Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 45514
Eingetragen
11.7.1962
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Maschinen, Aggregaten, elektronischen Geräten und Schaltanlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Balke
seit 14.7.2025
Geschäftsführer
Martin Elias
seit 22.3.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Lindenberg International Holding Ltd.
JEY
960.500 €
84.14%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lindenberg-Anlagen GmbH

Overath

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Lindenberg-Anlagen GmbH, Overath

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Lindenberg-Anlagen GmbH (LIAG) wurde 1948 gegründet und begann mit der Fertigung von Dieselaggregaten und der Entwicklung von GURO-Kupplungen. Das mittelständische Unternehmen legte seinen Fokus auf netzunabhängige Stromerzeugungsaggregate, erweiterte seine Produktpalette jedoch kontinuierlich. So produziert die Gesellschaft heute Marine-Dieselaggregate für Haupt-, Hilfs-, Notstrom sowie Hafenantriebe, Blockheizkraftwerke (BHKWs) für den Betrieb mit Erdgas, Biogas, Bio-Öl und Schweröl, Steuerungs- und Schaltanlagen für Nieder- und Mittelspannung bis zu 36 kV, Öl- und Gas-motorisch angetriebene Pumpenanlagen, Spezialaggregate, Maschinen-Einhausungen in modularer Bauweise, Abgasschalldämpfer, Funkenfänger mit Typenzulassung sowie Stahlkonstruktionen. Ergänzend werden Dienstleistungen im Rahmen von Planung, Konstruktion, Montage, Inbetriebnahme und Service sowie Endmontagen von Turbinenaggregaten erbracht.

Am Firmensitz in Overath sind Verwaltung, Technik, Produktion und Materiallogistik unter einem Dach. Ein hochmoderner Prüfstand ermöglicht das Testen und Prüfen der Anlagen bis zu einer Leistung von 4.000 KW und garantiert mit dieser Größe einen absoluten Vorteil sowohl im nationalen als auch internationalen Wettbewerb.

Die Lindenberg-Anlagen GmbH liefert weltweit mit Schwerpunkten in Marineanwendungen in China, APAC, Türkei, Italien, Frankreich, Deutschland, Skandinavien, Polen, Spanien, Chile Marine GenSets bis 4 MWe. Im Bereich der Stationäranwendungen liefert die Lindenberg-Anlagen GmbH weltweit Diesel- und Gas-GenSet für Netzersatzanlagen und dezentrale Energieversorgung.

2. Angaben zu Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt die eigene Entwicklung für Zubehör von Motoren für den Marinebereich, Maschinen-Einhausungen, Steuerungssysteme sowie Abgasschalldämpfer, Funkenfänger und SCR-Katalysatoren.

3. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Darstellung der gesamtwirtschaftlichen Lage 2023

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine sowie im Nahen Osten. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt lag im Jahr 2023 lt. dem Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die Auswirkungen zeigen sich in nach wie vor in steigenden Preisen sowie ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Wohl durch die hohen Verbraucherpreise verursacht, nahmen die privaten Konsumausgaben preisbereinigt im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 % ab. Die Konsumausgaben des Staates sanken ebenfalls und waren somit das erste Mal seit fast 20 Jahren um 1,7 % niedriger als im Vorjahr. Dies wurde hauptsächlich durch den Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen verursacht.

Der Auslandshandel nahm im Jahr 2023 aufgrund der verhaltenen globalen Wirtschaft und der schwachen inländischen Nachfrage ab. Die Exporte verloren mehr als die Importe (preisbereinigt -3,0 %). Dies resultierte in einem positiven Auslandsbeitrag, der das BIP unterstützte.

(Quelle: http://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html)

Laut IWF-Bericht 2023 konnte sich die Weltwirtschaft nur langsam von den Folgen der Corona-Pandemie, dem Ukraine-Krieg und der hohen Inflation erholen. Die deutsche Wirtschaft ist dabei Schlusslicht der G7-Staaten mit einem sich negativ entwickelndem Bruttoinlandsprodukt (BIP). Grund hierfür ist der Fokus auf den Export, der Deutschland stärker als andere Länder an dem schwachen Welthandel leiden lässt.

Branchenbericht 2023 mit Ausblick

Es ist ein zunehmend weltweit wachsender Marinemarkt, jedoch mit Schwerpunkt Systemlösungen und über 1.000 kW Leistungsbereich, erkennbar. Weiterhin wurde ein stark wachsender Markt für energieeffiziente Lösungen für Yachten, Kreuzfahrtschiffe und Fähren in der Anwendung der Aggregate mit variabler Drehzahl (Variable Speed Gensets), sowie umweltfreundlichen Kraftstoffen, beobachtet. Die Lindenberg-Anlagen GmbH kann hier größtenteils auf Ihre umfangreiche Erfahrung mit Sonderlösungen zurückgreifen und baut diese Anwendungen und Produkte 2025-2026 auf und aus.

Im stationären Anwendungsbereich erfährt die Lindenberg-Anlagen GmbH eine sehr starke Nachfrage an kritischen Notstromanwendungen und -Versorgungen, sowie an Data-Center Stromversorgungen, wobei die Lindenberg-Anlagen GmbH hier schon Ende 2023 modulare und containerisierte Lösungen erarbeitet hat. Diese Anwendungen werden 2025 verstärkt in den Markt gebracht.

Im Segment der kleineren Marine-Anwendungen wird Lindenberg-Anlagen GmbH im Jahr 2024 die Standardisierung vorantreiben und diese kostenoptimierten Lösungen über ein erweitertes Händlernetzwerk vertreiben. Dieses Geschäftssegment wird über sogenannte Preislisten über Händler im Jahr 2025 vertrieben werden. Händlernetzwerk und Standardisierung befinden sich zurzeit in Aufbau sowie eine dem Vorhaben geschuldeter Umbau der Lindenberg-Anlagen GmbH Vertriebsorganisation.

Geschäftsverlauf

Im Geschäftsbereich Marine konnte eine Umsatzsteigerung von TEUR 2.507 bzw. fast 25 % im Vergleich zum Vorjahr erreicht und damit der Aufwärtstrend seit 2021 fortgesetzt werden. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund der Lieferproblematik von Kernkomponenten am Ende des Jahres und der damit verbundenen Verschiebung von Aufträgen in das Jahr 2024 bemerkenswert.

Im Geschäftsbereich Stationär konnten containerisierte Aggregate an mehrere nationale wie internationale Kunden verkauft werden, unter anderem auch in die Ukraine. Während im Vorjahr nur ein solches Produkt verkauft werden konnte, überzeugte vor allem die kundenindividuelle Konfiguration und die Flexibilität der Systeme sowie die langjährige Erfahrung und Expertise des Unternehmens. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Umsatz im gesamten Bereich um TEUR 1.524 gesteigert und damit mehr als verdoppelt werden.

Der Umsatz mit Ersatzteilen und Wartungsdienstleistungen konnte erneut um TEUR 322 auf nun TEUR 3.108 gesteigert werden. Durch eine kompetente Bearbeitung und kurze Lieferzeiten kann die Gesellschaft hier überzeugen.

Die Lindenberg-Anlagen GmbH ist als leistungsfähiger Mittelstandsbetrieb mit hoher technologischer Kernkompetenz international ausgerichtet. Die stationären Sonderlösungen mit hoher Ingenieursdienstleistung bilden das Alleinstellungsmerkmal der Lindenberg-Anlagen GmbH im Vergleich zu dem Wettbewerb, welcher in der Mehrzahl nur Standardlösungen in der Energieerzeugung darstellen kann.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 566 erwirtschaftet. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse plus Bestandsveränderung) als bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator liegt mit TEUR 16.294 deutlich hinter den Erwartungen zurück. Dies ist hauptsächlich mit den Lieferproblemen von Kernkomponenten zu begründen, die eine Planabweichung im Umsatz von TEUR 2.000 nach sich zogen. Ohne den außerordentlichen Ertrag in Höhe von TEUR 1.766 aus der Erstattung der Fluthilfe, deren korrespondierenden Aufwendungen in den beiden Vorjahren angefallen sind, wäre der Verlust noch deutlich höher ausgefallen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 857 bzw. 8,80 % auf TEUR 8.878.

Das Anlagevermögen hat sich im Berichtsjahr von TEUR 4.979 um TEUR 396 auf TEUR 4.583 verringert. Investitionen in Höhe von TEUR 109 stehen Abschreibungen in Höhe von TEUR 480 gegenüber. Die Abschreibungen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 153 (Vorjahr TEUR 77).

Die Vorräte liegen - unter Berücksichtigung von offen abgesetzten Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 1.102 (Vorjahr: TEUR 3.118) - mit TEUR 1.394 auf Vorjahresniveau. Neben den Rückgang der erhaltenen Anzahlungen ergibt sich ein korrespondierender Rückgang insbesondere bei den unfertigen Erzeugnissen um TEUR 1.901 von im Vorjahr TEUR 3.715 auf TEUR 1.814 im Geschäftsjahr 2023.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Berichtsjahr von TEUR 906 um TEUR 842 bzw. rd. 92,94 % auf TEUR 1.748 erhöht. Dieser Anstieg ist insbesondere auf den Umsatzstieg im Geschäftsjahr aber auch besonders im 4. Quartal 2023 zurückzuführen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten haben sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 1.711 um TEUR 1.055 auf TEUR 656 verringert. Die Guthaben bei Kreditinstituten enthalten unter anderem TEUR 240 flüssige Mittel aus einem Darlehen der Gesellschafterin Lindenberg International Holding Ltd., St. Peter Port/Guernsey, Großbritannien. Dieses dient als "restricted cash" zur Absicherung der Finanzierungslinie und steht der Gesellschaft nicht zur Finanzierung zur Verfügung. Der Rückgang ist neben dem Jahresfehlbetrag insbesondere auf einen Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie einem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten konnten dies nur zum Teil kompensieren, was insgesamt zu einer Verringerung der liquiden Mittel zum Abschlussstichtag führte.

Das Eigenkapital hat sich von TEUR 1.388 im Vorjahr um TEUR 566 auf TEUR 822 verringert. Der Rückgang ist in voller Höhe auf den erwirtschafteten Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2023 zurückzuführen.

Die sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 617 um TEUR 152 auf TEUR 769 angestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die gestiegene Geschäftstätigkeit und davon abhängige Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Garantien, Rechts- und Beratungskosten sowie Urlaub zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 7.730 um TEUR 442 auf TEUR 7.288 verringert. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus den um TEUR 2.232 gesunkenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Dieser ist insbesondere auf einen gesunkenen Lieferumfang von Materialien zum Ende des Geschäftsjahres 2023 im Vergleich zum Vorjahr 2022 zurückzuführen. Darüber hinaus ergab sich ein Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 214. Dieser Anstieg ergab sich aus einer Umfinanzierung. So wurde das landesverbürgte Überbrückungsdarlehen in Höhe von TEUR 2.000 zurückgezahlt und mit der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, ein neuer Darlehensvertrag vereinbart, in dem eine Kreditlinie bis TEUR 3.000 bis 31. Dezember 2025 zur Verfügung gestellt wurde. Des Weiteren ergeben sich durch die Aufnahme eines Gesellschafterdarlehens inklusive Verzinsung des Darlehens Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.273.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 erwirtschaftete die Lindenberg-Anlagen GmbH eine Gesamtleistung (Umsatzerlöse plus Bestandsveränderung) (Leistungsindikator) von TEUR 16.294 und lag damit TEUR 2.376 über dem Vorjahresniveau (TEUR 13.918). Der Anstieg der Gesamtleistung ist im Wesentlichen aus einer Erholung der Geschäfts nach dem durch die Auswirkungen des Ukraine-Krieges stark rückläufigen Geschäftslage im Vorjahr zurückzuführen.

Das operative Ergebnis (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) schließt mit einem Minus in Höhe von TEUR -204 (Vorjahr TEUR -3.803) ab.

Insgesamt weist die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 566 (Vorjahr TEUR 4.148) aus.

Der Geschäftsbereich Marine hat ein Umsatzvolumen von TEUR 12.411 (Vorjahr TEUR 9.904) erreicht und liegt somit um TEUR 2.507 (25,31 %) über dem Vorjahresniveau. Zu den Hintergründen der Entwicklung der Umsatzerlöse in diesem Geschäftsbereich verweisen wir auf die Ausführungen zum Geschäftsverlauf der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023.

Im Geschäftsbereich Stationär wurde ein Umsatzvolumen von TEUR 2.672 erreicht (Vorjahr TEUR 1.147) und liegt somit um TEUR 1.525 (132,96 %) über dem Vorjahreswert. Zu den Hintergründen der Entwicklung der Umsatzerlöse in diesem Geschäftsbereich verweisen wir auf die Ausführungen zum Geschäftsverlauf der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023.

Das Ersatzteilgeschäft hat sich im Vergleich zum Vorjahr 2022 um 20,61 % verbessert. Die Umsatzerlöse in diesem Bereich sind von TEUR 2.169 um TEUR 447 auf TEUR 2.616 gestiegen.

Im Bereich Wartungen/Service konnte ein Umsatzvolumen von TEUR 492 (Vorjahr TEUR 597) generiert werden.

Die sonstigen Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr TEUR 5 (Vorjahr TEUR 10).

Die Umsatzanteile der einzelnen Produktbereiche stellen sich wie folgt dar:

Produktbereich 2023 2022
Marine Stromerzeuger 68,2 % 71,6 %
Ersatzteile 14,4 % 15,7 %
Sonderaggregate, Kraftstationen & Turbinen, Blockheizkraftwerke & Schaltanlagen 14,7 % 8,3 %
Wartung, Service 2,7 % 4,4 %
Sonstige Umsatzerlöse 0,0 % 0,0 %
100,0 % 100,0 %

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr 2022 von TEUR 122 um TEUR 1.814 auf TEUR 1.936 gestiegen. Der Anstieg ist insbesondere auf die erhaltenen Erstattungen für Flutschäden in Höhe von TEUR 1.766 zurückzuführen.

Die Materialaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr 2022 von TEUR 11.615 um TEUR 332 auf TEUR 11.947 bzw. 2,9 % gestiegen. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand gemessen an der Gesamtleistung) hat sich im Vergleich zum Vorjahr 2022 von 83,5 % auf 73,3 % verbessert. Dies ist insbesondere auf die gestiegenen Aufwendungen infolge der Abwertung von Beständen an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen aufgrund vorgenommener Reichweitenabschläge im Vorjahr zurückzuführen. Darüber hinaus ergaben sich im Vorjahr Preissteigerungen, die nicht an die Kunden weitergeben werden konnten.

Die Personalaufwendungen (TEUR 3.493) sind in 2023 um TEUR 199 geringer als im Vorjahr (TEUR 3.692). Dies ist im Wesentlichen auf einen Rückgang der Anzahl an Arbeitnehmern zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in 2023 (TEUR 2.538) waren um TEUR 320 höher als im Vorjahr (TEUR 2.218). Der Anstieg korrespondiert weitestgehend mit dem Anstieg der Geschäftstätigkeit.

Finanzlage

Oberstes Ziel unseres Finanzierungsmanagements ist die Sicherung der Liquidität und die Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken. Im Fokus stehen dabei neben dem Liquiditätsmanagement auch insbesondere Bonitäts- und Währungsrisiken.

Kapitalstruktur

Das Kapitalmanagement der Lindenberg-Anlagen GmbH ist darauf ausgerichtet, die Gesellschaft mit einer soliden Kapitalstruktur auszustatten, um die Schuldentilgungsfähigkeit und die finanzielle Substanz des Unternehmens zu erhalten.

Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 822 (Vorjahr TEUR 1.388) bzw. 9,3 % (Vorjahr 14,3 %) in Bezug auf die Bilanzsumme.

Die Nettofinanzverschuldung (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich liquider Mittel) hat sich im Vergleich zum Vorjahr 2022 von TEUR 589 im Vorjahr auf TEUR 1.858 zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 erhöht.

Investitionsanalyse

In 2023 wurden Investitionen insbesondere in selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände getätigt. Hierbei handelt es sich um Entwicklungskosten Größere Investitionen wurden dagegen nicht getätigt.

Die Gesellschaft beschäftigt weiterhin einen IT-Programmierer ausschließlich mit der Entwicklung firmeneigener Software. So wurde das Management Controlling Tool weiterentwickelt und ergänzt.

Das Controlling Tool beinhaltet alle firmeninternen Prozesse einschließlich der Abbildung der kaufmännischen Prozesse bis zur Schnittstelle zur Übergabe an unser SAP-Finanzbuchhaltungssystem. Alle Prozesse können mit aktuellem Stand jederzeit online aufgerufen werden, um die Kosten und den Produktionsstatus der einzelnen Aufträge einschließlich der kaufmännischen Auftragsabwicklung zu überwachen.

Liquiditätsanalyse

Es besteht eine Bankkreditlinie bis zum 31. Dezember 2025 in Höhe von TEUR 3.000, welche zum Stichtag 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 2.454 in Anspruch genommen wurde. Da es sich um Kontokorrentverbindlichkeiten handelt ist dieser Betrag grundsätzlich kurzfristig fällig. Darüber hinaus bestehen kurzfristige Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 60.

Daneben bestehen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 2.273 mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren.

Die liquiden Mittel haben sich im Berichtsjahr um TEUR 1.055 auf TEUR 656 reduziert.

Die Gesellschaft ist damit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Gesamtaussage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 566 erwirtschaftet. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse plus Bestandsveränderung) mit TEUR 16.294 liegt damit hinter den Erwartungen zurück. Dies ist hauptsächlich mit den Lieferproblemen von Kernkomponenten zu begründen, die eine Planabweichung im Umsatz von TEUR 2.000 nach sich zogen. Dennoch konnte die Gesamtleistung sowie die Rohertragsmarge gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Außerordentlich positiv beeinflusst wurde das Ergebnis durch Erträge aus Fluthilfe in Höhe von TEUR 1.766. Unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Umsatzverschiebungen von Aufträgen in das Geschäftsjahr 2024 blickt die Lindenberg-Anlagen GmbH auf einen insgesamt schwierigen aber dennoch den Umständen entsprechend zufriedenstellenden Geschäftsverlauf im Jahr 2023 zurück.

B. Zukunftsorientierte Angaben

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Chancen

Die innerbetrieblichen Vertriebsaktivitäten konzentrieren sich auf die Erstellung von Standard-Konzepten. Die Gesellschaft will zukünftig fertige Alternativangebote dem Markt anbieten. Die Aktivitäten zur Bedienung von Individualanfragen bleiben hiervon unberührt. Die Bereitstellung von Standard-Konzepten wird vom Markt honoriert. Die IT-Landschaft bildet die gesamten unternehmerischen Aktivitäten der Gesellschaft ab. Zwecks weiterer Effizienzsteigerung ist eine Schnittstellenreduzierung bzw. -optimierung bei den verwendeten Softwareprogrammen in den Fokus geschoben worden. Hierzu gehört u. a. die Prüfung der Einführung eines neuen ERP-Programms und ein neues Kennzahlensystem.

Die geplante Weiterentwicklung des Geschäftsbereichs "Energy Solutions Systems" in 2023 hat sich verschoben und wird in erst in den kommenden 3 Geschäftsjahren auf den Markt gebracht. Dieser neue Geschäftsbereich beinhaltet neben Wasserstoff-Aggregaten auch auf spezifische Märkte ausgelegte BHKW-Lösungen, als "Plug & Play"-Lösung. Darüber hinaus ist geplant, den Geschäftsbereich "Pumpenmodule" weiterzuentwickeln und damit neue Märkte im Offshore-Bereich zu erschließen.

Risiken

Markt- und Branchenrisiken

Bei der Lindenberg-Anlagen GmbH liegen die wesentlichen Unsicherheiten für die zukünftige Nachfrageentwicklung vor allem im konjunkturellen Verlauf der wichtigsten Abnehmermärkte. Die sich hieraus ergebenden Nachfrageschwankungen beeinflussen maßgeblich die Auslastung und damit das Ergebnis. Dieser Unsicherheit wird durch eine starke Kundenorientierung, eine flexible Ablauforganisation sowie Maßnahmen zur Senkung der Gewinnschwelle entgegengesteuert.

Die Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts ist Aufgabe des Controllings. Die Genehmigung und Verfolgung von identifizierten Risiken bei Großprojekten ist durch Genehmigungsregeln festgelegt sowie durch ein Projektcontrolling gesteuert. Über das System zur Früherkennung von Risiken hinaus, kommen zunehmend ebenfalls fachübergreifende Risikoanalysen bereits in der Angebotsphase eines Auftrages zum Einsatz.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzwirtschaftliche Risiken können sich auf Grund des Ausfalls von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, aus der Finanzierung der Gesellschaft sowie aus Währungs-, Zins- und Preisänderungen ergeben. Ein Teil der von der Gesellschaft erbrachten Leistungen muss vorfinanziert werden. Durch Anzahlungen von Kunden wird das Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen minimiert.

Der Cashflow steht mit Banken und Kreditversicherern unter besonderer Beobachtung und Kontrolle. Für 2023 wurde dieser Cashflow durch die zahlreichen getroffenen Maßnahmen erfolgreich gemanagt.

Bestandsgefährdende Risiken

Mit Blick auf die derzeit angespannte finanzielle Lage der Gesellschaft und die Tatsache, dass die Finanzierungsreserven bzw. Kreditlinien nahezu ausgeschöpft sind, bestehen bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Um diesen bestandsgefährdeten Risiken zu begegnen, überwacht die Geschäftsführung fortlaufend die Liquiditätslage und die Fähigkeit die Unternehmensaktivitäten durch künftige Cashflows zu finanzieren. Im Rahmen der Liquiditätsplanung mit einem Prognosezeitraum von einem Jahr werden neben den vorhandenen Auftragsbeständen auch künftig zu erwartende Aufträge einberechnet. Neben der Tatsache, dass die künftig zu erwartenden Aufträge und die daraus resultierenden Erlöse und Aufwendungen nicht sicher prognostiziert werden können, besteht darüber hinaus eine erhebliche Unsicherheit hinsichtlich der Zeitpunkte der zu erwartenden Zahlungsein- und ausgänge. Dennoch erwartet die Geschäftsführung unter Berücksichtigung der naturgemäß bedingten Unsicherheiten dieser Planung selbst im Worst-Case-Szenario keine Liquiditätslücke und geht von einer positiven Fortführungsprognose aus. Sollten die Abweichungen jedoch darüber hinaus gehen, wäre es möglich, dass die Gesellschaft nicht in der Lage wäre, ihre fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht zu begleichen.

Zur Verhinderung von Liquiditätsengpässen und zur Stärkung des Eigenkapitals hat der Gesellschafter im Geschäftsjahr 2024 auf die Rückzahlung des Gesellschafterdarlehens in Höhe von EUR 1,5 Mio. verzichtet. Zusätzlich sind EUR 0,9 Mio. an Barmitteln in Form einer Kapitalerhöhung an die Gesellschaft ausgezahlt worden.

Im Rahmen der Krisenbewältigung sind von der Gesellschaft Preismaßnahmen entwickelt worden. Bei den von Preissteigerungen betroffenen Aufträgen wurden die Preise in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen angepasst. Parallel zur Nachbesserung der Preise gegenüber den Kunden verhandelt die Geschäftsleitung der Gesellschaft sehr intensiv mit Lieferanten von Vorprodukten.

Die Gesellschaft hat Anlagen und Kapazitäten, die eine deutliche Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr ermöglichen. Die dadurch entstehenden, erheblichen Fixkosten rufen das Risiko hervor, dass im Falle nicht ausreichend gewonnener und abgewickelter Aufträge mit hinreichender Deckung diese Kosten nicht gedeckt sein könnten. Dieses Risiko wird von der Geschäftsführung der Gesellschaft mit besonderem Engagement bearbeitet, unter anderem mit einem erst vor kurzem eingeführten Vertriebstool zur Nachverfolgung von möglichen Aufträgen und damit zusammenhängenden Vertriebsaktivitäten.

Ausblick

Der Ausblick für 2024 lässt ein weit deutlich niedriges Ergebnis im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 erwarten. Mit einem Umsatz in Höhe von ca. EUR 13,2 Mio. ist von einem höheren Verlust in Höhe von ca. EUR 1,8 Mio. auszugehen.

Die Gesellschaft rechnet bei einem Auftragsbestand für 2025 von derzeit EUR 7,5 Mio. mit einem stabilen Auftragseingang und einem deutlichen Umsatzanstieg gegenüber 2024 im Geschäftsjahr 2025 sowie mit einem leichten Jahresüberschuss.

Der weitere Verlauf der Situation des Key Account im Stationärbereich und dessen Folgen auf den Geschäftsverlauf der Lindenberg-Anlagen GmbH werden laufend überwacht.

Für die Lindenberg-Anlagen GmbH bestehen vor allem Risiken bei vor- und nachgelagerten Prozessen, wie z. B. bei möglichen Versorgungsengpässen durch fehlende Zulieferungen, insbesondere durch den flächendeckenden Angriff Russlands auf die Ukraine.

 

Overath, den 4. Dezember 2024

gez. Thorsten Simonsen

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

der Lindenberg-Anlagen GmbH, Overath

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 4.583.412,53 4.978.817,54
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 244.513,58 386.277,27
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 198.049,58 323.074,27
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.464,00 63.203,00
II. Sachanlagen 4.338.897,95 4.592.539,27
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.618.902,95 3.688.953,95
2. Technische Anlagen und Maschinen 554.721,00 689.497,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 165.274,00 201.614,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 12.474,32
III. Finanzanlagen 1,00 1,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 4.236.386,02 4.710.011,51
I. Vorräte 1.393.706,48 1.393.688,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.187.139,19 1.605.620,80
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 655.540,35 1.710.702,46
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 58.685,97 46.423,74
8.878.484,52 9.735.252,79

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 822.044,70 1.388.018,31
I. Gezeichnetes Kapital 1.141.600,00 1.141.600,00
II. Kapitalrücklage 17.279.264,30 17.279.264,30
III. Verlustvortrag -17.032.845,99 -12.885.241,24
IV. Jahresfehlbetrag -565.973,61 -4.147.604,75
B. RÜCKSTELLUNGEN 768.634,02 616.779,39
C. VERBINDLICHKEITEN 7.287.805,80 7.730.455,09
- davon gegenüber Kreditinstituten: EUR 2.513.649,74 (i. V. EUR 2.300.000,00)
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 2.440.554,40 (i. V. EUR 4.673.447,03)
- davon aus Steuern: EUR 40.367,00 (i. V. EUR 41.985,63)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 5.867,34 (i. V. EUR 4.103,40)
8.878.484,52 9.735.252,79

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

der Lindenberg-Anlagen GmbH, Overath

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 6.362.441,21 2.520.888,92
2. Personalaufwand 3.492.689,21 3.691.795,33
a) Löhne und Gehälter 2.921.605,51 3.057.466,06
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 571.083,70 634.329,27
- davon für Altersversorgung: EUR 169,24 (i. V. EUR 369,79)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 480.331,02 414.247,32
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.537.803,66 2.217.910,93
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 361.526,70 288.541,41
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 188,45
7. Ergebnis nach Steuern -509.909,38 -4.091.794,52
8. Sonstige Steuern 56.064,23 55.810,23
9. Jahresfehlbetrag -565.973,61 -4.147.604,75

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Lindenberg-Anlagen GmbH, Overath

Allgemeine Angaben

Die Lindenberg-Anlagen GmbH mit Sitz in 51491 Overath, Hoffnungsthaler Str. 41, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB mit einem eingetragenen Stammkapital von € 1.141.600,00. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HRB 45514 eingetragen.

Die Lindenberg-Anlagen GmbH wird in den Konzernabschluss der Lindenberg International Holding Ltd., St. Peter Port/Guernsey, Großbritannien, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Konzernabschluss der Lindenberg International Holding Ltd. ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich und wird in Guernsey veröffentlicht.

Der Jahresabschluss wird nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Ansatz- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Für die Aufstellung des Anhangs nimmt die Gesellschaft die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Anhang ist teilweise in T€ aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Zugrundelegung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Angesichts der angespannten finanziellen Lage und der Tatsache, dass eine hohe Unsicherheit im Zusammenhang in der Unternehmensplanung vorliegt, sollten die dort enthaltenen Annahmen zur Geschäftsentwicklung nicht eintreffen, bestehen erhebliche Zweifel an der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. In diesem Zusammenhang verweist die Geschäftsführung auf die Ausführungen zu den bestandsgefährdeten Risiken im Lagebericht.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Folgende allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Jahresabschluss angewendet:

Entwicklungen werden mit Entwicklungsbeginn nach § 255 Abs. 2a HGB mit ihren Herstellungskosten unter den selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten angesetzt. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und der durch den Entwicklungsprozess veranlasste Werteverzehr von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Die Abschreibung erfolgt planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und ihren voraussichtlichen Nutzungsdauern entsprechend linear abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Gegenstände des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich linear über die in den amtlichen AfA-Tabellen des Bundesfinanzministeriums vorgegebene steuerliche Nutzungsdauer abgeschrieben, sofern dies den tatsächlichen Werteverzehr widerspiegelt. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen umfassen neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter werden im Zugangsjahr gemäß § 6 Abs. 2a EStG als Sammelposten aktiviert und über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden mit Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wird verlustfrei bewertet. Soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, werden entsprechende Abschreibungen vorgenommen.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag angesetzt.

Die unfertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie des sozialen Bereichs werden in angemessenem Umfang anteilig aktiviert. Fremdkapitalzinsen gehören nicht zu den Herstellungskosten.

Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nominalwert angesetzt und sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Nominalwert angesetzt. Es erfolgt eine offene Absetzung vom Vorratsvermögen bis zur Höhe der unfertigen und fertigen Erzeugnisse.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Für spezielle Ausfallrisiken wurden Einzelabwertungen gebildet. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos besteht eine Pauschalabwertung.

Der Ansatz der flüssigen Mittel erfolgt zu Nennwerten.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Bei Bildung der sonstigen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Eine Abzinsung war nicht erforderlich.

Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Die latenten Steuern werden gemäß dem bilanzorientierten Konzept berechnet, das sich an den Wertunterschieden von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, die aus den unterschiedlichen Wertansätzen in der Handels- und Steuerbilanz resultieren und zukünftig steuerbe- oder -entlastend wirken, orientiert. Bei der Ermittlung der abzugrenzenden Steuern werden quasi-permanente Differenzen berücksichtigt. Die latenten Steuern zum Stichtag resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen des Grund und Bodens, den selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten sowie aus Verlustvorträgen. Für Zwecke der Bewertung der abzugrenzenden Steuern wird auf den unternehmensindividuellen Steuersatz abgestellt, der voraussichtlich im Zeitpunkt der Umkehrung der zeitlichen Differenz Gültigkeit hat. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde unverändert ein Steuersatz von 32,1 % zugrunde gelegt. Auf dieser Grundlage ergeben sich saldiert aktive latente Steuern, die nicht aktiviert werden.

Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens umgerechnet. Am Bilanzstichtag auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB umgerechnet.

Bei den beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen haben sich im Vergleich zum Vorjahr keine Änderungen ergeben, soweit hierauf nicht explizit hingewiesen wurde.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben (wie im Vorjahr) sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das Eigenkapital beträgt T€ 822 (Vorjahr T€ 1.388).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 7.288 (i. V. T€ 7.730) haben in Höhe von T€ 5.015 (i. V. T€ 5.421) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, in Höhe von T€ 0 (i. V. T€ 1.625) eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren und in Höhe von T€ 2.273 (i. V. T€ 684) eine Restlaufzeit von über fünf Jahren.

Mit Unterzeichnung am 20. Dezember 2023/27. Dezember 2023 hat die Gesellschaft mit der Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, einen Nachtrag Nr. 3 zum Kreditrahmenvertrag vom 29. April 2019 inkl. aller Nachträge (Kontokorrentlinie T€ 2.000; Avale/Importakkreditive T€ 3.000; Darlehen T€ 5.000) abgeschlossen und dabei die Ziffer 1 Absatz 1.1. des Kreditvertrages in Bezug auf die Laufzeit neu gefasst. Die Laufzeit des Kreditrahmens in Höhe von T€ 5.000 läuft nun bis zum 31. Dezember 2025. Der Kreditrahmen ist durch eine Globalzession sämtlicher Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie durch die Übereignung sämtlicher Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie des gesamten Warenlagers gesichert.

Die dadurch per 31. Dezember 2023 gesicherten Verbindlichkeiten belaufen sich auf T€ 2.514 (Vorjahr T€ 300).

Avale wurden zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 2.034 (Vorjahr T€ 3.308) in Anspruch genommen.

Haftungsverhältnisse bestehen nicht.

In dem Posten "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" sind in voller Höhe von T€ 2.273 (Vorjahr T€ 685) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten.

Aktive latente Steuern

In 2023 ergab sich saldiert ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von T€ 34 (Vorjahr T€ 55) und sonstige periodenfremde Erträge von T€ 105 (Vorjahr T€ 19). Des Weiteren sind Erträge aus der Währungsumrechnung (T€ 0, Vorjahr T€ 4) enthalten.

Abschreibungen

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen.

Die Abschreibungen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von T€ 153 (Vorjahr T€ 77).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen aus Zuführungen zur Einzelwertberichtigung bzw. Forderungsverlusten von T€ 45 (Vorjahr T€ 112) und sonstige periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 66 (Vorjahr T€ 5). Des Weiteren sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (T€ 2, Vorjahr T€ 3) enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Innerhalb 1 Jahr
T€
> 1 < 5 Jahre
T€
> 5 Jahre
T€
Insgesamt
T€
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 152 259 0 411

Sonstige Angaben

Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung

Im Geschäftsjahr 2023 ergaben sich aus außergewöhnlich hohen Erträgen aus der Fluthilfe in Höhe von T€ 1.766. Dem stehen nur geringfügige Aufwendungen entgegen, da der Großteil der Aufwendungen zur Beseitigung der Flutschäden bereits in den Vorjahren in Höhe von T€ 1.495 (davon in 2022: T€ 488; davon aus 2021: T€ 1.007) angefallen sind.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr 2023 getätigten Entwicklungskosten beläuft sich auf T€ 80 (Vorjahr T€ 96). Diese entfallen mit T€ 79 auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und mit T€ 1 auf Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer und Aushilfen 24 27
Angestellte 34 36
58 63

Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB

Name und Sitz Anteil am Kapital
%
Eigenkapital 31.12.2023
T€
Jahresergebnis 2023
T€
Lindenberg Emirates LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate 49,0 - -

Für die Beteiligung Lindenberg Emirates LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate, liegen keine Informationen bezüglich Eigenkapital und Jahresergebnis vor.

Ausschüttungsgesperrte Beträge i. S. d. § 268 Abs. 8 HGB

Zum Abschlussstichtag unterliegen der Ausschüttungssperre:

T€
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 198
abzüglich passiver latenter Steuern 64
Gesamtbetrag ausschüttungsgesperrter Betrag 134

Vorgänge nach Schluss des Berichtszeitraums

Auswirkungen mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und Auswirkungen auf den vorliegenden Jahresabschluss haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben. Dennoch weisen wir in diesem Zusammenhang darauf hin, dass aufgrund der zunehmenden angespannten finanziellen Lage ein bestandsgefährdendes Risiko vorliegt und verweisen in diesem Zusammenhang auf die Ausführungen im Lagebericht.

Organe der Gesellschaft

Als Geschäftsführer sind bestellt:

Herr Dipl.-Ing. Thorsten Simonsen, Overath

Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Von der Angabe der Bezüge des Geschäftsführers wird nach § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.

Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von € 565.973,61 gemeinsam mit dem Verlustvortrag in Höhe von € 17.032.845,99 - gesamt somit € 17.598.819,60 - auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Auf Grundlage des Gesellschafterbeschlusses vom 13. März 2024 und der Darlehensverzichtvereinbarung vom 15. April 2024 hat die Mehrheitsgesellschafterin, die Lindenberg International Holding Ltd., einen Verzicht auf die Rückzahlung des Gesellschafterdarlehen in Höhe von T€ 1.500 ausgesprochen. Dieser Darlehensverzicht wirkt sich im Geschäftsjahr 2024 eigenkapitalerhöhend aus.

 

Overath, den 4. Dezember 2024

gez. Thorsten Simonsen

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

der Lindenberg-Anlagen GmbH, Overath

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 842.380,46 78.661,80 135.009,09 0,00 786.033,17
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 365.387,76 0,00 0,00 0,00 365.387,76
1.207.768,22 78.661,80 135.009,09 0,00 1.151.420,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.493.151,13 3.764,52 0,00 0,00 4.496.915,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.376.093,57 0,00 0,00 0,00 2.376.093,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.059.595,16 26.501,96 114.454,57 0,00 971.642,55
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.474,32 0,00 12.474,32 0,00 0,00
7.941.314,18 30.266,48 126.928,89 0,00 7.844.651,77
III. Finanzanlagen 47.638,00 0,00 0,00 0,00 47.638,00
9.196.720,40 108.928,28 261.937,98 0,00 9.043.710,70
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 519.306,19 192.484,54 123.807,14 587.983,59
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 302.184,76 16.739,00 0,00 318.923,76
821.490,95 209.223,54 123.807,14 906.907,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 804.197,18 73.815,52 0,00 878.012,70
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.686.596,57 134.776,00 0,00 1.821.372,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 857.981,16 62.515,96 114.128,57 806.368,55
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.348.774,91 271.107,48 114.128,57 3.505.753,82
III. Finanzanlagen 47.637,00 0,00 0,00 47.637,00
4.217.902,86 480.331,02 237.935,71 4.460.298,17
Buchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 198.049,58 323.074,27
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.464,00 63.203,00
244.513,58 386.277,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.618.902,95 3.688.953,95
2. Technische Anlagen und Maschinen 554.721,00 689.497,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 165.274,00 201.614,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 12.474,32
4.338.897,95 4.592.539,27
III. Finanzanlagen 1,00 1,00
4.583.412,53 4.978.817,54

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in der verkürzten Form gemäß § 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Lindenberg-Anlagen GmbH, Overath

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lindenberg-Anlagen GmbH, Overath, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lindenberg-Anlagen GmbH, Overath, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Ausführungen im Anhang im Abschnitt ,,allgemeine Angaben" sowie im Lagebericht im Abschnitt "Risiken" zu den bestandsgefährdeten Risiken, in denen der gesetzliche Vertreter beschreibt, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Liquiditätssituation befindet. Wie im Anhang und Lagebericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten zusammen mit den anderen dort ausgeführten Sachverhalten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen und Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bonn, 4. Dezember 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Torsten Janßen, Wirtschaftsprüfer

gez. Moritz Tack, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss der Lindenberg-Anlagen GmbH, Overath, zum 31. Dezember 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung am 20. Dezember 2024 festgestellt. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 565.973,61 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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