CB Customs Broker GmbHLiquidiert

Fasanenweg 4, 65451 Kelsterbach, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 84315
Vorher
First Class Customs Broker GmbH
Eingetragen
25.4.2006
Branche
Vermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungGüterbeförderung in der Hochsee- und KüstenschifffahrtTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Waren ohne ausgeprägten Schwerpunkt
Gegenstand
Zollabfertigung, Fracht- und Transportvermittlung und alle damit artverwandten Geschäfte, sofern der Gesellschaftsgegenstand keiner besonderen Genehmigungen, insbesondere nicht nach dem GüKG bedarf.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Uwe Glunz
seit 31.8.2021
Geschäftsführer
Murat Odabas
seit 10.1.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
time:matters GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
time:matters GmbH
Germany
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CB Customs Broker GmbH

Kelsterbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

CB Customs Broker GmbH, Kelsterbach

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell

Die CB Customs Broker GmbH ist eine Fullservice-Zollagentur und Experte für maßgeschneiderte Verzollung sowie digitale Zolllösungen. Unsere Kunden profitieren von auf sie zugeschnittenen Komplettlösungen. Durch eine konsequente Organisation in Geschäftssegmente für unterschiedliche Branchen, können wir unseren Kunden ein breites Beratungsangebot für alle Zollverfahren sowie Spezialisierung innerhalb der Segmente bieten.

Wir bieten über verschiedene Industrien hinweg neben allen gängigen Zollverfahren auch automatisierte Komplettlösungen an.

Wir bieten Lösungen für Versender und Empfänger, Spediteure sowie Integratoren an, die auf alle logistischen Herausforderungen zugeschnitten sind. Als führender Verzollungsagent arbeiten wir für führende Industrieunternehmen, Integratoren und Onlineversandhändler.

Seit 2006 kümmern wir uns an 365 Tagen im Jahr um den Transport, Import und Export von Waren per Luft, See, Schiene und Straße. Unser Firmensitz in Kelsterbach liegt in unmittelbarer Nähe zum Flughafen Frankfurt (FRA). Als zertifizierter "Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter" (AEO) bieten wir vereinfachte zollrechtliche Verfahren.

Als hundertprozentiges Tochterunternehmen der Lufthansa Cargo Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, können wir auf ein starkes globales Netzwerk und umfangreiches Know-how zugreifen.

2. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt keine Forschung und Entwicklung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Branchenbezogenes Umfeld

Das Frachtgeschäft war im Jahr 2023 weiterhin von vielen Faktoren beeinflusst. Der Krieg in der Ukraine, die weltweit gestiegenen Ölpreise und die hohe Inflation in den wichtigsten Märkten haben eine erhebliche Auswirkung auf den globalen Markt für Luftfracht.

Aus diesen Gründen entwickelte sich der globale Markt für Luftfracht im Geschäftsjahr 2023 rückläufig. Europäische Anbieter, auch Lufthansa Cargo Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, verzeichneten einen Rückgang bei den Umsatzerlösen um 41 % (Vorjahr: Anstieg um 22 %). (Quelle: Lufthansa 3. Zwischenbericht 2023, S.14, Lufthansa Group Geschäftsbericht 2022, S.63). Die Durchschnittserlöse sinken im globalen Luftfrachtverkehr gemäß Schätzungen der International Air Transport Association (IATA) um 35 % trotz eines Anstiegs in der Nachfrage (gemessen in verkauften Fracht-Tonnenkilometern) von 4,5% (Quelle: Global Outlook for Air Transport, S. 18).

Nach einer zunächst rückläufigen Entwicklung ist allerdings seit September 2023 ein Anstieg beim Luftfrachtgeschäft zu verzeichnen. Der globale Markt für Luftfracht hat angefangen sich zu stabilisieren. So stieg die Luftfrachtnachfrage im November 2023 im Vergleich zum November 2022 um 8,3 %, das höchste Wachstum seit Dezember 2021 (Quelle: IATA Air Cargo Market Analysis November 2023, S.1).

2. Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Der Bereich E-Commerce sowie die allgemeinen Customs Brokerage Geschäfte sind im Vergleich zu 2022 um 4 % gewachsen und blieben über das gesamte Jahr 2023 die größten Gewinner. Dank der guten Performance, der Verbesserung des Kundensupports und der Automatisierung unseres Produktportfolios, insbesondere im Bereich der digitalisierten Zollabfertigung, konnten im Laufe des Jahres in allen Geschäftsbereichen (Trucking, Zollabfertigung, E-Commerce) neue Kunden gewonnen werden.

3. Lage der Gesellschaft

3.1 Ertragslage

Unsere Umsatzerlöse lagen im Berichtszeitraum bei 96 % des Vorjahres und damit 8 % unter dem Plan 2023. Die Umsatzrückgänge sind auf geringer als erwartete Trucking Umsätze sowie auf eine technische Umstellung bei einem Großkunden, welche in mehreren umsatzstarken Monaten zu geringeren Umsätzen führte, zurückzuführen. Dieser Umsatzrückgang konnte durch höhere Erlöse in den Bereichen Zollabfertigung und E-Commerce weitgehend kompensiert werden.

Der Materialaufwand hat sich im Vergleich zum Jahr 2022 um T€ 869 oder 39 % (52% unter Plan) aufgrund des Verkaufs des Lagerbetriebs im Jahr 2022 und des geringeren Einkaufs von Fremdleistungen im Bereich Trucking verringert. Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund von Insourcing externer Mitarbeiter sowie Gehaltssteigerungen u.a. aufgrund der Inflation und aufgrund höherer variabler Vergütungen im Vergleich zum Jahr 2022 um T€ 513 bzw. 13 % und liegt mit ca. 8 % über dem Planwert.

Darüber hinaus haben wir eine Verringerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um T€ 108 (6 %) zu verzeichnen. Dies ist auf verminderte Management Fees an den die Gesellschafterin zurückzuführen, da viele Leistungen nun durch Eigenpersonal erbracht werden.

Das Jahresergebnis (Ergebnisabführung zzgl. Konzernsteuerumlage) liegt vor allem aufgrund von Preiserhöhungen, einer Optimierung des Kunden- und Produktmixes sowie des geringeren Materialaufwands um ca. 4 % über dem Vorjahr und um ca. 91 % über Plan. Das EBIT ist ebenfalls ca. 4 % über dem Vorjahr und mit 56 % über dem Planwert. Der Unterschied der Abweichung des EBIT und des Jahresergebnisses zum Planwert liegt in den geplanten Negativzinsen für das Jahr 2023, denen im Geschäftsjahr 2023 eine Verzinsung zu marktüblichen Zinsen gegenübersteht.

3.2 Vermögenslage

Unsere Vermögensstruktur zum 31. Dezember 2023 ist durch einen Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme von 8 % (Vorjahr: 5 %) gekennzeichnet. Der Großteil dieser Summe besteht aus unserer hochgradig automatisierten Zoll- und Abrechnungssoftware, die laufend weiterentwickelt wird.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben zum 31. Dezember 2023 einen Anteil von 92 % (Vorjahr: 95 %) an der Bilanzsumme. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr vor allem durch geringere zu verzollende Warenwerte sowie ein effektiveres Mahn- und Inkassowesen im Jahr 2023 um ca. 46 % gesunken.

Ebenso entwickelten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, vor allem aufgrund des durch den Konzern geführten Kontos (-13 %).

Das langfristige Fremdkapital betrifft die Rückstellungen für Pensionen. Die Verbindlichkeiten beinhalten zu ca. 67 % (Vorjahr: 87 %) Verbindlichkeiten aus Einfuhrumsatzsteuer und Zollabgaben. Es bestehen kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 99 % (Vorjahr: 95 %) der Bilanzsumme; diese sind zu 93 % (Vorjahr 99 %) durch Forderungen gedeckt.

3.3 Finanzlage

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit war mit T€ 1.660 positiv (Vorjahr: T€ -2.344). Der Anstieg des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Lieferforderungen zurückzuführen.

Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit betrug T€ -311 (Vorjahr: T€ -244). Die Veränderung resultiert zum Teil aus höheren erhaltenen Zinsen, hauptsächlich aber aus Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen. Im Vorjahr sind darüber hinaus Anlagenabgänge enthalten.

Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit betrug T€ -1.349 (Vorjahr: T€ 2.588). Die Verminderung betrifft vor allem das durch den Konzern geführte Konto.

3.4 Investitionen

Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in Höhe von insgesamt T€ 560 (Vorjahr: T€ 494) hauptsächlich in Software und Betriebsausstattung getätigt.

3.5 Mitarbeiter

Per 31. Dezember 2023 waren insgesamt 64 Angestellte (sechs mehr im Vergleich zum Vorjahr) sowie zwei Geschäftsführer in unserem Unternehmen tätig.

3.6 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, das EBIT und die Ergebnisabführung (Gewinnabführung vor Steuern/Verlustübernahme). Die entsprechende Gegenüberstellung befindet sich im Abschnitt Ertragslage und Prognosebericht.

III. Prognosebericht

Für das Jahr 2024 wurde ein Wirtschaftsplan erstellt, der vom Aufsichtsorgan genehmigt wurde. Auch für die Folgejahre wurde eine Mittelfristplanung (OKP) erstellt und dem Aufsichtsorgan vorgelegt und von diesem genehmigt.

Für das Jahr 2024 wird mit einer Umsatzsteigerung von 11 % gerechnet. Kundenseitige und wirtschaftliche Prognosen über steigende Mengen gegenüber 2023 werden in der Planung 2024 entsprechend berücksichtigt.

Bei steigenden Einnahmen investieren wir mehr in die Zukunft des Unternehmens als in den Vorjahren, einschließlich einer Expansion in BeNeLux und der Einstellung neuer Mitarbeiter in Deutschland, insbesondere in den Bereichen Vertrieb, IT und Marketing. Gleichzeitig werden weitere Investitionen in die IT-Systeme vorgenommen. Aufgrund dieser Investitionen wird für das kommende Jahr ein prognostiziertes Jahresergebnis und EBIT von ca. 15% unter dem Vorjahr erwartet.

Auf der Kostenseite ist neben der allgemeinen Preissteigerung im Rahmen der sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit einem Anstieg der Personalkosten aufgrund von Lohn- und Gehaltssteigerungen, sowie zusätzlich zu besetzende Stellen für das Unternehmenswachstum zu rechnen. Darüber hinaus ist mit weiteren Preiserhöhungen seitens der Lieferanten zu rechnen.

In der Prognose nicht berücksichtigt sind weltwirtschaftliche Verwerfungen, insbesondere politische Aktionen Russlands und Chinas und die Auseinandersetzungen im Nahen Osten, die das wirtschaftliche Gleichgewicht in der Welt erheblich stören können.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Marktrisiken

Für das Jahr 2024 erwarten wir einen leichten Anstieg der Auftragseingänge. Dennoch bleiben hohe Inflationsraten, steigende Zinsen und volatile Energiepreise entscheidende Einflussfaktoren. Die Unsicherheiten auf gesamtwirtschaftlicher Ebene sind außerordentlich hoch. Eine Verschärfung geopolitischer Konflikte, wie etwa zwischen China und Taiwan oder Israel und der Hamas, könnte zu Beeinträchtigungen globaler Lieferketten führen und zu erheblichen Einschränkungen beim Angebot von Energie, Industrierohstoffen und Zwischenprodukten führen. Der Konflikt in der Ukraine birgt bedeutende Risiken für die Marktentwicklung in Europa. Auch ein schwächeres Wachstum in China aufgrund der gespannten geopolitischen Beziehungen zu den USA könnte Risiken für Lieferketten und die weltweite Nachfrageentwicklung darstellen.

Branchenspezifische Risiken

Aufgrund der zahlreichen Akteure ist der Bereich Zollabwicklung von einem intensiven Wettbewerbsumfeld geprägt. Es besteht das Risiko, dass Kunden ihren Broker wechseln. Die Differenzierung erfolgt hauptsächlich über Preis, Qualität und Geschwindigkeit. Unsere Firma ist seit dem Jahr 2006 aktiv und genießt einen treuen Kundenstamm. Unsere Kunden schätzen den Service, die Qualität und konstante Verbesserung unserer Leistungen, was zu Empfehlungen führt. Mit unserer Zollabwicklungssoftware und unserem Fachwissen im E-Commerce haben wir einen Wettbewerbsvorteil. Daher betrachten wir uns als gut positioniert.

Ertragsorientierte Risiken

Es besteht grundsätzlich das Risiko des Weggangs von Kunden zu Wettbewerbern, was zu rückläufigen Ergebnissen und Cash-Zuflüssen führen könnte. Die Zuflüsse aus dem operativen Geschäft reichen gemäß der Unternehmensplanung aus, um die laufenden Verbindlichkeiten fristgerecht zu bedienen. Unsere Annahmen zur Mengenentwicklung sind in der Planung 2024 ausreichend berücksichtigt. Ein beträchtlicher Anteil der Umsätze resultiert aus langfristigen Verträgen.

Auf Mengenrückgänge, die nicht durch zusätzliche Kunden kompensiert werden können, muss mit entsprechenden Kosteneinsparungen im Material - und sonstigen Aufwandsbereich reagiert werden.

Sollten Preiserhöhungen der Lieferanten nicht durch operative Effizienzsteigerungen kompensiert werden können, werden wir ebenfalls gezwungen sein, mit Preisanpassungen zu reagieren.

Rechtliche Risiken

Die Geschäftsaktivitäten des Unternehmens hängen wesentlich von der Genehmigung und dem AEO-Status beim Zoll ab. Die erforderlichen Prozesse und Dokumentationen zur Aufrechterhaltung dieses Status sind implementiert und unterliegen regelmäßigen internen Überprüfungen sowie externen Audits. Die Umsetzung der Prozesse ist sichergestellt, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten regelmäßige Schulungen, und der AEO-C-Status ist seit über zehn Jahren aktiv. Die Zollabfertigungssysteme werden ebenfalls gemäß den gesetzlichen Bestimmungen entwickelt und eingesetzt.

Personelle Risiken

Weitere Risiken werden in der Rekrutierung von passendem Personal gesehen. Bisher konnten jedoch die offenen Positionen jeweils mit passenden Kandidaten besetzt werden. Aufgrund von attraktiven Benefits (Jobticket, Bonus, Qualitrain, mehrstufigen Gehaltsanpassungen) sehen wir auch kein erhöhtes Risiko für 2024.

2. Chancenbericht

Aufgrund unserer Zuverlässigkeit und schnellen Reaktion ergeben sich oft Chancen für weitere Geschäfte im Trucking und Verzollungsbereich. Diese Chancen wollen wir mit kundenorientiertem Verhalten und passenden Angeboten nutzen. Der Markt für E-Commerce wird weiterwachsen und wir wollen durch maßgeschneiderte Angebote daran partizipieren. Aus diesem Grund planen wir, in die Niederlande zu expandieren und dort ein maßgeschneidertes Angebot auf dem Markt anzubieten. Unsere stetig verbesserte Software bildet die solide Grundlage dafür.

3. Gesamtaussage

Angesichts unserer finanziellen Stabilität, einer sehr breiten Kundenbasis und einer guten IT-Ausstattung sind wir gut positioniert, um zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Möglichkeiten ergeben sich aus neuen Kundenprojekten und der fortlaufenden Entwicklung unserer Software. Es sind keine Risiken erkennbar, die die langfristige Existenz des Unternehmens gefährden könnten.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Finanzinstrumente der Gesellschaft bestehen im Wesentlichen in dem durch den Konzern geführte Konto, dem Forderungsmanagement und den Verbindlichkeiten.

Der Zahlungseingang wird ständig überwacht und, soweit die Forderungen nicht innerhalb der gesetzten Zahlungsfristen eingehen, durch ein wirksames Mahn- und Inkassowesen ergänzt. Weitere Zahlungsrisiken bestehen nicht.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden grundsätzlich innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über den Lufthansa Cash-Pool.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

 

Kelsterbach, den 08. Februar 2024

CB Customs Broker GmbH

Murat Odabas, Geschäftsführer

Uwe Glunz, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 921.346,00 844.528,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 841.758,00 770.029,00
II. Sachanlagen 79.588,00 74.499,00
B. Umlaufvermögen 10.704.121,98 14.576.768,84
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.704.121,98 14.576.768,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 38.837,18 32.354,30
Summe Aktiva 11.664.305,16 15.453.651,14

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 50.000,00 50.000,00
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 1.182.786,29 1.695.089,06
C. Verbindlichkeiten 10.431.518,87 13.708.562,08
Summe Passiva 11.664.305,16 15.453.651,14

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.852.622,37 8.541.287,20
2. Personalaufwand 4.574.822,85 4.062.135,01
a) Löhne und Gehälter 3.885.804,53 3.384.814,11
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 689.018,32 677.320,90
davon für Altersversorgung 18.035,94 4.147,62
3. Abschreibungen 482.837,49 314.562,95
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 482.837,49 314.562,95
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.648.521,02 1.756.852,92
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 247.620,46 7.505,94
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 58.642,34 160.114,57
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 17.538,00 25.299,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 623.071,86 713.202,89
8. Ergebnis nach Steuern 1.712.347,27 1.541.924,80
9. sonstige Steuern 6,00 654,88
10. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 1.712.341,27 1.541.269,92
11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

CB Customs Broker GmbH, Kelsterbach

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Gesellschaft hat Ihren Sitz in Kelsterbach ist im Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter HRB 84315 eingetragen.

Die Erstellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft erfolgt gemäß dem Handelsgesetzbuch in der jeweils gültigen Fassung.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Im Interesse einer größeren Klarheit und Übersichtlichkeit haben wir die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Angaben und Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, insgesamt im Anhang aufgeführt.

Die bisher in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten "Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne" enthaltenen Konzernsteuerumlagen werden ab dem Geschäftsjahr gesondert in einem separaten Posten "Konzernsteuerumlagen" ausgewiesen. Zu Vergleichszwecken wird in der Gewinn- und Verlustrechnung die Konzernsteuerumlage auch für das Vorjahr umgegliedert.

B. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind unverändert nachfolgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

1. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen zwei und fünf Jahren.

2. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen drei und dreizehn Jahren.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800,00 werden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben. Im Anlagenspiegel werden diese Vermögensgegenstände aus Vereinfachungsgründen in den Bereichen Anschaffungskosten und Abschreibungen jeweils unter den Zu- und Abgängen ausgewiesen.

3. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

4. Unmittelbare Pensionsverpflichtungen werden nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) bewertet. Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung zukünftiger Gehaltssteigerungen. Der ermittelte Betrag wird pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins abgezinst, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt.

Der sich aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,82 %) im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,74 %) ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 53 ist aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages nicht für die Ausschüttung gesperrt.

5. Die sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Langfristige Rückstellungen werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen werden unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

6. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

I. Erläuterung zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz ausgewiesenen Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind auf der folgenden Seite dargestellt.

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2023
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.189.913,78 509.967,29 3.873,97 1.696.007,10
1.189.913,78 509.967,29 3.873,97 1.696.007,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.006,27 0,00 0,00 9.006,27
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 378.349,93 49.731,20 43.955,77 384.125,36
387.356,20 49.731,20 43.955,77 393.131,63
1.577.269,98 559.698,49 47.829,74 2.089.138,73
Abschreibungen
Stand 1.1.2023
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 419.884,78 438.235,29 3.870,97 854.249,10
419.884,78 438.235,29 3.870,97 854.249,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.090,27 1.001,00 0,00 7.091,27
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 306.766,93 43.601,20 43.915,77 306.452,36
312.857,20 44.602,20 43.915,77 313.543,63
732.741,98 482.837,49 47.786,74 1.167.792,73
Buchwerte
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 841.758,00 770.029,00
841.758,00 770.029,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.915,00 2.916,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 77.673,00 71.583,00
79.588,00 74.499,00
921.346,00 844.528,00

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 136 (Vorjahr: T€ 125) enthalten.

3. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet.

Die Bewertung erfolgt bei Pensionsanwartschaften nach der Projected Unit Credit Method auf Basis der folgenden Grundlagen:

• Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck 2018 G

• Zinssatz: 1,82 %

• Gehaltstrend: 2,5 % p.a.

• Rententrend: 1,0 % p.a.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen für Personalverpflichtungen und ausstehende Rechnungen gebildet.

Die Bewertung der Rückstellungen für Dienstjubiläen erfolgte nach den Vorschriften des § 253 Abs. 1 bis 3 HGB. Dabei werden alle Dienstjubiläen in die Berechnung einbezogen. Die von der Gesellschaft zu entrichtenden gesetzlichen Sozialabgaben werden dabei berücksichtigt. Als Fluktuationswahrscheinlichkeiten werden die von Dr. Klaus Heubeck veröffentlichten Werte zu 100,00 % angesetzt. Die Bewertung der Rückstellung basiert auf folgenden Grundlagen:

• Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck 2018 G

• Zinssatz (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB): 1,74 %.

5. Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern in Höhe von T€ 6.109 (Vorjahr: T€ 10.876) enthalten.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen T€ 184.

II. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Altersversorgung

In den Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind solche für Altersversorgung in Höhe von T€ 18 (Vorjahr: T€ 4) enthalten.

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen (T€ 35) enthalten.

3. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen T€ 18 (Vorjahr: T€ 25) enthalten.

III. Sonstige Angaben

1. Zusammensetzung der Organe

Im Geschäftsjahr waren zum Geschäftsführer bestellt:

• Herr Murat Odabas, Vertriebsgeschäftsführer

• Herr Uwe Glunz, Kaufmännischer Geschäftsführer Entsprechend § 286 Abs. 4 HGB werden die in § 285 Nr. 9a und b HGB verlangten Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführungsorgane unterlassen, da anhand dieser Angaben die Bezüge eines Mitglieds dieses Organs festgestellt werden können.

2. Personalstand

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer war im Berichtszeitraum:

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt: 2023
Angestellte 64
Summe 64

3. Konzernabschluss

Die Gesellschaft gehört zum Lufthansa Konzern. Die Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft, Köln, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen auf. Dieser wird durch Einstellung im Unternehmensregister veröffentlicht.

4. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Das Jahresergebnis wird aufgrund eines mit der time:matters GmbH, Neu-Isenburg, abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages an diese abgeführt.

5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Es sind uns keine Vorgänge von Bedeutung bekannt geworden, die zu einem wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des Unternehmens führen könnten.

 

Kelsterbach, den 08. Februar 2024

Murat Odabas, Geschäftsführer

Uwe Glunz, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Für den vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 vor der Inanspruchnahme von Erleichterungen bei der Offenlegung haben wir nachfolgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

An die CB Customs Broker GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CB Customs Broker GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CB Customs Broker GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie, ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Darmstadt, den 8. Februar 2024

Pfeiffer Link GmbH
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