozesse und Strukturen umgestellt. Der Agenturverbund ist damit dem Ziel, seinen Kunden ein integriertes Leistungsangebot über Digitalmarketing, Corporate Communication, Corporate Sites und Digital Commerce anbieten zu können und ganzheitliche Marketinglösungen für Unternehmen zu entwickeln, ein großes Stück nähergekommen. Mit diesen Angeboten in der VRM-Gruppe soll das Angebotsspektrum für die Kundenakquise auch im Werbemarkt unterstützt werden. IV. Prognosebericht Die künftige Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft planen wir auf Basis von Annahmen, die aus heutiger Sicht plausibel und hinreichend wahrscheinlich, gleichwohl im gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld mit Unsicherheiten behaftet sind. Die tatsächliche Entwicklung kann daher von den getroffenen Annahmen und den daraus resultierenden Planungen und Trendaussagen abweichen. Die in diesem Kapitel getroffenen Aussagen bezüglich der VRM MS basieren auf der von der Geschäftsführung verabschiedeten Planung für das Jahr 2024, die im Herbst/Winter 2023 aufgestellt wurde. Die Grundannahme für die Planung 2024 war, dass sich die Normalisierung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland weiter fortsetzt, gleichzeitig aber Preise für Rohstoffe, Energie und bezogenen Logistikdienstleistungen aufgrund der inflationsbedingten Kostensteigerungen auf erhöhtem Niveau einzuplanen sind. In seinem Herbstgutachten 2023/2024 hat der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung festgehalten, dass die Corona-Pandemie und die Energiekrise in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen haben. Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt derzeit nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie. Deutschland verzeichnet damit seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Gutachtens im Herbst 2023 ist man von einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,4 % für das Jahr 2023 ausgegangen und für das Jahr 2024 ist man von einer leichten Erholung und einem Wachstum des BIPs von 0,7 % ausgegangen. Für das Jahr 2023 hat der Sachverständigenrat eine durchschnittliche Inflation von 6,1% und für das Jahr 2024 von 2,6 % prognostiziert. In dem Jahreswirtschaftsbericht, den die Bundesregierung im Februar 2024 veröffentlicht hat, geht diese von einem Anstieg des preisbereinigten BIP von nur noch 0,2% aus. Die wirtschaftliche Entwicklung der VRM MS ist eng mit der Entwicklung des Werbemarktes in Deutschland verbunden. Dieser Werbemarkt ist von der konjunkturellen Entwicklung unmittelbar betroffen. Schwache Wachstumsaussichten oder auch schrumpfende Märkte führen dazu, dass Werbekunden die Höhe von Werbebudgets für 2024 überprüfen und ggf. Budgets streichen. Positiv zu vermerken ist, dass die Akquise von Beilagenkunden, die bisher in dem zum 01. April 2024 eingestellten Deutsche Post-Produkt "EINKAUF AKTUELL" veröffentlicht haben, im vierten Quartal 2023 erste Erfolge gezeigt hat. Hier gehen wir davon aus, dass wir für 2024 weitere Beilagenkunden akquirieren können. Im Rahmen der im Herbst/Winter 2023 für das Geschäftsjahr 2024 aufgestellten Planung wurde mit einem soliden Jahresüberschuss vor Gewinnabführung an die VRM KG für das Jahr 2024 gerechnet, der allerdings deutlich unter dem Jahresüberschuss von 2023 liegt. Bei den Umsatzerlösen wurde mit einer Erhöhung von rd. 10,5 % und bei den Primärkosten (vor Leistungsverrechnungen im Konzern) mit einer Erhöhung von rd. 8,7 % geplant. Per Februar 2024 liegen die Gesamterlöse der VRM MS zwar um 8,8% unter Plan. Die Gesamtkosten lagen über alle Kostenarten aber sehr deutlich unter Plan, wodurch der Fehlbetrag aus den Umsatzerlösen überkompensiert werden konnte. Wir gehen davon aus, dass die VRM MS für das Jahr 2024 einen Jahresüberschuss vor Gewinnabführung erzielen wird, der auf dem Planniveau liegt. Das Jahresergebnis wird aufgrund des unverändert bestehenden Ergebnisabführungsvertrages von der VRM KG übernommen.
Mainz, den 26. April 2024 BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben Die VRM Media Sales GmbH hat ihren Sitz in Mainz und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mainz unter der Nummer HRB 45522 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne der handelsrechtlichen Vorschriften. Bei der Aufstellung des Anhangs wurden die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften teilweise in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Zur besseren Darstellung werden die in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung anzugebenden Davon-Vermerke teilweise in den Anhang aufgenommen. Die nachfolgend dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen den im Vorjahr angewandten Grundsätzen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer und ggf. außerplanmäßig abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Als Nutzungsdauer werden ein bis fünf Jahre zugrunde gelegt. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, ausgewiesen. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen und für ab dem 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2021 angeschaffte bewegliche Anlagegegenstände auch nach der degressiven Methode mit 20% bzw. 30% vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Als Nutzungsdauer werden hierbei ein bis 13 Jahre zugrunde gelegt. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 betragen, werden im Jahr des Zugangs in vollem Umfang abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen werden erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kredit-, Zins- und Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen werden auf den beizulegenden Wert am Abschlussstichtag abgeschrieben. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB mit einem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben bzw. zehn Geschäftsjahren abgezinst. Die Erfolgswirkung aus der Änderung des Abzinsungssatzes wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G in der Fassung vom Oktober 2018 (Heubeck-Richttafeln 2018 G). Nach diesem Verfahren wird die am Bilanzstichtag erdiente Anwartschaft unter Berücksichtigung einer Lebenshaltungskostensteigerung 2,75 % p.a., einer Rentenanpassung gemäß § 16 BetrAVG von 2,75 % p.a., einer Fluktuationsquote von 1,5 % p.a. sowie mit einem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichen durchschnittlichen Marktzins von 1,82 % p.a., der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren bei einer pauschal angenommen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, abgezinst. Zudem war gemäß § 253 Abs. 6 HGB eine Bewertung mit einem Rechnungszinssatz auf Basis eines 7-Jahres-Durchschnitts von 1,74 % p.a. vorzunehmen. Die Bewertung der Altersteilzeitrückstellungen erfolgt ebenfalls unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G. Hierbei wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB ein Rechnungszins von 1,04 % p.a. entsprechend einer durchschnittlichen Restlaufzeit von einem Jahr sowie ein Einkommenstrend von 2,5 % p.a. zugrunde gelegt. Die Bewertung der Jubiläumsrückstellungen erfolgt unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G. Hierbei wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB ein Rechnungszins von 1,74 % p.a. entsprechend einer durchschnittlichen pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren, ein Einkommenstrend von 2,5 % p.a. sowie eine Fluktuationsquote von 1,5 % p.a. zugrunde gelegt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen im Geschäftsjahr können aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel entnommen werden. Finanzanlagen Die Gesellschaft hält eine Beteiligung i.S.v. § 271 Abs. 1 HGB in Höhe von 7,14 % an der Score Media Group GmbH & Co. KG mit Sitz in Düsseldorf (SMG). In dem letzten vorliegenden Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 wies die SMG ein Eigenkapital in Höhe von insgesamt TEUR 988 aus. Da die SMG keine Gewinn- und Verlustrechnung offenlegt, wird auf die Angabe des Jahresergebnisses verzichtet. Wir verweisen auf die Regelung des § 286 Abs. 3 HGB. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 2.560 (Vorjahr: TEUR 4.695) und bestehen i.H.v. TEUR 2.541 gegenüber der Gesellschafterin (Vorjahr: TEUR 4.695). In dem Betrag sind Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 761 (Vorjahr: TEUR 635) mit Forderungen aus Cash-Pooling in Höhe von TEUR 3.319 (Vorjahr: TEUR 5.330) saldiert. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen. 3. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2023 unverändert TEUR 25. Es wird von der VRM GmbH & Co. KG, Mainz, als Alleingesellschafterin gehalten. 4. Rückstellungen Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Verzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 81). Aufgrund eines bestehenden Gewinnabführungsvertrags mit der VRM GmbH & Co. KG, Mainz, ist die nach § 253 Abs. 6 HGB geforderte Ausschüttungssperre in Höhe des Unterschiedsbetrags unbeachtlich. Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen (TEUR 707), sonstigen Personalrückstellungen (TEUR 430), Abfindungen (TEUR 223) sowie aus Rückstellungen für Ansprüche von Handelsvertretern (TEUR 201) und Rabattansprüchen (TEUR 65). 5. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen, wie im Vorjahr, aus Lieferungen und Leistungen. 6. Umsatzerlöse Die aus der Vermarktung und Auftragsbearbeitung von Anzeigen-, Beilagen- und Digitalwerbungsgeschäften resultierenden Umsätze wurden ausschließlich im Inland erzielt. 7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aus der Aufzinsung langfristiger Personalrückstellungen ergaben sich Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 47). 8. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen gemäß § 285 Nr. 31 HGB Im Geschäftsjahr 2023 sind Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. Bedeutung in Höhe von TEUR 163 auf Grund der Auflösung von nicht mehr benötigten Rückstellungen angefallen (Posten "sonstige betriebliche Erträge"). Darüber hinaus fielen Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. Bedeutung in Höhe von TEUR 255 auf Grund von Abfindungen an (Posten "Personalaufwand"). 9. Latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft mit der VRM GmbH & Co. KG weist die Gesellschaft keine latenten Steuern aus. IV. Sonstige Angaben 1. Geschäftsführung Die Geschäftsführung der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2023 durch
wahrgenommen. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Inanspruchnahme der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 2. Anzahl Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2023 durchschnittlich 124 angestellte Arbeitnehmer. 3. Honorare des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangsangabe des Konzernabschlusses der VRM Holding GmbH & Co. KG enthalten. Auf die Angabe wird nach § 285 Nr. 17 HGB an dieser Stelle verzichtet. 4. Organschaftsverhältnisse Zwischen der Gesellschaft und der VRM GmbH & Co. KG, Mainz, als Organträgerin besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. 5. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der VRM Holding GmbH & Co. KG, Mainz, einbezogen, die als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. 6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Es haben sich keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ereignet.
Mainz, den 26. April 2024 Melanie Sybille von Hehl Michael Emmerich Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 27. Juni 2024. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die VRM Media Sales GmbH, Mainz PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der VRM Media Sales GmbH, Mainz - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VRM Media Sales GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mainz, 26. April 2024 BDO
AG
Krause, Wirtschaftsprüfer Höhn, Wirtschaftsprüfer |
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