AWYAR GmbH
Selbe AdresseVermittlungstätigkeiten für gastronomische Dienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Beate Zitterbart seit 8.1.2025 | Geschäftsführer |
Ulrike Berger seit 10.11.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Arbeiter-Samariter-Bund Landesverband Hessen e.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Arbeiter-Samariter-Bund Lehrerkooperative Bildung und Kommunikation gemeinnützige Gesellschaft mbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGrundlagen des Unternehmens Die Arbeiter-Samariter-Bund Lehrerkooperative Bildung und Kommunikation gemeinnützige Gesell schaft mbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft des Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Landesverband Hessen e.V. mit Sitz in Frankfurt am Main. Der ASB ist als Wohlfahrtsverband und Grundlagen des Unternehmens Die Arbeiter-Samariter-Bund Lehrerkooperative Bildung und Kommunikation gemeinnützige Gesellschaft mbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft des Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Landesverband Hessen e.V. mit Sitz in Frankfurt am Main. Der ASB ist als Wohlfahrtsverband und Hilfsorganisation politisch und konfessionell ungebunden. Hilfsorganisationpolitisch und konfessionell ungebunden. Im Rhein-Main-Gebiet, einschließlich Frankfurt am Main, Wiesbaden, Stadt und Landkreis Offenbach, agiert die ASB Lehrerkooperative gGmbH als dynamischer gemeinnütziger Träger von über 60 Einrichtungen mit fast 1.000 Mitarbeiter*innen. Seit ihrer Gründung 2011 bietet sie Bildungs-, Erziehungs- und Beratungs- sowie sozialpädagogische Dienstleistungen für Kinder und Jugendliche, Erwachsene und Familien an. Die ASB Lehrerkooperative gGmbH ist die Nachfolgegesellschaft des Vereins Lehrerkooperative. Die Lehrerkooperative e.V. wurde 1985 von fünf Pädagogen mit humanistischem, solidarischem und internationalem Anspruch in Frankfurt am Main gegründet. Am 1. November 2011 wurde der Geschäftsbetrieb von der ASB Lehrerkooperative gGmbH übernommen. Auftrag der Gesellschaft ist Bildungsarbeit im weitesten Sinne, dem Gedanken der Kultur- und Völkerverständigung folgend. Sie ist in der Branche Bildung, Erziehung und Soziales tätig. In der Gesellschaft arbeiten Bildungsprofis aus den Berufsfeldern Sozialpädagogik und Sozialarbeit, Pädagogik, Erziehung und Lehre, Soziologie und Psychologie mit einem breiten Spektrum professioneller Kornpetenzen. Ihr Angebot umfasst institutionelle und familiale Kinderbetreuung, Erziehungshilfen und Lernförderung, Sprache und Integration, Unterstützung bei Abschlüssen, Berufsvorbereitung und Ausbildung sowie Online-Fortbildungen zum Thema Begabung bei Kindern. Sie eröffnet Menschen, unabhängig von Alter und Herkunft, Chancen zur Weiterentwicklung, Integration und Bildung, hilft aktiv bei der Erlangung lebenspraktischer Kompetenzen und trägt zu einer inklusiven, friedlichen und demokratischen Gesellschaft bei. Dabei setzt sie auf intensive Beziehungsarbeit, innovative Bildungsansätze und eine vielfältige, offene Willkommens- und Arbeitskultur. Das Aufgabengebiet der Gesellschaft gliedert sich in die folgenden Bereiche: • Kinderbetreuung: • 32 Kindertagesstätten und ■ 12 Ganztagsbetreuungen an Schulen sowie ■ 1 Fachdienst Kindertagespflege mit 68 Tagespflegepersonen und ■ 2 betreute Kinderzimmer an Hochschulen ■ Erziehungshilfen und Lernförderung: Zwei Hauptstandorte, neun Teilprojekte, zwei Beratungsstellen sowie einer Online-Fortbildungsplattform Sprachkurse und Integrationsangebote (Vier Sprachenzentren, zwei Frauenzentren, vier Beratungsstellen) ■ Abschlüsse, Berufsvorbereitung und Ausbildung (Eine Schule, drei Lehrgänge, zwei Jugendberatungsstellen, drei Bildungsprojekte, ein Ausbildungsprogramm "Praxisintegrierte, vergütete Ausbildung" (PivA) zur/ zum staatlich anerkannten Erzieher*in. Die ASB Lehrerkooperative gGmbH ist Mitglied beim Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband Landesverband Hessen e.V. (ein Dach- und Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege in Hessen) und beim Paritätischen Bildungswerk Hessen e.V. (Dachverband hessische Bildungseinrichtungen) sowie beim Trägerverein L.O.S. (Lehrer organisieren Selbsthilfe e.V. Solidarverein zur Förderung hessischer Selbsthilfeprojekte im Bildungs- und Kulturbereich). A. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war global geprägt vom fortdauernden Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine. Im Februar 2023 jährte sich der Krieg zum ersten Mal. Im Oktober des Jahres überfielen palästinensische Hamas-Terroristen brutal das israelische Volk, verursachten ein Blutbad und entführten über 100 Zivilist*innen. Israel führt seitdem im Gazastreifen einen Vernichtungskrieg gegen die Hamas, der fünfte und blutigste Krieg innerhalb von 15 Jahren1. Beide Kriege dauern bei Erstellung dieses Berichtes an. Im April 2023 erklärte der deutsche Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach offiziell die Corona Pandemie nach fast drei Jahren für beendet. Im gleichen Monat gingen die letzten deutschen Atomkraftmeiler vom Netz. 2 Damit wird in Deutschland kein Atomstrom mehr erzeugt. 3 Weltweit stand die Demokratie unter Druck. 2023 verschlechterte sich der globale Demokratie-Indexwert, jährlich ermittelt vom Economist, zum zweiten Mal in Folge. Nur ca. 45,4 Prozent der Menschen weltweit lebt demnach in einer Demokratie.4 Seit Sommer 2023 befand sich die teils rechtsextreme Partei AfD in Deutschland in einem Umfragehoch. Hessen wählte im Oktober bei seinen Landtagswahlen auch rechts: Die AfD wurde mit 18,4 Prozent zweitstärkste Kraft 5. Der Klimawandel war in 2023 besonders deutlich zu spüren: Weltweit war der Sommer 2023 der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen 1940 und auch global gesehen war das Gesamtjahr das 1 Der große visuelle Rückblick: Das war das Jahr 2023 in Grafiken, NZZ, 25.12.2023: https://www.nzz.ch/visuals/der-grosse visuelle-rueckblick-das-war-das-jahr-2023-in-grafiken-ld.1770092 2 Jahresrückblick 2023 - Stalista Trend-Report zu den Ereignissen: https://de.statista.com/statistik/studie/id/147227/doku ment/jahresrueckblick-2023 3 Pressemitteilung Nr. 495 vom 21. Dezember 2023, Jahresrückblick, Statistisches Bundesamt: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/12/PD23 495 p001.html 4 Der Stand der Demokratie 2023, Statista: https://de.statista.com/infografik/20599/economist-democracy-index/ 5 Jahresrückblick 2023: In der Krise wählt Hessen rechts, Frankfurter Rundschau, 29.12.23:https://www.fr.de/rhein-main/jahre:'i:: rueckblick-2023-in-der-krise-waehlt-hessen-rechts-92751662.html wärmste Jahr. 6 Die Türkei und Syrien wurden von einem verheerenden Erdbeben erschüttert, der mehr als 57.000 Menschen das Leben kostete und über 20 Millionen Menschen langfristig in Not brachte. 7 In Folge globaler Krisen hatte auch die deutsche Wirtschaft zu kämpfen. Laut Statistischem Bundesamt sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP), d. h. die Wirtschaftsleistung um 0,3%, kalenderbereinigt um 0,1%, im Vergleich zum Vorjahr8. In den ersten drei Quartalen stagnierte die Wirtschaftsleistung; im Schlussquartal bremsten "rückläufige Investitionen die Konjunktur, während der Konsum leicht zulegte". Das Jahr endete mit einem Minus. 9 Trotz nachlassender Dynamik erreichte die Erwerbstätigenzahl erneut einen historischen Höchst stand. Im 4. Quartal 2023 waren 46,2 Millionen Personen in Deutschland erwerbstätig und damit +0,1% mehr gegenüber dem Vergleichsquartal 2022. Den größten absoluten Beschäftigungsgewinn verzeichneten die Dienstleistungsbereiche, darunter unter anderen der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit mit +143 000 Personen (+1,2 %)10. Im 4. Quartal 2023 waren 216.000 Erwerbstätige am Arbeitsort Deutschland oder +0,5% mehr als im 4. Quartal 2022, die die Wirtschaftsleistung erbrachten. Die positive Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung trug dazu bei. Durch einen Arbeitstag weniger in 2023 leisteten die Erwerbstätigen durchschnittlich -0,5% weniger Arbeitsstunden als im 4. Quartal 2022. Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität - gemessen als preisbereinigtes BIP je Erwerbstätigenstunde - war je Erwerbstätigen gerechnet um -0,9% niedriger als in 202211. Die hohen Lebenshaltungskosten im Alltag setzten sich 2023 fort. Die Verbraucherpreise bewegten sich auf einem sehr hohen Niveau. Die Nahrungsmittel waren im November 2023 spürbar teurer als 2022: Verbraucher*innen zahlten 5,5% mehr12. Verbrauchsgüter verteuerten sich um 2,9%, Waren um 3% und Dienstleistungen um 3,4% im Vergleich zum November des Vorjahres. Die Preise für Dienstleistungen z. B. sozialer Einrichtungen erhöhten sich überdurchschnittlich (+9,8 %) und wirkten sich erhöhend auf die Inflationsrate aus. Die Inflationsrate lag im November 2023 durchschnittlich bei +3,2%, ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie bei +3,8 % und nur ohne Energie bei +4% 13. 6 Jahresrückblick 2023, BPB: https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/543945/jahresrueckblick-20Z3/ noc:Le-content title-14 7 Der große visuelle Rückblick, NZZ: https://www.nzz.ch/visuals/der-grosse-visuelle-rueckblick-das-war-das-jahr-2023-in-grafiken-ld.1770092 8 Pressemitteilung vom 15. Januar 2024 - 019/24, Statistisches Bundesamt: !l\1P.s://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonfe renzen/2024/bip2023/pm-bip.pdf 9 Pressemitteilung Nr. 066 vom 23. Februar 2024, Statistisches Bundesamt: !l\1P.s://www_._dl:lstatis.de/DE/Presgi/Pre semitteilungen/2024/02/PD24 066 811.html 10 Pressemitteilung Nr. 059 vom 16. Februar 2024, Statistisches Bundesamt: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24 059 13321.html 11 Pressemitteilung Nr. 066 vom 23. Februar 2024, Statistisches Bundesamt: https://www.destatis.de/DE/Presse/PressemitIBilungen/2024/02/PD24 066 811.html 12 Pressemitteilung Nr. 495 vom 21. Dezember 2023, Jahresrückblick, Statistisches Bundesamt: !l\1P.s:LLwww.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/12/PD23 495 p001.html 13 Pressemitteilung Nr. 466 vom 8. Dezember 2023, Statistisches Bundesamt: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pr ssemittei lungen/2023/12/PQ23 46_6_611.html Ende September 2023 betrug die Bevölkerungszahl in Deutschland rund 84,6 Millionen Menschen. Die Rekordzahl war so hoch wie noch nie seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1950. Ausschlaggebend war die Nettozuwanderung von ca. 960.000 Ukrainer*innen als Folge des Krieges in ihrem Heimatland. 14 17,7 Millionen Menschen in Deutschland, ein Fünftel (21,2%) der Bevölkerung, waren 2023 von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Die Werte waren nahezu gleich im Vorjahr (17,5 Millionen, 21,1%). In 2023 war etwa jede siebte Person (14,3 %, ca. 12 Millionen) armutsgefährdet (2022: 14,8%). Ihr stand weniger als über 60% des mittleren Äquivalenzeinkommens der Gesamtbevölkerung zur Verfügung. 6,9% der Bevölkerung (5,7 Millionen) waren von erheblicher materieller und sozialer Entbehrung betroffen (2022: 6,2%). Sie konnten sich keine Urlaubswoche, keine neuen Möbel leisten, weder Rechnungen für Miete, Hypotheken oder Versorgungsleistungen bezahlen noch einmal im Monat essen oder trinken gehen. 9,8 % unter 65 Jahren (6,2 Millionen Menschen) lebten in einem Haushalt mit sehr niedriger Erwerbsbeteiligung (2022: 9,8%). Ihre Haushaltsmitglieder waren sehr wenig erwerbstätig oder arbeiteten überhaupt nicht.15 Die Arbeitslosenquote lag im gesamten Bundesgebiet durchschnittlich bei 5,7 Prozent16. In Hessen lag sie mit 5,2 Prozent etwas niedriger17. In Frankfurt am Main mit 5,9% höher. 18 Die Hessische Wirtschaft wuchs preisbereinigt um 1,2%, stärker als im Bundesdurchschnitt, der -0,3% zeigte. Das hessische Bruttoinlandsprodukt (BIP) hatte einen Anteil von 8,5% am deutschen BIP. Wie im Bund (+0,5%) entwickelten sich auch die Dienstleistungsbereiche in Hessen positiv (+2%). Innerhalb der Dienstleistungsbereiche entwickelte sich "Öffentliche und sonstige Dienstleistungen, Erziehung und Gesundheit" ebenfalls überdurchschnittlich (+1,2%). 3,59 Millionen Erwerbstätige, die in Hessen arbeiteten, erwirtschafteten das BIP 2023 - 1% mehr als 2022.19 Hauptauftraggeber Stadt Frankfurt am Main Die größte Stadt Hessens, Frankfurt am Main verzeichnete 2023 hessenweit den höchsten absoluten Finanzierungsüberschuss mit 152 Millionen Euro unter den nur 44,5% der hessischen Kommunen, die einen Überschuss generierten. In 2022 hatte die Stadt noch ein Finanzierungsdefizit von 50,4 Millionen Euro ausgewiesen. Seit Jahren wachsen die Ausgaben der hessischen Kommunen schneller als die Einnahmen. 2023 verzeichneten sie ein Finanzierungsdefizit von 688,1 Millionen Euro. 20 Die wieder hohen Gewerbesteuereinnahmen als wichtigste kommunale Einnahmequelle waren 14 Pressemitteilung Nr. 495 vom 21. Dezember 2023, Jahresrückblick, Statistisches Bundesamt: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/12/PD23 495 p001.html 15 Pressemitteilung Nr. 147 vom 10. April 2024, Statistisches Bundesamt: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/04/PD24 147 63.html 16 Arbeitslosenquote in Deutschland im Jahresdurchschnitt von 2005 bis 2024, Statista: h1!.P.s://de. t<1tista.com/Statistik/da ten/studie/1224/umfrage/arbeitslosenquote-in-deutschland-seit-1995 17 Arbeitslosenquote in Hessen von 2055 bis 2023, Statista: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2514/umfragelentwicklung-der-arbeitslosenquote-in-hessen-seit-1999/ 18 Arbeitslosigkeit im Dezember 2023, IHK Frankfurt, abgerufen am 11.04.2024: https://www.frankfurt-main.ihk.de/hauptnaviga tion/wirtschaftspolitik/fachkraefte-demografie-und-arbeitsmarkVnews-fachkraefte2/arbeitslosigkeit-im-dezember-2023-6041408 19 Hessische Wirtschaft wächst 2023, Hessisches Statistisches Landesamt: https://statistik.hessen.de/presse/hessische-wirt schaft-waechst-2023 20 Hessens Kommunen verzeichnen 2023 Finanzierungsdefizit, Hessisches Statistisches Landesamt: !ill.P.s://statistik.hes sen.de/presse/hessens-kommunen-verzeichnen-2023-finanzierungsdefizit verantwortlich für Frankfurts Finanzierungsüberschuss. In 2023 betrugen sie drei Milliarden Euro21, die größtenteils von Banken, Beteiligungsgesellschaften und Versicherungen22 gezahlt wurden. Mehrausgaben waren im Zusammenhang mit der Klimakrise groß: 2023 überzog das Frankfurter Klima- und Umweltdezernat sein Budget um mehr als 13 Millionen Euro. Extreme Hitze- und Trockenheitsperioden und Stürme führten zu Schäden, die behoben werden mussten.23 Die zwei größten Posten im Frankfurter Haushalt sind die Budgets für Soziales und Bildung. Für Schulen und Kitas sind in den kommenden drei Jahren ab 2024 Mehrausgaben von 500 Millionen Euro vorgesehen. Der Bildungsbereich würde damit bei den Ausgaben den Bereich Soziales, der von Transferleistungen geprägt ist, überholen. 24 Frankfurt am Main hatte 770.166 Personen mit Hauptwohnsitz Ende 2023, das waren fast 2.557 oder 0,3% mehr als Ende 2022. Hauptgrund für das Bevölkerungswachstum ist die Zuwanderung von Menschen mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit. 57% der Frankfurter Bevölkerung hat einen Migrationshintergrund (ausländische Staatsangehörige und Deutsche mit Migrationshintergrund).25 Der Betreuungsbedarf bei Kindern unter sechs Jahren steigt. Laut Bevölkerungsvorausberechnung nimmt die Zahl von unter 3-Jährigen (U3-Kinder) 2022 bis 2045 um 7,1% zu und die Anzahl von Kindern zwischen drei und fünf Jahren (U6-Kinder) um 13,2%.26 In ganz Deutschland sind Alleinerziehende (Armutsquote von 43,2%), Personen mit geringer formeller Bildung (39%), Paare mit drei oder mehr Kindern (32,1 %) und Menschen mit Migrationshintergrund (28,1%) besonders häufig von Armut betroffen. Im Rhein-Main-Gebiet inklusive Frankfurt betrug die Armutsquote 17,5%.27 Stadt und Landkreis Offenbach Mit 122 Millionen Gewerbesteuereinnahmen verzeichnete die wachsende Stadt Offenbach am Main 2023 eine neue Rekordmarke. Auch für sie ist die Gewerbesteuer ist eine der wichtigsten Finanzsäulen. Die stark steigenden Ausgaben durch wirtschaftliche Unsicherheiten, Inflation und gestiegene Zinsen 21 Solider haushalten, Frankfurter Rundschau, 11.03.2024: https://www.fr.de/frankfurt/solider-haushalten-92884201.html 22 Banken machen Frankfurt reich, Frankfurter Rundschau: !::illQ ://www.fr.dfüfrankfurt/bj:l_nken-macben-frankfurt-reich- 92872482.html 23 Die Klimakrise kostet Frankfurt Millionen, Frankfurter Rundschau, 07.03.2024:!::illQs://www.fr.de/frankfurt/die-_ls_limakrise-kostetfrankfurt-mil lionen-92877657.html 24 "Kein Spar -und Feuerwerkshaushalt, sondern ein ehrlicher Gestaltungshaushalt", Frankfurter Rundschau, 11.03.2024: https://www.fr.de/frankfurt/kein-spar-und-feuerwerkshaushalt-sondern-ein-ehrlicher-gestaltungshaushalt-92884200.html 25 Bevölkerung Ende 2023, Frankfurt Statistik Aktuell (FSA) 2024/04: https://frankfurt.de/service-und-rathaus/zahlen-{laten-fak ten/publikationen/fsa 26 Betreuungsbedarf bei Kindern unter sechs Jahren bis 2045, FSA 2024/02: !::illQs://frankfurt.de/seryice-und-rathaus/zahlen daten-fakten/publikationen/fsa 27 Hier geht es den Hessen am schlechtesten, T-Online, 02.04.2024: https://www.t-online.de/region/frankfurt-arn: main/id 100376480/Eirmut-in-hessen-ranking-hier-geht-es-den-Elinwohnern-,1m-schlech!§sten.html dämpfen Zukunftserwartungen. 28 Der größte Anteil der Ausgaben in ihrem städtischen Etat ist gesetzlichen Aufgaben geschuldet. Zu diesen Pflichtausgaben zählen insbesondere die Aufwendungen für Kin der, Jugend und Soziales.29 Der Landkreis Offenbach setzt sich aus 13 Städten und Gemeinden zusammen, darunter Oberts hausen, Langen und Heusenstamm. Steigende Schülerzahlen, der Ausbau der Ganztagsbetreuung und die Digitalisierung sorgten laut Kreisspitze in 2023 für einen Investitionsbedarf von fast 59 Millionen Euro.30 B. Entwicklung der ASB Lehrerkooperative Bildung und Kommunikation gGmbH Das Jahr 2023 war für die ASB Lehrerkooperative und ihre Mitarbeitenden weiterhin geprägt von den Auswirkungen des Angriffskrieges Russland gegen die Ukraine. Mit dem Angriff der Hamas auf Israel am 8.Oktober 2023 kam ein weiterer weltweiter Krisenherd dazu. Die damit verbunden Steigerungen der Ausgaben im Bund führten auch in der ASB Lehrerkooperative zu Unsicherheiten, inwieweit die Finanzierung von Projekten in der bisherigen Form aufrechterhalten werden kann. Zusätzlich verschärften sich die Unsicherheiten durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum 2. Nachtragshaushalt 2021 vom 15.November 2023. Tätigkeitfelder der ASB Lehrerkooperative, wie Migrationsberatung und Integrationskurse zum größten Teil aus Mitteln des Bundes finanziert, wurden bei der Gestaltung des Nachtragshaushaltes 2023 der Bundesregierung als mögliche Einsparpotentiale identifiziert und waren zeitweise von massiven Kürzungen bedroht. Für die Gesellschaft war nicht absehbar, welche konkreten Auswirkungen dies auf die im November 2022 verabschiedeten Planzahlen für das Geschäftsjahr 2023 haben würde. Dennoch schließt die Gesellschaft mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 104,7 ab. Mit dem Gewinnvortrag aus dem Vj (T€ 76,8) und der Einstellung in Gewinnrücklagen in Höhe von T€105 verbleibt ein Bilanzgewinn von T€ 76,5. Das Jahr 2023 hatte viele herausfordernde Situationen für die Gesamtorganisation, ihre Dienstleitun gen, externe Dienstleister als auch für interne und externe Kunden. Die Auswirkungen des Krieges und weltweiter Krisensituationen führte in 2023 zu einer andauernden Steigerung der Inflationsrate in Deutschland. 28 Offenbach verzeichnet Gewerbesteuer-Rekord für das Jahr 2023, Offenbach, 05.01.2024: https://www.offenbach.de/buer ger innen/rathaus-politik/haushalt-und-finanzen/meldungen/gewerbesteuer-rekord05.01.2024.php 29 Magistrat beschließt Haushalt für 2024, Offenbach, 29.09.2023: https://www.offenbach.de/buerger innen/rathaus-politik/haus halt-und-finanzen/meldungen/haushalt2024-29.09.2023.php 30 Haushalt im Kreis Offenbach - Geld für Schulen und Soziales, FAZ, 11.12.2022: https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region und-hessen/landkreis-offenbach-braucht-fuer-2023-mehr-als-800-millionen-euro-18517971.html Für die Gesellschaft sind dabei die Kostensteigerungen bei Nahrungsmitteln und Energieversorgung zentrale Themen. Die Jahresteuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie betrug gegenüber dem Vorjahr +5.1% und lag damit unter dem Hoch aus dem Jahr 2022. Die Steigerung bei der Preisentwicklung hatte 2023 auch Auswirkungen auf von der Gesellschaft erworbenen externe Dienstleistungen. Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahr 2023 mit einem weiteren Anstieg um 12,4 % besonders stark. Einige Nahrungsmittelgruppen waren von den Preissteigerungen besonders betroffen, beispielsweise Brot und Getreideerzeugnisse mit 16,4 % oder Gemüse mit 13,3%. Verpflegungskosten für die Kinderbetreuung die durch die ASB Lehrerkooperative sowohl in Eigenleistung als auch durch externe Dienstleister angeboten wurden, stiegen im Vergleich zum Vorjahr um rund T€261 auf T€2.204. Im Vergleich zu 2020 betrug der Gesamtaufwand sämtlicher Verpflegungskosten in der Kinderbetreuung T€1.415. Die Steigerung der Energiekosten hatte in 2023 weiterhin Auswirkungen. Um die Auswirkungen der er höhten Kraftfahrstoffkosten einzudämmen reagierte die ASB Lehrerkooperative mit der Modernisierung der Pool Fahrzeuge. 2023 wurde ein E -Fahrzeug angeschafft und dienstwagenberechtigte Mitarbeitende haben ausschließlich die Möglichkeit hybride oder vollelektrische Fahrzeugmodelle zu wählen. Der Umstieg auf E-Bike als Alternative zum Dienstwagen setzten 2 dienstwagenberechtigte Personen um, für die aufsuchende Klientenarbeit in den Schülertreffs wurde ein Lastenfahrrad 2023 angeschafft. 2023 konnte das klassische JobTicket für unserer Mitarbeitenden in ein Deutschland Ticket umgewandelt werden. Damit entfiel die Staffelung des Eigenanteils der Mitarbeitenden nach Tarifzonen, Jeder Mitarbeiter beteiligt sich mit einem Betrag von 15€ an seinem Ticket. Weitere Anstrengungen wurden unternommen in Gebäuden Sanierungen vorzunehmen, welche langfristig eine Verbesserung der Energiesituation und damit einem geringen C02 Ausstoß Rechnung tragen. Umrüstungen auf LED Beleuchtung wurden geprüft und beim Auftraggeber und Eigentümer, der Stadt Frankfurt am Main als mögliche Investitionsförderung angefragt. Die Rückmeldung aus dem Dezernat für Bau wurde nicht positiv beschieden. Damit einhergehend wurde in 2023 pro Einrichtung geprüft, welche finanziellen Spielräume die Platzkostenpauschalen der Stadt Frankfurt am Main eine Investition in Umrüstungen ermöglichen. Gegenüber dem Vorjahr konnten die Ausgaben im Bereich Gas, Strom und Wasser um 17.85% gesenkt werden. Mietnebenkosten verzeichnen einen Anstieg um 16,38% gegenüber dem Vorjahr. Die IT-Migration inklusive der Einführung eines Rechte- und Rollenkonzeptes konnte erarbeitet und vorbereitet werden, sodass ab 2023 das Rechenzentrum zur Verfügung stand. Die nachfolgenden Migrationsarbeiten wurden in 2023 abgeschlossen. Die Kosten für die EDV/PC-Bedarf sind von T€405,6 € in 2022 auf T€290,5 gesunken. Der Dienstleistungsvertrag mit der ASB Hessen GmbH hat in 2023 geendet, da der interne Vor-Ort-Support durch eine eigene Abteilung mit zwei Mitarbeitenden umgesetzt wird. Die lntercompanykosten für EDV sanken deshalb von T€204,9 € in 2022 auf T€31,2 in 2023. Die Arbeitgeberkosten für die interne IT-Abteilung belaufen sich in 2023 auf T€ 136. Durch die Eingliederung der IT-Abteilung in die ASB Lehrerkooperative konnte ein starker Qualitätsanstieg im Vor-Ort-Support verzeichnet werden. Insgesamt ist eine starke Verbesserung der internen und externen IT-Dienstleistung und IT-Sicherheit erkennbar, die zusätzlich langfristig zu einer Kostenreduzierung führt. Zur Qualitätssicherung der Geschäftsbereiche Ausbildung-Berufsvorbereitung-Abschlüsse (ABA) sowie Sprache und Integration (Sul) fand in 2023 im Juni ein externes Überwachungsaudit nach der Akkreditierung -und Zulassungsverordnung der Arbeitsmarktförderung (AZAV) statt. Dies konnte erfolgreich beendet werden. Um Akquise Tätigkeiten für unsere Qualifizierungsangebote am freien Markt weiter voran zu treiben entschied sich die Gesellschaft zusätzlich zur AZAV Zertifizierung, eine Zertifizierung durch Weiterbildung e.V.' anzustreben. Nach erfolgreichem Audit 2023 ist die ASB Lehrerkooperative berechtigt mit dem Sigel "geprüft durch Weiterbildung e.V.' ihre Qualifizierungsangebote zu bewerben. Im Fachbereich Kindertagesstätten und Ganztag fanden regelhaft die Qualitätsdialoge durch die Stabsstelle Qualitätsmanagement statt. Für die strategische Ausrichtung der Lehrerkooperative orientierte sich die Gesellschaft an den Strategiezielen der Muttergesellschaft ASB Landesverband Hessen e. V. Ein für die ASB Lehrerkooperative angestrebtes Strategieziel "Entwicklung und Implementierung von erfolgreichen Bildungsketten" wurde in 2023 am Bildungscampus Heusenstamm angebahnt. Die vertraglichen Grundlagen zum Betreib einer Kindertagesstätte konnten im Herbst 2023 mit Abschluss des Betreibervertrages zwischen Stadt Heusenstamm und der ASB Lehrerkooperative finalisiert werden. Der Geschäftsbereich Sprache und Integration, der Fachbereich Kindertagespflege sowie Schülertreffs sind bereits im Jahr 2023 aktiv am Aufbau von kommunalen Netzwerken und Projekten. Am zukünftigen Bildungscampus Heusenstamm werden sämtliche Geschäftsbereiche der ASB Lehrerkooperative vertreten sein und umfassende Bildungsleistungen für verschiede Zielgruppen bündeln. Pandemiebedingten Einschränkungen des persönlichen und sozialen Lebens von jungen Menschen, Kindern und auch einer Vielzahl unserer Klienten verstärkten auch bei unseren Kunden die Chancen, Bildungsungleichheiten aufzuholen oder Strategien zur Selbsthilfe bei der Bewältigung der alltäglichen Aufgaben zu finden. Preissteigerungen in fast allen alltäglichen Lebensbereichen führten zu einem Anstieg von Armut bei einem Teil unserer Klienten: 2023 betrug die Armutsquote im Rhein Main Gebiet 17,5%. Dieses Thema bewegt die Lehrerkooperative in ihrer operativen Tätigkeit häufig im schulischen Ganztag, wenn Kinder auf Grund nicht erfolgter Zahlungen der Essensentgelte an die Betreiber der Schulmensen ohne Mittagstisch in die Nachmittagsbetreuung starteten. Die Vertreter der freien Träger konnten dies im Austausch mit der Bildungsdezernentin Weber thematisieren und verdeutlichen, dass die Träger auf eigenes wirtschaftliches Risiko für Kinder die Möglichkeit der Verpflegung schaffen. Entstehende zusätzliche Kosten für Verpflegung verbleiben dann jedoch beim Träger. 2024 plant das Dezernat Unterstützungen für die Träger um Ausfälle zu kompensieren Als Pilotprojekt wurde in 3 Kindertagesstätten das Projekt "Unser grüner Schrank", eine Art Tauschbörse von gebrauchten Sachen für Familien initiiert. Erzieher und Kinder beschäftigen sich mit dem Thema Nachhaltigkeit und Konsum. Gut erhaltene Dinge können hier getauscht werden, ohne dass Kinder oder Familien beschämt werden. Angebote wie Schulbegleitung und Schülertreffs wurden ausgebaut. Aktiv beteiligt sich die Gesellschaft geschäftsübergreifend mit neuen Konzepten an den vom Land Hessen und der Kommune Frankfurt am Main initiierten Förderprogrammen. 2023 konnte die Lehrerkooperative ihr Portfolio in der Schulbegleitung ausbauen. Im März 2023 entschied sich der freie Träger Club Behinderter und ihrer Freunde in Frankfurt und Umgebung e.V. (CeBeef) sein Angebot der Schulassistenz zu reduzieren. Ca.150 Mitarbeitende wurden zum Schuljahresende 2022/2023 gekündigt. Mit diesen Kündigungen stehen auch ca. 140 betreute Kinder ohne Angebot da. Die ASB Lehrerkooperative mit ihrem Geschäftsbereich Erziehungs- und Familienhilfe hatte in 2023 ebenfalls mit der Schulbegleitung von körperlich oder mehrfach beeinträchtigen Kindern begonnen. Somit ist es folgerichtig die aktuell freiwerdenden Betreuungskräfte mit Ihren Klienten an die der ASB Lehrerkooperative wenigstens teilweise zu binden. Die Kostensatzverhandlungen mit dem Sozialamt wurden im Mai 2023 abgeschlossen. Der im Fachbereich (Abschlüsse-Berufsvorbereitung -Ausbildung (ABA) initiierte Change Prozess und das damit verbundene Erarbeiten von Synergien in anderen Fachbereichen zeigt sich 2023 erstmalig beim Ergebnis des Geschäftsbereiches. Der Geschäftsbereich schließt das Jahr 2023 mit einem positiven Ergebnis von T€ 87. Sprache und Integration konnte in 2023 in Kooperation mit dem Fachbereich der Kindertagespflege, sämtliche Kinderbetreuuerinnen der Integrationskurse über ein Förderprogramm des Ministeriums für Familie,Senioren,Frauen und Jugend(BMFSFJ) zu Kindertagespflegepersonen qualifizieren. Damit wurde die Grundlage zur weiteren Absicherung der Integrationskurse mit Kinderbetreuung gelegt. Die Umsetzung ermöglicht es, dass die Lehrerkooperative die in 2024 vom BMFSFJ geforderten Qualitätsmaßstäbe erfüllt und sich am neu aufgesetzten Förderprogramm zur Finanzierung der Kinderbetreuuerinnen in Kooperation mit dem ESF beteiligen kann. Der Geschäftsbereich Sprache und Integration kann weiterhin Integrationskurse mit Kind in den Frauenprojekten durchführen. Das Projekt "Mama lernt Deutsch" ist ein von der Lehrerkooperative entwickeltes Konzept, welche erheblich für den Außenauftritt der ASB Lehrerkooperative in Frankfurt ist. Die Gesellschaft führte das Projekt nach Auslaufen der kommunalen Mittel 2023 daher ausschließlich mit Spenden und Stiftungsgeldern fort. Im Sommer 2023 startete "Mama lernt Deutsch" wieder refinanziert über Spenden bzw. Zuwendungen von Stiftungen in Höhe von T€22,6 und Kurserlösen in Höhe von T€6,7. Die Gesellschaft plant diesen erfolgreichen Weg mit Förderern wie der Crespo Stiftung oder der polytechnischen Gesellschaft auch im Jahr 2024 fortzusetzen und auszubauen Der Fachdienst Kindertagespflege und der Geschäftsbereich Sprache und Integration haben 2023 erst malig in Kooperation mit der "Pro Arbeit" eine externe Maßnahme zur Qualifizierung von Kindertagespflegepersonen im Landkreis Offenbach am Main umgesetzt. Alle Teilnehmerinnen konnten erfolgreich qualifiziert werden, sodass eine Folgemaßnahme für das 3 Quartal 2024 bereits geplant ist. Im Bereich Kindertagesstätten wurden geplante Neubauten auf Grund der allgemeinen Preissteigerungen von Investoren verschoben. Der Fachbereich blieb 2023 in seiner Größe stabil. Der Bereich Ganztag erlebt auf Grund der Gesetzgebung mit dem Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz ab 2026 einen massiven Ausbau der Betreuungsplätze. Die Platzzahlen erhöhten sich im Schuljahr 2023/2024 in den Erweiterten schulischen Betreuungen um 56 Kinder. Im Pakt für den Ganztag um 65 Kinder gegenüber dem Vorjahr. Die Refinanzierung der Angebote durch die Auftraggeber war in den Geschäftsbereichen Kita, Ganztag und Familienhilfe jederzeit gegeben. Mit jetzt1178 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (778 Hauptamtliche, 290 Ehrenamtliche gemäß § 3 Nr. 26 EStG sowie ca. 110 Honorarkräfte) wurde kontinuierlich gute pädagogische Arbeit geleistet, Angebote erweitert, konstruktive Ideen eingebracht, Einsatz gezeigt und mit Leistung und Engagement Menschen von klein bis groß trotz und unter Pandemiebedingungen neue Perspektiven und Chancen für ihr Leben eröffnet. Die Umsatzerlöse konnten um rund T€ 2.828 auf über T€ 45.665 gesteigert werden. C. Lage der Gesellschaft 1. Vorbemerkung Bei der Darstellung der betriebswirtschaftlichen Daten der Gesellschaft und der Analyse ist zu beachten, dass die ASB Lehrerkooperative gGmbH als eine gemeinnützige Organisation sich nicht den Kriterien der Gewinnmaximierung unterstellt. Projektbezogen werden Zuschussgeber zur Kostendeckung herangezogen. In einzelnen Projekten werden Eigenanteile der Gesellschaft zur Finanzierung und für die Genehmigung vorausgesetzt. Hauptauftraggeber der Gesellschaft in Frankfurt ist die Stadt Frankfurt am Main und in Offenbach die Stadt Offenbach am Main. II. Ertragslage Die Gesamtleistung der ASB Lehrerkooperative gGmbH belief sich in 2023 auf T€ 46.635 (Vj. T€ 43.563). Dies bedeutet einen Anstieg um T€3.072 oder 7,0% gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg resultiert vor allem aus der Steigerung der BAMF Kursentgelte(+ T€ 678), BKZ Zuschüssen (+ T€ 138), Zuschüssen der Stadt Frankfurt am Main (+ T€ 2.429) und Essen (+ T€ 247). Dagegen waren Erlösrückgänge bei der Elternentgelten (- T€ 139), AKMAZuschüssen (- T€ 155) und der Landesförderung für Kita,s (- T€ 134) zu verzeichnen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind durch Auflösung von Rückstellungen (T€ 125), Auflösung von Rücklagen (T€ 111), steuerliche Sachbezüge (T€ 305), AAG Erstattungen (T€ 217) und periodenfremde Erträge (T€ 176) geprägt. Der Personalaufwand hat sich im Geschäftsjahr 2023 um T€ 3.615 um rund 12,7% gegenüber dem Vorjahr erhöht. Der Qualifizierung unserer Mitarbeiter im Umgang mit Krisen und Folgen gilt weiterhin unsere Aufmerksamkeit und stellt auch einen nicht unwesentlichen Teil unserer Personalaufwendungen dar (T€ 104 für Supervisionen). Für Fortbildungen wurden T€ 278 aufgewendet. Die Werbekosten konnten wieder auf Normalniveau von T€ 118 (Vj. T€ 248 w/Fachkräftekampagne) zurückgeführt werden. Die Sachaufwendungen in 2023 konnte erneut rückläufig gestaltet werden (- T€ 822). Dies ist dem konsequenten Kostenmanagement auf allen Ebenen zu verdanken. Wesentliche Kostenposition in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Mieten und damit in Verbindung stehenden Kosten in Höhe von T€ 4.543. Im Vergleich zu dem vorjährigen Jahresüberschuss (T€ 32,1) konnte im Kalenderjahr 2023 ein um T€ 72,6 erhöhter Jahresüberschuss erzielt werden. Mit dem Gewinnvortrag von T€ 76,8 und einer Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von T€ 105 verbleibt ein auszuweisender Bilanzgewinn in Höhe von T€ 76,6 (Vj. T€ 76,8). III. Finanzlage Zur Finanzierung des Geschäftsbetriebes steht eine Eigenkapitalausstattung in Höhe von T€ 3.427 zur Verfügung. Bei einer Bilanzsumme von T€ 16.709 entspricht dies einer Eigenkapitalquote von 20,5 %. Wesentlich zur Finanzierung tragen auch die noch nicht ausgegebenen und nach 2024 übertragenen Mittel der Stadt Frankfurt bei. Die ASB Lehrerkooperative ist berechtigt, bis zu zwei Monatsumsätze aus der Betriebskostenfinanzierung der Kindertagesstätten ohne Rückzahlungsverpflichtung auf das neue Jahr vorzutragen. Die Mittel von T€ 8.513 sind dann im Folgejahre zweckbestimmt einzusetzen. Ein neuer Förderkredit valutiert mit T€ 4,5. Fremdverpflichtungen zum 31.12.2023 bestehen gegenüber Lieferanten in Höhe von T€ 582, gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 413. Die sonstigen Verbindlichkeiten i.H.v. T€ 9.132 resultieren im Wesentlichen aus Überzahlungen (T€ 8.513) von Projektabrechnungen gegenüber der Stadt Frankfurt am Main und der Stadt Offenbach a.M. Die Überzahlungen werden durch Leistungserbringungen in der Zukunft ausgeglichen. Die Finanzierung des Anlage- und Umlaufvermögens der Gesellschaft erfolgt fristenkongruent. Die Zahlungsbereitschaft der ASB Lehrerkooperative gGmbH war jederzeit gegeben. IV. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich um T€ 2.357 erhöht und beträgt in 2023 T€ 16.709. Das Sachanlagevermögen wird nach Abschreibungen um T€ 36,6 niedriger als im Vorjahr ausgewiesen. Die Abschreibungen betrugen in 2023 T€ 418. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich auf T€ 2.677,2 (Vorjahr T€ 1.271,5). Ausweislich der ausstehenden Leistungsverpflichtung (vgl. PASSIVA Pos. D. 3. ,,Sonstige Verbindlichkeiten") aus den Vereinbarungen mit der Stadt Frankfurt am Main werden T€ 10.535,5 (Vj. T€ 9.366) als liquide Mittel in Form von Geldanlagen bei der Bank unterhalten. Die Erhöhung der Bilanzsumme um T€ 2.357,7 ist auf der Aktivseite im Wesentlichen durch den Anstieg der liquiden Mittel (+ T€ 1.169) und den Forderungen (+ T€ 1.406) begründet. Durch den Jahresüberschuss hat sich das Eigenkapital i. H. v. T€ 104,7 auf T€ 3.427 erhöht. Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Wesentlichen durch den Anstieg der Personalkostenrückstellung (+ T€ 102) erhöht. Dies ist durch eine erhöhte Bewertungsmethode (Zurechnung von 15% Gemeinkosten) bedingt. Verbindlichkeiten bestehen i. H. v. T€ 10.351 (VJ T€ 8.374). Im Geschäftsjahr hat die ASB Lehrerkooperative gGmbH Investitionen in Höhe von T€ 306 in Be triebs- und Geschäftsausstattung getätigt. Die Vermögenslage der Gesellschaft ist aufgrund der Eigenkapitalausstattung durch den Gesellschafter (T€ 200) und den gebildeten Gewinnrücklagen (T€ 3.150.) geordnet. Personal- und Sozialbereich Durchschnittlich beschäftigte die ASB Lehrerkooperative gGmbH 778 Mitarbeitende.
Im Tarifstreit im öffentlichen Dienst kämpfte die Gewerkschaft Verdi bundesweit um eine Erhöhung der Gehälter. Mit einem deutlichen Gehaltsanstieg soll die weiterhin steigende Inflation auch für die Beschäftigten im Sozial -und Erziehungsdienst abgefedert werden. Die im Mai 2023 erfolgte Einigung hatte auf Grund der dynamischen Anpassung des Haustarifvertrages der ASB Lehrerkooperative an die Verhandlungen der öffentlichen Arbeitgeber, Auswirkungen auf die Gehaltsentwicklung der Gesellschaft. Der in 2022 erzielten Einigung den Haustarifvertrag der ASB Lehrerkooperative schrittweise in den TVöD zu überführen wurde, mit der Anpassung der Eingruppierungsmerkmale und der Überführung der Bereichsleiter in die Tarifsystematik in einem nächsten Schritt Rechnung getragen. Ein Ausbildungstarifvertrag konnte mit den Vertretern der Gewerkschaften vereinbart werden. Die Gewinnung und Sicherung der Fachkräfte beschäftigten die Gesellschaft besonders im Hinblick auf die zukünftigen Bedarfe über das Jahr 2023 hinaus. Eine Verlängerung der Übergangsfrist zur Anpassung des Mindestbedarfs an Fachkraftstunden für Ausfallzeiten nach hessischen Kinderfördergesetz von 15% auf 22% bis August 2024 verschafft der Gesellschaft nochmals Zeit, bewährte Ausbildungsmöglichkeiten weiter auszubauen. Ebenso kann gezielt in den Reihen der Hilfs- bzw. Zusatzkräfte evaluiert werden, welche Mitarbeitenden für den Ausbildungsgang motiviert werden sollten. Die Entscheidung der Hessischen Landeregierung mit einem neuen Gesetzesvorhaben die Situation am Fachkraftmarkt zu entzerren, ermöglicht eine Öffnung des Fachkraftkataloges nach § 25 Abs 2. Träger der Kindertagesbetreuung können mit Genehmigung durch das Jugendamt sogenannte Profil ergänzende Ergänzungsfachkräfte bis zu 25% auf den Fachkraftschlüssels in den Kindertagesstätten anrechnen. Diese Änderung birgt für die Gesellschaft Chancen, da Hilfskräfte nach entsprechender Anerkennung dauerhaft im Unternehmen verbleiben können. Ein qualitatives Risiko für die Dienstleistung der Kinderbetreuung wurde jedoch in der Landtagsanhörung vor Verabschiedung des Gesetzes ebenfalls mit den politischen Entscheidern diskutiert. Die Gesetzesänderung wird vom Sozialministerium des Landes Hessen mit einem neuen Förderprogramm gerahmt: ,,Starke Teams-Starke Kita". Aus diesem Programm kann die ASB Lehrerkooperative bis zu T€ 240 € an zusätzlichen Fördergeldern für Qualifizierung, Fortbildung etc. erhalten. Im Jahr 2023 waren 68 Auszubildende in verschieden praxisintegrierten Ausbildungsgängen sozial versicherungspflichtig eingestellt.
Die Anzahl der Quereinsteiger und Erzieher in praxisintegrierter Ausbildung in den Ausbildungsjahren:
* Praxisintegrierte Ausbildung Die Gesellschaft sah sich auch in 2023 analog der gesamt deutschen Entwicklung im Sozial- und Erziehungsdienst mit sehr hohen Krankheitsquoten konfrontiert. Im Januar lag die Quote bei 14,52 %, stieg im März auf 15,51%. Eine Erholung war dann über die Sommermonate zu beobachten mit einer Quote im August von 9,67 %. Nach der kurzen Stabilisierung folgte dann im November mit 16,07 % nochmals ein Höhepunkt. Damit entstand ein Jahresdurchschnitt in der Gesellschaft eine Krankheitsquote in Höhe von 12,72 %. Der Abbau von Resturlauben, Regenerationstagen in Verbindung mit hohem Krankenstand führte zu einer massiven Steigerung der Mehrarbeitsstunden. Die Rückstellung für Mehrarbeitsstunden stieg von T€ 321 auf T€ 326. Das Auswahlverfahren für den Ausbildungsbeginn in der praxisintegrierten Ausbildung August 2023 ist abgeschlossen. Bei weiterer Verstetigung und entsprechend erfolgreichen Abschlussjahrgängen ist ein moderates Wachstum an Betreuungsplätzen umsetzbar. Mit gesicherten Arbeitsbedingungen versucht die Gesellschaft Mitarbeitende zu rekrutieren und an das Unternehmen zu binden. Wir haben die reformierten gesetzlichen Anforderungen des Nachweisgesetzes (Gesetz über den Nachweis der für ein Arbeitsverhältnis geltenden wesentlichen Bedingungen (NachwG)) zur Information der Arbeitnehmer*innen zum 01.08.22 eingeführt. Die Informationen zu den Arbeitsbedingungen der ASB Lehrerkooperative gGmbH werden in einem Hinweisschreiben gebündelt und gemeinsam mit dem Arbeitsvertrag von Arbeitgeber und Arbeitnehmer*in unterschrieben und in der digitalen Personalakte zur Dokumentation gespeichert. Intensiviert wurden 2023 die Anstrengungen um bei den Mitarbeitenden eine inklusive Haltung zu entwickeln und gemeinsam mit der Schwerbehindertenvertretung die Arbeitsbedingungen für Menschen mit Beeinträchtigung zu verbessern. Erstmalig 2023 musste die Gesellschaft keine Ausgleichabgabe n.d. SchwerbehindertenG zahlen. E. Chancen und Risiken bei der zukünftigen Entwicklung Ein Risiko für die ASB Lehrerkooperative gGmbH liegt in der gesamtwirtschaftlichen Situation des größten Auftraggebers, der Stadt Frankfurt am Main. Aus politischen Gremien werden zunehmend Reduzierungen der Verwaltungskosten bei den Trägern gefordert und eine Reduzierung des Sozialhaushaltes innerhalb der Stadt angestrebt. Weitere zusätzliche Risiken in der Refinanzierung ergeben sich aus der unklaren Haushaltssituation des Bundes, sowie der konstanten Finanzierungen bei durch das Land Hessen geförderten Projekten, beispielsweise Pakt für den Ganztag. Der Rechnungshof hat die Stadt Frankfurt am Main auf Grund der Frankfurter Standards angemahnt im Hinblick auf die überhöhten Sozialausgaben. Die Geschäftsführung der Gesellschaft hat daraufhin die Aktivitäten in den politischen Entscheidungsgremien beim Magistrat intensiviert bzw. Vertreter der Gesellschaft in die Arbeitsgruppen zur Vorbereitung der Entscheidungsvorlagen entsandt. Die erwartbare Steigerung der Mitarbeiterzahl durch die Entwicklung des Bildungscampus in Heusenstamm und Eröffnung weiterer Kindertagesstätten sowie dem Ausbau der Ganztagsplätze auf über 1000 hauptamtliche Kollegen und Kolleginnen stellt die Lehrkooperative vor neue administrative und strukturelle Herausforderungen. Die Gesellschaft stellt sich dieser Herausforderung mit der abgeschlossenen Einführung eines Controlling Tools sowie Verfahren zu Compliance und Implementierung eines Ombudsmannes. Eine neue Personalsoftware die die gestiegene Mitarbeiteranzahl und die Anforderungen nach Dienstplanung und Arbeitszeiterfassung abbilden kann muss in 2024 gefunden und implementiert werden. Das Thema der Nachhaltigkeitsberichtserstattung nach CSRD Richtlinie wird 2024 in Kooperation mit dem Landesverband vorangetrieben. Schulungen der beteiligten Führungskräfte, sowie die Auswahl und Anschaffung einer geeigneten Software zur Datenerfassung konnte im 1 Quartal 2024 abgeschlossen werden. Prozesse und Strukturen sind in diesem Zusammenhang zu evaluieren, anzupassen und bei Bedarf neu zu implementieren. 2024 wird erneut eine zusätzliche Ressource im Personalwesen geschaffen. Die geplante Einführung des neuen Personalmanagementsystems ist in 2023 nicht gelungen. Daneben wird der eingeschlagene Weg der Verbesserung der Strukturqualität und der Überprüfung kostenintensiver Prozesse mit dem Ziel der Effizienzsteigerung fortgesetzt. 2023 wurde der in 2021 begonnen Prozess zur Konkretisierung der Schnittstellen zwischen dem Dienstleister ASB Hessen Service und der ASB Lehrerkooperative als Auftraggeber nochmals eingefordert. In Teilbereichen konnten mit dem Dienstleister bereits Leistungsbeschreibungen differenziert ausgearbeitet werden. Der Mutterkonzern ASB Landesverband Hessen e.V. beabsichtigt die Auflösung der Tochtergesellschaft ASB Hessen Service GmbH in 2024. Die Dienstleistungen der Buchhaltung sollen ab 2024 über die Landesgeschäftsstelle organisiert werden. Somit ist die Gesellschaft gezwungen, die geplante Entwicklung der Leistungsbeschreibungen und der dazugehörigen Schnittstellenprozesse nochmals zu verschieben. Die unklare Sachlage der Mitarbeitenden die in die Landesgeschäftsstelle übernommen werden sollen, erhöht für die Gesellschaft das Risiko durch Abwanderung von erfahrenen Mitarbeitenden und damit einhergehend Wissensverlust. Die Geschäftsführung ist aktiver Teil des vom Landesverband organisierten Change Prozesses zur Überleitung der ASB Hessen Service GmbH in den Landesverband. Anmerkungen, Bedenken und Risiken seitens der ASB Lehrerkooperative als Tochtergesellschaft werden regelmäßig thematisiert. Der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst zum Ausgleich des Reallohnverlustes der Mitarbeitenden lässt sich in den größten Geschäftsbereichen Kindertagesstätten, Ganztag und Erziehungs- und Lernhilfe durch die Tariftreue des Hauptauftraggebers Bildungsdezernat Frankfurt ohne Risiken umsetzen. Deutlich wurde dies bei der Refinanzierung der Inflationsausgleichsprämie, welche die Lehrerkooperative sämtlichen Mitarbeitenden 2023 auszahlte. Die Gesellschaft hat im Betreibervertrag zur zukünftigen Risikominimierung mit den Kommunen Langen und Heusenstamm die Übernahme der Personalkostensteigerungen analog des öffentlichen Dienstes vereinbart. Angebote mit Projektförderung, wie Hauptschulabschluss im Bereich Abschlüsse -Berufsvorbereitung -Ausbildung bedürfen seitens der Geschäftsführung regelhaft Nachverhandlungen mit dem Auftraggeber Sozialdezernat. Projektfinanzierungen durch das Land Hessen beispielsweise Fachdienst Kindertagespflege und Pakt für den Ganztag erhöhten sich auch im Jahr 2023 nicht. Deutlich wurde dies bei der Refinanzierung der Inflationsausgleichsprämie, welche die Lehrerkooperative sämtlichen Mitarbeitenden die 2023 an sämtliche Mitarbeiter der ASB Lehrerkooperative ausgezahlt wurde. Eine auskömmliche Refinanzierung des Inflationsausgleichs konnte in allen kommunale Bereichen 2023 erwirkt werden. Die Prüfung der Ganztagsprojekte finanziert durch das Land Hessen, lehnte die Refinanzierung mit Verwendung der Mittel per Bescheid im 1 Quartal 2024 ab. Die Refinanzierung der geplanten Inflationsausgleichsprämien im Zeitraum Januar 2024 bis März 2024 ist in den Ganztagsangeboten nicht geklärt. Im Herbst 2023 trat die Gesellschaft mit der Horst und Ursula Raule Stiftung "Kleine Füchse" in Verhandlungen über die Übernahme der operativen Tätigkeiten in der Begabungstherapeutischen Praxis in Wiesbaden. Der Stiftungsrat entschied sich die Beratungsstelle per Schenkung zum 1.1.2024 an die ASB Lehrer kooperative zu übergeben. Die Gesellschaft kann so ihr Portfolio der Lerntherapeutischen Praxis mit dem Zweig Hochbegabung weiter ausbauen. Mit der Schenkung werden auch die aktuell vorhandenen Kooperationsvereinbarungen mit Förderern in Höhe von T€81 übergehen. 2023 ist mit den externen Kursangeboten "Ausbildung zur Kindertagespflege" ein erster Meilenstein für eine Akademie zur Weiterbildung gelegt, Diese wird mit der Schenkung der Stiftung um das etablierte Angebot der Ausbildung zur begabungspädagogischen Fachkraft ergänzt. Der beschlossene Rechtsanspruch in der Ganztagsbetreuung wird zu einer weiteren Steigerung der Erlöse bedingt durch den Anstieg der Plätze führen. Der im Trend hohe Fachkraftmangel ist im Bereich der Ganztagesbetreuung nicht zu verzeichnen. Interne Evaluation zeigt, dass viele Arbeitnehmer*innen die Gestaltung der Arbeitszeit für ihre eigene Lebenssituation schätzen. Die Gesellschaft ist sich der Gefahr einer Abwanderung von Kolleg*innen aus dem Bereich Kindertagesstätten in die Ganztagsangebote bewusst. Die geschäftliche Betätigung der ASB Lehrerkooperative ist auch in der Zukunft auf ein moderates Wachstum und die Übernahme neuer Aufgabenfelder ausgerichtet. Mit Blick auf Risiken der Branche oder auf die Finanz- und Ertragslage sind keine Einflüsse erkenn bar, die den Bestand der ASB Lehrerkooperative gGmbH gefährden. Die Gesellschaft wird im Geschäfts- und Wirkungsbericht 2023 wieder den Regeln des sogenannten Social Reporting Standards folgen und weiterhin - neben der betriebswirtschaftlichen Steuerung und Kontrolle - darin auch die Wirkungsorientierung ihrer gemeinnützigen Arbeit darlegen. Sowohl die Finanzierung der Investitionen als auch die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes ist aus dem Cashflow und / oder den Geldaufnahmen bzw. den Mittelbereitstellungen durch den Gesellschafter sichergestellt. Prognosebericht Die Geschäftsführung geht davon aus, dass mit der Weiterentwicklung der Angebote bei Aufrechterhaltung der Qualitätsansprüche weiterhin eine gute Annahme und Akzeptanz auf der Seite der Leistungsempfänger*innen bestehen bleiben wird. Der Hauptauftraggeber, die Stadt Frankfurt am Main, und auch andere Förderer und Partner der ASB Lehrerkooperative gGmbH, leisten zudem ihren finanziellen Beitrag, damit die Projekte und Angebote Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Familien kontinuierlich zur Verfügung stehen. Für die Wirtschaftsplanung 2024 wurden 2 Szenarien mit unterschiedlichen Planungsprämissen für die ASB Lehrerkooperative angenommen. Bei der Planung im 4 Quartal 2023 für das Wirtschaftsjahr 2024 muss nach aktueller Wirtschaftslage weiterhin von einer erhöhten Inflation in einigen Bereichen ausgegangen werden. Von einer erhöhten Steigerung der Tariflöhne in den zukünftigen Tarifauseinandersetzungen ist aus zugehen. Die Planung in WP 1 stellt den klassischen Wirtschaftsplan mit konservativen bzw. realistischen Annahmen dar. Im WP 2 wird ein optimistischeres Szenario abgebildet. Das optimistischere Szenario berücksichtigt bereits die durch Tariftreueerklärung dynamische Steigerung der Platzkostenpauschalen in Frankfurt am Main. Folgende Annahmen wurde in den Szenarien WP 1 und WP2 getroffen. ■ Plan 2024 WP 1: PK Erhöhung um 8 % auf Plan 2023; Sachkosten - um 5 % auf HR 2023; Energiekosten um 5 % auf HR 2023 % ■ Plan 2024 WP 1: Steigerung der Einnahmen GB 100031 und GB 200032 +3% ■ Erhöhung BKZ FFM um 1,5 % gegenüber 2023; BKZ Offenbach um 7 % gegenüber festgelegtem Zuschuss in 2021; ■ Plan 2024 WP 2: Steigerung der Einnahmen GB1000 ■ Erhöhung BKZ FFM um 1,8 % gegenüber 2023; BKZ Offenbach um 9 % gegenüber festgelegter Zuschuss 2021; ■ Für das Geschäftsjahr 2025 wurden die bereits terminierten Kindertagesstätten Kita Heusenstamm am Bildungscampus, sowie die Stefan Zweig-Straße im GB 1000 geplant. 31 * GB 1000 Kindertagesstätten und schulnahe Betreuung 32 * GB 2000 Erziehungs- und Lernhilfe In GB 2000 * in der Planung 2024 wird mit zusätzlichen Gesamterlösen in Höhe von insgesamt T€ 165 geplant. Bei der Planung 2024 sind wir von guter Auslastung, Stabilisierung der Projekte sowie Ausbau der Begabungsdiagnostik ausgegangen, daher Steigerung der Erlöse bei den bestehenden Projekten. In der konservativen Planung rechnet die Gesellschaft mit Erlösen in Höhe von T€ 51.887€. Die optimistischere Annahme geht von T€ 52.361 aus. Bei Planung war die Entscheidung zum Aussetzen der Erhöhung des Mindestfachkraftschlüssels noch nicht gesetzlich getroffen, so dass die Gesellschaft bereits für das 3. und 4. Quartal mit einem Anstieg der Mitarbeiterzahl gerechnet hat. Der Personalaufwand erhöht sich in 2024 nach der damaligen Annahme auf T€ 38.808.737 Gestiegene Energiekosten und steigende Inflation führten auch in der Gesellschaft zu einer Erhöhung der Sachkosten in allen Leistungsbereichen. Die zukünftigen Kosten für die Dienstleistungen der Hessen Service GmbH im Bereich Finanzdienstleistungen welche ab Juni in der Landesgeschäftsstelle verortet werden sind zum Zeitpunkt der Wirtschaftsplanung noch unklar und werden somit analog 2023 geplant. Die Dienstleistung Facility wird die ASB Lehrekooperative zukünftig im Unternehmen intern darstellen. Von einer Kostenersparnis in Höhe von 30% der aktuellen Kosten ist auszugehen. Die Gesellschaft plant 2024 mit einer neuen Bildmarke im Außenauftritt am Markt aufzutreten. Die Homepage erhält ebenso eine frischere, benutzerfreundliche und auf die Zielgruppe passgenauere Optik. Eine zusätzliche Erweiterung des Ausbaus der Betreuungsplätze in Kindertagesstätten ist für das Jahr 2024 geplant. Im Sommer 2024 wird die Kindertagesstätte am Campus Heusemstamm mit bis zu 136 Betreuungsplätzen übergeben. Im November 2024 ist die Fertigstellung der Kindertagesstätte Stefan Zweig Straße in Frankfurt Main mit 99 Kindern terminiert. Die neuen Einrichtungen erhöhen die Erlöse im Geschäftsbereich Kindertagesstätten und schulnahe Betreuungen wie folgt: Kita Heusenstamm Gesamt Einnahmen 2024 T€ 1.413. KiTa Stefan Zweig Straße in Frankfurt Main (als Plattenstraße) mit 99 Kindern ab 30.11.2024, Gesamteinnahmen in 2025 T€2.039. Die Erlöse für das Jahr 2024 standen bei Erstellung des Berichtes noch nicht fest. Vermutete Auswirkungen, bespielweise die Überlastung der Betreuungssituation durch massive Aufnahme geflüchteter Kinder aus der Ukraine kann die Gesellschaft innerhalb ihrer Projekte der Kindertagesstätten aktuell nicht beobachten. Im Fachbereich der Erziehungs- und Lernhilfe konnte durch die Tarifanpassungen das Angebot der Familienhilfe ausgebaut werden. Ebenso steigen die Zahlen der Schülertreffs, welche auch in den Flüchtlingsunterkünften in Frankfurt am Main stattfinden, an. Der Geschäftsbereich plant in 2023 eine Steigerung seiner Erlöse auf Grundlage des Wirtschaftsplanes 1 um 1.010 T €. Der Ausbau der Begabungsdiagnostik mit jetzt 2 Standorten in Wiesbaden und Frankfurt wird weiter vorangetrieben. Zur Fertigstellung des Berichtes befinden sich rund 100 Kinder und Familien auf der Warteliste für eine Testung. Eine von der Beratungsstelle angebotene Fortbildung zur Begabungspädagogischen Fachkraft wird aktuell evaluiert und um neue Module erweitert. Erste Gespräche mit Förderern wie der Bürkle Stiftung, welche 49 Kindertagesstätten und deren Fachkräfte in der Qualifizierung mit einem Budget in Höhe von T140 € jährlich fördert finden statt. Zielstellung ist dabei ein auf den Förderer angepassten Kooperationsvertrag im Juli 2024 abzuschließen. Im ersten Quartal 2024 wurden insgesamt 85 Kinder getestet und 9 Fachkräfte als Selbstzahler getestet bzw. qualifiziert. Auf Grund der aktuellen Warteliste für weitere Diagnostik ist von einem hohen anhaltenden Bedarf auszugehen. Die Erlöse erhöhten sich von 34.059,77 € für das gesamte Jahr 2023 auf 30.719 € bereits im 1.Quartal 2024. Mit dem neuen Außenauftritt, wird die ASB Lehrerkooperative sich auch mit dem Angebot Qualifizierungen für externe Kunden anzubieten verstärkt beschäftigen. Neben der Qualifizierung zur Begabungspädagogischen Fachkraft, wird es eine Qualifizierung zur Ergänzungsfachkraft, sowie zur Kindertagespflegperson geben. Die Referenten für die Angebote der Akademie kommen aus den qualifizierten Bestandsmitarbeitern, so dass bei der Kalkulation der Projekte nicht auf zusätzliche Stellen zurückgegriffen werden musste. Der Bereich Ganztag an Schulen wird zukünftig bis zur Erfüllung des gesetzlichen Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung in 2025 stetig wachsen. Bereits in Planung befindet sich die Erweiterung um 100 Betreuungsplätze in den bestehen Erweiterten Schulischen Betreuungen (ESB). Die Erlöse des Bereiches Kindertagesstätten und schulnahen Betreuungen (ESB) werden regelhaft an Tariflohnsteigerungen seitens der Stadt Frankfurt mit der Finanzierungsvereinbarung zwischen den freien Trägern angepasst. In 2024 rechnet die Gesellschaft durch die Tariftreueerklärung der Stadt Frankfurt am Main, effizienter Platzbelegung und dem Ausbau des Ganztages mit einer Steigerung der Erlöse im Geschäftsbereich 1000 um T€ 3.306 im Wirtschaftsplan 1. Umsatzstärkster Geschäftsbereich ist - nach wie vor - der Bereich "Kindertagesstätten und Ganztag" mit einem geplanten Umsatz WP 1 in Höhe von rund T€ 40.375 in 2024. Die zukünftige Ausrichtung des Ganztages konnte auf Bundesebene nicht geklärt werden. Unklar sind die zukünftige Finanzierung und Verantwortung nach Inkrafttreten des Rechtsanspruches 2026 in der Gestaltung des Ganztages an Schulen. Die unklare Rechtslage, wie Ganztag zukünftig organisiert und strukturiert werden soll, fordern die Führungskräfte bei der Motivation der Mitarbeitenden. Personalplanung in diesem Bereich im Hinblick auf Entfristungen von pädagogischen Hilfskräften kann nur bedingt erfolgen. In diesem Bereich sind auch mittelfristig Veränderungen der Vergütungsregelungen im TVöD zu er warten, welche auf die Personalkosten der Gesellschaft bei weiterem Ausbau der Betreuungsplätze im Ganztag Auswirkungen haben wird. Die Ausweitung der Gesellschaft in den Landkreis Offenbach im Bereich Sprache und Kindertagesstätten, führt zu einer Vernetzung in neue Kommunen und damit zu neuen zukünftigen Auftraggebern. Die Projektstelle von 12 Wochenarbeitsstunden um die Vernetzung in die Kommune und den Landkreis Offenbach zu intensivieren kann nach erfolgreicher Tätigkeit Ende 2024 eingestellt werden. Die erfolgreiche Qualifizierung von Tagespflegepersonen, wird in 2024 am Standort Bildungscampus wiederholt und um einen Hauptschulkurs ergänzt. Die Kommunen Heusenstamm, Dietzenbach und Langen signalisieren großes Interesse an einer verstetigten Zusammenarbeit. Der Geschäftsbereich Sprache hat auf Grund der Kooperation mit der Erstaufnahme für geflüchtete Menschen in Heusenstamm eine starke Nachfrage nach Integrationskursen. Diese konnten in unserem Sprachenzentrum Obertshausen nicht aufgefangen werden, sodass bis zur Fertigstellung der späteren Flächen des Bildungscampus Interimsflächen angemietet wurden. Zum Zeitpunkt des Berichtes sind 6 Integrationskurse bzw. Alphabetisierungskurse aktiv, ebenso ein Vorlaufkurs für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Der weitere Ausbau von Kursen ist im Land kreis gesichert. Der Zuwachs an Flüchtlingsunterbringungen im Landkreis sichert die zukünftige Kursauslastung. Die Arbeiterwohlfahrt in Heusenstamm hat mit Beginn des Jahres 2024 ihre Migrationsberatung eingestellt, so dass die Lehrerkooperative diese Lücke mit der fachlichen Expertise bestehen der Mitarbeiter auffängt. Die Entscheidung die Kommune zu unterstützen ermöglicht der Gesellschaft zeitgleich die Risikominimierung, falls die Mittel der Migrationsberatung auf Bundesebene gekürzt werden. In Jahr 2023 hat der Geschäftsbereich Sprache und Integration höhere Erlöse als in der Planung, bedingt durch die Ukraine Krise und dem damit verbunden Anstieg der Kurszahlen im Bildungscampus Heusenstamm. 2024 wurde in der Wirtschaftsplanung eine realistische Annahme der zu erwartenden Erlöse zu Grunde gelegt. ,,Mama lernt Deutsch-Kurse" innerhalb der Stadt Frankfurt am Main werden in 2024 weiterhin mit Geldern aus Stiftungen finanziert. Die Strategie setzt auch im Bereich der Freien Schule auf eine zunehmende Vernetzung mit Projekten der Berufsvorbereitung, beispielsweise dem Praxislernprojekt. Ziel ist dabei der aktive Austausch, je doch auch eine Einsparung an Mietflächen/ Kosten und Doppelausstattung. Die Ausschreibung: "Sofortaktivierung von erwerbslosen Leistungsberechtigten ohne oder mit sehr geringen Deutschkenntnissen" und das Projekt ZAB des kommunalen Jobcenters Offenbach wurde im März 2024 zum 31.4. und 31.08.2024 beendet. Eine Mitarbeiterin verließ das Unternehmen ,2 Festangestellte Arbeitnehmer konnten intern versetzt werden. Die in der Wirtschaftsplanung geplanten Erlöse im Fachbereich reduzieren sich um€ T 125 gegen über Plan 2024. Der Fachbereich befindet sich zum Stichtag des Berichtes in einem kommunalen Ausschreibungsverfahren für ein neues Hauptschulangebot in der Stadt Darmstadt. Von weiteren Kooperationen mit der "MainArbeit" dem Jobcenter der Stadt Offenbach hat die Gesellschaft vorerst Abstand genommen. In der Personalabteilung beabsichtigen wir in 2024 ein neues Personalmanagementsystem einzuführen, das die Prozessabläufe verschlanken und transparenter machen soll. Diese Entscheidung wurde auch notwendig, da unser bisheriges Personalmanagementsystem nicht mehr aktiv von Datev betreut und weiterentwickelt wird. Vor allem der ressourcenintensive Prozess der Zeiterfassung bzw. dessen Bearbeitung, wird durch die Neuimplementierung sowohl in den Bereichen als auch in der Personalabteilung wesentlich reduziert werden. Die Stabsstelle Qualitätsmanagement wird in 2024 aktiv die Themen Beschwerdemanagement und Risikomanagement in allen Geschäftsbereichen voranbringen. Strategisch arbeiten aktuell Projektgruppen an Leitsätzen zum Thema Digitalisierung, Schutz vor Ge walt, Bildungsketten sowie einem auf die zukünftigen Bedarfe der Fachbereiche und Gesellschaft aus gerichteten Personalcontrollings. Weiterhin werden aktiv Bemühungen unternommen die Nachhaltigkeit der Projekte zu stärken. Im 1. Quartal wurden Aufträge zum Umrüsten der Kindertagesstätten auf LED Beleuchtung in Höhe von T€ 16 erteilt. Die Gesellschaft plant in 2024 Erlöse in Höhe von T€ 51.888 und Kosten in Höhe von T€ 51.461, da von werden die Personalkosten voraussichtlich T€ 38.809 betragen, die Raumkosten sind mit T€ 4.698 geplant. Die Gesellschaft rechnet mit einem positiven Ergebnis von T€ 213. Die Zielgröße von 30 % Anteil der Frauen im Unternehmen in verschiedenen Führungsebenen konnte 2023 erfüllt werden.
BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangAllgemeine Angaben Die Arbeiter-Samariter-Bund Lehrerkooperative Bildung und Kommunikation gemeinnützige Gesellschaft mbH hat ihren Sitz in 60486 Frankfurt am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt (HRB 91699). 1.) Die Gesellschaft mit dem Sitz in Frankfurt verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. 2.) Der Zweck ist die Förderung der Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe, weiterhin die Förderung internationaler Gesinnung und der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens sowie die Förderung der Wissenschaft und Forschung. 3.) Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch: - den Betrieb von Kindergärten und Kinderhorten - die Durchführung sozialpädagogischer Projekte wie Familienhilfe und Lernhilfe - den Betrieb von. Sprachbildungszentren - das Angebot einer Lese- und Schreibhilfe - das Angebot einer Migrationsberatung - Projekte zur Vorbereitung auf Ausbildung und Berufstätigkeit - den Betrieb von Freien Schulen für Erwachsene - die Beratung Jugendlicher bei der Suche nach Arbeits- oder Weiterbildungsangeboten - Maßnahmen der beruflichen Integration und Sprachförderung - Bildungs- und Ausbildungsmaßnahmen, insbesondere für sozial benachteiligte Gruppen - pädagogische, wissenschaftliche und kulturelle Veranstaltungen, wie etwa Diskussions- und Vortragsveranstaltungen, Theater- und Musikprojekte, Workshops, Benefizveranstaltungen und interdisziplinärer Austausch - Einrichtung von Kursen, Seminaren, Workshops, Ausstellungen und Kulturzentren Forschungsvorhaben und Vergabe von Forschungsaufträgen - Zusammenarbeit mit in diesem Zusammenhang betroffenen Gruppen der Gesellschaft, Vereinen, Institutionen, juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlichen Dienststellen - Öffentlichkeitsarbeit im Sinne des Vereinszwecks - Unterhaltung geeigneter Einrichtungen - die Förderung der internationalen Jugendbegegnung - Familien und Jugendberatung, zum Beispiel im Rahmen der Aufgabenstellung des SGB VIII - Kooperation mit Hochschulen und die Begleitung von Bachelor- und Masterarbeiten. 4.) Die Gesellschaft ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches nach Änderung durch das Bilanzrichtlinie Umsetzungsgesetz (BilRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes und dem Gesellschaftsvertrag der Gesellschaft beachtet. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gesellschaft wurde am 05.07.2011 gegründet. Nach den in § 267 Abs. 2 Handelsgesetzbuch angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um die planmäßigen linearen Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen orientieren sich an der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 10 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert von maximal€ 800,00 (netto) werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Das Vorratsvermögen beinhaltet unfertige Leistungen, die nach dem Grad der Leistungserbringung bewertet wurden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennwert bilanziert. Für erkannte Risiken wurden Einzelwert-, sowie Pauschalwertberichtigungen gebildet. Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist für Ausgaben gebildet, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag betreffen. Das Eigenkapital wird gemäß§ 272 HGB bilanziert. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Der Sonderposten resultiert aus erhaltenen Investitionszuschüssen. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt zeitanteilig analog zu der Nutzungsdauer der bezuschussten Investitionsgüter. Rückstellungen wurden für alle ihrer Höhe nach ungewissen Verbindlichkeiten sowie für erkennbare Risiken nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Erfüllungsbetrag gebildet. langfristige Rückstellungen (größer ein Jahr) wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre für die entsprechende Restlaufzeit abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag (künftiger Erfüllungsbetrag) angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten ist für Einnahmen gebildet, die Erträge nach dem Bilanzstichtag betreffen. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind. Pflichtangaben zur Bilanz Der Anlagespiegel ist dem Anhang beigefügt. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von € 5.439.578,65 (Vorjahr€ 4.171.939, 16) bestehen Forderungen gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von € 2.658.506,58 (Vorjahr€ 2.818.148,01). Die Forderungen gegenüber dem Gesellschafter resultieren aus dem Finanzverkehr (€ 2.658.506,58) und die zugrunde liegenden Darlehensverträge sind jeweils beidseitig mit einer Frist von vier Wochen kündbar. Allerdings ist es seitens der Gesellschaft nicht beabsichtigt diese im Jahr 2024 zu kündigen. Forderungen a. L.L mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von € 2.358.387,61 (Vorjahr € 2.221.782,49) beinhalten als wesentliche Posten Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen T€ 973 und Rückstellungen für Personalkosten T€ 1.051. Es bestehen zum 31.12.2023 Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter i. H. v. € 219.515,60, die aus Lieferung und Leistung resultieren. Die Verbindlichkeiten gegenüber anderen verbundenen Unternehmen betragen € 412.616,05 (Vorjahr € 529.535,10) und resultieren aus Lieferungen und Leistungen.
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren bestehen wie im Vorjahr nicht. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeiten über 5 Jahren belaufen sich auf € 4.521,66. B. Pflichtangaben zur GuV Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 45.665 (VJ T€ 42.837) verteilen sich wie folgt nach Geschäftsbereichen:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Auflösungen von Sonderposten in Höhe von T€ 111 und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 125) enthalten. Periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 176 sind im wesentlichen Erträge, die aus verwendungsnachweispflichtigen Angeboten resultieren. Die periodenfremden Aufwendungen (T€ 75) enthalten ebenfalls verwendungsnachweispflichtigen Angebote aus Vorjahren in Höhe von T€ 42. Die Zuführungen zu Sonderposten für bezuschusste Investitionsgüter betragen T€ 130. C. Sonstige Angaben Mitarbeiter Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 778 Mitarbeiter beschäftigt. Die Mitarbeiter teilen sich auf folgende Bereiche auf:
Mitglieder der Geschäftsführung Ulrike Berger, Geschäftsführerin Beate Zitterbart, Prokuristin Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Für eingegangene Mietverhältnisse wurden Avalkredite in Höhe von T€ 193 bei der Bank für Sozialwirtschaft abgesichert. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen stellen sich zum Stichtag wie folgt dar:
Mitglieder des Aufsichtsrats Ludwig Frölich, Hofheim am Taunus, Vorsitzender, Geschäftsführer Marcus Schönbach, Eppertshausen, Stellvertreter, Industriefachwirt Stefan Falke, Bad Vilbel, Geschäftsführer Dr. Manuela Kerger, Frankfurt am Main, Ärztin Dr. Stephanie Christine Carola Prochnow, Mühlheim am Main, Ärztin Günther Josef Lurz, Neu-Anspach, Rentner Daniela Nippraschk, Frankfurt am Main, Beraterin Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeiten keine Bezüge von der Gesellschaft. Abschlussprüferhonorar Das für das Geschäftsjahr vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar beträgt T€ 13,5 (netto) für die Abschlussprüfung. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den nach Rücklagenzuführung verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Gesellschafter Gesellschafter der ASB Lehrerkooperative gGmbH ist der Arbeiter-Samariter-Bund Landesverband Hessen e.V., Frankfurt am Main. Mit dem Gesellschafter besteht eine umsatzsteuerliche Organschaft. Die Gesellschaft ist im Konzernabschluss 2023 des Arbeiter-Samariter-Bund Landesverband Hessen e. V. enthalten. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Arbeiter-Samariter-Bund Lehrerkooperative Bildung und Kommunikation gemeinnützige Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Arbeiter-Samariter-Bund Lehrerkooperative Bildung und Kommunikation gemeinnützige Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Arbeiter-Samariter-Bund Lehrerkooperative Bildung und Kommunikation gemeinnützige Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Anlage 6.1.5 Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben- im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreterin und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzliche Vertreterin ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die gesetzliche Vertreterin verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die gesetzliche Vertreterin dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die gesetzliche Vertreterin verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die gesetzliche Vertreterin verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Anlage 6.1.5 Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; beurteilen wir die Angemessenheit der von der gesetzlichen Vertreterin angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der gesetzlichen Vertrete- rin dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der gesetzlichen Vertreterin angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft; Anlage 6.1.5 führen wir Prüfungshandlungen zu den von der gesetzlichen Vertreterin dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der gesetzlichen Vertreterin zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 26. November 2024 Rödl
& Partner GmbH
Finsterer, Wirtschaftsprüfer Thiele, Wirtschaftsprüfer Anlagenspiegel (brutto)
Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 15.10.2024. |
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