Fiberboard GmbH
An der Birkenpfuhlheide 4, 15837 Baruth/Mark, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Carsten Buhlmann seit 7.2.2024 | Geschäftsführer |
Guido Stallknecht seit 25.2.2014 | Prokura |
Hans-Jürgen Dr. Hannig seit 27.2.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
W. Classen GmbH & Co. KGKaiserseschKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Festgestellt am 08. September 2022 KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021W. CLASSEN GMBH & CO. KG, KAISERSESCHAKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung 2021
Eigenkapitalspiegel zum 31.12.2021
Konzernanhang 2021Die W. Classen GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Kaisersesch und ist eingetragen in das Handelsregister Koblenz unter der Registernummer HRA 4591. Die W. Classen GmbH & Co. KG stellt seit 1996 einen Konzernabschluss nach den handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 290 ff. HGB auf. I. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der W. Classen GmbH & Co. KG werden vorbehaltlich § 296 HGB alle Unternehmen einbezogen, an denen der Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Neben der W. Classen GmbH & Co. KG sind vierzehn inländische und fünf ausländische Tochterunternehmen nach der Methode der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss zum einbezogen. Tochterunternehmen, die einzeln oder zusammen von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind, werden gem. § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Dies betrifft im Berichtsjahr fünf ausländische Tochtergesellschaften. Gesellschaften, an denen der W. Classen GmbH & Co. nicht unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht, aber auf die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird (assoziierte Unternehmen), werden nach § 312 Abs. 4 S. 1 HGB grundsätzlich nach der Equity-Methode in den Konzern einbezogen - dies betrifft im Geschäftsjahr zwei Beteiligungsunternehmen. Sofern assoziierte Unternehmen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns unwesentlich sind, werden sie mit den Anschaffungskosten angesetzt. Dies betrifft im Geschäftsjahr ein Beteiligungsunternehmen. II. Konsolidierungsgrundsätze 1. Abschlussstichtag Der Konzernabschluss der W. Classen GmbH & Co. KG sowie die Einzelabschlüsse sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogener Unternehmen wurden einheitlich auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt. Die Konzerngesellschaften wurden mit ihrem für den Zeitraum vom 1. Januar bis für Konsolidierungszwecke erstellten Abschluss in den Konzernabschluss einbezogen. 2. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der konzerninternen Anteile an in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden anteiligen Betrag des Eigenkapitals des jeweiligen Tochterunternehmens. Für Unternehmenserwerbe, welche vor Einführung des BilMoG erfolgten, wurde die Verrechnung des Kapitals nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 HGB a.F. vorgenommen. Das Eigenkapital wird entsprechend mit dem Betrag angesetzt, der dem Buchwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Für Unternehmenserwerbe nach dem Geschäftsjahr 2009 kommt die Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB i.d.F. des BilMoG zur Anwendung. 3. Schuldenkonsolidierung Bei der Schuldenkonsolidierung wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften gem. § 303 Abs. 1 HGB aufgerechnet und eliminiert. 4. Aufwands- und Ertragskonsolidierung In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden konzerninterne Umsätze und sonstige Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen gem. § 305 HGB aufgerechnet. 5. Zwischenergebniseliminierung Im Vorratsvermögen wurden in den Beständen, soweit sie von Konzernunternehmen bezogen wurden, enthaltene Zwischengewinne eliminiert. 6. Latente Steuerabgrenzung Entsprechend den Vorschriften in §§ 274, 306 HGB und DRS 18 werden latente Steuern gebildet, sofern der Wertansatz in der Handelsbilanz von dem Wertansatz in der Steuerbilanz abweicht. Die Bewertung der latenten Steuerabgrenzung erfolgt mit dem Steuersatz, der voraussichtlich in der Zukunft zur Anwendung kommt. 7. Entwicklung des Konzerneigenkapitals Die separate Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist nach § 297 Abs. 1 HGB integraler Bestandteil des Konzernabschlusses und ist in Anlage nach dem Deutschen Rechnungslegungs-Standard Nr. 22 (DRS 22) gesondert dargestellt. 8. Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung ist nach § 297 Abs. 1 HGB integraler Bestandteil des Konzernabschlusses und ist in Anlage 3 gesondert dargestellt. Die Ermittlung der Konzernkapitalflussrechnung erfolgt unter Anwendung des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Nr. 21 (DRS 21). Der ausgewiesene Finanzmittelfonds betrifft den Bestand an Zahlungsmitteln abzüglich jederzeit fälliger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die gesamten Investitionen beinhalten zahlungsunwirksame Investitionsvorgänge von TEUR 964 (i.V. TEUR 1.949), die bei der Darstellung des Cash-Flow aus Investitionstätigkeit entsprechend eliminiert wurden. 9. Anteile anderer Gesellschafter Der Ausweis beinhaltet den im Konzernabschluss enthaltenen, anderen Gesellschaftern zustehenden Anteil am Eigenkapital. Die Anteile anderer Gesellschafter entfallen auf die unter Abschnitt VII.5. "Anteilsbesitz" genannten Gesellschaften, an denen kein 100 %-iger Anteilsbesitz des Konzerns besteht. III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogener inländischer Unternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen für die W. Classen GmbH & Co. KG, Kaisersesch, geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Abschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften sind über die Handelsbilanz II entsprechend angepasst worden, wobei unwesentliche Abweichungen von den einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen bei den ausländischen Unternehmen beibehalten werden. 1. Immaterielle Vermögensgegenstände, Sach- und Finanzanlagen Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen auf Sachanlagen erfolgen in den Einzelabschlüssen der einbezogenen Unternehmen sowohl linear als auch degressiv. In 2008 wurde die Abschreibungsmethode auf Sachanlagen zwischen den Einzelabschlüssen und dem Konzernabschluss harmonisiert. Hieraus resultierte eine Abweichung im Konzernergebnis in Höhe von EUR 1,9 Mio., die sich in den Folgejahren umkehrt. Für das Berichtsjahr ergibt sich daraus eine Belastung des Konzernergebnisses von TEUR 124 (i.V. TEUR 124). Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Beteiligungen an den assoziierten Unternehmen (Anteilsbesitz Nr. 25 bis 27) sind - in Abhängigkeit von der Wesentlichkeit - entweder mit dem anteiligen Eigenkapital oder den Anschaffungskosten erfasst. Die Beteiligung an der Surface Technologies GmbH & Co. KG und an der HC Plastics GmbH wurden nach § 312 Abs. 4 S. 1 HGB mit dem anteiligen Eigenkapital erfasst. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergab sich für die Surface Technologies GmbH & Co. KG ein Ertrag von TEUR 1.154, für die HC Plastics GmbH ein Aufwand von TEUR 3. Eine weitere Beteiligung wurde mit dem anteiligen Eigenkapital erfasst. Für diese ergab sich ein Ertrag in Höhe von TEUR 89. 2. Vorräte Die Vorräte werden zu Konzernanschaffungs- oder -herstellungskosten oder, soweit erforderlich, zum niedrigeren Marktwert angesetzt. Die Konzernherstellungskosten enthalten Materialkosten einschließlich der notwendigen Materialgemeinkosten, Fertigungskosten einschließlich der notwendigen Fertigungsgemeinkosten, Sonderkosten der Fertigung und Abschreibungen des Anlagevermögens, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Den Bestandsrisiken, die sich aus langer Lagerreichweite beziehungsweise geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird gemäß dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung ausreichend Rechnung getragen. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Zins- und Ausfallrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf den nicht an einen Factor veräußerten Nettoforderungsbestand nach Einzelwertberichtigungen gebildet. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit Nominalwerten oder mit den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Werten bewertet. 4. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Unterschiedsbeträge zwischen Ausgabebetrag und höheren Rückzahlungsbeträgen von Krediten werden als Disagio unter Rechnungsabgrenzungsposten aktiviert. Sie werden planmäßig über die Laufzeit der Kredite abgeschrieben. 5. Investitionszuschüsse Seit dem Geschäftsjahr 2014 werden die erhaltenen Investitionszuschüsse in den Sonderposten für Investitionszuschüsse eingestellt. Erhaltene Investitionszuschüsse der Geschäftsjahre bis einschließlich 2013 wurden zur Abdeckung der Anlaufverluste aus den mit den Investitionszuschüssen geförderten Investitionen unmittelbar ertragswirksam erfasst. Die ertragswirksame Auflösung der Sonderposten in den Einzelabschlüssen der Tochtergesellschaften in den Folgejahren führt wegen der Antizipation der Ertragsauswirkung im Konzernabschluss zu einer entsprechenden Abweichung des Konzernergebnisses in Höhe der jährlichen Auflösungsbeträge bei den Tochtergesellschaften sowie entsprechender Steuerlatenzen. 6. Rückstellungen für Pensionen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen mittels der projizierten Einmalbetragsmethode wurden die Heubeck-Sterbetafeln von 2018 berücksichtigt. Der dabei verwendete Rechnungszins betrug am 31. Dezember 2021 1,87 % (: 2,30 % - 2,32 %). Der Rententrend ist mit 0 % bis 1,75 % p.a. berücksichtigt. Der Zinssatz zum 31. Dezember 2021 entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Jahre gemäß § 253 Abs. 2 HGB. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB (Bewertung zum durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre) beträgt TEUR 279. Die Pensionsrückstellungen sind voll dotiert. Der Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 3.640 wurde mit dem Aktivwert der bestehenden Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 557 saldiert (§ 246 Abs. 2 HGB). 7. Sonstige Rückstellungen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. 8. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 9. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 10. Fremdwährungsumrechnung Forderungen und Guthaben in Fremdwährung werden grundsätzlich zum Anschaffungskurs, Verbindlichkeiten in Fremdwährung zum Einstandskurs angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet (§ 256a HGB). IV. Währungsumrechnung Die Umrechnung der in Fremdwährung erstellten Abschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften wird nach der von § 308a HGB vorgegebenen Umrechnungsmethode vorgenommen. Dabei werden sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag sowie Eigenkapitalpositionen zum historischen Kurs und die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs umgerechnet. Die Währungsdifferenzen sind im Eigenkapital im Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" enthalten. Gemäß Deutschem Rechnungslegungs-Standard Nr. 25 "Währungsumrechnung im Konzernabschluss" (DRS 25) sind währungskursbedingte Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung seit dem Geschäftsjahr 2019 in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" einzustellen. Die Ergebnisauswirkungen aus der Bewertung der konzerninternen Schuldverhältnisse zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden erfolgswirksam eliminiert und in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs und in Anlage gesondert dargestellt. 2. Rechnungsabgrenzungsposten In den Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge in Höhe von TEUR 5 (i.V. TEUR 133) enthalten. 3. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern beruhen auf Unterschieden zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz der polnischen Tochtergesellschaften im Sachanlagevermögen, bei den Rückstellungen und der Wertberichtigung von Forderungen. Der Saldo zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 1.041, dies entspricht einer Veränderung von + TEUR 118 gegenüber dem Vorjahr. 4. Sonderposten für Investitionszuschüsse Sonderposten für Investitionszuschüsse werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der geförderten Investitionsgüter ertragswirksam aufgelöst. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionszuschüsse i.H.v. TEUR 12.054 (i.V. TEUR 4.404) in den Sonderposten eingestellt. Die Auflösung beträgt TEUR 2.456 (i.V. TEUR 1.701). 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen abgegrenzte Aufwendungen für Resturlaubs- und sonstige personalbezogene Verpflichtungen, Kundenrückvergütungen und Rechnungskürzungen, Reklamationen, Prozesskosten sowie ausstehende Rechnungen und Jahresabschlusskosten. 6. Verbindlichkeiten Die Gliederung nach Fristen ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus langfristigen Darlehensverträgen und aus Kontokorrentverbindlichkeiten sind im Wesentlichen durch selbstschuldnerische Bürgschaften, Grundschulden und durch Sicherungsübereignung von Anlagevermögen sowie Vorräten im Teilkonzern Polen gesichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 919 (i.V. TEUR 912) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 589 (i.V. TEUR 592) enthalten. Zur Erhöhung der Bilanzklarheit werden Verbindlichkeiten gegenüber ausgeschiedenen Gesellschaftern in einem gesonderten Posten ausgewiesen. 7. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern beruhen auf Unterschieden zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz im Sachanlagevermögen, bei den Vorräten und für in der Steuerbilanz abgegrenzte Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen. Der Saldo zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 733, dies entspricht einer Erhöhung von TEUR 718 gegenüber dem Vorjahr. VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:
Nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich folgende Umsatzaufteilung:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 6.443 (i.V. TEUR 3.357), Versicherungserstattungen von TEUR 2.515 (i.V. TEUR 1.813), Buchgewinne aus dem Anlagenabgang von TEUR 0 (i.V. TEUR 1.618) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und der Ausbuchung von Verbindlichkeiten von TEUR 129.362 (i.V. TEUR 1.353). Periodenfremde Erträge sind in Höhe von TEUR 887 (i.V. TEUR 1.131) enthalten und resultieren i.W. aus Kundengutschriften. 3. Personalaufwand Im Personalaufwand werden Aufwendungen für Altersversorgung von TEUR 227 (i.V. TEUR 204) ausgewiesen. 4. Abschreibungen Die Abschreibungen enthalten TEUR 480 außerplanmäßige Abschreibungen für Peripherietechnik der außer Betrieb genommenen Doppelbandpressen. 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten TEUR 2.783 (i.V. TEUR 24.624) Aufwendungen für die Risikovorsorge im Zusammenhang mit möglichen vertragsrechtlichen Pflichtverletzungen, Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 1.830 (i.V. TEUR 10.437) sowie periodenfremde Aufwendungen (i.W. aus Lieferantennachbelastungen) in Höhe von TEUR 706 (i.V. TEUR 968). 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 121 (i.V. TEUR 127). 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (i.V. Ertragsteuererstattungen) Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 600 (i.V. Ertrag TEUR 1.145). VII. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse bestehen zum 31. Dezember 2021 aus einer Bürgschaft in Höhe von insgesamt EUR 3,0 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.) gegenüber einer at equity bewerteten Beteiligung. Das assoziierte Unternehmen hat keine Zahlungsschwierigkeiten und bedient seine Verbindlichkeiten pünktlich. Entsprechend droht zum Bilanzstichtag kein Risiko der Inanspruchnahme der Bürgschaft. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen, deren Angabe für die Beurteilung der Finanzlage des Konzerns von Bedeutung ist, bestehen zum 31. Dezember 2021 aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.572 (i.V. TEUR 3.297) mit Laufzeiten bis zu 36 Monaten. Weiterhin bestehen latente Einkaufsverpflichtungen aus Festpreisverträgen für den Bezug von Strom (EUR 18,1 Mio.; i.V. EUR 15,0 Mio.) sowie Rundholz (EUR 8,9 Mio.; i.V. EUR 4,9 Mio.). Aus Finanzierungsgründen treten einige Konzerngesellschaften im Rahmen vertraglich festgelegter Prozeduren wesentliche Teile ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR 53,5 Mio.; i.V. EUR 61,1 Mio.) an einen Factor ab. Das Bestellobligo für Investitionen beträgt EUR 36,4 Mio. (i.V. EUR 22,5 Mio.). 3. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres im Konzern beschäftigt:
4. Geschäftsführung, Bezüge der Geschäftsführer Geschäftsführer des Mutterunternehmens ist die persönlich haftende Gesellschafterin Dr. Hannig GmbH, vertreten durch ihre Geschäftsführer: Herr Dr. Hans-Jürgen Hannig, Chief Executive Officer - alleinvertretungsberechtigt - Frau Stefanie Quervel, Chief Financial Officer - gesamtvertretungsberechtigt - Herr Tobias Hannig, Chief Sales Officer D-A-CH - gesamtvertretungsberechtigt - Herr Arne Loebel, Chief Administration Officer - gesamtvertretungsberechtigt - Herr Jürgen Resch, Chief Sales Officer Export - gesamtvertretungsberechtigt - Herr Rolf Stadler, Chief Production Officer (bis 19.07.2021) - gesamtvertretungsberechtigt - Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 2.347 (i.V. TEUR 2.379). Es wurden keine Bezüge an ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung gewährt. 5. Anteilsbesitz
* Aufgrund von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns (jeweils für sich und auch zusammen) wurden diese Gesellschaften nicht in den Konzernabschluss einbezogen.
Für ein weiteres assoziiertes Unternehmen wird § 313 Abs. 3 Satz 1 HGB in Anspruch genommen. 6. Persönlich haftende Gesellschafter Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Dr. Hannig GmbH mit Sitz in Kaisersesch und einem gezeichneten Kapital in Höhe von EUR 25.564 (DM 50.000). 7. Gesamthonorar Abschlussprüfer Das von dem Abschlussprüfer für das abgelaufene Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beläuft sich auf TEUR 347. Davon entfallen TEUR 149 auf Abschlussprüfungsleistungen für den Konzernabschluss sowie für die Einzelabschlüsse, TEUR 79 auf Steuerberatungsleistungen, TEUR 19 auf andere Bestätigungsleistungen und TEUR 100 auf sonstige Leistungen. 8. Befreiender Konzernabschluss nach § 291 HGB Die Konzernholding stellt einen befreienden Konzernabschluss nach § 291 HGB für die verbundenen Unternehmen Classen Vertriebs GmbH und Akzenta Paneele + Profile GmbH auf. 9. Befreiender Konzernabschluss nach §§ 264 Abs. 3 und 264b HGB Die Gesellschafter der W. Classen GmbH & Co. KG, Kaisersesch, haben beschlossen, die Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 und 264b HGB in Anspruch zu nehmen und auf die Aufstellung der Anhänge und Lageberichte sowie auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse und Lageberichte der folgenden, in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften zu verzichten: • W. Classen GmbH & Co. KG, Kaisersesch • Akzenta Paneele + Profile GmbH, Kaisersesch • Akzenta Fußbodensysteme GmbH, Kaisersesch • Classen International GmbH, Kaisersesch • Classen Holz Kontor GmbH, Kaisersesch • Classen Industries GmbH, Baruth • Classen Intellectual Property GmbH, Kaisersesch • Classen Vertriebs GmbH, Kaisersesch • Classen Objekt + Design GmbH, Kaisersesch • Dispoline GmbH Holzwerkstoff-Sortimenter, Kaisersesch • Ele-Bau Elementbau GmbH & Co. KG, Hürth-Hermülheim • Fiberboard GmbH, Baruth • Wiparquet GmbH Innenausbausysteme, Kaisersesch Die Veröffentlichung der Gesellschafterbeschlüsse im elektronischen Bundesanzeiger erfolgte zwischen dem 11. August 2021 und dem 19. August 2021. Die W. Classen GmbH & Co. KG, Kaisersesch, erstellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss (HR A 4591 des Amtsgerichts Koblenz) mit befreiender Wirkung gemäß §§ 264 Abs. 3 und 264b HGB. 10. Nachtragsbericht Mit den Angriffen der russischen Föderation auf die Ukraine im Februar 2022 wurden die unternehmerischen Tätigkeiten der Vertriebseinheit in der Ukraine bis auf Weiteres eingestellt. Die Aktivitäten der russischen Gesellschaft verlaufen planmäßig und unbeeinflusst weiter. Aktuell gehen wir davon aus, dass die kriegerischen Auseinandersetzungen ein baldiges Ende finden werden und die Vertriebsaktivitäten in der Ukraine wieder aufgenommen werden können. Ein materielles Risiko besteht zum jetzigen Zeitpunkt nicht, da Forderungsbestände versichert waren und keine wesentlichen Vorratsbestände abgeschrieben werden müssen. Die W. Classen GmbH & Co. KG hat im April 2022 Schuldscheindarlehen mit unterschiedlichen Laufzeiten emittiert. Insgesamt wurden EUR 75 Mio. gezeichnet - hiervon wurden EUR 26,5 Mio. genutzt, um bestehende Schuldscheinverpflichtungen vorzeitig abzulösen und die Finanzierungsstruktur zu verbessern.
Kaisersesch, den 24. Mai 2022 Dr. Hannig GmbH Geschäftsführung Dr. Hans-Jürgen Hannig Stefanie Quervel Tobias Hannig Arne Loebel Jürgen Resch
KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20211. Geschäftsmodell Die CLASSEN Gruppe wurde 1949 gegründet und ist einer der weltweit führenden Hersteller von Bodenbelägen in den Bereichen Laminat- und Polymerboden. Als Inhaber zahlreicher Patente und Gebrauchsmuster gehört die CLASSEN Gruppe zu den Innovationsführern der Branche. Das familiengeführte Unternehmen trägt die Verantwortung für über 2.000 Mitarbeiter. Gemäß des Firmen-Mottos "Floors For a Better Tomorrow" gehört es zur Philosophie, Produkte zu entwickeln, die weder Mensch noch Umwelt belasten. Sämtliche Produkte der CLASSEN Gruppe erfüllen die Anforderungen des renommierten Umweltsiegels "Der Blaue Engel". Die Standorte in Deutschland haben eine Produktionskapazität von fast 100 Mio. Quadratmetern und beliefern so den internationalen Handel mit hochwertigem Fußboden. Die Unternehmensgruppe ist in zwei Geschäftsbereiche unterteilt:
Die CLASSEN Gruppe betreibt seit 2007 am Standort Baruth das größte vollintegrierte Laminatwerk der Welt mit 850 Mitarbeitern auf einem Gelände mit der Größe von 50 Hektar. Die Produktionskapazität liegt bei bis zu 80 Millionen Quadratmetern Laminatböden im Jahr. Das gesamte Werk umfasst rund 250.000 Quadratmeter Hallenfläche. In Baruth sind zwei Unternehmen der CLASSEN Gruppe tätig: Die Fiberboard GmbH produziert die HDF-Platten (hochdichte Faserplatten) als Trägerplatten für die Weiterverarbeitung zu Laminatböden mit einer Gesamtkapazität von über 500.000 Kubikmetern HDF-Platten im Jahr. CLASSEN Industries produziert das fertige Laminatprodukt inklusive Beschichten und Bedrucken der Oberflächen mit Digitaldruck. 2013 wurde hier die weltweit erste Digitaldruckmaschine für Laminat in Betrieb genommen. Verwendet werden ausschließlich Hölzer aus nachhaltiger und kontrollierter Forstwirtschaft. Mit Produktionsrückständen wie Holzspänen und Holzstäuben werden im eigenen Biomasse-Kraftwerk Energie und Wärme erzeugt und in die Produktion zurückgeführt, statt sie extern zu entsorgen. Dies spart jährlich rund 5.200 Tonnen CO 2 ein. Die CLASSEN Gruppe hat 2021 eine Erweiterung dieser Biomasseanlage in Betrieb genommen. Sie reduziert die CO 2-Emissionen um zusätzliche rund 7.000 Tonnen pro Jahr. Am Standort Kaisersesch produziert CLASSEN mit insgesamt rund 300 Mitarbeitern den Werkstoff CERAMIN sowie seine darauf basierenden Kunststoff-Bodenbeläge. CERAMIN ist ein einzigartiger, patentierter Werkstoff, der absolut schadstofffrei und wohngesund sowie zu 100 Prozent recycelbar ist und zum Teil aus Rezyklaten hergestellt wird. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kunststoff-Bodenbelägen aus PVC enthält er kein Chlor, keine Phtalate oder andere Weichmacher sowie keine Stabilisatoren. CERAMIN besteht zu 60 Prozent aus einem natürlichen, mineralischen Füllstoff, zu 39 Prozent aus Polymeren auf Basis von Polypropylen sowie zu einem Prozent aus umwelt- und gesundheitsverträglichen Additiven. Des Weiteren bestehen im Geschäftsbereich Flooring patentierte Eigenentwicklungen, insbesondere im Bereich Verlege- und Oberflächentechnik, für die Lizenzen an Dritte vergeben werden.
2. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 trotz der anhaltenden Corona-Pandemie um 6 % gewachsen. (Quelle: statista) Der Markt für Laminatfußböden hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten kontinuierlich erweitert und sich in den letzten 5 Jahren auf einem hohen Niveau stabilisiert. Weltweit geht man von einem Volumen von knapp 1 Mrd. qm aus. Nach den Erhebungen des EPLF, des Verbandes der Europäischen Laminatbodenhersteller e.V., betrug das Absatzvolumen der Mitgliedsunternehmen in 2021 483 Mio. qm (Vorjahr: 459 Mio. qm). Mit 231,5 Mio. qm ist Westeuropa weiterhin der größte Markt der EPLF-Mitglieder, zum Vorjahr ist der Absatz um 2,9% gestiegen. Der mit Abstand wichtigste Einzelmarkt in Westeuropa bleibt Deutschland mit 49,4 Mio. qm (Vorjahr: 53 Mio. qm). Der in den letzten Jahren so vielversprechende Absatzmarkt Osteuropa konnte, nachdem im Geschäftsjahr 2020 keine Mengensteigerungen verzeichnet wurden, im abgelaufenen Jahr um 5,3 % wachsen und eine Absatzmenge von 142,2 Mio. qm erreichen. In Nordamerika wurden 42,7 Mio. qm (Vorjahr: 49 Mio. qm) abgesetzt; dies entspricht einem Rückgang um 12,9 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020. Der Markt in den USA ist durch einen Rückgang um 21,4 % geprägt, Kanada konnte ein Wachstum um 16,8 % verzeichnen. Der Absatz der EPLF-Mitglieder in der Region Lateinamerika ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 61,5 % gestiegen. (Quelle: EPLF) Im Geschäftsjahr 2021 konnten die Mitglieder des Branchenverbands MMFA, dem Verband der mehrschichtig modularen Fußbodenbeläge e.V., in Westeuropa, Nordamerika und sonstigen Regionen 105,2 Mio. qm Bodenbeläge auf Substrat- und Polymerkompositbasis absetzen. Die entspricht einem Wachstum um 32,01 %. (Quelle: MMFA) b) Umsatz und Ertragslage Im Geschäftsjahr 2021 hat die Classen-Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von EUR 546,1 Mio. erzielt (Vorjahr: EUR 545,2 Mio.). Im Produktsegment Flooring haben die Umsatzerlöse geringfügig nachgegeben. Im Geschäftsjahr betrugen die Umsatzerlöse EUR 467,6 Mio. (Vorjahr: EUR 475,6 Mio.). Der Absatz der Produktgruppe "Designböden" konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr gesteigert werden. Der Umsatz im Segment Doors betrug EUR 42,5 Mio. (Vorjahr EUR 38,9 Mio.). Die Entwicklung der Ertragslage des Geschäftsjahres ist im Wesentlichen stark angestiegene Aufwendungen für Rohstoffe geprägt. Sowohl die Rohstoffkosten für Holz, Leim und chemische Grundstoffe als auch für Strom sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Personalkosten sind aufgrund Lohnsteigerungen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Zugleich hat die Classen-Gruppe auch in 2021 konsequent weiter erhebliche Investitionen zum weiteren Ausbau ihrer Werke und Produktionsanlagen vorgenommen. Wesentliche Investitionen wurden am vollintegrierten Produktionsstandort in Baruth vorgenommen, um die Energieversorgung und Oberflächenveredelung weiter auszubauen. Zuschüsse für Investitionen wurden bis 2013 im Konzernabschluss sofort erfolgswirksam vereinnahmt. Seit dem Geschäftsjahr 2014 wird im Konzernabschluss ein Sonderposten für Investitionszuschüsse gebildet und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der geförderten Investitionsgüter ertragswirksam aufgelöst. Im Geschäftsjahr 2021 wurden für Investitionen gewährte Zuschüsse in Höhe von EUR 12,1 Mio. (Vorjahr: EUR 4,4 Mio.) in den Sonderposten eingestellt. Die ertragswirksame Auflösung beträgt EUR 2,5 Mio. (Vorjahr: EUR 1,7 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen neben den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie des Sonderpostens für Investitionszuschüsse Währungsgewinne, Versicherungserstattungen und sonstige Erträge. Insbesondere durch den volatilen US-Dollar Wechselkurs konnte im Geschäftsjahr ein saldierter Währungskursertrag in Höhe von EUR 4,6 Mio. (Vorjahr: Verlust EUR 7,1 Mio.) realisiert werden. Die Sanierung des Teilkonzerns Doors wurde erfolgreich in 2019 abgeschlossen. Die Gesellschaft zeigt seit zwei Geschäftsjahren stabile positive Ergebnisse. Ziel ist es die positiven Entwicklungen des abgelaufenen Geschäftsjahres zu stabilisieren. Der Konzernjahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres beträgt EUR 143,1 Mio. (Vorjahr: EUR 27,8 Mio.). Der Konzernjahresüberschuss ist maßgeblich durch die Auflösung von Rückstellungen i.H.v. EUR 128,8 Mio. beeinflusst. c) Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr um EUR 7,7 Mio. auf EUR 502,7 Mio. (Vorjahr: EUR 495,0 Mio.) erhöht. Die Konzernbilanz ist auf der Aktivseite durch die Investitionstätigkeit der letzten Geschäftsjahre geprägt. Die Anlagenintensität hat sich mit 59,4 % (Vorjahr: 57,9 %) leicht erhöht. Das Sachanlagevermögen ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um EUR 11,7 Mio. gestiegen. Der Vorratsbestand ist von TEUR 74.417 auf TEUR 117.337 (+ 57,7 %) gestiegen. Der Anstieg der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist überwiegend preisbedingt; insbesondere sind die Beschaffungspreise für Holz, chemische Einsatzstoffe und Polypropylen stark angestiegen. Der deutliche Anstieg der fertigen Erzeugnisse und Waren ist durch eine höher ausfallende periodengerechte Abgrenzung von unterwegsbefindlicher Ware, sowie die Umbewertung des Bestands aufgrund gestiegener Rohstoffkosten zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr (EUR 33,0 Mio.) um EUR 8,7 Mio. auf EUR 41,7 Mio.. Das wirtschaftliche Eigenkapital unter Einbeziehung der um Steuereffekte bereinigten Sonderposten für Investitionszuschüsse, der Gesellschafterdarlehen sowie weiterer Bestandteile mit Eigenkapitalcharakter beträgt zum Bilanzstichtag EUR 256,4 Mio. (Vorjahr: EUR 218,6 Mio.) und macht somit 51,0 % (Vorjahr: 44,1 %) des Gesamtkapitals aus. Das handelsrechtliche Eigenkapital beläuft sich zum Bilanzstichtag auf EUR 212,0 Mio. (Vorjahr: EUR 80,4 Mio.). Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen um EUR 128,6 Mio. auf EUR 24,7 Mio. lässt sich mit der Beilegung wesentlicher Rechtsstreitigkeiten aus dem Lizenz- und Patentgeschäft erklären. Die Bankverbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 31,7 Mio. auf EUR 119,5 Mio. reduziert. Der deutsche Teilkonzern ist kurzfristig durch die operativen Cashflows sowie durch verschiedene Kontokorrentlinien finanziert. Mittel- und langfristig basiert die Finanzierung auf KfW-Krediten und Schuldscheindarlehen mit unterschiedlichen Laufzeiten und Zinsprofilen. Rückzahlungen für diese Finanzierungsinstrumente werden durch den operativen Cash-Flow finanziert. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht a) Prognose Auf dem Laminatbodenmarkt wird sich die Wettbewerbssituation auch im Jahr 2022 nicht entspannen. Aufgrund unserer Kostenvorteile, der Flexibilität einer voll integrierten Produktion sowie neuester Produktionstechniken und Produkte, wie wasserresistente Laminatböden, werden wir unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter ausbauen können. Das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2022 ist aufgrund der Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine nicht abschätzbar. Nach unserer derzeitigen Planung gehen wir trotzdem von einer positiven Umsatzentwicklung und einem ausgeglichenen Ergebnis für das Jahr 2022 aus. Die Auswirkungen der andauernden Krisen auf das Geschäftsjahr 2022 sind nicht abschließend abschätzbar. Steigende Strom- und Gaspreise sowie die damit verbundene Entwicklung der Rohstoffpreise wesentlicher Chemikalien, wie Leim und Melamin, haben direkten Einfluss auf die Rohergebnissituation im Segment Flooring. Die Liquiditäts- und Sachkostenstruktur des Unternehmens ist stabil, sodass wir eine Bestandsgefährdung ausschließen und der Gesamtsituation verhalten positiv gegenüberstehen. Mit der erwarteten Zunahme der Nachfrage nach unserem auf ökologisch unbedenkliche Rohstoffe setzenden Designboden gehen wir von einer zunehmenden Ausnutzung der Kapazitäten der Produktionsanlagen für Designböden am Standort Kaisersesch aus. Darüber hinaus werden die Kapazitäten weiter ausgebaut. Für die kommenden Jahre plant die Unternehmensgruppe weitere erhebliche Investitionen in die Designboden- und Laminatbodenfertigung. Die Innentüren, Zargen und Leisten produzierende Tochtergesellschaft Classen Pol S.A. konnte nach einer erfolgreichen Restrukturierung in den Geschäftsjahren 2018 und 2019 ihre Ergebnissituation auch im Geschäftsjahr 2021 nachhaltig positiv stabilisieren. Die Nachhaltigkeit der abgeschlossenen Maßnahmen wird regelmäßig mit dem lokalen Management überprüft. b) Chancen Mit unseren innovativen und hochwertigen Produkten sehen wir als global aufgestelltes Familienunternehmen die Chance, auch zukünftig Marktanteile in entwickelten Märkten sowie Potenziale in Wachstumsmärkten erschließen zu können. Insbesondere im Bereich des Designbodens werden wir in den kommenden Jahren, durch innovative Produktionstechniken und neuartige Materialmischungen, eine verbesserte Marktstellung erreichen können. Dabei spielt für ein nachhaltiges Wachstum die konsequente Kundenfokussierung und die regelmäßige Überprüfung der Kostensituation eine wesentliche Rolle. Wir sehen in den kommenden Jahren die Möglichkeit, durch gezielte Maßnahmen, vor allem durch die weitere Optimierung von Produktionsverfahren sowie Forschung an neuartigen Produkten, zusätzliche Synergien und Einsparpotenziale zur Steigerung der Ertragskraft zu realisieren. Mit Bescheid vom 26.07.2021 wurden der Classen-Gruppe Emissionsberechtigungen für die Jahre 2021 - 2025 zugeteilt. Da die Anzahl der Emissionsberechtigungen deutlich über dem Eigenverbrauch liegt, wird die Classen-Gruppe künftig Erträge aus dem Verkauf von Emissionsrechten erzielen. Auf eine Bilanzierung wurde im Konzernabschluss verzichtet. c) Risiken Rechtsrisiken In den Jahren 2002-2007 wurden die für die Laminatbodenproduktion benötigten HDF-Platten ausschließlich von Drittlieferanten bezogen. Einige dieser Lieferanten sind in 2011 vom Bundeskartellamt wegen unerlaubter Preisabsprachen zu Bußgeldern verurteilt worden. Die Classen-Gruppe ist durch diese kartellrechtswidrigen Preisabsprachen erheblich geschädigt worden und hat daher entsprechende Klagen gegen zwei am Kartell beteiligte Lieferanten eingereicht. In 2015 fanden die ersten Verhandlungstermine vor den jeweils zuständigen Landgerichten Düsseldorf und Hannover statt. Aufgrund der geltend gemachten Schäden in nennenswerter Höhe hat die Classen-Gruppe das Risiko eines ungünstigen Verfahrensausgangs bereits in 2013 durch entsprechende Rückstellungen für Anwalts- und Gerichtskosten erfasst und diese auch in den Folgejahren beibehalten bzw. angepasst. Anfang 2017 ist am Landgericht Hannover ein Grundurteil erzielt worden, das die Schadensersatzpflicht eines Kartellbeteiligten dem Grunde nach bestätigt hat. Der beklagte Hersteller hat gegen das Urteil Berufung eingelegt, eine erste Verhandlung vor dem zuständigen Oberlandesgericht in Celle hat im Herbst 2019 stattgefunden, die Fortsetzung des Verfahrens wird für das vierte Quartal diesen Jahres erwartet. Auch im Verfahren am Landgericht Düsseldorf hatte es im August 2019 ein Grundurteil zu Gunsten der Classen-Gruppe gegeben, welches vom Oberlandesgericht Düsseldorf Anfang 2021 bestätigt wurde. Der hier verklagte Kartellbeteiligte hat gegen die in diesem Urteil enthaltene Nichtzulassung der Revision Beschwerde beim Bundesgerichtshof eingelegt, eine Entscheidung des Bundesgerichtshofes hierüber ist noch nicht erfolgt. Im Bereich der Verwertung gewerblicher Schutzrechte (Intellectual Property) arbeitet die Classen-Gruppe mit verschiedenen Partnern und Lizenzvermarktungsgesellschaften zusammen. Auf Grund unterschiedlicher Auffassungen zu dem Umfang der jeweils vom Vertragswerk umfassten Rechten und Pflichten der beteiligten Parteien waren in den Vorjahren mehrere Rechtstreitigkeiten anhängig, die im ersten Quartal 2021 im Vergleichswege beigelegt werden konnten. Diesbezüglich gebildete Rückstellungen zur Vorsorge von Gerichts- und Beratungskosten sowie von strittigen Lizenzbeträgen konnten aufgelöst werden. Ausgenommen davon ist jedoch ein in 2020 eingeleitetes Schiedsgerichtsverfahren von einem dieser Kooperationspartner, für das die ClassenGruppe trotz anderer Rechtsauffassung seinerzeit bereits durch Bildung einer Rückstellung entsprechend Risikovorsorge getroffen hat, welche weiterhin laufend überprüft und angepasst wird. Des Weiteren waren in den Vorjahren vorsorglich Rückstellungen für behauptete Ansprüche aus Erfindertätigkeit gegenüber der Classen-Gruppe gebildet worden. Auch dieser Rechtsstreit konnte beendet werden, die Rückstellungen wurden ertragswirksam aufgelöst. Finanzierungsrisiken Die Classen-Gruppe zeichnet sich durch eine hohe Innovationskraft aus, die in der Vergangenheit sowohl bei Produktionsverfahren als auch bei Produktentwicklungen zu signifikanten Kosten- und Qualitätsvorteilen geführt hat. Gleichwohl ist nicht auszuschließen, dass Innovationen zunächst zu finanziellen Belastungen und erst mit zeitlicher Verzögerung zu dem geplanten wirtschaftlichen Erfolg führen. Die Finanzierung der Unternehmensgruppe ist sehr solide strukturiert, sodass auch andauernde schwächere Phasen überbrückt werden können. Währungsrisiken Die Zoll- und Handelspolitik der USA kann negative Auswirkungen auf die Exporttätigkeit der ClassenGruppe und somit auf deren Ertragslage haben. Zusätzlich können sich nicht prognostizierbare Risiken aus der Volatilität des US-Dollars ergeben. Diese Risiken werden durch kurzfristige Währungsgeschäfte abgesichert. Sonstiges Die andauernde Corona-Pandemie sowie der Krieg in der Ukraine belasten die Entwicklung der globalen Wirtschaft. Die gesamte Holzwerkstoffindustrie, als auch unsere Absatzpartner im globalen Bau- und Fachhandelsmarkt reagieren mit vorsichtigeren Prognosen und einem abgeschwächten Bestellverhalten. Darüber hinaus sind sowohl die Energie- und Chemiepreise als auch die Frachtkosten signifikant gestiegen. Die interne Liquiditätssituation wird laufend analysiert und die interne Kostenstruktur überprüft. Zusammenfassung der Risikolage Alle Risiken unterliegen der laufenden Beobachtung, um bei Veränderungen rechtzeitig reagieren zu können. Zusätzlich werden in regelmäßigen Management-Meetings Budgetabweichungen analysiert. Soweit Risiken versicherbar und diese Versicherungen wirtschaftlich sinnvoll sind, werden die Risiken auf unternehmensfremde Risikoträger übertragen. Die Relevanz einzelner Risiken hat sich sowohl negativ aber auch deutlich positiv verändert - nach Einschätzung der Geschäftsführung zeigt sich die Gesamtbetrachtung der Risikolage der Classen-Gruppe im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Es ist festzuhalten, dass im Geschäftsjahr 2022 keine Risiken identifiziert wurden, die den Fortbestand der Gruppe gefährden könnten. Für erkannte Risiken wurden entsprechende Gegenmaßnahmen definiert und umgesetzt. Der Geschäftsführung sind auch keine zukünftigen Risiken bekannt, die zu einer bestandsgefährdenden Situation führen könnten.
Kaisersesch, den 24. Mai 2022 Dr. Hannig GmbH Dr. Hans Jürgen Hannig Stefanie Quervel Tobias Hannig Arne Loebel Jürgen Resch BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die W. Classen GmbH & Co. KG, Kaisersesch Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der W. Classen GmbH & Co. KG, Kaisersesch, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der W. Classen GmbH & Co. KG, Kaisersesch, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Koblenz, den 30. Mai 2022 Dr.
Dienst & Partner GmbH & Co. KG
Dr. Julia Schneider, Wirtschaftsprüferin Corinne Koblitschek, Wirtschaftsprüferin |
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