SCHOTT JENAer GLAS GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Flaschen und anderen Behältnissen aus Glas
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WACKER SCHOTT Solar GmbHJenaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008Bilanz zum 31. Dezember 2008Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008
Anhang für das Geschäftsjahr 2008I. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung 1. Allgemeine Angaben Der Abschluss für das Geschäftsjahr 2008 ist nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften des HGB sowie den ergänzenden Bestimmungen des GmbHG aufgestellt. Es wird darauf hingewiesen, dass das vorangehende Geschäftsjahr 2007 ein Rumpfgeschäftsjahr war und sich die Gesellschaft noch in der Start-Up Phase befindet. Insoweit ist ein Vergleich der Zahlen des Geschäftsjahres mit den Zahlen des Vorjahres und die Ableitung gewisser Erkenntnisse nur eingeschränkt möglich. 2. Angabe der auf die Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde ausgehend von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, abzüglich der in Anspruch genommenen Abschreibungen, bewertet. Soweit die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen im Rahmen einer Sacheinlage durch die Gesellschaft zugegangen sind, erfolgt der Zugang in Höhe der handelsrechtlichen Restbuchwerte, wie sie beim Einbringenden zuletzt bilanziert waren. Selbst hergestellt Sachanlagen werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den anteiligen Wertverzehr des Anlagevermögens. Die Abschreibung der Vermögensgegenstände erfolgte linear über die Zeit der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern bzw. degressiv. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 150,00 werden als Sofortaufwand erfasst. Wirtschaftgüter mit einem Wert zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 werden über fünf Jahre abgeschrieben. Zuwendungen der öffentlichen Hand in Form von Investitionszulagen und -zuschüssen werden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt. Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind im Rahmen einer Sacheinlage zugegangen und sind mit dem Buchwert des Einbringenden aktiviert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Wertverzehr des Anlagevermögens. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Bewertung mit einbezogen. Eine verlustfreie Bewertung wurde sichergestellt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Auf Grund des sehr geringen Beitreibungs- und Zinsrisikos waren keine Wertberichtigungen vorzunehmen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennbetrag angesetzt. Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennbetrag bilanziert. Die Pensionsrückstellungen wurden nach dem versicherungsmathematischen Teilwertverfahren ermittelt. Dabei lagen die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck mit einem Rechnungszinsfuß in Höhe von 6 % zugrunde. Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch zu erwartende Belastung für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultierend aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe ihrer wahrscheinlichen Inanspruchnahme gebildet und decken alle erkennbaren Risiken zum Bilanzstichtag ab. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt, wobei die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung noch um die Positionen Betriebsergebnis (EBIT) und Finanzergebnis erweitert worden ist. 3. Angabe der auf die Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls oder dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Gewinne und Verluste aus Kursänderungen, die bis zum Bilanzstichtag realisiert wurden, sind berücksichtigt. Verluste aus Wechselkursänderungen, die zum Bilanzstichtag bestanden, jedoch noch nicht realisiert waren, wurden durch die Bewertung der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit dem Wechselkurs am Bilanzstichtag berücksichtigt. II. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Einzelposten des Anlagevermögens Wegen der Darstellung der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Angabe der Abschreibungen Geschäftsjahres gemäß § 268 Abs. 2 HGB verweisen wir auf den Anlagespiegel, der als Anlage diesem Anhang beigefügt ist. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen Gesellschafter bestehen im Wesentlichen in Höhe von TEUR 15.712 (i. Vj. TEUR 3.272) aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie einem Darlehen zzgl. aufgelaufener Zinsen in Höhe von TEUR 20.548 (i. Vj. TEUR 0). 3. Eigenkapital Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:
5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus einem Darlehen und abgegrenzten Zinsen. Sie haben eine Restlaufzeit von über fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter, welche in voller Höhe aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen, haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen eine Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing (TEUR 4.544; i. Vj. TEUR 0). Davon hat ein Betrag von TEUR 3.624 eine Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren. Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert. Als Sicherheit für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stehen den Kreditinstituten externe Garanten zur Verfügung. Sollten diese jedoch nicht in der Lage sein, bestimmte Auflagen zu erfüllen, so haben die Kreditinstitute das Recht von der Gesellschaft Sicherheiten einzufordern. 6. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
III. Sonstige Pflichtangaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB:
2. Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane Im Berichtsjahr oblag die Geschäftsführung Herrn Dr. Patrick Markschläger (Dipl. Ingenieur), Jena, und Herrn Axel Bertold Schmidt (Dipl. Kaufmann), Oberhaching. 3. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten Im Geschäftsjahr 2008 waren 329 (i. Vj. 212) Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 122 Angestellte und 207 Gewerbliche Arbeitnehmer. 4. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Anhangsangabe gemäß § 285 Nr. 9a HGB über die Gesamtbezüge der Geschäftsführer wurde unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.
Jena, den 27. Februar 2009 WACKER SCHOTT Solar GmbH Die Geschäftsführer Axel Bertold Schmidt Dr. Patrick Markschläger Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2008
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008A. Geschäftsverlauf der Gesellschaft und Entwicklung der Gesamtwirtschaft Die WACKER SCHOTT Solar GmbH, Jena, ist ein am 2.3.2007 gegründetes Unternehmen, welches seit dem 10.10.2007 als Gemeinschaftsunternehmen der SCHOTT Solar AG und der Wacker Chemie AG, multikristalline Siliziumwafer für die Solarindustrie herstellt. Das Unternehmen arbeitet an den Standorten Jena (Thüringen) und Alzenau (Bayern) und stellt die multikristallinen Wafer nach zwei unterschiedlichen Fertigungsverfahren her. Die Mitarbeiterzahl betrug zum Bilanzstichtag 402 Beschäftigte. Die Geschäftslage der WACKER SCHOTT Solar GmbH wird neben der allgemeinen Konjunktur wesentlich durch die Entwicklung der Photovoltaik-Industrie bestimmt, die wiederum vor allem von der aktuellen Situation auf den Energiemärkten und den jeweils geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen abhängig ist. Die steigenden Energiepreise und die Förderung von erneuerbaren Energien sorgten in 2008 für eine geschätzte Gesamtnachfrage nach Modulen von fast 5 GW, was einer Steigerung von 60 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Nicht zuletzt auf Grund der derzeitigen Probleme in der globalen Wirtschaft, die durch die Finanzkrise ausgelöst worden ist, muss für 2009 von einer vorübergehenden Abschwächung dieser Dynamik ausgegangen werden. Weiterer Druck wird auf den Markt auch von der politischen Seite ausgeübt. So wurde in Deutschland mit Wirkung vom 1. Januar 2009 die erhöhte Degression der Vergütung erstmals wirksam und mit der Deckelung des Zubaus in Spanien ist einer der wichtigsten europäischen Märkte der Solarindustrie eingebrochen. Trotz dieser Herausforderungen stehen die Zeichen für die Solarindustrie weiter auf Grün und es dürfte spätestens ab dem Jahre 2011 wieder mit signifikanten Wachstumsraten zu rechnen sein. Dabei wird jedoch der europäische Markt in der globalen Relevanz an Bedeutung verlieren und die Märkte in den USA und Asien die führende Rolle übernehmen. B. Lage der Gesellschaft Ertragslage Der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug 112,2 Mio. EUR (i. Vj. 8,0 Mio. EUR). Diese Umsätze wurden im Wesentlichen mit ausgewählten nationalen Kunden getätigt. Gegenüber dem Rumpfgeschäftsjahr 2007 ergibt sich eine Steigerung des Umsatzes um 104,2 Mio. EUR. Die Veränderung des Materialaufwands von 5,2 Mio. EUR auf nunmehr 71,2 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus der Steigerung der Produktion, was sich auch im Umsatz bereits gezeigt hat. Erhöht hat sich auch der Personalaufwand. Dieser stieg von 2,6 Mio. EUR auf 15,3 Mio. EUR, was aus der Tatsache resultiert, dass die Mehrzahl der Mitarbeiter erst im vierten Quartal 2007 bei der Gesellschaft begonnen hat, so dass die Gesellschaft in 2008 auch erstmalig ein komplettes Personalwirtschaftsjahr abgeschlossen hat. Der Anstieg der Abschreibungen von 1,0 Mio. EUR in 2007 auf 5,9 Mio. EUR zum Ende des Geschäftsjahres 2008 geht einher mit den hohen Investitionen in die technischen Anlagen und Maschinen sowie weitere Anlagen. Die Erhöhung der Produktion führte in Folge auch zu einer Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 2,5 Mio. EUR auf nunmehr 20,2 Mio. EUR, da insbesondere die Vertriebskosten, aber auch die laufenden Betriebskosten der Gesellschaft, sich geschäftsbezogen erhöht haben. Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug 6,0 Mio. EUR (i. Vj. -0,6 Mio. EUR), was unter Berücksichtigung von Zins- und Steuereffekten zu einem Jahresüberschuss von 4,2 Mio. EUR (i. Vj. -0,4 Mio. EUR) geführt hat. Gegenüber dem Rumpfgeschäftsjahr 2007 ergibt sich eine deutliche Ergebnisverbesserung. Vermögenslage Die Bilanzsumme betrug zum Stichtag 135,7 Mio. EUR, wobei auf das Sachanlagevermögen einschließlich Immaterieller Vermögensgegenstände und Finanzanlagen 66,1 Mio. EUR entfallen und auf das Umlaufvermögen 69,6 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Sachanlagevermögen von 18,1 Mio. EUR auf 65,9 Mio. EUR gestiegen. Hinter diesem starken Anstieg verbirgt sich der Aufbau einer neuen Produktion in den beiden Betriebsstätten in Jena. Die Gesellschaft deckt dabei den gesamten Produktionsprozess vom Schmelzen des Siliziums bis zum Sägen der Wafer ab. So wurden im Berichtszeitraum nach Verrechnung von öffentlichen Fördermitteln in Höhe von EUR 1,6 Mio. Investitionen in Höhe von 53,8 Mio. EUR in das Anlagevermögen getätigt. Da ein nicht unerheblicher Teil der Produktionsanlagen noch in der Installations-, Test- und Anlaufphase ist, sind diese Anlagen noch nicht endabgenommen bzw. dem laufenden Produktionsprozess übergeben. Hier ist insbesondere die Erweiterung der Fabrik in der Ilmstraße in Jena hervorzuheben. Insoweit werden zum Stichtag 34,7 Mio. EUR (i. Vj. 7,3 Mio. EUR) als Anlagen in Bau ausgewiesen. Das Anlagevermögen wird vollständig durch das Eigenkapital gedeckt. Der Aufbau der Produktion bzw. der Ramp-up der Produktionsanlagen hat auch zu einem im Vergleich zum Vorjahr signifikanten Aufbau der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von 1,9 Mio. EUR auf 10,8 Mio. EUR geführt, um so eine laufende Beschickung der Produktionsanlagen sicher zustellen. Im Rahmen von Vertragsverhandlungen mit unseren Kunden ist es gelungen, nicht nur lang laufende Verträge zur Lieferung von Produkten zu erhalten, sondern auch einen nicht unerheblichen Teil des Lieferwertes bereits vorab als Anzahlung zu vereinbaren. Im Rahmen des § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB wurden diese 72,7 Mio. EUR von den Vorräten offen abgesetzt. Die Gesellschaft hat aber auch analoge langfristige Vertragsverhältnisse mit ihren Lieferanten abgeschlossen aus denen sich wiederum Verpflichtungen zur Leistung von Anzahlungen ergaben. Die bisher geleisteten Anzahlungen werden in Höhe von 64,3 Mio. EUR unter der Bilanzposition Vorräte ausgewiesen. Der erstmalige Ausweis einer Steuerrückstellung ist auf das positive Ergebnis des Geschäftsjahres zurückzuführen. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen von 3,1 Mio. EUR auf nunmehr 6,3 Mio. EUR ist im Wesentlichen durch die erstmalige Bilanzierung einer Rückstellung für Garantien, als auch gestiegene Personalrückstellungen beeinflusst. Zur weiteren Finanzierung des Aufbaus der Produktion hat die Gesellschaft ein langfristiges Investitionsdarlehen von der Europäischen Investitionsbank erhalten, welche inklusive des abgegrenzten Zinses zum Stichtag mit 41,0 Mio. EUR valutiert. Finanzlage Wesentliche Zahlungsströme des abgelaufenen Geschäftsjahres im operativen Bereich waren die Anzahlungen an die Lieferanten der Gesellschaft, welche zum Jahresende mit 64,3 Mio. EUR valutieren, sowie die erhaltenen Anzahlungen von Kunden in Höhe von 72,7 Mio. EUR Die langfristige Finanzierung ist durch einen Darlehensvertrag mit der Europäischen Investitionsbank gesichert. Aus diesem Darlehensvertrag sind der Gesellschaft im abgelaufenem Geschäftsjahr 40 Mio. EUR zugeflossen. Wichtigstes Ziel des Finanzmanagements ist derzeit die Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität zum zügigen Auf- und Ausbau der Produktionsanlagen. Insoweit verfügt die Gesellschaft zum Jahresende nicht nur über flüssige Mittel in Form von Bankguthaben, sondern kann auch noch auf die nicht ausgenutzte Kreditlinie bei der Europäischen Investitionsbank, Luxemburg, zurückgreifen. C. Personal und Grundzüge des Vergütungssystems Die Mitglieder der Geschäftsführung und des Managements erhalten Bezüge, die sich aus einer jährlichen festen Grundvergütung und einer variablen Vergütung zusammensetzt. Kriterien für die variable Vergütung bilden der Erfolg des Unternehmens und die persönliche Leistung. D. Forschung und Entwicklung Im kommenden Geschäftsjahr steht neben der Erweiterung der Produktionskapazitäten auch die Verbesserung der Produktqualität und der Produktivität durch entsprechende Entwicklungsmaßnahmen im Vordergrund. Hauptziele sind hierbei: - Verbesserung der Produktqualität (höherer erzielbarer Wirkungsgrad, Verringerung der Bruchrate) - Erhöhung der Schmelzkapazität pro Kristallisationsvorgang - Materialeinsparung durch Verringerung der Waferdicke - Weiterentwicklung des Edge-Defined-Growth-Verfahrens (EFG-Verfahren). E. Standorte Die WACKER SCHOTT Solar GmbH besitzt mit Jena in Thüringen und Alzenau in Bayern zwei Produktionsstandorte. F. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Im Nachfolgenden werden zum Teil auch zukunftsbezogene Aussagen getroffen. Auf Grund von Unsicherheiten können die tatsächlichen Ereignisse in der Zukunft von der Erwartung über die voraussichtliche Entwicklung dieser Ereignisse abweichen. Risikomanagement Die Gesellschaft implementiert derzeit ein detailliertes Risiko Management Tool, in welchem die einzelnen Risiken und Chancen als auch mögliche Maßnahmen zum Vermeiden und Erreichen identifiziert und bewertet werden. Durch regelmäßiges Auswerten dieser Risiken als auch der Chancen sollen Maßnahmen abgeleitet und implementiert werden, welche der Ergebniserhöhung bzw. Verlustreduzierung dienen. Marktrisiko - Preisentwicklung In 2008 war der Markt für Solarmodule und alle vorgelagerten Wertschöpfungsstufen durch eine Übernachfrage und einer beschränkt wachsenden Siliziumversorgung geprägt. Dies hat zu hohen Preisen auf dem Spotmarkt für Silizium und Siliziumwafer geführt. Durch eine Änderung des seit 2004 bestehenden Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Gesetz) und einer damit verbundenen Senkung der Vergütungssätze für photovoltaisch erzeugten Strom in Deutschland sowie durch eine Gesetzesänderung in Spanien hat sich dieser Trend im Laufe des zweiten Halbjahres stark abgeschwächt. Gerade die Begrenzung der Neuinstallationen in Spanien auf 500 MW p. a. zeigt, wie abhängig die Branche von gesetzlichen Parametern bleibt. Durch die Wirtschafts- und Finanzkrise hat sich die Lage im vierten Quartal 2008 deutlich verschlechtert und die Preise auf allen Wertschöpfungsstufen sind (auf hohem Niveau) stark gefallen. Die Zurückhaltung der Banken und der Investoren wirkt sich zudem auf das Investitionsvolumen, insbesondere bei Großanlagen aus, da Photovoltaikanlagen meist eine hohe Fremdfinanzierung aufweisen. Nach einer Preiskorrektur um 10 - 20 % bei Solarmodulen wird allerdings in 2010 derzeit mit einem deutlichen Nachfragesprung gerechnet. Zudem erscheinen gerade Solaranlagen in Deutschland als ein gutes alternatives Investment mit quasi garantierten Renditen durch eine gesicherte Einspeisevergütung für die nächsten 20 Jahre. Die WACKER SCHOTT Solar ist von dem derzeitigen Preisverfall nur sehr bedingt betroffen, da sich das Unternehmen durch langfristige Kundenverträge mit der SCHOTT Solar AG und der WACKER SCHOTT Solar Vertriebs GmbH mit teilweise hohen Anzahlungen und vereinbarten Festpreisen abgesichert hat. Diese Vertragsabschlüsse wurden durch einen vorgezogenen Produktionsaufbau und durch zusätzliche Siliziumversorgung durch einen weiteren Vertrag mit der Wacker Chemie AG möglich gemacht. Die von WACKER SCHOTT verwendete multikristalline Solarzellentechnologie hat sich weiter als Industriestandard etabliert. Zudem hat WACKER SCHOTT mit der klassischen mulikristallinen Technik und dem EFG zwei verschiedene Verfahren, die ihre jeweiligen Vorteile mit sich bringen. Der Ausbau von erneuerbaren Energien bleibt auf der Agenda von vielen Regierungen weltweit, so dass nicht mit einer Verschlechterung der Rahmenbedingungen zu rechnen ist. Im Gegenteil: der Regierungswechsel in den Vereinigten Staaten wird die langfristige Perspektive für den Solarmarkt deutlich verbessern. Zusätzlich werden mittelfristig neben Hawaii weitere Märkte die so genannte Netzparität erreichen. Netzparität bedeutet, dass photovoltaisch erzeugter Strom billiger herzustellen ist, als die üblichen Stromkosten für Verbraucher im öffentlichen Netz. Die Branche geht davon aus, dass Märkte nach Erreichen der Netzparität ein fast unlimitiertes Wachstum zeigen können, da Endverbraucher mit einer Investition in Solaranlagen den weiteren Anstieg von Stromkosten verhindern können. Der erste große Markt in Europa, der dies erreichen wird, ist nach derzeitiger Schätzung Italien ca. 2010. Als Unsicherheitsfaktor ist hier aber ein weiterhin niedriger oder noch weiter sinkender Ölpreis und ein Andauern der Finanzkrise zu nennen, was auf Grund der weltweiten Kapazitäten und der dann mangelnden Nachfrage zu einem starkem Überangebot von Solarmodulen, Zellen und Wafern führen kann. Gleichwohl wird den Solarmarkt weiterhin als sehr attraktiv angesehen und wir erwarten auch in Zukunft signifikante Steigerungen des Marktes. Beschaffung Für die kontinuierliche Versorgung unserer Produktion sind bestimmte Rohstoffe, insbesondere Silizium, von Bedeutung. Die Beschaffungsmarktrisiken bestehen in der Verknappung oder Verteuerung der produktionsnotwendigen Rohstoffe, aber auch durch Abwertungsrisiken bei fallenden Rohstoffpreisen von Vorräten im Bestand bzw. der zukünftigen Verpflichtung zu Preisen zu kaufen, die eventuell über aktuellen Marktpreisen liegen und letztendlich zu Produktionskosten führen, die dann am Markt nicht durchsetzbar sind. Zur Vermeidung solcher Risiken wurden nicht nur langfristige Verträge mit Lieferanten zu fixierten Preisen geschlossen, um so die ausreichende Belieferung der Gesellschaft mit Silizium sicher zu stellen, sondern es wurden andererseits auch langfristige Lieferverträge mit Kunden zu fest vereinbarten Lieferpreisen abgeschlossen. Fremdwährung Die Gesellschaft wird auch in Zukunft einen Teil der Fertigung bei Dritten in Asien, insbesondere Japan, durchführen. Eine ungünstige Yen-Euro-Parität führt zu höheren Lohnfertigungspreisen und belastet insoweit das Ergebnis der Gesellschaft. Liquiditätsrisiko Die Gesellschaft hat in ihrem Geschäftsplan für die nächste Zukunft erhebliche Steigerungen des Umsatzes eingeplant, die nur erreichbar sind, wenn die Produktionsanlagen weiter ausgebaut werden. Letzteres erfordert eine sichere Basis der Beschaffung von ausreichender Liquidität, um diese Investitionen durchführen zu können. Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Darlehensvertrag mit der Europäischen Investitionsbank, Luxemburg, abgeschlossen, der das weitere Wachstum der Gesellschaft in ausreichendem Umfang absichert. Ergänzt wird die Liquidität der Gesellschaft durch die Anzahlungen der Kunden auf langfristig zu liefernde Fertigprodukte. Technisches Risiko Die Gesellschaft ist in ihren Planungen von bestimmten technologischen Prämissen ausgegangen, die bei der Herstellung von Wafern eine wesentliche Rolle spielen. Sollten diese Prämissen, welche unter anderem aus technischen Parametern bestehen, nicht erfüllt werden, so würde diese zu einer verringerten Produktionsmenge und in Folge zu höheren Herstellungskosten führen, was sich im Endeffekt negativ im Ergebnis der Gesellschaft niederschlagen könnte. Eine verringerte Produktion würde aber auch keine Effizienzgewinne aus Skaleneffekten ermöglichen, so dass erst durch die Realisierung der technischen Parameter weitere Effizienzen aus Skaleneffekten generiert werden können. Voraussichtliche Entwicklung Im Vordergrund steht bei der WACKER SCHOTT Solar GmbH nun der weitere zügige Ausbau der Fertigungskapazitäten an beiden Standorten (Jena und Alzenau) auf allen Produktionsstufen. Trotz der derzeitigen Verschlechterung des Marktumfeldes für das Jahr 2009 aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise, wird eine deutliche Umsatzsteigerung als auch ein Ergebnisanstieg für das Jahr 2009 erwartet. Diese Einschätzung beruht zum einen auf dem gesicherten Auf- und Ausbau der Produktion als auch auf bestehenden, langfristigen Verträgen, welche eine sichere Planungsbasis bilden. Für die Folgejahre gehen wir von einer weiteren erfreulichen Entwicklung des Unternehmens aus.
Jena, den 27. Februar 2009 WACKER SCHOTT Solar GmbH Die Geschäftsführer Axel Bertold Schmidt Dr. Patrick Markschläger Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der WACKER SCHOTT Solar GmbH, Jena, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Leipzig, den 27. Februar 2009 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Liebers, Wirtschaftsprüfer Fricke, Wirtschaftsprüfer |
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