MEG Medical Equipment GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Funke seit 16.3.2025 | Prokura |
Ramona Dr. König seit 13.1.2025 | Geschäftsführer |
Fernando Manuel Varela Castano seit 11.7.2024 | Prokura |
Helmut Wessels seit 25.11.2021 | Geschäftsführer |
Christian Maruhn seit 25.11.2021 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Funke Medical GmbHRaesfeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtINHALT I. Geschäftsmodell und wirtschaftliche Grundlagen II. Finanzielle Steuerungsparameter III. Forschung und Entwicklung IV. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Geschäftsverlauf V. Lage des Unternehmens 1. Vermögenslage 2. Finanzlage 3. Ertragslage 4. Gesamtaussage VI. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken 5. Voraussichtliche Entwicklung 6. Chancen 7. Risiken II. Geschäftsmodell und wirtschaftliche Grundlagen Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vertreibt Medizinprodukte (medizinische Hilfsmittel). Die Funke Medical GmbH hat ihren Sitz in Raesfeld, wo sie drei Standorte betreibt. Für den Vertrieb bedient man sich eines Teams von Außendienstmitarbeitern, welche im In- und europäischen Ausland tätig sind. Der außereuropäische Handel findet zum Großteil über vor Ort ansässige Distributoren statt. Mit Wirkung zum 1. Januar 2022 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag mit dem Mutterunternehmen der Gesellschaft, der MEG Medical Equipment GmbH, Raesfeld, abgeschlossen. Infolgedessen wurde eine ertragsteuerliche Organschaft mit dieser begründet, in die die Funke Medical GmbH als Organgesellschaft eingeht. Daneben wurde ebenfalls mit dem Mutterunternehmen der Gesellschaft ab 2022 eine umsatzsteuerliche Organschaft begründet, in die die Gesellschaft erneut als Organgesellschaft eingeht. III. Finanzielle Steuerungsparameter Die Umsatzerlöse und das EBITDA (EBITDA - Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Ergebnisabführung) stellen die zentralen Messgrößen zur Ermittlung des Unternehmenserfolgs und damit die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren dar. IV. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung findet in geringem Umfang mit eigenen Mitarbeitern im Rahmen der Ergründung neuer Kundenlösungen für die Segmente Matratzen und Sitzkissen statt, der Fokus liegt hier in der Dekubitus Prophylaxe. V. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Geschäftsverlauf Insgesamt war der Gesamtmarkt im Geschäftsjahr 2023 angespannt, insbesondere aufgrund zurückgestellter oder ausgesetzter Investitionen für neu zu errichtende Pflegeheime, denn korrespondierend dazuwar die Nachfrage nach Matratzen für solche Einrichtungen reduziert. Das Geschäftsjahr 2023 war aus Sicht der gesetzlichen Vertreter in Summe erfolgreich und konnte mit 2 % Umsatzzuwachs abgeschlossen werden. Das EBITDA veränderte sich zum Vorjahr um 11,4 % und konnte damit deutlich gesteigert werden. Somit lag die Funke Medical GmbH über dem Wachstum des Bedarfsanstiegs für Anti-Dekubitus-Produkte. Die Vorjahresprognose, mit der ein Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich und eine leichte Steigerung des EBITDAs erwartet wurde, konnte erfüllt bzw. sogar übererfüllt werden. Die Lage auf der Seite der Beschaffung war im Vergleich zu den Vorjahren entspannt. Alle Rohstoffpreise fielen und auch deren Verfügbarkeiten unkritisch. Die Verfügbarkeiten von Frachten waren ebenfalls im Vergleich zu den Vorjahren entspannt. Die allgemein gestiegenen Energiekosten hatten lediglich einen Einfluss von untergeordneter Bedeutung auf das EBITDA. Die Rekrutierung von Personal war als durchschnittlich schwierig zu bezeichnen. Die Quote der Arbeitslosen im Kreis Borken lag in 2023 bei 2,8%, so dass Personal nur aus bestehenden Arbeitsverhältnissen abgeworben werden konnte. Die Rekrutierung von Auszubildenden im technischen Produktionsbereich, für den mittleren Bildungsweg, ist sehr schwierig. Aus diesem Grund werden zu Anfang 2024 die ersten Auszubildenden für technische Berufe aus Indonesien rekrutiert. Der Ausbau der Automatisation wird weiter vorangetrieben. VI. Lage des Unternehmens 1. Vermögenslage Die Vermögenslage der Funke Medical GmbH ist insgesamt als sehr gut zu bezeichnen. Infolge des zum 1. Januar 2022 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags und des damit einhergehend abgeführten Ergebnisses hat das Eigenkapital sich zum 31. Dezember 2023 im Vorjahresvergleich nicht verändert. Demnach ist die Eigenkapitalquote von 32,9 % nur in Folge der um TEUR 64 höheren Bilanzsumme leicht zurückgegangen, um 0,3 Prozentpunkte. Die Anlagenintensität liegt bei 61,4% und ist damit um 1,2 Prozentpunkte gesunken. 2. Finanzlage Die Finanzlage ist sehr stabil. Der Bestand der Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe konnte vollumfänglich aus Eigenmitteln finanziert werden. Die Verbindlichkeiten setzen sich aus langfristigen Investitionsdarlehen, sowie aus Lieferantenverbindlichkeiten zusammen. Gleichzeitig konnte durch ein konsequentes Debitorenmanagement die durchschnittliche Laufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen niedrig gehalten werden. Allerdings ist die Forderungsquote aus Lieferungen und Leistungen mit 6,9 % im Vergleich zum Vorjahr (0,4 %) deutlich gestiegen. Ursächlich hierfür ist bei leicht gestiegenem Geschäftsvolumen allerdings die Beendigung des Factorings. 3. Ertragslage Die Ertragslage gestaltet sich positiv. Trotz der auf hohem Niveau befindlichen Rohstoffpreise zu Jahresanfang, konnte ein deutlich verbessertes EBITDA und eine verbesserte EBITDA Marge erzielt werden. Dennoch konnten in einigen Geschäftsbereichen nicht die erwarteten Umsätze generiert werden, da der Markt "Neubau Altenheime" innerhalb der EU durch steigende Zinsen und hohe Baulosten zum erliegen kam. Da dieser Markt aber nur einen kleinen Teil des Gesamtumsatzes ausmacht, konnte dieser durch andere Umsätze annähernd kompensiert werden. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) ist aufgrund der gesunkenen Rohstoffpreise von 40,5 % auf 36,1 % gesunken. Der Personalaufwand hat sich im Verhältnis zu den Umsatzerlösen erhöht (22,4 % im Vorjahreszeitraum auf 24,6 % im Geschäftsjahr 2023), aufgrund allgemeiner Lohn- und Gehaltstrends. Das EBITDA ist mit TEUR 2.264 weiterhin positiv und die EBITDA-Marge verbesserte sich korrespondierend durch die gute Geschäftsentwicklung auf 19,9 % (Vorjahr 18,3 %). 4. Gesamtaussage Die Gesellschaft verfügt unverändert über eine hohe Eigenkapitalausstattung sowie hohe liquide Mittel und damit über eine sehr solide Vermögens- und Finanzlage. Das Geschäftsjahr verlief daneben ertragsseitig positiv. Trotz der auf hohem Niveau befindlichen Rohstoffpreise konnte ein zufriedenstellendes Rohergebnis erzielt werden. Dies wird durch eine gute EBITDA-Marge unterstrichen. Insgesamt kann die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 als zufriedenstellend bewertet werden. VII. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken 2. Voraussichtliche Entwicklung Die Entwicklung auf dem Rohstoffmarkt ist weiterhin schwer abzuschätzen. Prognosen über die voraussichtliche Entwicklung bleiben bedingt durch die kriegerischen Auseinandersetzungen in Osteuropa und Nahost mit Unsicherheiten behaftet. Durch die Bildung der Gruppenorganisation in der MEG Medical Equipment GmbH, deren Gesellschafter ein klares Wachstum durch Akquisitionen anstreben, wird die Marktposition verbessert und dann dort festigen. Für das nächste Geschäftsjahr 2024 erwarten wir ein Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich sowie eine deutliche Steigerung des Betriebsergebnisses (EBITDA). 3. Chancen Gemäß verschiedener Statistiken des statistischen Bundesamts sind die Produkte, die die Funke Medical GmbH herstellt, mit den höchsten Steigerungsraten bis 2050 belegt. Dieser Zusammenhang ergibt sich aus der demografischen Entwicklung, wie auch der Risikobetrachtung an einen Dekubitus zu erkranken, in Folge längerer Bettlägerigkeit. Von daher ist es richtig, das Portfolio noch weiter in den internationalen Märkten zu implementieren und diese vertrieblich zu bearbeiten. Ziel ist es, nicht nur national, sondern auch international der Opinion Leader der Branche auf Seiten der technischen und medizinischen Entwicklung zu sein. Durch die Bildung einer Gruppenorganisation in der MEG Medical Equipment GmbH, deren Gesellschafter ein klares Wachstum durch Akquisitionen anstreben, wird ferner eine verbesserte Marktposition erwartet. Insgesamt ergeben sich Chancen für die Gesellschaft in Form von Wachstumspotentialen in Folge von zukünftig steigender Nachfrage sowie Synergieeffekten im Rahmen der Gruppenorganisation. Erste Maßnahme dafür ist der Zukauf der Schwestergesellschaft Deron B.V., welche in 2024 zu einem hohen Maß an Synergien beitragen kann. 4. Risiken Risikomanagement ist für die Gesellschaft ein integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Als Grundlage der organisatorischen Einbindung des Risikomanagements in die betrieblichen Abläufe sind vor allem die Geschäftsführungsstruktur sowie detaillierte Berichts- und Informationssysteme anzusehen. Bestimmte Einzelrisiken werden von der Geschäftsführung überwacht und im erforderlichen Maße abgesichert. Die Behandlung von operativen Einzelrisiken wird durch verschiedene Management- und Investitionsgrundsätze definiert. Die Liquiditätslage ist gut und wird laufend durch die Geschäftsführung überwacht. Das Zinsrisiko wird trotz bestehender Kreditverbindlichkeiten als nicht wesentlich erachtet. Das Bonitätsrisiko wird vor dem Hintergrund der geringen Bestandsdauer der Forderungen sowie der diversifizierten Kundenstruktur als niedrig erachtet. Das wesentliche Risiko ergibt sich für die Gesellschaft im Beschaffungsbereich weiterhin aus den volatilen Rohstoffpreisen. Dieses Risiko kann durch weitere Lieferengpässe verstärkt werden. Höhere Preise und Lieferengpässe könnten die Marge der Gesellschaft mindern und wachstumshemmende Effekte haben. Die Entwicklung auf dem Rohstoffmarkt schätzen wir als stabil ein. Dennoch lassen sich die Auswirkungen durch die kriegerischen Auseinandersetzungen in Osteuropa und Nahost und deren Auswirkungen auf Wirtschaft und Märkte insgesamt zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht verlässlich beurteilen. Insgesamt erachtet die Geschäftsführung die Risikosituation als überschaubar. Bestandsgefährdende Risiken oder Risiken der zukünftigen Entwicklung mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage sehen wir derzeit nicht.
Raesfeld, 27.05.2024 gez. Andreas Funke Patricia Funke Helmut Wessels Christian Maruhn BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangINHALT I. Allgemeine Angaben II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen 2. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 3. Eigenkapital 4. Sonstige Rückstellungen 5. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und sonstige Verbindlichkeiten 9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 10. Sonstige betriebliche Erträge 11. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13. Steuern vom Einkommen und Ertrag V. Sonstige Angaben 14. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 15. Abschlussprüferhonorar 16. Namen der Mitglieder der Geschäftsführung 17. Vorgänge von besonderer Bedeutung (Nachtragsbericht) 18. Vorschlag zur Ergebnisverwendung I. Allgemeine Angaben Die Funke Medical GmbH, Raesfeld (im Folgenden auch: Gesellschaft) ist seit dem 25. November 2021 unter der Firma Funke Medical GmbH im Handelsregister des Amtsgerichts Coesfeld unter der Nummer HRB 20101 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist 46348 Raesfeld, Ährenfeld 10. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden gem. § 255 Abs. 2a HGB mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. Entgeltlich erworbenen immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Abnutzbare, bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert von bis zu EUR 800,00 werden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr sofort aufwandswirksam abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederwertprinzips bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten berücksichtigt. Soweit Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert oder Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und eingeschränkter Verwendbarkeit ergeben, erforderlich waren, werden diese in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Kosten der allgemeinen Verwaltung, freiwillige soziale Aufwendungen und Aufwendungen für betriebliche Altersversorgung sowie Fremdkampitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten eingerechnet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten bilanziert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung erfolgt entsprechend dem Zeitablauf. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen werden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wird gem. § 253 Abs. 1 S. 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Höhe der Rückstellung wird durch die GBG-Consulting für betriebliche Altersversorgung GmbH unter Berücksichtigung der Projected-Unit-Credit-Methode unter Anwendung der biometrischen Grundlagen aus den "Richttafeln 2018 G" von Prof. K. Heubeck mit einem Rechnungszinsfuß von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) sowie aufgrund der Art der Zusage ohne Gehalts- und Rententrend entsprechend den vertraglichen Regelungen ermittelt. Der Rechnungszins ermittelt sich aus dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der sich bei einer angemessenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Rechnungszins bei einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre beträgt 1,74 % zum 31. Dezember 2023. Der Unterschiedsbetrag, der sich bei Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre ergibt, beträgt EUR 1.029 Dieser Betrag ist nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB ausschüttungsgesperrt. Entsprechend § 246 Abs. 2 S. 2 HGB sind die Wertpapiere, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtung dienen (Deckungsvermögen), mit der Pensionsverpflichtung zu saldieren. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit dem angesetzten Wert der korrespondierenden Pensionsrückstellung (EUR 110.924,00; Vorjahr: EUR 109.422,00), da hinsichtlich des Deckungsvermögens eine Versicherungsbindung in dem Sinne vorliegt, dass die der Pensionsrückstellung zugrundeliegenden Versorgungsleistungen wirtschaftlich gesehen durch Leistungen aus dem Deckungsvermögen bestimmt sind. In Folge der Saldierung von Pensionsrückstellung und Deckungsvermögen erfolgt damit kein Ausweis in der Bilanz. Aus der Differenz des beizulegenden Werts des Deckungsvermögens und den Anschaffungskosten (EUR 100.834,07) ergibt sich gemäß § 268 Abs. 8 S. 3 HGB weiterhin ein ausschüttungsgesperrter Betrag von EUR 10.089,93 (Vorjahr: EUR 8.587,93). Die Steuerrückstellungen waren und die sonstigen Rückstellungen sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sämtliche Rückstellungen mit Ausnahme der Pensionsrückstellungen haben unverändert zum Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und werden daher nicht abgezinst. Steuerrückstellungen und -verbindlichkeiten, die Veranlagungszeiträume nach dem 1. Januar 2022 betreffen, werden auf Ebene der Gesellschaft nicht mehr angesetzt, da diese in Folge des seit 1. Januar 2022 geltenden Ergebnisabführungsvertrags mit der MEG Medical Equipment als Organträgerin Teil einer ertragsteuerlichen Organschaft ist. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Angaben zur Bilanz 2. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 ist im Anlagenspiegel dargestellt, der Teil dieses Anhangs ist. Zum 31. Dezember 2023 bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von EUR 4.590,00 (Vorjahr: EUR 8.829,00), die auf die Aktivierung von Entwicklungskosten entfallen. Im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sind Forschungs- und Entwicklungskosten in nur geringfügiger Höhe angefallen, die in Höhe von EUR 0,00 aktiviert worden. 3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält ein Disagion in Höhe von EUR 1.404,57 (Vorjahr. EUR 3.090,06). 3. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 112.300,00 (Vorjahr: EUR 112.300,00). Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 112.300 Geschäftsanteilen im Nennbetrag in Höhe von jeweils EUR 1,00. Insgesamt ist zum 31. Dezember 2023 ein Betrag von EUR 14.679,93 (Vorjahr: EUR 22.172,93) ausschüttungsgesperrt. Die Gesellschaft wird in den freiwilligen Konzernabschluss des Mutterunternehmens, der MEG Medical Equipment GmbH sowie in den übergeonrdneten Konzernabschluss der Harald Quandt Industriebeteiligungen GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe, zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Der Konzernabschluss der Harald Quandt Industriebeteiligungen GmbH ist im elektronischen Unternehmensregister bekannt zu machen. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen zu EUR 136.425,81 (Vorjahr: EUR 116.060,18) personalbezogene Rückstellungen und zu EUR 61.093,64 (Vorjahr: EUR 38.026,25) im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen bzw. in kleinerem Umfang übrige sonstige Rückstellungen. 5. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hat ein Betrag in Höhe von EUR 373.856,37 (Vorjahr: EUR 394.175,86) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, ein Betrag in Höhe von EUR 1.465.486,34 (Vorjahr: EUR 983.646,27) eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren und ein Betrag in Höhe von EUR 737.792,00 (Vorjahr: EUR 1.522.950,28) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundpfandrechte, Sicherungsübereignungen und Forderungsabtretungen besichert. Der Gesamtbetrag der gesicherten Verbindlichkeiten beträgt somit EUR 2.577.134,71 (Vorjahr EUR 2.900.772,41). 6. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen Die erhaltenen Anzahlungen haben vollständig eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind unbesichert. 7. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben vollständig eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Es bestehen geschäftsübliche Eigentumsvorbehalte. 8. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und sonstige Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeit aus dem mit der MEG Medical Equipment GmbH bestehenden Gewinnabführungsvertrag bzw. solche aus der bestehenden umsatzsteuerlichen Organschaft und sind genauso wie die sonstigen Verbindlichkeiten allesamt kurzfristig mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und nicht besichert. 9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet- und Leasingverhältnissen, insbesondere für Maschinen und Pkws bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen i.S.d. § 285 Nr. 3a HGB in Höhe von EUR 508.477,79. Diese haben in Höhe von EUR 44.182,97 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von EUR 464.294,82 von zwei bis fünf Jahren. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 3. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 119.569,51 (Vj. EUR 9.776,83) enthalten, welche im Wesentlichen aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von EUR 89.319,02 (Vj. EUR 1.610,65) resultieren. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine Aufwendungen aus Währungsumrechnung (Vj. EUR 6,03) enthalten. 4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 1.945,00 (Vorjahr: EUR 1.982,00) enthalten. 5. Steuern vom Einkommen und Ertrag In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind keine Aufwendungen aus der Auflösung von latenten Steuern in Folge der in 2022 begründeten Organschaft enthalten (Vj. EUR 13.799,59). V. Sonstige Angaben 4. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt Die durchschnittliche Arbeitnehmeranzahl im Geschäftsjahr 2023 betrug 70,50 (Vorjahr 65,50). 5. Abschlussprüferhonorar Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wird mit Verweis auf § 288 Abs. 2 S. 2 HGB i.V.m. § 285 Nr. 17 HGB verzichtet. 5. Namen der Mitglieder der Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen der Geschäftsführung an:
6. Vorgänge von besonderer Bedeutung (Nachtragsbericht) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag mit Bedeutung für das abgelaufene Geschäftsjahr haben sich nicht ergeben. 6. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDer Gesellschafterversammlung wird über die Verwendung des Bilanzgewinns wie folgt vorgeschlagen: Der Jahresabschluss der Funke Medical GmbH zum 31. Dezember 2023 weist in Folge der Ergebnisabführung einen Jahresüberschuss in Höhe von 0,00 EUR aus. Der bestehende Bilanzgewinn von 1.992.285,69 EUR soll in vollem Umfang auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Raesfeld, 27.05.2024 gez. Andreas Funke Patricia Funke Helmut Wessels Christian Maruhn
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 27.05.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Funke Medical GmbH, Raesfeld Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Funke Medical GmbH, Raesfeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Funke Medical GmbH, Raesfeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse § entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und § vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht Entgegen § 285 Nr. 9 Buchst. a) HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nicht angegeben. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus § identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. § gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. § beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. § ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. § beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. § beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. § führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 16. April 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
gez. Julian Breidthardt, Wirtschaftsprüfer gez. Michaela Loose, Wirtschaftsprüferin |
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