Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 95953
Eingetragen
21.2.2005
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieHerstellung von pyrotechnischen ErzeugnissenPrivate Wach- und Sicherheitsdienste für Veranstaltungen
Gegenstand
Die Erbringung von Montage-, Installations-, Prüf-, Inspektionsund Wartungsdienstleistungen an Rauchwarnmeldern, Brandmeldern- und Gefahrenmeldern sowie an Rauchwarnmelde-, Brandmelde- und Gefahrenmeldesystemen jeder Bauart, in eigenem und in fremdem Auftrag. Präventiver Brandschutz, Brandschutzbegutachtungen, Schulungen und Beratungen zum Brandschutz, zur allgemeinen Gebäudesicherheit und zugehörigen Verkehrssichungspflichten sowie zu entsprechenden Verordnungen, Normen und Richtlinien. Erbringung von haushaltsnahen Dienstleistungen, Brandsanierungen, technisches Facilitymanagement, Hausverwaltung, Gebäudereinigung (Innen & Außen), Gartenpflege sowie Wachschutz und Sicherheitsdienstleistungen jedwelcher Art. Trinkwasseruntersuchungen, Trinkwasserbeprobungen und Trinkwassergefährdungs-analysen sowie Trinkwassergefährdungsbegutachtungen gemäß Trinkwasserverordnung. Messdienstleistungen, Metering und Abrechnungsleistungen jeglicher Art. Verwaltung und Verwertung von eigenen Rechten/Gebrauchsmustern. Entwicklung von technischen, mechanischen und elektronischen Bauteilen, Geräten, Gerätekomponenten und Produkten. Auftragsvergabe zur Herstellung und Produktion von technischen Baugruppen, Komponenten, Geräten und Produkten. Auftragsvergabe und eigene Ausführung zum Zusammenbau und zur Herstellung von technischen Geräten/Produkten, insbesondere aber nicht ausschließlich Rauchwarnmeldern, Brandmeldern, Gefahrenmeldern sowie Rauchwarnmelde-, Brandmelde- und Gefahrenmeldesystemen nebst derer Komponenten. Nationaler und internationaler Handel mit technischen Gütern, insbesondere, aber nicht ausschließlich, mit Rauchwarnmeldern und Rauchwarnmeldesystemen sowie mit Gefahrenmeldern , Gefahrenmeldesystemen, Sicherheits- und Brandschutzprodukten. Entwicklung von Software, IT-Consulting, Support und Schulung im Bereich Informatik und jedwelcher Software. Die Gesellschaft kann Immaterialgüterrechte erwerben, halten, verwalten und veräußern sowie Lizenzen erwerben und gewähren.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Holger Schewe
seit 27.2.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

50.00% identifiziert50.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
50.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
unbekannte Erben nach Martin Dohmeier, vertreten durch Rechtsanwältin Modesta Bauschke
50.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
unbekannte Erben nach Martin Dohmeier, vertreten durch Rechtsanwältin Modesta Bauschke
Germany
125.000 €
50.00%
Julian Béla Laub
Berlin
125.000 €
50.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pyrexx GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht


1. Grundlage des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell
Die Pyrexx GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Berlin. Operativ ist die Gesellschaft in mehreren Geschäftsfeldern tätig. Dies ist zum einen die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb von Qualitätsrauchwarnmeldern. Darüber hinaus ist die Gesellschaft als moderner Dienstleister in der Wohnungswirtschaft tätig sowie als Entwickler hochmoderner Software. Es wird angestrebt, ein möglichst umfangreiches Produktpaket zu garantieren, um den Komfort der Kundensegmente auszugestalten. Die Gesellschaft ist vornehmlich im B2B-Bereich tätig. Kernmarkt sind Deutschland und europäische Länder mit einer Rauchwarnmelderpflicht. Das Unternehmen steht für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis mit höchstem Qualitäts-, Service- und Sicherheitsniveau.

Bei der Herstellung der Rauchmelder wird vor allem Wert auf Sicherheit und Qualität gelegt. Darunter fallen insbesondere eine auf Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit ausgerichtete Produktion, sozialverträgliche Konditionen der Mitarbeiter sowie eine hohe Produktlebensdauer. gilt als Selbstverständnis, höchste Sicherheitsstandards, Funktionalität und exklusives Design miteinander zu vereinen.

Der auf die deutsche Wohnungswirtschaft ausgerichtete Dienstleistungsbereich konnte im Zeitverlauf ausgebaut werden, sodass die Pyrexx GmbH im gesamten Bundesgebiet vertreten ist. Auch hier steht im Vordergrund, dem Kunden ein umfangreiches und abgerundetes Produktpaket anzubieten, Kundenwünsche optimal zu befriedigen, um langfristig einen Mehrwert zu bieten. Zentrale Dienstleistungen sind vor allem die Erbringung von Tätigkeiten rund um die gesetzliche Rauchwarnmelderpflicht und Nachunternehmerleistungen für Trinkwasserbeprobungen und Montageleistungen von Verbrauchsgeräten. Dienstleistungskunden schätzen insbesondere den Einsatz von ausschließlich fest angestellten Servicemitarbeitern, Termintreue und digitale Leistungserfassung gemäß individuellen Kundenanforderungen.

Die eigens entwickelte ERP-Software durchdringt alle Unternehmensteile und trägt maßgeblich dazu bei, interne Prozesse zu planen, zu steuern und zu optimieren. Gleichzeitig bildet es die Basis für Kundenportale und angrenzende Softwareprodukte.

1.2. Forschung und Entwicklung
Eigene Forschungsaktivitäten wurden im Berichtszeitraum nicht unternommen.

Die Entwicklungstätigkeiten der Pyrexx GmbH sind vielfältig. Aufgrund des teils rasanten technologischen Fortschritts sind Anpassungen und Weiterentwicklungen an aktuell am Markt platzierten Produkten nötig, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Im Zuge dessen wird nicht nur die Weiterentwicklung eigener Produkte unternommen, sondern auch Optimierungen im prozessualen Bereich, vor allem bei der Fertigungsqualität und Prozesssicherheit, vorgenommen.

Die in der Vergangenheit vorgenommenen Investitionen in Maschinen der Mess- und Prüftechnik im Produktionsbereich konnten weiterhin gewährleisten, die eigene Qualitätssicherung effizient durchzuführen.

Digitale Prozesse werden durch hausinterne Softwareentwicklung und Erweiterung des eigenen ERP sowohl ständig weiterentwickelt als auch optimiert. Dazu zählen insbesondere sich ändernde Kunden- und Marktanforderungen, um Produkte wettbewerbsfähig zu halten.

Zur Realisierung der Entwicklungsaktivitäten waren im Berichtszeitraum durchschnittlich 16 (Vj.: 17) Hardware- und IT-Entwickler angestellt.

Die Summe der operativen Entwicklungsaufwendungen betrug im Berichtszeitraum insgesamt TEUR 1.519 (Vj.: TEUR 1.691), wovon TEUR 1.420 (Vj.: TEUR 1.626) als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert wurden. Somit liegt die Aktivierungsquote der Entwicklungsaufwendungen mit rund 94% auf Vorjahresniveau (VJ: 96%).

Die Abschreibungen auf selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände betrugen im Berichtsjahr TEUR 1.443 gegenüber TEUR 1.245 im Vorjahr und verzeichneten somit erneut einen moderaten Anstieg.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Die deutsche Wirtschaft kämpft weiterhin mit Lieferengpässen aufgrund des Ukrainekrieges und hoher Inflation, was das prognostizierte Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 2,1% in 2023 beeinträchtigt. Die Inflationsrate liegt 2024 bei 4,2%, deutlich über dem von der EZB angestrebten Wert von 2%.

Im Jahr 2022 lebten in Deutschland laut statistischem Bundesamt 84,4 Millionen Menschen, ein Anstieg um 1,3% gegenüber dem Vorjahr. Dies wurde durch hohe Nettozuwanderung im Zuge der Ukrainekrise angetrieben. Jedoch konnte der Bedarf an Wohnraum nicht gedeckt werden, da das Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr verfehlt wurde. Dies verstärkt die Wohnraumknappheit in Ballungsräumen. Gleichzeitig ist das Immobilien- und Baugewerbe durch steigende Zinsen, Fachkräftemangel und steigende Baupreise stark eingeschränkt, zusätzlich erschwert durch Bürokratie- und Umweltauflagen.

Ende 2022 gab es in Deutschland rund 43 Millionen Wohnungen - das sind 283.000 Wohnungen mehr als im Jahr zuvor, wie jüngste Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zeigen. Der Wohnungsbestand in Deutschland ist vergangenes Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent gestiegen. Insgesamt standen demnach 2021 konkret 43,1 Millionen Wohnungen zur Verfügung. Da alle Landesbauordnungen die Ausstattung von Rauchwarnmeldern bei Neubauten und Bestandsbauten vorschreiben, ist auch die Pyrexx GmbH ein indirekter Profiteur dieser Entwicklung.

Die Geschäftsentwicklung der Pyrexx GmbH wird gestützt von einer gesetzlichen Rauchwarnmelderpflicht. Die Novellierung der sächsischen Landesbauordnung sieht eine Rauchwarnmelderpflicht für Bestandsbauten vor, der Start der Rauchwarnmelderpflicht für Bestandsbauten ist der 01.01.2024. Die Übergangsfrist endet am 31.12.2023.

Da der Gesetzgeber den Austausch von bestehenden Rauchwarnmeldern nach einer Nutzungsdauer von 10 Jahren vorschreibt, müssen in weiteren Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern erneute Ausstattungen vorgenommen werden. Das Auslaufen der ersten Fristen ermöglicht der Pyrexx GmbH Chancen für den Direktvertrieb seiner Rauchwarnmelder und für die Dienstleistung.

2.2. Geschäftsverlauf und Lage
Die Geschäftstätigkeit der Pyrexx GmbH gliedert sich in Geschäftsbereiche, welche jeweils von einem Geschäftsleiter eigenverantwortlich geführt werden. Zum Stichtag gliederten sich diese in Produktion, Vertrieb sowie Dienstleistungsmanagement und Geschäftsfeldentwicklung, IT und Entwicklungsabteilung nebst den jeweils zugehörigen Abteilungen der kaufmännischen Verwaltung.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl hat sich auf 247 gegenüber 275 im Vorjahresvergleich verringert. Zum Bilanzstichtag belief sich die Mitarbeiterzahl umgerechnet auf Vollzeitäquivalente auf 221.

Das Ergebnis ist weiterhin stark geprägt durch fehlende wichtige Bauteile für margenstarke Funkprodukte, deren Nachfrage nicht vollständig bedient werden konnte, sowie einen anhaltend enormen Anstieg bei den Materialpreisen, der Erhöhung des Mindestlohns sowie einer weiterhin zunehmenden allgemeinen Preissteigerung in allen wirtschaftlichen Bereichen. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges in Europa, politischer Unruhe und einer weiterhin hohen Inflation stehen wir weiterhin vor einer großen Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Entwicklungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Pyrexx GmbH mit TEUR 17.386 (Vj.: TEUR 16.565) einen leichten Umsatzanstieg mit 5% gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Der Umsatzanstieg resultierte fast vollständig aus dem Hardwareverkauf, welcher rund 15% gegenüber dem Vorjahr zulegen konnte, während sich die Dienstleistungsumsätze auf Vorjahresniveau bewegen (TEUR 11.938, Vj: TEUR 11.890).

Der Dienstleistungsbereich für Rauchwarnmelder entwickelt sich weiterhin erwartungsgemäß. Die Umsätze aus Rauchwarnmelderdienstleistungen bewegen sich mit einer Steigerung um rund 4% auf TEUR 11.938 (Vj.: TEUR 11.890) leicht über dem Vorjahresniveau. Dabei konnte der Rückgang um rund 8% aus dem Wartungsgeschäft mit Zuwächsen im Verkauf, der Vermietung und sonstigen Nebenleistungen kompensiert werden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten die Erlöse aus an Kunden vermieteten Rauchwarnmeldern von TEUR 1.385 im Vorjahr um rund 49% auf TEUR 2.062 gesteigert werden.
Die Vermietung von Rauchwarnmeldern an Dienstleistungskunden ist weiterhin bedeutsam für die Gesellschaft aufgrund anhaltender Bedarfsdeckung. So sind in den letzten drei Wirtschaftsjahren massive Nettoinvestitionen in das Sachanlagevermögen vorgenommen worden, mit einem aktuellen Buchwertanteil von rund 58% des Gesamtbestandes aktivierter Rauchwarnmelder per 30.06.2023. Im Berichtszeitraum konnten die daraus resultierenden Vermietungserlöse ein starkes Wachstum verbuchen (12% der Gesamterlöse) und übersteigen mittlerweile deutlich ihre korrespondierenden Abschreibungen. Die zur Finanzierung nötigen Mittel (eigene Erzeugnisse zu Herstellungskosten oder Waren) sind hingegen erheblicher Natur. Dadurch fließen die aus diesem Geschäft resultierenden Erlöse erst sukzessive über den Zeitraum von 10 Jahren. Diesen, im Gesamtkontext sehr umfangreichen, Finanzierungsbedarf hat die Gesellschaft in der Vergangenheit meist mit Mitteln aus dem laufenden operativen Tagesgeschäft aufgewendet und damit in langfristig sichere zukünftige Erträge zu investieren.

Der drastische Anstieg der Beschaffungskosten für Produktionsmaterialien hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgesetzt und verzeichnete eine weitere Erhöhung um im Schnitt 18% gegenüber bereits 11% im zweiten Halbjahr des vorangegangenen Geschäftsjahres. Auch hat sich, auch durch den Wettbewerb im Beschaffungsmarkt mit großen Teilnehmern, die Zulaufzeit von Produktionsmitteln nochmals verlängert. Die im Vorjahr erhöhten Lagerbestände wurden abgebaut und unter Berücksichtigung der erschwerten Beschaffungssituation für Produktionsmaterialien gemanaged. Gleichzeitig wurde Produktionsmaterial für die neue Rauchmeldergeneration auf Vorrat angeschafft, um einen reibungslosen Produktionsstart zu gewährleisten.

Per Oktober 2022 wurde der gesetzliche Mindestlohn auf EUR 12 pro Stunde angehoben. Diese daraus resultierenden Lohnanpassungen führten zu einer durchschnittlichen Lohnsteigerung pro Mitarbeiter im höheren einstelligen Bereich. Der Aufwand für die Gewinnung und Betreuung von qualifiziertem Personal ist aufgrund der Arbeitsmarktsituation gestiegen. Zusätzlich wurden durch Restrukturierungsprozesse Kapazitäten eingespart. Die Gesellschaft verzeichnete einen Rückgang des Mitarbeiterbestandes um rund 12 %. Die umgesetzten Restrukturierungen fanden im zweiten Halbjahr des vergangenen Geschäftsjahres statt und werden ihre volle Wirkung erst im kommenden Geschäftsjahr entfalten.

Die Abschreibungen erreichten im Geschäftsjahr mit TEUR 3.502 ein erneutes Hoch, welches unter anderem wesentlich von Folgendem getrieben ist: TEUR 1.588 resultieren aus Abschreibungen auf an Kunden vermietete und aktivierte Rauchmelder. Diesen steht jedoch ein Volumen an neu aktivierten Rauchwarnmeldern in Höhe von TEUR 2.477 gegenüber. Die Abschreibungen auf selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände erreichten im Berichtszeitraum mit TEUR 1.443 ebenfalls einen Höchststand, lagen jedoch noch leicht über den neuen Aktivierungen (TEUR 1.420) des Geschäftsjahres. Die selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände setzen sich aus Entwicklungskosten für die firmeneigene ERP ("VDP") sowie die der neuen Rauchmeldergeneration zusammen. Im Rahmen der Verschmelzungen der operativen Tochtergesellschaften auf die Pyrexx Gmbh per 01.07.2018 wurden rückwirkend bis dahin erbrachte Entwicklungsleistungen aktiviert, was in diesem Geschäftsjahr einen einmaligen Sonderertrag von TEUR 3.473 verursachte. Die aus den rückwirkend vorgenommenen Aktivierungen resultierenden erhöhten Abschreibungen sind ergebnisverzerrend und machten in der Berichtsperiode mit TEUR 1.022 rund 71% der Abschreibungen auf selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände aus. Diese Verzerrung wird sich im kommenden Geschäftsjahr nur noch mit TEUR 341 auswirken, da die Position ihre voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer erreicht und vollständig abgeschrieben sein wird. Planmäßig wird mit der Fertigstellung der nächsten Rauchmeldergeneration und deren Produktionsstart zu Beginn des kommenden Geschäftsjahres mit der Abschreibung der zugehörigen Entwicklungskosten begonnen.

Der sonstige betriebliche Aufwand stieg moderat mit 8% um TEUR 297 gegenüber dem Vorjahr. In den sonstigen Kosten sind auch periodenfremde Aufwendungen von TEUR 208 (Vj.: TEUR 86) enthalten.

Im vorherigen Geschäftsjahr wurde mit der Implementierung eines eigenen Onlinevertriebs begonnen, welche im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgesetzt wurde. Die daraus resultierenden einmaligen Aufwendungen im Geschäftsjahr beliefen sich insgesamt auf TEUR 189.

2.2.1. Ertragslage

Ergebnisquelle
Geschäftsjahr in TEUR
Vorjahr in TEUR
Betriebsergebnis
- 1.868
- 402
Zinsergebnis
- 174
- 98
Steuerergebnis
- 472
- 20
Jahresergebnis
- 2.521
- 520



Die Umsatzerlöse lagen im vergangenen Geschäftsjahr mit einem leichten Wachstum von 5% über dem Vorjahresniveau. Die Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen lag mit einem Rückgang um rund 49% unter der des Vorjahres. Das Volumen der aktivierten Rauchmelder erhöhte sich um 69% auf TEUR 2.477. Die Bestände an fertigen Erzeugnissen verringerten sich um TEUR -1.017 (Vj.: TEUR +1.320). Gleichzeitig nahm der Zugang der aktivierten Eigenleistungen um 13% auf TEUR 1.420 ab. Die sonstigen betrieblichen Erträge bewegten sich auf Vorjahresniveau. Daraus resultierend sank die Gesamtleistung der Gesellschaft leicht um 4% auf TEUR 20.223.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe verzeichneten im Berichtszeitraum eine moderate Steigerung von rund 12%. Der Materialaufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wuchs dabei um rund 4% bei einem Rückgang der Produktionsmenge um 4%. Der Materialaufwand für Waren wuchs in der Berichtsperiode um rund 308%. Dieses Material ergänzt das Produktportfolio für das Geschäftsfeld Dienstleistung.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen verzeichneten einen Rückgang um 9% auf TEUR 488. Darin sind einmalige Aufwendungen in Höhe von TEUR 189 (Vj.: TEUR 150) aus der Inanspruchnahme eines externen Dienstleisters enthalten zur Geschäftsfelderweiterung des Hardwareverkaufs. Weitere TEUR 76 sind einmalige Zertifizierungskosten von Hardwareprodukten.

Die Abschreibungen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um 11% gestiegen. Treibend mit rund 16% Steigerung gegenüber der Vorperiode sind die Abschreibungen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sowie mit rund 7% die Abschreibungen auf an Kunden vermietete Rauchwarnmelder.

Die allgemeine Teuerungsrate im Berichtszeitraum wird auch an der Entwicklung des sonstigen betrieblichen Aufwands widergespiegelt, welcher eine Steigerung um rund 10% verzeichnete. Durch ein effizientes Kostenmanagement konnten zusätzliche Kostensteigerungen verhindert werden. Die Raumkosten bewegen sich auf Vorjahresniveau (+4%). Bei den KfZ-Aufwendungen wurden durch effizientes Management Einsparungen erzielt. So verzeichnete die Summe der KfZ-Kosten zwar einen Rückgang um rund 7% bei einem moderaten Rückgang der Stückzahl geleaster Fahrzeuge um 10%. Dies konnte jedoch im Hinblick auf gestiegene Finanzierungskosten sowie hohe Treibstoffkosten realisiert werden, indem beispielsweise Aufwendungen für Reparaturen um rund 62% gegenüber dem Vorjahr gesenkt wurden. Dem entgegen stiegen die Aufwendungen für Versicherungspolicen (+10%), Lizenzen und Konzessionen (+57%), Rechts- und Beratungskosten (+91%) sowie die periodenfremden Aufwendungen (+140%) absolut und relational sehr stark an. Der Anstieg der periodenfremden Aufwendungen geht zum Teil auf Lizenzen/Konzessionen zurück, sowie durch eine Sonderbelastung aufgrund einer erfolgten Sozialversicherungsprüfung, welche nach dem Bilanzstichtag abschließend geklärt wurde mit dem Ergebnis der vollständigen Rückerstattung des strittigen Betrages an die Gesellschaft.

Das Betriebsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um 716947045716947044TEUR - 1.466716947045Holger ScheweSiehe oben gleiche Tabelle, auf welche Zahlen beziehen wir uns nun?716947044Anthony Haakewir beziehen uns hier auf die Verschlechterung des Betriebsergebnisses ggü dem Vorjahr:
VJ: -406 , GJ: -1.868, Diff: -1.466 deutlich gesunken. Dieser Rückgang ist wesentlich gezeichnet durch einen stärkeren Abbau von Beständen fertiger Erzeugnisse bei moderat steigenden Umsatzerlösen und rückläufigen Aktivierungen selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände. Zudem haben aufgrund allgemeinwirtschaftlicher Entwicklungen steigende Materialpreise sowie sonstige betriebliche Aufwendungen das Ergebnis im Vorjahresvergleich zusätzlich belastet. Zusätzlich verschlechterten erneut gestiegene Abschreibungen das Betriebsergebnis negativ.

Das Zinsergebnis fiel im Verhältnis zu den sonstigen Größen der Gewinn- und Verlustrechnung weiterhin gering aus und entwickelte mit einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr um 85% eine zunehmende Bedeutung. Die Zinsaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 76% gestiegen, da  das allgemeine Zinsniveau weiter ansteigt sowie neue langfristige Finanzverbindlichkeiten hinzu kamen, während Bestehende planmäßig getilgt wurden.

Das Steuerergebnis ist um TEUR 453 gestiegen, davon entfallen 54% auf Ertragsteuernachzahlungen für Vorjahre sowie 55% auf passiven latenten Steueraufwand. Die Ertragsteuernachzahlungen für Vorjahre resultieren aus nachträglichen Änderungsbescheiden aufgrund einer Betriebsprüfung bei der Berichtsgesellschaft und der 2018 auf sie verschmolzenen Tochtrergesellschaften.

2.2.2. Finanzlage
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist im laufenden Geschäftsjahr wieder positiv und konnte um TEUR 1.191 auf TEUR 854 gesteigert werden.

Unterstützend wirkte dabei der Abbau von Beständen fertiger Erzeugnisse, welche in der Vorperiode vorausschauend aufgebaut wurden, um potentiellen Lieferschwierigkeiten aufgrund von Lieferkettenstörungen vorzubeugen. Belastend hingegen wirkten notwendige Bestandserhöhungen der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe aus bereits genannten Gründen sowie der Notwendigkeit, ausreichend Betriebsmittel zur reibungslosen Produktion eigener Hardware gewährleisten zu können. Ebenfalls belastend wirkten die nötigen Auszahlungen für die Beschaffung von Fremdrauchmeldern, welche für die Bewirtschaftung im Dienstleistungsbereich vonnöten sind.

Die Summe der operativen Einzahlungen überstieg die operativen Auszahlungen wieder spürbar.

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihre Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen zu bedienen. Das Forderungsmanagement und Mahnwesen soll sicherstellen, dass Forderungen innerhalb der Zahlungsfrist beglichen werden, um die eigene Liquidität zu schonen.

Die sonstigen Auszahlungen, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, beinhalten hauptsächlich Umsatzsteuerzahlungen und bewegen sich moderat über dem Vorjahresniveau.

2.2.3. Vermögenslage

wesentliche Bilanzposition
Geschäftsjahr in TEUR
Vorjahr in TEUR
Aktiva


Mittel- und langfristig gebundenes Vermögen
18.634
17.750
Kurzfristig gebundenes Vermögen
6.520
6.499
liquide Mittel
33
44
Aktiver RAP
53
55
Aktive latente Steuern
114
90
Passiva


Eigenkapital
7.694
10.214
Sonderposten für Investitionszuschüsse
379
298
Mittel- und langfristiges Fremdkapital
5.332
4.457
kurzfristiges Fremdkapital
7.139
4.498
Passiver RAP
0
95
Passive latente Steuern
4.778
4.516
Bilanzsumme
25.322
24.394



Das zum Bilanzstichtag langfristig in der Gesellschaft gebundene Vermögen besteht zu rund 37% aus immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und rund 61% aus Sachanlagen sowie einer Unternehmensbeteiligung. Dieses Verhältnis ist gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens setzen sich aus selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerten zusammen.

Die Sachanlagen setzen sich im Wesentlichen aus verbauten Rauchwarnmeldern, Produktionsanlagen, Mietereinbauten sowie Geschäfts- und Betriebsausstattung zusammen.

Die Unternehmensbeteiligung besteht aus einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft (Pyrexx Services GmbH - ohne operativen Geschäftsbetrieb), welche im Anlagevermögen gehalten wird.

Das kurzfristige Vermögen zum Bilanzstichtag setzt sich nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr zu rund 69% (Vj.: 70%) aus Vorräten sowie 30% (Vj.: 29%) aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen zusammen.

Die liquiden Mittel sowie aktive Rechnungsabgrenzungsposten entwickelten sich dem Geschäftsverlauf entsprechend. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände bewegen sich auf Vorjahresniveau.

Das Eigenkapital setzt sich wie im Vorjahr zu rund 3% aus gezeichnetem Kapital, rund 97% Bilanzgewinn zusammen. Der Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Das Fremdkapital setzt sich zu rund 3% (Vj.: 3%) aus Rückstellungen, 45% (Vj.: 41%) aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie 51% (Vj.: 55%) übrigen Verbindlichkeiten und passiven latenten Steuern zusammen.

Die nach vorsichtiger und gewissenhafter kaufmännischer Art und Weise gebildeten Gewährleistungsrückstellungen und die Rückstellungen für Aufbewahrungen sind hauptsächlich langfristiger Natur, wohingegen alle sonstigen Rückstellungen kurzfristiger Art sind.

2.3. Finanzielle Leistungsindikatoren
Zur internen Steuerung des Unternehmens werden abhängig vom Geschäftsbereich spezifische Kennzahlen herangezogen, die entweder umsatz-, kosten- oder ergebnisorientiert sind. Sie wurden für den jeweiligen Bereich definiert und werden laufend fortgeschrieben, weiterentwickelt oder gar um neue Kennzahlen erweitert. Beispiele sind Umsatzentwicklung nach Tätigkeitsbereichen, Produktions- und Absatzzahlen zu nennen.

Die Umsatzerlöse stiegen leicht auf TEUR 17.386 (Vj.: TEUR 16.565) während die Gesamtleistung einen leichten Rückgang um rund 4% auf TEUR 20.465 (Vj.: TEUR 21.218) verzeichnet. Das Rohergebnis hingegen sank auf TEUR 14.837 von TEUR 16.105 im Vorjahr. Das Rohergebnis pro Mitarbeiter in Höhe von TEUR 60 bewegt sich dennoch auf Vorjahresniveau (Vj.: TEUR 59).

Im Berichtszeitraum ist das EBITDA mit TEUR 1.634 gegenüber TEUR 2.742 im Vorjahr um 40% gesunken. Ursache ist eine geringere Gesamtleistung von TEUR 20.465 (Vj.: TEUR 21.156) bei gleichzeitig überproportional gestiegenen Aufwendungen, wobei entsprechend gegensteuernde Maßnahmen eine negativere Entwicklung abfedern konnten oder sich erst im weiteren Zeitverlauf auswirken werden.

2.4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
In der Pyrexx GmbH existieren nichtfinanzielle Leistungsindikatoren auf Ebene des Gesamtunternehmens und auch auf Ebene von Geschäftsbereichen und Abteilungen.

Die auf Basis des Gesamtunternehmens ermittelte Mitarbeiterfluktuation bewegte sich mit rund 22% gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit rund 20% auf Vorjahresniveau. Die Mitarbeiterfluktuation im Dienstleistungsbereich ist unverändert höher, da die Arbeit körperlich wesentlich anstrengender ist, sodass sich auf Basis des restlichen Unternehmens eine deutlich geringere Mitarbeiterfluktuation von 10% im Berichtszeitraum ergibt.

Im Bereich der IT wird die UPtime der firmeneigenen ERP als Steuerungsgröße herangezogen. So wird der festgelegte Referenzwert >99%, zu welchem die ERP mindestens erreichbar sein soll, monatlich geprüft und abhängig vom Ergebnis entsprechend agiert. Der festgelegte Referenzwert konnte seit Einführung 2017 laufend verbessert werden und ist seit 2018 soweit optimiert, dass er im Berichtszeitraum mit 99,9% als ausreichend angesehen wird.

Im Beschaffungsbereich werden zur Bewertung von bestehenden als auch neuen Lieferanten Indikatoren wie Liefertermintreue, Flexibilität der Lieferanten, Anzahl von Falschlieferungen als auch Lieferungen, mit einem zu hohen Anteil an fehlerhafter Ware herangezogen. Bei der Auswahl der Lieferanten wird größten Wert auf Qualität und Nachhaltigkeit gelegt. So ist es Teil der Zielsetzung, den Ausschuss entlang der gesamten Wertschöpfungskette so gering wie möglich zu halten, ohne gleichzeitig Abstriche bei bestehenden Qualitätsstandards zu machen. Regelmäßige Lieferantenaudits bei ausgewählten Unternehmen sollen dies unter anderem gewährleisten.

2.5. Gesamtaussage
Auch das abgelaufene Wirtschaftsjahr war von der Corona-Pandemie und den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine beeinflusst. Neben weiter bestehenden Engpässen bei elektronischen Komponenten waren Preissteigerungen in der Beschaffung von Waren, Leistungen und insbesondere beim Energieeinkauf zu verzeichnen. Diese Einflüsse wirkten sich auch dämpfend auf die Umsatzentwicklung aus: der Umsatz konnte zwar um 5 % gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2021/2022 gesteigert werden (Vorjahr - 16 %), doch blieb der Anstieg hinter den Erwartungen zurück.
Aufgrund der Kostensteigerungen, die nur verzögert und auch nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden konnten, verminderten sich Rohertrag und Betriebsergebnis im Vorjahresvergleich.

Die Vermögens- und Finanzlage schätzen wir als solide ein, während die Ertragslage angespannt ist. Die Ertragslage wird zusätzlich zu den benannten Kostensteigerungen wesentlich beeinflusst durch erhöhte Abschreibungen u.a. auf aktivierte Rauchwarnmelder. Dieser Anstieg bei den Abschreibungen auf aktivierte Rauchwarnmelder ist Folge des im abgelaufenen Wirtschaftsjahr gestiegenen Geschäftsvolumens, belastet jedoch das aktuelle Ergebnis.

Bestrebungen zur Optimierung unseres Finanzmanagements wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin vorgenommen. Verbindlichkeiten wurden innerhalb der Fälligkeiten beglichen.

Das Vorratsvermögen wurde auf dem Vorjahresniveau gehalten. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden weiter erhöht, aber im gleichen Umfang wurden fertige und unfertige Erzeugnisse reduziert. Die Bauteilversorgung der Produktion ist gesichert, aber weiterhin nur mit erhöhtem Planungsaufwand.

Im Berichtszeitraum wurden neue mittelfristige Darlehen zur Finanzierung von im Mietmodell verbauten Rauchwarnmeldern sowie zur Entlastung der operativen Liquidität durch den Bestandsaufbau von Bauteilen insbesondere für die neue Rauchwarnmeldergeneration aufgenommen. Bestehende Darlehensverbindlichkeiten wurden planmäßig getilgt.

Im Lagebericht zum 30.06.2022 wurde eine Prognose zur Geschäftsentwicklung für das Geschäftsjahr 2022/2023 veröffentlicht. Diese Prognose wurde insbesondere bei Umsatz und EBITDA verfehlt:

Prognose-Ist-Vergleich für das Geschäftsjahr 2022/2023

2021/2022
Prognose 2022/2023
2022/2023
Umsatz
16.564,70
18.600,00
17.385,50
neu aktivierte Rauchwarnmelder
1.460,20
2.500,00
2.476,90
EBITDA
2.743,00
2.600,00
1.634,00
Abschreibungen
3.143,90
3.800,00
3.501,90



Wesentliche Gründe wurden in der Darstellung der Ertragslage ausgeführt.

3. Zweigniederlassungsbericht

Der Hauptsitz der Gesellschaft befindet sich in Berlin. Die Gesellschaft unterhielt zum Bilanzstichtag bundesweit insgesamt 15 (Vj.: 17) weitere unselbstständige Niederlassungen, welche zur Ausübung bestehender Dienstleistungsangebote unterhalten werden müssen und hauptsächlich als Lagerorte fungieren.

Aufgrund der Unselbstständigkeit der Niederlassungen wird auf weitere Ausführungen verzichtet. Sie dienen im Wesentlichen als Zwischenlager und Ort für Schulungen unserer Servicemitarbeiter.

4. Prognosebericht

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden sich auch im Wirtschaftsjahr 2023/2024 dämpfend auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Zwar hat sich der Preisanstieg verlangsamt, einem organischen Wachstum steht aber insbesondere die schwache Neubautätigkeit im Wohnungsbau entgegen.

Da alle Rauchwarnmelder aufgrund gesetzlicher Vorgaben nach spätestens 10 Jahren ausgetauscht werden müssen und die Einführung der Rauchmelderpflicht für Neubauten und Bestandsbauten bundeslandabhängig teils schon 10 Jahre in der Vergangenheit liegt, ist im kommenden Geschäftsjahr mit einem durch revolvierende Vertragsverhältnisse induzierten Nachfrageanstieg zu rechnen. Dies betrifft hauptsächlich Bundesländer wie Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Hier liegt der Schwerpunkt auf der erfolgreichen Teilnahme an den erwarteten Ausschreibungen. Die beschlossene Rauchwarnmelderpflicht für Bestandsbauten in Sachsen mit einer Übergangsfrist bis zum 31.12.2023 konnten wir für neue Vertragsabschlüsse nutzen.

Wir erwarten auf Grund des Urteils des Bundesgerichtshofes aus Mai 2022 zur Nichtumlegbarkeit der Mietkosten von Rauchwarnmeldern vom Vermieter an den Mieter im Rahmen der Betriebskostenabrechnung einen Anstieg der Verkäufe von Rauchwarnmeldern im Rahmen unserer Dienstleistungserbringung. Gegenläufig wirkt sich jedoch das gestiegene Zinsniveau aus. Für die laufende operative Liquidität gehen wir dennoch von positiven Effekten aus. Dies gilt nicht nur für Neuausstattungen, sondern auch für Bestandsverträge.

Die Anforderungen der Kunden wachsen stetig. Um am Markt Bestand haben zu können, müssen nicht nur einfache Dienstleistungen, sondern ganze Dienstleistungsbündel angeboten werden. Als Dienstleister für die Wohnungswirtschaft bietet Pyrexx neben seinem klassischen Geschäft der Rauchmelderdienstleistungen bereits Leistungen im Bereich der Trinkwasserbeprobungen und Montage von Heizkostenverteilern an. Neben der forcierten Intensivierung des Ausbaus der bestehenden Leistungen ist geplant, den Umfang des angebotenen Leistungsspektrums Kundenwünschen entsprechend auszubauen. Hierzu zählen beispielsweise Nachunternehmer-Dienstleistungen rund um Tausch und Montage aller Arten von Verbrauchsgeräten. Dennoch ist ein weiterer erheblicher Entwicklungsaufwand in das bestehende ERP-System notwendig, um diese neuen Dienstleistungen massentauglich bearbeiten zu können.

Den direkten Hardwarevertrieb werden wir weiter ausbauen.

Die Produktpalette wurde bereits um einen CO-Melder (Kohlenmonoxidwarnmelder) erweitert. Der Verkaufsstart verzögerte sich, da unser Lieferant auf Grund der weltweiten Knappheit von Rohstoffen Probleme bei der Beschaffung der Bauteile hatte.

Der eigene online-Vertrieb an private Endkunden (B2C) soll über verschiedene Marktplätze wie beispielsweise Amazon ausgebaut werden. Das Marktpotential für private Endverbraucher ist hoch. Die Wohneigentumsquote in Deutschland beträgt rund 47%. Nach eigenen Recherchen sind in Deutschland durchschnittlich circa 25% der Haushalte mit Wohneigentum noch nicht mit Rauchwarnmeldern ausgestattet. Ziel ist es, nach einer erfolgreichen Verbreitung in Deutschland, den online-Vertrieb schnell auf andere europäischen online-Marktplätze auszuweiten.

Eine neue Rauchwarnmeldergeneration erweitert das Hardware-Produktportfolio im folgenden Geschäftsjahr. Die bisherige Rauchwarnmeldergeneration werden wir parallel weiter produzieren.

Das bestehende Kundenportal wird komplett überarbeitet, um unseren Bestandskunden auch zukünftig eine optimale digitale Kundenbetreuung zu ermöglichen.

Um sowohl neue Vertriebswege und Absatzmärkte zu entwickeln als auch bestehende zu intensivieren, werden strategische Partnerschaften nicht ausgeschlossen.
Für das Wirtschaftsjahr 2023/2024 erwarten wir eine Steigerung der Umsatzerlöse von ca. 10 % auf rund EUR 19 Mio. Der Umsatzanstieg ist teilweise preisbedingt, da auch wir die gestiegenen Kosten in der Preisbildung berücksichtigen müssen.

Der eigene Online-Vertrieb wird zur Umsatzsteigerung insbesondere in den Folgejahren beitragen.

Die Entwicklung des Rohergebnisses ist aufgrund der zu erwartenden Preisentwicklungen im Bereich der elektronischen Bauteile und beim Kunststoff schwer zu prognostizieren. Geplant wird mit einem weiteren Anstieg der Materialkosten.

Aufgrund der Corona-Pandemie herrscht weiterhin ein weltweiter Mangel an elektronischen Bauteilen. Diese Knappheit zieht sich durch alle Branchen, die elektronische Komponenten verwenden. Auch Pyrexx ist davon betroffen. Durch die Verknappung steigen die Preise für einzelne Bauteile einhergehend mit einer geringeren Verfügbarkeit. Der Preisanstieg wird sich auf die Materialaufwandsquote auswirken.

Die im Geschäftsjahr 2022/2023 eingeleiteten Maßnahmen zur Optimierung der innerbetrieblichen Abläufe werden im laufenden Wirtschaftsjahr fortgesetzt. Des Weiteren sind Maßnahmen zur Einsparung bei den Personalkosten und sonstigem betrieblichen Aufwand geplant.

Das EBITDA prognostizieren wir mit EUR 1,9 Mio.

Die Abschreibungen werden ggü. dem Vorjahr weiter ansteigen. Die geplanten Abschreibungen betragen EUR 3,8 Mio. Die Erhöhung resultiert aus der erhöhten Installation von aktivierten Rauchwarnmeldern und dem Start der Abschreibung der aktivierten Entwicklungsleistung für die neue Rauchwarnmeldergeneration.

Das Unternehmen ist solide finanziert. Eine Herausforderung ist der erhöhte Vorfinanzierungsbedarf für elektronische Bauteile. Trotz einer geringeren Produktions- und Absatzmenge kann der Zulauf der eingesteuerten Bauteile zur Sicherstellung der zukünftigen Belieferung und als Maßnahme der Preissicherung nur begrenzt gekürzt oder gestoppt werden.

Kunden und Partner schätzen die Zuverlässigkeit des Unternehmens und dessen ständig in Weiterentwicklung befindliche Forecast-Planung, was sich weiterhin in langfristig bestehenden Geschäftsbeziehungen widerspiegeln wird. So wird eine Quote an revolvierenden Verträgen im Dienstleistungsbereich von mindestens 90% angestrebt.

5. Chancen- und Risikobericht

Die allgemeine Marktsituation bewerten wir als positiv. Dennoch bewegen sich die durchsetzbaren Verkaufspreise in Kernmärkten auf niedrigem Niveau, was einen direkten negativen Einfluss auf die Umsatzerlöse im Direktvertrieb als auch Verkauf im Dienstleistungsbereich bedingt. Durch den Ausbau des eigenen online-Vertriebs erhöhen wir unsere Absatzmöglichkeiten und haben einen stärkeren Einfluss auf das Branding unserer Produkte.

Aufgrund des noch nicht flächendeckend gesättigten Marktes, insbesondere bei privaten Wohnungseigentümern, wird der kommende Bedarf an Rauchwarnmeldern weiterhin als wachsend angesehen. Auch die gesetzliche Pflicht zum Austausch von bestehenden Rauchwarnmeldern nach einem Nutzungszeitraum von 10 Jahren wird unterstützend wirken, da die Pflicht zur Installation bei Neubauten mittlerweile teils über diesen Zeitraum hinaus in der Vergangenheit liegt.

Für die sich im Markt befindenden Hardware Produkte sieht Pyrexx keine besonderen Risiken. Alle von Pyrexx hergestellten Rauchwarnmelder sind von dem staatlich bestellten Prüflabor, Kriwan Testzentrum GmbH, zertifiziert und zugelassen. Dort finden regelmäßig intensive Prüfungen und Tests an den von unserem Unternehmen hergestellten Rauchwarnmeldern statt. Das letzte Produktionsaudit durch die CNPP im Dezember 2023 verlief ohne Beanstandungen. Im August 2023 wurden die Audits zu den etablierten Managementsystemen, Qualitätsmanagement (ISO 9001) und Umweltmanagement (ISO 14001), erstmals auch das Energiemanagement (ISO 50001) erfolgreich absolviert.

Gesetzliche Anforderungen zur Zertifizierung von Rauchwarnmeldern können erhebliche Verzögerungen beim Nichtbestehen nötiger Tests bedingen, wodurch sich nicht nur die Produktion verzögert, sondern auch alle nachgelagerten Aktivitäten des Rauchwarnmeldervertriebes sowie Rauchwarnmelderdienstleistungen gelähmt werden. Damit wird die Grundlage des Geschäftsmodells der Gesellschaft unabdingbar getroffen. Änderungen in der für Rauchwarnmelder geltenden Norm bzw. der Landesbauordnungen werden mit erheblichem Vorlauf angekündigt.

Pyrexx tritt nicht nur als Produzent von Rauchmeldern für den B2B-Bereich auf, sondern ist auch Dienstleister in der Wohnungswirtschaft mit dem Kerngeschäft der Rauchwarnmelderdienstleistungen. Somit profitieren alle operativen Bereiche von einem gesamtwirtschaftlichen Nachfrageanstieg, da sie alle direkt und indirekt von diesem profitieren. Das bedeutet aber auch bei einem Rückgang der allgemeinen Nachfrage am Markt einen Rückgang der Erlöse in allen Geschäftsbereichen, da das Geschäftsmodell vor allem auf Rauchwarnmeldervertrieb als auch Rauchwarnmelderdienstleistungen basiert. Wir sehen in den kommenden Jahren einen Anstieg der Nachfrage, denn viele bevölkerungsreiche Bundesländer stehen vor dem Auslaufen der ersten 10-Jahresfrist (Bayern, Nordrhein-Westfalen). Es müssen folglich eine Vielzahl von Rauchwarnmeldern erstmals komplett ausgetauscht werden.

Dass Pyrexx sich als etablierte Branchengröße einen guten Ruf als Fachunternehmen erarbeiten konnte, ist bekannt und wird bei der Vergrößerung und Diversifizierung der Geschäftsbereiche fördern.

Aufgrund der Fakturierung in Euro sind Währungsrisiken nicht gegeben.

Durch die Kundenstruktur von größtenteils kommunalen Wohnungsunternehmen sehen wir geringe Risiken von Forderungsausfällen und Bonitätsrisiken.

Wenn die Entwicklung am Arbeitsmarkt in ihrem aktuellen Trend Bestand hat, wird künftig ein steigender finanzieller sowie administrativer Aufwand entstehen, um qualifiziertes Personal in der Organisation zu halten, neu zu rekrutieren und zu integrieren.

Im Falle von Lieferengpässen oder durch höhere Gewalt bedingte Produktionsausfälle wird der Fortgang des Geschäftsbetriebes mit Hilfe einer entsprechenden Lagerhaltung gewährleistet. Der Umfang der Lagerhaltung wird sich künftig wieder reduzieren und gebundenes Kapital freisetzen. Der Planungsprozess der Beschaffung von Bauteilen bleibt anspruchsvoll. Ein zeitweiliger Ausfall der Produktion kann dazu führen, dass  Geschäftsbereiche zum Erliegen kommen und bestehende Vertragsverhältnisse nicht bedient und etwaige Fristen nicht eingehalten werden können.

Das installierte und laufend aktualisierte Risikomanagementsystem in Form einer halbjährlich in jedem Unternehmensbereich erstellten Risikoanalyse wurde seit seiner Einführung stetig verbessert. Es hilft, finanzielle, organisatorische als auch bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu beheben oder entsprechende Maßnahmen zur Vorbeugung oder Behebung zu ergreifen.

Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht. Die Liquidität ist derzeit belastet durch eine weiter hohe Kapitalbindung im Vorratsvermögen. Diese dient der Gefahrenabwehr hinsichtlich einer ausbleibenden Belieferung und hohen Preissteigerungen. Das wäre existenzbedrohend. Die Liquiditätsplanung zeigt eine Entspannung der operativen Liquidität ab Februar 2024. Durch geplante Kostensenkungsmaßnahmen und die Restrukturierung von Prozessen und internen Strukturen wird sich in den Folgejahren auch die Rentabilität weiter verbessern.

 

Berlin, den 08.01.2024

Bilanz

Aktiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Anlagevermögen 18.596.399,98 17.718.261,61
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.977.321,47 6.987.507,78
1. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 6.963.344,47 6.985.514,78
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.977,00 1.993,00
II. Sachanlagen 11.519.078,51 10.630.753,83
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.894.534,00 8.010.073,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.611.174,01 2.210.705,83
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.370,50 409.975,00
III. Finanzanlagen 100.000,00 100.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 100.000,00 100.000,00
B. Umlaufvermögen 6.558.113,73 6.531.163,22
I. Vorräte 4.534.102,98 4.546.113,05
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.270.681,06 1.752.231,17
2. fertige Erzeugnisse und Waren 2.263.421,92 2.793.881,88
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.991.238,10 1.941.538,39
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 840.640,14 1.572.826,32
2. Forderungen gegen Gesellschafter 38.042,84 32.110,14
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 38.042,84 32.110,14
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.112.555,12 336.601,93
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 32.772,65 43.511,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 53.274,37 55.328,59
D. Aktive latente Steuern 114.237,12 89.959,76
Aktiva 25.322.025,20 24.394.713,18

Passiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.693.538,14 10.214.570,97
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Gewinnvortrag 9.964.570,97 10.483.422,81
III. Jahresfehlbetrag 2.521.032,83 518.851,84
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 378.582,00 298.126,80
C. Rückstellungen 598.836,10 469.418,36
1. sonstige Rückstellungen 598.836,10 469.418,36
D. Verbindlichkeiten 11.873.036,50 8.801.413,86
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.795.347,25 5.793.751,24
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.462.793,73 1.336.941,08
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 5.332.553,52 4.456.810,16
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.595.790,16 2.658.465,84
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.595.790,16 2.658.465,84
3. sonstige Verbindlichkeiten 481.899,09 349.196,78
davon aus Steuern 228.150,09 294.808,90
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 12.767,61 5.314,52
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 481.899,09 349.196,78
E. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 94.615,50
F. Passive latente Steuern 4.778.032,46 4.516.567,69
Passiva 25.322.025,20 24.394.713,18

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2022 - 30.6.2023
EUR
1.7.2021 - 30.6.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 17.385.549,93 16.564.735,59
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.417.388,60 2.785.352,52
3. andere aktivierte Eigenleistungen 1.420.448,60 1.626.375,06
4. sonstige betriebliche Erträge 235.637,69 241.576,02
5. Materialaufwand 5.621.812,57 5.112.945,70
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.133.586,70 4.578.351,17
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 488.225,87 534.594,53
6. Personalaufwand 9.482.852,26 9.829.519,79
a) Löhne und Gehälter 7.883.704,53 8.171.557,56
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.599.147,73 1.657.962,23
davon für Altersversorgung 10.825,65 13.008,79
7. Abschreibungen 3.501.874,69 3.143.908,52
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.501.874,69 3.143.908,52
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.829.932,32 3.533.132,30
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 446,02 1.653,07
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.799,63 0,06
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 181.322,05 98.166,42
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 472.204,70 19.218,36
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 237.187,41 19.218,36
12. Ergebnis nach Steuern -2.624.174,14 -518.851,84
13. sonstige Steuern -103.141,31  
14. Jahresfehlbetrag 2.521.032,83 518.851,84

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen und zu Bilanzierungs- und Bewertungs-methoden

1.  Allgemeine Angaben

Die Pyrexx GmbH hat ihren Sitz in Berlin. Sie ist im Handelsregister des Amtsgericht Charlottenburg unter HRB 95953 B eingetragen.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB.

2.  Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Im Wirtschaftsjahr wurden selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände   aktiviert. Es handelt sich hierbei um Entwicklungskosten für die ERP-Software und eine neue Rauchmelderversion. Die Bewertung erfolgte zu Herstellungskosten. Dabei wurden Materialkosten, Fertigungskosten und angemessene Teile der Materialgemeinkosten und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung bei der Bewertung berücksichtigt. Aufwendungen für Fremdkapitalzinsen, welche zur Herstellung der Vermögensgegenstände verwendet wurden, wurden nicht einbezogen.

Die Entwicklungskosten der ERP-Software werden planmäßig über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt mit den Anschaffungs- oder Her­stellungskosten und - soweit abnutzbar - unter Berücksichtigung planmäßig linearer Abschreibungen auf der Basis der voraussichtlichen Nutzungsdauer.

Bei neu angeschafften Vermögensgegenständen des Anlagevermögens erfolgte die Abschreibung grundsätzlich pro rata temporis. Vermögensgegenstände mit Einzel-anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, wobei aus Vereinfachungsgründen im Anlagespiegel im Jahr des Zugangs ein Abgang unterstellt wurde.

Die in der Dienstleistungssparte verbauten nicht verkauften Rauchmelder werden zu Herstellungskosten aktiviert und über die voraussichtliche planmäßige Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.

Die Anteile an den verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Die Vorräte wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, da die Tageswerte am Bilanzstichtag nicht niedriger waren.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (Materialeinzelkosten, angemessenen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie dem Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst) angesetzt, sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag nicht niedriger waren. Für die Ermittlung der Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird das Verbrauchsfolgeverfahren nach der Fifo-Methode angewendet (§ 256 Satz 1 HGB). Die Fifo-Methode bildet den Verbrauch nach unserer eingesetzten Lagertechnik den tatsächlichen Verhältnissen entsprechend ab.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle zum Bilanzstichtag vorliegenden Risiken. Sie sind in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Be­urteilung notwendig ist. Sie entsprechen den zu erwartenden Ausgaben.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter den Posten sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen.

II. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Anteile an den verbundenen Unternehmen betreffen eine 100 % Beteiligung an der Pyrexx Services GmbH, Berlin mit der in der Vergangenheit ein Ergebnisabführungsvertrag bestand, die mit den Anschaffungskosten (Stammkapital TEUR 100) angesetzt wurde. Das Eigenkapital der Pyrexx Services GmbH beträgt TEUR 100, der Jahresfehlbetrag beträgt TEUR 2.

2.  Vorräte

Die Vorräte enthalten zum Bilanzstichtag noch nicht verkaufte Rauchmelder sowie für die Rauchmelder benötigte Bestückungskomponenten.

3.  Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 840.640,14 (i. Vj. EUR 1.572.826,32) haben wie die sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, wobei die Kautionen von EUR 26.945,80 (i. Vj. EUR 26.557,68) von der Laufzeit der Mietverträge abhängen und somit eine Laufzeit von einem bis zu fünf Jahre haben.

4.  Eigenkapital

Im Bilanzgewinn ist der Gewinnvortrag EUR 9.964.570,97 (i. Vj. EUR 10.483.422815) enthalten. Für Ausschüttungen gesperrt i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB sind Beträge von TEUR 4.862 für die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände (TEUR 6.963) abzüglich der darauf gebildeten passiven latenten Steuern (TEUR 2.101).

5.  Sonderposten für Zuschüsse

Der Sonderposten wurde für die Investitionszuschüsse der IBB gebildet. Die Auflösung richtet sich nach den jeweiligen Abschreibungen der bezuschussten Investitionsgüter.

6.  Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
  


30.06.2022
Inanspruchnahme

Auflösung

Zuführung

30.06.2023

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
Personalkosten
239.418,36
239.418,36
0,00
285.781,90
285.781,90
Offene Rechnungen
80.000,00
0,00
0,00
62.054,20
142.054,20
Jahresabschlusskosten
52.000,00
33.418,50
81,50
42.500,00
61.000,00
Gewährleistungen
32.000,00
0,00
0,00
10.000,00
42.000,00
Berufsgenossenschaft
35.000,00
35.000,00
0,00
35.000,00
35.000,00
Archivierungskosten
21.000,00
0,00
0,00
2.000,00
23.000,00
Rechtsstreit
10.000,00
0,00
0,00
0,00
10.000,00

469.418,36
307.836,86
81,50
437.336,10
598.836,10



7.  Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren
Restlaufzeit über fünf Jahre

30.06.2023

EUR
EUR
EUR
EUR
gegenüber Kreditinstituten
3.297.652,00
3.290.843,73
1.206.851,52
7.795.347,25
aus Lieferungen und Leistungen
3.595.790,16
0,00
0,00
3.595.790,16
sonstige Verbindlichkeiten
481.899,09
0,00
0,00
481.899,09

7.375.341,25
3.290.843,73
1.206.851,52
11.873.036,50



Im Vorjahr bestandenen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 8.801.413,86. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 5.793.751,24 hatten EUR 1.991.207,45 eine Laufzeit von bis zu einem Jahr, EUR 3.698.972,41 eine Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren und EUR 103.571,38 eine Restlaufzeit von über fünf Jahren. Alle weiteren Verbindlichkeiten hatten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Weitere Verbindlichkeiten von mehr als einem Jahr waren nicht vorhanden. Die Verbindlichkeiten bestanden im Vorjahr im Weiteren aus Lieferungen und Leistungen (EUR 2.658.465,84) und aus sonstigen Verbindlichkeiten (EUR 349.196,78). 

Es bestehen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 228.150,09 (i. Vj. EUR 294.808,90) und aus sozialer Sicherheit in Höhe von EUR 12.767,61 (i. Vj. EUR 5.314,52).

Sicherheiten wurden für die Verbindlichkeiten nicht gestellt.

8.  Latente Steuern

Die Posten betreffen die Abweichungen zur Steuerbilanz.
Die Aktiven latenten Steuern betreffen die im Sonderposten für Zuschüsse bilanzierten Zuschüsse der IBB. Die Passiven latenten Steuer beruhen auf den selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen und den aktvierten Rauchmeldern. Bei der Berechnung wurde von einem durchschnittlichen Steuersatz von 30 % (15,825 % für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag und 14,35 % für Gewerbesteuer) ausgegangen. Zu berücksichtigende steuerliche Verlustvorträge bestanden nicht.

Entwicklung der Aktiven Latenten Steuern:


Stand 01.07.2022



Zugang


Verbrauch/Abgang

30.06.2023
EUR
EUR
EUR
EUR
89.959,76
24.277,36
0,00
114.237,12



Entwicklung der Passiven Latenten Steuern:

Stand 01.07.2022

Zugang
Verbrauch/Abgang
30.06.2023
EUR
EUR
EUR
EUR
4.516.567,69
434.702,16
173.237,39
4.778.032,46



9.  Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse nach § 268 Abs. 7 HGB bestehen nicht.

10.  Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB

Aus Miet-, Leasing- und Mietleasingverträgen sind innerhalb eines Jahres EUR 1.329,414,43 (i. Vj. EUR 1.141.397,20) und in dem Zeitraum über einem und bis zu fünf Jahren EUR 2.587.283,27 (i. Vj. EUR 2.767.338,59) und in dem Zeitraum über fünf Jahren EUR 159.481,71 (i. Vj. EUR 462.995,15) zu zahlen.

III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die verschiedenen Geschäftsbereiche wie folgt. Dienstleistungen EUR 11.937.691,43 (i. Vj. EUR 11.883.471,32), Direktverkauf von Rauchwarnmeldern EUR 5.430.220,70 (i. Vj. EUR 4.654.656,31 und) Umsätze der IT-Sparte von EUR 17.637,88 (i. Vj. EUR 26.607,96).

Die aktivierten Eigenleistungen von EUR 1.420.448,60 (i. Vj. EUR 1.626.375,06) betreffen die Entwicklungskosten des Geschäftsjahres, die zu aktivierten selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen führten. Die Abschreibungen auf selbstgeschaffenen immaterielle Vermögensgegenstände betrug EUR 1.442.618,91 (i. Vj. EUR 1.244.540,59).

Der Materialaufwand gliedert sich in Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogenen Waren von EUR 5.133.586,70 (i. Vj. EUR 4.578.351,17) und Aufwendungen für bezogenen Leistungen von EUR 488.225,87 (i. Vj. EUR 534.594,53).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten vor allem die periodenfremden Erträge in Höhe von EUR 169.441,44. Weiterhin enthält der Posten auch die Auflösung des Sonderpostens für die Investitionszuschüsse der IBB in Höhe von EUR 18.734,80.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten keine Erträge (i. Vj. EUR 0,00) aus der Währungsumrechnung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 446,02 (i. Vj. EUR 1.653,07).

Periodenfremd sind hierbei Erträge von TEUR 169 (i. Vj. TEUR 36) und Aufwendungen von TEUR 208 (i. Vj. TEUR 86), deren größten Positionen die Ergebnisse einer SV-Prüfung (TEUR 87), Lizenzen (TEUR 54), Betriebskosten- und Stromnachzahlungen (TEUR 18) und Kfz-Kosten (TEUR 16) betreffend.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen vor allem auf Kfz-, Werbe- und Reisekosten (TEUR 1.030), Raumkosten (TEUR 1.102), Lizenzen (TEUR 288) und Rechts- und Beratungskosten (TEUR 281).

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt EUR 25.000,00.

V. Sonstige Angaben

1.  Arbeitnehmer
Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr 247 (i. Vj. 275) Arbeitnehmer, davon waren 139 in der Dienstleistungssparte, 66 in der Produktion, 20 IT-Bereich und 22 in der allgemeinen (kaufmännischen) Verwaltung beschäftigt.

2.  Zusammensetzung der Organe

Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2022/2023:

·  Herr Dipl.-Kfm. Stefan Krieg, Kaufmann (bis 31. März 2023)
·  Herr Dipl.-Ing. Holger Schewe (ab 15. Februar 2023)

3. Bezüge der Organe

Für die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

4.  § 42 Abs. 3 GmbHG

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen Forderungen in Höhe von EUR 38.042,84 (i. Vj. EUR 32.110,14) und keine Verbindlichkeiten (i. Vj. EUR 0,00).

5.  Bilanzgewinn

Der (nicht verwendete) Jahresfehlbetrag 2023 von EUR 2.521.032,83 und der Gewinnvortrag von EUR 9.964.570,97 ergeben den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 7.443.538,14.

6.  Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn 2023 von EUR 7.443.538,14 auf neue Rechnung vorzutragen.

7. § 283 Nr. 33 HGB

Es sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung nicht berücksichtigt sind.

 

Berlin, den 17. Dezember 2023

Holger Schewe Martin Dohmeier

Bericht des Aufsichtsrats


Es gibt keinen Aufsichtsrat

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 23.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die Pyrexx GmbH, Berlin:

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Pyrexx GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30.06.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Pyrexx GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
·  entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.06.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 und
·  vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre meine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
·  identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

·  gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

·  beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

·  ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

·  beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

·  beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

·  führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Berlin, 29. Juli 2024

Dipl.-Kfm. Harry Haseloff Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

99 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.