Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 17030
Eingetragen
15.4.1992
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
Der Handel, die Vermietung, Finanzierung und Reparatur von Kraftfahrzeugen sowie die Abwicklung aller in der Kraftfahrzeugbranche üblichen Tätigkeiten. Die Gesellschaft kann gleichartige oder ähnliche Unternehmen erwerben, sich an solchen beteiligen, deren Vertretung übernehmen und Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Henning Härtel
seit 15.3.2021
Geschäftsführer
Martin Graeß
seit 3.1.2012
Geschäftsführer
Richard Härtel
seit 12.6.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Härtel GmbH & Co. KG, Automobile
Germany
900000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Härtel GmbH

Osnabrück

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Das Autohaus Härtel besteht seit Mai 1950, seit 1960 mit Sitz an der Mindener Str. 100 in Osnabrück und seit 1992 in der Rechtsform der GmbH.

Gegründet von Karl Härtel ist das heute in zweiter Generation von Richard Härtel, Henning Härtel und Martin Graeß geführte Unternehmen ein weit über die Stadtgrenzen bekanntes Autohaus. Durch neue Vertriebswege und preisorientierte Fahrzeugangebote beliefern wir Kunden in ganz Europa. Zu unserer Kernkompetenz gehört, neben dem Verkauf von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen, die Reparatur von Fahrzeugen der Marken Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge und Audi.

Geschäftsverlauf

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

2023 war für die Gesamtwirtschaft kein gutes Jahr. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im Jahr 2023 zwar auf 4,19 Billionen Euro, allerdings sank das reale Bruttoinlandsprodukt um 0,3% gegenüber dem Vorjahr.

Hohe Energiekosten, stetig steigende bürokratische Anforderungen, Inflation, Preissteigerungen, europäische Zinspolitik und Personalmangel prägen und belasten die Gesamtwirtschaft. Eine erhebliche Anzahl von produzierenden Unternehmen denkt über die Verlagerung von Produktionsstätten ins Ausland nach und hohe Zinsen hemmen Immobilienwachstum und Investitionen. (Quelle: destatis.de)

Entwicklung der Branche

Aktuell wird die Nachfrage durch Unsicherheiten seitens der Kundschaft gedämpft. Die aktuellen politischen Diskussionen schließen kein Szenario aus und es bleibt offen, welche Antriebssysteme innerhalb der EU zukunftsfähig bleiben. Der Elektroautomarkt wächst innerhalb Deutschlands noch, allerdings entwickelt er nicht das erhoffte Potential, so dass abzusehen bleibt, dass noch lange verschiedene Antriebssystem im Markt bleiben werden. Die Lieferbarkeit hat sich seitens des Herstellers im Gegensatz zum vergangenen Jahr erhöht, aber die Nachfrage bleibt gedämpft. Vor allem die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen ist geringer als erwartet.

Die Zulassungsstatistik zeigte für Neufahrzeugzulassungen im abgeschlossenen Kalenderjahr und zwei Vorjahren folgende Entwicklung (Quelle: KBA):

Jahr 2021: Gesamt: 2.622.132 VW: 489.962 Marktanteil: 18,70 %

Jahr 2022: Gesamt: 2.651.357 VW: 480.967 Marktanteil: 18,10 %

Jahr 2023: Gesamt: 2.844.609 VW: 519.089 Marktanteil: 18,20 %

Das Kraftfahrtbundesamt kommentiert die Entwicklung der PKW-Neuzulassungen 2023 wie folgt:

"Im Jahr 2023 wurden rund 3,7 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen. Dies entsprach einer Zunahme um +5,5 Prozent. 2.844.609 Personenkraftwagen (Pkw) wiesen gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von +7,3 Prozent auf. Knapp die Hälfte aller Pkw (1.379.260/48,5 %) waren mit einem alternativen Antrieb ausgestattet. Batterieelektrische Pkw (BEV) nahmen um +11,4 Prozent zu, Plug-in-Hybride waren mit -51,5 Prozent rückläufig.

Pkw mit einem CO 2 -Ausstoß von 121 bis 160 g CO 2 pro km erreichten einen Anteil von 43,5 Prozent (2022: 38,3 %). Hier wurden 1.237.203 Pkw neu zugelassen. Dies entsprach einem Anstieg von +21,7 Prozent. Der durchschnittliche CO 2 -Ausstoß stieg um +4,9 Prozent auf 114,9 g/km (2022: 109,6 g/km).

Fast jeder Dritte neu zugelassene Pkw (30,1 %) war dem Segment der SUVs zuzuordnen. Rund 1,9 Millionen Pkw (67,1 %) wurden gewerblich zugelassen."

Die Besitzumschreibungen entwickelten sich im Trend von drei Jahren wie folgt (Quelle KBA):

Jahr 2021: Gesamt: 6.703.245 VW: 1.376.872 Marktanteil: 20,5 %

Jahr 2022: Gesamt: 5.641.516 VW: 1.164.202 Marktanteil: 20,6 %

Jahr 2023: Gesamt: 6.030.874 VW: 1.260.287 Marktanteil: 20,9 %

Die Besitzumschreibungen kommentierte das Kraftfahrtbundesamt wie folgt:

"Nach einem Rückgang im Jahr 2022 (-14,1 %) stieg die Anzahl der Besitzumschreibungen von Kraftfahrzeugen (Kfz) und Kfz-Anhängern im Jahr 2023 um +5,3 Prozent auf rund 7,4 Millionen. Die Besitzumschreibungen bei den Personenkraftwagen (Pkw) erhöhte sich um +6,9 Prozent auf rund 6,0 Millionen. Im Durchschnitt waren die Pkw dabei 10,2 Jahre alt. Die Lastkraftwagen wiesen mit 8,6 Jahren das niedrigste Durchschnittsalter auf.

60,1 Prozent aller Pkw, die im Jahr 2023 die Halterin oder den Halter wechselten, hatten einen Benzinantrieb. Die Anzahl der Plug-in-Hybride (96.873) stieg gegenüber dem Vorjahr um +45,4 Prozent. Die Anzahl der gewerblichen Umschreibungen bewegte sich mit rund 400.000 auf Vorjahresniveau."

Situation der Autohaus Härtel GmbH

Im Jahr 2023 hatten wir einen Anstieg bei den ausgelieferten Gebrauchtwagen um 4,6 % auf insgesamt 1.749 Fahrzeuge. Ebenfalls hatten wir im Neuwagengeschäft bei den Auslieferungen eine Steigerung von 5,13 % auf insgesamt 328 Fahrzeuge. Die durchschnittliche Standzeit von Gebrauchtwagen ist auf insgesamt 117 Tage angestiegen.

Im Kundendienst ist der Bruttoertrag um 10,77% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Im Teiledienst wies der Bruttoertrag einen Anstieg um 7,27% gegenüber dem Vorjahr aus.

Das Jahresergebnis im Teilegeschäft konnte sich im Vergleich zum Vorjahr um ?TEUR 40,6 verbessern.

Im Servicegeschäft wiederum hat sich das Ergebnis um ?TEUR 124,3 gesteigert. Das Servicegeschäft hatte das ganze Jahr über eine gute Auslastung.

Es bestanden Engpässe in der Fahrzeugaufbereitung, die zu Verzögerungen bei der Vermarktung von Fahrzeugen und zu teils sehr hohen Standzeiten geführt haben. Dies führte zu einem Margeneinbruch, der zudem eine entsprechende Risikovorsorge für den Gebrauchtwagenbestand zum Jahresende erforderlich machte.

Einschätzung der Unternehmensleitung

Mit dem Jahresfehlbetrag von TEUR 1.085,3 trotz Umsatzanstiegs von TEUR 2.664,7 wurde die ausgeglichene Ergebniserwartung für das Jahr 2023 deutlich verfehlt. Die Geschäftsentwicklung der Autohaus Härtel GmbH war insgesamt äußerst unbefriedigend.

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Autohaus Härtel GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt entwickelt:

1. Ertragslage

2022 2023 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Rohergebnis 8.560 7.454 -1.107 -12,9
Personaleinsatz -5.259 -5.363 -104 2,0
Abschreibungen -474 -534 -60 12,7
Grundstückskosten -940 -883 56 -6,0
Kosten Warenabgabe -365 -289 76 -20,8
Werbekosten -357 -424 -67 18,9
Sonstiger Betriebsaufwand -817 -782 35 -4,3
Betriebsergebnis 349 -822 -1.170 -335,6
Zinsergebnis -58 -310 -253 439,4
Ergebnis vor Steuern 291 -1.132 -1.423 -488,8
Ertragssteuern -61 46 107 -175,4
Jahresergebnis 230 -1.086 -1.316 -571,8

Durch im Vergleich zu den Umsätzen überproportional gestiegene Materialaufwendungen hat sich das Rohergebnis im Vorjahresvergleich um Mio. Euro -1,1 auf Mio. Euro 7,5 verschlechtert.

Ursächlich sind vor allem die im Geschäftsjahr aufgrund gestiegener Standzeiten gesunkenen Margen im Gebrauchtwagenhandel, der weiterhin fast zwei Drittel der Gesamtumsätze der Gesellschaft ausmacht.

Insbesondere aufgrund einer leicht gestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl sind die Personalkosten im Vergleich zum Vorjahr um Mio. Euro 0,1 gestiegen.

Im Wesentlichen aufgrund der geänderten Herstellerfinanzierung hat sich das Zinsergebnis um Mio. Euro 0,3 verschlechtert.

Das Ergebnis vor Steuern hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr vor allem aufgrund dieser Effekte um Mio. Euro 1,4 verschlechtert.

2. Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf Mio. Euro 0,8 (Vorjahr: Mio. Euro -7,4).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf Mio. Euro -0,4 (Vorjahr: Mio. Euro -1,1).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf Mio. Euro 1,3 (Vorjahr: Mio. Euro 6,7).

Die Gesellschaft war im Jahr 2023 stets in der Lage, ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Soweit erforderlich, wurden Darlehen unserer Gesellschafterin genutzt.

3. Vermögenslage

Vermögenslage 2022 2023 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Sach- und Finanzanlagen 2.469 2.378 -91 -3,7
Vorräte 17.369 16.827 -541 -3,1
Forderungen Lieferungen und Leist. 1.828 1.721 -107 -5,8
Übrige Forderungen 797 706 -91 -11,4
Flüssige Mittel 567 1.060 493 87,1
23.029 22.692 -337 -1,5

An der Bilanzsumme hat unser Anlagevermögen zum 31. Dezember 2023 einen Anteil von 10,5 %.

Das Vorratsvermögen beinhaltet insbesondere den Fahrzeugbestand und hat mit 74,2 % den größten Anteil am Gesamtvermögen. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr resultiert vor allem aus einem gesunkenen Bestand an Gebrauchwagen zum Bilanzstichtag.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen leicht über dem Vorjahresniveau.

Kapital 2022 2023 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital 11.557 10.472 -1.085 -9,4
Kurzfristige Rückstellungen 588 559 -30 -5,0
Kurzfristige Bankdarlehen 5.015 4.415 -600 >100,0
Kurzfristige Finanz. Gesellschafter 3.821 6.081 2.260 >100,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen 1.592 412 -1.179 -74,1
Sonstige Verbindlichkeiten und PRAP 455 753 298 65,4
23.029 22.692 -337 -1,5

Die Kapitalstruktur ist durch einen Anteil vom Eigenkapital an der Bilanzsumme von 46,1 % gekennzeichnet.

Das Eigenkapital deckt mit TEUR 10.472,1 das Anlagevermögen jetzt zu 440,4 %.

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Preise für Gebrauchtwagen sind ab Mitte des Jahres deutlich gesunken, was sich negativ auf die prognostizierten Margen des Fahrzeugbestandes auswirkt. Dem gegenüber ist, so wie auch schon im Jahr zuvor, der europäische Leitzins weiter gestiegen, was sich wiederum negativ auf die Nachfrage auswirkt.

Der Umweltbonus für Elektrofahrzeuge wurde Anfang des Jahres gestoppt und in Folge dessen ist die Nachfrage für Elektroautos eingebrochen. Außerdem ist seitens der Kundschaft eine große Verunsicherung bezüglich der Wahl eines zukunftsfähigen Antriebs zu spüren. Das Jahr 2023 war im Autohaus Härtel außerdem geprägt von Personalmangel.

Der Markt für Gebrauchtfahrzeuge ist äußerst dynamisch und erfordert ständige Anpassungen und Marktbeobachtung. Aber auch das Marktumfeld des Neuwagenverkaufes bleibt, wie in den letzten Jahren anspruchsvoll, da ein sehr großer Konkurrenzdruck zu anderen Marktteilnehmern herrscht. Die Auslastung der Werkstatt das ganze Jahr über sehr hoch, und auch in näherer Zukunft rechnen wir mit keinem signifikanten Rückgang der Auslastung.

Die Geschäftsentwicklung insgesamt bleibt daher weiterhin nur schwer einzuschätzen.

C. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken

Wie auch die letzten Jahre befindet sich die Kfz-Branche in einem Umbruch. Neue Antriebe haben den Markt verändert, allerdings ist der Umstieg auf Elektromobilität in Deutschland ins Stocken gekommen, unter anderem weil staatliche Förderungen ausgesetzt wurden. Aber auch wenn die gesetzten Ziele nicht eingehalten werden konnten, war das Jahr 2023 für die Elektroautobranche ein Rekordjahr. Mehr als 500.000 Elektroautos wurden zugelassen. Die deutschen Hersteller konnten im Gesamtmarkt aufholen. Die Modelle Volkswagen ID.3, ID.4 und ID.5 sind jeweils in den Top-5 der meistverkauften Elektrofahrzeugen 2023.

Das Geschäft mit jungen Gebrauchtwagen und angekauften Leasingrückläufern, dass in den vergangenen Jahren eine tragende Säule unseres Ertrages war, stand 2023 weiterhin unter Druck. Der Neuwagenvertrieb ist schon seit längerem unter hohem Konkurrenzdruck, auch bedingt durch Internetplattformen und weitere nicht organisationsgebundene Händler.

Folgende Risiken sehen wir ebenfalls für den Kraftfahrzeughandel:

• Verschlechterung der Modellstruktur des vertretenen Herstellers

• Veränderungen in der Vertriebsorganisation, insbesondere bei Elektrofahrzeugen

• Einschränkungen der Fahrzeugnutzung durch politische Vorgaben

• Verschlechterung der Kostenstruktur im Vertriebsgeschäft durch höheren Beratungsbedarf und höhere Energiekosten

• Reduktion der Werkstattauslastung durch neue Antriebstechnik bzw. durch vermehrte Steuerung der Fahrzeugversicherer

• Marktveränderung durch Miet- bzw. Carsharing-Systeme

• Nicht vollständig auszuschöpfender Markt und gehemmte Prozesse durch fehlende Mitarbeiter

• Fehlende Planungssicherheit durch sich ständig verändernde Rahmenbedingungen aufgrund von politischen Vorgaben

• Konkurrenzdruck durch ausländische Importeuere, insbesondere im Bereich der vollelektrisch angetriebenen Fahrzeuge

Mit den nachfolgenden Planungen sehen wir uns gut auf eventuelle Risiken vorbereitet:

Auf die Modell- und Angebotsstruktur unseres Herstellers und die vorgegebene Vertriebsstruktur haben wir keinen Einfluss. Allerdings sehen wir im Bereich des Gebrauchtwagenhandels noch Potential, diesen Geschäftszweig zu optimieren und darüber stabile Erträge zu generieren. Ebenso bleibt die Erschließung neuer Märkte und Lieferanten eine wichtige Aufgabe.

Außerdem wurden zusätzliche Maßnahmen beschlossen, um die Gebrauchtwagenerträge zu erhöhen.

Durch individuelle Kosteneinsparungen können wir die durchschnittlichen Kosten für die Fahrzeugverkaufsabwicklung senken, des Weiteren werden die Systeme zur Gebrauchtwagenpreisanalyse verbessert.

Das Geschäft im Internet wird von uns seit vielen Jahren in den verschiedensten Absatzkanälen betrieben, aber es bleibt ständig im Wandel, neue Plattformen erweitern den Markt. Aber auch auf technischer Seite ist viel Anpassungsdruck vorhanden. Ständig verändernde Möglichkeiten und Vorgaben erfordern ein fortlaufendes Anpassen an die Vertriebsplattformen. Diesen Bereich haben wir stärker in den Fokus genommen und erweitern dort die Personalstärke.

Der Fahrzeugmarkt ist durch das Internet sehr schnelllebig geworden. Einen großen Fahrzeugbestand kann man nur erfolgreich führen, wenn man modernste Software einsetzt um diesen im Blick zu behalten und zu analysieren. Ebenfalls ist es wichtig, die dabei gewonnenen Kenntnisse umgehend in die Umsetzung zu bringen. In diesem Bereich sehen wir unser Unternehmen gut aufgestellt, sehen aber für die Zukunft auch weitere Potentiale, die wir nutzen wollen auch, um durch eine Reduzierung der Standzeiten positive Effekte auf die Verkaufsmargen zu generieren.

Ferner sichern wir schon seit Jahren Rücknahmeverpflichtungen bei Leasinggeschäften durch Restwertsicherungsmodelle ab.

Die Vertriebsverträge mit der Volkswagen AG unterliegen gewissen Anpassungen im Zeitablauf. Diese erfolgen im Hinblick auf geänderte Marktbedingungen, die stark mit der sich schnell entwickelnden Digitalisierung zusammenhängen und erfordern eine stabile und flexible Liquiditätssituation. Aus diesem Grund betreiben wir eine aktive Liquiditätsplanung, die beim Kauf von Ware ein exaktes und aktuelles Abbild der verfügbaren Mittel darstellen kann und zusätzlich Obergrenzen definiert.

Mit seiner Eigenkapitalquote von 46,1 % ist das Unternehmen nach wie vor sehr gut kapitalisiert. Somit ist die Abhängigkeit von eventuell weiter steigenden Zinssätzen nur gering gegeben. Die sonstige Finanzierung des Unternehmens ist durch ausreichende Kreditlinien stets gesichert, wobei auch unsere Gesellschafterin mit einem zusätzlichen Kreditvolumen zur Verfügung steht.

Die Bereitstellung aller geschäftlichen Räumlichkeiten erfolgt durch unsere Gesellschafterin, die Härtel GmbH & Co. KG, Automobile. Alle notwendigen gebäudetechnischen Maßnahmen werden zeitnah in enger Abstimmung mit der Vermieterin kostengünstig durchgeführt.

Auf die Verbesserung der Fahrzeugqualität und auf den Einsatz neuer Techniken haben wir keinen Einfluss. Dies kann zu einer Reduzierung der Wartungsarbeiten und vor allem der Garantiereparaturen führen. Allerdings ist die Chance der Markenwerkstätten, bei zunehmend anspruchsvollerer Fahrzeugtechnik gegenüber dem freien Reparaturmarkt weiterhin gegeben. Allerdings besteht auch hier die Notwendigkeit, unsere Kostenstrukturen deutlich im Griff zu behalten.

Carsharing, Kurzmiet- und Leasingmodelle werden den Markt in Zukunft ebenfalls verändern. Den Carsharing Bereich werden die Fahrzeughersteller abdecken wollen, allerdings sehen wir bei Kurzmieten und Leasingverträgen auch für Gebrauchtfahrzeuge noch Chancen für uns.

Der Markt bleibt auch in Zukunft von äußeren Einwirkungen beeinflusst. Der Ukraine-Krieg hat sich negativ auf die Kosten, vor allem im Bereich Energie ausgewirkt. Die aktuellen Unsicherheiten der Kundschaft auf die richtige Wahl eines zukunftsfähigen Antriebssystems sorgt insgesamt für zögerliche Nachfrage. Es ist aktuell nicht klar ersichtlich, welche Antriebe innerhalb der EU in Zukunft noch zugelassen werden. Die aktuelle europäische Zinspolitik sorgt außerdem für deutlich höhere Finanzdienstleistungsraten, was die Nachfrage zusätzlich belastet.

Ein weiteres Risiko besteht in der Ausweitung von Marktanteilen ausländischer Marken. Gerade im Bereich der Elektromobilität drängen ausländische Importeure auf den Markt, die im Gegensatz zu den deutschen Herstellern von deutlich günstigeren Kostenstrukturen profitieren und über höhere Kompetenz im Bereich der Softwareentwicklung verfügen. Im Hinblick auf das Preis-/Leistungsverhältnis ist es denkbar, dass sich diese Importeure in den nächsten Jahren mehr Marktanteile sichern können.

Vor dem Hintergrund dieser Einschätzung erwarten wir, trotz dem auch im Jahr 2024 weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld, unsere Umsatzerlöse um 10-15 % steigern und ein deutlich verbessertes Jahresergebnis erzielen zu können.

D. Verwendung von Finanzinstrumenten

Dem Risiko von Fahrzeugrücknahmen aus Leasingverträgen begegnet die Autohaus Härtel GmbH mit der Inanspruchnahme der Restwertsicherungsmodelle des Herstellers. Damit wird das Risiko aus sich verändernden Restwerten bei festen Rücknahmewerten auf den Hersteller verlagert bzw. in seinem Umfang begrenzt. Es handelt sich um einen Micro-Hedge auf Ebene der einzelnen Leasingfahrzeuge. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wurde prospektiv mithilfe der critical terms match-Methode ermittelt.

 

Osnabrück, den 30. Oktober 2024

gez. Richard Härtel

gez. Henning Härtel

gez. Martin Graeß

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.377.607,83 2.469.098,83
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.677,00 582,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 2.677,00 582,00
II. Sachanlagen 2.368.837,00 2.462.423,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.368.837,00 2.462.423,00
III. Finanzanlagen 6.093,83 6.093,83
1. Beteiligungen 6.093,83 6.093,83
B. Umlaufvermögen 20.314.147,74 20.559.712,14
I. Vorräte 16.827.256,30 17.368.668,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.427.027,72 2.624.423,25
1. sonstige Vermögensgegenstände 2.427.027,72 2.624.423,25
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 249.416,62 259.613,81
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.059.863,72 566.620,05
Bilanzsumme, Summe Aktiva 22.691.755,57 23.028.810,97

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 10.472.084,76 11.557.342,29
I. gezeichnetes Kapital 460.162,69 460.162,69
II. Bilanzgewinn 10.011.922,07 11.097.179,60
davon Gewinnvortrag 11.097.179,60 10.867.339,55
B. Rückstellungen 558.530,53 588.044,53
C. Verbindlichkeiten 11.639.905,60 10.861.494,98
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.414.837,70 5.015.119,60
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.414.837,70 5.015.119,60
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 454.970,57 213.974,18
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 454.970,57 213.974,18
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 412.228,83 1.591.684,08
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 412.228,83 1.591.684,08
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.081.172,11 3.821.451,01
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.081.172,11 3.821.451,01
5. sonstige Verbindlichkeiten 276.696,39 219.266,11
davon aus Steuern 40.019,27 41.957,14
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 2.862,35 3.651,83
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 165.877,65 109.291,33
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 110.818,74 109.974,78
D. Rechnungsabgrenzungsposten 21.234,68 21.929,17
Bilanzsumme, Summe Passiva 22.691.755,57 23.028.810,97

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.453.561,97 8.560.390,69
2. Personalaufwand 5.363.022,61 5.259.332,60
a) Löhne und Gehälter 4.298.221,71 4.342.386,95
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.064.800,90 916.945,65
davon für Altersversorgung 71.790,38 76.732,03
3. Abschreibungen 533.596,65 473.624,72
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 533.596,65 473.624,72
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.349.991,29 2.449.760,87
5. Erträge aus Beteiligungen 393,29 390,25
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26.829,76 25.854,73
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 337.273,34 83.412,90
davon an verbundene Unternehmen 181.993,00 51.911,00
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag -46.025,43 61.007,21
9. Ergebnis nach Steuern -1.057.073,44 259.497,37
10. sonstige Steuern 28.184,09 29.657,32
Jahresfehlbetrag 1.085.257,53 -229.840,05

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresfehlbetrag 1.085.257,53 -229.840,05
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 11.097.179,60 10.867.339,55
3. Bilanzgewinn 10.011.922,07 11.097.179,60

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie den ergänzenden Vorgaben im GmbHG aufgestellt.

Angaben zur registergerichtlichen Identifikation der Gesellschaft

Firmenname laut Registergericht: Autohaus Härtel GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Osnabrück
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Osnabrück
Register-Nr.: HRB 17030

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die wesentlichen Teile des Anlagevermögens werden in der Besitzgesellschaft, der Härtel GmbH & Co. KG, Automobile, geführt (siehe auch Gebäude- und Maschinenmiete in der Gewinn- und Verlustrechnung).

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer und dem tatsächlichen Werteverzehr vorgenommen. Sie orientieren sich an den amtlichen Abschreibungstabellen.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens werden zeitanteilig berechnet.

Beteiligungen des Finanzanlagevermögens wurden zu Anschaffungkosten bewertet.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Alle Fahrzeugbestände werden mit den Anschaffungskosten zuzüglich angefallener Reparaturaufwendungen bilanziert. Erforderliche Abwertungen zur Einhaltung des strengen Niederstwertprinzipes werden vorgenommen. Grundlage der Berechnung sind die im Folgejahr tatsächlich erzielten Verkaufspreise bzw. die zum Zeitpunkt der Aufstellung ausgezeichneten Verkaufspreise.

Die KFZ-Teile und das Zubehör werden nach dem gewogenen Durchschnitt gemäß § 240 Abs. 4 i.V.m.

§ 256 Satz 2 HGB mit durchschnittlichen Einstandspreisen bewertet.

Im Übrigen erfolgte eine Bewertung zum Einkaufspreis.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit den Nennwerten bilanziert. Für bekannte Einzelrisiken wird eine Wertberichtigung gebildet. Die pauschale Wertberichtigung wurde mit 0,5 % auf den Netto-Forderungsbestand ermittelt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden ebenfalls zu Nennwerten angesetzt.

Kassenbestand und Bankguthaben werden zu nominellen Werten angesetzt.

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 460.162,69 Euro.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dem Erfüllungsbetrag entspricht.

Die Gesellschaft ist Rücknahmeverpflichtungen für Leasingfahrzeuge aus dem operativen Fahrzeuggeschäft im Umfang von Mio. EUR 5,4 für Verträge bis 2027 ausgesetzt. Zur Absicherung dieser Risiken der zukünftigen Marktpreisentwicklung der Leasingfahrzeuge wurde das sogenannte Restwertmodell in Anspruch genommen. Gegen Vereinbarung eines gegenüber dem Rücknahmepreis des Händlers abgesenkten Kaufpreises wird in diesen Fällen bei Rücknahme des Fahrzeugs mittels eines Wertausgleiches oder durch tatsächliche Weiterlieferung das Risiko abgedeckt. Dabei handelt es sich um ein Mikro-Hedge. Die Teilnahme am Restwertmodell wird mit der Rücknahmeverpflichtung zu einer Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB zusammengefasst. Die zugrundeliegenden Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft stimmen vollständig überein, so dass mithilfe der critical terms match-Methode eine vollständige Effektivität ermittelt werden konnte. Die bilanzielle Abbildung erfolgte nach der Einfrierungsmethode.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben zur Bilanz

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

Finanzierungsmodelle der Volkswagen Bank GmbH haben die bisherige Valutierung der Volkswagen AG für Verbindlichkeiten aus gelieferten Fahrzeugen ersetzt. Dies führt zu einer Verschiebung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst.

Im Vorjahr unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesene erhaltene Anzahlungen wurden umgegliedert.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Härtel GmbH & Co. KG, Automobile.

Hinsichtlich der Darstellung der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf den folgenden Anlagenspiegel verwiesen:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
davon FK-Zinsen
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.379,67 3.055,00 0,00 8.230,00 0,00 20.204,67
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 25.379,67 3.055,00 0,00 8.230,00 0,00 20.204,67
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.528.711,62 1.958.739,54 0,00 1.923.347,97 0,00 3.564.103,19
Summe Sachanlagen 3.528.711,62 1.958.739,54 0,00 1.923.347,97 0,00 3.564.103,19
Finanzanlagen
Beteiligungen 6.093,83 0,00 0,00 0,00 0,00 6.093,83
Summe Finanzanlagen 6.093,83 0,00 0,00 0,00 0,00 6.093,83
Summe Anlagevermögen 3.560.185,12 1.961.794,54 0,00 1.931.577,97 0,00 3.590.401,69
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.797,67 959,00 0,00 8.229,00 0,00 17.527,67
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 24.797,67 959,00 0,00 8.229,00 0,00 17.527,67
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.066.288,62 532.637,65 0,00 403.660,08 0,00 1.195.266,19
Summe Sachanlagen 1.066.288,62 532.637,65 0,00 403.660,08 0,00 1.195.266,19
Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.091.086,29 533.596,65 0,00 411.889,08 0,00 1.212.793,86
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2.677,00 582,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2.677,00 582,00
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 2.368.837,00 2.462.423,00
Summe Sachanlagen 0,00 2.368.837,00 2.462.423,00
Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 6.093,83 6.093,83
Summe Finanzanlagen 0,00 6.093,83 6.093,83
Summe Anlagevermögen 0,00 2.377.607,83 2.469.098,83

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 249.416,6 Euro (Vorjahr: 259.613,8 Euro).

Die Bilanzaufstellung erfolgt nach Ergebnisverwendung. Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. Der Gewinnvortrag beträgt zum Bilanzstichtag nach Verrechnung des Jahresüberschusses des Vorjahres TEUR 11.097,2 (VJ: TEUR 10.867,3).

Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen mit TEUR 297,5 (VJ: TEUR 302,0) auf den Personalbereich, mit TEUR 95,7 (VJ: TEUR 80,0) auf Gewährleistungssachverhalte und, wie im Vorjahr, mit TEUR 90,0 auf Aufwendungen im Zusammenhang mit der Aufbewahrung von Unterlagen.

Angaben zu Restlaufzeiten und Sicherungsrechten

Von den Verbindlichkeiten haben TEUR 11.639,9 (Vorjahr: TEUR 10.861,5) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betreffen ausschließlich mit TEUR 110,8 (Vorjahr: TEUR 110,0) die sonstigen Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von über fünf Jahren bestehen nicht.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 4.414,8. Diese Verbindlichkeiten sind durch Sicherungsübereignung des KfZ-Bestandes sowie durch Globalzession der Forderungen durch den Darlehensgeber besichert.

Sonstige wesentliche finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus der Anmietung der Immobilien und Mobilien. Die Mietverpflichtung beträgt TEUR 754 und besteht im Rahmen der steuerlichen Betriebsaufspaltung gegenüber der Härtel GmbH & Co. KG, Automobile, die gleichzeitig Gesellschafterin und Verpachtungsgesellschaft ist. Fremdmieten und Leasingaufwendungen betragen TEUR 91 p.a.

4. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 89,5 Mitarbeiter im Sinne des § 285 Nr. 7 HGB. Davon waren durchschnittlich 9,75 Mitarbeiter im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung tätig.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Christian Härtel ausgeübter Beruf: Geschäftsführer Finanzen
Richard Härtel ausgeübter Beruf: Geschäftsführer Vertrieb Neufahrzeuge
Henning Härtel ausgeübter Beruf: Geschäftsführer Finanzen und IT
Martin Graeß ausgeübter Beruf: Geschäftsführer Gebrauchtfahrzeuge

Vergütungen der Geschäftsführer

Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden TEUR 321,4 gewährt.

 

Osnabrück, den 30. Oktober 2024

gez. Richard Härtel

gez. Henning Härtel

gez. Martin Graeß

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.10.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Autohaus Härtel GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Autohaus Härtel GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Autohaus Härtel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Münster, 30. Oktober 2024

gez. Ralf Scheipers, Wirtschaftsprüfer

Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Abschluss.

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