Pyrexx
GmbH
Berlin
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023
Lagebericht
1. Grundlage des Unternehmens
1.1. Geschäftsmodell
Die Pyrexx GmbH ist ein mittelständisches
Unternehmen mit Sitz in Berlin. Operativ ist die
Gesellschaft in mehreren Geschäftsfeldern tätig.
Dies ist zum einen die Entwicklung, Produktion und der
Vertrieb von Qualitätsrauchwarnmeldern. Darüber
hinaus ist die Gesellschaft als moderner Dienstleister in
der Wohnungswirtschaft tätig sowie als Entwickler
hochmoderner Software. Es wird angestrebt, ein
möglichst umfangreiches Produktpaket zu garantieren,
um den Komfort der Kundensegmente auszugestalten. Die
Gesellschaft ist vornehmlich im B2B-Bereich tätig.
Kernmarkt sind Deutschland und europäische Länder
mit einer Rauchwarnmelderpflicht. Das Unternehmen steht
für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis mit
höchstem Qualitäts-, Service- und
Sicherheitsniveau.
Bei der Herstellung der Rauchmelder wird vor allem
Wert auf Sicherheit und Qualität gelegt. Darunter
fallen insbesondere eine auf Nachhaltigkeit und
Umweltfreundlichkeit ausgerichtete Produktion,
sozialverträgliche Konditionen der Mitarbeiter sowie
eine hohe Produktlebensdauer. gilt als
Selbstverständnis, höchste Sicherheitsstandards,
Funktionalität und exklusives Design miteinander zu
vereinen.
Der auf die deutsche Wohnungswirtschaft ausgerichtete
Dienstleistungsbereich konnte im Zeitverlauf ausgebaut
werden, sodass die Pyrexx GmbH im gesamten Bundesgebiet
vertreten ist. Auch hier steht im Vordergrund, dem Kunden
ein umfangreiches und abgerundetes Produktpaket anzubieten,
Kundenwünsche optimal zu befriedigen, um langfristig
einen Mehrwert zu bieten. Zentrale Dienstleistungen sind
vor allem die Erbringung von Tätigkeiten rund um die
gesetzliche Rauchwarnmelderpflicht und
Nachunternehmerleistungen für Trinkwasserbeprobungen
und Montageleistungen von Verbrauchsgeräten.
Dienstleistungskunden schätzen insbesondere den
Einsatz von ausschließlich fest angestellten
Servicemitarbeitern, Termintreue und digitale
Leistungserfassung gemäß individuellen
Kundenanforderungen.
Die eigens entwickelte ERP-Software durchdringt alle
Unternehmensteile und trägt maßgeblich dazu bei,
interne Prozesse zu planen, zu steuern und zu optimieren.
Gleichzeitig bildet es die Basis für Kundenportale und
angrenzende Softwareprodukte.
1.2. Forschung und Entwicklung
Eigene Forschungsaktivitäten wurden im
Berichtszeitraum nicht unternommen.
Die Entwicklungstätigkeiten der Pyrexx GmbH sind
vielfältig. Aufgrund des teils rasanten
technologischen Fortschritts sind Anpassungen und
Weiterentwicklungen an aktuell am Markt platzierten
Produkten nötig, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Im Zuge dessen wird nicht nur die Weiterentwicklung eigener
Produkte unternommen, sondern auch Optimierungen im
prozessualen Bereich, vor allem bei der
Fertigungsqualität und Prozesssicherheit, vorgenommen.
Die in der Vergangenheit vorgenommenen Investitionen
in Maschinen der Mess- und Prüftechnik im
Produktionsbereich konnten weiterhin gewährleisten,
die eigene Qualitätssicherung effizient
durchzuführen.
Digitale Prozesse werden durch hausinterne
Softwareentwicklung und Erweiterung des eigenen ERP sowohl
ständig weiterentwickelt als auch optimiert. Dazu
zählen insbesondere sich ändernde Kunden- und
Marktanforderungen, um Produkte wettbewerbsfähig zu
halten.
Zur Realisierung der Entwicklungsaktivitäten
waren im Berichtszeitraum durchschnittlich 16 (Vj.: 17)
Hardware- und IT-Entwickler angestellt.
Die Summe der operativen Entwicklungsaufwendungen
betrug im Berichtszeitraum insgesamt TEUR 1.519 (Vj.: TEUR
1.691), wovon TEUR 1.420 (Vj.: TEUR 1.626) als selbst
geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens aktiviert wurden. Somit liegt die
Aktivierungsquote der Entwicklungsaufwendungen mit rund 94%
auf Vorjahresniveau (VJ: 96%).
Die Abschreibungen auf selbst erstellte immaterielle
Vermögensgegenstände betrugen im Berichtsjahr
TEUR 1.443 gegenüber TEUR 1.245 im Vorjahr und
verzeichneten somit erneut einen moderaten Anstieg.
2. Wirtschaftsbericht
2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Die deutsche Wirtschaft kämpft weiterhin mit
Lieferengpässen aufgrund des Ukrainekrieges und hoher
Inflation, was das prognostizierte Wachstum des
Bruttoinlandsproduktes von 2,1% in 2023
beeinträchtigt. Die Inflationsrate liegt 2024 bei
4,2%, deutlich über dem von der EZB angestrebten Wert
von 2%.
Im Jahr 2022 lebten in Deutschland laut statistischem
Bundesamt 84,4 Millionen Menschen, ein Anstieg um 1,3%
gegenüber dem Vorjahr. Dies wurde durch hohe
Nettozuwanderung im Zuge der Ukrainekrise angetrieben.
Jedoch konnte der Bedarf an Wohnraum nicht gedeckt werden,
da das Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr verfehlt
wurde. Dies verstärkt die Wohnraumknappheit in
Ballungsräumen. Gleichzeitig ist das Immobilien- und
Baugewerbe durch steigende Zinsen, Fachkräftemangel
und steigende Baupreise stark eingeschränkt,
zusätzlich erschwert durch Bürokratie- und
Umweltauflagen.
Ende 2022 gab es in Deutschland rund 43 Millionen
Wohnungen - das sind 283.000 Wohnungen mehr als im Jahr
zuvor, wie jüngste Zahlen des Statistischen
Bundesamtes (Destatis) zeigen. Der Wohnungsbestand in
Deutschland ist vergangenes Jahr im Vergleich zum Vorjahr
um 0,7 Prozent gestiegen. Insgesamt standen demnach 2021
konkret 43,1 Millionen Wohnungen zur Verfügung. Da
alle Landesbauordnungen die Ausstattung von
Rauchwarnmeldern bei Neubauten und Bestandsbauten
vorschreiben, ist auch die Pyrexx GmbH ein indirekter
Profiteur dieser Entwicklung.
Die Geschäftsentwicklung der Pyrexx GmbH wird
gestützt von einer gesetzlichen
Rauchwarnmelderpflicht. Die Novellierung der
sächsischen Landesbauordnung sieht eine
Rauchwarnmelderpflicht für Bestandsbauten vor, der
Start der Rauchwarnmelderpflicht für Bestandsbauten
ist der 01.01.2024. Die Übergangsfrist endet am
31.12.2023.
Da der Gesetzgeber den Austausch von bestehenden
Rauchwarnmeldern nach einer Nutzungsdauer von 10 Jahren
vorschreibt, müssen in weiteren Bundesländern wie
Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern erneute
Ausstattungen vorgenommen werden. Das Auslaufen der ersten
Fristen ermöglicht der Pyrexx GmbH Chancen für
den Direktvertrieb seiner Rauchwarnmelder und für die
Dienstleistung.
2.2. Geschäftsverlauf und Lage
Die Geschäftstätigkeit der Pyrexx GmbH
gliedert sich in Geschäftsbereiche, welche jeweils von
einem Geschäftsleiter eigenverantwortlich geführt
werden. Zum Stichtag gliederten sich diese in Produktion,
Vertrieb sowie Dienstleistungsmanagement und
Geschäftsfeldentwicklung, IT und Entwicklungsabteilung
nebst den jeweils zugehörigen Abteilungen der
kaufmännischen Verwaltung.
Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl hat sich auf
247 gegenüber 275 im Vorjahresvergleich verringert.
Zum Bilanzstichtag belief sich die Mitarbeiterzahl
umgerechnet auf Vollzeitäquivalente auf 221.
Das Ergebnis ist weiterhin stark geprägt durch
fehlende wichtige Bauteile für margenstarke
Funkprodukte, deren Nachfrage nicht vollständig
bedient werden konnte, sowie einen anhaltend enormen
Anstieg bei den Materialpreisen, der Erhöhung des
Mindestlohns sowie einer weiterhin zunehmenden allgemeinen
Preissteigerung in allen wirtschaftlichen Bereichen. Vor
dem Hintergrund des anhaltenden Krieges in Europa,
politischer Unruhe und einer weiterhin hohen Inflation
stehen wir weiterhin vor einer großen Unsicherheit
hinsichtlich der zukünftigen Entwicklungen der
gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Pyrexx
GmbH mit TEUR 17.386 (Vj.: TEUR 16.565) einen leichten
Umsatzanstieg mit 5% gegenüber dem Vorjahr
verzeichnen. Der Umsatzanstieg resultierte fast
vollständig aus dem Hardwareverkauf, welcher rund 15%
gegenüber dem Vorjahr zulegen konnte, während
sich die Dienstleistungsumsätze auf Vorjahresniveau
bewegen (TEUR 11.938, Vj: TEUR 11.890).
Der Dienstleistungsbereich für Rauchwarnmelder
entwickelt sich weiterhin erwartungsgemäß. Die
Umsätze aus Rauchwarnmelderdienstleistungen bewegen
sich mit einer Steigerung um rund 4% auf TEUR 11.938 (Vj.:
TEUR 11.890) leicht über dem Vorjahresniveau. Dabei
konnte der Rückgang um rund 8% aus dem
Wartungsgeschäft mit Zuwächsen im Verkauf, der
Vermietung und sonstigen Nebenleistungen kompensiert
werden.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten die
Erlöse aus an Kunden vermieteten Rauchwarnmeldern von
TEUR 1.385 im Vorjahr um rund 49% auf TEUR 2.062 gesteigert
werden.
Die Vermietung von Rauchwarnmeldern an
Dienstleistungskunden ist weiterhin bedeutsam für die
Gesellschaft aufgrund anhaltender Bedarfsdeckung. So sind
in den letzten drei Wirtschaftsjahren massive
Nettoinvestitionen in das Sachanlagevermögen
vorgenommen worden, mit einem aktuellen Buchwertanteil von
rund 58% des Gesamtbestandes aktivierter Rauchwarnmelder
per 30.06.2023. Im Berichtszeitraum konnten die daraus
resultierenden Vermietungserlöse ein starkes Wachstum
verbuchen (12% der Gesamterlöse) und übersteigen
mittlerweile deutlich ihre korrespondierenden
Abschreibungen. Die zur Finanzierung nötigen Mittel
(eigene Erzeugnisse zu Herstellungskosten oder Waren) sind
hingegen erheblicher Natur. Dadurch fließen die aus
diesem Geschäft resultierenden Erlöse erst
sukzessive über den Zeitraum von 10 Jahren. Diesen, im
Gesamtkontext sehr umfangreichen, Finanzierungsbedarf hat
die Gesellschaft in der Vergangenheit meist mit Mitteln aus
dem laufenden operativen Tagesgeschäft aufgewendet und
damit in langfristig sichere zukünftige Erträge
zu investieren.
Der drastische Anstieg der Beschaffungskosten
für Produktionsmaterialien hat sich im abgelaufenen
Geschäftsjahr fortgesetzt und verzeichnete eine
weitere Erhöhung um im Schnitt 18% gegenüber
bereits 11% im zweiten Halbjahr des vorangegangenen
Geschäftsjahres. Auch hat sich, auch durch den
Wettbewerb im Beschaffungsmarkt mit großen
Teilnehmern, die Zulaufzeit von Produktionsmitteln nochmals
verlängert. Die im Vorjahr erhöhten
Lagerbestände wurden abgebaut und unter
Berücksichtigung der erschwerten Beschaffungssituation
für Produktionsmaterialien gemanaged. Gleichzeitig
wurde Produktionsmaterial für die neue
Rauchmeldergeneration auf Vorrat angeschafft, um einen
reibungslosen Produktionsstart zu gewährleisten.
Per Oktober 2022 wurde der gesetzliche Mindestlohn
auf EUR 12 pro Stunde angehoben. Diese daraus
resultierenden Lohnanpassungen führten zu einer
durchschnittlichen Lohnsteigerung pro Mitarbeiter im
höheren einstelligen Bereich. Der Aufwand für die
Gewinnung und Betreuung von qualifiziertem Personal ist
aufgrund der Arbeitsmarktsituation gestiegen.
Zusätzlich wurden durch Restrukturierungsprozesse
Kapazitäten eingespart. Die Gesellschaft verzeichnete
einen Rückgang des Mitarbeiterbestandes um rund 12 %.
Die umgesetzten Restrukturierungen fanden im zweiten
Halbjahr des vergangenen Geschäftsjahres statt und
werden ihre volle Wirkung erst im kommenden
Geschäftsjahr entfalten.
Die Abschreibungen erreichten im Geschäftsjahr
mit TEUR 3.502 ein erneutes Hoch, welches unter anderem
wesentlich von Folgendem getrieben ist: TEUR 1.588
resultieren aus Abschreibungen auf an Kunden vermietete und
aktivierte Rauchmelder. Diesen steht jedoch ein Volumen an
neu aktivierten Rauchwarnmeldern in Höhe von TEUR
2.477 gegenüber. Die Abschreibungen auf selbst
erstellte immaterielle Vermögensgegenstände
erreichten im Berichtszeitraum mit TEUR 1.443 ebenfalls
einen Höchststand, lagen jedoch noch leicht über
den neuen Aktivierungen (TEUR 1.420) des
Geschäftsjahres. Die selbst erstellten immateriellen
Vermögensgegenstände setzen sich aus
Entwicklungskosten für die firmeneigene ERP ("VDP")
sowie die der neuen Rauchmeldergeneration zusammen. Im
Rahmen der Verschmelzungen der operativen
Tochtergesellschaften auf die Pyrexx Gmbh per 01.07.2018
wurden rückwirkend bis dahin erbrachte
Entwicklungsleistungen aktiviert, was in diesem
Geschäftsjahr einen einmaligen Sonderertrag von TEUR
3.473 verursachte. Die aus den rückwirkend
vorgenommenen Aktivierungen resultierenden erhöhten
Abschreibungen sind ergebnisverzerrend und machten in der
Berichtsperiode mit TEUR 1.022 rund 71% der Abschreibungen
auf selbst erstellte immaterielle
Vermögensgegenstände aus. Diese Verzerrung wird
sich im kommenden Geschäftsjahr nur noch mit TEUR 341
auswirken, da die Position ihre voraussichtliche
betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer erreicht und
vollständig abgeschrieben sein wird.
Planmäßig wird mit der Fertigstellung der
nächsten Rauchmeldergeneration und deren
Produktionsstart zu Beginn des kommenden
Geschäftsjahres mit der Abschreibung der
zugehörigen Entwicklungskosten begonnen.
Der sonstige betriebliche Aufwand stieg moderat mit
8% um TEUR 297 gegenüber dem Vorjahr. In den sonstigen
Kosten sind auch periodenfremde Aufwendungen von TEUR 208
(Vj.: TEUR 86) enthalten.
Im vorherigen Geschäftsjahr wurde mit der
Implementierung eines eigenen Onlinevertriebs begonnen,
welche im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgesetzt
wurde. Die daraus resultierenden einmaligen Aufwendungen im
Geschäftsjahr beliefen sich insgesamt auf TEUR 189.
2.2.1. Ertragslage
Ergebnisquelle
|
Geschäftsjahr in
TEUR
|
Vorjahr in TEUR
|
Betriebsergebnis
|
- 1.868
|
- 402
|
Zinsergebnis
|
- 174
|
- 98
|
Steuerergebnis
|
- 472
|
- 20
|
Jahresergebnis
|
- 2.521
|
- 520
|
Die Umsatzerlöse lagen im vergangenen
Geschäftsjahr mit einem leichten Wachstum von 5%
über dem Vorjahresniveau. Die Erhöhung des
Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen lag mit
einem Rückgang um rund 49% unter der des Vorjahres.
Das Volumen der aktivierten Rauchmelder erhöhte sich
um 69% auf TEUR 2.477. Die Bestände an fertigen
Erzeugnissen verringerten sich um TEUR -1.017 (Vj.: TEUR
+1.320). Gleichzeitig nahm der Zugang der aktivierten
Eigenleistungen um 13% auf TEUR 1.420 ab. Die sonstigen
betrieblichen Erträge bewegten sich auf
Vorjahresniveau. Daraus resultierend sank die
Gesamtleistung der Gesellschaft leicht um 4% auf TEUR
20.223.
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe verzeichneten im Berichtszeitraum eine
moderate Steigerung von rund 12%. Der Materialaufwand
für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wuchs dabei um
rund 4% bei einem Rückgang der Produktionsmenge um 4%.
Der Materialaufwand für Waren wuchs in der
Berichtsperiode um rund 308%. Dieses Material ergänzt
das Produktportfolio für das Geschäftsfeld
Dienstleistung.
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen
verzeichneten einen Rückgang um 9% auf TEUR 488. Darin
sind einmalige Aufwendungen in Höhe von TEUR 189 (Vj.:
TEUR 150) aus der Inanspruchnahme eines externen
Dienstleisters enthalten zur Geschäftsfelderweiterung
des Hardwareverkaufs. Weitere TEUR 76 sind einmalige
Zertifizierungskosten von Hardwareprodukten.
Die Abschreibungen sind im abgelaufenen
Geschäftsjahr um 11% gestiegen. Treibend mit rund 16%
Steigerung gegenüber der Vorperiode sind die
Abschreibungen auf selbst geschaffene immaterielle
Vermögensgegenstände sowie mit rund 7% die
Abschreibungen auf an Kunden vermietete Rauchwarnmelder.
Die allgemeine Teuerungsrate im Berichtszeitraum wird
auch an der Entwicklung des sonstigen betrieblichen
Aufwands widergespiegelt, welcher eine Steigerung um rund
10% verzeichnete. Durch ein effizientes Kostenmanagement
konnten zusätzliche Kostensteigerungen verhindert
werden. Die Raumkosten bewegen sich auf Vorjahresniveau
(+4%). Bei den KfZ-Aufwendungen wurden durch effizientes
Management Einsparungen erzielt. So verzeichnete die Summe
der KfZ-Kosten zwar einen Rückgang um rund 7% bei
einem moderaten Rückgang der Stückzahl geleaster
Fahrzeuge um 10%. Dies konnte jedoch im Hinblick auf
gestiegene Finanzierungskosten sowie hohe Treibstoffkosten
realisiert werden, indem beispielsweise Aufwendungen
für Reparaturen um rund 62% gegenüber dem Vorjahr
gesenkt wurden. Dem entgegen stiegen die Aufwendungen
für Versicherungspolicen (+10%), Lizenzen und
Konzessionen (+57%), Rechts- und Beratungskosten (+91%)
sowie die periodenfremden Aufwendungen (+140%) absolut und
relational sehr stark an. Der Anstieg der periodenfremden
Aufwendungen geht zum Teil auf Lizenzen/Konzessionen
zurück, sowie durch eine Sonderbelastung aufgrund
einer erfolgten Sozialversicherungsprüfung, welche
nach dem Bilanzstichtag abschließend geklärt
wurde mit dem Ergebnis der vollständigen
Rückerstattung des strittigen Betrages an die
Gesellschaft.
Das Betriebsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr
um 716947045716947044TEUR - 1.466716947045Holger
ScheweSiehe oben gleiche Tabelle, auf welche Zahlen
beziehen wir uns nun?716947044Anthony Haakewir beziehen uns
hier auf die Verschlechterung des Betriebsergebnisses
ggü dem Vorjahr:
VJ: -406 , GJ: -1.868, Diff: -1.466 deutlich
gesunken. Dieser Rückgang ist wesentlich gezeichnet
durch einen stärkeren Abbau von Beständen
fertiger Erzeugnisse bei moderat steigenden
Umsatzerlösen und rückläufigen Aktivierungen
selbst erstellter immaterieller
Vermögensgegenstände. Zudem haben aufgrund
allgemeinwirtschaftlicher Entwicklungen steigende
Materialpreise sowie sonstige betriebliche Aufwendungen das
Ergebnis im Vorjahresvergleich zusätzlich belastet.
Zusätzlich verschlechterten erneut gestiegene
Abschreibungen das Betriebsergebnis negativ.
Das Zinsergebnis fiel im Verhältnis zu den
sonstigen Größen der Gewinn- und Verlustrechnung
weiterhin gering aus und entwickelte mit einem Wachstum
gegenüber dem Vorjahr um 85% eine zunehmende
Bedeutung. Die Zinsaufwendungen sind gegenüber dem
Vorjahreszeitraum um rund 76% gestiegen, da das
allgemeine Zinsniveau weiter ansteigt sowie neue
langfristige Finanzverbindlichkeiten hinzu kamen,
während Bestehende planmäßig getilgt
wurden.
Das Steuerergebnis ist um TEUR 453 gestiegen, davon
entfallen 54% auf Ertragsteuernachzahlungen für
Vorjahre sowie 55% auf passiven latenten Steueraufwand. Die
Ertragsteuernachzahlungen für Vorjahre resultieren aus
nachträglichen Änderungsbescheiden aufgrund einer
Betriebsprüfung bei der Berichtsgesellschaft und der
2018 auf sie verschmolzenen Tochtrergesellschaften.
2.2.2. Finanzlage
Der Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit ist im laufenden
Geschäftsjahr wieder positiv und konnte um TEUR 1.191
auf TEUR 854 gesteigert werden.
Unterstützend wirkte dabei der Abbau von
Beständen fertiger Erzeugnisse, welche in der
Vorperiode vorausschauend aufgebaut wurden, um potentiellen
Lieferschwierigkeiten aufgrund von
Lieferkettenstörungen vorzubeugen. Belastend hingegen
wirkten notwendige Bestandserhöhungen der Roh-, Hilfs-
und Betriebsstoffe aus bereits genannten Gründen sowie
der Notwendigkeit, ausreichend Betriebsmittel zur
reibungslosen Produktion eigener Hardware
gewährleisten zu können. Ebenfalls belastend
wirkten die nötigen Auszahlungen für die
Beschaffung von Fremdrauchmeldern, welche für die
Bewirtschaftung im Dienstleistungsbereich vonnöten
sind.
Die Summe der operativen Einzahlungen überstieg
die operativen Auszahlungen wieder spürbar.
Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihre
Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen zu
bedienen. Das Forderungsmanagement und Mahnwesen soll
sicherstellen, dass Forderungen innerhalb der Zahlungsfrist
beglichen werden, um die eigene Liquidität zu schonen.
Die sonstigen Auszahlungen, die nicht der
Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen
sind, beinhalten hauptsächlich Umsatzsteuerzahlungen
und bewegen sich moderat über dem Vorjahresniveau.
2.2.3. Vermögenslage
wesentliche
Bilanzposition
|
Geschäftsjahr in
TEUR
|
Vorjahr in TEUR
|
Aktiva
|
|
|
Mittel- und langfristig
gebundenes Vermögen
|
18.634
|
17.750
|
Kurzfristig gebundenes
Vermögen
|
6.520
|
6.499
|
liquide Mittel
|
33
|
44
|
Aktiver RAP
|
53
|
55
|
Aktive latente Steuern
|
114
|
90
|
Passiva
|
|
|
Eigenkapital
|
7.694
|
10.214
|
Sonderposten für
Investitionszuschüsse
|
379
|
298
|
Mittel- und
langfristiges Fremdkapital
|
5.332
|
4.457
|
kurzfristiges
Fremdkapital
|
7.139
|
4.498
|
Passiver RAP
|
0
|
95
|
Passive latente Steuern
|
4.778
|
4.516
|
Bilanzsumme
|
25.322
|
24.394
|
Das zum Bilanzstichtag langfristig in der
Gesellschaft gebundene Vermögen besteht zu rund 37%
aus immateriellen Vermögensgegenständen des
Anlagevermögens und rund 61% aus Sachanlagen sowie
einer Unternehmensbeteiligung. Dieses Verhältnis ist
gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.
Die immateriellen Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens setzen sich aus selbst geschaffenen
immateriellen Vermögenswerten zusammen.
Die Sachanlagen setzen sich im Wesentlichen aus
verbauten Rauchwarnmeldern, Produktionsanlagen,
Mietereinbauten sowie Geschäfts- und
Betriebsausstattung zusammen.
Die Unternehmensbeteiligung besteht aus einer
hundertprozentigen Tochtergesellschaft (Pyrexx Services
GmbH - ohne operativen Geschäftsbetrieb), welche im
Anlagevermögen gehalten wird.
Das kurzfristige Vermögen zum Bilanzstichtag
setzt sich nahezu unverändert gegenüber dem
Vorjahr zu rund 69% (Vj.: 70%) aus Vorräten sowie 30%
(Vj.: 29%) aus Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenständen zusammen.
Die liquiden Mittel sowie aktive
Rechnungsabgrenzungsposten entwickelten sich dem
Geschäftsverlauf entsprechend. Die Forderungen und
sonstigen Vermögensgegenstände bewegen sich auf
Vorjahresniveau.
Das Eigenkapital setzt sich wie im Vorjahr zu rund 3%
aus gezeichnetem Kapital, rund 97% Bilanzgewinn zusammen.
Der Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Das Fremdkapital setzt sich zu rund 3% (Vj.: 3%) aus
Rückstellungen, 45% (Vj.: 41%) aus Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten sowie 51% (Vj.: 55%)
übrigen Verbindlichkeiten und passiven latenten
Steuern zusammen.
Die nach vorsichtiger und gewissenhafter
kaufmännischer Art und Weise gebildeten
Gewährleistungsrückstellungen und die
Rückstellungen für Aufbewahrungen sind
hauptsächlich langfristiger Natur, wohingegen alle
sonstigen Rückstellungen kurzfristiger Art sind.
2.3. Finanzielle Leistungsindikatoren
Zur internen Steuerung des Unternehmens werden
abhängig vom Geschäftsbereich spezifische
Kennzahlen herangezogen, die entweder umsatz-, kosten- oder
ergebnisorientiert sind. Sie wurden für den jeweiligen
Bereich definiert und werden laufend fortgeschrieben,
weiterentwickelt oder gar um neue Kennzahlen erweitert.
Beispiele sind Umsatzentwicklung nach
Tätigkeitsbereichen, Produktions- und Absatzzahlen zu
nennen.
Die Umsatzerlöse stiegen leicht auf TEUR 17.386
(Vj.: TEUR 16.565) während die Gesamtleistung einen
leichten Rückgang um rund 4% auf TEUR 20.465 (Vj.:
TEUR 21.218) verzeichnet. Das Rohergebnis hingegen sank auf
TEUR 14.837 von TEUR 16.105 im Vorjahr. Das Rohergebnis pro
Mitarbeiter in Höhe von TEUR 60 bewegt sich dennoch
auf Vorjahresniveau (Vj.: TEUR 59).
Im Berichtszeitraum ist das EBITDA mit TEUR 1.634
gegenüber TEUR 2.742 im Vorjahr um 40% gesunken.
Ursache ist eine geringere Gesamtleistung von TEUR 20.465
(Vj.: TEUR 21.156) bei gleichzeitig überproportional
gestiegenen Aufwendungen, wobei entsprechend gegensteuernde
Maßnahmen eine negativere Entwicklung abfedern
konnten oder sich erst im weiteren Zeitverlauf auswirken
werden.
2.4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
In der Pyrexx GmbH existieren nichtfinanzielle
Leistungsindikatoren auf Ebene des Gesamtunternehmens und
auch auf Ebene von Geschäftsbereichen und Abteilungen.
Die auf Basis des Gesamtunternehmens ermittelte
Mitarbeiterfluktuation bewegte sich mit rund 22%
gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit rund 20% auf
Vorjahresniveau. Die Mitarbeiterfluktuation im
Dienstleistungsbereich ist unverändert höher, da
die Arbeit körperlich wesentlich anstrengender ist,
sodass sich auf Basis des restlichen Unternehmens eine
deutlich geringere Mitarbeiterfluktuation von 10% im
Berichtszeitraum ergibt.
Im Bereich der IT wird die UPtime der firmeneigenen
ERP als Steuerungsgröße herangezogen. So wird
der festgelegte Referenzwert >99%, zu welchem die ERP
mindestens erreichbar sein soll, monatlich geprüft und
abhängig vom Ergebnis entsprechend agiert. Der
festgelegte Referenzwert konnte seit Einführung 2017
laufend verbessert werden und ist seit 2018 soweit
optimiert, dass er im Berichtszeitraum mit 99,9% als
ausreichend angesehen wird.
Im Beschaffungsbereich werden zur Bewertung von
bestehenden als auch neuen Lieferanten Indikatoren wie
Liefertermintreue, Flexibilität der Lieferanten,
Anzahl von Falschlieferungen als auch Lieferungen, mit
einem zu hohen Anteil an fehlerhafter Ware herangezogen.
Bei der Auswahl der Lieferanten wird größten
Wert auf Qualität und Nachhaltigkeit gelegt. So ist es
Teil der Zielsetzung, den Ausschuss entlang der gesamten
Wertschöpfungskette so gering wie möglich zu
halten, ohne gleichzeitig Abstriche bei bestehenden
Qualitätsstandards zu machen. Regelmäßige
Lieferantenaudits bei ausgewählten Unternehmen sollen
dies unter anderem gewährleisten.
2.5. Gesamtaussage
Auch das abgelaufene Wirtschaftsjahr war von der
Corona-Pandemie und den Auswirkungen des Krieges in der
Ukraine beeinflusst. Neben weiter bestehenden
Engpässen bei elektronischen Komponenten waren
Preissteigerungen in der Beschaffung von Waren, Leistungen
und insbesondere beim Energieeinkauf zu verzeichnen. Diese
Einflüsse wirkten sich auch dämpfend auf die
Umsatzentwicklung aus: der Umsatz konnte zwar um 5 %
gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2021/2022 gesteigert
werden (Vorjahr - 16 %), doch blieb der Anstieg hinter den
Erwartungen zurück.
Aufgrund der Kostensteigerungen, die nur
verzögert und auch nicht in vollem Umfang an die
Kunden weitergegeben werden konnten, verminderten sich
Rohertrag und Betriebsergebnis im Vorjahresvergleich.
Die Vermögens- und Finanzlage schätzen wir
als solide ein, während die Ertragslage angespannt
ist. Die Ertragslage wird zusätzlich zu den benannten
Kostensteigerungen wesentlich beeinflusst durch
erhöhte Abschreibungen u.a. auf aktivierte
Rauchwarnmelder. Dieser Anstieg bei den Abschreibungen auf
aktivierte Rauchwarnmelder ist Folge des im abgelaufenen
Wirtschaftsjahr gestiegenen Geschäftsvolumens,
belastet jedoch das aktuelle Ergebnis.
Bestrebungen zur Optimierung unseres
Finanzmanagements wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr
weiterhin vorgenommen. Verbindlichkeiten wurden innerhalb
der Fälligkeiten beglichen.
Das Vorratsvermögen wurde auf dem
Vorjahresniveau gehalten. Die Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe wurden weiter erhöht, aber im gleichen
Umfang wurden fertige und unfertige Erzeugnisse reduziert.
Die Bauteilversorgung der Produktion ist gesichert, aber
weiterhin nur mit erhöhtem Planungsaufwand.
Im Berichtszeitraum wurden neue mittelfristige
Darlehen zur Finanzierung von im Mietmodell verbauten
Rauchwarnmeldern sowie zur Entlastung der operativen
Liquidität durch den Bestandsaufbau von Bauteilen
insbesondere für die neue Rauchwarnmeldergeneration
aufgenommen. Bestehende Darlehensverbindlichkeiten wurden
planmäßig getilgt.
Im Lagebericht zum 30.06.2022 wurde eine Prognose zur
Geschäftsentwicklung für das Geschäftsjahr
2022/2023 veröffentlicht. Diese Prognose wurde
insbesondere bei Umsatz und EBITDA verfehlt:
Prognose-Ist-Vergleich für das
Geschäftsjahr 2022/2023
|
|
2021/2022
|
Prognose 2022/2023
|
2022/2023
|
Umsatz
|
16.564,70
|
18.600,00
|
17.385,50
|
neu aktivierte
Rauchwarnmelder
|
1.460,20
|
2.500,00
|
2.476,90
|
EBITDA
|
2.743,00
|
2.600,00
|
1.634,00
|
Abschreibungen
|
3.143,90
|
3.800,00
|
3.501,90
|
Wesentliche Gründe wurden in der Darstellung der
Ertragslage ausgeführt.
3. Zweigniederlassungsbericht
Der Hauptsitz der Gesellschaft befindet sich in
Berlin. Die Gesellschaft unterhielt zum Bilanzstichtag
bundesweit insgesamt 15 (Vj.: 17) weitere
unselbstständige Niederlassungen, welche zur
Ausübung bestehender Dienstleistungsangebote
unterhalten werden müssen und hauptsächlich als
Lagerorte fungieren.
Aufgrund der Unselbstständigkeit der
Niederlassungen wird auf weitere Ausführungen
verzichtet. Sie dienen im Wesentlichen als Zwischenlager
und Ort für Schulungen unserer Servicemitarbeiter.
4. Prognosebericht
Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden
sich auch im Wirtschaftsjahr 2023/2024 dämpfend auf
die Geschäftsentwicklung auswirken. Zwar hat sich der
Preisanstieg verlangsamt, einem organischen Wachstum steht
aber insbesondere die schwache Neubautätigkeit im
Wohnungsbau entgegen.
Da alle Rauchwarnmelder aufgrund gesetzlicher
Vorgaben nach spätestens 10 Jahren ausgetauscht werden
müssen und die Einführung der Rauchmelderpflicht
für Neubauten und Bestandsbauten
bundeslandabhängig teils schon 10 Jahre in der
Vergangenheit liegt, ist im kommenden Geschäftsjahr
mit einem durch revolvierende Vertragsverhältnisse
induzierten Nachfrageanstieg zu rechnen. Dies betrifft
hauptsächlich Bundesländer wie Hessen,
Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Hier liegt
der Schwerpunkt auf der erfolgreichen Teilnahme an den
erwarteten Ausschreibungen. Die beschlossene
Rauchwarnmelderpflicht für Bestandsbauten in Sachsen
mit einer Übergangsfrist bis zum 31.12.2023 konnten
wir für neue Vertragsabschlüsse nutzen.
Wir erwarten auf Grund des Urteils des
Bundesgerichtshofes aus Mai 2022 zur Nichtumlegbarkeit der
Mietkosten von Rauchwarnmeldern vom Vermieter an den Mieter
im Rahmen der Betriebskostenabrechnung einen Anstieg der
Verkäufe von Rauchwarnmeldern im Rahmen unserer
Dienstleistungserbringung. Gegenläufig wirkt sich
jedoch das gestiegene Zinsniveau aus. Für die laufende
operative Liquidität gehen wir dennoch von positiven
Effekten aus. Dies gilt nicht nur für
Neuausstattungen, sondern auch für
Bestandsverträge.
Die Anforderungen der Kunden wachsen stetig. Um am
Markt Bestand haben zu können, müssen nicht nur
einfache Dienstleistungen, sondern ganze
Dienstleistungsbündel angeboten werden. Als
Dienstleister für die Wohnungswirtschaft bietet Pyrexx
neben seinem klassischen Geschäft der
Rauchmelderdienstleistungen bereits Leistungen im Bereich
der Trinkwasserbeprobungen und Montage von
Heizkostenverteilern an. Neben der forcierten
Intensivierung des Ausbaus der bestehenden Leistungen ist
geplant, den Umfang des angebotenen Leistungsspektrums
Kundenwünschen entsprechend auszubauen. Hierzu
zählen beispielsweise Nachunternehmer-Dienstleistungen
rund um Tausch und Montage aller Arten von
Verbrauchsgeräten. Dennoch ist ein weiterer
erheblicher Entwicklungsaufwand in das bestehende
ERP-System notwendig, um diese neuen Dienstleistungen
massentauglich bearbeiten zu können.
Den direkten Hardwarevertrieb werden wir weiter
ausbauen.
Die Produktpalette wurde bereits um einen CO-Melder
(Kohlenmonoxidwarnmelder) erweitert. Der Verkaufsstart
verzögerte sich, da unser Lieferant auf Grund der
weltweiten Knappheit von Rohstoffen Probleme bei der
Beschaffung der Bauteile hatte.
Der eigene online-Vertrieb an private Endkunden (B2C)
soll über verschiedene Marktplätze wie
beispielsweise Amazon ausgebaut werden. Das Marktpotential
für private Endverbraucher ist hoch. Die
Wohneigentumsquote in Deutschland beträgt rund 47%.
Nach eigenen Recherchen sind in Deutschland
durchschnittlich circa 25% der Haushalte mit Wohneigentum
noch nicht mit Rauchwarnmeldern ausgestattet. Ziel ist es,
nach einer erfolgreichen Verbreitung in Deutschland, den
online-Vertrieb schnell auf andere europäischen
online-Marktplätze auszuweiten.
Eine neue Rauchwarnmeldergeneration erweitert das
Hardware-Produktportfolio im folgenden Geschäftsjahr.
Die bisherige Rauchwarnmeldergeneration werden wir parallel
weiter produzieren.
Das bestehende Kundenportal wird komplett
überarbeitet, um unseren Bestandskunden auch
zukünftig eine optimale digitale Kundenbetreuung zu
ermöglichen.
Um sowohl neue Vertriebswege und Absatzmärkte zu
entwickeln als auch bestehende zu intensivieren, werden
strategische Partnerschaften nicht ausgeschlossen.
Für das Wirtschaftsjahr 2023/2024 erwarten wir
eine Steigerung der Umsatzerlöse von ca. 10 % auf rund
EUR 19 Mio. Der Umsatzanstieg ist teilweise preisbedingt,
da auch wir die gestiegenen Kosten in der Preisbildung
berücksichtigen müssen.
Der eigene Online-Vertrieb wird zur Umsatzsteigerung
insbesondere in den Folgejahren beitragen.
Die Entwicklung des Rohergebnisses ist aufgrund der
zu erwartenden Preisentwicklungen im Bereich der
elektronischen Bauteile und beim Kunststoff schwer zu
prognostizieren. Geplant wird mit einem weiteren Anstieg
der Materialkosten.
Aufgrund der Corona-Pandemie herrscht weiterhin ein
weltweiter Mangel an elektronischen Bauteilen. Diese
Knappheit zieht sich durch alle Branchen, die elektronische
Komponenten verwenden. Auch Pyrexx ist davon betroffen.
Durch die Verknappung steigen die Preise für einzelne
Bauteile einhergehend mit einer geringeren
Verfügbarkeit. Der Preisanstieg wird sich auf die
Materialaufwandsquote auswirken.
Die im Geschäftsjahr 2022/2023 eingeleiteten
Maßnahmen zur Optimierung der innerbetrieblichen
Abläufe werden im laufenden Wirtschaftsjahr
fortgesetzt. Des Weiteren sind Maßnahmen zur
Einsparung bei den Personalkosten und sonstigem
betrieblichen Aufwand geplant.
Das EBITDA prognostizieren wir mit EUR 1,9 Mio.
Die Abschreibungen werden ggü. dem Vorjahr
weiter ansteigen. Die geplanten Abschreibungen betragen EUR
3,8 Mio. Die Erhöhung resultiert aus der erhöhten
Installation von aktivierten Rauchwarnmeldern und dem Start
der Abschreibung der aktivierten Entwicklungsleistung
für die neue Rauchwarnmeldergeneration.
Das Unternehmen ist solide finanziert. Eine
Herausforderung ist der erhöhte Vorfinanzierungsbedarf
für elektronische Bauteile. Trotz einer geringeren
Produktions- und Absatzmenge kann der Zulauf der
eingesteuerten Bauteile zur Sicherstellung der
zukünftigen Belieferung und als Maßnahme der
Preissicherung nur begrenzt gekürzt oder gestoppt
werden.
Kunden und Partner schätzen die
Zuverlässigkeit des Unternehmens und dessen
ständig in Weiterentwicklung befindliche
Forecast-Planung, was sich weiterhin in langfristig
bestehenden Geschäftsbeziehungen widerspiegeln wird.
So wird eine Quote an revolvierenden Verträgen im
Dienstleistungsbereich von mindestens 90% angestrebt.
5. Chancen- und Risikobericht
Die allgemeine Marktsituation bewerten wir als
positiv. Dennoch bewegen sich die durchsetzbaren
Verkaufspreise in Kernmärkten auf niedrigem Niveau,
was einen direkten negativen Einfluss auf die
Umsatzerlöse im Direktvertrieb als auch Verkauf im
Dienstleistungsbereich bedingt. Durch den Ausbau des
eigenen online-Vertriebs erhöhen wir unsere
Absatzmöglichkeiten und haben einen stärkeren
Einfluss auf das Branding unserer Produkte.
Aufgrund des noch nicht flächendeckend
gesättigten Marktes, insbesondere bei privaten
Wohnungseigentümern, wird der kommende Bedarf an
Rauchwarnmeldern weiterhin als wachsend angesehen. Auch die
gesetzliche Pflicht zum Austausch von bestehenden
Rauchwarnmeldern nach einem Nutzungszeitraum von 10 Jahren
wird unterstützend wirken, da die Pflicht zur
Installation bei Neubauten mittlerweile teils über
diesen Zeitraum hinaus in der Vergangenheit liegt.
Für die sich im Markt befindenden Hardware
Produkte sieht Pyrexx keine besonderen Risiken. Alle von
Pyrexx hergestellten Rauchwarnmelder sind von dem staatlich
bestellten Prüflabor, Kriwan Testzentrum GmbH,
zertifiziert und zugelassen. Dort finden
regelmäßig intensive Prüfungen und Tests an
den von unserem Unternehmen hergestellten Rauchwarnmeldern
statt. Das letzte Produktionsaudit durch die CNPP im
Dezember 2023 verlief ohne Beanstandungen. Im August 2023
wurden die Audits zu den etablierten Managementsystemen,
Qualitätsmanagement (ISO 9001) und Umweltmanagement
(ISO 14001), erstmals auch das Energiemanagement (ISO
50001) erfolgreich absolviert.
Gesetzliche Anforderungen zur Zertifizierung von
Rauchwarnmeldern können erhebliche Verzögerungen
beim Nichtbestehen nötiger Tests bedingen, wodurch
sich nicht nur die Produktion verzögert, sondern auch
alle nachgelagerten Aktivitäten des
Rauchwarnmeldervertriebes sowie
Rauchwarnmelderdienstleistungen gelähmt werden. Damit
wird die Grundlage des Geschäftsmodells der
Gesellschaft unabdingbar getroffen. Änderungen in der
für Rauchwarnmelder geltenden Norm bzw. der
Landesbauordnungen werden mit erheblichem Vorlauf
angekündigt.
Pyrexx tritt nicht nur als Produzent von Rauchmeldern
für den B2B-Bereich auf, sondern ist auch
Dienstleister in der Wohnungswirtschaft mit dem
Kerngeschäft der Rauchwarnmelderdienstleistungen.
Somit profitieren alle operativen Bereiche von einem
gesamtwirtschaftlichen Nachfrageanstieg, da sie alle direkt
und indirekt von diesem profitieren. Das bedeutet aber auch
bei einem Rückgang der allgemeinen Nachfrage am Markt
einen Rückgang der Erlöse in allen
Geschäftsbereichen, da das Geschäftsmodell vor
allem auf Rauchwarnmeldervertrieb als auch
Rauchwarnmelderdienstleistungen basiert. Wir sehen in den
kommenden Jahren einen Anstieg der Nachfrage, denn viele
bevölkerungsreiche Bundesländer stehen vor dem
Auslaufen der ersten 10-Jahresfrist (Bayern,
Nordrhein-Westfalen). Es müssen folglich eine Vielzahl
von Rauchwarnmeldern erstmals komplett ausgetauscht werden.
Dass Pyrexx sich als etablierte
Branchengröße einen guten Ruf als
Fachunternehmen erarbeiten konnte, ist bekannt und wird bei
der Vergrößerung und Diversifizierung der
Geschäftsbereiche fördern.
Aufgrund der Fakturierung in Euro sind
Währungsrisiken nicht gegeben.
Durch die Kundenstruktur von größtenteils
kommunalen Wohnungsunternehmen sehen wir geringe Risiken
von Forderungsausfällen und Bonitätsrisiken.
Wenn die Entwicklung am Arbeitsmarkt in ihrem
aktuellen Trend Bestand hat, wird künftig ein
steigender finanzieller sowie administrativer Aufwand
entstehen, um qualifiziertes Personal in der Organisation
zu halten, neu zu rekrutieren und zu integrieren.
Im Falle von Lieferengpässen oder durch
höhere Gewalt bedingte Produktionsausfälle wird
der Fortgang des Geschäftsbetriebes mit Hilfe einer
entsprechenden Lagerhaltung gewährleistet. Der Umfang
der Lagerhaltung wird sich künftig wieder reduzieren
und gebundenes Kapital freisetzen. Der Planungsprozess der
Beschaffung von Bauteilen bleibt anspruchsvoll. Ein
zeitweiliger Ausfall der Produktion kann dazu führen,
dass Geschäftsbereiche zum Erliegen kommen und
bestehende Vertragsverhältnisse nicht bedient und
etwaige Fristen nicht eingehalten werden können.
Das installierte und laufend aktualisierte
Risikomanagementsystem in Form einer halbjährlich in
jedem Unternehmensbereich erstellten Risikoanalyse wurde
seit seiner Einführung stetig verbessert. Es hilft,
finanzielle, organisatorische als auch
bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu
identifizieren, zu beheben oder entsprechende
Maßnahmen zur Vorbeugung oder Behebung zu ergreifen.
Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht. Die
Liquidität ist derzeit belastet durch eine weiter hohe
Kapitalbindung im Vorratsvermögen. Diese dient der
Gefahrenabwehr hinsichtlich einer ausbleibenden Belieferung
und hohen Preissteigerungen. Das wäre
existenzbedrohend. Die Liquiditätsplanung zeigt eine
Entspannung der operativen Liquidität ab Februar 2024.
Durch geplante Kostensenkungsmaßnahmen und die
Restrukturierung von Prozessen und internen Strukturen wird
sich in den Folgejahren auch die Rentabilität weiter
verbessern.
Bilanz
Aktiva
|
|
30.6.2023
EUR |
30.6.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
18.596.399,98 |
17.718.261,61 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
6.977.321,47 |
6.987.507,78 |
| 1.
In der Entwicklung befindliche immaterielle
Vermögensgegenstände |
6.963.344,47 |
6.985.514,78 |
| 2.
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
13.977,00 |
1.993,00 |
| II.
Sachanlagen |
11.519.078,51 |
10.630.753,83 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
8.894.534,00 |
8.010.073,00 |
| 2.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
2.611.174,01 |
2.210.705,83 |
| 3.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
13.370,50 |
409.975,00 |
| III.
Finanzanlagen |
100.000,00 |
100.000,00 |
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
100.000,00 |
100.000,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
6.558.113,73 |
6.531.163,22 |
| I.
Vorräte |
4.534.102,98 |
4.546.113,05 |
| 1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
2.270.681,06 |
1.752.231,17 |
| 2.
fertige Erzeugnisse und Waren |
2.263.421,92 |
2.793.881,88 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
1.991.238,10 |
1.941.538,39 |
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
840.640,14 |
1.572.826,32 |
| 2.
Forderungen gegen Gesellschafter |
38.042,84 |
32.110,14 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
38.042,84 |
32.110,14 |
| 3.
sonstige Vermögensgegenstände |
1.112.555,12 |
336.601,93 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
32.772,65 |
43.511,78 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
53.274,37 |
55.328,59 |
| D.
Aktive latente Steuern |
114.237,12 |
89.959,76 |
| Aktiva |
25.322.025,20 |
24.394.713,18 |
Passiva
|
|
30.6.2023
EUR |
30.6.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
7.693.538,14 |
10.214.570,97 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
250.000,00 |
250.000,00 |
| II.
Gewinnvortrag |
9.964.570,97 |
10.483.422,81 |
| III.
Jahresfehlbetrag |
2.521.032,83 |
518.851,84 |
| B.
Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen |
378.582,00 |
298.126,80 |
| C.
Rückstellungen |
598.836,10 |
469.418,36 |
| 1.
sonstige Rückstellungen |
598.836,10 |
469.418,36 |
| D.
Verbindlichkeiten |
11.873.036,50 |
8.801.413,86 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
7.795.347,25 |
5.793.751,24 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
2.462.793,73 |
1.336.941,08 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
5.332.553,52 |
4.456.810,16 |
| 2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
3.595.790,16 |
2.658.465,84 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
3.595.790,16 |
2.658.465,84 |
| 3.
sonstige Verbindlichkeiten |
481.899,09 |
349.196,78 |
| davon
aus Steuern |
228.150,09 |
294.808,90 |
| davon
im Rahmen der sozialen Sicherheit |
12.767,61 |
5.314,52 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
481.899,09 |
349.196,78 |
| E.
Rechnungsabgrenzungsposten |
0,00 |
94.615,50 |
| F.
Passive latente Steuern |
4.778.032,46 |
4.516.567,69 |
| Passiva |
25.322.025,20 |
24.394.713,18 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.7.2022 - 30.6.2023
EUR |
1.7.2021 - 30.6.2022
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
17.385.549,93 |
16.564.735,59 |
| 2.
Erhöhung des Bestandes an fertigen und
unfertigen Erzeugnissen |
1.417.388,60 |
2.785.352,52 |
| 3.
andere aktivierte Eigenleistungen |
1.420.448,60 |
1.626.375,06 |
| 4.
sonstige betriebliche Erträge |
235.637,69 |
241.576,02 |
| 5.
Materialaufwand |
5.621.812,57 |
5.112.945,70 |
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
5.133.586,70 |
4.578.351,17 |
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
488.225,87 |
534.594,53 |
| 6.
Personalaufwand |
9.482.852,26 |
9.829.519,79 |
| a)
Löhne und Gehälter |
7.883.704,53 |
8.171.557,56 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
1.599.147,73 |
1.657.962,23 |
| davon
für Altersversorgung |
10.825,65 |
13.008,79 |
| 7.
Abschreibungen |
3.501.874,69 |
3.143.908,52 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
3.501.874,69 |
3.143.908,52 |
| 8.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
3.829.932,32 |
3.533.132,30 |
| davon
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung |
446,02 |
1.653,07 |
| 9.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
6.799,63 |
0,06 |
| 10.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
181.322,05 |
98.166,42 |
| 11.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
472.204,70 |
19.218,36 |
| davon
Aufwendungen aus der Zuführung und
Auflösung von latenten Steuern |
237.187,41 |
19.218,36 |
| 12.
Ergebnis nach Steuern |
-2.624.174,14 |
-518.851,84 |
| 13.
sonstige Steuern |
-103.141,31 |
|
| 14.
Jahresfehlbetrag |
2.521.032,83 |
518.851,84 |
Anhang
für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis
zum 30. Juni 2023
I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen und zu
Bilanzierungs- und Bewertungs-methoden
1.
Allgemeine Angaben
Die Pyrexx GmbH hat ihren Sitz in Berlin. Sie ist im
Handelsregister des Amtsgericht Charlottenburg unter HRB
95953 B eingetragen.
Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter
Annahme der Unternehmensfortführung.
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr
vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 wurde
nach den Vorschriften der §§ 242 des
Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung der
ergänzenden Bestimmungen für große
Kapitalgesellschaften sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt.
Die Gesellschaft ist eine große
Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB.
2.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der
Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Im Wirtschaftsjahr wurden selbstgeschaffene
immaterielle Vermögensgegenstände
aktiviert. Es handelt sich hierbei um Entwicklungskosten
für die ERP-Software und eine neue Rauchmelderversion.
Die Bewertung erfolgte zu Herstellungskosten. Dabei wurden
Materialkosten, Fertigungskosten und angemessene Teile der
Materialgemeinkosten und Fertigungsgemeinkosten sowie
angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung bei
der Bewertung berücksichtigt. Aufwendungen für
Fremdkapitalzinsen, welche zur Herstellung der
Vermögensgegenstände verwendet wurden, wurden
nicht einbezogen.
Die Entwicklungskosten der ERP-Software werden
planmäßig über einen Zeitraum von fünf
Jahren abgeschrieben.
Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt
mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und -
soweit abnutzbar - unter Berücksichtigung
planmäßig linearer Abschreibungen auf der Basis
der voraussichtlichen Nutzungsdauer.
Bei neu angeschafften Vermögensgegenständen
des Anlagevermögens erfolgte die Abschreibung
grundsätzlich pro rata temporis.
Vermögensgegenstände mit
Einzel-anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im
Zugangsjahr voll abgeschrieben, wobei aus
Vereinfachungsgründen im Anlagespiegel im Jahr des
Zugangs ein Abgang unterstellt wurde.
Die in der Dienstleistungssparte verbauten nicht
verkauften Rauchmelder werden zu Herstellungskosten
aktiviert und über die voraussichtliche
planmäßige Nutzungsdauer von 10 Jahren
abgeschrieben.
Die Anteile an den verbundenen Unternehmen werden mit
den Anschaffungskosten bilanziert.
Die Vorräte wurden mit den Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt, da die Tageswerte am
Bilanzstichtag nicht niedriger waren.
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden mit
den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
(Materialeinzelkosten, angemessenen Material- und
Fertigungsgemeinkosten sowie dem Werteverzehr des
Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung
veranlasst) angesetzt, sofern die Tageswerte am
Bilanzstichtag nicht niedriger waren. Für die
Ermittlung der Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe wird das Verbrauchsfolgeverfahren nach der
Fifo-Methode angewendet (§ 256 Satz 1 HGB). Die
Fifo-Methode bildet den Verbrauch nach unserer eingesetzten
Lagertechnik den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechend ab.
Die Forderungen und die sonstigen
Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert
angesetzt.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle zum
Bilanzstichtag vorliegenden Risiken. Sie sind in Höhe
des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie
entsprechen den zu erwartenden Ausgaben.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Geschäftsvorfälle in fremder Währung
wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Gewinne und
Verluste aus der Umrechnung von
Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam
erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert
unter den Posten sonstige betriebliche Erträge bzw.
sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen.
II. Erläuterungen zur Bilanz
1.
Anlagevermögen
Die Anteile an den verbundenen Unternehmen betreffen
eine 100 % Beteiligung an der Pyrexx Services GmbH,
Berlin mit der in der Vergangenheit ein
Ergebnisabführungsvertrag bestand, die mit den
Anschaffungskosten (Stammkapital TEUR 100) angesetzt
wurde. Das Eigenkapital der Pyrexx Services GmbH
beträgt TEUR 100, der Jahresfehlbetrag
beträgt TEUR 2.
2.
Vorräte
Die Vorräte enthalten zum Bilanzstichtag noch
nicht verkaufte Rauchmelder sowie für die Rauchmelder
benötigte Bestückungskomponenten.
3.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in
Höhe von EUR 840.640,14 (i. Vj.
EUR 1.572.826,32) haben wie die sonstigen
Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von bis zu
einem Jahr, wobei die Kautionen von EUR 26.945,80
(i. Vj. EUR 26.557,68) von der Laufzeit der
Mietverträge abhängen und somit eine Laufzeit von
einem bis zu fünf Jahre haben.
4.
Eigenkapital
Im Bilanzgewinn ist der Gewinnvortrag
EUR 9.964.570,97 (i. Vj. EUR 10.483.422815)
enthalten. Für Ausschüttungen gesperrt i.S.d.
§ 268 Abs. 8 HGB sind Beträge von
TEUR 4.862 für die selbstgeschaffenen
immateriellen Vermögensgegenstände (TEUR 6.963)
abzüglich der darauf gebildeten passiven latenten
Steuern (TEUR 2.101).
5.
Sonderposten für Zuschüsse
Der Sonderposten wurde für die
Investitionszuschüsse der IBB gebildet. Die
Auflösung richtet sich nach den jeweiligen
Abschreibungen der bezuschussten Investitionsgüter.
6.
Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie
folgt zusammen:
|
30.06.2022
|
Inanspruchnahme
|
Auflösung
|
Zuführung
|
30.06.2023
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
Personalkosten
|
239.418,36
|
239.418,36
|
0,00
|
285.781,90
|
285.781,90
|
Offene Rechnungen
|
80.000,00
|
0,00
|
0,00
|
62.054,20
|
142.054,20
|
Jahresabschlusskosten
|
52.000,00
|
33.418,50
|
81,50
|
42.500,00
|
61.000,00
|
Gewährleistungen
|
32.000,00
|
0,00
|
0,00
|
10.000,00
|
42.000,00
|
Berufsgenossenschaft
|
35.000,00
|
35.000,00
|
0,00
|
35.000,00
|
35.000,00
|
Archivierungskosten
|
21.000,00
|
0,00
|
0,00
|
2.000,00
|
23.000,00
|
Rechtsstreit
|
10.000,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
10.000,00
|
|
469.418,36
|
307.836,86
|
81,50
|
437.336,10
|
598.836,10
|
7.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten
|
Restlaufzeit bis zu
einem Jahr
|
Restlaufzeit von einem
bis zu fünf Jahren
|
Restlaufzeit über
fünf Jahre
|
30.06.2023
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
gegenüber
Kreditinstituten
|
3.297.652,00
|
3.290.843,73
|
1.206.851,52
|
7.795.347,25
|
aus Lieferungen und
Leistungen
|
3.595.790,16
|
0,00
|
0,00
|
3.595.790,16
|
sonstige
Verbindlichkeiten
|
481.899,09
|
0,00
|
0,00
|
481.899,09
|
|
7.375.341,25
|
3.290.843,73
|
1.206.851,52
|
11.873.036,50
|
Im Vorjahr bestandenen Verbindlichkeiten in
Höhe von EUR 8.801.413,86. Von den
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in
Höhe von EUR 5.793.751,24 hatten EUR 1.991.207,45
eine Laufzeit von bis zu einem Jahr, EUR 3.698.972,41
eine Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren und
EUR 103.571,38 eine Restlaufzeit von über
fünf Jahren. Alle weiteren Verbindlichkeiten hatten
eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Weitere
Verbindlichkeiten von mehr als einem Jahr waren nicht
vorhanden. Die Verbindlichkeiten bestanden im Vorjahr im
Weiteren aus Lieferungen und Leistungen
(EUR 2.658.465,84) und aus sonstigen Verbindlichkeiten
(EUR 349.196,78).
Es bestehen Verbindlichkeiten aus Steuern in
Höhe von EUR 228.150,09 (i. Vj.
EUR 294.808,90) und aus sozialer Sicherheit in
Höhe von EUR 12.767,61 (i. Vj.
EUR 5.314,52).
Sicherheiten wurden für die Verbindlichkeiten
nicht gestellt.
8.
Latente Steuern
Die Posten betreffen die Abweichungen zur
Steuerbilanz.
Die Aktiven latenten Steuern betreffen die im
Sonderposten für Zuschüsse bilanzierten
Zuschüsse der IBB. Die Passiven latenten Steuer
beruhen auf den selbstgeschaffenen immateriellen
Vermögensgegenständen und den aktvierten
Rauchmeldern. Bei der Berechnung wurde von einem
durchschnittlichen Steuersatz von 30 % (15,825 %
für Körperschaftsteuer und
Solidaritätszuschlag und 14,35 % für
Gewerbesteuer) ausgegangen. Zu berücksichtigende
steuerliche Verlustvorträge bestanden nicht.
Entwicklung der Aktiven Latenten Steuern:
Stand 01.07.2022
|
Zugang
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Verbrauch/Abgang
|
30.06.2023
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
89.959,76
|
24.277,36
|
0,00
|
114.237,12
|
Entwicklung der Passiven Latenten Steuern:
Stand 01.07.2022
|
Zugang
|
Verbrauch/Abgang
|
30.06.2023
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
4.516.567,69
|
434.702,16
|
173.237,39
|
4.778.032,46
|
9.
Haftungsverhältnisse
Haftungsverhältnisse nach § 268 Abs. 7
HGB bestehen nicht.
10.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach
§ 285 Nr. 3a HGB
Aus Miet-, Leasing- und Mietleasingverträgen
sind innerhalb eines Jahres EUR 1.329,414,43
(i. Vj. EUR 1.141.397,20) und in dem Zeitraum
über einem und bis zu fünf Jahren
EUR 2.587.283,27 (i. Vj. EUR 2.767.338,59)
und in dem Zeitraum über fünf Jahren
EUR 159.481,71 (i. Vj. EUR 462.995,15) zu
zahlen.
III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem
Gesamtkostenverfahren erstellt.
Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die
verschiedenen Geschäftsbereiche wie folgt.
Dienstleistungen EUR 11.937.691,43 (i. Vj.
EUR 11.883.471,32), Direktverkauf von Rauchwarnmeldern
EUR 5.430.220,70 (i. Vj. EUR 4.654.656,31
und) Umsätze der IT-Sparte von EUR 17.637,88
(i. Vj. EUR 26.607,96).
Die aktivierten Eigenleistungen von
EUR 1.420.448,60 (i. Vj. EUR 1.626.375,06)
betreffen die Entwicklungskosten des Geschäftsjahres,
die zu aktivierten selbstgeschaffenen immateriellen
Vermögensgegenständen führten. Die
Abschreibungen auf selbstgeschaffenen immaterielle
Vermögensgegenstände betrug EUR 1.442.618,91
(i. Vj. EUR 1.244.540,59).
Der Materialaufwand gliedert sich in Aufwendungen
für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für
bezogenen Waren von EUR 5.133.586,70
(i. Vj. EUR 4.578.351,17) und Aufwendungen
für bezogenen Leistungen von EUR 488.225,87
(i. Vj. EUR 534.594,53).
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten
vor allem die periodenfremden Erträge in Höhe von
EUR 169.441,44. Weiterhin enthält der Posten auch
die Auflösung des Sonderpostens für die
Investitionszuschüsse der IBB in Höhe von
EUR 18.734,80.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten
keine Erträge (i. Vj. EUR 0,00) aus der
Währungsumrechnung. Die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der
Währungsumrechnung in Höhe von EUR 446,02
(i. Vj. EUR 1.653,07).
Periodenfremd sind hierbei Erträge von TEUR 169
(i. Vj. TEUR 36) und Aufwendungen von
TEUR 208 (i. Vj. TEUR 86), deren
größten Positionen die Ergebnisse einer
SV-Prüfung (TEUR 87), Lizenzen (TEUR 54),
Betriebskosten- und Stromnachzahlungen (TEUR 18) und
Kfz-Kosten (TEUR 16) betreffend.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen
vor allem auf Kfz-, Werbe- und Reisekosten (TEUR 1.030),
Raumkosten (TEUR 1.102), Lizenzen (TEUR 288) und
Rechts- und Beratungskosten (TEUR 281).
Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt
EUR 25.000,00.
V. Sonstige Angaben
1.
Arbeitnehmer
Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr
247 (i. Vj. 275) Arbeitnehmer, davon waren 139 in der
Dienstleistungssparte, 66 in der Produktion, 20 IT-Bereich
und 22 in der allgemeinen (kaufmännischen) Verwaltung
beschäftigt.
2.
Zusammensetzung der Organe
Alleinvertretungsberechtigter
Geschäftsführer der Gesellschaft waren im
Geschäftsjahr 2022/2023:
· Herr Dipl.-Kfm. Stefan Krieg,
Kaufmann (bis 31. März 2023)
· Herr Dipl.-Ing. Holger Schewe (ab
15. Februar 2023)
3.
Bezüge der Organe
Für die Angaben der Gesamtbezüge der
Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des
§ 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.
4.
§ 42 Abs. 3 GmbHG
Gegenüber den Gesellschaftern bestehen
Forderungen in Höhe von EUR 38.042,84
(i. Vj. EUR 32.110,14) und keine
Verbindlichkeiten (i. Vj. EUR 0,00).
5.
Bilanzgewinn
Der (nicht verwendete) Jahresfehlbetrag 2023 von
EUR 2.521.032,83 und der Gewinnvortrag von
EUR 9.964.570,97 ergeben den Bilanzgewinn in Höhe
von EUR 7.443.538,14.
6.
Gewinnverwendung
Die Geschäftsführung schlägt vor, den
Bilanzgewinn 2023 von EUR 7.443.538,14 auf neue
Rechnung vorzutragen.
7.
§ 283 Nr. 33 HGB
Es sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge
von besonderer Bedeutung eingetreten, die Bilanz oder
Gewinn- und Verlustrechnung nicht berücksichtigt sind.
Berlin, den
17. Dezember 2023
Holger
Schewe Martin Dohmeier
Bericht des Aufsichtsrats
Es gibt keinen Aufsichtsrat
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 23.09.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Pyrexx GmbH, Berlin:
Prüfungsurteile
Ich habe den Jahresabschluss der Pyrexx GmbH -
bestehend aus der Bilanz zum 30.06.2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom
01.07.2022 bis zum 30.06.2023 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe
ich den Lagebericht der Pyrexx GmbH für das
Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023
geprüft.
Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
30.06.2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit
diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung,
dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung übe ich
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre meine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifiziere und beurteile ich
die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder
unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend
und geeignet sind, um als Grundlage für meine
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
ist bei Verstößen höher als bei
Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
· gewinne ich ein Verständnis
von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteile ich die Angemessenheit
der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehe ich Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich
zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
meines Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteile ich die
Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des
Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob
der Jahresabschluss die zugrundeliegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteile ich den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage des Unternehmens.
· führe ich
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die
den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteile die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden
Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Ich erörtere mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung
feststelle.
Berlin, 29. Juli 2024
Dipl.-Kfm.
Harry Haseloff Wirtschaftsprüfer
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