Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 9791
Eingetragen
6.10.2005
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Maschinen für die Papiererzeugung und -verarbeitung
Gegenstand
Vertrieb von Maschinen und Vertrieb und Herstellung von technischen Verpackungsartikeln.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Sven-David Plate
seit 6.10.2005
Geschäftsführer
Frank Lübeck
seit 6.10.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

SDP Holding GmbH & Co. KG
Germany
15.000 €
50.00%
FL Holding GmbH & Co. KG
Germany
15.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PLÜMAT Packaging Systems GmbH

Espelkamp

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die PLÜMAT Packaging Systems GmbH entwickelt und realisiert pharmazeutische Verpackungskonzepte und individuelle, maßgeschneiderte Kundenlösungen sowie qualitativ hochwertige Produkte im Bereich Kunststoff- und Plastikkomponenten.

Das Produktportfolio umfasst im Wesentlichen Konnektoren-Systeme und pharmazeutische Verschlüsse sowie pharmazeutische Verpackungen wie Beutel aus Polyolefin Materialien. Dabei vertreibt das Unternehmen seine Produkte und Dienstleistungen weltweit an Kunden der pharmazeutischen Industrie.

Die Firma PLÜMAT Packaging Systems GmbH stellt in einer Unternehmensgruppe eine Produktionsgesellschaft dar. Weiterhin gehören zwei weitere Produktionsgesellschaften, eine Vertriebsgesellschaft, Besitzgesellschaften sowie weitere Verwaltungsgesellschaften zur Unternehmensgruppe. Die Zugehörigkeit zu dieser Unternehmensgruppe hat für die PLÜMAT Packaging Systems GmbH eine grundlegende Bedeutung.

Die wesentlichen für den Betrieb der Gesellschaft notwendigen Grundstücke, Gebäude und Maschinen werden von der Besitzgesellschaft mietweise überlassen.

2. Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 hat die Forschungs- und Entwicklungsabteilung kontinuierlich an der Verbesserung der Produkte gearbeitet. Der Fokus lag dabei sowohl auf der Optimierung bestehender Produkte als auch auf der Entwicklung zukünftiger Verpackungstechniken. Diese Bemühungen erfolgten und erfolgen in enger Zusammenarbeit mit den Kunden, um maßgeschneiderte Verpackungslösungen zu entwickeln.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2023 von den Einbrüchen durch die Coronapandemie und dem Russland-Ukraine-Konflikt weiter erholt. Die Wirtschaftsleistung verbesserte sich um 3,1%, blieb damit jedoch unter dem Wachstum von 2022 und unter dem vor der Pandemie erreichten Stand. Gleichzeitig verringerte sich die Inflation durch Gegenmaßnahmen der Notenbanken von 8,7 auf 6,9%. Gebremst wurde die Erholung der Weltwirtschaft durch mehrere Faktoren: Die langfristigen Folgen von Pandemie und Krieg reduzierten das Wachstum ebenso wie der weiterhin zunehmende Protektionismus großer Volkswirtschaften. Auch nahm die in den letzten Jahren erfolgte fiskalische Unterstützung der Unternehmen ab und die geldpolitischen Maßnahmen gegen die Inflation bremsten zusätzlich. Betroffen von diesen Faktoren waren besonders die Industrieländer, deren Wachstum 2022 von 2,6% auf 1,5% im Jahr 2023 sank. Auch die global agierenden Unternehmen der Medizintechnologie spürten Handelshemmnisse durch den zunehmenden Protektionismus. Die Logistikkosten gingen 2023 zwar etwas zurück, jedoch beeinträchtigten Lieferengpässe weiter die sichere Versorgung vieler Gesundheitsmärkte. Hinzu kam ein verschärfter Fachkräftemangel im Gesundheitswesen, der vor allem in den Industrieländern zu einem immer stärkeren Abwerben ausländischer Pflegekräfte führte. Dennoch wuchs der Markt für Medizintechnologie im Vergleich zum Vorjahr mit 4,6% überdurchschnittlich und umfasste 2023 rund 522 Milliarden US-Dollar. Die meisten Umsätze wurden in Nordamerika erzielt, gefolgt von Asien-Pazifik und Europa. Die umsatzstärksten Segmente waren minimalinvasive Medizin und Kardiologie, aber auch Anästhesie, bildgebende Verfahren, Orthopädie und Wundversorgung erzielten hohe Umsätze.

Deutschland gehörte 2023 zu den wenigen Ländern, deren Wirtschaftsleistung zurückging. Die exportorientierte deutsche Wirtschaft litt besonders unter dem insgesamt schwachen Welthandel. Das trifft auch auf die Unternehmen der Medizintechnologie zu, deren Exportquote 2023 bei 67% lag. Die Branche wuchs zwar um 4,8% gegenüber dem Vorjahr, die Erträge gingen jedoch aufgrund hoher Logistik-, Rohstoff- und Energiepreise sowie zunehmenden regulatorischen Aufwänden und steigenden Personalkosten zurück.

2. Geschäftsverlauf

Das abgelaufene Geschäftsjahr der PLÜMAT Packaging Systems GmbH hat sich wie erwartet entwickelt. Die Umsätze konnten gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Mit diesem Umsatz konnte wieder ein positives Ergebnis erzielt werden.

Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 68 Personen und zusätzlich 1 Auszubildender im Unternehmen beschäftigt. Somit ist die Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr um 18 Personen gestiegen.

Durch die Erhöhung des Personalbestandes war die Gesellschaft stets in der Lage die Aufträge termin- und qualitätsgerecht zu erfüllen und die prognostizierte Umsatzsteigerung zu realisieren.

Um auch zukünftig diese Umsätze termin- und qualitätsgerecht zu erzielen, wurde im Berichtsjahr in Zusammenarbeit mit der Besitzgesellschaft, die als Vermieterin von Grundstücken, Maschinen und maschinellen Anlagen fungiert, mit dem Bau einer neuen Produktionshalle am Firmensitz in Espelkamp begonnen.

Die neue Produktionshalle wurde Anfang des Geschäftsjahres 2024 fertiggestellt und in Betrieb genommen. Aufgrund der hochgradig automatisierten Fertigung ist mittelfristig mit einer leichten Erhöhung der Mitarbeiterzahl in diesem Umfeld zu rechnen.

3. Lage

Ertragslage

Die Erlöse haben sich, wie im letzten Lagebericht prognostiziert, überaus erfreulich entwickelt. Die Exportquote der Gesellschaft betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 94 % und befindet sich im Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Die PLÜMAT Packaging Systems GmbH konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von 2.979 TEUR erwirtschaften. Damit konnte das Vorjahresergebnis um rund 2 Mio. EUR übertroffen werden. Die Gesellschaft hat somit erfolgreich auf die Kostensteigerungen im Material- und insbesondere Energiekostenbereich reagiert und auch die Entwicklung neuer Produkte erfolgreich umgesetzt.

Die Materialeinsatzquote konnte gegenüber dem Vorjahr um rund 8,2% gesenkt werden. Ein wesentlicher Grund hierfür sind die Energiekosten, die nach der Kostenexplosion im Jahr 2022, im Berichtsjahr 2023 rund 47 % weniger betrugen. Aber auch verschiedene Engineeringprojekte und neue Produkte, die Lohn- statt Materialintensiver sind, haben die Materialeinsatzquote gesenkt.

Durch den deutlichen Personalaufbau sind die Personalkosten im abgelaufenen Berichtsjahr um 992 TEUR gestiegen.

Die übrigen Aufwendungen der Gesellschaft weisen keine Besonderheiten auf und befinden sich, prozentual gesehen, im Rahmen der üblichen Schwankungsbreite.

Finanzlage

Im Berichtsjahr waren erneut genügend finanzielle Mittel vorhanden. Zum Bilanzstichtag gab es keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die allgemeine Finanzlage ist weiterhin als gesichert zu betrachten, da es in der Vergangenheit keine Liquiditätsengpässe gab und auch für die Zukunft nicht zu erkennen sind.

Im Rahmen unseres Finanzmanagements werden alle Verbindlichkeiten innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen.

Für finanzielle Risiken aus Haftpflichtrisiken und auch aus Produkthaftung hat die Gesellschaft entsprechende Versicherungen abgeschlossen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist zum Stichtag 31.12.2023 leicht um 200 TEUR auf 11,6 Mio. EUR gesunken.

Auf der Aktivseite sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 41,4%, das Vorratsvermögen mit 29,7% sowie die Guthaben bei Kreditinstituten mit 23,5%, die größten Positionen.

Auf Seiten der Passiva ist das Eigenkapital mit 65,3% die größte Position. Die Eigenkapitalausstattung ist als gut anzusehen.

Weitere nennenswerte Positionen auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 19,8% und die Rückstellungen mit 9,1%.

4. Finanzwirtschaftliche Leistungsindikatoren

Die interne Unternehmenssteuerung der Gesellschaft erfolgt auf der Basis einer Cash-Flow-Rechnung. Dabei wird der Cash-Flow über die Summe aus Jahresergebnis, den Abschreibungen und der Veränderung langfristiger Rückstellungen berechnet.

Der Liquiditätsbedarf aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit sowie aus der Investitionstätigkeit des Geschäftsjahres 2023 konnte vollständig aus dem Cash-Flow in Höhe von rund 3,1 Mio. EUR und den vorhandenen liquiden Mitteln finanziert werden.

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist insgesamt als gut zu bezeichnen.

III. Chancen-, Risiko- und Prognoseberichterstattung

Für die Gesellschaft bestehen keine Risiken von besonderer Bedeutung. Die Firma unterliegt lediglich den normalen Risiken seiner Geschäftstätigkeit sowie den mit der Branche verbundenen Risiken. Dies sind typischerweise Forderungsausfälle und Vorfinanzierungsproblematiken.

Den Absatzrisiken begegnet das Unternehmen weiterhin durch seine große Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und ein hohes Maß an Qualität. Dabei setzen wir unsere hohen Qualitätsstandards durch interne Ablauf- und Qualitätskontrollen durch.

Eine allgemeine Zunahme der IT-Risiken ist erkennbar. Die fortschreitende Vernetzung und Digitalisierung sowohl auf der Anwenderseite als auch in den Produktionen werden vermehrt Cyber-Angriffe provozieren. Aufgrund unserer implementierten Schutzmaßnahmen der IT sowie die permanente Sicherheitsüberwachung sind für die Gesellschaft derzeit keine überdurchschnittlichen Gefährdungen durch IT-Risiken erkennbar. Um finanzielle Auswirkungen aus Cyber-Risiken zu minimieren, verfügt die PLÜMAT Packaging Systems GmbH über eine entsprechende Cyber-Versicherung.

Hohe Rohstoff-, Energie- und Lebensmittelpreise sowie Unterbrechungen von Lieferketten und Protektionismus sind Risiken, die bereits seit der Pandemie eingetreten sind. Das Ausmaß der Risiken in den nächsten Jahren wird weiterhin von den Auswirkungen der Inflation beeinflusst, die sich nach wie vor auf einem hohen Niveau befindet.

Die Inflation führte 2023 zu einer weiteren Straffung der Geldpolitik in den entwickelten Volkswirtschaften. Den Prognosen zufolge soll sich 2024 die Inflationsrate im Euroraum in Richtung des von der Europäischen Zentralbank definierten Zielbereichs von 2% bewegen. Das hohe Inflationsniveau in Schwellen- und Entwicklungsländern von über 8% wird sich voraussichtlich auch 2024 kaum abschwächen und könnte einzelne Länder unter erheblichen finanziellen Druck setzen. Die globale Wirtschaft könnte zudem von geoökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten destabilisiert werden. Der im Oktober 2023 wieder ausgebrochene Konflikt zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten hat bei einer Ausweitung das Potenzial, die bereits angestiegenen Ölpreise weiter nach oben zu treiben. Bei einer Eskalation des Russland-Ukraine-Konfliktes könnten Rohstoff-, Energie- und Lebensmittelpreise weiter ansteigen. Unternehmen der Gesundheitsindustrie sind insbesondere von hoher Inflation betroffen. Starke Preissteigerungen bei zentralen Vorprodukten, hohe Energie- und gestiegene Personalkosten können meist nicht in gleichem Maße an die Kunden weitergegeben werden. Die Wirtschaftlichkeit nimmt dadurch ab. Zudem stehen auch medizinische Einrichtungen finanziell unter hohem Druck, was zu Zahlungsverzögerungen oder gar -ausfällen führen kann.

Die hieraus resultierenden Effekte für das laufende Geschäftsjahr auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PLÜMAT Packaging Systems GmbH sind derzeit aber nicht sicher abschätzbar. Trotz der Nachwirkungen der Corona-Pandemie und dem Russland-Ukraine-Konflikt sowie dem Konflikt zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten ergeben sich für die Gesellschaft Chancen, da die weltweite Nachfrage nach pharmazeutischen Produkten weiterbesteht. Hier kann die PLÜMAT-Gruppe mit ihren qualitativ hochwertigen Produkten überzeugen.

Die Lage der PLÜMAT Packaging Systems GmbH wird sich in 2024 gut entwickeln. Der feste Auftragsbestand und geplante Umsatz liegen auf dem Niveau des Berichtsjahrs und wird vorbehaltlich der momentanen Situation der Inflation und weiteren Preissteigerungen zu einem ähnlich guten Ergebnis führen.

Vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität und der guten Liquiditätslage sieht sich die PLÜMAT Packaging Systems GmbH für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den in dem Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten, erhaltene Anzahlungen und Guthaben bei Kreditinstituten.

Das Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Die zukünftige Entwicklung des Unternehmens wird im Bereich der internen und externen Rechnungslegung durch regelmäßige Controlling Maßnahmen überwacht. Dabei wird insbesondere zur Absicherung gegen Liquiditätsrisiken ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt. Dieser Liquiditätsplan, der stetig an aktuelle Änderungen angepasst wird, ermöglicht es, sich frühzeitig gegen Liquiditätsrisiken abzusichern und gegenzusteuern.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Alle Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend aus Eigenmitteln.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement.

V. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Espelkamp, den 20. Juni 2024

gez. Sven-David Plate

gez. Frank Lübeck

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 207.523,00 175.287,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 70.000,00 110.000,00
II. Sachanlagen 137.523,00 65.287,00
1. technische Anlagen und Maschinen 54.449,00 13.874,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 83.074,00 51.413,00
B. Umlaufvermögen 11.431.192,89 11.641.623,17
I. Vorräte 3.463.654,77 2.576.912,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.225.042,78 6.539.872,74
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.742.495,34 2.524.837,85
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.603,04 6.702,17
Aktiva 11.645.318,93 11.823.612,34

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.596.983,01 7.618.182,47
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Gewinnrücklagen 4.588.182,47 6.627.510,54
III. Jahresüberschuss 2.978.800,54 960.671,93
B. Rückstellungen 1.063.436,91 259.120,82
C. Verbindlichkeiten 2.984.899,01 3.946.309,05
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.984.899,01 3.946.309,05
Passiva 11.645.318,93 11.823.612,34

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 12.427.159,80 8.360.797,61
2. Personalaufwand 3.351.553,02 2.359.060,51
a) Löhne und Gehälter 2.822.297,04 1.983.005,98
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 529.255,98 376.054,53
3. Abschreibungen 88.174,33 59.709,61
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 88.174,33 59.709,61
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.805.279,42 4.537.720,11
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26.756,67
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.217,78 1.617,78
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.225.969,38 441.247,67
8. Ergebnis nach Steuern 2.979.722,54 961.441,93
9. sonstige Steuern 922,00 770,00
10. Jahresüberschuss 2.978.800,54 960.671,93

Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeines

Sitz der PLÜMAT Packaging Systems GmbH ist Espelkamp. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 9791 im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Oeynhausen eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Ergänzend dazu wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages beachtet.

Die handelsrechtlich vorgeschriebenen Ausweis- und Gliederungsbestimmungen wurden in jeder Hinsicht befolgt.

Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden in der Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung aus Gründen der Transparenz um das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erweitert. Mögliche Zusammenfassungen nach § 265 Abs. 7 HGB hat die Gesellschaft nicht vorgenommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Zu den angewandten Bewertungsmethoden ist zusammenfassend festzustellen, dass sie im Wesentlichen unverändert übernommen wurden.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 264a Abs. 1 i.V.m. § 267 Abs. 2 HGB auf. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurde weitestgehend Gebrauch gemacht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Bewegliches Anlagevermögen wird linear abgeschrieben.

Wirtschaftsgüter von über 250,00 EUR, aber nicht mehr als 800,00 EUR werden seit dem Jahr 2018 als Geringwertiges Wirtschaftsgut (GWG) im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 250,00 EUR wurden sofort als Aufwand behandelt.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang zu entnehmen. Dort ist auch die Abschreibung des laufenden Geschäftsjahres in einer der Gliederung des Anlagevermögens entsprechenden Aufgliederung angegeben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren angesetzt. Sofern die Tagespreise am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Dabei wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen berücksichtigt. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Ermittlung der Herstellungskosten einbezogen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Unter den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Personalaufwendungen aus Arbeitszeitkonten und Urlaubsansprüchen i.H.v. 98 TEUR, für Gewährleistungsverpflichtungen i.H.v. 100 TEUR, für Abschluss- und Prüfungskosten i.H.v. 19 TEUR sowie für übrige ungewisse Verpflichtungen i.H.v. 15 TEUR ausgewiesen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

III. Einzelangaben zur Bilanz/Gewinn- und Verlust-Rechnung

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung:

1. In dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" sind 195 TEUR periodenfremde Erträge aus dem Vorjahr enthalten.

IV. Haftungsverhältnisse

Es bestanden keine der in § 251 HGB aufgeführten Haftungsverhältnisse.

V. Sonstige Angaben

1. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Sven-David Plate

ausgeübter Beruf: Diplom-Kaufmann

Frank Lübeck

ausgeübter Beruf: Diplom-Wirtschaftsingenieur

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

2. Die Angabe der Gesamtbezüge für Mitglieder des Geschäftsführungsorgans unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

3. Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 68 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer), davon 50 gewerblich Beschäftigte und 18 Angestellte, sowie zusätzlich 1 Auszubildender beschäftigt.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von:

Pachtverträgen für Betriebsüberlassung und Immobilien

- Gesamtbetrag im abgelaufenen Geschäftsjahr: 2.718 TEUR

Miet- u. Leasingverträgen für bewegliches Anlagevermögen

- Gesamtbetrag mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 20 TEUR

- Gesamtbetrag mit Restlaufzeit von mehr als einem bis fünf Jahren: 41 TEUR

Der Abschluss vorstehender Verträge erfolgte aus wirtschaftlichen Gründen, um eine langfristige Kapitalbindung aus dem Erwerb von Vermögensgegenständen zu vermeiden. Dadurch resultiert eine optimale kurzfristige Ausstattung mit liquiden Mitteln sowie die verbesserte Flexibilität der Gesellschaft.

5. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen (Vorjahreswerte in Klammern):

EUR
Bilanzausweis
EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
- erhaltene Anzahlungen 391.839,10 (311.50,57) 391.839,10 (311.050,57)
- Verbindlichkeiten L+L 2.304.606,72 (2.414.612,90) 2.304.606,72 (2.414.612,90)
- sonstige Verbindlichkeiten 288.453,19 (1.220.645,58) 288.453,19 (1.220.645,58)
2.984.899,01 (3.946.309,05) 0,00 (0,00)
EUR
Restlaufzeit > 1 - 5 Jahre
EUR
Restlaufzeit >5 Jahre
- erhaltene Anzahlungen 0,00 (0,00) 0,00 (0,00)
- Verbindlichkeiten L+L 0,00 (0,00) 0,00 (0,00)
- sonstige Verbindlichkeiten 0,00 (0,00) 0,00 (0,00)
0,00 (0,00) 2.984.899,01 (3.946.309,05)

6. Rücklagenentwicklung

2023
EUR
2022
EUR
Gewinnrücklage 1.1.: 6.627.510,54 6.106.168,37
Auflösung 3.000.000,00 0,00
Einstellung 960.671,93 521.342,17
Gewinnrücklage 31.12.: 4.588.182,47 6.627.510,54

7. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

 

Espelkamp, den 20. Juni 2024

Firma PLÜMAT Packaging Systems GmbH

Geschäftsführung

gez. Sven-David Plate

gez. Frank Lübeck

sonstige Berichtsbestandteile

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 203.746,25 0,00 0,00 0,00 203.746,25
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 29.350,73 53.429,45 0,00 0,00 82.780,18
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 116.775,75 66.980,88 0,00 0,00 183.756,63
Summe Sachanlagen 146.126,48 120.410,33 0,00 0,00 266.536,81
Summe Anlagevermögen 349.872,73 120.410,33 0,00 0,00 470.283,06
Abschreibungen
kumuliert 1.1.2023
EUR
lfd.
EUR
Abgänge
EUR
kumuliert 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 93.746,25 40.000,00 0,00 133.746,25
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 15.476,73 12.854,45 0,00 28.331,18
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 65.362,75 35.319,88 0,00 100.682,63
Summe Sachanlagen 80.839,48 48.174,33 0,00 129.013,81
Summe Anlagevermögen 174.585,73 88.174,33 0,00 262.760,06
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 70.000,00 110.000,00
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 54.449,00 13.874,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 83.074,00 51.413,00
Summe Sachanlagen 137.523,00 65.287,00
Summe Anlagevermögen 207.523,00 175.287,00

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 04.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die PLÜMAT Packaging Systems GmbH, Espelkamp, Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PLÜMAT Packaging Systems GmbH, Espelkamp, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PLÜMAT Packaging Systems GmbH, Espelkamp, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben.

Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Löhne, den 19. August 2024

Vereinigte Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Brakmann, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

8 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.