SPX Flow Technology Germany GmbH

Werkstraße 4, 22844 Norderstedt, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 3293 NO
Vorher
BRAN + LUEBBE GmbHSPX Flow Technology Norderstedt GmbH
Eingetragen
17.8.2004
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebBeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit industriellen Textil-, Näh- und Strickmaschinen
Gegenstand
Erwerb des Geschäftsbetriebs der Bran + Luebbe GmbH, Norderstedt (HRB 1691), und von Beteiligungen an Gesellschaften der Bran + Luebbe-Gruppe sowie das Halten und Verwalten von diesen Beteiligungen. Gegenstand ist ferner Herstellung und Vertrieb von Maschinen und Anlagen für Dosier-, Misch-, Pumpen- und Analysentechnik, weiterhin Handel mit Maschinen, Anlagen und Anlagenteilen aller Art vor allem unter dem eingetragenen Warenzeichen BRAN + LUEBBE. Die Gesellschaft ist ferner zu allen Maßnahmen berechtigt, die dem Geschäftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Behdad Dr. Ariatabar
seit 17.10.2022
Prokura
Alf Sievers
seit 17.10.2022
Prokura
Birgit Ahlers
seit 17.10.2022
Prokura
Peter Ryan
seit 25.11.2019
Geschäftsführer
Volker Bohlen
seit 16.3.2018
Geschäftsführer
Jaime Easley
seit 19.10.2015
Geschäftsführer
Alexandra Mirzewski
seit 14.5.2013
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SPX FLOW, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.073.713 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SPX Flow Technology Germany GmbH

Norderstedt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

1. Grundlagen des Unternehmens

SPX Flow Technology Germany GmbH, mit den Standorten Norderstedt, Holzwickede, Moers und Lübeck gehört zusammen mit weiteren weltweit agierenden Herstellern und Entwicklern von Prozesskomponenten zur SPX FLOW, Inc., einem amerikanischen Konzern mit Sitz in Charlotte (North Carolina, USA).

Die Gesellschaft beliefert mit ihren Produkten die nachfolgend genannten Industriezweige:

Power & Energy

Öl- und Gasindustrie

Chemische und Petrochemische Industrie

Kosmetik-, Waschmittel- und Reinigungsindustrie (Personal Care)

Pharmazeutische und Biotechnische Industrie

Nahrungs- und Getränkemittelindustrie

Milchverarbeitende Industrie

Wasseraufbereitung

Die SPX Flow Technology Germany GmbH übt ihr Geschäft an 4 Standorten aus: Norderstedt, Lübeck, Moers und Holzwickede.

Da der Standort Lübeck nur interne Dienstleistungen erbringt, ohne dass ihm eigene Umsatzerlöse zugerechnet werden, sind die Zahlen für den Standort Lübeck im Folgenden in den Zahlen für den Standort Norderstedt integriert.

Der Standort Norderstedt der SPX Flow Technology Germany GmbH ist Hersteller von Dosier- und Prozesspumpen, Prozesssystemen sowie Analysegeräten und kann auf über 80 Jahre Erfahrung in den Bereichen Dosieren, Analysieren und dem Bau von Prozesssystemen zurückblicken.

Der Standort Holzwickede ist auf die Märkte der Milchverarbeitung, Getränke- und Pharmaindustrie ausgerichtet und konzentriert sich im Wesentlichen auf die Entwicklung von Produkten und Produktkomponenten, die über konzerneigene Vertriebsgesellschaften vertrieben werden, auf das Projektgeschäft sowie auf das Ersatzteilgeschäft.

Der Standort Moers betreibt den Import, die Produktion und den Vertrieb von Drucklufttrocknungsgeräten und Druckluftfiltern, sowie den Service und den Handel mit Verbrauchsmaterialien für diese Geräte.

2. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche

Nach 10 Jahren Expansion ist Deutschlands Wirtschaft im Jahr 2020 geschrumpft. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist hauptsächlich aufgrund der COVID-19-Pandemie und der Maßnahmen zu ihrer Eindämmung um 5 % gesunken. Die Produktionstätigkeit ging um 9,7 % zurück, hauptsächlich aufgrund von Unterbrechungen in der Lieferkette.

Erstmals seit 2009 gingen die Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen im Jahr 2020 um 9,9 % bzw. 8,6 % zurück (Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 020 vom 14.01.2021).

Gemäß Statistik des Branchenverbandes VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) für das Jahr 2020 war der deutsche Maschinen- und Anlagenbau stark rückläufig: Mit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie und dem schwierigen wirtschaftlichen und politischen Umfeld ging der Umsatz 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 13 % zurück (VDMA Maschinen- und Anlagenbau 2020).

Der Fachzweig Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik, der Schwerpunkt des Standortes Moers ist, zeigt für 2020 einen Rückgang beim Auftragseingang von 11% gegenüber dem Vorjahr für das Inland (VDMA Maschinenbau in Zahl und Bild 2021).

3. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft

Die Umsatzerlöse der SPX Flow Technology Germany GmbH teilen sich wie folgt auf die einzelnen Standorte auf:

Standorte 2020 2019
Norderstedt 54.096 56.053
Holzwickede 11.787 43.384
Moers 31.431 36.357
Total 97.314 135.794

Die SPX Flow Technology Germany GmbH erreichte im Geschäftsjahr 2020 einen Gesamtumsatz in Höhe von TEUR 97.314, der im Vergleich zum Vorjahr um 28,34 % niedriger ausfällt.

Standort Norderstedt:

Wir hatten im Lagebericht des Vorjahres für das Geschäftsjahr 2020 für den Standort Norderstedt Umsatzerlöse von TEUR 49.800 und ein Betriebsergebnis von TEUR 7.900 erwartet. Tatsächlich konnten Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 54.096 und ein Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 6.272 erzielt werden.

Im Geschäftsjahr 2020 kam es zu einem leichten Einbruch des Gesamtumsatzes (-3,5%). Besonders in den Ländern Italien (-74,8 %), Indien (-71.8 %) und UK (-21,9 %), sowie Singapore (-33,1 %) und Frankreich (-48,9 %) war der Umsatz gegenüber dem Vorjahr stark rückläufig. In den Niederlanden (+62,2 %), Japan (+760,7 %) und den Vereinigten Arabischen Emiraten (+21,6 %) sowie Deutschland (+6,6 %) konnte der Umsatz dagegen gesteigert werden.

Im Pumpenbereich konnte der Umsatz deutlich erhöht werden (+14,9%); ebenso zeigte der Umsatz im Analysengeschäft einen signifikanten Anstieg um 40,0%. Die Umsätze im Systemgeschäft (-38,5%) und im Ersatzteilgeschäft (-12,8%) sind dagegen deutlich zurückgegangen.

Eine Unterteilung des Auftragseingangs und des Umsatzes nach Bereichen zeigt im Vergleich zum Vorjahr die nachfolgende Entwicklung für den Standort Norderstedt:

Standort Norderstedt Auftragseingang in TEUR Auftragseingang in TEUR Umsatz in TEUR Umsatz in TEUR
2020 2019 2020 2019
Pumpen 22.716 16.857 21.569 18.770
Analyzer 2.050 1.669 2.001 1.429
Systeme 5.880 2.353 2.272 3.692
Aftermarket 20.248 24.798 22.460 25.761
Dienstleistungen für verbundene Unternehmen 5.794 6.401
Total 50.895 45.677 54.096 56.053

Aufgrund der Fokussierung der kommerziellen Aktivitäten auf attraktive Wachstumssegmente konnte der Auftragseingang im laufenden Geschäftsjahr deutlich gesteigert werden (+11,4%).

Die wesentlichen Gründe für die Auftragseingangsentwicklung 2020 waren:

Weiterhin Investitionstätigkeiten im Öl- und Gassegment (On- und Offshore), für welches wir maßgeschneiderte Applikationen anbieten.

Sowohl die Auftragseingänge im gesamten Pumpenbereich (36,7%), im Analyzergeschäft (+22,6%), als auch im Systemgeschäft (+128,7%) zeigten einen deutlichen Anstieg.

Das Aftermarketgeschäft verringerte sich hingegen um 18,4% im Vergleich zum Vorjahr.

Die Auftragseingänge aus Hong Kong (+TEUR 6.591 / +714,1%) sowie aus UK (+TEUR 2.654 / +88,0%) und den Niederlanden (+TEUR 3.623 / +63,7%) sind erheblich angestiegen. Gegenläufig sind vor allem die Auftragseingänge aus Japan (TEUR -1.799 / -91,7%), sowie aus Qatar (TEUR-3.609 / -199,3%) deutlich zurückgegangen.

Das Geschäft mit Axflow Italien (-55,9%) zeigte im Auftragseingang einen deutlichen Rückgang, der jedoch insbesondere durch den Anstieg im

Auftragseingang von Axflow Niederlande (+91,1%) deutlich überkompensiert wurde.

Standort Holzwickede:

Für den Standort Holzwickede hatten wir für das Geschäftsjahr 2020 Umsatzerlöse von TEUR 12.500 und ein Betriebsergebnis von TEUR 322 erwartet. Tatsächlich konnten Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 11.787 und ein Betriebsergebnis in Höhe von TEUR -1.288 erzielt werden.

Eine Unterteilung des Auftragseingangs und des Umsatzes nach Bereichen zeigt im Vergleich zum Vorjahr die nachfolgende Entwicklung für den Standort Holzwickede:

Auftragseingang in TEUR Umsatz in TEUR
Standort Holzwickede 2020 2019 2020 2019
Components 2.298 2.825 2.380 3.194
Projekte 3.140 533 508 30.433
Aftermarket 7.407 8.673 7.481 -9.340
Dienstleistungen für verbundene Unternehmen 1.417 417
Total 12.845 12.031 11.786 43.384

Der Umsatz am Standort Holzwickede war im laufenden Geschäftsjahr deutlich rückläufig (-72,8%), was im Wesentlichen auf die Umsatzrealisierung in 2019 nach Abschluss eines langfristigen Großprojekts zurückzuführen ist. Der Auftragseingang verzeichnete dagegen einen leichten Anstieg (+6,8%). Dies wird vor allem durch das Key-Account-Projektgeschäft am Standort Holzwickede getrieben. Im Laufe des Jahres 2019 wurden viele deutsche Kunden zu unserem Vertriebspartner Axflow transferiert, der dann direkt mit dem Standort in Polen zusammenarbeitet. Nur ausgewählte Key Accounts werden noch direkt von SPX Flow Holzwickede betreut.

Standort Moers:

Für den Standort Moers hatten wir für das Geschäftsjahr 2020 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 27.800 und ein Betriebsergebnis von TEUR 4.200 erwartet. Tatsächlich konnten Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 31.431 und ein Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 2.572 erzielt werden.

Eine Unterteilung des Auftragseingangs und des Umsatzes nach Bereichen zeigt die nachfolgende Entwicklung für den Standort Moers:

Auftragseingang in TEUR Umsatz in TEUR
Standort Moers 2020 2019 2020 2019
Drucklufttrocknungsgeräte und Druckluftfilter 34.074 36.213 31.346 36.304
Dienstleistungen 53 84 53
Total 34.074 36.266 31.431 36.357

Der Standort Moers erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2020 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 31.430 und damit 13,5% weniger als im Vorjahr. Der Rückgang ist mit einigen Projektunterbrechungen bei Kunden sowie Lieferunterbrechungen eine direkte Folge der Corona-Pandemie. Auch der Auftragseingang mit TEUR 34.074 verringerte sich um 6,0% oder um TEUR 2.192.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Ertragslage

Die Exportquote der SPX Flow Technology Germany GmbH betrug im laufenden Geschäftsjahr 57,9% gegenüber 45,5% im Vorjahr.

Die SPX Flow Technology Germany GmbH erzielte im laufenden Geschäftsjahr Gesamtumsatzerlöse in Höhe von TEUR 97.314. Die Umsatzerlöse verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 38.480 (-28,3%), wobei dieser Rückgang im Wesentlichen durch den Einmaleffekt in 2019 aufgrund der Umsatzrealisierung aus einem langfristigen Fertigungsprojekt der Niederlassung Holzwickede in Höhe von TEUR 28.039 geprägt ist. Ohne diesen Einmaleffekt ergibt sich ein Rückgang der Umsatzerlöse um TEUR 10.441, der wesentlich durch die Auswirkungen der Covid- 19-Pandemie beeinflusst ist.

Die deutliche Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen um 29.636 TEUR im Vorjahr resultierte ebenfalls im Wesentlichen aus der Umsatzrealisierung aus dem langfristigen Fertigungsprojekt und dem damit verbundenen Abgang von unfertigen Erzeugnissen im Geschäftsjahr 2019.

Der Materialaufwand betrug im laufenden Geschäftsjahr TEUR 45.091 und verzeichnete einen leichten Rückgang um TEUR 1.004 (- 2,2%), der im Wesentlichen mit der Verringerung der Umsatzerlöse nach Abzug des Einmaleffekts aufgrund der Umsatzrealisierung des langfristigen Fertigungsprojekts bei gleichzeitiger Bestandserhöhung in Einklang steht.

Der Personalaufwand ist im Wesentlichen aufgrund von Lohn- und Gehaltserhöhungen um TEUR 1.236 (+ 4,3%) angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 17.115 und sind damit im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.681 (-18%) gesunken. Der Rückgang ist hauptsächlich zurückzuführen auf die verringerte Umlage für erwartete Ertragssteuerzahlungen von der Organträgerin SPX Flow Germany Holding GmbH in Höhe von TEUR 1.015 (Vorjahr: TEUR 2.534), sowie auf gesunkene Aufwendungen für Fremdleistungen (TEUR 1.891; Vorjahr 2.423), Reisekosten (TEUR 357; Vorjahr TEUR 866) und Bürokosten (TEUR 1.092; Vorjahr TEUR 1.454).

Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung betrug TEUR 6.584. In dieser Höhe werden Verbindlichkeiten gegenüber der SPX FLOW Germany Holding GmbH aus der Ergebnisabführung ausgewiesen.

Vermögens- und Finanzlage

Die Eigenkapitalquote der SPX Flow Technology Germany GmbH beträgt zum 31. Dezember 2020 35,1% (Vorjahr 53,1 %). Die deutliche Verringerung ist hauptsächlich auf die Ausschüttung aus der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 35.000 zurückzuführen, wobei die Einlage der Forderung der Gesellschafterin auf Abführung des Vorjahresgewinns in Höhe von TEUR 9.236 gegenläufig wirkte.

Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2020 TEUR 69.771 und hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 24.255 verringert.

Auf der Aktivseite ist der Rückgang im Wesentlichen auf die Reduzierung der liquiden Mittel um TEUR 30.789 (-55%) zurückzuführen, wobei der Bestandsaufbau bei den Vorräten um TEUR 1.434 (+14%) sowie der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 5.500 (+157%) gegenläufig wirkten. Die Zunahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist hauptsächlich durch gestiegene Umsätze mit Pumpen der Niederlassung Norderstedt im zweiten Halbjahr 2020 bedingt.

Auf der Passivseite ist der Rückgang im Wesentlichen durch die zuvor beschriebenen Effekte beim Eigenkapital bedingt.

Das Investitionsvolumen der SPX Flow Technology Germany GmbH im Geschäftsjahr 2020 betrug insgesamt TEUR 2.240 Dieses setzte sich im Wesentlichen aus Investitionen in technische Anlagen und Maschinen in Höhe von TEUR 91, in Anlagen im Bau in Höhe von TEUR 1.671 und in Betriebs- und Geschäftsausstattung zusammen.

Den Zahlungsmittelüberschüssen aus operativer Tätigkeit (TEUR 6.451) standen Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen (TEUR 2.240), sowie die Ausschüttung aus der Kapitalrücklage (TEUR 35.000) gegenüber. Der sich ergebende Auszahlungsüberschuss hat die Liquiden Mittel um TEUR 30.789 verringert.

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die SPX Flow Technology Germany GmbH arbeitet auf der Beschaffungsseite mit einer Vielzahl nationaler und internationaler Lieferanten zusammen. Ziel aller Beschaffungsaktivitäten ist es, über eine enge und langfristige Zusammenarbeit mit den Lieferanten Produktqualität sicherzustellen und so dauerhafte Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Dabei arbeiten die Standorte in Norderstedt und Moers sehr eng mit den Kollegen von SPX Flow Global Sourcing zusammen.

6. Forschung und Entwicklung

Für die Produktlinien der Marke Bran+Lübbe stand die Weiterentwicklung und Umsetzung eines standardisierten Produktvariantenportfolios (Configure-to-Order oder CTO) für die Pumpen H1 bis H4 der NOVADOS-Baureihe im Mittelpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten . Hier geht es um die Lieferung montierter Produkte (CTO). Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2020 die Entwicklungsarbeiten zur Umsetzung der neuen Pumpengeneration W-080 und W- 320 fortgesetzt. Ein besonderer Fokus lag auf der Prozesspumpe Vector W-080-DD mit doppelt wirkenden Pumpenköpfen, die im Oktober 2019 erstmals an einen Kunden ausgeliefert wurde.

Im Geschäftsjahr 2021 lag der Fokus der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf der Umsetzung des CTO-Standards, der Umsetzung des Corporate New Product Development (NPD)-Prozesses, der Produktpflege und -ergänzung im Rahmen der Value Analysis / Value Engineering (VAVE) und in der Erarbeitung von Grundlagen für zukünftige innovative Produktentwicklungen. Unterstützt werden diese Aktivitäten von einem sogenannten Wachstumsteam, das sich ausschließlich abteilungs- und standortübergreifend um die weltweite Geschäftsentwicklung der Marke Bran+Lübbe kümmert und die notwendigen Ressourcen und Investitionen plant.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für alle Produkte aus dem Bereich Ventile und Homogenisatoren werden am Standort Holzwickede abgewickelt. Die Freigabe und Initiierung der einzelnen Produkte erfolgt zentral durch SPX Flow Corporate nach Vorlage von Marktstudien, Machbarkeits- und Preisanalysen. Wie bereits im Vorjahr wurde eine Vielzahl kleinerer Projekte bedient, die zu einem großen Wirkungsgrad im Produktions- und Vertriebsumfeld führen sollen. Hierzu gehören die Zulassungen für bestimmte Produkte im Bereich der U.S. Food and Drug Administration "FDA", Erhöhungen der möglichen Druckzahlen und Neuentwicklungen bei Ventilen und Homogenisatoren, Maschinen und Control Unit Upgrades. Die Entwicklungsfähigkeiten der flüssigkeitsbearbeitenden Produkte (Fluid Handling) sind am Standort Holzwickede zentralisiert.

Der Standort Moers betreibt keine eigenständige Forschung und Entwicklung. Die Weiterentwicklung und Neuentwicklung der Produkte am Standort wird im Wesentlichen von Schwestergesellschaften in den USA durchgeführt. Anpassungen und Besonderheiten für den europäischen Markt werden an die Schwestergesellschaften in den USA gemeldet und dort entsprechend umgesetzt.

7. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Unternehmerische Aktivitäten bringen notwendigerweise Risiken mit sich. Risiken für die Erreichung der geplanten Ziele sind im Wesentlichen branchenspezifischer, absatzspezifischer und währungstechnischer Art. Die herrschende Unsicherheit in einigen europäischen Ländern birgt aus unserer Sicht auch Chancen für den Verkauf unserer Produkte. Vielfach wird z.B. durch Konsolidierungsmaßnahmen bei unseren Kunden ein höheres Maß an Automatisierung und Effizienz erforderlich. Gleichzeitig kann sich durch das Verschieben von Investitionen in neues Equipment ein erhöhtes Potential für das Ersatzteilgeschäft ergeben, um alte Komponenten funktionsfähig zu halten.

Als Branchenrisiko ist das Auftreten von Wettbewerbern der mittleren und unteren Preiskategorie in unserem hochpreisigen Marktsegment, sowie die nach wie vor aggressive Preispolitik direkter Wettbewerber zu sehen. Der daraus resultierende Preiskampf hat einen negativen Einfluss auf die Marge, dem wir durch Kostenreduzierungen wie zum Beispiel durch den vermehrten Materialeinkauf in Low Cost Countries begegnen. Gleichzeitig werden wir durch den Einsatz von effizienteren Fertigungs-, Logistik- und Montageabläufen die Fertigungskosten weiter senken.

Die Gesellschaft ist hinsichtlich ihrer Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten grundsätzlich Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Diese werden durch folgende Maßnahmen weitestgehend minimiert:

Gegenüber allen Konzerngesellschaften der SPX FLOW Inc. Gruppe wird in EURO fakturiert. Gegenüber externen Kunden wird vereinzelt auch in USD fakturiert, wodurch sich in eingegrenztem Umfang ein Wechselkursrisiko ergibt.

Preisänderungen werden durch das globale Produktmanagement definiert und über ein bestehendes Intercompany Transferpreismodell an die internen Vertriebsgesellschaften der SPX FLOW Inc. Gruppe weitergegeben. Unsere externen Kunden werden direkt über das bestehende Quoting System eSales informiert.

Ein starker Euro kann es aber notwendig machen, jene Vertriebskanäle zu unterstützen, wo Lieferungen in USD oder anderen schwachen Landeswährungen abgerechnet werden. Derartige "Subventionen" haben einen negativen Einfluss auf die Marge und damit das Betriebsergebnis.

Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe der positiven Zeitwerte der Forderungen gegen den jeweiligen Kontrahenten. Wir gehen davon aus, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko aus originären Finanzinstrumenten abgedeckt ist.

Für Neukunden-Aufträge werden Kreditlimits abgefragt und im ERP-System implementiert. Zudem hat die Gesellschaft ein regelmäßiges elektronisch gesteuertes Mahnsystem eingerichtet, das Kunden mit potentiell erhöhtem Zahlungsrisiko und hohen Ausständen identifiziert und in der Zahlungsbeitreibung priorisiert.

Im Rahmen eines revolvierenden Prozesses werden die Chancen und Risiken der Geschäftsaktivitäten im Hinblick auf strategische und operative Bedeutung analysiert, aufbereitet und beurteilt. Es werden Maßnahmen vereinbart, mit deren Umsetzung die vorgegebenen Ziele erreicht werden und Risikostrukturen effizient gesteuert werden sollen. Es werden Pläne (Outlooks) von Corporate erstellt, die auf monatlicher Basis zu Istwerten verglichen werden.

Vermögensrisiken sind durch Versicherungen abgedeckt.

Im Hinblick auf die noch wirkende COVID-19 Pandemie in Europa ist zu sagen, dass der SPX FLOW Konzern insgesamt mit frühzeitigen und strikten Maßnahmen agiert hat. Dadurch wurden die Mitarbeiter geschützt und die Lieferungen zu unseren Kunden sichergestellt. Mitarbeiter wurden in das mobile Arbeiten entsendet, um eine Infektionsgefahr so gering wie möglich zu halten. Um ebenfalls sicherzustellen, dass die notwendigen Materialien von unseren Lieferanten eingehen - insbesondere aus China - wurden erhöhte Frachtkosten akzeptiert. Weitere Unterbrechungen werden erwartet, insbesondere bei der Lieferung von Materialien aus China, wenn es zu weiteren Restriktionen durch Covid kommt.

Für den Standort Norderstedt hat die anhaltende Pandemie bis dato keine Auswirkungen auf den Auftragseingang.

Am Standort Holzwickede, der hauptsächlich im Food&Beverage Bereich tätig ist, ist die Auswirkung der Pandemie im Service Bereich zu merken. Aufgrund der strengen Hygiene- und Schutzmaßnahmen waren Serviceeinsätze bei unseren Kunden insbesondere in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 limitiert.

Der Standort Moers hat auf die sinkenden Auftragseingänge, welche durch die Pandemie begründet sind, mit Kurzarbeit reagiert, um den wirtschaftlichen Schaden zu minimieren. Zudem unterstützt der Standort Moers den Standort Norderstedt mit Montagekapazitäten, um die Auslastung der Mitarbeiter zu maximieren. Durch interne Maßnahmen wurde die Inanspruchnahme des Kurzarbeitergeldes auf einen Monat begrenzt.

Der Krieg in der Ukraine wird sich im Maschinen- und Anlagenbau deutlich auswirken und die noch nicht überwundenen Schwierigkeiten in den Lieferketten abermals verschärfen. Als Folge des Ukrainekrieges haben sich höhere Materialpreise insbesondere für Rohstoffe einschließlich Stahl auf unsere Kosten sowie die Materialverfügbarkeit ausgewirkt. Auch die Frachtkosten sind deutlich gestiegen. Dies wird sich voraussichtlich fortsetzen, da die steigende Inflation Auswirkungen auf alle direkten und indirekten Kosten, einschließlich Arbeitskosten und Energiepreise, haben wird. Wir werden bis auf Weiteres keine neuen Bestellungen mit Russland oder Weißrussland annehmen oder bestehende Bestellungen ausliefern. Dies hat nur minimale Auswirkungen auf unser aktuelles Geschäft.

Zudem sind Richtlinien und Organisationanweisungen integraler Bestandteil unseres Risikomanagements, die eine einheitliche Behandlung und Kommunikation von potentiellen Risikofaktoren gewährleisten.

Durch die Auflagen des Sarbanes-Oxley Acts, denen die Muttergesellschaft SPX FLOW Inc, Charlotte, NC, USA und deren Konzerngesellschaften bis Anfang April 2022 unterlegen haben, erfolgt eine umfassende Risikoanalyse in den Unternehmensbereichen Beschaffung, Vorratsmanagement, Absatz, Finanzmanagement sowie der Gesamtsteuerung des Unternehmens. Verfahrensabläufe, wie die Überwachung und Einhaltung definierter Arbeitsabläufe, festgelegte Genehmigungsprozesse sowie die Überwachung automatisierter und manueller Kontrollroutinen werden periodisch untersucht und geprüft. Aufgrund des Delistings der SPX FLOW, Inc. am 5. April 2022 unterliegen die Muttergesellschaft und deren Konzerngesellschaften formal inzwischen nicht mehr den Auflagen des Sarbanes-Oxley Acts.

Das Risikomanagement wird durch strategische und operative Planungs- und Führungssysteme sichergestellt.

Weiterhin sind wird davon überzeugt, dass wir mit allen bestehenden Risiken angemessen umgehen. Existenzgefährdende Risiken für die SPX Flow Technology Germany GmbH sind derzeit nicht erkennbar.

Chancen ergeben sich durch den Gewinn von Marktanteilen in Folge der intensiven Bearbeitung des Marktes.

8. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Für das Geschäftsjahr 2021 waren Investitionen der SPX Flow Technology Germany GmbH für alle Standorte in Höhe von TEUR 806 geplant.

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen die Anschaffung einer neuen Kranwerkstatt (TEUR 50), Erneuerung von Überwachungskamera und Sicherheitssystem (TEUR 50), Anschaffung einer neuen CNC-Maschine für mittlere Teile (TEUR 646), neue Kehrmaschine (TEUR 20) Luftkompressor (TEUR 23) am Standort Norderstedt sowie Modernisierung des Maschinenparks (TEUR 14) am Standort Moers.

In den meisten unserer Abnehmerbranchen sehen wir Veränderungen in der Investitionstätigkeit, insbesondere im Hinblick auf die COVID-19-Pandemie. Wir gehen jedoch von einem stabilen Auftragseingang aus. Dies ist vor allem auf die CTO (Configure-To-Order)-Baureihen zurückzuführen, die am Standort Norderstedt voraussichtlich zu einem zusätzlichen Auftragseingang der Pumpenbaureihen H1 bis H4 führen werden

Durch kontinuierliche Optimierung der Vertriebskanäle und Intensivierung der Vertriebsaktivitäten mit den SPX FLOW Konzerngesellschaften sowie die konsequente Weiterentwicklung unseres Produktportfolios sind wir überzeugt, auch für die Marktbedingungen gut gerüstet zu sein.

Die SPX Flow Technology Germany GmbH hat für das Geschäftsjahr 2021 Umsatzerlöse in Höhe von voraussichtlich 103,7 Mio. EUR und ein Betriebsergebnis von voraussichtlich 9,9 Mio. EUR erzielt.

Für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 planen wir Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt 82,7 Mio. EUR und ein Betriebsergebnis von 7,1 Mio. EUR. Dieser Zeitraum umfasst die beiden Rumpfgeschäftsjahre vom 1. Januar bis 31. März 2022 und vom 1. April bis 31. Dezember 2022.

Für den Standort Norderstedt wurden Umsatzerlöse von voraussichtlich 53,6 Mio. EUR und ein Betriebsergebnis von voraussichtlich 6,3 Mio. EUR in 2021 erzielt.

Für den Standort Moers gehen wir für 2021 von Umsatzerlösen in Höhe von 35,1 Mio. EUR und einem Betriebsergebnis von 3,6 Mio. EUR aus.

Der Standort Holzwickede hat Umsatzerlöse von voraussichtlich 15,0 Mio. EUR und ein Betriebsergebnis von voraussichtlich -0,1 Mio. EUR in 2021 erzielt.

Für den Standort Norderstedt sind Umsatzerlöse von 56,7 Mio. EUR und ein Betriebsergebnis von 6,7 Mio. EUR insgesamt für die beiden Rumpfgeschäftsjahre in 2022 geplant.

Für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. März 2022 rechnet der Standort Moers mit Umsatzerlösen in Höhe von 10,3 Mio. EUR und einem Betriebsergebnis von 1,5 Mio. EUR. Aufgrund der Einlage der Vermögensgegenstände und Schulden des Standortes Moers in eine neu gegründete Tochtergesellschaft mit Wirkung zum 31. März 2022 plant die Geschäftsführung der SPX Flow Technology Germany GmbH mit keinen weiteren Beiträgen zu den Umsatzerlösen und zum Betriebsergebnis durch die Niederlassung Moers ab dem 1. April 2022.

Der Standort Holzwickede plant Umsatzerlöse von 15,8 Mio. EUR und ein Betriebsergebnis von -1,2 Mio. EUR insgesamt für 2022.

 

Norderstedt, den 8. Juli 2022

Die Geschäftsführung

Volker Bohlen

Jaime Easley

Peter Ryan

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 480.266,27 20.654,87
2. Geschäfts- oder Firmenwert 28.009,76 160.239,71
508.276,03 180.894,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 9.690.352,46 9.769.006,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.557.650,64 1.636.939,21
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 747.559,18 752.659,74
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.266.634,12 759.998,28
13.262.196,40 12.918.603,77
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.641.976,81 1.685.676,81
2. Aktivwert Rückdeckungsversicherung 1.101.900,54 1.009.615,57
2.743.877,35 2.695.292,38
16.514.349,78 15.794.790,73
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.000.361,50 5.179.421,12
2. Unfertige Erzeugnisse 9.616.491,93 7.059.884,98
3. Fertige Erzeugnisse & Waren 3.356.088,65 3.700.809,36
4. Geleistete Anzahlungen 1.114.183,37 1.086.799,44
5. Erhaltene Anzahungen -7.430.473,63 -6.804.409,29
11.656.651,82 10.222.505,61
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.622.263,51 6.890.348,69
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.005.651,41 3.505.299,73
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.073.166,42 1.836.309,62
16.701.081,34 12.231.958,04
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 24.727.014,84 55.516.484,95
53.084.748,00 77.970.948,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 171.616,22 260.030,48
69.770.714,00 94.025.769,81

Passiva

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.073.712,95 1.073.712,95
II. Kapitalrücklage 23.032.992,57 48.463.265,93
III. Gewinnvortrag 348.661,20 348.661,20
IV. Jahresüberschuss 0,00 0,00
24.455.366,72 49.885.640,08
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 18.042.905,13 17.842.163,85
2. Sonstige Rückstellungen 4.966.598,55 5.307.659,16
23.009.503,68 23.149.823,01
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.290.145,07 4.135.729,58
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.320.637,16 16.133.482,80
3. Sonstige Verbindlichkeiten 695.061,37 721.094,34
22.305.843,60 20.990.306,72
69.770.714,00 94.025.769,81

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2020

2020 2019
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 97.313.855,23 135.793.890,28
2. Erhöhung (Vorjahr: Verminderung) des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.757.001,33 -29.635.841,39
3. Sonstige betriebliche Erträge 908.726,95 929.786,06
davon Erträge aus Währungsumrechnung: EUR 137.457,11 (Vorjahr: EUR 121.484,43)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -45.013.419,70 -45.752.734,41
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -77.631,95 -343.013,61
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -25.486.292,96 -24.817.103,36
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.439.762,02 -3.872.474,50
davon für Altersvorsorge: EUR 274.727,34 (Vorjahr: EUR -330.164,84)
6. Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.290.432,54 -1.209.364,96
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -17.115.316,44 -20.796.069,40
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung: EUR 123.501,30 (Vorjahr: EUR 233.146,82)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 215.866,80 94.226,06
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen -43.700,00 -425.000,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.081.646,04 -681.474,24
davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr EUR 0,00)
davon aus Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen: EUR 914.290,00 (Vorjahr: EUR 671.254,00)
11. Ergebnis nach Steuern 6.647.248,66 9.284.826,53
12. Sonstige Steuern -63.167,53 -48.920,10
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -6.584.081,13 -9.235.906,43
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Amtsgericht Kiel, HRB 3293 NO

Anhang zum 31. Dezember 2020

I. Allgemeine Angaben

Die SPX Flow Technology Germany GmbH hat ihren Jahresabschluss unter Beachtung der für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB geltenden Vorschriften aufgestellt.

Aufgrund der Verschmelzung der SPX U.L.M. GmbH mit Sitz in Koblenz (Amtsgericht Koblenz, HRB 7132) vom 19. Dezember 2019 auf die SPX International GmbH mit Sitz in Norderstedt (Amtsgericht Kiel, HRB 16715 KI) und deren Verschmelzung auf die SPX FLOW Germany Holding GmbH mit Sitz in Kiel (Amtsgericht Kiel, HRB 16745 KI) ist Organträgerin auf Basis des ursprünglich mit der SPX U.L.M GmbH abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages vom 13.12.2006 nunmehr die SPX FLOW Germany Holding GmbH.

Mit der SPX International Management LLC, Charlotte, USA, besteht seit dem 11. November 2003 ein Beherrschungsvertrag.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierung und Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 246 bis 256a HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften in den §§ 270 bis 274a HGB und der ergänzenden Vorschriften des GmbHG vorgenommen.

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen wird die entgeltlich erworbene Software zu Anschaffungskosten abzüglich aufgelaufener linearer Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibung erfolgt planmäßig linear über eine betriebsindividuell geschätzte Nutzungsdauer von 3 Jahren. Der Geschäfts- und Firmenwert mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 28 (Vorjahr TEUR 160) wird über eine verbleibende Restnutzungsdauer von 1 Jahr abgeschrieben. Die ursprüngliche Nutzungsdauer von 15 Jahren war basierend auf erwarteten Entwicklungen sowie Umsatzprognosen für in Vorjahren übernommene Geschäftsbereiche geschätzt worden.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen angesetzt, wobei der Umfang der einbezogenen Kostenbestandteile für die Herstellungskosten analog zum Umfang der Herstellungskosten für die Bewertung der Vorräte bestimmt wird. Die Abschreibungen werden planmäßig linear über die betriebsindividuell geschätzte Nutzungsdauer vorgenommen:

Grundstücke und Bauten 15-33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5-14 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-20 Jahre

Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Bei Einzelanschaffungskosten über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird jährlich ein Sammelposten gebildet und mit 20 % linear abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder den ihnen zum Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Werten bei voraussichtlich dauernder Wertminderung angesetzt.

Die Bewertung der Rückdeckungsversicherungsansprüche aus der Rückdeckungsversicherung für Pensionsverpflichtungen erfolgt in Höhe des Aktivwerts.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf Basis von durchschnittlichen Anschaffungskosten (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren) und von Istkosten (unfertige Leistungen, unfertige Erzeugnisse und fertige Erzeugnisse) und entsprechenden Wertanpassungen. In die Herstellungskosten werden neben den Fertigungs- und Materialeinzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Zur Abdeckung der Ungängigkeit und sonstiger Bestandsrisiken zum Bilanzstichtag wird eine Abwertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der nicht auftragsbezogenen Halbfabrikate (Normteile) vorgenommen. Die Abwertung wird nach einem Reichweitenverfahren ermittelt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken wird durch Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen. Wegen des allgemeinen Kreditrisikos wird eine pauschal ermittelte Wertberichtigung von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgesetzt.

Die liquiden Mittel sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen, Jubiläum und Altersteilzeit sind auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Gutachten und der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Berücksichtigung von Kostensteigerungen bewertet worden.

Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected Unit Credit Method (PuC-Methode) berechnet. Dabei ist die jährliche Rentenanpassung mit 1,80 %, der Gehaltstrend mit 3,00% berücksichtigt. Als Rechnungszins wurde der zum 31. Dezember 2020 prognostizierte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zum Zeitpunkt der Berechnung im November 2020 ergibt (2,31 %). Hinsichtlich der Fluktuation wurden branchenindividuelle Werte herangezogen.

Der Vergleichsrechnungszins für die Abzinsung zum 31.12.2020 wurde pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen 7 Jahren von 1,61% gemäß § 253 Abs. 6 HGB angesetzt. Unter Anwendung dieses Vergleichsrechnungszinses ergäbe sich ein um TEUR 1.552 höherer Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen zum 31.12.2020.

Für Pensionsverpflichtungen existieren zum Teil Rückdeckungsversicherungsverträge, die als Deckungsvermögen mit den fortgeführten Anschaffungskosten (gem. IDW RS HFA 30 Tz. 67ff.) angesetzt und mit den entsprechenden Verpflichtungen nach § 246 Abs. 2 HGB saldiert ausgewiesen werden. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigen die fortgeführten Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz.

Zum 31. Dezember 2020 wurden Deckungswerte in Höhe von TEUR 844 (Vorjahr: TEUR 977) mit entsprechenden Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.021 (Vorjahr: TEUR 1.122) saldiert. Der Verpflichtungsüberschuss in Höhe von TEUR 178 (Vorjahr: TEUR 145) wird unter den Rückstellungen für Pensionen ausgewiesen. Die verrechneten Aufwendungen und Erträge betragen TEUR 32 und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung saldiert unter dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen.

Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Jubiläumsrückstellung und der Pensionsrückstellung betragen TEUR 910 (Vorjahr: TEUR 665), die aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Altersteilzeit betragen TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 7) und werden unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls sowie am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Briefkurs bzw. dem niedrigeren Geldkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Latente Steuern werden grundsätzlich nicht bei der Gesellschaft, sondern bei der körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organträgerin SPX FLOW Germany Holding GmbH, Norderstedt, für die Organschaft bilanziert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr verweisen wir auf die gesonderte Darstellung in der Anlage zum Anhang.

Finanzanlagen

Anteilsbesitz der SPX Flow Technology Germany GmbH zum 31. Dezember 2020:

Anteil Eigenkapital der Gesellschaft Jahresergebnis
% TEUR TEUR
SPX FLOW Technology do Brasil Indústria e Comércio Ltda., Sao Paulo, Brasilien 1) 7,3 2.698 -273
SPX FLOW Technology s.r.o, Brno Tschechische Republik 1) 100 2.675 -24

1) Auf der Grundlage des US-GAAP Reporting der Gesellschaft zum 31.12.2020

Die Anteile an der SPX FLOW Technology do Brasil Industria e Comercio Ltda wurde im Berichtsjahr aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung um TEUR 44 auf TEUR 221 abgeschrieben.

Darüber hinaus enthalten die Finanzanlagen Aktivwerte von Rückdeckungsversicherungen für Pensionen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 9.005 (Vorjahr: TEUR 3.505). Zum Abschlussstichtag bestanden wie im Vorjahr keine Forderungen gegen Gesellschafter.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 1.073.712,95. Es ist eingeteilt in einen Stamm-Geschäftsanteil im Gesamtnennbetrag von EUR 562.421,07 sowie in einen stimmrechtslosen Sonder-Geschäftsanteil im Gesamtnennbetrag von EUR 511.291,88. Das Stammkapital ist in voller Höhe eingezahlt.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 19. März 2020 hat die SPX Flow Technology Germany GmbH EUR 35.000.000,00 an die SPX FLOW Germany Holding GmbH ausgeschüttet. Die Ausschüttung erfolgte aus der Kapitalrücklage.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 23. Dezember 2020 hat die SPX FLOW Germany Holding GmbH ihre Forderung auf Abführung des Vorjahresgewinns in Höhe von EUR 9.235.906,43 als andere Zuzahlung in die Kapitalrücklage der SPX Flow Technology Germany GmbH eingelegt.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 31. Dezember 2020 hat die SPX FLOW Germany Holding GmbH eine Einlage in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 334 in Form eines "Forderungsverzichts" gegenüber der Gesellschaft getätigt. Im Rahmen eines im Geschäftsjahr 2007 stattgefundenen Kaufs von mittlerweile auf die Gesellschaft verschmolzenen Unternehmen durch deren ehemalige Gesellschafterin SPX U.L.M. GmbH, Koblenz, wurde im Kaufvertrag mit dem Verkäufer ein Spitzenausgleich in Bezug auf die Verpflichtung aus Pensionen und die Forderungen aus der Rückdeckungsversicherung der verschmolzenen Unternehmen vereinbart. Die hieraus in 2020 entstandenen Ansprüche in Höhe von TEUR 334 (Vorjahr TEUR 333) wurden von der Gesellschaft gegenüber dem damaligen Verkäufer abgerechnet und in entsprechender Höhe der SPX FLOW Germany Holding GmbH als Rechtsnachfolgerin der SPX U.L.M. GmbH, Koblenz, geschuldet. Durch Forderungsverzicht der SPX FLOW Germany Holding GmbH am 31.12.2020 wurde die Kapitalrücklage der Gesellschaft um TEUR 334 erhöht.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten bestehen vornehmlich aus Personalrückstellungen mit TEUR 2.958 (z.B. Urlaubs- und Jubiläumsverpflichtungen, Restrukturierung, Prämien, Berufsgenossenschaft, etc., Vorjahr: TEUR 2.752). Der Posten enthält darüber hinaus Rückstellungen für Garantieverpflichtungen (TEUR 431, Vorjahr: TEUR 363), Altersteilzeit (TEUR 703, Vorjahr: TEUR 733), ausstehende Rechnungen (TEUR 598, Vorjahr: TEUR 1.237) und Beratungsleistungen (TEUR 277, Vorjahr: TEUR 223).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.786 (Vorjahr: TEUR 2.962), wovon TEUR 768 (Vorjahr TEUR 1.333) gegenüber der Gesellschafterin SPX FLOW Germany Holding GmbH bestehen. Desweiteren sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin SPX FLOW Germany Holding GmbH aus Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 6.584 (Vorjahr: TEUR 9.236) sowie Verbindlichkeiten aufgrund von Steuerumlagen in Höhe von TEUR 4.951 (Vorjahr: TEUR 3.936) enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer und Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 476 (Vorjahr: TEUR 707). Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden im Geschäftsbereich Pumpen, Analyzer und Systeme (TEUR 25.723 / Vorjahr TEUR 23.891), Aftermarket (TEUR 29.939 / Vorjahr TEUR 35.101), Komponenten (TEUR 2.380 / Vorjahr TEUR 3.194, Drucklufttrocknungsgeräte und Druckluftfilter (TEUR 31.346 / Vorjahr TEUR 36.304), Projekte (TEUR 508, Vorjahr: TEUR 30.433) sowie Dienstleistungen (TEUR 7.417 / Vorjahr: TEUR 6.871) erzielt und verteilen sich nach geographischen Märkten wie folgt:

2020 2019
TEUR TEUR
Inland 40.978 74.006
Europäisches Ausland 34.434 32.150
Asien 14.426 18.600
USA 5.786 5.728
Sonstige 1.690 5.310
97.314 135.794

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (Restrukturierung, Jubiläum, Bonus, sonstige) über TEUR 508 (Vorjahr: TEUR 583).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen eine Kostenumlage von SPX FLOW Inc., USA, für die Abdeckung von zentralen und regionalen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 3.829 (Vorjahr: TEUR 3.436), andere Kostenumlagen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.429 (Vorjahr: TEUR 3.987), Bürokosten in Höhe von TEUR 509 (Vorjahr: TEUR 1.454), Reisekosten in Höhe von TEUR 300 (Vorjahr: TEUR 866), sowie eine Umlage für erwartete Ertragsteuerzahlungen von der Organträgerin SPX Flow Germany Holding GmbH über TEUR 1.015 ( Vorjahr: TEUR 2.534).

V. Sonstige Erläuterungen und Angaben

Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestehen die nachfolgend aufgeführten Haftungsverhältnisse.

31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
Anzahlungs-,Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien 134 1.286
134 1.286

Zum 31. Dezember 2020 liegen Haftungsverhältnisse aus einer ursprünglich am 15. März 2013 gegebenen und am 18. Dezember 2018 angepassten Zahlungsgarantie für Mietverbindlichkeiten der SPX FLOW Technology s.r.o, Tschechien, vor. Gegenüber dem Vermieter wird eine Garantie für die monatliche Miete des Betriebsgebäudes in Höhe von TEUR 14 und befristet bis 14. September 2023 gegeben. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis wird als gering eingeschätzt, da die Zahlungsverpflichtung ein verbundenes Unternehmen betrifft, das ausreichend Zahlungsmittel oder Finanzierungsmöglichkeiten im Konzernverbund der SPX FLOW Inc hat.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestanden die sonstigen finanziellen Verpflichtungen überwiegend aus Miet- und Leasingverträgen, die zu Finanzierungszwecken abgeschlossen wurden, sowie Rahmenverträgen zur Beschaffung von Material mit folgenden Fälligkeiten:

31.12.20 31.12.2019
TEUR TEUR
Innerhalb eines Jahres 2.170 2.113
In mehr als einem und bis zu fünf Jahren 1.433 1.620
In mehr als fünf Jahren 5 6
3.608 3.739

Anzahl der Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2020 wurden durchschnittlich insgesamt 344 (Vorjahr: 345) Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 164 (Vorjahr: 168) in der Produktion tätig und 180 (Vorjahr: 177) in der Verwaltung.

Organe der Gesellschaft

Als Geschäftsführer sind bzw. waren bestellt:

Herr Jaime Easley, Corporate Controller der SPX FLOW Inc., angestellt bei der SPX FLOW Inc., Charlotte/USA

Herr Peter Ryan, Secretary und General Counsel der SPX FLOW Inc., angestellt bei der SPX FLOW Inc.,Charlotte/USA

Herr Volker Bohlen, Finance Director EMEA, angestellt bei der SPX FLOW Germany Holding GmbH.

Keiner der Geschäftsführer hat Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

Honorar des Abschlussprüfers

Für das Berichtsjahr wurde ein Gesamthonorar des Abschlussprüfers in Höhe von TEUR 256 (Vorjahr TEUR 256) berechnet:

Abschlussprüfungsleistungen: TEUR 196 (Vorjahr TEUR 147)

Steuerberatungsleistungen: TEUR 69 (Vorjahr TEUR 109)

Konzernabschluss

Die Gesellschaft gehört zum Konzernkreis der SPXFLOW Inc., Charlotte, USA. Die SPX FLOW Inc., Charlotte, USA, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Konzernunternehmen auf. Dieser Konzernabschluss wird in die deutsche Sprache übersetzt und im elektronischen Bundesanzeiger unter der SPX FLOW Germany Holding GmbH offengelegt. Demgemäß soll damit für die SPX FLOW Germany Holding GmbH und deren sämtliche untergeordneten Konzerngesellschaften die befreiende Wirkung gem. § 292 HGB i.V.m. der Konzernabschlussbefreiungsverordnung in Anspruch genommen werden. Der Konzernabschluss ist nach US-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellt. Wesentliche Abweichungen zu den deutschen handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bestehen dabei insbesondere bei der Wertfortschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts, bei der nach US GAAP keine planmäßigen Abschreibungen vorgenommen werden, sowie bei der Bewertung der langfristigen Fertigungsaufträge, die nach US GAAP unter Berücksichtigung anteiliger Gewinnrealisierung bewertet werden. Der Konzernabschluss der SPXFLOW Inc. ist bei der U.S. Securities and Exchange Commission unter dem Central index key 0000088205 hinterlegt; er ist auch unter der Anschrift 13320 Ballantyne Corporate Place, Charlotte, NC 28277, USA, sowie unter www.spxflow.com erhältlich.

Nachtragsbericht

Hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie des Kriegs in der Ukraine auf die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.

Mit Wirkung vom 5. April 2022 wurden sämtliche Anteile an der SPX FLOW, Inc. durch eine Tochtergesellschaft der Lone Star Funds erworben. Mit Abschluss der Transaktion besteht keine US-Börsennotierung mehr für die SPX FLOW, Inc. ("Delisting").

Mit notariellem Beschluss vom 24. Februar 2022 wurde das Geschäftsjahr der Gesellschaft auf den 31. März 2022 umgestellt. Mit notariellem Beschluss vom 30. März 2022 wurde das folgende Geschäftsjahr auf den 31.12.2022 umgestellt. Für 2022 ergeben sich somit zwei Rumpfgeschäftsjahre, 1.1.2022 bis 31.3.2022 und 1.4.2022 bis 31.12.2022.

Die Gesellschaft hat mit Gesellschaftsvertrag vom 4. März 2022 eine neue Tochtergesellschaft SPX Flow Technology Moers GmbH mit Sitz in Moers gegründet. Die Eintragung ins Handelsregister beim Amtsgericht Kleve erfolgte am 31. März 2022. Mit notariellem Vertrag vom 30. März 2022 wurden die Vermögensgegenstände (inklusive Grundstücke und Gebäude), Verträge und dazugehörigen Verbindlichkeiten des Standortes Moers in die neu gegründete Gesellschaft im Wege einer Sacheinlage zum Verkehrswert, mit Wirkung 31.3.2022 23:59 Uhr eingebracht. Hinsichtlich der Auswirkungen dieser Einbringung auf die Entwicklung der Umsatzerlöse und des Betriebsergebnisses der SPX Flow Technology Germany GmbH verweisen wir auf die Ausführungen zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im Anhang.

Weitere wesentliche Vorgänge nach Ende des Geschäftsjahres, welche eine Auswirkung auf den Jahresabschluss 2020 und die Lage der Gesellschaft hätten, haben nicht stattgefunden.

 

Norderstedt, 8. Juli 2022

Die Geschäftsführung

Volker Bohlen

Jaime Easley

Peter Ryan

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2020

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2020 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Software 1.815.975,94 0,00 0,00 500.187,41 2.316.163,35
2. Geschäfts- oder Firmenwert 20.216.549,80 0,00 0,00 0,00 20.216.549,80
22.032.525,74 0,00 0,00 500.187,41 22.532.713,15
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten 14.982.388,99 0,00 0,00 444.733,84 15.427.122,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.568.626,19 91.050,25 538.846,38 121.157,20 8.241.987,26
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.037.448,93 300.673,05 24.214,09 12.898,90 6.326.806,79
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 759.998,28 1.670.759,70 85.146,51 -1.078.977,35 1.266.634,12
30.348.462,39 2.062.483,00 648.206,98 -500.187,41 31.262.551,00
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.186.676,81 0,00 0,00 0,00 7.186.676,81
2. Aktivwert Rückdeckungsversicherung 1.009.615,57 177.690,55 85.405,58 0,00 1.101.900,54
8.196.292,38 177.690,55 85.405,58 0,00 8.288.577,35
60.577.280,51 2.240.173,55 733.612,56 0,00 62.083.841,50
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Software 1.795.321,07 40.576,01 0,00 1.835.897,08
2. Geschäfts- oder Firmenwert 20.056.310,09 132.229,95 0,00 20.188.540,04
21.851.631,16 172.805,96 0,00 22.024.437,12
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten 5.213.382,45 523.387,93 0,01 5.736.770,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.931.686,98 293.596,01 540.946,37 6.684.336,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.284.789,19 300.642,64 6.184,22 5.579.247,61
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
17.429.858,62 1.117.626,58 547.130,60 18.000.354,60
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.501.000,00 43.700,00 0,00 5.544.700,00
2. Aktivwert Rückdeckungsversicherung 0,00 0,00 0,00 0,00
5.501.000,00 43.700,00 0,00 5.544.700,00
44.782.489,78 1.334.132,54 547.130,60 45.569.491,72
BUCHWERTE
31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Software 480.266,27 20.654,87
2. Geschäfts- oder Firmenwert 28.009,76 160.239,71
508.276,03 180.894,58
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten 9.690.352,46 9.769.006,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.557.650,64 1.636.939,21
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 747.559,18 752.659,74
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.266.634,12 759.998,28
13.262.196,40 12.918.603,77
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.641.976,81 1.685.676,81
2. Aktivwert Rückdeckungsversicherung 1.101.900,54 1.009.615,57
2.743.877,35 2.695.292,38
16.514.349,78 15.794.790,73

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SPX Flow Technology Germany GmbH, Norderstedt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SPX Flow Technology Germany GmbH, Norderstedt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SPX Flow Technology Germany GmbH, Norderstedt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 8. Juli 2022

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefanie Gregg, Wirtschaftsprüferin

Holger Riedel, Wirtschaftsprüfer

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