Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 208414
Eingetragen
8.8.1994
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen InformationsdienstleistungenErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Nach fehlerhafter Umschreibung von Amts wegen berichtigt: Durchführung von Organisationsberatungen sowie die Erstellung und Vermarktung von Dienstleistungsprodukten im Bereich der Informationsverarbeitung. Dazu gehören: -Management-Beratung für Organisationsund Systemplanung, -Anwendungsentwicklung und Schulung, -Rechenzentrumbetrieb inkl. Druck und Kuvertierungstechnik, -Netzwerkmanagement, -Graphische Datenverarbeitung und CAD-Anwendung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Fritz Michael Hahne
seit 9.1.2026
Prokura
Hendrik Nitz
seit 7.10.2022
Prokura
Jeannine Kallert
seit 7.10.2022
Prokura
Marco Amler
seit 25.5.2021
Prokura
Heino Feige
seit 18.1.2021
Geschäftsführer
Grit Zeymer
seit 21.2.2013
Prokura
Steffen Dr. Vieweg
seit 21.2.2013
Prokura
' Halle
seit 23.1.2007
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (22)

NameAnteil
4.63%
H****** V****
2.82%
B******* B*****
1.88%

Ungelöste Beteiligungen (8)

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
NTT Data Business Solution AG
Germany
2.091.000 €
51.00%
Kommunalwirtschaft Sachsen Anhalt GmbH
Germany
1.029.100 €
25.10%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GISA GmbH

Halle (Saale)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

Anhang 31.03.2024 31.03.2023
T€ T€
Anlagevermögen (1)
Immaterielle Vermögensgegenstände 4.372 3.697
Sachanlagen 4.452 4.673
Finanzanlagen 100 100
8.924 8.470
Umlaufvermögen
Vorräte (2) 14.321 7.894
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 21.771 24.680
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.521 2.092
37.613 34.666
Rechnungsabgrenzungsposten (4) 5.541 5.386
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (5) 43 22
52.121 48.544

Passiva

Anhang 31.03.2024 31.03.2023
T€ T€
Eigenkapital (6)
Gezeichnetes Kapital 4.100 4.100
Gewinnrücklagen 6.644 6.644
Gewinn-/Verlustvortrag 2.441 1.135
Jahresüberschuss 4.371 6.806
17.556 18.685
Rückstellungen (7) 13.047 14.158
Verbindlichkeiten (8) 20.437 14.419
Rechnungsabgrenzungsposten (9) 1.081 1.282
52.121 48.544

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

Anhang 01.04.2023-31.03.2024 01.04.2022-31.03.2023
T€ T€
Umsatzerlöse (10) 112.937 126.150
Bestandsveränderung 6.782 -1.055
Sonstige betriebliche Erträge (11) 2.299 3.025
Materialaufwand (12) -29.665 -35.284
Personalaufwand (13) -70.794 -67.588
Abschreibungen (14) -2.434 -2.750
Sonstige betriebliche Aufwendungen (15) -13.344 -12.675
Betriebsergebnis 5.781 9.823
Beteiligungsergebnis (16) 17 30
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (17) 326 96
Abschreibungen auf Finanzanlagen (18) 0 -211
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (19) -19 -87
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (20) -1.734 -2.845
Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss 4.371 6.806

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 1. April 2023 bis 31. März 2024

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Vortrag zum 01.04.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.03.2024
T€ T€ T€ T€ T€
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Programme
sowie Rechte und Lizenzen an solchen Programmen 18.746 645 -1.760 1.083 18.714
Geleistete Anzahlungen 1.145 1.091 0 -1.083 1.153
19.891 1.736 -1.760 0 19.867
Sachanlagen
Einbauten auf fremden Grundstücken 5.940 226 -69 0 6.097
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.666 727 -1.347 0 4.046
Anlagen im Bau 0 223 0 0 223
10.606 1.176 -1.416 0 10.366
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 311 0 0 0 311
311 0 0 0 311
Anlagevermögen 30.808 2.912 -3.176 0 30.544
Kumulierte Abschreibungen Vortrag zum 01.04.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.03.2024
T€ T€ T€ T€
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Programme sowie Rechte und Lizenzen an solchen Programmen 16.194 1.056 -1.755 15.495
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
16.194 1.056 -1.755 15.495
Sachanlagen
Einbauten auf fremden Grundstücken 2.570 434 -70 2.934
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.363 945 -1.328 2.980
Anlagen im Bau 0 0 0 0
5.934 1.379 -1.398 5.914
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 211 0 0 211
211 0 0 211
Anlagevermögen 22.338 2.435 -3.153 21.620
Kumulierte Abschreibungen Stand 31.03.2024 Stand 31.03.2023
Buchwerte Buchwerte
T€ T€
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Programme sowie Rechte und Lizenzen an solchen Programmen 3.219 2.552
Geleistete Anzahlungen 1.153 1.145
4.372 3.697
Sachanlagen
Einbauten auf fremden Grundstücken 3.163 3.370
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.066 1.303
Anlagen im Bau 223 0
4.452 4.673
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 100 100
100 100
Anlagevermögen 8.924 8.470

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

Allgemeines

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) i. d. F. des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie unter Beachtung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt worden.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024.

Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, werden gesetzlich vorgesehene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst ausgewiesen. Der Anhang enthält die insoweit erforderlichen Aufgliederungen der zusammengefassten Posten.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden auch die bei bestimmten Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung vorgeschriebenen Vermerke ebenso wie Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Darstellung nach dem Gesamtkostenverfahren gewählt. Abweichend von der in § 275 Abs. 2 HGB vorgeschriebenen Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung werden die sonstigen Steuern nicht unter dem hierfür vorgesehenen Posten Nr. 20 erfasst, sondern - da es sich hierbei um Kostensteuern handelt - mit unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen (siehe Punkt (15) des Anhangs).

Angaben zur Identifikation

Der Sitz der GISA GmbH ist Halle (Saale).

Die Gesellschaft ist im Amtsgericht Stendal unter der Nummer HRB 208414 geführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Vorjahres.

Die Wertansätze aus der Bilanz zum 31. März 2023 wurden unverändert übernommen.

Aktiva

Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare bzw. bei dauernder Wertminderung (§ 253 Abs. 3 Satz 5 HGB) um außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen erfolgen im Zugangsjahr zeitanteilig. Für immaterielle Wirtschaftsgüter beträgt die Nutzungsdauer 5 Jahre, für Einbauten 15 Jahre und für die Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt die Zeitspanne 3-13 Jahre.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben und im Anlagenspiegel bei den Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen als Zu- und Abgang erfasst. Als geringwertige Wirtschaftsgüter werden abnutzbare bewegliche Anlagen mit Anschaffungskosten (ohne Vorsteuer) über 250 € bis 800 € eingestuft.

Unter den Finanzanlagen sind Anteile an verbundenen Unternehmen mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB bilanziert.

Umlaufvermögen

Die Vorräte bestehen aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, unfertigen Leistungen und bezogenen Waren. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung von bezogenen Waren erfolgt zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten. Bei den unfertigen Leistungen handelt es sich um noch nicht fertig gestellte Projekte. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt auf der Basis von Stundennachweisen zu Einzelkosten. Daneben werden produktionsnahe Material- und Fertigungsgemeinkosten (ohne Vertriebskosten) aktiviert. Das Niederstwertprinzip wurde berücksichtigt. Wertberichtigungen werden für Werkverträge vorgenommen, die sich im Rahmen der verlustfreien Bewertung ergeben. Zinsen für Fremdkapital werden bei den Herstellungskosten nicht einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden durch angemessene Abschläge berücksichtigt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag gebildet, soweit dieser Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellt.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, wurden gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den entsprechenden Verpflichtungen saldiert. Ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung wird entsprechend separat ausgewiesen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Passiva

Eigenkapital

Das als gezeichnetes Kapital ausgewiesene Stammkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Höhe (Erfüllungsbetrag) gebildet.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie längerfristige unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesene Personalverpflichtungen (Jubiläen und Sterbegeld) werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck - die eine generationsabhängige Lebenserwartung berücksichtigen - nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) gebildet.

Für die Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) und dafür der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB) von 1,83 % angesetzt (Vorjahr 1,79 %).

Im Rahmen weiterer Rechnungsannahmen wurden jährliche Lohn-, Gehalts- und Rentensteigerungen (2,75 % bzw. 2,0 %) und die erwartete Fluktuation (5,0 %) berücksichtigt.

Die Bewertung von mittelbaren Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen erfolgt mit dem Differenzbetrag zwischen den mittelbaren Verpflichtungen und dem beizulegenden Zeitwert des Kassenvermögens der Unterstützungskasse.

Die Rückstellungen für Altersteilzeit werden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge sowie bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsrückstände der GISA GmbH und werden mit laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssätzen von 1,13 % (Vorjahr 0,55 %) abgezinst. Zur Absicherung der Wertguthaben im Blockmodell Altersteilzeit dient der mit der CommerzTrust GmbH, Frankfurt, am 4. August 2014 abgeschlossene Treuhandvertrag. Die zum Stichtag berechnete Verpflichtung wurde mit diesem Wertguthaben verrechnet.

Die längerfristigen sonstigen Personalverpflichtungen (Jubiläen/Sterbegeld) werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz beträgt 1,8 % (Vorjahr 1,5 %).

Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (mit Ausnahme der längerfristigen Personalverpflichtungen) werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Die dabei verwendeten Zinssätze liegen zwischen 1,08 % und 1,31 % (Vorjahr von 0,50 % bis 0,82 %). Erwartete künftige Kostensteigerungen werden berücksichtigt.

Bewertungseffekte aus Zinssatz- sowie Laufzeitänderungen bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden im Zinsergebnis ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Einnahmen vor dem Abschlussstichtag werden, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten erfasst.

Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse werden ausgewiesen, wenn die Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist.

Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens der GISA GmbH im Geschäftsjahr 2023/2024 ist in dem gesondert beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die Finanzanlage umfasst 51 % der Geschäftsanteile der QUANTIC Digital GmbH, Leipzig.

Die QUANTIC Digital GmbH, Leipzig, hat entsprechend ihrem letzten festgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 1. April 2022 bis 31. März 2023 einen Jahresüberschuss von 33 T€ erwirtschaftet und verfügt zum Bilanzstichtag über Eigenkapital in Höhe von 135 T€.

(2) Vorräte

31.03.2024 31.03.2023
T€ T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 18 20
Unfertige Leistungen 13.625 6.843
Waren 678 1.031
14.321 7.894

Die unfertigen Leistungen betreffen zum Bilanzstichtag angearbeitete Leistungen im Rahmen von Werkverträgen.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.03.2024 31.03.2023
T€ T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.805 23.812
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 184 94
davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (184) (94)
Sonstige Vermögensgegenstände 782 773
21.771 24.679

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Einzelwertberichtigungen in Höhe von 51 T€ (Vorjahr 51 T€).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Forderungen gegen einen Minderheitsgesellschafter in Höhe von 4.489 T€ (Vorjahr 3.733 T€).

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergeben sich im Geschäftsjahr 2023/2024 Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von 85 T€ (Vorjahr 87 T€).

Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind analog dem Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

(4) Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Ausgaben für zukünftige Aufwendungen aus Wartungs- und Nutzungsverträgen.

(5) Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag von 43 T€ (Vorjahr 22 T€) ergibt sich aus der Sicherung von Wertguthaben im Blockmodell Altersteilzeit als Differenz aus dem Erfüllungsbetrag der verrechneten Schuld 657 T€ (Vorjahr 678 T€) und dem aktuellen Termingeldguthaben 700 T€ (Vorjahr 700 T€). Besichert werden nur die aufgebauten Erfüllungsrückstände, nicht jedoch die von der Gesellschaft geleisteten Aufstockungsbeträge. Diese werden unter den sonstigen Rückstellungen passiviert.

Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens von 657 T€ (Vorjahr 678 T€) entsprechen dem beizulegenden Zeitwert.

Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern von 1.350 T€ (Vorjahr 1.497 T€). Ihrer Berechnung liegt ein effektiver Steuersatz von 31,46 % (Vorjahr 31,46 %) zugrunde, der voraussichtlich beim Abbau der Differenzen zum Tragen kommt. Die GISA GmbH macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Die ermittelten aktiven und passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen in der Bilanzposition Rückstellungen.

Passiva

(6) Eigenkapital

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 1. April 2022 bis 31. März 2023 in Höhe von 6.806 T€ wurde gemäß Gesellschafterbeschluss vom 4. Juli 2023 in Höhe von 3.000 T€ an die Gesellschafter im Verhältnis ihrer Anteile ausgeschüttet. Der Restbetrag in Höhe von 3.806 T€ wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 15. Dezember 2023 wurde eine weitere Ausschüttung in Höhe von 2.500 T€ beschlossen und an die Gesellschafter im Verhältnis ihrer Anteile ausgezahlt.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Gewinnrücklagen sind andere Gewinnrücklagen i. S. d. § 266 Abs. 3 HGB.

(7) Rückstellungen

31.03.2024 31.03.2023
T€ T€
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.455 3.686
Steuerrückstellungen 2.039 1.858
Sonstige Rückstellungen 7.553 8.614
13.047 14.158

Die zum 31. März 2024 passivierten mittelbaren Pensionsverpflichtungen von 2.798 T€ (Vorjahr 3.020 T€) ergeben sich aus dem Barwert von 8.726 T€ (Vorjahr 8.312 T€) abzüglich dem anteiligen mit dem Zeitwert bewerteten Kassenvermögen der Unterstützungskasse von 5.928 T€ (Vorjahr 5.292 T€). Bei der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB der durchschnittlichen Marktzinssatz verwendet, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt. Der sich gegenüber einer Bewertung zum durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergebende Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. März 2024 17 T€ (Vorjahr 257 T€) und ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB zur Ausschüttung gesperrt.

Die Steuerrückstellungen betreffen Verpflichtungen aus Körperschaftsteuer (237 T€) und Gewerbesteuer (223 T€) sowie pauschaler Lohnsteuer (5 T€) für das Geschäftsjahr 2023/2024. Ebenso beinhalten diese noch Verpflichtungen aus Körperschaftsteuer (721 T€) und Gewerbesteuer (852 T€) für das Geschäftsjahr 2022/2023.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Urlaubs- und Entgeltansprüche 4.628 T€ (Vorjahr 5.514 T€), Ansprüche aus Zeitguthaben 634 T€ (Vorjahr 607 T€), für Bonus und Pönale 584 T€ (Vorjahr 232 T€), Altersteilzeitverpflichtungen 460 T€ (Vorjahr 582 T€), Jubiläumsgeldansprüche 325 T€ (Vorjahr 320 T€) sowie Gewährleistungs-verpflichtungen aus Projekten 226 T€ (Vorjahr 518 T€). Des Weiteren wurden Rückstellungen für Beiträge zur Berufsgenossenschaft, für Kosten des Jahresabschlusses, für Sterbegeldansprüche, für Drohverluste, Beratungskosten für Betriebsprüfungen sowie für Aufbewahrungspflichten von Geschäftsunterlagen gebildet.

(8) Verbindlichkeiten

31.03.2024 davon davon davon
RLZ 1) <= 1 Jahr RLZ 1) > 1 Jahr RLZ 1) > 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 12.647 12.647 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.573 4.573 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 379 379 0 0
davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (379) (379) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.838 2.838 0 0
davon aus Steuern (2.833) (2.833) (0) (0)
20.437 20.437 0 0
31.03.2023 davon davon davon
RLZ 1) <= 1 Jahr RLZ 1) > 1 Jahr RLZ 1) > 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.531 6.531 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.467 5.467 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 238 238 0 0
davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (238) (238) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.183 2.183 0 0
davon aus Steuern (2.173) (2.173) (0) (0)
14.419 14.419 0 0

1) = Restlaufzeit

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 175 T€ (Vorjahr 121 T€). Weitere Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr 0 T€) enthalten.

(9) Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen für zukünftig erlöswirksame Service- und Lizenzentgelte.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(10) Umsatzerlöse

31.03.2024 31.03.2023
T€ T€
Erlöse aus Service 84.194 83.436
Erlöse aus Beratungsleistungen 25.508 34.571
Erlöse aus weiterberechnetem Porto 1.008 3.547
Erlöse aus sonstigen Weiterberechnungen 2.227 4.596
112.937 126.150

Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen im Inland erzielt.

(11) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge (2.299 T€; Vorjahr 3.025 T€) enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 586 T€ (Vorjahr 848 T€) sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von 925 T€ (Vorjahr 617 T€).

(12) Materialaufwand

31.03.2024 31.03.2023
T€ T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren 3.578 9.038
Aufwendungen für bezogene Leistungen 26.087 26.246
29.665 35.284

In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind insbesondere Beratungs-, Wartungs- und Nutzungsentgelte enthalten. Vom Materialaufwand sind 332 T€ (Vorjahr 379 T€) periodenfremd.

(13) Personalaufwand

31.03.2024 31.03.2023
T€ T€
Löhne und Gehälter 58.673 56.450
Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für die Unterstützung 12.121 11.138
davon für Altersversorgung (1.009) (899)
70.794 67.588

(14) Abschreibungen

Diese betreffen Abschreibungen auf entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen. Außerplanmäßige Abschreibungen sind im Geschäftsjahr 2023/2024 nicht angefallen (Vorjahr 28 T€).

(15) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen für Energie-, Raum-, sonstige Verwaltungs-, Werbe-, Personal- und sonstige Kosten in Höhe von 147 T€ (Vorjahr 84 T€) angefallen.

Außerdem sind Kfz-Steuern in Höhe von 13 T€ (Vorjahr 11 T€) enthalten.

(16) Beteiligungsergebnis

Im Geschäftsjahr 2023/2024 betragen die Erträge aus Beteiligungen gemäß Ausschüttungsbeschluss der QUANTIC Digital GmbH 17 T€ (Vorjahr 30 T€).

(17) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

31.03.2024 31.03.2023
T€ T€
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 326 96
davon aus Abzinsung (326) (96)
326 96

(18) Abschreibungen auf Finanzanlagen

Abschreibungen auf Finanzanlagen sind im Geschäftsjahr nicht angefallen (Vorjahr 211 T€ auf die Beteiligung an der QUANTIC Digital GmbH).

(19) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

31.03.2024 31.03.2023
T€ T€
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -19 -87
davon aus Aufzinsung (-19) (-84)
-19 -87

(20) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (1.734 T€; Vorjahr 2.845 T€) betreffen in Höhe von 1.852 T€ Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie Solidaritätszuschlag für das Geschäftsjahr 2023/2024, Erstattungen zur Gewerbesteuer (3 T€) sowie Nachzahlungen (4 T€) für das Geschäftsjahr 2021/2022 sowie in diesem Zusammenhang die Auflösung der Rückstellung für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag (1 T€), Erstattungen aus der Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie Solidaritätszuschlag für das Rumpfwirtschaftsjahr 2021 (86 T€) und in diesem Zusammenhang die Auflösung der Rückstellung für Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie Solidaritätszuschlag (37 T€). Es entfallen 4 T€ auf die Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag aus der Ausschüttung (Beteiligungsergebnis).

(21) Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Neben den nachfolgend erläuterten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte und Haftungsverpflichtungen, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Die Zahlungsverpflichtungen aus Wartungs- und Nutzungsentgelten, Leasing- und sonstigen Verträgen (ohne Mietverträge) betragen 19.400 T€ (Vorjahr 21.700 T€) und betreffen mit 1.000 T€ (Vorjahr 600 T€) verbundene Unternehmen. Die durchschnittliche Vertragslaufzeit beträgt fünf Jahre. Bei den Leasingverträgen handelt es sich vorwiegend um sogenannte Operating-Lease Verträge, die nicht zur Bilanzierung der Leasinggegenstände bei der GISA GmbH führen. Der Vorteil wird im Vergleich zum Erwerb dieser Gegenstände in der geringeren Kapitalbindung und im Wegfall des Verwertungsrisikos gesehen. Demgegenüber könnten sich Risiken aus der festen Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Gegenstände nicht mehr (hinreichend) genutzt werden können, wozu derzeit - insbesondere hinsichtlich der überwiegend relativ kurzen Nutzungsdauern der geleasten Gegenstände - keine Anzeichen bestehen.

Aus Mietverträgen, die für Zeiträume bis zum 31. Dezember 2034 geschlossen wurden, bestehen finanzielle Verpflichtungen von insgesamt 22.400 T€ (Vorjahr 4.700 T€).

Belegschaft

Am Bilanzstichtag waren 913 MitarbeiterInnen beschäftigt, davon 896 MitarbeiterInnen in einem unbefristeten und 17 MitarbeiterInnen in einem befristeten Arbeitsverhältnis. Durchschnittlich sind im Berichtszeitraum 895 MitarbeiterInnen beschäftigt worden, davon unbefristet 874 und befristet 21.

Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats

Als Geschäftsführer ist bestellt:

Herr Heino Feige, Kaufmann

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Als Aufsichtsratsmitglieder waren im Geschäftsjahr 2023/2024 bestellt:

Name Vorname Funktion im Aufsichtsrat Mitglied Funktion
Egert Matthias Mitglied seit 01.01.2020 Bürgermeister der Stadt Zörbig
Fuchs Matthias Mitglied seit 27.04.2021 (Unterbrechung vom 09.09.2021 bis 17.11.2021) 2. Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrates GISA GmbH
Hillebrand Detlef Stellvertretender Vorsitzender seit 01.01.2011 bis 30.04.2023 Geschäftsführer der Kommunalwirtschaft Sachsen-Anhalt GmbH
Janitz Lars Mitglied seit 02.07.2014 Executive Vice President
Global Business & Managed Services, Managing Director der NTT DATA Business Solutions Global Managed Service GmbH
Nagl Sigrid Barbara Mitglied seit 01.12.2020 Mitglied des Vorstandes der envia Mitteldeutsche Energie AG
Ostrowski Anike Stellvertretende Vorsitzende seit 01.05.2023 Geschäftsführerin der Kommunalwirtschaft Sachsen-Anhalt GmbH
Dr. Pauls Andreas Mitglied seit 02.09.2021 Executive Vice President, Regional Head DACH Region DACH & Managing Director Germany
Pürzer Jürgen Mitglied seit 01.04.2020 Mitglied des Vorstands der NTT DATA Business Solutions AG
Radins Steffen Mitglied seit 27.09.2011 (Unterbrechung vom 09.09.2021 bis 17.11.2021) Vorsitzender des Betriebsrates der GISA GmbH
Rotter Norbert Vorsitzender seit 20.05.2014 Vorsitzender des Vorstandes der NTT DATA Business Solutions AG
Schüssler Armin Mitglied seit 01.02.2023 Bereichsleiter Controlling und Beteiligungen der envia Mitteldeutsche Energie AG
Städter Anja Mitglied seit 27.04.2021 (Unterbrechung vom 09.09.2021 bis 17.11.2021) Stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrates GISA GmbH
Trillhose Stefan Mitglied seit 27.04.2021 (Unterbrechung vom 09.09.2021 bis 17.11.2021) Senior Manager GISA GmbH

Die Bezüge des Aufsichtsrats belaufen sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf 12 T€ (Vorjahr 9 T€).

Konzernzugehörigkeit

Die GISA GmbH nimmt die Befreiung von der Verpflichtung zur Erstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 291 Abs. 2 Nr. 3 HGB in Anspruch.

Der Jahresabschluss der GISA GmbH, Halle (Saale), wird in den Konzernabschluss der NTT DATA Business Solutions AG, Bielefeld, einbezogen (Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen), der entsprechend den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den dazu nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt wird.

Der Konzernabschluss der NTT DATA Business Solutions AG, Bielefeld, wird beim Bundesanzeiger elektronisch bekannt gemacht und ist unter www.bundesanzeiger.de erhältlich.

Die NTT CORPORATION, Tokio/Japan, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird auf der Homepage des Konzerns veröffentlicht.

Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2023/2024 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 4.371 T€ ab.

Die Geschäftsführung schlägt gemäß § 18 Abs. 2 des Gesellschaftsvertrages vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 2.800 T€ an die Gesellschafter auszuschütten und den Rest auf neue Rechnung vorzutragen.

Honorare des Abschlussprüfers

Auf die Angaben zu den Honoraren des Abschlussprüfers der Gesellschaft wurde verzichtet, da diese Angaben im Konzernabschluss der NTT DATA Business Solutions AG aufgenommen werden.

 

Heino Feige, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

1. Das Geschäftsmodell der GISA GmbH

IT komplett aus einer Hand

Als IT-Spezialist und Cloud Service Provider bietet GISA umfassende IT-Lösungen an: von Consulting über Application Management bis hin zu Managed Cloud Services. Das Unternehmen beschäftigt 913 MitarbeiterInnen an seinem Hauptsitz in Halle (Saale) sowie den Standorten Leipzig, Chemnitz, Cottbus und Berlin.

GISA ist IT-Partner von über 380 Unternehmen, Institutionen und Verbänden. Die Rechenzentren des Unternehmens sind vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zertifiziert. ITIL-konforme Servicemanagementprozesse sind zertifiziert nach ISO/IEC 20000 IT-Service-Management.

Kunden

Zu den Kunden der GISA aus dem Bereich der Energiewirtschaft zählen unter anderem die enviaM-Gruppe, die E.ON Grid Solutions GmbH, die WSW Energie & Wasser AG, die VNG AG, die Ontras Gastransport GmbH, die GASAG AG, die Thyssengas GmbH, die PASM Power and Air Condition Solution Management GmbH, die Energieversorgung Mittelrhein AG, die SachsenNetze GmbH, die Stadtwerke Ingolstadt und die Mainova AG. Darüber hinaus gehören Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu den Auftraggebern der GISA, darunter die fünf bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften, die FernUniversität Hagen, ein großer "Drittmittelgeber auf Bundesebene" sowie Einrichtungen der Leibniz- und der Helmholtz-Gemeinschaft (z. B. Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH).

Im öffentlichen Sektor setzen Kunden wie das Land Sachsen-Anhalt, das Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt, das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH, die BSVG Braunschweiger Verkehrs-GmbH, die Stadt Leipzig, die Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden (ELW) sowie das Klinikum Chemnitz auf Dienstleistungen von GISA.

Mit der BAYERNOIL Raffineriegesellschaft mbH, der Kraftanlagen München GmbH, der Saxess AG und der STC Spinnzwirn GmbH bedient GISA zudem Kunden aus verschiedenen Industriezweigen.

Anteilseigner

Vertrauensvolle Partnerschaften zu unseren Anteilseignern der NTT Data Business Solutions AG (51 %), der Kommunalwirtschaft Sachsen-Anhalt GmbH (25,1 %) und der envia Mitteldeutsche Energie AG (23,9 %) sichern GISA Stabilität und Investitionssicherheit.

Partnerschaften

Partnerschaften und Allianzen sind für GISA ein wichtiger und strategischer Baustein, um IT-Leistungen im Sinne unserer Kunden vollumfänglich abzubilden. Ein aktiv geführtes Netzwerk aus mehr als 70 Partnern stellt sicher, auf stetig wachsende Kunden- und Marktanforderungen flexibel reagieren zu können. Vertrauensvolle und transparente Partnerbeziehungen sind der Schlüssel zum gemeinsamen Erfolg. Dafür kombiniert GISA ihre Leistungen mit professionellen Produkt- & Technologiepartnern, Ressourcenpartnern sowie BPO-Partnern. Darüber hinaus ist GISA in mehr als 20 Verbänden und Vereinen aktiv vertreten und nutzt diese Netzwerke für Impulse ins eigene Geschäft. Zudem verfolgen wir dadurch die neuesten Entwicklungen in unseren Fokusbranchen und gestalten diese mit.

Wichtige Produkt- & Technologie-Partner für GISA sind:

Microsoft-Partnerschaft

GISA verfügte bis Juni 2023 über folgende Gold- und Silver-Kompetenzen des Microsoft Partner Networks: Gold Application Integration, Gold Collaboration and Content, Gold Cloud Productivity, Silver Cloud Platform, Silver Application Development, Silver Datacenter, Silver Project and Portfolio Management, Silver Messaging und Silver Small and Midmarket Cloud Solutions. Mit Umstellung des Partner Networks auf das neue Microsoft AI Cloud Partner Program werden diese Kompetenzen nicht mehr angeboten.

GISA bleibt weiterhin Microsoft-Partner mit zahlreichen von Microsoft zertifizierten Expertinnen und Experten. Das Unternehmen verfügt über vielfältige Kundenreferenzen, etwa für den Betrieb von Microsoft-Server-Landschaften und -Datenbanken, Business-Anwendungen wie Exchange, Teams und Office sowie für Entwicklungen von SharePoint-Anwendungen. GISA berät Unternehmen und Institutionen zu Microsoft Azure und Microsoft 365. Dabei deckt GISA von der Beratung zu Lizenzmodellen über Nutzungskonzepte bis hin zur Implementierung von Lösungen auf Basis von Microsoft 365 ein umfangreiches Cloud-Leistungsspektrum ab.

SAP-Partnerschaft

SAP-PartnerEdge-Programm

Als Gold-Partner im SAP-PartnerEdge-Programm, offizieller Sell-Partner für Open On Premise Solutions, Open Cloud Solutions, SAP SuccessFactors HXM Suite und S/4HANA-Lösungen garantiert GISA aktuelles Know-how in allen SAP-Standards.

In weiteren Ausprägungen des PartnerEdge-Programms stellt sich GISA als PE Service-Partner auf und hat die Autorisierung als SAP Run-Partner Cloud und On Prem.

SAP Outsourcing Operations Partner

GISA unterzieht sich regelmäßig Audits, um den Status des SAP Outsourcing Operations Partner in den Ausprägungen SAP-certified provider of SAP Hosting Operations (excellent), SAP Cloud and Infrastructure Operations (excellent), SAP HANA Operations (excellent), SAP Business Suite Solutions Operations, SAP S/4HANA Solutions Operations und SAP SuccessFactors Solutions Operations beizubehalten.

Zertifizierungen

Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001: 2015

Die Geschäfts- und IT-Prozesse werden regelmäßig nach der aktuellen DIN EN ISO 9001 Norm zertifiziert.

ISO/IEC 27001: 2013 auf Basis IT-Grundschutz des BSI

Mit dem durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) überwachten ISO 27001-Zertifikat weist GISA nach, dass die IT-Systeme nach den Maßnahmen des IT-Grundschutzkatalogs betrieben werden.

IT-Service-Management nach ISO/IEC 20000-1: 2018

GISA verfügt über eine ITIL-konforme IT-Serviceorganisation. Die wirksame Umsetzung des IT-Servicemanagements (ITSM) lässt sich das Unternehmen regelmäßig durch die Zertifizierung nach ISO 20000 bestätigen.

Sektorspezifische Standards der ISO / IEC 27000 Normreihe

Der TÜV NORD bescheinigt GISA, zusätzlich zur ISO/IEC 27001: 2013, das Zertifikat BSI TR-03109-6 (1.0): 2015 zur gesetzeskonformen Smart Meter Gateway Administration. Damit gewährt GISA Energieversorgern in Deutschland den Zugang zur Smart Meter Gateway Administration mit allen erforderlichen Sicherheitsvorgaben sowie die DIN EN ISO/IEC 27017: 2021 Informationssicherheit im Cloud-Computing.

Dienstleistungsbezogenes internes Kontrollsystem (IKS) nach ISAE 3402

IT-Compliance-Anforderungen werden bei GISA strukturiert durch interne Kontrollen sichergestellt und in einer Kontrollzielmatrix beschrieben. Die Angemessenheit und Wirksamkeit des dienstleistungsbezogenen internen Kontrollsystems (IKS) wird jährlich nach dem internationalen Prüfungsstandard ISAE 3402 Typ 2 im Service Organisation Control (SOC2) Report bescheinigt.

Dies entspricht einer Prüfung nach dem deutschen Prüfungsstandard IDW PS 951 Typ B. Der Prüfbericht dient Kunden von IT-Dienstleistern z. B. als Nachweis über die Ordnungsmäßigkeit des IKS im Rahmen der Jahresabschlussprüfung.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Allgemeine Wirtschaftslage in Deutschland

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt liegt nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes 0,3 % unter dem Vorjahreswert. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland kam 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. 1

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html#:~:text=WIESBADEN%20%E2%80%93%20Das%20preisbereinigte%20Bruttoinlandsprodukt%20(BIP,der%20Wirtschaftsleistung%200%2C1%20%25.

Laut Statistischem Bundesamt ist die Zahl der Erwerbstätigen um 0,7 % auf 45,9 Millionen angestiegen, bisher das Rekordhoch in Deutschland. Die Teuerungsrate mit knapp 6 % liegt 2023 unter dem Vorjahreshöchststand (6,9 %), ist aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Gründe dafür waren die hohen Energiekosten und der Anstieg der Verbraucherpreise u. a. bei Nahrungsmitteln. Die Bundesregierung rechnet 2024 mit einem Rückgang der Inflation auf 2,3 % durch weitere Entspannungen bei den Preisanstiegen wie z. B. den Energierohstoffpreisen und einer Steigerung der Nettolöhne um 4,7 %. Zusammenfassend befand sich die deutsche Wirtschaft 2023 in einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten.

Branchenentwicklung 2023/2024

Der Branchenverband Bitkom e. V. bewertet die Entwicklung unserer Branche für das laufende Jahr positiv. 2 Die digitale Wirtschaft Deutschlands verzeichnet trotz eines anspruchsvollen konjunkturellen Umfelds ein solides Wachstum. Bitkom prognostiziert für das Jahr 2024 einen Anstieg des Umsatzes der Unternehmen in der IT und Telekommunikation (ITK) um 4,4 % auf 224,3 Milliarden Euro. Dieses Wachstum liegt deutlich über dem der Gesamtwirtschaft.

2 Hier sowie nachfolgend: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digitalbranche-von-Krisen-unbeeindruckt

Auch der Arbeitsmarkt profitiert mit einer erwarteten Zunahme von 36.000 Beschäftigten in der ITK-Branche auf insgesamt 1,4 Millionen im Jahresverlauf 2024.

Trotz Herausforderungen wie geopolitische Krisen und Haushaltskürzungen bleiben die meisten Unternehmen der Bitkom-Branche krisenfest. Ein stärkeres Wachstum wäre möglich, wird jedoch durch den Fachkräftemangel gebremst. Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst betont die Bedeutung der Digitalisierung als Antwort auf aktuelle Herausforderungen und fordert "mehr Entschlossenheit und Freiraum für Innovationen".

Das Geschäftsklima in der Digitalwirtschaft ist positiv und spiegelt sich im Anstieg des Digitalindex wider, während der Index für die Gesamtwirtschaft zurückgeht. Investitionspläne zeigen, dass 22 % der ITK-Unternehmen ihre Investitionen 2024 erhöhen wollen, insbesondere in Software und Forschung und Entwicklung.

Die Informationstechnik ist der wichtigste Wachstumstreiber, insbesondere das Geschäft mit Software, einschließlich Plattformen für KI und Systeminfrastruktur. Der Umsatz mit IT-Dienstleistungen wird voraussichtlich ebenfalls steigen, vor allem Dienstleistungen mit Cloud-Bezug. Künstliche Intelligenz als "Top-Thema" für 2024 stellt ein breites Wachstumsfeld dar, fordert jedoch eine ausgewogene Politik zur Nutzung und Entwicklung von KI in Deutschland und Europa. Insgesamt zeige das starke IT-Wachstum laut Wintergerst, dass die deutsche Wirtschaft die Digitalisierung ernst nehme und die Investitionsbereitschaft auch unter schwierigen Bedingungen hoch bliebe.

2.2 Geschäftsverlauf - Die GISA GmbH im Geschäftsjahr 2023/2024

Im Geschäftsjahr 2023/2024 hat GISA mehr als 25 Neukunden gewinnen können. Weiterhin ist es GISA in den drei Fokusbranchen Utilities, Public und Higher Education & Research gelungen, bei wichtigen und strategischen Kunden die Wertschöpfungstiefe auszubauen und Up- und Cross-Selling-Potentiale zu heben.

Für die GASAG AG konnte GISA bei einem wichtigen Utilities-Bestandskunden bei der digitalen Transformation mit ihrer Technologie- und Outsourcing-Expertise überzeugen. GISA stellt für GASAG durch ihre ganzheitliche Serviceerbringung den sicheren und stabilen Betrieb der hybriden IT-Architektur (Kombination aus Public und Private Cloud) sicher.

GISA folgt damit konsequent der strategischen Ausrichtung der Branche, die im Bereich der IT-Technologien hybride Cloud-Modelle als Zielbild favorisiert. Weiterhin konnte GISA in der Branche Utilities mit der SachsenEnergie AG einen weiteren wichtigen Neukunden gewinnen. Die Projekteinführung der GISA-Lösung Kommunalportal, einer intelligenten Portallösung zur digitalisierten Kommunikation zwischen der SachsenEnergie AG und ihren Kommunen, bildet neben der Unterstützung mit Application Management Services das Fundament für eine zukunftsorientierte und partnerschaftliche Zusammenarbeit.

In der Branche Public zählen u. a. die Stadt Leipzig und die Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden zu den wichtigsten Erfolgen im letzten Geschäftsjahr.

GISA wird in der Stadtverwaltung Leipzig eine SAP-basierte Lösung zur Vertragserstellung und -verwaltung einführen und unterstützt mit diesem Projekt die digitale Agenda der Kommune. Ziel des Projekts ist es, die zentrale Vertragsdatenbank als führendes System der Stadtverwaltung sowohl für Verträge, Vertragsdaten, Vertragsdokumente als auch zur Vertragsmusterverwendung zu etablieren. Dabei werden alle Verträge über den kompletten Lebenszyklus zentral und vollständig erfasst, bearbeitet sowie ausgewertet. Die Dokumentation von Vertragsinhalten, insbesondere vertragliche Verpflichtungen und Finanzdaten, wird ebenso möglich sein wie die Erfassung von Vertragsänderungen in Form von Verlängerung oder Kündigung. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Leipzig bedeutet das mehr Transparenz und Nutzerorientierung durch Zentralisierung in einem System.

Bei den Entsorgungsbetrieben der Stadt Wiesbaden ist GISA beauftragt, das bestehende SAP ERP System auf S/4HANA zu transformieren. Zusätzlich wird GISA nach Abschluss des Projekts auch den Betrieb der S/4HANA-Landschaft im eigenen Rechenzentrum realisieren sowie den gesamten Basis- und Anwendungssupport erbringen.

In der Fokusbranche Hochschulen und Forschungseinrichtungen wurde das Portfolio der HER-Plattform erweitert. Diese Plattform verfügt nun über fünf Kernportfolioelemente:

ERP & Steuerung

Forschungsmanagement

Campusmanagement

Dokumentenmanagement (DMS) auf Basis von d.velop

Smart Campus mit einer Open-Source-Strategie

Dank dieser Plattform konnten für jeden Bereich Kunden, Lösungen und Services gewonnen werden. Im Kalenderjahr 2023 wurden weitere Kunden auf die Produktivsetzung vorbereitet. Diese Kunden sind u. a.:

Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft

ein großer "Drittmittelgeber auf Bundesebene"

Hochschule Coburg und eine weitere Hochschule in Bayern

Alle starteten erfolgreich am 1. Januar 2024 in ihre produktive S/4HANA-Landschaft. Insgesamt wurden mehr als zehn Neukunden über das HER-Portfolio gewonnen. Zudem wurde das S/4HANA-Projekt des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel im Geschäftsjahr 2023/2024 abgeschlossen und mit dem SAP Quality Award 2023 ausgezeichnet.

In allen drei Kernbranchen der GISA war das Geschäftsjahr weiterhin sehr stark vom Thema Migration auf SAP S/4HANA geprägt. Ergänzend dazu erfolgt in der Branche Utilities in einer sich anschließenden Phase die SAP S/4HANA Utilities Transformation bzw. die Transformation der Abrechnungssysteme.

Neue Produkte und Services

Plattform-Ansatz für Energieversorger

SAP S/4HANA Utilities: GISA ebnet Versorgern den Weg in die neue Utilities-Welt mit Roadmap- und Architektur-Workshops sowie mit einem S/4U-Demosystem in der Microsoft Azure Cloud. Hierfür wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungsangebote entwickelt, die unseren Kunden den Ein- und Umstieg vereinfachen, initiales Know-how vermitteln und das unternehmerische Risiko minimieren.

Automatisierungslösungen für Energiewende und Smart Grid

Die Hochlaufkurven für den Anschluss von Photovoltaikanlagen, Ladesäulen und Wallboxen belasten die traditionellen Managementprozesse von Versorgern zunehmend. In diesem Umfeld bietet GISA neue Visualisierungs- und Verwaltungslösungen an, um die Prozesseffizienz zu steigern und perspektivisch diese dezentralen Kapazitäten in einem intelligenten Management zu berücksichtigen - Stichworte: netzdienliches Laden, CLS-Kanal, Smart Grid. In diesem Umfeld optimiert und digitalisiert GISA mit der Techniker-App den Ausroll-Prozess von Smart Meter.

Mastersystem für Hochschulen und Forschung (HER-Master)

Auch in diesem Geschäftsjahr spielte der Ausbau des HER-Masters eine wesentliche Rolle im Produktentwicklungsportfolio. Zusätzlich wurden in den Bereichen Beschaffung, Student Lifecycle Management und Drittmittelbeschaffung Leistungspakete entwickelt, die zunehmend die Digitalisierung von Kernprozessen in Hochschulen und Forschungseinrichtungen zum Ziel haben. Der Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf der Prozessintegration und der Ausweitung des adressierbaren Marktes.

Smart City (Public)

Digitalisierung und "Smartifizierung" in Kommunen und Städten haben sich zu einem wesentlichen Gebiet in der Portfolioentwicklung von GISA herausgebildet. Erfahrungen in der Erstellung digitaler Zwillinge und der Verknüpfung mit Sensorik, Datenkonzentrationsplattformen, Auswertung und Visualisierung leisten zunehmend einen Wertbeitrag bei der Gestaltung lebenswerter Städte und sind für GISA Anlass, weiterhin in die Entwicklung des Geschäftsfeldes zu investieren.

Zu den Entwicklungen im aktuellen Geschäftsjahr zählen u. a. die Paketierung von Backend und Sensorik, die Vorbereitung der Pilotierung im kommunalen Umfeld und die Integration des Smart-Energy-Portfolios mit den Plattformansätzen der GISA Urban Data Space Platform.

2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der GISA GmbH sind die Umsatzrendite sowie das Betriebsergebnis, welches definiert ist als Jahresüberschuss vor dem Beteiligungs- und Zinsergebnis sowie vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Die Steuerungsgrößen werden im monatlichen Rhythmus der Geschäftsführung im internen Berichtswesen zur Verfügung gestellt und diskutiert, sodass bei Bedarf zeitnah Steuerungsmaßnahmen eingeleitet werden können.

Ertragslage

In diesem Geschäftsjahr ist ein Umsatz von 112,9 Millionen Euro erwirtschaftet worden. Dieser konnte zwar nicht an den des Vorjahres von 126,1 Millionen Euro anknüpfen, ist aber zusammen betrachtet mit den Bestandsveränderungen von 6,8 Millionen Euro gegenüber -1,1 Millionen Euro im Vorjahr ein sehr positives Ergebnis. Es wurde eine Gesamtleistung von 119,7 Millionen Euro (Vorjahr 125,0 Millionen Euro) erzielt.

Die Umsatzreduzierung ist im Wesentlichen auf die noch nicht fertiggestellten Projekte im Rahmen von Werkverträgen und geringere Beauftragungen für Hardware- und Software-Verkauf zurückzuführen. Ebenso ist durch die Beendigung eines großen Druckauftrages bei den Portoumsätzen ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 2,5 Millionen Euro auf 1,0 Millionen Euro (Vorjahr 3,5 Millionen Euro) zu verzeichnen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 2,3 Millionen Euro (Vorjahr 3,0 Millionen Euro) resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Zuschüssen und periodenfremden Erträgen.

Die Materialaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Millionen Euro gesunken, was besonders auf die Reduzierung der Portoleistungen und den Einkauf von Hard- und Software zum Weiterverkauf zurückzuführen ist. Die Materialaufwandsquote (Verhältnis Materialaufwand zu Umsatzerlösen zzgl. Bestandsveränderung) ist mit 24,8 % zurückgegangen (Vorjahr 28,2 %).

Die Personalkosten sind mit 70,8 Millionen Euro um 3,2 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf eine Tariferhöhung und Personalaufbau zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote (Verhältnis Personalaufwand zu Umsatzerlösen zzgl. Bestandsveränderung) ist im Geschäftsjahr auf 59,1 % leicht gestiegen (Vorjahr 54,0 %), da der Umsatz im Verhältnis zum gestiegenen Personalaufwand gesunken ist und dies vor allem auch Umsätze mit hohen Materialaufwandsquoten betraf.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 13,3 Millionen Euro um 0,7 Millionen Euro über dem Niveau des Vorjahres von 12,7 Millionen Euro. Die Erhöhung ergibt sich unter anderem aus gestiegenen Werbe- und Reisekosten sowie aus Aufwendungen für Schadenersatz- und Kompensationszahlungen.

2023/2024 2022/2023 2021/2022
Umsatz (in T€) 112.937 126.150 110.401
Umsatzrendite (in %) 5,1 7,8 4,1
Bestandsveränderungen (in T€) 6.782 -1.055 2.871
Betriebsergebnis (in T€) 5.781 9.823 4.495
Ergebnis nach Steuern (in T€) 4.371 6.806 3.035
MitarbeiterInnen (zum 31.3., inkl. Auszubildende) 913 873 872

GISA hat im abgelaufenen Berichtsjahr ein Betriebsergebnis von 5,8 Millionen Euro (Vorjahr 9,8 Millionen Euro) erwirtschaftet. Der geplante Wert von 7,3 Millionen Euro wurde um 1,5 Millionen Euro verfehlt. Damit wurde eine Umsatzrendite (Verhältnis Betriebsergebnis zu Umsatz) von 5,1 % erreicht. Der geplante Wert von 6,2 % wurde aufgrund des erhöhten Materialaufwands, im Wesentlichen zur Kompensation fehlender eigener Ressourcen, nicht erreicht.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen ist im Geschäftsjahr auf 8,9 Millionen Euro angestiegen (Vorjahr 8,5 Millionen Euro).

Das Umlaufvermögen ist um 2,9 Millionen Euro von 34,7 Millionen Euro im Vorjahr auf 37,6 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2023/24 angestiegen. Ursächlich hierfür ist vor allem der Anstieg der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen um 6,8 Millionen Euro und der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 3,0 Millionen Euro.

Der Bankbestand ist zum Vorjahr um 0,6 Millionen Euro auf 1,5 Millionen Euro gesunken.

Das Vorratsvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 Millionen Euro fast verdoppelt. Dies lag im Wesentlichen an angearbeiteten Projekten, die noch nicht abgeschlossen wurden.

Auf der Passivseite ist das Eigenkapital durch die getätigten Ausschüttungen für das alte Geschäftsjahr, welche betragsmäßig über dem Jahresergebnis 2023/24 lagen um 1,1 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Millionen Euro auf 13,0 Millionen Euro gesunken. Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aus der Auszahlung der Sonderzahlungen im Personalbereich. Die Verbindlichkeiten sind um 6,0 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Gründe hierfür waren die Erhöhung von erhaltenen Anzahlungen für noch nicht abgeschlossene Projekte um 6,1 Millionen Euro auf 12,6 Millionen Euro (Vorjahr 6,5 Millionen Euro).

Finanzlage (Kapitalstruktur/Liquidität)

Die Gesellschaft verfügt zum Ende des Geschäftsjahres über Eigenkapital in Höhe von 17,6 Millionen Euro (Vorjahr 18,7 Millionen Euro). Die Eigenkapitalquote ist aufgrund des niedrigeren Ergebnisses und der gestiegenen Bilanzsumme mit 33,7 % gegenüber dem Vorjahreswert 38,5 % gesunken. Das Verhältnis von Eigenkapital zu Anlagevermögen beträgt zum Geschäftsjahresende 196,7 % (Vorjahr 220,6 %).

Die liquiden Mittel der Gesellschaft werden auf den Bankkonten der Gesellschaft gehalten und betrugen zum Geschäftsjahresende 1,5 Millionen Euro (Vorjahr 2,1 Millionen Euro). Die GISA GmbH verfügt zum Bilanzstichtag über Kreditlinien in Höhe von insgesamt 8,0 Millionen Euro (Vorjahr 8,0 Millionen Euro). Zum Geschäftsjahresende gab es wie im Vorjahr keine Bankverbindlichkeiten. Der Bestand an liquiden Mitteln sowie die vorhandene Kreditlinie sichern die Fähigkeit der Gesellschaft, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Wartungs- und Nutzungsentgelten, Leasing und sonstigen Verträgen betragen ca. 19,4 Millionen Euro (Vorjahr 21,7 Millionen Euro). Aus Mietverträgen, die für einen Zeitraum bis zum 31. Dezember 2034 geschlossen wurden, bestehen finanzielle Verpflichtungen von insgesamt 22,4 Millionen Euro (Vorjahr 4,7 Millionen Euro).

Investitionen

GISA investierte im Geschäftsjahr 7,0 Millionen Euro (Vorjahr 5,8 Millionen Euro). Davon wurden über operative Leasingverträge 4,1 Millionen Euro (Vorjahr 3,6 Millionen Euro) finanziert.

2.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Personalentwicklung

Im Geschäftsjahr wurden 103 neue MitarbeiterInnen bei GISA eingestellt. Zum Stichtag 31. März 2024 waren 913 MitarbeiterInnen beschäftigt (Plan 928). Die Gesellschaft hatte geplant, den Anteil der Vollzeitkräfteäquivalente (FTE) zum Stichtag 31. März 2024 auf 904,7 zu erhöhen. Der Wert liegt mit 882,0 FTE zum 31. März 2024 um 22,7 FTE unter dem Plan.

Insgesamt bildete das Unternehmen 10 duale Studierende und 12 Auszubildende im Geschäftsjahr aus. Die Investitionen in die Weiterbildung betrugen im Geschäftsjahr insgesamt 0,7 Millionen Euro (Vorjahr 0,8 Millionen Euro). Der Personalaufwand belief sich auf 70,8 Millionen Euro (Vorjahr 67,6 Millionen Euro).

GISA setzt auf Nachhaltigkeit

Alle drei Jahre unterzieht sich GISA mit sämtlichen Unternehmensbereichen (Standorten) einem Zertifizierungsaudit zur Prüfung von u. a. Gesamtstrategie, Beschaffungsprozessen, Energieverbrauch und Abfallmanagement hinsichtlich der Einhaltung strenger Umweltschutzkriterien.

GISA besitzt das Umweltmanagementzertifikat ISO 14001 sowie das Energiemanagementzertifikat ISO 50001 (TÜV Nord). Mit dem international anerkannten Nachweis für besonders umweltbewusstes Wirtschaften verpflichtet sich der IT-Dienstleister zugleich, sein Engagement für Nachhaltigkeit auch künftig zu stärken. Deshalb investiert das Unternehmen konsequent und kontinuierlich in nachhaltiges Handeln bzw. Green IT - zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Dem verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt räumt GISA einen hohen Stellenwert ein. Das Unternehmen und seine MitarbeiterInnen nutzen zahlreiche Möglichkeiten, um die eigene Ökobilanz umfassend zu verbessern. Beispielsweise wird der Anteil an Elektrofahrzeugen in der firmeneigenen Fahrzeugflotte stetig ausgebaut. Mit Überarbeitung interner Regelungen werden Elektrofahrzeuge in der GISA-Flotte noch stärker gefördert. Am Standort Halle ist Ende 2023 ein öffentlich nutzbarer Ladepark mit insgesamt 40 Ladepunkten erfolgreich in Betrieb gegangen. Die MitarbeiterInnen können außerdem Fahrradleasing und ein Jobticket nutzen. Zudem leisteten fortlaufende Optimierungen im Rechenzentrum auch 2023 einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung des Stromverbrauches. Darüber hinaus wurde eine Lüftungsanlage geplant und beauftragt, die die Räumlichkeiten am Standort Halle künftig mit Hilfe der Abwärme des Rechenzentrums heizen soll. Die Umstellung unseres Liefervertrages auf Grünstrom für die Standorte Halle, Leipzig und Chemnitz erfolgte zum 01. Juli 2023.

2.5 Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f Abs. 4 HGB

Nach dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst werden gemäß § 52 Abs. 2 GmbHG und § 76 Abs. 4 AktG folgende Zielgrößen für die Zusammensetzung der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates angegeben:

Für die Geschäftsführung der GISA GmbH wurde eine Zielgröße für den Frauenanteil von 0 % und für den Aufsichtsrat von 3/12 festgelegt. Der bestehende Geschäftsführer Anstellungsvertrag ist für 5 Jahre befristet und derzeit durch einen Mann besetzt. Der Aufsichtsrat setzte sich zum 31. März 2024 aus 9 Männern und 3 Frauen zusammen. In den ersten beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung wurde 2023 ein Frauenanteil von 30 % als Zielgröße bis 30. Juni 2027 beschlossen. Zum 31. März 2024 betrug der Frauenanteil unterhalb der Geschäftsführung in der ersten und zweiten Führungsebene 31,0 %.

2.6 Beteiligungen

QUANTIC Digital GmbH

GISA hält seit 2018 51 % der Anteile der QUANTIC Digital GmbH, Leipzig, Spezialist für Beratung, Planung und Realisierung von Digitalisierungsprojekten. Der Umsatz im Geschäftsjahr übertraf den Planwert und konnte im Vergleich zum Vorjahr nochmals gesteigert werden. Das geplante Ergebnis wurde übertroffen.

2.7 Gesamtaussage

2023/2024 war aus Sicht der Geschäftsführung ein anspruchsvolles und dennoch erfolgreiches Geschäftsjahr mit einem stabilen Betriebsergebnis von 5,8 Millionen Euro. Trotz Rückgangs der Gesamtleistung um 5,4 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr und der gesunkenen Umsatzrendite von 5,1 % (Vorjahr 7,8 %) ist das Geschäftsjahr wirtschaftlich positiv zu werten. Die verfehlten Planziele sind vor allem auf einen gegenüber Plan deutlich erhöhten Aufwand durch On- und Offboarding-Maßnahmen zurückzuführen. Das Managen der hohen Anzahl an Zu- und Abgängen reduziert die Leistungsfähigkeit, schränkt das mögliche Wachstum mit Blick auf Marktchancen ein und wirkt durch den notwendigen höheren Einsatz von Fremdressourcen reduzierend auf die Marge. Das Betriebsergebnis erreichte mit 58,8 % den Vorjahreswert.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikomanagement und Risiken

GISA hat das Risikomanagement als Bestandteil der Unternehmensführung etabliert. Mit Hilfe des Risikomanagementsystems ist das Unternehmen in der Lage, seine Risikosituation adäquat feststellen und steuern zu können. Dieses ist jährlicher Prüfungsbestandteil nach ISAE 3402. Die Bewertung der Risiken erfolgt nach dem Nettorisiko. Sie sind in der nachfolgenden Aufzählung absteigend nach ihrer Bedeutung dargestellt.

Neben dem Risiko des Ausfalls von Auftragseingängen, Projektrisiken, dem Risiko der mangelhaften Bepreisung/Kalkulation werden Personalrisiken und das Risiko der Kündigung oder Nichtverlängerung von bestehenden Auf- oder Verträgen als wesentlich angesehen.

Beim Risiko des Ausfalls von geplanten Auftragseingängen bei Bestands- und Neukunden sind als Gegenmaßnahmen die konsequente Bearbeitung von in den Business Lines festgelegten Zielkunden mit dem GISA Portfolio und abgestimmtes Vorgehen anhand von Kundenentwicklungsplänen, sowie die Bildung von Selling Teams festgelegt. Außerdem werden im Rahmen des Reportings Risiken durch Ausfälle gemonitort und bewertet und es wird versucht bestehende Verträge frühzeitig zu verlängern.

Zu den Technologie- und IT-Risiken gehören der Ausfall zentraler Anwendungen/Infrastruktur und/oder die Betriebsunterbrechung. Eine Betriebsunterbrechung ist möglich durch Serverausfall auf Grund von Netzwerkproblemen, Stromausfall, Softwarefehlern, Unfällen, Anschlägen, Sabotage usw. Außerdem besteht das Risiko des Rechenzentrumsausfalls aufgrund von Brand oder Stromausfall im Rechenzentrum.

Personalrisiken umfassen die Gefahr, dass MitarbeiterInnen, die im Unternehmen gehalten werden sollen, das Unternehmen verlassen und dadurch Know-how verloren geht. Es besteht nachfolgend die Gefahr, dass offene Stellen im Unternehmen nicht planmäßig besetzt werden können. Weiterhin besteht vor allem bei Ausnahmezuständen das Risiko des "Massenausfalls" von Personal (z. B. durch Epidemien), der Ausfall von "Kopf-Monopolen", Streiks der MitarbeiterInnen bis hin zu Verkehrsbehinderungen der Arbeitswege.

Hinzu kommen die allgemeinen Projektrisiken (Budget, Zeit, Leistung). Das Projektrisiko wird als die Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines bestimmten Ereignisses und Schadensausmaßes bezeichnet, worunter hauptsächlich die Wahrscheinlichkeit der Verluste und deren Konsequenz, bezogen auf die Abweichung von den gesteckten Zielen in einem Projekt verstanden wird. Dieses kann auch die Eintrittswahrscheinlichkeit des unerwarteten Ereignisses bedeuten. Somit kann das Risiko sowohl eine Gefährdung der Projektziele als auch ihre Übererfüllung enthalten.

GISA steuert übergreifende Gefährdungen und daraus entstehende Risiken mit hohen potenziellen Auswirkungen gemäß den internen Richtlinien aus dem Business Continuity- und Risiko Management. Die starke Umsatzabhängigkeit von einigen Großkunden ist sowohl Risiko als auch stabilisierender Faktor für GISA. Mit dem Beginn des Angriffs von Russland auf die Ukraine etablierte GISA ad hoc einen Krisenstab zur Überwachung und dauerhaften Lagebeurteilung. Da in unseren Liefer- und Leistungserbringungsketten bisher kein erhöhtes Risiko erkannt werden konnte, wurde der Krisenstab im Geschäftsjahr beendet.

Durch eine ständige Überwachung der Risikosituation des Unternehmens werden neue potenzielle Gefährdungen erkannt und fließen in die Betrachtung ein. Das Risikomanagement wird inhaltlich weiter ausgebaut und zukünftig weitere Risikogebiete umfassen. Die neu implementierte IT-Lösung führt zu einer verbesserten Verzahnung der Gefährdungen mit den implementierten Gegenmaßnahmen. Die Risikolage wird zum Geschäftsjahresende insgesamt als gering bis mittel eingeschätzt. Abweichend davon erfolgt die Einschätzung der Risiken bezüglich des Ausfalls von Auftragseingängen als hoch.

3.2 Chancenmanagement

Die digitale Transformation verändert neben der Hochschul- und Forschungslandschaft, Verwaltungen, Gesundheitswesen und industriellen Produktion vor allem die Anforderungen an Sicherheit und Resilienz der eingesetzten Systeme bei gleichzeitiger Steigerung von Flexibilität und Interoperabilität. Die aktuelle geopolitische Lage mit Auswirkungen auf Inflation, Energiemarkt und sicherheitspolitische Fragestellungen resultiert in rasant wachsenden Anforderungen an IT-Sicherheit. Diese Rahmenbedingungen haben sich im Geschäftsjahr 2023/2024 verstärkt. Die strategische Ausrichtung zum Ausbau unseres Cyber-Security-Portfolios wurde verstärkt, neue Marktanforderungen sind absehbar und der aktuelle Bedarf trifft auf knappe Ressourcen, was ein enormes Potenzial darstellt. Künstliche Intelligenz und deren Akzeptanz stellen für die kommenden Jahre ein enormes Innovations- und Wachstumsfeld dar.

3.3 Prognose und Ausblick

Marktaussichten IT-Dienstleistungen

Bitkom geht weiterhin von einem stabilen Wachstum für den IT-Markt Deutschland aus. Für das aktuelle Jahr prognostiziert der Branchenverband 4,4 % Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Der Sparte IT-Services wird in dieser Prognose sogar ein Wachstum von 4,8 % auf 51,7 Milliarden Euro zugeschrieben. 3

3 https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland

Der Bitkom-Geschäftsklimaindex für die Digitalwirtschaft zeigt ebenfalls ein signifikant höheres Niveau im Vergleich zur Gesamtwirtschaft, was in Verbindung mit den Trendthemen und Wachstumsaussichten ein stabil wachsendes Geschäftsumfeld für die kommenden Jahre erwarten lässt. 4

4 https://www.bitkom.org/Digitalindex

Voraussichtliche Unternehmensentwicklung der GISA GmbH

Für das Geschäftsjahr 2024/2025 sind ein Umsatz von 129 Millionen Euro und abzüglich Bestandsveränderungen eine Gesamtleistung von 126 Millionen Euro geplant. Diese wird sich damit deutlich über Vorjahresniveau bewegen. Vor allem im Beratungsgeschäft wird ein starker Anstieg der Gesamtleistung erwartet, dies zum einen aus der Gewinnrealisierung derzeit noch in Arbeit befindlicher Werkverträge, zum anderen auch durch steigende Leistungsfähigkeit der in diesem Geschäftsjahr neu eingestellten MitarbeiterInnen. Hoher Auftrags- und Pipelinebestand für S/4-Projekte bei Bestandskunden und Zielkunden der Branche Higher Education & Research bilden hierfür eine stabile Basis. Weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau des Geschäftsfeldes Business- und Cyber-Security.

Auch mit höheren Umsätzen für Handelswaren, speziell Lizenzverkäufen, wird gerechnet. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurde ein planmäßiger Auftragseingang verzeichnet. Der Auftragsbestand für das kommende Geschäftsjahr beträgt 99,7 Millionen Euro per 31. März 2024 und die Pipeline der vertrieblichen Chancen ist gut gefüllt. Die Vertriebschancen unterliegen einer regelmäßigen Bewertung im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit für die einzelnen nachgefragten Marktportfolioelemente. Angebote zielgerichtet mit diesem Fokus und den strategischen Zielen in Einklang zu bringen, ist ein Schwerpunkt in den nächsten Jahren. Im Geschäftsjahr 2024/2025 liegen die Schwerpunkte auf der Zielerreichung von Betriebsergebnis und Umsatzrendite, der Sicherung eines hohen Auftragsbestandes für kommende Jahre, der Bindung und Findung von MitarbeiterInnen und der Standorttransformation. Eine Herausforderung wird hierbei sein, deutlich gestiegene Anforderungen an marktgerechte Gehälter und geplantes Wachstum der Umsatzrendite über Portfolio- und Preismanagement, Prozessoptimierung und Risikominimierung in der Abhängigkeit von Lieferantenkonditionen in Einklang zu bringen.

Das Erreichen des geplanten Betriebsergebnisses von 8,5 Millionen Euro im folgenden Geschäftsjahr und damit einer Umsatzrendite von 6,6 % sind gesamtheitlich als realistisch einzuschätzen. Die aktuelle Planung für die Anzahl der Vollzeitkräfteäquivalente zum Stichtag 31. März 2025 liegt bei 891,9. Dies bedeutet einen minimalen Zuwachs von 9,9 FTE über den Zeitraum des Geschäftsjahres. Die Prognose unterstellt, neben den zuvor genannten Einschätzungen der allgemeinen Marktentwicklung im IT-Bereich, ein insgesamt stabiles gesamtwirtschaftliches und politisches Umfeld. Die tatsächlichen Ergebnisse können durch Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.

 

Halle (Saale), den 5. Juni 2024

Heino Feige, Geschäftsführer

Bericht des Aufsichtsrates vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

Im Geschäftsjahr 2023/2024 hat der Aufsichtsrat der GISA GmbH (GISA) die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag zugewiesenen Aufgaben und Rechte uneingeschränkt wahrgenommen und die in seiner Verantwortung liegenden Entscheidungen getroffen.

Regelmäßig ließ sich der Aufsichtsrat durch die Geschäftsführung mündlich im Rahmen von Sitzungen sowie schriftlich über die Lage der Gesellschaft und alle wichtigen Einzelmaßnahmen sowie wesentliche Geschäftsvorgänge informieren.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023/2024 drei Sitzungen durchgeführt.

Es wurde ein Aufsichtsratsbeschluss außerhalb der Aufsichtsratssitzungen gefasst. Dieser betraf den Abschluss eines Mietvertrages für den GISA-Standort Leipzig.

Beschlüsse fasste der Aufsichtsrat auf der Grundlage der ausführlichen Berichterstattung und der Beschlussvorschläge der Geschäftsführung. Die in seiner Verantwortung liegenden Entscheidungen hat der Aufsichtsrat getroffen.

Die wirtschaftliche Lage und die Entwicklung der Gesellschaft standen im Mittelpunkt der Beratungen des Aufsichtsrates.

Schwerpunktmäßig befasste sich der Aufsichtsrat des Weiteren mit

dem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022/2023,

der Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2024/2025 und der Mittelfristplanung für die Geschäftsjahre 2025/2026-2028/2029,

der wirtschaftlichen Lage und der Entwicklung der Beteiligungsgesellschaft und dem daraus resultierenden Beteiligungsergebnis,

dem Risikomanagement der GISA,

der Arbeit des Wissenschaftlich-technischen Beirates der GISA,

der Standorttransformation der GISA,

dem Konzept zur Mitarbeitendenbindung,

den Aktivitäten und der Zusammenarbeit zwischen GISA, NTT DATA Business Solutions AG und NTT/NTT DATA Gruppe sowie

den Aktivitäten und der Zusammenarbeit zwischen GISA, E.ON und enviaM.

Der Aufsichtsratsvorsitzende führte darüber hinaus zu ausgewählten Themen Einzelgespräche mit der Geschäftsführung, insbesondere zur Unternehmensstrategie und zur Unternehmensplanung.

Der von der Geschäftsführung nach den Regeln des Handelsgesetzbuches aufgestellte Jahresabschluss der GISA und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Gesellschafterversammlung gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer geprüft worden. Der Bestätigungsvermerk wurde ohne Einschränkung erteilt.

Der Bericht des Abschlussprüfers zum Jahresabschluss und zum Lagebericht wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrates durch die Geschäftsführung rechtzeitig vor der Bilanzsitzung ausgehändigt und in die Aussprache und Prüfung des Jahresabschlusses einbezogen. Der Abschlussprüfer hat an der Beratung des Aufsichtsrates über den Jahresabschluss teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und ergänzende Auskünfte erteilt. Der Aufsichtsrat hat das Ergebnis der Prüfung zustimmend zur Kenntnis genommen.

Nach abschließender Prüfung des durch die Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschlusses und des Lageberichtes erhebt der Aufsichtsrat dagegen keine Einwände. Er billigt den Jahresabschluss und den Lagebericht zum 31.03.2024 und schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresabschluss festzustellen. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag der Geschäftsführung zur Gewinnverwendung und zur Entlastung der Geschäftsführung an.

Herr Detlef Hillebrand hat sein Amt als Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender per 30.04.2023 niedergelegt und den Aufsichtsrat verlassen.

Frau Anike Ostrowski hat dessen Amt als Aufsichtsratsmitglied per 01.05.2023 für die noch laufende Amtszeit übernommen und wurde in der Aufsichtsratssitzung am 04.07.2023 zur Stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates der GISA GmbH gewählt.

Die jeweiligen Änderungen sind im Bundesanzeiger veröffentlich worden.

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im Geschäftsjahr 2023/2024 geleistete Arbeit.

 

Halle (Saale), 25. Juni 2024

Norbert Rotter, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GISA GmbH, Halle (Saale)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GISA GmbH, Halle (Saale), - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GISA GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 2.5 des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:

die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 2.5 des Lageberichts enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, den 5. Juni 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Schneider, Wirtschaftsprüfer

Schiermayer, Wirtschaftsprüfer

Beschlüsse der 65. Gesellschafterversammlung der GISA GmbH vom 25. Juni 2024

Beschluss-Nr.: 03/2024

1. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis 31.03.2024 (Bilanz zum 31.03.2024 sowie Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024 nebst Anhang) mit einer Bilanzsumme von 52.121.324,71 € und einem Jahresüberschuss von 4.371.526,45 € wird festgestellt.

Dem Lagebericht wird zugestimmt. Der Bericht des Abschlussprüfers wird zustimmend zur Kenntnis genommen.

2. Die Gesellschafterversammlung billigt den Bericht des Aufsichtsrates zum Jahresabschluss 2023/2024.

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis 31.03.2024 wurde am 25.06.2024 festgestellt.

Beschluss-Nr.: 04/2024

Der Jahresüberschuss in Höhe von 4.371.526,45 € für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024 wird in Höhe von 2.720.000,00 € an die Gesellschafter im Verhältnis ihrer Anteile am 18.07.2024 ausgeschüttet.

Der Restbetrag in Höhe von 1.651.526,45 € wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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