MCF Corporate Finance GmbH

Valentinskamp 70, 20355 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 44490
Vorher
Münchmeyer GmbH
Eingetragen
28.5.1990
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
die Beratung von Unternehmen, insbesondere auf dem Gebiet der Finanzierung, der Unternehmenszusammenschlüsse und Unternehmenskäufe sowie alle Maßnahmen, die dem vorgenannten Zweck dienen oder ihn fördern, soweit hierfür keine besondere öffentlich-rechtlichen Erlaubnisse erforderlich sind.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

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Gesellschafter

11 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 11 angezeigt

Germany
34.432 €
16.41%
Germany
30.663 €
14.68%
Vilvest Oy
Finland
20.547 €
9.83%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MCF Corporate Finance GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der MCF Corporate Finance GmbH, Hamburg

1. Grundlagen des Unternehmens

Die MCF Corporate Finance GmbH, nachfolgend auch " MCF" oder " Gesellschaft" genannt, betreibt ihr Geschäft in der Rechtsform einer GmbH, eingetragen beim Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 44490. Obwohl MCF eine Kapitalgesellschaft ist, ist die Struktur partnerschaftlich; die wichtigen Mitarbeiter in den ausländischen Standorten sind als Partner auch Gesellschafter der Gesellschaft.

In 2022 hatte die Gesellschaft entschieden, auch Beratung bei dem Arrangieren von Finanzierungen, insbesondere Akquisitionsfinanzierungen bei Private Equity Transaktionen, anzubieten. Anfang 2023 wurde die Cubus Partners GmbH in Frankfurt akquiriert. Im Laufe des Jahres wurde die Cubus Partners GmbH rückwirkend zum 01.01.2023 auf die Gesellschaft verschmolzen.

Die Geschäftsführung besteht aus dem alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer Stefan Mattern sowie den jeweils gesamtvertretungsberechtigten Geschäftsführern Hans-Christoph Stadel und Dr. Christoph Stoecker. Die deutschen Partner haben Einzelprokura. Darüber hinaus gibt es einen fakultativen Beirat, der einige wenige Entscheidungen trifft (Verabschiedung des Budgets für das laufende Geschäftsjahr, Feststellung des Jahresabschlusses des vorangegangenen Geschäftsjahres, Bestellung des Jahresabschlussprüfers) und im Übrigen lediglich als Diskussionspartner / sounding-board / sparrings-partner für die Geschäftsführung fungiert. Die Gesellschaft hat eine Betriebsstätte in Frankfurt.

Die beiden Geschäftsführer Hans-Christoph Stadel und Dr. Christoph Stoecker sind zum 14. Dezember 2024 aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Gleichzeitig wurde Matthias Magnus als neuer Geschäftsführer der Gesellschaft berufen.

Die Gesellschaft erstellt Unternehmensbewertungen und berät Gesellschafter und Investoren bei beabsichtigten, auch grenzüberschreitenden, Verkäufen oder Käufen von Unternehmen und Beteiligungen im In- und Ausland sowie bei Kapitalmaßnahmen, wie z.B. Einwerbung von Kapital bei start-ups und jungen Unternehmen. Die typischen Transaktionsgrößen liegen bei einem Unternehmenswert zwischen EUR 15 Millionen und EUR 500 Millionen, dem sog. small und mid-cap Bereich. MCF betreibt keine Finanzgeschäfte oder Anlageberatung, MCF verwahrt keine Gelder oder andere Finanzmittel für Dritte und legt solche auch nicht im Namen oder Auftrag von Dritten an. Im Übrigen betreibt die Gesellschaft keine Eigengeschäfte.

MCF hat Tochtergesellschaften in England, Finnland und Schweden. Diese Tochtergesellschaften und deren Mitarbeiter werden in Mandate und Projekte mit grenzüberschreitenden Elementen eingebunden.

2. Geschäftsverlauf und gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach den Coronajahren 2021 und 2022 hat sich die allgemeine Geschäftslage etwas stabilisiert, jedoch hat der im Februar 2022 ausgebrochene Ukrainekrieg auch im Jahre 2023 Einfluss auf die gesamtwirtschaftliche Lage. Weiterhin sorgte der Ausbruch des Gaza-Krieges im Oktober 2023 für zusätzliche Verunsicherung. Längere Projektlaufzeiten oder auch Abbruch von Projekten haben zu verzögerten Umsätzen geführt bzw. auch zu komplettem Wegfall von erwarteten Umsätzen. Ein gewisser Nachholeffekt aus den Corona-Jahren als auch die Erkenntnis, dass der Ukrainekrieg andauern werde, bewirkte sowohl bei den Finanzinvestoren als auch bei Strategen eine stärkere Tätigkeit und Bereitschaft, Unternehmen und Beteiligungen zu verkaufen oder zu kaufen. Viele Geschäftsmodelle litten aber weiterhin unter dem Einbruch der Nachfrage von Kundenseite und/oder unter Problemen bei der Lieferkette oder Embargos, weil Rohmaterialien und Komponenten, insbesondere wenn sie aus der Ukraine oder Russland kamen, nicht geliefert werden konnten. Finanzinvestoren waren weiterhin bei den die Akquisitionen finanzierenden Banken unter Druck geraten, weil bestimmte Finanzkennzahlen nicht eingehalten werden konnten.

Viele Finanzinvestoren mussten die ursprünglich für 2023 geplanten Exits weiter verschieben, weil die Ergebnisse in den Geschäftsjahren 2021 und 2022 sowie die Aussichten für 2023 nicht den Erwartungen entsprachen und dementsprechend die Bewertungsvorstellungen nicht erreicht werden konnten. Ungeachtet dessen waren die M&A-Aktivitäten sowohl bei Strategen als auch bei Finanzinvestoren in 2023 etwas stärker als noch in 2022. Bei Finanzinvestoren bestand weiterhin ein verstärkter Investitionsdruck aus bestehenden Fonds wegen zahlenmäßig niedriger Akquisitionen in den Vorjahren. Das den Fonds zur Verfügung stehende Kapital musste vor dem Hintergrund der Fondslaufzeiten investiert werden. Andererseits sorgte die Zinswende für zusätzliche Verunsicherung und hatte Einfluss auf die Unternehmensbewertungen und die Transaktionen.

Das M&A-Beratungsgeschäft lebt von dem Abschluss von Transaktionen, denn der Anspruch auf die Erfolgshonorare entsteht erst mit dem Closing, d.h. Übergang der Geschäftsanteile oder der Vermögensgegenstände. Die Gesellschaft zieht als finanzielle Leistungsindikatoren den Umsatz sowie den Gewinn vor Steuern heran. Weiterhin zieht die Gesellschaft als nicht finanziellen Leistungsindikator die Anzahl der Transaktionen heran. Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Verlust aus der Geschäftstätigkeit EUR € 790.014.

3. Lage des Unternehmens

Nach den sehr guten Geschäftsjahren 2021 und 2022 war das Geschäftsjahr 2023 vergleichsweise schwach und enttäuschend. Das Geschäftsjahr 2023 nahm nur sehr langsam Fahrt auf, insbesondere die ersten beiden Quartale waren durch wenige abgeschlossene Transaktionen gekennzeichnet. Im Laufe des Jahres konnten zwar einige Mandate und Transaktionen, trotz teilweiser noch widriger Rahmenbedingungen, umgesetzt werden und führten entsprechend zu Umsätzen bei MCF. Insgesamt konnten aber nicht genügend Mandate erfolgreich umgesetzt werden, sodass die Umsätze hinter den Erwartungen zurückblieben.

Die Vertikalisierung, d.h. die Fokussierung auf bestimmte Industriezweige und dort wiederum auf bestimmte Segmente, konnte aufgrund einer tieferen Branchenkenntnis weiter umgesetzt werden und führte zu häufigerer Mandatierung und damit einen verbesserten Auftragseingang. Weiterhin wurde die Zusammenarbeit zwischen der Gesellschaft und seinen Tochtergesellschaften, d.h. den Büros in den anderen Ländern, weiter intensiviert; diese Strategie zeigte auch in 2023 weitere Erfolge und führte zu einer besseren Quote bei Mandatierungen und Qualität der Mandate.

Die Zusammenarbeit mit dem exklusiven Kooperationspartner D.A. Davidson in den USA konnte weiter ausgebaut werden.

Die Akquisition der Cubus Partners GmbH konnte erfolgreich umgesetzt werden und die Verschmelzung wurde rückwirkend zum 1. Januar 2023 durchgeführt. Im Laufe des Jahres ergaben sich Synergien dergestalt, dass aus dem Netzwerk der Gesellschaft verschiedene Mandate für verkaufsseitige Beratung zur Vorbereitung und Sondierung von Akquisitionsfinanzierungen für die Käufer gewonnen werden konnten. Die Integration des Debt-Advisory Teams wurde erfolgreich vorangebracht. Weiterhin wurde der Aufbau eines in Frankfurt basierten M&A-Berater-Teams beschlossen und durch die Einstellung eines Partners, der zuvor bei einem Wettbewerber in Frankfurt gearbeitet hatte, angeschoben. Zwischenzeitlich konnte das Frankfurter M&A-Team durch weitere Einstellungen ausgebaut werden.

3.1 Vermögenslage

Die Vermögenslage ist auf der Aktivseite durch ihre Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den Guthaben bei Banken geprägt. Im Bereich des Anlagevermögens wurden nur kleinere Ersatzinvestitionen vorgenommen. Die Kapitalstruktur setzt sich im Wesentlichen aus Eigenkapital und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern zusammen. Im Einzelnen stellt sich die Vermögenslage wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
T€ % T€ % T€ %
AKTIVA
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.494 18,6 1 0,0 1.493 >100,0
Sachanlagen 103 1,3 99 0,9 4 4,0
Finanzanlagen 198 2,5 173 1,6 25 14,5
1.795 22,4 273 2,5 1.522 >100,0
Umlaufvermögen/RAP
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.013 50,0 4.716 42,5 -703 -14,9
Liquide Mittel 1.940 24,2 5.937 53,5 -3.997 -67,3
Rechnungsabgrenzungsposten 279 3,5 166 1,5 113 67,5
6.232 77,6 10.819 97,5 -4.587 -42,4
Gesamtvermögen 8.028 100,0 11.091 100,0 -3.063 -27,6

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
T€ % T€ % T€ %
Eigenkapital
Ausgegebenes Kapital 201 2,5 167 1,5 34 20,4
Bilanzgewinn 2.448 30,5 5.284 47,6 -2.836 -53,7
Gesellschafterdarlehen 991 12,4 935 8,4 56 6,0
3.641 45,4 6.386 57,6 -2.746 -43,0
Kurzfristiges Fremdkapital
Rückstellungen 775 9,6 2.750 24,8 -1.975 -71,8
Verbindlichkeiten/RAP/passive latente Steuern 3.612 45,0 1.955 17,6 1.657 84,8
4.387 54,7 4.705 42,4 -318 -6,8
Gesamtkapital 8.028 100,0 11.091 100,0 -3.063 -27,6

3.2 Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft ist stabil. Zum Abschluss des Geschäftsjahres betrugen die liquiden Mittel T€ 1.940. Die Finanzierung ist durch die Gesellschafterdarlehen sowie bestehende Kreditlinien gesichert. Letztere wurden zum Stichtag nicht in Anspruch genommen. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

3.3 Ertragslage

Der Umsatz der gesamten Gruppe einschließlich der Tochtergesellschaften in England, Finnland und Schweden war insgesamt rückläufig. Während Stockholm das Büro mit dem höchsten Umsatzanteil war (ca. 41 %), trug die Gesellschaft als zweitstärkstes Büro lediglich ca. 23 % des Umsatzes bei. Über die gesamte Gruppe machten Kaufmandate ca. 19 % des Umsatzes aus, Verkaufsmandate über 62 %, die neue Kategorie Debt Advisory 15 % und Fundraising ca. 3,6 %.

Bei den Umsätzen nach Industriezweigen war der Bereich Business Services vier Jahre in Folge, auch in 2023, der stärkste Umsatzbringer gefolgt von Consumer und Materials. Alle Transaktionen und Mandate dauerten im Schnitt immer noch länger bis zum Signing und Closing als vor Corona. Dies ist mit der unsicheren gesamtwirtschaftlichen und weltpolitischen Lage und der darauf fußenden Vorsicht und Zurückhaltung der Käufer in Bezug auf die Nachhaltigkeit der Business Pläne der zu kaufenden Unternehmen zu erklären. In der Gruppe wurde das Personal von 65 FTEs auf 72 FTEs aufgestockt; in der GmbH erhöhte sich die Mitarbeiterzahl lediglich um einen Mitarbeiter auf 29

Im Einzelnen stellt sich die Ertragslage wie folgt dar:

2023 2022 Ergebnisauswirkung
T€ % T€ % T€ %
Umsatzerlöse 7.717 100,0 21.457 110,3 -13.740 -64,0
Bestandsveränderung 0 0,0 -2.000 -10,3 2.000 -100,0
Andere aktivierte Eigenleistungen 0 0,0 0 0,0 0 -
Gesamtleistung 7.717 100,0 19.457 100,0 -11.740 -60,3
Materialaufwand 83 1,1 3.069 15,8 2.986 97,3
Rohertrag 7.634 98,9 16.388 84,2 -8.754 -53,4
Sonstige betriebliche Erträge 71 0,9 84 0,4 -13 -15,5
Personalaufwand 4.261 55,2 5.398 27,7 1.137 21,1
Abschreibungen 218 2,8 52 0,3 -166 <-100,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.373 82,6 4.994 25,7 -1.379 -27,6
Betriebsaufwand 10.852 140,6 10.444 53,7 -408 -3,9
Betriebsergebnis -3.147 -40,8 6.028 31,0 -9.175 <-100,0
Finanzerträge 2.195 28,4 1.530 7,9 665 43,5
Finanzaufwendungen 260 3,4 183 0,9 -77 -42,1
Finanzergebnis 1.935 25,1 1.347 6,9 588 43,7
Ergebnis vor Ertragsteuern -1.212 -15,7 7.375 37,9 -8.587 <-100,0
Ertragsteuern -423 -5,5 1.941 10,0 2.364 >100,0
Jahresergebnis -790 -10,2 5.433 27,9 -6.223 <-100,0

4. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung

4.1 Prognosebericht

Der Auftragsbestand war Anfang des Jahres 2024 zufriedenstellend und es gab einige Projekte, die sich aus 2023 in das Jahr 2024 verschoben hatten; insofern erwartet die MCF GmbH und die Gruppe zahlreiche erfolgreiche Abschlüsse von Transaktionen aus bestehenden Mandaten. Rückblickend realisierte sich dies allerdings nicht wie erwartet und die Aktivitäten im Transaktionsgeschäft dauerten wiederum länger und/oder waren eingeschränkt. Ein Faktor war weiterhin der Ukrainekrieg sowie der anhaltende Gaza-Konflikt und die mit beiden Faktoren verbundenen Schwierigkeiten in der Lieferkette, aber auch die Zinserhöhungen und die steigenden Energiepreise taten das Übrige, für Unsicherheit zu sorgen.

Das Angebot von Debt Advisory Beratung durch das ehemalige Cubus Partners-Team erwies sich bislang als sehr positiv und vereinfacht die Mandatsgewinnung bei M&A-Mandaten, weil, bezogen auf das Produkt Finanzierungsberatung sowohl im Verkaufs- als auch im Kauffalle die Möglichkeiten der Finanzierung einer Akquisition, bezogen auf ein spezifisches Target, prognostiziert werden können. Der Aufbau des M&A-Teams in Frankfurt trägt bereits Früchte für das Geschäftsjahr 2024, hat für Aufmerksamkeit im Markt gesorgt und ist sehr gut angenommen worden.

4.2 Chancenbericht

Es wurde im November 2024 ein weiteres Büro in München eröffnet, welches von einem auf Technologie spezialisierten Partner aufgebaut und geleitet wird. Dadurch konnte das Profil von MCF im Tech-Bereich weiter geschärft werden; dieser Schritt hat zu viel Aufmerksamkeit im Markt geführt. Es wird erwartet, dass die standortübergreifende Zusammenarbeit mit den Tech-Partnern in den Büros in London und in Stockholm zu mehr Mandaten und erfolgreichen Transaktionen in diesem Vertical führen wird.

Ca. 80 % der gegenwärtigen Mandate sind Verkaufsmandate und nur ca. 13 % sind Kaufmandate und 5 % sind Debt Advisory Mandate. Der Anteil an Kaufmandaten konnte von 20 % reduziert werden. Dies ist positiv, da das Risikoprofil bei Kaufmandaten ist wesentlich höher: Bei Suchmandaten ist unsicher, ob es verkaufswillige Targets gibt; berät man einen Käufer im Rahmen eines Bieterprozesses, sind die Erfolgsaussichten oft unter 50 %.

Durch die immer stringentere Vertikalisierung und den Aufbau von Branchenexpertise und einem relevanten Kontaktnetzwerk hat sich die Erfolgsquote bei Pitches und der Mandatsgewinnung bereits erhöht. Das strengere Procedere bei der Mandats-Due-Diligence hat sich etabliert und wird weiter verfeinert und umgesetzt: Potenzielle Projekte und Mandate werden zunächst in den jeweiligen Büros zwischen den dortigen Partnern und Direktoren besprochen. Im Falle eines positiven Votums entscheidet dann das aus jeweils einem Repräsentanten aus jedem Büro bestehenden General Management Team darüber, ob ein Mandat angenommen wird, wie es bepreist wird und wie sich das Team zusammensetzen soll. Durch diese Vorgehensweise konnte die Qualität der Mandate verbessert werden; das Risiko äußerer Einflüsse, u.a. makroökonomischer oder geopolitischer Art, kann dadurch allerdings nicht reduziert werden.

Die Gesellschaft verfügt über eine starke zweite Ebene von Projektmanagern (Directors) mit Partnerpotential. Es steht zu erwarten, dass einer oder mehrere dieser Direktoren Ende 2025 oder im Laufe des Jahres 2026 zu Partnern befördert werden.

4.3 Risikobericht

Das Hauptrisiko in der M&A-Beratung ist der Umstand, dass hauptsächlich erfolgsabhängig gezahlt wird, d.h. ein Zahlungsanspruch entsteht erst dann, wenn eine Transaktion erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Kaufmandate haben ein höheres Risikoprofil als Verkaufsmandate, allerdings können hier oftmals höhere Honorare vereinbart werden mit dem Argument des Risikos. Weil M&A-Mandate meist jeweils einzelne Projekt sind, müssen ständig neue Kunden und Projekte akquiriert werden.

Die Gewinnung guter Mitarbeiter, insbesondere, wenn diese mehr als fünf Jahre Berufserfahrung haben, ist stets eine Herausforderung. Wettbewerber werben auch gerne Mitarbeiter ab, die bei MCF 3-5 Jahre ausgebildet wurden und Berufserfahrung sammeln konnten.

Im Übrigen führt eine schwierige gesamtwirtschaftliche Situation oder geopolitische Verwerfungen zu Zurückhaltung im M&A-Geschäft. Wenn der Markt schwieriger wird, bieten Wettbewerber ihre Dienstleistungen oftmals günstiger an als zuvor. Dann kommen Wettbewerber zum Zuge, die üblicherweise nicht im Wettbewerb zur Gesellschaft agiert haben.

4.4 Risikobericht in Bezug auf Finanzinstrumente

Es bestehen keine besonderen Risiken in Bezug auf Finanzinstrumente. Forderungsausfälle gibt es nur in Ausnahmefällen. Die Liquidität ist durch die Hingabe von Gesellschafterdarlehen sowie zur Verfügung stehende Kreditlinien gesichert.

4.5 Gesamtaussage

Transaktionen aus bestehenden Mandaten werden in den nächsten Wochen und Monaten geclosed und zu Umsatz führen. Der Auftragsbestand und auch die Projektpipeline gewährleisten eine stabile Geschäftsentwicklung. Für 2024 erwarten wir einen Verlust in Höhe von ca. EUR 2 Millionen, für 2025 planen wir mit ca. EUR 18 Millionen Umsatz und einer EBITDA Marge von ca. 50%.

5. Sonstige Angaben

Die gesamte Gruppe wird gesteuert über ein 6 Personen starkes General Management Team (GMT), bestehend aus dem sog. Managing Partner Stefan Mattern sowie jeweils einem Repräsentanten des deutschen M&A Geschäftes und des Debt Advisory Geschäftes sowie aus den Büros London, Helsinki und Stockholm.

Es bestehen entsprechend dem Tätigkeitsbereich des Unternehmens und der Branche keine besonderen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

 

Hamburg, 13. März 2025

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.795.515,64 272.928,79
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.493.798,00 556,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1.493.798,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 556,00
II. Sachanlagen 103.319,28 99.406,41
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 103.319,28 99.406,41
III. Finanzanlagen 198.398,36 172.966,38
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 172.966,38 172.966,38
2. Sonstige Finanzanlagen 25.431,98
B. Umlaufvermögen 5.953.368,19 10.652.910,74
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.013.124,78 4.715.935,53
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 407.987,44 1.327.270,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.605.137,34 3.388.665,53
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.940.243,41 5.936.975,21
C. Rechnungsabgrenzungsposten 278.679,68 165.646,58
Summe Aktiva 8.027.563,51 11.091.486,11

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.649.351,87 5.451.257,05
I. ausgegebenes Kapital 201.317,00 166.944,00
1. Gezeichnetes Kapital 208.900,00 208.900,00
2. eigene Anteile -7.583,00 -41.956,00
II. Kapitalrücklage 0,00 0,00
III. Gewinnrücklagen 0,00 0,00
IV. Bilanzgewinn 2.448.034,87 5.284.313,05
davon Gewinnvortrag 3.184.312,23 32.853,96
B. Rückstellungen 775.281,20 2.749.688,80
C. Verbindlichkeiten 4.120.806,82 2.890.540,26
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 991.480,82 935.047,50
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 991.480,82 935.047,50
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 269.123,07 418.296,87
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 269.123,07 418.296,87
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.860.202,93 1.537.195,89
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.606.702,93 283.695,89
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.253.500,00 1.253.500,00
D. Passive latente Steuern 482.123,62
Summe Passiva 8.027.563,51 11.091.486,11

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.704.944,72 16.471.137,17
2. Personalaufwand 4.261.274,10 5.398.444,93
a) Löhne und Gehälter 3.734.156,95 4.984.175,53
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 527.117,15 414.269,40
davon für Altersversorgung 13.248,00
3. Abschreibungen 218.299,99 51.591,59
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 218.299,99 51.591,59
davon außerplanmäßige Abschreibungen 10.342,50
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.372.925,39 4.993.767,80
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 255.164,47 16.817,17
5. Erträge aus Beteiligungen 2.183.987,43 1.500.000,00
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.863,53
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.524,00 30.000,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 260.331,39 183.196,62
davon an verbundene Unternehmen 19.324,50 1.466,67
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -422.657,00 1.941.101,87
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 53.569,29
10. Ergebnis nach Steuern -789.854,19 5.433.034,36
11. sonstige Steuern 160,00 130,74
12. Jahresfehlbetrag 790.014,19 -5.432.903,62
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.184.312,23 32.853,96
14. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 72.699,83
a) aus anderen Gewinnrücklagen 72.699,83
15. Einstellungen in Gewinnrücklagen 18.963,00 181.444,53
a) in andere Gewinnrücklagen 18.963,00 181.444,53
16. Bilanzgewinn 2.448.034,87 5.284.313,05

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrags zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gliederung des Jahresabschlusses entspricht den Vorschriften des HGB unter besonderer Beachtung der §§ 266 und 275 HGB. Das Anlagevermögen ist in einem Bestandsnachweis ordnungsgemäß entwickelt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind, sofern nicht in der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten, im Anhang aufgeführt.

Die MCF Corporate Finance GmbH hat ihren Sitz in Hamburg. Sie ist im Handelsregister vom Amtsgericht Hamburg unter 44490 eingetragen.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen

Die Bewertung erfolgte unter dem Aspekt der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going-Concern-Prinzip).

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Der aktivierte Geschäfts- und Firmenwert wird planmäßig über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer basiert auf den bestehenden Kontakten und den aktuellen Projekten des erworbenen Unternehmens.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nennwerten angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Geschäftsjahr getätigte Ausgaben, die Aufwand für nachfolgende Geschäftsjahre darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a Satz 2 HGB). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften wurden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Mit Eintragung vom 13. Oktober 2023 wurde die MCF Corporate Finance Frankfurt GmbH, Frankfurt, (vormals Cubus Partners GmbH) mit Rückwirkung auf den 1. Januar 2023 auf die Gesellschaft verschmolzen. Der aktivierte Geschäfts- und Firmenwert aus dem Erwerb betrug 1.660 TEUR.

Zum 1. Januar 2023 sind folgende Vermögensgegenstände und Schulden auf die MCF Corporate Finance GmbH, Hamburg, im Wege der Gesamtrechtsnachfolge übergegangen:

Vermögensgegenstände In EUR
Geschäfts- oder Firmenwert 1.659.776,63
Sachanlagen 10.916,00
Finanzanlagen 49.840,81
Forderungen und sonstige Vermögengegenstände 192.093,81
Guthaben bei Kreditinstituten 231.036,34
Rechnungsabgrenzungsposten 42.885,98
Summe 2.186.549,57
Schulden
Rückstellungen 72.000,00
Verbindlichkeiten 6.410,00
Passive latente Steuern 535.692,91
Summe 614.102,91

In Höhe der Differenz des übernommenen Reinvermögens und des Kaufpreises besteht ein entgeltlich erworbener Firmenwert. Da handelsrechtlich die Verschmelzung zu Anschaffungskosten und steuerrechtlich zu Buchwerten bilanziert sind, hat die Gesellschaft passive latente Steuern gebildet.

Durch den Ansatz der passiven latenten Steuern hat sich eine Differenz zum ursprünglich am 1. Januar 2023 erworbenen Beteiligungsansatz und dem Reinvermögen zuzüglich aufgedeckten Firmenwertes ergeben. Durch die Passivierung der latenten Steuern wurde nämlich gleichzeitig das Eigenkapital gemindert. Um einen sich daraus unzutreffender Weise ergebenden Verschmelzungsverlust zu vermeiden, wurde der Firmenwert partiell aufgestockt. Dabei wurde der Geschäfts- oder Firmenwert korrespondierend zur passivierten Steuerlatenz (T€ 536) erhöht, sodass sich eine erfolgsneutrale Abbildung des Verschmelzungsvorgang ergeben hat. Die Bilanzierung erfolgte dahingehend zutreffend, als dass ein Käufer als ordentlicher Kaufmann künftige Steuerbelastungen als stille Lasten eingepreist hat.

Es wurden keine aktiven latenten Steuern gegengerechnet. Der zugrunde gelegte Steuersatz ergibt sich aus der Körperschaft- und Gewerbesteuer und beträgt 32,275 %.

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Das Finanzanlagevermögen setzt sich aus direkt gehaltenen Beteiligungen der Tochterunternehmen in Höhe von 173 TEUR (Vorjahr 173 TEUR) zusammen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind solche aus Lieferungen und Leistungen.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 208.900,00 EUR.

Im Rahmen der o.g. Verschmelzung wurden eigene Anteile mit dem Nominalwert i.H.v. 15.410,00 EUR verkauft. Ein darauf gezahltes Agio wurde mit den freien Rücklagen verrechnet. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr eigene Anteile mit einem Nennbetrag von 18.963,00 EUR eingezogen. Der Nominalwert der eigenen Anteile beträgt nunmehr 7.583,00 EUR.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Bonusrückstellungen (520 TEUR), Rückstellungen für Urlaub (58 TEUR), Rückstellung für ausstehende Rechnungen (79 TEUR) sowie Rückstellungen für Jahresabschlusserstellung und -prüfung (56 TEUR).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 1.702.304 EUR. Diese resultieren im Wesentlichen aus Verpflichtungen aus den Miet- und Leasingverträgen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" enthält Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 255.164,47 EUR (Vorjahr 16.817,17 EUR).

Der Posten "sonstige betriebliche Erträge" enthält Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 20.435,62 EUR (Vorjahr 80.084,88 EUR).

Sonstige Pflichtangaben

Mitarbeiterzahl

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2023 beträgt 27 (Vorjahr 22).

Beteiligungen

Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag folgende Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB:

Anteil am Kapital Eigenkapital 31.12.2023 Jahresergebnis 2023
MCF Ltd., London (Großbritannien) 100,0 % GBP 775.911 GBP 149.721
MCF Corporate Finance Oy, Helsinki (Finnland) 52,0 % EUR 792.945 EUR -285.552
MCF Corporate Finance AB, Stockholm (Schweden) 100,0 % SEK 22.097.049 SEK -5.976.475

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

MBA Hans-Christoph Stadel, kaufmännischer Geschäftsführer, Hamburg (bis zum 14.12.2024)

Rechtsanwalt Dr. Christoph Stoecker, kaufmännischer Geschäftsführer, Hamburg (bis zum 14.12.2024)

Dipl.-Kfm. Stefan Mattern, kaufmännischer Geschäftsführer, Hamburg

Dipl.-Kfm. Matthias Karl Hugo Magnus, Dreieich (seit 14.12.2024)

Von der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird mit Hinweis auf § 134 Abs. 3 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Hamburg, den 13.03.2025

MCF Corporate Finance GmbH,

Matthias Magnus, Geschäftsführer

Stefan Mattern, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

 

Hamburg, den 13.3.2025

MCF Corporate Finance GmbH

gez.

Matthias Magnus

Stefan Mattern

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.03.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MCF Corporate Finance GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MCF Corporate Finance GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MCF Corporate Finance GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung derdeutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, 14. März 2025

HBBN Audit AG
Wirtschaftprüfungsgesellschaft

M. Borkel, Wirtschaftsprüfer

F. Kaulbach, Wirtschaftsprüfer

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