Anton Debatin GmbH
Vichystraße 6, 76646 Bruchsal, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Kosalla seit 7.4.2026 | Prokura |
Frank Rieker seit 15.9.2025 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (4)
| Name | Anteil |
|---|---|
MVB Beteiligungsgesellschaft mbH (zukünftig firmierend als VD Holding GmbH) | 30.80% |
| 23.56% | |
Anton Debatin GmbHEigenbeteiligung | 23.00% |
FR-Holding GmbH | 22.64% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 23.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Anton Debatin GmbH (vormals: Anton Debatin GmbH Werk für werbende Verpackung)BruchsalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfersan die Anton Debatin GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Anton Debatin GmbH, Bruchsal bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lage-bericht der Anton Debatin GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetz-lichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Karlsruhe, den 22. Mai 2024 B&C
Revision Treuhand GmbH
Campanella, Wirtschaftsprüfer Seifermann, Wirtschaftsprüfer Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin. Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registereintrag
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres ergeben sich keine. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 und Abs. 4 HGB. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Die sich ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern werden saldiert. Hinsichtlich der Bilanzierung latenter Steuern wurde das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB bezüglich des Ansatzes aktiver latenter Steuern in Anspruch genommen und der sich ergebende Saldo aktiver latenter Steuern nicht bilanziert. Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz oder im Anhang aufgeführt werden können, sind im Anhang zu finden. Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden planmäßig über die erwartete Nutzungsdauer zwischen 3 und 5 Jahren linear abgeschrieben. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode, wobei die Nutzungsdauern aufgrund von Erfahrungswerten betriebsindividuell geschätzt wurden. Neuzugänge wurden pro rata temporis linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 wurden in Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe als Betriebsaus-gaben angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu dem Wert von EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der einzelnen Anlagenklassen beträgt:
Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit eine dauernde Wertminderung vorliegt wurden diese mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren erfolgte zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten mit den gemäß § 255 Abs. 2 HGB einzubeziehenden Aufwendungen bewertet. Im Hinblick auf die Marktgängigkeit wird nach Lagerreichweiten eine Abwertung vorgenommen. Dabei wurde das Niederstwertprinzip beachtet. Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Mögliche Ausfallrisiken wurden durch eine angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt worden. Die Pensionsrückstellung wurde mit dem Barwert der Pensionsverpflichtung angesetzt. Die Bewertung erfolgte auf Grundlage der Bewertungsmethode PUCM (Projected Unit Credit Method) unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Hierbei wurde der Abzinsungssatz von 1,24 % p.a. gemäß § 253 Abs. 2 HGB entsprechend der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV; 10-Jahres-Durchschnitt) für Restlaufzeiten von 6 Jahren zu Grunde gelegt. Eine erwartete Renten- bzw. Einkommenssteigerung wurde mit 2,0 % bei der Berechnung berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkenn-baren Risiken, ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der monatlich von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben wird, abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. II. Erläuterungen zur Bilanz
Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist in dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 465 aus Lieferungen und Leistungen. Die rechnerisch ermittelte Pauschalwertberichtigung beträgt im Geschäftsjahr 2,3 %. Der Ausweis der sonstigen Vermögensgegenstände enthält Vorsteuerbeträge in Höhe von TEUR 35 die rechtlich erst nach dem Stichtag entstanden sind. Die Saldierung von aktiven latenten Steuern mit den passiven latenten Steuern ergab zum Stichtag einen Aktivüberhang, der gemäß dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanziert wird. Aktive latente Steuern ergeben sich aus Bilanzierungsunterschieden im Sachanlagevermögen sowie aus den Schuldposten Pensionsrückstellungen und sonstige Rückstellungen. Zu saldierende Passive latente Steuern ergeben sich zum Stichtag keine. Die Verbindlichkeiten setzen sich zum Stichtag 31. Dezember 2023 wie folgt zusammen:
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 42 resultieren ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentums-vorbehalte. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen am 31.12.2023 in Höhe von TEUR 3.575. Diese Verbindlichkeiten stehen in Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der LABORATORY ENVIRONMENT SUPPORT SYSTEMS - LESS FRANCE SAS (L.E.S.S. France SAS). Als Sicherheit gegenüber der Deutschen Bank dient eine eingetragene Grundschuld auf das Objekt Vichystraße 6, 76646 Bruchsal, in Höhe von TEUR 6.579. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Bei der Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde von der Befreiungsvorschrift des § 276 Satz 1 HGB Gebrauch gemacht. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind Erträge aus Kursdifferenzen von TEUR 5 (Vorjahr TEUR 8) enthalten. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres auf Finanzanlagen betreffen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.859 auf die Beteiligung an der L.E.S.S. France SAS. Aufwendungen aus Kursdifferenzen sind in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr TEUR 26) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des laufenden Geschäftsjahres auf neue Rechnung vorzutragen. IV. Sonstige Angaben Es bestehen neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Vertragsverhältnissen. Im Einzelnen enthalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: Leasingverträge: Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasinggeschäften bestehen in Höhe von insgesamt TEUR 9. Wartungs- und Instandhaltungsverträge bzw. sonstige Verträge: Die Gesamtverpflichtung aus Wartungs- und Instandhaltungsverträgen bzw. sonstigen Verträgen beträgt TEUR 396. Mietverträge: Die Mietaufwendungen für angemietete Lagerräume betragen jährlich TEUR 7. Der Mietvertrag ist mit einer Kündigungsfrist von zwei Monaten kündbar. Geschäftsführungsorgane: Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Geschäftsführung durch den einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführer Thomas Rose, Betriebswirt, wahrgenommen. Hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführer nach § 285 Nr. 9 HGB wurde von der Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Mitarbeiter: Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 127 (Vorjahr: 139) gewerbliche Arbeitnehmer und 50 (Vorjahr: 52) Angestellte beschäftigt. Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen gem. § 285 Nr. 21 HGB werden mit Unternehmen innerhalb des Anton Debatin Konzerns abgeschlossen. Es handelt sich im Wesentlichen um Warengeschäfte. Sofern für derartige Geschäfte ein entsprechender Markt besteht, werden sie regelmäßig zu den auf dem jeweiligen marktüblichen Konditionen abgeschlossen. Geschäfte mit nahestehenden Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen wurden keine vorgenommen. Angaben zum Anteilsbesitz: Es bestanden folgende Beteiligungen mit einer Beteiligungsquote von mindestens 20 %:
Angaben zum Konzern: Die Anton Debatin GmbH mit Sitz in Bruchsal erstellt als Mutterunternehmen für die aufgeführten Gesellschaften einen Konzernabschluss nach §§ 290 ff. HGB.
Bruchsal, 22. Mai 2024 Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des Unternehmens Die Tätigkeit unseres Unternehmens konzentriert sich auf die Geschäftsbereiche Produktion und Vertrieb von Sicherheitstaschen, selbstklebenden Dokumententaschen, Postversandtaschen, Taschen für den Transport biologischer Proben und dieses Produktportfolio abrundende Produkte. Unser Absatzmarkt befindet sich im Wesentlichen im europäischen Raum. Daneben unterhalten wir umfangreiche, weltweite Geschäftsbeziehungen durch Partnerschaften. B. Wirtschaftsbericht Branchen- und gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das Brutto-Inlandsprodukt ist im Jahr 2023 in Deutschland um 0,2 % gesunken. Das Brutto-Inlandsprodukt der europäischen Union erhöhte sich gegenüber 2022 um 0,5 %. Das Brutto-Inlandsprodukt der US-Wirtschaft war um 3,1 % höher als im Vorjahr. Die kunststoffverarbeitende Industrie in Deutschland verzeichnete lt. dem Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV, D-61348 Bad Homburg; www.gkv.de) einen Umsatzrückgang von 6 %. Die Zinsen im Europäischen Raum (Leitzins der EZB) sind im Jahr 2023 von 2,5 v.H. auf 4,5 v.H. angestiegen. Der Kurs des Euro zum US-Dollar bewegte sich im Jahresverlauf zwischen 1,04 und 1,13. Zum Jahresende war der Euro mit 1,10 stärker als zum Jahresende 2022 mit 1,07. Das britische Pfund bewegte sich im Jahresverlauf zwischen 0,85 und 0,90 zum Euro. Entwicklung des eigenen Geschäftsverlaufes - Auftragsentwicklung Die Auftragsentwicklung der Anton Debatin GmbH in 2023 liegt unter der Entwicklung der Gesamtbranche. Die Konzentration auf die Bedürfnisse der Kunden, den lösungsorientierten Beratungsansatz, die Qualität der Produkte und der umfangreiche Service stehen im Fokus. - Umsatzentwicklung Der Umsatz verminderte sich im Geschäftsjahr auf EUR 40,8 Mio (Vorjahr EUR 48,6 Mio). Die Verminderung des Umsatzes ist im Wesentlichen auf die allgemeine schlechte wirtschaftliche Lage in Deutschland und den damit zusammenhängenden verhaltenen Konsumbereitschaft der Bevölkerung zurückzuführen. Aufgrund der gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Umsatzerlöse, verminderte sich das Rohertragsniveau um TEUR 1.947. - Produktion Die technische Kapazität wurde weiter durch sinnvolle Investitionen, Prozessänderungen und -anpassungen optimiert. Die Produktionsleistung war auf einem guten Niveau. Die Auslastung der Anlagen war rückläufig und wurde der Auftragslage angepasst. - Beschaffungsmarkt Die Preise für Kunststofffolien waren 2023 auf einem hohen Niveau; der Kunststofffolienpreis blieb auch im Jahr 2023 vom Rohölpreis abgekoppelt. Die Preise für Silikonpapier waren im Jahr 2023 auf einem hohen Niveau. Die Preise für die restlichen eingesetzten Rohstoffe und für Energie waren ebenfalls auf einem hohen Niveau. Wichtige Einkaufsländer sind im Wesentlichen Deutschland und Europa, verhältnismäßig geringe Mengen werden auch aus Asien bezogen. - Investitionen Bei den Produktionsanlagen wurden Rationalisierungs- und Ersatzinvestitionen getätigt. In den nächsten Jahren sind weiterhin Investitionen geplant. Für 2024 beträgt das hierfür vorgesehene Investitionsvolumen zwischen TEUR 1.000 und TEUR 2.000. - Forschung und Entwicklung In der Forschung und Entwicklung arbeiten wir daran, unsere Produkte und Verfahren umweltverträglicher zu gestalten, bestehende Produkte innovativ weiter zu entwickeln und neue Produkte dem Portfolio hinzuzufügen und uns dadurch gegenüber dem Wettbewerb zu differenzieren. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind branchenüblich. - Personal- und Sozialbereich Aufgrund der geringeren Auftragslage und der daraus resultierenden geringeren Produktionsmengen verminderte sich die Mitarbeiteranzahl auf 177 (Vorjahr 191 Mitarbeiter). Die Zahl der Auszubildenden verminderte sich auf 9 (Vorjahr 11 Auszubildende). Die Tariflöhne und -gehälter wurden zum 1. September 2023 um 5,1 % angehoben. Zusätzlich wurde die tariflich vereinbarte Inflationsausgleichsprämie für jeden Mitarbeiter von TEUR 1 aufgewendet. Die tarifliche wöchentliche Arbeitszeit beträgt unverändert 35 Stunden. Die Personalkosten haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 107 erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der im Jahr 2023 ausbezahlten Inflationsausgleichsprämie für die Mitarbeiter. Die Personalaufwandsquote hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund des verminderten Gesamumsatzes von 21,9 % im Vorjahr auf 26,3 % im laufenden Jahr erhöht. Beurteilung der eigenen Geschäftsentwicklung unter Vergleich der Prognosen der Vorperioden Der Gesamtumsatz hat sich gegenüber dem Vorjahr auf EUR 40,8 Mio deutlich verringert (Vorjahr EUR 48,6 Mio). Die Verringerung des Gesamtumsatzes ist im Wesentlichen durch eine reduzierte Nachfrage der Kunden verursacht. Hinsichtlich der Beteiligung an dem Tochterunternehmen L.E.S.S. France SAS wurde eine außerplanmäßige Abschreibung den Beteiligungsansatz in Höhe von TEUR 1.859 vorgenommen. Vor diesen Hintergründen kann die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023, anders als prognostiziert, mit dem Jahresfehlbetrag von TEUR 2.071 insgesamt als nicht gut bezeichnet werden. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Gut ausgebildete und erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eine wichtige Voraussetzung für unseren Unternehmenserfolg. Ihre Leistungen, ihre Fähigkeiten und ihr engagierter Einsatz tragen erheblich dazu bei, dass wir führende Positionen in unseren Märkten einnehmen. Deshalb bieten wir eine Vielzahl attraktiver Entwicklungsmöglichkeiten und unterstützen aktiv die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Die langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Kunden ist eine wichtige Basis für unsere nachhaltige Entwicklung. Dabei konzentrieren wir uns darauf, unseren Kunden beste Qualität und besten Service zu bieten, verbunden mit einer zuverlässigen Logistik und Verfügbarkeit unserer Produkte. Dank der umfassenden Produktpalette und der langjährigen Erfahrungen kann die Anton Debatin GmbH enge Beziehungen zu ihren Kunden auf- und ausbauen und aufrechterhalten. Die enge Zusammenarbeit zwischen Vertrieb einerseits sowie Forschung und Entwicklung andererseits ermöglichen es, die im Vertrieb entwickelten Konzepte und Ideen in neue Produkte zu integrieren. Vermögens-, Finanz und Ertragslage Vermögenslage Das Gesamtvermögen unseres Unternehmens hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 22.574 auf TEUR 18.415 vermindert. Die wesentlichen Veränderungen auf der Aktivseite ergaben sich im Bereich des Anlagevermögens durch die Verminderung der immateriellen Vermögensgegenstände um TEUR 52 bei gleichzeitiger Erhöhung der Sachanlagen um TEUR 376. Die Finanzanlagen haben sich aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibungen um TEUR 1.510 vermindert. Im Bereich des Umlaufvermögens ergaben sich Verminderungen bei den Vorräten um TEUR 2.068 und den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.320, bei gleichzeitiger Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 56, der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 272 sowie der flüssigen Mittel um TEUR 89. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital um TEUR 2.421 auf TEUR 12.801 vermindert. Diese Verminderung ist auf die im Geschäftsjahr durchgeführte Gewinnausschüttung sowie auf den Jahresfehlbetrag zurück zu führen. Unter Berücksichtigung der verminderten Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote von 67,4 % auf 69,5 % erhöht. Die Eigenkapitalausstattung unseres Unternehmens zeigt sich auf einem soliden finanziellen Fundament. Die Rückstellungen verminderten sich um TEUR 928 auf TEUR 1.126. Diese Veränderung ist hauptsächlich durch den Rückgang der Steuerrückstellungen um TEUR 637 und der sonstigen Rückstellungen um TEUR 288 verursacht. Bei den sonstigen Rückstellungen verminderten sich im Wesentlichen die Prämien- und Tantiemerückstellung für Mitarbeiter um TEUR 68, die Rückstellungen für Resturlaub und Überstunden um TEUR 50, die Rückstellung für drohende Verluste um TEUR 59 sowie die Garantierückstellung um TEUR 46. Bei den Verbindlichkeiten verminderten sich im Wesentlichen die gegenüber Kreditinstituten um TEUR 650 auf TEUR 3.575, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 116 auf TEUR 490, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 101 auf TEUR 42, während die sonstigen Verbindlichkeiten einen Anstieg um TEUR 68 auf TEUR 339 verzeichneten. In immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden im Berichtsjahr TEUR 1.317 (Vorjahr TEUR 671) investiert. Insgesamt hat sich die Anlageintensität gegenüber dem Vorjahr erhöht. Das Anlagevermögen wird wie im Vorjahr durch das Eigenkapital gedeckt. Unsere Vermögensstruktur stellt sich zum Abschlusstag als angemessen für die Größe unseres Unternehmens dar. Finanzlage Das Unternehmen verfügt permanent über ausreichend Liquidität, um seinen finanziellen Verpflichtungen vollständig nachkommen zu können. Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschafteten wir einen Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit von TEUR 2.379 (im Vorjahr TEUR 656). Nach Berücksichtigung der Investitions- und Finanzierungstätigkeit wurde ein Mittelzufluss von TEUR 89 verzeichnet, der zu einer entsprechenden Erhöhung der liquiden Mittel führte. Leasing wurde als außerbilanzielles Finanzierungsinstrument eingesetzt. Der Aufwand für Leasing belief sich im Geschäftsjahr auf TEUR 4. Die Finanzlage unseres Unternehmens kann als sehr gut bezeichnet werden. In diesem Zusammenhang werden wir auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen erfüllen können. Ertragslage Die Anton Debatin GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023 ein negatives Ergebnis vor Ertragsteuern von TEUR 2.192 gegenüber dem positiven Vorjahresergebnis von TEUR 807. Das vom Unternehmen geplante negative Ergebnis von TEUR 746 wurde damit im Wesentlichen aufgrund der durchgeführten außerplanmäßigen Abschreibung auf Beteiligungen von TEUR 1.859, vermindert um das erzielte Beteiligungsergebnis von TEUR 399 um TEUR 1.446 verfehlt. Der Umsatz verminderte sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 7.819 auf TEUR 40.758. Im Vorjahr lag der Umsatz bei TEUR 48.577. Der Materialaufwand (inkl. Bestandsveränderungen) verminderte sich um TEUR 5.872 von TEUR 31.676 im Vorjahr auf TEUR 25.804 im laufenden Geschäftsjahr. Dies entspricht einer Materialaufwandsquote von 63,3 % (Vorjahr 65,2 %). Hieraus resultierte ein um TEUR 1.947 gegenüber dem Vorjahr verminderter Rohertrag. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um TEUR 30 von TEUR 334 im Vorjahr auf TEUR 364 erhöht. Zu den wesentlichen Aufwendungen zählen neben dem Materialaufwand die Personalkosten, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und die Abschreibungen. Die Personalkosten erhöhten sich um TEUR 107 von TEUR 10.629 auf TEUR 10.736. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich um TEUR 379 von TEUR 4.997 auf TEUR 4.618. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen verminderten sich um TEUR 174 von TEUR 818 auf TEUR 644. Das negative Finanzergebnis von TEUR 1.490 (Vorjahr TEUR 37) ist im Wesentlichen durch Abschreibungen auf Finanzanlagen von TEUR 1.859 sowie Beteiligungserträge von TEUR 399 verursacht. Das negative Ergebnis der Anton Debatin GmbH vor Ertragsteuern betrug im Berichtszeitraum TEUR -2.192 und liegt damit um TEUR 2.999 unter dem Ergebnis des Vorjahres. Unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag von TEUR -121 (Vorjahr TEUR 174) ergibt sich der Jahresfehlbetrag von TEUR 2.071 (Vorjahr Jahresüberschuss TEUR 633). Die Eigenkapitalrendite liegt bei -16,2 % (Vorjahr 4,2 %). Die Umsatzrentabilität ist von 1,3 % auf -5,1 % gefallen. Die Geschäftsführung beurteilt die Ertragslage für das Jahr 2023 als negativ. Tochtergesellschaften Die Entwicklung unserer Beteiligungsgesellschaften verfolgen wir laufend im Rahmen unseres Controlling- und Reporting-Systems. Bei der Unternehmensbeteiligung L.E.S.S. France SAS entstanden durch den Standortwechsel nach Hoenheim höhere Kosten im Bereich Logistik und Wareneinkauf. Entgegengesetzt zur Planung gingen durch den Standortwechsel Umsätze verloren. Daraufhin wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf die Beteiligung in Höhe von TEUR 1.859 vorgenommen. Die Liquidation des Tochterunternehmens der L.E.S.S. France SAS, der L.E.S.S. Deutschland GmbH i.L., die keinen aktiven Geschäftsbetrieb mehr unterhalten hatte, wurde zum 31. Oktober 2023 abgeschlossen. Die weiteren Tochtergesellschaften und Beteiligungen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2023 im Rahmen der Erwartungen. C. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht Unsere geschäftlichen Aktivitäten bringen mit sich, dass wir Risiken im Produktions- und Verwaltungsbereich als auch im Beschaffungs- und Vertriebsbereich ausgesetzt sind. Diese Risiken sind untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden. Unser Unternehmen hat daher Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden. Des Weiteren ist unser Qualitätsmanagementsystem seit 2017 nach ISO 9001:2015 zertifiziert. Risikomanagementsystem Das Risikoüberwachungssystem liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung. Ablauforganisatorische Regelungen, Richtlinien und Anweisungen sowie Beschreibungen der Arbeitsabläufe sind niedergelegt (Handbuch/D-Wiki). Ebenso existiert eine Verhaltenskodex-Richtlinie. Unser Prognoseinstrumentarium wird stetig verfeinert. So stellen wir sicher, dass wir unter Berücksichtigung der unterjährigen Geschäftsentwicklung auf Veränderungen reagieren und unsere Aktivitäten am Markt ausrichten können, damit wir so unsere Ergebnisziele unterstützen. Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Die Frühwarnsysteme im Finanzwesen und bei der Liquiditätsplanung laufen zu einem Risikomanagement zusammen und stellen somit sicher, dass die Unternehmensleitung wesentliche Risiken frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen kann. Unser Risikomanagement berücksichtigt u. a. folgende Bereiche:
Die Risiken des operativen Geschäftes werden durch eine aktuelle Berichterstattung jederzeit angezeigt. Preisänderungsrisiko Risiken auf Beschaffungsmärkten beugen wir durch Zusammenarbeit mit zuverlässigen Lieferanten vor. Abhängigkeiten gegenüber einzelnen Lieferanten bestehen aufgrund der Lieferantenstruktur in keiner signifikanten Weise. Dennoch besteht zurzeit auf den Beschaffungsmärkten ein erhebliches Inflationsrisiko. Dem Risiko von Preisänderungen begegnen wir durch Marktbeobachtung bzw. durch vorausschauendes Handeln. Ausfallrisiken Es bestehen keine Abhängigkeiten von Kunden. Der größte Einzelkunde hat einen Umsatzanteil von ca. 5,1 %; die drei nächst größeren Kunden haben zusammen einen Anteil von 3,9 %. Es bestehen aufgrund der Kundenstruktur nur übliche Risiken im Hinblick auf Forderungsausfälle. Zur Absicherung dieser Risiken werden regelmäßig Bonitätsprüfungen durchgeführt. Liquiditätsrisiko Liquiditätsrisiken werden ständig überwacht und gesteuert, sind aber zum jetzigen Zeitpunkt auf Basis des Bestandes an liquiden Mitteln und den eingeräumten Kreditlinien auszuschließen. Unsere Anlagepolitik ist konservativ. Mit unseren Geschäftsbanken verbinden uns langjährige Geschäftsbeziehungen. Risiko aus Zahlungsstromschwankungen Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sind von untergeordneter Bedeutung. Zu den in unserem Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Aufgrund unserer Fähigkeit zur nachhaltigen Eigen-/Innenfinanzierung, ist unsere Finanzlage als gut zu bezeichnen. Wir sehen keine weiteren wesentlichen Risiken, welche die typischen Risiken jeder geschäftlichen Betätigung übersteigen. Insbesondere sind keine Risiken erkennbar, die den wirtschaftlichen oder rechtlichen Bestand des Unternehmens gefährden oder diesen deutlich verschlechtern würden. Risiken in Zusammenhang mit der Corona-Krise und dem Ukrainekrieg Dem Management kommt in Zeiten des Coronavirus, den seit Anfang 2021 - teilweise massiven - Versorgungsengpässen und stark steigenden Preisen auf dem Beschaffungsmarkt und anderen Krisensituationen, wie dem seit dem 24. Februar 2022 herrschenden Krieg in der Ukraine, eine besonders wichtige Rolle zu. Da sich Unternehmen seit nunmehr über zwei Jahren mit völlig neuen, mitunter nicht planbaren und vorhersehbaren Rahmenbedingungen konfrontiert sehen und auseinandersetzen müssen, können hierbei auch Maßnahmen zum Tragen kommen, die in der Vergangenheit noch nicht eingesetzt wurden. Ziel ist es stets, das Unternehmen, die Mitarbeiter und die Stakeholder zu schützen und den langfristigen Betrieb und Erfolg des Unternehmens zu gewährleisten. Neben den starken Veränderungen ergeben sich in Zeiten wie diesen auch Chancen, die aufgrund der Situation in einer deutlich kürzeren Zeit aufgegriffen und erfolgreich umgesetzt werden (müssen) - bspw. die Fortführung des mittlerweile etablierten mobilen Arbeitens in unserem Unternehmen - was die Flexibilität erhöht, weniger Fahrtzeiten mit sich bringt, reduzierten Spritverbrauch bedeutet (was sich durch die seit Beginn des Ukrainekriegs stark gestiegenen Öl- und Spritpreise im Portemonnaie der Menschen bemerkbar macht). Als maßgeblich produzierendes Unternehmen sind wir wesentlich abhängig von unseren Mitarbeitern in der Produktion. Durch die schnelle Umsetzung diverser Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter in der Produktion als auch darüber hinaus in der Verwaltung haben wir seit Corona-Beginn aus unserer Sicht alles in unseren Möglichkeiten Machbare getan, um die Arbeitsbedingungen bestmöglich anzupassen, mit dem Hauptziel, den Betriebsablauf stets aufrechtzuhalten. Jedoch besteht immer ein Arbeitsausfallrisiko, auch durch andere Krankheiten und Erkrankungen, - bspw. auch außerhalb des Arbeitsplatzes, das wir nicht vollständig ausschließen können. Dennoch können wir sagen, wir haben im Gesamtjahr die an uns auch diesbezüglich gestellten Herausforderungen erneut gut gemeistert. Trotz einer gegenüber dem Vorjahr leicht entspannteren Lage, ist und bleibt ein weiterer Risikofaktor die - global - angespannte Lieferkettensituation und mitunter starken Preisveränderungen - insbesondere auch aufgrund des Ukraine Kriegs. Beides hat erheblichen Einfluss auf die Aufrechterhaltung des Betriebsablaufes. Durch die vorhandene Mehrlieferantenstrategie sehen wir uns hier jedoch gut aufgestellt, ohne ein immer vorhandenes Restrisiko gänzlich ausschließen zu können. Das Forderungsmanagement wird stetig verbessert und verfeinert, so dass wir uns auch hier gut aufgestellt sehen. Dennoch besteht in Zeiten wie diesen, ein erhöhtes Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Worauf wir schlussendlich keinen Einfluss haben, ist die gesamtwirtschaftliche Entwicklung auf den Absatzmärkten. Unter Würdigung dieser Risiken sehen wir unser Unternehmen trotz alledem gut aufgestellt, so dass wir keine bestandsgefährdenden Auswirkungen erkennen können. Chancen- und Prognosebericht Nachfolgend erläutern wir die wesentlichen Chancen, die wir aufgrund unserer unternehmerischen Tätigkeit identifizieren können. Aufgrund der langjährigen Erfahrung auf dem Gebiet der werbenden Verpackungen sind wir in der Lage, auf Markt und Kundenanforderungen schnell und flexibel zu reagieren. Neuer Wettbewerb, Globalisierung, neue Kommunikationsformen und eine von Nachhaltigkeit getriebene Bewusstseinsveränderung des Konsumenten- und Verbrauchsverhaltens bringen zukünftig eine noch größere Marktdynamik mit sich und eine noch höhere Veränderungsgeschwindigkeit, mit allen daraus erwachsenden Chancen und Risiken. Durch die Erfolge in der Weiterentwicklung der Produkte und Anwendungen konnten Wettbewerbsvorteile herausgearbeitet werden, deren Früchte den Unternehmenserfolg in den kommenden Jahren festigen und weiter entwickeln werden. Mit unseren innovativen Produkten und Investitionen in die Zukunft des Unternehmens werden wir auch in den kommenden Jahren Marktanteile halten und ausbauen können. Die enge Vernetzung unserer Entwicklungs-, Produktions-, Vertriebs- und Marketingabteilungen mit Kunden und Lieferanten ermöglicht es der Anton Debatin GmbH bei der Erschließung neuer Produkte und Märkte eine führende Position einzunehmen. Durch die DERIBA GROUP GmbH konnten Stärken der Unternehmen gebündelt werden, eine erhöhte Marktpräsenz und Synergieeffekte in den Prozessen erreicht werden. Vorzugsweise im Einkauf durch das Bündeln der Einkaufsvolumina und in der technischen Unterstützung. L.E.S.S. France SAS und der sich daraus ergebende Bereich DEBAMED hat sich zu einer wichtigen Säule in der DEBATIN Gruppe entwickelt, was sich gerade in der Corona Zeit deutlich gezeigt hat. Durch den wachsenden Medical Markt wird die Unternehmensentwicklung auch in den kommenden Jahren positiv beeinflusst werden. Für die Anton Debatin GmbH zeigt sich dank des breiten Anwendungsspektrums in vielen Branchen, der vorhandenen Produkte, des gut ausgebildeten und fortwährend geschulten Personals und der Entwicklung innovativer Produktideen und Anwendungsmöglichkeiten dennoch eine stabile Entwicklung. Die Anton Debatin GmbH plant, unter Berücksichtigung der Geschäftsentwicklung des ersten Quartals 2024, dennoch mit einem nochmals geringeren Gesamtumsatzes gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Durch enge Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten strebt die Anton Debatin GmbH stetig an, die Produktions- und Materialkosten zu senken, um Ergebnisverbesserungen zu erreichen. Da die Umsatz- und Mengenentwicklung geringer erwartet wird, wird sich der Mitarbeiterbestand verringern. Die Lohn- und Gehaltskosten werden sich analog zu der tariflichen Erhöhung 2,1 % (ab 1. August 2024) und 1,4% (ab 1. Dezember 2024) erhöhen. Gewährleistung: Aufgrund hoher Produktqualität und der ständigen Verbesserung der Produkte und internen Qualitätskontrollen und Abläufen werden sich die Kosten für Gewährleistungen gegenüber dem Vorjahr nicht verändern. Aufgrund Investitionen in Maschinen, Maschinenerhaltung und Mitarbeiter, interner Maßnahmen und Projekte, der finanziellen Stabilität auf der einen Seite, der Ausrichtung auf die Bedürfnisse und die Anforderungen des Marktes und der konsequenten Weiterentwicklung des hochwertigen Produktportfolios auf der anderen Seite, wird die Anton Debatin GmbH auch in Zukunft als zuverlässiger Partner erfolgreich am Markt agieren. Der ifo-Geschäftsklimaindex lag im April 2024 bei 89,4 Punkten gegenüber 87,9 Punkten im März. Laut ifo-Institut beurteilen die Unternehmen ihre Lage im Verarbeitenden Gewerbe schlechter. Der Auftragseingang ging weiter zurück. Produktionssteigerungen sind nicht in Sicht. Wir schließen uns diesen Einschätzungen an und sehen die nächsten Monate ebenfalls skeptisch und kritisch. Aufgrund der in den ersten Monaten 2024 negativen Auftragslage sowie der damit verbundenen geringeren Auslastung in den Produktionsbereichen, erwarten wir für das Jahr 2024 einen deutlich geringeren Gesamtumsatz. Unter Berücksichtigung der erwarteten Kostensteigerungen wie auch Kosteneinsparungen geht das Unternehmen für das Jahr 2024 von einem Ergebnis vor Steuern von ca. TEUR -1.000 aus. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 erfolgte auf der Grundlage der zum Erstellungszeitpunkt absehbaren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Bruchsal, 22. Mai 2024 Anton Debatin GmbH -Geschäftsleitung- |
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