Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 83491
Vorher
IKB Autoleasing GmbHIKB Leasing GmbH
Eingetragen
25.4.2002
Branche
BeteiligungsgesellschaftenInstitute für Factoring-GeschäfteVerbriefungszweckgesellschaften a. n. g.
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Ankauf und die Vermietung (Mietkauf, Leasing und ähnliche Verfahren) von Wirtschaftsgütern aller Art, das Betreiben von Bankgeschäften im Rahmen der jeweils von der zuständigen Behörde nach § 32 KWG erteilten Erlaubnis, insbesondere (nicht abschließend) das Erbringen von Finanzdienstleistungen im Sinne von § 1 Absatz 1a Satz 2 Nummer 9 (Factoring) und Nummer 10 (Finanzierungsleasing) des Kreditwesengesetzes (KWG), das Betreiben von Bankgeschäften im Sinne von § 1 Absatz Satz 2 Nummer 1 (Einlagengeschäft) und Nummer 2 (Kreditgeschäft) des Kreditwesengesetzes (KWG) sowie die Durchführung aller damit zusammenhängenden Geschäfte. Gegenstand des Unternehmens sind ferner der entgeltliche Erwerb von Forderungen, insbesondere aus Warenlieferungen, Dienstleistungen und sonstigen Leistungsverträgen sowie deren Verwaltung (Factoring) und die Erbringung von Vermittlungsleistungen zum Abschluss von Darlehensverträgen bzw. der Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss solcher Verträge.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan-Hendrik Lohfert
seit 30.3.2026
Prokura
Denise Peters
seit 9.12.2025
Prokura
Verena Maaß
seit 9.12.2025
Prokura
Kristina Göthel
seit 25.9.2025
Prokura
Jonas Richter
seit 25.9.2025
Prokura
Melanie Jöhren
seit 25.9.2025
Prokura
Peter Ström
seit 25.9.2025
Prokura
André Weidemeier
seit 11.12.2023
Prokura
Mark Alfons Bußmann
seit 12.10.2023
Geschäftsführer
Sarah Minke
seit 24.2.2023
Prokura
Daniel Piatek
seit 16.11.2022
Geschäftsführer
Mattes Decker
seit 4.11.2022
Prokura
Prokura
Michail Mogilevski
seit 9.5.2022
Prokura
Christian Rohloff
seit 24.8.2021
Prokura
Sebastian Garrn
seit 23.7.2020
Prokura
Prokura
Florian Skiba
seit 23.7.2020
Prokura
Patrick Perquy
seit 23.7.2020
Prokura
Lars Wenner
seit 3.8.2016
Prokura
Julia Prodel
seit 1.2.2016
Prokura
Prokura
Michael Jentzmik
seit 7.5.2015
Prokura
Sven Taschenberger
seit 2.1.2013
Prokura
Nico Gürtler
seit 2.1.2013
Prokura
Jan Brunzendorf
seit 23.4.2010
Prokura
Jens Meyer
seit 23.4.2010
Prokura
Jens-Peter Tack
seit 22.5.2003
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

PEAC Holdings (Germany) GmbH & Co. KG
Germany
2.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PEAC (Germany) GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Präambel

Die PEAC (Germany) GmbH ("Gesellschaft") ist die deutsche Gesellschaft der global tätigen Unternehmensgruppe PEAC Solutions. Die Gesellschaft sowie all ihre Tochtergesellschaften treten seit Januar 2023 mit der Marke PEAC Solutions im Markt auf. Die Marke PEAC Solutions steht für Pan-European Americas Capital Solutions.

Als Spezialist für Investitions- und Absatzfinanzierungen für verschiedene Assetklassen und Industrien ist PEAC Partner mittelständischer Unternehmen. Im Dezember 2020 hat die Gesellschaft eine Banklizenz von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erhalten und bietet seit 12. Januar 2021 Einlagenprodukte für Privatpersonen im deutschen Markt an. Mit der erteilten Banklizenz hat die Gesellschaft die Transformation vom Finanzdienstleistungsinstitut zum CRR-Kreditinstitut vollzogen. Als CRR-Kreditinstitut kann die Gesellschaft seit 2021 den EU-Bankenpass nutzen, um Finanzierungen grenzüberschreitend in potenziell allen Ländern des Europäischen Wirtschaftsraumes anbieten zu können.

2. Grundlagen

PEAC Gruppe

Die PEAC (Germany) GmbH und ihre sieben operativen Tochtergesellschaften ("PEAC Gruppe") decken derzeit zehn europäische Märkte ab. Neben dem Heimatmarkt Deutschland, in dem die Gesellschaft einen Marktanteil von durchschnittlich rd. 7% [1] in den relevanten Asset-Segmenten hat, ist die PEAC Gruppe über Landesgesellschaften in Frankreich, Österreich, Polen, Russland, Tschechien, Italien und Ungarn vertreten. Den EU-Bankenpass nutzt die Gesellschaft in Spanien (seit 2020) sowie Schweden (seit 2021). In Russland wurde das Neugeschäft aufgrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 und der in diesem Zuge durch die EU ergriffenen Sanktions- und Embargobestimmungen eingestellt; die Gesellschaft kommt derzeit ausschließlich den vertraglichen Verpflichtungen nach und verwaltet im Wesentlichen das lokale Portfolio, welches amortisiert.

Aufgrund umfassender Erfahrung in den für PEAC relevanten Asset-Segmenten Healthcare, Fitness, Construction, Transportation, Industrial Equipment, E-Mobility, Renewable Energies und Office Equipment ist die PEAC Gruppe zuverlässiger Partner vieler mittelständischer Unternehmen. Sie begleitet ihre Partner bei grenzüberschreitenden Aktivitäten und Investitionen mit einem gruppenweit weitestgehend homogenen Leistungsportfolio.

Die PEAC Gruppe generiert ihr Leasinggeschäft über die folgenden Vertriebswege:

• Direktleasing - die direkte und individuelle Akquisition kleiner und mittelständischer Firmenkunden über eigene Vertriebsmitarbeiter

• Vendor Business - die Akquisition von und Zusammenarbeit mit Herstellern und Händlern (Vendorpartnern) im Rahmen der Absatzfinanzierung

Zusätzliche Dienstleistungen werden in Form der folgenden beiden Ansätze angeboten:

• Schutz des Investitionsobjektes durch Angebot von Versicherungslösungen ergänzend zum Finanzierungsvertrag (in Kombination mit Kooperationspartnern)

• Durchführung von IT-Services und Abwicklung von Geschäftsprozessen für andere (Captive-)Gesellschaften

Die Refinanzierung des Finanzierungsgeschäfts erfolgt im Wesentlichen mittels privater und öffentlicher Verbriefungstransaktionen und Einlagen von Privatkunden. Das Einlagengeschäft wird über die Plattform Weltsparen sowie über eine PEAC-eigene Antragstrecke angeboten. Das Einlagenvolumen ergänzt mit einem Anteil von ca. 0% (VJ 32%) den Refinanzierungsmix, wobei die für die Abdeckung des Leasinggeschäfts relevanten Laufzeiten mit 1 und 2 Jahren priorisiert und realisiert werden. Daneben wird zur Abrundung des Finanzierungsmixes auf klassische Kreditfinanzierungen und besicherte Refinanzierungen zurückgegriffen, Das Treasury der Gesellschaft verantwortet dabei die gruppenweite Liquiditäts- und Refinanzierungssteuerung.

Steuerungsgrößen

Die wesentlichen finanziellen Steuerungsgrößen der Gesellschaft sind das Neugeschäftsvolumen als Summe der Anschaffungswerte sowie der RoE (Return on Equity) des in der Berichtsperiode erstmalig bilanzwirksam erfassten Neugeschäftes. Für die Berechnung des RoE wird dabei der erwartete Ergebnisbeitrag des Neugeschäftsvolumens in Verhältnis zu den regulatorisch erforderlichen Eigenmitteln gesetzt. Der erwartete Ergebnisbeitrag enthält neben den vertraglich fixierten Raten auch die Zinsaufwendungen, erwartete Ergebnisse aus Nebenleistungen und Nachmieterlösen sowie Verwaltungsaufwendungen und kalkulatorische Risikokosten.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2023 hatte die Gesellschaft insgesamt 268 Mitarbeitende, davon 106 weiblich und 162 männlich. Im Berichtsjahr verzeichnete die Gesellschaft im Ergebnis damit 17 Beschäftigte weniger als im Vorjahr. Zudem werden insgesamt 6 Auszubildende und Duale Studenten beschäftigt.

Es zählt zu den vorrangigen Aufgaben der Zukunftssicherung der Gesellschaft, die Kompetenzen der Mitarbeitenden kontinuierlich zu fördern. Die Personalentwicklung nimmt daher innerhalb der Personalstrategie einen hohen Stellenwert ein. Den Mitarbeitenden wird ein umfangreiches internes und externes Fortbildungsprogramm mit individuellen Weiterbildungsmöglichkeiten und speziellen Entwicklungsprogrammen für Führungskräfte angeboten. Hierzu wird fortlaufend der Qualifizierungsbedarf ermittelt und die entsprechenden Schulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen in Bezug auf Produkte, Service, Vertrieb, Regulatorik, Risikomanagement und IT initiiert.

Die Nachwuchsförderung spielt zudem eine immer wichtiger werdende Rolle. Daher werden junge Menschen z.B. als Personaldienstleistungskaufleute ausgebildet oder als Trainees eingestellt. Weiterhin besteht das Angebot zur Erlangung eines Bachelor Abschlusses im Rahmen eines praxis-orientierten "Dualen Studiums" mit den Schwerpunkten BWL oder Wirtschaftsinformatik.

3. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

In Europa und insbesondere in Deutschland haben die Corona-Pandemie und die Energiekriese resultierend aus dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine deutliche Spuren hinterlassen. Zurzeit liegt die deutsche Wirtschaftsleistung nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie, damit verzeichnet Deutschland das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums. [2]

So wird davon ausgegangen, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland gegenüber dem Vorjahr im Jahr 2023 um -0,4% gsinkt. Verantwortlich hierfür sei insbesondere der Rückgang der inländischen Nachfrage, größtenteils bedingt durch den Rückgang der staatlichen Konsumausgaben zu Beginn 2023. [3] In der EU wuchs für 2023 das BIP um 0,4% nach 3,4% im Vorjahr%. [4]

Der ifo Geschäftsklima Index ist im Jahr 2023 im ersten Halbjahr zunächst leicht gestiegen. Danach hat sich die Stimmung jedoch wieder eingetrübt und bis zum Jahresende gesunken. Unterbrochen von einer geringen Steigerung in den Monaten Oktober und November.. [5]

Entwicklung der Zielmärkte

Der Leasingmarkt in Deutschland erreichte im Jahr 2023 ein Neugeschäftsvolumen von 85 Mrd. € und lag damit deutlich über Vorjahresniveau. Das Mobilien-Leasing Volumen stieg von 73,6 Mrd. € (+26,3%), dies war insbesondere der Entwicklung im Fahrzeugsektor geschuldet. Die Mobilien-Leasingquote - also der Anteil des Leasingvolumens an den entsprechenden gesamtwirtschaftlichen Ausrüstungsinvestitionen - ist im Jahr 2023 mit 26,7% im Vergleich zum Vorjahr (23,0%) gestiegen. . [6]

Die Objektgruppe PKW ist mit 53,07 Mrd. € weiterhin von größter Bedeutung für die Leasingwirtschaft und wies einen Zuwachs von 22,5% im Jahr 2023 aus. Auch die anderen Objektgruppen konnten zulegen, zum Beispiel steigerte sich Fahrräder & Roller um 23,6%. [7]

Das Marktsegment "Bargeld und Einlagen" der privaten Haushalte in Deutschland hatte zum 3. Quartal 2023 ein Volumen von 3.149,5 Mrd. € Relevante Teilsegmente sind "Bargeld und Sichteinlagen" mit einem Volumen von 2.143,5 Mrd. €, "Termineinlagen" mit einem Volumen von 474,1 Mrd. € und "Spareinlagen und Sparbriefe" mit einem Volumen von 531,9 Mrd. €. In Deutschland bieten eine große Anzahl von Banken bundesweit Tages- und Termingeldprodukte an. [8]

Geschäftsentwicklung

Das Geschäft konzentrierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut auf etablierte Objektgruppen wie Produktions- und Verarbeitungsmaschinen, Flurförder- sowie Nutzfahrzeuge und verstärkt elektrifizierte Zweiräder (u.a. E-Bikes). Das bilanzielle Neugeschäft im Inland belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf insgesamt 739,9 Mio. € (VJ 663,2 Mio. €). Das Neugeschäft hat sich damit besser entwickelt als im Vorjahresbericht prognostiziert. Ursächlich hierfür war insbesondere eine verstärkte Nachfrage im Segment "Mobilität".

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit konnte im Geschäftsjahr 2023 leicht von 40,0 Mio. € auf 41,4 Mio. € gesteigert werden. Positiv wirkte sich im Berichtszeitraum eine Ausschüttung der PEAC (France) S.A.R.L. in Höhe von 25,9 Mio. € auf das Ergebnis aus. Auch ohne diesen Einmaleffekt lag das Ergebnis durch das gestiegene Neugeschäft über dem prognostizierten Wert. Im Vorjahr wurde ein Beitrag aus der vorzeitigen Beendigung von Derivatekontrakten in Höhe von 29,4 Mio. € erzielt. Zudem wurde im Vorjahr ein Einmaleffekt in Höhe von 10,6 Mio. € aus der Veräußerung einer Beteiligung an die PEAC (Germany) Beteiligungsgesellschaft mbH im außerordentlichen Ergebnis ausgewiesen. Der RoE des in der Berichtsperiode erstmalig bilanzwirksam erfassten Neugeschäftes beträgt 15,6% und liegt damit leicht über dem Niveau des Vorjahres (14,5%). Prognostiziert wurde ein RoE auf Vorjahresniveau. Zudem wurde ein Anstieg des des Jahresergebnisses erwartet.

Vor dem Hintergrund des starken Wettbewerbsumfeldes, der maßgeblich durch den Russland-Ukraine-Krieg beeinflussten volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der ursprünglich gedämpften Erwartungen wird der Geschäftsverlauf aus Sicht der Geschäftsführung insgesamt als gut eingeschätzt.

Vermögens- und Ertragslage

Das Leasingvermögen zu Restbuchwerten als wesentlicher Posten der Bilanzaktiva erhöhte sich leicht auf 1.027,7 Mio. € (VJ 985,8 Mio. €). Hierin sind die Anzahlungen auf das Vermietvermögen enthalten, die sich auf 12,9 Mio. € (VJ 9,3 Mio. €) belaufen.

Die Mietkaufforderungen lagen mit 460,2 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres (513,5 Mio. €).

Innerhalb der Forderungen an Kunden erhöhten sich die Forderungen an verbundene Unternehmen deutlich auf 561,6 Mio. € (VJ 301,3 Mio. €), da in weiter erhöhtem Umfang Refinanzierungen als konzerninterne Kreditgewährung durchgeführt wurden.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen reduzierten sich um 5,5 Mio. € auf 83,6 Mio. € (VJ 89,1 Mio. €). Hintergrund ist eine Wertberichtigung auf die Beteiligung an der PEAC Leasing JSC, Russland sowie eine Kapitalherabsetzung bei der PEAC (Czech Republic) s.r.o. um 7,0 Mio. €.

Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 2.409,1 Mio. € (VJ 2.112,0 Mio. €).

Auf der Passivseite erhöhten sich wie im Vorjahreszeitraum die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden durch Volumenzuwächse im Einlagengeschäft mit privaten Kunden. Die hieraus resultierenden Verbindlichkeiten betragen zum Berichtsstichtag 794,5 Mio. € (VJ 596,0 Mio. €). Ebenso zugenommen haben die Verbindlichkeiten aus ABS-Strukturen mit nun 1.140,8 Mio. € (VJ 871,8 Mio. €). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegen bei 12,2 Mio. € (VJ 184,1 Mio. €). Per Stichtag wird ein Eigenkapital von 254,3 Mio. € (VJ 254,3 Mio. €) mit einer bilanziellen Eigenkapitalquote von 10,6 % (VJ 12,0 %) ausgewiesen.

Die Leasingerträge bewegten sich mit 629,6 Mio. € (VJ 577,6 Mio. €) signifikant über dem Niveau des Vorjahres und enthalten im Wesentlichen Erlöse aus Leasingraten und Objektverkäufen am Vertragsende. Die Provisionserträge sind auf 15,0 Mio. € gestiegen (VJ 14,0 Mio. €).

Die Leasingaufwendungen, die unter anderem Restbuchwerte aus dem Abgang von Leasingvermögen beinhalten, erhöhten sich auf 149,7 Mio. € (VJ 142,8 Mio. €). Die Abschreibungen auf das Leasingvermögen steigen an auf 385,4 Mio. € (VJ 357,1 Mio. €). Dieser Posten beinhaltet auch außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 3,0 Mio. € auf Objekte aus zahlungsgestörten Verträgen (VJ Zuschreibungen in Höhe von 0,2 Mio. €).

Die Zinserträge sind um 22,5 Mio. € auf 51,6 Mio. € gestiegen (VJ 29,1 Mio. €). Neben dem Anstieg der Zinserträge aus Mietkaufverträgen trugen dazu auch die Zinserträge aus Darlehen an Tochtergesellschaften bei, die im Vergleich zum Vorjahr ein höheres Volumen aufweisen. Die Zinsaufwendungen sind aufgrund des höheren Marktzinsniveaus deutlich um 26,6 Mio. € auf 45,4 Mio. € angestiegen (VJ 18,8 Mio. €). Die laufenden Beteiligungserträge belaufen sich wegen der von der PEAC (France) S.A.R.L. empfangenen Ausschüttung auf 26,5 Mio. € (VJ 2,7 Mio. €). Im Vorjahr wurde zudem ein Einmalertrag in Höhe von 10,6 Mio. € aus der Veräußerung von Anteilen an der Linde Leasing GmbH an die PEAC (Germany) Beteiligungsgesellschaft mbH erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich im Berichtsjahr substanziell auf 11,1 Mio. € (VJ 35,9 Mio. €). Im Vorjahreswert waren Erträge in Höhe von 29,4 Mio. € aus der vorzeitigen Beendigung von Zinsderivatekontrakten, die zur Zinsbuchsteuerung eingesetzt werden, enthalten.

In den Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 5,9 Mio. € (VJ 0,3 Mio. €) werden Ausbuchungen, Zuführungen und Auflösungen von Einzelwertberichtigungen, pauschalierte Einzelwertberichtigungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen ausgewiesen.

Im Vorjahr wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung ein außerordentliches Ergebnis in Höhe von 7,9 Mio. € ausgewiesen. Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 2,7 Mio. € standen Erträgen in Höhe von 10,6 Mio. € aus der Veräußerung der Anteile einer Beteiligung an die PEAC (Germany) Beteiligungsgesellschaft mbH gegenüber.

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken wurde im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Nach Berücksichtigung der Aufwendungen für die Ergebnisabführung in Höhe von 41,4 Mio. € (VJ 48,0 Mio. €), von der im Berichtszeitraum bereits 31,9 Mio. € (VJ 32,0 Mio. €) als Zahlung an die Gesellschafterin geflossen sind, wird ein Jahresüberschuss von 0 Mio. € (VJ 0 Mio. €) ausgewiesen.

4. Refinanzierung und Liquidität

Die Gesellschaft verfügt über eine Vielzahl von Refinanzierungsmöglichkeiten, die sie unter ökonomischen und strategischen Aspekten nutzt. Im Berichtsjahr wurde die Refinanzierungsstruktur weiter diversifiziert. PEAC setzt im Wesentlichen auf die Refinanzierung über Verbriefungsstrukturen und die Einlagenprodukte von Privatkunden mit einem Fokus auf ein bis drei Jahren. Die traditionellen Refinanzierungsquellen der besicherten und unbesicherten Refinanzierungen sowie Forfaitierungen wurden im Berichtsjahr lediglich in begrenztem Umfang eingesetzt.

Die wesentlichen Komponenten neben den Einlagen, die im Geschäftsjahr von rund 0,6 Mrd. € im Vorjahr auf 0,8 Mrd. € gesteigert wurden, waren der sich in Tilgung befindende öffentliche ABS Bond TREVA 1, der zum Stichtag noch bei ca. 94 Mio. € lag, sowie die mit BAML und BNP betriebene private ABS Struktur mit einem Rahmen von 1 Mrd. €. Zusätzlich bestand mit der ING die Green ABS Struktur mit einem maximalen Rahmen von 0,35 Mrd. €. Hier erfolge im Berichtsjahr eine Erhöhung um 0,1 Mrd. € auf 0,35 Mrd. € statt.

Die Refinanzierung über Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von rund 2,0 Mrd. € setzt sich zum Bilanzstichtag im Wesentlichen zusammen aus 40% Kundeneinlagen, 53% Ziehungen unter privaten ABS Programmen, 5% Refinanzierung aus der öffentlichen ABS Bond Emission und ca. 2% aus anderen im Wesentlichen besicherten Refinanzierungen.

Als weiteres Instrument nutzt die Gesellschaft die regresslose Forfaitierung von Forderungen für die Refinanzierung und den Kreditrisikotransfer. Hierfür verfügt die Gesellschaft über ein stabiles und diversifiziertes Portfolio an Forfaitierungspartnern. Ferner kann die Gesellschaft auch auf unbesicherte Refinanzierungen von Banken zurückgreifen.

Die Mittelaufnahme erfolgt im Rahmen der dargestellten Refinanzierungsquellen grundsätzlich weitestgehend fristen- und währungskongruent zur Aktivseite. Das Treasury der Gesellschaft hat insofern ein passiv ausgerichtetes Mandat.

Die Liquidität der Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt durchweg komfortabel gesichert. Die der Gesellschaft gewährten Kreditlinien betrugen zum Jahresende mehr als 1,4 Mrd. €, davon waren ca. 33% nicht in Anspruch genommen. Gleichzeitig verfügte die Gesellschaft über Guthaben bei Kreditinstituten und der Bundesbank in Höhe von insgesamt rund 0,1 Mrd. € (VJ 0,1 Mrd €).

5. Gesamtaussage der Geschäftsführung zur wirtschaftlichen Lage

Das wirtschaftliche Umfeld in der Leasing- und Finanzbranche war im abgelaufenen Geschäftsjahr maßgeblich durch den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, Preissteigerungen insbesondere bei Energie, anhaltende Lieferengpässe und Zinserhöhungen der Zentralbanken geprägt. In diesem Umfeld hat die Gesellschaft dennoch ihr Neugeschäft ertrags- und risikoorientiert weiter ausbauen können. Geschäftsentwicklung und Ertragslage lagen über Vorjahresniveau und Planung.

6. Chancen- und Risikobericht

Die realwirtschaftliche und finanzwirtschaftliche Lage in Europa und Deutschland ist weiterhin im hohen Maße von den Folgen der Corona-Krise und von Unsicherheiten geprägt. Hinzu kommen weiterhin die politischen Unsicherheiten durch den am 24. Februar 2022 begonnenen Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine. Deutschland kam zunächst noch vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie, während der Energiekrise allerdings entwickelte sich die deutsche Wirtschaft sehr schwach. Der Sachverständigenrat Wirtschaft erwartet für das Jahr 2023 eine schrumpfende Wirtschaftsleistung und für 2024 ein langsames Wachstum. im Jahr 2023 wird ein Rückgang des BIPs von -0,4% prognostitiert und für 2024 eine leichte Erholung von 0,73%. Für den Jahresverlauf 2023 wird durchschnittliche Inflationsrate von 6,1% und für das Jahr 2024 von 2,6% prognostiziert. [9]

Der ifo Geschäftsklimaindex für die Leasing-Branche ist im Januar 2024 weiter gefallen, von 11,2 Punkten sank er auf -2,8 Punkte und rutschte damit in den negativen Bereich. Von den Leasingesellschaften wurde sowohl die aktuelle Lage als auch die Erwartung an die Geschäftsentwicklung wesentlich schlechter bewertet als noch im Dezember 2023. [10]

Trotz der angespannten realwirtschaftlichen und finanzwirtschaftlichen Lage sieht die Gesellschaft weitere Chancen durch die Etablierung neuer Produkte und Expansion in weitere Branchen und Länder. Zusätzliche Impulse werden aus der Weiterentwicklung der Point-of-Sale Tools zur Unterstützung Vertriebskanäle erwartet. Zudem ergeben sich als CRR-Kreditinstitut für die Gesellschaft weitere Chancen. Auf der Refinanzierungsseite wird eine weitere Diversifizierung der Refinanzierungsquellen und die damit verbundene Optimierung der Refinanzierungskosten angestrebt.

7. Risikostrategie und Risikomanagement

Die Gesellschaft hat eine umfassende Risikostrategie auf Basis der Geschäftsstrategie definiert. Der in diesem Zusammenhang formulierte Risikoappetit drückt das Ausmaß der Risiken aus, welches die Gesellschaft bereit ist zu akzeptieren. Die Risikostrategie und der Risikoappetit bildet den Rahmen für die weiteren operativen Steuerungsinstrumente, zum Beispiel für das Limit-Rahmenwerk zur Begrenzung wesentlicher Risiken.

Die Risikomanagementfunktion ist bis in die Geschäftsleitung hinein vom Markt unabhängig organisiert und erfüllt die Rolle der "Second Line of Defence" im "Three Lines of Defence" Modell. Das Risikomanagement umfasst sowohl das Management der wesentlichen Einzelrisiken als auch das gesamthafte Management über alle Risikoarten hinweg.

Die Steuerung wird von zwei wesentlichen Entscheidungsgremien unterstützt, dem Risk & Compliance Committee (RiCo) und dem Asset & Liability Committee (ALCo). Beide Gremien sind Untergremien der Geschäftsleitung.

Risikoinventur

Entsprechend des übergreifenden Risikomanagement-Frameworks führt PEAC regelmäßig und anlassbezogen eine umfassende Risikoidentifikation und Wesentlichkeitseinschätzung durch (Risikoinventur). Mit der Risikoinventur verschafft sich die Geschäftsleitung regelmäßig und anlassbezogen einen Überblick über die Risiken des Instituts (Gesamtrisikoprofil).

Im Rahmen des Risikoinventurprozesses erfolgt zunächst eine Analyse aller resultierenden Einzelrisikoarten aus der Geschäftstätigkeit der PEAC. Dabei werden insbesondere aktuellen Trends, historischen Beobachtungen, aufsichtlichen Anforderungen, Konsultationen und etwaigen Weiterentwicklungen in der Geschäftstätigkeit Rechnung getragen. Im Anschluss werden die identifizierten Einzelrisiken auf ihre Wesentlichkeit hin überprüft. Wesentlich sind die Risiken, die die Vermögenslage (inklusive Kapitalausstattung), die Ertragslage oder die Liquiditätslage der PEAC spürbar beeinträchtigen können. Dabei darf sich die Einwertung nicht ausschließlich auf die Auswirkungen in der Rechnungslegung sowie formalrechtlichen Ausgestaltungen beziehen. Vielmehr ist neben der Wirkung auf die normative Sichtweise auch die Wirkung in der ökonomischen (d.h. barwertnahen) Sichtweise von ICAAP/ILAAP zu berücksichtigen. Dadurch wird eine jederzeit angemessene Kapital- und Liquiditätsausstattung der PEAC sichergestellt.

Dier Erörterung und Verabschiedung der Ergebnisse der Risikoinventur erfolgen stets durch die Geschäftsführung im Rahmen des RiCo. Das RiCo ist zudem für die Ausgestaltung der Verfahren, Methoden und Prozesse der Risikoinventur verantwortlich.

Wesentliche Risiken und Risikotragfähigkeit

Die folgenden Risikoarten wurden im Geschäftsjahr für PEAC im Rahmen der Risikoinventur als wesentlich eingestuft:

• Kreditrisiken

• Marktrisiken

• Liquiditätsrisiken

• Geschäftsrisiken

• Nicht finanzielle Risiken (Operationelle Risiken, Reputationsrisiken und ESG-Risiken)

Die wesentlichen Risiken werden fortlaufend analysiert, überwacht, berichtet und unter Einhaltung der Limite und des Risikoappetits aktiv gesteuert. Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung wurde eine stets ausreichende Kapitalausstattung sowohl in der ökonomischen Perspektive als auch in der normativen Sicht für den Planungszeitraum festgestellt.

Risikotragfähigkeit

Das übergreifende Risikomanagementkonzept der PEAC bildet die Risikotragfähigkeitsrechnung Sie umfasst entsprechend der Anforderung der MaRisk sowohl eine normative als auch ökonomische Perspektive. Bei der normativen Perspektive stehen regulatorisch normierte, also mit klar festgelegten Berechnungsverfahren bestimmte, (regulatorische) Kapitalanforderungen im Fokus. Dabei stellt die normative Perspektive ausgehend vom Stichtag eine Projektionsrechnung regulatorischer Kapitalquoten über einer Mittelfristzeitraum von drei Jahren dar. Der Projektionsrechnung liegt ein Basisszenario, das Planszenario, zu Grunde. Zusätzlich wird die Projektionsrechnung für ein adverses Szenario durchgeführt.

Die Zielsetzung der normativen Perspektive liegt in der nachhaltigen Fortführbarkeit der Geschäftstätigkeit der PEAC Gruppe. Zu diesem Zweck legt PEAC in der normativen Perspektive dar, wie sich im Planungsfall die Kapitalsituation und Kapitalanforderungen sowie die daraus resultierenden regulatorischen Kapitalquoten sowie die Verschuldungsquote über drei Jahre entwickeln werden. Im adversen Szenario wird ergänzend untersucht, wie sich die wesentlichen Risiken auf zukünftige GuV-, Eigenmittel- und Gesamtrisikopositionsbeträge auswirken können. Insofern handelt es sich um eine periodenorientierte Perspektive.

Die ökonomische Perspektive hingegen zielt darauf ab, die Angemessenheit der Kapitalausstattung aus einer rein ökonomischen Sicht zu beurteilen, wobei der Ansatz der jeweiligen Kenngrößen explizit nicht notwendigerweise auf buchhalterischen oder regulatorischen Vorschriften beruhen muss.

Die PEAC Gruppe hat eine ökonomische Sichtweise implementiert, die alle Risiken abdeckt, die unter Berücksichtigung von Fair-Value-Betrachtungen für die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der PEAC Gruppe einen wesentlichen Einfluss auf die Kapitalausstattung haben können.

In der ökonomischen Perspektive setzt die PEAC Gruppe den ökonomischen Kapitalbedarf (Economically required Capital - ErC) mit der zur Deckung von Risiken verfügbaren Risikodeckungsmasse (Risk bearing Capacity - RbC) in Relation, welche sich aus dem Risikodeckungspotenzial (Risk bearing Potential - RbP) abzgl. eines festgelegten Managementpuffers ergibt. Der Managementpuffer wird verwendet, um Unsicherheiten im Zusammenhang mit Prognosen auszugleichen, um die nachhaltige Verfolgung des Geschäftsmodells zu gewährleisten und um Flexibilität bei Geschäftsentscheidungen zu ermöglichen, ohne die Risikotragfähigkeit zu gefährden. Ein Limit-/Allokationsrahmen stellt sicher, dass die gesamte Risikoposition durch Risikodeckungsmasse abgedeckt und somit die Risikotragfähigkeit jederzeit gegeben ist.

Die Risikotragfähigkeitsrechnung erfolgt quartalsweise sowohl auf Einzelinstituts- als auch auf Gruppenebene. Die Risikoquantifizierung erfolgt dabei auf Ebene der einzelnen Risikoarten. Potenziell risikomindernde Diversifikationseffekte zwischen Risikoarten bleiben aus Vorsichtsgesichtspunkten unberücksichtigt. Dementsprechend werden die Beiträge der einzelnen Risiken zur Gesamtrisikoposition addiert. Ergänzt wird die ökonomische Perspektive durch eine Stressbetrachtung sowohl des Risikodeckungspotenzials als auch der Risikoposition.

Alle genannten wesentlichen Risikoarten werden im Risikotragfähigkeitsprozess berücksichtigt und - sofern ökonomisch sachgerecht möglich - entsprechend quantifiziert und limitiert. Für die Risikoquantifizierung wird für die jeweiligen Risikoarten ein Konfidenzniveau von 99,9% zugrunde gelegt. Die Risikotragfähigkeit war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Die maximale Auslastung lag im Jahr 2023 bei 65,5% des um einen zusätzlichen Managementpuffer reduzierten Risikodeckungspotenzials. Auf Ebene der Gesellschaft stellen sich die Risiken innerhalb des Basis-Szenarios zum Bilanzstichtag aus ökonomischer Perspektive wie folgt dar:

Der ökonomische Kapitalbedarf über alle wesentlichen Risikoarten betrug per 31.12.2023 insgesamt 176,5 Mio. €. Demgegenüber stand eine Risikodeckungsmasse in Höhe von 280 Mio. €, sodass sich hieraus eine Auslastung der Risikotragfähigkeit von 63,0% ergibt.

Kreditrisiken

Kreditrisiken resultieren in erster Linie aus dem Kundenkredit-/Leasinggeschäft und stellen das Risiko von Verlusten aufgrund des Ausfalls eines Kunden dar. Darüber hinaus entstehen Adressrisiken aus Beteiligungspositionen, aus derivativen Geschäften gegenüber Kontrahenten sowie aus der Berücksichtigung von ESG-Risiken.

Die Qualität des Leasingportfolios, gemessen an der durchschnittlichen Kundenbonität des Portfolios, hat sich im vergangenen Geschäftsjahr leicht verschlechtert, befindet sich aber weiterhin deutlich innerhalb der gesetzten Limite. Durch den Ausbau des Mengengeschäftes konnten die Risikokonzentrationen in Bezug auf einzelne Kreditnehmer sowie einzelne Branchen weiter reduziert werden.

Die Steuerung von Kreditrisiken findet im Wesentlichen schon bei der Votierung, also der Kreditvergabe statt. Neben einem "risk-based-pricing" gibt es betragsmäßige Beschränkungen gemäß des Risikoappetits, die das Gesamtrisiko aus Adressenausfallrisiko und Besicherung (insbesondere durch die Leasingobjekte) begrenzen.

Die Gesellschaft überprüft ihre Kreditvergabestandards turnusgemäß sowie anlassbezogen. So wurde im Berichtsjahr beispielsweise beschlossen, die Kreditvergabe an Unternehmen aus energieintensiven Branchen an verschärfte Bonitätsanforderungen zu knüpfen.

Neben der aktiven Steuerung ist ein gezieltes Monitoring der Kreditrisiken ein wesentlicher Teil des Risikomanagementprozesses. Dies erfolgt im in der Abteilung Group Risk Controlling & Regulatory Reporting. Dazu gehören eine monatliche Kreditrisikoberichterstattung im Group Risk Report sowie Credit Risk Report, Ad-hoc Berichterstattungen oder Analysen sowie Stresstests und Szenariorechnungen an die Geschäftsführung sowie die Mitglieder des Risk & Compliance Committee.

Wesentliche Risikoparameter im Kreditrisiko sind die Ausfallwahrscheinlichkeit eines Kunden (PD sowie die Verlustquote bei Ausfall (LGD). Zur Ermittlung der kundenspezifischen Ausfallwahrscheinlichkeit setzt PEAC eigenentwickelte interne Ratingmodelle (diskriminanzanalytische Verfahren) ein. Die LGD-Schätzung erfolgt auf Basis historischer Wiedereinbringungsquoten, maßgeblicher Inputfaktor sind hier Marktwerterlöse aus Verwertung der als Sicherheit dienenden Leasingobjekte.

Im Rahmen des ökonomischen Risikotragfähigkeitsrechnung wird der ökonomische Kapitalbedarf in Anlehnung an den IRB-Ansatz gemäß CRR ermittelt. Die ErC-Limitauslastung für Kreditrisiken betrug zum Stichtag 31.12.2023 68,2%.

Marktrisiken

Marktrisiken ergeben sich aus Änderungen der Marktpreise oder Marktparameter. Für die PEAC resultiert das Marktrisiko hauptsächlich aus Zins- und Wechselkursrisiken, die sich aus möglichen Inkongruenzen zwischen den Aktiva und Passiva der PEAC ergeben.

Durch die weitestgehend fristenkongruente Finanzierung sowie das Hedging von Zinsrisiken entstehen Zinsänderungsrisiken grundsätzlich nur in begrenztem Maße. Die Gesellschaft nutzt hierbei Derivate, um sich insbesondere gegen Zinsänderungsrisiken im Rahmen von Refinanzierungstransaktionen oder gegen zukünftig erwartete Zinsänderungen abzusichern.

Durch ihre Auslandsaktivitäten hat die Gesellschaft in sehr begrenztem Umfang Fremdwährungsrisiken. Diese ergeben sich potenziell aus unvollkommenen Absicherungen der Fremdwährungsdarlehen an Tochtergesellschaften sowie mittelbar aus den gehaltenten Beteiligungsbuchwerten mit potenziellem Wertberichtigungsbedarf im Falle einer dauerhaften Wertminderung. Alle Mehrheitsbeteiligungen sind in das Risikocontrolling auf Gruppenebene einbezogen. Ferner sind die Tochtergesellschaften umfänglich in das Neugeschäfts- und Risikoreporting der PEAC Gruppe integriert.

Das Marktrisikocontrolling ist in der Abteilung Market & Liquidity Risk Controlling angesiedelt. Die Berichterstattung erfolgt wöchentlich mit dem Market Risk Report sowie monatlich im Group Risk Report an die Geschäftsführung sowie die Mitglieder des Risk & Compliance Committee.

Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung werden Marktrisiken auf Basis eines Value-at-Risk-Ansatz mittels historischer Simulation ermittelt. Hierbei werden Zinsänderungs- und Fremdwährungsrisiken kombiniert betrachtet und implizite Korrelationen in der Datenhistorie berücksichtigt.

Die ErC-Limitauslastung für Marktrisiken betrug zum Stichtag 31.12.2023 40,2%.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko im engeren Sinne ist das Risiko, dass die PEAC nicht in der Lage ist, ihren gegenwärtigen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Im weiteren Sinne umfasst dies auch Refinanzierungs- und Marktliquiditätsrisiken.

Zur Minimierung und Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Gesellschaft ein umfangreiches ILAAP Rahmenwerk etabliert. Mittels aktiver Steuerung der Finanzierungskanäle wird die Sicherstellung einer jederzeit ausreichenden Liquidität gewährleistet. Die Liquidität wird durch einen angemessenen Liquiditätspuffer, Kapitalmarkttransaktionen und Bankfazilitäten sichergestellt. Als weiteres Refinanzierungsinstrument dient zudem das Einlagengeschäft mit Privatkunden in Deutschland.

Die Messung und Steuerung des Liquiditätsrisikos erfolgt in der normativen Perspektive über die aufsichtsrechtlichen Kennziffern Liquidity Coverage Ratio (LCR) und Net Stable Funding Ratio (NSFR). Im Rahmen der ökonomischen Perspektive erfolgt das Liquiditätsrisikomanagement auf Basis der Liquiditätsablaufbilanz (LAB). Für die LAB wird sowohl ein Basis- als auch verschiedene Stressszenarien simuliert. In diesen Szenarien werden zudem Refinanzierungs- und Marktliquiditätsrisiken grundsätzlich berücksichtigt. Letztere spielen derzeit für PEAC aufgrund des vollständigen Haltens des Liquiditätspuffers bei der Bundesbank keine Rolle. Beispielweise werden im Stressszenario verringerte Prolongationsquoten für Termineinlagen, Abflüsse für erhöhte Collateralstellungen und erhöhte Kreditausfälle simuliert. Die Liquiditätsrisiken bewegten sich im vergangenen Geschäftsjahr stets im Rahmen der gesetzten Limite. Die Liquiditätskennzahlen betrugen für PEAC Group zum Stichtag 31.12.2023 wie folgt:

• LCR 310,3 %

• NSFR 120,0 %

• LAB 90,5 Mio. € (Mindest-Nettoliquidität innerhalb der nächsten 3 Monate)

Das Liquiditätsrisikocontrolling ist in der Abteilung Market & Liquidity Risk Controlling angesiedelt. Die Berichterstattung erfolgt wöchentlich mit dem Market Risk Report sowie monatlich im Group Risk Report an die Geschäftsführung sowie die Mitglieder des Risk & Compliance Committee.

Geschäftsrisiken

Das Geschäftsrisiko ist das Risiko wirtschaftlicher Verluste aufgrund negativer Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung, die sich aus unerwarteten Veränderungen im Geschäftsumfeld ergeben und nicht explizit oder implizit in anderen Risikoarten enthalten sind. Ebenfalls berücksichtigt sind Reputationsschäden.

Grundsätzlich ist die Nachfrage nach den von der Gesellschaft angebotenen Finanzierungslösungen abhängig von der Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes. Damit einher gehen schwankende Finanzierungsvolumina und sich verändernde Margen. Strategische Risiken und das Aufwands- und Ertragsrisiko sind daher wesentlich für die Gesellschaft. Zudem ist die Gesellschaft darüber hinaus von nationalen und internationalen Regulierungen betroffen. Das regulatorische Umfeld befindet sich im stetigen Wandel, mit tendenziell steigender Komplexität und steigenden Kosten für die Erfüllung aller maßgeblichen regulatorischen Anforderungen. Das politische und regulatorische Risiko ist daher ebenfalls wesentlich für die Gesellschaft. Geschäftsrisiken werden im Rahmen des laufenden Plan-Ist-Abgleichs überwacht und mindestens monatlich berichtet, um frühzeitig möglichen negativen Entwicklungen durch geeignete Maßnahmen entgegenwirken zu können.

Das Risikocontrolling für Geschäftsrisiken erfolgt in der Abteilung Group Risk Controlling & Regulatory Reporting. Die Berichterstattung erfolgt monatlich im Group Risk Report an die Geschäftsführung sowie die Mitglieder des Risk & Compliance Committee.

Die ErC-Limitauslastung für Geschäftsrisiken belief sich zum Stichtag 31.12.2023 auf 45,3%.

Nicht finanzielle Risiken

Operationelle Risiken, Reputationsrisiken und ESG-Risiken umfassen die nicht finanziellen Risiken. Operationelle Risiken werden anhand eines umfassenden Operational Risk Management Rahmenwerks analysiert, überwacht, berichtet und aktiv gesteuert. Die im Laufe des Geschäftsjahres aufgetretenen operationellen Schadensfälle wurden im Rahmen der bestehenden Prozesse aufgenommen, analysiert und es wurden effektive Maßnahmen zur Vermeidung zukünftiger Schadensereignisse abgeleitet. Gleichsam wurde eine Arbeitsgruppe etabliert, die konsequent an risikobegrenzenden neuen Maßnahmen arbeitet.

Durch das interne Kontrollsystem sind wirksame und effektive Kontrollen in den relevanten Geschäftsprozessen verankert, um operationelle Risiken im Zusammenhang mit zunehmenden Automatisierungen und dem Einsatz qualifizierter Mitarbeiter wirksam zu limitieren. Die Gesellschaft hat zudem für eine Reihe möglicher operationeller Risiken Versicherungen zur Verlustreduzierung bzw. -mitigation abgeschlossen.

Reputationsrisiken sind wesentlich für die Gesellschaft und schlagen sich in ihrer Konsequenz in anderen Risikoarten nieder. Das Reputationsrisiko wirkt somit indirekt auf die Ertrags- und Vermögenslage und wird daher nicht separat quantifiziert und limitiert. Reputationsrisiken werden daher adäquat risikoartenübergreifend im Zuge einer integrierten Steuerung im Risikomanagement berücksichtigt.

Die materiellen Auswirkungen von ESG-Risiken treffen PEAC über andere Risikoarten (ESG-Risiko als Sekundärrisikoart), daher wird die Quantifizierung von ESG-Risiken im Rahmen der Risikomessung des nicht-finanziellen Risikos nur für die nicht in anderen Risikoarten gemessenen Risiken vorgenommen.

Insbesondere Kredit-, Geschäfts- und Reputationsrisiken werden zunehmend auch durch ESG-Risiken tangiert. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung wird das ESG-Risiko aus Expertensicht als wesentlich eingestuft. Die Fortentwicklung dieses Themas unterliegt einer intensiven laufenden Beobachtung.

Das Risikocontrolling nicht-finanzieller Risiken erfolgt in der Abteilung Group Risk Controlling & Regulatory Reporting. Die Berichterstattung erfolgt monatlich im Group Risk Report sowie quartalsweise im OpRisk-Report an die Geschäftsführung sowie die Mitglieder des Risk & Compliance Committee.

Die ErC-Limitauslastung für operationelle Risiken belief sich zum Stichtag 31.12.2023 auf 86,8%.

Bildung von Risikovorsorge

Verträge mit Überfälligkeiten bis kleiner 90 Tage, Stundungen sowie mit signifikanten Verschlechterungen der Leasingnehmerbonität im Vergleich zum Vertragsbeginn werden auf Basis des IFRS-Impairmentrechners in Höhe des Lifetime-Expected-Credit-Loss (Kumulierung der diskontierten monatlichen Expected Credit Losses bis zum Vertragsende) pauschal wertberichtigt.

Einzelwertberichtigungen werden für rückständige Forderungen und offene Posten, beispielsweise Raten oder Verkaufsrechnungen, vorgenommen. Ungesicherte Restwerte werden zudem einem Impairment unterzogen.

Für außerbilanzielle Sachverhalte werden Risikorückstellungen gebildet. Dies trifft insbesondere bei noch nicht abgerechneten Leasingverhältnissen im Antragsstadium zu.

Die PEAC (Germany) GmbH verwendet für die Risikovorsorge nach HGB den im IFRS-Impairmentrechner ermittelten Exposure at default (EAD). Die Verträge werden daher in die drei Stufen der IFRS 9 - Systematik eingeordnet. Die pauschalen und spezifischen Wertberichtigungen werden dabei im Einklang mit IDW RS BFA 7 in Höhe des 12-Monats- bzw. Lifetime Expected Loss nach Maßgabe der für IFRS 9 implementierten Ermittlungsmethode gebildet. Die Beträge werden auf Einzelgeschäftsbasis unter Verwendung folgender Parameter ermittelt:

• PD (Probability of Default): Ausfallwahrscheinlichkeit

• EAD (Exposure at Default): Ausstehendes Forderungsvolumen

• LGD (Loss Given Default): Verlustquote

• CCF (Credit Conversion Factor): Erwartete Quote der Inanspruchnahme von Kreditzusagen und Eventualverbindlichkeiten

Für aktives Geschäft, das 90 Tage oder mehr überfällig ist, sowie für beendete und gestörte Verträge werden Wertberichtigungen durch Gegenüberstellung der geplanten Erlöse mit dem Buchwert ermittelt. Bei nicht ausreichender Deckung des Buchwerts durch die geplanten Erlöse bei Partnern mit einem EaD von bis zu 250 Tsd. € wird eine Risikovorsorge in Höhe von 100% der Differenz der beiden Größen gebildet. Bei Partnern mit einem EaD von über 250 Tsd. € erfolgt die Ermittlung szenariobasiert.

Sofern sich Risiken auf die den Leasingverträgen zu Grunde liegenden Objekte beziehen, zum Beispiel, wenn der aktuell ermittelte Marktwert unter dem kalkulierten Restwert liegt, werden ebenfalls Wertberichtigungen vorgenommen.

8. Prognosebericht

Der Prognosebericht der Gesellschaft umfasst einen Zeitraum von einem Geschäftsjahr. Die Prognosen sind u.a. unter Berücksichtigung aktueller Einschätzungen des BDL sowie Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft und Forschungsinstitutionen erstellt worden.

Die realwirtschaftliche als auch finanzwirtschaftliche Entwicklung und hierdurch auch das Geschäftsjahr 2024 der Gesellschaft werden maßgeblich von dem weiteren Verlauf und den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sowie der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung geprägt sein. Es wird erwartet, dass im Jahr 2024 das BIP in Deutschland um 0,7% steigt. Die hohe Inflation stellt eine unveränderte Belastung für die Konjunktur dar. [11]

Der Krieg in der Ukraine hat unverändert Auswirkungen auf das Geschäft des verbundenen Unternehmens PEAC Leasing JSC mit Sitz in Moskau, Russland. Weiterhin lassen sich Umfang und Dauer von Sanktionen nicht verlässlich abschätzen. Etwaige russische Gegensanktionen können sich nachteilig auf die Entwicklung auswirken. Die Gesellschaft plant daher den Verkauf der PEAC Leasing JSC und hat auf Basis eines endverhandelten Kaufvertrages unter Einbezug bestehender Darlehensforderung mögliche bilanzielle Belastungen in Höhe von 2,1 Mio. € bereits ergebniswirksam berücksichtigt.

Der im Januar 2024 deutlich gesunkene ifo Geschäftsklimaindex für die Leasingbranche zeigt die eingetrübte Stimmung der Leasing-Wirtschaft. [12]

Die Gesellschaft geht für 2024 von einem gegenüber dem Berichtsjahr von einem leichten Anstieg des Neugeschäftsvolumens und einem Return on Equity auf Vorjahresniveau aus.

Die Refinanzierung der Gesellschaft wird unverändert über i.W. private und öffentliche Verbriefungsprogramme sowie Einlagen erfolgen. Mögliche Auswirkungen geldpolitischer Entscheidungen der Europäischen Zentralbank im Jahr 2024 werden fortlaufend im Kontext des eigenen Refinanzierungsmixes bewertet werden. Diese können im Jahresverlauf zu einer Anpassung des Refinanzierungsmixes führen.

Risiken bestehen für den Fall, dass sich das allgemeine makroökonomische Umfeld weiter verschlechtert, wobei die volkswirtschaftlichen und weltwirtschaftlichen Folgen des Ukrainekriegs zum jetzigen Zeitpunkt weiterhin unklar sind. Hierzu zählen auch die umfangreichen Sanktionen gegen Russland, die von der Staatengemeinschaft in Kraft gesetzt wurden, sowie potenziell weitere Maßnahmen und damit einhergehende Risiken (u.a. Inflation, Energiepreise). Auf Basis einer Sondergenehmigung russischer Behörden konnten Zahlungen für bestehende Forderungen gegenüber der PEAC Leasing JSC bis einschließlich 31.12.2022 vollumfänglich vorgenommen werden. Seit dem 1.1.2023 können die Zahlungen nur noch in eingeschränktem Umfang von Russland nach Deutschland erfolgen. Risiken in Bezug auf die planmäßige Bedienung der Forderungen bestehen für den Fall, dass die Beschränkungen auch zukünftig bestehen bleiben.

Für 2024 erwartet die Gesellschaft ein Jahresergebnis auf Niveau von 2023. Das operative Ergebnis des Berichtsjahres beträgt 15,5 Mio. €, das sich im Berichtszeitraum ohne Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen ergeben hätte. Die Planungsprämissen werden in regelmäßigen Abständen gegen die aktuellen volkswirtschaftlichen Prognosen und Auswirkungen aufgrund der geopolitischen Unsicherheiten geprüft. Materielle gegenläufige Entwicklungen werden zu einer Überprüfung und ggfs. Anpassung von Ergebnisprognose und Neugeschäftsplanung führen.

Abweichungen von den der Planung zu Grunde liegenden Prämissen könnten dabei zu nicht genau vorherbestimmbaren negativen Einflüssen auf die Liquiditäts-, Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft führen.

 

Hamburg, den 24. April 2024

PEAC (Germany) GmbH

Geschäftsführung

Mark Bußmann

Andreas Thomas

Daniel Piatek

[1] Stand 2023, volumensgewichtet.

[2] Vgl. https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/jahresgutachten-2023.html, Abruf vom 13.02.2024.

[3] Vgl. https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/jahresgutachten-2023.html, Abruf vom 14.02.2024.

[4] Vgl. BIP im Euroraum unverändert und Erwerbstätigkeit um 0,3% gestiegen - Eurostat (europa.eu) Abruf vom 19.03.2024.

[5] Vgl. ifo Geschäftsklimaindex gefallen (Januar 2024) | Fakten | ifo Institut, Abruf vom 12.02.2024.

[6] Vgl. Leasing-Marktbericht (leasingverband.de) , Abruf vom 19.03.2023.

[7] Vgl. Leasing-Marktbericht (leasingverband.de) Abruf vom 19.03.2023.

[8] Vgl. Private Haushalte (bundesbank.de) Abruf vom 12.02.2024.

[9] Vgl. https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/jahresgutachten-2023.html, Abruf vom 13.02.2024.

[10] Vgl. https://bdl.leasingverband.de/newsroom/aktuelles/einzelansicht/ifo-geschaeftsklima-deutlicher-einbruch, Abruf vom 13.02.2024.

[11] Vgl. https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/jahresgutachten-2023.html, Abruf vom 13.02.2024.

[12] Vgl. https://bdl.leasingverband.de/newsroom/aktuelles/einzelansicht/ifo-geschaeftsklima-deutlicher-einbruch Abruf vom 13.02.2024.

Bilanz

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
1. Barreserve
a) Guthaben bei Zentralnotenbanken 7.059.218,64 7.059.218,64 5.726.610,08 5.726.610,08
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 7.059 TEUR (Vorjahr: 5.727 TEUR)
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 116.176.155,92 70.310.363,92
b) andere Forderungen 5.179,58 116.181.335,50 0,00 70.310.363,92
3. Forderungen an Kunden 1.060.038.950,52 831.466.352,40
darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute: 363.369 TEUR (Vorjahr: 170.555 TEUR)
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Anleihen und Schuldverschreibungen von anderen Emittenten 13.856.142,25 29.732.094,86
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0 TEUR
5. Beteiligungen 0,00 0,00
darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute: 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR)
6. Anteile an verbundenen Unternehmen 83.607.087,38 89.116.250,11
darunter: an Kreditinstituten: 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR)
darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten: 83.607 TEUR (Vorjahr: 89.116 TEUR)
7. Leasingvermögen 1.027.723.494,38 985.794.970,85
8. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.463.012,00 3.043.267,00
b) Geschäfts- oder Firmenwert 797.528,00 1.213.629,00
c) geleistete Anzahlungen 414.194,81 3.674.734,81 758.252,62 5.015.148,62
9. Sachanlagen 213.834,00 289.118,63
10. Sonstige Vermögensgegenstände 34.618.360,38 26.676.192,73
11. Rechnungsabgrenzungsposten 62.142.575,48 67.751.624,83
12. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 24.248,24 72.225,91
2.409.139.981,58 2.111.950.952,94

Passivseite

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 4.446.336,03 2.998.382,51
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 7.713.229,41 12.159.565,44 181.118.870,83 184.117.253,34
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 46.092.090,61 43.926.561,77
ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 1.925.787.737,45 1.971.879.828,06 1.458.411.264,89 1.502.337.826,66
darunter: gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten: 2.165 TEUR (Vorjahr: 1.119 TEUR)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 31.295.562,78 31.903.766,03
4. Rechnungsabgrenzungsposten 106.990.381,72 104.161.135,66
5. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 20.000.334,39 23.992.662,92
b) Steuerrückstellungen 0,00 0,00
c) andere Rückstellungen 10.773.420,75 30.773.755,14 9.397.419,89 33.390.082,81
6. Fonds für allgemeine Bankrisiken 1.768.113,40 1.768.113,40
7. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
b) Kapitalrücklage 252.272.775,04 252.272.775,04
c) andere Gewinnrücklage 0,00 0,00
d) Gewinn- und Verlustvortrag 0,00 0,00
c) Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 0,00 254.272.775,04 0,00 254.272.775,04
2.409.139.981,58 2.111.950.952,94
1. Eventualverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 5.348.031,15 10.012.790,92
2. Andere Verpflichtungen
Unwiderrufliche Kreditzusagen 91.256.144,26 102.722.247,02

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
1. Leasingerträge 629.617.122,03 577.561.530,94
2. Leasingaufwendungen -149.671.355,42 479.945.766,61 -142.804.665,51 434.756.865,43
3. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 51.628.903,76 29.040.811,51
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 3.990,54 51.632.894,30 66.184,73 29.106.996,24
darunter Negativzinsen 765,56 -125.927,14
4. Zinsaufwendungen -45.411.090,94 -18.778.144,22
darunter Positivzinsen 0,00 121.642,90
darunter Negativzinsen 0,00 -79.793,92
5. Laufende Erträge aus
a) Beteiligungen 0,00 1.678.454,86
b) Anteilen an verbundenen Unternehmen 26.507.069,52 26.507.069,52 1.068.186,87 2.746.641,73
6. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0,00
7. Provisionserträge 14.992.880,79 14.008.533,74
8. Provisionsaufwendungen -42.158.998,53 -27.166.117,74 -33.683.316,89 -19.674.783,15
9. Sonstige betriebliche Erträge 11.143.278,65 35.937.343,01
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -24.320.151,45 -24.063.520,32
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorge und für Unterstützung -4.068.558,60 -28.388.710,05 -8.512.533,74 -32.576.054,06
darunter: für Altersversorgung -551 TEUR (Vorjahr -5.133 TEUR)
b) andere Verwaltungsaufwendungen -29.940.250,07 -24.027.782,10
-58.328.960,12 -56.603.836,16
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
a) Leasingvermögen -385.350.097,10 -357.094.396,94
b) Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -1.950.099,54 -2.044.930,40
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.659.014,54 -5.803.954,50
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -5.877.700,29 -310.886,94
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 0,00
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere -2.056.500,00 -2.182.725,00
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 0,00
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0,00
18. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 41.429.428,81 40.054.189,10
19. Außerordentliche Erträge 0,00 10.635.000,00
20. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 -2.698.552,80
21. Außerordentliches Ergebnis 0,00 7.936.447,20
22. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00
23. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 0,00 0,00
24. Erträge aus der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,00 0,00
25. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,00 0,00
26. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 0,00
27. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -41.429.428,81 -47.990.636,30
28. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die PEAC (Germany) GmbH, Hamburg, ist ein Unternehmen der PEAC (Pan-European Americas Capital) Solutions, einer in Europa und den USA tätigen Unternehmensgruppe für Finanzdienstleistungen. Die PEAC (Germany) GmbH bearbeitet im Schwerpunkt den deutschen Markt mit innovativen Finanzierungslösungen für den Mittelstand. Mutterunternehmen ist die PEAC Holdings (Germany) GmbH & Co. KG, Hamburg. Mit der Anteilseignerin besteht eine steuerliche Organschaft. Die PEAC (Germany) GmbH mit Sitz in Hamburg ist im Handelsregister mit der Nummer HRB 83491 beim Amtsgericht Hamburg eingetragen.

Die PEAC (Germany) GmbH wird in den für das Geschäftsjahr 2023 nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss der PEAC Holdings (Germany) GmbH & Co. KG, Hamburg, einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis, "PEAC Gruppe"). Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht. Im Hinblick auf die Befreiungsvorschrift des § 291 Abs. 1 HGB wird daher auf die Erstellung eines eigenen Konzernabschlusses verzichtet.

Die PEAC (Germany) GmbH ist ein Kreditinstitut i. S. von § 1 Abs. 1 KWG. Die Gesellschaft verfügt über die Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften im Sinne von § 1 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 KWG (Einlagengeschäft), § 1 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 KWG (Kreditgeschäft) und § 32 Abs. 1a KWG (Eigengeschäft). Des Weiteren verfügt die PEAC (Germany) GmbH über die Erlaubnis für das Betreiben des Factorings (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG) und des Finanzierungsleasings (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG).

Neben Auslandsaktivitäten über ihre Tochtergesellschaften hat die PEAC (Germany) GmbH im Vorjahreszeitraum das Leasinggeschäft in Spanien und Schweden aufgenommen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde nach den gesetzlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gemäß § 340 HGB ff. nach den handelsrechtlichen Vorschriften (§§ 242 bis 256 HGB, §§ 264 bis 288 HGB) unter Berücksichtigung der branchenspezifischen Vorschriften für Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Die Gesellschaft verwendet für die Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung die Formblätter der RechKredV, erweitert um spezifische Posten für das Leasinggeschäft, um dem Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft im Ausweis Rechnung zu tragen. Damit verbunden ist die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren in Staffelform (Formblatt 3 der RechKredV). Die im Formblatt 3 vorgegebene Struktur der Gewinn- und Verlustrechnung wurde für den Abschluss der PEAC (Germany) GmbH um die Posten Leasingerträge und Leasingaufwendungen erweitert. Auf der Aktivseite der Bilanz ist der Posten Leasingvermögen für vermietete Objekte ausgewiesen. Forderungen aus Mietkaufgeschäften werden im Posten Forderungen an Kunden ausgewiesen.

Die Gesellschaft aktiviert bei Mietkaufgeschäften alle künftig fälligen Mietkaufraten. Die Zinsen werden aktivisch abgesetzt, annuitätisch vereinnahmt und in den Zinserträgen ausgewiesen. Beim bilanziellen Abgang durch den Verkauf von Mietkaufforderungen wird die gesamte Marge ertragswirksam vereinnahmt.

Um den besonderen Verhältnissen von Leasinggesellschaften Rechnung zu tragen, werden die zur Vermietung bestimmten Anlagegegenstände in der Bilanz als Leasingvermögen ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Erlöse aus den Leasingverträgen, insbesondere Mieten und Verkaufserlöse, in dem Posten "Leasingerträge" ausgewiesen, die Restbuchwerte der Abgänge des Leasingvermögens und die sonstigen leistungsbezogenen Aufwendungen werden in dem Posten "Leasingaufwendungen" ausgewiesen. Die Abschreibungen auf das Leasingvermögen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert als "Abschreibungen auf das Leasingvermögen" ausgewiesen.

Der Ausweis als Mietkaufforderung oder Leasingobjekt erfolgt in der Bilanz zum Zeitpunkt der Übernahmebestätigung durch den Kunden.

Die Fremdwährungsumrechnung erfolgt grundsätzlich nach den handelsrechtlichen Vorschriften. Im Berichtszeitraum waren allerdings alle Geschäfte in Fremdwährung in Bewertungseinheiten einbezogen.

Für die Absicherung von Fremdwährungsdarlehen wird je Grundgeschäft ein derivatives Finanzinstrument (Cross Currency Swap) betrags- und fristenkongruent abgeschlossen. Mit diesen Sicherungsgeschäften des Nichthandelsbestands werden Fremdwährungs- und Zinsrisiken gesichert und bilanziell als Mikro-Bewertungseinheiten bilanziert. Das bestehende Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten gem. § 254 HGB wurde unter Verwendung der Einfriermethode genutzt.

Die Vermögensmittel aus dem Contractual Trust Arrangements (CTA) werden mit den Verpflichtungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen verrechnet. Der Differenzbetrag wird entweder als Rückstellung für Pensionsverpflichtungen oder als aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen.

Latente Steuern werden aufgrund der bestehenden Organschaft mit der PEAC Holdings (Germany) GmbH & Co. KG nicht bilanziert.

Pauschale Wertberichtigungen werden im Einklang mit IDW RS BFA 7 auf Basis der für IFRS 9 implementierten Ermittlungsmethodik berechnet.

Verträge mit Überfälligkeiten bis unter 90 Tage, Stundungen sowie mit signifikanten Verschlechterungen der Partnerbonität bei Leasing- und Mietkaufverträgen im Vergleich zum Vertragsbeginn werden auf Basis des IFRS-Impairmentrechners in Höhe des Lifetime-Expected-Credit-Loss (Kumulierung der diskontierten monatlichen Expected Credit Losses bis zum Vertragsende) pauschal wertberichtigt. Für Forderungen aus Mietkaufverträgen mit Überfälligkeiten bis unter 30 Tage, die nach IFRS 9 der Stage 1 zugeordnet wurden, wird der 12-Monats-Expected Loss herangezogen

Die übrigen Bewertungsgrundsätze wurden im Geschäftsjahr stetig angewendet.

Aktivseite

Barreserve und Forderungen an Kreditinstitute werden zum Nennwert ausgewiesen.

Forderungen an Kunden werden mit dem Nennwert abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen bewertet. Künftig fällige Mietkaufraten werden mit ihren Barwerten angesetzt.

Die Schuldverschreibungen sind dem Anlagevermögen zugeordnet und werden mit den Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen entsprechend dem gemilderten Niederstwertprinzip ausgewiesen. Die Zuordnung erfolgt dabei aufgrund der geringen Anzahl an Wertpapierpositionen als Einzelfallentscheidung anhand der Zielsetzung bei Erwerb, soweit nicht im Zusammenhang mit Verbriefungstransaktionen ein Halten des Wertpapiers rechtlich geboten ist.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten, beziehungsweise bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung, mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Wertaufholungen erfolgen auf Grundlage aktueller Mehrjahresplanungen. Die Währungsumrechnung bei den ausländischen Tochterunternehmen erfolgte bei Erwerb und späteren Kapitalmaßnahmen jeweils mit den Devisenanschaffungskursen.

Das Leasingvermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden unter Berücksichtigung von Sicherheitsabschlägen auf die wirtschaftlichen Restwerte vorgenommen, die in der Regel zwischen 10% und 50% liegen. Die handelsrechtlichen Abschreibungsverläufe entsprechen damit den wirtschaftlichen Grundlagen der Leasinggeschäfte unter Einbeziehung leasingtypischer Nachmieterlöse. Der Abschreibungszeitraum der Anlagegüter beträgt zwischen 40% und 90% der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geleistete Anzahlungen werden zu ihrem Nennbetrag bewertet.

Aus der Abwicklung vorzeitig beendeter Verträgeund Verträgen mit überfälligen ausstehenden Zahlungen - ergaben sich insgesamt betrachtet außerplanmäßige Abschreibungen auf das Leasingvermögen in Höhe von 2.960 TEUR (VJ Auflösungen in Höhe von 223 TEUR).

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer vorgenommen, die zwischen 3 und 13 Jahren für Sachanlagen und 5 Jahre für immaterielle Vermögenswerte (entgeltlich erworbene Software und Lizenzen) beträgt. Der übernommene Firmenwert der ehemaligen PEAC Mobility GmbH wird über eine Restlaufzeit von knapp zwei Jahren abgeschrieben. Er resultierte aus der Übernahme eines Unternehmens mit Kauf‐ und Übertragungsvertrag vom 6. November 2015 und besteht aus den geschäftswertbildenden Faktoren wie der Nachhaltigkeit der Kundenbeziehungen und dem Know‐how der Mitarbeiter. Die ursprüngliche Abschreibungsdauer betrug 10 Jahre.

Für Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von über 250 EUR bis 1.000 EUR wird ein Sammelposten gebildet und über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Beträge unter 250 EUR werden unmittelbar ergebniswirksam erfasst.

Sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen bewertet.

Ausgaben für laufenden Verwaltungsaufwand, die künftige Geschäftsjahre betreffen, werden aktivisch abgegrenzt. Gemäß einer in 2020 mit einem Vertriebspartner geschlossenen Vereinbarung zur Gewährung von Provisionen am Vertragsbeginn werden diese anteilig für die Geschäftsanbahnung und anteilig für die vom Partner übernommene Kundenbetreuung gezahlt. Somit wird ein Teil der Zahlungen abgegrenzt und über die Vertragslaufzeit ratierlich aufgelöst.

Aus der Verrechnung von Pensionsverpflichtungen mit den dazugehörigen Planvermögen wird ein aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 24 TEUR (VJ 72 TEUR) ausgewiesen. Weitere Informationen sind bei den Erläuterungen zur Passivseite zu finden.

Passivseite

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen und enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und Verbindlichkeiten aus Conduit-Strukturen. Im Rahmen dieser ABS-Strukturen wurden Forderungen aus Leasingverträgen in Höhe von 985.492 TEUR (VJ 902.534 TEUR) verkauft. Zum Stichtag werden aus diesen Transaktionen Verbindlichkeiten in Höhe von 1.140.795 TEUR (VJ 871.782 TEUR) ausgewiesen. Die aus Verbindlichkeiten der ABS-Strukturen resultierenden variablen Zinsen sind zum Teil über eigene abgeschlossene Zinsswaps bis zum Ende der Laufzeit abgesichert. Zum Bilanzstichtag hatten die Zinsswaps insgesamt einen negativen Marktwert in Höhe von 5.388 TEUR (VJ positiver Marktwert in Höhe von 1.085 TEUR). Aus der Gesamtbewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs ergibt sich ein positiver Überhang. Daher war keine Rückstellung gemäß § 249 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 HGB zu bilden. Das abgesicherte Volumen beträgt 976.184 TEUR (VJ 790.011 TEUR) und wird bis zur jeweiligen Endfälligkeit gehalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthalten ferner Einlagen privater Kunden in Höhe von 794.488 TEUR (VJ 596.049 TEUR) aus dem zu Beginn des Vorjahres aufgenommenen Bankgeschäft.

Sonstige Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Die Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt linear über die Vertragslaufzeit. Für Leasingverträge mit degressiven Ratenverläufen bestehen passive Abgrenzungen in Höhe von 3.335 TEUR (VJ 2.840 TEUR).

Im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements (CTA) hat die Gesellschaft zur Erfüllung der Pensionsansprüche die erforderlichen Vermögensgegenstände von ihrem übrigen Vermögen separiert und diese auf einen Unternehmenstreuhänder übertragen. Die Bilanzierung erfolgt zum Marktwert in Höhe von 35.142 TEUR (VJ 32.421 TEUR) und wird mit den Verpflichtungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen verrechnet. Aufgrund der Regelung in § 253 Abs. 1 HGB (Ansatz von Rückstellungen zum Erfüllungsbetrag) werden bei der versicherungsmathematischen Berechnung der Pensionsrückstellungen erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen sowie Erwartungen über das Ausscheiden von Mitarbeitenden (Fluktuation) berücksichtigt. Ein Karrieretrend wird durch einen Zuschlag auf die angenommene Regelgehaltserhöhung berücksichtigt.

Der versicherungsmathematische Wert wird unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt. Aufgrund der Regelung in § 253 Abs. 1 HGB (Ansatz von Rückstellungen zum Erfüllungsbetrag) werden bei der versicherungsmathematischen Berechnung der Pensionsverpflichtungen die erwartete Dynamik aus der Anpassung der anrechenbaren Bezüge mit 2,5%, die Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung sowie die Erwartung über das Ausscheiden von Mitarbeitenden (Fluktuation von 1,5% bis 6%, differenziert nach Altersgruppen) berücksichtigt. Der Ermittlung lagen die Richttafeln Heubeck 2018 G zu Grunde.

Der durchschnittliche Marktzinssatz ergibt sich auf Basis des zehnjährigen durchschnittlichen Marktzinssatzes gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung bei einer angenommenen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren. Für die versicherungsmathematischen Berechnungen wurde ein Marktzins in Höhe von 1,83% (VJ 1,79%) herangezogen, für die Effekte aus der Anwendung des siebenjährigen durchschnittlichen Marktzinses ein Zinssatz in Höhe von 1,76% (VJ 1,45%). Die Festlegung der Zinssätze für die Berechnung erfolgten vor Veröffentlichung der Werte durch die Deutsche Bundesbank. Sie wurden vor dem Hintergrund der geringen Abweichungen von den veröffentlichten Zinssätzen beibehalten (zehnjähriger Durchschnitt 1,82%, siebenjähriger Durchschnitt 1,74%).

Sämtliche Verpflichtungen aus Pensionen werden unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bzw. im aktivischen Unterschiedsbetrag ausgewiesen. Dabei wurden die beizulegenden Zeitwerte des CTA in Höhe von 35.142 TEUR (VJ 32.421 TEUR), Anschaffungswerte von 30.616 TEUR (VJ 30.461 TEUR) mit den Erfüllungsbeträgen von 55.118 TEUR (VJ 56.401 TEUR) verrechnet. Die im Vorjahr bestehenden Altersteilzeitverpflichungen (Erfüllungsbetrag VJ 32 TEUR, Rückdeckungsversicherung VJ 59 TEUR) wurden im Berichtszeitraum vollständig zurückgeführt.

In den Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind die Beiträge aus dem Wertkontenplan enthalten. Es bestehen keine Verpflichtungen für Deferred Compensation. Da unterschiedliche Versorgungsordnungen bestehen, kommt es trotz bestehendem Passivüberhang auch zum Ausweis eines aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 24 TEUR (VJ 72 TEUR). Dieser resultiert aus einer leichten Überdeckung des Planvermögen bei einer der Versorgungsordnungen für Pensionen. Der im Vorjahr bestehende Aktivüberhang aus Deferred Compensation wurde im Berichtszeitraum abgebaut.

Der Saldo aus verrechneten Aufwendungen und Erträgen aus Pensionsverpflichtungen und Planvermögen ergab im Geschäftsjahr einen Ertrag in Höhe von 1.892 TEUR (VJ Aufwand in Höhe von 4.582 TEUR). Hiervon entfallen Aufwendungen in Höhe von 682 TEUR (VJ 1.688) auf den Zinsaufwand. Der Ertrag aus der Veränderung des Fair Value des CTA-Vermögens betrug 2.572 TEUR (VJ Aufwand 2.938 TEUR). Die Zinserträge aus dem CTA-Vermögen beliefen sich auf 2 TEUR (VJ 44 TEUR). Aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen wird ein Ertrag in Höhe von 848 TEUR (VJ 418 TEUR) ausgewiesen.

Der Dienstzeitaufwand des Geschäftsjahres lag bei 420 TEUR (4.963 TEUR) und wird im Posten Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung ausgewiesen und beinhaltet die Inflationsanpassung.

Bei Anwendung des siebenjährigen durchschnittlichen Marktzinses hätte sich ein Erfüllungsbetrag in Höhe von 55.660 TEUR (VJ 59.695) ergeben. Der einer Ausschüttungssperre unterliegende Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt damit 542 TEUR (VJ TEUR 3.326).

Die anderen Rückstellungen wurden in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge angesetzt. Es wurden Abzinsungen von 0 TEUR (VJ 0 TEUR) und Aufzinsungen von 1 TEUR (VJ 2 TEUR) berücksichtigt.

Die PEAC (Germany) GmbH ist als Kreditinstitut zur Bildung einer Rückstellung gemäß § 249 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 HGB ("Drohverlustrückstellung") für einen etwaigen Verpflichtungsüberschuss aus dem Geschäft mit zinsbezogenen Finanzinstrumenten im Bankbuch verpflichtet. Zur Ermittlung eines möglichen Verpflichtungsüberschusses wurden alle bilanziellen und außerbilanziellen zinsbezogenen Finanzinstrumente einbezogen, die dem Bankbuch zugeordnet und nicht in einer Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB enthalten sind.

Bei der Ermittlung eines möglichen Verpflichtungsüberschusses wurden sämtliche zinsbezogenen Aktiv- und Passivposten einbezogen sowie Betrags- und Laufzeitkongruenzen berücksichtigt. Für die barwertige Berechnung zur Bewertung des Bankbuchs wurden voraussichtlich anfallende Risikokosten und Verwaltungskosten in Abzug gebracht. Die PEAC (Germany) GmbH hat keine Rückstellung gemäß § 249 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 HGB zu bilden, da sich aus der Gesamtbewertung des "Bankbuchs" ein positiver Überhang ergibt.

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken wird nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und beträgt zum Berichtsstichtag unverändert wie im Vorjahr 1.768 TEUR.

Die unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen enthalten Bürgschaften zu Gunsten von Kreditinstituten, die den Tochtergesellschaften in den jeweiligen Ländern Kredite gewähren, sowie zu Gunsten von Vermietern für Gewerberäume. Die Bürgschaften werden mit der möglichen Inanspruchnahme zum Bilanzstichtag in der Unterstrichposition angesetzt.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

3. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute betragen 116.181 TEUR (VJ 70.310 TEUR). Hiervon sind 116.176 TEUR (VJ 70.310 TEUR) täglich und 5 TEUR (VJ 0 TEUR) bis 3 Monate fällig. Guthaben in Höhe von 17.840 TEUR (VJ 23.107 TEUR) sind verpfändet. Nachrangige Forderungen bestehen nicht.

täglich fällig bis zu 3 Monaten
TEUR
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr
TEUR
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
31.12.2023 116.176 5 0 0 0 116.181
31.12.2022 70.310 0 0 0 0 70.310

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Forderungen an verbundene Unternehmen 561.600 301.310
Forderungen aus Mietkaufverträgen 460.194 513.472
Täglich fällige Forderungen aus leasingspezifischem Aktivgeschäft 13.440 11.952
Forderungen aus Darlehensverträgen 22.805 0
Sonstige 2.000 4.732
1.060.039 831.466
Darunter an Finanzdienstleistungsinstitute 363.369 170.555

Die Forderungen an verbundene Unternehmen enthalten im Wesentlichen Darlehensforderungen und Forderungen aus ABS-Transaktionen. Es sind zudem Darlehen in Fremdwährung enthalten. Diese sind durch Währungsswaps gegen Wechselkursrisiken abgesichert. Zum Berichtsstichtag wiesen die Derivate negative Marktwerte von insgesamt 3.751 TEUR (VJ positive Marktwerte in Höhe von 308 TEUR) aus.

In den Forderungen aus Mietkaufverträgen wurden pauschale und spezifische Wertberichtigungen von 6.084 TEUR (VJ 3.658 TEUR) gebildet. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Einbeziehung der Engagements, die nach IFRS in Stage 1 der Stufensystematik einzuordnen sind.

Nachrangige Forderungen bestehen nicht.

Die Fristigkeiten ergeben sich aus folgender Übersicht:

täglich fällig bis zu 3 Monaten
TEUR
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr
TEUR
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
31.12.2023 17.428 140.794 236.760 628.970 36.087 1.060.039
31.12.2022 17.169 98.616 200.892 480.346 34.444 831.466

Forderungen mit unbestimmter Laufzeit sind nicht enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Der Bilanzposten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere beträgt 13.856 TEUR (VJ 29.732 TEUR) und entfällt vollständig auf verbundene Unternehmen.

Der Betrag entfällt auf selbst gehaltene Wertpapiere aus einer Verbriefungstransaktion zur Refinanzierung von Leasinggeschäften. Im Vorjahreswert war ein Betrag von TEUR 2.530 aus nicht börsenfähigen Schuldscheinen enthalten, die im Berichtszeitraum vollständig zurückgeführt wurden. Fälligkeiten innerhalb der nächsten 12 Monate bestehen nicht.

Die Schuldverschreibungen sind börsenfähig. Wertpapiere mit einem Buchwert in Höhe von 4.728 TEUR (VJ 9.570 TEUR) sind börsennotiert. Aufgrund der Zuordnung zum Anlagevermögen erfolgt keine Bewertung zum strengen Niederstwertprinzip. Aus den Schuldverschreibungen bestehen stille Lasten in Höhe von 587 TEUR (VJ 1.823 TEUR).

Anteile an verbundenen Unternehmen

Anteile an verbundenen Unternehmen werden in Höhe von 83.607 TEUR (VJ 89.116 TEUR) ausgewiesen. Einer Erhöhung des Kapitals der PEAC (Austria) GmbH um 3.500 TEUR steht eine Reduktion des Kapitals bei der PEAC (Czech Republic) s.r.o. um 6.953 TEUR gegenüber. Ziel der Kapitalmaßnahmen ist eine im Vergleich zum Geschäftsvolumen angemessene Eigenkapitalausstattung.

Des Weiteren wurde eine weitere Abschreibung in Höhe von 2.057 TEUR (VJ 2.182 TEUR) auf den Buchwert der Beteiligung an der PEAC Leasing JSC vorgenommen, um dem aktuellen Stand der Verhandlungen über den Verkauf der Anteile Rechnung zu tragen. Der Abschluss des Verkaufs der Anteile steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Der Erhalt der entsprechenden Genehigungen wird zeitnah erwartet.

Anteilsbesitz gemäß § 285 Satz 1 Nr. 11 HGB

Anteile an verbundenen Unternehmen Sitz Abschlussstichtag Kapitalanteil
%
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis
TEUR
1. PEAC Pénzügyi Lízing Zrt. Budapest, Ungarn 31.12.2022 100 10.591 101
2. PEAC Bérlet Kft. Budapest, Ungarn 31.12.2022 100 3.472 651
3. PEAC (Poland) Sp. z o.o. Posen, Polen 31.12.2022 100 17.583 -1.641
4. PEAC (Czech Republic) s.r.o. Prag, Tschechien 31.12.2022 70 20.467 -89
5. PEAC (France) S.A.R.L. Paris, Frankreich 31.12.2022 100 59.355 5.698
6. PEAC (Austria) GmbH Wien, Österreich 31.12.2022 100 827 -4
7. PEAC Leasing JSC Moskau, Russland 31.12.2022 75 8.833 -132
121.128 4.582

Es handelt sich jeweils um Finanzdienstleistungsinstitute. Den Angaben liegen die jeweils letzten verfügbaren Jahresabschlüsse zugrunde. Die Kursumrechnungen erfolgten mit dem Stichtagskurs vom 31.12.2023. Die Anteile sind nicht börsenfähig.

Im Vorjahreszeitraum wurde die Beteiligung an der Linde Leasing GmbH an die PEAC (Germany) Beteiligungsgesellschaft mbH für einen Kaufpreis von 20.700 TEUR veräußert. Das hieraus resultierende Ergebnis in Höhe von 10.635 TEUR (im Berichtszeittaum 0 TEUR) wurde im Posten außerordentliche Erträge ausgewiesen.

Entwicklung des Anlagevermögens, Anlagengitter

Die Entwicklung der Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen, des Leasingvermögens, der immateriellen Anlagenwerte und der Sachanlagen im Geschäftsjahr 2023 ist in den folgenden Tabellen dargestellt.

Auf das Leasingvermögen wurden pauschale und spezifische Teilwertabschreibungen von 7.576 TEUR (VJ 4.216 TEUR) gebildet.

Anlagengitter

Historische Anschaffungskosten
31.12.2022
EUR
Kursveränderung aus VJ
in EUR
Zugänge
EUR
Anlagevermögen
01. Software, Lizenzen sonstige 4.192.951,84 13.550,96
02. Software LIS@ 8.560.368,64 199.030,10
03. Geschäfts- oder Firmenwert 4.161.014,91 0,00
04. Geleistete Anzahlungen 758.252,62 306.087,42
Immaterielle Anlagewerte 17.672.588,02 518.668,48
05. Betriebs- und Geschäftsausstattung 712.654,03 34.231,62
06. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
Sachanlagen 712.654,03 34.231,62
07. Anteile an verbundenen Unternehmen 91.298.975,11 3.500.000,00
08. Schuldscheine 2.529.791,77 0,00
09. Namensschuldverschreibung 27.202.303,09 0,00
Finanzanlagen 121.031.069,97 3.500.000,00
10. Software, technische Anlagen, Maschinen und sonstige bewegliche Gegenstände 1.712.083.177,75 731,12 505.006.171,32
11. Geleistete Anzahlungen 9.309.433,79 11.435.948,05
Leasingvermögen 1.721.392.611,54 731,12 516.442.119,37
1.860.808.923,55 731,12 520.495.019,47
Historische Anschaffungskosten
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
01. Software, Lizenzen sonstige 0,00 216.644,68 4.423.147,48
02. Software LIS@ 0,00 433.500,55 9.192.899,29
03. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 4.161.014,91
04. Geleistete Anzahlungen 0,00 -650.145,23 414.194,81
Immaterielle Anlagewerte 0,00 0,00 18.191.256,50
05. Betriebs- und Geschäftsausstattung -26.238,05 0,00 720.647,60
06. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen -26.238,05 0,00 720.647,60
07. Anteile an verbundenen Unternehmen -6.952.662,73 0,00 87.846.312,38
08. Schuldscheine -2.529.791,77 0,00 0,00
09. Namensschuldverschreibung -13.346.160,84 0,00 13.856.142,25
Finanzanlagen -22.828.615,34 0,00 101.702.454,63
10. Software, technische Anlagen, Maschinen und sonstige bewegliche Gegenstände -427.297.265,87 7.879.433,06 1.797.672.247,37
11. Geleistete Anzahlungen 0,00 -7.879.433,06 12.865.948,78
Leasingvermögen -427.297.265,87 0,00 1.810.538.196,15
-450.152.119,26 0,00 1.931.152.554,88
Kumulierte Abschreibungen
31.12.2022
EUR
Kursveränderung aus VJ
in EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
01. Software, Lizenzen sonstige -2.858.867,84 -595.847,64 0,00 -3.454.715,48
02. Software LIS@ -6.851.185,64 -847.133,65 0,00 -7.698.319,29
03. Geschäfts- oder Firmenwert -2.947.385,91 -416.101,00 0,00 -3.363.486,91
04. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Immaterielle Anlagewerte -12.657.439,40 -1.859.082,29 0,00 -14.516.521,69
05. Betriebs- und Geschäftsausstattung -423.535,40 -91.017,25 7.739,05 -506.813,60
06. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen -423.535,40 -91.017,25 7.739,05 -506.813,60
07. Anteile an verbundenen Unternehmen -2.182.725,00 -2.056.500,00 0,00 -4.239.225,00
08. Schuldscheine 0,00 0,00 0,00 0,00
09. Namensschuldverschreibung 0,00 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen -2.182.725,00 -2.056.500,00 0,00 -4.239.225,00
10. Software, technische Anlagen, Maschinen und sonstige bewegliche Gegenstände -735.597.640,69 -33,17 -385.350.097,10 338.133.069,18 -782.814.701,77
11. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Leasingvermögen -735.597.640,69 -33,17 -385.350.097,10 338.133.069,18 -782.814.701,77
-750.861.340,48 -33,17 -389.356.696,64 338.140.808,23 -802.077.262,06
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
01. Software, Lizenzen sonstige 968.432,00 1.334.084,00
02. Software LIS@ 1.494.580,00 1.709.183,00
03. Geschäfts- oder Firmenwert 797.528,00 1.213.629,00
04. Geleistete Anzahlungen 414.194,81 758.252,62
Immaterielle Anlagewerte 3.674.734,81 5.015.148,62
05. Betriebs- und Geschäftsausstattung 213.834,00 289.118,63
06. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
Sachanlagen 213.834,00 289.118,63
07. Anteile an verbundenen Unternehmen 83.607.087,38 89.116.250,11
08. Schuldscheine 0,00 2.529.791,77
09. Namensschuldverschreibung 13.856.142,25 27.202.303,09
Finanzanlagen 97.463.229,63 118.848.344,97
10. Software, technische Anlagen, Maschinen und sonstige bewegliche Gegenstände 1.014.857.545,60 976.485.537,06
11. Geleistete Anzahlungen 12.865.948,78 9.309.433,79
Leasingvermögen 1.027.723.494,38 985.794.970,85
1.129.075.292,82 1.109.947.583,07

Sonstige Vermögensgegenstände

Der Posten sonstige Vermögensgegenstände beinhaltet im Wesentlichen nicht verwertete Mietkaufobjekte mit einem Buchwert von 7.471 TEUR (VJ 7.728 TEUR) und noch nicht abgerechnete Mietkaufverträge in Höhe von 16.415 TEUR (VJ 17.296 TEUR). Bei den Beträgen aus noch nicht abgerechneten Mietkaufverträgen handelt es sich um bereits geleistete Anzahlungen für Objekte im Antragverfahren.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Abgegrenzt werden im Wesentlichen Verwaltungsaufwendungen, die auf künftige Geschäftsjahre entfallen (60.113 TEUR; VJ 64.759 TEUR), sowie Erträge aus progressiven Ratengestaltungen in Höhe von 1.257 TEUR (VJ 1.342 TEUR).

Fremdwährungsvolumina der Aktivseite

Zum 31. Dezember 2023 lagen 79.725 TEUR (VJ: 23.638 TEUR) auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände vor.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 12.160 TEUR (VJ 184.117 TEUR). Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ergeben sich aus folgender Übersicht:

täglich fällig
TEUR
bis zu 3 Monaten
TEUR
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr
TEUR
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
31.12.2023 4.446 2.661 3.696 1.357 0 12.160
31.12.2022 2.998 7.612 165.602 7.905 0 184.117

Es bestehen in diesem Posten weder Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen noch verbriefte Verbindlichkeiten.

Für Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden Mietkauf- und Leasingobjekte mit einem Buchwert von 7.293 TEUR (VJ 163.810 TEUR) sicherungsübereignet. Das Volumen der besicherten Verbindlichkeiten beläuft sich auf 7.650 TEUR (VJ 180.907 TEUR).

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten 18.646 14.451
Verbindlichkeiten aus ABS-Strukturen (Dritte) 2.755 5.429
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 794.488 596.049
Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen - ABS-Strukturen 1.138.040 866.353
Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen (unverbrieft) 2.165 1.119
Sonstige 15.786 18.937
1.971.880 1.502.338
Darunter gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten 2.165 1.119

Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden resultiert in erster Linie aus der Gewinnung zusätzlicher Einlagevolumina im Geschäft mit privaten Kunden.

Die Verbindlichkeiten aus verbundenen Unternehmen innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus ABS-Transaktionen. Im Zusammenhang mit diesen Verbindlichkeiten wurden Mietkauf- und Leasingobjekte mit einem Buchwert von 833.751 TEUR (VJ 821.192 TEUR) sicherungsübereignet. Das Volumen der besicherten Verbindlichkeiten beträgt 1.140.795 TEUR (VJ 871.782 TEUR).

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden ergeben sich aus folgender Übersicht:

täglich fällig
TEUR
bis zu 3 Monaten
TEUR
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr
TEUR
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
31.12.2023 46.092 405.712 733.602 772.496 13.977 1.971.880
31.12.2022 43.927 147.555 561.395 724.205 25.256 1.502.338

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten teilen sich wie folgt auf:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Verbundene Unternehmen aufgrund steuerlicher Organschaft 5.036 0
Verbundene Unternehmen aufgrund Ergebnisabführung 9.556 15.991
Provisionen 7.402 5.148
Personal 279 2.345
Ausstehende Lieferantenrechnungen 7.111 6.160
Finanzamt 1.360 607
Sonstige 552 1.653
31.296 31.904

Aus der Ergebnisabführung an die PEAC Holdings (Germany) GmbH & Co. KG bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 9.556 TEUR (VJ 15.991 TEUR). Bei den Provisionen handelt es sich um ein Entgelt für eine Leistung, welches zum Vertragsende gezahlt wird. Es werden über die Vertragslaufzeit Ansparungen vorgenommen. Es bestehen Verbindlichkeiten aus Ertrag- und Umsatzsteuer in Zusammenhang mit der steuerlichen Organschaft zur PEAC Holdings (Germany) GmbH & Co. KG.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen Erlöse aus Forderungsverkäufen (85.294 TEUR; VJ 85.787 TEUR), Mietvorauszahlungen (16.857 TEUR; VJ 14.033 TEUR) und Abgrenzungen aus degressiven Ratenverläufen 3.335 TEUR (VJ 2.840 TEUR) abgegrenzt und ausgewiesen.

Im Rahmen der Forfaitierungsverträge sind die den Leasingverträgen zu Grunde liegenden Leasinggegenstände in Höhe von 76.570 TEUR (VJ 82.631 TEUR) dem Forderungskäufer sicherungsübereignet. Das Volumen der besicherten Verbindlichkeiten beträgt 85.294 TEUR (VJ 85.787 TEUR).

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionszuführungsbeträge für Aufwendungen aus der Aufzinsung und Änderung des Diskontierungszinssatzes (-682 TEUR; VJ -1.688 TEUR) und Aufwendungen in Höhe von insgesamt 606 TEUR (VJ -4.897 TEUR) aus der Regelzuführung für spätere Versorgungszahlungen zusammen mit Inflationsanpassungen wurden mit den Veränderungen des Fair Value (-2.572 TEUR; VJ -2.938 TEUR) bzw. den Erträgen aus dem CTA in Höhe von 2 TEUR (VJ 44 TEUR) verrechnet. Des Weiteren waren Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von 848 TEUR (VJ 418 TEUR) vorzunehmen.

Im Vorjahr bestehende Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 32 TEUR und darauf entfallende Ansprüche aus einer Rückdeckungsversicherung in Höhe von 59 TEUR wurden im Berichtszeitraum vollständig zurückgeführt.

Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern (4.063 TEUR; VJ 3.788 TEUR), Lieferanten (3.338 TEUR; VJ 1.734 TEUR) und Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen (494 TEUR; VJ 459 TEUR). Des Weiteren werden Risikorückstellungen für das Leasinggeschäft in Höhe von 2.203 TEUR (VJ 2.802 TEUR) ausgewiesen.

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken beträgt zum Bilanzstichtag unverändert wie im Vorjahr 1.768 TEUR .

Eigenkapital/Kapitalrücklage

Das Eigenkapital beträgt wie im Vorjahr 254.273 TEUR und setzt sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 2.000 TEUR (VJ 2.000 TEUR) und der Kapitalrücklage in Höhe von 252.273 TEUR (VJ 252.273 TEUR zusammen). Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der PEAC Holdings (Germany) GmbH & Co. KG beträgt der Jahresüberschuss 0 TEUR (VJ 0 TEUR)

Es besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von 5.069 TEUR (VJ 5.286 TEUR). Hiervon entfallen 542 TEUR (VJ 3.326 TEUR) auf den Unterschiedsbetrag gem. § 253 Absatz 6 HGB und 4.527 TEUR (VJ 1.960 TEUR) auf das zum Zeitwert bewertete CTA-Vermögen. Aufgrund der bestehenden Kapitalrücklage stellen die Ausschüttungssperren jedoch keine Einschränkung für die Ergebnisabführung dar. Das gesamte Jahresergebnis wird an die Gesellschafterin abgeführt, so dass sich ein Jahresüberschuss von Null ergibt.

Fremdwährungsvolumina der Passivseite

Zum 31. Dezember 2023 lagen 6.605 TEUR (VJ: 598 TEUR) auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten vor.

4. Erläuterungen zu Verpflichtungen unter dem Bilanzstrich

Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen und unwiderrufliche Kreditzusagen

Es bestehen Bürgschaften in Höhe von 5.348 TEUR (VJ 10.013 TEUR) für Mietverhältnisse und zum großen Teil Bürgschaften für Bankverbindlichkeiten der ausländischer Tochtergesellschaften. Die Bürgschaften für Mietverhätnisse gegenüber dem Vermieter der Büroräume einer Tochtergesellschaft belaufen sich auf 19 TEUR (VJ 36 TEUR). Mit einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften wird zum Bilanzstichtag auf Grund der wirtschaftlichen Verhältnisse nicht gerechnet. Für das bereits kontrahierte aber noch nicht abgerechnete Neugeschäft werden unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 91.256 TEUR (VJ 102.722 TEUR) ausgewiesen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen keine wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

5. Termingeschäfte

Derivate werden zur Steuerung von Zins- und Währungsrisiken eingesetzt. Zum Berichtsstichtag stellte sich der Derivatebestand wie folgt dar:

Termingeschäfte per 31. Dezember 2023 Währung Nominalbetrag
in TEUR
Marktwert positiv
in TEUR
Marktwert negativ
in TEUR
Zinsswaps EUR 2.013.307 10.850 16.237
Währungsswaps CZK 13.427 262 135
HUF 9.274 108 373
PLN 50.279 6 3.620
Gesamt 2.086.287 11.226 20.365

Die Gesellschaft hat zinsbezogene Termingeschäfte in Form von Zinsswaps abgeschlossen, die der Begrenzung von Risiken durch Zinsschwankungen dienen. Der angegebene Marktwert ergibt sich aus der Gegenüberstellung von vertraglich vereinbarten Zinssätzen und den Zinsstrukturkurven am Bilanzstichtag im Rahmen einer Barwertrechnung. Der Marktwert der Zinsswaps beinhaltet die zum Bilanzstichtag abgegrenzten Zinsen.

Des Weiteren werden im Zusammenhang mit Darlehensgewährungen an verbundene Unternehmen Fremdwährungsderivate kontrahiert. Diese dienen der Umwandlung der Zahlungsströme in Euro für die an verbundene Unternehmen gewährten Darlehen in Fremdwährung. Die insgesamt negativen Marktwerte in Höhe von 3.751 TEUR (VJ positive Marktwerte in Höhe von 308 TEUR) enthalten die abgegrenzten Zinsen. Die Marktwerte werden mit Hilfe der Barwertmethode unter Verwendung der vertraglich vereinbarten Zinssätze sowie aktueller Wechselkurse und Zinsstrukturkurven am Bilanzstichtag ermittelt.

Insgesamt werden aus Derivaten in der Bilanz in den Forderungen an Kreditinstitute 5 TEUR (VJ 0 TEUR) und in den Verbindlichkeiten an Kreditinstitute 127 TEUR (VJ 234 TEUR) ausgewiesen.

6. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufwendungen und Erträge werden, soweit erforderlich, zeitanteilig abgegrenzt.

Leasingerträge

Die Leasingerträge wurden fast ausschließlich im Inland erzielt und setzen sich wie folgt zusammen:

2023
TEUR
2022
TEUR
Leasingraten (inkl. Forfaitierungen) 472.491 427.848
Erlöse aus der Veräußerung von Vermietobjekten 96.899 98.786
Erträge aus der Auflösung des passiven RAP
Mietvorauszahlungen 5.806 5.488
degressive Mietraten -581 -287
Serviceleistungen 53.514 44.282
Übrige 1.488 1.443
629.617 577.562

Aus den im Vorjahreszeitraum angelaufenen Geschäftsaktivitäten in Spanien wurden Leasingerträge in Höhe von 1.043 TEUR (VJ 539 TEUR) erwirtschaftet. In Schweden wurden Leasingerträge in schwedischen Kronen mit einen Gegenwert von 1.057 TEUR (VJ 27 TEUR) erwirtschaftet.

Gekürzt wurden die Leasingerträge um die Refinanzierungsaufwendungen für Forderungsverkäufe. Der Diskontierungsabschlag minderte insoweit die Leasingerträge um 2.042 TEUR (VJ 3.134 TEUR).

Leasingaufwendungen

Die Leasingaufwendungen in Höhe von 149.671 TEUR (VJ 142.805 TEUR) beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen aus der Veräußerung von Leasinggegenständen (89.164 TEUR; VJ 92.532 TEUR).

Des Weiteren enthalten die Leasingaufwendungen leistungsbezogene Aufwendungen und Aufwendungen für Objektverwertungen in Höhe von insgesamt 60.507 TEUR (VJ 50.273 TEUR).

Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen

Die Zinserträge liegen aufgrund des veränderten Marktzinsumfelds mit 51.633 TEUR um 22.526 TEUR über dem Vorjahreswert (29.107 TEUR). In den Zinserträgen werden im Wesentlichen die Erträge aus Mietkaufverträgen (30.342 TEUR; VJ 23.786 TEUR), Vorfinanzierungszinsen (1.331 TEUR; VJ 692 TEUR) und Zinserträge aus Schuldverschreibungen (4 TEUR; VJ 66 TEUR) ausgewiesen. Mit verbundenen Unternehmen wurden Zinserträge in Höhe von 14.864 TEUR (4.173 TEUR) erzielt.

Zinsaufwendungen

Unter den Zinsaufwendungen werden im Wesentlichen Refinanzierungszinsen aus den externen Refinanzierungsstrukturen (25.695 TEUR; VJ 12.115 TEUR), Zinsaufwendungen aus dem Einlagengeschäft mit privaten Kunden (16.227 TEUR; VJ 3.351 TEUR) und Zinsen aus Swaps (2.543 TEUR; VJ 1.210 TEUR) ausgewiesen. Gegenüber verbundenen Unternehmen sind Zinsaufwendungen in Höhe von 26.182 TEUR (VJ 12.262 TEUR) angefallen.

Laufende Erträge aus Beteiligungen

Im Berichtsjahr wurden Ausschüttungen von der PEAC (France) S.A.R.L. in Höhe von 25.874 TEUR (VJ 0 TEUR) und von der PEAC Bérlet Kft. in Höhe von 633 TEUR (VJ 576 TEUR) vereinnahmt. Im Vorjahr waren zudem Ausschüttungen der PEAC Pénzügyi Lízing Zrt. in Höhe von 492 TEUR sowie aus der im Vorjahreszeitraum veräußerten Beteiligung an der Linde Leasing GmbH in Höhe von 1.678 TEUR enthalten.

Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen

Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen sind in Berichtszeitraum und Vorjahreszeitraum nicht angefallen.

Provisionserträge

Die Provisionserträge beinhalten im Wesentlichen Gebühren aus Geschäftsbesorgungsverträgen sowie Gebühren aus Zusatzleistungen im Zusammenhang mit Geschäftsbesorgungsverträgen (gesamt 7.060 TEUR; VJ 6.018 TEUR) sowie Servicegebühren für die laufende Bearbeitung verkaufter Forderungen in Höhe von 7.721 TEUR (VJ 7.953 TEUR).

Mit verbundenen Unternehmen wurden Provisionserträge in Höhe von 8.962 TEUR (VJ 7.531 TEUR) erwirtschaftet.

Provisionsaufwendungen

Die Provisionsaufwendungen enthalten im Wesentlichen gezahlte Provisionen für vermittelte Leasing- oder Mietkaufverträge (41.198 TEUR; VJ 32.045 TEUR).

Sonstige betriebliche Erträge

Im Vorjahreszeitraum wurde der Posten dominiert von Erträgen aus der vorzeitigen Beendigung von Derivateverträgen zur Steuerung des Zinsrisikos. Zinsabsicherungen für zukünftiges Neugeschäft wurden aktuellen Erfordernissen angepasst. Als wesentliche Parameter sind hierbei Veränderungen zu den Annahmen im Neugeschäftsvolumen sowie der Laufzeit der Absicherung zu sehen. Aus den vorzeitigen Beendigungen resultiert ein Beitrag in Höhe von 1.026 TEUR (VJ 29.413 TEUR).

Des Weiteren enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge im Wesentlichen die Betreuungsumlagen für den IT-Betrieb in den Tochtergesellschaften (3.202 TEUR; VJ 2.133 TEUR), Zuschreibungen auf das Leasingvermögen (80 TEUR; VJ 0 TEUR) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (1.700 TEUR; VJ 1.693 TEUR).

Erträge in Höhe von 199 TEUR (79 TEUR) waren periodenfremd.

Abschreibungen auf das Leasingvermögen

In den Abschreibungen auf das Leasingvermögen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 2.960 TEUR (VJ Zuschreibungen 223 TEUR) enthalten. Auf pauschale außerplanmäßige Abschreibungen entfiel dabei ein Betrag von 1.069 TEUR (VJ 99 TEUR).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 682 TEUR (VJ 1.688 TEUR). Zusätzlich wirkte sich die Zunahme des Fair Values des CTA-Vermögens um 2.572 TEUR (VJ Abnahme um 2.938 TEUR) aus. Der Ausweis erfolgte auch im Vorjahr saldiert innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Es sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 312 TEUR (VJ 299 TEUR) enthalten.

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführung zu Rückstellungen im Kreditgeschäft

Dieser Posten enthält Ausbuchungen, Eingänge auf bereits abgeschriebene sowie Zuführungen und Auflösungen von Einzelwertberichtigungen auf fällig gestellte Forderungen. Weiterhin beinhaltet dieser Posten Zuführungen zu Rückstellungen für von Kunden in Leasingverträge eingebrachte Fördermittel und geleistete Anzahlungen an Lieferanten von Leasingobjekten, bei denen die zugehörigen Verträge noch nicht zur Abrechnung gekommen sind. Im Berichtsjahr fielen Beendigungen von Mietkaufverträgen vorteilhafter aus, als zuvor in den Annahmen unterstellt. Der Saldo aus vorzeitig beendeten Mietkaufverträgen war daher im Berichtsjahr positiv, so dass der in der Position ausgewiesene Gesamtaufwand gegenüber dem Vorjahr deutlich rückläufig ausfällt.

2023
TEUR
2022
TEUR
Saldo aus den Ausbuchungen von Forderungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 4.177 2.374
Saldo aus der Zuführung und Auflösung auf Wertberichtigungen fällig gestellter Forderungen 2.262 524
Saldo aus vorzeitig beendeten Mietkaufverträgen -688 -3.007
Zuführung zu Risikorückstellungen 127 420
5.878 311

Außerordentliches Ergebnis

In diesem Posten wurden im Vorjahr Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Leasinggeschäft der ehemaligen AAB Leasing GmbH in Höhe von 2.699 TEUR ausgewiesen.

Weiterhin wurden im Vorjahr außerordentliche Erträge in Höhe von 10.635 TEUR aus der Veräußerung der Anteile an der Linde Leasing GmbH an die PEAC (Germany) Beteiligungsgesellschaft mbH ausgewiesen.

Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken beträgt zum Bilanzstichtag unverändert 1.768 TEUR (VJ 1.768 TEUR).

Abgeführte Gewinne, Jahresüberschuss, Kapitalrendite

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der PEAC Holdings (Germany) GmbH & Co. KG werden abgeführte Gewinne in Höhe von 41.429 TEUR (VJ 47.991 TEUR) und dadurch ein Jahresüberschuss von 0 TEUR (VJ 0 TEUR) ausgewiesen. Damit beträgt die Kapitalrendite nach § 26a Abs. 1 Satz 4 des Kreditwesengesetzes 0% (VJ 0%).

Nach Maßgabe zweier Gesellschafterbeschlüsse vom 29. Juni und 13. Dezember des Berichtszeitraums wurden aufgrund der sehr positiven Ertragslage der Gesellschaft vorab bereits Zahlungen in Höhe von insgesamt 31.874 TEUR (VJ 32.000 TEUR) in zwei Tranchen an die Gesellschafterin ausgezahlt. Der verbleibende abzuführende Gewinn wird innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen (9.556 TEUR, VJ 15.991 TEUR).

7. Nachtragsbericht

Der Russland-Ukraine Krieg hat auf die Wertentwicklung der in unserem Jahresabschluss enthaltenen Vermögensgegenständen und Schulden grundsätzlich keine wesentlichen Auswirkungen, ausgenommen der Bewertung der Beteiligung an der russischen Tochtergesellschaft.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Russland-Ukraine Krieg Auswirkungen auf die Ertragslage der Bank im folgenden Geschäftsjahr 2024 haben wird. Zu weiteren Ausführungen hierzu verweisen wir auf Angaben im Lagebericht.

Weiterhin wurde ab dem 01.04.2024 Andreas Thomas zum Chief Operating Officer (COO) als weiteres Mitglied der Geschäftsführung bestellt. Die Hauptverantwortung liegt im Vertrieb mit dem Schwerpunkt Vendor-Geschäft.

8. Sonstige Angaben

Mitglieder des Beirats und der Geschäftsführung

Beirat

Justin Staadecker, Vorsitzender

- Managing Director, HPS Investment Partners -

Dr. Frank Schaum, stellvertretender Vorsitzender

- Geschäftsführer und selbständiger Berater -

William F. Stephenson

- CEO, Marlin Leasing Corporation -

Andrew Bromfield (ab dem 1. April 2024)

- Managing Director, HPS Investment Partners -

Die Aufwendungen für die Bezüge der Mitglieder des Beirats betrugen im Geschäftsjahr 2023 41 TEUR (VJ 43 TEUR).

Geschäftsführer

Mark Bußmann, Geschäftsführer (vom 1. Oktober 2023 bis 31. März 2024 Chief Investment Officer, ab 1. April 2024 Chief Financial Offiicer)

Dr. Thomas Söhlke, Geschäftsführer (bis 30. September 2023 Chief Executive Officer)

Daniel Piatek, Geschäftsführer (Chief Risk Officer)

Andreas Thomas, Geschäftsführer (ab dem 1. April 2024 Chief Operation Officer)

An frühere Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen wurden im Berichtsjahr Pensionszahlungen von 351 TEUR (VJ 357 TEUR) geleistet.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung im Geschäftsjahr gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabea - HGB wird in Anwendung der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Geschäfte mit nahestehenden Personen wurden zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.

Weder wurden Mitgliedern des Geschäftsführungsorgans oder des Beirats Vorschüsse oder Kredite gewährt, noch wurden Haftungsverhältnisse zugunsten dieser Personen eingegangenen.

Anzahl der Mitarbeitenden

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt folgende Anzahl an Mitarbeitenden:

2023 2022
männlich 162 164
weiblich 106 121
insgesamt 268 285

Honorar Abschlussprüfer

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar wird im Konzernabschluss der PEAC Holdings (Germany) GmbH & Co. KG ausgewiesen.

Angaben nach § 26a Abs. 1 des Kreditwesengesetzes

Die PEAC (Germany) GmbH ist Teil der PEAC Gruppe mit der PEAC Holdings (Germany) GmbH & Co. KG als oberstem Mutterunternehmen. Diese fällt unter die Pflichten des Artikels 89 der Richtlinie 2013/36/EU (CRD IV). Die Angaben zum Country-by-Country Reporting werden daher als Anlage zum Konzernabschluss der PEAC Holdings (Germany) GmbH & Co. KG gemacht und zusammen mit diesem veröffentlicht.

 

Hamburg, den 24. April 2024

PEAC (Germany) GmbH

Geschäftsführung

Mark Bußmann

Daniel Piatek

Andreas Thomas

Bestätigungsvermerk

An die PEAC (Germany) GmbH, Hamburg

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der PEAC (Germany) GmbH, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PEAC (Germany) GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE IN DER PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Wir haben die folgenden Sachverhalte als die besonders wichtige Prüfungssachverhalte bestimmt, die in unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen sind:

WERTHALTIGKEIT DER FORDERUNGEN AUS MIETKAUFVERTRÄGEN

Sachverhalt

Die Forderungen an Kunden mit EUR 1.060,0 Mio. bzw. 44,0 % der Bilanzsumme bilden einen der größten Bilanzposten bei der PEAC (Germany) GmbH, wobei Forderungen aus Mietkaufverträgen mit EUR 483 Mio. 45,6 % des Bilanzpostens ausmachen.

Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Forderungen aus Mietkaufverträgen und der angemessenen Bildung von Einzelwertberichtigungen beruht in einem hohen Maße auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter über die Fähigkeit der Kreditnehmer, den Kapitaldienst zu erbringen. Auch bei der Bewertung von Kreditsicherheiten bestehen Schätzunsicherheiten und Ermessensspielräume hinsichtlich der Höhe der Zahlungsströme, die aus deren Verwertung erzielt werden können. Aus diesen Gründen und angesichts der betragsmäßigen Bedeutung der Forderungen aus Mietkaufverträgen war die Werthaltigkeit der Forderungen aus Mietkaufverträgen und die angemessene Bildung von Einzelwertberichtigungen im Rahmen unserer Prüfung ein besonders wichtiger Sachverhalt.

Die Angaben der PEAC (Germany) GmbH zu den Kundenforderungen und der Bildung von Einzelwertberichtigungen sind im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" des Anhangs enthalten.

Prüferische Reaktion

Auf Basis unserer Risikobeurteilung haben wir zur Erlangung unseres Prüfungsurteils sowohl kontrollbasierte Prüfungshandlungen als auch aussagebezogene Prüfungshandlungen durchgeführt.

In einem ersten Schritt haben wir uns ein Verständnis über den eingerichteten Prozess in Bezug auf die Identifikation von ausfallgefährdeten Forderungen aus Mietkaufverträgen und die Ermittlung der Einzelwertberichtigungen verschafft. In Gesprächen mit den zuständigen Mitarbeitern sowie durch kritisches Auseinandersetzen mit den internen Richtlinien haben wir die Angemessenheit der in dem Prozess enthaltenen relevanten Kontrollen beurteilt. Anschließend haben wir die Implementierung und Wirksamkeit der relevanten Kontrollen gewürdigt.

In einem nächsten Schritt haben wir anhand einer risikoorientiert bestimmten bewussten Auswahl der Forderungen aus Mietkaufverträgen, die um eine Zufallsauswahl ergänzt wurde, die Angemessenheit der gebildeten Einzelwertberichtigungen beurteilt. Dabei haben wir insbesondere großvolumige sowie mit einem schwachen Rating versehene Forderungen aus Mietkaufverträgen berücksichtigt. Zunächst haben wir die Angemessenheit und die richtige Anwendung der zur Ermittlung der Einzelwertberichtigung angewendeten Berechnungsmethode beurteilt. Ferner haben wir uns durch Erörterung der Einzelengagements mit den für die Bearbeitung von Problemforderungen verantwortlichen Mitarbeitern davon überzeugt, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinsichtlich der Ausfallwahrscheinlichkeit und des ausfallgefährdeten Kapitaldiensts hinreichend dokumentiert und begründet sind, um die Bewertung der Forderungen aus Mietkaufverträgen zu unterlegen. Bei von Kreditnehmern gestellten Sicherheiten haben wir für die ausgewählten Kreditverhältnisse zudem deren angemessene Bewertung anhand von externen Gutachten bzw. internen Wertermittlung der Gesellschaft nachvollzogen und die Berücksichtigung bei der Ermittlung der Einzelwertberichtigungen geprüft.

Des Weiteren haben wir die zu bildenden Einzelwertberichtigungen rechnerisch nachvollzogen und die zutreffende Erfassung im Jahresabschluss geprüft.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES BEIRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

ÜBRIGE ANGABEN GEMÄß ARTIKEL 10 EU-APRVO

Wir wurden von der Gesellschafterversammlung am 8. Juni 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 7. Februar 2024 von der Geschäftsführung beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2018 als Abschlussprüfer der PEAC (Germany) GmbH tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Karsten Paape.

 

Hamburg, 24. April 2024

BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Butte, Wirtschaftsprüfer

Paape, Wirtschaftsprüfer

Feststellung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 26. Juni 2024 von der Gesellschafterversammlung festgestellt.

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