Rhein-Taunus-Krematorium GmbH

Zum Dinkholder, 56340 Dachsenhausen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Koblenz HRB 5582
Eingetragen
23.7.1997
Branche
Friedhöfe und KrematorienBeteiligungsgesellschaftenBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich Omnibusbahnhöfen
Gegenstand
Die Errichtung und das Betreiben von Krematorien auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Braubach und die Erbringung damit in Zusammenhang stehender Dienstleistungen; der Erwerb und das Halten von Grundbesitz und Rechte an Grundstücken sowie grundstückgleichen Rechten.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Judith Könsgen
seit 29.1.2024
Geschäftsführer
Roswitha Könsgen
seit 10.1.2012
Geschäftsführer
Karl Heinz Könsgen
seit 13.9.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 5 angezeigt

Weihersstraße 1, 56593 Pleckhausen
250.000 €
33.33%
Erbengemeinschaft Elfriede Klein geb. Maier und Tobias Jakob Klein
Germany
250.000 €
33.33%
Germany
125.000 €
16.67%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rhein-Taunus-Krematorium GmbH

Dachsenhausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Jahresabschluss 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die Rhein-Taunus-Krematorium GmbH ist seit 1996 im Geschäftsbereich des Betriebs eines Krematoriums auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Loreley, in den Ortsgemeinden Braubach und Dachsenhausen einschließlich aller damit im Zusammenhang stehender Dienstleistungen tätig.

Als der Betreiber eines der größten Krematorien in Europa steht die Gesellschaft auch im Berichtsjahr, wie auch schon bisher, stabil im Markt.

In Zusammenarbeit mit Ihrer Tochtergesellschaft, der Deutschen Friedhofsgesellschaft mbH, Dachsenhausen, bietet sie eine am Markt so nicht wieder zu findende, auch überregional angebotene, Kombination von Kremierungen und Bestattungen an, betreibt, teilweise in Kooperation, diverse Friedhöfe und entwickelt und vertreibt zukunftsorientierte und neuartige Bestattungsformen.

1.2 Allgemeine Unternehmensentwicklung

Durch die großen Einäscherungskapazitäten, die gute digitale Zusammenarbeit mit Bestattern, Gemeinden und anderen Krematorien, ein breitgefächertes Netzwerk und ein hohes Maß an Verlässlichkeit war es möglich, die reparatur- und wartungsbedingten Ausfälle anderer Krematorien in Absprache zu kompensieren und die gute Marktposition weiter auszubauen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Folgen der Corona-Pandemie und der im Jahr 2022 begonnene Ukraine-Konflikt mit steigenden Energiepreisen und Unsicherheiten in den Lieferketten hatten weiter großen Einfluss auf die deutsche Wirtschaft. Diese bedingten einen mittlerweile wieder leicht gesunkenen Trend zum Anstieg der Inflation in Deutschland.

Die bundesdeutsche Regierung ergriff verschiedene Maßnahmen zur Stärkung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, darunter Investitionen in Infrastrukturprojekte sowie Förderung von Innovation und Digitalisierung. Besonders kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) erhielten Unterstützung, um diese zu stärken. Insgesamt gab es trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage einen leichten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland. Dieser Trend entwickelte sich gegen Ende des Jahres weiter positiv, bei einer sehr geringen Arbeitslosenquote und steigenden Löhnen.

2.2 Geschäftsverlauf

Durch die vorhandenen Kapazitäten, gut strukturierte Betriebsabläufe und weiterer Investitionen in die Weiterentwicklung eigener Software und die angesprochene digitale Zusammenarbeit mit dem Unternehmensumfeld hat sich die Gesellschaft in diesen unruhigen Zeiten sehr gut behaupten können.

Der Mehrschichtbetrieb konnte auch weiterhin aufrechterhalten werden. Die Kapazitätsauslastung war insbesondere zu Beginn des Geschäftsjahres, durch die Folgen einer Grippewelle, nahezu maximal ausgeschöpft. Das gesamte Geschäftsjahr hindurch war die Auslastung des Krematoriums gut.

Die hohen Energiekosten konnten durch eine gute Planung und den Mehrschichtbetrieb weitestgehend abgefangen werden. Hierdurch konnte das Preisniveau für Leistungen der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant gehalten werden und die Preiserhöhungen anderer Mitbewerber des Sektors mussten nicht mitgegangen werden. Durch diese Preisstabilität konnten gute Kundenbeziehungen weiter gestärkt und neue Kundenbeziehungen aufgebaut werden.

Unter diesen geschäftlichen Rahmenbedingungen konnte sich die Gesellschaft im Wettbewerb weiterhin positiv entwickeln, so dass die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft und deren Position im Wettbewerbsumfeld zum 31.12.2023 als stabil bezeichnet werden kann.

2.3 Lage der Gesellschaft

Die wirtschaftliche Lage der Rhein-Taunus-Krematorium GmbH kann somit auch im Geschäftsjahr 2023 als "sehr gut" bezeichnet werden und wird im Wesentlichen durch das operative Geschäft bestimmt.

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) betrug im Geschäftsjahr 2023 38 Personen (Vorjahr: 35).

Im Jahr 2023 hat die Gesellschafterin Könsgen & Konsorten GmbH die Gesellschaftsanteile des bisherigen Mitgesellschafters Erbengemeinschaft Klein übernommen.

2.3.1 Ertragslage

Das Rohergebnis verbesserte sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 1.648 auf TEUR 12.143 (Vorjahr: TEUR 10.495). Im Vergleich zum Vorjahr fiel diese Steigerung deutlich aus.

Die Umsatzrentabilität stieg im Geschäftsjahr 2023 um 3,69% auf 22,31% (Vorjahr: 18,62%), die Eigenkapitalrentabilität stieg dem folgend von 26,2% (2022) auf 29,26% (2023).

Die Ergebnisabführung aus dem entsprechenden Vertrag mit der Deutsche Friedhofsgesellschaft mbH, Dachsenhausen betrug im Geschäftsjahr 2023 871.027,39 € (2022: 697.857,44 €).

Im Einzelnen stellt sich die die Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

2023 2022 Veränderung
T€ % T€ % T€ %
Rohergebnis 12.143 100,0 10.495 100,0 1.648 15,7
Personalaufwand 2.336 19,2 2.136 20,4 200 9,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.131 25,8 3.158 30,1 -27 -0,8
Beteiligungserträge verb. Unternehmen 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Erträge auf Grund eines EAV 871 7,1 698 6,7 173 24,8
Sonstige Steuern 1 0,0 31 0,3 -30 -96,8
EBITDA 7.546 62,1 5.868 55,9 1.678 28,6
Abschreibungen 1.035 8,5 1.145 10,9 -110 -9,6
EBIT 6.511 53,6 4.723 45,0 1.788 37,9
Finanzerträge 118 1,0 38 0,4 80 >100,0
Finanzaufwendungen 14 0,1 19 0,2 -5 -26,3
Verluste auf Grund eines EAV 0 0 0 0 0 0,00
Finanzergebnis 104 0,9 19 0,2 85 >100,0
Steuern von Einkommen und Ertrag 2.061 17,0 1.451 13,8 610 42,0
Jahresüberschuss 4.554 37,5 3.291 31,4 1.263 38,4

2.3.2 Vermögenslage

Die Vermögensstruktur und das Vermögen der Gesellschaft hat sich im Vorjahresvergleich deutlich verändert (TEUR 2.289; 11,6%). So standen abschreibungsbedingten Minderungen im Anlagevermögen in Höhe von TEUR 453 Zugänge im kurzfristig gebundenen Vermögen (TEUR 2.742) gegenüber.

Die Finanzierungsstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2023 weiterhin verbessert. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag ein deutlich verstärktes Eigenkapital (+ TEUR 3.001) und eine Eigenkapitalquote von 70,7% aus. Die Verbindlichkeitenquote fiel von 14,0% auf 9,0%.

Der vereinfachte Cashflow der Gesellschaft (Jahresergebnis + Abschreibungen +/- Veränderung Pensions-Rückstellungen) stieg von TEUR 4.287 im Jahr 2022 auf TEUR 5.567 im Jahr 2023.

Die Vermögenslage der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
T€ % T€ % T€ %
Immaterielles Anlagevermögen 235 1,1 196 1,0 39 19,9
Sachanlagen 9.896 44,9 10.338 52,4 -442 -4,3
Finanzanlagen 1.064 4,8 1.114 5,6 -50 -4,5
Langfristig gebundenes Vermögen 11.195 50,8 11.648 59,0 -453 -3,9
Vorräte 790 3,6 993 5,0 -203 -20,4
Ford. aus Lieferungen und Leist. 991 4,5 975 5,0 16 1,6
Ford. gg. verbundene Untern. 978 4,4 908 4,6 70 7,7
Sonstige Vermögensgegenstände 468 2,1 629 3,2 -161 -25,6
Flüssige Mittel/Wertpapiere 7.480 34,0 4.405 22,3 3.075 69,8
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 22 0,1 103 0,5 -81 -78,6
Sonstige Aktiva 107 0,5 81 0,4 26 32,1
Kurzfristig gebundenes Vermögen 10.836 49,2 8.094 41,0 2.742 33,9
Summe Aktiva 22.031 100,0 19.742 100,0 2.289 11,6

Die Finanzierungsstruktur stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
T€ % T€ % T€ %
Eigenkapital 15.564 70,7 12.563 63,6 3.001 23,9
Steuerrückstellungen 535 2,4 671 3,4 -136 -20,3
Sonstige Rückstellungen 274 1,2 235 1,2 39 16,6
Kreditverbindlichkeiten 0 0,0 179 0,9 -179 k.A.
Lieferverbindlichkeiten 523 2,4 1.115 5,7 -592 -53,1
Verb. gg. verbundene Untern. 296 1,3 208 1,1 88 42,3
Sonstige Verbindlichkeiten 356 1,6 342 1,7 14 4,1
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 4.483 20,4 4.429 22,4 54 1,2
Mittel- und kurzfristiges Fremdkapital 6.467 29,3 7.179 36,4 -712 -9,9
Summe Passiva 22.031 100,0 19.742 100,0 2.289 11,6

2.3.3 Gesamtaussage

Insgesamt kann der Geschäftsverlauf und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als sehr gut bezeichnet werden.

3. Chancen- und Risikobericht

3.1 Volkswirtschaftliche Risiken

Die größten Risiken im Geschäftsjahr 2023 resultierten aus dem Angriff von Russland auf die Ukraine. Die daraus folgende Rohstoffknappheit und die Lieferengpässe haben auch bis in das Jahr 2024 weiterhin weitreichende Einflüsse. Durch die vorhandene Inflation und die branchenübergreifenden Forderungen nach Lohnerhöhungen entstanden große Unsicherheiten und eine Stagnation des gesamtwirtschaftlichen Binnenmarktes. Das deutsche Wirtschaftswachstum insgesamt war schlechter als zunächst prognostiziert. Für das Jahr 2024 wird eine Verringerung der Inflation und eine Verbesserung des deutschen Wirtschaftswachstums erwartet. Die geopolitische Situation bleibt weiterhin angespannt und schwer einschätzbar.

3.2 Branchenspezifische Chancen und Risiken

Die Digitalisierung des gesamten Bestattungsmarktes nimmt zu. Hierdurch steigt auch das Risiko von Ausfällen und Angriffen. Eine Absicherung der digitalen Anbindungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung der Vorgaben der DSGVO sowie der Bereich der Cybersecurity sind von großer Bedeutung. Digitale Anbindungsmöglichkeiten und die Vernetzung verschiedener Partner eröffnen die Möglichkeit, Kooperationspartner fester zu binden und neue Kooperationspartner zu gewinnen.

Durch den Markteintritt neuer Mitbewerber und Zusammenschlüsse kleinerer Mitbewerber bestehen für die Gesellschaft die allgemeinen Risiken für die Umsatz- und Preisentwicklung. Auch in Zeiten der Energiekrise und durch Lieferengpässe hat sich die Kapazitätsauslastung nicht verschlechtert.

Der anhaltende Fachkräftemangel ist derzeit noch kein übergeordnetes Thema in der Gesellschaft. Dennoch wird durch spezifische Maßnahmen versucht, qualifiziertes Personal zu halten, die Zufriedenheit zu steigern und weiterhin als attraktiver Arbeitgeber am Arbeitsmarkt wahrgenommen zu werden.

Um die Nachhaltigkeit zu erhöhen und vorhandene Potentiale zu nutzen, wird die Wärmerückgewinnung aus dem Einäscherungsbetrieb mittels Abgabe von Wärme geprüft. Darüber hinaus wurde die Filtertechnik von zwei Ofenanlagen auf den aktuellen Stand der Technik gebracht, wodurch die Verbräuche von Druckluft und Strom erheblich gesenkt werden konnten.

Die Aufrechterhaltung der Notstromversorgung wird fortgeführt, um auch im Krisenfall eine Weiterführung des Betriebes gewährleisten zu können. Weitere Maßnahmen zur Reduzierung des Einsatzes von Rohstoffen und zur Sicherstellung des Betriebes werden geprüft.

Konjunkturelle Risiken bestehen für die Gesellschaft nicht. Der Gesamtmarkt ist konjunkturunabhängig und wird sich auch in Zukunft weitgehend unabhängig von wirtschaftlichen Einflüssen entwickeln.

3.3 Zusammenfassende Beurteilung

Wir gehen davon aus, dass die Chancen der Gesellschaft die Risiken deutlich übersteigen und eine Fortführung des Unternehmens in den nächsten Jahren gesichert ist. Wir sehen keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden. Der Umgang mit identifizierten Risiken und die darauf bezogenen Maßnahmen sind ausreichend. Den erkennbaren wirtschaftlichen Risiken wurde im Jahresabschluss 2023 durch ausreichende Rückstellungsbildung und Wertberichtigungen Rechnung getragen.

4. Prognosebericht

Die Nachfrage nach den Dienstleistungen der Gesellschaft hat sich auf einem hohen Niveau stabilisiert. Die in den vergangenen Jahren neu geschaffenen Kapazitäten sind mittlerweile ebenfalls sehr gut ausgelastet. Der größere Spielraum, der sich durch die neuen im Jahr 2019 in Betrieb genommenen Ofenlinien bietet, schafft auch eine größere Planungssicherheit bei den in den Folgejahren erforderlichen Ofenreparaturen und Ofensanierungen.

Die positive Entwicklung, bedingt durch am Markt durchsetzbare Preiserhöhungen, hohe Kapazitätsauslastungen, der bestehenden Marktposition und strukturellen Verbesserungen, insbesondere auch im Verwaltungsbereich und dem Ausbau der Digitalisierung, wird auch in Zukunft dafür sorgen, dass unsere Gesellschaft weiterhin eine belastbare Ertragsgrundlage besitzt, die auch im Geschäftsjahr 2024 die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft festigen wird.

Trotz der Ukraine-Krise und dadurch bedingter Lieferengpässe und hohen Energiekosten konnten die hohen Einäscherungszahlen aus dem Vorjahr im Jahr 2023 gehalten werden. Hierzu hat insbesondere die Grippewelle zum Jahreswechsel 2022/2023 beigetragen. Da in der Winterperiode 2023/2024 keine besonderen Infektionsgeschehen stattfanden und derzeit keine Sondereinflüsse durch den Ausfall anderer Krematorien bestehen, werden die Einäscherungszahlen im Jahr 2024 voraussichtlich wieder auf das Niveau von 2021 sinken.

 

Dachsenhausen, den 17. April 2024

Roswitha Könsgen

Karl-Heinz Könsgen

Judith Könsgen

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 11.194.920,18 11.647.896,02
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 234.451,00 195.718,00
II. Sachanlagen 9.896.143,48 10.337.692,02
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.339.345,00 6.507.480,00
2. technische Anlagen und Maschinen 3.174.017,00 3.502.575,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 327.548,00 298.500,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 55.233,48 29.137,02
III. Finanzanlagen 1.064.325,70 1.114.486,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 512.726,00 512.726,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 549.099,70 599.260,00
3. Sonstige Finanzanlagen 2.500,00 2.500,00
B. Umlaufvermögen 10.707.505,36 7.910.193,31
I. Vorräte 789.978,37 992.876,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.437.269,00 2.512.364,23
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 977.799,10 908.675,98
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.459.469,90 1.603.688,25
III. Wertpapiere 1.000.000,00
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.480.257,99 4.404.952,25
C. Rechnungsabgrenzungsposten 21.727,41 102.958,80
D. Aktive latente Steuern 87.299,00 80.682,00
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 19.688,50 181,88
Aktiva 22.031.140,45 19.741.912,01

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 15.563.818,77 12.563.378,56
I. ausgegebenes Kapital 375.000,00 375.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
2. eigene Anteile -125.000,00 -125.000,00
II. Kapitalrücklage 5.645,94 5.645,94
III. Gewinnrücklagen 125.000,00 125.000,00
IV. Bilanzgewinn 15.058.172,83 12.057.732,62
davon Gewinnvortrag 10.503.732,62 8.856.232,82
B. Rückstellungen 809.149,01 905.349,41
C. Verbindlichkeiten 1.175.022,04 1.844.631,47
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 179.440,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 295.926,73 208.186,74
3. sonstige Verbindlichkeiten 879.095,31 1.457.004,73
D. Rechnungsabgrenzungsposten 4.483.150,63 4.428.552,57
Passiva 22.031.140,45 19.741.912,01

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 12.143.350,79 10.495.576,94
2. Personalaufwand 2.336.307,87 2.136.331,28
a) Löhne und Gehälter 1.890.987,64 1.732.026,70
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 445.320,23 404.304,58
davon für Altersversorgung 30.963,12 30.833,92
3. Abschreibungen 1.012.521,14 1.138.025,61
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.012.521,14 1.138.025,61
davon außerplanmäßige Abschreibungen 24.888,10
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.130.765,74 3.157.630,56
5. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 871.027,39 697.857,44
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 118.564,76 38.106,41
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 22.249,50 6.840,92
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 22.249,50 6.840,92
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14.063,86 18.809,04
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.061.246,62 1.451.076,73
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 6.617,00 54.081,00
10. Ergebnis nach Steuern 4.555.788,21 3.322.826,65
11. sonstige Steuern 1.348,00 31.326,85
12. Jahresüberschuss 4.554.440,21 3.291.499,80
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 10.503.732,62 8.856.232,82
14. Ausschüttung 90.000,00
15. Bilanzgewinn 15.058.172,83 12.057.732,62

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Rhein-Taunus- Krematorium GmbH

I. Allgemeine Angaben

Die Rhein-Taunus-Krematorium GmbH mit Sitz in Dachsenhausen ist unter der Nr. HRB 5582 beim Amtsgericht Koblenz eingetragen.

Der Jahresabschluss der Rhein-Taunus-Krematorium GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und 264 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine "mittelgroße Kapitalgesellschaft".

Die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 274a HGB sowie § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stellen sich - unverändert zum Vorjahr - wie folgt dar:

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden mit den Anschaffungskosten, zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, abzüglich Skonti aktiviert und - soweit abnutzbar - planmäßig abgeschrieben.

Planmäßige Abschreibungen werden linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von 250,00 € bis zu 800,00 € werden in Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten aktiviert. Die Finanzanlagen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung gemäß § 253 Abs. 3 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Es wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 22.249,50 € vorgenommen.

Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, soweit nicht ein niedrigerer Wert zum Abschlussstichtag beizulegen war.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten werden grundsätzlich mit ihrem Nominalbetrag bewertet. Für zweifelhafte Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Für die verbleibenden Forderungen wurde zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von 7.562,65 €.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die vereinbarte Laufzeit endete im Februar 2024 und der festgelegte Betrag in Höhe von 1.000.000,00 € wurde vollständig wieder ausgezahlt.

Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

Der Ansatz von latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Bilanzposten. Eine sich insgesamt ergebene Steuerentlastung führt zum Ansatz von aktiven latenten Steuern auf der Aktivseite. Bei der Bewertung wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 30,0 % berücksichtigt.

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung betrifft Pensionsverpflichtungen, die nach der PUC-Methode berechnet werden. Bei der Entwicklung der Anwartschaften bis zum Pensionsalter wurde ein Trend in Höhe von 2 % berücksichtigt. Rechnungsgrundlage für die versicherungsmathematischen Barwerte ist die Richttafel 2018 G Prof. Dr. Klaus Heubeck. Als Rechnungszinssatz wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Rechnungszinssatz für eine Versorgungsverpflichtung mit einer Restlaufzeit von 10 Jahren verwendet. Er beträgt zum 31. Dezember 2023 1,82 %. Gegenzurechnen ist das verpfändete Geldmarktkonto in Höhe seines Nominalwerts.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen decken alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden, Verluste und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen, angemessen und ausreichend ab. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Anlagenspiegel (Seite 5 von 6).

An den drei folgenden Gesellschaften besteht eine wesentliche Beteiligung:

Deutsche Friedhofsgesellschaft mbH, Dachsenhausen

Beteiligungshöhe 100
%
Eigenkapital 500.000,00 €
Jahresergebnis 0,00 €

Mit Vertrag vom 23. Dezember 2011 (UR-Nr. 3147/2011 des Notars Michael Wagner, (Asbach) erfolgte der Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit Wirkung ab dem 1. Januar 2012.

Wald Necropole GmbH, Braubach

Beteiligungshöhe 100
%
Eigenkapital -71.553,88 €
Jahresergebnis -8.032,85 €

Funebra GmbH, Niederkassel

Beteiligungshöhe 50 %
Eigenkapital 14.655,98 €
Jahresergebnis -8.488,95 €

Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt entwickelt:

01.01.2023
Veränderung
31.12.2023
aktive latente Steuern 80.682,00 +6.617,00 87.299,00

Aus dieser Position resultiert ein ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von 87.299,00 €.

Die Pensionsrückstellung in Höhe von 708.816,00 € wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem verpfändeten Guthaben auf dem Geldmarktkonto bei der Nassauischen Sparkasse in Höhe von 728.504,50 € verrechnet. Bewertungsgrundlage und Bewertungsmaßstab ist der Nominalwert des Bankguthabens. Der somit verbleibende Saldo des aktiven Unterschiedsbetrags aus der Vermögensverrechnung beträgt 19.688,50 €. Der Erfüllungsbetrag für die Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt 716,602,00 €; der von der Ausschüttungssperre erfasste Betrag beträgt 7.786,00 €.

Das satzungsmäßige gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 500.000,00 €.

Nach Abzug der eigenen Anteile in Höhe von 125.000,00 € ergibt sich ein eingefordertes Kapital von 375.000,00 €.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt zusammen:

31.12.2023
T€
1. Personalbereich 146
2. Entsorgungsverpflichtung 18
3. Abschluss- und Prüfungskosten 57
4. Instandhaltungen 23
5. Archivierung 20
6. Sonstiges 10
Gesamt 274

Die Gliederung der Restlaufzeit nach Fristen ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023 (in Klammern: 31. Dezember 2022).

Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
Restlaufzeit größer 1 Jahr
davon eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
Gesamt
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00
(179.440,00) (0,00) (0,00) (179.440,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 523.359,50 0,00 0,00 523.359,60
(1.114.623,60) (0,00) (0,00) (1.114.623,60)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 295.926,73 0,00 0,00 295.926,73
(208.186,74) (0,00) (0,00) (208.186,74)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 355.735,81 0,00 0,00 355.735,81
(342.381,13) (0,00) (0,00) (342.381,13)
1.175.022,04 0,00 0,00 1.175.022,04
(1.844.631,47) (0,00) (0,00) (1.844.631,47)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignungen der technischen Anlagen und Maschinen und durch Grundschulden auf die betrieblichen Immobilien besichert.

Hinsichtlich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

IV. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 29.

2. Arbeitnehmerzahl

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer nach § 267 Abs. 5 HGB im Jahr 2023 betrug 38 (Vorjahr: 35), davon gewerbliche Arbeitnehmer 31, Angestellte 3 und Aushilfen 4. Die im Unternehmen tätigen Auszubildenden wurden nicht berücksichtigt.

3. Gesellschaftsorgane

Zu alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführern sind -unverändert- bestellt:

Frau Roswitha Könsgen, Kauffrau und kaufmännische Leiterin Krematorium, Niederkassel, und

Herr Karl-Heinz Könsgen, Kaufmann und technischer Leiter Krematorium, Niederkassel.

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 18. Dezember 2023 wurde zum alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer bestellt:

Frau Judith Könsgen, Kauffrau und Leiterin der IT und des Personalwesens, Burgbrohl.

Angesichts der Bezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wird die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

4. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von 15.058.172,83 € auf neue Rechnung vorzutragen.

5. Vorgänge nach dem Abschlussstichtag

Als Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag, die für die Beurteilung der Lage der Gesellschaft wesentlich sind, ist insbesondere der auch im Jahr 2024 andauernde, am 24. Februar 2022 begonnene Ukraine-Krieg mit den damit verbundenen, wirtschaftlichen Folgen zu nennen. Es wird auf die weiteren Ausführungen im Lagebericht verwiesen.

 

Dachsenhausen, den 17. April 2024

Roswitha Könsgen

Karl-Heinz Könsgen

Judith Könsgen

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez.

Roswitha Könsgen

Karl-Heinz Könsgen

Judith Könsgen

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 04.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Rhein-Taunus-Krematorium GmbH, Dachsenhausen

Wir haben den Jahresabschluss der Rhein-Taunus-Krematorium GmbH, Dachsenhausen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rhein-Taunus-Krematorium GmbH, Dachsenhausen für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31.Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31.Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bonn, den 31. Mai 2024

W I R O G GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Daniel Hübner, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

2 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.