Architekturbüros für Orts-, Regional- und Landesplanung
SCHOTT JENAer GLAS GmbH
Otto-Schott-Straße 13, 07745 Jena, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Armin Vogl seit 4.12.2024 | Geschäftsführer |
Silvio Scherf seit 17.1.2022 | Geschäftsführer |
Susanne Brückner seit 25.1.2018 | Prokura |
Anke Bernhardt seit 16.10.2009 | Prokura |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 33.33% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SCHOTT AGMainzKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 30.09.2022Bericht des AufsichtsratesSehr geehrte Damen und Herren, vielfältige Krisen haben SCHOTT auch dieses Jahr wieder vor große Herausforderungen gestellt - seien es angespannte Lieferketten als Nachwirkung der Pandemie, steigende Energiekosten aufgrund des Angriffskriegs Russlands in der Ukraine oder deutliche Materialkostenerhöhungen durch Verknappung von Rohstoffen. Der Spezialglashersteller agierte in diesem Umfeld vorausschauend, zielführend und bewies eine hohe Resilienz. Volatilen Märkten und globalen Verwerfungen zum Trotz hat SCHOTT das Geschäftsjahr 2021/2022 abermals erfolgreich abgeschlossen. SCHOTT konnte seine Investitionen erneut steigern und sich Kunden gegenüber auch weiterhin als innovativer, stabiler und zuverlässiger Partner positionieren. Wie in Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung definiert, hat der Aufsichtsrat den SCHOTT Vorstand im Geschäftsjahr 2021/2022 überwacht und ihm beratend zur Seite gestanden. Er führte zudem eine Effizienzprüfung durch und leitete daraus Maßnahmen ab, um die Zusammenarbeit ausgehend von einem hohen Niveau weiter zu verbessern. Aufsichtsrat und Vorstand arbeiteten effektiv und sehr vertrauensvoll zusammen. Der Vorstand informierte regelmäßig über Geschäftsentwicklung und Ertragssituation, Risikomanagement und Risikosituation, kurz- und langfristige Planung, wesentliche Investitionen sowie eingeleitete organisatorische Maßnahmen. Zusätzlich stand der Aufsichtsratsvorsitzende in engem Kontakt mit dem Vorstand und wurde kontinuierlich über die wirtschaftliche Entwicklung und die strategischen Pläne informiert. Der Aufsichtsrat kam in vier ordentlichen Sitzungen - davon eine Strategiesitzung - und zusätzlich einer außerordentlichen Sitzung zur Wahl des neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates und zur Bildung des Prüfungsausschusses zusammen und fasste die nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung erforderlichen Beschlüsse. Diese basierten auf Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstandes, die eingehend geprüft wurden. Themen waren u.a. die Feststellung des Jahresabschlusses der SCHOTT AG und die Billigung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2020/2021. Eingehend diskutiert wurden die Maßnahmen des Vorstands als Antwort auf die aktuellen Krisen, wie z.B. die sehr frühzeitig eingeleitete Absicherung der Gasversorgung von SCHOTT durch Backup-Lösungen und die Einlagerung von Propangas. Im Rahmen der Strategieklausur stimmten sich Aufsichtsrat und Vorstand über die weitere Umsetzung der Konzernstrategie sowie Investitionsvorhaben in Deutschland, der Schweiz, China und Indien ab. In der Herbstsitzung des Aufsichtsrats erfolgte die Genehmigung des Jahresbudgets für das Geschäftsjahr 2022/2023. Über die rechtliche Ausgliederung der Pharma-Sparte und die Option eines Börsengangs wurde der Aufsichtsrat regelmäßig informiert. In verschiedenen Aufsichtsratssitzungen wurde über die weitere Stärkung des ESG-Engagements berichtet und insbesondere über die Fortschritte beim Strategieprogramm "Klimaneutral 2030". Diese zeigen sich z.B. darin, dass bereits in diesem Geschäftsjahr der weltweite Strombedarf von SCHOTT mit 100 Prozent Grünstrom gedeckt wird. Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat drei Ausschüsse gebildet. Der Prüfungsausschuss trat in drei Sitzungen zusammen zwecks Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung. Der Präsidialausschuss tagte ebenfalls dreimal. In den Sitzungen wurden die Zielefestlegungen und die Vorstandsvergütungen beraten und entsprechende Beschlüsse zur Vorlage an den Aufsichtsrat gefasst. Die Vorsitzenden des Prüfungs- und des Präsidialausschusses berichteten regelmäßig in den Aufsichtsratssitzungen über die Arbeit der Ausschüsse. Der Vermittlungsausschuss wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen. Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn/Frankfurt am Main, hat den Jahresabschluss der SCHOTT AG für das Geschäftsjahr 2021/2022 und den gemäß § 315e Abs. 3 HGB nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss einschließlich des jeweiligen Lageberichts geprüft und jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ("Abhängigkeitsbericht") wurde ebenfalls durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn/Frankfurt am Main, geprüft. Die Abschlussunterlagen und Prüfungsberichte standen allen Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat die Dokumente geprüft und über den Jahresabschluss in der Prüfungsausschusssitzung am 14. Dezember 2022 und in den Aufsichtsratssitzungen am 15. Dezember 2022 und am 17. Januar 2023 beraten. Der Abschlussprüfer nahm an den Sitzungen teil, stellte die wesentlichen Prüfungsergebnisse vor und hat ergänzende Auskünfte erteilt sowie Fragen beantwortet. Auch der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete im Plenum über das Ergebnis der Prüfung der Abschlüsse durch den Prüfungsausschuss. Der Aufsichtsrat hat sich nach eigener Prüfung der Unterlagen dem Abschlussprüfer angeschlossen und billigte die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes an, aus dem Bilanzgewinn von 747.895.770,28 € eine Dividende von 25.600.000,00 € auszuschütten und 722.295.770,28 € auf neue Rechnung vorzutragen. Damit ist der Jahresabschluss der SCHOTT AG zum 30. September 2022 festgestellt. Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG den o. g. Abhängigkeitsbericht für die Zeit vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022 erstellt. Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis seiner Prüfung folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Der Aufsichtsrat stimmte dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind gegen die im Abhängigkeitsbericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstandes keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstandes sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von SCHOTT für ihr beeindruckendes Engagement und die erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2021/2022. Hermann Ditz scheidet zum 31. März 2023 aus dem Vorstand aus. Unser besonderer Dank gilt seiner langjährigen erfolgreichen Tätigkeit für SCHOTT. Mit Wirkung zum 1. April 2023 wurde die international erfahrene Managerin und Chemikerin Dr. Andrea Frenzel in den Vorstand berufen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und wünschen ihr viel Erfolg in ihrer neuen Aufgabe.
Mainz, den 17. Januar 2023 Für den Aufsichtsrat Dr. Michael Bolle, Vorsitzender Konzernlagebericht Für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022Grundlagen des KonzernsDer SCHOTT Konzern (im Folgenden auch SCHOTT) ist ein internationaler Technologiekonzern mit mehr als 130 Jahren Erfahrung auf den Gebieten Spezialglas und Glaskeramik. Unsere Hauptmärkte sind die Branchen Hausgeräteindustrie, Pharma, Elektronik, Optik, Life Sciences, Automobil- und Luftfahrtindustrie. Zurzeit beschäftigen wir weltweit etwa 17.200 Mitarbeitende und betreiben Produktionsstandorte und Vertriebsbüros in 33 Ländern. Im Geschäftsjahr 2021/2022 haben wir einen Konzernumsatz von 2.775 Mio. € erwirtschaftet. Die Muttergesellschaft des SCHOTT Konzerns ist die SCHOTT AG in Mainz. Der SCHOTT Konzern umfasst zum Bilanzstichtag neben der SCHOTT AG weitere 14 (Vorjahr 11) inländische und 53 (Vorjahr 49) ausländische konsolidierte Gesellschaften. Alleinige Aktionärin der SCHOTT AG ist die statutengemäß nicht unternehmerisch tätige Carl-Zeiss-Stiftung mit Sitz in Heidenheim an der Brenz und Jena. Das operative Geschäft des SCHOTT Konzerns ist auf drei Segmente beziehungsweise sieben Geschäftsbereiche aufgeteilt. Die folgende Übersicht ordnet die Segmente und Geschäftsbereiche den entsprechenden Hauptmärkten zu:
Die Geschäftsbereiche lassen sich vor allem durch die Art der Produkte und der Produktionsprozesse sowie durch ihre Anwendungsfelder untergliedern. Im Segment "Precision Materials" steht "Electronic Packaging" für die Entwicklung und Herstellung von hermetischen Gehäusen und anderen Komponenten zum Schutz empfindlicher Elektronik. Der Geschäftsbereich adressiert eine Vielzahl von Anwendungen und Absatzmärkten, zum Beispiel Automobil- und Unterhaltungselektronik, Energie- und Medizintechnik sowie Daten- und Telekommunikation. "Pharmaceutical Systems" stellt in 13 Ländern jährlich mehr als 13 Milliarden Spritzen, Fläschchen, Ampullen, Karpulen und Spezialartikel aus Röhrenglas oder Kunststoff her. "Tubing" produziert eine Vielfalt an Glasrohren, -stäben und -profilen für pharmazeutische und technische Anwendungen. Der Geschäftsbereich "Advanced Optics" im Segment "Optical Industries" hat ein umfangreiches Portfolio von optischen Gläsern, speziellen Materialien und Komponenten für vielfältige Anwendungen in Optik, Lithografie, Astronomie, Opto-Elektronik, Architektur, Life Sciences und Forschung. "Lighting and Imaging" bietet ein weites Spektrum an High-Tech-Lösungen für die Beleuchtung und Bildübertragung insbesondere in den Märkten Medizintechnik, Automobil- und Luftfahrtindustrie, Industrial Equipment und Sicherheitstechnologie. Im Segment "Home Appliances" deckt "Home Tech" ein umfangreiches Angebot an Lösungen aus Spezialglas und Glaskeramiken ab. Hierzu zählen im Wesentlichen Kochflächen und Feuersichtscheiben aus Glaskeramik sowie Borosilicatgläser für vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Der Geschäftsbereich "Flat Glass" entwickelt, produziert und vertreibt ein breites Produktportfolio an veredelten Flachgläsern für die Hausgeräteindustrie, beispielsweise Außenscheiben für Herde, Sichtscheiben von Mikrowellengeräten oder Einlegeböden für Kühlschränke, sowie für die gewerbliche Präsentation gekühlter und gefrorener Lebensmittel bis hin zu Systemlösungen. Die nach erzieltem Umsatz wichtigsten Branchen, in denen SCHOTT tätig ist, sind die pharmazeutische Industrie und die Haushaltsgeräteindustrie, weiterhin die Branchen Industrieoptik und Sensorik, Automobilindustrie, Life Sciences sowie Unterhaltungselektronik. In diesen Märkten erzielt SCHOTT zurzeit über 80 % seiner Umsätze. Dementsprechend kann die Branchenentwicklung einen erheblichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf in den jeweiligen Geschäftsbereichen bei SCHOTT ausüben. WirtschaftsberichtGESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN Ende 2022 befindet sich die Weltwirtschaft im Abschwung. Die russische Invasion im Februar dieses Jahres in die Ukraine und die westlichen Sanktionen gegen Russland haben die Teuerung für Energierohstoffe nochmals angeheizt, und Europa hat mittlerweile mit einer Energiekrise zu kämpfen. Hohe Inflationsraten haben zahlreiche Zentralbanken dazu veranlasst, ihre Geldpolitik entschieden zu straffen. In China wirkten die strikte Null-Covid-Politik und die Immobilienkrise belastend. Durch die Corona-Schutzmaßnahmen wurden auch die internationalen Lieferketten erheblich gestört. Vor diesem Hintergrund prognostizieren die Wirtschaftsforschungsinstitute für das Kalenderjahr 2022 einen Anstieg der Weltproduktion um nur noch 2,5 % (Vorjahr 5,9 %). 1 Für Europa, wo der SCHOTT Konzern knapp die Hälfte seines Umsatzes erzielt, rechnen die Wirtschaftsforschungsinstitute mit einem Wachstum von 2,6 % (Vorjahr 5,6 %). Die Wirtschaft in Deutschland wächst voraussichtlich um 1,5 % (Vorjahr 2,6 %), für die USA werden 1,6 % erwartet (Vorjahr 5,7 %). Der chinesische Markt, unser größter Absatzmarkt in Asien, wächst voraussichtlich um 3,0 % (Vorjahr 8,1 %). Für Asien insgesamt rechnen die Wirtschaftsforschungsinstitute mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 3,0 % (Vorjahr 6,2 %). In den für SCHOTT relevanten Branchen werden für 2022 Wachstumsraten zwischen 3 % und 6 % erwartet. Die Aussichten sind insgesamt schwächer als 2021, was der weltwirtschaftlichen Entwicklung alles in allem entspricht. Die höchsten Wachstumsraten werden für die Branchen Life Sciences und Automobilindustrie mit 6 % bzw. 5 % prognostiziert. Für die Pharmazeutische Industrie und die Haushaltsgeräteindustrie wird mit Wachstumsraten zwischen 3 % und 4 % gerechnet. In der Pharmaindustrie wird die Nachfrage durch die massiven Preisanstiege bei Öl und Gas, die Basisstoffe für viele Pharmawirkstoffe sind, gedämpft. Während für Europa ein leichter Produktionsrückgang erwartet wird, sind die Prognosen für die USA (+5 %) und China (+8 %) optimistischer. Bei Haushaltsgeräten wirkt sich neben der konjunkturellen Abkühlung auch die normalisierte Nachfrage nach der Sonderkonjunktur des Vorjahres aus. Die fortwährende Angebotsknappheit wegen angespannter Lieferketten und Materialengpässen dämpft ebenfalls die Wachstumsaussichten. 2
1 Angaben gemäß der
Gemeinschaftsdiagnose der führenden deutschen
Wirtschaftsforschungsinstitute vom 27. September 2022. Die
Vorjahreszahlen in diesem und im nächsten Absatz
stellen die tatsächlichen Wachstumsraten
gemäß der Gemeinschaftsdiagnose dar, nicht die
im Konzernlagebericht des Vorjahres genannten Vorschauwerte
für das Kalenderjahr. Alle Angaben sind
gemäß der Gemeinschaftsdiagnose preisbereinigt.
Geschäftsverlauf und Lage des KonzernsERTRAGSLAGE
Geschäftsverlauf und UmsatzentwicklungIm Berichtszeitraum lagen die Umsatzerlöse des SCHOTT Konzerns mit 2.775 Mio. € um 10 % über dem Vorjahreswert (2.524 Mio. €). Deutlich gewachsen sind die Segmente "Precision Materials" und "Optical Industries", während es im Segment "Home Appliances" zu einem moderaten Umsatzrückgang kam. Wechselkursänderungen des Euro haben den Konzernumsatz im Vorjahresvergleich um 42 Mio. € erhöht (Vorjahr Verringerung des Konzernumsatzes um 116 Mio. €). Bereinigt um die Wechselkursänderungen belief sich das Umsatzwachstum auf 8 %. Die Veränderungen des Konsolidierungskreises haben zu einer Umsatzreduzierung von rund 100 Mio. € geführt. Diese wurde jedoch durch Preis- und Mengeneffekte mehr als kompensiert. Die Preiserhöhungen sind teilweise auf die im abgelaufenen Geschäftsjahr eingetretenen, teils massiven Kostensteigerungen zurückzuführen. Der Anteil des in Europa erzielten Umsatzes an den Umsatzerlösen des Konzerns lag im Geschäftsjahr 2021/2022 bei 47 % (Vorjahr 47 %). Die Region Asien und Südpazifik trug wie im Vorjahr 27 % zum Konzernumsatz bei, während sich der Umsatzbeitrag aus Nordamerika auf 20 % belief (Vorjahr 21 %). In Südamerika erzielten wir wie im Vorjahr 4 % der Konzernumsatzerlöse und in den Regionen Mittlerer Osten und Afrika 2 % (Vorjahr 1 %). Die Umsatzerlöse im Segment " Precision Materials" erhöhten sich von 1.300 Mio. € im Vorjahr auf 1.521 Mio. €. Wie in den beiden Vorjahren haben alle drei Geschäftsbereiche des Segments zu dem Umsatzanstieg beigetragen. Der Geschäftsbereich "Pharmaceutical Systems" wuchs im Vorjahresvergleich deutlich und konnte den positiven Trend der Vorjahre fortsetzen. Wechselkurseffekte wirkten zwar unterstützend, jedoch hätte sich auch währungsbereinigt ein signifikanter Umsatzanstieg ergeben. Global steigt die Nachfrage nach pharmazeutischen Primärverpackungen weiterhin an, hiervon konnten die Geschäfte mit Fläschchen, Ampullen und Karpulen trotz eines Nachfragerückgangs bei Fläschchen für COVID-19-Impfstoffe profitieren. Deutliche Umsatzzuwächse verzeichneten auch die Geschäfte mit sterilen Verpackungslösungen sowie mit Glas- und Polymerspritzen. In allen Regionen konnten Umsatzzuwächse erzielt werden, mit den stärksten Wachstumsraten in Nord- und Südamerika. Der Geschäftsbereich "Tubing" erzielte ebenfalls ein deutliches Umsatzwachstum. Unverändert hoch ist die Nachfrage nach Glasrohr als Ausgangsmaterial für Pharmaverpackungen, aber auch bei den Umsätzen mit Technischem Rohr ergaben sich im Berichtszeitraum signifikante Umsatzzuwächse. Auch bei Tubing sind die Umsätze in allen Regionen gewachsen, mit den stärksten Wachstumsraten in Asien. Hier haben sich die Kapazitätserweiterungen unserer Werke in Indien und China ausgewirkt. Für den Geschäftsbereich "Electronic Packaging" konnte gegenüber dem Vorjahr ein leichtes Umsatzwachstum verzeichnet werden. Dabei hat sich die Mehrzahl der Geschäfte positiv entwickelt, mit hohen Wachstumsraten vor allem im Geschäft mit hermetischen Glas-Metall-Durchführungen für Anwendungen in den Bereichen Opto-Elektronik, Elektromobilität und Sensorik. Gegenläufig wirkten ein leichter Rückgang beim Umsatz mit einzelnen Anwendungen im Automobilbereich sowie eine deutliche Abschwächung im Geschäft mit Thermosicherungen. Umsatzzuwächse erzielten wir in Asien, während die Umsätze in Europa stabil blieben und in Nordamerika leicht rückläufig waren. Im Segment " Optical Industries" konnten wir den Umsatz um 75 Mio. € auf 358 Mio. € steigern. Der Geschäftsbereich "Advanced Optics" erzielte im Berichtszeitraum eine deutliche Umsatzsteigerung. Der größte Beitrag zu diesem Anstieg gelang dabei im Geschäft mit Optischem Glas, Filtern und Komponenten. Aber auch die Geschäfte mit ZERODUR® Glaskeramik und Augmented Reality konnten den Umsatz im Vorjahresvergleich erheblich steigern. Alle Regionen verzeichneten Umsatzzuwächse, am stärksten war der Anstieg in Nordamerika. Ebenfalls deutlich gewachsen ist der Umsatz im Geschäftsbereich "Lighting and Imaging". Treiber des Wachstums waren zum einen die Geschäfte mit Medizintechnik, wo nach dem starken, durch die COVID-19-Pandemie vor zwei Jahren ausgelösten Einbruch weiterhin Nachholeffekte bestehen. Noch etwas stärker war das Wachstum mit Industrietechnik aufgrund der hohen Nachfrage nach Speziallichtleitern für Halbleiteranwendungen und der Erholung im Aviation-Geschäft. Im Segment " Home Appliances" hat sich der Umsatz von 948 Mio. € auf 887 Mio. € verringert. Der Geschäftsbereich "Home Tech" erzielte im Berichtszeitraum ein solides Umsatzwachstum. Dabei war der Umsatz mit CERAN® Glaskeramik-Kochflächen leicht rückläufig, nachdem das Geschäft im Vorjahr noch von der hohen Nachfrage im Zuge der COVID-19-Pandemie profitieren konnte. Der Umsatz mit Feuersichtscheiben der Marke ROBAX® ist hingegen weiter deutlich gestiegen. Hier treibt die gegenwärtige Energiekrise mit der Unsicherheit über die zukünftige Versorgung die Nachfrage maßgeblich an. Ebenfalls deutlich gestiegen sind die Umsätze mit Ultradünnglas. Den Umsatzanstieg des Geschäftsbereichs unterstützt hat die Wechselkursentwicklung, außerdem mussten als Folge der massiven Kostensteigerungen insbesondere bei Energie, Rohstoffen, Frachten und Verpackungen auch Preiserhöhungen vorgenommen werden. Das Umsatzwachstum des Geschäftsbereichs konzentrierte sich auf die Region Nordamerika. Hier hat sich auch der im Oktober 2021 vollzogene Erwerb der Applied Microarrays Inc. mit Sitz in Phoenix/USA positiv ausgewirkt. Die Umsatzerlöse bei "Flat Glass" waren im Vorjahresvergleich deutlich rückläufig, da im Dezember 2021 die SCHOTT Gemtron mit Gesellschaften in den USA, Kanada und Mexiko veräußert wurde; sie hatte im Vorjahr noch rund ein Drittel zu den Umsätzen des Geschäftsbereichs beigetragen. Dadurch verringerten sich die Umsätze des größeren Anwendungsbereichs "Home Appliance" signifikant, während im Geschäft mit "Food Display" ein deutlicher Anstieg gelang. Auch bei "Flat Glass" wurden infolge der massiven Kostensteigerungen Anpassungen der Verkaufspreise erforderlich, die sich stabilisierend auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt haben. Hingegen waren die Absatzvolumina, nach der sehr hohen Nachfrage im Vorjahr, häufig rückläufig oder stagnierten. AuftragsbestandDer Auftragsbestand zum Bilanzstichtag stellt eine Auslastung unserer Produktion von durchschnittlich rund sieben Monaten (Vorjahr sieben Monaten) sicher. In der Regel bestellen unsere Kunden aufgrund der überschaubaren Lieferzeiten kurzfristig. In einigen Bereichen gelten jährliche Rahmenvereinbarungen mit Kunden. Ergebnis der betrieblichen TätigkeitIm Berichtszeitraum ist das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) um 32 Mio. € auf 422 Mio. € gestiegen, bedingt durch das Ergebniswachstum in den Segmenten "Precision Materials" und "Optical Industries". Auf Basis konstanter Wechselkurse hätte der EBIT-Anstieg 29 Mio. € betragen. Im Segment " Precision Materials" gelang es uns, das EBIT signifikant zu steigern, vor allem aufgrund des Ergebnisanstiegs bei "Pharmaceutical Systems". Der Anstieg gelang trotz Wertberichtigungen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich auf die Vermögenswerte der Tochtergesellschaft in Russland infolge des im Februar begonnenen Kriegs in der Ukraine. Getragen wurde das Ergebniswachstum insbesondere durch das höhere Umsatzvolumen und die damit verbundene bessere Auslastung. Auch die Wechselkursentwicklung wirkte unterstützend. Im Geschäftsbereich "Tubing" konnten wir das Ergebnis nur leicht steigern. Neben einem höheren Umsatzvolumen und einem verbesserten Produktmix wirkten sich im Vorjahresvergleich geringere Anlaufkosten des neuen Tubing-Werks in China positiv aus. Das Ergebnis belastet haben die derzeit hohen Preise und massiven Preissteigerungen insbesondere bei Energie, Rohstoffen, Frachten und Verpackung. Bei "Electronic Packaging" konnten wir das EBIT leicht steigern. Positiv wirkte sich insbesondere die gestiegene Produktivität aus, unterstützt von der Währungsentwicklung. Ergebnisbelastend wirkten auch hier, wie in allen Segmenten, die teils deutlichen Kostensteigerungen etwa für Rohstoffe, Energie und Frachten. Wie im Vorjahr trägt das Segment rund zwei Drittel zum Konzern-EBIT bei. Im Segment " Home Appliances" ergab sich ein erheblicher Rückgang des EBIT. Im Geschäftsbereich "Home Tech" war das EBIT deutlich rückläufig, bedingt durch die massiven Kostensteigerungen bei Energie, Rohstoffen, Frachten und Verpackungen, die nur zum Teil und in der Regel mit Verzögerung durch Preissteigerungen kompensiert werden können. Auch die geringere Auslastung bei einigen Geschäften hat, nach der Sonderkonjunktur des Vorjahres, das EBIT belastet. Im Geschäftsbereich "Flat Glass" hat sich das EBIT ebenfalls erheblich verringert. Auch hier wirkten sich Kostensteigerungen aus, die durch steigende Preise nicht vollständig kompensiert werden konnten, eine geringere Auslastung sowie der Verkauf der Gemtron-Gesellschaften zum 1. Dezember 2021. Im Segment " Optical Industries" konnte das EBIT erheblich gesteigert werden, wobei beide Geschäftsbereiche zu dem Anstieg beigetragen haben. Bei "Advanced Optics" konnten insbesondere Profitabilität und Auslastung deutlich erhöht werden, was die Kostensteigerungen bei Fracht, Material und Energie mehr als ausgleichen konnte. Auch bei "Lighting and Imaging" war hauptsächlich der erhebliche Anstieg im Umsatzvolumen und die damit einhergehende höhere Auslastung Ursache der Ergebnisverbesserung. Die Kosten der umgesetzten Leistungen beliefen sich auf 1.766 Mio. € (Vorjahr 1.648 Mio. €). Sie führten zu einem Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von 1.009 Mio. €. (Vorjahr 876 Mio. €). Die Bruttomarge konnte damit von 34,7 % im Vorjahr auf 36,4 % verbessert werden. Die Vertriebskosten sind um 49 Mio. € auf 318 Mio. € gestiegen. Die Vertriebskostenquote hat sich damit von 10,7 % auf 11,5 % erhöht. Ursache für den quotalen Anstieg ist vor allem die Teuerung bei Frachten und Verpackungen. Die F+E-Quote verringerte sich leicht von 3,7 % im Vorjahr auf 3,6 %. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung ist dabei um 6 Mio. € auf 99 Mio. € angestiegen. Die allgemeinen Verwaltungskosten haben sich im Wesentlichen projektbedingt um 28 Mio. € auf 188 Mio. € erhöht. Hier hat sich insbesondere die Ausgliederung der Aktivitäten im Geschäftsbereich "Pharmaceutical Systems" ausgewirkt. Die Verwaltungskostenquote des abgelaufenen Geschäftsjahres betrug damit 6,8 % nach 6,3 % im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich im Berichtszeitraum auf 52 Mio. € nach 43 Mio. € im Vorjahr. Ursächlich für den Anstieg sind vor allem im Vorjahresvergleich höhere Erträge aus Weiterberechnungen, aus der Auflösung von Rückstellungen bzw. abgegrenzten Verbindlichkeiten sowie Buchgewinne aus dem Verkauf der Gemtron-Gesellschaften zum 1. Dezember 2021. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 21 Mio. € im Vorjahr auf 48 Mio. € angestiegen. Die Aufwendungen für Restrukturierung sowie Wertberichtigungen sind dabei von 7 Mio. € im Vorjahr auf 20 Mio. € gestiegen. Der Anstieg ist insbesondere auf Wertberichtigungen auf Vermögenswerte unserer russischen Tochtergesellschaft zurückzuführen, die infolge des Angriffskriegs gegen die Ukraine und der gegen Russland verhängten Sanktionen vorzunehmen waren. Weiterhin enthalten sind Kursverluste in Höhe von 17 Mio. €, während im Vorjahr nach Saldierung noch ein Kursgewinn ausgewiesen wurde. FinanzergebnisDas Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von minus 17 Mio. € auf minus 23 Mio. € verschlechtert. Der höhere Nettofinanzaufwand ist insbesondere durch die Erfassung eines Verlusts aus der Nettoposition der monetären Posten in Höhe von 13 Mio. € verursacht. Dieser Verlust ergab sich durch die erstmalige Bilanzierung der Tochtergesellschaften in Argentinien und der Türkei nach den Regeln für Hochinflationsländer. Gegenläufig wirkte sich aus, dass im Vorjahr Beteiligungen im Umfang von 5 Mio. € auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben wurden. SteuernDer Steueraufwand der fortgeführten Bereiche belief sich auf 130 Mio. € nach 86 Mio. € im Vorjahr. Die Konzernsteuerquote ist damit von 23 % im Vorjahr auf 33 % gestiegen. Der Anstieg ist wesentlich bedingt durch zusätzlichen Steueraufwand aufgrund der Ausgliederung des Geschäftsbereichs "Pharmaceutical Systems". Aufgegebene Geschäftsbereiche und KonzernjahresüberschussDer Konzernjahresüberschuss in Höhe von 269 Mio. € (Vorjahr 289 Mio. €) enthält im Berichtszeitraum neben dem positiven Ergebnis der fortgeführten Bereiche in Höhe von 269 Mio. € (Vorjahr 287 Mio. €) einen geringfügigen Überschuss der aufgegebenen Geschäftsbereiche (Vorjahr Überschuss von 2 Mio. €). FINANZLAGE
* aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten Kapitalflussrechnung und InvestitionsanalyseIm Geschäftsjahr ist der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit von 494 Mio. € im Vorjahr um 50 Mio. € auf 444 Mio. € zurückgegangen. Der Rückgang ist zum einen auf den Konzernjahresüberschuss zurückzuführen, der im Vorjahresvergleich um 20 Mio. € geringer ist. Weiterhin ist das um Währungseinflüsse bereinigte Working Capital im Berichtszeitraum um 133 Mio. € gestiegen, während es im Vorjahr lediglich um 49 Mio. € angestiegen war. Gegenläufig wirkten in der Überleitung vom Konzernjahresüberschuss auf den Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit insbesondere die um 34 Mio. € höheren Abschreibungen sowie ein Anstieg der latenten Steuern um 23 Mio. €. Die Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit haben sich um 57 Mio. € auf 379 Mio. € erhöht. Dabei sind die Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten von 321 Mio. € im Vorjahr auf 401 Mio. € angestiegen. Weitere Mittelabflüsse resultierten mit 18 Mio. € aus dem Erwerb von Anteilen an der Applied Microarrays, LLC, Phoenix/USA, sowie aus dem Erwerb der verbliebenen 50 % an der SCHOTT-Italglas s.r.l., Genua/Italien. Für den Erwerb von Finanzanlagen entstanden Mittelabflüsse in Höhe von 3 Mio. €. Gegenläufig wirkten Einzahlungen aus dem Verkauf der SCHOTT Gemtron-Gesellschaften in Höhe von 28 Mio. €, Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 14 Mio. € und erhaltene Dividenden mit 1 Mio. €. Von den zahlungswirksamen Investitionen des Geschäftsjahres betrafen 75 % die Geschäftsbereiche "Pharmaceutical Systems" und "Tubing". Investitionsschwerpunkte waren wie im Vorjahr Wachstumsprojekte, insbesondere der Neu- und Ausbau von Fertigungsstätten unter anderem in China, Deutschland, Indien und der Schweiz, Kapazitätserweiterungen sowie Neu- und Umbau von Schmelzwannen. Alle wesentlichen Investitionen konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr ohne nennenswerte Verzögerungen planmäßig durchgeführt werden. Aus Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss von 101 Mio. € im Vergleich zu 116 Mio. € im Vorjahr. Mittelabflüsse resultierten vor allem aus der Tilgung von Darlehen im Umfang von 56 Mio. €, Dividendenzahlungen in Höhe von 33 Mio. €, der Anlage in Termingeldern mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten im Umfang von 29 Mio. €, der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten mit 17 Mio. € und der zahlungswirksamen Dotierung des Planvermögens mit 19 Mio. €. Gegenläufig wirkten insbesondere Darlehensaufnahmen mit 49 Mio. €. Die im Vorjahresvergleich zurückgegangenen Mittelabflüsse aus Finanzierungstätigkeit sind insbesondere auf geringere Nettoauszahlungen im Zusammenhang mit Darlehen sowie auf eine verringerte Dotierung des Planvermögens zurückzuführen. Daraus abgeleitet ergab sich ein zahlungswirksamer Rückgang des Finanzmittelfonds um 35 Mio. €. Unter Berücksichtigung der wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingten Änderungen, die den Finanzmittelfonds um insgesamt 13 Mio. € erhöht haben, hat sich der Finanzmittelfonds damit von 281 Mio. € im Vorjahr auf 259 Mio. € verringert. Das Bestellobligo aus Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lag zum Bilanzstichtag bei 188 Mio. € (Vorjahr 161 Mio. €). Die größten aktuellen Investitionsvorhaben betreffen unverändert die Erweiterung und Modernisierung von Produktionskapazitäten in den Geschäftsbereichen "Pharmaceutical Systems", "Tubing" und "Home Tech". FinanzierungsinstrumenteSCHOTT steht zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit ein diversifiziertes Instrumentarium zur Verfügung. Hierzu zählen insbesondere Kreditlinien, langfristige Darlehen sowie Leasingverträge. Die SCHOTT AG hat im September 2020 eine Kreditlinie in Höhe von 250 Mio. € mit einem internationalen Bankenkonsortium abgeschlossen, die SCHOTT bis September 2025 zur Verfügung steht. Diese Kreditlinie wurde im Geschäftsjahr 2021/2022 zu keiner Zeit in Anspruch genommen. Zum Bilanzstichtag bestanden im SCHOTT Konzern festverzinsliche Darlehen über 39 Mio. € (Vorjahr 73 Mio. €), die gemäß den vereinbarten Tilgungsplänen bis Juni 2024 zu tilgen sind. Zusätzlich bestand bei der SCHOTT AG ein bilaterales variabel verzinsliches Darlehen über 30 Mio. €, das im Mai 2023 zurückgezahlt werden muss. Darüber hinaus steht SCHOTT ein variabel verzinsliches Schuldscheindarlehen in Höhe von 15 Mio. € zur Verfügung, das gemäß vereinbartem Rückzahlungsplan im September 2024 fällig ist. Außerdem stand der SCHOTT Tubing (Zhejiang) Co., Ltd., Huzhen Town/China am Bilanzstichtag ein lokales, bilaterales Darlehen mit einem Volumen von 1 Mio. € (Vorjahr 6 Mio. €) zur Verfügung, das im Oktober 2022 zurückgezahlt wurde. Weiterhin bestanden am Bilanzstichtag Leasingverbindlichkeiten mit einem Gesamtvolumen von 122 Mio. € (Vorjahr 101 Mio. €). Die SCHOTT AG nutzt zusätzlich ein Programm zum revolvierenden Forderungsverkauf mit einem Volumen von bis zu 50 Mio. €. Die Vereinbarung wurde im Geschäftsjahr 2020/2021 auf unbestimmte Zeit verlängert und kann von beiden Vertragsparteien mit einer Frist von drei Monaten beendet werden. Die auf Grundlage dieses Programms verkauften und zum 30. September 2022 noch offenen Handelsforderungen der SCHOTT AG beliefen sich auf 4 Mio. € (Vorjahr 5 Mio. €). Da SCHOTT die relevanten Bonitätsrisiken nicht mehr trägt, wurden die Forderungen ausgebucht. Ferner verfügt die SCHOTT AG über weitere bilaterale Rahmenkreditvereinbarungen mit Kreditinstituten in Höhe von 100 Mio. €, die für Garantien, Avale oder Barkreditlinien genutzt werden können. Von diesen Kreditlinien, die bis auf Weiteres zur Verfügung gestellt werden, waren am Bilanzstichtag 67 Mio. € frei verfügbar. Außerdem stehen dem SCHOTT Konzern weitere bilaterale Avalkreditlinien sowie Kreditverträge auf lokaler Ebene zur Verfügung. SCHOTT konnte im Geschäftsjahr 2021/2022 seinen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen. SCHOTT strebt auch weiterhin eine Finanzlage im Einklang mit den Anforderungen eines Investment Grade-Ratings an. Auf Basis der Unternehmensplanung gehen wir davon aus, dass der SCHOTT Konzern auch im Geschäftsjahr 2022/2023 ausreichend finanzielle Ressourcen hat, um die geplanten Investitionen finanzieren und seinen sonstigen finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können. VERMÖGENSLAGE
Langfristige VermögenswerteDie immateriellen Vermögenswerte haben sich im Vorjahresvergleich um 18 Mio. € auf 143 Mio. € erhöht. Zu der Erhöhung haben Zugänge in Höhe von 23 Mio. € beigetragen, davon 17 Mio. € aus dem Erwerb sämtlicher Anteile an der Applied Microarrays, LLC, Phoenix/USA im Oktober 2021 sowie aus dem Kauf von weiteren 50% der Anteile an der SCHOTT-Italglas s.r.l., Genua/Italien im Januar 2022. An der SCHOTT-Italglas s.r.l. hatte SCHOTT bereits zuvor 50 % der Anteile besessen und die Gesellschaft at Equity bilanziert. Von den Zugängen aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises entfielen 10 Mio. € auf den Geschäfts- oder Firmenwert. Durch die Währungsumrechnung haben sich die immateriellen Vermögenswerte um weitere 10 Mio. € erhöht. Gegenläufig wirkten die Abschreibungen in Höhe von 15 Mio. €. Das Sachanlagevermögen ist von 1.376 Mio. € zum Bilanzstichtag des Vorjahres auf 1.660 Mio. € angestiegen; hierzu verweisen wir auf die Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung und Investitionsanalyse. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat SCHOTT die Investitionen in Sachanlagen von 333 Mio. € im Vorjahr auf 431 Mio. € gesteigert. Hierin enthalten sind auch 35 Mio. € im Geschäftsjahr aktivierte Nutzungsrechte aus Leasingverträgen. Das Anlagevermögen wurde außerdem durch die Währungsumrechnung um 60 Mio. € erhöht. Gegenläufig wirkten die Abschreibungen in Höhe von 194 Mio. € (Vorjahr 168 Mio. €), von denen 13 Mio. € Wertminderungen betrafen. Weiterhin haben Anlagenabgänge in Höhe von 11 Mio. € das Anlagevermögen reduziert. Die aktiven latenten Steuern haben sich im Vorjahresvergleich um 121 Mio. € auf 167 Mio. € verringert. Ursächlich hierfür sind insbesondere die aktiven latenten Steuern auf die Pensionsrückstellungen, die im Vorjahresvergleich um 114 Mio. € zurückgegangen sind. Kurzfristige VermögenswerteIm Working Capital ausgewiesen werden die Vorräte, die Vertragsvermögenswerte und die Forderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im Vorjahresvergleich hat sich das Working Capital um 178 Mio. € auf 866 Mio. € erhöht. Hier haben sich insbesondere Anstiege bei den Vorräten und bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 174 Mio. € bzw. um 78 Mio. € aufgrund des deutlich erhöhten Geschäftsvolumens ausgewirkt. Gegenläufig wirkte der ebenfalls volumenbedingte Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 94 Mio. €. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte sind im Vorjahresvergleich um 29 Mio. € auf 57 Mio. € gestiegen. Die Erhöhung ergab sich vor allem aus Termingeldanlagen mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten im Umfang von 29 Mio. €. Die sonstigen kurzfristigen nicht-finanziellen Vermögenswerte betrugen zum Bilanzstichtag 96 Mio. € (Vorjahr 69 Mio. €). Der Anstieg ist insbesondere auf im Vorjahresvergleich höhere Umsatzsteuerforderungen und geleistete Anzahlungen zurückzuführen. Bei den liquiden Mitteln ergab sich ein Rückgang um 22 Mio. € auf 259 Mio. €. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die Ausführungen im Abschnitt "Kapitalflussrechnung und Investitionsanalyse". Die zum Bilanzstichtag des Vorjahres ausgewiesenen "zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte" in Höhe von 56 Mio. € enthielten die Vermögenswerte der Gesellschaften SCHOTT Gemtron Corporation, Sweetwater/USA, SCHOTT Gemtron Canada Corporation, Midland/Kanada und Gemtron de México S.A. de C.V., San Luis Potosí/Mexiko. Die Veräußerung der Gesellschaftsanteile wurde am 1. Dezember 2021 vollzogen. EigenkapitalDas Eigenkapital des SCHOTT Konzerns betrug zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres 1.897 Mio. € gegenüber 1.351 Mio. € im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote hat sich damit stichtagsbezogen von 41,3 % auf 50,9 % erhöht. Wesentlich zu dem Anstieg beigetragen hat der Konzernjahresüberschuss in Höhe von 269 Mio. €. Das Eigenkapital erhöht haben weiterhin versicherungsmathematische Gewinne und Verluste unter Einbeziehung latenter Steuern mit 213 Mio. € sowie Währungsumrechnungsdifferenzen mit 114 Mio. €. Im Gegenzug haben Dividendenzahlungen in Höhe von 30 Mio. € sowie ein Rückgang der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter (ohne deren Anteil am Konzerngesamtergebnis) um 19 Mio. € das Eigenkapital verringert. Langfristige SchuldenStichtagsbezogen haben sich die Pensionsrückstellungen um 330 Mio. € auf 547 Mio. € verringert. Ursache für den Rückgang sind insbesondere der Anstieg des Rechnungszinssatzes von 1,45 % auf 4,00 % sowie weitere Schätzungsänderungen mit insgesamt 305 Mio. €. Die Pensionsrückstellungen verringert haben auch die Rentenzahlungen mit 48 Mio. € und die Dotierung des Planvermögens mit 19 Mio. €. Rückstellungserhöhend wirkten neu erdiente Pensionsansprüche mit 29 Mio. €, der Nettozinsaufwand mit 12 Mio. € sowie die Währungsumrechnung mit 7 Mio. €. Die langfristig zur Verfügung stehenden Mittel (Eigenkapital, langfristige Rückstellungen und langfristige Verbindlichkeiten) betrugen zum Bilanzstichtag 2.843 Mio. € (Vorjahr 2.555 Mio. €) beziehungsweise 76 % (Vorjahr 78 %) der Bilanzsumme. Die langfristigen Aktiva sind damit zu 136 % (Vorjahr 135 %) durch Eigenkapital und langfristige Passiva gedeckt. Die übrigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten sind von 144 Mio. € zum Bilanzstichtag des Vorjahres auf 125 Mio. € zurückgegangen. Ursächlich hierfür sind vor allem um 38 Mio. € geringere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Im Gegenzug sind die langfristigen Leasingverbindlichkeiten um 18 Mio. € gestiegen. Kurzfristige SchuldenNeben den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten die kurzfristigen Schulden vor allem kurzfristige Rückstellungen, beispielsweise für Steuern, Gewährleistungsverpflichtungen und andere Vorsorgemaßnahmen, sowie abgegrenzte Verbindlichkeiten insbesondere im Personalbereich. Die abgegrenzten Verbindlichkeiten haben sich im Vorjahresvergleich um 22 Mio. € auf 230 Mio. € erhöht, was sowohl auf höhere abgegrenzte Verbindlichkeiten im Personalbereich als auch für ausstehende Rechnungen zurückzuführen ist. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten sind von 94 Mio. € zum Bilanzstichtag des Vorjahres auf 153 Mio. € angestiegen. Dies ist insbesondere durch höhere kurzfristige Bankverbindlichkeiten wie auch einen Anstieg bei den negativen Marktwerten von Derivaten bedingt. Die sonstigen kurzfristigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten haben sich im Vorjahresvergleich aufgrund höherer erhaltener Anzahlungen auf Bestellungen von 54 Mio. € auf 64 Mio. € erhöht. Die Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten betrafen zum Bilanzstichtag des Vorjahres in Höhe von 17 Mio. € den Verkauf der von SCHOTT gehaltenen Anteile an den Gemtron-Gesellschaften (siehe "Kurzfristige Vermögenswerte"). Vergleich des Geschäftsverlaufs mit den Prognosen im VorjahrIm Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz um 10 % bzw. währungsbereinigt um 8 % gewachsen. Damit konnten wir unsere Prognose - ein Anstieg zwischen 3 % und 5 % - übertreffen. Ursache für die positive Abweichung ist zum einen das fortgesetzte operative Wachstum insbesondere in den Segmenten "Precision Materials" und "Optical Industries". Andererseits kam es aufgrund der im Berichtszeitraum hohen Inflation insbesondere bei Energie und Rohstoffen auch zu Preisanpassungen, die sich ebenfalls stützend auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt haben und im Prognosezeitpunkt des Vorjahres nicht in diesem Umfang absehbar waren. Das EBIT haben wir von 390 Mio. € im Vorjahr auf 422 Mio. € gesteigert. Damit konnten wir im Vergleich zur Vorjahresprognose - ein moderater Rückgang des EBIT - deutlich besser abschneiden. Hierfür waren vor allem die hohe Nachfrage in für uns wichtigen Märkten und die dadurch weiter gestiegene Auslastung ursächlich. In Bezug auf die aus dem EBIT abgeleiteten wesentlichen Leistungsindikatoren - insbesondere den "SCHOTT Value Added", für den ein deutlicher Rückgang prognostiziert worden war - gilt dies ebenfalls. Beim "SCHOTT Value Added" wurde ein Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres erzielt, trotz des deutlichen Anstiegs bei den Investitionen in das Anlagevermögen, die wir von 342 Mio. € im Vorjahr auf 436 Mio. € im Berichtsjahr gesteigert haben. Unsere Prognose bezüglich der Investitionen - ein deutlicher Anstieg im Vorjahresvergleich - haben wir hiermit erfüllt. WESENTLICHE FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Neben den Umsatzerlösen und dem Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) stellt die Kennzahl "SCHOTT Value Added" ein wesentliches Steuerungsinstrument dar. Der "SCHOTT Value Added" ergibt sich aus der Differenz des EBIT zu den Kapitalkosten. Die Kapitalkosten berechnen sich als gewichteter Durchschnitt aus Eigen- und Fremdkapitalkosten. Ziel für alle Einheiten im SCHOTT Konzern ist ein positiver Wertbeitrag. Der "SCHOTT Value Added" des Geschäftsjahres 2021/2022 belief sich auf 173 Mio. € nach 170 Mio. € im Vorjahr. NICHT FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Mitarbeiterinnen und MitarbeiterDer SCHOTT Konzern beschäftigte am 30. September 2022 weltweit 17.213 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr 17.313). Der Verkauf der Gemtron-Gesellschaften mit Wirkung zum 1. Dezember 2021 hat die Zahl der Mitarbeitenden um 813 verringert, andererseits hat SCHOTT im Berichtsjahr rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neu eingestellt. 11.375 Mitarbeitende waren zum Ende des Geschäftsjahres außerhalb Deutschlands tätig, das entspricht 66 % der Konzernbelegschaft (Vorjahr 65 %). Qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden für uns als Technologiekonzern die Basis unseres Erfolges. Durch leistungsgerechte Bezahlung, vielfältige Weiterentwicklungsmöglichkeiten und moderne Arbeitszeitmodelle, die eine reibungslose Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglichen, wollen wir ein attraktiver Arbeitgeber sein. Im Bereich Weiterbildung steht unseren Mitarbeitenden ein breites Portfolio an Lerninhalten zum Ausbau und zur Vertiefung ihrer Fähigkeiten in verschiedenen Themengebieten zur Verfügung. In den vergangenen Jahren wurden vor allem die digitalen Lernangebote weiter ausgebaut und werden auch im neuen Geschäftsjahr einen Schwerpunkt der Aktivitäten bilden. Darüber hinaus bildet die duale Berufsausbildung weiterhin eine wichtige Säule zur Sicherung unseres zukünftigen Fachkräftebedarfs. Im Geschäftsjahr 2021/2022 bildete SCHOTT im Durchschnitt 350 (Vorjahr 344) junge Menschen aus. Nach erfolgreich absolvierter Ausbildung erhalten alle Auszubildenden in der Regel eine unbefristete Übernahme. Zu einer ganzheitlichen Nachwuchssicherung zählt für uns auch die Einstellung und Förderung von Praktikantinnen und Praktikanten, Werkstudierenden sowie Doktorandinnen und Doktoranden. Unser International Graduate Program bietet darüber hinaus Berufsanfängerinnen und -anfängern eine attraktive Einstiegsmöglichkeit, um den Grundstein für eine erfolgreiche berufliche Zukunft bei uns zu legen. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Die zentrale Forschung und Entwicklung (F+E) und die Geschäftseinheiten von SCHOTT haben die Aufgabe, Innovation, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit gemeinsam voranzutreiben. Dabei konzentrieren sich unsere F+E-Aktivitäten sowohl auf neue als auch auf die Weiterentwicklung bestehender Produkte, Materialien und Verfahren. Die F+E-Quote des Geschäftsjahres 2021/2022 belief sich auf 3,6 % des Konzernumsatzes (Vorjahr: 3,7 %). Die F+E-Ausgaben haben wir dabei um 6 Mio. € bzw. um 6 % auf 99 Mio. € erhöht. Der Anteil der im F+E-Bereich beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lag zum Ende des Geschäftsjahres 2021/2022 bei rund 4,0 % der Konzernbelegschaft (Vorjahr: 3,9 %), dies entspricht rund 690 Personen. Unser globales F+E-Netzwerk umfasst das Otto-Schott-Forschungszentrum in Mainz sowie F+E-Einheiten in den Geschäftsbereichen und in ausgewählten Regionen weltweit. Um die Wachstumsstrategie in den Fokusregionen China und USA zu stärken, wurden dort die New Venture Teams weiter ausgebaut. Darüber hinaus pflegen wir enge Kontakte mit Industriepartnern, Universitäten und Forschungsinstituten weltweit. F+E-SCHWERPUNKTE IM GESCHÄFTSJAHR 2021/2022SCHOTT verfolgt seine Chancen entlang strategischer Leitthemen wie der Weiterentwicklung immer dünnerer, festerer Gläser und neuer Werkstoffe sowie der Optimierung von Prozessen und Materialien für Zukunftsmärkte wie Kommunikation, Mobilität, Gesundheit oder ressourcenschonende Energienutzung. Digitalisierung und Methoden der Künstlichen Intelligenz beschleunigen dabei die Entwicklungsprozesse. Unser Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 ein CO 2 -neutrales Unternehmen zu werden. Die konzernübergreifende mittel- bis langfristige Technologiestrategie hierzu wurde weiterentwickelt und die Entwicklungen in den wichtigsten Themenfeldern fortgeführt. Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von SCHOTT stellen unverändert zum Vorjahr die folgenden Themen dar:
GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDES ZUR ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE SCHOTT kann erneut auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken, gerade auch im Hinblick auf die zahlreichen Herausforderungen, die auch das abgelaufene Jahr mit sich brachte. Das breite und ausgewogene Geschäftsportfolio von SCHOTT und die erneut solide bis sehr gute Nachfrageentwicklung in wichtigen Märkten haben dazu beigetragen. Die Umsätze stiegen um 10 % bzw. währungsbereinigt um 8 %. Dieses Wachstum lag oberhalb unserer Erwartungen. Wir erzielten mit 422 Mio. € das bislang höchste EBIT in der Geschichte von SCHOTT. Der Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit ist zwar von 494 Mio. € auf 444 Mio. € zurückgegangen, was aber ein ebenfalls zufriedenstellendes Ergebnis bedeutet. Die Investitionen konnten wir wie geplant deutlich steigern, ausgehend von dem bereits recht hohen Investitionsniveau im Vorjahr. Dank des Jahresüberschusses, des deutlich gestiegenen Rechnungszinses für die Pensionsrückstellungen und der günstigen Währungsentwicklung ist die Eigenkapitalquote von 41 % zum Bilanzstichtag des Vorjahres auf 51 % angestiegen. PrognoseberichtIn ihrem Herbstgutachten erwarten die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute, dass sich der gegenwärtige Abschwung der Weltwirtschaft im Jahr 2023 fortsetzt. Es bestehen zahlreiche Risiken, die sich gravierend auf die wirtschaftliche Entwicklung im kommenden Jahr auswirken können. Genannt sei der nicht absehbare Verlauf des Kriegs in der Ukraine und der Konflikt zwischen Russland und der westlichen Staatengemeinschaft, das Risiko zunehmender Knappheit bei Energie, insbesondere bei Erdgas, bis hin zu Rationierungen und Produktionsausfällen. Hier besteht auch das Risiko einer schweren Rezession im Winterhalbjahr 2022/2023. Die hohe Inflation und der damit verbundene weltweite Anstieg von Zinsen und Rohstoffpreisen sowie der Fortgang der Corona-Pandemie stellen weitere nennenswerte Risiken dar. Insgesamt rechnen die Institute mit einem Anstieg der Weltproduktion von 1,8 % für das Kalenderjahr 2023 verglichen mit 2,5 % im Jahr 2022. Diese Prognose geht unter anderem davon aus, dass Rationierungen des Gasverbrauchs in Europa im betrachteten Zeitraum vermieden werden können. 3 In den für SCHOTT relevanten Branchen erwarten wir für das Kalenderjahr 2023 Wachstumsraten zwischen 4 % und 5 %. 4 Unsere Prognose basiert gleichfalls auf der Annahme einer kontinuierlichen Gasversorgung unserer Produktionsstätten. Sollten sich die konjunkturellen Erwartungen, unsere Einschätzungen der voraussichtlichen Entwicklung in Bezug auf Branchen und Technologien sowie die Entwicklung der Wechselkurse bestätigen, erwarten wir die nachfolgend beschriebene Entwicklung. Wesentliche Änderungen der Prämissen können jedoch zu deutlichen Abweichungen führen. Für das Geschäftsjahr 2022/2023 rechnen wir - nach heutigem Kenntnisstand, unter Berücksichtigung der genannten Prämissen und bereinigt um die Auswirkungen von Akquisitionen und Desinvestitionen - mit einem Anstieg des Konzernumsatzes zwischen 5 % und 8 % sowie einer dazu leicht überproportionalen Entwicklung des EBIT. Bei den aus dem EBIT abgeleiteten wesentlichen Kennzahlen - insbesondere dem "SCHOTT Value Added" - erwarten wir, dass sich das plangemäß hohe und weiter stark steigende Investitionsvolumen auswirkt und rechnen daher mit einem Wert auf Vorjahresniveau. Im Prognosezeitpunkt bestehen ungewöhnlich viele und erhebliche Risiken eines sich schnell verändernden Umfelds und damit Prognoseunsicherheiten. Gemäß unserer Finanzplanung ist die Zahlungsfähigkeit für den Prognosezeitraum gesichert. SCHOTT will auch in Zukunft in seinen Kerngeschäften nachhaltig wachsen. Dazu werden wir weiterhin angemessen investieren und ausgesuchte Akquisitions- und Kooperationsmöglichkeiten prüfen. Für das kommende Geschäftsjahr planen wir erneut einen deutlichen Anstieg in Bezug auf das Investitionsniveau.
3 Angaben gemäß der
Gemeinschaftsdiagnose der führenden deutschen
Wirtschaftsforschungsinstitute vom 27. September 2022
Chancen- und RisikoberichtKonzernweites Chancen- und RisikomanagementDas zentral gesteuerte Chancen- und Risikomanagementsystem des SCHOTT Konzerns (im Folgenden insgesamt als Risikomanagementsystem bezeichnet) umfasst alle organisatorischen Maßnahmen, Regelungen und Prozesse zur Identifikation, Bewertung und Steuerung von Chancen und Risiken. Wesentliche Bestandteile des Risikomanagementsystems sind die etablierten Planungs- und Governance-Prozesse, das interne Kontrollsystem (IKS) sowie das Risiko-Früherkennungs-System. Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagementsystem trägt der Vorstand. Er gibt die Rahmenbedingungen vor, damit ein frühzeitiges Erkennen von bestandsgefährdenden Entwicklungen sowie die Einleitung geeigneter Maßnahmen sichergestellt sind. Der Aufsichtsrat überwacht die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. Risikokoordinatoren in den Bereichen setzen die zentralen Vorgaben und Richtlinien um. Das Management der Geschäftsbereiche und Konzernfunktionen identifiziert, steuert und berichtet die operativen und strategischen Risiken. Planungs- und Governance-ProzesseDas dezentrale Controlling verantwortet die Planungs- und Vorschau-Prozesse sowie die kontinuierliche Ergebnisanalyse der Geschäftsbereiche. Es koordiniert außerdem die systematische Identifikation, Bewertung und Dokumentation von Chancen und Risiken. Die Konzernfunktion Finance wertet in Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten die Entwicklung wesentlicher Performance-Kennzahlen der einzelnen Geschäftseinheiten und des Gesamtkonzerns aus. Dies wird im Rahmen der Planungs- und Vorschau-Prozesse um eine Auswertung der Chancen und Risiken ergänzt. Regelmäßige Berichte an den Vorstand gewährleisten in Verbindung mit entsprechenden Handlungsempfehlungen eine an den Chancen und Risiken ausgerichtete wertorientierte Portfoliosteuerung. Internes KontrollsystemAufgabe des internen Kontrollsystems ist es, die Ordnungsmäßigkeit von Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sicherzustellen. Unsere zentrale Bilanzierungsabteilung überprüft fortlaufend Änderungen in Gesetzen oder Rechnungslegungsstandards auf ihre Relevanz für den Konzernabschluss. Die konzernweit verbindliche Bilanzierungsrichtlinie, Kontenpläne und Konsolidierungssoftware werden daraufhin entsprechend angepasst. Der Konzernabschluss wird auf Basis der von den Tochtergesellschaften gemeldeten Daten zentral erstellt. Die Abteilung Konzernkonsolidierung plausibilisiert zunächst die Meldedaten und konsolidiert sie danach. Darüber hinaus wird die Qualität der Datenerfassung und Konsolidierung durch Autorisierungs- und Zugriffsregeln unter Beachtung der notwendigen Funktionstrennung sichergestellt. Die interne Revision überwacht mit Hilfe systematischer, regelmäßiger Prüfungen sowie technischer Maßnahmen die Funktion und Effektivität der eingesetzten Systeme und Prozesse. Risiko-Früherkennungs-SystemDas Risiko-Früherkennungs-Systems (RFS) ist in die Planungs- und Governance-Prozesse von SCHOTT integriert. Rollen, Verantwortlichkeiten und Prozesse sind in einer Konzernrichtlinie verbindlich dokumentiert. Als Risiken im Sinne des RFS gelten alle Entwicklungen und Ereignisse, die sich negativ auf die zukünftige Entwicklung von SCHOTT auswirken können, sofern diese im Rahmen der Unternehmensplanung nicht bereits vollständig antizipiert wurden. Dementsprechend sind Chancen definiert als Entwicklungen und Ereignisse, die sich positiv auf die zukünftige Entwicklung von SCHOTT auswirken können, sofern diese im Rahmen der Unternehmensplanung nicht bereits vollständig antizipiert wurden. Beginnend ab dem Geschäftsjahr 2021/2022 erfolgt die Bewertung der identifizierten Chancen und Risiken auf Basis der möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen auf den geplanten Konzernjahresüberschuss (bisher: Konzerneigenkapital) sowie der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit. Die Darstellung der Risiken erfolgt anhand einer Nettobetrachtung unter Berücksichtigung von Risikobegrenzungsmaßnahmen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen kategorisieren wir mittels des ermittelten Netto-Schadenpotenzials in die Ausprägungen niedrig (≤ 5 Mio. €), mittel, hoch und sehr hoch (≥ 15 Mio. €). Für die Eintrittswahrscheinlichkeiten verwenden wir die nachfolgend dargestellten Kriterien:
Das RFS wurde im Geschäftsjahr 2021/2022 um ein Konzept zur Risikotragfähigkeitsermittlung ergänzt. In diesem Konzept wird das geplante Eigenkapital den aggregierten Chancen und Risiken gegenübergestellt, um sicherzustellen, dass ausreichend Eigenkapital zur Risikodeckung zur Verfügung steht. Gemäß der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren wirtschaftlichen Auswirkungen klassifizieren wir Risiken in drei Risikoklassen, wobei die wesentlichen Risiken der Risikoklasse 1 zugeordnet sind. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung gehören hierzu die folgenden Risiken: Die Produktionsprozesse von SCHOTT sind energieintensiv und zu einem wesentlichen Teil von einer kontinuierlichen Energieversorgung abhängig. Der Krieg in der Ukraine beeinträchtigt insbesondere in Europa die Preise und Verfügbarkeit wichtiger Energieträger. SCHOTT hat daher einen Krisenstab eingerichtet, um die Auswirkungen dieser Energiekrise fortlaufend zu evaluieren und Maßnahmen zu steuern. Trotz der etablierten Schutzmaßnahmen können wir ungeplante Unterbrechungen der Energieversorgung in unseren Werken nicht vollständig ausschließen. Resultierende ungeplante Produktionsunterbrechungen würden die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von SCHOTT negativ beeinflussen. Infolge der aktuellen Auswirkungen der geopolitischen Konflikte stufen wir dieses Risiko zum Berichtsstichtag erstmals als wesentliches Risiko in der Klasse 1 ein. SCHOTT gewährte bei einigen Produkten Garantien mit Laufzeiten, die über den gesetzlichen Gewährleistungsumfang und die -fristen hinausgehen. Neben unserem Qualitätsmanagement und dem Abschluss von Versicherungspolicen haben wir hierfür auf Basis der zum Bilanzstichtag bekannten Erkenntnisse im Konzernabschluss Risikovorsorge getroffen. Trotzdem kann für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden, dass zum Beispiel aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder der Vereinbarung von Vergleichen Aufwendungen entstehen, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch die getroffene Risikovorsorge abgedeckt sind. Im Rahmen der turnusmäßigen Risikobewertung wurde die Eintrittswahrscheinlichkeit im Vergleich zum Vorjahr reduziert, wir stufen das Risiko aber weiterhin in die Klasse 1 ein. Die Geschäftsprozesse von SCHOTT werden in nahezu allen Bereichen durch IT-Komponenten unterstützt. Mit dem IT-Einsatz gehen zwangsläufig Risiken für die Stabilität der Geschäftsprozesse sowie für die Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität von Informationen und Daten einher, die trotz der etablierten Sicherheitsinfrastruktur letztlich nicht vollständig ausgeschlossen werden können. Cyber-Angriffe haben in den letzten Jahren weltweit zugenommen und werden zunehmend professioneller ausgeführt. Gleichzeitig erhöht sich der Digitalisierungsgrad der Geschäftsprozesse. Daher stufen wir das Risiko "Bedrohung durch Cyberangriffe" weiterhin als wesentliches Risiko in die Risikoklasse 1 ein. Im Segment "Home Appliances" sehen wir uns insbesondere in Massenmärkten fortwährend einem steigenden Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Darüber hinaus sind wir in diesem Segment in einigen Märkten im Projektgeschäft tätig. Die Zyklizität dieser Aktivitäten kann vorübergehend oder dauerhaft zu einer Unterauslastung unserer Produktionskapazitäten führen. Diese Risiken stufen wir unverändert zum Vorjahr weiterhin in die Risikoklasse 1 ein. Darüber hinaus sehen wir im Vergleich zum Vorjahr ein größeres Risiko in der Verfügbarkeit und Kostenentwicklung von Rohstoffen und stufen dieses Risiko daher am Berichtsstichtag neu in die Risikoklasse 1 ein. Im Segment "Precision Materials" beobachten wir weiterhin eine generell steigende Nachfrage nach Pharmaverpackungen. Trotzdem sehen wir in einigen Geschäftsfeldern das Risiko, dass wir aufgrund begrenzter Kapazitäten Marktanteile verlieren könnten, sofern es unseren Wettbewerbern gelingt, schneller entsprechende Produktionskapazitäten aufzubauen. Wir wirken diesem Risiko mit gezielten Investitionen entgegen. Trotzdem können wir mittel- bis langfristig nicht ausschließen, dass potenzielle Marktanteilsverluste ein wesentliches Risiko für SCHOTT darstellen. Im Rahmen der turnusmäßigen Risikobewertung wurde die Eintrittswahrscheinlichkeit im Vergleich zum Vorjahr reduziert, wir stufen das Risiko aber weiterhin in die Klasse 1 ein. Aufgrund einer geänderten Bezugsgröße stufen wir die Risiken aus der Diskontierung der Pensionsverbindlichkeiten sowie der Änderung von Wechselkursen nicht mehr in die Risikoklasse 1 ein. Auf Basis der regelmäßigen Neubewertung unseres Risikoportfolios stufen wir Risiken einer möglichen Änderung von § 63 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes am Berichtsstichtag ebenfalls nicht mehr in die Risikoklasse 1 ein. Markt und WettbewerbAls weltweit operierender Technologiekonzern ist SCHOTT von der konjunkturellen Lage und Entwicklung seiner Zielmärkte abhängig. Die Planung für die kommenden Geschäftsjahre wurde auf Basis der erwarteten Konjunkturentwicklung erstellt. Hierbei wurden Unwägbarkeiten aufgrund der geopolitischen Konflikte sowie der andauernden COVID-19-Pandemie bei der Festlegung der Zielwerte berücksichtigt. Aufgrund der vielen Einflussfaktoren auf die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung verbleiben in Bezug auf die Erreichung der Ziele des Konzerns Unsicherheiten. In diesem Zusammenhang stellen insbesondere politische, regulatorische oder volkswirtschaftliche Ereignisse direkt oder indirekt Unsicherheitsfaktoren dar, die sich erheblich auf die Geschäftslage auswirken können. Segmentübergreifend ergeben sich im Hinblick auf unsere Produktivitätsziele gleichermaßen Chancen wie Risiken, wohingegen der weiterhin steigende Wettbewerbs- und Preisdruck ein Risiko darstellt. Die Diversifizierung unseres Produktportfolios, die internationale Präsenz sowie die Positionierung unserer Marken und Produkte in den jeweiligen Zielmärkten ermöglichen uns Handlungsspielräume, um Chancen zu nutzen oder Risiken zu minimieren. Segment "Precision Materials"Chancen im Geschäftsbereich "Pharmaceutical Systems" bestehen in einer weiteren Steigerung der bereits hohen Marktnachfrage sowie in einem - verglichen mit der Planung - beschleunigten Aufbau von Produktionskapazitäten. Die Risiken durch die gegenwärtige geopolitische Situation, die angespannte Lage auf den Energie- und Rohstoffmärkten, die hohe Inflation und die Gefahr einer Rezession sind erheblich. Zu nennen sind insbesondere das Risiko einer Erdgasmangellage, aber auch Engpässe beim Bezug von Rohrglas oder Materialmangel bei Komponenten. Auch im Bereich "Tubing" stellen Energie- und Materialkostensteigerungen erhebliche Risiken dar, insbesondere wenn es nicht gelingen sollte, in hierzu angemessenem Umfang Erlössteigerungen zu erzielen. Ebenso stellt das Verfehlen unserer Produktivitätsziele ein Risiko dar. Im Geschäftsbereich "Electronic Packaging" ergeben sich Chancen aus einer anhaltend stabilen Entwicklung und weiterem Wachstum der Kernmärkte, der beschleunigten Realisierung von Produktinnovationen sowie einer im Vergleich zur Planung günstigeren Entwicklung von Produktivität und Preisen. Risiken sehen wir insbesondere durch die Gefahr einer globalen oder regionalen Rezession, den ausbleibenden Markterfolg von Produktinnovationen, verfehlten Produktivitätszielen sowie Kostensteigerungen, die sich nicht durch entsprechende Umsatzsteigerungen kompensieren lassen. Segment "Optical Industries"Die unter "Precision Materials" beschriebenen Risiken (insbesondere geopolitische Risiken, Preisentwicklung und Knappheit bei Energie und Rohstoffen, Inflation und Rezessionsgefahr) bestehen auch in diesem Segment, wobei je nach Art der Geschäfte unterschiedliche Risikobandbreiten gesehen werden. Für den Geschäftsbereich "Advanced Optics" gehen wir derzeit von einem im Wesentlichen ausgeglichenen Portfolio an Chancen und Risiken aus. Bei "Lighting and Imaging" werden aktuell mehr Risiken als Chancen gesehen, insbesondere aufgrund der eingangs geschilderten strategischen bzw. globalen Risiken. Chancen ergeben sich im Hinblick auf die Markteinführung neuer Produkte und einer im Vergleich zur Erwartung höheren Nachfrage bei einzelnen Anwendungen. Segment "Home Appliances"Im Segment "Home Appliances" überwiegen die Risiken aktuell bei weitem die Chancen. Bei den Risiken sind auch hier die Energie- und Rohstoffbeschaffung einschließlich dem Risiko einer im Vergleich zur Erwartung höheren Inflation, die geopolitische Situation, die Folgen fortgesetzter Lockdowns in China sowie die Auswirkungen einer möglichen Rezession zu erwähnen. Chancen sehen wir im Geschäftsbereich "Home Tech" in einer verbesserten konjunkturellen Entwicklung, höheren projektbedingten Umsätzen mit einzelnen Kunden sowie in einer Erholung der wirtschaftlichen Lage in China. Bei "Flat Glass" ergeben sich Chancen aus einem Abschwächen der derzeit hohen Kostensteigerungen sowie aus höheren Umsätzen mit einzelnen Kunden. Beschaffungsrisiken und -chancenDie Einkaufsorganisation von SCHOTT beobachtet kontinuierlich relevante Beschaffungsmärkte und Lieferanten, um Beschaffungsrisiken und -chancen frühzeitig zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen entwickeln zu können. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Rohstoffen, die zum Beispiel aufgrund der teilweise begrenzten Verfügbarkeit starken Preisschwankungen unterliegen können, wie beispielsweise Lithium. Lieferengpässe oder eine Lieferanteninsolvenz, insbesondere im Rohstoffsektor, können kurzfristig ungeplante Produktionsausfälle verursachen. Diesen Risiken sowie allgemeinen Preissteigerungen wirken wir durch die andauernde Weiterentwicklung der Materialzusammensetzung unserer Produkte entgegen. Darüber hinaus arbeiten wir daran, die Abhängigkeit von einzelnen Zulieferern (Single Sourcing) zu reduzieren. Im Rahmen der etablierten Beschaffungsprozesse werden Chancen, die sich zum Beispiel aus der Bündelung von Beschaffungsaktivitäten ergeben, genutzt, so auch zur Begrenzung der Volatilität von Energiepreisen. Die Entwicklung und Umsetzung von Beschaffungsstrategien für Strom, Gas und Emissionsrechte obliegt dem Einkauf, der hierbei durch das Treasury unterstützt wird. ProduktionsrisikenDie Funktionsfähigkeit unserer Produktionsanlagen sowie eine zuverlässige Energie- und Medienversorgung sind wesentlich für die Herstellung unserer Produkte. Jegliche Unterbrechung der Energieversorgung oder Störungen in der Lieferkette könnten zu Produktionsunterbrechungen in unseren Werken führen. Daher sollen beispielsweise regelmäßige Wartungsarbeiten oder eine redundante Energieversorgung ungeplante Produktionsausfälle verhindern. Seit dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine hat sich das Risiko erhöht, dass es zu einer Unterbrechung der Energieversorgung in Europa kommt. SCHOTT hat verschiedene Maßnahmen ergriffen, um potenzielle negative Auswirkungen hiervon abzufedern. Hierzu gehört neben der Einrichtung eines Krisenstabs insbesondere der Ausbau der vorhandenen Back-Up-Infrastrukturen. Trotzdem sind aufgrund der komplexen technischen Prozesse Stillstände oder Defekte der Produktionsanlagen nicht auszuschließen und es kann beispielsweise infolge der notwendigen Reparaturarbeiten zu ungeplanten Produktionsausfällen kommen. Risiken infolge von Qualitätsmängeln aus der Fertigungs- und Auftragsausführung können nicht vollkommen ausgeschlossen werden. SCHOTT begegnet diesen Gefahren durch ein Qualitätsmanagementsystem sowie ein umfassendes Weiterbildungsangebot zur fortlaufenden Qualifizierung der Mitarbeitenden. Risiken und Chancen aufgrund technologischer InnovationSCHOTT ist in Märkten aktiv, die durch ständige technologische Innovationen gekennzeichnet sind. Neue Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung können Produkt- und Entwicklungszyklen entscheidend verkürzen. Es ist außerdem möglich, dass Produkte durch alternative Technologien teilweise oder vollständig ersetzt werden. Erfolg und Reputation von SCHOTT hängen somit von der kontinuierlichen Entwicklung innovativer, marktgerechter Produkte sowie dem Erkennen und raschen Umsetzen neuer Technologietrends ab. SCHOTT begegnet diesem Risiko durch fortwährende Investitionen in den Bereichen Forschung und Entwicklung, den Schutz seines technischen Know-hows mit Hilfe von Patenten und sonstigen gewerblichen Schutzrechten sowie eine kontinuierliche Marktbeobachtung und strategische Geschäftsentwicklung. Darüber hinaus geht SCHOTT gezielt Entwicklungspartnerschaften ein und kooperiert auch mit externen Forschungseinrichtungen. Finanzielle RisikenDie Finanzierungs- und Sicherungsaktivitäten werden zentral von der Treasury Abteilung verantwortet, die auch das Cash Management System des Konzerns steuert. Art und Umfang der Finanzierungs- und Absicherungsaktivitäten von SCHOTT sind in einer Konzern-Richtlinie verbindlich geregelt. Finanzgeschäfte werden nur mit ausgewählten Geschäftspartnern im Rahmen festgelegter Limits abgeschlossen. Derivative Finanzinstrumente nutzen wir ausschließlich zu Sicherungszwecken. SCHOTT ist aufgrund seiner internationalen Ausrichtung Risiken infolge von Devisenkursschwankungen ausgesetzt. Hierzu zählen auch die finanziellen Auswirkungen von Hochinflation. Das zentrale Währungsmanagement hat die Aufgabe, das operative Geschäft gegen Transaktionsrisiken infolge von Wechselkursschwankungen abzusichern. Generell mildert unsere globale Präsenz mit lokaler Produktion und weltweiten Einkaufsaktivitäten transaktionale Währungsrisiken ab. Basis für die Absicherung bilden die Netto-Währungsströme, die wir regelmäßig anhand währungsdifferenzierter Liquiditätsprognosen ermitteln. Als Sicherungsinstrumente kommen Devisentermingeschäfte zum Einsatz. Ein Großteil der Transaktionsrisiken entsteht durch die Kursentwicklung Euro/US-Dollar. Im Rahmen des Zinsrisikomanagements verfolgen wir das Ziel, das Konzernergebnis gegen negative Auswirkungen infolge von Zinsänderungen zu schützen. Dabei wird unter Abwägung der Kosten und Risiken auf ein angemessenes Verhältnis zwischen festen und variablen Zinssätzen bzw. kurz- und längerfristigen Finanzierungsvereinbarungen geachtet. SCHOTT verfügt über leistungsorientierte Pensionspläne, die zu versicherungsmathematischen Risiken und Finanzmarktrisiken für den Konzern führen können. Darüber hinaus können relevante gesetzliche oder regulatorische Änderungen in Bezug auf die Finanzierung von Pensionsplänen unsere Finanzierungsverpflichtungen erhöhen. Im Rahmen seiner Finanzstrategie nimmt SCHOTT sukzessive eine Ausfinanzierung der Pensionsverpflichtungen vor. Der Konzern ist weiterhin bestrebt, Liquiditätsüberschüsse zur weiteren Ausfinanzierung der Pensionsverbindlichkeiten zu nutzen. Das Liquiditätsrisiko des Konzerns besteht darin, dass ein Konzernunternehmen seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. SCHOTT verfügt über ausreichende Liquiditätsreserven in Form von liquiden Mitteln sowie verbindlich abgeschlossenen Kreditlinien. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Angaben im Rahmen der Erläuterung der Finanzierungsinstrumente. Die finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditgebern sind größtenteils an die Einhaltung von Financial Covenants gebunden. Eine Verletzung dieser Covenants könnte eine Verschlechterung der Finanzierungskonditionen oder die Rückzahlung der Finanzverbindlichkeiten nach sich ziehen. Wir begegnen diesem Risiko mit einer fortlaufenden Überwachung der Covenants auf Basis der jeweils gültigen Ist-, Plan- und Vorschauwerte der betroffenen Kennzahlen. Im Rahmen der Treasury-Aktivitäten erfolgt die Steuerung des Kontrahentenrisikos durch eine diversifizierte Geschäftsvergabe- und Anlagepolitik. Hierzu gehört eine regelmäßige, strukturierte Kontrahentenbewertung inklusive individueller Limitallokation sowie fortlaufender Kontrolle der Limitausnutzung. Bei der Anlage verfügbarer Mittel sind Sicherheit und Verfügbarkeit wichtiger als Ertragsaspekte. Um Risiken infolge von Zahlungsausfällen unserer Kunden zu minimieren, haben wir unser SAP-basiertes Kundenkreditmanagement in den wichtigsten SCHOTT Einheiten weltweit vernetzt. Hierdurch stehen unserer Vertriebs- und Finanzorganisation fortlaufend aktuelle Informationen zu Kreditlimits, Kreditexposure sowie Bestell- und Zahlungsverhalten unserer Kunden zur Verfügung. Zur Mitigation von Kundenkredit- und Länderrisiken nutzt SCHOTT auch Kreditversicherungen. Die Werthaltigkeit des in der Konzernbilanz aktivierten Anlagevermögens sowie der Vorräte ist von der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung von SCHOTT bzw. unserer Zielmärkte abhängig. Das Geschäftsportfolio des SCHOTT Konzerns trägt durch Diversifizierung wesentlich zur Minimierung dieses Risikos bei. Falls die zukünftige Entwicklung von SCHOTT hinter der geplanten Entwicklung zurückbleiben sollte, besteht das Risiko von Wertberichtigungen sowie Restrukturierungsaufwendungen. PersonalrisikenSCHOTT steht hinsichtlich seiner Fach- und Führungskräfte im Wettbewerb mit anderen Unternehmen. Hierbei stellen der demografische Wandel, die sich fortlaufend ändernden Anforderungen durch Technisierung und Digitalisierung sowie global unterschiedliche Ausbildungs- und Qualifizierungsstandards eine Herausforderung bei der Besetzung von offenen Stellen dar. SCHOTT sieht daher das Risiko, dass das geplante Wachstum aufgrund von Personalengpässen nicht wie geplant realisiert werden kann. Der SCHOTT Konzern wirkt diesem Risiko mit zielgerichteten Aus- und Weiterbildungsprogrammen, internationalen Entwicklungsperspektiven, erfolgsabhängigen Vergütungssystemen, einer familienfreundlichen Personalpolitik, umfangreichen Programmen zur Gesundheitsförderung und flexiblen Arbeitszeitmodellen entgegen. IT-RisikenAls global agierender Konzern ist SCHOTT auf eine hohe Verfügbarkeit seiner IT- und Telekommunikationseinrichtungen sowie den Schutz seines Know-hows angewiesen. Um dies sicherzustellen, setzen wir auf eine Kombination aus technischen Schutzsystemen, Regelwerken zur Informationssicherheit und der Sensibilisierung unserer Mitarbeitenden. Unsere Sicherheitsinfrastruktur schützt das weltweite Netzwerk von SCHOTT gegen die ständig wachsende Gefahr durch Cyber-Angriffe und Insider-Bedrohungen. Sie wird permanent weiterentwickelt und kontinuierlich nach dem aktuellen Stand der Technik ausgebaut, um einen angemessenen Schutz der IT-Systeme sicherzustellen. Zur Gewährleistung der Informationssicherheit im Hinblick auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit hat SCHOTT Richtlinien verfasst, eine adäquate Notfallvorsorge für die kritischen Prozesse und die sie unterstützenden IT-Systeme getroffen sowie geeignete Kontrollmechanismen implementiert. SCHOTT orientiert sich an den normativen Anforderungen der ISO/IEC 27001, die bei Bedarf durch Maßnahmenempfehlungen der IT-Grundschutz-Kataloge des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ergänzt werden. Dadurch erreichen wir eine Regelung aller sicherheitsrelevanten IT-Belange. Die Einführung neuer Technologien oder das Upgrade bestehender IT-Produkte stellt aufgrund der zunehmenden Vernetzung ebenfalls eine Herausforderung für die Verfügbarkeit der Systeme und Prozesse dar. SCHOTT begegnet Risiken aus IT-Projekten daher mit einem stringenten Test- und Projektmanagement, um die Funktionsfähigkeit und Verfügbarkeit der IT-Systeme und damit den zuverlässigen Ablauf der nachgelagerten Geschäftsprozesse bestmöglich sicherzustellen. Die Mitarbeitenden sind ein wichtiger Faktor bei der Sicherung der IT-gestützten Geschäftsprozesse. Sie werden deshalb fortlaufend im Umgang mit Risiken geschult, die durch die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung entstehen. Dadurch erreichen wir eine Sensibilisierung der Mitarbeitenden für die Bedeutung der IT-Sicherheit beim Umgang mit aktuellen Technologien. Regulatorische RisikenSCHOTT ist einer Vielzahl von regulatorischen Risiken ausgesetzt. Hierzu gehören insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung (einschließlich der Haftung für langfristige Leistungsgarantien), Wettbewerbs- und Kartellrecht, gewerbliche Schutzrechte, Außenwirtschaftsrecht, Steuerrecht und Umweltschutz. SCHOTT gewährte bei einigen Produkten Garantien mit Laufzeiten, die über den gesetzlichen Gewährleistungsumfang und die -fristen hinausgehen. Auf Basis der zum Bilanzstichtag bekannten Erkenntnisse haben wir im Konzernabschluss Risikovorsorge getroffen. Es besteht jedoch das Risiko, dass zum Beispiel infolge von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder der Vereinbarung von Vergleichen Aufwendungen entstehen, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch die getroffene Risikovorsorge abgedeckt sind. SCHOTT wirkt Risiken, die aus der Nichteinhaltung von Gesetzen und sonstigen Verhaltensregeln resultieren, durch ein Compliance-Management-System, Konzernrichtlinien und gezielte Schulungsmaßnahmen (Präsenzschulungen und Online-Trainings) seiner Mitarbeitenden entgegen. Gleichwohl kann das Risiko einer Verletzung von Gesetzen oder Verhaltensrichtlinien aufgrund eines individuellen Fehlverhaltens nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Der Schutz der Umwelt sowie die Förderung von Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten sind wichtige Unternehmensziele von SCHOTT. Mit der EHS-Richtlinie, die das integrierte Managementsystem für Umwelt, Gesundheit und Sicherheit von SCHOTT beschreibt, sollen diese Ziele erreicht und entsprechende Risiken minimiert werden. Veränderungen von Steuergesetzen in einzelnen Ländern können Einfluss auf unsere Steuerforderungen, Steuerverbindlichkeiten und bilanzierten latenten Steuern haben. Darüber hinaus kann ein schwächer als erwarteter Verlauf unserer steuerlichen Einkommen einen negativen Effekt auf die bilanzierten aktiven latenten Steuern haben. Die SCHOTT AG und einige Konzerngesellschaften sind Partei in verschiedenen Gerichts-, Schieds- sowie behördlichen Verfahren. Der Ausgang dieser Verfahren ist nicht vorhersehbar. Alle notwendigen bilanziellen Vorsorgemaßnahmen für diese Verfahren sind unter Einschätzung des jeweiligen Risikos im Konzernabschluss berücksichtigt. Der Vorstand geht auf der Grundlage der derzeitigen Verfahrensstände davon aus, dass diese Rechtsstreitigkeiten ohne bestandsgefährdende Auswirkungen abgeschlossen werden können. Aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder der Vereinbarung von Vergleichen können jedoch Aufwendungen entstehen, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Rückstellungen oder Versicherungsleistungen abgedeckt sind und möglicherweise negative Auswirkungen auf unser Geschäft und seine Ergebnisse haben. Die unbefugte Nutzung oder Aneignung unseres geistigen Eigentums (einschließlich einer Verletzung unserer Patente oder sonstigen technischen Schutzrechte) können den Technologievorsprung und damit die Wettbewerbsposition des SCHOTT Konzerns gefährden. Gleiches gilt im Hinblick auf unsere Wettbewerbsposition für die Verletzung unserer Marken. Interne Sicherheitsregeln und eine aktiv betriebene Schutzrechtsstrategie sind unsere bisher erfolgreiche Antwort auf diese Art von Gefährdungen. Außerdem stellen wir durch eine fortlaufende Überwachung von Fremdschutzrechten sicher, dass wir möglichst nicht in Konflikt mit Schutzrechten, insbesondere Patenten Dritter, geraten. Eine Verletzung von Schutzrechten Dritter im In- und Ausland kann trotz dieser Maßnahmen jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Weitere externe RisikenDie Unternehmen des SCHOTT Konzerns sind direkt und indirekt vielfältigen externen Risiken wie zum Beispiel militärischen Auseinandersetzungen, politischen Unruhen, Naturkatastrophen, Terror, Unfällen und Feuer ausgesetzt. Hieraus resultierende Schäden an Gebäuden, Produktionsanlagen und Lagerhäusern von SCHOTT oder seiner Zulieferer sowie an unterwegs befindlicher Ware können zu Sachschäden und Betriebsunterbrechungen führen. Außerdem können Verzögerungen im Lieferprozess auftreten, zum Beispiel infolge von Streiks im Transportsektor. Der Krieg in der Ukraine und dadurch ausgelöste Sanktionen, inklusive Gegenmaßnahmen, beeinträchtigen derzeit massiv die Weltwirtschaft, die globalen Lieferketten sowie insbesondere in Europa die Preise und Verfügbarkeit wichtiger Energieträger und Rohstoffe. SCHOTT hat neben der Einrichtung eines Krisenstabs verschiedene Maßnahmen ergriffen und zum Beispiel etablierte Back-Up-Infrastrukturen weiter ausgebaut, um potenzielle negative Auswirkungen hieraus abzufedern. Weiterhin ist SCHOTT Risiken aus veränderten politischen Rahmenbedingungen ausgesetzt. Hierzu gehören unter anderem die Änderung oder Aufkündigung von bestehenden Handelsabkommen, zunehmender Protektionismus oder Unsicherheiten bezüglich der zukünftigen politischen Ausrichtung im In- und Ausland. Ferner können Epidemien oder Pandemien direkt oder indirekt unsere Produktions- und Leistungsprozesse beeinträchtigen. Je nach Ausbreitung der Infektionskrankheit können zum Beispiel Lieferwege zu uns oder unseren Kunden regional oder global beeinträchtigt werden. Außerdem könnte es zu lokalen Betriebsstillständen, beispielsweise infolge von behördlich angeordneten Maßnahmen oder unzureichender Mitarbeiterverfügbarkeit, kommen. Zusätzlich zu unserem Versicherungsschutz haben wir konzernweit Regeln zum Notfall- und Krisenmanagement etabliert. Gesamtsituation CHANCEN UND RISIKENDie Unsicherheit hinsichtlich der anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie der weiteren Entwicklung der geopolitischen Konflikte mit ihren direkten und indirekten Folgen schaffen ein Umfeld, das Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in den kommenden Jahren vor besondere Herausforderungen stellt. Der SCHOTT Konzern setzt in diesem herausfordernden Umfeld auf seine Fähigkeiten, Kapazitäten und Ressourcen, um sich flexibel an die sich ändernden Marktbedingungen anzupassen und damit auch Chancen für die langfristige Entwicklung des Konzerns zu ergreifen. Durch die Einführung und zukünftig kontinuierliche Berichterstattung zur Risikotragfähigkeit wurde ein weiteres Instrument zur vorausschauenden Identifikation und Steuerung von Risiken etabliert. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Risikosituation insbesondere infolge der geopolitischen Lage weiter verschärft. Gleichzeitig hat sich die Risikotragfähigkeit infolge der positiven Eigenkapitalentwicklung weiter verbessert. Auf Basis der in der Planung unterstellten Szenarien sowie unter Berücksichtigung ergriffener beziehungsweise geplanter Maßnahmen sieht der Vorstand zum Zeitpunkt der Berichtserstellung keine Risiken, die den Fortbestand von SCHOTT gefährden. FESTLEGUNG ZUR FÖRDERUNG DER TEILHABE VON FRAUEN AN FÜHRUNGSPOSITIONEN NACH § 76 ABS. 4 UND § 111 ABS. 5 DES AKTIENGESETZES Durch das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom 24. April 2015 sind in Deutschland bestimmte Gesellschaften verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat, Vorstand und den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzulegen und zu bestimmen, bis wann der jeweilige Frauenanteil erreicht werden soll. Die betroffenen Gesellschaften mussten ihre Zielgrößen nebst Umsetzungsfristen bis zum 30. September 2015 beschlossen haben. Dabei durfte bei der erstmaligen Festlegung die Umsetzungsfrist gesetzlich nicht über den 30. Juni 2017 hinausgehen. Bei der nächsten Festlegung einer Umsetzungsfrist konnte der Zeitraum bis zu fünf Jahre betragen. Für die am 30. Juni 2022 beendete Periode hatte der Aufsichtsrat als Ziel beschlossen, dass dem Aufsichtsrat eine Frau angehört, dem Vorstand keine. Tatsächlich gehörte dem Aufsichtsrat am 30. Juni 2022 eine Frau an, dem Vorstand keine. In der Sitzung am 3. April 2017 hatte der Vorstand beschlossen, dass der Frauenanteil in der Periode bis zum 30. Juni 2022 in der Führungsebene 1 auf 10 % und in der Führungsebene 2 auf 25 % steigen soll. Die tatsächlichen Frauenanteile zum 30. Juni 2022 waren 22,7 % auf Führungsebene 1 und 25,5 % auf Führungsebene 2. Die Zielsetzungen auf beiden Führungsebenen konnten somit eingehalten, auf Führungsebene 1 sogar deutlich übertroffen werden. In seiner Sitzung am 19. Mai 2022 hat der Aufsichtsrat beschlossen, für die am 1. Juli 2022 beginnende Periode die Fünfjahresfrist voll auszuschöpfen. Der Frauenanteil sowohl im Aufsichtsrat als auch im Vorstand soll bis zum 30. Juni 2027 jeweils 25% entsprechen. Der Vorstand hat in seiner Sitzung am 25. April 2022 beschlossen, dass der Frauenanteil in der Periode bis zum 30. Juni 2027 in der Führungsebene 1 auf 31 % und in der Führungsebene 2 auf 30 % steigen soll. NachtragsberichtBesondere Ereignisse nach dem BilanzstichtagIn der Sitzung am 15. Dezember 2022 hat der Aufsichtsrat Frau Dr. Andrea Frenzel mit Wirkung ab dem 1. April 2023 zum Mitglied des Vorstandes der SCHOTT AG bestellt. Sie folgt damit Herrn Hermann Ditz nach, der zum 31. März 2023 aus dem Vorstand ausscheiden wird.
Mainz, den 13. Januar 2023 Dr. Frank Heinricht Hermann Ditz Dr. Heinz Kaiser Dr. Jens Schulte KonzernabschlussFür das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungVom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022
KonzerngesamtergebnisrechnungVom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022
KonzernbilanzZum 30. September 2022AKTIVA
Konzern-KapitalflussrechnungVom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022
Konzern-EigenkapitalveränderungsrechnungVom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022
Konzernanhang Für das Geschäftsjahr 2021 / 2022Allgemeine Angaben1 VorbemerkungDie SCHOTT AG, Mainz, (kurz: SCHOTT) ist eine nicht börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts und weltweit in 35 Ländern in den Geschäftsbereichen Advanced Optics, Electronic Packaging, Flat Glass, Home Tech, Lighting and Imaging, Pharmaceutical Systems und Tubing tätig. Die SCHOTT AG hat ihren Sitz in der Hattenbergstraße 10, 55122 Mainz, und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mainz unter HRB 8555 eingetragen. Alleinige Aktionärin der SCHOTT AG ist die Carl-Zeiss-Stiftung, Heidenheim an der Brenz und Jena. SCHOTT ist ein internationaler Technologiekonzern, der Spezialwerkstoffe, Komponenten und Systeme entwickelt und produziert und im Wesentlichen in den Branchen Hausgeräteindustrie, Pharma, Elektronik, Optik und Transportation vertreibt. Der Konzernabschluss von SCHOTT wurde auf der Rechtsgrundlage des § 315e Abs. 3 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den nach § 315e Abs. 1 HGB zusätzlich anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Soweit die landesrechtlichen Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften von diesen Grundsätzen abweichen, wurden die nach den IFRS notwendigen Anpassungen vorgenommen. Für Tochtergesellschaften mit vom Stichtag des Konzernabschlusses abweichendem Bilanzstichtag werden Zwischenabschlüsse zu Grunde gelegt. Mit Ausnahme der in Anhangangabe 2 beschriebenen Änderungen entsprechen die angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Ausweis und die angewandten Angabevorschriften denen des Vorjahres. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (T €) angegeben. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. Der zum 30. September 2022 aufgestellte Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht wurden am 13. Januar 2023 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. Es ist geplant, dass der Konzernabschluss vom Aufsichtsrat in der Sitzung am 17. Januar 2023 gebilligt wird. 2 Änderung der Rechnungslegungsmethoden und Anwendung von neuen und geänderten StandardsIm laufenden Geschäftsjahr anzuwendende Standards und Interpretationen Vom International Accounting Standards Board (IASB) wurden die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen veröffentlicht, die im Geschäftsjahr erstmalig verpflichtend anzuwenden waren.
Die Anwendung der neuen Standards führte zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf die in diesem Abschluss berichteten Werte, kann aber die Bilanzierung künftiger Transaktionen beeinflussen. Veröffentlichte Standards und Interpretationen, die noch nicht angewendet wurden Neben den unter Abschnitt 2.1 genannten, verpflichtend anzuwendenden IFRS wurden vom IASB noch weitere IFRS veröffentlicht, die das Endorsement der EU bereits teilweise durchlaufen haben, aber erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden sind.
SCHOTT macht von einem gegebenenfalls bestehenden Wahlrecht zur vorzeitigen Anwendung keinen Gebrauch. Die Standards werden zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umgesetzt. Die genannten neuen oder geänderten Vorschriften haben nach gegenwärtiger Einschätzung keine wesentlichen Auswirkungen. 3 Wesentliche Bilanzierungs-, Bewertungs- und KonsolidierungsmethodenKonsolidierungskreis, Akquisitionen und Desinvestitionen Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden neben der SCHOTT AG 14 (Vorjahr elf) inländische und 53 (Vorjahr 49) ausländische Unternehmen vollständig einbezogen. Die Einbeziehung eines Tochterunternehmens nach der Methode der Vollkonsolidierung erfolgt beginnend mit dem Zeitpunkt, ab dem SCHOTT ein Unternehmen beherrscht. SCHOTT beherrscht ein Unternehmen, wenn SCHOTT schwankenden Renditen aus dem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Renditen mittels Verfügungsgewalt über das Unternehmen beeinflussen kann. In den Konsolidierungskreis wurden zum Bilanzstichtag fünf Unternehmen (Vorjahr: fünf Unternehmen) nach der Equity-Methode einbezogen. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden im Vorjahresvergleich zehn Tochterunternehmen erstmals in den Konzernabschluss einbezogen, während sich der Konsolidierungskreis durch drei Abgänge verringert hat. Die Veränderungen sind aus den nachfolgenden Tabellen ersichtlich:
SCHOTT hat im Januar 2022 weitere 50% Anteile an der SCHOTT-Italglas s.r.l., Genua/Italien, erworben. Zuvor hatte SCHOTT bereits 50% der Anteile an der Gesellschaft gehalten und diese bis einschließlich Dezember 2021 at Equity konsolidiert. Zum 1. Oktober 2021 hat SCHOTT 100% der Anteile an der Applied Microarrays, LLC, Phoenix/USA erworben. Die übrigen Zugänge im Konsolidierungskreis betreffen Neugründungen des Berichtsjahres.
Die Gesellschaften wurden mit Wirkung zum 1. Dezember 2021 veräußert. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe 24 enthalten.
SCHOTT bilanziert die Anteile an der Smart Skin Technologies Inc., Fredericton/Kanada, seit dem Berichtsjahr at Equity. Die Anteile waren zuvor aus Wesentlichkeitsgründen nicht at Equity bilanziert worden. Die Stimmrechtsanteile von SCHOTT haben sich im Geschäftsjahr 2021/2022 nicht verändert.
SCHOTT hat im Januar 2022 weitere 50% der Anteile an der Gesellschaft erworben und bezieht sie seither im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss ein. Hinsichtlich der Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB verweisen wir auf die gesonderte Aufstellung des Anteilsbesitzes. Akquisitionen/Desinvestitionen Akquisitionen Mit Wirkung zum 1. Oktober 2021 hat SCHOTT 100% der Anteile an der Applied Microarrays, LLC, Phoenix/USA erworben. Applied Microarrays, LLC, ist ein Hersteller von kundenspezifischen DNA- und Protein-Biosensoren und anderen Mikroarrays auf Glas, Kunststoff und Halbleitern mit Sitz in Phoenix, Arizona/USA. SCHOTT hat die Gesellschaft erworben, um dadurch die Produktionspräsenz in den Vereinigten Staaten und seine Kompetenzen im Bereich Diagnostik & Life Sciences zu stärken. Bereits vor der Akquisition verband SCHOTT über das ebenfalls im Bereich Diagnostik und Life Sciences tätige Tochterunternehmen SCHOTT MiniFAB Pty Ltd., Scoresby/Australien eine langjährige Partnerschaft mit Applied Microarrays, LLC, in der beide an gemeinsamen Projekten für diagnostische Anwendungen gearbeitet haben. Im Rahmen der Akquisition ermittelt sich auf Basis einer Kaufpreisallokation ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T € 8.818 sowie der Zugang weiterer Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten in Höhe von saldiert T € 7.776.
Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T € 8.818 umfasst den Wert erwarteter Synergien aus dem Unternehmenserwerb, das Ertragswachstum, die zukünftige Marktentwicklung und das Know-how der übernommenen Mitarbeiter der Applied Microarrays, LLC. Diese Vorteile sind nicht getrennt vom Geschäfts- oder Firmenwert anzusetzen, da sich der aus ihnen resultierende Nutzen nicht zuverlässig bewerten lässt. Es wird davon ausgegangen, dass der erfasste Geschäfts- oder Firmenwert steuerlich nicht abzugsfähig ist. Die weiteren erworbenen immateriellen Vermögenswerte betreffen insbesondere den Kundenstamm und die Marke. Im Rahmen der Akquisition wurden Vereinbarungen über bedingte Gegenleistungen getroffen, deren Auszahlungen in den nächsten Jahren vom Erreichen bestimmter Finanzkennziffern durch die erworbene Gesellschaft abhängen. Der maximale Betrag aller vereinbarten bedingten Gegenleistungen belief sich zum Erwerbszeitpunkt auf 42 Mio. USD. Je nach erzieltem Ergebnis können die bedingten Gegenleistungen auch ganz oder teilweise entfallen. Die Verpflichtungen aus den bedingten Gegenleistungen sind zum Bilanzstichtag mit ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 0,2 Mio. USD bilanziert. Die Applied Microarrays, LLC, hat seit dem Erwerbszeitpunkt 1. Oktober 2021 T € 6.338 zu den Umsatzerlösen und T € -1.656 zum Periodenergebnis nach Steuern des Konzerns beigetragen. Die Transaktionskosten in Höhe von T € 301 wurden als Aufwand erfasst und werden unter den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen. Darüber hinaus erfolgten im Geschäftsjahr keine weiteren Akquisitionen mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Desinvestitionen Mit Vertrag vom 20. Oktober 2021 und Wirkung zum 1. Dezember 2021 veräußerte der SCHOTT Konzern seine Anteile an der SCHOTT Gemtron Corporation, Vincennes/USA und deren Tochtergesellschaften. Die folgende Darstellung erläutert die damit im Zusammenhang stehenden Auswirkungen auf die Bilanzposten.
Die Veräußerung hat zu einem Gewinn von T € 4.732 geführt. Der Gewinn ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Tochterunternehmen mit wesentlichen Anteilen ohne beherrschenden Einfluss Zum Bilanzstichtag bestanden wie bereits im Vorjahr wesentliche Anteile ohne beherrschenden Einfluss an der SCHOTT Finanzierungs- und Verwaltungs GmbH, Mainz. Die Beteiligungsquote der Anteile ohne beherrschenden Einfluss beträgt:
Stimmrechte und Kapitalanteile sind gegenüber dem 30. September 2021 unverändert. Der kumulierte Saldo der wesentlichen Anteile ohne beherrschenden Einfluss stellt sich wie folgt dar:
Das Gesamtergebnis der SCHOTT Finanzierungs- und Verwaltungs GmbH im Geschäftsjahr 2021/2022 belief sich auf T € 526 (Vorjahr T € 564). Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 30. September 2022 betrug T € 7.359 (Vorjahr T € 7.833). Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss an der SCHOTT Flat Glass Holding B.V., Tiel/Niederlande beliefen sich zum 30. September 2022 unverändert zum Bilanzstichtag des Vorjahres auf 11,3 Mio. € bei einer Anteilsquote von 33%. Die aggregierten Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft einschließlich der von ihr gehaltenen Tochtergesellschaften betrugen zum Bilanzstichtag des abgelaufenen Geschäftsjahres 195 Mio. € bzw.87 Mio. € (Vorjahr 180 Mio. € bzw. 73 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden aggregierte Umsatzerlöse in Höhe von 245 Mio. € (Vorjahr 231 Mio. €) und ein Gesamtergebnis von 2 Mio. € (Vorjahr 17 Mio. €) erzielt. Konsolidierungsmethoden Entsprechend IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse wird die Kapitalkonsolidierung nach der Erwerbsmethode durchgeführt. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss entscheidet der SCHOTT Konzern, ob er die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gesamtgegenleistung und des Betrags des Anteils ohne beherrschenden Einfluss über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Die auf konzernfremde Dritte entfallenden Anteile am Eigenkapital werden in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals als "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge der konsolidierten Gesellschaften werden im Rahmen der Konsolidierung miteinander verrechnet. Ebenso werden Zwischenergebnisse aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr eliminiert. Besitzt der Konzern keine Mehrheit der Stimmrechte oder damit vergleichbarer Rechte an einem Beteiligungsunternehmen, berücksichtigt er bei der Beurteilung, ob er die Verfügungsgewalt an diesem Beteiligungsunternehmen hat, alle relevanten Sachverhalte und Umstände. Hierzu zählen unter anderem:
Die Ergebnisse, Vermögenswerte und Schulden von wesentlichen assoziierten Unternehmen sind gemäß IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen unter Anwendung der Equity-Methode einbezogen worden. Assoziierte Unternehmen sind Beteiligungen, auf die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann. Dabei werden die SCHOTT Rechnungslegungsgrundsätze generell auch auf die Beteiligungen angewandt. Gemeinschaftsunternehmen im Sinne von IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen werden ebenfalls nach der Equity-Methode bilanziert. Im Geschäftsjahr war der SCHOTT Konzern nicht an gemeinschaftlichen Tätigkeiten im Sinne von IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen beteiligt. Die Anteile werden beim erstmaligen Ansatz in der Bilanz zu Anschaffungskosten ausgewiesen, die im Rahmen der Folgebewertung um Veränderungen des Anteils des Konzerns am Eigenkapital (Reinvermögen) nach dem Erwerbszeitpunkt sowie um Verluste durch Wertminderungen fortgeschrieben werden. Währungsumrechnung Die Jahresabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften werden gemäß dem Konzept der funktionalen Währung nach IAS 21 Auswirkungen von Wechselkursänderungen umgerechnet. Bei den betroffenen Gesellschaften ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung, da sie ihre Geschäfte wirtschaftlich, finanziell und organisatorisch selbstständig in Landeswährung betreiben. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten in den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften werden zu den am Bilanzstichtag geltenden Währungskursen umgerechnet. Dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Die Vermögenswerte und Schulden der Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag des Monats, deren Aufwendungen und Erträge mit dem jeweiligen Durchschnittskurs des Monats, in dem der Geschäftsvorfall stattgefunden hat, umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt, sondern in einem separaten Posten im Eigenkapital erfasst. Die folgende Tabelle zeigt die Wechselkurse der für den SCHOTT Konzern wichtigsten Fremdwährungen:
Die funktionalen Währungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften SCHOTT Envases Argentina S.A., Buenos Aires/Argentinien, und SCHOTT Orim Cam Sanayi ve Ticaret A.S., Çerkezköy/Türkei, der Argentinische Peso bzw. die Türkische Lira, sind als hochinflationär im Sinne des IAS 29 Rechnungslegung in Hochinflationsländern einzustufen. Gemäß IAS 21.43 müssen die Berichterstattungsabschlüsse der beiden Gesellschaften daher gemäß IAS 29 angepasst werden, um die aktuelle Kaufkraft zum Ende der Berichtsperiode widerzuspiegeln, bevor sie in den Konzernabschluss der SCHOTT AG aufgenommen werden. Die Hochinflationsanpassung wird auf alle Vermögenswerte und Schulden des Unternehmens vor der Umrechnung angewendet. Alle Beträge aus den Berichterstattungsabschlüssen wurden dann für die Einbeziehung in den Konzernabschluss zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Werte der genannten Gesellschaften wurden daher im Berichtsjahr erstmals nach den Regelungen des IAS 29 auf angepasster Basis in den Konzernabschluss einbezogen. Im Vorjahr war die Türkei noch nicht als Hochinflationsland eingestuft worden. Die Effekte aus einer Anpassung der SCHOTT Envases Argentina S.A. wurden im Vorjahr als unwesentlich eingestuft. Die Anpassungen erfolgten gemäß IAS 29 nach den Regelungen für Abschlüsse auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten. Nicht monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, Eigenkapital und Gesamtergebnis müssen angepasst werden, um die Entwicklung des jeweiligen Preisindex widerzuspiegeln. Monetäre Posten werden nicht angepasst, da sie bereits in der am Abschlussstichtag geltenden Geldeinheit ausgedrückt sind. Monetäre Posten sind im Bestand befindliche Geldmittel oder Posten, für die das Unternehmen Geld zahlt oder erhält. Für die Inflationsanpassung ist ein allgemeiner Preisindex zu ermitteln, der Veränderungen der Kaufkraft widerspiegelt und von allen Unternehmen, die in der Währung derselben Volkswirtschaft berichten, verwendet werden sollte. Für die Gesellschaft in Argentinien folgt SCHOTT dem Vorschlag der Federación Argentina de Consejos Profesionales de Ciencias Económicas ("FACPCE") in der Resolution JG 539/18, der die Indizes vorgibt, die von Unternehmen mit der funktionalen Währung des Argentinischen Peso für die Ermittlung der Inflationsanpassung verwendet werden sollen. Diese Indizes basieren im Wesentlichen auf dem Großhandelspreisindex für Zeiträume bis zum 31. Dezember 2016 und danach auf dem Einzelhandelspreisindex. Die detaillierte Indextabelle wird monatlich von der FACPCE veröffentlicht. Der Index für das Geschäftsjahr 2021/2022 belief sich demnach auf 1,83, basierend auf der Kaufkraft zum 30. September 2021 (Vorjahr 1,52). Für die SCHOTT Orim Cam Sanayi ve Ticaret A.S., Çerkezköy/Türkei wurde der Consumer Price Index des Statistikinstituts der Türkei (TurkStat) herangezogen (TÜİK, Tüketici Fiyat Endeksi). Der Index für das Geschäftsjahr 2021/2022 betrug demnach 1,83, ausgehend von der Kaufkraft zum 30. September 2021 (Vorjahr 1,20). Für die Anpassung nicht-monetärer Posten (ohne Eigenkapital) hat SCHOTT die Veränderung des allgemeinen Preisindex vom Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung der Transaktion (z. B. dem Erwerbsdatum bei Sachanlagen) bis zum Ende des Berichtsjahres angewendet. Für nicht-monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu aktuellen Beträgen am Ende der Berichtsperiode ausgewiesen werden, wie z. B. der Nettoveräußerungswert oder der beizulegende Zeitwert, ist keine Anpassung erforderlich. Neu bewertete nicht monetäre Vermögenswerte unterliegen gemäß den Vorgaben von IAS 29 weiterhin der Werthaltigkeitsprüfung gemäß den jeweiligen Standards. Liegt der erzielbare Betrag einer Sachanlage oder eines immateriellen Vermögenswerts bzw. der Nettoveräußerungswert bei Vorräten unter seinem angepassten Betrag, ist ein Wertminderungsaufwand erfolgswirksam zu erfassen, auch wenn vor Inflationsanpassung keine Wertminderung erkennbar war. Zu Beginn der ersten Periode, in der IAS 29 angewendet wird, werden die Bestandteile des Eigenkapitals (ohne Gewinnrücklagen) durch Anwendung eines allgemeinen Preisindex ab dem Datum, an dem die Posten entstanden sind, angepasst. Dies schließt Rücklagen mit ein, die durch Beträge gebildet wurden, die im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. Die Gewinnrücklagen werden um den Saldobetrag angepasst, der sich aus der Inflationsanpassung der anderen Beträge in der angepassten Eröffnungsbilanz ergibt. Am Ende der ersten Periode und in den folgenden Perioden werden alle Bestandteile des Eigenkapitals angepasst, indem ein allgemeiner Preisindex vom Beginn der Periode oder dem Datum der Erfassung, falls später, angewendet wird. Da die Konzernwährung - der EUR - die Währung eines Nicht-Hochinflationslandes ist, erfolgte gemäß IAS 21.42b keine Anpassung des Vorjahresausweises des Konzernabschlusses. Alle Posten des Gesamtergebnisses für das Berichtsjahr werden angepasst, indem die Veränderung des allgemeinen Preisindex ab dem Datum angewendet wird, ab dem die Posten der Erträge und Aufwendungen erfasst wurden. Der angepasste Nettogewinn des laufenden Jahres wird zum Saldo der angepassten anfänglichen Gewinnrücklagen hinzuaddiert. Laufende Ertragsteueraufwendungen werden gemäß den Veränderungen des allgemeinen Preisindex angepasst. Der monetäre Gewinn oder Verlust kann als Differenz zwischen den historischen Anschaffungskosten und dem Ergebnis aus der Anpassung von nicht-monetären Posten, Eigenkapital und Posten in der Gesamtergebnisrechnung berechnet werden. Der im Berichtsjahr insgesamt erfasste Verlust aus der Nettoposition der monetären Posten beträgt T € 13.202. Dieser Verlust ist Bestandteil des Finanzergebnisses. SCHOTT hat im vorliegenden Konzernabschluss den Effekt aus Inflations- und Wechselkursveränderung saldiert im Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen. Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei Gesellschaften, an denen SCHOTT weniger als 100 Prozent der Stimmrechte hält, werden gegebenenfalls Ermessensausübungen erforderlich, ob Beherrschung, gemeinsame Beherrschung oder maßgeblicher Einfluss vorliegt. Ermessensspielräume bestehen weiterhin bei der Klassifizierung von bestimmten finanziellen Vermögenswerten, beispielsweise bei Wertpapieren. Ebenfalls ermessensbehaftet ist die Beurteilung, ob Vermögenswerte, die veräußert werden sollen, in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und ob ihre Veräußerung hochwahrscheinlich ist. Bei dem folgenden Sachverhalt waren ebenfalls wesentliche Ermessensentscheidungen erforderlich: Verkauf von Handelsforderungen Die SCHOTT AG verkauft Handelsforderungen auf revolvierender Basis im Rahmen eines Asset-Backed-Securities-Programms an eine Programmzweckgesellschaft. SCHOTT hat überprüft, ob sich eine Konsolidierungspflicht der Programmzweckgesellschaft nach IFRS 10 ergeben könnte, und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass aufgrund der Strukturierung keine relevante Tätigkeit mehr bei SCHOTT verbleibt, so dass eine Konsolidierung nach IFRS 10 nicht in Frage kommt. Ebenso kommt SCHOTT auf der Grundlage der derzeitigen Ausgestaltung des Programms zu der Einschätzung, dass in Bezug auf die verkauften Forderungen so gut wie alle Chancen und Risiken weder übertragen noch zurückbehalten werden, jedoch die Verfügungsmacht über die Forderungen übertragen wurde und diese daher nach IFRS 9 im Konzernabschluss von SCHOTT vollständig auszubuchen sind. Ausgewiesen wird ein sogenanntes "continuing involvement" hinsichtlich des zurückbehaltenen Spätzahlerrisikos. Für weitere Angaben wird auf Anhangangabe 32.2 verwiesen. Gebrauch von Schätzungen Für die Erstellung von Abschlüssen nach IFRS sind Schätzungen erforderlich, welche sowohl die Bewertung der Aktiva und Passiva, die Art und den Umfang von Eventualverbindlichkeiten, konkretes Eingehen auf Abnahmeverpflichtungen am Bilanzstichtag als auch die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:
Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zu Grunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Diese Zustände und die Annahmen über die künftigen Entwicklungen können jedoch aufgrund von Marktbewegungen und -verhältnissen, die außerhalb des Einflussbereichs des Konzerns liegen, eine Änderung erfahren. Daher können die tatsächlichen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis ergebniswirksam berücksichtigt. Insbesondere werden bezüglich der erwarteten Geschäftsentwicklung sowohl die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände als auch die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und branchenbezogenen Umfelds zu Grunde gelegt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Allgemein Der Konzernabschluss der SCHOTT AG wird, mit Ausnahme der Bewertung von bestimmten Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert, basierend auf konzerneinheitlich angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf der Grundlage der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt. Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert und werden nachfolgend erläutert. Realisierung von Umsatzerlösen und sonstigen Erträgen, Vertragsvermögenswerte Gemäß IFRS 15 realisiert SCHOTT Umsatzerlöse, sobald die Verfügungsgewalt an den Produkten übertragen wurde oder die Dienstleistung erbracht wurde, mit anderen Worten: wenn der Kunde die Fähigkeit besitzt, die Nutzung der übertragenen Güter oder Dienstleistungen zu bestimmen und im Wesentlichen den verbleibenden Nutzen daraus zieht. Voraussetzung dafür ist, dass ein Vertrag mit durchsetzbaren Rechten und Pflichten besteht und unter anderem der Erhalt der Gegenleistung hinreichend wahrscheinlich ist. Die Umsatzerlöse umfassen den Gegenwert, den SCHOTT für die Übertragung von Gütern bzw. die Erbringung von Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Bei dem Verkauf von Standardprodukten werden Umsatzerlöse zu dem Zeitpunkt realisiert, an dem die Verfügungsgewalt auf den Erwerber übergeht, im Regelfall bei Lieferung der Güter. Hingegen werden bei auftragsbezogenen Fertigungen, bei denen ein Werk geschuldet wird und das finale Endprodukt nicht an einen (beliebigen) weiteren Kunden veräußert werden kann (kundenspezifischer Vermögenswert ohne alternative Nutzungsmöglichkeiten), die Umsatzerlöse nach IFRS 15 über einen bestimmten Zeitraum erfasst. Der Produktion bei SCHOTT liegen in der Regel standardisierte Fertigungsprozesse zu Grunde, die jeweils auftragsbezogen abgewickelt werden. Die Fertigungsdauer ist in der Regel kurz (wenige Tage) und es findet überwiegend eine Serienfertigung (standardisierte Fertigung bei kundenspezifischen Vorgaben) statt. Damit steht für SCHOTT der Output für den Kunden im Vordergrund. Dementsprechend wird die Umsatzrealisierung grundsätzlich auf Basis produzierter Einheiten als geeignet angesehen, den Leistungsfortschritt zutreffend abzubilden. In diesem Fall ist ein Vertragsvermögenswert (Contract Asset) anzusetzen, da SCHOTT aufgrund der Erfüllung der vertraglichen Leistungsverpflichtung Erlöse erfasst hat, bevor die Voraussetzungen für eine Rechnungsstellung und damit den Ansatz einer Forderung aus Lieferungen und Leistungen vorliegen. Ein Vertragsvermögenswert ist der Anspruch auf den Erhalt einer Gegenleistung im Austausch für Güter oder Dienstleistungen, die auf einen Kunden übertragen wurden. Kommt SCHOTT seinen vertraglichen Verpflichtungen durch Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen auf einen Kunden nach, bevor der Kunde die Gegenleistung entrichtet oder bevor die Zahlung fällig wird, wird ein Vertragsvermögenswert für den bedingten Anspruch auf Gegenleistung erfasst. Vertragsvermögenswerte werden als kurzfristig ausgewiesen, da sie innerhalb des gewöhnlichen Geschäftszyklus angefallen sind und fällig werden. Wertberichtigungen auf Vertragsvermögenswerte folgen den Regelungen für finanzielle Vermögenswerte. Weitere Angaben hierzu enthält Anhangangabe 32. Im Gegensatz zu Vertragsvermögenswerten stellen Forderungen den unbedingten Anspruch auf Gegenleistung dar, das heißt, die Fälligkeit tritt automatisch durch Zeitablauf ein. Sofern in einem einzigen Vertrag mit einem Kunden mehrere Leistungsverpflichtungen enthalten sind, wird der vereinbarte Transaktionspreis entsprechend der relativen Einzelveräußerungspreise auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen verteilt. Die relativen Einzelveräußerungspreise entsprechen in der Regel den vertraglich vereinbarten Preisen für die einzelnen Leistungsverpflichtungen. SCHOTT vereinbart branchenübliche Zahlungsziele von bis zu 90 Tagen je nach Markt und Region, wesentliche Finanzierungskomponenten sind in den Verträgen mit Kunden nicht enthalten. SCHOTT bietet üblicherweise gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistungen für die Behebung von Mängeln, die zum Zeitpunkt des Verkaufs vorlagen. Diese sogenannten "assurance-type warranties" werden gemäß IAS 37 Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen erfasst. Insoweit SCHOTT Dienstleistungen erbringt, werden die Erlöse zeitraumbezogen gemäß IFRS 15.35a erfasst. Dienstleistungen, die SCHOTT in Verbindung mit dem Verkauf von Produkten erbringt, betreffen in der Regel Transportleistungen. Diese werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde. SCHOTT nimmt IFRS 15.121 in Anspruch und veröffentlicht keine Angaben über etwaig verbleibenden Leistungsverpflichtungen zugeordnete Transaktionspreise, wenn die zu Grunde liegenden Verträge eine erwartete ursprüngliche Laufzeit von maximal einem Jahr haben. Bei einer Lizenzvergabe prüft SCHOTT, ob dem Kunden ein Recht auf Zugriff auf sein geistiges Eigentum - mit Stand über den gesamten Lizensierungszeitraum - oder ein Recht auf Nutzung seines geistigen Eigentums - mit Stand zum Zeitpunkt der Lizenzerteilung - eingeräumt wird. Im erstgenannten Fall erfolgt die Erlösrealisierung zeitraumbezogen, im zweiten Fall zum Zeitpunkt der Lizenzerteilung. Zinserträge werden zeitanteilig erfasst. Dividendenerträge werden zum Zeitpunkt erfasst, in dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht. Umsatzerlöse werden nach Abzug von umsatzabhängigen Steuern sowie von variablen Komponenten wie Boni, Skonti oder Rabatten gebucht. Enthält eine vertragliche Gegenleistung eine variable Komponente, bestimmt SCHOTT die Höhe der Gegenleistung, die ihm im Austausch für die Übertragung der Güter auf den Kunden zusteht. Rabatte werden im Regelfall anhand der relativen Einzelveräußerungspreise auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen allokiert. Die variable Gegenleistung wird zu Vertragsbeginn geschätzt und darf nur dann in den Transaktionspreis einbezogen werden, wenn es hoch wahrscheinlich ist, dass es bei den erfassten kumulierten Erlösen nicht zu einer signifikanten Stornierung kommt, sobald die Unsicherheit in Verbindung mit der variablen Gegenleistung nicht mehr besteht. Erfassung von Aufwendungen In den Kosten der umgesetzten Leistungen sind die zur Erzielung der Umsatzerlöse angefallenen Kosten und die Einstandskosten des Handelsgeschäfts ausgewiesen. In dieser Position sind auch die Kosten der Dotierung von Rückstellungen für Gewährleistungen enthalten. In den Vertriebskosten sind neben Personal- und Sachkosten und Abschreibungen des Vertriebsbereichs die angefallenen Versand-, Werbe-, Verkaufsförderungs-, Marktforschungs- und Kundendienstkosten sowie Ausgangsfrachten enthalten. Zu den allgemeinen Verwaltungskosten gehören Personal- und Sachkosten sowie die auf den Verwaltungsbereich entfallenden Abschreibungen. Kostensteuern, wie zum Beispiel Grundsteuer und Kfz-Steuer, werden verursachungsgerecht den Herstellungs- , Forschungs- und Entwicklungs-, Vertriebs- oder Verwaltungskosten zugeordnet. Bemessung des beizulegenden Zeitwerts SCHOTT bewertet bestimmte Finanzinstrumente, beispielsweise Derivate, zu jedem Abschlussstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten sind in der Anhangangabe 32 dargestellt. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder auf dem Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Schuld oder auf dem vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert oder die Schuld, sofern kein Hauptmarkt vorhanden ist, stattfindet. Der Konzern muss Zugang zum Hauptmarkt oder zum vorteilhaftesten Markt haben. Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld zu Grunde legen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eines nicht-finanziellen Vermögenswerts wird die Fähigkeit des Marktteilnehmers berücksichtigt, durch die höchste und beste Verwendung des Vermögenswerts oder durch dessen Verkauf an einen anderen Marktteilnehmer, der für den Vermögenswert die höchste und beste Verwendung findet, wirtschaftlichen Nutzen zu erzeugen. SCHOTT wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen. Dabei ist die Verwendung maßgeblicher, beobachtbarer Inputfaktoren möglichst hoch und jene nicht beobachtbarer Inputfaktoren möglichst gering zu halten. Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist:
Bei Vermögenswerten und Schulden, die auf wiederkehrender Basis im Abschluss erfasst werden, bestimmt SCHOTT, ob Umgruppierungen zwischen den Stufen der Hierarchie stattgefunden haben, indem SCHOTT am Ende jeder Berichtsperiode die Klassifizierung (basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist) überprüft. Externe Wertgutachter werden erforderlichenfalls für die Bewertung wesentlicher Vermögenswerte, wie Immobilien, sowie wesentlicher Schulden, wie bedingter Gegenleistungen, hinzugezogen. Auswahlkriterien sind beispielsweise die Marktkenntnis, Reputation, Unabhängigkeit und die Einhaltung professioneller Standards. Um die Angabeanforderungen über die beizulegenden Zeitwerte zu erfüllen, hat SCHOTT Gruppen von Vermögenswerten und Schulden auf der Grundlage ihrer Art, ihrer Merkmale und ihrer Risiken sowie der Stufen der oben erläuterten Fair-Value-Hierarchie festgelegt. Forschungs- und Entwicklungskosten Forschungskosten werden immer aufwandswirksam verrechnet. Für Entwicklungskosten besteht Aktivierungspflicht, sofern und sobald bestimmte Bedingungen nachweisbar und kumulativ erfüllt sind. So muss es unter anderem möglich sein, den selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen, und zusätzlich muss hieraus ein wirtschaftlicher Nutzen für das Unternehmen resultieren. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist; dies ist in der Regel dann der Fall, wenn ein Produktentwicklungsprojekt einen bestimmten Meilenstein in einem bestehenden Projektmanagementmodell erreicht hat. Für Zwecke der Ermittlung der zu aktivierenden Beträge werden Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cash Flows aus Vermögenswerten, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cash Flows, die Vermögenswerte generieren, getroffen. Weitere Einzelheiten, einschließlich der Buchwerte, sind in den Anhangangaben 6 und 14 dargestellt. Nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden aufwandswirksam erfasst. Immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, wenn (a) der immaterielle Vermögenswert identifizierbar ist (das heißt er ist trennbar oder resultiert aus vertraglichen oder anderen Rechten), (b) es wahrscheinlich ist, dass dem SCHOTT Konzern aus dem immateriellen Vermögenswert künftig ein wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, und (c) die Kosten des immateriellen Vermögenswertes verlässlich ermittelt werden können. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und über die geschätzte Nutzungsdauer bzw. eine kürzere Vertragslaufzeit planmäßig linear abgeschrieben. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Aufwandskategorie erfasst, die der Funktion des immateriellen Vermögenswerts im Unternehmen entspricht. Die planmäßigen Nutzungsdauern für immaterielle Vermögenswerte betragen im Regelfall:
Sachanlagen Das Sachanlagevermögen, mit Ausnahme der Leasing-Nutzungsrechte, wird entsprechend IAS 16 Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt gemäß dem Anschaffungskostenmodell (IAS 16.30). Dies gilt ebenfalls für Ersatzteile, die länger als eine Periode genutzt werden. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen enthalten neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch anteilige Gemeinkosten sowie Fremdkapitalkosten, sofern die Voraussetzungen des IAS 23 erfüllt sind. Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt linear. Unterjährige Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Haben wesentliche Teile eines langfristigen Vermögenswertes unterschiedliche Nutzungsdauern, werden sie als separate langfristige Vermögenswerte des Sachanlagevermögens bilanziert und planmäßig abgeschrieben (component accounting). Dies betrifft im SCHOTT Konzern insbesondere maschinelle Großanlagen zur Spezialglaserzeugung sowie Gebäude. Bei der Abschreibung werden im Regelfall die folgenden Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:
Instandhaltungen und Reparaturen werden aufwandswirksam erfasst, während Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen sowie Rückbau- und Entsorgungsverpflichtungen aktiviert werden. Gewinne und Verluste aus Anlagenabgängen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst. Nutzungsrechte SCHOTT erfasst Nutzungsrechte zum Bereitstellungsdatum (das heißt zu dem Zeitpunkt, an dem der zu Grunde liegende Leasinggegenstand zur Nutzung bereitsteht). Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich aller kumulierten Abschreibungen und aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet und um jede Neubewertung der Leasingverbindlichkeiten berichtigt. Die Kosten von Nutzungsrechten beinhalten die erfassten Leasingverbindlichkeiten, die entstandenen anfänglichen direkten Kosten sowie die bei oder vor der Bereitstellung geleisteten Leasingzahlungen abzüglich aller etwaigen erhaltenen Leasinganreize. Die Nutzungsrechte werden ebenfalls auf Wertminderung überprüft. Einzelheiten zu den Rechnungslegungsmethoden sind im Abschnitt "Wertminderungen von nicht-finanziellen Vermögenswerten" enthalten. Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden so lange nicht erfasst, bis angemessene Sicherheit darüber besteht, dass SCHOTT die Bedingungen, die mit den Zuwendungen in Verbindung stehen, erfüllen wird und die Zuwendungen auch gewährt werden. Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte werden aktivisch von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abgesetzt. Andere Zuwendungen werden als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie den entsprechenden Aufwendungen, für deren Ausgleich sie bestimmt sind, zuzuordnen. Wertminderungen von nicht-finanziellen Vermögenswerten Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Dies erfolgt unabhängig davon, ob konkrete Sachverhalte vorliegen, welche auf einen Wertminderungsbedarf schließen lassen. Zum Zweck dieses Werthaltigkeitstests werden die Geschäfts- oder Firmenwerte zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, denen der Nutzen aus diesen Geschäfts- oder Firmenwerten zugutekommt. Entsprechend den Regelungen des IAS 36 wird eine Wertminderung dann vorgenommen, wenn der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, den "erzielbaren Betrag" übersteigt. Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der Nutzungswert wird unter Anwendung eines Discounted Cash Flow-Verfahrens für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelt. Übersteigt der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ("CGU") den jeweils erzielbaren Betrag, ist der Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Für Geschäfts- oder Firmenwerte besteht ein generelles Wertaufholungsverbot. Die weiteren immateriellen Vermögenswerte sowie die Sachanlagen werden nur dann einem Werthaltigkeitstest unterzogen, wenn es Hinweise gibt, dass Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung vorliegen könnten. Vermögenswerte sind dann wertzuberichtigen, wenn der Buchwert den Nettoveräußerungserlös, der sich bei einer Veräußerung an einen fremden Dritten ergeben würde, oder den Nutzungswert übersteigt. Der Nutzungswert wird anhand der erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse ermittelt, die der Vermögenswert bei gleichbleibender Verwendung über die Nutzungsperiode wahrscheinlich generieren wird. Wenn Hinweise vorliegen, dass Gründe, die in der Vergangenheit zu einer Abschreibung geführt haben, nicht mehr vorliegen, wird geprüft, ob eine Wertaufholung bis zur Höhe der fortgeführten Buchwerte erfolgen muss. Die verwendeten Planungszeiträume umfassen grundsätzlich drei Jahre. Dieser Planung liegen Erfahrungswerte der Vergangenheit sowie bestmögliche Einschätzungen des Managements über die zukünftige Entwicklung zu Grunde. Längere Planungsperioden von bis zu zehn Jahren werden nur beim Aufbau neuer Geschäftsfelder herangezogen, da hier noch keine aussagekräftigen Vergangenheitswerte vorliegen. Die in der Planung verwendete langfristige Wachstumsrate beträgt unverändert zum Vorjahr 1,0 % per annum. Die erwarteten Cash Flows werden mit den durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten (weighted average cost of capital) abgezinst. Diese Kapitalkosten werden aus kapitalmarktorientierten Modellen sowie den Verschuldungsgraden und Fremdkapitalkosten von vergleichbaren Unternehmen der Branche (peer group) gewonnen. Die so ermittelten Diskontierungssätze betragen für die einzelnen CGUs im Berichtsjahr zwischen 8,5 % und 10,6 % vor Steuern (Vorjahr zwischen 8,8 % und 12,2 %), gegebenenfalls angepasst für andere Währungsräume. Weitere Einzelheiten, einschließlich der Buchwerte, sind in den Anhangangaben 14 und 15 dargestellt. At-Equity-Beteiligungen Die Buchwerte der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen werden jährlich um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschütteten Dividenden oder sonstigen Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Verluste eines assoziierten Unternehmens oder eines Gemeinschaftsunternehmens, die den Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen übersteigen, werden nur in dem Ausmaß erfasst, wie der Konzern rechtliche oder faktische Verpflichtungen eingegangen ist bzw. Zahlungen für das Unternehmen geleistet hat. Vorräte Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungserlös, das heißt dem geschätzten, im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Fertigstellungs- und Vertriebskosten, bewertet. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten werden anhand der gewichteten Durchschnittskosten ermittelt. Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare Material- und Personalaufwendungen sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen, die auf Basis einer Normalauslastung der Produktionsanlagen ermittelt werden. Finanzierungskosten werden gemäß IAS 23 berücksichtigt. Steuererstattungsansprüche und Verbindlichkeiten aus Steuern Steuererstattungsansprüche betreffen nach IAS 12 Ertragsteuern ausschließlich Ansprüche auf Erstattung von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Steuererstattungsansprüche werden angesetzt, wenn der Konzern aufgrund der geltenden Rechtslage mit einer entsprechenden Erstattung rechnen kann. Gegenläufig wird eine Verbindlichkeit für laufende Ertragsteuern gebildet, wenn eine Verpflichtung entstanden ist. SCHOTT beurteilt regelmäßig einzelne Steuersachverhalte dahingehend, ob in Anbetracht geltender steuerlicher Regelungen ein Interpretationsspielraum vorhanden ist. Bei Bedarf werden Steuerrückstellungen angesetzt. Latente Steuern Gemäß IAS 12 Ertragsteuern werden aktive und passive latente Steuern für alle temporären Unterschiede zwischen Steuer- und IFRS-Bilanzwerten, für Steuergutschriften und für Verlustvorträge gebildet. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze und Steuergesetze zu Grunde gelegt, die zum Abschlussstichtag gelten. Die Auswirkungen von Steuersatzänderungen auf latente Steuern werden mit Verabschiedung der gesetzlichen Änderungen erfasst. Aktive latente Steuern werden nur insofern angesetzt, als es wahrscheinlich ist, dass temporäre Differenzen, Verlustvorträge und Steuergutschriften gegen zukünftig zu versteuerndes Einkommen verrechnet werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Geschäftsführung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Im Unterschied zu dem grundsätzlich verwendeten Planungszeitraum von drei Jahren erfolgt die Steuerplanung für entsprechend längere Zeiträume von bis zu fünf Jahren. Weitere Einzelheiten, einschließlich der Buchwerte, sind in der Anhangangabe 11 dargestellt. Umsatzsteuer Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug der Umsatzsteuer erfasst. Eine Ausnahme bilden folgende Fälle:
Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde zu erstatten oder an diese abzuführen ist, wird in der Bilanz unter den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte Unter diesem Posten werden abgegrenzte, im Voraus gezahlte Ausgaben auf Güterlieferungen oder Dienstleistungen, Forderungen aus sonstigen Steuern sowie Ansprüche auf Investitionszuschüsse oder Fördermittel durch staatliche Stellen erfasst. Diese Forderungen erfüllen nicht die Definition eines Finanzinstruments und sind mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente SCHOTT behandelt Kassenbestand und Schecks, Sichteinlagen und Festgelder mit ursprünglicher Laufzeit von bis zu drei Monaten als Zahlungsmittel bzw. Zahlungsmitteläquivalente. Diese Mittel des Finanzmittelfonds erfüllen die Kriterien des IAS 7 Kapitalflussrechnungen. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche Sind langfristige Vermögenswerte zum Verkauf bestimmt, werden keine weiteren planmäßigen Abschreibungen vorgenommen, sondern der Zeitwert ermittelt. Wertminderungen werden vorgenommen, soweit der Buchwert dieser Vermögenswerte höher ist als die um die voraussichtlich noch anfallenden Veräußerungskosten reduzierten Zeitwerte. Basis für den anzusetzenden Zeitwert ist eine Schätzung des erzielbaren Veräußerungserlöses. Die operativen Ergebnisse und dargelegten Bewertungsanpassungen von Vermögenswerten, die zum Verkauf bestimmt sind, werden innerhalb des Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit ausgewiesen. Aufgegebene Geschäftsbereiche werden separat ausgewiesen, sobald ein in sich abgegrenztes Geschäft ("component of an entity"), das einen gesonderten wesentlichen Geschäftszweig bzw. ein geografisches Geschäftsgebiet oder eine ausschließlich zur Weiterveräußerung vorgesehene Tochtergesellschaft aus einem Unternehmenserwerb darstellt, zum Verkauf steht und die Konzernleitung einen offiziellen Verkaufsprozess gestartet hat. Bei erstmaligem Ausweis eines Geschäftsfeldes als aufgegebener Geschäftsbereich werden die Vorjahresangaben bezüglich der Gewinn- und Verlustrechnung und der Kapitalflussrechnung gemäß IFRS 5.34 angepasst. Wird die Verkaufsabsicht aufgegeben und ist der Geschäftsbereich wieder als fortgeführtes Geschäft zu bilanzieren, werden die Angaben des laufenden Jahres und des Vorjahres bezüglich der Gewinn- und Verlustrechnung und der Kapitalflussrechnung gemäß IFRS 5.36 wieder in den Ergebnissen und Cash Flows aus fortzuführenden Geschäftsbereichen ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag 30. September 2022 erfüllen die ehemaligen Geschäftsfelder "Photovoltaik", "Advanced Optics Lithotec", "Displayglas" und "Klassisches Fernsehglas" die Anforderungen an aufgegebene Geschäftsbereiche. Aus diesen Geschäftsfeldern ergeben sich auch nach ihrer Aufgabe in den Jahren 2007 bis 2012 noch nachlaufende Aufwendungen, Erträge und Cash Flows in den folgenden Jahren und auch diesem Geschäftsjahr. Diese resultieren im Wesentlichen aus geänderten Einschätzungen hinsichtlich Garantiezusagen bzw. der Inanspruchnahme der entsprechenden Rückstellungen. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Ergebnis aus den aufgegebenen Geschäftsbereichen, das sich aus laufendem Ergebnis und Abgangsergebnis zusammensetzt, gesondert berichtet. Sofern der aufzugebende Bereich nicht die Definition eines wesentlichen Geschäftsbereiches erfüllt, erfolgt der Ausweis einer Veräußerungsgruppe. Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen Beitragsorientierte Versorgungspläne (defined contribution) werden in der Periode zu Aufwand, in der die Zahlungsverpflichtung entsteht. Die Bilanzierung einer Verpflichtung entfällt bei reinen Beitragszusagen. Leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen (defined benefits) werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method), das nach IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer vorgeschrieben ist, bewertet. Dabei werden zukünftige Entgelt- und Rentenanpassungen berücksichtigt. Neubewertungen, einschließlich versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste sowie der Auswirkungen der Vermögenswertobergrenze (asset ceiling) ohne Berücksichtigung von Nettozinsen (auf den Konzern nicht anwendbar) und einschließlich der Erträge aus Planvermögen, ohne Berücksichtigung von Nettozinsen, werden sofort erfolgsneutral im erwirtschafteten Konzern-Eigenkapital erfasst. Die Pensionsverpflichtungen in Deutschland werden unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird aufwandswirksam erfasst und entweder zu dem Zeitpunkt angesetzt, an dem die Plananpassung/-kürzung stattfindet, oder zu dem Zeitpunkt, zu dem die mit der Restrukturierung oder Beendigung des Arbeitsverhältnisses verbundenen Kosten erfasst werden. Dabei ist der frühere Zeitpunkt maßgeblich. Entsprechend kann der noch nicht unverfallbare nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand nicht mehr über den künftigen Erdienungszeitraum verteilt erfasst werden. Die Pensionsverpflichtungen außerhalb Deutschlands werden unter Berücksichtigung landesspezifischer Rechnungsgrundlagen und Parameter ermittelt. Dem Anwartschaftsbarwert am Geschäftsjahresende wird das Planvermögen zum Zeitwert gegenübergestellt (Finanzierungsstatus). Dabei werden die Aktivwerte mit den entsprechenden Verpflichtungen saldiert. Die Pensionsrückstellungen enthalten in geringem Umfang auch mitarbeiterfinanzierte Versorgungszusagen (sogenannte Entgeltumwandlung). Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Weitere Einzelheiten, einschließlich der Buchwerte, sind in der Anhangangabe 26 dargestellt. Sonstige Rückstellungen Gemäß IAS 37 Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen bildet SCHOTT Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber Dritten, wenn dem Unternehmen aus einem Ereignis in der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung entstanden ist, es darüber hinaus wahrscheinlich ist (das heißt mehr dafür als dagegen spricht), dass zur Erfüllung der Verpflichtung ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen erforderlich ist und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Restrukturierungsrückstellungen Restrukturierungsrückstellungen werden angesetzt, wenn am Bilanzstichtag ein Plan zur Restrukturierung vorliegt und mit der Restrukturierung bereits begonnen wurde oder diese den betroffenen Parteien mitgeteilt wurde. Der Rückstellungsbetrag umfasst alle Ausgaben, die zwangsweise im Rahmen der Restrukturierung anfallen und nicht mit den laufenden oder zukünftigen Aktivitäten des Unternehmens in Zusammenhang stehen. Gewährleistungsrückstellungen Die Gewährleistungsrückstellungen werden zusammen mit weiteren im Zusammenhang mit dem Vertrieb entstehenden Rückstellungen in den Absatzrückstellungen gezeigt. Gewährleistungsrückstellungen werden auf Basis bekannter Einzelfälle sowie anhand von historischen Daten und Erfahrungswerten ermittelt. Die ursprüngliche Schätzung der Kosten in Verbindung mit Gewährleistungen wird jährlich überprüft. Aufgrund ihrer Natur und der teilweise mehrjährigen Gewährleistungsdauern sind die Gewährleistungsrückstellungen mit erheblichen Schätzunsicherheiten behaftet. Rückstellungen für Prozessrisiken Rückstellungen für Prozessrisiken werden für Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und sonstigen behördlichen Verfahren gebildet, bei denen ein Unternehmen des SCHOTT Konzerns als Beklagter bzw. als Belasteter auftritt. Der Rückstellungsbetrag entspricht dem Betrag, der bei negativem Verfahrensausgang wahrscheinlich zu zahlen ist. Dazu zählen insbesondere Schadensersatz, Abfindung, Verfahrenskosten und Bußgelder. Abgegrenzte Verbindlichkeiten Eine abgegrenzte Verbindlichkeit wird gebildet, wenn eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten entstanden ist, die zu einem wahrscheinlichen Abfluss von Ressourcen führt, wobei der Zeitpunkt oder die Höhe des wahrscheinlichen Abflusses von Ressourcen (im Unterschied zu Rückstellungen) nicht mehr ungewiss sind. Die ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten Die sonstigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten umfassen erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern und sonstige Verbindlichkeiten, die nicht die Definition von finanziellen Verbindlichkeiten erfüllen. Sie werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem Erfüllungsbetrag bewertet. Leasing Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen. Dabei wird eine Einschätzung vorgenommen, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts oder der Vermögenswerte einräumt, selbst wenn dieses Recht in einer Vereinbarung nicht ausdrücklich festgelegt ist. Konzern als Leasingnehmer Gemäß IFRS 16 Leasingverhältnisse haben Leasingnehmer grundsätzlich alle Leasingverhältnisse in Form eines Nutzungsrechts und einer korrespondierenden Leasingverbindlichkeit zu bilanzieren. Die Leasingverbindlichkeit wird mit dem Barwert der noch nicht geleisteten Leasingzahlungen bewertet. Die Darstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt als Finanzierungsvorgang, sodass das Nutzungsrecht linear abzuschreiben und die Leasingverbindlichkeit nach der Effektivzinsmethode fortzuschreiben ist. Bei der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit werden Verlängerungs-, Kündigungs- und Kaufoptionen berücksichtigt, sofern deren Ausübung als hinreichend sicher eingeschätzt wird. Als Voraussetzung für das Vorliegen einer hinreichenden Sicherheit sieht SCHOTT eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 75 % an. Für Leasinggegenstände von geringem Wert und für kurzfristige Leasingverhältnisse werden die Anwendungserleichterungen in Anspruch genommen. Leasingverträge über veräußerte und zurückgemietete Vermögenswerte (sale-and-lease-back) werden nach denselben Grundsätzen dargestellt. Konzern als Leasinggeber Der Konzern tritt insbesondere bei Gebäuden teilweise als Leasinggeber auf. Da bei diesen Leasingverhältnissen im Wesentlichen nicht alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken vom Konzern auf den Leasingnehmer übertragen werden, werden diese als Operating-Leasingverhältnis klassifiziert. Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden grundsätzlich linear als Leasingerträge über die Laufzeit des Leasingverhältnisses vereinnahmt. Anfängliche direkte Kosten, die bei den Verhandlungen und dem Abschluss eines Operating-Leasingvertrages entstehen, werden dem Buchwert des Leasinggegenstands hinzugerechnet und über die Laufzeit des Leasingverhältnisses korrespondierend zu den Mieterträgen als Aufwand erfasst. Bedingte Mietzahlungen werden in der Periode als Ertrag erfasst, in der sie erwirtschaftet werden. Eventualforderungen und -verbindlichkeiten Hierbei handelt es sich um mögliche Vermögenswerte oder Verpflichtungen, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer zukünftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig der Kontrolle von SCHOTT unterliegen. Eventualverbindlichkeiten können auch gegenwärtige Verpflichtungen sein, die aus einem Ereignis der Vergangenheit resultieren, bei denen aber der Abfluss wirtschaftlicher Ressourcen unwahrscheinlich oder noch nicht verlässlich ermittelbar ist. Sie werden gemäß IAS 37 Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen nicht bilanziert. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz4 Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von Gütern. Für die zeitliche Verteilung der Umsatzerfassung ergibt sich:
Die nachstehende Tabelle zeigt die Umsätze nach Kundenindustrien:
5 Vertriebs- und allgemeine VerwaltungskostenDie Vertriebskosten enthalten insbesondere Personal- und Sachkosten, Abschreibungen des Vertriebsbereichs, Logistik-, Marktforschungs-, Versand-, Werbe- und Zertifizierungskosten sowie Projektkosten für den geplanten IPO der Pharma-Sparte. In den allgemeinen Verwaltungskosten werden die Personal- und Sachkosten der Leitungs- und Verwaltungsstellen ausgewiesen, soweit sie nicht als interne Dienstleistungen auf andere Funktionsbereiche verrechnet worden sind. 6 Forschungs- und EntwicklungskostenDie Forschungs- und Entwicklungskosten haben sich im Geschäftsjahr 2021/2022 um 5,9 Mio. € auf 98,5 Mio. € erhöht (das entspricht 3,6% der Umsatzerlöse, im Vorjahr 3,7%). 7 Sonstige betriebliche ErträgeUnter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden die Erträge ausgewiesen, die im Rahmen der betrieblichen Tätigkeiten anfallen und anderen Funktionsbereichen nicht zuzuordnen sind.
Die Änderungen der Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden saldiert ausgewiesen. Die Erträge aus Zuwendungen und Kostenerstattungen betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe Ertragszuschüsse der öffentlichen Hand, bei denen die Bedingungen für die Vereinnahmung endgültig erfüllt sind. 8 Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen alle Aufwendungen, die nicht aufgrund des speziellen Ausweises den Funktionsbereichen Herstellung, Vertrieb, Forschung und Entwicklung oder Verwaltung zugeordnet oder an anderer Stelle gesondert ausgewiesen werden.
Die Änderungen der Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden saldiert ausgewiesen. Die Aufwendungen für Restrukturierung enthalten mit 12 Mio. € Wertberichtigungen auf Vermögenswerte in Russland. 9 Ergebnis aus At-Equity-BeteiligungenDie Erläuterungen hierzu sind in Anhangangabe 16 "At-Equity-Beteiligungen" enthalten. Das im Konzernergebnis ausgewiesene Ergebnis aus At-Equity-Beteiligungen setzt sich wie folgt zusammen:
*) bis 31. Dezember 2021 at-equity konsolidiert, danach vollkonsolidiert 10 Finanzergebnis
Der Nettozinsaufwand aus Pensionen enthält den Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen sowie die erwartete Verzinsung des Planvermögens. Die erwartete Verzinsung des Planvermögens wird in Höhe des Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen angenommen. 11 Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Ertragsteuern gliedern sich nach ihrer Herkunft wie folgt:
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der Rechtslage in den einzelnen Ländern zum voraussichtlichen Realisationszeitpunkt gelten werden. Mit der Körperschaftsteuer, der Gewerbesteuer sowie dem Solidaritätszuschlag ergibt sich für deutsche Unternehmen ein Steuersatz von insgesamt 28 % (Vorjahr 30 %). Die Steuersätze außerhalb Deutschlands liegen zwischen 11 % und 34 % (Vorjahr zwischen 11 % und 34 %). Zum 30. September sind aktive und passive latente Steuern folgenden Bilanzposten zuzuordnen:
* Saldierungen innerhalb einzelner Steuersubjekte Die Veränderung der latenten Steuern im Geschäftsjahr 2021/2022 sowie im Vorjahr stellt sich wie folgt dar:
Latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen werden insoweit angesetzt, als es wahrscheinlich ist, dass die Umkehrung der temporären Differenzen durch ausreichende zu versteuernde Ergebnisse zukünftig steuerwirksam erfolgen wird. Gleiches gilt für latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge unter Beachtung der Nutzbarkeit innerhalb eines entsprechenden Planungszeitraums. Aufgrund von positiven steuerlichen Ergebnisprognosen haben die SCHOTT Technical Glass Solutions GmbH, Jena, in Höhe von T € 2.645 sowie weitere Gesellschaften in Höhe von zusammen T € 2.655 latente Steueransprüche auf temporäre Differenzen angesetzt, obwohl diese Gesellschaften im abgelaufenen Geschäftsjahr oder im Vorjahr steuerliche Verluste erlitten haben: Eine Beurteilung der Werthaltigkeit im Rahmen eines entsprechenden Planungszeitraums führte dazu, dass für bestimmte Verlustvorträge sowie abzugsfähige Differenzen keine aktiven latenten Steuern angesetzt werden. Verlustvorträge, Zinsvorträge und Tax Credits, für die keine latenten Steuern bilanziert werden, bestehen in Höhe von T € 114.254 (Vorjahr T € 89.502) für Körperschaftsteuer bzw. vergleichbare ausländische Steuern, in Höhe von T € 112.533 (Vorjahr T € 114.172) für Gewerbesteuer bzw. vergleichbare ausländische Steuern sowie in Höhe von T € 2.520 (Vorjahr T € 2.121) für Tax Credits. Ferner wurden auf zukünftig abzugsfähige Differenzen in Höhe von T € 10.307 (Vorjahr T € 14.444) keine latenten Steuern angesetzt. Die sich hieraus ergebenden nicht angesetzten aktiven latenten Steuern betragen T € 36.832 (Vorjahr T € 30.735) bei Verlustvorträgen, Zinsvorträgen und Tax Credits und T € 2.525 (Vorjahr T € 3.867) bei zukünftig abzugsfähigen Differenzen. Von den nicht angesetzten Verlustvorträgen (Körperschaftsteuer) verfallen T € 4.890 innerhalb der nächsten drei Jahre, T € 88 nach vier Jahren sowie weitere T € 16.929 nach fünf Jahren oder später. Die Nutzung der weiteren nicht angesetzten Verlustvorträge unterliegt keiner zeitlichen Begrenzung. Im Berichtsjahr wurden latente Steuern in Höhe von T € -92.354 (Vorjahr T € -25.861) im sonstigen Ergebnis erfasst. Diese entfielen mit T € -92.354 (Vorjahr T € -25.861) auf erfolgsneutrale Wertanpassungen bei Pensionsrückstellungen sowie mit T € 0 (Vorjahr T € -5.579) auf Sachanlagen bzw. mit T € 0 (Vorjahr T € 5.579) auf Leasingverbindlichkeiten. Im Berichtsjahr wurden latente Steuerschulden für einbehaltene Gewinne ausländischer Tochtergesellschaften mit T € 14.210 (Vorjahr T € 0) insoweit berücksichtigt, als ihre Realisierung durch geplante Gewinnausschüttungen oder Veräußerungen in einem absehbaren Zeitraum wahrscheinlich ist. Würden darüber hinaus alle Gewinne, die langfristig reinvestiert werden und deren Ausschüttung nicht geplant ist, in voller Höhe als Dividenden ausgeschüttet, könnte bei Fortbestand des heutigen Steuerrechts eine zusätzliche Steuerschuld in Höhe von maximal T € 15.739 (Vorjahr T € 21.624) entstehen. Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand. Zur Ermittlung des erwarteten Steuersatzes wird das Ergebnis vor Ertragsteuern der fortgeführten Bereiche mit einem Steuersatz von 28 % (Vorjahr 30 %) multipliziert. Dieser setzt sich aus einem Steuersatz von 15,8 % (Vorjahr 15,8 %) für Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag und 12,2 % (Vorjahr 14,2 %) für Gewerbeertragsteuer zusammen:
Effekte aus Verlusten und temporären Differenzen in Höhe von insgesamt T € 7.288, für die Steueransprüche nicht angesetzt werden konnten, betreffen insbesondere mit T € 4.224 die SCHOTT Pharmaceutical Packaging Russia o.o.o., Zavolzhye/Russland, mit T € 1.365 die SCHOTT Flat Glass BV, Culemborg/Niederlande, sowie mit T € 827 die SCHOTT MiniFAB Pty Ltd., Scoresby/Australien. Dem stehen Effekte aus erstmalig angesetzten Steueransprüchen bzw. aus der Nutzung von bislang nicht angesetzten Steueransprüchen in Höhe von insgesamt T € -1.541 entgegen, insbesondere in Höhe von T€ -994 bei der SCHOTT Italvetro S.R.L., Borgo a Mozzano/Italien. Die Steuern für Vorperioden mit einem Ertrag in Höhe von insgesamt T€ -1.061 betreffen mit T € -2.296 tatsächliche Steuern sowie mit T € 1.235 latente Steuern aufgrund der Anpassung von Steuerbilanzvortragswerten. Im Geschäftsjahr wurden passive latente Steuern auf Outside Basis-Differenzen in Höhe von T € 14.210 angesetzt. Diese betreffen mit T € 10.646 Outside Basis-Differenzen, die in Zusammenhang mit dem möglichen Börsengang der Pharma-Sparte, sowie mit T € 3.564, die aufgrund geplanter Dividenden auf absehbare Zeit wahrscheinlich zu Steuerlasten führen werden. 12 Aufgegebene GeschäftsbereicheIm Geschäftsjahr 2021/2022 erfüllte, analog zum Vorjahr, im Wesentlichen der Geschäftsbereich "Photovoltaik" die Anforderungen an aufgegebene Geschäftsbereiche. Dementsprechend wird der Geschäftsbereich "Photovoltaik" gemäß den Regelungen des IFRS 5 zur Darstellung von aufgegebenen Geschäftsbereichen in der Gewinn- und Verlustrechnung des Berichtsjahres und des Vorjahres im Ergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche ausgewiesen. Das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen stellt sich wie folgt dar:
Das Ergebnis vor Ertragsteuern des Geschäftsbereiches "Photovoltaik" ist im Wesentlichen durch die Auflösung von Rückstellungen für Gewährleistungen und für Modulentsorgung sowie einer erhaltenen Dividende einer Beteiligung geprägt. Der Gewinn vor Ertragsteuern beläuft sich auf T € 376 (Vorjahr Verlust in Höhe von T € 2.476). Die Aufteilung der Ergebnisse auf die einzelnen Geschäftsbereiche lässt sich den nachfolgend dargestellten Tabellen entnehmen.
Die Cash Flows der aufgegebenen Geschäftsbereiche stellen sich wie folgt dar:
13 Ergebnisanteil nicht beherrschende AnteileDie den nicht beherrschenden Anteilen zustehenden Gewinne belaufen sich auf T € 3.871 (Vorjahr T € 14.425). Dem stehen Verluste in Höhe von T € 4.981 (Vorjahr T € 436) gegenüber. 14 Immaterielle VermögenswerteDie planmäßige Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wurde zum 30. Juni 2022 vorgenommen. Die Grundlage für die Bestimmung des erzielbaren Betrages der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, war der Nutzungswert. Weitere Einzelheiten sind in Anhangangabe 3.5 dargestellt. Nachfolgende Tabellen zeigen die wesentlichen in der Konzernbilanz ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte:
* Wachstumsrate, die zur Extrapolation der Cash Flow-Prognose verwendet wurde Bei allen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten übersteigt der erzielbare Betrag den Buchwert. Eine negative Änderung einer wesentlichen Annahme könnte bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Flat Glass" nur unter den nachfolgend dargestellten Umständen zu einem Wertminderungsbedarf führen. Wesentlich für die Ermittlung des erzielbaren Betrags sind insbesondere der anzusetzende Kapitalkostensatz und der operative Free Cash Flow ("OFCF") nach dem Detailplanungszeitraum ("Ewige Rente"). Bei sonst gleichen Planannahmen würde eine Erhöhung des WACC (nach Steuern) um mehr als 2,4 %-Punkte bei "Flat Glass" zu einem Wertminderungsbedarf führen. Analog würde eine Verfehlung des geplanten OFCF in der ewigen Rente um mehr als 34 % bei "Flat Glass" zu einem Wertminderungsbedarf führen. Der Vorstand ist der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung des Nutzungswerts getroffenen Grundannahmen bei den anderen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten dazu führen könnte, dass der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ihren erzielbaren Betrag wesentlich übersteigt. Die in der folgenden Tabelle in den Abschreibungen enthaltenen Wertminderungen betreffen mit T € 2.867 (Vorjahr T € 0) sonstige immaterielle Vermögenswerte. Die Wertminderungen ergeben sich daraus, dass der Nutzungswert unter den Buchwerten lag. Die Wertminderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Wesentlichen in den Funktionsbereichen erfasst, davon in den Vertriebskosten T € 1.989 (Vorjahr T € 0) und in den Kosten der umgesetzten Leistungen T € 875 (Vorjahr T € 0).
* Wertminderungen sind in den Abschreibungen enthalten ** Umgliederungen zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte nach IFRS 5. Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte werden im Anhang unter Abschnitt 24 behandelt. *** Währungsumrechnung enthält Effekte aus Hochinflationsanpassung nach IAS 29 mit T € 133 bei den Anschaffungs- und Herstellungskosten und T € 121 bei den kumulierten Abschreibungen. 15 SachanlagenIm Geschäftsjahr wurden auf Sachanlagen Wertminderungen in Höhe von T € 12.666 (Vorjahr T € 7.611) vorgenommen. Die Wertminderungen ergeben sich insbesondere aus Abwertungen von Sachanlagen an verschiedenen Produktionsstandorten im In- und Ausland und stehen im Zusammenhang mit Restrukturierungen und anderen Maßnahmen zur Standortanpassung und -optimierung. Die Wertminderungen betreffen insbesondere unseren Standort in Russland, nachdem sich die Rahmenbedingungen nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022 signifikant verschlechtert haben. Die Wertminderungen aus Sachanlagen entfallen mit T € 9.890 (Vorjahr T € 4.673) auf technische Anlagen und Maschinen, mit T € 1.425 (Vorjahr T € 1.565) auf Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten und mit T € 1.351 (Vorjahr T € 1.373) auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Wertminderungsaufwand in Höhe von T € 11.870 (Vorjahr T € 4.187) wurde in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst, davon T € 11.570 (Vorjahr T € 2.682) in den Restrukturierungsaufwendungen. In den Funktionsbereichen wurden Wertminderungen von T € 796 (Vorjahr T € 3.424) erfasst, davon in den Kosten der umgesetzten Leistungen T € 796 (Vorjahr T € 3.237). Wertaufholungen in Höhe von T € 29 (Vorjahr T € 2.479) betreffen im Wesentlichen technische Anlagen und Maschinen und sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte sind aktivisch von den Anschaffungskosten abgesetzt worden und betragen im Geschäftsjahr T € 6.163 (Vorjahr T € 3.871). Diese Zuwendungen entfallen im Wesentlichen auf die Tochtergesellschaft SCHOTT Hungary Kft., Lukácsháza/Ungarn, die für produktionsbezogene Förderprojekte Zuwendungen erhalten hat. Das Bestellobligo für Anlagevermögen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T € 187.731 (Vorjahr T € 161.436). Wie im Vorjahr wurden während des laufenden Geschäftsjahres keine wesentlichen Fremdkapitalkosten nach IAS 23 aktiviert, da keine wesentlichen "qualifying assets" vorlagen. Ebenso werden keine Sicherheiten, etwa in Form eingetragener Grundpfandrechte, gegenüber Dritten gestellt. In den Anlagenklassen sind die Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen enthalten. Weitere Ausführungen zu den Leasingverhältnissen im SCHOTT Konzern enthält Anhangangabe 33.
* Wertminderungen sind in den Abschreibungen enthalten. ** Umgliederungen zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte nach IFRS 5. Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte werden im Anhang unter Abschnitt 24 behandelt. *** Währungsumrechnung enthält Effekte aus Hochinflationsanpassung nach IAS 29 mit T € 36.882 bei den Anschaffungs- und Herstellungskosten und T € 20.532 bei den kumulierten Abschreibungen. 16 At-Equity-BeteiligungenDie folgende Tabelle enthält die Kapitalanteile an den nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen:
*) Im Geschäftsjahr 2020/2021 aus Wesentlichkeitsgründen als langfristiger sonstiger finanzieller Vermögenswert ausgewiesen Zusammengefasste Finanzinformationen zu den At-Equity-Beteiligungen zum 30. September werden in der folgenden Übersicht dargestellt (Berechnungsbasis 100 %):
* Letzter verfügbarer Abschluss 31. Dezember 2021
* Letzter verfügbarer Abschluss 31. Dezember 2020 Die erfolgsneutral erfassten Veränderungen des Eigenkapitals durch Währungsdifferenzen betragen bei der SCHOTT Poonawalla Pvt. Ltd. (vormals SCHOTT KAISHA PRIVATE LIMITED) T € 3.940 (Vorjahr T € 300), bei der Zhejiang Crystal-SCHOTT Optical Technology Co. T € 525 (Vorjahr T € 417) und bei der Smart Skin Technologies Inc. T € 197. Beim Geschäfts- oder Firmenwert betragen die erfolgsneutral erfassten Veränderungen des Eigenkapitals durch Währungsdifferenzen bei der SCHOTT Poonawalla Pvt. Ltd. (vormals SCHOTT KAISHA PRIVATE LIMITED) T € 333 (Vorjahr T € 7) und bei der Smart Skin Technologies Inc. T € 171. Die Entwicklung des Beteiligungsbuchwertes ist in nachstehender Übersicht zusammengefasst.
17 Sonstige finanzielle Vermögenswerte, langfristig
Die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte teilen sich in die Bewertungskategorien "finanzielle Vermögenswerte, die nicht unter IFRS 9 fallen" mit T € 5.903 (Vorjahr T € 8.960), in erfolgswirksam zum Zeitwert (FVTPL) bilanzierte Vermögenswerte mit T € 3.949 (Vorjahr T € 2.791) sowie in "Kredite und Forderungen" mit T € 904 (Vorjahr T € 1.087). Siehe hierzu auch die Ausführungen unter Anhangangabe 32.1 "Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden". Im Geschäftsjahr wurde die Beteiligung an der Smart Skin Technologies Inc., Fredericton/Kanada, erstmals als At-Equity-Beteiligung ausgewiesen. Eine weitere Beteiligung wurde im Umfang von T € 61 auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert angepasst. Im Gegenzug wurde eine andere Beteiligung, die ebenfalls nicht unter IFRS 9 fällt, um T € 707 zugeschrieben. Diese beiden genannten Beteiligungen werden erfolgswirksam zum Zeitwert bilanziert. Es bestehen keine Sicherheiten auf langfristige Finanzanlagen. Es bestehen keine langfristigen Finanzanlagen, deren Konditionen neu ausgehandelt wurden und die ansonsten überfällig oder wertgemindert wären. Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Bilanzierung von als Finanzinstrumente gehaltenen Beteiligungen erfolgt erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. 18 Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte, langfristig
19 Vorräte
Im Berichtsjahr wurden auf Vorräte ein Wertminderungsaufwand auf den Nettoveräußerungswert in Höhe von T € 10.146 (Vorjahr T € 12.220) sowie Wertaufholungen aufgrund geänderter Einschätzung der zukünftigen Absatzmengen in Höhe von T € 2.931 (Vorjahr T € 1.257) erfasst. Der Buchwert der Vorräte, die zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt werden, beträgt T € 179.872 (Vorjahr T € 141.323). Der Betrag der Vorräte, der im Geschäftsjahr 2021/2022 als Aufwand erfasst wurde, beträgt 1.451 Mio. € (Vorjahr 1.278 Mio. €). Zum Bilanzstichtag des abgelaufenen Geschäftsjahres sind ebenso wie im Vorjahr außer den üblichen Eigentumsvorbehalten keine Vorräte als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet. 20 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben alle eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Der Zeitwert der Forderungen entspricht daher dem Buchwert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus laufenden Geschäftsbeziehungen mit nicht in den Konzernabschluss der SCHOTT AG einbezogenen Unternehmen. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
Eine Übersicht zu den Fälligkeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einschließlich der Verlustrate und Wertberichtigungssätze ist in der Berichterstattung zum Risikomanagement, dort unter den Erläuterungen zum Kreditrisiko, enthalten. Im Forderungsbestand sind keine Forderungen enthalten, deren Konditionen neu verhandelt wurden und die ansonsten überfällig oder wertgemindert wären. Abgesehen von branchenüblichen Eigentumsvorbehalten sind Kreditsicherheiten bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nicht vorhanden. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind T € 48.096 durch Kreditversicherungen abgesichert. Um den speziellen Anforderungen gerecht zu werden, arbeitet SCHOTT mit mehreren Kreditversicherungen zusammen. Neben einem globalen Versicherungsvertrag, der die in der EU ansässigen Gesellschaften abdeckt, bestehen weltweit mehrere lokale Versicherungsverträge für die an der Kreditversicherung teilnehmenden Einheiten. Bei nahezu allen Versicherungsverträgen beträgt die Versicherungsquote 95 %. Zum 30. September 2022 bestanden Vertragsvermögenswerte in Höhe von T € 102.586 (Vorjahr T € 82.134). Hierin ist eine Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste in Höhe von T € 89 (Vorjahr T € 101) enthalten. Stichtagsbezogen haben sich die Vertragsvermögenswerte um T € 20.452 erhöht. 21 Sonstige finanzielle Vermögenswerte, kurzfristig
Aufgrund der Überdeckung mit Planvermögen in einem der "Contractual Trust Arrangements" kommt es zu dem Ausweis eines aktiven Unterschiedsbetrags aus der Vermögensverrechnung. Die übrigen sonstigen finanziellen Forderungen des Vorjahres enthalten im Umfang von 4,1 Mio. € verschiedene Rückerstattungsansprüche. Ergebnisse aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von sonstigen finanziellen Vermögenswerten werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen als Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen bzw. unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen als Aufwendungen aus Wertberichtigungen ausgewiesen. Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten gab es in den Berichtsperioden keine Vermögenswerte, deren Konditionen neu ausgehandelt wurden und die ansonsten überfällig und nicht wertgemindert wären. 22 Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte, kurzfristig
23 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Effektivzinssätze für Guthaben bei Kreditinstituten und Termingeldanlagen mit einer Laufzeit bis 90 Tage liegen im Euro-Bereich zwischen nahe Null und 1,17 % (Vorjahr nahe Null). Der Zeitwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht dem Buchwert. Die verfügungsbeschränkten liquiden Mittel werden in den sonstigen kurzfristig finanziellen Vermögenswerten (Anhangangabe 21) ausgewiesen. 24 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und SchuldenDie zum Bilanzstichtag des Vorjahres ausgewiesenen zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte bzw. Schulden betrafen die Gesellschaften SCHOTT Gemtron Corporation, Sweetwater/USA, SCHOTT Gemtron Canada Corporation, Midland/Kanada und Gemtron de México S.A. de C.V., San Luis Potosí/Mexiko. Der Verkauf dieser Gesellschaften wurde zum 1. Dezember 2021 vollzogen. Bis zu diesem Zeitpunkt hielt SCHOTT jeweils 51 % der Kapitalanteile an den Gesellschaften. Die Voraussetzungen zur Bilanzierung einer Veräußerungsgruppe nach IFRS 5 waren ab Juni 2021 gegeben. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden weitere 3,9 Mio. € Vermögenswerte und 1,0 Mio. € Schulden gemäß IFRS 5 in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte bzw. Schulden umgegliedert und die Vermögenswerte und Schulden bei Vollzug der Veräußerung ausgebucht. Kumuliert wurden im Geschäftsjahr 2021/2022 im sonstigen Ergebnis versicherungsmathematische Verluste aus Pensionsrückstellungen nach latenten Steuern in Höhe von T € 32 sowie Verluste aus der Währungsumrechnung in Höhe von T € 3.245 erfolgsneutral erfasst. Von den genannten Beträgen sind im sonstigen Ergebnis kumulierte Verluste in Höhe von insgesamt T € 1.076 enthalten, die auf nicht beherrschende Anteile entfallen. Die Veräußerung der Gesellschaften hat zu einem Gewinn von T € 4.732 geführt. Dieser Gewinn ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die bis zum Verkauf angefallenen operativen Ergebnisse der Gesellschaften werden innerhalb des Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit ausgewiesen. Bei den Gesellschaften handelte es sich nicht um einen aufgegebenen Geschäftsbereich im Sinne von IFRS 5, da sie keinen gesonderten, wesentlichen Geschäftszweig oder geografischen Geschäftsbereich darstellten und auch nicht Teil eines einzelnen, abgestimmten Plans zur Veräußerung eines solchen Geschäftszweigs oder geografischen Geschäftsbereichs sind. 25 EigenkapitalDas gezeichnete Kapital der SCHOTT AG beträgt T € 150.000, die Kapitalrücklagen T € 322.214. Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 150.000.000 Namensaktien zu einem Nennbetrag von je € 1,00 zusammen. Jede Aktie besitzt ein Stimmrecht und ist dividendenberechtigt. Die im sonstigen Ergebnis erfassten Erträge und Aufwendungen (ohne Anteile anderer Gesellschafter) entwickelten sich wie folgt:
Die Bandbreite der möglichen Dividendenausschüttung ermittelt sich nach Artikel 24 des Stiftungsstatutes der Carl-Zeiss-Stiftung in Abhängigkeit von der Konzerneigenkapitalquote und dem Konzernergebnis nach Anteilen konzernfremder Gesellschafter. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 14. März 2022 wurde für das Geschäftsjahr 2021/2022 eine Dividende in Höhe von T € 30.000 an die Carl-Zeiss-Stiftung ausgeschüttet. Für das Geschäftsjahr 2022/2023 schlägt der Vorstand der SCHOTT AG eine Dividende von T € 25.600 vor. Anteile anderer GesellschafterDie Anteile konzernfremder Gesellschafter betreffen im Wesentlichen die Fremdanteile an der SCHOTT Flat Glass Holding B.V., Tiel/Niederlande und an der SCHOTT Finanzierungs- und Verwaltungs GmbH, Mainz. KapitalmanagementZielsetzung des Kapitalmanagements ist es, die Erträge des Unternehmens durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- und Fremdkapital zu maximieren. Dabei wird auch sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können. Das für das Kapitalmanagement relevante Eigen- und Fremdkapital besteht überwiegend aus Finanzverbindlichkeiten sowie dem der Carl-Zeiss-Stiftung zustehenden Eigenkapital der SCHOTT AG. Dieses setzt sich zusammen aus den ausgegebenen Aktien, der Kapitalrücklage und den Gewinnrücklagen. Die Maßnahmen des Kapitalmanagements nach IAS 1 umfassen bei SCHOTT insbesondere den Einsatz von Fremdkapital, die Optimierung der Investitionstätigkeiten, Dividendenzahlungen, die Optimierung des Netto-Umlaufvermögens sowie Kapitalerhöhungen und -herabsetzungen. Die Steuerung des SCHOTT Konzerns folgt einer wertorientierten Unternehmensführung unter anderem auf Grundlage des SCHOTT Value Added (SVA). Sämtliche strategische und operative Aktivitäten im Unternehmen werden nach ihrem Beitrag zur Steigerung des Unternehmenswertes beurteilt. Ziel ist der erfolgreiche Einsatz von Geschäftsvermögen und das Erreichen eines über den Kapitalkosten des Konzerns liegenden Wertbeitrags für SCHOTT. Sowohl im Rahmen der Unternehmensplanung als auch fortlaufend im monatlichen Reporting des SCHOTT Konzerns werden unter anderem die Nettoliquidität und der operative Free Cash Flow auf Ebene der Geschäftsbereiche bzw. des Konzerns ermittelt. Die Nettoliquidität beinhaltet alle liquiden Mittel sowie Termingeldanlagen abzüglich der Finanzverbindlichkeiten. Die Nettoliquidität gibt Auskunft über den Finanzstatus. Der operative Free Cash Flow ermittelt den Finanzmittelüberschuss nach Abzug von Investitionen in das Anlagevermögen. Ein Zahlungsmittelüberschuss kann beispielsweise zur Tilgung von Finanzverbindlichkeiten oder zur Finanzierung von Investitionen ohne externe Quellen herangezogen werden. Notwendige Maßnahmen zur Beeinflussung der Kapitalstruktur sind somit frühzeitig erkennbar. Die finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Banken und sonstigen Kreditgebern sind größtenteils an die Einhaltung von Financial Covenants, die sich auf das Verhältnis von Netto-Verschuldung zu EBITDA beziehen ("Leverage"), gebunden. Wir überwachen die Covenants fortlaufend auf Basis der jeweils gültigen Ist-, Plan- und Vorschauwerte der betroffenen Kennzahlen. SCHOTT geht auf der Grundlage der derzeitigen Plan- und Vorschauwerte davon aus, dass die Covenants im derzeit überschaubaren Zeitraum der Mittelfristplanung eingehalten werden. Darüber hinaus überprüft der Vorstand die Kapitalstruktur laufend. Im Rahmen dieser Überprüfung werden die Eigenkapitalquote und der Verschuldungsgrad beurteilt. Die Eigenkapitalquote berechnet sich als Verhältnis des bilanziellen Eigenkapitals zur Bilanzsumme. Zum 30. September 2022 beträgt die Eigenkapitalquote 50,9% (Vorjahr 41,3%). Der Finanzsaldo, der eine wichtige interne Kennzahl für die finanzielle Steuerung des SCHOTT Konzerns darstellt, setzt sich wie folgt zusammen:
Die Gesamtstrategie ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. 26 Pensionsrückstellungen und ähnliche VerpflichtungenFür beitragsorientierte Versorgungspläne im Ausland wurden T € 14.160 (Vorjahr T € 13.295) und im Inland T € 34.092 (Vorjahr T € 32.066) als Aufwand erfasst, davon Beiträge an staatliche Rentenversicherungsträger T € 39.924 (Vorjahr T € 38.568). Die Pensionsrückstellungen enthalten im Inland auch mitarbeiterfinanzierte Versorgungszusagen (sogenannte Entgeltumwandlung) in Höhe von T € 3.127 (Vorjahr T € 6.638). Dabei wurden die Aktivwerte mit den entsprechenden Verpflichtungen saldiert. Die Pensionsrückstellungen aus leistungsorientierten Verpflichtungen umfassen laufende Renten sowie unternehmens- und arbeitnehmerfinanzierte Anwartschaften. Zudem sind hierunter Rückstellungen der US-Gesellschaften für Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen passiviert. Nach IAS 19 sind diese Zulagen als leistungsorientierte Pläne (defined benefit plan) einzustufen. Im Inland werden vier wesentliche Pensionszusagen unterschieden: Beim Pensionsstatut "P 74" handelt es sich um ein entgeltabhängiges Gesamtversorgungssystem mit Anrechnung der Sozialversicherungsrente, für das der Verpflichtungsumfang (defined benefit obligation, DBO) mit der m/n-tel-Methode berechnet wird. Die Pensionsstatuten "P 82 alt" und "P 82 neu" sind ebenfalls entgeltabhängige Rentensysteme. Hier erhöht sich die Versorgungsleistung pro anrechnungsfähiges Dienstjahr um einen Prozentsatz des ruhegeldfähigen Einkommens, wobei Gehaltsbestandteile oberhalb der Bemessungsgrundlage stärker gewichtet werden. Die Ermittlung der DBO erfolgt ebenfalls nach dem m/n-tel-Verfahren. Das Versorgungssystem "VO 2015" sowie das zuvor geltende und am 1. Oktober 2015 überführte Versorgungssystem "VO 2000" sind beitragsorientierte Leistungszusagen mit dynamischem Versorgungsbeitrag, bei denen die DBO nach dem "erdiente Rente-Verfahren" ermittelt wird. Dabei handelt es sich um Bausteinsysteme, in deren Rahmen jedes Jahr ein Versorgungsbeitrag ermittelt wird, der versicherungsmathematisch in einen Rentenbaustein umgerechnet wird. Dieser Rentenbaustein wird dem Mitarbeiter auf seinem individuellen Versorgungskonto gutgeschrieben. Der Versorgungsbeitrag hängt sowohl vom versorgungsfähigen Einkommen als auch vom Ergebnis vor Steuern des SCHOTT Konzerns ab. Bei dem aktuell gültigen und für Neueintritte seit dem 1. November 2015 unmittelbar geltenden Versorgungssystem "VO 2015 NEU" handelt es sich um eine beitragsorientierte Leistungszusage mit dynamischem Versorgungsbeitrag. Die Ermittlung des Versorgungsbeitrags erfolgt analog zu dem der "VO 2015". Dieser wird dem Mitarbeiter jeweils als Mindest-Kapitalzahlung zugesagt und einem individualisierten Depot im Rahmen einer CTA-Treuhandkonstruktion gutgeschrieben. Für Mitarbeiter, die bei Inkrafttreten der "VO 2015 NEU" am 1. November 2015 im Konzern beschäftigt waren, wird ab dem 1. Oktober 2025 auch das Versorgungssystem "VO 2015 NEU" inkl. Übergangsregelungen gelten. Außerhalb Deutschlands (insbesondere in den USA) hängen die zugesagten Leistungen im Wesentlichen von der Dienstzugehörigkeit und dem zuletzt bezogenen Gehalt ab. Entscheidungen hinsichtlich der Dotierung von Planvermögen werden grundsätzlich unter Berücksichtigung der Entwicklung von Planvermögen und Pensionsverpflichtungen getroffen. Darüber hinaus sind im Ausland häufig Anforderungen an die Rückdeckung von Pensionsverpflichtungen durch Planvermögen sowie steuerrechtliche Vorschriften hinsichtlich der abzugsfähigen Beträge zu beachten. Die der Berechnung der DBO zu Grunde gelegten Annahmen zu Rechnungszinssätzen, Gehalts- und Rententrends sowie Sterblichkeitsraten variieren in Abhängigkeit von den wirtschaftlichen und anderen Rahmenbedingungen des Landes, in dem die Pläne bestehen. Die Rechnungszinssätze wurden zum jeweiligen Bilanzstichtag unternehmensspezifisch in Abhängigkeit von der mittleren gewichteten Laufzeit (Duration) der Pensionsverpflichtungen fristen- und währungskongruent bestimmt. Die Bewertung der Leistungsverpflichtungen sowie des in bestimmten Fällen zugehörigen Planvermögens beruht auf folgenden versicherungsmathematischen Annahmen (gewichteter Durchschnitt):
In ausländischen Einheiten mit wesentlichem Verpflichtungsumfang liegen folgende versicherungsmathematische Parameter zu Grunde:
Für die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen ergibt sich nach IAS 19 folgender Finanzierungsstatus. Die Tabelle enthält auch die mitarbeiterfinanzierten Pensionszusagen:
Der Nettopensionsaufwand stellt sich wie folgt dar:
Der Nettozinsaufwand wird dem Zinsergebnis zugerechnet. Die anderen ergebniswirksam erfassten Aufwandsbestandteile werden unter dem entsprechenden Funktionsbereich im Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) ausgewiesen. In der folgenden Tabelle ist die Entwicklung der Anwartschaftsbarwerte der Leistungsverpflichtung dargestellt:
Das Planvermögen hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Das Planvermögen im Inland wird im Wesentlichen in Form von sogenannten "Contractual Trust Arrangements" (CTA) verwaltet. Im Rahmen der CTA hat die SCHOTT AG Vermögenswerte auf einen Treuhandverein übertragen, welcher seinerseits die ihm zugewendeten Mittel auf einen weiteren Treuhänder (Custodian) zur Verwaltung weiterleitet. Dieser hat die ihm übertragenen Mittel gemäß einem Verwaltungsvertrag ausschließlich für das Unternehmen zu verwalten und zu investieren. Die Investition erfolgt über Spezialfondsmandate bei externen Asset Managern. Dabei handelt es sich um gemischte Fonds im Renten- und Aktienbereich, die im Rahmen der vorgegebenen Anlagerichtlinien inklusive eines festgelegten Wertsicherungskonzeptes durch die Asset Manager gesteuert werden. Seit dem Geschäftsjahr 2014/2015 hat sich ein CTA im Umfang von T € 65.016 an einer neu gegründeten Konzerngesellschaft beteiligt. Diese Gesellschaft wird von der SCHOTT AG beherrscht, die neben dem CTA die übrigen Kapitalanteile an der Gesellschaft hält. Die Gesellschaft erzielt ihre Erträge aus dem Halten von Beteiligungen an nicht konsolidierten Gesellschaften, aus Lizenzvereinbarungen mit konzernfremden Unternehmen sowie aus der Darlehensvergabe an Konzernunternehmen einschließlich der SCHOTT AG. Aufgrund einer Ausschüttung von T € 667 an den Anteilseigner beträgt der beizulegende Zeitwert der Beteiligung des CTA an der Konzerngesellschaft zum Bilanzstichtag T € 4.906. Die Gesellschaftsanteile an zwei Immobilienzweckgesellschaften in Höhe von 89,9 % in einem der CTAs belaufen sich zum Geschäftsjahresende auf einen Wert von insgesamt T € 32.105. SCHOTT mietet von einer Gesellschaft eine Teilfläche, von der anderen Gesellschaft die gesamte Immobilie zurück. Das Planvermögen im Ausland setzt sich im Wesentlichen aus zwei Pensionsfonds in den USA zusammen, deren Fundingquote sich auf nahezu 100 % beläuft. Die Verwaltung der Pensionsfonds erfolgt ebenfalls durch externe Asset Manager gemäß vorgegebenen Anlagerichtlinien, wobei die Steuerung auf Basis eines Asset-/Liability-Matching-Konzepts erfolgt. Weiteres Planvermögen wird in der Schweiz über eine abhängige Sammelstiftung dargestellt. Das Planvermögen setzt sich wie folgt zusammen:
Die Zuwendungen zum Planvermögen belaufen sich auf:
Für das folgende Geschäftsjahr wird mit einer Zuführung zum Planvermögen in Höhe von mindestens T € 10.255 gerechnet. Eine Änderung der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen hätte folgende Auswirkungen auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen für Deutschland, die USA und die Schweiz, wobei der überwiegende Teil auf Deutschland entfällt:
Die vorstehenden Sensitivitätsanalysen wurden mittels eines Verfahrens durchgeführt, das die Auswirkungen realistischer Änderungen der wichtigsten Annahmen zum Ende des Berichtszeitraums auf die leistungsorientierte Verpflichtung extrapoliert. Folgende Beträge werden voraussichtlich in den nächsten Jahren im Rahmen der leistungsorientierten Verpflichtung ausgezahlt:
Die Duration der leistungsorientierten Verpflichtung beträgt zum Ende des Berichtszeitraums 13 Jahre (Vorjahr 17 Jahre). Die Duration ist ein Ausdruck der Bindungsdauer des angelegten Kapitals für die Pensionsverpflichtungen und abhängig vom Auszahlungsprofil sowie vom Zinsniveau. Aufgrund des gestiegenen Abzinsungsfaktors im Geschäftsjahr ist die Duration rückläufig. 27 Sonstige Rückstellungen
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Die Absatzrückstellungen umfassen im Wesentlichen Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von 42,8 Mio. € (Vorjahr 51,4 Mio. €) sowie Verluste aus Lieferverpflichtungen. Hiervon entfallen 30,5 Mio. € (Vorjahr 34,1 Mio. €) auf den Bereich der aufgegebenen Geschäftsbereiche. Von diesen Rückstellungen der aufgegebenen Geschäftsbereiche wurden 3,7 Mio. € verbraucht (Vorjahr 2,4 Mio. €) und 0,4 Mio. € aufgelöst (Vorjahr 3,0 Mio. €). Die langfristigen Rückstellungen wurden im Geschäftsjahr 2021/2022 um T € 180 (Vorjahr T € 433) aufgezinst, der Betrag ist in der Spalte Zuführung berücksichtigt. Die unter den Personalrückstellungen ausgewiesenen Jubiläumsverpflichtungen in Höhe von 12,6 Mio. € (Vorjahr 15,4 Mio. €) wurden für inländische Verpflichtungen in Höhe von 11,4 Mio. € (Vorjahr 14,0 Mio. €) mit einem Rechnungszins von 3,5 % (Vorjahr 1,1 %) bewertet. Verpflichtungen aus Altersteilzeit in Höhe von 14,2 Mio. € (Vorjahr 15,3 Mio. €) sind versicherungsmathematisch unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen gemäß den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck und einem Rechnungszins von 2,64 % (Vorjahr -0,16 %) nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) ermittelt. Die Verpflichtungen für Altersteilzeit sind über ein Wertsicherungsguthaben in Form eines Notar-Anderkontos in Höhe von T € 9.342 (Vorjahr T € 9.673) gesichert, wobei die Verpflichtungen mit dem Wertsicherungsguthaben saldiert sind. Die Auflösungen von in Vorjahren gebildeten Rückstellungen sind im Wesentlichen in den sonstigen betrieblichen Erträgen und dem Ergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche (0,7 Mio. €) der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die übrigen sonstigen Rückstellungen beinhalten unter anderem Rückstellungen für Prozessrisiken in Höhe von 18,5 Mio. € (Vorjahr 17,8 Mio. €), für ertragsunabhängige Steuern in Höhe von 2,1 Mio. € (Vorjahr 1,7 Mio. €), für Rückbauverpflichtungen und Altlastensanierung in Höhe von insgesamt 2,8 Mio. € (Vorjahr 2,5 Mio. €), für Risiken aus möglichen Straf- und Zinszahlungen mit 6,3 Mio. € (Vorjahr 7,2 Mio. €), für Edelmetallverluste mit 1,9 Mio. € (Vorjahr 2,2 Mio. €), für Restrukturierungsmaßnahmen mit 1,2 Mio. € (Vorjahr 0 Mio. €), für Nutzungsentgelte mit 0,3 Mio. € (Vorjahr 1,8 Mio. €) sowie diverse weitere Risiken und Vorsorgemaßnahmen. 28 Abgegrenzte Verbindlichkeiten
29 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die im Berichtsjahr und im Vorjahr ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben alle eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Im Geschäftsjahr bestanden Vereinbarungen mit Lieferanten im Inland über die Verlängerung von Zahlungszielen bis zu 180 Tagen. Zum Bilanzstichtag sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T € 2.719 von diesen Vereinbarungen umfasst. Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen werden Verbindlichkeiten aus laufenden Geschäftsbeziehungen mit nicht in den Konzernabschluss einbezogenen verbundenen Unternehmen ausgewiesen. 30 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, lang- und kurzfristig
Eine Übersicht zu den vertraglichen Restlaufzeiten der undiskontierten finanziellen Verbindlichkeiten ist unter den Ausführungen zum Risikomanagement in den Erläuterungen zum Liquiditätsrisiko dargestellt. Während des Geschäftsjahres 2021/2022 kam es, wie im Vorjahr, im Konzern zu keinen Zahlungsverzögerungen von Tilgungen oder Zinsen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten Schuldscheindarlehen in Höhe von T € 50.000 gegenüber dem Vorjahr von T € 80.000. Die Veränderung der Leasingverbindlichkeiten ist in den Ausführungen unter Anhangangabe 33 "Leasingverhältnisse" dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von T € 6.281 (Vorjahr T € 6.174) sowie gegenüber Beteiligungen in Höhe von T € 3.663 (Vorjahr T € 2.925) betreffen Finanzausgleichsverbindlichkeiten, deren Verzinsung zu marktüblichen Konditionen erfolgt. Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten (langfristig und kurzfristig) enthalten zum 30. September 2022 9,9 Mio. € Verbindlichkeiten aufgrund von bedingten Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmensakquisitionen (Vorjahr 10,5 Mio. €). Aufgrund bestehender Vereinbarungen aus in Vorjahren getätigten Unternehmensakquisitionen in den USA wurden im Berichtsjahr insgesamt T € 210 Earn-Out-Zahlungen geleistet. 31 Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten, lang- und kurzfristig
Bei den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen handelt es sich um Vertragsverbindlichkeiten im Sinne von IFRS 15. Sämtliche zum 30. September 2021 ausgewiesenen kurzfristigen erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen haben im abgelaufenen Geschäftsjahr zu Umsatzerlösen geführt. Für die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wird erwartet, dass diese in den Geschäftsjahren 2022/2023 bis 2034/2035 zu Umsatzerlösen führen. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist auf sechs im Berichtsjahr abgeschlossene Serienlieferverträge mit langjähriger Laufzeit zurückzuführen, für die Anzahlungen geleistet wurden und die erwartungsgemäß zwischen Dezember 2022 und Dezember 2030 zu Umsatzerlösen führen werden. Aus dem Auftragsbestand zum 30. September 2022 werden im Zeitraum ab dem Geschäftsjahr 2022/2023 insgesamt 971 Mio. € Umsatzerlöse erwartet. Zusätzliche Angaben32 Finanzinstrumente und RisikomanagementFinanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden Entsprechend IFRS 9 Finanzinstrumente werden die finanziellen Vermögenswerte im SCHOTT Konzern in folgende Kategorien unterteilt:
Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte bei der erstmaligen Erfassung hängt von den Eigenschaften der vertraglichen Cash Flows der finanziellen Vermögenswerte und vom Geschäftsmodell des Konzerns zur Steuerung seiner finanziellen Vermögenswerte ab. Finanzielle Vermögenswerte, die innerhalb eines Geschäftsmodells gehalten werden, welches vorsieht, den Vermögenswert zu halten, um die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Hierzu zählen im SCHOTT Konzern insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Termingeldanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte. Sofern Finanzinstrumente nicht ausschließlich zum Zweck der Vereinnahmung der vereinbarten Zahlungsströme gehalten werden, erfolgt die Bewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL). Hierbei handelt es sich im SCHOTT Konzern um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die SCHOTT im Rahmen eines Programms zum revolvierenden Forderungsverkauf regelmäßig einer Ankaufsgesellschaft andient. Für Eigenkapitalinstrumente gestattet IFRS 9 optional eine erfolgsneutrale Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. SCHOTT hat diese Option im vorliegenden Konzernabschluss nicht angewendet. In die Kategorie " erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertete finanzielle Vermögenswerte" fallen bei SCHOTT auch derivative Finanzinstrumente, die nicht im Hedge Accounting designiert sind. Derivative Finanzinstrumente werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser entspricht dem Marktwert und kann sowohl positiv als auch negativ sein. Der beizulegende Zeitwert wird mit Barwert- oder Optionspreismodellen errechnet. Für die Bewertung von Optionen wird dabei nach dem Black-Scholes-Modell verfahren sowie bei allen Bewertungen auf Basis aktueller Kassakurse und entsprechender Zinsstrukturkurven der jeweilige Barwert ermittelt. Als Eingangsparameter für die Modelle werden die am Bilanzstichtag beobachteten relevanten Marktkurse und Zinssätze verwendet, die aus anerkannten Quellen bezogen werden. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt. Die von SCHOTT kontrahierten Derivate unterliegen zum Teil rechtlich durchsetzbaren Verrechnungsvereinbarungen, die jedoch keine Saldierung von Forderungen und Verbindlichkeiten in der Bilanz erlauben, das heißt, es besteht kein gegenwärtiger Rechtsanspruch auf Verrechnung bei gleichzeitiger Absicht des Ausgleichs auf Nettobasis, sondern ein Verrechnungsrecht im Falle der Zahlungsunfähigkeit einer Vertragspartei. Der Ausweis erfolgt deshalb in der Bilanz auf Bruttobasis. In der folgenden Tabelle werden die im SCHOTT Konzern bestehenden finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gezeigt, die Saldierungsmöglichkeiten unterliegen.
In zusammengesetzten Finanzinstrumenten eingebettete Derivate werden separat bilanziert und zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn ihre wirtschaftlichen Merkmale und Risiken nicht eng mit denen der Basisverträge verbunden sind und die zusammengesetzten Finanzinstrumente nicht insgesamt erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Diese eingebetteten Derivate werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam erfasst werden. Bei Abschluss eines Vertrags, der signifikante Zahlungsströme nach sich zieht, erfolgt eine Beurteilung, ob der Vertrag ein eingebettetes Derivat enthält. Eine Neubeurteilung erfolgt nur bei einer Änderung von Vertragsbedingungen, wenn es dadurch zu einer signifikanten Änderung der Zahlungsströme kommt, die sich sonst aus dem Vertrag ergeben hätten. Finanzielle Verbindlichkeiten sind grundsätzlich der Bewertungskategorie "Fortgeführte Anschaffungskosten" zugeordnet und werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Leasingraten angesetzt und unter den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Im SCHOTT Konzern werden marktübliche Käufe und Verkäufe unabhängig von ihrer Kategorisierung zum Erfüllungstag bilanziert. Derivative Finanzinstrumente werden zum Handelstag erfasst. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen, es sei denn, es besteht ein Aufrechnungsrecht und SCHOTT beabsichtigt, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Im vorliegenden Konzernabschluss erfolgte keine Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Wert bewertet. Die dem Erwerb oder der Emission von Finanzinstrumenten direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei der erstmaligen Ermittlung des Buchwerts berücksichtigt. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen regelmäßig den Marktpreisen. Sofern diese nicht unmittelbar durch Rückgriff auf einen aktiven Markt ermittelbar sind, erfolgt die Bewertung - soweit möglich - mittels marktüblicher Bewertungsmodelle unter Zugrundelegung von am Markt beobachtbaren Input-Faktoren. Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten Das Wertminderungsmodell unter IFRS 9 basiert auf erwarteten Kreditverlusten und ist auf alle finanziellen Vermögenswerte (Schuldinstrumente) anwendbar, die entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Es werden neben den bereits eingetretenen Verlusten auch Erwartungen über die Zukunft hinsichtlich der Wertminderung finanzieller Vermögenswerte mit einbezogen. IFRS 9 sieht bei der Ermittlung des erwarteten Kreditverlustes (expected credit loss) ein dreistufiges Vorgehen zur Allokation von Wertberichtigungen vor, welches sich wie folgt zusammenfassen lässt: Stufe 1: alle finanziellen Vermögenswerte werden bei der Ersterfassung der Stufe 1 zugeordnet. Eine Wertberichtigung wird in Höhe der erwarteten Kreditverluste innerhalb der nächsten zwölf Monate gebildet. Stufe 2: Wenn ein finanzieller Vermögenswert eine wesentliche Steigerung des Kreditrisikos erfahren hat, allerdings nicht in seiner Bonität beeinträchtigt ist, wird er von der Stufe 1 in die Stufe 2 transferiert. Als Wertberichtigungen werden die erwarteten Kreditverluste über die gesamte Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts erfasst. Als Indiz für eine Verschlechterung wird eine Überfälligkeit von mehr als 30 Tagen herangezogen. Stufe 3: Wird ein finanzieller Vermögenswert in seiner Bonität beeinträchtigt oder fällt er aus, wird er in Stufe 3 transferiert. Als Wertberichtigung werden die erwarteten Kreditverluste über die gesamte Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts erfasst. Hierbei wird der Effektivzinsertrag auf Basis des Nettobetrages (Bruttobetrag abzüglich Risikovorsorge) berechnet. Objektive Hinweise darauf, dass ein finanzieller Vermögenswert in seiner Bonität beeinträchtigt ist, umfassen eine Überfälligkeit ab 120 Tage sowie weitere Informationen über wesentliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Termingelder werden der Stufe 1 zugeordnet, da die liquiden Mittel im Wesentlichen nur bei Banken und Finanzinstituten mit einem geringen Ausfallrisiko angelegt werden. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte wird der vereinfachte Ansatz angewandt. Hierbei muss keine Einschätzung über eine wesentliche Erhöhung des Kreditrisikos vorgenommen werden. Sobald eine Forderung nachweislich ausgefallen ist, erfolgt eine direkte Minderung des Buchwerts der Forderung. Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn eine der drei folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:
Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zu Grunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist. Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell verschiedenen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst. Angaben zu Finanzinstrumenten Die folgenden Tabellen geben einen Überblick über die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien und Klassen von Finanzinstrumenten zum 30. September 2022 und zum 30. September 2021: KLASSENBILDUNG, BEWERTUNGSKATEGORIEN UND ÜBERLEITUNG ZU DEN BILANZPOSTEN ZUM 30. SEPTEMBER 2022
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1 Finanzielle Vermögenswerte, die nicht unter IFRS 7 fallen, betreffen auch das Planvermögen von T € 662.208 zu Zeitwerten, das mit Pensionsrückstellungen von T € 1.208.826 saldiert wurde. Die zum 30. September 2022 bestehende Überdotierung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von T € 2.317 ist unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. 2 k.A. keine Angaben 3 Für Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 wird kein beizulegender Zeitwert angegeben. Zum Stichtag gab es keine Finanzgarantien.
KLASSENBILDUNG, BEWERTUNGSKATEGORIEN UND ÜBERLEITUNG ZU DEN BILANZPOSTEN ZUM 30. SEPTEMBER 2021
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1 Finanzielle Vermögenswerte, die nicht unter IFRS 7 fallen, betreffen auch das Planvermögen von T € 680.718 zu Zeitwerten, das mit Pensionsrückstellungen von T € 1.557.512 saldiert wurde. Die zum 30. September 2021 bestehende Überdotierung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von T € 9.942 ist unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. 2 k.A. keine Angaben. 3 Für Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 wird kein beizulegender Zeitwert angegeben. Zum Stichtag gab es keine Finanzgarantien.
Bemessung des beizulegenden Zeitwerts Die nachfolgende Tabelle zeigt die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte und Schulden des Konzerns nach Hierarchiestufen. Quantitative Angaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte nach Hierarchiestufen zum 30. September 2022:
Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Beteiligungen werden grundsätzlich nach dem Discounted-Cash-Flow-Verfahren bewertet. Soweit in den zu bewertenden Beteiligungen wesentliche Substanzwerte vorhanden sind, werden auch ergänzende Bewertungsverfahren, wie zum Beispiel Immobiliengutachten, herangezogen. Die in Stufe 3 ausgewiesenen Beteiligungen betreffen zwei Immobiliengesellschaften, an denen der Konzern mit jeweils 10,1 % beteiligt ist. Die von diesen Gesellschaften gehaltenen Immobilien sind zum Bilanzstichtag jeweils einer aktualisierten Bewertung unterzogen worden. Die Veränderung vom Bilanzstichtag des Vorjahres zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres in Höhe von T € 647 betrifft mit T € 707 Kapitaleinzahlungen und mit T € -60 den Verlust aus der Anpassung des beizulegenden Zeitwerts. Der Verlust ist im Finanzergebnis des SCHOTT Konzerns enthalten und zum Bilanzstichtag nicht realisiert. Der zentrale Parameter für die Bewertung der Immobilien ist die Marktmiete pro Quadratmeter. Deutliche Erhöhungen (Kürzungen) der erwarteten Marktmiete und jährlichen Mietsteigerungsraten würden zu einem deutlich höheren (niedrigeren) beizulegenden Zeitwert der betroffenen Immobilien führen. Deutliche Erhöhungen (Rückgänge) der langfristigen Leerstandsrate (Mietausfallwagnis) und des Abzinsungssatzes würden ebenfalls jeweils zu einem deutlich niedrigeren (höheren) beizulegenden Zeitwert führen. Die zum 30. September 2022 in Stufe 3 ausgewiesenen Wertpapiere betreffen Fondsanteile, für die keine notierten Preise oder wesentliche beobachtbare Inputfaktoren vorliegen. Seit Erwerb der Fondsanteile im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Verlust aus der Anpassung auf den beizulegenden Zeitwert in Höhe von T € 115 erfasst. Dieser Verlust ist im Finanzergebnis des SCHOTT Konzerns enthalten und zum Bilanzstichtag nicht realisiert. Die Bewertung der Fondsanteile hängt von einer Vielzahl von Parametern ab. Die im Rahmen des ABS-Programms angedienten Forderungen werden grundsätzlich mit dem Nominalwert abzüglich eines erwarteten Abschlags bewertet. Daraus resultierende Wertschwankungen sind unwesentlich. Einzelheiten sind in Anhangangabe 32.2 dargestellt. Quantitative Angaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte nach Hierarchiestufen zum 30. September 2021:
Bei zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzierenden Finanzinstrumenten werden die Zeitwerte grundsätzlich anhand von am Markt beobachtbaren Input-Faktoren ermittelt. Sofern solche nicht vorliegen, erfolgt eine Bewertung unter Anwendung der Discounted Cash Flow-Methode, wobei Marktgegebenheiten in Form marktüblicher Bonitäts- bzw. Liquiditätsspreads bei der Barwertermittlung berücksichtigt werden. Anteile an nicht einbezogenen Tochterunternehmen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Für alle kurzfristigen Finanzinstrumente der Kategorien "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte" sowie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" wird unterstellt, dass der Buchwert dem Zeitwert entspricht. Die im Rahmen des Programms zum revolvierenden Forderungsverkauf der Ankaufsgesellschaft angedienten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertete Vermögenswerte" kategorisiert. Für diese Forderungen wird unterstellt, dass das für die zu fortgeführten Anschaffungskosten angewandte Wertminderungsmodell eine geeignete Näherung des beizulegenden Zeitwerts darstellt. Diese Forderungen werden daher auch dem konzerneinheitlich angewandten Wertminderungsmodell unterworfen. Die erfolgswirksam erfassten Anpassungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammen mit den erfolgswirksamen Anpassungen der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Für alle langfristigen Finanzinstrumente der Kategorien "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte" und "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" wird grundsätzlich der beizulegende Zeitwert durch Diskontierung der künftigen Cash Flows unter Verwendung von derzeit für Fremdkapital verfügbaren Zinssätzen ermittelt. Grundsätzlich werden hierbei Zinssätze verwendet, zu denen Kredite mit entsprechender Risikostruktur, Ursprungswährung und Laufzeit neu abgeschlossen würden. Die folgenden Tabellen stellen die Aufwendungen und Erträge nach Bewertungskategorien dar: Geschäftsjahr 2021/2022:
Geschäftsjahr 2020/2021:
Zinsen aus Finanzinstrumenten sind im Zinsergebnis ausgewiesen und erfassen Zinserträge aus Finanzinstrumenten der Kategorien "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte", "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertete finanzielle Vermögenswerte" sowie Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten. Die Wertaufholungen bzw. Wertberichtigungen auf zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Die Erträge und Aufwendungen aus "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewerteten finanziellen Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten" werden gleichfalls unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Dies betrifft die derivativen Finanzinstrumente und die im Rahmen des Programms zum revolvierenden Forderungsverkauf der Ankaufsgesellschaft angedienten Forderungen. Ein Ausbuchen von Finanzinstrumenten, deren beizulegender Zeitwert früher nicht verlässlich bestimmt werden konnte, liegt nicht vor. Für Vermögenswerte sowie Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, ist saldiert ein Währungsgewinn von T € 15.717 (Vorjahr Währungsgewinn T € 884) angefallen. Alle übrigen Komponenten der Folgebewertung von Finanzinstrumenten sind im sonstigen Finanzergebnis enthalten. Angaben zur Ausbuchung von Finanzinstrumenten Im Jahr 2007 wurde ein Rahmenvertrag mit einer Ankaufsgesellschaft über den Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgeschlossen, der im Geschäftsjahr 2020/2021 auf unbestimmte Zeit verlängert wurde und von beiden Vertragsparteien mit einer Frist von drei Monaten beendet werden kann. Gemäß diesem verkauft die SCHOTT AG originäre auf Euro lautende Handelsforderungen auf monatlich revolvierender Basis und unter Berücksichtigung eines Kaufpreisabschlages an eine Zweckgesellschaft bis zu einem maximalen Nominalbetrag von 50 Mio. € (Vorjahr 50 Mio. €). Hierbei kann SCHOTT frei entscheiden, ob und in welchem Volumen Forderungen verkauft werden. Das Volumen an verkauften Forderungen belief sich zum 30. September 2022 auf 7,7 Mio. € und verbleibt damit auf Vorjahresniveau (7,7 Mio. €). Zum Stichtag hat SCHOTT bereits Zahlungseingänge in Höhe von 3,4 Mio. € auf die verkauften Forderungen verbuchen können und weist dafür eine entsprechende Weiterleitungsverpflichtung aus. Insofern sind zum Bilanzstichtag die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch den bilanzwirksamen Verkauf von Forderungen in Höhe von netto 4,3 Mio. € gemindert. Das für die Risikobeurteilung relevante Risiko hinsichtlich der verkauften Forderungen ist das Bonitätsrisiko der Debitoren. Der von SCHOTT zu tragende kreditrisikobedingte Maximalverlust ist auf den Kaufpreisabschlag von 1,19 % begrenzt, der bei Verkauf von der Zweckgesellschaft einbehalten und in Höhe des nicht verbrauchten Teils zurückerstattet wird. Eine Rückübertragung von überfälligen oder ausgefallenen Forderungen an SCHOTT durch die Zweckgesellschaft ist vertraglich ausgeschlossen. Das anhaltende Engagement dient der teilweisen Abdeckung von Spätzahlerrisiken aus den veräußerten Forderungen. Das inhärente Risiko aus dem anhaltenden Engagement wird im Risikomanagement der SCHOTT AG durch ein regelmäßiges Monitoring der Kreditrisiken, Mahnläufe usw. abgedeckt. Ausgefallene Beträge aus übertragenen Forderungen werden vorrangig von dem ankaufenden Unternehmen getragen. Risiken aus verspäteten Zahlungen der Forderungsschuldner werden von SCHOTT getragen. Zur Absicherung der übrigen kreditrisikobedingten Ausfälle, die nahezu sämtliche mit den Forderungen verbundenen Risiken und Chancen darstellen, hat die Zweckgesellschaft eine gesonderte Kreditversicherung abgeschlossen. Der Buchwert des Reservekontos für Forderungsausfälle in Höhe von T € 110, das in den kurzfristigen sonstigen Forderungen erfasst ist, stellt das anhaltende Engagement in den Forderungen dar, die im Rahmen der ABS-Transaktion ausgebucht wurden. Der beizulegende Zeitwert entspricht im Wesentlichen dem Buchwert. Das maximale Verlustrisiko aus dem anhaltenden Engagement entspricht im Wesentlichen dem oben genannten Buchwert. Bei der Übertragung der zum Bilanzstichtag ausstehenden Forderungen entstanden Verluste in Höhe von T € 51. Aus ihrem anhaltenden Engagement hat SCHOTT einschließlich Programmgebühren im Geschäftsjahr 2021/2022 insgesamt T € 617 als Aufwand erfasst. Risikomanagement Die Unternehmen des SCHOTT Konzerns unterliegen im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeiten verschiedenen finanziellen Risiken, die sich aus Marktschwankungen von Devisenkursen, Zinssätzen und Rohstoffpreisen ergeben. Das Treasury der SCHOTT AG verantwortet zentral die Finanzierungs- und Absicherungsaktivitäten und steuert das Cash-Management des Konzerns. Die Risikopositionen werden regelmäßig durch das Risiko-Controlling ermittelt. Das maximal akzeptierte Marktrisiko wird laufend überwacht und durch das Treasury Committee in Form von Limitvorgaben begrenzt. Das Treasury Committee wird monatlich vom Risiko-Controlling über die Geschäftsvorfälle und über das Ergebnis der Sicherungsaktivitäten informiert. Die Sicherungsstrategien werden mindestens jährlich vom Treasury Committee überprüft und, falls notwendig, angepasst. Art und Umfang der abzusichernden Grundgeschäfte sind in einer vom Vorstand erlassenen Treasury Richtlinie konzernweit verbindlich geregelt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt, das heißt, nur im Zusammenhang mit korrespondierenden Grundgeschäften aus der originären unternehmerischen Tätigkeit, die ein dem Sicherungsgeschäft gegenläufiges Risikoprofil aufweisen. Sämtliche Geschäftsabschlüsse werden unter strikter Funktionstrennung in Handel, Abwicklung, Dokumentation und Risiko-Controlling durchgeführt. Alle Transaktionen werden zentral im Treasury Management System erfasst, bewertet und unterliegen einer ständigen Risikokontrolle. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich keine wesentlichen Änderungen an Prozessen, Zielen oder Methoden der Risikosteuerung. Zu weiteren Informationen zum Risikomanagement wird auf den Risikobericht im Konzernlagebericht verwiesen. Kreditrisiko Ein Kreditrisiko entsteht, wenn der Geschäftspartner eines Finanzinstruments nicht in der Lage ist, seinen vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen. Infolgedessen entspricht die maximale Höhe der Ansprüche dem Bruttobuchwert gegenüber dem jeweiligen Kontrahenten. Die Kreditrisiken von SCHOTT ergeben sich hauptsächlich aufgrund von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte. Kreditrisiken bezüglich des Forderungsbestandes werden reduziert, indem Bonität und Zahlungsverhalten der Geschäftspartner ständig überwacht werden. Anhand dieser Kriterien erhält jeder Geschäftspartner ein individuelles Kreditlimit zugewiesen. Durch die fortlaufende Überwachung des Kreditlimits bei einem breiten und heterogenen Kundenstamm sieht sich SCHOTT keinem nennenswerten Kreditrisiko ausgesetzt. Darüber hinaus nutzt SCHOTT zur Mitigation von Kundenkreditrisiken auch Kreditversicherungen sowie in Einzelfällen Factoring. Das Kreditrisiko aus dem Finanzmittelfonds sowie aus derivativen Finanzinstrumenten ist durch die Zusammenarbeit mit ausgewählten Vertragsparteien begrenzt. Der Absicherung des allgemeinen Banken- bzw. Kontrahentenrisikos wird durch eine regelmäßige strukturierte Bewertung, Limitallokation und eine diversifizierte Geschäftsvergabe und Anlagepolitik Rechnung getragen. Zudem kommen nur marktgängige Instrumente mit ausreichender Marktliquidität zum Einsatz, die im Rahmen der Treasuryrichtlinie autorisiert wurden. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte. Diese sind in Klassen eingeteilt und gelten als Äquivalent für das maximale Ausfallrisiko bzw. das Kreditexposure des SCHOTT Konzerns zum Bilanzstichtag:
Es werden zum Bilanzstichtag, wie auch im Vorjahr, keine Sicherheiten gehalten, die gestatten, bei nicht gegebenem Ausfall des Schuldners die Sicherheiten zu veräußern oder als eigene Sicherheiten zu stellen. Für die Ermittlung der Wertberichtigungen für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte wird ein vereinfachter Ansatz angewendet, da sie keine wesentlichen Finanzierungskomponenten beinhalten. Dabei werden die Kundenforderungen in insgesamt acht Kreditrisikoklassen und nach den dazugehörigen Überfälligkeiten eingestuft. Als Ausfall definiert SCHOTT eine Forderung, wenn die vertraglichen Zahlungsströme mehr als 120 Tage überfällig sind oder die Bonität des Schuldners sich derart verschlechtert hat, dass von einer Rückzahlung nicht mehr auszugehen ist. Für die Wertberichtigungen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente geht SCHOTT von der Annahme aus, dass sich das Kreditrisiko nicht signifikant erhöht hat. Die liquiden Mittel von insgesamt 259 Mio. € werden im Wesentlichen bei Banken mit einer hohen Bonität angelegt. Für die liquiden Mittel wurde die Wertberichtigung auf Grundlage erwarteter Verluste innerhalb von zwölf Monaten berechnet und spiegelt die kurzen Laufzeiten wider. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Überfälligkeiten, das Ausfallrisiko und die erwarteten Kreditverluste der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte sowie der Vertragsvermögenswerte:
Für das Vorjahr stellten sich die Überfälligkeiten, das Ausfallrisiko und die erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte nebst Vertragsvermögenswerten wie folgt dar:
In den Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die mehr als 90 Tage überfällig sind, sind für das abgelaufene Geschäftsjahr Einzelwertberichtigungen in Höhe von T € 6.800 aufgrund von individuellen Risiken und Verlustereignissen enthalten (Vorjahr T € 7.666). Sonstige finanzielle Vermögenswerte, die überfällig und nicht wertgemindert sind, bestanden zum Bilanzstichtag des Vorjahres nicht. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maße erfüllen kann. Die finanziellen Verbindlichkeiten von SCHOTT bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenüber Kreditinstituten. Innerhalb der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bilanzierten Verbindlichkeiten werden ausschließlich Derivate mit negativen Marktwerten ausgewiesen. Eine Übersicht zu den vertraglichen Restlaufzeiten der nicht diskontierten finanziellen Verbindlichkeiten liefert die folgende Tabelle:
Bei den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Derivaten handelt es sich um Devisentermingeschäfte. Das Volumen der Sicherung entspricht bei Umrechnung in Euro einem dreistelligen Millionenbetrag. Das Management des Liquiditätsrisikos erfolgt zentral durch die Treasury Abteilung, die hierfür ein effizientes Cash-Management-System einsetzt. Die Zahlungsfähigkeit und Liquiditätsversorgung von SCHOTT wird durch eine rollierende Liquiditätsplanung und das Halten von Liquiditätsreserven sichergestellt. Die SCHOTT AG hat im September 2020 eine Kreditlinie in Höhe von 250 Mio. € mit einem internationalen Bankenkonsortium abgeschlossen. Die Kreditlinie wäre bei Inanspruchnahme variabel verzinst. Diese Kreditlinie ist Teil der Liquiditätsreserve und steht der SCHOTT AG bis September 2025 zur Verfügung. Die Kreditlinie wurde im Geschäftsjahr 2021/2022 wie im Vorjahr nicht in Anspruch genommen. Die SCHOTT AG verfügt außerdem über bilaterale Rahmenkreditvereinbarungen, die für Garantien, Avale oder Barkreditlinien genutzt und für bilaterale Kreditvereinbarungen auf lokaler Ebene abgetreten werden können. Diese Kreditlinien, die bis auf weiteres zur Verfügung gestellt wurden, belaufen sich insgesamt auf 100 Mio. €, sind variabel verzinslich und haben fest vereinbarte Avalprovisionen zu marktüblichen Konditionen. Hiervon waren 67 Mio. € am Bilanzstichtag frei verfügbar. Zusätzlich stehen dem Konzern weitere bilaterale Avalkreditlinien sowie bilaterale Kreditverträge auf lokaler Ebene zur Verfügung. Darüber hinaus besteht ein Programm zum regresslosen, revolvierenden Forderungsverkauf mit einem Volumen von bis zu 50 Mio. € und unbestimmter Laufzeit, das von beiden Vertragsparteien mit einer Frist von drei Monaten beendet werden kann. Zum 30. September 2022 war der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch den bilanzwirksamen Verkauf von Forderungen in Höhe von 4,3 Mio. € (Vorjahr 5,0 Mio. €) gemindert. Marktrisiko Marktrisiken resultieren aus der Veränderung von Marktpreisen, die zu Schwankungen des beizulegenden Zeitwertes oder der zukünftigen Zahlungsströme der Finanzinstrumente führen. Als international tätiger Konzern ist SCHOTT vor allem Wechselkurs-, Zins- und Commodity-Preis-Risiken ausgesetzt. Wechselkursrisiko Wechselkursrisiken resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen sowie der operativen Geschäftstätigkeit, die nicht in funktionaler Währung erfolgen. Ziel des Währungsmanagements ist es, das operative Geschäft gegen Ergebnis- und Cash Flow-Schwankungen abzusichern. Im Rahmen des Währungsmanagements werden grundsätzlich nur Risiken abgesichert, die aus einem Umtausch von Fremdwährungs-Zahlungsströmen in die jeweilige lokale Währung resultieren (Transaktionsrisiken). Risiken aus der Fremdwährungsumrechnung von Bilanz- und Ergebnisgrößen ausländischer Konzerngesellschaften (Translationsrisiken) werden durch SCHOTT nicht abgesichert. Unsere weltweite Präsenz mit lokaler Produktion und weltweiten Einkaufsaktivitäten mildert generell transaktionale Währungsrisiken ab. Die Basis für die Absicherung der verbleibenden Transaktionsrisiken bilden die Netto-Währungspositionen, die wir regelmäßig anhand währungsdifferenzierter Liquiditätsprognosen ermitteln. Zur Sicherung des Transaktionsrisikos werden Devisentermingeschäfte eingesetzt, die eine Restlaufzeit von maximal 12 Monaten haben. Das Wechselkursrisiko wird übereinstimmend mit der internen Risikoberichterstattung auf Basis einer Cashflow-at-Risk-Analyse ermittelt. Die Ausgangsbasis dieser Analyse sind die offenen Positionen in nicht-funktionaler Währung. Das Exposure beinhaltet währungsdifferenziert die Prognose der Zahlungsströme der kommenden 12 Monate unter Berücksichtigung der kontrahierten Absicherungsinstrumente und ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.
Bei der Mehrzahl der aufgeführten Währungen wurden Transaktionsrisiken abgesichert. Die Cashflow-at-Risk-Berechnung erfolgt mittels einer stochastischen Simulation; auf Basis beobachteter Wechselkursveränderungen der letzten 250 Handelstage werden mögliche zukünftige Entwicklungen der Wechselkurse unter Berücksichtigung ihrer Korrelationen simuliert. Der Cashflow-at-Risk (CFaR) repräsentiert den potenziellen Verlust, den das Exposure basierend auf einem Konfidenzintervall von 95 % sowie einer Haltedauer von einem Jahr nicht überschreiten wird. Zum 30. September 2022 betrug der CFaR 12,4 Mio. € (Vorjahr: 12,4 Mio. €). Zinsrisiko Ziel des Zinsmanagements ist es, das Finanzergebnis gegen negative Auswirkungen durch Schwankungen der Marktzinssätze zu schützen. Dabei wird unter Abwägung der Kosten und Risiken auf ein angemessenes Verhältnis zwischen festen und variablen Zinssätzen sowie kurz- und langfristigen Finanzierungsvereinbarungen geachtet. Das Zinsrisiko wird übereinstimmend mit der internen Berichterstattung mittels einer Sensitivitätsanalyse bewertet. Dabei wird eine Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte vorgenommen, wodurch die Effekte einer Änderung der Marktzinssätze auf das Finanzergebnis simuliert werden. Bei dieser Analyse werden ausschließlich variabel verzinste Finanzinstrumente berücksichtigt, da hier eine Marktzinsänderung einen Einfluss auf den beizulegenden Zeitwert hat. Darüber hinaus werden festverzinsliche Finanzanlagen und Finanzverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit kleiner bzw. gleich zwölf Monate berücksichtigt, da wir diese aufgrund des potenziellen Refinanzierungsrisikos in der Sensitivitätsanalyse als variabel verzinst betrachten. Auf Basis der Marktdaten vom 30. September 2022 würde eine parallele positive Verschiebung der Euro-Zinskurve um 100 Basispunkte zu einem Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von 1,5 Mio. € (Vorjahr 1,6 Mio. €) führen. Eine parallele negative Verschiebung der Euro-Zinskurve um 100 Basispunkte würde in der Gewinn- und Verlustrechnung zu einem Verlust in Höhe von 1,7 Mio. € (Vorjahr 1,8 Mio. €) führen. Diese Sensitivitätsanalyse zum Bilanzstichtag bildet eine repräsentative Analyse des Zinsrisikos von SCHOTT. Die festverzinslichen Finanzinstrumente werden bei SCHOTT zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und führen somit bei einer Zinsänderung nicht zu einer Veränderung des Eigenkapitals oder des Periodenergebnisses. Commodity-Preis-Risiko Rohstoffe können zum Beispiel aufgrund der teilweise begrenzten Verfügbarkeit starken Preisschwankungen unterliegen. Auch sind die Produktionsprozesse von SCHOTT energieintensiv und zu einem wesentlichen Teil von einer kontinuierlichen Energieversorgung abhängig. SCHOTT ist daher Preisänderungsrisiken auf den Rohstoff- und Energiemärkten ausgesetzt. Das Management dieser Preis-Risiken liegt bei SCHOTT in der Verantwortung der Einkaufsabteilung und erfolgt auf Basis von zentral festgelegten Richtlinien. Zur Absicherung werden unter anderem langfristige Verträge mit verschiedenen Lieferanten abgeschlossen, die unter Anwendung der "Own Use Exemption" als schwebende Geschäfte bilanziert werden. Infolgedessen wird auf die Darstellung einer Sensitivitätsanalyse dieser Finanzinstrumente verzichtet. 33 LeasingverhältnisseGeleaste VermögenswerteEs bestehen Miet- und Leasingverhältnisse im Wesentlichen über Grundstücke einschließlich Erbbaurechte, Produktions- und Verwaltungsgebäude, technische Anlagen und Maschinen sowie Geschäftsausstattung. Die Leasingverträge beinhalten zum Teil Verlängerungs- und Kündigungsoptionen sowie Preisanpassungsklauseln. Die Buchwerte der Leasing-Nutzungsrechte betragen zum 30. September 2022:
Aufgrund der Anwendung des Wahlrechts zur Nicht-Bilanzierung von Leasingverträgen für Vermögenswerte mit geringem Wert und kurzfristig laufenden Leasingverhältnissen sind diese nicht als Nutzungsrechte bilanziert, sondern werden direkt erfolgswirksam berücksichtigt. Alle Nutzungsrechte werden linear über ihre planmäßige Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern belaufen sich gemäß den Vertragslaufzeiten auf:
Die Leasingverpflichtungen werden über die entsprechenden Vertragslaufzeiten getilgt. In Deutschland bestehen zwei Erbbaurechte mit Restlaufzeiten bis ins Jahr 2142. Im laufenden Geschäftsjahr sind Nutzungsrechte aus Leasingverträgen in Höhe von insgesamt T € 34.442 als Zugänge aktiviert worden. Diese unterteilen sich wie folgt:
In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die folgenden Leasingaufwendungen enthalten:
Im Geschäftsjahr 2021/2022 betrugen die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse T € 22.958 (Vorjahr T € 24.226). Der Aufriss der undiskontierten zukünftigen Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen ist in Anhangangabe 32 enthalten. Zukünftige Mittelabflüsse in Höhe von 28,9 Mio. € wurden nicht in die Leasingverbindlichkeiten einbezogen, da es nicht hinreichend sicher ist, dass die Leasingverträge verlängert oder nicht gekündigt werden. Die zukünftigen Mittelabflüsse für Leasingverhältnisse, die SCHOTT noch im Geschäftsjahr 2021/2022 eingegangen ist, die aber noch nicht begonnen haben, betragen T € 185. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Erträge aus der Untervermietung von Nutzungsrechten in Höhe von T € 35 (Vorjahr T € 196) vereinnahmt. Verleaste VermögenswerteIm Inland tritt SCHOTT als Leasinggeber im Rahmen von operativen Leasingverträgen auf. Die Vereinbarungen beziehen sich auf im Eigentum des Konzerns stehende Immobilien. Aus unkündbaren Mietleasingvereinbarungen werden die nachfolgenden Mindestleasingzahlungen erwartet:
34 Eventualverbindlichkeiten und -forderungenSoweit zulässig und erforderlich, sind für alle Rechtsstreitigkeiten von den Konzerngesellschaften Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet worden. Eventualforderungen bestehen zum Bilanzstichtag keine. 35 Erläuterungen zur KapitalflussrechnungIn der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsströme aufgegliedert nach Mittelzu- und -abflüssen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit. Ausgehend vom Konzernergebnis nach Steuern wird der Cash Flow indirekt abgeleitet. Bereinigt um nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge - im Wesentlichen Abschreibungen des Anlagevermögens - sowie unter Berücksichtigung von Veränderungen des Working Capital ergibt sich der Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit. Die Investitionstätigkeit umfasst die Ein- und Auszahlungen aus Abgängen und Investitionen im Bereich des Anlagevermögens. In der Finanzierungstätigkeit sind die Zahlungsmittelzu- und -abflüsse aus der Aufnahme bzw. Tilgung von Finanzverbindlichkeiten, aus Eigenkapitalzuführungen sowie aus der Zahlung von Dividenden zusammengefasst. In der Kapitalflussrechnung enthaltene Veränderungen von Bilanzposten sind nicht unmittelbar aus der Bilanz abzuleiten, da diese um nicht zahlungswirksame Vorgänge, Wechselkurseffekte und Veränderungen des Konsolidierungskreises bereinigt sind. Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds enthält Kassen- und Bankguthaben sowie Schecks in Höhe von T € 258.958 (Vorjahr T € 280.781). Hiervon sind zum Bilanzstichtag keine Finanzmittel (Vorjahr keine) verfügungsbeschränkt. Änderung der Schulden aus der Finanzierungstätigkeit Geschäftsjahr 2021/2022:
Geschäftsjahr 2020/2021:
Die Summe der Cash Flows entspricht der Summe der Positionen "Aufnahme von Finanzkrediten", "Tilgung von Finanzkrediten", "Aufnahme/ Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten" und "Zahlungen für den Tilgungsanteil der Leasingverbindlichkeiten" in der Kapitalflussrechnung. Die sonstigen Änderungen enthalten im Wesentlichen bedingte Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmensakquisitionen. 36 Mitarbeiter
Als Mitarbeiter des Konzerns werden die Arbeitnehmer der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen genannt, wobei unterjährige Entkonsolidierungen zeitanteilig berücksichtigt werden. Stichtagsbezogen hat sich der Personalstand zum 30. September 2022 mit 17.213 Mitarbeitern um 100 Mitarbeiter (-0,6 %) reduziert (Vorjahr 17.313). 37 Sonstige AngabenIm Geschäftsjahr fielen die folgenden Personalaufwendungen an:
Der Personalaufwand ist in den Funktionsbereichen enthalten und wird in der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren nicht gesondert ausgewiesen. Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr schlüsselt sich wie folgt auf:
38 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenNahestehend zur SCHOTT AG sind die Carl-Zeiss-Stiftung, Heidenheim an der Brenz und Jena, das Schwesterunternehmen Carl Zeiss AG, Oberkochen, und dessen verbundene Unternehmen. Grundsätzlich sind auch direkte oder indirekte Tochtergesellschaften der SCHOTT AG, assoziierte Unternehmen und Joint Ventures der SCHOTT AG sowie Versorgungseinrichtungen, die als leistungsorientierte Pläne gemäß IAS 19 zu klassifizieren sind, nahestehende Unternehmen im Sinne des IAS 24. Des Weiteren sind der Vorstand und die Mitglieder des Aufsichtsrates der SCHOTT AG sowie deren nahe Familienangehörige nahestehende Personen. Im Geschäftsjahr 2021/2022 beliefen sich die Lieferungen der SCHOTT AG an Unternehmen der Carl Zeiss Gruppe auf T € 7.938 (Vorjahr T € 10.126). In demselben Zeitraum wurden wie im Vorjahr keine wesentlichen Dienstleistungen erbracht. Gesellschaften der Carl Zeiss Gruppe erbrachten im Geschäftsjahr 2021/2022 nur in geringfügigem Umfang Lieferungen oder sonstige Leistungen an SCHOTT. Darüber hinaus hat die Carl Zeiss AG, Oberkochen, aufgrund der strategischen Partnerschaft zwischen ZEISS und Microsoft T € 3.495 an die SCHOTT AG, Mainz abgerechnet. Alle getätigten Geschäftsvorfälle mit Gesellschaften der Carl Zeiss Gruppe wurden wie unter fremden Dritten vorgenommen. Zum Stichtag besteht eine erhaltene Anzahlung in Höhe von T € 4.760 (Vorjahr T € 4.760) von der Carl Zeiss SMT GmbH, Oberkochen. Weitere signifikante ausstehende Salden bestehen zum Stichtag nicht. Geschäftsvorfälle mit wesentlichen Tochtergesellschaften wurden als Folge der Konsolidierung eliminiert und daher nicht erläutert. Angaben zu Pensionsfonds, die als leistungsorientierte Pläne gemäß IAS 19 zu klassifizieren sind, können den Angaben zum Planvermögen unter Anhangangabe 26 "Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen" entnommen werden. Im Geschäftsjahr 2014/2015 hat sich ein CTA an einer neu gegründeten Konzerngesellschaft, der SCHOTT Finanzierungs- und Verwaltungs GmbH, Mainz, beteiligt. Nähere Einzelheiten zu dieser Gesellschaft enthält Anhangangabe 3.1. Weitere wesentliche Geschäftsvorfälle mit Versorgungseinrichtungen oder nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen lagen nicht vor. Gesellschaften des SCHOTT Konzerns führten im Geschäftsjahr 2021/2022 die folgenden Transaktionen mit Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen durch:
Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:
Bei der SCHOTT-Italglas s.r.l., Genua/Italien, fand im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Veränderung in den Beteiligungsverhältnissen statt. Dadurch erfolgt der Ausweis der zugehörigen Beträge nur noch anteilig unter den Gemeinschaftsunternehmen. Im laufenden Jahr wurden Wertaufholungen für zweifelhafte Forderungen gegen assoziierte Unternehmen in Höhe von T € 10 (Vorjahr Wertberichtigungen T € 2) vorgenommen. Gegen Gemeinschaftsunternehmen wurden Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen in Höhe von T € 79 (Vorjahr T € 17) vorgenommen. Weitere wesentliche Geschäftsvorfälle zwischen Gesellschaften des SCHOTT Konzerns und Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates der SCHOTT AG sowie deren nahen Familienangehörigen und den Versorgungseinrichtungen fanden im Geschäftsjahr 2021/2022 wie im Vorjahr nicht statt. 39 Ereignisse nach dem BilanzstichtagIn der Sitzung am 15. Dezember 2022 hat der Aufsichtsrat Frau Dr. Andrea Frenzel mit Wirkung ab dem 1. April 2023 zum Mitglied des Vorstandes der SCHOTT AG bestellt. Sie folgt damit Herrn Hermann Ditz nach, der zum 31. März 2023 aus dem Vorstand ausscheiden wird. 40 Bezüge des Vorstandes und des AufsichtsratesDie Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes setzen sich im Geschäftsjahr 2021/2022 aus kurzfristig fälligen Leistungen in von T € 7.096 (Vorjahr T € 8.586) und langfristig fälligen Leistungen in Höhe von T € 2.235 (Vorjahr T € 2.282) sowie Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe von T € 1.167 (Vorjahr T € 1.584) zusammen. Für die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden im Geschäftsjahr 2021/2022 T € 1.003 (Vorjahr T € 999) Bezüge für die Aufsichtsratstätigkeit aufwandswirksam erfasst. Zum Bilanzstichtag des abgelaufenen Geschäftsjahres werden die folgenden kurzfristig fälligen Leistungen ausgewiesen:
Von den Pensionsrückstellungen zum Bilanzstichtag entfallen T € 16.097 (Vorjahr T € 20.819) auf Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses für Vorstandsmitglieder. Zusätzliche Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGBEhemalige Mitglieder der Geschäftsleitung bzw. ihre Hinterbliebenen erhielten im Geschäftsjahr 2021/2022 laufende Bezüge in Höhe von T € 3.325 (Vorjahr T € 3.261). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber diesem Personenkreis sind zum 30. September 2022 insgesamt T € 48.305 (Vorjahr T € 60.040) zurückgestellt.
Mainz, den 13. Januar 2023 Dr. Frank Heinricht Hermann Ditz Dr. Heinz Kaiser Dr. Jens Schulte Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SCHOTT AG PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der SCHOTT AG, Mainz und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der SCHOTT AG für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 geprüft. Die in Abschnitt "Festlegung zur Förderung der Teilhabe von Frauen an Führungspositionen nach § 76 Abs. 4 und § 111 Abs. 5 des Aktiengesetzes" des Konzernlageberichts enthaltene Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB (Angabe zur Frauenquote) haben wir im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDer Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt "Festlegung zur Förderung der Teilhabe von Frauen an Führungspositionen nach § 76 Abs. 4 und § 111 Abs. 5 des Aktiengesetzes" des Konzernlageberichts enthaltene Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB (Angabe zur Frauenquote), ferner folgende übrigen, für den Geschäftsbericht vorgesehene Bestandteile: Bericht des Aufsichtsrates nach § 171 Abs. 2 AktG und das "Vorwort des Vorstandes". Von diesen sonstigen Informationen haben wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn/Frankfurt am Main, 13. Januar 2023 Ernst
& Young GmbH
Eckl, Wirtschaftsprüferin Eichenauer, Wirtschaftsprüfer Anteilsbesitz des KonzernsAUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES ENTSPRECHEND DEN VORGABEN DES § 313 ABS. 2 HGBStand 30.09.2022
1 Gesellschaft mit Ergebnisabführungsvertrag zur SCHOTT AG 2 Aufgrund von untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert 3 Diese Gesellschaft ist gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Offenlegungspflicht ihres Jahresabschlusses befreit 4 Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 5 Geschäftsjahr vom 1. April bis 31. März 6 Geschäftsjahr vom 1. September bis 31. August 7 Anteile beziehen sich auf die Kommanditeinlage 8 Diese Gesellschaft ist gemäß § 264 b HGB von der Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den ergänzenden Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften sowie bestimmte Personengesellschaften aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen. 9 Geschäftsjahr vom 1. Juli bis 30. Juni 10 Diese Gesellschaft befindet sich in Liquidation Organmitglieder der SCHOTT AG
AUSSCHÜSSE Präsidialausschuss Dr. Michael Bolle (Vorsitzender) (ab 10. Januar 2022) Dr. Dieter Kurz (Vorsitzender) (bis 31. Dezember 2021) Wolfgang Heinrich (bis 31. Mai 2022) 1) Dr. Stefan Marcinowski Hans-Jürgen Mundorff (ab 19. August 2022) 1) Rudolf Wagner 1) Prüfungsausschuss Dr. Eckhard Müller (Vorsitzender) Jürgen Achatz (ab 24. November 2021) 1) Dr. Michael Bolle (ab 10. Januar 2022) Dr. Dieter Kurz (bis 31. Dezember 2021) Salvatore Ruggiero 1) Vermittlungsausschuss Dr. Michael Bolle (Vorsitzender) (ab 10. Januar 2022) Dr. Dieter Kurz (Vorsitzender) (bis 31. Dezember 2021) Wolfgang Heinrich (bis 31. Mai 2022) 1) Hans-Jürgen Mundorff (ab 19. August 2022) 1) Dr. Richard Pott Rudolf Wagner 1) 1) Vertreter der Arbeitnehmer 2) ab 10.01.2022 3) ab 01.06.2022 |
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