Meyer Geschäftsführungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wolfgang Hoffmann seit 2.6.2025 | Geschäftsführer |
Susanne Peters seit 2.6.2025 | Geschäftsführer |
Sascha Erber seit 5.1.2021 | Prokura |
Matthias Meyer seit 8.8.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Musik Meyer GmbHMarburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023der Musik Meyer GmbH, MarburgI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Musik Meyer GmbH hat ihren Sitz in Marburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Marburg unter HRB 1343 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der Musik Meyer GmbH (nachfolgend auch kurz Gesellschaft) für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB unter Beachtung der Sondervorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft i. S. d. §§ 264, 267 Abs. 3 HGB auf. Die entsprechenden Vorschriften für Gesellschaften dieser Größenordnung sind beachtet. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden (§§ 265 Abs. 1, 266 ff. HGB). III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung planmäßiger nutzungsbedingter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear pro rata temporis vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und - soweit abnutzbar - unter Berücksichtigung planmäßiger nutzungsbedingter Abschreibungen bewertet. Grundlage der planmäßigen Abschreibungen ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 3 HGB). Neu angeschaffte bewegliche Anlagegüter werden linear bzw. mit Verkündung des zweiten Corona-Steuerhilfegesetzes sowie des vierten Corona-Steuerhilfegesetzes auch degressiv, ältere Anlagegüter linear und degressiv abgeschrieben. Der Übergang von der degressiven auf die gleichmäßige Verteilung des Restwertes auf die Restnutzungsdauer erfolgt jeweils in dem Jahr, in dem die lineare Methode zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Für alle ab dem 01.01.2018 erworbenen Anlagegüter im Wert bis 800,00 Euro wurde sich aus Vereinfachungsgründen für die Sofortabschreibung entsprechend § 6 Abs. 2 EStG entschieden. Die Bewertung des Finanzanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB). Bei den unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Wertpapieren wurde von dem Wahlrecht gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB Gebrauch gemacht, diese nicht auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Abschlussstichtag außerplanmäßig abzuschreiben, da dieser nicht als dauerhaft angesehen wird. Bestände an Hilfs- und Betriebsstoffe wurden auf der Grundlage einer im Jahr 2022 durchgeführten Inventur mit einem Festwert (§ 256 Satz 2 HGB i. V. m. § 240 Abs. 3 HGB) angesetzt. Die Bewertung der Warenbestände erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Marktpreisen am Abschlussstichtag (§ 253 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 4 HGB). Die Anschaffungskosten werden gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB einzeln ermittelt. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer, geminderte Verwertbarkeit usw. ergeben, werden durch Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel werden grundsätzlich zu Nominalwerten angesetzt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem Barwert aktiviert, wobei zur Diskontierung ein risikofreier Zinssatz von 1,00 % zugrunde gelegt wurde. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Steuerbe- und Steuerentlastungen, die sich aus unterschiedlichen und sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauenden handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen ergeben, wurden verrechnet unter den aktiven latenten Steuern ausgewiesen. Die Bewertung erfolgte zu unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen. Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dabei ist nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre zu ermitteln. Zwischen der Musik Meyer GmbH und dem Begünstigten aus der Pensionszusage wurde unter Zustimmung des depotführenden Kreditinstituts eine Verpfändungsvereinbarung getroffen, deren Gegenstand die Besicherung der Pensionsverpflichtungen der Musik Meyer GmbH gegen- über dem Begünstigten durch die bei dem depotführenden Kreditinstitut unterhaltenen Konto- und Depotwerte ist. Die sich aus § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ergebende Saldierungspflicht von Pensionsverpflichtungen und vorhandenem Deckungsvermögen wurde beachtet. Das Deckungsvermögen wurde entsprechend § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Die Verbindlichkeiten werden mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen bilanziert (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Die Währungsumrechnung zum Abschlussstichtag von auf fremder Währung lautenden Bankguthaben, Forderungen und Verbindlichkeiten erfolgt entsprechend der gesetzlichen Regelung des § 256a HGB. IV. Erläuterungen zur Bilanz Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 wird in dem als Anlage I zu diesem Anhang beigefügtem Brutto-Anlagenspiegel dargestellt. Die in der Bilanz mit ihrem Buchwert von T€ 999,9 ausgewiesenen Wertpapiere des Anlagevermögens haben zum Bilanzstichtag einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert von T€ 999,5 (§ 285 Nr. 18a HGB). Da der Wertpapierfonds überwiegend aus festverzinslichen Wertpapieren besteht, die bei Fälligkeit zu 100 % ihres Nennwerts eingelöst werden, wird die Wertminderung zum Bilanzstichtag nicht als dauerhaft angesehen (§ 285 Nr. 18b HGB). Von den ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren T€ 29 (Vorjahr T€ 29) aus Lieferungen und Leistungen. Die latente Steuerabgrenzung setzt sich aus folgenden temporären Differenzen zusammen:
Die Pensionsrückstellungen wurden nach dem Rentenbarwertverfahren gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):
Der nach § 253 Abs. 6 HGB zu ermittelnde ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der abgezinsten Rückstellungen unter Verwendung des Marktzinssatzes im 7-Jahres-Durchschnitt (1,75 %) und dem Ansatz der abgezinsten Rückstellungen unter Verwendung des Marktzinssatzes im 10-Jahres-Durchschnitt (1,83 %) beträgt € 20.281,00 (Vorjahr € 75.799,00). Die bestehende Pensionszusage ist durch die Verpfändung von Konto- und Depotguthaben besichert. Die verpfändeten Guthaben stellen Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 HGB dar und wurden daher mit der Pensionsverpflichtung saldiert. Die Werte der zu verrechnenden Posten stellen sich wie folgt dar:
Die Zeitwerte der Depotguthaben wurden anhand der vorhandenen Kurswerte zum Bilanzstichtag ermittelt (§ 285 Nr. 20a HGB). Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge i. S. d. § 268 Abs. 8 HGB (§ 285 Nr. 28 HGB) beläuft sich auf € 487.357,50 und resultiert in Höhe von € 187.545,79 aus dem Ansatz von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der hierfür gebildeten passiven latenten Steuern sowie in Höhe von € 299.811,71 aus der Aktivierung von latenten Steuern unter Berücksichtigung von bereits gekürzten saldierten passiven latenten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt auf:
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten können aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel entnommen werden:
Durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesondert gesicherte Verbindlichkeiten sind nicht vorhanden. Aus der Lieferung von Waren bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen € 769.478,20 (Vorjahr € 93.457,86) gegenüber der alleinigen Gesellschafterin. In den sonstigen Verbindlichkeiten ist eine Einlage eines still Beteiligten in Höhe von T€ 200 (Vorjahr T€ 200) enthalten. Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von zurzeit jährlich T€ 951; davon T€ 900 gegenüber verbundenen Unternehmen. Zum 31.12.2023 bestehen keine Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 275 Abs. 2 HGB). Die Umsatzerlöse teilen sich nach Tätigkeitsbereichen und geographisch bestimmten Märkten wie folgt auf:
Im Rahmen der Verrechnung der Pensionszusagen mit den verpfändeten Konto- und Depotguthaben wurden auch die Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen innerhalb des Postens "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" verrechnet (§ 246 Abs. 2 Satz 2; 2 Halbsatz i. V. m. § 285 Nr. 25 HGB). Die Werte der verrechneten Posten stellen sich wie folgt dar:
VI. Sonstige Pflichtangaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer:
Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023:
Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans nach § 285 Nr. 9a HGB und ehemaliger Mitglieder des Geschäftsführungsorgans nach § 285 Nr. 9b HGB unterbleiben unter Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB. Die Gotthold Meyer GmbH & Co. KG, mit Sitz in Marburg, ist Mutterunternehmen der Musik Meyer GmbH. Der Konzernabschluss wird beim Unternehmensregister veröffentlicht. Das im Jahresabschluss berücksichtigte Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beträgt T€ 20 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. VII. Ergebnisverwendung Gem. Ergebnisverwendungsvorschlag soll der Bilanzgewinn 2023 in Höhe von T€ 29.489 wie folgt verwendet werden:
VIII. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht vor.
Marburg, den 12. August 2024 Matthias Meyer Jörg Pfob Anlagenspiegel 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Musik Meyer GmbH, MarburgI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Musik Meyer GmbH hat sich seit ihrer Gründung im Jahre 1949 als eines der führenden Unternehmen für erfolgreiche Vertriebs- und Marketingarbeit in der zentraleuropäischen Musikinstrumentenbranche etabliert. Als ein international renommiertes Unternehmen mit einer Vielzahl von langjährigen und vertrauensvollen Kunden- und Lieferantenbeziehungen beliefern wir den europaweiten Fachhandel mit den von uns vertriebenen Produkten. Sitz des Unternehmens ist Marburg an der Lahn. 2. Forschung und Entwicklung Da unsere Geschäftstätigkeit ausschließlich im Großhandel mit Musikinstrumenten und Musikinstrumentenzubehör besteht, übt die Musik Meyer GmbH keine eigene Forschungs- und Entwicklungstätigkeit aus. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Trotz des anhaltenden russischen Angriffskrieges in der Ukraine, dem dramatischen neuen Konflikt im Gazastreifen und Israel und einer im Jahresverlauf noch immer deutlich zu hohen Inflation, fand im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 eine gefühlte Stabilisierung statt. Lieferengpässe waren nur noch punktuell zu spüren, Veranstaltungen konnten ohne Einschränkungen durchgeführt werden. Das in den vergangenen Jahren als Trend bezeichnete "Online kaufen" ist Normalität geworden und setzt den lokalen Einzelhandel, neben dem in allen Branchen und Ebenen bestehenden Problems der geeigneten Mitarbeitergewinnung, weiter unter Druck. Nachfolgeregelungen zwecks Weiterführung der Geschäfte sind vielerorts noch ungeklärt. Durch die Unsicherheiten in Produktion und Lieferbarkeit wurden auf allen Produktions- oder Handelsstufen überhöhte Bestellungen durchgeführt, die erst nach und nach zur Lieferung kommen und zu einem ungesunden Überbestand in vielen Produktbereichen geführt haben. Als Beispiele seien hier die während der Pandemie sehr erfolgreichen Produktgruppen Piano und Gitarre genannt. Verlässliche Zahlenwerke für die Branche liegen uns hierzu allerdings nicht vor, da Branchenstatistiken wie IMIS, auf die wir uns in der Vergangenheit gestützt haben, wegen zu geringer Teilnehmerzahl nicht mehr erstellt werden. 2. Geschäftsverlauf und Lage Der Aufwand und die investierte Zeit zur Gewinnung neuer Lieferantenpartner wie den englischen Verstärkerhersteller Blackstar und die Intensivierung der Gespräche zur Gewinnung weiterer Absatzgebiete mit unseren langjährigen Partnern wie Zildjian, Vic Firth und Schecter trägt Früchte. Der Umsatz konnte um 4,29 % auf TEUR 59.892 (Vorjahr TEUR 57.427) gesteigert werden. Nahezu 28 % der Umsätze der Musik Meyer GmbH werden mittlerweile außerhalb Deutschlands getätigt. Die weitere Suche nach neuen Vertriebspartnern und -marken bleibt weiter unbenommen, allerdings ist die derzeit erforderliche Größenordnung, aufgrund der heute sehr vielfältigen administrativen Notwendigkeiten, deutlich höher als in der Vergangenheit. Unser Bestreben ist es, durch weiterhin gute Arbeit zusätzliche neue Absatzgebiete für die von uns bereits vertriebenen Marken zu erhalten bzw. einen größeren Teil der Verantwortung in Europa für einzelne Marken zu übernehmen. a) Ertragslage Notwendig gewordene Preisanpassungen, vornehmlich aufgrund der in den vergangenen Jahren ungünstigen Wechselkursentwicklungen, insbesondere zum USD, sowie der Kostenerhöhungen durch unsere Lieferanten, konnten im Markt etabliert werden. Zudem begünstigten erstmals seit dem Jahr 2020 wieder leicht steigende Eurokurse gegenüber dem US-Dollar sowie eine fortwährende Stärke des Euro gegenüber dem japanischen Yen den Einkaufspreis unserer Importwaren. Im Zusammenspiel mit den gegenüber dem Vorjahr deutlich niedrigeren Frachtraten führte dies zu einer Steigerung unserer Rohertragsmarge von 24,9 % im Geschäftsjahr 2022 auf 27,5 % im Geschäftsjahr 2023. Nicht wiederkehrende Schadensersatzleistungen hatten unsere sonstigen betrieblichen Erträge im vergangenen Jahr stark beeinflusst. Aber auch stabilere Wechselkurse mit niedrigeren Gewinnen aus Fremdwährungsgeschäften führten zu einer annähernden Halbierung der sonstigen betrieblichen Erträge. Anziehende Lohnkosten, ergebnisabhängige Sonderzahlungen sowie die aufgrund der aktuellen Zinsentwicklung notwendig gewordenen Anpassung der Rückstellungen für Versorgungsbezüge führten in Summe zu einer Erhöhung des Personalaufwandes um knapp 10 %. Wesentlicher Grund für die verringerten Abschreibungsbeträge auf das Anlagevermögen war der Umstand, dass im Jahr 2023 keine Abschreibungen mehr auf das im Jahr 2017 aktivierte und im Laufe des Jahres 2022 vollständig abgeschriebene ERP-System vorgenommen werden mussten. Die Kosten für die Teilnahme an Messen, Ausstellungen und Events und den damit verbundenen Reisekosten erhöhten sich auch im Jahr 2023, liegen jedoch weiterhin noch deutlich unter dem Niveau wie vor Corona-Zeiten. Zinserträge aus der Anlage von Firmengeldern liefern seit der Zinswende im Laufe des Jahres 2022 einen nicht zu vernachlässigenden Ergebnisbeitrag. War das Finanzergebnis im Geschäftsjahr 2022 mit TEUR -73 noch negativ, konnte im Geschäftsjahr 2023 ein Überschuss von per Saldo TEUR 174 erwirtschaftet werden. Das Jahresergebnis hat sich, den vorgenannten Ausführungen entsprechend, im Geschäftsjahr 2023 von zuvor TEUR 522 auf TEUR 1.321 verbessert. b) Finanz- und Vermögenslage Das rückläufige Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 veranlasste die Deutsche Bundesbank unsere Bonitätseinstufung gleich um 4 Bonitätsstufen von "3+" auf "4" zu senken. Gleichwohl behielt sie im Testat unsere Einstufung als "Notenbankfähig" bei. Diese Auszeichnung erhalten nur Unternehmen im Investmentbereich mit geringer Ausfallwahrscheinlichkeit. Unsere Finanzausstattung konnten wir im laufenden Jahr wieder erhöhen und durch die Anlage in verzinsliche Gelder weiter optimieren. Liquide Mittel stehen zum Bilanzstichtag mit TEUR 11.374 für ca. 26,6 % unserer Bilanzsumme. Insbesondere durch zukunftsgerichtete Investitionen in unsere softwaregestützten Verkaufsprogramme kam es zu einer Erhöhung der buchhalterischen Werte unseres Anlagevermögens von TEUR 2.665 auf TEUR 2.903 oder 6,8 % der Bilanzsumme. Diese Investitionen konnten, wie in den vergangenen Jahren, ohne die Beanspruchung von externen Geldgebern finanziert werden. Gleiches wird für weitere geplante Zukunfts- und Ersatzinvestitionen gelten. Unser Finanzmanagement ist dahingehend ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb kürzester Frist und unter Nutzung von Skontierungsmöglichkeiten zu begleichen sowie ausstehende Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Lieferanten und Dienstleister schätzen unser Zahlungsverhalten. Eingehende Rechnungen werden in der Regel ungeachtet des uns zur Verfügung gestellten Zahlungsziels unmittelbar nach erfolgter Prüfung beglichen. Zum Bilanzstichtag erhöhte sich unsere Bilanzsumme um 5,2 % auf TEUR 42.830 bei einer Eigenkapitalquote von 88,6 % (Vorjahr 90,3 %). Leasingverpflichtungen bestehen nur in geringem Umfang. Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten sind wir nicht eingegangen. 3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im Vergleich zum Vorjahr haben sich keine Änderungen in unserem Steuerungssystem ergeben. Weiterhin werden vornehmlich folgende Leistungsindikatoren verwendet:
Die durch die Leiter der Brand Units zu Jahresbeginn verpflichtend zu erstellenden finanziellen Planwerte werden monatlich auf Grundlage einer zeitnah zu erstellenden betriebswirtschaftlichen Auswertung auf wesentliche Abweichungen überprüft und analysiert. Bei Bedarf werden entsprechende korrigierende Maßnahmen eingeleitet. Sämtliche Informationen werden allen Entscheidungsträgern aufbereitet zur Verfügung gestellt. Die Darstellung und Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt innerhalb der Berichterstattung über den Geschäftsverlauf und die Lage an den jeweils relevanten Stellen. Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren konzentrieren wir uns auf
Eine hohe Kundenorientierung, operative Stabilität und ein ausgezeichneter Service sind für unser Unternehmen essenziell. Die Basis all unserer Kundenbeziehungen ist Vertrauen, Datenschutz, Informationssicherheit und die Erreichbarkeit kompetenter Ansprechpartner. Bausteine, die uns zu einem jederzeit verlässlichen Partner machen. Die Zufriedenheit unserer Kunden ist ein zentrales Differenzierungsmerkmal am Markt und damit ein wichtiges Element unserer Wettbewerbsfähigkeit und unseres nachhaltigen Erfolgs. Datenschutz- und Datensicherheit spielen dabei eine immer größere Rolle. Der sichere und gesetzeskonforme Umgang mit Daten bildet die Grundlage für eine vertrauensvolle Geschäftsbeziehung. Dazu haben wir ein Datenschutzmanagementsystem aufgebaut und einen Datenschutzbeauftragten installiert. Die Belegschaft wird in regelmäßigen Abständen über datenschutzrechtliche Belange geschult. Es ist zudem erklärtes Ziel der Geschäftsführung, eng mit dem Kunden zusammenzuarbeiten, ihn durch maßgeschneiderte Lösungen beim aktiven Verkauf der Musikinstrumente zu unterstützen, ihn mit ausreichend Content zu den jeweiligen Instrumenten zu versorgen sowie konstruktive Verbesserungsvorschläge aufzunehmen und mit unseren Lieferanten Nutzen und Realisierungsmöglichkeiten dieser Vorschläge zu analysieren. Um das Zusammenwirken mit Kunden und Partnern weiter zu vertiefen, waren die Musik Meyer Brand Units im Jahr 2023 auf allen wichtigen Branchenmessen in verschiedenen Regionen vertreten. Wir stehen für eine unbürokratische Hilfestellung in vielen finanziellen und rechtlichen Situationen, auch außerhalb der reinen Verkaufs- und Garantievorgänge. Auch wir sehen uns in der Verantwortung, alles für eine klimafreundliche Gesellschaft zu tun. Bereits heute decken wir mehr als 30 % unseres Energiebedarfs an Strom durch die auf dem Bürogebäude installierte Photovoltaikanlage. Der bereits für das Jahr 2022 vorgesehene Aufbau weiterer Solarpaneelen auf dem Lagergebäude verzögerte sich weiter, da für die damit einhergehende Lagerdachreparatur kein Dienstleistungsunternehmen mit ausreichenden Zeit- und Arbeitskapazitäten verfügbar war. Diese Arbeiten sollen nun endgültig im Jahr 2024 abgeschlossen werden. Wir erhoffen uns, durch die Installation der Anlage zukünftig 50 % unseres Strombedarfs durch erneuerbare Energien abzudecken. Zudem soll durch die Installation von bis zu 8 Stromladestellen ein Teil des Strombedarfs der zunehmenden Anzahl an firmeneigenen Elektro- und Hybridfahrzeugen gedeckt werden. Für Mitarbeiter ist darüber hinaus die verbilligte Abgabe von Strom für deren private Pkw vorgesehen. Darüber hinaus versuchen wir, mögliche Einsparpotentiale beim Ressourcenverbrauch zu identifizieren und diese auch konsequent umzusetzen. Unsere Lieferanten informieren wir proaktiv über zu erwartende neue gesetzliche Vorgaben. Die Musik Meyer GmbH strebt danach, seine Position als hervorragender Arbeitgeber in der Musikinstrumentenbranche zu stärken. Nur so kann es gelingen, künftig die besten Talente für uns zu gewinnen. Wir bieten daher Schulabgängern und dual Studierenden ein vielfältiges Ausbildungsangebot. Weitere Möglichkeiten, junge Talente für die Musik Meyer GmbH zu begeistern, bieten verschiedene Praktika. Zum 31. Dezember 2023 bildeten wir insgesamt 13 junge Menschen in verschiedenen Berufsrichtungen aus. Angesichts des starken Wettbewerbs um Fach- und Führungskräfte ist ein überzeugendes Gesamtangebot für die Mitarbeiter immer wichtiger. Wir arbeiten daher kontinuierlich an unseren Maßnahmen, die unsere Attraktivität auf den Arbeitsmärkten erhöht. Hierzu gehören beispielsweise ein flexibles Gleitzeitmodell, das Dienstradleasing und das Mobile-Office. Als international agierendes Unternehmen ist Vielfalt ein elementarer Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Wir garantieren allen Mitarbeitern ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld mit Chancengleichheit. Noch immer sind wir weit von einer für uns wünschenswerten Altersstruktur unserer Beschäftigten entfernt. Gegenwärtig sind nur 19 % unserer Mitarbeiter bis zu 35 Jahre alt, aber bereits 35 % der Beschäftigten über 55 Jahre alt. Durch die Bereitstellung und jederzeitige Verfügbarkeit von Informationsmaterial sowie einer proaktiven Ansprache fördert und unterstützt die Musik Meyer GmbH den eigenverantwortlichen Aufbau einer zweiten Säule der Altersvorsorge. 4. Gesamtaussage Die durchaus positive Geschäftsentwicklung des abgelaufenen Jahres deckt sich in vielerlei Hinsicht mit der im Jahresabschluss 2022 aufgestellten Prognose für das Jahr 2023. Zukunftsorientierte Aussagen werden jedoch immer schwieriger, da sich auch das seither eher konservative Geschäft mit Musikinstrumenten einer zunehmenden Anzahl auch neuer Einflussfaktoren ausgesetzt sieht. III. Zweigniederlassungsbericht Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. IV. Prognosebericht Der bereits im letztjährigen Bericht erwähnte pandemiebedingte Nachholbedarf der Bevölkerung, der dazu führt, eher in Urlaub oder Restaurant-Besuche zu investieren anstatt Ausgaben für Musikinstrumente zu tätigen, setzt sich weiter fort. Trotz bereits im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2024 eingetretener erheblicher Kostensteigerungen sind weitere Mehrkosten insbesondere bei Verpackung und Transport zu erwarten. Diese werden dabei auch getrieben durch die globalen Konflikte und damit entstehender gefährlichen Transportwegen wie der Fahrt durch das Rote Meer. Da die Problematik von Überbeständen ebenfalls auch bei allen Mittbewerbern besteht, sind zu hohe oder ältere Bestände nur zu sehr aggressiven Preisen, mit erheblich vermindertem Rohertrag absetzbar. Dies wird den Absatz regulärer Ware nicht erleichtern, so dass wir aktuell für das Geschäftsjahr 2024 von einem Umsatz auf Vorjahresniveau jedoch mit einem geringeren Rohertrag bei einem noch leicht positiven Unternehmensergebnis ausgehen. Eine Verbesserung der Qualität des vorhandenen Lagerbestandes muss daher zwingend weiter vorangetrieben werden. Geplante Investitionen in die bestehende Infrastruktur der IT, D2C Markenwebseiten mit direkter Verkaufsmöglichkeit und Zugang zum Konsumenten sowie eines DMS- Systems werden weiter komplett aus eigenen Mitteln finanziert, um hier zukunftsfähig ausgerichtet zu sein. Die Förderung der Mitarbeitermotivation und die Personalgewinnung genießen weiter eine hohe Priorität, um unsere Unternehmensziele zu erreichen. V. Chancen- und Risikobericht Als international aufgestelltes Unternehmen sind wir einer Vielzahl von makroökonomischen, finanziellen, branchen- und unternehmensspezifischen Risiken und Chancen ausgesetzt. Risiken und Chancen sind daher immer Bestandteile unserer wirtschaftlichen Aktivitäten, ohne die ein unternehmerischer Erfolg nicht möglich sein wird. Im Rahmen unserer operativen Geschäftstätigkeit sowie der strategischen Steuerung wägen wir Chancen und Risiken gegeneinander ab und achten darauf, dass sie insgesamt in einem ausgewogenen Verhältnis zueinanderstehen. Das frühzeitige Erkennen und Managen solcher Chancen und Risiken ist eine Kernaufgabe des Managements. Beispielsweise können sich Risiken auch aus verpassten oder nur schlecht genutzten Chancen ergeben. Umgekehrt ist allerdings auch die Wahrnehmung von Chancen in neuen Geschäftsfeldern stets mit Risiken verbunden. Diese Erkenntnisse reflektieren sich immerfort bei der Abwägung über die Aufnahme neuer Marken, deren Erfolgsaussichten vor allem im Anfangsstadium nicht gesichert sind. Bereits identifizierte künftige Ereignisse und erwartete Entwicklungen werden in unseren internen Planungen berücksichtigt, sofern wir davon ausgehen, dass sich diese im Planungszeitraum wahrscheinlich verwirklichen. Die im Risiko- und Chancenbericht dargestellten Risiken und Chancen sind jene möglichen künftigen Ereignisse und Entwicklungen, die zu einer negativen beziehungsweise positiven Abweichung von der bestehenden Planung führen könnten. Im aktuellen Prognosezeitraum für das Geschäftsjahr 2024 haben wir keine Risiken identifiziert, die den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten. Chancenbericht Im Rahmen der Strategie- und Planungsprozesse analysieren und bewerten wir potenzielle Marktchancen. In diesem Zusammenhang werden Investitionsmöglichkeiten insbesondere hinsichtlich eines möglichen Wertbeitrags geprüft und dann umgesetzt, sofern ein Nutzen für unser Unternehmen wahrscheinlich ist. Darüberhinausgehende Trends und Ereignisse, die zu einer positiven Vermögens- Finanz- und Ertragslage führen könnten, werden als Chancen nachfolgend dargestellt: Erweiterung unserer Absatzgebiete: Die enge und fruchtbare Zusammenarbeit mit unseren Hauptlieferanten hat bereits in der Vergangenheit dazu geführt, dass uns sukzessive weitere Absatzgebiete als Alleinvertrieb anvertraut wurden. Für das in uns gesetzte Vertrauen wollen wir uns tagtäglich durch gute Arbeit als würdig erweisen. Eine nochmalige Ausweitung unserer Absatzgebiete würde sich umsatz- und ertragsteigernd auswirken. Eingehen weiterer Vertriebsvereinbarungen mit Lieferanten von lukrativen Marken: Die Musik Meyer GmbH hat sich über Jahre hinweg einen guten Namen in der Musikinstrumentenbranche erarbeitet. Wir sind permanent auf der Suche und in Gesprächen nach bzw. mit potenziellen Vertriebspartnern, deren Marken Erfolg in unseren Absatzmärkten versprechen. Lukrative Vertriebsvereinbarungen, wie mit Blackstar, oder der für das Jahr 2024 anstehenden Kooperation mit dem Gitarrenhersteller LAVA, haben das Potential für weitere Umsatz- und Gewinnsteigerungen. Marktchancen: Genauso wie die Entwicklungen der für uns relevanten Import-Währungen Risken mit sich bringen, können sich daraus auch Chancen ergeben. Insbesondere deutliche Aufwertungen des Euro gegenüber dem US-Dollar und dem Yen würden zu Steigerungen der Rohertragsmarge und somit des Betriebsergebnisses führen. Risikobericht Unsere Risikomanagementaktivitäten haben das Ziel, Risiken zeitnah zu erkennen, sie zu bewerten und zu steuern und potenziell negative Auswirkungen mit zielgerichteten Maßnahmen zu mindern. Das Risikomanagement wird auf höchster Ebene gesteuert, wobei die Beschäftigten der Musik Meyer GmbH dahingehend sensibilisiert wurden, relevante Informationen umgehend der Geschäftsleitung zukommen zu lassen Die für uns aktuell bedeutsamsten Risiken sind nachfolgend aufgeführt: Gesamtwirtschaftliche Risiken: Die Gesamtwirtschaft sieht sich derzeit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die jede für sich, aber insbesondere in ihrer Summe zu einer nachhaltigen Belastung des Wirtschaftswachstums führen können. Gemäß der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 15. Januar 2024 lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % unter dem Vorjahr. Auch für das Jahr 2024 wird, wenn überhaupt, nur von einem marginalen Wirtschaftswachstum ausgegangen. Das Pandemiegeschehen aus den Jahren 2020 bis 2022 ist inzwischen in den Hintergrund geraten. Corona-Fälle werden inzwischen analog denen schwereren Grippe-Erkrankungen behandelt. Inwieweit sich diese "Verharmlosung" gerechtfertigt zeigt, verbleibt abzuwarten. Auch die Lieferketten haben sich wieder stabilisiert. Ungeachtet dessen versuchen westliche Staaten die Abhängigkeiten von Rohstoffen sowie die Lieferungen aus "kritischen" Ländern zu minimieren. Dies wird jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen, so dass wir weiterhin der latenten Gefahr von Lieferengpässen und Rohstoffknappheit ausgesetzt sind. Dies um so mehr, als sich die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und den USA und seinen westlichen Verbündeten durch die Umsetzung und Androhung von Zollbeschränkungen weiter eintrüben. Die Inflation konnte zwischenzeitlich etwas eingedämmt werden, so dass für 2024 Zinssenkungspotential gesehen wird. Ungeachtet dessen dürfte das gegenwärtige Zusammenspiel von hohen Inflationsraten und hohen Zinsen einen negativen Einfluss auf das Konsumverhalten nehmen. Die Welt ist in Aufruhr. Neben dem seit dem Jahr 2022 anhaltenden Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine, kommt es seit Oktober 2023 zu Kriegshandlungen zwischen Israel und der Hamas, welche das Potential haben, die Welt weiter zu spalten. Beschaffungsrisiken: Die von uns vertriebenen Produkte werden überwiegend international produziert und beschafft. Damit wir die geplanten Umsätze realisieren können, müssen die Waren in der vereinbarten Zeit, Menge und Qualität geliefert werden. Durch die Angriffe von Sympathisanten der Hamas auf den Schiffsverkehr durch das Rote Meer waren Reedereien zum Schutze ihrer Beschäftigten gezwungen, Schiffsrouten zu verlegen. Dies hat erneut zu einem erheblichen Anstieg der Frachtraten, mit entsprechenden nachteiligen Auswirkungen geführt. Risiken aus der Unterbrechung von Lieferketten sowie Kostensteigerungen für den Transport sind daher jederzeit denkbar und können unser Betriebsergebnis negativ beeinflussen. Markt- und Branchenrisiken: Vor dem Hintergrund des digitalen Wandels ist der Einzelhandel nachhaltig durch eine Veränderungsdynamik und einen intensiven Wettbewerb geprägt. Ein wesentliches Risiko besteht in der fortschreitenden Verschärfung des Wettbewerbs im digitalen Wandel durch global agierende Online-Händler, dem zunehmend stationäre Musikeinzelhändler zum Opfer fallen. Auch nach Ende der Corona-Restriktionen ist weiterhin eine umfangreiche Verlagerung der Käufe auf dem preisintensiveren Online-Kanal festzustellen. Der anhaltend intensive Kampf um Marktanteile in gesättigten Märkten, bei einem immer kleineren Kreis von Abnehmern, kann zu einem zunehmenden Margendruck führen. Sich veränderte Lifestyle-Trends können, insbesondere bei jüngeren Konsumenten, Branchenrisiken verursachen. Die Herausforderung unserer Branche besteht darin, den Nutzen und den Unterhaltungsfaktor des Musizierens hervorzuheben und als Alternative zur ausschließlich digitalen Freizeitgestaltung zu platzieren. Durch intensive Marktbeobachtung versuchen wir daher Trends frühzeitig zu erkennen. Aufgrund unserer globalen Geschäftstätigkeit sind wir Währungsrisiken ausgesetzt, die sich auf die Entwicklung des Betriebsergebnisses auswirken können. Im operativen Geschäft bestehen Risiken dadurch, dass die Beschaffung und der Verkauf der Waren in unterschiedlichen Währungen und in ungleicher Höhe erfolgen (Transaktionsrisiko). Eine deutliche, anhaltende Abschwächung des Euros gegenüber unseren wesentlichen Einkaufswährungen, dem US-Dollar und dem japanischen Yen, würden negative Auswirkungen auf unser Betriebsergebnis haben, da eine schnelle und ausgleichende Anpassung im Markt nur schwer durchsetzbar ist. Abhängigkeit von Geschäftspartnern: Durch den bereits beschriebenen Verdrängungswettbewerb konzentrieren sich unsere Umsätze auf immer weniger Geschäftspartner, deren Anteil am gesamten Umsatzvolumen der Musik Meyer GmbH stetig ansteigt. Sollte es zu Problemen bei dieser Kundengruppe kommen, sei es intern bzw. in der Geschäftsbeziehung zu uns, könnte dies erhebliche Auswirkungen auf unsere Ertragslage nehmen. Wir pflegen einen fairen Umgang mit unseren Lieferanten. Dies findet grundsätzlich seinen Ausdruck in der Dauerhaftigkeit der Geschäftsbeziehungen. Allerdings können Kündigungen der Vertragsbeziehungen zu starken kurzfristigen, aber auch längerfristigen Beeinträchtigungen unseres Unternehmenserfolges führen. Personalrisiken: Gegenwärtig ist der geschäftliche Erfolg in besonderem Maße von wenigen Führungskräften abhängig. Sollten kurzfristig einer oder mehrere dieser Führungskräfte nicht zur Verfügung stehen, könnte dies den Unternehmenserfolg erheblich beeinträchtigen. Personalrisiken können sich zudem durch Engpässe bei der Personalbeschaffung, einem Fachkräftemangel sowie einer zu hohen Fluktuation ergeben. Wir begegnen diesen Risiken mittels einer vorausschauenden Personalplanung, zielgesteuerten Weiterbildungsmaßnahmen, einer kontinuierlichen Weiterentwicklung des leistungsgerechten Vergütungssystems sowie flexibler Arbeitszeitmodelle für eine höhere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Die anstehende Digitalisierung unserer Personalprozesse birgt Risiken aus der Verarbeitung personenbezogener Daten. Die Musik Meyer GmbH ist sich seiner Verantwortung bei der Verarbeitung dieser Daten bewusst. Die Risiken werden durch den firmenseitig berufenen Datenschutzbeauftragten gesteuert. Neben der Sicherheit unserer Produkte hat der Schutz unserer Mitarbeiter und der Umwelt eine hohe Priorität. Finanzrisiken: In den vergangenen Jahren waren Zahlungsausfälle eines oder mehrerer Kunden für uns gut beherrschbar. In akuten Krisenzeiten ist allerdings nicht auszuschließen, dass auch größere Kunden in Schieflage geraten, deren Ausfall unmittelbaren Einfluss auf unsere Ertrags- und Finanzlage haben könnte. Kunden mit bislang unauffälligen Zahlungsverhalten, die unverschuldet in Notlage geraten sind, stehen wir hilfreich zur Seite und unterstützen sie bei Bedarf auch mit Zahlungszielverlängerungen. Konstruktive Unterstützung bietet dabei unser seit Jahren bewährtes Bonitätsüberwachungssystem. Dieses bewertet das Zahlungsverhalten unserer Kunden und ermöglicht es unserem geschulten Personal bei Bedarf proaktiv zu handeln. Kreditlimits und Zahlungsbedingungen sind im ERP-System implementiert und sorgen so automatisiert für eine Risikominimierung, wobei dies durch das eingesetzte Forderungsmanagement überwacht wird. Hinzu verfügen wir über ein funktionierendes und modernes Mahnwesen und bedienen uns zusätzlich bei der Beitreibung von Forderungen aller außergerichtlichen wie auch gerichtlichen Mittel. IT-Risiken: Effiziente Prozesse und ein reibungsloser Geschäftsablauf sind in starkem Maße von einer leistungsstarken, konzernweit einheitlichen und sicheren IT-Infrastruktur abhängig. Schwerwiegende Ausfälle der IT-Systeme können wesentliche Geschäftsunterbrechungen zur Folge haben. Zudem können Cyberangriffe zu erheblichen Systemunterbrechungen, dem Verlust vertraulicher Daten und infolgedessen zu Reputationsschäden sowie Haftungsansprüchen führen. Um diese Risiken zu verringern, werden durch die IT-Abteilung regelmäßig vorbeugende Systemwartungen und Sicherheitsüberprüfungen durchgeführt, mehrstufige Sicherheits- und Antivirenkonzepte implementiert und stellenbezogene Zugriffsrechte vergeben. Darüber hinaus sollen Zugangskontrollsysteme, eine tägliche Sicherung der Daten des konzernweiten ERP-Systems, eine unabhängige Energieversorgung die IT- Sicherheit im Betrieb erhöhen. Steuerliche Risiken: Die Musik Meyer GmbH hat für abschätzbare steuerliche Risiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeit überwiegend wahrscheinlich ist, entsprechende Rückstellungen passiviert. Zu Spezialthemen werden Experten herangezogen. Ihre Expertisen werden im Rechnungswesen überprüft und die Ergebnisse anschließend entsprechend berücksichtigt. Darüber hinaus können sich im Ergebnis laufender und künftiger Betriebsprüfungen weitere Zahlungsverpflichtungen ergeben, deren Höhe aber nicht verlässlich geschätzt werden kann. Die Vermögenslage des Unternehmens macht dieses Risiko aber überschaubar. Gesamtbild der Risikolage: Gegen branchenübliche Bestandsrisiken ist die Musik Meyer GmbH durch Sach- Betriebs-, Haftpflicht sowie Transportversicherungen abgesichert. Risiken, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.
Marburg, den 12. August 2024 Matthias Meyer Jörg Pfob Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Musik Meyer GmbH, Marburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Musik Meyer GmbH, Marburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Musik Meyer GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen und Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 27. August 2024 WP
Mittelstand AG
Frank Heerdt, Diplom-Ökonom, Wirtschaftsprüfer Dirk Weber, Diplom-Kaufmann, Wirtschaftsprüfer |
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