Bw Bekleidungsmanagement GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Bekleidung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mirjam Arnold seit 3.4.2017 | Prokura |
Stephan Minz seit 2.3.2017 | Geschäftsführer |
Joachim Wengel seit 26.10.2016 | Prokura |
Harry Paul Ekkehart Röhr seit 11.5.2016 | Prokura |
Uwe Heinz Schmack seit 17.2.2016 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LHD Group GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015I. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen1. Gegenstand des Unternehmens und Einbindung in die LHBw-Gruppe Die LHD Group GmbH (nachfolgend "LHD G" oder "Gesellschaft") ist Teil der LHBw-Gruppe und direkte Tochtergesellschaft der LH Bundeswehr Bekleidungsgesellschaft, Köln, (im Folgenden "LHBw"). Gegenstand der Obergesellschaft LHBw ist die Versorgung der Streitkräfte und des Zivilpersonals der Bundeswehr und anderer öffentlicher Einrichtungen des Bundes mit Bekleidung und persönlichen Ausrüstungsgegenständen wie bspw. Schuhen, Rucksäcken und Schutzbekleidungsartikeln. Die LHD G und deren Tochtergesellschaften wickeln insbesondere alle Geschäfte mit Kunden, die nicht der Bundeswehr und Bundespolizei zuzuordnen sind, ab (sog. " Drittgeschäft" der LHBw-Gruppe). Das Geschäft der LHD G selbst lässt sich in drei Bereiche aufteilen. Im Bereich Retail beschafft und vertreibt die Gesellschaft Dienstbekleidung an Bedienstete der Bundeswehr und der Bundespolizei, insbesondere im Rahmen der Versorgung der Selbsteinkleider und Teilselbsteinkleider aufgrund der Regelungen der §§ 69 und 70 des Bundesbesoldungsgesetzes (BBesG). Des Weiteren fällt in den Bereich Retail der Einzelhandel mit Sport- und Freizeitbekleidung, Outdoor- und Trekkingartikeln sowie sonstiger militärischer Bekleidung. Der Bereich Professional Equipment & Services (PES), vertreibt Corporate Fashion, Dienst- und Schutzbekleidung sowie zugehörige Dienstleistungen (bspw. das Waschen und Reinigen, die Bevorratung sowie die Logistik zur dauerhaften Versorgung der Kunden) für eine kundenorientierte Full-Service-Lösung. Im Bereich PES ist auch der Vertriebsbereich Feuerwehr / TotalCare ® von der LHD Group Deutschland GmbH ("LHD GD") enthalten. Der ab dem 1. Oktober 2014 übernommene Vertriebsbereich ist in vier Märkten aktiv: Feuerwehr, Polizei, Militär und Rettungsdienst. Der Vertrieb in diesen Märkten gliedert sich in die Bereiche: TotalCare ®-Vertrieb und Direktvertrieb. Während der Bereich TotalCare ® den Abschluss weiterer umfangreicher Generalunternehmerverträge anstrebt, beschäftigt sich der Bereich Direktvertrieb mit der Erstellung von Angeboten über Schutzbekleidung als Reaktion auf öffentliche Ausschreibungen. Seit Beginn des Jahres 2014 hat die LHD G zudem einen Servicevertrag betreffend die Bewirtschaftung von ABC-Material der Bundeswehr übernommen ( ABC-Geschäft), welcher als dritter Bereich gesehen wird. Restrukturierung der LHBw-Gruppe Die fortgesetzten Verluste der LHD G im Bereich Retail, vorrangig dabei mit den Selbst- und Teilselbsteinkleidern der Bundeswehr, und im Bereich PES sowie Verluste der Tochtergesellschaften der LHD G hatten die Ergebnisse der LHBw-Gruppe zunehmend belastet und mündeten in einer zum Jahreswechsel 2014/2015 zeitweise erheblich angespannten Liquiditätslage. Nach Verhandlungen zwischen der Geschäftsführung der LHBw und den privaten Gesellschaftern sowie der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium der Verteidigung, (im Folgenden "Bund") als Gesellschafter der LHBw mit dem Ziel der Sanierung und zukünftigen Fortführung der Geschäftstätigkeit der LHBw-Gruppe wurden u.a. die vollständige Übernahme der LHBw-Gruppe und eine Finanzierungszusage durch den Bund vereinbart. Der Bund hat mit Wirkung vom 28. Juli 2015 die Gesellschafteranteile des ehem. Mitgesellschafters, der LH Bekleidungsgesellschaft mbH & Co. KG, Köln, an der LHBw übernommen und ist nunmehr Alleingesellschafterin der LHBw und mittelbar deren Tochtergesellschaften. Unmittelbar nach der Übernahme der Geschäftsanteile erfolgte die Rekapitalisierung der LHBw-Gruppe durch Einzahlungen in die Kapitalrücklage der LHBw. Mit den erhaltenen Barmitteln wurden insbesondere die bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abgelöst. Die LHBw hat durch Weitergabe der Liquidität ebenfalls in Form von Einzahlungen in die Kapitalrücklagen auch die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der Tochtergesellschaften LHD G und LHD GD mittelbar abgelöst. Insgesamt hat sich dadurch die Liquiditätssituation der gesamten LHBw-Gruppe entspannt und die Zahlungsfähigkeit der LHBw-Gruppe wurde gesichert. Die im Zuge der Restrukturierung bestellten Geschäftsführer in der LHBw-Gruppe wurden am 31. Oktober 2015 von ihren Pflichten entbunden. Mit Wirkung vom 01. November 2015 hat der Alleingesellschafter Bund zunächst einen neuen Geschäftsführer als CEO bestellt und zum 01. Februar 2016 wurde ein CFO bestellt. Der Bund plant die Fortführung des klassischen Bundeswehrgeschäftes. Darunter sind vorrangig die Versorgung der mit Bekleidungs- und Ausrüstungsgegenständen über die LHBw als auch die Versorgung der Selbst- und Teilselbsteinkleider der Bundeswehr über die LHD G zu subsumieren. Das Drittgeschäft soll veräußert werden. Falls dies nicht gelingt werden die im Drittgeschäft tätigen Gesellschaften liquidiert. Die Verhandlungen mit mehreren Investoren zogen sich über das gesamte Geschäftsjahr 2015 hin. 2. Allgemeine Markt- und Branchenentwicklung Die LHD G ist im Wesentlichen im Inland und im Euroraum tätig. Mit ihren unmittelbar oder mittelbar gehaltenen 100%igen Beteiligungen sind im Ausland insbesondere die Märkte Schweiz, Frankreich, Australien und Hong Kong relevant. Das Marktwachstum für Berufs- und Schutzbekleidung im In- und Ausland entspricht in etwa der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung. Für das Jahr 2015 wird ein Zuwachs von 2,6 % der Weltproduktion angegeben. 1 Innerhalb der großen Industrieländer zeigte sich insgesamt eine positive bzw. stabilisierte Entwicklung, wohingegen Schwellenländer, darunter insbesondere die VR China, Russland und Brasilien, sich schwächer entwickelten oder ggf. auch einer Rezession entgegen sehen. Die Wirtschaft im EURO - Raum zeigte sich in Folge der deutlich gelockerten Geldpolitik und gesunkener Rohstoffpreise wie bspw. Erdöl etwas stabilisiert (+1,6 % in 2015). Für den australischen Raum und asiatische Industrieländer werden Wachstumsraten des BIP zwischen 2,8 % und 3,7 % angegeben. Für Deutschland und die Schweiz wird eine Zuwachsrate des realen Bruttoinlandsprodukts von 1,7 % bzw. 0,9 % im Jahr 2015 angegeben. Starke Impulse aus der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung auf das Geschäft der LHD G haben sich vor dem skizzierten Hintergrund nicht ergeben. 3. Geschäftsverlauf und Umsatzentwicklung Mit einem in 2015 erzielten Umsatz von rd. T€ 39.713 wurde der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um rd. T€ 2.166 bzw. 5,8 % weiter gesteigert, die Umsatzerwartungen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2015 (43,1 Mio. €) wurden jedoch insgesamt nicht erreicht. Im Bereich Retail wurden die gesteckten Umsatzziele um rd. 0,6 Mio. € überschritten. Dies ist auf eine Umsatzsteigerung mit dem Kunden Bundespolizei bedingt durch die Beendigung des Vertrages mit diesem Kunden zum 31. Dezember 2015 zurückzuführen, welche die Reduzierung des Umsatzes mit den Teil- und Selbsteinkleidern der Bundeswehr teilweise kompensiert hat. Der Gesamtumsatz im Bereich Retail liegt mit T€ 12.851 dennoch wie erwartet unter Vorjahr (T€ 14.234). Während im ABC-Geschäft Umsätze planmäßig nahezu auf Vorjahresbasis erzielt wurden, ist der Umsatzanstieg im Bereich PES (+T€ 3.664) auf T€ 24.738 im Wesentlichen auf den zum 1. Oktober 2014 übernommenen Vertriebsbereich der LHD GD zurückzuführen. U.a. aufgrund der Beendigung und somit bedingten Abwicklung einiger Kundenverträge, blieb der Anstieg jedoch hinter dem prognostizieren Umsatz zurück.
Der Jahresfehlbetrag der LHD G beläuft sich insgesamt auf T€ 10.952 und liegt damit über dem prognostizierten Fehlbetrag von 3,5 Mio. €. Neben den geringer als geplant ausgefallenen Umsatzerlösen ist dies vor allem auf Abschreibungen auf Finanzanlagen (4,2 Mio. €), Aufwendungen in Zusammenhang mit der Auflösung eines Zins- und Währungsswaps (1,2 Mio. €) sowie höher als geplant erfolgte Zuführungen zu Rückstellungen für Abfindungen, Rechtskosten und Vertragsauflösungen zurückzuführen. Die Ziele der LHD Group für 2015 wurden damit insgesamt nicht erreicht. Für weitere Erläuterungen sei auf den Abschnitt "II. Ertrags-, Finanz und Vermögenslage" verwiesen. 4. Investitionen Die LHD G hat im Geschäftsjahr 2015 keine nennenswerten Investitionen in das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände vorgenommen. 5. Finanzierung Die Bankverbindlichkeiten aus dem zusammen mit ihrer Muttergesellschaft LHBw sowie der Tochtergesellschaft LHD GD in 2012 abgeschlossenen und im Juni 2013 erweiterten Konsortialdarlehensvertrag wurden im August 2015 zurückgeführt (vgl. I.1.). Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte ab der zweiten Jahreshälfte 2015 ausschließlich über Eigenmittel und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. 6. Personalbereich Die LHD G beschäftigte per 31. Dezember 2015 191 Mitarbeiter/innen.
Der Mitarbeiterrückgang erfolgte überwiegend durch Schließung von Shops, Auslauf von Befristungen sowie Eigenkündigungen. 7. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft betreibt keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. 8. Beschaffungsmarkt und -preise Die Suche nach potenziellen Lieferanten und nach den wirtschaftlichsten Angeboten erfolgt zum Vorteil der Kunden weltweit. Mit dem Aufbau eines global ausgerichteten Lieferantennetzwerkes hat die LHD G das Ziel für alle Kunden die gewünschten Waren zum optimalen Preis- / Leistungsverhältnis zu beschaffen. Zur Abwicklung von Wäschereidienstleistungen bedient sich die LHD G bundesweit Vertragswäschereien, die Wasch- und Reinigungsdienstleistungen sowie weitere Dienstleistungen erbringen können. II. Ertrags-, Finanz und Vermögenslage1. Ertragslage
Die Marge (Rohertrag/Umsatzerlöse) im rückläufigen Bereich Retail (Umsatz 2015: T€ 12.851 Vorjahr: T€ 14.234) beträgt in 2015 35,6 % (Vorjahr: 25,1 %) und hat sich damit wieder erhöht (2013: 31,1 %). Ursache dafür sind insbesondere die Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Vorräte im Vorjahr sowie u.a. die erhöhten Umsätze mit dem Kunden Bundespolizei. Insgesamt erreicht der Bereich Retail einen Fehlbetrag von T€ - 619 (Vorjahr T€ -3.010, 2013: T€ -1.463). Der Bereich PES erzielt mit einem Umsatz von rd. T€ 24.738 (Vorjahr T€ 21.074) erneut ein deutliches Wachstum. Die Marge liegt bei 13,1 % (Vorjahr: 1,1 %, 2013: 13,8 %). Auch hier ist der deutliche Anstieg der Marge auf die Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Vorräte im Vorjahr sowie den Wegfall margenschwacher Kunden in 2015 zurückzuführen. Aufgrund des Wegfalls von außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie die genannten Wertberichtigungen auf Warenvorräte konnte das Ergebnis im Bereich PES deutlich verbessert werden, allerdings wird hier noch ein Fehlbetrag von T€ -4.559 erreicht (Vorjahr T€- 10.345, 2013: T€- 1.617). Im ABC-Geschäft wird ein positives Ergebnis erwirtschaftet. Im Bereich Overhead verbleibt ein nicht den einzelnen Bereichen zurechenbarer Kostenblock von T€ 6.967 (Vorjahr: T€ 8.369). Dieser setzt sich im Wesentlichen aus Aufwendungen aus der Abschreibung von Finanzanlagen (T€ 4.158) und Zinsaufwendungen für ein Darlehen aus dem Kauf der Tochtergesellschaft Jas AG in 2008 sowie dessen vorzeitige Ablösung zusammen. Die Summe aus den Vertriebs- und Verwaltungskosten konnte im Geschäftsjahr 2015 um rd. T€ 1.272 gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. Ursächlich hierfür ist der Wegfall der im Vorjahr in den Vertriebskosten enthaltenen außerplanmäßigen Abschreibungen (2,6 Mio. €) sowie gegenläufig höhere Kosten aufgrund des übernommenen Vertriebsbereichs der LHD GD sowie für Personal- und Rechtskosten. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist insbesondere auf Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Zusammenhang mit der vorzeitigen Rückführung des o.g. Darlehens sowie höhere Weiterbelastungen seitens der Tochtergesellschaft LHD GD zurückzuführen. Insgesamt steigt das Betriebsergebnis als Resultat der vorangestellten Margen- und Kosteneffekte um T€ 5.134 auf T€ -5.887. Der Zinsaufwand der LHD G ist in 2015 um rd. T€ 204 auf T€ 907 gesunken aufgrund der Ablösung sämtlicher Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Im Finanzergebnis sind ferner T€ 4.158 Aufwand aus Abschreibungen auf Finanzanlagen zu berücksichtigen. 2. Finanzlage
Der Finanzmittelbestand setzt sich wie folgt zusammen:
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt in 2015 rd. T€ 2.203 (Vorjahr: T€ -3.261). Die sonstigen zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Wertberichtigungen auf Forderungen und Vorräte. Der Rückgang in den Vorräten, Forderungen und sonst. Aktiva resultiert im Wesentlichen aus einem gesunkenen Vorratsvermögen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beinhaltet vor allem die Einzahlungen in die Kapitalrücklagen der Tochtergesellschaften JAS AG und LHD GD (in Summe T€ 4.157). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist mit rd. T€ 25.914 (Vorjahr T€ - 5.593) positiv, da der Verlust des Vorjahres von der LHBw übernommen wurde sowie eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 10.910 durch die LHBw geleistet wurde. Die Bankverbindlichkeiten wurden vollständig getilgt. 3. Vermögenslage
Die Bilanzsumme der LHD G hat sich in 2015 um rd. T€ 2.828 auf T€ 27.233 reduziert. Dieser Rückgang resultiert vor allem aus einem deutlichen Rückgang im Vorratsbestand aufgrund von auslaufenden Kundenverträgen. Gegenläufig hat sich der Bestand an liquiden Mitteln deutlich erhöht. Aufgrund der Dotierung der Kapitalrücklage in Höhe von T€ 10.910 hat sich die Eigenkapitalquote merklich auf 50,7 % (Vorjahr: rd. 9,6 %) erhöht. Die zugeflossenen Mittel wurden zur Ablösung der Bankverbindlichkeiten bei der LHD G sowie für Einzahlungen in die Kapitalrücklagen der Tochtergesellschaften LHD GD und JAS AG verwendet. Die Rückstellungen steigen gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.009, vorrangig auf Grund der Bildung von Rückstellungen für Personal- und Rechtskosten. Aufgrund der verbesserten Liquiditätssituation erfolgte eine Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 2.640 auf T€ 1.034. Daneben haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern insbesondere in Folge der Verlustübernahme deutlich verringert. III. NachtragsberichtAm 11. Januar 2016 wurde ein Vertrag über den Verkauf des Drittgeschäfts der LHBw-Gruppe mit einem Investor geschlossen. Der Vertrag sieht vor, dass das Drittgeschäft in die LHD GD überführt wird und die Anteile an der LHD GD dann von der LHD G an den Investor veräußert werden. Dazu sind bis heute umfangreiche Vorarbeiten in den Bereichen Personal, IT, Verträge (Kunden / Lieferanten) und Assets geleistet worden, damit die Übertragung der Anteile an der LHD GD (sog. 'closing') zum Stichtag 31. Mai 2016 erfolgreich umgesetzt werden kann. U.a. hat die LHD GD mit Wirkung bis zum 31. Mai 2016 100% der Anteile an den bisherigen Schwestergesellschaften LHD Group Australia, LHD Group Hong Kong, LHD Group France und der jas AG durch die LHD G eingelegt bekommen. Der Investor ist in die Vorbereitungen zum Closing eng eingebunden, um insgesamt einen reibungslosen Übergang der Verträge und Assets aus der LHD G in die LHD GD zu gewährleisten. Ein Scheitern der Übertragung der Anteile an der LHD GD wird nach aktuellem Kenntnisstand nicht erwartet. IV. Risiko- und Chancenbericht
Die Geschäftsbereiche der LHD G sind bisher insgesamt weiterhin defizitär. Daher ist die LHD G auf die Unterstützung ihrer Muttergesellschaft LHBw angewiesen (Verlustübernahme). Der Fortbestand der LHBw ist von der Verlängerung des am 31. Juli 2016 auslaufenden Leistungsvertrages mit dem Bund über die Versorgung ihres einzigen Kunden der Bundeswehr abhängig. Der Gesellschafter Bund plant zum 1. August 2016 sowohl eine Verlängerung des Leistungsvertrages der LHBw als auch einen neuen Leistungsvertrag mit der LHD G bis in das Jahr 2020 abzuschließen. Letzterer soll das nach Verkauf des Drittgeschäfts (vgl. III. Nachtragsbericht) verbleibende bundeswehrbezogene Geschäft auskömmlich gestalten (vgl. IV. Prognosebericht). Sollte dies nicht geschehen, wäre der Bestand der Gesellschaften gefährdet. Derzeit bestehen hierfür jedoch keine Anzeichen.
Im Bereich Retail trägt die Gesellschaft die typischen Absatzrisiken eines Textilhändlers nur in eingeschränktem Maße. Große Teile des Sortiments betreffen Dienst- und Sportbekleidung, welche die Bekleidungsträger der Bundeswehr und der Bundespolizei (Vertrag mit der Bundespolizei wurde zum 31. Dezember 2015 beendet) gegen ihr Kleiderkassenkonto abrechnen können. Ein allgemeines, konjunkturell bedingtes Umsatzrisiko besteht in diesem Bereich daher nicht. Darüber hinaus unterliegt die Dienstbekleidung nur sehr geringen modischen Einflüssen. Änderungen bedürfen des Erlassweges und sind der Gesellschaft frühzeitig bekannt. Andererseits bestehen oftmals auch vertragliche Abnahmeverpflichtungen der Kunden über die individuell vorgehaltenen Waren bei Ende der Geschäftsbeziehung. Der Geschäftsbereich Retail weist insgesamt seit mehreren Jahren einen Fehlbetrag aus. Die vorgehaltenen Strukturen zur Aufrechterhaltung des vereinbarten Servicelevels für diesen Kundenkreis und die daraus resultierenden Betriebskosten können nicht durch die in diesem Bereich erzielten Umsätze gedeckt werden. Wesentliche Preisrisiken im Bereich Retail ergeben sich nicht. Die Gewährung von Kundenboni erfolgt über geplante Aktionen oder den Abverkauf von Saisonwaren, wobei die Einstandspreise der Waren jedoch in der Regel nicht unterschritten werden. Für weitergehende Aktionen bestehen angemessene Wertberichtigungen im Bereich der Warenvorräte. Zur Kompensation des Ergebnisses aus dem Bereich Retail und zur weiteren Umsatzausweitung hat die LHD G den Bereich PES ausgebaut und in 2014 den Vertriebsbereich der Tochtergesellschaft LHD GD übernommen. Insgesamt ist aber auch dieser Bereich noch defizitär, da die kritische Umsatzschwelle zur Deckung der Strukturkosten noch nicht erreicht wurde.
Forderungen gegen Drittkunden werden permanent überwacht und regelmäßig angemahnt, auch in Zusammenarbeit mit einem Inkassodienstleister. Im Bereich Retail bestehen Forderungen gegen Inhaber von Treuhandkonten, die nach Erhalt der regelmäßigen Bekleidungszuschüsse ausgeglichen werden. Darüber hinaus wird eine Vielzahl von Kleinrechnungen, die nicht treuhandfähige Waren betreffen, bis zum möglichen Ende betrieben. Im Bereich PES erfolgt eine analoge Vorgehensweise unter Einbeziehung der zuständigen Vertriebsmitarbeiter/innen. Das mögliche Ausfallrisiko wird allgemein als gering eingeschätzt, da die Kunden überwiegend aus dem Bereich des öffentlichen Dienstes kommen und im Bereich PES renommierte bzw. solvente Unternehmen betreut werden. Ungeachtet dessen ist eine pauschale Wertberichtigung gebildet worden, die das erkennbare Risiko insgesamt abdeckt.
Risiken in der Beschaffung sieht die LHD G vorrangig in steigenden Lohnkosten auf den Beschaffungs-märkten in Osteuropa und in Asien sowie in generellen Preisanstiegen im Bereich der Rohmaterialien. Bei zugekauften Artikeln, die kundenspezifisch angepasst werden müssen, besteht in einigen Fällen eine Mindestabnahmemenge, die ggf. über den eigentlichen Bedarf der Gesellschaft hinausgeht. Die LHD G begegnet diesen Risiken in der zunehmenden Integration der Fertigung über ihre Tochtergesellschaft LHD Group Deutschland und der jas AG und fertigt dabei bereits einige Artikelserien über diese Konzernunternehmen.
In Zusammenhang mit der Übernahme der gesamten LHBw - Gruppe durch den Alleingesellschafter Bund unterliegt die Kooperation mit den Tochtergesellschaften und die Fortführung dieser Beteiligungen den Ergebnissen der aktuellen Verkaufsverhandlungen. Forderungen gegen die Tochtergesellschaften wurden in 2015 sofern notwendig im Wert berichtigt. Sollten in 2016 neue Forderungen gegen verbundene Unternehmen aufkommen, besteht das Risiko von erneuten Wertberichtigungen im Vorfeld der geplanten Veräußerung oder Liquidierung des Drittgeschäftes.
In Zusammenhang mit Geschäften auf der Beschaffungs- und Vertriebsseite können bei der LHD G Währungsrisiken eintreten, wenn diese außerhalb der Eurozone abgeschlossen werden. Diese Geschäfte werden gruppenweit aus der LHD G gesteuert und überwacht und bei Bedarf durch Devisentermingeschäfte abgesichert.
Die in den letzten Jahren geschaffene IT - Lösung stellt einen wesentlichen Faktor für die weitere Entwick-lung der LHD G dar. Technisch ist die IT-Landschaft bei einem Rechenzentrum mit mehrfachen Back-Up-Systemen ausgelagert und gegen Abstürze abgesichert. Im Anwendungsbereich ist die Software auf die angebotene Produkt- und Dienstleistungsvielfalt abgestellt und muss regelmäßig technisch und anforderungsbezogen aktualisiert werden, auch um auf wechselnde Anforderungen von Kunden entsprechend einzugehen. Durch die LHD G entwickelte neue Applikationen können hier dazu beitragen, die Attraktivität der Dienstleistungen weiter zu verbessern und neue Kunden zu gewinnen, wobei die Lösungen auch immer anwender- und wartungsfreundlich bleiben müssen.
Im Rahmen der Rückführung der Betriebsmittel- und Investitionsdarlehen wurden die Zins- und Währungs-Swaps im August 2015 ebenfalls aufgelöst. Nach der Beendigung des Konsortialdarlehensvertrags stehen der LHD G keine Betriebsmittellinien in Form von Finanzverbindlichkeiten zur Verfügung. Im Falle eines Finanzierungsbedarfs ist die LHD Group auf Stützungsmaßnahmen der Muttergesellschaft LHBw angewiesen.
Vor dem Hintergrund der vollständigen Übernahme der LHBw - und somit mittelbar deren Tochtergesellschaften (wozu auch die LHD G gehört) - durch den Bund und der Rekapitalisierung des Geschäftes besteht für den Fall, dass die Leistungsverträge der LHBw und LHD G mit dem Kunden Bund im August 2016 verlängert werden, keine Bestandsgefährdung der LHD G. Auch nach der erfolgten Herauslösung oder Schließung des Geschäftsbereichs PES (vgl. III. Nachtragsbericht) wird die wirtschaftliche Abhängigkeit von der Muttergesellschaft LHBw bestehen bleiben, wenn das verbleibende bundesspezifische Geschäft wie in den Vorjahren nicht auskömmlich sein sollte. V. PrognoseberichtDer Bereich PES wird nach Überführung in die LHD GD zum 31. Mai 2016 verkauft oder, falls die Übertragung der Anteile an der LHD GD unerwartet scheitert, abgewickelt (vgl. III. Nachtragsbericht sowie I. zur Restrukturierung der LHBw-Gruppe). Ein Scheitern der Übertragung der Anteile an der LHD GD wird nach aktuellem Kenntnisstand nicht erwartet. Die LHD G soll zukünftig zwei Segmente bedienen: Für das erste Segment soll zum 01.08.2016 ein neuer Leistungsvertrag mit dem Bund über Dienstbekleidung für Selbsteinkleider und Teilselbsteinkleider der Bundeswehr abgeschlossen werden. Des Weiteren gehört zu diesem Segment der Handel mit Sport- und Freizeitbekleidung sowie sonstiger Bekleidung. Das zweite Segment stellt der ABC-Logistikvertrag mit der Bundeswehr dar. Für 2016 wird für das in der LHD G verbleibende Geschäft ein Umsatz von ca. 12 Mio. € und ein Ergebnis von ca. -1,7 Mio. € erwartet. Ab 2017 werden durch den neuen Leistungsvertrag positive Ergebnisse prognostiziert.
Köln, den 31. Mai 2016 LHD Group GmbH, Köln Christian Kappler Uwe Schmack Bilanz zum 31. Dezember 2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 20151. Allgemeine ErläuterungenDie LHD Group GmbH ("LHD G"), Köln, ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB. Der Jahresabschluss der LHD G, Köln, zum 31. Dezember 2015 wurde freiwillig nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) für große Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Erstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte unter Anwendung des Umsatzkostenverfahrens nach § 275 Abs. 3 HGB. Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Darüber hinaus wurden zwecks Erhöhung der Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses alle Davon-Vermerke der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung in den Anhang übernommen. Durch die Übernahme der Vertriebstätigkeit einer Tochtergesellschaft zum 30. September 2014 ist die Gewinn- und Verlustrechnung für das Jahr 2015 mit den Vorjahresbeträgen nur eingeschränkt vergleichbar. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Sachanlagen mit Anschaffungskosten bis € 150 werden im Zeitpunkt der Anschaffung als Aufwand gebucht. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als € 150 und bis zu € 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den darauffolgenden 4 Wirtschaftsjahren mit je einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Die Finanzanlagen sind auf Grund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung bis auf einen Erinnerungswert von € 5,00 abgeschrieben. Die Vorräte (Waren) wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Erkennbare Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Dem Risiko, dass die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen (verlustfreie Bewertung), wurde durch eine pauschale Wertberichtigung in angemessenem Umfang berücksichtigt. Die Bewertungsprämisse des Vorjahres wurde fortgeführt, indem der dem Drittgeschäft zuzuordnende Vorratsbestand zum Stichtag, welcher voraussichtlich nach drei Jahren ab dem 31.12.2015 noch nicht verbraucht ist und für den keine vertragliche Abnahmeverpflichtung besteht, abgewertet wird. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Risiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 HGB gebildet. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Die Verbindlichkeiten wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag bewertet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Sofern Forderungen durch Devisentermingeschäfte abgesichert sind, erfolgt die Umrechnung zum Sicherungskurs. Latente Steuern sind aufgrund der mit der LH Bundeswehr Bekleidungsgesellschaft mbH bestehenden steuerlichen Organschaft auf Ebene der LHD G nicht zu bilden. 4. Erläuterungen zur Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnunga) Informationen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im Anlagenspiegel (S. 15) dargestellt. Die Beteiligungen werden in der Aufstellung des Anteilsbesitzes (S. 19) dargestellt. Forderungen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
*Inklusive Wertberichtigungen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Eigenkapital Das voll eingezahlte Stammkapital wurde zum Bilanzstichtag zu 100% von der LH Bundeswehr Bekleidungsgesellschaft mbH mit Sitz in Köln gehalten. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Verbindlichkeiten entfallen im Wesentlichen mit T€ 235 auf kreditorische Debitoren (Vorjahr: T€ 94), mit T€ 61 auf Verbindlichkeiten aus Steuern (Vorjahr: T€ 75) sowie mit T€ 3 auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (Vorjahr: T€ 1). Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die übrigen Verbindlichkeiten sind unbesichert. b) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt worden, wobei die Zuordnung der betrieblichen Aufwendungen zu den Funktionsbereichen Herstellung, Vertrieb und allgemeine Verwaltung mit Hilfe der vorhandenen Kostenstellenrechnung erfolgt ist. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die verschiedenen Verkaufsstellen wie folgt:
Die Umsatzerlöse teilen sich auf die Tätigkeitsbereiche PES ("Professional Equipment & Services") (T€ 24.738; Vorjahr: T€ 21.074), Retail (T€ 12.851; Vorjahr: T€ 14.234) und ABC (T 2.124; Vorjahr T€ 2.240) auf. Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 280 (Vorjahr: T€ 69) aus Rechnungskorrekturen sowie Aufwendungen aus Wechselkursverlusten in Höhe von T€ 884 (Vorjahr: T€ 152) ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 383 (Vorjahr T€ 261), insbesondere aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen. Des Weiteren sind Wechselkursgewinne in Höhe von T€ 49 (Vorjahr: T€ 62) enthalten. Personalaufwand In den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind Löhne und Gehälter mit T€ 7.008 (Vorjahr: T€ 5.998) und soziale Aufwendungen mit T€ 1.028 (Vorjahr: T€ 971) enthalten. Zinserträge und ähnliche Erträge Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen T€ 4 (Vorjahr: T€ 2) auf verbundene Unternehmen. Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen Von den Zinsaufwendungen entfallen T€ 414 (Vorjahr: T€ 593) auf verbundene Unternehmen. Außerordentliche Aufwendungen/außerordentliches Ergebnis In 2015 wurden keine außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen. In 2014 entfielen die außerordentlichen Aufwendungen mit T€ 214 auf Wertberichtigungen gegenüber den Tochtergesellschaften LHD Group Australia (T€ 50) und gegenüber der LHD Group Hong Kong mit (T€ 154). Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung wurden bei den Wertansätzen für Anteile an verbundenen Unternehmen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB in Höhe von T€ 4.158 vorgenommen. 4.Sonstige Angaben a) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus langfristigen Miet-/Leasingverträgen und Dienstleistungsverträgen betragen in 2016 T€ 2.738 und von 2017 bis 2022 T€ 1.185. b) Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft hat zusammen mit der LH Bundeswehr Bekleidungsgesellschaft ("LHBw") und der LHD Group Deutschland GmbH (jeweils Köln) bis August 2015 für einen gemeinsamen Darlehensvertrag mit einer maximalen Darlehenshöhe ab 1. Januar 2015 von T€ 41.800 gehaftet. Nach der vollständigen Ablösung der Darlehensverbindlichkeiten ist diese Haftung ersatzlos entfallen. Für eine ausführliche Darstellung der Sachlage verweisen wir auf den Lagebericht der Gesellschaft. c) Derivative Finanzinstrumente Zum Bilanzstichtag lagen keine derivativen Finanzinstrumente vor. d) Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2015 waren bei der LHD im Durchschnitt 197 Mitarbeiter/innen beschäftigt, wovon 14 Mitarbeiter/innen auf geringfügiger Basis beschäftigt sind (Vorjahr: 181 Mitarbeiter/innen incl. 16 geringfügig Beschäftigte). e) Angaben zur Geschäftsführung
Eine gesonderte Vergütung der Geschäftsführer, die gleichzeitig auch Geschäftsführer der Muttergesellschaft LH Bundeswehr Bekleidungsgesellschaft, Köln, sind, erfolgt nicht über die LHD G. f) Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der LH Bundeswehr Bekleidungsgesellschaft mbH, Köln (HRB 52368) einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger (https://www.bundesanzeiger.de) veröffentlicht. Die Gesellschaft nimmt die Befreiung von der Aufstellung eines eigenen Teilkonzernabschlusses gemäß § 291 Abs. 2 HGB in Anspruch. g) Treuhandvermögen Die LHD G verwaltet zum 31. Dezember 2015 Treuhandvermögen in Höhe von T€ 18.849 (Vorjahr: T€ 20.712). Dem stehen Verbindlichkeiten aus Treuhandvermögen in gleichlautender Höhe gegenüber. h) Angaben zu den Honoraren der Abschlussprüfer nach § 285 Nr. 17 HGB Auf die Angabe zu den Abschlussprüferhonoraren wird verzichtet, da diese im Rahmen des Konzernanhangs der LH Bundeswehr Bekleidungsgesellschaft mbH, Köln (HRB 52368) angegeben werden.
Köln, den 31. Mai 2016 LHD Group GmbH, Köln Christian Kappler Uwe Schmack Entwicklung des Anlagevermögens
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2015
1Bei Fremdwährungsbeträgen umgerechnet mit dem Stichtagkurs zum 31. Dezember 2015. 2Die Angaben wurden gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB unterlasssen. 3 vorläufiger Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebricht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der LHD Group GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Pflichtgemäß weisen wir darauf hin, dass der Fortbestand der Gesellschaft durch Risiken bedroht ist, die im Abschnitt "IV. Risiko- und Chancenbericht" des Lageberichts dargestellt sind. Dort wird ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft von der, zwar erwarteten aber noch nicht rechtsverbindlich erfolgten, Verlängerung der am 31. Juli 2016 auslaufenden Leistungsverträge hinsichtlich der Versorgung der Bundeswehr zwischen der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Verteidigung, und der Muttergesellschaft LHBw bzw. der LHD Group jeweils mit Wirkung zum 1. August 2016 sowie der finanziellen Unterstützung durch die Muttergesellschaft LHBw abhängig ist.
Osnabrück, den 31. Mai 2016 PricewaterhouseCoopers
André Knufmann, Wirtschaftsprüfer ppa. Marcel Schmöcker, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2015 wurde am 02.09.2016 festgestellt. |
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