Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 92769
Eingetragen
20.4.1998
Branche
Herstellung von Elektromotoren und GeneratorenGroßhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Verkauf, der Groß- und Einzelhandel, der Im- und Export und der Vertrieb von Elektromotoren, Motorreduktoren, Elektropumpen, Elektroventilatoren, Spezial-Elektro-maschinen und elektrischen und elektronischen Geräten zu Drehzahlregelung bei Elektromotoren sowie der Kauf und die Übertragung von Knowhow, Patenten und die Beratung bzgl. der vorgenannten Produkte und Systeme.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andrea Klussmann
seit 20.3.2023
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert100.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Jürgen Alexander Klussmann
100.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
AC Motoren GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Klussmann GmbH & Co. KG
Germany
102.300 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
33.34%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AC Motoren GmbH

Eppertshausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und Bericht über die Lage der Gesellschaft

1.1 Geschäftstätigkeit des Unternehmens

Die Gesellschaft betätigt sich im Bereich des Handels bzw. des Im- und Exports von Elektromotoren und ergänzenden Produkten, insbesondere Niederspannungsmotoren. Durch unsere langjährige Erfahrung können wir robuste, technisch hochwertige Motoren für nahezu jede Anwendung wie zum Beispiel Ventilatoren, Pumpen, Schredder, Kompressoren, Hydraulikaggregate und Zerhacker anbieten.

Hinweis : nicht geprüfter, lageberichtsfremder Bestandsteil i.S.d. IDW PS 350 n.F.

Im Geschäftsjahr 2023 war die Gesellschaft an ihrem Standort in Eppertshausen unverändert in einem gemieteten Betriebsgebäude ansässig.

Die von der Gesellschaft vertriebenen Produkte werden überwiegend von Herstellern aus dem asiatischen Raum bezogen, mit denen langjährige Geschäftsbeziehungen bestehen. Zu unseren Kunden zählen insbesondere Hersteller von Ventilatoren, Pumpen, Lüftern und Hydraulikaggregaten sowie Unternehmen aus dem allgemeinen Maschinenbau. Neben einigen Großkunden verfügen wir über einen breiten Kundenkreis, so dass keine Abhängigkeitsverhältnisse bestehen.

Unsere Produkte werden zum größten Teil im Inland aber auch im europäischen Ausland wie Österreich, Polen, Frankreich und angrenzende Länder vertrieben. Der Vertrieb erfolgt durch eigene Vertriebsmitarbeiter.

Insgesamt wurde das Geschäftsmodell gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend geändert.

1.2 Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

1.2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2023 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %).

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

Quelle : Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019/24 vom 15.01.2024

1.2.2 Lage der Weltwirtschaft

Die Weltwirtschaft expandiert derzeit in moderatem Tempo, wobei die Dynamik in den einzelnen Regionen recht unterschiedlich ist. Während die Konjunktur in den Vereinigten Staaten bis zuletzt kräftig war, befindet sich die Wirtschaft im Euroraum in einer Phase der Stagnation; im Vereinigten Königreich und in Japan ging die Produktion im zweiten Halbjahr 2023 sogar merklich zurück. Die konjunkturellen Unterschiede dürften im Prognosezeitraum geringer werden, ein kräftiger Aufschwung ist aber nicht in Sicht: Während die Expansion in den Vereinigten Staaten angesichts nachlassender fiskalischer Impulse etwas an Fahrt verliert, belebt sich die Konjunktur in Europa und Japan mit Abklingen der bremsenden Wirkungen des Inflationsschocks allmählich. Stimulierend wirkt auch die sich abzeichnende leichte Erholung beim Welthandel. Die wirtschaftliche Aktivität in China dürfte im Prognosezeitraum angesichts struktureller Probleme allerdings nur verhalten expandieren und im Jahresdurchschnitt merklich schwächer zunehmen als im vergangenen Jahr. Nicht zuletzt deshalb wird der Anstieg der Weltproduktion - gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten - mit 2,8 % etwas niedriger ausfallen als im vergangenen Jahr (3,1 %), für das kommende rechnen wir wieder mit einem Zuwachs von 3,1 %. Damit haben wir unsere Prognose für das Jahr 2024 gegenüber unserer Dezemberprognose unverändert gelassen, die für 2025 geringfügig - um 0,1 Prozentpunkt - nach unten revidiert. Die Arbeitslosigkeit in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften nimmt in der nächsten Zeit zwar leicht zu, bleibt aber auf historisch niedrigem Niveau. Die Inflation ist zwar gegenüber dem Höchststand Ende 2022 deutlich zurückgegangen, zuletzt aber nur noch wenig gesunken. Vor allem der Anstieg der Preise für Dienstleistungen erweist sich als hartnäckig, sodass die Inflationsraten voraussichtlich erst im Jahr 2025 wieder nachhaltig in die Nähe der Zielmarken gesunken sein werden. Risiken für die Weltkonjunktur sind vor allem geopolitischer Natur, insbesondere einer Zuspitzung von Handelskonflikten und ergeben sich aus den Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit den US-Präsidentschaftswahlen.

Quelle: Weltwirtschaft im Frühjahr 2024, Kieler Konjunkturberichte

1.2.3 Branchenentwicklung

Forschung und Entwicklung spielen eine wichtige Rolle in der Branche. Um am Weltmarkt zu bestehen, müssen die Hersteller innovative, hocheffiziente Generatoren, Transformatoren und Elektromotoren produzieren.

Seit 2021 steigt vor allem die Nachfrage nach Elektromotoren wieder an, während die Branche seit 2023 insgesamt von der negativen Entwicklung der deutschen Konjunktur gebremst wird.

Die EU-Ökodesign-Richtlinie fördert die Nachfrage nach neuen, energieeffizienten Elektromotoren. Die Richtlinie soll die Umweltwirkungen von energieverbrauchsrelevanten Geräten verringern, wobei Elektromotoren dabei von besonderer Bedeutung sind, da 97 % der Betriebskosten eines Elektromotors auf den Energieaufwand entfallen. Die Richtlinie regelt die Wirkungsgradklasse für bestimmte Motoren, sodass die Energieeffizienz in den nächsten Jahren stetig erhöht wird.

Durch effizientere Elektromotoren soll in der Europäischen Union bis 2030 jährlich eine Gesamtleistung von 110 Terawattstunden Strom eingespart werden. Die Energiekrise erhöht die Dringlichkeit, auf neue, hocheffiziente Motoren umzusteigen, noch weiter.

Quelle : IBISWorld, Branchenreport C27.11DE "Herstellung von Generatoren, Transformatoren und Elektromotoren", Stand Juli 2024

2. Geschäftsverlauf und Lage

Der Geschäftsverlauf des Jahres 2023 war von der zurückhaltenden Nachfrageentwicklung geprägt. Einzelheiten des Geschäftsverlaufs ergeben sich aus den Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die Geschäftsführung ist mit der Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr im Hinblick auf die gesamtwirtschaftliche Lage zufrieden.

2.1 Ertragslage

Der im Jahr 2023 erwirtschafte Umsatz ist um TEUR -8.447 bzw. -20,4 % auf TEUR 32.968 vermindert. Die Gesellschaft konnte somit ihre positive Geschäftsentwicklung der Vorjahre nicht weiter fortsetzen. Der Rückgang der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen auf die konjunkturelle Situation als auch auf interne Reorganisationen zurückzuführen, die perspektivisch umsatzsteigernde Effekte nach sich ziehen sollen, jedoch kurzfristig zu einem Rückgang geführt haben.

Die Materialaufwandsquote hat sich von 64,4 % auf 68,0 % verschlechtert. In der Folge hat sich die Rohmarge von 35,6 % auf 32,0 % im Vorjahresvergleich verschlechtert. Die in dem Vorjahr vorherrschende positive Kostenstruktur in Bezug auf die verkauften Motoren kam in 2023 nicht mehr zum Tragen. Es errechnet sich ein um TEUR -4.219 (bzw. -28,6 %) reduzierter Rohertrag in Höhe von TEUR 10.544 (Vorjahr TEUR 14.763).

Die Erhöhung der Personalaufwendungen um 9,8 % resultiert aus der Erhöhung der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter um 3 auf 100 sowie aus dem gestiegenen Lohnniveau.

Das Finanzergebnis ist im Jahr 2023 um TEUR 15 auf TEUR -319 gestiegen. Das neutrale Ergebnis in Höhe von TEUR 235 ist im Wesentlichen durch Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 242), sowie Spenden (TEUR -6) geprägt.

2.2 Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR -4.815 bzw.
-18,6 % auf TEUR 21.025 vermindert. Dies ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf den Abbau von Vorräten (TEUR -6.174) sowie gegenläufig den stichtagsbezogenen Anstieg an liquiden Mitteln (TEUR 1.577) zurückzuführen. Darüber hinaus wirkte sich der stichtagsbedingte Rückgang der Liefer- und Leistungsforderungen mit einem Rückgang von TEUR -56 negativ auf die Bilanzsumme aus.

Das Anlagevermögen ist am Bilanzstichtag vollständig durch Eigenkapital gedeckt.

Sowohl das thesaurierte Vorjahresergebnis mit TEUR 3.540, als auch der laufende Gewinn mit TEUR 117 hatten einen positiven Effekt auf das Eigenkapital der Gesellschaft, welches sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 117 und damit um 0,9 % erhöhte. Aufgrund der sonstigen Entwicklungen des Working Capital hatte diese Entwicklung eine Erhöhung der Eigenkapitalquote von 49,3 % auf 61,1 % zur Folge.

Der Rückgang der Bilanzsumme ist auf der Passivseite im Wesentlichen durch den Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR -3.930 sowie der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Rückgang TEUR 691) bedingt.

2.3 Finanzlage

Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 aus laufender Geschäftstätigkeit Finanzmittel in Höhe von TEUR 2.975 erwirtschaftet, während im Vorjahr noch TEUR -928 verbracht wurden.

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus dem positiven Periodenergebnis in Höhe von TEUR 117. Die zusammengefassten Positionen des aktiven- und des passiven Working Capital belaufen sich auf TEUR 6.863 sowie TEUR -4.091, in Summe also auf TEUR 2.772, sodass, zusammen mit den sonstigen Entwicklungen ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 2.975 realisiert wurde.

Im Rahmen der Investitionstätigkeit hat die Gesellschaft im Jahr 2023 unter Beachtung der uneingeschränkten Liquidität Finanzmittel in Höhe von TEUR 379 verbraucht. Im Einzelnen wurden TEUR 254 für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und TEUR 133 in das Sachanlagevermögen verwendet. Sachanlagenverkäufe führten zu Einzahlungen in Höhe von TEUR 0.

Die Gesellschaft konnte im Jahr 2023 die Bankkredite planmäßig mit TEUR 692 tilgen und alle übrigen finanziellen Verpflichtungen fristgerecht und vollumfänglich erfüllen. Nach Berücksichtigung von Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 327 errechnet sich ein Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -1.019.

Zum 31. Dezember 2023 hat sich der Finanzmittelfonds, bestehend aus Bankguthaben von TEUR 2.785, sowie einem Kassenbestand von TEUR 3 unter Beachtung der uneingeschränkten Zahlungsfähigkeit im Vorjahresvergleich um TEUR 1.577 erhöht.

3. Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikomanagementsystem

Zum sicheren Fortbestand der Gesellschaft kommt einem effektiven Risikomanagementsystem eine bedeutende Rolle zu. Das System soll sicherstellen, dass Risiken für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens frühzeitig vom Management erkannt werden und auf systematische, nachvollziehbare Weise Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen werden können. Ziel ist es, Schäden von der Gesellschaft und den Mitarbeitern abzuwenden.

Aus diesem Grund hat die Geschäftsleitung der Gesellschaft ein effektives Risikofrüherkennungs-, Überwachungs- und Steuerungssystem eingerichtet und als festen Bestandteil der unternehmenseigenen Auf- und Ablauforganisation integriert.

Einzelne Risiken unterliegen in Bezug auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit oder ihre Auswirkungen regelmäßigen Veränderungen. Insgesamt geht das Management davon aus, dass derzeit keine nennenswerten Risiken bestehen, die eine Auswirkung auf den Fortbestand der Gesellschaft haben könnten.

Nachfolgend werden aus der Gesamtheit der beobachteten Risiken wesentliche Risikofelder und Einzelrisiken erläutert, die aus aktueller Sicht die Vermögens-, Finanz-, oder Ertragslage der Gesellschaft wesentlich beeinflussen könnten.

3.2 Beschaffungsrisiken

Beschaffungsrisiken können unter anderem in Form von Qualitätsrisiken und Lieferschwierigkeiten auf Lieferantenseite mit entsprechenden negativen Folgen für unsere eigene Geschäftstätigkeit auftreten. Diesen Risiken begegnen wir insbesondere durch Zusammenarbeit mit langjährigen Lieferanten und ein entsprechendes Qualitätsmanagement sowie eine entsprechend hohe Lagerhaltung. Die eingesetzte Warenwirtschaftssoftware trägt wesentlich dazu bei, den Bedarf der Kunden rechtzeitig zu erkennen um frühzeitig die notwendigen Bestände aufzubauen.

Beschaffungsrisiken können auch in Form von Preissteigerungsrisiken auftreten. Diesen Risiken begegnen wir durch Marktbeobachtung bzw. vorausschauendem Handeln. Zur Absicherung von Preisrisiken haben wir außerdem längerfristige Vereinbarungen mit Lieferanten getroffen.

Währungsrisiken schließen wir dadurch aus, dass der Einkauf nicht in Fremdwährung, sondern ausschließlich in Euro abgewickelt wird.

Der Ukraine-Konflikt seit dem Jahr 2022 hat hingegen nur indirekten Einfluss auf unsere Gesellschaft. Als wesentliches Risiko ist hier die allgemeine Teuerung zu nennen.

3.3 Absatzrisiken

Risiken auf der Absatzseite können unter anderem aus zu hohen Lagerbeständen bei nachlassender Nachfrage bestehen. Zu geringe Lagerbestände können aber die Lieferfähigkeit gefährden. Unsere Lagerhaltungspolitik wird daher ständig überprüft und verbessert und ggf. an die Markt- bzw. Wettbewerbssituation angepasst. Gewährleistungsrisiken vermeiden wir durch die bereits beschriebene Einkaufspolitik und sichern die Qualität der von uns vertriebenen Produkte durch ein eigenes Qualitätsmanagement. Im Übrigen unterliegt unser Kundenmanagement einer ständigen Verbesserung.

3.4 Konjunkturelle Risiken

Wie andere entwickelte Volkswirtschaften verzeichnet auch Deutschland seit längerem ein rückläufiges Potenzialwachstum. Für das Jahr 2024 geht die Bundesregierung in der Jahresprojektion von einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,2 % aus. Gleichzeitig kommen wesentliche Elemente von Wohlstand nicht im BIP zum Ausdruck, weshalb die Bundesregierung seit 2022 über das BIP hinausgehende wirtschaftspolitische Indikatoren im Kontext einer umfassenderen Wohlfahrtsmessung systematisch im Jahreswirtschaftsbericht berücksichtigt. Die Sozialökologische Marktwirtschaft setzt auf eigenverantwortliche Entscheidungen innerhalb eines wettbewerblichen Ordnungsrahmens. Wachstum kann das Ergebnis dieser Entscheidungen sein. Vorgegebene explizite Wachstumsziele gibt es aber nicht. Ziel ist nachhaltiger und gerecht verteilter Wohlstand. Ausgehend von den großen Herausforderungen der kommenden Jahre setzt die Bundesregierung auf vielfältige angebotspolitische Impulse zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und des Wachstumspotenzials der deutschen Wirtschaft.

Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2024 - BMWK

3.5 Juristische Risiken

Juristische Risiken werden regelmäßig analysiert und ggf. mit Rechtsberatern besprochen.

3.6 IT-Risiko

Unser Unternehmen ist auch auf Informationstechnologien angewiesen. Um das Risiko der Unterbrechung von Geschäftsprozessen infolge eines Systemausfalls zu minimieren, wurden angemessene Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt. Gegen Datensicherheitsrisiken durch unberechtigte Zugriffe auf die IT-Systeme setzen wir die üblichen Firewall Systeme und Virenscanner ein.

3.7 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Währungsrisiken beim Einkauf sind nicht vorhanden, da grundsätzlich in EUR eingekauft wird. Die Fakturierung erfolgt ebenfalls ausschließlich in EUR, so dass auch hier keine Währungsrisiken vorliegen.
Forderungsausfallrisiken begegnen wir durch ein konsequentes Debitorenmanagement, das darauf ausgerichtet ist, Forderungen innerhalb der gesetzten Zahlungsziele zu vereinnahmen. Absehbaren Bonitätsrisiken wird durch entsprechende bilanzielle Vorsorge Rechnung getragen.
Der Bedarf an flüssigen Mitteln wird ständig überwacht und eine entsprechende Liquiditätsreserve in Form des Bestandes an liquiden Mitteln und den eingeräumten Kreditlinien vorgehalten.
Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.
Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs insbesondere gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.
3.8 Gesamtaussage

Insgesamt halten wir die bestehenden Risiken für beherrschbar. Die Geschäftschancen werden wir nutzen. Risiken, die einzeln oder gemeinsam bestandsgefährdend sein könnten oder geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nachhaltig und wesentlich zu beeinträchtigen, sind gegenwärtig nicht ersichtlich.

3.9 IT-Risiko

Wesentliche Geschäftschancen sehen wir in der weiteren Entwicklung unserer Vertriebstätigkeit, dem Ausbau der Geschäftsbeziehung mit bestehenden Kunden und der Gewinnung zusätzlicher Kunden im In- und Ausland.

Chancen sehen wir auch weiterhin in unserer umfangreichen Lagerhaltung, diese kontinuierlich weiter dahin zu optimieren, den richtigen Produktmix lagerhaltig zu haben, um für unseren Kunden die bestmögliche Verfügbarkeit der Produkte zu gewährleisten. Des Weiteren sehen wir große Chancen darin, kundenspezifische Lösungen anzubieten, die wir vor Ort in Eppertshausen dahingehend realisieren können.

4. Prognosebericht

4.1 Voraussichtliche Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche

Nach der aktuellen Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) wird die konjunkturelle Entwicklung in diesem Jahr stetig an Dynamik gewinnen, wobei sich der private Konsum zur treibenden Kraft für den Aufschwung entwickelt. Im kommenden Jahr geht es weiter bergauf. Wird das Wachstum für 2024 mit wohl 0,3 % noch mager ausfallen - wenngleich besser als noch im Frühjahr erwartet -, dürfte sich der Aufholprozess in der Folge beschleunigen, so dass für 2025 ein solides Plus von 1,3 % in Aussicht steht.
Quelle : DIW Berlin, Pressemitteilung vom 14. Juni 2024

4.2 Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Als Grundlage für die Prognose der weiteren Entwicklung unserer Gesellschaft haben wir den derzeitigen Stand der Buchhaltung und den aktuellen Kenntnisstand über die allgemeine und die branchenbezogene Wirtschaftslage zu Grunde gelegt, sowie eine Abwägung der oben genannten Chancen und Risiken herangezogen.

Insbesondere haben wir die Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in unsere Prognoseplanung und der damit verbundenen zurückhaltenden Investitionstätigkeiten auf Endkundenseite berücksichtigt.

Hier spielt auch das hohe Zinsniveau eine entscheidende Rolle, die nach wie vor zur deutlichen Zurückhaltung führt. Durch die Hinzugewinnung neuer Lieferanten können Lieferengpässe weitestgehend ausgeschossen werden. Mengenmäßig wurde das Niveau vor Corona-Pandemie-Zeiten noch nicht wieder erreicht.

Insgesamt gehen wir davon aus, dass sich das Geschäft über die Jahre 2025, 2026 wieder in eine deutlich positivere Richtung entwickelt und wir hier Umsatzerlöse von circa 40 Mio. Euro bei Jahresergebnissen von 1,5 - 2,5 Mio. Euro erreichen werden.

Im Jahr 2024 rechnen wir mit einer stark zurückhaltenden Entwicklung des Umsatzes und des Ergebnisses.

 

Eppertshausen, den 11. Juli 2024

Timo Alexander Klussmann, Geschäftsführer

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 718.007,00 524.581,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 310.700,00 84.458,00
II. Sachanlagen 398.973,00 431.789,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.460,00 9.713,00
2. technische Anlagen und Maschinen 14.500,00 20.500,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 376.013,00 401.576,00
III. Finanzanlagen 8.334,00 8.334,00
1. Beteiligungen 8.334,00 8.334,00
B. Umlaufvermögen 20.253.680,39 25.248.817,01
I. Vorräte 15.106.599,51 21.280.789,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.359.205,71 2.756.587,19
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.787.875,17 1.211.440,08
C. Rechnungsabgrenzungsposten 53.881,40 68.187,67
Aktiva 21.025.568,79 25.841.585,68

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 12.855.622,43 12.738.139,05
I. Gezeichnetes Kapital 102.300,00 102.300,00
II. Gewinnvortrag 12.635.839,05 9.096.090,16
III. Jahresüberschuss 117.483,38 3.539.748,89
B. Rückstellungen 633.300,40 784.957,00
C. Verbindlichkeiten 7.536.645,96 12.318.489,63
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 959.613,67 1.651.218,75
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 959.613,67 1.651.218,75
2. sonstige Verbindlichkeiten 6.577.032,29 10.667.270,88
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.577.032,29 10.667.270,88
Passiva 21.025.568,79 25.841.585,68

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.873.480,60 14.900.003,58
2. Personalaufwand 5.439.222,47 4.951.057,95
a) Löhne und Gehälter 4.552.978,57 4.112.078,03
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 886.243,90 838.979,92
davon für Altersversorgung 38.077,68 45.019,18
3. Abschreibungen 193.336,56 133.804,31
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 193.336,56 133.804,31
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.703.734,99 4.503.412,73
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 0,01
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 7.469,60
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 147,49 1.239,30
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 326.880,98 334.746,14
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 93.224,64 1.433.166,69
9. Ergebnis nach Steuern 124.698,05 3.545.055,06
10. sonstige Steuern 7.214,67 5.306,17
11. Jahresüberschuss 117.483,38 3.539.748,89

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft:

Firma: AC Motoren GmbH
Sitz: Eppertshausen
Registergericht: Amtsgericht Darmstadt, HRB 92769

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes in den jeweils gültigen Fassungen aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft weist nach den in § 267 Abs. 2 HGB zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft auf.

Bei der Aufstellung des Anhangs wurden die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden größenabhängigen Erleichterungsvorschriften nach § 288 Abs. 2 HGB für die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen (§285 Nr. 4 HGB) sowie die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers (§ 285 Nr. 17 HGB) in Anspruch genommen. Die Angabe der Bezüge nach § 285 Nr. 9 Buchstaben a) und b) HGB sind mit Hinweis auf die Schutzklausel (§ 286 Abs. 4 HGB) nicht erforderlich.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Dritten Buches des HGB aufgestellt.

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden stetig angewendet.
Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer (drei Jahre) bewertet.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen auf der Grundlage der voraussichtlichen Nutzungsdauern angesetzt.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten oder ihrem beizulegendem Wert (§ 253 Abs. 1 HGB).

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips. Posten mit verminderter Marktgängigkeit wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt.

Erkennbare Einzelrisiken wurden durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel in Form der Guthaben bei Kreditinstituten und des Kassenbestandes wurden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände ist im Einzelnen im Anlagenspiegel dargestellt. Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt.

Die ausgewiesenen Beteiligungen betreffen folgendes Unternehmen:


Unternehmen Anteil vorl. Eigenkapital 31.12.2023 vorl. Jahresergebnis 2023 nominell
EUR % EUR EUR
ACQM GmbH, Berchtesgarden, Deutschland
8.334,00
33,33
243.106,82
61.620,11



Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit Ausnahme gezahlter Kautionen in Höhe von TEUR 300 (Vorjahr: TEUR 300) binnen Jahresfrist fällig.

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Gewährleistungen, Archivierungskosten, Jahresabschusskosten und Resturlaubsansprüche.
Der nachfolgende Verbindlichkeitenspiegel gibt Überblick über die Fälligkeit und die Besicherung der einzelnen Verbindlichkeiten.

Geschäftsjahr
Vorjahr
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 959.613,67 647.113,67 312.500,00 0,00
1.651.218,75 691.026,39 960.192,36 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.591.395,11 1.591.395,11 0,00 0,00
5.521.164,74 5.521.164,74 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 4.985.637,18 185.637,18 0,00 4.800.000,00
5.146.106,14 346.106,14 0,00 4.800.000,00
7.536.645,96 2.424.145,96 312.500,00 4.800.000,00
12.318.489,63 6.558.297,27 960.192,36 4.800.000,00

Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestanden die ausgewiesenen sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 125.610,79 (Vorjahr EUR 219.092,03) aus Steuern und in Höhe von EUR 48.471,25 EUR (Vorjahr EUR 43.315,80) im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte:

Wesentliche nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte bestehen in Form von Immobilienmietverträgen über die betrieblich notwendigen Büro- und Lagerräumlichkeiten. Diese Vorgehensweise trägt zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Vermieter. Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Mietvertrag für das Betriebsgebäude von TEUR 1.283 (Vorjahr TEUR 1.283) jährlich. Das Mietverhältnis läuft auf unbestimmte Zeit und kann mit einer Frist von 24 Monaten zum Ablauf eines Kalendervierteljahres gekündigt werden.
Zudem bestehen diverse Leasingverpflichtungen für Fahrzeuge, Lizenzen und sonstige bewegliche Vermögensgegenstände. Hieraus resultieren finanzielle Restverpflichtungen in Höhe von TEUR 505. Davon werden TEUR 168 innerhalb eines Jahres fällig.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und nach geographisch bestimmten Märkten erfolgte gemäß § 288 Abs. 2 HGB nicht.

Die Umsatzerlöse wurden nahezu vollständig im Inland erwirtschaftet.

In den Personalaufwendungen sind EUR 38.077,68 (Vorjahr EUR 45.019,18) Aufwendungen aus der Altersversorgung enthalten.

V. Sonstige Angaben

Unternehmensorgane

Zum Geschäftsführer der Gesellschaft war bestellt:

Herr Timo Alexander Klussmann Seligenstadt, kaufmännischer und technischer Geschäftsführer
Der Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Bezüge der Geschäftsführung

Die Angaben nach § 285 Nr. 9 Buchstaben a) und b) HGB unterbleiben jeweils mit Hinweis auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt i.S.v. § 267 Abs. 5 HGB waren im Jahr 2023 100 (im Vorjahr 97) Mitarbeiter, davon 63 Angestellte und 37 gewerbliche Mitarbeiter, beschäftigt. Auszubildende und Praktikanten wurden in die Ermittlung nicht einbezogen.
Honorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wird mit Hinweis auf § 288 Abs. 2 Satz 3 HGB verzichtet.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 117.483,38 auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift des Geschäftsführers

 

Eppertshausen, den 11.Juli 2024

gez. Timo Alexander Klußmann

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 11.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AC Motoren GmbH, Eppertshausen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AC Motoren GmbH, Eppertshausen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AC Motoren GmbH, Eppertshausen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

· vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.1

 

Offenbach am Main, den 11. Juli 2024

Hartmut W. Schubert
Wirtschaftsprüfer

Benedikt Barkey
Wirtschaftsprüfer

1 Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichtes bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

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