STRÄHLE Raum - Systeme GmbH

Gewerbestraße 6, 71332 Waiblingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 260581
Eingetragen
29.11.1974
Branche
Herstellung von BüromöbelnHerstellung von Heizkörpern für ZentralheizungenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung und der Vertrieb von Raum -Systemen, insbesondere der Innenausbau von Gebäuden mit Trenn- und Schrankwänden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Florian Strähle
seit 30.7.2024
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Werner Strähle GmbH & Co. Verwaltungs KG
Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

STRÄHLE Raum - Systeme GmbH

Waiblingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

Der STRÄHLE Raum-Systeme GmbH

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Gegründet im Jahr 1911 als Schreinerei ist Strähle der Spezialist für Trennwandsysteme. Private und gewerbliche Bauherren, Bauträger, Projektgesellschaften, Generalunternehmer, Unternehmen der Innenausbaubranche sind unsere Kunden für die wir Objektinnenausbau planen und realisieren.

2. Zweigniederlassungsbericht

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

3. Forschung und Entwicklung

Die Innovationskraft von Strähle zeigt sich an der Vielzahl der technischen Lösungen für Trennwandsysteme, Raum-in-Raum-Systeme und Akustiksysteme.

So zeichnete sich das Jahr 2023 durch wirtschaftliche Verbesserungen und Optimierungen unserer Systeme aus:

Das MTS-System wurde aus dem Programm genommen. Die Schalldämmung der T-Anschlüsse an GK-Wände wurde extrem verbessert. Hier kann man sogar fast von einem "Alleinstellungsmerkmal" sprechen.

Das System 3500 wurde optimiert: weniger Teile kommen nun zur Verwendung, größere Toleranzen können aufgenommen werden. Die Montage wird einfacher und dadurch auch schneller.

Die VT100AR (Volltüre) wurde überarbeitet. Der Schallschutz wurde von 42 dB auf 47 dB verbessert.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 begann die Trendwende in der bis dato leicht florierenden deutschen Baukonjunktur. Den enormen Anstieg der Energiepreise, Sanktionen gegen Russland und Produktionsausfälle in der Ukraine hätte die deutsche Bauwirtschaft vielleicht - wie vorher die Coronakrise - meistern können; gleichzeitig sind jedoch die stabilen politischen Rahmenbedingungen weggefallen, die den Bauboom jahrelang gestützt haben:

• Das sprunghafte Anziehen der Bauzinsen ab April 2022 von 1 % auf 4 %,

• eine hohe Inflation und damit steigende Lebenshaltungskosten, die den Spielraum der Verbraucher und Bauherren deutlich einengen,

• unaufhaltsam steigende Material- und Energiepreise, getriggert durch das politische Vorantreiben der Klimawende,

• sich ständig ändernde Förderrichtlinien im Gebäudebereich, Stopps gerade erst neu aufgelegter Fördermittel und der fast vollständige Wegfall der Neubauförderung sowie

• die Unsicherheiten bei der Budgetierung der Haushaltsmittel.

Dies alles hat dem Hochbau, insbesondere dem Wohnungsbau, im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen weggezogen. Denn unsichere oder sich ständig ändernde politische Rahmenbedingungen verhindern Bauprojekte, weil im Bau die Projekte über Jahre geplant und umgesetzt und über Jahrzehnte finanziert werden.

Die Bauwirtschaft startete mit einem Auftragsbestand von 68,3 Mrd. € in das Jahr 2023 (nominal +6%, real -9%). Wie von den Spitzenverbänden der Bauwirtschaft prognostiziert, hat die ungünstige Mischung bei den Rahmenbedingungen 2023 zu einem Nachfrageeinbruch nach Bauleistungen geführt: der Umsatz ist real im 5,3 % gesunken. Verantwortlich für diesen Umsatzrückgang ist vor allem der Wohnungsbau, der 2023 real um 12 % eingebrochen ist. Der Wirtschaftsbau und der öffentliche Bau trugen jeweils "nur" mit real -1 % zu dieser krisenhaften Entwicklung bei.

Trotz des Nachfrageeinbruchs konnten die Betriebe die Beschäftigtenzahl 2023 gerade einmal konstant halten (927.700, im Vorjahr 926.700). Die Unternehmen bemühen sich ihr Personal zu halten.

Die Einkaufspreise für Baumaterial verharren weiterhin auf historisch hohem Niveau:

vergleicht man die Jahresmittelwerte der Erzeugerpreisindizes von 2020 mit laufenden Mittelwerten von 2023, so liegen beispielsweise die Indizes bei Mineralölerzeugnissen per September 2023 um ca. 60 % über dem Jahresdurchschnitt von 2020. Dämmstoffe aus Styrol liegen um gut 45 % über der Basis von 2020, Betonstahl ebenfalls. Auch die Indizes für Holzprodukte liegen um gut ein Drittel über dem Niveau von 2020. Diese Entwicklung hält auch die Preise für Bauleistungen auf hohem Niveau. Betroffen sind alle Bausparten.

Inzwischen hat die Preisdynamik für Bauleistungen allerdings erkennbar nachgelassen: für 2023 lag die Preisentwicklung für Bauleistungen bei etwa +7 % (nach + 16 % in 2022), der Umsatz betrug 162,5 Mrd. € (real - 5,3 %; nominal + 1,3 %).

2. Geschäftsverlauf

In Geschäftsjahr 2023 konnten erneut sehr viele Projekte mit einer längeren Leistungserbringungszeitraum zur Abrechnung gebracht werden, was sich positiv auf dem Umsatz auswirkte. Insgesamt hat sich der Umsatz im Jahr 2023 allerdings konjunkturbedingt etwas reduziert. Die Umsatzerlöse betragen in 2023 T€ 37.432 (im Vorjahr T€ 38.927).

Die ergebniswirksame Veränderung der halbfertigen Leistungen hat sich mit T€ 2.489 gegenüber dem Vorjahr um T€ 317 verringert.

Insgesamt reduzierte sich die Gesamtleistung im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.298 auf T€ 34.957.

Der Rohertrag (bezogen auf die Gesamtleistung) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr von 42,5 % auf nunmehr 46,3 %. Grund hierfür sind die guten Verkaufspreise, die wir durchsetzen konnten.

Der Personalaufwand erhöhte sich von 23,2 % zum 31.12.2022 auf 26,4 % zum 31.12.2023, in Bezug auf die Gesamtleistung.

Die sonstigen Aufwendungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.684 auf nun T€ 4.158. Ursache hierfür ist im Wesentlichen eine Reduzierung der Werbekosten in Höhe von T€ 410.

3. VFE-Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung

Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft. Wesentliche Veränderungen gegenüber dem Vorjahr haben sich dabei nicht ergeben.

a) Ertragslage

Der Objektinnenausbau ist die hauptsächliche Ergebnisquelle. Dieser macht rd. 95 % der gesamten Umsätze aus. Die restlichen Umsätze werden durch den Vertrieb von Systemteilen erzielt.

Die Kosten für Material und bezogene Leistungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr. Dagegen ist bei den Personalkosten eine Kostensteigerung festzustellen.

Die Beschäftigungslage ist als gut zu bezeichnen.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der vereinbarten Ziele zu vereinnahmen.

Die Eigenkapitalquote hat sich geringfügig verbessert und liegt bei 41 % (i. Vj. 37 %).

Die kurzfristige Finanzierung hat sich um 3,9 % auf 47.4 % reduziert (i.Vj. 51,3 %)

Die weiteren von den Banken eingeräumten Kreditlinien werden nicht in Anspruch genommen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind haben sich reduziert und betragen 4,3 % der Bilanzsumme (i.Vj. 5,3 %). Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Sämtliche Verbindlichkeiten per 31.12.2023 sind durch liquide Bankguthaben gedeckt.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt verändert:

Das Anlagevermögen reduzierte sich leicht von 10,9 % auf 9,1 % der Bilanzsumme.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich leicht von 89,1 % auf 90,8 %.

Die Vermögensstruktur halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Leistung pro Mitarbeiter und Rendite der Gesamtleistung heran.

Bei den Mitarbeitern sind zwei Geschäftsführer mitgezählt.

Die Betriebsleistung pro Mitarbeiter beträgt T€ 289 und hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 15 verschlechtert. Trotzdem wurde die im Vorjahr prognostizierte Betriebsleistung pro Mitarbeiter (T€ 250 pro Mitarbeiter) übertroffen.

Die Rendite der Gesamtleistung beträgt 8,1 % i.Vj. 0,4 %. Ursache hierfür sind die Auflösung der Rückstellungen für Drohverluste, die sich zum Glück nicht eingestellt hatten sowie eine Kostenreduzierung bei den Werbe- und Marketingkosten.

5. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in der aktuellen Entwicklung, insbesondere im Bereich des Gewerbe- und Wirtschaftsbaus. Geplante Baumaßnahmen werden aufgrund der negativen Entwicklung des Kapitalmarktes verschoben oder sogar storniert. Dies wird zu weiter steigendem Wettbewerb unter den Bauunternehmen führen.

Die weltwirtschaftliche Lage ist im Hinblick der Auseinandersetzung in der Ukraine und den damit verbundenen wirtschaftlichen Risiken wie Materialknappheit und Rohstoffpreise nicht abschätzbar. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung dieser Risiken gerüstet.

III. Prognosebericht

Durch die nachlassende Dynamik bei den Einkaufspreisen und den anziehenden Wettbewerb um Aufträge lässt zwar der Druck auf die Baupreise allmählich nach. Andererseits bleiben aber die Einkaufspreise hoch, steigende Mautgebühren und CO 2 -Aufschläge verteuern das Bauen noch einmal. Alles in allem rechnen die Spitzenverbände der Bauwirtschaft 2024 dennoch mit einem Preisrückgang für Bauleistungen um 2 %.

Nach dem Nachfragerückgang im letzten Jahr erwarten die Bauverbände 2024 wegen der nach wie vor ungünstigen Rahmenbedingungen einen weiteren Rückgang des Umsatzes im Bauhauptgewerbe auf 154 Mrd. € (nominal - 5 %; unter der Annahme sinkender Baupreise: real -3 %). Verantwortlich dafür ist hauptsächlich der Wohnungsbau.

Nachdem die deutsche Wirtschaft 2023 um real 0,3 % geschrumpft ist, erwartet die Bundesregierung für 2024 auch nur ein geringes Wachstum des BIP von 0,3 %.

Im Wohnungsbau erwarten die Bauverbände für 2024 einen Umsatz von nur noch 49 Mrd. € (nominal -15 %, real - 13 %).

Im Wirtschaftsbau rechnen wir 2024 mit einem Umsatz vom gut 60 Mrd. € (nominal knapp + 1 %, real + 3%). Diese Entwicklung wird verstärkt vom Tiefbau getragen. Im Wirtschaftshochbau wird der Umsatz gut 30 Mrd. € betragen.

Die Bauverbände gehen für das Jahr 2024 im Bereich Infrastruktur (Straße und Wasserstraße) von einer Stagnation aus. Im öffentlichen Hochbau wird ein leichter Zuwachs (real + 5 %) auf 9,7 Mrd. € erwartet.

Die anhaltende prekäre Finanzsituation vieler Kommunen lässt Mehrausgaben zum Abbau des Investitionsstaus nicht zu. Im öffentlichen Bau wird ein Umsatz von 44,9 Mrd. € erwartet (nominal + 1 %, real + 3 %).

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir eine gleichbleibende Leistung pro Mitarbeiter wie im Jahr 2023. Daher wird die Gesamtleistung des Unternehmens der von 2023 entsprechen wobei wir eine leichte Verbesserung der Rendite erwarten.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken:

Durch die aktuelle Unsicherheit ist auch unsere Branche betroffen, da Baumaßnahmen oft mit hohen Kosten verbunden sind. Geplante Baumaßnahmen werden abgesagt oder zumindest verschoben. Daraus resultieren für uns erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken, die sich auch in der Liquidität widerspiegeln können. Aktuell entwickelt sich darüber hinaus die Preisentwicklung von Rohstoffen und deren Verfügbarkeit als Risiko.

Ertragsorientierte Risiken:

Ertragsorientierte Risiken könnten sich auf die Entwicklung des Kapitalmarktes begründen. Die Zinsentwicklung bedingt, dass im Büro- und Gewerbebau viele Aufträge storniert oder zumindest nach hinten geschoben werden.

Zudem werden auch hohe Materialkosten zu verstärktem Preiswettbewerb in der Baubranche führen.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Die Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung unseres Unternehmens ist gut.

Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, kompensieren wir durch Sicherungsgeschäfte.

Umsatz- und Ertragseinbrüche können sich in Liquidität widerspiegeln. Wir gehen aus heutiger Sicht davon aus, dass wir die Liquidität ggf. durch Darlehensaufnahmen sicherstellen könnten.

2. Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Durch unsere Liquidität und Zahlungsmoral könnten wir bei den aktuellen Lieferengpässen Vorteile gegenüber weniger liquiden Wettbewerbern haben. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch regelmäßige Qualitätskontrollen durch.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die stärker werdende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, kompensieren wir durch Sicherungsgeschäfte.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Dies könnte sich jedoch künftig aufgrund der aktuellen Lage ändern. Es besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen ausgeglichen.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und, wenn notwendig, über Kreditlinien verschiedener Banken.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jeden nennenswerten Auftrag ein Leistungs- und Kostenbudget erstellt, welches einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Vor dem Eingehen einer neuen Geschäftsbeziehung informieren wir uns stets über die Bonität unseres Kunden.

 

Waiblingen, 14. Oktober 2024

Paul Strähle, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.004.268,06 3.159.297,40
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 19.432,50 5,00
II. Sachanlagen 2.952.624,00 3.128.217,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 947.874,00 1.094.251,00
2. technische Anlagen und Maschinen 213.066,00 295.200,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.791.684,00 1.738.766,00
III. Finanzanlagen 32.211,56 31.075,40
B. Umlaufvermögen 29.951.269,80 25.725.323,11
I. Vorräte 16.361.143,31 19.105.655,18
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.125.789,36 4.707.142,47
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 543.911,09 365.637,85
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.581.878,27 4.341.504,62
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 9.464.337,13 1.912.525,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.472,96 12.488,00
Summe Aktiva 32.967.010,82 28.897.108,51

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 13.417.945,39 10.569.595,09
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 34.489,57 34.489,57
III. Gewinnvortrag 9.535.105,52 9.391.726,52
IV. Jahresüberschuss 2.848.350,30 143.379,00
B. Rückstellungen 5.152.867,00 5.912.666,00
C. Verbindlichkeiten 14.396.198,43 12.414.847,42
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 734.213,15 197.410,31
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 91.669,31
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 642.543,84 197.410,31
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 378.560,45 404.337,74
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 378.560,45 404.337,74
3. sonstige Verbindlichkeiten 13.283.424,83 11.813.099,37
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 13.283.424,83 11.813.099,37
Summe Passiva 32.967.010,82 28.897.108,51

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 17.691.537,91 15.891.449,66
2. Personalaufwand 9.226.818,33 8.415.972,86
a) Löhne und Gehälter 7.971.588,17 7.070.452,53
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.255.230,16 1.345.520,33
davon für Altersversorgung -142.153,00 69.171,96
3. Abschreibungen 693.091,03 657.217,75
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 693.091,03 657.217,75
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.157.930,10 5.841.799,35
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 9.970,68
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.340,29 1.295,38
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 81.436,31 8.486,12
davon Erträge aus Abzinsung 4.300,00 2.650,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 150.255,88 122.419,93
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 56.561,00 57.537,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 689.152,44 711.459,03
9. Ergebnis nach Steuern 2.857.066,73 152.362,24
10. sonstige Steuern 8.716,43 8.983,24
11. Jahresüberschuss 2.848.350,30 143.379,00

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Strähle Raum-Systeme GmbH hat Ihren Sitz in Waiblingen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 260581 eingetragen.

2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§ 265 (2), §§ 266 ff HGB).

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten. Wenn die Börsen- oder Marktpreise beziehungsweise beizulegende Werte niedriger sind, werden diese angesetzt.

Der Ansatz der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen erfolgt mit den Herstellungskosten. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten auch angemessene Gemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht angesetzt. Soweit die Wertansätze den niedrigeren beizulegenden Wert übersteigen, werden Abschreibungen auf den niedrigeren Wert zum Bilanzstichtag vorgenommen. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung werden be- achtet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Die Ermittlung der Rückstellung für Pensionen erfolgt auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlich- keiten nach dem Barwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck. Die Abzinsung erfolgte mit dem durchschnittlichen, von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegebenen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zugrunde ge- legte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung beträgt 1,82 % (i. Vj. 1,78 %). Zukünftige Rentensteigerungen wurden wie im Vorjahr mit 2 % p. a. unterstellt.

Die ergebniswirksamen Auswirkungen des Geschäftsjahres (Ertrag TEUR -111) sind im Personalaufwand mit TEUR -168 und im Zinsaufwand mit TEUR 57 enthalten.

Der Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung aufgrund der Anwendung des Marktzinssat- zes der vergangenen 10 Jahre bzw. 7 Jahre beträgt zum 31.12.2023 TEUR 19. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre gem. § 253 (6) HGB.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zu dem am Abschlussstichtag gültigen Devisenkassa Mittelkurs bewertet.

4. Erläuterungen zur Bilanz

4.1 Anlagenspiegel

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 785.031,82 0,00 0,00 785.031,82
2. geleistete Anzahlungen 0,00 19.427,50 0,00 19.427,50
785.031,82 19.427,50 0,00 804.459,32
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.665.004,14 0,00 0,00 2.665.004,14
2. technische Anlagen und Maschinen 1.351.967,85 3.000,00 11.520,69 1.343.447,16
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.192.604,47 514.539,03 449.694,70 4.257.448,80
8.209.576,46 517.539,03 461.215,39 8.265.900,10
Finanzanlagen
III. sonstige Ausleihungen 31.075,40 1.136,16 0,00 32.211,56
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 785.026,82 0,00 0,00 785.026,82
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
785.026,82 0,00 0,00 785.026,82
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.570.753,14 146.377,00 0,00 1.717.130,14
2. technische Anlagen und Maschinen 1.056.767,85 85.133,00 11.519,69 1.130.381,16
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.453.838,47 461.581,03 449.684,70 2.465.734,80
5.081.359,46 693.091,03 461.204,39 5.313.246,10
Finanzanlagen
III. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Buchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5,00 5,00
2. geleistete Anzahlungen 19.427,50 0,00
19.432,50 5,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 947.874,00 1.094.251,00
2. technische Anlagen und Maschinen 213.066,00 295.200,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.791.714,00 1.738.766,00
2.952.654,00 3.128.217,00
Finanzanlagen
III. sonstige Ausleihungen 32.211,56 31.075,40

4.2 sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalverpflichtungen (TEUR 833), Drohverluste (TEUR 457) und Gewährleistungen (TEUR 226).

4.3 Verbindlichkeiten

- Die unter C. 1. ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten haben in Höhe von EUR 236.478,16 (i.Vj. EUR 116.785,06) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

- Von den unter Passiva C. 1. ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten sind EUR 168.588,56 (i.Vj. EUR 197.410,31) durch Grundpfandrechte gesichert.

4.4 Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von EUR 488.911,09 (i.Vj. EUR 310.637,85).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von EUR 74.897,44 (i.Vj. EUR 80.361,27).

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Gesamtkostenverfahren

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographischen Märkten

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
Umsatzerlöse Inland 35.941,00 28.609,00
Umsatzerlöse Ausland 1.491,00 10.318,00
37.432,00 38.927,00

Aufwendungen für Alterversorgung

Die Position "6. b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" enthält Erträge aus Altersversorgung von TEUR 142 (Vj. Aufwand TEUR 69).

außerordentliches Ergebnis

Die Position "4. sonstige betriebliche Erträge" beinhaltet Erträge in Höhe von TEUR 1.187 durch die Reduzierung der Rückstellung für zu erwartende Verluste im Auftragsbestand.

6. sonstige Angaben

6.1 Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl nach Gruppen

Bei der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt 125 (i.Vj. 123) Arbeitnehmer beschäftigt.

Die Arbeitnehmerzahl gliedert sich wie folgt auf:

2023 2022
Vollzeitbeschäftigte 103 103
Teilzeitbeschäftigte 21 20
Auszubildende 1 0
125 123

6.2 Haftungsverhältnisse

Die R+V Allgemeine Versicherungs AG, Wiesbaden, hat der Gesellschaft Strähle Raum-Systeme GmbH, Waiblingen, als Gesamtschuldner einen Avalkredit über EUR 4.500.000,00 eingeräumt. Das Avallimit steht für Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsbürgschaften zur Verfügung.

6.3 sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB)

Am Bilanzstichtag bestanden folgende wesentliche Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:

Jahreswert
TEUR
voraussichtliche Restverpflichtung
TEUR
Miete für Geschäftsgrundstück
Waiblingen, Gewerbestraße 6
Vermieter:
Strähle Vermögensverwaltung GmbH 219,4 1.097,0
(Laufzeit unbestimmt; Kündigungsfrist ein Jahr)
Grundstücksgesellschaft Waiblingen 218,8 1.094,0
(Laufzeit unbestimmt; Kündigungsfrist ein Jahr)
Werner Strähle GmbH & Co. Verwaltungs KG 472,6 2.363,0
(Laufzeit unbestimmt, Kündigungsfrist ein Jahr)
910,8 4.554,0
- davon gegenüber verbundenen Unternehmer 910,8 4.554,0

Bei der Ermittlung der Restverpflichtung der jährlich kündbaren Grundstücksmietver- träge wurde eine Restlaufzeit von fünf Jahren unterstellt.

6.4 Name und Sitz des Mutterunternehmens

Das Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die

Werner Strähle GmbH & Co. Verwaltungs KG, Waiblingen.

Das Mutterunternehmen hält 100 v.H. des Stammkapitals der Strähle Raum-Systeme GmbH, Waiblingen.

6.5 .Geschäftsführungsorgan

Herr Werner Strähle, Ingenieur, Stuttgart (bis 31.12.2023), Herr Paul Strähle, Architekt, Stuttgart.

Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsberechtigt.

6.6 Bezüge der Geschäftsführer

Die Gesellschaft macht von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch, auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge zu verzichten.

6.7 Vorschlag Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführer schlagen vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.848.350,30 wie folgt zu verwenden:

EUR
- Ausschüttung an die Werner Strähle GmbH & Co. Verwaltungs KG 1.200.000,00
- Einstellung in die Gewinnrücklagen 1.648.350,30
2.848.350,30

 

Waiblingen, den 14. Oktober 2024

Paul Strähle, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 05.03.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Strähle Raum-Systeme GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Strähle Raum-Systeme GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Strähle Raum-Systeme GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 14. Oktober 2024

HWS GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Michael Lacher, Wirtschaftsprüfer

Heiko Lukaschek, Wirtschaftsprüfer

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