Traxon Technologies Europe GmbHLiquidiert

33100 Paderborn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 10236
Vorher
Mainsee 605. V V GmbHe:cue control GmbH
Eingetragen
20.10.2008
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von Lampen und LeuchtenHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Steuerungsanlagen und Steuerungselektronik für die Licht- und Medientechnik sowie Gebäude- und Bühneninstallationen.

Historie

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Management

NameRolle
Terrence Howard O`Neal
seit 21.11.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
60.28%
39.72%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Traxon Technologies Europe GmbH

Paderborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2012 bis zum 30.09.2013

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013

der Traxon Technologies Europe GmbH, Paderborn

1. Unternehmensumfeld

Die Traxon Technologies Europe GmbH (im Folgenden "Traxon" oder "die Gesellschaft") wurde im Jahr 2009 mit Sitz in Paderborn gegründet (bis zum 31. März 2009 firmierend unter dem Namen e:cue control GmbH). Mit ihrem Know-How avancierte Traxon schnell zu einem bedeutenden Unternehmen der LED orientierten Lichttechnik-Branche und zählt heute aufgrund der leistungsfähigen Steuerungs- und Leuchten-Entwicklungen sowie der umfassenden Projektkompetenz zu den innovativen Lösungsanbietern in der Beleuchtungsindustrie.

Traxon entwickelt und vertreibt hoch performante LED-Leuchten und Beleuchtungselemente ("Fixtures") sowie komplexe hard- und softwaretechnische Steuerungslösungen ("Controls"). Die Gesellschaft entwickelt und vertreibt LED Leuchten und deren Steuerungen, getragen von einem umfassenden Service- orientierten Lösungsgeschäft, welches durch hochqualifizierte Projektingenieure und Projektmanager bewerkstelligt wird.

Im Auftrag der Gesellschaft werden Leuchten und Steuerungen auf hochtechnisierten Fertigungslinien gefertigt. Die ausgeprägte Flexibilität von Traxon stellt sicher, dass auch für individuelle Kundenanforderungen maßgeschneiderte Lösungen entwickelt und angeboten werden können.

Die Gesellschaft ist seit ihrer Gründung zuverlässiger Partner namhafter Architekturbüros und Lichtdesigner sowie verlässlicher Partner des Groß- und Fachhandels in ganz Europa; Leuchten von Traxon sind in allen Teilen der Welt erhältlich. Traxon verfügt über ein weltweites Partnernetzwerk und liefert Lichtlösungen aus Hongkong, New York, Köln und Paderborn in die ganze Welt.

Traxon gehört zur Traxon Gruppe, vertreten durch die Traxon Technologies Ltd. mit Sitz in Hongkong (China). Diese wiederum ist eine Tochtergesellschaft der OSRAM GmbH, München, (bis 24. Oktober 2012 firmierend unter OSRAM AG, München, nachfolgend "OSRAM"). OSRAM war bis zum 30. Juni 2013 eine Tochtergesellschaft der Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München. Seit dem 1. Juli 2013 sind die Gesellschafterinnen von OSRAM die OSRAM Licht AG (nachfolgend "OLAG") sowie die OSRAM Beteiligungs-GmbH, München, die sich ihrerseits im Eigentum der OLAG befindet.

Am 10. September 2013 wurde zwischen OSRAM und Traxon ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ("EAV") geschlossen, dessen Unterzeichnung am 10. September 2013 von der Gesellschafterversammlung beschlossen und am 26. September 2013 im Handelsregister Paderborn eingetragen wurde.

2. Globale Megatrends

Als Konzernzentrale legt OLAG die Strategie der OSRAM-Gruppe fest und ist als operatives Mutterunternehmen zugleich durch deren Umsetzung geprägt.

Die Lichtindustrie sieht sich derzeit weltweiten Entwicklungen gegenüber, welche die Erzeugung von Licht in der Zukunft nachhaltig beeinflussen werden. Es wird davon ausgegangen, dass die folgenden globalen Megatrends - also nachhaltige Entwicklungen und globale Trends - die Entwicklung der Lichtindustrie prägen werden.

Bevölkerungswachstum und zunehmende Elektrifizierung: OSRAM erwartet, dass das Wachstum der Weltbevölkerung den Lichtmarkt stimulieren wird. Besonders in den Entwicklungsländern sind die stärksten Zuwachsraten zu verzeichnen, wobei hier insbesondere der steigende Lebensstandard den Lichtbedarf erhöht. Zudem steigt die Elektrifizierung weltweit an.

Urbanisierung: Als Folge der Modernisierung und Industrialisierung leben immer mehr Menschen in Städten. Daraus resultieren höhere Elektrifizierungsraten und eine steigende Nachfrage nach Lichtprodukten.

Demographischer Wandel: OSRAM erwartet, dass der demographische Wandel Einfluss auf den Lichtbedarf hat. Das Durchschnittsalter der Weltbevölkerung steigt und es wird davon ausgegangen, dass ältere Menschen einen erhöhten Lichtbedarf haben und überdies hellere Lampen, eine bessere Lichtqualität sowie bequemere und intelligentere Lichtlösungen nachfragen werden.

Energieeffizienz und Dekarbonisierung: Steigende Energiekosten bei Endverbrauchern, ein gestiegenes Umweltbewusstsein sowie das Bestreben, sowie Kenntnisse über die Schädlichkeit von CO 2-Emissionen, treiben die Nachfrage nach grüner und energieeffizienter Beleuchtung. Um den Umwelt- und Energieeffizienzbelangen Rechnung zu tragen, haben die meisten OECD-Länder Gesetzesinitiativen auf den Weg gebracht, um ineffiziente Lichttechnologien in den nächsten Jahren auslaufen zu lassen.

Digitalisierung: Aus der Nachfrage nach energieeffizienteren Lichtlösungen und ebenso nach Beleuchtung mit zusätzlichen intelligenten Funktionen soll auch Bedarf für Lichtmanagementsysteme entstehen. Diese intelligenten Lichtmanagementsysteme ermöglichen nicht nur Energieeinsparungen, sondern verbessern auch die Qualität des Lichts, indem sie die Beleuchtung flexibler gestalten (durch Anpassung an das Tageslicht, unterschiedliche Beleuchtungsszenarien für das Wohnen, Büros und öffentliche Plätze etc.).

Emotionalisierung des Lichts: Kunden legen zunehmend Wert auf individuelle, unterscheidbare Beleuchtungslösungen. Mit dem Trend zu intelligenten Produkten soll auch der Bedarf an maßgeschneiderten Leuchten und intelligenten Lösungen wachsen.

3. Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf

Das Wachstum schwächte sich durch die Euro- und Staatsschuldenkrise weiter ab und wird sich voraussichtlich im Jahr 2013 auf nur noch 0,5% (preisbereinigt) belaufen. In der Herbstprognose der Bundesregierung schätzt man, dass das Wachstum in 2014 1,7% betragen soll - allerdings stark abhängig vom Verlaufe der Euro- bzw. Staatsschuldenkrise und der weltweiten wirtschaftlichen Entwicklung.

Impulsgeber ist weiterhin vor allem die exportierende Industrie. Beschäftigung und Einkommen sollen laut Bundesregierung spürbar weiter steigen und stärken so den privaten Konsum. Dies wirkt als stabilisierender Faktor für die deutsche Binnenkonjunktur.

Die Aufwärtsentwicklung wird insgesamt jedoch durch Risiken aus dem weltweiten und vor allem europäischen Raum gebremst. Hierbei belasten hauptsächlich eine schwache Entwicklung des Welthandels, anhaltende Probleme auf den Arbeitsmärkten in vielen Ländern, das nachlassende Vertrauen in die Bewältigung der Schuldenkrisen in Europa und in den Vereinigten Staaten sowie ein gedämpftes Verbraucher- und Unternehmervertrauen das Wachstum.

Im Lichtmarkt wird im Kalenderjahr 2013 ein deutliches Wachstum erwartet. Das Marktvolumen wird damit auf € 87 Mrd. ansteigen gegenüber dem Kalenderjahr 2012 mit € 83 Mrd. Damit liegt das Wachstum des Lichtmarktes mit 5,6% deutlich über dem allgemeinen Wachstum des realen BIP weltweit von 2,4% im gleichen Zeitraum. Der größte Wachstumsbereich sind halbleiterbasierte Lichtprodukte ("SSL"), wie LED-Lampen bzw. -Leuchten, mit einem im Kalenderjahr 2013 zu erwartenden zweistelligen Wachstum. Auch für energieeffiziente Produkte, die keine halbleiterbasierende Lichttechnologie verwenden, ist im gleichen Zeitraum ein Wachstum von rund einem Prozent zu erwarten. Ausgenommen hiervon sind ineffiziente Lichttechnologien, wie beispielsweise die Glühlampen; für diese wird im Kalenderjahr 2013 gegenüber 2012 ein Rückgang von rund sieben Prozent erwartet. Diese Entwicklungen zeigen deutlich den bereits begonnenen Wandel des Lichtmarktes, weg von ineffizienten, hin zu energieeffizienten Technologien.

Unsere Einschätzungen basieren auf Prognosen des McKinsey Report "Lighting the Way: Perspectives on the global lighting market", 2012, die wir durch die von uns wahrgenommen Entwicklungen und Trends in der Lichtbranche bestätigt sehen.

Das Geschäftsjahr 2013 zeigte im ersten Quartal ein mittleres Umsatzniveau mit Drittkunden in Höhe von T€ 1.223, welche zu Beginn des zweiten Quartals auf T€ 978 absanken, dann aber im dritten Quartal mit T€ 1.989 wieder spürbar zulegten. Das vierte Quartal zeigte sich etwas stärker als das vorherige und ergab mit einem Umsatz von T€ 2.198 das beste Quartalsergebnis im Geschäftsjahr, und konnte damit das Vorjahresniveau von T€ 687 deutlich übersteigen. In Summe legte das Geschäft mit Drittkunden von T€ 3.403 auf T€ 6.388 um 88% zu.

Auch die konzerninternen Umsätze ("Intercompany ICC") zeigten ein uneinheitliches Bild über den Jahresverlauf. Konnten im ersten Quartal diese Umsätze mit T€ 1.220 die mittleren Umsätze mit Drittkunden zumindest teilweise stützen, fielen sie im zweiten Quartal auf ein Niveau von T€ 887, stabilisierten sich im dritten Quartal mit T€ 1.086 und gingen schließlich im vierten Quartal auf T€ 578 zurück.

Geschäftsjahr 2013 Q1 Q2 Q3 Q4 Summe
3 rd party 1.223 T€ 978 T€ 1.989 T€ 2.198 T€ 6.388 T€
ICC 1.220 T€ 887 T€ 1.086 T€ 578 T€ 3.771 T€
Total 2.443 T€ 1.865 T€ 3.075 T€ 2.776 T€ 10.159 T€
           
Geschäftsjahr 2012 Q1 Q2 Q3 Q4
3 rd party 1.179 T€ 841 T€ 696 T€ 687 T€ 3.403 T€
ICC 2.201 T€ 3.058 T€ 1.596 T€ 2.718 T€ 9.573 T€
Total 3.380 T€ 3.899 T€ 2.292 T€ 3.405 T€ 12.976 T€

Im Geschäftsjahr 2013 waren die konzerninternen Umsätze mit T€ 3.771 durchgängig deutlich schwächer als im Vorjahr mit T€ 9.573. Das Geschäft mit Drittkunden konnte durch seine Steigerung von T€ 3.403 auf T€ 6.388 den Rückgang mit konzerninternen Kunden zumindest teilweise ausgleichen.

Dieses uneinheitliche Bild ist auf mehrere Effekte zurückzuführen: grundlegende Restrukturierungsmaßnahmen im Vertrieb des Lösungsgeschäft, vor allem in den ersten beiden Quartalen, erforderten erhebliche Anstrengungen zu Lasten des Umsatzes. Erste Erfolge dieser Maßnahmen zeigten sich in Form von Synergieeffekten zwischen den Europäischen OSRAM Landesgesellschaften über den Verlauf des dritten und vierten Quartals in denen sich der Abwärtstrend mit Drittkunden umkehrte.

Über das Geschäftsjahr hinweg hielten sich die Ausgaben für Forschung & Entwicklung ("F&E") trotz geringer Schwankungen auf einem stabilen Niveau von im Mittel € 954.079 (im Vj. € 1.872.700) und damit im Mittel 10% (im Vj. 14%) des Umsatzes. Gegenüber dem Vorjahr konnten die Ausgaben in diesem Bereich deutlich gesenkt werden.

Aufwendungen für Marketing und Vertrieb sind niedriger als im Vorjahr. Innerhalb der Berichtsperiode bewegten sie sich auf einem stabilen Niveau von € 3.224.067 (im Vj. € 4.621.129) und somit 33% (im Vj. 36%) im Verhältnis zum erwirtschafteten Umsatz.

Aufwendungen für die allgemeine Verwaltung und IT stiegen gegenüber dem Vorjahr um 22% auf € 1.140.230. Dieser Anstieg geht vor allem auf die zu berücksichtigenden Geschäftsführerbezüge (im Vorjahr unter F&E enthalten), sowie Anpassungen bei den Gehältern zurück.

Ein stabiles Bild des Kostenverlaufs zeigte sich bei den Supply Chain Aufwendungen. Diese sind wesentlich durch Fixkosten (Personalaufwendungen) und nur zu einem geringeren Teil von variablen Transportkosten bestimmt sind.

Das zweite Quartal und der Beginn des dritten Quartals waren begleitet von einer konsequenten Bestandsbereinigung überalterter Handelsware. Aufwendungen im Zusammenhang mit Sonderverkäufen i.H.v. T€ 450 und Entsorgungsmaßnahmen i.H.v. T€ 219 halfen die Alterungsstruktur der Bestände zu korrigieren.

Im Geschäftsjahr 2013 waren durchschnittlich 51 Mitarbeiter (im Vj. 54) beschäftigt, wobei Teilzeitmitarbeiter anteilig einbezogen sind.

4. Unternehmensstrategie

Unser oberstes Ziel ist, unsere Position als innovativer und integrierter Lösungsanbieter der Lichtindustrie auszubauen. Wir sind entschlossen, die sich bietenden Möglichkeiten aufgrund der globalen Megatrends wahrzunehmen und als lösungsorientierter, flexibler und dynamischer Innovationtreiber aktiv den Wandel in der Lichtindustrie mit zu gestalten.

Unsere Strategie umfasst drei Elemente:

Wir sind bestrebt unsere Kernkompetenzen weiter zu verstärken, um unsere Marktpräsenz zu untermauern und auszubauen.

Auf der Grundlage von Lösungskonzepten für Lichtinnovationen werden wir unseren Wertbeitrag zum Kundennutzen spürbar ausweiten und verbessern.

Wir sind bestrebt durch das Heben von Synergien zwischen den Unternehmen der OSRAM-Gruppe einen umfassenderen Kundennutzen zu bieten und damit weitere Wettbewerbsvorteile zu generieren, zu festigen und auszubauen.

Um unsere Strategie optimal umsetzen zu können, fördern wir eine Unternehmenskultur, die konsequent am nachhaltigen unternehmerischen Denken und Handeln ausgerichtet ist. Die Umsetzung unserer Strategie zeigt sich durch klar definierte kurz- und mittelfristige Ziele und Maßnahmen.

Als Ergänzung zu der von OSRAM vorgegebenen Unternehmensstrategie folgt Traxon den nachfolgenden Grundsätzen, um damit den marktspezifischen Anforderungen des Solutions- und Projektgeschäfts bestmöglich gerecht zu werden:

Simplicity: Technologien, die im Solid State Lighting ("SSL") Geschäft benutzerorientiert maximalen Kundennutzen bei geringer wahrgenommener Komplexität in Soft- und Hardware aufweisen.

Flexibility: Lösungen von Traxon sind flexibel auf die jeweiligen Kundenanforderungen abgestimmt und technisch vielfältig kombinierbar.

Innovation: Umwandlung von herkömmlichen Lichtlösungen in intelligente, dynamisch vernetzte Lösungen, die das gesamte Potenzial der neuen Technologien ausschöpfen.

5. Wirtschaftliche Lage

Der größte Wachstumsbereich im Lichtmarkt sind halbleiterbasierte Produkte (Solid State Lighting, ("SSL)), wie LED Lampen bzw. Leuchten inklusive der Steuerungskomponente, die im globalen Lichtmarkt zweistellige Wachstumsraten bezogen auf das Kalenderjahr 2012 aufwiesen. Diese Entwicklung zeigt deutlich den bereits begonnenen Wandel des Lichtmarkes von ineffizienten hin zu energieeffizienten Technologien.

6. Ertragslage

Der Umsatz lag mit € 10.159.011 unter dem Vorjahreswert i.H.v. € 12.975.782. Dabei ist das Umsatzvolumen mit Dritten i.H.v. T€ 6.388 gegenüber dem Vorjahr von T€ 3.403 um ca. 87% gestiegen. Dies resultiert primär aus den Reorganisationsmaßnahmen in der Vertriebsstruktur des Lösungsgeschäfts. Die Umsatzentwicklung in Summe (konzerninterne und Umätze mit Dritten) zeichnet damit nicht die generell positive Wende im Beleuchtungsmarkt nach, was umgekehrt darauf hinweist, dass im Folgegeschäftsjahr mit kräftigen Aufholeffekten zu rechnen ist. Dies schlägt sich in den ambitionierten Planwerten des Businessplans für das Geschäftsjahr 2014 nieder.

Der Rückgang des Bruttoergebnises vom Umsatz von 55% im Vorjahr auf 46% im Berichtsjahr ist zum einen mit erhöhten Einstandskosten für die Handelsware, zum anderen aber auch mit den durchgeführten Bestandsbereinigungsmaßnahmen zu erklären.

Der Geschäftsverlauf zeigte ein insgesamt schwaches erstes und zweites Quartal, ein moderates Umsatzwachstum im dritten Quartal und eine Stabilisierung im vierten Quartal. Dennoch konnten die erwirtschafteten Erträge die Kosten nicht vollständig decken, so dass insgesamt ein Jahresfehlbetrag von € -788.497 (im Vj. € -247.128), erwirtschaftet worden ist. Dieser Fehlbetrag wurde aufgrund des am Ende des Geschäftsjahrs 2013 mit OSRAM geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags ausgeglichen.

Der Ergebnisverlauf basiert im Wesentlichen auf den Ergebnissen der normalen Geschäftstätigkeit, die durch konsequente Bestandsbereinigungsmaßnahmen gerade im zweiten und beginnenden dritten Quartal durchgeführt wurden. Einzelne Forderungen gegen verschiede Geschäftskunden waren uneinbringlich und mussten in der Folge abgeschrieben werden, Teile der Bestände wurden aufgrund des technischen und quantitativen Risikos sowie den damit verbundenen Preisrisiken wertberichtigt.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von € -788.497 zeigt, dass gegenüber dem Vorjahr i.H.v. € -127.140 die Ertragslage aufgrund des gesunkenen Umsatzes weiterhin angespannt bleibt. Die Ergebnisentwicklung konnte aufgrund von Einsparungen in Verwaltung, Vertrieb und im Einkauf zwar gemildert, aber nicht vollständig kompensiert werden.

Die Marketing & Vertriebskosten sind gegenüber dem Vorjahr von T€ 4.621 auf T€ 3.224 in der Berichtsperiode um 30% gesunken, Forschungs- und Entwicklungskosten von T€ 1.873 im Vorjahr auf T€ 954 um 49% zurückgegangen. Gegenläufig sind die Verwaltungskosten von T€ 934 im Vorjahr auf T€ 1.140 in 2013 um 22% gestiegen.

Die Kostensenkung im Marketing & Vertrieb geht sowohl auf Personalmaßnahmen zurück sowie auf geringere Kosten für Messeauftritte. Der Kostenrückgang in Forschung und Entwicklung geht wesentlich auf Personalanpassungen in diesem Bereich zurück. Es wurden keine größeren Investitionen in die technische Ausstattung der Entwicklungslabore getätigt.

Der Kostenanstieg im Bereich der Verwaltung geht wesentlich auf die seit dem 1. November 2012 wieder fällig gewordenen Bezüge für den Geschäftsführer zurück. Die Verwaltung zeigte sich insgesamt konsequent kostenbewusst und durch weitere Stellenkürzungen konnte der Kostenentwicklung entgegen gewirkt werden.

Die Sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von € 137.163 sind um 88% niedriger als im Vorjahr mit € 453.463. Sie gehen im Wesentlichen auf eine Schadenersatzzahlung in Höhe von € 57.762 (im Vj. € 0) sowie Währungsumrechnungen in Höhe von € 32.632 (im Vj. € 106.782) und eine Einzahlung einer ausgebuchter Forderungen in Höhe von € 23.153 (im Vj. € 22.621) zurück. Im Vorjahr waren sie hingegen im Wesentlichen bestimmt durch periodenfremde Erträge aus Erstattungen im Zusammenhang mit der Liquidation der Traxon Technologis EU B.V., Barendrecht (Niederlande) i.H.v. € 170.410, der Auflösung von Bonusrückstellungen i.H.v. € 147.513 sowie Erträgen aus Währungsumrechnungen i.H.v. € 106.782.

7. Vermögenslage

Im Bereich der immateriellen Vermögenswerte wurden Abschreibungen i.H.v. € 192.366 (im Vj. € 237.954) auf den Kundenstamm vorgenommen, was auf eine planmäßige Abschreibungsdauer von 4 1/3 Jahre mit einer Restlaufzeit von 2 Jahren zurückzuführen ist. Der Geschäfts oder Firmenwert wurde wie im Vorjahr mit € 117.193 planmäßig abgeschrieben und hat zum Stichtag einen Buchwert von € 1.200.347. Des Weiteren wird auf die Erläuterungen im Anhang verwiesen.

Der Rückgang im Sachanlagevermögen von ursprünglich € 400.538 im Geschäftsjahr 2012 auf € 144.133 im Berichtsjahr ist vorwiegend auf planmäßige Abschreibungen i.H.v. € 319.624 zurückzuführen. Im Wesentlichen geht dieser Betrag auf Abschreibungen von Demonstrations- und Ausstellungsware, Computer Hard- und Software sowie Büro- und Laborausstattung zurück.

Die Vorräte gingen im Berichtsjahr für Vormaterial von ursprünglich € 93.930 auf € 55.958 - für Handelsware (incl. Fertigerzeugnissen) von € 1.641.514 auf € 1.101.281 zurück. Der Gesamtbestand ist damit von ursprünglichen € 1.728.530. auf € 1.157.238 gesunken. Dieser Rückgang ist auf gezieltes und vorausschauendes Bestandsmanagement seitens der Logistik zurückzuführen und auf konsequente Bereinigung von überalterter Handelsware durch Sonderverkäufe und zielgerichtete Entsorgungsmaßnahmen.

Außerbilanzielle Geschäfte lagen im Berichtsjahr nicht vor. Die Bilanzsumme beträgt zum 30. September 2013 € 4.732.391 (im Vj. € 6.141.330).

Im Berichtszeitraum wurden keine Investitionen in wesentlicher Größenordnung vorgenommen.

8. Finanzlage

Hauptziel des Traxon-Finanzmanagements ist es, die Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten und finanzielle Risiken zu reduzieren. Entsprechende Maßnahmen sind durch die Zugehörigkeit zum OSRAM Konzern geprägt.

Die Liquiditätssteuerung erfolgt über ein Cash Pooling mit der OSRAM Bank (bis 30. Juni 2013 Siemens Financial Services ("SFS")). Die Finanzverbindlichkeit gegenüber dem Cash Pool Führer, bis 30. Juni 2013 der Siemens Financial Services GmbH, München, seit 1. Juli 2013 der OSRAM GmbH Inhouse Bank München, betrug per 30. September 2013 € 3.038.471 (im Vj. € 5.440.301).

Das Finanz- und Liquiditätsmanagement der Gesellschaft wird im Rahmen der maßgeblichen Gesetze ergänzt um die konzerninternen Grundsätze und Regelungen ausgeübt. Das Ziel dieses Finanzmanagements ist es, jederzeit ausreichende Liquiditätsreserven für saisonale Schwankungen im Projektgeschäft ausgleichen sowie das Unternehmenswachstum sicherstellen zu können.

9. Kapitalstruktur und Verschuldungsgrad

Traxon war am Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2012 bilanziell überschuldet; der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag belief sich auf € 615.906.

Um Traxon wieder auf eine solide Kapitalbasis zu stellen und den Überschuldungsstatus zu kompensieren, wurde per Gesellschafterbeschluss vom 10. April 2013 eine Kapitalerhöhung zum 24. April 2013 in Höhe von € 1.500.000 mittels Bareinlage durch die Traxon Technologies Ltd. mit Sitz in Hong Kong (China) durchgeführt.

Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über eine Kapitalrücklage von € 3.749.501 und mit dem gezeichneten Kapital von € 25.000, gemindert um den Verlustvortrag von € 2.890.407, insgesamt über ein Eigenkapital von € 884.094.

Im Geschäftsjahr erwirtschaftete die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag vor Ergebnisübernahme i.H.v. € 788.496. Dieser wurde im Zuge des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags von OSRAM übernommen.

Der Fehlbetrag ergibt sich aus dem Umstand, dass die Kosten für Vertrieb einerseits sowie Forschung und Entwicklung andererseits im Berichtsjahr trotz einschneidender Kostensenkungsmaßnahmen die mit den Umsatzerlösen verbundenen Erträge noch überstiegen.

Im Zuge der Kapitalerhöhung im April 2013 wurde die von OSRAM ausgestellte Patronatserklärung zurückgegeben.

10. Rückstellungen

In der Berichtsperiode sind die Rückstellungen von € 399.461 um 18% auf € 471.033 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Ursache hierfür waren primär höhere erwartete Bonuszahlungen.

11. Verbindlichkeiten

Der Rückgang der Verbindlichkeiten von € 5.741.869 zum 30. September 2012 auf € 3.377.264 zum 30. September 2013 und somit um 26% ist im Wesentlichen auf die Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um € 2.449.679 auf € 3.038.471 zurückzuführen.

Hauptgrund für den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist eine auf Fertigerzeugnisse bezogene Ausgleichszahlung der Traxon Technologies Ltd. über € 2.759.000 an die Gesellschaft. Mit dieser Ausgleichszahlung wird sichergestellt, dass die vorgeschriebenen EBIT Margen für die von der Traxon Technologies Ltd. mit Sitz in Hongkong (China) bezogenen Leuchten erreicht werden. Der Transferpreis für die Handelsware errechnet sich dabei nach der Marktpreis Minus Methode ("MMM"). Eine Einzahlung in Höhe von € 1.500.000 in die Kapitalrücklage der Gesellschaft durch die Gesellschafterin sorgte zusätzlich für eine Verminderung der Cash-Pool-Verbindlichkeiten. Daneben gab es ferner die Verlustübernahmeforderung gegenüber OSRAM in Höhe von T€ 788.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich geringfügig um € 20.931 auf € 168.563. Gegenläufig wirkte sich ebenfalls die Zunahme sonstiger Verbindlichkeiten um € 64.143 auf € 170.230 aus.

12. Einsatz von Finanzinstrumenten

Zur Absicherung gegen Fremdwährungsrisiken wird keine gesonderte Vorsorge getroffen, da diese Risiken für die Gesellschaft vernachlässigbar sind. Bezüglich weitergehender Informationen zu bestehenden operativen Leasingverträgen verweisen wir auf die Erläuterungen im Anhang.

13. Finanzielle Leistungsindikatoren

Grundsätzlich ist für die Unternehmenssteuerung die Umsatzrendite eine zentrale Kennzahl. Da bei Traxon die primäre Rechnungslegung nach IFRS (International Financial Reporting Standards) erfolgt, werden für die Berechnung der internen Steuerungskennzahl die nach IFRS bilanzierten Werte verwendet. Bei einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von € -356.946 betrug die Umsatzrendite (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Verhältnis zu Umsatzerlösen) zum 30. September 2013 -3,5% (im Vj. -8,5%). Dieses Ergebnis ist darauf zurückzuführen, dass die verhältnismäßig junge Gesellschaft umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen im Vertriebsbereich des Lösungsgeschäfts durzuführen hatte, was temporär zu Umsatzeinbußen geführt hat.

14. Forschung und Entwicklung

Der weltweite Lichtmarkt befindet sich in einem grundlegenden Wandel. Um dem gerecht zu werden, sind die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Gesellschaft mit einem Volumen von € 954.079 und einer Forschungsquote von 9,8% (im Vj. 14,4% bei einem Volumen von € 1.872.701) annähernd halbiert und auf die folgenden Schwerpunkte fokussiert worden:

Sicherstellung der technologischen Wettbewerbsfähigkeit: Frühzeitig erkannte Trends in der Lichtbranche werden durch innovative Produktneu- und Weiterentwicklungen, vor allem auf Basis neuer Technologien, adressiert. Somit konnten im Berichtszeitraum zwei gänzlich überarbeitete Hochleistungssteuerungen ("Light Control Engine 2" sowie "Butler pro") auf den Markt gebracht werden.

Nachhaltiger und verantwortungsvoller Ressourceneinsatz: Zielgerichtete Aktivitäten mit dem Fokus auf LED basierten Lichtquellen sowie innovativen und leistungsstarken Lichtsteuerungen sowie die kontinuierliche Wartung, Pflege und Neuentwicklung von passgenauen Firmware- und Softwareapplikationen.

Entwicklungsschwerpunkte lagen wie in den vergangen Jahren im Bereich der Licht- Steuerungssysteme ("Controls") durch Ablösung bewährter Steuerungen durch die Einführung technischer Nachfolgeprodukte sowie vollständig neuer und leistungsstärkerer Steuerungen nebst der zugehörigen Softwareapplikationen.

Traxon verspricht sich durch qualitätssichernde Maßnahmen wie der prozessorientierten DIN ISO 9001 Zertifizierung die Sicherung und den Ausbau weiterer Wettbewerbsvorteile.

15. Prognosebericht

Der weltweite Lichtmarkt wird bis zum Jahr 2015 mit einem jährlichen Wachstum von etwa 5% auf über € 95 Milliarden anwachsen und wird dabei schneller als die Gesamtwirtschaft wachsen. Ein wesentlicher Faktor für die Entwicklung des Marktes ist der Übergang zu energieeffizienten Produkten.

Traxon geht für das kommende Geschäftsjahr von einem Umsatzwachstum von 49% und einer dynamischen Geschäfts- und Branchenentwicklung aus. In den darauffolgenden Jahren wird ein jährliches Umsatzwachstum von 15% bis 25% erwartet. Das prozessorientierte Businessmodell und das effiziente Entwicklungsmanagement stellt die Gesellschaft sehr gut für ein zunehmend wettbewerbsintensiveres Branchenumfeld auf. Dabei liegt der strategische Fokus klar auf mittleren und großen Projekten.

16. Investitionen und Abschreibungen

Es sind keine wesentlichen zusätzlichen Aufwendungen und Investitionen für die Geschäftsjahre 2014 und 2015 gegenüber dem Berichtsjahr vorgesehen.

17. Ergebniserwartung

Für das Geschäftsjahr 2014 wird ein EBIT in Höhe von € 0,4 Mio. erwartet, im Folgegeschäftsjahr 2015 von € 0,8 Mio. bei einem EBIT im Verhältnis zum Umsatz von 3% bzw. 4%. Dies setzt voraus, dass die konzerninterne Verrechnungspreisregel (Markt-Preis-Minus) unverändert bleibt, wovon die Gesellschaft ausgeht.

Darüber hinaus sind die Auswirkungen der Euro- und Staatsschuldenkrise gerade in den südeuropäischen EU Mitgliedstaaten und der damit verbundenen konjunkturellen Eintrübung nur schwer abzuschätzen.

Die tatsächlichen Ergebnisse können von den prognostizierten Ergebnissen abweichen, sofern sich die gesetzten Prämissen und wirtschaftlichen Rahmendaten gegenüber den Planungsannahmen verändern.

18. Chancen- und Risikobericht

Die zukünftige konjunkturelle Entwicklung im Inland und Europäischen Ausland nimmt unmittelbaren Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft. Eine ungünstige gesamtwirtschaftliche Lage kann zu Nachfragerückgängen oder Konjunktureinbrüchen führen. Dieses allgemeine Absatzrisiko kann die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens negativ beeinflussen.

Ein weiteres Risiko besteht in der Wechselkursentwicklung des Euro zu anderen Währungen, insbesondere dem US-Dollar und dem Britischen Pfund. Eine ungünstige Kursentwicklung kann zu einem Nachfragerückgang von Kunden aus dem Nicht-Euroraum führen.

Störungen in der Traxon Versorgungskette, einschließlich der Unfähigkeit Dritter, Bauteile, Komponenten oder Dienstleistungen fristgerecht zu liefern, stellen ein potenzielles Versorgungsrisiko dar, dem die Gesellschaft mit gezielten einkaufsseitigen Maßnahmen entgegen wirkt.

Die finanzwirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Gesellschaft hängt erheblich von einer zuverlässigen und effektiven Steuerung unserer Versorgungskette (Supply Chain) für Bauteile und Komponenten ab. Kapazitätsbeschränkungen und Lieferengpässe könnten zu Zeitverzögerungen und zusätzlichen Kosten führen. Die Steuerung dieser Prozesse erfolgt im Hause seit Jahren erfolgreich durch unsere Fachabteilungen Supplychain Management und Einkauf.

Traxon verfügt über ein ausgeprägtes System an Risikomanagementprozessen ("RIC"), die es ermöglichen, kritische Situationen bzw. mögliche Gefahren für das Unternehmen frühzeitig zu identifizieren, analysieren und anschließend zu eliminieren bzw. minimieren. Das lokale Risikomanagementsystem ist vom OSRAM Risikomanagementsystem abgeleitet und mit diesem fest verbunden. Es basiert auf dem Enterprise Risk Managementsystem ("ERM") von Siemens.

Einem kontinuierlichen Informationsaustausch dienen regelmäßige Informations- und Entscheidungsbesprechungen des Geschäftsführers mit den Prokuristen und den Abteilungsleitern.

Das ERP System IScala (seit 1. Oktober 2013: SAP R/3) ist die Grundlage für die Ermittlung relevanter Geschäftsdaten für das Controlling. Auf Wochen- und Monatsbasis werden Kennzahlen ermittelt, welche die rechtzeitige Identifizierung von Planabweichungen gewährleisten, um im Bedarfsfall wirksame und angemessene Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Ferner werden auf monatlicher Basis eine komplette Gewinn- und Verlustrechnung sowie Kostenstellen- und Budgetanalysen durchgeführt, die als wesentliche Grundlage für strategische Entscheidungen dienen. Die für die Durchführung benötigten Planzahlen werden außerhalb des ERP Systems in einer separaten Software Applikation erfasst. Erfüllbarkeit der ursprünglichen Prognosen und das Auftreten neuer finanzieller Risiken werden dabei fortlaufend untersucht.

Compliance ist integraler Bestandteil der Firmenkultur und fest in den Geschäftsprozessen verankert. Alle relevanten Kontrollanalysen werden gemäß den Vorgaben von OSRAM termingerecht durchgeführt und durch den Compliance Officer angemessen dokumentiert.

Traxon sieht sich bei Leuchten und Steuerungen starkem Preisdruck durch Mitbewerber am Markt ausgesetzt. Um diesem Druck zu begegnen und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, wurde mit Beginn des Geschäftsjahrs 2014 die Nutzung zentraler Services des zentralen Dienstleistungszentrums von OSRAM in Osteuropa aufgenommen. Im Gegenzug wurden lokale Personalanpassungen in der Verwaltung durchgeführt, um insgesamt die Kostentenposition weiter zu verbessern Die Nutzung dieser Services ist gebunden an die am 1. Oktober 2013 durchgeführte SAP R/3 Einführung in der gesamten Traxon-Gruppe und die damit verbundene stärkere organisatorische Integration der Gesellschaft in den OSRAM Konzern.

Weiterhin gilt, dass eine gute produktseitige Positionierung im Markt sowie Konzentration der Kräfte zum Ausbau wachstumsstarker innovativer Marktsegmente uns trotz unseres Wettbewerbs, dem wir ausgesetzt sind, zuversichtlich in die Zukunft blicken lassen.

Im Europäischen Ausland will Traxon durch Erschließung neuer Märkte und verstärkte Vertriebsaktivitäten weiter wachsen.

19. Nachtragsbericht

Mit Beginn des Geschäftsjahrs 2014 wurde das bestehende ERP System IScala durch die Einführung von SAP R/3 abgelöst. Mit dieser Einführung sind die Voraussetzungen für eine effiziente Zusammenarbeit mit dem OSRAM Shared Service Center in Nove Zamky gegeben, wodurch weitere Effizienzzuwächse in der Verwaltung zu erwarten sind.

Im gleichen Zuge wurde die Zusammenarbeit mit dem OSRAM Shared Service Center in Nove Zamky (Slowakische Republik) mit Wirkung zum 1. Oktober 2013 aufgenommen. Dies umfasst die Bereiche Einkauf (Beschaffung indirekter Materialien und Dienstleistungen) sowie die Kreditoren Buchhaltung. Der Bereich Debitoren Buchhaltung wird in einem weiteren Schritt zum Ende des zweiten Quartals des Geschäftsjahrs 2014 an das OSRAM Shared Service Center in Nove Zamky übertragen. Grundlage für die Zusammenarbeit mit dem OSRAM Shared Service Center ist die mit dem 1. Oktober 2013 erfolgte SAP R/3 Einführung und der damit gegebenen gemeinsamen ERP Plattform.

20. Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass mit dem Verlauf des Berichtjahres vor dem Hintergrund der eingetrübten Europäischen Gesamtkonjunktur der nachgelassene Umsatz erklärt werden kann. Es bestätigt sich, dass die erforderliche Neuordnung der Vertriebsstruktur erste positive Wirkung gezeigt hat. Dieser Trend muss nunmehr im kommenden Geschäftsjahr weiter ausgebaut werden mit dem klaren Fokus auf mittleren und großen Projekten.

Ferner sind derzeit keine wesentlichen Risiken, die in Summe die künftige Entwicklung der Gesellschaft substanziell beeinträchtigen oder den Bestand der Gesellschaft gefährden könnten erkennbar. Diese Position wird durch die bereits durchgeführte Kapitalerhöhung und deren Einstellung in die Kapitalrücklage gestützt.

Trotz der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Lage und der beschleunigten LED-Innovationszyklen, die auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2014 schließen lassen, erwarten wir im Geschäftsjahr 2014 ein EBIT von € 0,4 Mio. Für das Geschäftsjahr 2015 plant die Gesellschaft eine weiterhin positive Ergebnisentwicklung in Folge der geplanten Wachstumserwartung mit einem EBIT von € 0,8 Mio.

Die ausgeprägte Kompetenz im Lichtlösungsmarkt sowie die solide Erfahrung über LED basierte Lichterzeugung und Steuerung sowie die darauf ausgerichtete serviceorientierte Lösungskompetenz sind die Stärken, die uns befähigen, den Wandel am Lichtmarkt erfolgreich mitzugestalten und langfristig unsere Position im Lösungsgeschäft zu festigen und auszubauen.

 

Paderborn, 6. Dezember 2013

Traxon Technologies Europe GmbH

Der Geschäftsführer

gez. Dr. Christian Iniotakis

Bilanz zum 30. September 2013

Aktiva

Anhang 30.09.2012
EUR EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Geschäfts- oder Firmenwert   1.200.347,00 1.317.540,00
2. Kundenstamm   384.731,00 577.097,00
    1.585.078,00 1.894.637,00
II. Sachanlagen      
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   144.132,68 400.538,00
  1 1.729.210,68 2.295.175,00
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
Fertige Erzeugnisse und Waren 2 1.101.280,84 1.728.530,01
abzüglich erhaltene Anzahlungen   -196.436,79 -58.821,28
    904.844,05 1.669.708,73
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   1.241.957,81 1.461.143,11
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen   793.208,82 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände   55.509,91 74.441,30
  3 2.090.676,54 1.535.584,41
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4 2.378,90 17.465,69
    2.997.899,49 3.222.758,83
C. Rechnungsabgrenzungsposten   5.281,07 7.490,14
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   0,00 615.906,17
    4.732.391,24 6.141.330,14

Passiva

     
  Anhang   30.09.2012
  EUR EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage   3.749.501,71 2.249.501,71
III. Verlustvortrag   -2.890.407,48 -2.643.279,40
IV. Jahresfehlbetrag   0,00 -247.128,48
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   0,00 615.906,17
  5 884.094,23 0,00
B. Rückstellungen      
Sonstige Rückstellungen 6 471.033,29 399.461,25
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   168.562,77 147.631,78
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   3.038.471,22 5.488.150,20
3. Sonstige Verbindlichkeiten   170.229,73 106.086,91
  7 3.377.263,72 5.741.868,89
    4.732.391,24 6.141.330,14

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2013

Anhang 2012
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 8 10.159.011,12 12.975.782,19
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen   -5.494.289,88 -5.841.839,75
3. Bruttoergebnis vom Umsatz   4.664.721,24 7.133.942,44
4. Forschungs- und Entwicklungskosten   -954.079,70 -1.872.700,90
5. Vertriebskosten   -3.224.066,93 -4.621.129,52
6. Allgemeine Verwaltungskosten   -1.140.229,69 -933.957,33
7. Sonstige betriebliche Erträge 9 137.162,67 453.462,94
davon Währungskursgewinne EUR 33.964,54 (Vj. EUR 80.395,46)      
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9 -228.446,44 -223.587,77
davon Währungskursverluste EUR -53.940,88 (Vj. EUR -60.731,16)      
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   247,03 1.363,35
davon an verbundene Unternehmen EUR 247,03 (Vj. EUR 383,89)      
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -43.804,92 -64.533,22
davon an verbundene Unternehmen EUR -42.043,84 (Vj. EUR -63.943,72)      
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -788.496,74 -127.140,01
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10 0,00 10.422,00
13. Sonstige Steuern 11 0,00 -130.410,47
14. Erträge aus Verlustübernahme   788.496,74 0,00
15. Jahresfehlbetrag   0,00 -247.128,48

Anhang zum 30. September 2013

I. Grundlagen des Abschlusses der Traxon Technologies Europe GmbH

Allgemeine Angaben

Die Traxon Technologies Europe GmbH mit Sitz in Paderborn (Deutschland) (im Folgenden "Traxon" oder die "Gesellschaft") ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss der Traxon zum 30. September 2013 wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes für Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Traxon ist eine unmittelbare Tochtergesellschaft der Traxon Technologies Ltd., Hong Kong (China), sowie eine mittelbare Tochtergesellschaft der OSRAM GmbH, München (bis zum 24. Oktober 2012 firmierend unter OSRAM AG, München, nachfolgend "OSRAM"). Zwischen OSRAM und Traxon besteht seit dem 10. September 2013 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Umsatzkostenverfahren angewandt.

Hinsichtlich der Darstellung der Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen zum einen und der Forschungs- und Entwicklungskosten zum anderen sind die Vorjahreszahlen nicht vergleichbar, weil Kosten für Projektmanager ("PJM") und Personal im Geschäftsjahr 2013 in Höhe von € 707.512 als Herstellungskosten gezeigt werden, während sie im Geschäftsjahr 2012 in Höhe von € 936.617 in den Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten waren. Dies dient einer besseren Darstellung der veränderten Fertigungsnähe der genannten Aufwendungen.

Der Abschluss ist in Euro (€) aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bilanz

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Außerplanmäßige Abschreibungen werden, soweit erforderlich, vorgenommen.

Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB nicht in Anspruch genommen. Entwicklungskosten werden daher sofort in voller Höhe als Aufwand der Periode erfasst.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die planmäßige Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen auf Grund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Bauten auf fremden Grundstücken werden längstens über drei Jahre, technische Anlagen und Maschinen längstens über acht und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden längstens über 13 Jahren abgeschrieben.

Selbständig nutzbare, bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 150 im Zugangsjahr direkt als Aufwand erfasst.

In den Vorräten werden fertige Erzeugnisse und Handelswaren sowie geleistete Anzahlungen zu Anschaffungskosten oder einem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Abwertungen für Bestandsrisiken der Fertigerzeugnisse und Handelswaren, die sich aus der Lagerdauer und aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. zu Anschaffungskosten oder einem niedrigeren beizulegendem Wert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel sind mit ihren Nennwerten bewertet. In dieser Position werden der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesen. Enthaltene Guthaben in fremden Währungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben angesetzt, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern auf Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sind im Abschluss des ertragsteuerlichen Organträgers zu berücksichtigen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt.

In den Sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen gebildet. Die Sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen im Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt. Für Gewährleistungsfälle werden individuelle Rückstellungen für bekannte kundenspezifische Einzelrisiken gebildet.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Beachtung des Imparitätsprinzips bilanziert. Die Umrechnung von in Fremdwährung erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und der Vorräte erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts.

Zur Sicherung des Unternehmens gegen Währungsrisiken werden bei Traxon keinerlei Devisentermingeschäfte oder andere derivative Finanzinstrumente abgeschlossen.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsätze umfassen Verkäufe von Produkten und Dienstleistungen, soweit diese der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zuzurechnen sind, vermindert um direkte Erlösschmälerungen wie kundenbezogene Rabatte, Rückvergütungen und übrige Entgelte. Umsatzerlöse werden entsprechend dem Realisationsprinzip bei Gefahrenübergang beziehungsweise bei Erbringung der Leistung erfasst.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Entwicklung des Anlagevermögens 2013

Anschaffungskosten
(in €) 01.10.2012 Zugänge Umbu-
chungen
Abgänge 30.09.2013
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1.757.015 - - - 1.757.015
2. Kundenstamm 833.585 - - - 833.585
  2.590.600 - - - 2.590.600
II Sachanlagen          
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.096.758 63.434 - 725.959 434.233
  1.096.758 63.434 - 725.959 434.233
  3.687.358 63.434 - 725.959 3.024.833
Anschaffungskosten
(in €) Kumulierte Abschreibungen Nettowert 30.09.2013 Nettowert 30.09.2012 Zuschreibungen des Geschäftsjahres Abschreibungen des Geschäftsjahres
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Geschäfts- oder Firmenwert 556.668 1.200.347 1.317.540 - -117.193
2. Kundenstamm 448.854 384.731 577.097 - -192.366
  1.005.522 1.585.078 1.894.637 - -309.559
II Sachanlagen          
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 290.100 144.133 400.534 - -319.624
  290.100 144.133 400.534 - -319.624
  1.295.622 1.729.211 2.295.171 - -629.183

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus dem Kauf der e:cue GmbH & Co. KG durch die Mainsee 605 VV GmbH (die spätere e:cue Control GmbH, die ihrerseits die Rechtsvorgängerin der Traxon Technologies Europe GmbH ist) im Geschäftsjahr 2009 und wird über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer von 15 Jahren ist an die steuerliche Nutzungsdauervorgabe noch vor Einführung der Regelungen des BilMoG im Jahr 2009 angelehnt. Die Abschreibungsdauer von 15 Jahren ergibt sich aus einer technologischen Innovationsquote, welche über die Abschreibungsdauer einen wirtschaftlichen Nutzen darstellt.

Der Kundenstamm wurde im Zuge eines Asset Deals von der Traxon Technologies EU B.V., Barendrecht (Niederlande), übernommen. Die Abschreibungsdauer beträgt 4 1/3 Jahre.

2. Vorräte

Der Bestand an fertigen Erzeugnissen und Waren beläuft sich zum 30. September 2013 auf € 1.101.180 (im Vj. € 1.728.530). Die Wertberichtigungen auf Vorräte beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf € 213.367 (im Vj. € 115.600).

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Liquide Mittel wurden bis zum 30. Juni 2013 sowohl bei Siemens Financial Services GmbH (im Folgenden "SFS") im Rahmen des Siemens Cash Managements verzinslich angelegt als auch als Bankguthaben in britischen Pfund (GBP) bei der Deutschen Bank geführt. Mit Wirkung 1. Juli 2013 wurden nach Ausgliederung der OSRAM Licht AG ("OLAG") aus dem Siemens Konzern die Bereitstellung der liquiden Mittel durch die OSRAM GmbH Inhouse Bank (im Folgenden "OSRAM Bank") übernommen. Guthaben und Verbindlichkeiten der SFS wurden auf die OSRAM Bank vollständig übertragen und weitergeführt. Die Konten bei der Deutschen Bank wurden unverändert fortgeführt. Das Cash Pooling Verfahren zum sofortigen Ausgleich des in EUR geführten Kontos bei der Deutschen Bank wurde ebenfalls von der SFS auf die OSRAM Bank überführt.

5. Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von € 25.000 wird zu 100 % von der Traxon Technologies Ltd., Hong Kong (China), gehalten und ist in voller Höhe eingezahlt.

Die Kapitalrücklagen betragen am 30. September 2013 € 3.749.502 (im Vj. € 2.249.502). Die Veränderung zum Vorjahr resultiert aus einer am 10. April 2013 durch die Gesellschafterin beschlossenen Erhöhung der Kapitalrücklage um € 1.500.000, welche am 24. April 2013 eingezahlt worden ist.

6. Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von € 471.033 (im Vj. € 399.461) sind im Wesentlichen Rückstellungen für Bonuszahlungen in Höhe von € 287.202 (im Vj. € 181.416), für Urlaubsrückstände in Höhe von € 72.451 (im Vj. € 68.718), für Jahresabschlusskosten in Höhe von € 50.500 (im Vj. € 40.000), für Gewährleistungen in Höhe von € 20.000 (im Vj. € 5.000), für Beiträge zur Berufsgenossenschaft in Höhe von € 17.250 (im Vj. € 18.750), für Zeitguthaben in Höhe von € 12.332 (im Vj. € 13.367) sowie sonstige Verpflichtungen in Höhe von € 7.259 (im Vj. € 41.410), enthalten.

7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten betragen zum 30. September 2013 € 3.377.264 (im Vj € 5.741.869). Sie umfassen Verbindlichkeiten gegenüber der OSRAM Bank in Höhe von € 2.983.837 (im Vj. € 5.440.301, allerdings gegenüber SFS). Diese resultieren überwiegend aus der Finanzierung des Asset Deals mit der Traxon Technologies EU B.V., Barendrecht (Niederlande), sowie aus Lieferungen für LED Leuchten (Fixtures) und Beleuchtungselemente von der Muttergesellschaft Traxon Technologies Ltd., Hong Kong (China). Weitere Verbindlichkeiten bestehen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 54.635 (im Vj. € 47.849). Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin sind nicht vorhanden.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von € 170.230 (im Vj. € 106.087) enthalten im Wesentlichen Personalverbindlichkeiten in Höhe von € 75.798 (im Vj. € 4.824), kreditorische Debitoren in Höhe von € 0 (im Vj. € 23.153) noch abzuführende ausländischen Umsatzsteuer in Höhe von € 50.977 (im Vj. € 26.908) sowie noch abzuführende Steuerverbindlichkeiten in Höhe von € 44.335 (im Vj. € 50.575).

Für Verbindlichkeiten wurden keine Sicherheiten gewährt. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

8. Umsatzerlöse

Die Umsätze der Traxon Technologies Europe GmbH betrugen im Geschäftsjahr 2013 € 10.159.011 (im Vj. € 12.975.782).

9. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von € 137.163 (im Vj. € 453.463) gehen im Wesentlichen auf eine Schadenersatzzahlung in Höhe von € 57.762 (im Vj. € 0) sowie Währungsumrechnungen in Höhe von € 32.632 (im Vj. € 106.782) und eine Einzahlung einer ausgebuchter Forderungen in Höhe von € 23.153, welche einen periodenfremden Ertrag darstellt, zurück.

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von € 228.446 (im Vj. € 223.588) umfassen im Wesentlichen die planmäßige Abschreibung auf den Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von € 117.193 (im Vj. € 117.193), Aufwendung aus der Abschreibung von untergegangenen Waren in Höhe € 57.762 (im Vj. € 0), Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 52.609 (im Vj. € 60.731), Wertberichtigung der Mietkaution für angemietete Büroräume i.H.v. € 11.275 (im Vj. € 26.725) sowie für Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von € 215 (im Vj. € 7.248), welche einen periodenfremden Aufwand darstellen.

10. Ertragsteuern

Bezüglich des im Geschäftsjahr 2013 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der OSRAM GmbH verweisen wir auf unsere Darstellung unter "Allgemeine Angaben".

Im Geschäftsjahr 2013 bestand somit eine ertragsteuerliche Organschaft mit der OSRAM GmbH, München. Es ergaben sich daher keine Steuern vom Einkommen und Ertrag im Geschäftsjahr 2013 (im Vj. € 10.422). Steuerumlagen wurden nicht erhoben.

11. Periodenfremde Aufwendungen

Periodenfremde Aufwendungen durch die Zahlung sonstiger Steuern betrugen im Vorjahr € 130.410.

V. Sonstige Angaben

12. Materialaufwand

(in €) GJ 2013 GJ 2012
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.231.144 4.753.890
Aufwendungen für bezogene Leistungen 826.929 1.024.130
  4.058.073 5.778.020

13. Personalaufwand

(in €) GJ 2013 GJ 2012
Löhne und Gehälter 2.997.932 2.929.983
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 526.971 546.284
Aufwendungen für Altersversorgung 1.589 1.200
  3.526.492 3.477.467

Im Geschäftsjahr 2013 waren durchschnittlich 51 Mitarbeiter (im Vj. 54) beschäftigt, wobei die Teilzeitmitarbeiter anteilig einbezogen sind. Bei vollständiger Berücksichtigung von Teilzeitmitarbeiten ergäbe sich eine Beschäftigtenanzahl von 63 (im Vj. 65) Mitarbeitern. Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionen tätig:

(Anzahl Personen) GJ 2013 GJ 2012
Vertrieb 4 4
Forschung und Entwicklung 13 13
Verwaltung und allgemeine Dienste 34 37
  51 54

14. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse aus der Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, aus Wechsel- und Scheckbürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen. Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen ebenfalls nicht.

15. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen Verpflichtungen aus Mietverträgen betragen € 389.834 (davon im folgenden Geschäftsjahr € 170.679) und aus Leasingverträgen € 21.928 (davon im folgenden Geschäftsjahr € 13.718). Die Verpflichtungen aus Mietverträgen betreffen im Wesentlichen die Mieten für Bürogebäude in Paderborn und Köln.

Die offenen Bestellungen betragen zum Bilanzstichtag € 1.567.896 (im Vj. € 1.444.621).

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen für die folgenden Geschäftsjahre keine wesentlichen Risiken dar. Sie fallen im Rahmen des üblichen Geschäftsverlaufes an.

16. Honorar des Abschlussprüfers

Das von den Abschlussprüfern Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr 2013 berechnete Gesamthonorar ist in der entsprechenden Angabe im Anhang des Konzernabschlusses der OSRAM Licht AG enthalten.

17. Zusammensetzung und Vergütung der Geschäftsführung

Geschäftsführung

 

Dr. Christian Iniotakis,
seit 30. Oktober 2012

 

Andreas Steinert,
vom 15. August 2012 bis zum 30. Oktober 2012

Im Geschäftsjahr 2013 erhielt der Geschäftsführer der Traxon eine Vergütung, die sich aus einer festen Barvergütung sowie einer variablen Gehaltskomponente zusammensetzte. Der Geschäftsführer übt seine Tätigkeit hauptberuflich aus. Die Offenlegungspflicht der Bezüge i.S.d. § 285 Nr. 9 lit. a und b HGB wird durch die befreiende Wirkung des § 286 Abs. 4 HGB aufgehoben. Entsprechend wird auf eine Darlegung verzichtet.

18. Konzernzugehörigkeit und Konzernabschluss des Mutterunternehmens

Die OSRAM Licht AG München stellt den Konzernabschluss für den kleinsten sowie den größten Kreis der zur OSRAM Licht AG gehörenden Unternehmen auf, zu denen unsere Gesellschafterin, Traxon Technologies Ltd. mit Sitz in Hong Kong (China), gehört. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der OSRAM Licht AG für das Geschäftsjahr 2013 werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und beim Handelsregister des Amtsgerichts München hinterlegt.

 

Paderborn, 06. Dezember 2013

Traxon Technologies Europe GmbH

Der Geschäftsführer

gez. Dr. Christian Iniotakis

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Traxon Technologies Europe GmbH, Paderborn, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, 11. Dezember 2013

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schlüter, Wirtschaftsprüfer

Esbach, Wirtschaftsprüfer

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