Kohl Pharmahandel GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
KOHL MEDICAL AGEigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KOHL MEDICAL AGMerzigKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021A. Grundlagen und Geschäftsmodell des Konzerns Die KOHL MEDICAL AG, als Holdinggesellschaft mit verwaltender Zentralfunktion und Sitz in Merzig, ist Gesellschafterin von elf inländischen, in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften. Zweigniederlassungen bestehen darüber hinaus nicht. Das Kerngeschäft des KOHL MEDICAL AG Konzerns besteht im Import preisgünstiger Original-Präparate (Euro-Import-Arzneimittel), die aus Mitgliedsländern der EU bezogen und grundsätzlich unter dem für die Krankenkassen relevanten Preis der deutschen Originalpräparate abgegeben werden. Neben "Parallel-Importen" tätigt dieser Konzernbereich auch "Re-Importe" ursprünglich in Deutschland produzierter Präparate. Die AVIE GmbH betreibt eine Systempartnerschaft mit selbständigen Apotheken, die man im stärker werdenden Wettbewerb in vielen Bereichen unterstützen kann. Mit der provita arndt-Gruppe betätigt sich der Konzern auch in der ambulanten Versorgung und Betreuung von Patienten sowie der Bereitstellung von medizinischen Hilfsmitteln. Der Konzern betreibt im Bereich des Kerngeschäftes keine nennenswerten Forschungs- und Entwicklungsleistungen. B. Wirtschaftsbericht 1. Konjunktur, Markt und Branche 2021 Die Weltwirtschaft ist im Berichtsjahr nach dem pandemiebedingten Rückgang des Vorjahres deutlich gewachsen. Als wesentlicher Faktor trug dazu bei, dass die Zahl der Impfungen gegen COVID-19 zunahm und einschränkende Schutz- und Kontaktbeschränkungsmaßnahmen zunächst gelockert werden konnten. Im Jahresverlauf ließ die wirtschaftliche Dynamik jedoch nach. Der wichtigste Grund dafür waren weitere COVID-19 Wellen, die erneut einschränkende Maßnahmen zur Folge hatten. Insgesamt stieg jedoch das weltweite Wachstum um 5,6% während im Vorjahr noch ein Rückgang von 3,4% zu verzeichnen war (Quelle: IHS Markit). In Europa und auch in Deutschland entwickelte sich das Wachstum hingegen schwächer. Während das Wachstum in Europa noch bei 5,2% lag, wuchs die Wirtschaft in Deutschland mit 2,7% (Vorjahr: -5,3%) deutlich schwächer. Die USA konnten hingegen eine Steigerung ihres Wirtschaftswachstums auf 5,7% (Vorjahr: -3,6%) verzeichnen. Ein noch deutlicheres Wachstum auf 6,6% (Vorjahr: -1,6%) konnten die Schwellenländer erreichen (Quelle: IHS Markit). Die weltweiten Pharma- und Gesundheitsmärkte zeigen sich nicht immer korrelierend mit konjunkturellen Entwicklungen. Für diese Märkte entscheidender sind demografische Entwicklungen, wie steigende Bevölkerungszahlen (z.B. in Schwellenländern) oder die steigende Zahl älterer Menschen (z.B. in den "alten" Industriestaaten). Eine generelle Markterholung nach den starken Einschränkungen im Zusammenhang der COVID-19 Pandemie führen zu einer positiven Entwicklung des Pharmamarktes. Während der globale Pharmamarkt in 2020 um 3,4% gestiegen ist, betrug das Wachstum 2021 bereits wieder 6,3% und damit das Niveau aus 2019 (Quelle: IQVIA). In Deutschland führt die demografische Entwicklung mit immer mehr älteren Menschen dazu, dass die Ausgaben im Gesundheitssystem tendenziell stärker wachsen als die Einnahmen. Durch gesetzgeberische Eingriffe in das System wurde in der Vergangenheit immer wieder versucht, diesen Ausgabenüberhang auszugleichen. Die umfangreichen Belastungen des Gesundheitssystems im Zuge der COVID-19-Pandemie werden den Kostendruck bei den Krankenkassen allerdings wieder stärker in den Fokus rücken. In 2021 ist der deutsche Pharmamarkt, bewertet zu Herstellerabgabepreisen, um 7,4% auf rd. EUR 40,3 Mrd. gestiegen. Der Umsatz der Importarzneimittel ist dabei jedoch deutlich um 8,8% auf EUR 2,8 Mrd. gefallen, was einem Marktanteil von rd. 7% (Vorjahr: 8,3%) entspricht (Quelle: Insight Health). Der Marktanteil der KOHL MEDICAL AG am Gesamtmarkt ist von 1,91% auf 1,48% zurückgegangen. Bereits zum 01.07.2019 ist das Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) in Kraft getreten. Danach wurde die sog. Preisabstandsklausel für preisgünstige Importe, die zuvor bei mind. 15% oder mind. EUR 15,- lag, wie nachfolgend dargestellt abgeändert. Bei einem Packungspreis von bis zu EUR 100,- muss der Preisabstand 15% betragen (unverändert), bei Preisen zwischen EUR 100,- und EUR 300,- muss der Preisabstand EUR 15,- betragen (unverändert) und bei Preisen über EUR 300,- muss der Preisabstand 5% betragen (zuvor: EUR 15,-). Bei Preisen über EUR 300,- hat sich damit eine Verschlechterung unserer Marge ergeben. Des Weiteren sind biotechnologisch hergestellte Arzneimittel sowie Zytostatika von der Importregelung ausgenommen worden. Im Gegenzug wurde aber die zuvor geltende Importquote von 5% durch eine Einsparquote ersetzt. So müssen die Apotheken nunmehr mit Importen im verbleibenden Bereich der Originalpräparate (d.h. abzüglich der rabattierten Arzneimittel und der Arzneimittel, die im Wettbewerb mit Generika stehen) ein Einsparvolumen von 2% erzielen. Darüber hinaus wurde der Spitzenverband Bund der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV-SpiBu) dazu verpflichtet, bis Ende 2021 einen umfassenden Bericht zu erstellen, den das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) bewertet und dem Bundestag zur Befassung zur weiteren Notwendigkeit der Importregelung vorlegen wird. Vom GSAV abgesehen, hatten der Deutsche Apothekerverband (DAV) und der Spitzenverband Bund der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV-SpiBu) Anfang des Jahres 2019 bereits einen neuen Bundesrahmenvertrag abgeschlossen, der im Großen und Ganzen die importrelevanten Gesetzesänderungen aus dem GSAV mit Ausnahme der dort ausgeschlossenen Arzneimittel-Gruppen vorweg genommen hatte und bereits zum 01.07.2019 in Kraft getreten ist. Der in Höhe von 7% bestehende Hersteller-Zwangsrabatt veränderte sich in 2021 dagegen nicht. Das parallel zu den Zwangsrabatten zu sehende Preismoratorium wurde im März 2017 im Rahmen des Gesetzes zur Stärkung der Arzneimittelversorgung in der GKV (AMVSG) bis 31.12.2022 verlängert. Seit dem Jahr 2018 wurde den Herstellern erstmals eine Preisanpassung entsprechend der Inflationsrate ermöglicht. Die Höhe des Hersteller-Zwangsrabattes wird jährlich daraufhin geprüft werden, ob in Abhängigkeit von der finanziellen Lage der Krankenkassen eine Anpassung erforderlich ist. Für die neu auf den deutschen Markt kommenden Arzneimittel gelten weiterhin die Bedingungen nach dem zum 01.01.2011 eingeführten Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes - AMNOG (zwischen Herstellern und Krankenkassen nach Nutzenbewertung vorgeschriebene Preisverhandlungen und im Falle der Nicht-Einigung das Schiedsverfahren). Etwas schwieriger gestaltet sich allerdings die Situation auf den Beschaffungsmärkten. Nach wie vor versuchen hier die Hersteller durch Export beeinträchtigende Maßnahmen die Warenflüsse zu kontrollieren. Auch Exportverbote in einzelnen Ländern für einzelne, vermeintlich knappe Arzneimittel ließen unsere Beschaffungspotenziale sinken. 2. Geschäftsentwicklung Der Konzernumsatz des Jahres 2021 lag mit EUR 567 Mio. um 16,7% unter dem Vorjahresumsatz von EUR 680 Mio. und damit auch unter der Vorjahresprognose von leicht rückläufigen Umsätzen. Haupteinflussfaktoren hierfür waren der deutliche Rückgang umsatzstarker Produkte sowie veränderte Bedingungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie. Der bereinigte Umsatz im Geschäftsbereich "AVIE" konnte von EUR 3,5 Mio. auf EUR 4,1 Mio. gesteigert werden, währenddessen die Umsatzerlöse der provita arndt GmbH, coronabedingt durch eingeschränkte Vertriebsaktivitäten sowie Softwareumstellung von EUR 18,8 Mio. auf EUR 18,2 Mio. gefallen sind. Die Umsätze im Kerngeschäft Arzneimittelimport fielen von EUR 654,1 Mio. im Vorjahr um 17,4% auf EUR 540,4 Mio. im Jahr 2021. Der Anteil der Umsätze im Direktgeschäft mit den Apotheken ist im Berichtsjahr auf rd. 54,3% gestiegen (Vorjahr: 48,6%). Die Umsätze mit dem Pharmagroßhandel sind demzufolge auf rd. 45,7% gefallen (Vorjahr: 51,4%). Beim Marktanteil (Importarzneimittelmarkt) konnte der Wert von 21,1% aus dem Vorjahr um 0,9% auf 22,0% gesteigert werden, womit wir weiterhin unangefochtener Marktführer bleiben. Nach wie vor problematisch waren in 2021 die Bedingungen auf den Beschaffungsmärkten. Aufgrund der Kontingentierung der Hersteller oder anderer Export beeinträchtigender Maßnahmen ist die Nachfrage höher als das Angebot. Der Wettbewerb unter den Importeuren ist daher entsprechend hart. Ein Teil des Sortimentes war deshalb nicht in ausreichender Menge verfügbar. Der Konzernumsatz entfällt weit überwiegend auf den Parallelhandel von Arzneimitteln (95,5%). Die Geschäftsbereiche "AVIE" (1,4%) sowie "provita arndt" (3,1%) spielten in 2021 umsatzseitig eine untergeordnete Rolle. Trotz gestiegener Handelsspanne von 17,1 auf 17,6, aber bedingt durch den starken Rückgang des Konzernumsatzes, ist der Konzernjahresüberschuss im Berichtsjahr von EUR 21,9 Mio. auf EUR 8,8 Mio. zurückgegangen. Die Vorjahresprognose ging noch von einem leicht rückläufigen Ergebnis aus. Weitere Gründe sind die gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie Kostensteigerungen im Personalbereich. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich zum Ende des Berichtszeitraums um 2% auf 1.033 (Vorjahr: 1.013). Neben dem hervorragenden Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt ein weiterer zentraler Erfolgsfaktor des Konzerns nach Auffassung des Vorstands in der Eigenständigkeit und Handlungsfreiheit des Familienunternehmens. 3. Darstellung der Lage der Gesellschaft Nachfolgend soll, auch anhand der wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns analysiert werden. 3.1. Finanzlage Das Finanzmanagement des Konzerns befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Management der Kapitalstruktur, der Liquiditätssteuerung sowie dem Management von Marktpreisrisiken. Finanzierungsstruktur Die konsolidierte Bilanzsumme des Jahres 2021 ist im Vergleich zum Jahresende 2020 um 3,6% auf EUR 234 Mio. gesunken. Das Anlagevermögen hat sich um EUR 2,2 Mio. (-6,4%) auf EUR 32,8 Mio. verringert, vor allem bedingt durch die planmäßige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung. Im Umlaufvermögen sind die Vorräte stichtagsbedingt um 0,1% auf EUR 108,0 Mio. gefallen und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie das übrige Umlaufvermögen stichtagsbedingt um 7,3% auf EUR 91,7 Mio ebenfalls gefallen. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital ausschüttungsbedingt um 15,0% auf EUR 82,6 Mio. (Vorjahr: EUR 97,3 Mio.) verringert. Die Eigenkapitalquote des Konzerns fällt von 40,0% auf 35,2%. Die Eigenkapitalrentabilität (Ergebnis nach Steuern im Verhältnis zum Eigenkapital) fällt von 23,4% auf 12,8%. Die Finanzierung des Konzerns erfolgte im Geschäftsjahr aus dem Cashflow des Jahresüberschusses zuzügl. Abschreibungen (EUR 16,2 Mio., Vorjahr: EUR 29,1 Mio.). Die Mittelabflüsse des Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (EUR 23,6 Mio., Vorjahr: EUR 26,5 Mio.) sind im Wesentlichen auf Dividendenzahlungen zurückzuführen. Die Mittelabflüsse des Cashflow aus Investitionstätigkeit (EUR 5,3 Mio., Vorjahr: EUR 4,0 Mio.) sind im Wesentlichen auf Investitionen in das Sachanlagevermögen zurückzuführen. Liquiditätslage Die Liquiditätsausstattung des KOHL MEDICAL Konzerns ist gut, fällige Verbindlichkeiten können jederzeit fristgerecht bedient werden. Vorhandene Kreditlinien wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr stärker in Anspruch genommen, da es pandemiebedingt stärkere Ausschläge im Umsatz und demzufolge auch im Working-Capital gab. Neben der vorhandenen Eigenfinanzierungskraft standen jederzeit ausreichend Fremdmittel zur Verfügung, um den Liquiditätsbedarf zu decken. Die Liquiditätssituation des Konzerns wird somit weiterhin als positiv eingeschätzt, liquiditätsbeeinträchtigende Sachverhalte sind nach der Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2022 nicht ersichtlich. 3.2. Ertragslage Im Berichtsjahr verringerten sich die Umsatzerlöse um 16,7% auf EUR 566,8 Mio. Die Handelsspanne des Konzerns steigerte sich auf 17,6% (Vorjahr: 17,1%). Die Umsatzrentabilität veränderte sich auf 3,1% (Vorjahr: 5,4%). Der Ergebnisbeitrag des Geschäftsbereiches "AVIE" betrug 2021 EUR -0,1 Mio. (Vorjahr: EUR -0,1 Mio.). Im Geschäftsbereich "provita arndt" wurde ein Ergebnis von EUR -6,7 Mio (Vorjahr: -3,0 Mio) erwirtschaftet. Der Personalaufwand ist im Jahr 2021 bei gestiegener Beschäftigtenzahl um 3,8% auf EUR 54,8 Mio. angestiegen. Die Personalintensität (Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf 9,7% (Vorjahr: 7,8%) erhöht. Die Abschreibungen für immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie Sachanlagen sind im Berichtsjahr auf EUR 7,4 Mio. (Vorjahr: EUR 7,2 Mio.) gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwände sind auf EUR 26,3 Mio. (Vorjahr: EUR 24,9 Mio.) gestiegen. Gefallen sind die Ertragssteuern im Konzern ergebnisbedingt um EUR 5,8 Mio. auf EUR 7,2 Mio. Der Konzernüberschuss ist um 53,6% auf EUR 10,6 Mio. gefallen. Die Gesamtkapitalrentabilität (Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsaufwand im Verhältnis zum Gesamtkapital) beträgt für das Geschäftsjahr 7,4% (Vorjahr: 15,0%). 3.3. Vermögenslage Das Investitionsvolumen des Jahres 2021 belief sich auf EUR 5,3 Mio. (Vorjahr: EUR 4,3 Mio.). Der Vorratsbestand hat sich als wesentliche Bilanzposition zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 0,1% auf EUR 108,0 Mio. gesenkt. Die Vorratsintensität (Vorratsbestand im Vergleich zur Bilanzsumme) ist auf 46,1% (Vorjahr: 44,5%) gestiegen. Die Umschlagshäufigkeit der Vorräte (Umsatzerlöse in Relation zum Vorratsbestand) ist von 6,3 auf 5,2 gesunken. Gefallen sind zum Bilanzstichtag die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Wert von EUR 82,9 Mio. (Vorjahr: EUR 88,9 Mio.). Die Umschlagshäufigkeit der Forderungen (Umsatzerlöse in Relation zum Forderungsbestand) fällt im Vergleich zum Vorjahr von 7,6 auf 6,8. Gestiegen sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf einen Wert von EUR 29,9 Mio. gegenüber EUR 21,3 Mio. im Vorjahr. In Relation zur Bilanzsumme ist der Wert von 8,7% im Vorjahr auf 12,8% gestiegen. Das Working Capital (Umlaufvermögen abzgl. kurzfristiges Fremdkapital) ist zum Bilanzstichtag um 14,0% auf EUR 77,7 Mio. (Vorjahr: EUR 90,4 Mio.) gefallen. Insgesamt stellt sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des KOHL MEDICAL AG Konzerns als zufriedenstellend dar. C. Risikobericht Jede Art der Geschäftstätigkeit ist prinzipiell mit allgemeinen und ggf. auch mit zusätzlichen, aus der Art der Geschäftstätigkeit resultierenden spezifischen Risiken verbunden. In der Regel können geschäftliche Chancen nur dann genutzt werden, wenn auch geschäftliche Risiken eingegangen werden. Das Risikomanagement ist im KOHL MEDICAL AG Konzern integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Als Grundlagen der organisatorischen Einbindung des Risikomanagements in die betrieblichen Abläufe sind vor allem die Managementstruktur, das Planungssystem sowie detaillierte Berichts- und Informationssysteme anzusehen. Das Ziel unseres Risikomanagements ist es, die internen und externen Risiken für unsere Geschäftsentwicklung zeitnah zu erfassen und zu bewerten, um anschließend gegebenenfalls die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen. Im Geschäftsjahr 2021 und darüber hinaus wurden keine Risiken ermittelt, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Das größte Risiko besteht - wie die vergangenen Jahre gezeigt haben - in regulierenden Eingriffen der Politik. Diese lassen sich jedoch nur schwer vorhersehen und erfordern eine kurzfristige Reaktion. Aus Risikogesichtspunkten heraus ist jedoch davon auszugehen, dass der Absatz der importierten Produkte eher schwieriger darzustellen sein wird. Ein weiteres Risiko ist in den Beschaffungsmärkten zu sehen. Die Original-Hersteller versuchen nach wie vor, die einzelnen europäischen Märkte zu kontingentieren, um Exporte zu erschweren. Diesbezüglich sind bei der EU-Kommission diverse Beschwerdeverfahren anhängig, um das wettbewerbsbeschränkende Verhalten zu verhindern. Außerdem besteht grundsätzlich die Gefahr, dass sich die Abgabepreise in den verschiedenen Ländern der EU sukzessive angleichen oder in einzelnen Ländern Exportverbote erlassen werden. Zinsänderungsrisiken spielen aufgrund der guten Eigenkapitalausstattung und der vergleichsweise geringen Bankverbindlichkeiten für den Konzern keine bedeutende Rolle. Der Anteil der Einkäufe in Fremdwährung hat sich im Berichtsjahr mit 10,7% gegenüber 13,6% im Vorjahr reduziert. Auf der Absatzseite wird hingegen ausschließlich in Euro abgerechnet. Die Zins- und Währungsrelationen werden ständig beobachtet. Die Absicherung von Währungspositionen halten wir allerdings nicht für erforderlich. Weder auf der Einkaufs- noch auf der Verkaufsseite existieren feste Liefer- bzw. Abnahmekontrakte, so dass auf Veränderungen der Fremdwährungen flexibel reagiert werden kann. Darüber hinaus gehende Finanzinstrumente existieren nicht. Rechtliche Risiken ergeben sich vor allem aus dem Vertrieb unserer Produkte und insbesondere aus marken- und patentrechtlichen Fragestellungen. Außerdem tragen wir das Risiko von Marktrücknahmen, da wir als Importeur arzneimittelrechtlich als pharmazeutischer Unternehmer gelten und in der Regel in den Fällen, in denen Original-Hersteller ihre Produkte zurückrufen, dies ebenfalls tun müssen. Für die aus den vorerwähnten Fällen möglicherweise drohenden Kosten haben wir im Bereich der Rückstellungen Vorsorge getroffen. D. Prognosebericht In den ersten vier Monaten des Jahres 2022 setzte sich die Erholung der globalen Wirtschaft weiter fort. Zwar stiegen in den meisten Ländern die COVID-19 Infektionszahlen insbesondere durch die Delta Variante auf neue Höchststände, jedoch sorgen Impfstoffe meist für einen milden Infektionsverlauf, so dass sich eine wirtschaftliche Erholung in vielen Ländern abzeichnet. Gebremst wurde die Erholung jedoch durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, der neue Belastungen für die Weltkonjunktur ergeben hat. Zusätzlich gefährden steigende Energie- und Rohstoffpreise weiter die Konjunktur. Die Commerzbank prognostiziert mit Stand 13.05.22 eine Steigerung der weltweiten Wirtschaftsleistung im Jahr 2022 um 3,5% (Euroraum: 2,7%; Deutschland: 2,0%) wenn auch Lieferengpässe und die Folgen des Krieges in der Ukraine das Wachstum im Euroraum kurzfristig dämpfen. Insgesamt ist die Weltwirtschaft mit einer positiven Dynamik in das Jahr 2022 gestartet, die sich voraussichtlich moderat steigend fortsetzen wird. Nach dem Abflauen der Welle von COVID-19 Infektionen mit der Omikron Variante, dürfte die konjunkturelle Erholung weiter an Fahrt aufnehmen. Anhaltend erhöhte Inflationsraten dürften Zentralbanken jedoch in den Industrieländern dazu veranlassen, die Geldpolitik zu straffen. Die meisten Prognosen für das Jahr 2022 gehen von einer weltweiten Erholung der Wirtschaft aus. Die hohen Kosten der Bewältigung der Pandemie werden voraussichtlich den Druck auf das deutsche Krankenversicherungswesen bzw. dessen Finanzierung deutlich verstärken. Die demografische Entwicklung mit einer immer älter werdenden Bevölkerung wird weiteren Druck auf die Ausgabenseite der Krankenversicherungen ausüben, so dass das System insgesamt auf kostensenkende Innovationen angewiesen sein wird. Der Arzneimittelimport wird unseres Erachtens hierzu seinen Beitrag leisten. Langfristig können die aus dem AMNOG resultierenden Preisverhandlungen für neue Arzneimittel den Import ernsthaft bedrohen. Gleichwohl darf hierbei aber auch nicht außer Acht gelassen werden, dass viele andere Länder in der EU ähnliche oder noch größere Probleme in der Finanzierung des Gesundheitswesens haben und daher bestrebt sein werden, ihre Preise ebenfalls nach unten anzupassen (Referenzpreismodelle), so dass die Auswirkungen weniger stark ausfallen könnten. Die für den Arzneimittelimport geltenden und in Abschnitt B 1. bereits dargestellten Rahmenbedingungen haben sich nicht geändert, so dass wir für 2022 in dieser Hinsicht von stabilen Marktbedingungen ausgehen können. Darüber hinaus wird auch in 2022 bei einigen Produkten der Patentschutz auslaufen. Daneben können auch der Preisverfall im Bereich der Generika (Festbetragsrunden) sowie die zwischen der Industrie und den Krankenkassen abgeschlossenen Rabattverträge den Umsatz und auch den Ertrag negativ beeinflussen. Der KOHL MEDICAL AG Konzern wird in seinem wesentlichen Geschäftsfeld auch künftig schwerpunktmäßig in Märkten oder Marktsegmenten tätig sein, für die hohe Preissensibilität, intensiver Wettbewerb und - wie sich bereits wiederholt gezeigt hat - ein sich häufig änderndes, komplexes regulatorisches Umfeld charakteristisch sind. Grundsätzlich ist die Nachfrage nach Arzneimitteln aber konjunkturunabhängig und wird sich wegen der älter werdenden Bevölkerung mittel- und langfristig weiter erhöhen, was weitere Chancen für die Geschäftsentwicklung des KOHL MEDICAL AG Konzerns beinhalten kann. Im ersten Quartal 2022 ist der zu Herstellerabgabepreisen bewertete Arzneimittelmarkt in Deutschland im Vergleich zum Vorjahres-Quartal um 3% auf EUR 6,5 Mrd. zurückgegangen. Der Import-Umsatz des KOHL MEDICAL AG Konzerns reduzierte sich im gleichen Zeitraum um 3%. Die Handelsspanne im Bereich Arzneimittelimport erhöhte sich im ersten Quartal 2022 auf 15,9% und lag damit um 1,5 Prozentpunkte über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Hauptsächlich ist der überproportionale Rückgang des Absatzes von margenschwächeren Präparaten hierfür verantwortlich. Es ist nach wie vor schwierig, vor dem Hintergrund der noch andauernden COVID-19-Pandemie für den Bereich "Importarzneimittel" eine valide Umsatz- und Ertragsprognose für 2022 abzugeben, jedoch gehen wir davon aus, dass das avisierte Umsatzziel von EUR 611 Mio. wahrscheinlich erreicht werden kann. Im Geschäftsbereich "provita arndt" wollen wir in 2022 die Erschließung weiterer Vertriebsgebiete aussetzen und uns auf die Konsolidierung der neu gegründeten Vertriebsgesellschaften sowie die Finalisierung der Einführung einer neuen ERP-Software konzentrieren. Auf Grund der dadurch erforderlichen Investitionen erwarten wir ein weiterhin negatives Jahresergebnis. Im Geschäftsbereich "AVIE" erwarten wir in 2022 auf Grund steigender Vertriebsaktivitäten einen Zuwachs an Mittelbedarf. Insgesamt erwarten wir für das Jahr 2022 leicht steigende Umsätze. Auf Grund der etwas verbesserten Handelsspanne und Umsatzanstieg sowie einer relativ stabilen Kostensituation, wird das Konzernjahresergebnis aus 2021 ebenfalls leicht übertroffen werden.
Merzig, 27. Mai 2022 KOHL MEDICAL AG DER VORSTAND KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Saarbrücken unter HRB 63943 eingetragen. Dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, die ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes sowie die Regelungen der Satzung zu Grunde. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 1. Bilanzierungsmethoden Der Konzernabschluss wurde gemäß § 298 HGB unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246 - 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268 - 274a und 276 - 277 HGB, erstellt. Gliederung Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. 2. Bewertungsmethoden Der Konzernabschluss wurde gemäß § 298 HGB unter Beachtung der Bewertungsvorschriften der §§ 252 - 256a HGB erstellt. Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Die Jahresabschlüsse der im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen Tochterunternehmen wurden - sofern wesentlich - an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angepasst. Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt: ANLAGEVERMÖGEN Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Geschäfts- oder Firmenwert ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bezogen auf eine Nutzungsdauer von 5 bis 15 Jahren, angesetzt. Geleistete Anzahlungen sind zu Nennwerten aktiviert. Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um Investitionszuschüsse, abzüglich Skonti bewertet und wurden um planmäßige und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Grundlage für die planmäßigen Abschreibungen ist die voraussichtliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Technische Anlagen und Maschinen sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um Investitionszuschüsse, abzüglich Skonti bewertet und wurden um planmäßige lineare und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Für Anschaffungen wurde, soweit zulässig, die degressive Methode angewandt. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare und außerplanmäßige Abschreibungen sowie Investitionszuschüsse zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Für Anschaffungen wurde, soweit zulässig, die degressive Methode angewandt. Geringwertige Anlagegüter, deren Wert EUR 800,00 nicht übersteigt, wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang im Anlagenspiegel gezeigt. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau sind zu Nennwerten aktiviert. Finanzanlagen Beteiligungen sind mit dem Buchwert zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss angesetzt. Sonstige Ausleihungen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. UMLAUFVERMÖGEN Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse sowie fertige Erzeugnisse und Waren sind unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten auf Grundlage der gleitenden Durchschnittswertmethode bewertet. Bei den Waren wurden auf Basis der verlustfreien Bewertung und für nicht gängige Artikel Bewertungsabschläge in Höhe von TEUR 5.818 (Vj.: TEUR 10.183) vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Für zweifelhafte Forderungen sind Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 995 (Vj.: TEUR 674) vorgenommen worden. Bei den verbleibenden Forderungen ist eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von TEUR 649 (Vj.: TEUR 698) abgesetzt, die dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko Rechnung trägt. Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten angesetzt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. RÜCKSTELLUNGEN Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden für die Verpflichtungen aus dem Aufbau- und Pluskonto auf Grund der vorliegenden kongruenten Rückdeckungsversicherungen unter entsprechender Anwendung des § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB (wertpapiergebundene Altersvorsorge) mit dem beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen angesetzt. Bei den Rückdeckungsversicherungen handelt es sich um Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB, das mit den entsprechenden Schulden zu verrechnen ist. Daneben erfolgt eine Verrechnung von Direktzusagen mit verpfändetem Deckungsvermögen. Für die Zusagen auf Pensionsverpflichtungen wurden die Rückstellungen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) unter Ansatz eines Rechnungszinsfußes von 1,87% p.a. und Verwendung der Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck 2018 G bewertet. Bei der Rückstellungsberechnung wurde von einer Anpassung laufender Renten von 1,0% bzw. 2,0% p.a. sowie einer unternehmensspezifisch berechneten Fluktuation ausgegangen. Auf Grund der Änderungen durch das BilRUG wurde der Zinssatz auf Basis einer zehnjährigen Durchschnittsbildung (1,87%) und für die Bestimmung des ausschüttungsgesperrten Unterschiedsbetrags nach § 253 Abs. 6 HGB erforderliche zusätzliche Bewertung auf Basis einer siebenjährigen Durchschnittsbildung (1,35%) bestimmt. Die Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen der zehnjährigen und siebenjährigen Durchschnittsbildung beträgt TEUR 1.196 und ist ausschüttungsgesperrt. Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. VERBINDLICHKEITEN Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, und sonstige Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. 3. Grundlagen der Währungsumrechnung Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkurs des Buchungstages bewertet. Zum Bilanzstichtag erfolgt grundsätzlich eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs. C. KONSOLIDIERUNGSKREIS UND -GRUNDSÄTZE 1. Konsolidierungskreis Gesellschaften, die mit der KOHL MEDICAL AG, Merzig, als Muttergesellschaft nach § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB auf Grund einer Mehrheitsbeteiligung vollkonsolidiert wurden:
Änderungen im Konsolidierungskreis Im Vergleich zum Vorjahr haben sich keine Änderungen im Konsolidierungskreis ergeben. 2. Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der konsolidierten Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021 aufgestellt. Die Konsolidierung erfolgte auf der Grundlage der Einzelabschlüsse der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wurden sodann, soweit erforderlich, auf die einheitlich im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend §§ 300 und 308 HGB angepasst. Bei der Kapitalkonsolidierung wurde die Buch-/Zeitwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 bzw. Abs. 2 HGB angewendet. Dabei wurden die Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochtergesellschaften zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung bzw. zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Gemäß § 301 Abs. 3 HGB wurden im Geschäftsjahr 2017 durch die Erstkonsolidierung der provita arndt GmbH Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 8.840 aktiviert. Die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung erfolgt über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren. Im Geschäftsjahr 2021 wurden auf die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.768 vorgenommen. Auf eine Zwischenergebniseliminierung nach § 304 HGB konnte auf Grund untergeordneter Bedeutung verzichtet werden. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge im Konsolidierungskreis wurden bei der Erstellung des konsolidierten Jahresabschlusses verrechnet. Die Konsolidierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. D. ERLÄUTERUNG DER BILANZ 1. Anlagevermögen 1.1 Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Gliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Konzern-Anlagevermögens ist im folgenden Anlagenspiegel dargestellt. Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
1.2 planmäßige Verteilung des Geschäfts- und Firmenwertes Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Die planmäßige Verteilung des aktivierten Wertes wurde auf 5 bzw. 15 Jahre festgelegt. Die Nutzungsdauern liegen im Umfang der notwendigen Erhaltungsaufwendungen zur Realisierung der erwarteten ökonomischen Nutzen aus den Transaktionen begründet. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 0 (Vj.: TEUR 3) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 0 (VJ.: TEUR 0). 3. Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital beträgt zum 31. Dezember 2021 EUR 6.500.000,00 war zu diesem Zeitpunkt vollständig eingezahlt und in 6.500.000 auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt. 4. Gewinnvortrag und Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2021 in Höhe von EUR 78.279.028,32 enthält einen Gewinnvortrag in Höhe von EUR 67.706.457,57 und unterliegt in Höhe von TEUR 1.196 einer Ausschüttungssperre. In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 17. Februar 2021 haben die Aktionäre der KOHL MEDICAL AG eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 23.400 aus dem Bilanzgewinn 2019 beschlossen. In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 14. Februar 2022 haben die Aktionäre der KOHL MEDICAL AG eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 9.750 aus dem Bilanzgewinn 2020 beschlossen. Der Vorstand der KOHL MEDICAL AG schlägt vor, den Jahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres auf neue Rechnung vorzutragen. 5. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden für die Verpflichtungen aus dem Aufbau- und Pluskonto auf Grund der vorliegenden Rückdeckungsversicherungen unter entsprechender Anwendung des § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB (wertpapiergebundene Altersvorsorge) mit dem beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 18.408 (Vj.: TEUR 18.431) angesetzt. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen wurde mit den entsprechenden Verpflichtungen in Höhe von TEUR 18.688 (Vj.: TEUR 18.708) verrechnet. Daneben bestehen Direktzusagen mit einem Erfüllungsbetrag von insgesamt TEUR 17.101 (Vj.: TEUR 16.737). Die genannten Zeitwerte (Aktivwerte) sind aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital zuzüglich etwaiger Überschussanteile abgeleitet und entsprechen den Anschaffungskosten. Die Aufwendungen aus der Verzinsung der Altersvorsorgeverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.582 (Vj.: TEUR 1.555) sind im Finanzergebnis mit den entsprechenden Erträgen aus dem Deckungsvermögen verrechnet. Der verbleibende Nettozinsaufwand von TEUR 1.157 (Vj.: TEUR 1.174) betrifft in Höhe von TEUR 1.138 (Vj.: TEUR 1.164) die Verzinsung von Pensionsverpflichtungen für die keine Rückdeckungsversicherung vorliegt und in Höhe von TEUR 19 (Vj.: TEUR 10) die Verzinsung der Rückstellung für Berufsunfähigkeitszusagen. 6. sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten - nach Größenmerkmalen gegliedert - im Wesentlichen TEUR 16.067 (Vj.: TEUR 16.416) für Kundenretouren und Risiken im Arzneimittelbereich, TEUR 9.611 (Vj.: TEUR 10.618) für Erlösschmälerungen, TEUR 2.316 (Vj.: TEUR 2.544) für sonstige Personalaufwendungen, TEUR 12.366 (Vj.: TEUR 14.247) für noch nicht abgerechnete erhaltene Lieferungen und Leistungen sowie TEUR 1.133 (Vj .: TEUR 500) für übrige Rückstellungen. 7. Verbindlichkeiten 7.1 Restlaufzeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben wie im Vorjahr in Höhe von EUR 10,0 Mio. eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Im Übrigen haben die Verbindlichkeiten - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit unter einem Jahr. 7.2 Sicherheiten Für das Darlehen bei der Bank 1 Saar lasten Grundpfandrechte auf den Objekten Bahnhofstraße 3 und 4-6, 66706 Perl, der kohlpharma GmbH über nominal EUR 4,5 Mio. (Vj.: EUR 4,5 Mio.) sowie auf dem Objekt Im Holzbau 8, 66663 Merzig, der KOHL LOGISTIK GmbH über nominal EUR 6,6 Mio. (Vj.: EUR 6,6 Mio.). E. ERLÄUTERUNGEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten Der KOHL MEDICAL AG Konzern ist absatzseitig nahezu ausschließlich auf dem deutschen Markt tätig. 2. Periodenfremde Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2.599 (Vj.: TEUR 2.207) enthalten. Davon entfallen TEUR 2.538 (Vj.: TEUR 1.861) auf die Auflösung von sonstigen Rückstellungen sowie TEUR 61 (Vj.: TEUR 346) aufgrund sonstiger periodenfremder Erträge. 3. Kursgewinne und Kursverluste Im Berichtsjahr waren Erträge aus Kursgewinnen von TEUR 217 (Vj.: TEUR 915) zu verzeichnen. Diese sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die Aufwendungen für Kursverluste betragen TEUR 415 (Vj.: TEUR 620) und sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. 4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen TEUR 1.158 (Vj.: TEUR 1.174) auf die Verzinsung der Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB. 5. Steuern vom Einkommen und Ertrag Zum Abschlussstichtag per 31. Dezember 2021 bestanden Unterschiede zwischen den Handelsbilanzwerten und den Steuerbilanzwerten, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen. Aktive latente Steuern betrafen die Pensionsrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen. Der Steuersatz zur Berechnung der latenten Steuern betrug 30,46%. In Summe ergab sich ein aktiver Überhang, der in der Bilanz nicht angesetzt wurde. F. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG Die Kapitalflussrechnung wird unter Beachtung der Vorschriften des DRS 21 aufgestellt. Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus den kurzfristigen Forderungen gegen Kreditinstitute und Kassenbeständen abzüglich der jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 33.549 (Vj.: TEUR 34.157). G. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG Die vierte Welle der Coronavirus Pandemie und der Krieg in der Ukraine stellen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag dar, deren Ausmaß, Dauer und negative Folgen auf die Gesamtwirtschaft derzeit nicht einschätzbar ist. Für die Kohl Medical AG mit ihren Tochtergesellschaften werden keine wesentlichen Auswirkungen auf eine geänderte Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet. H. SONSTIGE ANGABEN 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Mietverträge für Büro- und Lagerräume sowie für Ladenlokale. Darüber hinaus existieren Leasingverträge für Kraftfahrzeuge. Für die Grundmietzeiten ergeben sich aus den Miet- und Leasingverträgen künftige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.920 (Vj.: TEUR 2.548). 2. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres Im Berichtszeitraum wurden von den in den Konzernabschluss einbezogenen vollkonsolidierten Gesellschaften durchschnittlich 1.033 (davon 6 Vorstände) Mitarbeiter beschäftigt (Vj.: 1.025, davon 6 Vorstände). 3. Honorar des Abschlussprüfers Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer setzt sich wie folgt zusammen:
4. Organmitglieder Vorstand KOHL MEDICAL AG Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sind Herr Prof. Edwin Kohl, Vorstandsvorsitzender, Unternehmensstrategie und Personal, Perl, Herr Philipp Kohl, stv. Vorstandsvorsitzender, Unternehmensstrategie, Mettlach, Herr Thilo Bauroth, Vorstand Recht, Qualitätsmanagement und Projektneueinführung, Rehlingen-Siersburg (bis 31. Dezember 2021) Herr Jörg Geller, Vorstand Vertrieb und Marketing, Berlin, Herr Johannes Reinert, Vorstand EDV, Kennzeichnung und Logistik, Facility Management, Schmelz sowieHerr Franz-Rudolf Weber, Vorstand Finanzen und zentrale Dienste, Beckingen (bis 30. April 2022). Nach § 7 Abs. 4 der Satzung vertreten zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam oder ein Vorstandsmitglied gemeinsam mit einem Prokuristen die Gesellschaft. Herr Prof. Edwin Kohl ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Bezüge des Vorstands betrugen für das Geschäftsjahr 2021 TEUR 4.792 (Vj.: TEUR 4.043). Bezüglich der Gesamtbezüge der früheren Vorstandsmitglieder wird von der Befreiungsvorschrift des §314 Abs. 3 S. 2 HGB i. V.m. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Aufsichtsrat KOHL MEDICAL AG Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft sind bzw. waren Herr Siegfried Eckert, Vorstandsvorsitzender a.D. der Sparkasse Merzig-Wadern, Merzig (Vorsitzender), Herr Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Brun-Hagen Hennerkes, Rechtsanwalt, Stuttgart, (bis 31. Dezember 2021) Herr Rolf-Dieter Müller, Vorstandsversitzender a.D. AOK Berlin, Berlin (bis 31. Dezember 2021) Herr Thilo Bauroth, Rechtsanwalt, Rehlingen-Siersburg (seit 1. Januar 2022) Herr Joachim Fürst, Steuerberater, Berg (seit 1. Januar 2022) Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr 2021 EUR 45.000,00 (Vj.: EUR 45.000,00). 5. Inanspruchnahme des § 264 Abs. 3 HGB Folgende Gesellschaften, die verbundene konsolidierte Unternehmen der KOHL MEDICAL AG, Merzig, sind und für die der Konzernabschluss der KOHL MEDICAL AG, Merzig, der befreiende Konzernabschluss ist, machen von den Befreiungsmöglichkeiten des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:
I. UNTERSCHRIFT NACH § 245 HGB Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021
Merzig, den 27. Mai 2022 KOHL MEDICAL AG, Merzig Prof. Edwin Kohl, Vorstandsvorsitzender Philipp Kohl, stv. Vorstandsvorsitzender Jörg Geller, Vorstand Johannes Reinert, Vorstand Kapitalflussrechnung des Konzerns für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Eigenkapitalspiegel des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis 31. Dezember 2021
Bestätigungsvermerk Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die KOHL MEDICAL AG, Merzig: Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der KOHL MEDICAL AG, Merzig, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der KOHL MEDICAL AG, Merzig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 27. Mai 2022 Rödl
& Partner GmbH
Grillenberger, Wirtschaftsprüfer Vizethum, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 21In dem Berichtszeitraum hat der Vorstand den Aufsichtsrat über die Lage und die Entwicklung der Gesellschaft sowie über alle wichtigen Fragen der Geschäftsführung mündlich und schriftlich regelmäßig unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstandes in seinen Sitzungen behandelt und die Entwicklung des Unternehmens gemeinsam mit dem Vorstand laufend erörtert. Gegenstand der Berichterstattung und der Beratung waren alle wesentlichen geschäftspolitischen Fragen, insbesondere die Kosten- und Ertragslage der Tochtergesellschaften, die Situation auf dem Pharmamarkt sowie die Unternehmensplanung nebst der Analyse wesentlicher Abweichungen. Zudem wurden Themen des Risikomanagements und der Compliance behandelt. Anhand der Berichte und der vom Vorstand erteilten Auskünfte hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung regelmäßig überwacht. Der Aufsichtsrat hat seine Aufgaben mit größter Sorgfalt wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht sowie den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinnes geprüft. Der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Abschlussunterlagen und die Berichte des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses sowie des Konzernlageberichtes lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig vor. Dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses sowie des Konzernlageberichts durch den Abschlussprüfer tritt der Aufsichtsrat aufgrund seiner eigenen Prüfungen bei. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfungen hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen zu erheben. Ein Vertreter des Wirtschaftsprüfers hat an den Verhandlungen des Aufsichtsrates über die Prüfungsergebnisse teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der Vorstand hat zusätzlich einen Bericht über die Beziehung der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen verfasst und zusammen mit dem vom Abschlussprüfer erstellten Prüfungsbericht dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den folgenden Bestätigungsvermerk für den Bericht erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
Der Aufsichtsrat hat im Rahmen seiner eigenen Prüfungen des Berichts über die Beziehung der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen festgestellt, dass keine Einwände zu erheben sind, und stimmt dem Ergebnis der Wirtschaftsprüfer zu. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021 sowie den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit nach § 172 AktG festgestellt. Auch dem Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des Bilanzgewinnes schließt sich der Aufsichtsrat an.
Merzig, den 23. Juni 2022 Der Aufsichtsrat Siegfried Eckert, Vorsitzender |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
9 nahegelegene Organisationen
Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Einzelhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Herstellung von Wärmepumpen
Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Architekturbüros für Hochbau
Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen