Stadtwerke Delitzsch GmbH
Selbe AdresseWärme- und Kältehandel
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Feulner seit 5.1.2012 | Geschäftsführer |
Sabine Döhler seit 26.10.2010 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gasversorgung Delitzsch GmbH (GVD)DelitzschJahresabschluss zum 31.12.2012Lagebericht für das Geschäftsjahr 20121. Entwicklung der Rahmenbedingungen Für das Jahr 2012 verzeichnete das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ein deutlich verlangsamtes Expansionstempo der deutschen Wirtschaft. Nach 3,0 % im Jahr 2011 legte die Wirtschaftsleistung 2012 nur um 0,8 % zu. Die abgeschwächte Nachfrage aus dem Euroraum belastet vor allem die Industrie, während der Dienstleistungsbereich weiter von einer insgesamt soliden Binnenkonjunktur profitiert. Die jährliche Inflationsrate lag 2012 nach Schätzungen des DIW bei 2,0 %. Die Spotmarktpreise von Kohle, Erdgas und Strom notierten 2012 überwiegend unter dem Niveau des Vorjahres. Die internationale Konjunkturabschwächung und die Wertsteigerung des Euro in der zweiten Jahreshälfte wirkten preisdämpfend. In Deutschland beeinflussten die Effekte der Energiewende, der Ausbau der erneuerbaren Energien und die damit verbundene verstärkte Einspeisung in die Netze die Preisentwicklung. Gemäß ersten Schätzungen des BDEW stieg der Erdgasverbrauch 2012 um ca. 1,0 %. Der gestiegene Erdgasverbrauch aufgrund des Kälteeinbruchs im Februar und den im Vergleich zum Vorjahr deutlich kühleren Monaten April und September sowie der Schalttag wirkten dem deutlich gesunkenen Brennstoffeinsatz in den Kraftwerken entgegen. Um Temperatureinfluss und Schalttag bereinigt lag der Erdgasverbrauch 2012 ca. 4 % unter seinem Vorjahreswert. Obwohl die Erdgasimportpreise im Verlauf des Jahres 2012 kaum über den Preisen des Vorjahres lagen und im Dezember 2012 sogar um rund 2 % im Vergleich zum Dezember 2011 niedriger waren, haben sich die Erdgaspreise für alle Verbrauchergruppen gemessen am Index der Erzeugerpreise (Inlandsabsatz) im Jahr 2012 spürbar erhöht. Auch 2012 blieb die Umsetzung der Energiewende ein Schwerpunktthema der Bundesregierung: - Die Vorgaben aus dem 3. EU-Binnenmarktpaket - zur weitgehenden Liberalisierung des Strom- und Erdgasmarkts - wurden im August 2011 im deutschen Energiewirtschaftsgesetz umgesetzt. Die Europäische Kommission beabsichtigt damit, den Wettbewerb auf den europäischen Elektrizitäts- und Gasmärkten weiter zu stärken. Gefordert wird die strengere Entflechtung der Übertragungs- und Fernleitungsnetze von den vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen. - Am 1. Oktober 2012 trat die fünfte Version der Kooperationsvereinbarung Gas (KoV V) in Kraft. Die KoV V enthält formale Anpassungen als Konsequenz der EnWG-Novelle sowie Änderungen in wesentlichen Bereichen, wie der Einführung einer monatlichen Netzkontenabrechnung durch die Marktgebietsverantwortlichen, die weitere Standardisierung von Geschäftsbedingungen und die Umsetzung von Kapazitätsmanagementmaßnahmen gemäß der entsprechenden Festlegung (KARLA-Gas) der BNetzA. Die durch die Bundesregierung angeschobene Energiewende in Deutschland hält für die Energiewirtschaft und -technik in der Zukunft ein vielfältiges und spannendes Aufgabenspektrum bereit. Dieser Prozess wird nicht innerhalb eines Jahres bzw. Jahrzehntes abgeschlossen sein. Durch die Medien werden die Verbraucher auch in den nächsten Jahren zu Themen wie den Energiepreisen, dem Ausbau Erneuerbarer Energien und der Versorgungssicherheit sensibilisiert und ihr Abnahmeverhalten sowie ihre Kaufentscheidungen entsprechend verändern. 2. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2012 versorgte die Gasversorgung Delitzsch GmbH ihre Kunden zuverlässig mit Gas und gewährleistete damit jederzeit die Versorgung im Stadtgebiet Delitzsch sowie in den eingemeindeten Ortsteilen Benndorf und Schenkenberg mit Storkwitz. Der Gasbezug bewegt sich mit 131 GWh auf dem Niveau des Vorjahres. Die temperaturbedingte Absatzerhöhung aufgrund der kälteren Monate Februar und April 2012 sowie die Neugewinnung eines Großkunden kompensierten dabei die Absatzverluste aufgrund von Kundenverlusten bei den Haushaltskunden. Dies spiegelt sich in den Bezugsmengen wieder. Die Kosten für den Erdgasbezug stiegen insgesamt um TEUR 328 bzw. 7,5 %. Ursache waren im Wesentlichen die gestiegenen Heizölpreise, an die die Beschaffungskosten gekoppelt waren. Um dieser Entwicklung zukünftig entgegenzuwirken, wurde ab Oktober 2012 ein neuer Bezugsvertrag zu Festpreisen geschlossen. Der Gasliefervertrag mit der MITGAS Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH endete am 30. September 2012. Für den Zeitraum 1. Oktober 2012 bis 31. Dezember 2013 wurde ein neuer Liefervertrag mit der E.ON Ruhrgas AG abgeschlossen. Durch Akquisition sowie durch die Zuordnung eines Kunden vom Standardlastprofilsegment (SLP) in das Segment der Kunden mit registrierender Leistungsmessung (RLM) nahm der Absatz an leistungsgemessene Kunden um 4 GWh bzw. 10 % zu. Dementsprechend stiegen die Umsatzerlöse um TEUR 247 (16 %). Der Absatz an Standardlastprofilkunden verringerte sich aufgrund von Kundenverlusten infolge der letzten Preiserhöhung im Geschäftsjahr 2011, der Zuordnung eines SLP-Kunden in den RLM-Kundenbereich sowie des steigenden Energiebewusstseins der Kunden um 4 GWh bzw. 5 %. Trotz Preisstabilität der Gasversorgung Delitzsch GmbH stieg die Wechselbereitschaft der Kunden aufgrund der zunehmenden Vertriebsaktivitäten der Wettbewerber. Die Akquisitions- und Reakquisitionsaktivitäten konnten den Kundenverlust im SLP-Bereich nicht vollständig kompensieren. Um die starken Kundenverluste der Vergangenheit aufzuhalten, wurde im Jahr 2012 das Produktportfolio neu gestaltet. So werden nunmehr Verträge mit Preisgarantie angeboten, um dem Bedürfnis der Kunden nach Sicherheit und Stabilität zu entsprechen. Die Gasversorgung Delitzsch GmbH versorgte zum Ende des Geschäftsjahres insgesamt 4.012 SLP-Kunden und hält nunmehr einen Marktanteil in Delitzsch von ca. 82 %. Weiterhin wurden 9 leistungsgemessene Kunden von der Gasversorgung Delitzsch GmbH versorgt. An der Erdgastankstelle der Gasversorgung Delitzsch GmbH und der MITGAS Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH wurden 777 MWh abgesetzt. Damit blieb der Absatz im Vergleich zum Vorjahr auf dem gleichen Niveau. Gemäß Kauf- und Übertragungsvertrag vom 21. Dezember 2011 erfolgte die Übertragung der Gasversorgungsnetze in den eingemeindeten Ortsteilen Benndorf und Schenkenberg mit Storkwitz zum 1. Januar 2012 von der MITGAS Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH auf die Gasversorgung Delitzsch GmbH. Mit der Netzübernahme zum Jahresanfang 2012 wurde der bereits bestehende Pachtvertrag mit der Delitzsch Netz GmbH erweitert. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben hält die Gasversorgung Delitzsch GmbH kein eigenes Personal vor. Die technische und kaufmännische Betriebsführung sowie die Vertriebsaktivitäten wurden auf Basis eines Betriebsführungsvertrages von der Technische Werke Delitzsch GmbH ausgeführt. Die Delitzsch Netz GmbH, Tochterunternehmen der Gasversorgung Delitzsch GmbH (25,2 %) und der Technische Werke Delitzsch GmbH (74,8 %), schloss das Geschäftsjahr 2012 mit einem Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 214 ab. Dabei erzielte die Sparte Gas ein positives Ergebnis von TEUR 48 und die Sparte Strom ein positives Ergebnis von TEUR 166. 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens Im Geschäftsjahr 2012 erreichte die Gasversorgung Delitzsch GmbH erneut ein positives Jahresergebnis. Die Umsatzerlöse aus Gasverkauf stiegen gegenüber dem Jahr 2011 um 5 % auf TEUR 7.271. Dabei erhöhten sich die Umsatzerlöse mengenbedingt an leistungsgemessene Kunden um TEUR 247 bzw. 16 %. Trotz der gesunkenen Absatzmengen stiegen die Umsätze an Standardlastprofilkunden um TEUR 116 bzw. 2 %. Dies ist auf die im Jahr 2011 durchgeführte Preisanpassung zurückzuführen. Die dargestellte Entwicklung der Erlöse ist auch durch abrechnungstechnische Sondereinflüsse aus Vorjahren beeinflusst. Die Gesamtinvestitionen im Geschäftsjahr 2012 betrugen TEUR 1.114. Davon wurden Investitionsmaßnahmen in Höhe von TEUR 195 für die Erneuerung bzw. Sanierung des vorhandenen Gasnetzes eingesetzt und TEUR 919 entfielen auf die Netzübernahme in den eingemeindeten Ortsteilen Benndorf und Schenkenberg mit Storkwitz der Großen Kreisstadt Delitzsch. Hauptschwerpunkt im Investitionsgeschehen des Jahres 2012 war u. a. die Netzerneuerung in der Ostsiedlung, der Dübener Straße, der Holzstraße, der Kleinen Wallstraße sowie der Pestalozzistraße. Im Berichtsjahr wurden insgesamt 63 Hausanschlüsse neu verlegt, ausgewechselt oder umverlegt sowie 48 Hausanschlüsse vom Versorgungsnetz der Gasversorgung Delitzsch GmbH getrennt und zurückgebaut. Die Länge der Versorgungsleitungen (inkl. Hausanschlussleitungen) betrug zum 31. Dezember 2012 insgesamt 131 km. Für die geplante Umsetzung der Investitionsvorhaben und der Netzübernahme in den eingemeindeten Ortsteilen sowie die Sicherstellung der unterjährigen Zahlungsfähigkeit wurde ein Darlehen aufgenommen. Die Gasversorgung Delitzsch GmbH verfügte zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von TEUR 2.531 und war während des Geschäftsjahres stets zahlungsfähig. Mit der Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft und den aufgenommenen Darlehen war die Finanzierung der Gesellschaft gesichert. Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt 54 % und sinkt damit gegenüber dem Vorjahr (59 %) um 5 %. Dies resultiert hauptsächlich aus der Zunahme des Fremdkapitals im Zusammenhang mit der Netzübernahme. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 957 ab. 4. Künftige Entwicklung und Risiken Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung wurden regelmäßig und umfassend im Rahmen des eingeführten Risikomanagements über alle unternehmerischen Risiken informiert. Durch das Risikomanagement werden alle die Ertrags- bzw. Finanzlage beeinflussenden Risiken zeitnah erfasst und bewertet, so dass die Geschäftsführung jederzeit einen realistischen Überblick über die Risiken der Gesellschaft hat. Wie der stark schwankende Wetterverlauf der letzten fünf Jahre gezeigt hat, ergeben sich Absatzrisiken aus witterungsbedingten Effekten. Der Gasverbrauch der privaten Haushalte ist in hohem Maße abhängig von der Temperatur und unterliegt saisonalen Schwankungen. Hinzukommt das wachsende Energie- und Umweltbewusstsein, das die Kunden zunehmend zum Energiesparen bewegt. Auch das Preisrisiko steht im Fokus des Risikomanagements. Der intensivierte Wettbewerb ist Haupttreiber dieser Risikoposition. Durch flexible Beschaffungsmodelle wird die Gasversorgung Delitzsch GmbH diese Risiken minimieren. Kundenbindung, Reakquisition und Gewinnung neuer Kunden in den neuen Konzessionsgebieten sind Basis der künftigen Vertriebsaktivitäten. Neben dem Einsatz verschiedener Marketingmaßnahmen soll auch das Produktportfolio der Gasversorgung Delitzsch GmbH regelmäßig geprüft und angepasst werden. Des Weiteren beobachtet die Gasversorgung Delitzsch GmbH genau die politischen Entwicklungen, um rechtzeitig auf neue gesetzliche Vorgaben reagieren zu können. Um eine störungsfreie Versorgung zu gewährleisten wird die Gasversorgung Delitzsch GmbH als Eigentümerin des Gasnetzes und die Delitzsch Netz GmbH als Netzbetreiberin auch zukünftig erforderliche Investitionsmaßnahmen zur Netzertüchtigung umsetzen. In diesem Zusammenhang ist für das Geschäftsjahr 2013 ein Investitionsbudget in Höhe von TEUR 276 geplant. Bestandsgefährdende und sonstige wesentliche Risiken, die die künftige Entwicklung der Gesellschaft nachhaltig beeinflussen können, bestehen derzeit nicht. Für das Wirtschaftsjahr 2013 erwartet die Geschäftsführung einen Gesamtumsatz in Höhe von ca. 8,0 Mio. Euro. Aufgrund der voraussichtlichen Entwicklung der Erlösobergrenze im Gassektor für die zweite Regulierungsperiode, die ab dem 1. Januar 2013 beginnt, und deren Auswirkungen für die Netzgesellschaften sowie die damit verbundenen Auswirkungen für die Gasversorgung Delitzsch GmbH erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2013 ein niedrigeres Ergebnis gegenüber dem Geschäftsjahr 2012. Für 2013 plant die Geschäftsführung Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 8.054 und einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 786. Im Geschäftsjahr 2014 wird von einem Umsatzvolumen in Höhe von TEUR 7.693 und einem positiven Ergebnis in Höhe von TEUR 723 ausgegangen. 5. Tätigkeitsabschlüsse Die Gasversorgung Delitzsch GmbH ist als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen gemäß § 6 b Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) zu einer buchhalterischen Entflechtung sowie zur Gewährleistung von Transparenz bzw. zur diskriminierungsfreien Ausgestaltung und Abwicklung ihrer Netztätigkeiten verpflichtet. Nach § 6 b Abs. 3 EnWG sind daher gesonderte Tätigkeitsabschlüsse zu erstellen. Die Geschäftsfelder der Gasversorgung Delitzsch GmbH umfassen die Bereiche der Gasverteilung, andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors sowie andere Aktivitäten außerhalb des Gassektors. Die Grundlage für die Zuordnung sämtlicher Geschäftsvorfälle zu den genannten Bereichen bilden die tätigkeitsbezogenen Zusatzkontierungen, die allen Buchungen mitgegeben werden. Gemessen an den gesamten Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 8.390 weist der Tätigkeitsbereich der Gasverteilung im Geschäftsjahr 2012 anteilige Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.114 aus. Auf den Tätigkeitsbereich der Gasverteilung entfällt im Geschäftsjahr 2012 ein Jahresüberschuss vor Ergebnisverwendung in Höhe von TEUR 408. Zum Bilanzstichtag 31.12.2012 betrug die Bilanzsumme des Tätigkeitsbereiches Gasverteilung TEUR 8.194 und macht damit ca. 77,5 % der Bilanzsumme der Gesellschaft aus.
Delitzsch, den 19. April 2013 Jörg Feulner, Geschäftsführer Bilanz zum 31.12.2012Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung per 31.12.2012
Anhang für 2012I. Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG, des EnWG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die GVD ist nach den Größenmerkmalen eine kleine Kapitalgesellschaft. Gemäß § 12 Abs. 2 des Gesellschaftsvertrags wurde der Jahresabschluss nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Zum 1. Januar 2008 wurde die umsatzsteuerliche Organschaft zur Wohnungsgesellschaft der Stadt Delitzsch mbH begründet. Organgesellschaften sind die Technische Werke Delitzsch GmbH und die Gasversorgung Delitzsch GmbH. II. Erläuterungen zu den Posten von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Ausweis, Bilanzierung und Bewertung 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalbetrag ausgewiesen. Erkennbare Ausfallrisiken werden durch pauschalierte Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kredit- und Ausfallrisiko wird mit einer Pauschalwertberichtigung von 2 % der um die Einzelwertberichtigungen verminderten Nettobeträge der Forderungen Rechnung getragen. Als verbundene Unternehmen werden Konzerngesellschaften der Wohnungsgesellschaft der Stadt Delitzsch mbH angesehen. Forderungen und Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter werden als gesonderte Posten in die Bilanz aufgenommen. Entsprechend Art.67 EGHGB wurde die Übergangsregelung in Anspruch genommen, wonach die bis zum 31.12.2009 gebildeten Sonderposten mit Rücklagenanteil unbefristet beibehalten werden können. Der nach den §§ 4 und 6 Fördergebietsgesetz gebildete Sonderposten mit Rücklageanteil wird entsprechend den sich nach handelsrechtlichen Grundsätzen ergebenden Abschreibungen und den Abgängen des Sachanlagevermögens aufgelöst. Erhaltene und verwendete Investitionszuschüsse Dritter (Fördermittel) werden in einem Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen ausgewiesen. Unter den empfangenen Ertragszuschüssen werden Baukostenzuschüsse und Hausanschlusskostenbeiträge ausgewiesenen, die bis zum 31. Dezember 2002 erhoben wurden und ratierlich mit 5 % p. a. aufgelöst werden. Die ab 2003 erhobenen Baukostenzuschüsse und Hausanschlusskostenbeiträge werden in den Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen eingestellt und entsprechend der tatsächlichen Nutzungsdauer der bezuschussten Sachanlagen aufgelöst. Die Rückstellungen für Pensionen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Als Bewertungsverfahren wurde die PUC - Methode verwendet. Zur Anwendung kamen die Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 5,06 % gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Rentensteigerungen und Fluktuationen wurden nicht berücksichtigt. Bei den übrigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen angemessen und ausreichend berücksichtigt. Sie sind mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Wenn erforderlich, werden Kostensteigerungen berücksichtigt und langfristige Rückstellungen abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Die vom Netzbetreiber Delitzsch Netz GmbH, erhobenen Baukostenzuschüsse Gas wurden auf Grund vertraglicher Regelungen an die GVD weitergeleitet und als Pachtvorauszahlung als passiver Rechnungsabgrenzungsposten bilanziert. Die ertragswirksame Auflösung erfolgt über 20 Jahre. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und Entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29,125% zu Grunde gelegt. 2. Angaben zu Posten der Bilanz Die Gliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens werden in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen Forderungen aus Gaslieferungen an Tarif- und Sonderpreiskunden sowie Sondervertragskunden von TEUR 529. Zur Abdeckung von erkennbaren und eventuellen Forderungsausfällen wurden zum Bilanzstichtag Einzelwertberichtigungen von TEUR 84 und eine Pauschalwertberichtigung von TEUR 12 von den Forderungen abgesetzt. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin Technische Werke Delitzsch GmbH betragen TEUR 1.204 (Vj: TEUR 1.176) und enthalten vor allem Forderungen aus der Monatsverrechnung Dezember 2012 in Höhe von TEUR 822 (Vj.: TEUR 839) bzw. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Gas gegenüber der TWD in Höhe von TEUR 265 (Vj.: TEUR 251). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen vorrangig Forderungen an die Delitzsch Netz GmbH aus dem Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 189 (Vj. TEUR 189). Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 982. Die Stammeinlagen sind voll erbracht. Die Anteilseigner sind zu 51 % die Technische Werke Delitzsch GmbH, Delitzsch, und zu 49 % die envia Mitteldeutsche Energie AG, Chemnitz. Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von TEUR 587 wurde im Jahr 2012 in voller Höhe an die Gesellschafter ausgeschüttet. Der Sonderposten mit Rücklageanteil beinhaltet Sonderabschreibungen nach den §§ 4 und 6 Fördergebietsgesetz. In den Vorjahren wurden steuerliche Sonderabschreibungen gemäß § 4 FördG in Höhe von TEUR 3.307 vorgenommen. Durch die anteilige Auflösung dieser Sonderabschreibungen ist das Jahresergebnis des Geschäftsjahres um rund TEUR 152 entlastet. Die Auflösung der Sonderposten für empfangene Baukostenzuschüsse und Hausanschlusskostenbeiträge (TEUR 689) entlastete das Jahresergebnis der GVD um rund TEUR 150. Die Steuerrückstellungen beinhalten die Nachzahlungen der Gewerbesteuer, der Körperschaftsteuer und des Solidaritätszuschlages für die Jahre 2011 und 2012. Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 199) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für Netzentgelte (TEUR 75), zur Risikovorsorge im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten (Gaspreisanpassung: TEUR 35), für Tantiemen (TEUR 20), für die vertraglich vereinbarte Anpassung des Pachtentgeltes (TEUR 14), für Prüfungs- und Beratungskosten (TEUR 14) sowie für Vorsteuerkürzungen aufgrund der umsatzsteuerlichen Organschaft (TEUR 13). Für die Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten:
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Negativerklärungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der Wohnungsgesellschaft der Stadt Delitzsch mbH (WGD) in Höhe von TEUR 26 (Vj. TEUR 122) und setzen sich aus Verbindlichkeiten und Forderungen aus Umsatzsteuerzahlungen und Verbindlichkeiten aus Gaslieferungen zusammen. Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB bestehen am 31. Dezember 2012 nicht. 3. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Von den erzielten Umsatzerlösen (TEUR 8.390) entfallen TEUR 5.503 auf den Gasverkauf an Standardlastprofilkunden und TEUR 1.768 auf den Verkauf an Kunden mit registrierender Leistungsmessung (Sondervertragskunden), TEUR 972 auf die Verpachtung des Gasnetzes, TEUR 95 auf Erlöse aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse der bis 2002 erhobenen Baukostenzuschüsse und Hausanschlusskostenbeiträge sowie TEUR 52 auf sonstige Umsätze. In den sonstigen betrieblichen Erträgen (TEUR 356) sind die Erträge aus der Auflösung des Sonderposten mit Rücklageanteil (TEUR 152), Erträge aus Auflösung des Sonderposten für die ab 2003 erhobenen Baukostenzuschüsse und Hausanschlusskosten (TEUR 19), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 74), Erträge aus der Auflösung von Fördermitteln (TEUR 35) und sonstige betriebliche Erträge (TEUR 76) enthalten. Die planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen betragen (TEUR 539). Weiterhin wurden außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB (Erdgastankstelle: TEUR 79) vorgenommen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 410) umfassen im Wesentlichen Forderungsausbuchungen und Wertberichtigungen auf das Umlaufvermögen (TEUR 26), das Dienstleistungsentgelt (TEUR 174), Werbungskosten (TEUR 49), die Prüfungs-und Beratungskosten (TEUR 54), Verluste aus Anlagenabgängen (TEUR 9) sowie Konzessionsabgabe (TEUR 57). Von den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 273 entfallen TEUR 148 auf Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag und TEUR 125 auf Gewerbesteuer. Sie betreffen das Berichtsjahr und entfallen ausschließlich auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die aktive latente Steuer beträgt TEUR 3. Sie resultiert in Höhe von TEUR 2 aus einem höheren Beteiligungssatz der Delitzsch Netz GmbH in der Steuerbilanz und aus der Differenz zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich der Rückstellungen für AR- Vergütungen in Höhe von TEUR 1. Passive latente Steuer fällt nicht an. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen für das Jahr 2013 in Höhe von TEUR 174. Gemäß Gesellschaftsvertrag der Delitzsch Netz GmbH hat die GVD als Gesellschafter die Pflicht, Jahresfehlbeträge entsprechend des Spartenergebnisses in Höhe von 100 % auszugleichen. Darüber hinaus bestehen Mindestabnahmeverpflichtungen im Rahmen des Gasbezugsvertrages mit der E.ON Ruhrgas AG in Höhe von TEUR 3.717. 5. Angaben über bestimmte Geschäfte 6b Abs. 2 EnWG Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2012 aufgrund folgender Verträge Geschäfte im Sinne der Vorschrift des § 6b Abs. 2 EnWG durchgeführt: Gaslieferungsvertrag mit der Technische Werke Delitzsch GmbH, Delitzsch. Im Geschäftsjahr 2012 wurden 39.075 MWh geliefert und Umsatzerlöse von TEUR 1.688 erzielt. Gasliefervertrag mit der Wohnungsgesellschaft der Stadt Delitzsch mbH, Delitzsch. Im Geschäftsjahr 2012 wurden ca.1.569 MWh geliefert und Umsatzerlöse aus dem Gasverkauf in Höhe von TEUR 92 erzielt. Betriebsführungsvertrag mit der Technische Werke Delitzsch GmbH, Delitzsch (Aufwand TEUR 164). Pachtvertrag mit der Delitzsch Netz GmbH. Im Geschäftsjahr 2012 wurden Umsatzerlöse in Höhe TEUR 976 erzielt. 6. Angaben zu den Organen Geschäftsführung:
Aufsichtsrat:
Im Geschäftsjahr 2012 wurden TEUR 7 Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrates gezahlt. Hinsichtlich der Geschäftsführerbezüge wird die Befreiungsmöglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB angewendet. 7. Ergebnisverwendung Es wird vorgeschlagen, das Jahresergebnis 2012 in Höhe von TEUR 717 an die Gesellschafter auszuschütten und den verbleibenden Teil auf neue Rechnung vorzutragen. 8. Arbeitnehmerschaft Die Gasversorgung Delitzsch GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr 2012 keine Mitarbeiter. Die Geschäfte der Gesellschaft werden im Rahmen eines Betriebsführungsvertrages durch die TWD ausgeführt. 9. Abschlussprüferhonorar Für Abschlussprüfungsleistungen betragen die Aufwendungen im Geschäftsjahr 2012 TEUR 13 und andere Bestätigungsleistungen TEUR 1. 10. Anteilsbesitz Am nachstehenden Unternehmen besitzt die GVD unmittelbar mindestens den fünften Teil der Anteile:
11. Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Wohnungsgesellschaft der Stadt Delitzsch mbH, Delitzsch einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. 12. Tätigkeitsabschlüsse Die Gesellschaft hat nach § 6b Abs. 3 Satz 7 EnWG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012 Tätigkeitsabschlüsse für folgende Aktivitäten aufgestellt: - Aktivität Gasverteilung - Aktivitäten innerhalb des Gassektors - Aktivitäten außerhalb des Gassektors Die Tätigkeitsabschlüsse sind nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind nach § 266 und § 275 HGB gegliedert Allen Aufwands- und Erlösbuchungen wurden Primärkostenstellen zugeordnet. Soweit es möglich war, wurden alle Buchungen den Aktivitäten direkt zugeordnet. Ansonsten erfolgte die Zuordnung über sachgerechte Schlüssel. Zur Anwendung kamen folgende Schlüssel: Umsatzschlüssel, Anlagenschlüssel, Personalschlüssel und Ergebnisschlüssel. Die Aktivitätenabschlüsse wurden auf Basis der Kostenstellenauswertungen und unter Anwendung der für das Jahr 2012 aktualisierten Schlüssel aufgestellt und beinhalten die Gewinn- und Verlustrechnung, die Bilanz sowie den Anlagenspiegel für die jeweilige Aktivität. Die in den Bilanzen entstehenden Kapitalverrechnungsposten wurden gesondert ausgewiesen. Die Tätigkeitsbereiche schließen mit folgenden Ergebnissen ab: - Aktivität Gasverteilung (TEUR 408) - Aktivitäten innerhalb des Gassektors (TEUR 549) - Aktivitäten außerhalb des Gassektors (TEUR 0)
Delitzsch, den 19. April 2013 Jörg Feulner, Geschäftsführer BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Gasversorgung Delitzsch GmbH, Delitzsch, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.
Leipzig, 19. April 2013 BDO
AG
gez. Dr. Hammer, Wirtschaftsprüferin gez. ppa. Welskop, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2012Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2012 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er wurde in zwei Aufsichtsratssitzungen am 27. Juni 2012 und 28. November 2012 über die Entwicklung und die Lage der Gesellschaft und über andere bedeutsame einzelne Geschäfte und Maßnahmen in schriftlicher und mündlicher Form ausführlich unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte und Vorlagen mit der Geschäftsführung beraten und die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Entscheidungen getroffen. Bestandteil dieser Berichterstattung waren auch Berichte über die unterjährige Ertrags- und Finanzlage sowie über das Risikomanagementsystem. Damit konnte sich der Aufsichtsrat mit den Rechnungslegungsprozessen und der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems befassen und so seiner Kontroll- und Überwachungspflicht gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz nachkommen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss 2011 sowie die Unternehmensplanung 2013 und Folgejahre einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung beschlossen. Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen waren die Änderung der Gasbeschaffungsrichtlinie, die Änderung der Ergänzenden Bedingungen zur GasGVV sowie der Abschluss eines neuen Gasliefervertrages mit der Technische Werke Delitzsch GmbH. Weiterhin wurden Beschlüsse zur Delitzsch Netz GmbH gefasst. Außerdem hat der Aufsichtsrat der Durchführung eines schriftlichen Umlaufbeschlusses im ersten Quartal 2013 zur Abgabe eines Angebotes zum Abschluss des Konzessionsvertrages Gas zwischen der Gasversorgung Delitzsch GmbH und der Großen Kreisstadt Delitzsch für das Gemeindegebiet Döbernitz mit den Ortsteilen Beerendorf, Beerendorf Ost, Brodau, Selben und Zschepen zugestimmt. In einem schriftlichen Umlaufverfahren vom 27. April 2012 stimmte der Aufsichtsrat der Herausgabe von vertraulichen Unterlagen der Gasversorgung Delitzsch GmbH und der Delitzsch Netz GmbH im Zusammenhang mit einer Unternehmensbewertung der Technische Werke Delitzsch GmbH zu. In einem weiteren Umlaufverfahren vom 20. August 2012 beschloss der Aufsichtsrat die Änderung der Systematik der allgemeinen Tarifpreise und Sonderprodukte der Gasversorgung Delitzsch GmbH zum 1. Oktober 2012. Im Geschäftsjahr ergaben sich folgende Veränderungen im Aufsichtsrat: Herr Falk Hawig schied zum 31. Dezember 2012 aus dem Aufsichtsrat aus. Herr Uwe Härling nahm am 1. Januar 2013 seine Tätigkeit im Aufsichtsrat auf. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2012 sind von dem durch die Gesellschafter gewählten Abschlussprüfer, der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Leipzig, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat dem Abschluss des Geschäftsjahres den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt und festgestellt, dass nach seiner Beurteilung der Geschäftsjahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und dass der Lagebericht insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage der Gesellschaft gibt und die Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Nach der vom Aufsichtsrat vorgenommenen eigenen Prüfung des Abschlusses des Geschäftsjahres, des Lageberichtes und des Vorschlages für die Ergebnisverwendung hat der Aufsichtsrat hierzu keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung vorgelegten Abschluss des Geschäftsjahres 2012 in seiner Sitzung vom 25. Juni 2013 festgestellt und der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2012 Entlastung erteilt. Dem Ergebnisverwendungsvorschlag der Geschäftsführung schließt sich der Aufsichtsrat an. Der Aufsichtsrat spricht der Geschäftsführung für die im Geschäftsjahr geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.
Delitzsch, 25. Juni 2013 Der Aufsichtsrat Michael Schmiech, Aufsichtsratsvorsitzender ErgebnisverwendungsvorschlagAuszug aus dem Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2012 der Gasversorgung Delitzsch GmbHEs wird vorgeschlagen, das Jahresergebnis in Höhe von TEUR 717 an die Gesellschafter auszuschütten und den verbleibenden Teil auf neue Rechnung vorzutragen. Auszug aus der Niederschrift über die am 25.06.2013 durchgeführte Aufsichtsratssitzung der Gasversorgung Delitzsch GmbHDer Aufsichtsrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis und empfiehlt der Gesellschafterversammlung, die als Anlage beigefüge und im Aufsichtsrat zu beratende Beschlussempfehlung für den Jahresabschluss 2012 der Gasversorgung Delitzsch GmbH anzunehmen. Auszug aus der Beschlussempfehlung des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat der Gasversorgung Delitzsch GmbH empfiehlt der Gesellschafterversammlung wie folgt zu beschließen: Der Jahresüberschuss der Gasversorgung Delitzsch GmbH für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von 956.812,52 Euro wird am 28. Juni 2013 in Höhe von 717.000,00 Euro an die Gesellschafter Technische Werke Delitzsch GmbH (51 %) 365.670,00 Euro und envia Mitteldeutsche Energie AG (49 %) 351.330,00 Euro) entsprechend ihrer Geschäftsanteile ausgeschüttet. Der Restbetrag in Höhe von 239.812,52 Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen. ErgebnisverwendungsbeschlussAuszug aus der Niederschrift über die am 25.06.2013 durchgeführte Gesellschafterversammlung der Gasversorgung Delitzsch GmbHDer Jahresüberschuss der Gasversorgung Delitzsch GmbH für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von 956.812,52 Euro wird am 28. Juni 2013 in Höhe von 717.000,00 Euro an die Gesellschafter Technische Werke Delitzsch GmbH (51 %) 365.670,00 Euro und envia Mitteldeutsche Energie AG (49 %) 351.330,00 Euro) entsprechend ihrer Geschäftsanteile ausgeschüttet. Der Restbetrag in Höhe von 239.812,52 Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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