KNAPP Smart Solutions GmbHLiquidiert

Uferstraße 10, 45881 Gelsenkirchen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Gelsenkirchen HRB 2709
Vorher
APOSTORE GmbH
Eingetragen
30.11.2000
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von orthopädischen Erzeugnissen
Gegenstand
Planung, Entwicklung, Herstellung, Projektierung und Lieferung vollautomatischer Kommissionierlager für freie Apotheken

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christopher Thielen
seit 5.5.2020
Geschäftsführer
Christian Bauer
seit 25.2.2016
Geschäftsführer
Carsten Custodis
seit 30.5.2011
Prokura
Frank Steinfort
seit 30.5.2011
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KNAPP Smart Solutions GmbH (vormals: APOSTORE GmbH)

Gelsenkirchen

Jahresabschluss zum 31. März 2021

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020/21

KNAPP SMART SOLUTIONS GMBH

(VORMALS: APOSTORE GMBH)

Grundlagen der Gesellschaft

Die KNAPP Smart Solutions GmbH (kurz: KSO GmbH) mit Sitz in Gelsenkirchen entwickelt, produziert und vertreibt automatische Lager- und Kommissioniersysteme für Kleinteile. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Handhabung von Medikamentenpackungen in Apotheken, Krankenhäusern und im Apothekengroßhandel. Alleiniger Gesellschafter ist die KHT Kommissionier- und Handhabungstechnik GmbH (kurz: KHT GmbH) ebenfalls mit Sitz in Gelsenkirchen. Seit dem Jahr 2014 ist die Knapp AG, Graz, strategischer Partner und mittelbarer Anteilseigner der KSO GmbH. Mit Wirkung zum 01.01.2018 hat die Knapp AG, Graz, 100 % der Anteile an der KHT GmbH und damit auch mittelbar an der KSO GmbH erworben. Die Knapp AG, ein internationaler Spezialist für Lagerautomatisierung und Intralogistik, wird den bereits eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen und das wachsende Geschäft mit dem Apothekengroßhandel ausbauen, weitere Auslandsmärkte erschließen sowie in die Entwicklung neuer Produkte und Geschäftsfelder investieren. Dabei werden die Innovationen aus dem Apothekengroßhandel und den neuen Geschäftsfeldern auch jedem Einzelnen unserer Apothekenkunden zu Gute kommen.

Um dem bereits in den vergangenen Jahren stetig vergrößerten Produktspektrum und den neu erschlossenen Geschäftsfeldern auch organisatorisch Rechnung zu tragen, hat die Gesellschafterversammlung am 31.03.2021 die Umbenennung der APOSTORE GmbH in die KNAPP Smart Solutions GmbH beschlossen.

Da es sich um eine reine Umbenennung handelt, bleiben der Rechtsträger und die Geschäftsleitung unverändert. Umsatzsteuer-ID-Nummer, Handelsregisternummer, Betriebsnummer sowie alle bestehenden Vereinbarungen und Verträge behalten ebenfalls ihre Gültigkeit.

Der Name "Apostore" bleibt als starke Marke und als Geschäftsfeld für unsere Produkte, Lösungen und Services im Apotheken- und Krankenhausbereich erhalten. Auf der Bekanntheit der Marke und der Apostore-Kompetenz bauen wir auf und lassen neue Erfahrungen sowie Impulse aus den anderen Industrie- und Handelszweigen in den Gesundheitsbereich einfließen.

Auch alle weiteren Aktivitäten werden wir künftig in einzelne Geschäftsfelder strukturieren. So werden alle Automaten für den Apothekengroßhandel - die wir im Verbund mit der Knapp AG vertreiben - unter der Marke "Knappstore" zusammengefasst. Im Bereich "Industore" sind dann unsere Automatisierungslösungen für die Industrie angesiedelt. Die Produkte am Point of Sale für die verschiedenen Handelsbereiche laufen unter der Marke "Retail CX".

Diese Geschäftsfelder sind nun künftig unter dem Dach der Knapp Smart Solutions GmbH gebündelt. Das Zusammenspiel der einzelnen Geschäftsfelder ermöglicht uns Innovationen, Perspektive und Sicherheit für alle unsere Kunden und das gesamte Unternehmen.

Gesamtwirtschaftsentwicklung

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist gemäß dem Statistischen Bundesamt (Destatis) im 1. Quartal 2021 gegenüber dem 4. Quartal 2020 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 1,7% gesunken. Gegenüber dem 1. Quartal 2020 betrug der Rückgang preis- und kalenderbereinigt 3,0%. Nachdem sich die deutsche Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2020 zunächst etwas erholt hatte (nach neuesten Berechnungen von Ende April 2021 um +8,7% im 3. Quartal und +0,5% im 4. Quartal gegenüber dem jeweiligen Vorquartal), führten die Coronakrise und ein damit zusammenhängender erneuter Lockdown zum Jahresbeginn 2021 zu einem erneuten Rückgang der Wirtschaftsleistung. Davon war besonders der private Konsum betroffen, während die Industrieproduktion und Warenexporte die Wirtschaft stützten. Darüber hinaus bremsen gemäß Destatis die aktuelle Rohstoffknappheit und die damit verbundenen Preissteigerungen eine schnelle wirtschaftliche Erholung in der Industrie. Gegenüber März 2020 verteuerten sich vor allem Kupfer (+53,8%), Eisenerze (+51,6%), Nicht-Eisen-Metallerze (+37,2%) sowie Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (+17,8%) deutlich. Hauptgrund für den starken Anstieg der Preise dürfte die hohe weltweite Nachfrage sein. Insbesondere die Verteuerung von Eisenerz wirkt sich in der Folge auf die Preisentwicklung für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen aus. Dennoch gibt es auch Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung. So erhöhte sich laut Destatis der Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe im März 2021 real (preisbereinigt) um 3,0% gegenüber dem Vormonat (saison- und kalenderbereinigt). Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie in Deutschland, war der Auftragseingang saison- und kalenderbereinigt um 9,1% höher. Sowohl die Aufträge aus dem Inland (+4,9%) als auch die Auslandsaufträge (+1,6%) trugen zum Wachstum bei. Bei Letzteren nahmen insbesondere die Aufträge aus dem Nicht-EU-Ausland zu, um 2,2% gegenüber dem Vormonat.

Branchenentwicklung

Die seit nunmehr über einem Jahr anhaltende Corona-Pandemie hat auch die Geschäftsentwicklung der Apotheken beeinflusst. Herrschte zu Beginn der Krise noch eine große Unsicherheit in der Apothekenwelt, hat sich mittlerweile die Stimmung deutlich gebessert. So beurteilten laut einer Umfrage des Instituts für Handelsforschung, Köln, die Apotheken ihre aktuelle Geschäftslage im Juni 2020 mit nur 57,6 Index-Punkte deutlich negativ. Aktuell liegt dieser Index im Juni 2021 bei 92,3 Index-Punkten, eine Steigerung um 34,7 Index-Punkte. Auch für die kommenden 12 Monate geht die Mehrheit der Apotheken in Deutschland weiterhin von einer stabilen oder sich weiter bessernden Geschäftsentwicklung aus.

Grundsätzlich hat die Corona-Krise in allen Wirtschaftsbereichen zu einer zunehmenden Digitalisierung geführt. Im Apothekenmarkt steht dabei vor allem die Einführung des elektronischen Rezepts (e-Rezept) im Fokus. In der oben genannten Umfrage schätzen daher 96% der befragten Apotheker, dass damit das Thema "Digitale Präsenz und digitale Services" in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen wird.

Auch die Industrie fragt zunehmend die Digitalisierung und Automatisierung der Prozesse in der Lagerlogistik nach. Aber vor allem der stationäre Handel sucht nach digitalen und automatisierten Lösungen, die einen kontaktlosen Einkauf am Point of Sale rund um die Uhr in Verbindung mit "Click and Collect"-Applikationen ermöglichen.

Für all diese Bereiche kann die KSO GmbH bereits passende Systeme anbieten. Zusätzlich wird das bestehende Produktportfolio der automatisierten digitalen Lösungen stetig weiterentwickelt.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die Corona-Krise hat auch bei der KSO GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr Spuren hinterlassen. So wurde die Neukundenakquise durch die Pandemie deutlich ausgebremst. Auch die Auftragsabwicklung besonders im Ausland war durch die Reisebeschränkungen immer wieder problematisch, was zu starken Verzögerungen und Umsatzverschiebungen bzw. teilweise auch Umsatzverlusten geführt hat. Die Unterbrechung des Baustellenbetriebs war jedoch im Wesentlichen auf die erste Phase der Pandemie zu Beginn des Geschäftsjahres beschränkt. Um die Auswirkung erforderlicher Stillstände auf den Projektverlauf zu minimieren, wurden entsprechende Strategien entwickelt, diese Ausfallszeiten aufzuholen. Zusätzlich konnte durch die Umsetzung des Kurzarbeitsmodells im ersten Quartal unseres Geschäftsjahres die Produktion durchgehend aufrechterhalten und Verluste reduziert werden.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Trotz der Corona bedingten Umsatzausfälle konnte die KSO GmbH im Geschäftsjahr 2020/21 das Niveau der Gesamtleistung des Vorjahres mit rund 19,9 Mio. Euro erneut erreichen. Der geplante deutliche Umsatzzuwachs blieb jedoch aus.

Durch die Reisebeschränkungen waren vor allem die Umsatzerlöse im Auslandsgeschäft deutlich rückläufig. Auch die zeitliche Verschiebung zahlreicher Aufträge führte zu Umsatzverlusten. Ausgeglichen wurden diese Rückgänge durch das stark gestiegene Volumen der fertigen und angearbeiteten, aber noch nicht abgeschlossenen Aufträge. Zusätzlich profitierte die KSO GmbH von dem durch die zunehmende Anlagenpopulation stetig steigenden Servicegeschäft. Auch die Umsätze in den neuen Geschäftsfeldern trugen maßgeblich dazu bei, die Gesamtleistung insgesamt auf dem Vorjahresniveau zu halten. Hier zahlten sich die bereits in der Vergangenheit begonnenen Investitionen in die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen aus.

Durch die fehlenden Margen aus den zeitlich verschobenen Aufträgen sank der erwirtschaftete betriebliche Rohertrag im Vergleich zum Jahr 2019/20 um 0,4 Mio. Euro auf nun rd. 10,3 Mio. Euro.

Zur Realisierung der angestrebten Wachstumsziele und der Entwicklung der neuen Geschäftsfelder hat die KSO GmbH bereits in der Vergangenheit strukturelle Investitionen - auch in die personellen Ressourcen - eingeleitet. Angesichts der Corona-Pandemie wurden zunächst nur noch die zu Beginn der Krise bereits vertraglich fixierten Neueinstellungen vorgenommen und andere zeitlich nach hinten verschoben. Dadurch konnte, zusammen mit der Umsetzung der Kurzarbeit für ein Quartal, der eigentlich geplante deutliche Anstieg der Personalkosten auf nur 0,3 Mio. Euro begrenzt werden. Dies entspricht einem Zuwachs um knapp 5% auf 6,9 Mio. Euro in dem abgelaufenen Geschäftsjahr.

Während die Kosten für Abschreibungen durch die in der Vergangenheit getätigten sowie fest eingeplanten Investitionen in 2020/21 weiter leicht gestiegen sind, konnte die KSO GmbH die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf rd. 3,6 Mio. Euro begrenzen und dadurch Kosteneinsparungen in Höhe von 0,5 Mio. Euro (-12%) gegenüber dem Vorjahr realisieren. Neben einem intensiven Kostenmanagement haben sicher auch die Corona bedingten Absagen zahlreicher Messen und Veranstaltungen dazu beigetragen. Dennoch haben wir die Marktbearbeitung - sowohl in den etablierten als auch in den neuen Geschäftsfeldern - durch die intensive Nutzung von Online-Veranstaltungen und der Sozialen Medien weiter vorangetrieben.

Insgesamt konnten diese Kosteneinsparungen die mit den schwierigen Rahmenbedingungen verbundenen Umsatzverluste nicht vollständig kompensieren. Daher schloss die KSO GmbH das Geschäftsjahr zum 31.03.2021 mit einem leichten Jahresfehlbetrag in Höhe von rund - 0,1 Mio. Euro ab. Eine Reduzierung im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von 0,3 Mio. Euro.

Der Wert des Anlagevermögens lag zum 31.03.2021 bei rund 0,5 Mio. Euro und hat sich gegenüber dem 31.03.2020 durch die getätigten Investitionen um 0,2 Mio. Euro erhöht. Hingegen sind die Vorräte im Vergleich zum Vorjahr von 3,4 Mio. Euro auf 2,9 Mio. Euro gesunken. Darin enthalten sind jedoch die offen abgesetzten erhaltenen Anzahlungen, die sich um 1,9 Mio. Euro gegenüber 2019/20 auf 2,6 Mio. Euro erhöht haben. Bezogen auf den reinen Vorratsbestand ergibt sich eine Erhöhung um 1,4 Mio. Euro, die sich im Wesentlichen auf die Fertigprodukte und Halbfertigprodukte bezieht. Diese Erhöhungen entstanden durch das enorme Volumen an angearbeiteten Aufträgen zum 31.03.2021.

Die Bilanzsumme liegt nun bei 6,4 Mio. Euro - eine Bilanzverlängerung um rund 0,7 Mio. Euro im Vergleich zum Jahr 2019/20.

Risiken für die zukünftige Entwicklung

Eigentlich schienen die unmittelbaren Risiken aus der Corona-Pandemie wie Krankheitsfälle in der Belegschaft oder Reise- und Zugangsbeschränkungen zu Baustellen in den letzten Wochen durch die etablierten Maßnahmen wie regelmäßige Schnelltests, Masken und Hygieneregeln - die wir im Unternehmen konsequent umgesetzt haben - weitgehend überwunden. Doch die in jüngster Zeit aufkommenden Virus-Varianten und die damit einhergehenden aktuellen Beschränkungen wie z.B. Quarantänepflichten für Reiserückkehrer lassen auch künftige negative Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung befürchten. Wir gehen jedoch davon aus, dass, beispielsweise durch die laufenden Impfprogramme, die nun auch Impfungen von Menschen mit einem Alter von unter 60 Jahren ermöglichen, diese Risiken die wirtschaftlichen Ergebnisse im Jahr 2021/22 nur gering beeinflussen werden. Es bleibt jedoch weiterhin ein gewisses Risiko weiterer Coronawellen im Herbst und Winter dieses Jahres.

Ein größeres Risiko für die künftige Entwicklung der KSO GmbH liegt mittlerweile vor allem in den indirekten Auswirkungen der Corona-Pandemie. Wesentlich für unsere Gesellschaft ist dabei insbesondere die zurzeit herrschende weltweite Rohstoffknappheit und die damit verbundenen Lieferengpässe und -verzögerungen sowie das enorm steigende Preisniveau. Einkaufsseitig haben wir daher bereits unsere Maßnahmen wie die Etablierung neuer Lieferanten, konzernweite Bündelung von Einkaufsvolumina und Global Sourcing ausgeweitet. Dennoch werden wir vertriebliche Preiserhöhungen wahrscheinlich nicht vermeiden können.

Wir gehen davon aus, dass sich der ohnehin schon intensive Wettbewerb auf dem deutschen und europäischen Markt für Kommissionierautomaten damit weiter verschärfen wird. Dennoch sind wir davon überzeugt, dass der Trend zur Automatisierung der Lagerhaltung auch in den Apotheken grundsätzlich auf lange Sicht weiter anhält. Darüber hinaus ist die KSO GmbH durch die Diversifizierung in die verschiedenen Geschäftsfelder im Wettbewerbsumfeld gut aufgestellt.

Zukünftige Entwicklung des Unternehmens

Neben all den Herausforderungen und Beschränkungen hat die Coronakrise aber auch die Digitalisierung der Wirtschaft allgemein stark vorangetrieben. Laut einer Umfrage des Instituts für Handelsforschung, Köln, im Juni 2021 sehen 74% der Apotheken einen Nachholbedarf im Bereich der Digitalisierung, aber erst 36% geben an, bereits in die Digitalisierung investiert zu haben. Die Digitalisierung der Apotheken wird also weiter fortschreiten und die KSO GmbH unterstützt ihre Kunden dabei mit den passenden digitalen Lösungen.

So haben wir auf die neuen coronabedingten Anforderungen in den Apotheken zur Einhaltung von Landesvorgaben zu Hygiene- und Infektionsstandards reagiert und den "Digital Butler" entwickelt. Angesichts der aktuellen Abstandsregeln, die das öffentliche Leben begleiten, regelt die digitale Stele die Einlasskontrollen und die Wartekommunikation in den Apotheken. Andere digitale Lösungen wie Beratungsterminals oder unsere virtuelle Sichtwahl "ApoScreen" gehören schon länger zum Produktportfolio der KSO GmbH. Diese ermöglichen eine digitale Unterstützung der "customer journey", die dem Kunden interaktiv zusätzliche Hintergrundinformationen, Kaufangebote, Beratung und Cross-Sellings zu den einzelnen Medikamenten liefern. Hinzu kommen die aktuellen Neuentwicklungen wie das 24/7-Einkaufsterminal sowie die App für Online-Bestellungen über Smartphone und Internet. Dadurch stehen Apotheken und Einzelhandel ihren Kunden nun auch außerhalb der Öffnungszeiten rund um die Uhr zur Verfügung.

Aber auch in unseren anderen Geschäftsfeldern Industrie und Handel spüren wir eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Digitalisierung und Automatisierung der Logistikprozesse und am Point of Sale. Im Industriebereich haben wir mit unserem automatischen Kommissioniersystem "Industore" schon länger passende Lösungen für verschiedenen Branchen etabliert. Diese gilt es künftig auch auf weitere Industriezweige auszuweiten. Im Bereich unserer Automatenlösungen für den Einzelhandel haben wir erste Referenz-Projekte bereits erfolgreich abgeschlossen. Hier werden wir im kommenden Geschäftsjahr unser Produktportfolio konsequent weiter ausbauen, um das enorme Potential dieses Marktes zu nutzen. Durch die lange Laufzeit der Projekte und die erforderlichen Neu- und Weiterentwicklungen erwarten wir in diesem Bereich daher mittelfristig ein hohes Umsatzwachstum.

Als Teil der Unternehmensgruppe der Knapp AG, Graz, wird die KSO GmbH, nicht nur durch Kapital für die erforderlichen Investitionen, sondern auch durch den Zugang zu neuen Märkten und durch die gemeinsame Entwicklung neuer Produkte und Technologien nachhaltig unterstützt. Dadurch kann voraussichtlich das angestrebte Wachstum - trotz der Belastungen durch die Corona-Pandemie - realisiert werden. Abstriche im Tempo und Umfang dieses Wachstums sind jedoch unumgänglich. Die Knapp AG ist aber ein zuverlässiger Partner, der sich auch durch kurzzeitig schwächere Ergebnisse nicht von der eingeschlagenen Wachstums- und Innovationsstrategie abbringen lässt. Der Standort Gelsenkirchen wird dabei weiter ausgebaut und ist ein zunehmend wichtiger Partner innerhalb der Knapp-Unternehmensgruppe.

Auch im kommenden Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022 wird die KSO GmbH den eingeschlagenen strategischen Kurs weiter fortsetzen. Dabei werden wir die Digitalisierung der Apotheken durch die Entwicklung weiterer innovativer Produkte als zuverlässiger Partner umfassend begleiten. Auch die Diversifizierung auf verschiedene Branchen und auf unterschiedliche Märkte im In- und Ausland wird die KSO GmbH weiter vorantreiben und so Absatzschwankungen in einzelnen Bereichen künftig besser ausgleichen können. Die erforderlichen Investitionen zur Umsetzung dieser Maßnahmen sind fest eingeplant und in Teilen bereits eingeleitet. Zusammen mit den Risiken der Corona-Krise werden diese Investitionen die wirtschaftlichen Ergebnisse der Gesellschaft zwar auch in der nahen Zukunft belasten, aber grundsätzlich ist die KSO GmbH für die Zeit nach Corona gut gerüstet.

Für das Geschäftsjahr 2021/2022 gehen wir von einer deutlichen Umsatzsteigerung aus. Aufgrund der aktuellen, weltweiten Engpässe in der Materialversorgung und den enormen Materialpreissteigerungen erwarten wir dennoch nur ein ausgeglichenes Ergebnis für das laufende Geschäftsjahr.

 

Gelsenkirchen, 30. Juni 2021

KNAPP Smart Solutions GmbH

vertreten durch

gez. Christian Bauer, Geschäftsführer

gez. Christopher Thielen, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. MÄRZ 2021

KNAPP SMART SOLUTIONS GMBH (VORMALS: APOSTORE GMBH), GELSENKIRCHEN

AKTIVA

31.3.2021
Vorjahr
A. ANLAGEVERMÖGEN 485.687,43 309.378,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 174.515,43 86.732,00
II. Sachanlagen 311.172,00 222.646,00
1. Technische Anlagen und Maschinen 71.818,00 21.968,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 210.684,00 200.678,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.670,00 0,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 5.806.505,15 5.257.504,45
I. Vorräte 2.859.356,01 3.365.408,64
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.929.212,99 1.444.335,11
- davon gegen verbundene Unternehmen: € 1.817.899,78 (Vorjahr: € 533.565,72)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 17.936,15 447.760,70
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 102.391,12 94.241,39
6.394.583,70 5.661.123,84

PASSIVA

31.3.2021
Vorjahr
A. EIGENKAPITAL 170.625,00 287.200,08
I. Gezeichnetes Kapital 350.000,00 350.000,00
II. Kapitalrücklage 405.552,23 405.552,23
III. Gewinnrücklagen 344.447,77 344.447,77
IV. Bilanzverlust -929.375,00 -812.799,92
B. RÜCKSTELLUNGEN 720.990,00 704.520,00
C. VERBINDLICHKEITEN 5.303.069,57 4.510.285,64
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen: € 3.736.174,40 (Vorjahr: € 3.532.921,29)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 199.899,13 159.118,12
6.394.583,70 5.661.123,84

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. APRIL 2020 BIS 31. MÄRZ 2021

Geschäftsjahr 2020/21
Vorjahr
1. Rohergebnis 10.556.100,51 10.965.159,89
2. Personalaufwand -6.932.864,18 -6.626.702,93
a) Löhne und Gehälter -5.800.860,10 -5.564.096,97
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.132.004,08 -1.062.605,96
3. Abschreibungen -140.211,76 -118.778,89
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.558.132,47 -4.034.119,13
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 438,12 918,28
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -41.905,30 -23.078,55
7. Ergebnis nach Steuern -116.575,08 163.398,67
8. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -116.575,08 163.398,67
9. Verlustvortrag -812.799,92 -976.198,59
10. Bilanzverlust -929.375,00 -812.799,92

ANHANG 2020/21

KNAPP SMART SOLUTIONS GMBH (VORMALS: APOSTORE GMBH)

GELSENKIRCHEN

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die KNAPP Smart Solutions GmbH (vormals: APOSTORE GmbH) hat ihren Sitz in Gelsenkirchen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gelsenkirchen unter HRB 2709 eingetragen. Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 31. März 2021 wurde die Änderung der Firma der Gesellschaft in KNAPP Smart Solutions GmbH beschlossen. Die Änderung wurde am 16. April 2021 beim Amtsgericht Gelsenkirchen.

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 266 sowie 275 Abs. 2 HGB. Von größenabhängigen Erleichterungen wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Der Jahresabschluss zum 31. März 2021 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und den ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die dem Jahresabschluss zugrundeliegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert zum Vorjahr angewendet.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung der Vermögens- und Schuldposten erfolgt nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den Vorschriften der §§ 252 bis 256a HGB.

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgte unverändert zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen der Vermögensgegenstände erfolgten linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 € und 1.000,00 € werden in Anlehnung an § 6 Abs. 2a EStG in einem Sammelposten zusammengefasst, der mit 20 % p.a. aufgelöst wird. Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht erforderlich.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten einschl. Anschaffungsnebenkosten, die fertigen und unfertigen Erzeugnisse zu Material- und Lohneinzelkosten sowie angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten nach dem Grad der Fertigstellung bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel sind mit dem Nominalwert bilanziert. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen gebildet.

Die aktiven / passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben / Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand / Ertrag für das folgende Geschäftsjahr darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe desjenigen Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und Vorsicht zur Abgeltung ungewisser Verbindlichkeiten erforderlich sein wird.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020/21 ist aus dem Anlagenachweis auf Blatt 6 ersichtlich.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Darin enthalten sind Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von 1.015 T€ (Vj.: 172 T€).

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich im Wesentlichen aus Umsatzsteuererstattungsansprüchen, Reisekostendauervorschüssen, Mietkautionen und debitorischen Kreditoren zusammen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen vorausgezahlte Werbekosten, Versicherungsprämien und Wartungskosten für EDV.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Personalkosten, Gewährleistungen, ausstehende Belastungen sowie Jahresabschluss- und Steuerberatungskosten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um eine kurzfristige Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Knapp AG in Höhe von 3.050 T€ (Vj.: 3.100 T€) sowie Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 447 T€ (Vj.: 310 T€).

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehalt, Lohnsteuer und Sozialabgaben sowie einem Darlehen zusammen.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen bereits vereinnahmte Zahlungen aus Service- und Wartungsverträgen für das Kalenderjahr 2021.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft entwickelt, produziert, vertreibt und installiert Kommissionierautomaten für Apotheken und Kliniken und bietet Hotlineservice und Wartung für diese Anlagen. Die Produktion erfolgt auftragsbezogen, der Vertrieb europaweit und in einzelnen außereuropäischen Staaten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der privaten PKW Nutzung sowie die Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen. Zudem sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1 T€ (Vj.: 0 T€) enthalten.

Der Personalaufwand enthält unter den Aufwendungen für soziale Abgaben und Altersversorgung und für Unterstützung Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 3 T€ (Vj.: 3 T€).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 0 T€ (Vj.: 1 T€) enthalten.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten an verbundene Unternehmen geleistete Zinsen in Höhe von 39 T€ (Vj.: 20 T€).

Sonstige Angaben

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen (rd. 247 T€ p.a.).

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer beträgt im Geschäftsjahr 2020/21 112 Personen. Davon sind 85 Angestellte und 27 gewerbliche Mitarbeiter.

Geschäftsführer

Herr Christian Bauer, Pilsbach/Österreich

Herr Christopher Thielen, Adenau/Deutschland (seit 01.04.2020)

Auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Knapp AG, Graz/Österreich, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Firmenbuch veröffentlicht.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Zur Änderung der Firma nach dem Schluss des Geschäftsjahres wird auf die Allgemeinen Angaben zum Unternehmen verwiesen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres ereignet haben, sind nicht vorgefallen.

 

Gelsenkirchen, 30. Juni 2021

KNAPP Smart Solutions GmbH

vertreten durch

gez. Christian Bauer, Geschäftsführer

gez. Christopher Thielen, Geschäftsführer

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.04.2020
Zugänge
Abgänge
31.03.2021
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 603.513,46 155.082,11 0,00 758.595,57
II. Sachanlagen
1 Technische Anlagen und Maschinen 48.409,57 58.570,00 0,00 106.979,57
2 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 391.665,13 76.844,08 39.705,88 428.803,33
3 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 28.670,00 0,00 28.670,00
440.074,70 164.084,08 39.705,88 564.452,90
1.043.588,16 319.166,19 39.705,88 1.323.048,47
Abschreibungen
01.04.2020
Zugänge
Abgänge
31.03.2021
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 516.781,46 67.298,68 0,00 584.080,14
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 26.441,57 8.720,00 0,00 35.161,57
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 190.987,13 64.193,08 37.060,88 218.119,33
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
217.428,70 72.913,08 37.060,88 253.280,90
734.210,16 140.211,76 37.060,88 837.361,04
Nettobuchwerte
31.03.2021
31.03.2020
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 174.515,43 86.732,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 71.818,00 21.968,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 210.684,00 200.678,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.670,00 0,00
311.172,00 222.646,00
485.687,43 309.378,00

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die KNAPP Smart Solutions GmbH (vormals: APOSTORE GmbH)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KNAPP Smart Solutions GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KNAPP Smart Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Wuppertal, den 25. November 2021

Breidenbach und Partner PartG mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Paglia, Wirtschaftsprüfer

Wendlandt, Wirtschaftsprüfer

WEITERE UNTERLAGEN

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.01.2022 festgestellt.

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