Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 510259
Vorher
Schlosser Gesellschaft mit beschränkter HaftungSchlosser GmbH Medizintechnik
Eingetragen
31.3.1978
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von medizinischen und zahnmedizinischen Apparaten und Materialien a. n. g.Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Herstellung, der Vertrieb und der Handel von Produkten in den Bereichen Diagnostik, Medizin, Optik, Leiterplattentechnik und Pharmazie sowie von Vorrichtungen, Werkzeugen, Kunststoff- und Metallwaren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gerald Schatz
seit 21.8.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Sean Jason Page
seit 21.8.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Jabil Nypro International B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
60.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Nypro Healthcare GmbH

Knittlingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2023 bis zum 31.08.2024

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Nypro Healthcare GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Nypro Healthcare GmbH, Knittlingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nypro Healthcare GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. August 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hervorhebung eines Sachverhalts

Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Abschnitt „A. Allgemeine Angaben“ des Anhangs und Abschnitt „I. Allgemeine Angaben“ des Lageberichts, welche den Beschluss zur Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs der Gesellschaft und die darauf basierende Bilanzierung zu Liquidationswerten aufgrund der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beschreiben. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Beendigung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der geordneten Beendigung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern der Fortführung der Unternehmenstätigkeit tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

- erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorschriften und Maßnahmen abzugeben;

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

- ziehen wir Schlussfolgerungen darüber, ob die Aufstellung des Jahresabschlusses durch die gesetzlichen Vertreter unter Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angemessen ist, sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Beendigung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft die geordnete Beendigung ihrer Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 22. August 2025

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Maurer, Wirtschaftsprüfer

Schreitmüller, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. August 2024

Aktiva

31.08.2024
31.08.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 138.161,95 234.186,82
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.157.688,67 3.944.144,47
2. technische Anlagen und Maschinen 3.080.590,09 5.103.788,91
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.258.433,41 4.053.765,21
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1,35 294.770,20
7.496.713,52 13.396.468,79
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.891,80 9.891,80
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.825.082,20 1.596.593,60
1.834.974,00 1.606.485,40
9.469.849,47 15.237.141,01
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 14.371,01 1.542.241,73
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 0,00 2.609.870,97
3. fertige Erzeugnisse 0,00 2.750.233,84
4. geleistete Anzahlungen 0,00 510.418,11
14.371,01 7.412.764,65
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 100.598,22 2.400.170,94
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 30.081.614,07 21.390.666,04
3. sonstige Vermögensgegenstände 235.814,50 549.243,60
30.418.026,79 24.340.080,58
III. Flüssige Mittel 140.187,57 29.837,52
30.572.585,37 31.782.682,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 62.319,77 103.565,02
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 170.928,00 157.700,00
40.275.682,61 47.281.088,78

Passiva

31.08.2024
31.08.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 60.000,00 60.000,00
II. Kapitalrücklagen 17.780.000,00 17.780.000,00
III. Gewinnvortrag 7.583.157,76 7.583.157,76
25.423.157,76 25.423.157,76
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 66.341,00 71.526,00
2. sonstige Rückstellungen 4.682.786,43 16.240.675,00
4.749.127,43 16.312.201,00
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 2.999.431,99
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 807.248,56 1.374.083,34
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.794.030,62 940.592,21
4. sonstige Verbindlichkeiten 488.210,15 217.633,98
10.089.489,33 5.531.741,52
D. Rechnungsabgrenzungsposten 13.908,09 13.988,50
40.275.682,61 47.281.088,78

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. September 2023 bis 31. August 2024

01.09.2023 - 31.08.2024 01.09.2022 - 31.08.2023
1. Umsatzerlöse 18.657.828,90 38.229.474,93
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 25.079.356,29 49.267.522,24
3. Bruttoergebnis vom Umsatz -6.421.527,39 -11.038.047,31
4. Vertriebskosten 747.382,21 1.430.516,60
5. allgemeine Verwaltungskosten 4.775.320,90 5.162.085,10
6. sonstige betriebliche Erträge 566.800,37 451.593,19
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 424.041,11 542.893,03
8. Erträge aus Beteiligungen 250,00 250,00
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 91.223,37 190.864,28
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 121.852,50 370,00
11. Ergebnis vor Steuern -11.831.850,37 -17.531.204,57
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 279,30 30,75
13. Sonstige Steuern 11.256,38 12.955,95
14. Ergebnis vor Gewinnabführung -11.843.386,05 -17.544.160,52
15. Erträge aus Verlustübernahme 11.843.386,05 17.544.160,52
16. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis 31. August 2024

der Nypro Healthcare GmbH, Knittlingen

A. Allgemeine Angaben

Die Nypro Healthcare GmbH hat ihren Sitz in Knittlingen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (HR B Reg. Nr. 510259).

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Aufgrund des Beschlusses der Geschäftsführung vom 28.11.2023 den operativen Geschäftsbetrieb der Gesellschaft zum 31. März. 2024 einzustellen, wird der Jahresabschluss zu Liquidationswerten unter Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Mit der Nypro Deutschland GmbH, Knittlingen, (Amtsgericht Mannheim HRB 718281) wurde am 16. September/12. Oktober 2011 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, dem die Gesellschafterversammlung am 12. Oktober 2011 zugestimmt hat. Die Eintragung im Handelsregister B 718281 des Amtsgerichts Mannheim erfolgte am 17. November 2011.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft beginnt am 1. September und endet am 31. August des Folgejahres.

Die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringende Vermerke werden ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

B. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bewertung erfolgte, wie im Vorjahr, zu Liquidationswerten.

Anschaffungskosten erfassen auch direkt zuordenbare Anschaffungsnebenkosten.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 Jahren vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die den Abschreibungen zugrundeliegenden Nutzungsdauern orientieren sich an den steuerlichen Afa-Tabellen.

Die Auswirkungen aus der Beendigung des operativen Geschäftsbetriebs wurden bei der Bewertung durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.

Seit 2008 werden Zugänge ausschließlich nach der linearen Methode abgeschrieben.

Abnutzbare bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs vollständig und Anlagegüter mit Anschaffungskosten über dem Wert der für geringwertige Wirtschaftsgüter geltende Grenzen werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Herstellungskosten der selbst erstellten Sachanlagen und Anlagen im Bau enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung sowie Fremdkapitalzinsen werden grundsätzlich nicht aktiviert.

Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennwert bewertet.

Die Anteile an verbunden Unternehmen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert bewertet.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten, die nach dem gleitenden Durchschnitt oder niedrigeren beizulegenden Zeitwerten ermittelt werden.

Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen wurden im Vorjahr mit Herstellungskosten bewertet, welche die bei den Sachanlagen beschriebenen Bestandteile enthalten.

Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgte im Vorjahr zu Herstellungskosten. Diese beinhalten ebenfalls die bei den Sachanlagen beschriebenen Bestandteile. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Die Auswirkungen aus der Beendigung des operativen Geschäftsbetriebs wurden bei der Bewertung der Vorräte berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Nennwerten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken insbesondere aufgrund der Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs werden bei der Bewertung berücksichtigt. Rückdeckungsversicherungen, die kein Deckungsvermögen darstellen, werden mit dem Deckungskapital, welches den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht, bewertet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden bis zum Bilanzstichtag geleistete Zahlungen abgegrenzt, soweit sie Aufwendungen für Folgejahre darstellen und trotz der Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs ein Leistungsaustausch stattgefunden hat.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bewertet.

Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten („Richttafeln 2018 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Bewertung von Pensionszusagen für die Handelsbilanz, wurde der von der deutschen Bundesbank veröffentlichte 10 - Jahres-Durchschnittszinssatz verwendet (2024: 1,85 %; 2023: 1,80 %). Zusätzlich sind die Pensionsrückstellungen mit dem 7-Jahres-Durchschnittszinssatz zu ermitteln (2024: 1,87 %; 2023: 1,60 %) und der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung mit dem 10-Jahreszinssatz ist im Jahresabschluss anzugeben. Die Angabe erfolgt bei den Erläuterungen zur Bilanz. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung in einem der beiden Fälle berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen bei den Renten von 2,0 % (2023: 2,0 %) ausgegangen. Gehaltssteigerungen waren aufgrund der Zusammensetzung der Versorgungsberechtigten und der Ausgestaltung der Zusage nicht zu berücksichtigen.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet und ein sich ergebender Überhang im Posten „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen.

Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 4 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung).

Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis gezeigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, insbesondere die aus der Beendigung des operativen Geschäftsbetriebs resultierenden Verpflichtungen. Diese sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen wurden im Vorjahr ohne Umsatzsteuer ausgewiesen und zum Nennwert bewertet.

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden die bis zum Bilanzstichtag erhaltenen Zahlungen abgegrenzt, soweit sie Erträge für Folgejahre darstellen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Latente Steuern werden aufgrund des Organschaftsverhältnisses bei der Nypro Deutschland GmbH als Organträgerin ermittelt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls oder zum ungünstigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet; Verluste aus Kursänderungen sind stichtagsbezogen berücksichtigt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden stets zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

C. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang zu entnehmen.

Die Gesellschaft hält 94 % bzw. EUR 4.700,00 des Kapitals an der Rhyolith Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Pflegemühlenweg 61 KG mit Sitz in Mainz. Diese wurde zum 30.09.2024 liquidiert. Der Liquidationsabschluss zum 30. September 2024 weist ein Eigenkapital in Höhe von EUR 4.950,63 und einen Jahresüberschuss von EUR 3.690,54 aus. Das Kapital i.H.v. EUR 4.700,00 wurde am 12. Februar 2025 vollständig zurückbezahlt.

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 30.081.614,07 (Vorjahr EUR 21.390.666,04) resultieren im Wesentlichen aus der Forderung gegenüber der Alleingesellschafterin Nypro Deutschland GmbH über den Verlust der Geschäftsjahre 2023 und 2024 von EUR 29.387.546,57 (Vorjahr EUR 17.544.160,52) sodass die ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen zugleich sonstige Vermögensgegenstände darstellen.

3. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten EUR 49.115,32 (Vorjahr EUR 53.325,42) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

4. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von EUR 4.777,00 enthalten, welches durch planmäßige jährliche Abschreibungen getilgt wird.

5. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen, die mit dem Deckungskapital bewertet sind.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

31.08.2024
EUR
31.08.2023
EUR
Deckungsvermögen (beizulegender Wert) 968.906,00 1.005.059,00
Pensionsverpflichtung (Erfüllungsbetrag) 797.978,00 847.359,00
Aktiver Unterschiedsbetrag 170.928,00 157.700,00
Deckungsvermögen (Anschaffungskosten) 968.906,00 1.005.059,00
Ertrag aus Deckungsvermögen 48.591,00 48.909,00
Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtung 14.490,00 15.171,00
Zinsertrag/(Zinsaufwand) 34.101,00 33.738,00

6. Eigenkapital

Als Gezeichnetes Kapital wird das Stammkapital gemäß § 272 Abs. 1 S. 1 HGB i.V.m. § 5 GmbHG ausgewiesen. Es ist vollständig eingezahlt. Die Kapitalrücklage resultiert aus einer sonstigen Zuzahlung gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

7. Pensionsrückstellungen

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB beträgt EUR -1.040,00 (Vorjahr EUR 11.792,00).

8. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich aufgrund der Beendigung des operativen Geschäftsbetriebs (TEUR 2.903; Vorjahr TEUR 15.285), Verpflichtungen aus den ausstehenden Rechnungen, sowie der Berücksichtigung aller Verpflichtungen im Rahmen der Aufgabe des Produktionsbetriebs (TEUR 1.682; Vorjahr TEUR 871) und Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses sowie Archivierung.

9. Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Cash Pooling von EUR 8.543.420,10 (Vorjahr EUR 865.344,96) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 250.610,52 (Vorjahr EUR 75.247,25).

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.08.2024
EUR
31.08.2023
EUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 287.144,58 191.721,47
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 6.224,83 15.336,61
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 194.840,74 10.575,90
488.210,15 217.633,98

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

Nach Tätigkeitsbereichen:

2023/2024
EUR
2022/2023
EUR
Serienfertigung 10.594.643,11 32.765.380,83
Projektgeschäft 7.322.394,63 4.728.184,75
Übrige Umsatzerlöse 740.791,16 735.909,35
18.657.828,90 38.229.474,93

Nach geografisch bestimmten Märkten:

2023/2024
EUR
2022/2023
EUR
Inland 12.583.654,09 29.223.504,84
Ausland 6.074.174,81 9.005.970,09
18.657.828,90 38.229.474,93

2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Die Herstellungskosten enthalten TEUR 3.323 außerplanmäßige Abschreibungen in Zusammenhang mit der Bewertung des Anlagevermögens zu Liquidationswerten. Insbesondere ist eine Abwertung der zum Verkauf stehenden Gebäude und Mietereinbauten von TEUR 2.986 enthalten.

3. Periodenfremde Erträge und Kursgewinne

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten keine periodenfremden Erträge.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 135.379,27 (Vorjahr EUR 76.180,92) enthalten.

4. Materialaufwand

Der Materialaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB (Gesamtkostenverfahren) setzt sich wie folgt zusammen:

2023/2024
EUR
2022/2023
EUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.854.606,01 10.097.244,54
Aufwendungen bezogene Leistungen 75.348,08 383.013,61
2.929.954,09 10.480.258,15

5. Personalaufwand

Der Personalaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB (Gesamtkostenverfahren) gliedert sich wie folgt:

2023/2024
EUR
2022/2023
EUR
Löhne und Gehälter 8.246.437,69 29.454.878,25
Sozialabgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützungen 1.934.176,22 3.248.056,61
davon für Altersversorgung EUR 49.496,08 (Vorjahr EUR 52.242,92)
10.180.613,91 32.702.934,86

6. Periodenfremde Aufwendungen und Kursverluste

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 137.917,15 (Vorjahr EUR 98.664,29) enthalten.

7. Zinserträge und -aufwendungen mit verbundenen Unternehmen sowie aus der Auf- und Abzinsung von Rückstellungen

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen in Höhe von EUR 72.751,54 (Vorjahr EUR 58.921,13) Erträge aus dem Deckungsvermögen für Pensionsrückstellungen, die teilweise (EUR 14.490,00) mit den Zinsaufwendungen auf der Aufzinsung der Pensionsrückstellung saldiert wurden. Somit verbleiben in den Zinserträgen EUR 58.261,54 Erträge aus Deckungsvermögen.

Zinsaufwendungen mit verbundenen Unternehmen sind nicht angefallen (Vorjahr EUR 0).

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen weiterhin die Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von EUR 14.973,00 (Vorjahr EUR 15.541,00), die teilweise mit den Erträgen aus Deckungsvermögen in Höhe von EUR 14.490,00 (Vorjahr EUR 15.171,00) saldiert wurden. Somit verbleiben EUR 483,00 (Vorjahr EUR 370,00) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in den Zinsaufwendungen.

E. Sonstige Pflichtangaben

1. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (Vollzeitäquivalente) beträgt:

2023/2024
Anzahl
2022/2023
Anzahl
Angestellte 62 105
Gewerbliche Arbeitnehmer 126 270
188 375

2. Außerbilanzielle Geschäfte, Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Geschäftsjahr 2010 wurde der Teil eines Produktionsgebäudes (Werk 1), der bis dato im Eigentum des Unternehmens stand, verkauft und unmittelbar wieder für 14 Jahre zurückgemietet (Sale and Lease-Back Vereinbarung). Durch das Geschäft stehen anschließend Möglichkeiten zur Aufnahme liquider Mittel für die Erweiterung der Produktionskapazitäten zur Verfügung. Gegenläufig belasten die laufenden Leasingzahlungen (TEUR 240) die Liquidität sowie die Ertragslage der Gesellschaft.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr TEUR 814). Davon entfallen TEUR 38 (Vorjahr TEUR 632) auf das oben genannte außerbilanzielle Geschäft. Zum Bilanzstichtag besteht kein Bestellobligo aus Sachanlageinvestitionen. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtung beläuft sich somit auf TEUR 90 (Vorjahr TEUR 1.317).

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse.

3. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr:

Thomas Rudolf Mauch, Geschäftsführer, Vaihingen an der Enz (bis 22.04.2024)

Timothy Wayne Traud, Senior Vice President Corporate Finance Jabil Curcuit Inc., Tampa

FL/Vereinigte Staaten (bis 22.04.2024)

David Bryan Beamer, Chief Financial Officer SVP, Concord, MA/Vereinigte Staaten (bis 22.04.2024)

Mit Gesellschafterbeschluss vom 22.04.2024 wurden folgende Personen zu alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführern bestellt:

Gerald Schatz, Regional Controller, Berlin

Sean Jason Page, Senior Vice President Corporate Finance Jabil Circuit Inc., St. Peterburg(Vereinigte Staaten)

Gregory Bowling Hebard, Chief Financial Officer Corporate Finance Jabil Circuit Inc., St. Petersburg (Vereinigte Staaten)

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der tätigen Geschäftsführer wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Herr Beamer, Herr Traud, Herr Schatz, Herr Page und Herr Hebard erhielten im Geschäftsjahr 2024 keine Bezüge von der Gesellschaft.

Für frühere Geschäftsführer ist eine Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 66.341,00 (Vorjahr EUR 71.526,00) bilanziert. Neben der zuvor angeführten Pensionsrückstellung besteht eine weitere Pensionsverpflichtung für frühere Geschäftsführer in Höhe von EUR 797.978,00 welche mit entsprechendem Deckungsvermögen in Höhe von EUR 968.906,00 saldiert wurde. Die Gesamtbezüge dieses Personenkreises belaufen sich im Berichtsjahr auf EUR 113.009,85.

4. Konzernzugehörigkeit

Die Nypro Healthcare GmbH wird in den Konzernabschluss der Jabil Circuit Inc. St. Petersburg, FL 33716, Florida/USA, einbezogen. Die Jabil Circuit Inc. St. Petersburg, Florida, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis an Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

5. Abschlussprüferhonorar

Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers im abgeschlossenen Geschäftsjahr beträgt TEUR 65 (Vorjahr TEUR 118) und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

6. Gewinnverwendungsvorschlag

Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis 31. August 2024 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages von der Nypro Deutschland GmbH, Knittlingen, erstattet. Eine entsprechende Forderung gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. Gesellschafter ist erfasst.

7. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Knittlingen, 22. August 2025

Nypro Healthcare GmbH

Geschäftsführung

Gerald Schatz

Sean Jason Page

Gregory Bowling Hebard

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. September 2023 bis 31. August 2024

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 01.09.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.08.2024
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 807.510,17 -6.692,06 0,00 354.410,08 446.408,03
807.510,17 -6.692,06 0,00 354.410,08 446.408,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.807.243,15 0,00 0,00 0,00 7.807.243,15
2. technische Anlagen und Maschinen 22.753.486,67 1.593,17 0,00 4.660.264,05 18.094.815,69
3. andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 12.934.994,07 130.290,44 234.077,19 1.018.637,29 12.280.724,41
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 294.770,20 -60.691,66 -234.077,19 0,00 1,35
43.790.494,09 71.191,95 0,00 5.678.901,34 38.182.784,60
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verb. Unternehmen 9.891,80 0,00 0,00 0,00 9.891,80
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.596.593,60 228.488,60 0,00 0,00 1.825.082,20
1.606.485,40 228.488,60 0,00 0,00 1.834.974,00
46.204.489,66 292.988,49 0,00 6.033.311,42 40.464.166,63
Abschreibungen 01.09.2023
Zugänge
Abgänge
31.08.2024
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 573.323,35 88.993,59 354.070,86 308.246,08
573.323,35 88.993,59 354.070,86 308.246,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.863.098,68 1.786.455,80 0,00 5.649.554,48
2. technische Anlagen und Maschinen 17.649.697,76 1.666.200,01 4.301.672,07 15.014.225,60
3. andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 8.881.228,86 2.052.369,05 911.306,91 10.022.291,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
30.394.025,30 5.505.024,86 5.212.978,98 30.686.071,08
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verb. Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
30.967.348,65 5.594.018,45 5.567.049,84 30.994.317,16
Restbuchwerte 31.08.2024
31.08.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 138.161,95 234.186,82
138.161,95 234.186,82
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.157.688,67 3.944.144,47
2. technische Anlagen und Maschinen 3.080.590,09 5.103.788,91
3. andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 2.258.433,41 4.053.765,21
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1,35 294.770,20
7.496.713,52 13.396.468,79
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verb. Unternehmen 9.891,80 9.891,80
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.825.082,20 1.596.593,60
1.834.974,00 1.606.485,40
9.469.849,47 15.237.141,01

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis 31. August 2024

der Nypro Healthcare GmbH, Knittlingen

I. Allgemeine Angaben

Die Nypro Healthcare GmbH (im Folgenden auch „Nypro Healthcare“), ist seit dem 1. Juli 2013 eine 100 %ige Konzerntochter des weltweit tätigen US-Konzerns Jabil Circuit Inc. St. Petersburg, FL 33716, Florida/USA.

Die Gesellschaft ist über die Nypro Inc., Clinton/USA, in den Jabil-Konzern eingebunden.

Nypro Healthcare ist ein Unternehmen im Bereich Kunststofftechnik und hat seinen Schwerpunkt in der Fertigung von hochpräzisen Kunststoffteilen sowie in der Entwicklung und dem Bau von Werkzeugen, die insbesondere im Bereich der Fertigung von Produkten der diagnostischen Medizintechnik eingesetzt werden.

Hauptumsatzträger des Unternehmens sind Pipetten, Küvetten, Cartridges und PCR Platten aus Kunststoff, die unter hohen Qualitätsstandards in Reinräumen produziert werden.

Das Unternehmen ist zertifiziert nach DIN ISO 13485, 14001 und 50001. Dabei sind wir in laufendem Kontakt mit unseren Kunden, um uns an innovativen Weiterentwicklungen zu beteiligen.

Im Bereich Werkzeugbau produziert Nypro Healthcare Werkzeuge ausschließlich für Kundenanlagen, die in der eigenen Kunststoffspritzerei eingesetzt werden. Zudem ist der Werkzeugbau in der Lage, Kundenwerkzeuge anzupassen, instand zu halten, zu reparieren und zu optimieren.

Aufgrund des Beschlusses der Geschäftsführung vom 28. November 2023 den operativen Geschäftsbetrieb der Gesellschaft zum 31. März 2024 einzustellen, wird der Jahresabschluss, wie im Vorjahr, zu Liquidationswerten unter Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

II. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Markt- und Absatzentwicklung

Der relevante Markt für das Unternehmen ist insbesondere die diagnostische Medizintechnik (Invitro Diagnostik).

Aufgrund der deutlich reduzierten Abrufe durch unsere Kunden befand sich das Werk Knittlingen seit März 2023 flächendeckend in Kurzarbeit.

Am 28. November 2023 wurde durch die Geschäftsführer beschlossen den operativen Geschäftsbetrieb zum 31. März2024 einzustellen, nachdem die Gesellschaft alle maßgeblichen Aufträge verloren hatte. Das Beschäftigungsverhältnis wurde mit allen Mitarbeitern unter Einhaltung der Kündigungsfrist beendet.

Produktion

Durch den Verlust aller Aufträge, wurden bis zum 31. März 2024 lediglich noch Restaufträge einzelner Produkte produziert. Im Wesentlichen handelte es sich hier um Assay Tip Elecsys 2010 und Versa Tip Tray.

Personal

Durch Einstellung der Produktion zum 31. März 2024 wurde das Personal im Geschäftsjahr deutlich reduziert. Es waren durchschnittlich 188 (Vj. 325) Mitarbeiter in Vollzeit beschäftigt.

Umwelt

Das Unternehmen hat ein betriebliches Umwelt-Managementsystem installiert und ist nach DIN EN ISO 14001:2015 zertifiziert. Umweltschäden oder Forderungen auf Schadensersatz sind im Geschäftsjahr nicht eingetreten. Weiterhin wurde im Jahr 2013 ein Energie-Management-System eingeführt, welches nach DIN EN ISO 50001:2018 zertifiziert ist. Die Zertifikate wurden aufgrund der Einstellung der Produktion zum 31. März 2024 nicht erneuert und sind inzwischen zum Teil ausgelaufen.

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Der Rückgang der Bilanzsumme um TEUR 7.005 resultiert aus den folgenden wesentlichen Veränderungen:

Die Reduktion des Anlagevermögens um TEUR 5.767 (inkl. Finanzanlagen) resultiert im Wesentlichen aus einer Abwertung des Gebäudes sowie den Mietereinbauten von TEUR 2.986 und Anlagenabgänge.

Zum Geschäftsjahresende waren keine Vorräte mehr im Bestand. In den Roh, Hilfs- und Betriebsstoffen ist lediglich noch der Bestand an Heizöl von TEUR 14 ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um insgesamt TEUR 6.078 auf TEUR 30.418. Der wesentliche Anteil des Anstieges entfällt in Folge des Verlustausgleichs auf die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen mit TEUR 11.843 während sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und dies sonstigen Vermögensgegenstände, um TEUR 2.613 aufgrund der Einstellung der Produktion vermindert haben.

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages ergaben sich im Eigenkapital keine Veränderungen.

Die sonstigen Rückstellungen sanken um TEUR 11.558. Das resultiert im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aus der Auszahlung von Abfindungen an ausgeschiedenen Mitarbeiter aufgrund der Betriebsschließung.

Die Verbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr um TEUR 4.558 gestiegen. Dieser Anstieg ist auf die höheren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen, welcher aus den Zinsen für die Inanspruchnahme des Cash-Pool resultiert. Gegenläufig wirkt sich die Verringerung der erhaltenen Anzahlungen um TEUR 2.999 und die geringeren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 567 aus. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 271 erhöht, was im Wesentlichen auf die höhere Lohnsteuer aufgrund von Zahlungen für Abfindung zurückzuführen ist.

Die Eigenkapitalquote ist von 53,8 % auf 63,1 % gestiegen. Dies ist hauptsächlich auf den Rückgang der Bilanzsumme in Folge der gesunkenen Rückstellungen in Zusammenhang mit der Betriebsschließung zurückzuführen.

Ertragslage

Im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr sind die Umsatzerlöse um TEUR 19.572 auf TEUR 18.658 gesunken. Der Umsatzrückgang ist auf Einstellung der Produktion im März 2024 und die stark rückläufigen Abrufe des Hauptkunden zurückzuführen. Entgegen der Prognose konnten die Kosten deutlich reduziert werden, sodass sich der prognostizierte Verlust von 15.000 TEUR deutlich reduziert hat.

Das Brutto-Ergebnis vom Umsatz als Differenz aus den Umsatzerlösen und den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen sinkt gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.616 auf TEUR -6.422. Die Brutto-Marge (Brutto-Ergebnis vom Umsatz in Relation zu den Umsatzerlösen) hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechtert. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus der Abwertung des Anlagevermögens.

Die allgemeinen Verwaltungskosten und Vertriebskosten liegen bei 29,6 % von den Umsatzerlösen (Vorjahr 17,2 %). Im Vergleich zum Vorjahr sind die Vertriebskosten um 52,2 % gesunken, was im Wesentlichen auf den Personalabbau zurückzuführen ist. Auch die um 7,5 % gesunkenen allgemeinen Verwaltungskosten sind darauf zurückzuführen.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert im Wesentlichen aus dem Gewinn aus Anlageverkäufen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sinken insbesondere aufgrund des gesunkenen Ersatzbedarfs für den Maschinenpark.

Das Geschäftsjahr wurde mit Jahresfehlbetrag vor Verlustausgleich in Höhe von 11,843 Mio. EUR (Vorjahr 17,544 Mio. Euro) abgeschlossen. Entgegen der Prognose konnte das Geschäftsjahr mit einem geringeren Verlust als erwartet abgeschlossen werden.

Zwischen der Nypro Deutschland GmbH, Knittlingen (Muttergesellschaft), und der Nypro Healthcare GmbH besteht seit November 2011 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, so dass der Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung ausgeglichen wird.

Finanzlage

Der Posten Guthaben bei Kreditinstituten hat sich aufgrund von Kundezahlungen auf das nicht in den Cash-Pool eingebundene Schweizer Franken Konto erhöht. Die Gesellschaft ist in das konzernweite Cash Pooling des Jabil-Konzerns integriert. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

Investitionen

Die gesamten Investitionen in das Anlagevermögen (ohne Finanzanlagen) betrugen im Geschäftsjahr TEUR 65. Diese bezogen sich im Wesentlichen auf die Anlage für Wärmerückgewinnung. Aufgrund der beschlossenen Betriebsschließung sind keine weiteren Investitionen geplant.

IV. Risikomanagementziele und -methoden

Entfällt aufgrund der beschlossenen Betriebsschließung.

V. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Liquidation der Gesellschaft ist für Ende des Kalenderjahres 2026 geplant, Beschlüsse zur Liquidation wurden noch keine gefasst.

Bis August 2025 sind noch fünf aktive Mitarbeiter beschäftigt, die sich um die Abwicklung und den Abverkauf des noch im Bestand befindlichen Anlagevermögen kümmern. Anschließend soll der Beschluss zur Liquidation gefasst werden.

VI. Prognosebericht - Ausblick

Die Produktion wurde zum 31. März 2024 eingestellt und der Standort in Knittlingen wird geschlossen.

Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024/2025 bei einem Umsatz von EUR 1,0 Mio. einen Verlust von ca. EUR 300 TEUR vor Abzug von Management Fees und Zinsen sowie Verlustausgleich.

 

Knittlingen, 22. August 2025

Nypro Healthcare GmbH

Geschäftsführung

Gerald Schatz

Sean Jason Page

Gregory Bowling Hebard

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