ASX Application Solution Experts GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Erik Seidenspinner seit 4.3.2024 | Prokura |
Gunter Alfred Seidenspinner seit 13.4.2022 | Prokura |
Sven Seidenspinner seit 13.4.2022 | Geschäftsführer |
Erhard Tyart seit 16.9.2005 | Geschäftsführer |
Peter Georgens seit 16.9.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 33.33% | |
| 33.33% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 60.00% | |
| 60.00% | |
| 60.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ASS Elektronik GmbHGrünstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für 2023Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen Wir sind ein Dienstleister im Bereich der labordiagnostischen Medizintechnik und spezialisiert auf die Instandsetzung und Wartung von elektronischen und elektromechanischen Baugruppen, In-Vitro-Diagnostik-Laborgeräten sowie die Entwicklung von Laborzubehör, automatisierten Prüfhilfsmitteln und elektromechanischen Komponenten und Systemen. Logistik- und Warenwirtschaftsdienstleistungen flankieren unsere Kerntätigkeit. Branchenüblich sind wir nach DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 13485 zertifiziert. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Laut BMWK Jahreswirtschaftsbericht konnte in Deutschland im Jahr 2023 ein Rückgang der Wirtschaftsleistung von 0,3 % gemessen am BIP (preisbereinigt) verzeichnet werden, nachdem das Wachstum 2022 mit 1,9 % (preisbereinigt) angegeben wurde. Damit liegt die wirtschaftliche Entwicklung für 2023 erneut unter dem des Vorjahres. Im Bereich elektronischer Bauteile und Ersatzteile, aber auch Baustoffen sind die Beeinträchtigungen in den Lieferketten nicht mehr in der gleichen Intensität zu verzeichnen wie im Vorjahr, jedoch ist vereinzelt weiterhin mit längeren Lieferzeiten sowie teilweise erhöhten Preisen zu rechnen. Die Herbstprojektion 2024 wird laut BMWK mit 0,2% Rückgang angegeben. Die prognostizierte Inflation für 2024 wird mit 2,8 % angegeben, und damit niedriger als die im Herbst 2023 ermittelte Inflation, welche im Bereich von 3,2 bis 3,7 % verortet ist. Branchenentwicklung Laut Bericht des Branchenverbandes BVMed ist für die Gesundheitswirtschaft 2023 ein Umsatzwachstum von 4,8 % zu verzeichnen. Insgesamt steht die Branche jedoch unter einem gestiegenen Kostendruck sowie steigenden Anforderungen, vor allem seitens der Medical Device Regulation (MDR). Geschäftsverlauf, Umsatz und Auftragsentwicklung Die ASS Elektronik GmbH hat die umsatzgenerierenden Geschäftstätigkeiten in folgende Bereiche strukturiert: "Produktion und Support", "Instandhaltung Systeme", "Instandhaltung Komponenten", "Entwicklung" und "Lagerlogistik". 1. Produktion/Support: Einer der Umsatzträger dieses Bereichs ist die Veredelung von Probenträgern mit 1,77 Mio. € Umsatz und damit nahezu gleichbleibend gegenüber dem Vorjahr. Der im Vorjahr erwartete Rückgang in diesem Bereich ist damit nicht eingetreten. Die technischen und kaufmännischen Prozesse hierzu sind bestens etabliert und verschlankt, die Reklamationsrate nahezu Null. Der Verkauf von Neu- und Handelsware und eigenproduzierter Ware konnte auf 2,6 Mio. € (Vj. 2,5 Mio. €) erneut ausgeweitet werden. Hierzu tragen überwiegend die in Vorjahren neu eingeführten Wasseraufbereitungsanlagen bei, welche sich im Markt etabliert haben und durch ausgeweitete Service-Aktivitäten betreut werden. Für das nächste Jahr erwarten wir aufgrund der abzusehenden Auftragslage einen Anstieg der Ergebnisse, da Anstiege beim Verkauf von Wasseranlagen als auch der Veredelung der Probenträger prognostiziert werden. 2. Instandhaltung Systeme: Das Segment "Instandsetzung von Komplettsystemen" inklusive Vor-Ort-Service erzielte im Berichtszeitraum einen Umsatz von 2,1 Mio. € (2022: 2,5 Mio. €). Dies ist weniger als das im letzten Bericht erwartete Ergebnis. Im Ausblick auf 2024 ist mit einer Stabilisierung des Umsatzniveaus zu rechnen, da der Modellwechsel der betreuten Systeme dann weitgehend abgeschlossen ist und wieder mit gebrauchten Systemen im Kreislauf zu rechnen ist. 3. Instandsetzung Komponenten: Der Vorjahresumsatz konnte um 14% gesteigert werden und beträgt 2023 ca. 4,5 Mio. € (Vj. 3,9 Mio. €). Die Erwartungen für 2023 konnten damit gegenüber dem im letzten Bericht prognostizierten Verlauf übertroffen werden, in dem ein insgesamt gleichbleibender Umsatz über den Jahresverlauf 2023 prognostiziert wurde. Die Dienstleistung der PCB-Überprüfung hat sich im Bereich als feste Nische etabliert und erreicht 361 T€ Umsatz, nach 280 T€ im Vorjahr. Hier zeigen sich erstmals die Wirksamkeit der umgesetzten Prozessverbesserungen. Mit weiteren positiven Auswirkungen auf den Umsatz ist im Jahr 2024 zu rechnen. Insgesamt rechnen wir für diesen Bereich auch 2024 mit einer Umsatzausweitung, da das Portfolio sukzessive erweitert wird. 4. Lager/Logistik: Die Lagerkapazität war nahezu komplett ausgelastet. Der Umsatz betrug im Berichtszeitraum 299 T€ und damit gleich zum Vorjahreszeitraum. Da hier langfristige Preise ausgehandelt wurden, ist hier nicht mit weiterem Wachstum zu rechnen. 5. Entwicklung: Die Entwicklungstätigkeit fokussiert sich weiterhin auf die Test- und Prüfsysteme, welche für den internen Einsatz in der Instandsetzung benötigt werden, sowie die Weiterentwicklung der Codiersysteme. Unterstützung wird außerdem bei der Einführung neuer Produktionssystem im Bereich Etikettendruck und -prüfung geleistet, welche im Jahr 2024 zu weiteren Prozessverbesserungen führen sollen. Mit finanziellen Auswirkungen dieser Prozessverbesserungen ist jedoch frühestens Ende 2025 zu rechnen. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Mit einem Gesamtumsatz von 12.232 T€ konnte der Umsatz um 536 T€ gesteigert werden (11.696 T€ im Jahr 2022). Zur Umsatzsteigerung trugen auch Weiterberechnungen von Kosten sowie Leistungen an verbundene Unternehmen bei. Der Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe war in Folge um 362 T€ höher als im Vorjahr und erreicht 3.019 T€. Der Aufwand für bezogene Leistungen stieg auf 521 T€, ein Plus von 34 T€ gegenüber dem Vorjahr. Die Personalaufwendungen sind mit 5.694 T€ im Vorjahr und im Berichtsjahr 5.680 T€ nahezu gleichgeblieben. Gleichzeitig wurde die durchschnittlichen Mitarbeiterzahl um 3 Personen erhöht. Eine Tantieme wurde nicht an die Geschäftsführung gezahlt. Die ASS Elektronik GmbH beschäftigte 2023 durchschnittlich 119,3 Vollzeitbeschäftigte (inkl. Geschäftsführung), davon 12 Auszubildende. Die Vollzeitbeschäftigtenanzahl konnte damit gegenüber dem Vorjahresniveau um 4 (115 Mitarbeiter) gesteigert werden, bei gleichzeitiger Beibehaltung der Ausbildungsplätze. Die Regelarbeitszeit beträgt 40 Stunden pro Woche bei 29 Urlaubstagen im Jahr. Überstunden werden erfasst und in Form eines Freizeitausgleiches oder durch Ausbezahlung abgegolten. Zum Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 2.304 T€ auf 2.613 T€ haben höhere KFZ- und Raumkosten sowie insbesondere Instandhaltungs- und Wartungskosten (plus 214 T€) beigetragen. Das Betriebsergebnis beträgt 535 T€ nach 355 T€ im Vorjahr. Nach Zinsaufwendungen (Berichtsjahr 225 T€; Vj. 212 T€), Beteiligungserträgen und Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von 210 T€ (2022: Jahresüberschuss von 157 T€). Die Buchwerte der Sachanlagen betragen 6.835 T€ (Vorjahr 7.039 T€). Die Abschreibungen belaufen sich auf 523 T€ nach 509 T€ im Vorjahr. Langfristig sind 3300 m 2 Lagerfläche vermietet. Die hohen Investitionen der letzten Jahre in die Erstellung von Industrie- und Lagerhallen mit Büroeinbauten wurden überwiegend durch langfristige Bankkredite und Gesellschafterdarlehen finanziert. Investitionen zur Instandhaltung und technischen Einrichtung sowie Entwicklungstätigkeiten für neue Produkte der LABexon-Linie wurden aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhen sich von 2.227 T€ auf 2.667 T€. Die Rückstellungen betragen 361 T€, nach 518 T€ im Vorjahr. Die bestehenden Darlehen werden planmäßig zurückgeführt. In Summe sinken die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 4.766 T€ auf 4.135 T€. Die Erhöhung des Umsatzes im Jahr 2023 lag über den Erwartungen der Geschäftsleitung. Der Jahresüberschuss lag leicht über dem erwarteten Bereich. Die Ergebnisverbesserung gegenüber dem geplanten Ergebnis liegt hauptsächlich an der gesteigerten Nachfrage in den Sparten Instandsetzung Komponenten und Verkauf Wasseranlagen. Forschung und Entwicklung Die Entwicklungstätigkeiten zielen auf die Erweiterung der Bandbreite der qualifizierten und in den Geschäftsprozessen eingesetzten Test-, Prüf- und Simulationssystemen durch neue Funktionen und Verfahren, aber auch durch Verfeinerung der bestehenden Messverfahren. Investitionen für Forschung und Entwicklung werden ebenfalls aus der laufenden Geschäftstätigkeit bestritten. Risikomanagement ASS bewertet die Risiken der Geschäftsprozesse und der Produkte auf Basis der in der Medizintechnik-Branche üblichen Anforderungen der DIN ISO 13485. Die Funktion des Prozess-Risikomanagements wird durch die regelmäßigen internen Audits und Validierungsteams sowie durch externe Audits sichergestellt. Die identifizierten Risiken werden in einem Risiko-Inventar geführt und entsprechende Maßnahmen umgesetzt. Bei der Deckung des Personalbedarfes wird neben den üblichen Personalbeschaffungsinstrumenten auf die interne Ausbildung (Auszubildendenquote von mehr als 10%) sowie die zielgerichtete Weiterbildung gesetzt. Die Geschäftsleitung wird monatlich durch die Abteilungsleiter über wichtige Unternehmenskennzahlen aus allen Abteilungen informiert. Eine wichtige Rolle spielen dabei der Umsatz, das Ergebnis, der Lagerbestand, die Liefertreue, die Personalveränderungen sowie die Projektentwicklung. Die Zahlen und ihre Veränderungen werden erläutert und Planabweichungen besprochen. Die nötigen Maßnahmen werden zwischen der Geschäftsleitung und dem jeweiligen Abteilungsleiter festgelegt. Dies ermöglicht es, wesentliche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen zu definieren. Veränderungen in der Lieferfähigkeit, im Lagerbestand oder der Auftragslage werden schnell erkannt und bei Bedarf in abteilungsübergreifender Zusammenarbeit analysiert und das weitere Vorgehen geklärt. Um Haftungsrisiken aus potenziellen Schadensfällen zu vermindern und mögliche Verluste hieraus zu vermeiden, hat das Unternehmen entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Die Angemessenheit dieser Versicherungen, wird regelmäßig hinsichtlich der abgedeckten Risiken und Deckungssummen überprüft und gegebenenfalls angepasst. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Das von der ASS Elektronik GmbH erbrachte Dienstleistungs- und Produktangebot ist stark von der Partnerschaft zu einem Großkonzern geprägt. Die vertragliche Anknüpfung der ASS Elektronik GmbH ist zu verschiedenen organisatorischen und juristischen Einheiten innerhalb des Großkonzerns gegeben. Hierdurch werden die spezialisierten Dienstleistungen, welche die ASS Elektronik GmbH erbringt, sowohl inhaltlich als auch in ihrem Mengengerüst fixiert. Die Laufzeiten der Verträge sind dabei so ausgestaltet, dass beide Seiten eine Planungs- und Verfügbarkeitssicherheit annehmen können, welche sich in geschäftlich gut zu überschauenden Zeiträumen bewegt. Dies ermöglicht das Entwickeln und Erbringen von einzigartigen Dienstleistungen, die sich deutlich vom üblichen Markt abheben. Dieses Portfolio wird ständig weiterentwickelt und diversifiziert. Derivative Finanzprodukte kommen bei der ASS Elektronik GmbH nicht zum Einsatz. Zur Sicherstellung der jeweiligen Zahlungsfähigkeit werden liquide Mittel und Kreditlinien von Kreditinstituten und verbundenen Unternehmen bereitgehalten, um sämtliche Zahlungsverpflichtungen zur jeweiligen Fälligkeit erfüllen zu können. Bei einem Anstieg des Zinsniveaus in Deutschland wäre mit höheren Zinsaufwendungen und negativen Auswirkungen auf die Finanzierungskosten zu rechnen. Aufgrund der derzeitigen Entwicklung auf den Finanzmärkten sowie der prognostizierten Zinsentwicklung gehen wir von einem moderaten Rückgang des Zinsniveaus aus. Die ASS Elektronik GmbH fakturiert überwiegend in Euro. Dennoch können Währungsschwankungen das Ergebnis beeinflussen. Das Gesamtrisiko für das Unternehmen wird zusammengefasst als überschaubar bewertet. Risiken, die für sich genommen oder im Zusammenwirken mit anderen Faktoren bestandsgefährdend wirken könnten, sind derzeit nicht ersichtlich. Besondere Vorgänge nach Ende des Berichtszeitraums Für das Produkt "Direct Cooling" war zum Stichtag 31.12.2023 noch eine Kundenanfrage für die Installation eines Systems in Bearbeitung. Die Gespräche und Planungen hierzu haben sich bis in das Frühjahr 2024 hingezogen und führten leider nicht zu einer erfolgreichen Beauftragung. Nach erfolgter Absage wurde die Entscheidung getroffen, das genannte Produkt einzustellen und eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 53 T€ vorzunehmen. Darüber hinaus sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten. Prognosebericht Im Bereich der Komponenteninstandsetzung erwarten wir mittelfristig eine Umsatzsteigerung im einstelligen Bereich, da die Bandbreite der angebotenen Tätigkeit zunimmt. Durch die Vermarktung von auf Diagnostikanwendungen optimierten Wasseraufbereitungssystemen soll die Produktpalette erweitert und die Angebotsbasis gestärkt werden. Das Serviceangebot in diesem Bereich wird dem Kundenbedarf angepasst, wobei hier zunächst mit der steigenden Stückzahl Investitionen in Ausbildung und Personalausbau erfolgen werden und daher mit einem geringeren Deckungsbeitrag zu Beginn zu rechnen ist. Nach wie vor ist die ASS Elektronik GmbH hinsichtlich des künftigen Unternehmenserfolgs mit den eingeleiteten Maßnahmen gut aufgestellt und auch mittelfristig bietet der weltweite Medizintechnikmarkt weiterhin gute Perspektiven zur Vermarktung der von der ASS Elektronik GmbH erbrachten Leistungen. Für das Jahr 2024 erwarten wir gemäß heutigem Kenntnisstand und der Auftragslage einen Anstieg des Umsatzes um ca. 12 % und einen Jahresüberschuss zwischen 200 T€ und 300 T€.
Grünstadt, den 20.12.2024 Die Geschäftsführung Peter Georgens Sven Seidenspinner Erhard Tyart BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der ASS Elektronik GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung der Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie des Gesellschaftsvertrages zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. 1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde - unter Berücksichtigung von Lieferantenskonti und Preisnachlässen als Minderung - zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Zugänge werden ab dem Monat des Zugangs bzw. der Fertigstellung zeitanteilig abgeschrieben. Den Abschreibungen sind Nutzungsdauern von 3 bis 33 Jahre (bei Gebäuden) zugrunde gelegt. Geringwertige bewegliche Vermögensgegenstände bis zu Anschaffungskosten von 800,00 € werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten - Beteiligungen zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen sowie der fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten, die retrograd aus den erzielten Nettoverkaufspreisen unter Abzug eines Abschlags für Gewinnanteile, noch anfallende Aufwendungen und nicht in die Herstellungskosten einzubeziehende Kostenbestandteile von Vertriebs- und Verwaltungskosten ermittelt werden. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bewertet. Erkennbare Risiken werden, sofern erforderlich, durch Einzelwertberichtigungen und in den verbleibenden Forderungen ruhende latente Risiken werden durch eine pauschale Wertberichtigung angemessen berücksichtigt. Die Bewertung des Bestands an liquiden Mitteln erfolgte zum Nominalwert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde mit dem zeitanteiligen Aufwand für das Folgejahr bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Berichtsjahr und Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Ertragsteuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Eine Abzinsung wurde vorgenommen, soweit die zugrunde liegenden Verpflichtungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. Dabei kamen laufzeitentsprechende Zinssätze gemäß § 253 Abs. 2 HGB zur Anwendung. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. Aus der Währungsumrechnung sind in der GuV-Position "sonstige betriebliche Erträge" Erträge in Höhe von 72,65 € (Vj. 137,50 €) sowie in der GuV-Position "sonstige betriebliche Aufwendungen" Aufwendungen in Höhe von 14,68 € (Vj. 42,88 €) enthalten. Für zwei Zusagen auf Invalidenrente und Hinterbliebenenversorgung in Form von garantierten Todesfallleistungen, für die eine Deckung über kongruente Rückdeckungsversicherungen bestehen, erfolgt eine Kopplung der Rückstellungsbewertung an den Aktivwert aus der Rückdeckungsversicherung. Eine Rückdeckungsversicherung ist als kongruent zu bezeichnen, wenn die aus ihr resultierenden Zahlungen sowohl hinsichtlich der Höhe als auch hinsichtlich der Zeitpunkte mit den Zahlungen an den Versorgungsberechtigten deckungsgleich sind. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines etwaigen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung). Kongruent rückgedeckte Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich somit ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, sind mit diesem bewertet, soweit er den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Für die Saldierung wurden folgende Werte ermittelt:
Der in der vorstehenden Tabelle genannte beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde aus der Mitteilung der Versicherungsgesellschaft abgeleitet. 2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. III. Angaben zur Bilanz 1. Mitzugehörigkeitsvermerke Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben: Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte: Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen in Höhe von 13.940,56 € (Vj. 6.572,12 €) Forderungen an Gesellschafter aus laufendem Liefer- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von 472.336,70 € (Vj. 307.575,33 €) aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von 22.586,07 € (Vj. 121.402,74 €) aus Darlehensvereinbarungen zzgl. Zinsforderungen. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von 900.010,00 € (Vj. 145.645,00 €) aus Darlehensvereinbarungen sowie in Höhe von 2.035,53 € (Vj. 0,00 €) aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in der Bilanz mit 57.167,30 € (Vj. 135.466,97 €) enthalten, resultieren wie im Vorjahr in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen. Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten mit 1.472.140,86 € (Vj. 1.429.262,97 €) Darlehensvereinbarungen gegenüber den Gesellschaftern. 2. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. 3. Angaben zum Anteilsbesitz Der Anteilsbesitz stellt sich gemäß § 285 Nr. 11 HGB wie folgt dar:
1)Angegebene Zahlen betreffen den vorliegenden Jahresabschluss 2023. 2)Gesellschaft wurde im Jahr 2023 gegründet. Es liegt noch kein Jahresabschluss hierzu vor. 4. Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB) Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:
5. Angaben zu Forderungen Forderungen in Höhe von insgesamt 3.318.079,01 € (Vj. 2.829.606,15 €) haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Forderungen in Höhe von insgesamt 3.900,00 € (Vj. 0,00 €) haben eine Restlaufzeit größer einem Jahr. 6. Zusammensetzung und Entwicklung des Eigenkapitals
In der Gesellschafterversammlung vom 22.12.2023 wurde beschlossen, den Jahresüberschuss 2022 in Höhe von 157.462,56 € auf neue Rechnung vorzutragen. 7. Angabe zu Verbindlichkeiten Die Höhe der Verbindlichkeiten mit der Restlaufzeit unter einem Jahr beträgt T€ 3.557 (Vj. T€ 2.861). Die Höhe der Verbindlichkeiten mit der Restlaufzeit über einem Jahr beträgt T€ 4.245 (Vj. T€ 4.725). Die Höhe der Verbindlichkeiten mit der Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt T€ 794 (Vj. T€ 943). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden auf den Grundstücken der Gesellschaft, Sicherungsübereignung des Warenlagers und eines Lastkraftwagens sowie Bürgschaften der Gesellschafter-Geschäftsführer abgesichert. 8. Haftungsverhältnisse Zugunsten der ODM GmbH, Wattenheim (verbundenes Unternehmen) wurden Bürgschaften in Höhe von T€ 2.000 (Vj. T€ 1.000) übernommen. Zugunsten der AFS ASS Field Service GmbH, Grünstadt (verbundenes Unternehmen) wurde eine Bürgschaft in Höhe von T€ 300 übernommen. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des betreffenden Tochterunternehmen als gering eingeschätzt. 9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von T€ 2.112 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: • Zahlungsverpflichtungen aus bestehenden Mietverträgen: T€ 1.327 • Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen: T€ 785 Die Mietverträge enden in den Jahren 2025 bis 2029, die Leasingsverträge in den Jahren 2024 bis 2027. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Personalaufwand In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen aus Altersversorgung in Höhe von 99.837,81 € enthalten. 2. Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen betrafen im Vorjahr in voller Höhe verbundene Unternehmen. 3. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In der GuV-Position sind in Höhe von 1.183,33 € Erträge aus verbundenen Unternehmen enthalten. 4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In der GuV-Position sind in Höhe von 5.677,50 € Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen enthalten. V. Sonstige Angaben 1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
2. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Die Angaben nach § 285 Nr. 9 a) HGB unterbleiben in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB. 3. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Für das Produkt "Direct Cooling" war zum Stichtag 31.12.2023 noch eine Kundenanfrage für die Installation eines Systems in Bearbeitung. Die Gespräche und Planungen hierzu haben sich bis in das Frühjahr 2024 hingezogen und führten leider nicht zu einer erfolgreichen Beauftragung. Nach erfolgter Absage wurde die Entscheidung getroffen, das genannte Produkt einzustellen und eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 53 T€ vorzunehmen. Darüber hinaus sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten. 4. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt € 209.599,30. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. 5. Prüfungs- und Beratungsgebühren Auf die Angabe der Prüfungs- und Beratungsgebühren wird unter Anwendung der Vorschriften des § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB i.V.m. § 285 Nr. 17 HGB verzichtet. 6. Unterschrift der Geschäftsführung
Grünstadt, den 20.12.2024 ASS Elektronik GmbH, Grünstadt Peter Georgens Sven Seidenspinner Erhard Tyart Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 23.12.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkDer Nachstehende Offengelegte Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss zum 31.12.2023. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ASS Elektronik GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ASS Elektronik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ASS Elektronik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kaiserslautern, den 20.12.2024 W+ST
REVISION GMBH
Gemba, Wirtschaftsprüfer Hemmer, Wirtschaftsprüferin |
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