Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 80762
Eingetragen
20.7.2001
Branche
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Verwaltung der bestehenden und zukünftigen EUROPA-CENTER Büro- und Geschäftshäuser, die Projektentwicklung sowie Immobiliengeschäfte jeder Art, insbesondere der Erwerb und die Verwaltung von Grundstücken, ausgenommen erlaubnispflichtige Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Dr. Rehkopf
seit 21.11.2025
Vorstandsmitglied
Andreas Jantzen
seit 26.7.2024
Vorstandsmitglied
Eva Krüger
seit 31.7.2015
Prokura

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EUROPA-CENTER AG

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Die EUROPA-CENTER AG und ihre Tochtergesellschaften entwickeln Immobilienprojekte in den Vermögensklassen Gewerbe und Hotel mit dem Ziel, diese langfristig im Bestand zu halten. Dabei wird unter Einbezug von Dienstleistern bzw. Nachunternehmern die gesamte Wertschöpfungskette vom Ankauf über Planung und Bau (Einzelgewerkvergabe), Vermietung, Verwaltung und Objektbetreuung vor Ort abgedeckt. Die EUROPA-CENTER AG fungiert als Dienstleistungs- und Beteiligungsholding. Bis auf die Leistungen der Objektbetreuung erbringt die EUROPA-CENTER AG sämtliche internen Leistungen im Wege der Geschäftsbesorgung (z.T. auch über Tochtergesellschaften) zentral vom Sitz der Gesellschaft in Hamburg aus. Der Leistungsumfang umfasst auch Vertragsverhältnisse mit mehrheitlich vom Hauptaktionär Uwe Heinrich Suhr gehaltenen Immobiliengesellschaften. Die Objektbetreuung erfolgt durch die EUROPA-CENTER Facility Management GmbH, deren Anteile zu 100 % von der EUROPA-CENTER AG gehalten werden.

Ziel der Geschäftstätigkeit ist es, den Immobilienbestand durch neue Projekte stetig zu erweitern. Das Wachstum soll sich sowohl auf bestehende als auch auf neue Standorte konzentrieren.

Die Steuerung der EUROPA-CENTER AG liegt in der Verantwortung des Vorstands. Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei dessen geschäftsführender Tätigkeit nach den aktienrechtlichen und unternehmensinternen Vorschriften. Der Aufsichtsrat bestand im Jahr 2023 aus vier Mitgliedern.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Immobilienmärkte

2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Lage

Im Jahr 2023 sank das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr. Nach einem von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreis- und Zinserhöhungen geprägten Jahr 2022 erholten sich die privaten Konsumausgaben leicht. Investitionen im Bausektor sowie für Ausrüstungen - also Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - gingen im Jahr 2023 deutlich zurück. Eine verhaltene Auslandsnachfrage, anhaltende geopolitische Spannungen und hohe Energiepreise machten sich besonders im schwächeren Warenhandel bemerkbar.

2.1.2 Entwicklung Büroimmobilienmarkt

Der Markt für Büroimmobilien wird geprägt durch konjunkturelle Unsicherheit. Zinswende, geopolitische Verwerfungen, gestiegene Energiepreise, Unsicherheit über die Folgen der Energiepolitik, der Einfluss von Fachkräftemangel und demografischem Wandel auf die Bürobeschäftigtenzahl, die Auswirkungen der Flexibilisierung der Arbeitsorganisation und die Implementierung von ESG-Maßnahmen machen den Marktteilnehmern nach wie vor zu schaffen.

Der Flächenumsatz ist in den von der bulwiengesa AG regelmäßig untersuchten 127 größten Büromärkten gegenüber 2022 um mehr als 25 % auf 4,24 Mio. m 2 Mietfläche für gewerblichen Raum gesunken.

2.1.3 Entwicklung Hotelimmobilienmarkt

Der Markt für Hotelimmobilien hat sich 2023 weiter erholt. Vor allem die touristische Nachfrage steigt wieder. Angesichts steigender Betriebskosten und anhaltender Personalnot haben es vor allem kapitalschwache, meist familiengeführte Häuser weiterhin schwer, während die Markenhotellerie mit profilscharfen und nachhaltigen Konzepten sowie die Budget-Kettenhotellerie ihre Marktanteile ausbauen. Perspektivisch wird für den Hotelimmobilienmarkt erwartet, dass die Budgethotellerie ihre Marktanteile, vor allem durch Übernahmen, ausbauen wird. Das Neubauvolumen wird aufgrund gestiegener Baukosten sinken.

2.2 Ertrags- und Vermögenslage, finanzielle Leistungsindikatoren

2.2.1 Ertragslage

Die Ertragslage der EUROPA-CENTER AG stellt sich zusammengefasst wie folgt dar:

2023 2022 Veränderung
Tsd. € Tsd. € Tsd. € %
Umsatzerlöse 4.569 5.455 -886 -16,2
Personalaufwand -7.847 -7.751 -96 -1,2
Sonstige Aufwendungen / Erträge -3.201 -4.621 -1.418 33,4
Betriebsergebnis -6.480 -6.917 437 6,3
Beteiligungsergebnis 6.099 4.492 1.607 35,8
Zinsergebnis 1.360 1 1.359 > 100,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 979 -2.424 3.403 > 100,0
Ertragsteuern -519 933 -1.452 < -100,0
Jahresergebnis 460 -1.491 1.951 > 100,0

Das Ergebnis vor Ertragsteuern ist im Vergleich zum Vorjahr von Tsd. € -2.424 auf Tsd. € 979 gestiegen. Das Zinsergebnis ergibt sich insbesondere aus der Verzinsung der Darlehensforderungen und -verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Aufgrund der variablen Verzinsung dieser Darlehen und des Anstiegs des Zinssatzes aufgrund der Marktentwicklung ist dieses deutlich gestiegen (Tsd. € 1.360; VJ Tsd. € 1). Das erhöhte Beteiligungsergebnis (Tsd. € 6.099; VJ Tsd. € 4.492) ist insbesondere aus höheren Beteiligungserträgen aus zwei Immobilienobjektgesellschaften zurückzuführen. Die sonstigen Aufwendungen/Erträge sind aufgrund von Kosteneinsparungen um Tsd. € 1.418 auf Tsd. € 3.201 reduziert. Zudem wurden geringere Umsatzerlöse erzielt (Tsd. € 886). Dies ist auf die verminderte Bautätigkeit im Rahmen des Projektes Gateway Gardens zurückzuführen.

2.2.2 Vermögenslage

Die Vermögenslage der EUROPA-CENTER AG ergibt sich aus der folgenden Tabelle:

2023 2022 Veränderung
Tsd. € Tsd. € Tsd. € %
Finanzanlagen 156.504 128.338 28.166 22,0
Übriges Anlagevermögen 817 908 -92 -10,2
Anlagevermögen 157.320 129.246 28.074 21,7
Umlaufvermögen 82.187 91.500 -9.313 -10,2
Rechnungsabgrenzungsposten 104 99 5 5,1
Aktiva 239.611 220.845 18.767 8,5
2023 2022 Veränderung
Tsd. € Tsd. € Tsd. € %
Gezeichnetes Kapital 12.100 12.100 0 0,0
Kapitalrücklage 135.177 122.377 12.800 10,5
Gewinnrücklagen 15.411 15.411 0 0,0
Bilanzgewinn 549 89 460 > 100,0
Eigenkapital 163.237 149.977 13.260 8,8
Rückstellungen 1.202 1.215 -13 -1,1
Verbindlichkeiten 70.109 65.108 5.001 7,7
Passive latente Steuern 5.063 4.545 518 11,4
Fremdkapital 76.374 70.868 5.506 7,8
Passiva 239.611 220.844 18.767 8,5

Die Bilanzsumme der EUROPA-CENTER AG hat sich im Vergleich zum Vorjahr um Tsd. € 18.767 erhöht. Diese Steigerung resultiert im Wesentlichen aus dem Erwerb von Gesellschaftsanteilen an einer Objektgesellschaft. Die Erhöhung bei den Finanzanlagen resultiert darüber hinaus aus Kapitaleinzahlungen bei sechs Objektgesellschaften. Im Geschäftsjahr ist ein Darlehen in Höhe von Tsd. € 12.000 zurückgezahlt worden, daher verringerte sich das Umlaufvermögen.

Das Eigenkapital erhöhte sich im Berichtsjahr mit Tsd. € 13.260 im Wesentlichen durch eine freiwillige Einzahlung in die Kapitalrücklage (Tsd. € 12.800) durch den Mehrheitsgesellschafter Uwe Heinrich Suhr.

Die Veränderungen der Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus drei neuen Darlehensverträgen von insgesamt Tsd. € 5.000, die zur Darlehensaufnahme von verbundenen Unternehmen abgeschlossen wurden.

2.2.3 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Steuerung der EUROPA-CENTER AG als Holdinggesellschaft der EUROPA-CENTER-Gruppe erfolgt mittels der finanziellen Leistungsindikatoren Eigenkapital und Ergebnis vor Ertragsteuern.

Das Eigenkapital erhöhte sich im Berichtsjahr mit Tsd. € 13.260 im Wesentlichen durch eine freiwillige Einzahlung in die Kapitalrücklage (Tsd. € 12.800). Das Ergebnis vor Ertragsteuern erhöhte sich um Tsd. € 3.403 auf einen Wert von Tsd. € 979 (Vorjahr: Tsd. € -2.424) und liegt somit über der Prognose für das Jahr 2023 in Höhe von Tsd. € 23. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich um Tsd. € 1.951 auf Tsd. € 460 (Vorjahr: Tsd. € -1.491) und liegt somit ebenfalls über der Prognose für das Jahr 2023 in Höhe von Tsd. € -391.

3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

3.1 Risiko- und Chancenbericht

3.1.1 Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem der EUROPA-CENTER AG weist einen geringen Institutionalisierungs- bzw. Formalisierungsgrad auf. Es besteht im Wesentlichen aus einem Meldesystem im "Bottom-up-Verfahren". Hierzu dienen regelmäßige Besprechungen des Vorstandes zusammen mit dem Führungskreis (Bereichsleitungen) und Abstimmungen mit einzelnen Mitgliedern des Führungskreises sowie den unmittelbar unterstellten Mitarbeitern.

Die Geschäftstätigkeit der EUROPA-CENTER AG ist hauptsächlich durch Projekte im Neubau sowie im Bestand gekennzeichnet. Zur Projektüberwachung finden regelmäßig Projektbesprechungen statt. Der Vorstand hat sich alle sechs Wochen den Projektstatus berichten lassen und auf diese Weise einen Überblick über die Risikolage erhalten.

Das Risikomanagementsystem folgt einem iterativen Regelkreislauf mit den Elementen Risikoidentifizierung, Risikoanalyse und -quantifizierung, Risikokommunikation, Risikosteuerung und Risikokontrolle.

3.1.2 Risikobericht und Einzelrisiken

Die Geschäftstätigkeit der EUROPA-CENTER AG ist mit Risiken des wirtschaftlichen Umfeldes verbunden, die durch die Gesellschaft nicht beeinflussbar sind. Diese können beispielsweise Auswirkungen auf die Inflation, das Zinsniveau und das Mietpreisniveau haben. Im Folgenden werden Einzelrisiken erläutert, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der EUROPA-CENTER AG haben.

Projektrisiko

Bei den von der EUROPA-CENTER-Gruppe durchgeführten Projekten wird auf ein vertretbares Risiko-/Chancenprofil Wert gelegt. Standort- und Mieterqualität und langfristige Mietverträge sind Voraussetzung für eine Projektentwicklung. Besondere Herausforderungen sind die stark gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten bei gleichzeitig hohen Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Hierbei wirken sich insbesondere gestiegene Material- und Rohstoffpreise aus. Zeitverzögerungen können auch durch eine Störung von Lieferketten entstehen. Diese Einflussfaktoren können sich negativ auf die Projektrentabilität und damit die Ertragslage der EUROPA-CENTER AG auswirken. Im Berichtsjahr hat sich das stark erhöhte Zinsniveau sehr negativ auf ein mit einer Projektfinanzierung versehenes Neubauprojekt ausgewirkt. Dennoch wird bei allen Projekten die Marktentwicklung in den kommenden Jahren vorsichtig positiv bewertet.

Vermietungsrisiko

Das Vermietungsrisiko besteht darin, dass Erstvermietungen bei neuen Objekten bzw. Nachvermietungen bei Bestandsimmobilien nicht oder nicht zu einem angemessenen Preis erfolgen. Das Risiko wird durch konjunkturelle Schwankungen und Marktzyklen beeinflusst, die sich insbesondere auf die Marktmieten und die Flächennachfrage auswirken. Hierdurch kann die Vermietungssituation und damit die geplante Entwicklung der Umsatzerlöse sowie die Ertragslage der Gesellschaft negativ beeinflusst werden. Diesem Risiko begegnet die EUROPA-CENTER AG durch intensive Marktbeobachtung, kontinuierliche Überwachung auslaufender Mietverträge, regelmäßige Einbindung von Vermietungsmaklern und möglichst langfristige Mietvertragsabschlüsse. Die rechtzeitige Identifikation und Berücksichtigung von Mieterbedürfnissen dient gleichfalls der Risikovermeidung bzw. -reduzierung. Aufgrund des Facility Managements sämtlicher Bestandsimmobilien durch ein Tochterunternehmen der EUROPA-CENTER AG besteht ein sehr guter Kontakt zu den Mietern.

Ob ein Gewerbeobjekt im Bereich der Neubauvorhaben spekulativ (ohne eine Vorvermietung) errichtet wird oder nicht, wird intern intensiv diskutiert und durch die Gesellschafter der Objektgesellschaften bzw. den Vorstand der EUROPA-CENTER AG entschieden. Kriterien sind neben der Lage auch die Marktsituation, die Flexibilität der Flächen sowie das Volumen in Hinblick auf das gebundene Kapital sowie die Zinskosten. In der Vergangenheit haben wir vorrangig spekulative Bauprojekte durchgeführt. Aktuell wird die Notwendigkeit der Vorvermietung in Betracht gezogen. Dies kann unter Umständen zu einer Projektverzögerung führen.

Finanzierung

Die Wachstumsstrategie der EUROPA-CENTER AG wird auch in Zukunft zu weiteren Kapitalaufnahmen führen. Die Konditionen und die Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln hängen wesentlich von der Zinsentwicklung und vom allgemeinen Banken- und Kapitalmarktumfeld ab. So kann es zu einem höheren Zinsaufwand kommen, wenn Zinsfestschreibungen zum falschen Zeitpunkt erfolgen oder unterlassen werden. Eine Eintrübung des Marktumfeldes der Banken kann zu einer restriktiveren Kreditvergabe führen. Zudem ist absehbar, dass die Zinskosten im Zeitablauf aufgrund der gestiegenen Refinanzierungskosten der Kreditinstitute stark ansteigen werden. Dieses könnte die Finanz- und Ertragslage der EUROPA-CENTER AG beeinträchtigen. Des Weiteren kann es zu Finanzierungsrisiken kommen, wenn bestehende Bedingungen abgeschlossener Kreditvereinbarungen nicht erfüllt werden und damit Sondertilgungen ausgelöst werden. Diesem Risiko wird durch regelmäßige Überwachung und dem rechtzeitigen Einleiten von Gegenmaßnahmen begegnet.

Liquidität

Auf das Risiko einer nicht rechtzeitigen Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen wird ein besonderes Augenmerk gelegt. Die Liquiditätsentwicklung wird regelmäßig mit Hilfe einer Vorschau der erwarteten Mittelzu- und -abflüsse analysiert, die auf rollierender Basis für einen Zeitraum von drei Jahren erstellt wird. Die Liquidität der EUROPACENTER AG war im Berichtsjahr jederzeit gesichert, dennoch können Liquiditätsengpässe aufgrund einer ungünstigen Entwicklung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen nicht komplett ausgeschlossen werden. Diese könnten negative Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage der EUROPA-CENTER AG haben.

Steuerrisiko

Unter dem Steuerrisiko wird die Gefahr subsumiert, dass unberücksichtigte Sachverhalte bzw. fehlerhafte Steuerunterlagen die Steuerbelastung und somit das Ergebnis und die Liquidität beeinträchtigen. Das betrifft im Wesentlichen die Umsatz- und Ertragsbesteuerung einschließlich des Risikos aus Gesetzesänderungen. Bei bisherigen Betriebsprüfungen sind keine wesentlichen, bisher noch nicht berücksichtigten Sachverhalte durch die Finanzbehörden ermittelt worden, die zu einer höheren Steuerbelastung führen können.

Gesetzgebungsrisiko

Die unternehmerische Tätigkeit der EUROPA-CENTER AG unterliegt Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen und Vorschriften. Grundlegende Änderungen in diesem Bereich, z. B. im Mietrecht oder durch die Einführung der EU-Taxonomie zur Beurteilung nachhaltiger Investitionen, können zu finanziellen Risiken führen und damit die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft negativ beeinflussen.

Personal

Mitarbeiter sind das wesentliche Kapital der Unternehmung. Unverändert hoch liegt daher der Fokus auf den Themen Mitarbeiterbindung, Mitarbeiterentwicklung sowie Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Hierzu ist die Gesellschaft bestrebt, ein möglichst attraktives Arbeitsumfeld zu schaffen. Dieses stellt sich durch herausfordernde Aufgabenfelder dar, die mit einem hohen Maß an Eigenverantwortung wahrgenommen werden können. Ferner bietet die Gesellschaft ihren Mitarbeitern leistungsbezogene Vergütungsbestandteile, Arbeitgeberzusatzleistungen sowie Möglichkeiten zur Weiterbildung. Gelingt die Gewinnung, Weiterentwicklung und Bindung kompetenter und leistungsbereiter Mitarbeiter und Führungskräfte an das Unternehmen nicht, kann dies negative Auswirkungen auf die Unternehmensentwicklung haben.

IT-Risiken

Aktuell ist weltweit eine starke Zunahme von Bedrohungen der IT- und Cybersicherheit sowie ein hohes Maß an Professionalität in der Cyberkriminalität zu verzeichnen. Die Bereitschaft gegen Bedrohungen und Angriffe vorzugehen hat nach wie vor hohe Priorität. Die Gesellschaft ist somit dem Risiko von äußeren Angriffen, zusätzlich aber auch internem Fehlverhalten mit Auswirkungen auf die Integrität, Verfügbarkeit und Vertraulichkeit der It-Systeme und der verarbeiteten Daten (Grundwerte der Informationssicherheit) ausgesetzt. Sofern diese Risiken eintreten, kann es zu einem eingeschränkten Datenzugang und Verfälschungen von Daten kommen bzw. ein unberechtigter Zugang zu vertraulichen Daten ermöglicht werden. Dieses kann zu einer Beeinträchtigung des Betriebsablaufs bzw. zu einem Verstoß gegen Vorschriften des Datenschutzes führen und damit die Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen. Zur Minimierung der Risiken werden Schutzmechanismen auf Ebene der IT-Infrastruktur eingesetzt. Arbeitsanweisungen, Richtlinien sowie Zugangsbeschränkungen dienen der Vermeidung unternehmensinternen Fehlverhaltens.

3.1.3 Chancenbericht

Die Gesellschaft verfügt über eine gute Marktexpertise an ihren bestehenden Standorten. Diese eröffnet einen guten Zugang zu institutionellen und privaten Marktteilnehmern, Mietern, Dienstleistern und Behörden. Dadurch können sich Gelegenheiten zum Ankauf von Grundstücken ergeben. Die Projektentwicklungen der EUROPACENTER-Gruppe erfolgen im Regelfall mit Vorvermietung. Hier bestehen Chancen auf eine frühzeitige Vorvermietung, die zu einer früheren Projektrealisierung auf bestehenden Grundstücken führen können.

Chancen und Risiken aus dem Nachhaltigkeitsmanagement

Nachhaltigkeitsrisiken (ESG-Risiken) lassen sich unterteilen in physische Klimarisiken wie z. B. Extremwetterereignisse, Überschwemmung oder Dürren und den damit verbundenen Auswirkungen, welche direkt auf das Unternehmen wirken (Outside-in-Risiken) sowie Inside-Out-Risiken, welche sich aus dem Übergang zu einer CO 2 -armen Wirtschaft, z. B. durch Veränderungen von gesellschaftlichen Einstellungen und Konsummustern, ergeben.

Im Bereich des Nachhaltigkeitsmanagements gehen für die EUROPA-CENTER-Gruppe aus der Bau- und Immobilienwirtschaft die größten Risiken aus dem Bereich des Klimawandels hervor. Für den langfristigen Zugang zum Mieterund Kapitalmarkt stellt mangelnder Klimaschutz ein relevantes ESG-Risiko dar. Ambitionierte Maßnahmen zum Klimaschutz werden vom Markt erwartet und von Marktanbietern zunehmend gut bedient. Die Anschlussfähigkeit an diese Erwartungen sowie eine dementsprechende Konkurrenzfähigkeit ist daher wesentlich für die EUROPACENTER-Gruppe zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit.

Die ESG-Anforderungen gewinnen aktuell auch im Finanzierungsumfeld stark an Bedeutung. Die Banken und Kapitalgeber wünschen sich Projektentwicklungen mit einer starken Berücksichtigung ESG-relevanter Themen und fordern zusätzlich unternehmensbezogene ESG-Informationen und Auswertungen an. Hieraus können sich Chancen für die Vermarktung von nachhaltigen Projektentwicklungen ergeben. So werden bei klassischen Bankfinanzierungen aktuell teilweise günstigere Konditionen für nachhaltige Projektentwicklungen in Aussicht gestellt. Die EUROPA-CENTER-Gruppe wird sich weiterhin intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen, um sich weiter zu diversifizieren und Chancen zu ergreifen.

3.1.4 Gesamtbild der Chancen- und Risikolage

Wir blicken mit kritischer Zuversicht auf das laufende Geschäftsjahr 2024 und gehen davon aus, dass die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im laufenden Geschäftsjahr 2023 ihren Tiefpunkt erreicht haben und danach sukzessive der Erholungsprozess einsetzt. Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass unser Geschäftsmodell den aktuellen Anforderungen des gewerblichen Immobilienmarktes gerecht wird. Bei sorgsamer Abwägung von Chancen und Risiken werden sich auch in Zukunft entsprechende Möglichkeiten für eine positive Unternehmensentwicklung anbieten.

3.2 Prognosebericht

3.2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Immobilienmärkte

Gesamtwirtschaft

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 um 0,3 % geringer als im Vorjahr. Der Jahresbeginn 2024 ist geprägt von einer Verschlechterung der Auftragslage in allen Wirtschaftsbereichen, geringem Auftragsbestand, hohem Krankenstand und andauernden Streiks. Das Bruttoinlandsprodukt konnte dennoch im I. Quartal 2024 im Vergleich zum IV. Quartal 2023 um 0,2 % zunehmen, im Vorjahresvergleich ergab sich ein Rückgang um 0,2 %. Aufgrund dieses gemischten Bildes bleibt es also abzuwarten, ob das Jahr 2024 eine konjunkturelle Trendwende bringen wird. Zu einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung dürfte es erst in der zweiten Jahreshälfte kommen. Insgesamt wird für das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr gemäß der IFO Konjunkturprognose Frühjahr 2024 eine Erhöhung um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr erwartet.

Büroimmobilienmarkt

Der Markt für Büroimmobilien wird geprägt durch konjunkturelle Unsicherheit. Zinswende, geopolitische Verwerfungen, gestiegene Energiepreise, Unsicherheit über die Folgen der Energiepolitik, der Einfluss von Fachkräftemangel und demografischem Wandel auf die Bürobeschäftigtenzahl, die Auswirkungen der Flexibilisierung der Arbeitsorganisation und die Implementierung von ESG-Maßnahmen stellen die Marktteilnehmer vor große Herausforderungen. Diese erschweren eine Prognose der Marktentwicklung für 2024.

Für die Flächennachfrage ergeben sich grundsätzlich weitere Nachfrageimpulse aus der positiven Bürobeschäftigtenprognose. Allerdings stellen viele Unternehmen Wachstums- und Investitionsentscheidungen vorerst zurück, was die konkreten Anmietungsaktivitäten hemmt. Gleiches gilt für den Umgang mit Remote Work bzw. den Auswirkungen von New-Work-/Hybrid-Work-Konzepten. Hier zeichnet sich perspektivisch ein geringerer Flächenbedarf ab. Die Nachfrage wird sich dabei zunehmend auf moderne und hochwertige Flächen in den Innenstädten oder abseits davon in Lagen mit guter Erreichbarkeit und Serviceinfrastruktur konzentrieren.

Für in Planung befindliche Projektentwicklungen hat sich das Marktumfeld dramatisch verändert. Neben den sehr hohen Bau- und Finanzierungskosten sind es auch die fehlenden oder schwer zu antizipierenden Exit-Perspektiven, die Projektentwickler bei neuen Bauvorhaben vorsichtiger agieren lassen. Entsprechend ist mittelfristig von einem spürbaren Rückgang der Neubauleistung auszugehen, was sich stabilisierend auf die Leerstandssituation auswirken wird.

Hotelimmobilienmarkt

Die Aufhellung der Stimmungslage im Immobilienklima hat sich nach den drastischen Rückgängen in den Pandemiejahren 2020 sowie 2021 und der im Vorjahr einsetzenden Erholung auch 2023 langsam fortgesetzt. Das Hotelklima zeigte sich 2023 auf einem stabilen Niveau.

Die weiterhin steigende touristische Nachfrage in Deutschland deutet auf eine verhalten positive Entwicklung im Jahr 2024 hin. Dennoch bleibt der Hotelmarkt angesichts unsicherer Gewinnaussichten weit entfernt von den Höchstständen vor der Krise.

3.2.2 Erwartete Geschäftsentwicklung

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir ein nahezu unverändertes Eigenkapital.

Das Geschäftsergebnis wird gegenüber 2023 verbessert prognostiziert. Das Ergebnis vor Ertragsteuern wird mit einer Erhöhung um Tsd. € 722 auf einen Wert von Tsd. € 1.701 erwartet.

Einsparungen werden insbesondere im Bereich der Personalkosten erwartet. Der erfolgte Ausgleich von Verlustvorträgen in der XIX. EUROPA-CENTER GmbH lässt eine Ausschüttung an die EUROPA-CENTER AG als Mehrheitsgesellschafterin erwarten. Dies würde zu einem höheren Beteiligungsergebnis führen. Eine im Geschäftsjahr 2024 nachlassende Bautätigkeit hingegen könnte in der AG zu geringeren Umsatzerlösen aus Eigenleistungen führen.

 

Hamburg, 25. Juni 2024

Gez. der, Vorstand

Ralf-Jörg Kadenbach

Axel Kiel

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 157.320.359,84 129.245.859,06
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 54.168,30 46.749,67
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 54.168,30 46.749,67
II. Sachanlagen 762.398,99 861.163,71
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 762.398,99 861.163,71
III. Finanzanlagen 156.503.792,55 128.337.945,68
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 144.860.178,23 116.717.678,23
2. Beteiligungen 11.643.614,32 11.620.267,45
B. Umlaufvermögen 82.187.204,82 91.499.981,19
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 81.931.228,86 91.245.879,98
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.255,89 806,80
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 79.556.668,68 89.494.129,45
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 3.314,60
4. sonstige Vermögensgegenstände 2.372.304,29 1.747.629,13
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 255.975,96 254.101,21
C. Rechnungsabgrenzungsposten 103.737,12 98.704,38
Aktiva 239.611.301,78 220.844.544,63

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 163.236.901,81 149.977.146,77
I. Gezeichnetes Kapital 12.100.000,00 12.100.000,00
II. Kapitalrücklage 135.177.445,60 122.377.445,60
III. Gewinnrücklagen 15.410.730,78 15.410.730,78
1. gesetzliche Rücklage 160.730,78 160.730,78
2. andere Gewinnrücklagen 15.250.000,00 15.250.000,00
IV. Bilanzgewinn 548.725,43 88.970,39
B. Rückstellungen 1.202.024,60 1.214.566,02
1. sonstige Rückstellungen 1.202.024,60 1.214.566,02
C. Verbindlichkeiten 70.108.775,37 65.108.031,84
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 220.554,77 337.079,48
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 53.292.124,69 46.831.481,33
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 14.000.000,00 14.000.000,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.596.095,91 3.939.471,03
davon aus Steuern 522.518,98 500.064,36
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 4.120,60 8.902,44
D. Passive latente Steuern 5.063.600,00 4.544.800,00
Passiva 239.611.301,78 220.844.544,63

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 4.568.642,72 5.454.863,53
2. sonstige betriebliche Erträge 41.252,91 178.359,00
3. Materialaufwand 28.969,21 22.600,94
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 28.969,21 22.600,94
4. Personalaufwand 7.847.138,30 7.750.953,70
a) Löhne und Gehälter 6.892.050,22 6.736.023,99
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 955.088,08 1.014.929,71
davon für Altersversorgung 7.052,36 6.934,30
5. Abschreibungen 234.417,72 475.062,05
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 234.417,72 475.062,05
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.980.013,98 4.301.557,29
7. Erträge aus Beteiligungen 5.973.510,35 4.163.912,98
davon aus verbundenen Unternehmen 5.735.463,48 4.054.988,81
8. Erträge aufgrund von Gewinnabführungsverträgen 232.981,18 327.918,21
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.215.544,01 612.109,55
davon aus verbundenen Unternehmen 4.209.489,63 611.885,59
10. Aufwendungen aus Verlustübernahmen 107.314,03
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.855.522,89 611.004,96
davon an verbundene Unternehmen 2.086.781,24 355.592,42
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 518.800,00 -933.423,24
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 946.900,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 518.800,00
13. Ergebnis nach Steuern 459.755,04 -1.490.592,43
14. Jahresüberschuss 459.755,04 -1.490.592,43
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 88.970,39 1.579.562,82
16. Bilanzgewinn 548.725,43 88.970,39

Anhang

A. Rechnungslegungsgrundsätze

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der EUROPA-CENTER AG (Amtsgericht Hamburg, HRB 80762) die Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen einem und dreizehn Jahren. Die Abschreibung erfolgt ausschließlich nach der linearen Methode. Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden analog § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Sämtliche Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und werden daher nicht abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Hinsichtlich der latenten Steuern verweisen wir auf Abschnitt B. I. 6.

B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind gewährte Darlehen von TEUR 72.500 (Vj. TEUR 84.500), die grundsätzlich eine Laufzeit von 3 Jahren haben und zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 72.500 (Vj. TEUR 83.500) noch eine Restlaufzeit von über einem Jahr ausweisen, enthalten. Es ist bei diesen Darlehen jedoch auch jederzeit eine ordentliche Kündigung mit einer Frist von einem Monat möglich.

Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände des Berichtsjahres und des Vorjahres haben eine Restlaufzeit von jeweils bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten mit TEUR 717 (Vj. TEUR 614) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

3. Eigenkapital

Das Grundkapital ist aufgeteilt in 12.100.000 Stückaktien ohne Nennbetrag.

Das genehmigte Kapital beläuft sich auf TEUR 1.750.

Der Mehrheitsgesellschafter leistete mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 einen Forderungsverzicht in Höhe von TEUR 12.800 und brachte diese Forderung als freiwillige Zuzahlung in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in die EUROPACENTER AG ein.

Die Kapitalrücklage erhöhte sich im Berichtsjahr dementsprechend um TEUR 12.800 auf TEUR 135.177.

Insgesamt enthält die Kapitalrücklage Beträge nach § 272 Abs.2 Nr. 1 HGB von TEUR 63.518 und nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB von TEUR 71.660.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen von TEUR 1.202 beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalverpflichtungen (TEUR 901).

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Restlaufzeit
Insgesamt
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
davon über 1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 221 221 0 0
(Vj.) (337) (337) (0) (0)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 53.292 20.292 33.000 0
(Vj.) (46.832) (19.832) (27.000) (0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 14.000 5.000 9.000 0
(Vj.) (14.000) (0) (14.000) (0)
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.596 2.400 196 0
(Vj.) (3.939) (3.449) (490) (0)
70.109 27.913 42.196 0
(Vj.) (65.108) (23.618) (41.490) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 35 (Vj. TEUR 183) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden Darlehen von TEUR 33.000 (Vj. TEUR 27.000), in den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, in denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, von TEUR 9.000 (Vj. TEUR 14.000) und in den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 196 (Vj. TEUR 490) ausgewiesen, die ursprünglich eine Laufzeit von 3 Jahren haben und zum Bilanzstichtag noch eine Restlaufzeit von über einem Jahr ausweisen. Es ist bei diesen Darlehen jedoch auch jederzeit eine ordentliche Kündigung mit einer Frist von einem Monat möglich.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten aus von der EUROPACENTER AG ausgegebenen Genussrechtsverträgen (TEUR 1.123, Vj. TEUR 1.084) ausgewiesen, für die eine Mindestlaufzeit von fünf Jahren vereinbart worden ist. Nach der Mindestlaufzeit ist eine Kündigung mit einer Frist von sechs Monaten zum Ende eines Geschäftsjahres möglich. Die ausgegebenen Genussrechte in Höhe von TEUR 710 verbriefen eine feste Verzinsung, deren Höhe von den laufenden Gewinnen, die die Gesellschaften der EUROPA-CENTER-Gruppe insgesamt erzielen, abhängig ist. Weiterhin verbriefen die Genussrechte eine Beteiligung am Net Asset Value der gesamten EUROPA-CENTER-Gruppe dergestalt, dass bei Rückzahlung des Genussrechtskapitals ein Aufschlag/Abschlag auf den Rückzahlungsbetrag in Höhe des Nennwertes in dem Verhältnis, wie sich der Net Asset Value in der Zeit von Beginn bis zum Ende der entsprechenden Genussrechtsverträge entwickelt hat, vorzunehmen ist.

In den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 523 (Vj. TEUR 500) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 5 (Vj. TEUR 9) ausgewiesen.

6. Latente Steuern

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Finanzanlagen und für steuerliche Rücklagen nach § 6b EStG ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt.

Die Bewertung der temporären Differenzen und der verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträge erfolgt grundsätzlich mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 32,275 %.

Die Steuerlatenzen haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

01.01.2023
TEUR
Veränderung
TEUR
31.12.2023
TEUR
Aktive latente Steuern 936 675 1.611
Passive latente Steuern 5.481 1.194 6.675
Saldierte Steuerlatenzen 4.545 519 5.064

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Verbundene Unternehmen

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen mit TEUR 5.708 (Vj. TEUR 4.055) verbundene Unternehmen.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit TEUR 4.209 (Vj. TEUR 612) und die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 2.087 (Vj. TEUR 356) verbundene Unternehmen. Die Zinsen werden variabel auf Euribor-Basis berechnet. Durch die gestiegenen Zinssätze resultiert eine erhebliche Steigerung zum Vorjahr.

2. Personalaufwand

Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 7 (Vj. TEUR 7) enthalten.

C. Sonstige Angaben

1. Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % beteiligt:

Gesellschaft Beteiligungsquote
%
Eigenkapital
TEUR
Jahresergebnis
TEUR
IV. EUROPA-CENTER GmbH & Co.KG, Hamburg 89,0 16.890 1.180
EUROPA-CENTER City Süd IV. Verwaltungs GmbH, Hamburg 100,0 23 1
V. EUROPA-CENTER GmbH & Co. KG, Hamburg 89,0 17.866 971
EUROPA-CENTER City Süd V. Verwaltungs GmbH, Hamburg 100,0 23 1
VII. EUROPA-CENTER GmbH, Hamburg 100,0 445 249
XI. EUROPA-CENTER GmbH & Co. KG, Bremen 89,4 1.429 996
XII. EUROPA-CENTER GmbH & Co. KG, Bremen 89,0 2.596 953
XVIII. EUROPA-CENTER GmbH & Co. KG, Bremen 100,0 1.024 665
XIX. EUROPA-CENTER GmbH, Essen 89,0 5.090 1.411
XXIII. EUROPA-CENTER GmbH, Hamburg 100,0 105 -57
XXIV. EUROPA-CENTER GmbH & Co. KG, Berlin 100,0 530 2.861
XXV. EUROPA-CENTER GmbH & Co. KG, Hamburg 100,0 2.000 2.592
XXVI. EUROPA-CENTER GmbH, Bremen 100,0 113 12
XXVII. EUROPA-CENTER GmbH, Essen 100,0 281 7
XXVIII. EUROPA-CENTER GmbH, Berlin 100,0 70 9
EUROPA-CENTER Facility Service GmbH, Hamburg 74,9 545 -68
XXXII. EUROPA-CENTER GmbH, Hamburg 100,0 52 1
XXXIII. EUROPA-CENTER GmbH & Co. KG, Berlin 100,0 25 111
XXXVII. EUROPA-CENTER GmbH & Co. KG, Hamburg 100,0 3.680 186
EUROPA-CENTER Gateway Gardens GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 100,0 2.852 -9.568
EUROPA-CENTER Gateway Gardens Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main 100,0 21 1
I. EUROPA-CENTER Logistik GmbH & Co. KG, Bremen 100,0 39 -8
III. EUROPA-CENTER Logistik GmbH & Co. KG, Bremen 100,0 117 -109
EUROPA-CENTER Eschborn II GmbH, Frankfurt am Main 94,9 102 -495
EUROPA-CENTER Eschborn I GmbH & Co. KG, Hamburg 100,0 261 -671
EUROPA-CENTER Eschborn Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main 100,0 35 1
EUROPA-CENTER Management Services GmbH, Hamburg 100,0 25 0 *
EUROPA-CENTER Facility Management GmbH, Hamburg 100,0 25 0 *
EUROPA-CENTER International GMBH, Hamburg 43,0 34.839 440

* Mit diesen Gesellschaften besteht ein Ergebnisabführungsvertrag

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus dem bestehenden Mietvertrag für die Büroflächen in der Hammerbrookstraße 74, Hamburg, resultieren bis zum 31. Dezember 2029 laufende finanzielle Verpflichtungen von TEUR 528 p.a., TEUR 3.171 über die Gesamtlaufzeit.

Im Jahr 2021 wurde ein Kfz-Leasingvertrag mit einer Laufzeit von 36 Monaten abgeschlossen. Aus diesem Vertrag bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 4. Ebenfalls im Jahr 2021 wurde ein Mietvertrag über Büromaschinen mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026 abgeschlossen. Aus diesem Vertrag bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 111.

Seit dem Jahr 2023 gibt es für die Mitarbeiter ein Jobrad-Angebot. Es wurden 3 Verträge geschlossen mit einer Laufzeit von jeweils 3 Jahren. Es bestehen finanzielle Verpflichtungen von insgesamt TEUR 16.

3. Personal

Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 67 Angestellte beschäftigt.

4. Organe der Gesellschaft

Vorstandsmitglieder sind:

- Dipl.-Kfm. Ralf-Jörg Kadenbach, Vorstand Projektentwicklung, Vermietung und Verwaltung, Hamburg (Vorstandsvorsitzender)

- Dipl.-Volkswirt Axel Kiel, Vorstand Finanzen, Quickborn

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

- Dr. Reinhard Kutscher, Jurist, Hamburg (Vorsitzender)

- Dipl.-M. FCIM (UK) Uwe Heinrich Suhr, Kaufmann, Hamburg (stellvertretender Vorsitzender)

- Dipl.-Kfm. Lutz Basse, Kaufmann, Hamburg

- Dipl.-Kfm. Carsten Franke, Steuerberater, Ahrensburg

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf TEUR 130

D. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ergeben.

E. Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor,

- eine Dividende von EUR 0,02 je Aktie auszuschütten,

- den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen

 

Hamburg, 25. Juni 2024

Gez. der Vorstand der EUROPA-CENTER AG

Ralf-Jörg Kadenbach, Vorsitzender

Axel Kiel

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 827.047,91 47.573,22 0,00 0,00 874.621,13
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.920.014,21 97.879,09 0,00 83.034,05 1.934.859,25
III. Finanzanlagen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 117.711.046,59 28.134.800,00 7.700,00 0,00 145.853.546,59
2. Beteiligungen 11.620.871,08 31.046,87 -7.700,00 0,00 11.644.217,95
129.331.917,67 28.165.846,87 0,00 0,00 157.497.764,54
132.078.979,79 28.311.299,18 0,00 83.034,05 160.307.244,92
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 780.298,24 40.154,59 0,00 820.452,83
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.058.850,50 194.263,13 80.653,37 1.172.460,26
III. Finanzanlagen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 993.368,36 0,00 0,00 993.368,36
2. Beteiligungen 603,63 0,00 0,00 603,63
993.971,99 0,00 0,00 993.971,99
2.833.120,73 234.417,72 80.653,37 2.986.885,08
Buchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 54.168,30 46.749,67
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 762.398,99 861.163,71
III. Finanzanlagen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 144.860.178,23 116.717.678,23
2. Beteiligungen 11.643.614,32 11.620.267,45
156.503.792,55 128.337.945,68
157.320.359,84 129.245.859,06

Bericht des Aufsichtsrates zum Jahresabschluss 2023

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2023 ausführlich und gewissenhaft mit der Lage und den Aussichten der EUROPA-CENTER AG und ihrer Tochterunternehmen sowie den nicht verbundenen Unternehmen der gesamten EC-Immobiliengruppe befasst. Er hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen, die Entwicklung intensiv begleitet und den Vorstand in der Geschäftsführung beraten und überwacht. Der Vorstand ist seinen Berichtspflichten aufgrund von Gesetz und Geschäftsordnung gegenüber dem Aufsichtsrat regelmäßig und fristgerecht mit seinen Berichten gemäß § 90 AktG nachgekommen. Er hat den Aufsichtsrat umfassend und detailliert über die Geschäftsentwicklung unterrichtet.

Aktuelle Themen hat der Aufsichtsratsvorsitzende bei Bedarf sowohl mit den Mitgliedern des Vorstands als auch des Aufsichtsrats besprochen. Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden in den planmäßigen Sitzungen erörtert und entschieden oder gegebenenfalls im Umlaufverfahren beschlossen.

Der Aufsichtsrat war immer beschlussfähig,

Geschäftsvorgänge

Im Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat vier ordentliche Sitzungen und eine Sondersitzung abgehalten. In den Sitzungen hat er sich mit allen wesentlichen Geschäftsvorgängen, besonders aber mit der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft detailliert befasst. Die Vermietungslage und die Umsatzentwicklung der Bestandsobjekte der Gruppe sowie die Projektentwicklungen und deren Finanzierbarkeit waren Gegenstand intensiver Erörterungen.

Organe des Unternehmens

Am 29.6.2023 hat die Hauptversammlung die Mitglieder des Aufsichtsrates für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren bis zur Hauptversammlung des Jahres 2027, die über die Entlastung für die Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2026 beschließt, wiedergewählt. Der Aufsichtsrat hat daraufhin Herrn Dr. Kutscher wieder zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt.

Sitzungen

In der Sondersitzung des Aufsichtsrates am 14.2.2023 wurde über eine Umorganisation sowie Einsparmaßnahmen bei den Personal- und Sachkosten beraten. Weiteres Thema war die Planung für die Unternehmensgruppe für die Jahre 2023 - 2025. Die Sitzung am 29.3.2023 befasste sich mit der Umsetzung der Umorganisation und den daraus resultierenden Personalmaßnahmen. In der Aufsichtsratssitzung am 29.6.2023 wurde der Jahresabschluss der EUROPA-CENTER AG festgestellt und der Hauptversammlung die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagen, die diese im Anschluss an die Aufsichtsratssitzung beschlossen hat. In der folgenden Aufsichtsratssitzung am 14.11.2023 wurde der Halbjahresabschluss für den Konzern der EUROPA-CENTER AG vorgestellt und diskutiert. Darüber hinaus wurde die 10-Jahresplanung der EUROPA-CENTER-Gruppe sowie die 5- Jahresplanung der spanischen Aktivitäten erörtert. Über die Liquiditätssituation der Unternehmensgruppe wurde intensiv beraten. In der Aufsichtsratssitzung vom 18.12.2023 wurde die Hochrechnung für das Jahresergebnis 2023 vorgestellt, ebenso wie die 3-Jahres-Planung 2024-2026.

Prüfungsfeststellung 2023

Die EUROPA-CENTER AG schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 459.755,04 und einem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 548.725,43 ab. Die Prüfung durch die Wirtschaftsprüfer hat zu keinen Einwendungen geführt, Jahresabschluss und Lagebericht wurden mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, vom Bilanzgewinn 2023 einen Betrag von EUR 0,02 an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Schlussfeststellung

Der Aufsichtsrat hat sich in seinen Sitzungen überzeugt, dass die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, d. h. der Vermögensstatus und die Ertrags- und Liquiditätssituation jederzeit gesichert war und ist.

Die Beurteilung der Lage der Gesellschaft, insbesondere die Beurteilung des Fortbestands und der Risiken der künftigen Entwicklung des Unternehmens durch den Vorstand ist plausibel und folgerichtig.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeitern für das Engagement und die geleistete Arbeit im Geschäftsjahr 2023.

 

Hamburg, den 13.6.2024

gez. Dr. Reinhard Kutscher, Vorsitzender des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die EUROPA-CENTER AG, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EUROPA-CENTER AG, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EUROPA-CENTER AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 25. Juni 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Julian Breidthardt, Wirtschaftsprüfer

gez. Dirk Heide, Wirtschaftsprüfer

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