Stammdaten

Register
Amtsgericht Hagen HRB 5836
Vorher
PAKI-TTV Paletten-Kisten-Transport-Transportmittel-Vermittlungs GmbH
Eingetragen
20.3.1984
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenPaket- und ExpressdiensteHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Erbringung von Logistikdienstleistungen, insbesondere der Handel mit sowie die entgeltliche Zurverfügungstellung und Reparatur von Ladungsträgern aller Art.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Tanja Pruski
seit 11.1.2024
Prokura
Sven Kokemor
seit 6.5.2021
Prokura
Geschäftsführer
Frank Thiele
seit 6.12.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Faber Group B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
PK Logistik Beteiligungs GmbH
Germany
103.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

Konzern- und Jahresabschlüsse

PAKI Logistics GmbH

Ennepetal

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

A) Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die nachfolgenden Ausführungen betrachten insbesondere die finanziellen Leistungsindikatoren des Kerngeschäfts, d.h. Mengen von Ladungsträgern aus Miete und Tausch, Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Ertragsteuern, die im Wesentlichen zur Steuerung des Unternehmens herangezogen werden.

1) Gesellschafter

In der Gesellschafterstruktur hat es in 2019 für die PAKI Logistics GmbH keine Veränderung gegeben. Muttergesellschaft ist die PK Logistik Beteiligungs GmbH, deren Anteile die FHG Germany Holding GmbH & Co. KG hält, die wiederum Teil der holländischen Faber Halbertsma Group ist. Die FHG Germany Holding GmbH & Co. KG wurde in 2020 formwechselnd umgewandelt in die FHG Germany Holding GmbH. PAKI verfolgt auch weiterhin das Ziel, das Poo- ling für bestehende und weitere standardisierte und tauschbare Ladungsträger in Europa auszubauen. PAKI gehört zur Faber Gruppe und hat weiterhin eine erfolgreiche Entwicklung. Die Produktentwicklung für alle Pooling-Aktivitäten von PAKI sowie den weiteren Pooling-Unter- nehmen der Faber Halbertsma Gruppe mit den IPP-Gesellschaften (im Folgenden IPP) und Faber Halbertsma Group (FHG) PRS Management BV (im Folgenden PRS) ist weiterhin als Shared Service in einer Verantwortung in der Gruppe zusammengefasst.

2) Tätigkeitsschwerpunkte und Strategie

Die Hauptgeschäftstätigkeiten von PAKI sind der Tausch und die Vermietung standardisierter Ladungsträger im offenen Pool. Daneben kauft und verkauft PAKI auch Ladungsträger zur Unterstützung des Kerngeschäfts. PAKI beliefert Kunden innerhalb Deutschlands und der Europäischen Union sowie der Schweiz. Hierfür organisiert PAKI insbesondere das Pooling der Ladungsträger bei den Kunden und Geschäftspartnern. Für die Versorgung der Kunden mit Ladungsträgern greift PAKI auf eine diversifizierte Lieferantenstruktur in Europa zurück. PAKI hat keine eigenen Lagerbestände am Stammsitz und setzt nur bei starken Überhängen aus Marktdivergenzen spezielle Geschäftspartner zur temporären Lagerung ein. Üblicherweise sind die Ladungsträger alle bei den Kunden und Geschäftspartnern im Umlauf. Die von PAKI verwalteten Ladungsträger sind international genormte - EPAL-zertifizierte - Europaletten, Euro-Gitterboxen und in begrenztem Umfang Düsseldorfer Paletten. Darüber hinaus hat PAKI H1-Hygienepaletten und faltbare Großladungsträger (GLTs) als Ergänzung zur Gitterbox im Programm. PAKI unterstützt noch bis Ende 2019 die IPP GmbH mit Serviceleistung für alle anfallenden Depotaktivitäten, Bestandskontrollen sowie Prozess- und Qualitätssicherstellung im Handel.

EPAL-Ladungsträger sind im deutschsprachigen Raum und in den angrenzenden Ländern besonders weit verbreitet. In diesem angestammten Markt hat PAKI seine besonders starke Marktposition im Verlauf 2019 weiter ausgebaut. PAKI konnte besonders die internationalen Märkte volumenmäßig um 8% und das nationalen Geschäft volumenmäßig um 2% nach überproportionalem Wachstum in 2018 weiterentwickeln. In Frankreich ist PAKI neben dem Gebiet Deutschland weiterhin besonders erfolgreich im Palettenpooling vorangeschritten und konnte seinen volumenmäßigen Absatz an Tauschpaletten wiederum überproportional mit 14% stark vorantreiben. Diese positive Entwicklung in den letzten Jahren wird PAKI durch die erfolgte Gründung eines Servicecenters im April 2019 in Südfrankreich, der PAKi Logistics Services SAS, weiter fördern und ausbauen. Die geographische Lage des neuen Standortes wird PAKI in die Lage versetzen, weitere Schritte der Internationalisierung in Richtung der Maghreb-Staaten fortzusetzen. Auch das Osteuropa-Geschäft gerade mit Europaletten wird zunehmend weiter ausgebaut. Diese Entwicklung wird nach wie vor durch Kooperationen in wichtigen Märkten unterstützt. Derzeit gibt es nach unserem Kenntnisstand kein anderes vergleichbares europaweit etabliertes Netz im offenen Pool.

Die Dachmarke Pooling Partners wurde nicht weiter beworben und zugunsten des seit langem bekannten eigenen Brandings der einzelnen Unternehmen der Faber Halbertsma Gruppe im Markt positioniert und die eigenen Stärken hervorgehoben.

PAKI wird weiterhin alternative Ladungsträger und Poolingkonzepte auf Marktfähigkeit prüfen. In diesem Zusammenhang hat PAKI die Gesellschaft vPOOL Logistics GmbH im Januar 2019 gegründet. vPOOL Logistics GmbH hat Anfang 2019 in einem Asset Deal aus einer Insolvenz die Mitarbeiter, Kundenstamm und Ladungsträger übernommen. Die vPOOL Logistics GmbH wird mit standarisierten Fleischkisten im offenen Pool ein aktiver Logistikpartner im deutschen Markt der Fleischproduktion und -verwertung sein. Die Entwicklung der vPOOL Logistics GmbH in 2019 war geprägt von der Stabilisierung und Konsolidierung des Kundenstamms. Das Umsatzbudget konnte 2019 nicht realisiert werden. Allerdings war der Dezemberumsatz auf einem sehr guten Niveau. Der Markt wünscht sich einen Wettbewerb und vPOOL Logistics ist daher als Teilnehmer willkommen. Sowohl ehemalige Geschäftspartner wie auch potentielle Kunden sind im Kontakt mit vPOOL Logistics GmbH. In den ersten 7 Monaten des Jahres 2020 zeigt sich dies bereits in einem Umsatz von 12% über Budget.

3) Entwicklung der Branche

Die deutsche Wirtschaft ist im zehnten Jahr in Folge gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2019 nur noch um 0,6% höher als im Vorjahr. Das ist im Vergleich zu den letzten 6 Jahren der schwächste Zuwachs. Damit lag Deutschland unter dem europäischen Mittel von 1,5% (BIP). Die Industrie litt zuletzt insbesondere unter den Handelskonflikten zwischen den USA und China, dem ungeregeltem EU-Austritt von Großbritannien und dem Strukturwandel in der Autoindustrie. Die Binnennachfrage in Europa wurde durch den stabilen Privatkonsum aufgrund der sich weiterhin verbessernden Lage auf dem Arbeitsmarkt gestützt. Auf dem Logistikmarkt zeigte sich für 2019 weiterhin europaweit eine positive Entwicklung. Die Entwicklung in der Automobilindustrie in Deutschland wurde durch die Umstellung auf den Abgas-Teststandard WLTP im 2. Halbjahr 2018 und in 2019 gedämpft. Der Strukturwandel auf e-Mobilität, Verzögerung bei der Entwicklung und Marktfreigabe neuer Elektrofahrzeuge sowie die diffuse Lage von staatlichen Förderbeiträgen für potentielle Käufer bremsen einen Aufschwung der Branche. Die Nachfrage nach Gitterboxen für die Automobilindustrie hatte eine vergleichbare Entwicklung. Der deutsche Markt in der Lebensmittelindustrie war weiterhin geprägt durch Wettbewerbsintensität, aber in seiner Entwicklung stabil auf niedrigem Wachstumsniveau.

Weiterhin gibt es sowohl offene als auch geschlossene Pools. Keiner der beiden Ansätze hat entscheidend Akzeptanz oder Verbreitung auf Kosten des anderen auch in 2019 gewonnen oder verloren. Anzahl und Natur der direkten Mitbewerber von PAKI im offenen Pool haben sich auch im Verlauf des Jahres 2019 nicht wesentlich verändert. PAKI betreibt weiterhin eine konsequente Internationalisierung, um den Vorsprung vor dem Wettbewerb zu wahren.

4) Umsatzentwicklung

Die budgetierten Umsätze des Jahres 2019 von TEUR 91.145 wurden im Geschäftsjahr mit TEUR 83.756 nicht erreicht. Die Umsatzerlöse aus Tausch, Miete, Verzögerung, Handelswarenverkauf und Sonstige beliefen sich auf TEUR 57.257 (2018: TEUR 54.591). Die Erlöse aus dem Verkauf von Ladungsträgern aus dem Pool betragen TEUR 26.499 (2018: TEUR 27.910), davon Europaletten TEUR 1.860 weniger als im Vorjahr und Gitterboxen TEUR 530 mehr als im Vorjahr. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. sonstige betriebliche Erträge) belief sich auf TEUR 83.972 (2018: TEUR 87.316).

Das Kerngeschäft, bestehend aus Miete und Tausch von Ladungsträgern, ist in 2019 im Vergleich zu den Vorjahreszahlen (2018) durch Beitrag aller wichtigen Länder um 5,9% gestiegen. Dabei ist das Mietgeschäft, welches im Wesentlichen mit Gitterboxen erzielt wird, mit 3,0% gestiegen und das Tauschgeschäft mit 6,4% insbesondere mit der Europalette gewachsen.

Die Gesamtleistung hat sich im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.344 reduziert. Wesentlicher Grund hierfür ist eine in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesene einmalige Lizenzgebührzahlung von einem Mitbewerber an PAKI in 2018.

Die Verzögerungsgebühren sind gegenüber 2018 analog zum positiven Trend Tausch um 8,2% gestiegen. Der Verkauf von Ladungsträgern aus dem Pool ist um 5,1% bzw. TEUR 1.411 zurückgegangen. Dies ist bedingt dadurch, dass Kunden auf der einen Seite ihre Poolkonten für Gitterboxen bereinigt haben und die Gitterboxen entsprechend erworben wurden (rund 97% aller Gitterboxverkäufe). Auf der anderen Seite hat der Verkauf an Paletten deutlich abgenommen (um TEUR 1.860). Verantwortlich sind u.a. Umstellungen in der Zusammenarbeit mit Kunden von Handel auf Tausch.

Auf Basis der prinzipiell nach wie vor stabilen Grundstimmung in den Märkten, die das Geschäft positiv begleitet hat, konnte PAKI im Inland wie im Ausland Neukunden gewinnen. PAKI wickelt mit der Europalette mengenmäßig bereits 61% in den Auslandsmärkten ab.

5) Beschaffung

PAKI füllt seinen Pool überwiegend mit höherwertigen Paletten (Qualität sortiert bis neu) und nur geringfügig mit gebrauchten Paletten (2019: 8%). Die Einkaufspreise sind im Geschäftsjahr für höherwertige Paletten (Qualität sortiert bis neu) in Summe stabil geblieben. Auf Basis unseres Netzwerkes im Einkauf und einer kontinuierlichen Zusammenarbeit mit Lieferanten konnten wir die an uns gerichtete Nachfrage bei bestehenden Kunden jederzeit gut bedienen. Preise für gebrauchte Paletten hatten im Jahresverlauf national wie international unterschiedliche Tendenzen. Die Volatilität der Preise ergibt sich aus den besonderen nationalen und regionalen Standards, Verfügbarkeiten und Abnahmemengen.

Der Einkauf von Gitterboxen erfolgt fast ausschließlich in Deutschland (2019: 91%). Die Einkaufspreise für Gitterboxen sind in 2019 kontinuierlich gefallen. Zum Jahresende 2019 lagen die Preise um 10% niedriger als am Jahresanfang, somit lag eine umgekehrte Entwicklung im Vergleich zu 2018 vor. Der Preisrückgang ist Ausdruck der geringeren Nachfrage an Gitterboxen am Markt, insbesondere durch die produzierende Industrie wie Automotive. Die von PAKI direkt beauftragten Frachtkosten sind im Jahresverlauf leicht gestiegen. Der eigene Bestand an Europaletten und Düsseldorfer Paletten war zum Jahresende fast vollständig im Tausch oder in der Vermietung bei den Kunden. Im Bereich Gitterboxen waren aufgrund bestehender Marktdivergenzen, wie Rückgaben großer Mengen bei vergleichbar weniger neuen Kundenaufträgen und Preisschwankungen der Gitterboxpreise vermehrt Einlagerungen dieser erforderlich.

6) Personal- und Sozialbereich

Zum Jahresende 2019 lag die Mitarbeiterzahl (nach § 267 Abs. 5 HGB) exklusive 13 Auszubildenden bei 175 Personen (Vorjahr zur gleichen Zeit: 160). Die Personalkosten sind insbesondere aufgrund der Stellenanzahl wie auch aufgrund unterschiedlicher Stellenstruktur gestiegen. Die Entwicklung von IT-Projekten im Haus erforderte einen weiteren Aufbau des IT- Teams mit Personal. In 2019 wurde eine weitere Mitarbeiterbefragung durchgeführt und anschließend die Ergebnisse in Workshops gezielt in Projekte fortgeführt. Umsetzungen erfolgten bereits in 2019. Weitere Aktionen sind für 2020 geplant. Die Aktionen im Gesundheitsmanagement werden gut angenommen und kontinuierlich geprüft. Das Unternehmen bildet seit September 2019 13 Auszubildende als Kauffrau/-mann für Büromanagement bzw. Fachinformatiker für Systemintegration bzw. Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung aus.

7) Investitionen

Die Investitionen in das Anlagevermögen entfielen auf Software und Rechte mit TEUR 150, auf Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände mit TEUR 1.747, auf Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 134 und auf Ladungsträger in Höhe von TEUR 35.888.

Die Investitionen in die Finanzanlagen betreffen die jeweils 100%igen Beteiligungen an der vPOOL Logistics GmbH mit TEUR 25 und PAKi Logistics Services SAS mit TEUR 20.

8) Finanzierungsmaßnahmen

PAKI hat keine laufenden Darlehen. Zusätzliche Investitionen in Ladungsträger, die nicht aus dem Cashflow finanziert werden könnten, würde PAKI direkt aus der gemeinsamen Kreditlinie der Faber Halbertsma Gruppe über den Cash Pool bestreiten. Zum Jahresende 2019 betrug die Inanspruchnahme durch PAKI TEUR 2.061. Dem standen Guthabenbestände bei den Banken von TEUR 255 gegenüber.

Die Finanzierung war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit sichergestellt.

9) Gesamtentwicklung

Das operative Kerngeschäft im Tausch für die Europaletten und Gitterboxen wies in International durch das Akquirieren neuer Kunden im Betrachtungszeitraum mengenmäßig einen bedeutsamen Anstieg von 13 % und in DACH solide 4% auf. Damit hat das Tauschgeschäft mengenmäßig wie umsatzmäßig eine gute Entwicklung auch in 2019 genommen, jedoch das sehr ambitionierte Budget nicht erreicht. Das Kerngeschäft aus Miete mit Gitterboxen in International und DACH hat sich mengenmäßig um 3% gegenüber dem Vorjahr erhöht. Damit wurden die Erwartungen aus dem Budget knapp verfehlt. Die Verkaufserlöse aus Ladungsträgern lagen 5,1% unter dem Vorjahr und noch deutlicher unter dem Budget.

Der Bestand an Ladungsträgern wird mit einem Erinnerungswert von EUR 1,- im Anlagevermögen bilanziert. Zugekaufte Ladungsträger mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250 werden sofort abgeschrieben. Steigt der Bestand mengenmäßig über das Jahr an, so stehen der kostenwirksamen Vollabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter geringere Erlöse aus dem Verkauf gegenüber.

Insgesamt schließt das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss von TEUR 10.727 (2018: TEUR 12.665) vor Ergebnisabführung ab.

Zu berücksichtigen ist hier eine physische Erhöhung der Ladungsträgerbestände auch in 2019.

B) Darstellung der Lage

1) Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 543 auf TEUR 25.478 reduziert. PAKI nimmt seit Mitte 2017 am Cash-Pooling der Faber Halbertsma Groep teil, sodass anstelle des Banksaldos in 2019 eine Verbindlichkeit gegenüber der Faber Halbertsma Groep in Höhe von TEUR 2.061 ausgewiesen wird (2018: TEUR 288).

Das Investitionsvolumen ohne solche in Ladungsträger betrug TEUR 2.023, wobei der hauptsächliche Anteil des Investitionsvolumens in Höhe von TEUR 1.747 auf die Weiterentwicklung der von der Gruppe erworbene Individualsoftware entfällt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen fielen um TEUR 884 stichtagsbedingt aufgrund des niedrigeren Umsatzes im 4. Quartal im Vergleich zum Vorjahr und bedingt durch die Forcierung des Debitorenmanagements. Die Struktur in den einzelnen Märkten war sehr stabil. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 239 resultieren aus Lieferungen und. Die Rückstellungen haben sich um TEUR 1.000 auf TEUR 3.234 stark erhöht. Im Wesentlichen sind allein die Posten für ausstehende Rechnungen ausschlaggebend für die Erhöhung. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind dagegen um TEUR 1.289 auf ein Normalniveau von TEUR 3.899 gesunken. Allerdings muss die erwähnte Erhöhung der Rückstellung für ausstehende Rechnungen hier berücksichtigt werden. In den Folgemonaten haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen weiter nivelliert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen weisen im Wesentlichen die Ergebnisabführung 2019 in Höhe von TEUR 10.727 und Cash-Pool-Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.061 aus. Der restliche Betrag stammt aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

2) Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in 2019 betrug TEUR 17.936. Dieser setzt sich im Wesentlichen mit TEUR 10.727 aus dem Periodenergebnis vor EAV sowie den Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens mit TEUR 36.195 sowie dem Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR -26.500 zusammen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit setzt sich im Wesentlichen aus den Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens mit TEUR 26.500 sowie den Auszahlungen für Investition in das Sachanlagevermögen, immaterielle Anlagevermögen und das Finanzanlagevermögen mit TEUR 37.956 zusammen. Letztere betreffen den Erwerb der Ladungsträger im Geschäftsjahr. Insgesamt beläuft sich der Cashflow aus Investitionstätigkeit damit auf TEUR -11.416.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf TEUR -10.780 und beinhaltet im Wesentlichen Auszahlungen an die Gesellschafter des Mutterunternehmens aus der Ergebnisabführung.

Der Finanzmittelfonds zum Ende des Geschäftsjahres beträgt TEUR -1.806. Die Veränderung des Finanzmittelfonds beträgt TEUR -4.260. Das Vorjahr war noch positiv durch einen Einmaleffekt beeinflusst (siehe auch unter B3). PAKI hat keine Kredite in Anspruch genommen und finanziert sich aus eigenen Mitteln des Cash-Pools.

Weitere Finanzmittel sind über den Cash-Pool der Gruppe verfügbar. Die Cash-Pool Verbindlichkeit gegen die Gruppe beträgt zum Stichtag TEUR 2.061. Die Liquidität 2. Grades (flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen + Wertpapiere des Umlaufvermögens + Rechnungsabgrenzungsposten / kurzfristige Verbindlichkeiten) ist von 92% auf 83% zurückgegangen. Ursache ist, dass PAKI keine langfristigen Verbindlichkeiten hat und somit alle Verbindlichkeiten dem Cash und den kurzfristigen Forderungen gegenübergestellt werden. Die Eigenkapitalquote liegt bei 18,8%.

3) Substanz und Ertrag

Das Geschäft der PAKI Logistics GmbH hat sich entsprechend der Entwicklung des Kerngeschäftes positiv entwickelt. Das budgetierte Ergebnis vor Steuern 2019 in Höhe von TEUR 11.600 konnte mit TEUR 10.712 nicht erreicht werden. Die Abnahme des Ergebnisses vor Ertragsteuern gegenüber dem Vorjahr beträgt 15%. Maßgebend hierfür ist der fehlende Deckungsbeitrag aus den nicht erzielten Umsätzen im Vergleich zum Budget. Hier ist zu berücksichtigen, dass PAKI Ladungsträger im Jahr der Anschaffung sofort voll abschreibt. Das bedeutet, dass neben dem Ergebnis vor Ertragsteuern zur Beurteilung der Leistung des Unternehmens auch die physische Veränderung des Ladungsträgerbestandes zu berücksichtigen ist (siehe auch Hinweis unter A9). Daneben erzielte PAKI im Vorjahr einen erheblichen einmaligen Sonstigen Betrieblichen Ertrag aus einer einmaligen Lizenzgebührzahlung.

4) Kostensituation

Der Materialaufwand, der auch Reparatur-, Handlings- und Upgrade-Kosten für Ladungsträger enthält, belief sich auf TEUR 9.578 (2018: TEUR 9.702). Bedingt durch eine konstante Materialeinsatzquote bei der Handelsware und stabilen Handelswarenumsatz, gab es keine Veränderungen im Materialeinsatz der Handelsware. Hinsichtlich der Reparatur- und Upgradekosten gab es geringe Kostenpositionen, welche sich aber auch direkt in geringfügig niedrigeren Verkaufserlösen widerspiegeln. Die Erhöhung der Personalkosten auf TEUR 10.739 (2018: TEUR 9.438) resultiert aus dem Wachstum in neue Mitarbeiter sowohl quantitativ als auch qualitativ. Auf Geschäftsführerebene wurden die verantwortlichen Stellen für den operativen Bereich (COO) und für die IT (CIO) neu besetzt. Daneben entstanden Einmalkosten für ausgeschiedenen Mitarbeiter. Die Abschreibungen, die als wesentlichen Posten die Abschreibungen der Ladungsträger enthalten, betrugen TEUR 36.195 (2018: TEUR 40.502). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei TEUR 16.703 (2018: TEUR 15.025). Der Anstieg resultiert allein mit TEUR 746 aus Frachtkosten, die dem Kunden weiterbelastet werden, höheren Beratungskosten von TEUR 231 und höheren Fahrzeugkosten von TEUR 242. Letzteren stehen Erlöse von TEUR 82 gegenüber. Zudem erhöhten sich die Vertriebskosten um TEUR 192. In diesem Posten werden die erbrachten Serviceleistungen der Tochtergesellschaft PAKi Logistics Services SAS ausgewiesen.

5) Organisation, Systeme und Controlling

Die Organisation ist stabil und auf weiteres Wachstum in Europa ausgerichtet. Im Rahmen der geplanten Steigerung des europäischen Geschäftes sind auch im Jahr 2020 Neueinstellungen vor allem für die Bereiche Auftragsbearbeitung und Kundenbetreuung im Innen- und Außendienst geplant. Prozesse werden kontinuierlich weiterentwickelt.

Die Entwicklung eines neuen ganzheitlichen IT-Systems wurde in 2017 als Projekt von PAKI von der Gruppe übernommen. Das bestehende System wurde zwischenzeitlich gemäß den steigenden Anforderungen weiterentwickelt und die Einführung ist für Oktober 2020 geplant. Auf Ebene der Gruppe besteht ein Ausschuss unter Beteiligung von PAKI, in dem die IT-Konformität, IT-Sicherheit sowie die Ausrichtung der konzernweiten IT-Infrastruktur koordiniert werden.

Das operative Controlling ist zuverlässig, aussagekräftig und zur Steuerung des Ressourceneinsatzes geeignet. Das monatliche Reporting dient als Grundlage für die Steuerung und Ausrichtung des operativen Geschäftes. Bausteine sind eine Spartenrechnung nach Ladungsträgern, ein Vertriebsinformationssystem und detaillierte Auswertungen über die Preissituation im An- und Verkauf über alle Ladungsträgerqualitäten hinweg. Darüber hinaus wurde ein erweitertes und vereinheitlichtes Gruppenreporting auf Basis einer neuen Software in 2018 installiert und als Management-Informationssystem in 2019 weiter ausgebaut.

C) Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Wirtschaftlich und rechtlich bestandsgefährdende Tatsachen sind nicht bekannt. Ein Risiko für den Fortbestand des offenen Pools sehen wir nicht. Die Europalette wie die Gitterbox sind als standarisierte Ladungsträger in Europa weiterhin in der Transportwirtschaft wie auch innerbetrieblichen Produktionsabläufen und Lagerung unersetzbar.

Die Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWGs) liegt pro Wirtschaftsgut weiterhin bei EUR 800. Dies hat keinen Einfluss auf das Geschäft von PAKI, da die Stückpreise für die von PAKI verwendeten Ladungsträger erheblich unter der Grenze liegen. Somit können die von PAKI genutzten Ladungsträger sofort steuermindernd abgeschrieben werden.

PAKI überlässt seinen Kunden im Rahmen des Tausch- und Mietgeschäfts Ladungsträger, woraus sich in Konten festgehaltene Herausgabeansprüche ergeben. Forderungsausfälle sind in 2019 gegenüber dem Vorjahr gefallen und liegen unter dem langjährigen Mittel. PAKI hat schon seit vielen Jahren zur Reduzierung des Risikos mit den wesentlichen Kunden bilaterale Vereinbarungen hinsichtlich Teileigentum am Ladungsträgerpool der Kunden sowie Forderungsabtretung von Herausgabeansprüchen der Kunden gegenüber Drittparteien geschlossen. Durch die bilateralen Vereinbarungen hinsichtlich des Teileigentums der Ladungsträger ist sichergestellt, dass PAKI für jede gelieferte Palette auch eine Palette zurückbekommt. Der Kunde ist für mögliche Diebstähle der Ladungsträger verantwortlich. Eine Ausfallversicherung für Ladungsträger und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht nicht und hätte in den vergangenen Jahren auch keine finanziellen Vorteile gebracht.

PAKI hat eine breite Kundenbasis und ist von keinem Einzelkunden abhängig. Die meisten in Europa bedeutenden Speditionen arbeiten seit vielen Jahren mit PAKI zusammen. Zudem hat PAKI neue Kunden in Industrie, Spedition und Handel hinzugewinnen können, insbesondere im Ausland. Die Kundenbasis ist in den letzten Jahren ausgebaut worden und konnte auch in 2019 weiter ausgebaut werden. Zunehmend nutzt die verladende Industrie für Lebensmittel unsere Dienste. Auf der anderen Seite baut PAKI das Geschäft mit dem Handel weiter aus.

Im Rahmen des gegenwärtigen Geschäftsansatzes besteht weiterhin signifikantes Wachstumspotential für PAKI, insbesondere durch weitere Expansion im europäischen Ausland und in außereuropäischen Ländern (wie berichtet Maghreb-Staaten).

Mit der Gründung der PAKi Logistics Services SAS in 2019 mit Standort in Toulouse, Südfrankreich, wollen wir den steigenden Bedürfnissen in Südeuropa und unseren Expansionsplänen in den Anrainerstaaten durch Aufbau eines Servicecenters mit Muttersprachlern gerecht werden.

Darüber hinaus arbeitet PAKI weiter daran, weitere Arten von international standardisierten (tauschfähigen) Ladungsträgern in das Dienstleistungsspektrum von PAKI aufzunehmen. Ein Schritt in diese Richtung wurde mit der Gründung der vPOOL Logistics GmbH aus einem Asset Deal Anfang 2019 gemacht. Die vPOOL Logistics GmbH betreibt einen Ladungsträgerpool an sogenannten Fleischkisten (E1, E2). Das Kundenportfolio umreißt Unternehmen der Schlachterei, der Fleischverarbeitung und aus dem Lebensmittelhandel.

PAKI setzt konsequent auf die Entwicklung digitaler Lösung zur Optimierung des Ladungsträgermanagements. Hierunter sind Systeme wie Online-Konten, elektronische Palettenscheine oder Apps zu verstehen, die einen Mehrwert für die Kunden erzeugen sollen.

Auch für 2020 gehen wir von einer positiven, aber langsameren Entwicklung in der Logistik und im Bereich der Lebensmitteldistribution aus. Die Automobilindustrie unterlag in 2019 u.a. bedeutenden Veränderungen wie der Elektrifizierung des Fahrzeugsegments. Kaufentscheidungen wurden hier aufgrund neuer Produktplatzierungen von Hybridfahrzeugen und vollelektrischen Fahrzeugen sowie Erwartungen in höherer Subventionsbeiträge aufgeschoben. Diesen Strukturwandel hat die Automobilindustrie noch nicht überwunden. Hier erwarten wir eher stagnierende Tendenzen hinsichtlich der Gitterbox für 2020 und auch einen Verdrängungswettbewerb auf Seiten der Gitterbox-Zulieferer.

Anfang 2020 hat sich ein bis dahin unbekanntes und tödliches Virus (Corona) von einer lokalen Region in China zunehmend über die ganze Welt verteilt. Das gesamte Ausmaß der Pandemie wurde durch die angeordneten Lockdowns der Regierungen im März 2020 für die Bevölkerung und die Wirtschaft erstmals real. Die Auswirkungen auf die Lieferketten bedingt durch Produktionsstopps oder vorübergehende Betriebsschließungen sowie auf die Absatzprozesse sind durch die länderspezifischen Regelungen in dieser Phase schwer einzuschätzen. Dabei trifft es die einzelnen Brachen sehr unterschiedlich. Vor allem länderübergreifende Wertschöpfungsketten sind besonders anfällig für unvorhergesehene Störungen. Demzufolge werden weitere Risiken aus Liquiditätsengpässen zu Forderungsausfällen führen. Die Regierungen haben hierfür Maßnahmenpakete in Milliardenhöhe zur Stärkung der Wirtschaft und Unterstützung der Kaufkraft beschlossen.

Die noch nicht abgeschlossenen Regelungen zum Brexit Ende 2020 werden die Wirtschaft in der EU noch im 2. Halbjahr 2020 beschäftigen.

Für 2020 wird von ganz bedeutender Auswirkung die Eingrenzung der Pandemie bis zur Entwicklung und zum Einsatz eines wirksamen Impfstoffes sein. PAKI würde von einer negativen Entwicklung in der Automobilindustrie betroffen sein, wie auch durch zurückgehendes Exportgeschäft in Deutschland. Dagegen zeigen sich der Handel und Lebensmittelhandel weitestgehend unbeeindruckt von den aktuellen Geschehnissen und Lockdowns. Auf der anderen Seite hat PAKI eine Pipeline für neue Projekte, die sich auf neue Märkte und neue Produkte bezieht.

Risiken auf dem Beschaffungsmarkt für Ladungsträger entgegnet PAKi durch eine breit angelegte Lieferantenstruktur sowohl im Inland, wie auch in der EU. Eine Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten ist nicht gegeben. Hinsichtlich Frachten besteht in der Logistikbranche schon seit Jahren ein Engpass bei LKW-Fahrern. Die Frachtführer begegnen diesem mit großen Werbekampagnen. PAKi weiß um die Situation auf dem Frachtmarkt für Transporte auf der Straße. Hierfür werden permanent die bestehenden Lieferantenlisten um potentielle Frachtführer ergänzt. In 2019 gab es diesbezüglich eine Zusammenarbeit mit einem Marktanalysten zur Prüfung und Verbesserung der Frachtkosten speziell in Frankreich.

PAKi bedient sich zur Finanzierung der Geschäftsfortführung und -erweiterung aus dem eigenen Cash-Flow bzw. aus den bereitgestellten Mitteln der Konzerngruppe. Wir haben keine Anhaltspunkte, dass diese Finanzierungsmittel in Frage stehen.

D) Zukünftige Entwicklung

Die zuerst getroffene Prognose für das Gesamtjahr 2020 wurde durch das Eintreten der Corona-Pandemie beeinflusst, so dass verschiedene Szenarien prognostiziert werden.

Die Prognose vor der Pandemie betrifft den Ausblick, der ohne das Wissen der Pandemie inklusive derer Folgen, getroffen wurde.

Das Nach-Pandemie-Szenario betrifft die auf Grundlage Mai getroffenen Erwartung an die Entwicklung des Geschäftsjahres unter Einbeziehung der Informationen zu der Krise.

Prognoseberichterstattung vor der Pandemie:

PAKI geht für das Gesamtjahr 2020 von Umsatzerlösen von Mio. EUR 99 aus und einem Ergebnis vor Steuern von Mio. EUR 10,8. Das Wachstum von 18% in den Umsatzerlösen ist dem Kerngeschäft Tausch bei der Europalette zuzuschreiben. Hier erwarten wir ein Volumenwachstum aufgrund der höheren Inanspruchnahme unserer Dienste besonders International im Rahmen des Lebensmittelsektors. Im Verzug planen wir mit geringeren Volumen aufgrund von zeitigen Freistellungen. Daneben planen wir ein steigendes Volumen im Verkauf von Europaletten aus dem Poolbestand des Tausches, aber auch im Handelsgeschäft. Aufgrund der Strukturänderungen in der Automobilindustrie erwarten wir bei der Gitterbox ein reduziertes Volumen aus Miete und Tausch. Im Ladungsträgerbestand planen wir für 2020 mit einem weiteren Aufbau im Wert von knapp Mio. EUR 1,4. Der Deckungsbeitrag 2020 liegt auf dem Niveau des Vorjahres. Im Bereich der Kosten wird es einen starken Anstieg der Personalkosten, Marketingkosten und der IT-Kosten geben. Die Erhöhung der Budgets betreffen vor allem Maßnahmen zur Erhöhung der Qualität. Wir sehen dies als Investition in die Zukunft.

Prognoseszenario unter Berücksichtigung der Pandemie:

Das Ergebnis vor Steuern liegt in den ersten sieben Monaten mit Mio. EUR 4,2 kumuliert 33% unter Plan. In den Umsatzerlösen liegen wir in den ersten sieben Monaten mit Mio. EUR 45,7 19% hinter Plan. Im Wesentlichen liegen die Tauschvolumen sowohl bei der Europalette (18%) als auch bei der Gitterbox (38%) unter Plan, während die Mietvolumen in der Gitterbox stabil sind. Ganz wesentlich war der Rückgang im Tausch in den Monaten April und Mai 2020. Hier sind die Auswirkungen des Lockdowns und insbesondere der Shutdown in den hart betroffenen Ländern wie Italien und Spanien, teilweise Frankreich im Umsatz zu spüren gewesen. Die veränderten Rahmendaten für die Logistik, wie Ad-hoc-Schließungen von Betrieben und damit Ausfall von Lade- oder Entlademöglichkeiten in unserem Netzwerk, teilweise Sperrungen oder Verzögerungen an den Grenzen der EU-Länder, haben erheblichen Einfluss auf den Service von PAKI jetzt und in den nächsten Monaten. Politische Entscheidungen, die den Rahmen für wirtschaftliches Handeln verändern oder einschränken, werden unmittelbar Einfluss auf Produktion, Handel und Logistik haben. Eine Prognose auf pandemiebedingte politische Aktionen ist mit Unsicherheit auch für die Wirtschaft behaftet.

Die permanente Überwachung und Analyse des Auftragsbestandes bietet PAKI die Möglichkeit, einen kurzfristigen Trend je Land zu verfolgen und proaktiv zu handeln. Der Juni wie auch der Juli zeigten sich auf einem gestiegenen Niveau gegenüber Vormonaten und über Vorjahr. Diese Entwicklung steigender Auftragszahlen in Richtung Normalmaß geben uns Anlass zur Zuversicht. Damit konnten bereits vorbereitete Maßnahmen zur Einleitung von Kurzarbeit ausgesetzt und bis auf Weiteres verschoben werden. Die neuen Planungen, aufbauend auf den IST-Zahlen bis Juli und den vorliegenden Auftragszahlen August, gehen für das Jahr 2020 von Umsatzerlösen von Mio. EUR 83, also auf dem Niveau vom Vorjahr, (-16% zum ursprünglichen Plan) und von einem Ergebnis vor Steuern von Mio. EUR 8,4 ( -22% unter Plan) aus. In der Vorausplanung der nächsten 12 Monate (Stand Juli 2020) gehen wir von Umsatzerlösen von Mio. EUR 90 und einem Ergebnis vor Steuern von Mio. EUR 10,6 aus. Die Prognosegenauigkeit ist aufgrund der weltweiten Pandemie und daraus sich ergebenden kurzfristigen potentiellen und unvorhersehbaren Auswirkungen eingeschränkt. Eine Gefährdung der Unternehmensfortführung sieht die Geschäftsführung aber nicht als gegeben.

Die Finanzierung von weiterem Ladungsträgerbestandsaufbau wie auch Investitionen in IT sind durch ausreichende und verfügbare Kreditlinien in der Gruppe gedeckt.

 

Ennepetal, den 25. September 2020

Christian Agasse

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

31.12.2019 Vorjahr
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 438.958,00 379
2. Geleistete Anzahlungen 4.421.487,38 2.675
4.860.445,38 3.054
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.136.161,25 3.211
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 301.427,00 318
3. Ladungsträger 1,00 0
3.437.589,25 3.529
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 45.000,00 0
8.343.034,63 6.583
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.988,04 2
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.625.098,18 13.509
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 239.408,67 263
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.911.957,83 2.858
16.776.464,68 16.630
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 255.365,60 2.743
17.033.818,32 19.375
C. Rechnungsabgrenzungsposten 101.723,45 64
25.478.576,40 26.022

Passiva

31.12.2019 Vorjahr
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 103.000,00 103
II. Kapitalrücklage 781.584,83 782
III. Gewinnvortrag 3.906.787,33 3.907
4.791.372,16 4.792
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 3.233.880,00 2.234
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.898.922,59 5.188
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.931.195,86 13.070
3. Sonstige Verbindlichkeiten 623.205,79 738
davon aus Steuern: EUR 328.621,00 (Vorjahr: TEUR 487)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 125.723,59 (Vorjahr: TEUR 97)
17.453.324,24 18.996
25.478.576,40 26.022

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

31.12.2019 Vorjahr
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 83.755.971,72 82.501
2. Sonstige betriebliche Erträge 215.642,31 4.815
davon aus Währungsumrechnung: EUR 6.492,65 (Vorjahr: TEUR 3)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 6.097.792,83 6.817
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.480.219,96 2.885
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.030.039,16 7.982
b) Soziale Abgaben 1.708.829,09 1.457
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 36.194.942,06 40.502
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.703.412,79 15.025
davon aus Währungsumrechnung: EUR 18.088,15 (Vorjahr: TEUR 24)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 39.371,22 31
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 39.299,70 (Vorjahr: TEUR 31)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 53.097,87 5
davon an verbundene Unternehmen: EUR 51.017,23 (Vorjahr: TEUR 5)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 15.371,10 9
10. Ergebnis nach Steuern 10.727.280,39 12.665
11. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn (-) -10.727.280,39 -12.665
12. Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

der PAKI Logistics GmbH, Ennepetal

(Amtsgericht Hagen, Register-Nr. HRB 5836)

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss der Gesellschaft wurde gemäß den §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen GmbH gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz oder im Anhang aufgeführt werden können, sind größtenteils im Anhang zu finden.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert und - soweit sie der Abnutzung unterliegen - planmäßig abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zwischen 3 bis 15 Jahren, Gebäude und Bauten zwischen 14 bis 50 Jahren, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 bis 15 Jahren abgeschrieben.

Die in 2019 zugegangenen Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 250, insbesondere Ladungsträger, werden sofort abgeschrieben. Für diese Vermögensgegenstände wird im folgenden Geschäftsjahr ein Abgang unterstellt. Vermögensgegenstände, die zwischen EUR 250 und EUR 1.000 in der Anschaffung oder Herstellung liegen, werden in Anlehnung an § 6 Abs. 2a EStG in einem Pool (Sammelposten) gesammelt. Dieser Pool wird zum Jahresende beginnend über fünf Jahre hin gewinnmindernd abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert bilanziert. Soweit Bankguthaben oder Kassenbestände in fremder Währung bestehen, werden diese zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf die Nettoforderung ausreichend Rechnung getragen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

II. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

2. Forderungen

Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren, wie im Vorjahr, aus Lieferungen und Leistungen. Darüber hinaus ist PAKI seit 2017 in den Cash-Pool-Kreis der Gruppe integriert (Ausweis siehe Verbindlichkeiten).

Sämtliche Forderungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit unter einem Jahr.

3. Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 103 und ist vollständig eingezahlt.

4. Rückstellungen

Steuerrückstellungen bestehen aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der PK Logistik Beteiligungs GmbH nicht.

Im Posten sonstige Rückstellungen (TEUR 3.234) sind im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen TEUR 2.146 (Vorjahr: TEUR 1.122), Tantiemen TEUR 457 (Vorjahr: 562) und für nicht genommenen Urlaub TEUR 338 (Vorjahr: TEUR 263) enthalten.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren, wie im Vorjahr, aus Lieferungen und Leistungen und der Abführung des Jahresergebnisses. Die Ergebnisabführung besteht in Höhe von TEUR 10.727 (Vorjahr: TEUR 12.665) gegenüber dem Gesellschafter. Darüber hinaus ist PAKI seit 2017 in den Cash-Pool-Kreis der Gruppe integriert, wodurch eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 2.061 (Vorjahr: TEUR 288) ausgewiesen wird.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit unter einem Jahr.

6. Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aufgrund der bestehenden Organschaft werden latente Steuern beim Organträger bilanziert.

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2019 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 423 aus dem Leasing für Kfz und Drucker.

8. Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

In der nachfolgenden Tabelle erfolgt die Darstellung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen.

2019 2018
TEUR TEUR
Erlöse Tausch und Verzögerung 39.652 37.271
Erlöse Miete 6.329 6.144
Erlöse Handelswaren 6.638 7.417
Erlöse Verkauf Poolware 26.499 27.910
Erlöse Sonstige 4.638 3.759
83.756 82.501

Die Erlöse Sonstige betreffen im Wesentlichen Original-Palettenscheingebühren, Kleinstmengengebühren, Rückführ- und Rückgabegebühren sowie Frachten.

Die Umsätze wurden mit Kunden in folgenden Ländern erzielt:

2019 2018
TEUR TEUR
Deutschland 38.042 39.969
Frankreich 11.294 9.738
Spanien 6.938 6.736
Belgien 5.358 5.266
Tschechien 3.948 4.620
Polen 3.707 3.626
Italien 3.326 3.016
Niederlande 2.239 1.732
Rumänien 2.130 1.367
Österreich 1.798 1.782
Großbritannien 1.113 532
Portugal 360 512
sonstige Länder 3.503 3.605
83.756 82.501

9. Haftungsverhältnisse

Im Rahmen einer Gesamthandhaftung haftet PAKI Logistics GmbH für Darlehen, die der Faber Halbertsma Beheer B.V. und deren Tochtergesellschaften zur Verfügung gestellt werden, aufgrund einer Sicherungsabtretung mit den Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen, Forderungen aus Beitreibungsmaßnahmen, Forderungen aus Versicherungsentschädigungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Gesamtverbindlichkeiten betragen zum Stichtag Mio. EUR 82,3. Vor dem Hintergrund der in der Faber Halbertsma-Gruppe erzielten Ergebnisse ist die Faber Halbertsma Beheer B.V. so gestellt, dass aus derzeitiger Sicht mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist.

III. Ergänzende Angaben

1. Mitarbeiter

Durchschnittlich waren beschäftigt:

2019 2018
Angestellte (ohne Geschäftsführer) 175 160
Auszubildende 13 12

2. Muttergesellschaft

Die Gesellschaftsanteile der Gesellschaft werden zu 100% von der PK Logistik Beteiligungs GmbH, Ennepetal, gehalten.

3. Beteiligungen

PAKi hält seit 2019 folgende aufgeführte Beteiligungen:

Anteil am Kapital Eigenkapital Jahresergebnis
Firma und Sitz in % in TEUR in TEUR
vPOOL Logistics GmbH, Wörnitz 100 -4.182 -4.207
PAKi Logistics Services SAS, Balma, Frankreich 100 27 7

4. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Das Mutterunternehmen mit dem größten und kleinsten einzubeziehenden Kreis von Unternehmen ist die Faber Halbertsma Beheer B.V., Niederlande (KVK-Nummer 11063927), die mittelbar alle Anteile an der PAKI Logistics GmbH, Ennepetal, hält.

Der Konzernabschluss des Mutterunternehmens wird nach niederländischem Recht in den Niederlanden aufgestellt. Der Konzernabschluss ist in Eck en Wiel (NL) erhältlich.

5. Geschäftsführung

Christian Agasse, Plaisance-Du-Touch/F (hauptberuflich)

Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft satzungsgemäß. Sie sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Der Geschäftsführer Herr Christian Agasse erhielt bzw. erhält für seine Tätigkeit eine Vergütung von der Gesellschaft.

Von der Schutzklausel gem. § 286 (4) HGB (Entfall der Angabepflicht der Bezüge der Geschäftsführung, wenn dadurch der Bezug eines Mitgliedes festgestellt werden kann) wurde Gebrauch gemacht.

6. Gewinnverwendung

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der PK Logistik Beteiligungs GmbH.

7. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 37 entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen.

8. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Anfang 2020 hat sich ein bis dahin unbekanntes und tödliches Coronavirus (SARS-Cov-2) über die ganze Welt verbreitet. Ausgehend von China über Europa und schließlich auch Amerika und Afrika hat sich dies zu einer Pandemie ungeahnten Ausmaßes entwickelt. Hohe Todesfallzahlen in Europa und Amerika führten ab März 2020 zu angeordneten Lockdowns durch die einzelnen Regierungen mit erheblichen Einschränkungen im täglichen Zusammenleben.

Die Auswirkungen auf die Wirtschaft im Bereich Produktion, Handel wie auch Dienstleistungen zeigen sich in der Reduzierung von Produktivität und Umsatz, welche schon jetzt höher als in der Bankenkrise von 2008/2009 prognostiziert werden. Ein kontrolliertes Zurücknehmen des Lockdowns wird in den nächsten Monaten nur unter Beachtung der gleichzeitigen Entwicklung der Infizierten- und Todesfallzahlen erfolgen. Eine Entspannung kann nur durch Einsatz eines derzeit noch nicht entwickelten Medikamentes erfolgen. Bis dahin wird der Einfluss der Pandemie auf die Wirtschaft und damit auch auf PAKI weiterhin gegeben sein. Hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2020 wird auf die Ausführungen im Prognose- sowie im Risikobericht des Lageberichts verwiesen.

 

Ennepetal, den 25. September 2020

Christian Agasse

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019

Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2019 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 1.776.122,64 150.365,50 0,00 1.926.488,14
2. Geleistete Anzahlungen 2.674.604,36 1.746.883,02 0,00 4.421.487,38
4.450.727,00 1.897.248,52 0,00 6.347.975,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.783.238,92 0,00 8.206,90 3.775.032,02
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.421.089,95 134.251,46 1.715,97 1.553.625,44
3. Ladungsträger 40.218.534,87 35.887.758,00 40.218.533,87 35.887.759,00
45.422.863,74 36.022.009,46 40.228.456,74 41.216.416,46
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 45.000,00 0,00 45.000,00
49.873.590,74 37.964.257,98 40.228.456,74 47.609.391,98
kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2019 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 1.397.387,64 90.142,50 0,00 1.487.530,14
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.397.387,64 90.142,50 0,00 1.487.530,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 572.402,67 66.468,10 0,00 638.870,77
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.103.103,95 150.573,46 1.478,97 1.252.198,44
3. Ladungsträger 40.218.533,87 35.887.758,00 40.218.533,87 35.887.758,00
41.894.040,49 36.104.799,56 40.220.012,84 37.778.827,21
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
43.291.428,13 36.194.942,06 40.220.012,84 39.266.357,35
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2019 Vorjahr
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 438.958,00 379
2. Geleistete Anzahlungen 4.421.487,38 2.675
4.860.445,38 3.054
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.136.161,25 3.211
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 301.427,00 318
3. Ladungsträger 1,00 0
3.437.589,25 3.529
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 45.000,00 0
8.343.034,63 6.583

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PAKI Logistics GmbH, Ennepetal

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PAKT Logistics GmbH, Ennepetal - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PAKT Logistics GmbH, Ennepetal , für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften] geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 25. September 2020

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Josef Kalvelage, Wirtschaftsprüfer

Fabian Burbach, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

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