Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 29843
Vorher
Sellinghoff Health Solutions GmbHCleanpart Healthcare GmbH
Eingetragen
15.4.2009
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfErbringung von Dienstleistungen der diagnostischen Bildgebung
Gegenstand
Die Erbringung von Leistungen auf dem Gebiet der Aufbereitung von wieder verwendbaren Medizinprodukten; eingeschlossen sind die Reparatur von und der Handel mit medizinischen Instrumenten und Geräten sowie Beratungsleistungen im Bereich der Sterilgutversorgung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Cassandra Neukirchen
seit 18.11.2025
Prokura
Maria Marx
seit 18.11.2025
Prokura
Frank Ritter
seit 18.11.2025
Prokura
Mirco Michael Möller
seit 22.8.2025
Geschäftsführer
Stephan Sommer
seit 4.12.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
HERMED Technische Beratungs GmbH
Germany
100.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Instruclean GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

der Instruclean GmbH, Essen

(nachfolgend auch Instruclean genannt)

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Instruclean ist der führende, herstellerunabhängige Partner von Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen für die Aufbereitung von Medizinprodukten in Deutschland. Der Geschäftsbereich Medizinprodukteaufbereitung wird durch die zusätzlichen Leistungen Consulting, Training, Management, Infrastruktur und Kooperationsmodelle unterstützt und so eine reibungslose, effiziente und sichere Sterilgutversorgung bei den Kunden gewährleistet.

Die Instruclean realisiert seit mehr als 20 Jahren erfolgreich mit seinen Kunden partnerschaftliche und innovative Versorgungsmodelle zur Steigerung der Qualität und Effizienz in der Medizinprodukteaufbereitung.

Mit der eigenen Instruclean Akademie unterstützt die Gesellschaft die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter und stellt dieses Weiterbildungsangebot ihren Kunden sowie externen Interessenten innerhalb der Gesundheitswirtschaft zur Verfügung.

Ihre Leistungen erbringt die Instruclean auf Grundlage internationaler Qualitätsstandards nach DIN EN ISO 13485 und ist nach diesen Standards zertifiziert.

Die Instruclean ist innerhalb Deutschlands sowie mit ihrer 100%igen Tochtergesellschaft, der Instruclean Austria GmbH, in Österreich tätig ("Instruclean Austria").

Seit November 2017 gehört die Instruclean zur VAMED-Gruppe (nachfolgend VAMED). Als führender Partner im Gesundheitswesen ist VAMED darauf spezialisiert, die Infrastruktur von Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen zu planen, zu errichten, zu modernisieren und zu betreiben. VAMED hat aktuell in 98 Ländern bereits über 1.000 Projekte erfolgreich realisiert. 2022 betreute die VAMED im Dienstleistungsgeschäft über 840 Krankenhäuser mit rund 227.000 Betten weltweit.

2. Forschung und Entwicklung

Die Instruclean betreibt keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Allgemeines wirtschaftliches Umfeld in der Gesundheitswirtschaft

Die VAMED-Gruppe ist in Deutschland überwiegend im Auftrag von öffentlichen, privaten sowie freigemeinnützigen Krankenhäusern tätig und wird dadurch in unterschiedlicher Weise direkt und indirekt von deren wirtschaftlicher Lage tangiert.

Der allgemein hohe Kostendruck im Gesundheitswesen kann beispielsweise bei der technischen Betriebsführung die Krankenhäuser dazu motivieren, diese an externe Partner zu vergeben, die wie VAMED die entsprechenden Dienstleistungen effizienter und qualitativ hochwertiger erbringen können. Ob und wie schnell Ausschreibungen auf den Markt gebracht werden, kann zudem durch politische Entscheidungen und in Krisenzeiten stark beanspruchten Managementkapazitäten in den Krankenhäusern erheblich beeinflusst werden.

Der Krankenhausmarkt in Deutschland umfasste nach neuesten Daten des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2021 1.887 (2020: 1.903) Krankenhäuser, darunter 547 öffentliche, 607 frei-gemeinnützige und 733 private Einrichtungen (2020: 551 öffentliche, 620 frei-gemeinnützige und 732 private Einrichtungen). Die Gesamtzahl der aufgestellten Betten reduzierte sich 2021 weiter leicht auf 483.606 (2020: 487.783). 1

Im Jahr 2021 beliefen sich die Brutto-Gesamtkosten der Krankenhäuser nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf 126,9 Milliarden Euro (2020: 121,6 Milliarden Euro). Davon entfielen

77,6 Milliarden Euro auf Personal

davon wiederum 1,0 Milliarde Euro auf den technischen Dienst

47,5 Milliarden Euro auf Sachkosten

davon wiederum 5,1 Milliarden Euro auf Aufwendungen für ausgelagerte Leistungen ("Outsourcing"), wie sie VAMED erbringt. 2

Die wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser in Deutschland war im Jahr 2022 vor allem geprägt durch:

die Nachwirkungen der Corona-Krise (schleppende Rückkehr der Patientenzahlen bei gleichzeitigem Wegfall der Ausgleichszahlungen im zweiten Quartal),

stark steigende Preise insbesondere für Energie, aber auch für den medizinischen Bedarf, etwa Medikamente und Implantate sowie externe Dienstleister wie Wäscherei, Reinigung und lebensmittelbezogene Leistungen,

einen anhaltend hohen Fachkräftemangel bei medizinischen und pflegerischen Berufen.

Auf der Erlösseite schlugen die ausgelaufenen COVID-Ausgleichszahlungen bei weiterhin pandemischen Effekten und wachsendem Personalmangel negativ zu Buche. Gleichzeitig sorgten Inflation und Lieferengpässe sowie tarifliche Lohnerhöhungen für steigende Kosten, die kurzfristig kaum kompensiert werden konnten, weil das DRG-System diese erst mit großer zeitlicher Verzögerung berücksichtigt. 3 So stiegen die gesetzlich fixierten Preise, die die Krankenhäuser mit den Krankenkassen abrechnen können, 2022 nur um 2,3 Prozent - bei einer Inflationsrate von rund 10 Prozent. 2023 beläuft sich die festgelegte Preissteigerung auf 4,3 Prozent bei einer prognostizierten Inflation von über 8 Prozent. Dadurch entsteht in beiden Jahren nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft eine Erlös-Kosten-Lücke von deutlich über 15 Milliarden Euro. 4

Nur wenige Krankenhäuser konnten die Kostensteigerungen aus den regelhaften Erlösen finanzieren. Ein Rückgriff auf Rücklagen war ebenfalls vielfach nicht möglich, weil 87 Prozent der Häuser in den vergangenen zwei Jahren nicht in der Lage waren, diese in ausreichendem Maße zu bilden. Daher war die Liquiditätssituation der Krankenhäuser sehr angespannt: 39 Prozent der Krankenhäuser beurteilten ihre Liquidität als kritisch. 5

Um zumindest die gestiegenen Gas- und Stromkosten auszugleichen, hat der Bundestag am 20. Dezember 2022 Hilfszahlungen für die Krankenhäuser beschlossen. Diese Hilfszahlungen sollen rückwirkend zum 1. Oktober 2022 bis zum 30. April 2024 ausgezahlt werden. Bis zum 17. Januar 2023 will der Bund über die Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds für die Unterstützung der Krankenhäuser 4,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellen und bis zum 16. Januar 2024 weitere 1,5 Milliarden Euro. 6

Gleichzeitig zu den steigenden Preisen führte der Fachkräftemangel insbesondere in der Pflege dazu, dass bundesweit tausende Betten nicht belegt werden können. 7

Unter diesen Bedingungen gelang es laut der Roland Berger Krankenhausstudie 2022 nur noch einer Minderheit der Einrichtungen, in der Patientenversorgung mindestens kostendeckend zu arbeiten. Lediglich bei den Häusern privater Träger erwarteten 80 Prozent einen Überschuss oder ein ausgeglichenes Ergebnis. In den Häusern öffentlich-rechtlicher Träger rechneten dagegen 90 Prozent für 2022 mit einem Defizit. Insgesamt stellten sich 62 Prozent der Krankenhäuser auf eine Verschlechterung ihrer Liquidität ein, das sind 13 Prozentpunkte mehr als noch im Vorjahr.

Die in der Roland Berger Krankenhausstudie 2022 befragten Krankenhausleiter erwarten in nächster Zeit eine zunehmende Dynamik bei der Konsolidierung. Fast zwei Drittel der Befragten rechnen außerdem damit, dass es zu Schließungen kommen wird. Ein anderer langjähriger Trend scheint dagegen gebrochen: Von einer weiteren Privatisierung geht praktisch keiner der Befragten aus.

Neben der wirtschaftlichen Situation bereitet den Führungskräften der Krankenhäuser laut Roland Berger der Fachkräftemangel immer größere Sorgen. Das Thema Ambulantisierung wird aufgrund der personellen und regulatorischen Einschränkungen im stationären Bereich in den nächsten fünf Jahren entscheidend für die strategische Positionierung sein. Im Bereich ökologische Nachhaltigkeit wären viele Kliniken gerne weiter, als sie sind. Als wichtigste Ursachen für den Rückstand werden Kosten und fehlende finanzielle Anreize in den Krankenhausfinanzierungssystemen genannt. 8

Wegen der schwierigen finanziellen Situation vieler Krankenhäuser hat das Bundesministerium für Gesundheit im Dezember 2022 eine umfassende Reform der Krankenhausfinanzierung angekündigt. Diese wird demnach künftig nicht mehr ausschließlich über Fallpauschalen erfolgen. Stattdessen soll ein fester Betrag die Vorhaltekosten abdecken. Hierzu sollen die Krankenhäuser in drei verschiedene Versorgungsstufen eingeteilt werden, innerhalb der einheitliche Mindestvoraussetzungen gelten. Damit würden erstmals einheitliche Standards für die apparative, räumliche und personelle Ausstattung gelten. 9 Wann die Reform umgesetzt wird und inwieweit sie sich entlastend auf die Krankenhaussektor auswirken wird, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen.

Der anhaltend hohe Kostendruck im Gesundheitswesen wird VAMED auch künftig Chancen bieten: Mit ihren Dienstleistungen in den Bereichen Medizintechnik, Krankenhausbetriebstechnik, IT und Sterilgutversorgung kann sie wesentlich dazu beitragen, den technischen Betrieb von Krankenhäusern effizienter zu gestalten. Je nach Bedarf des einzelnen Krankenhauses bietet VAMED ihre technischen Dienstleistungen in unterschiedlichen Modulen an. Diese setzen sich in der Endstufe zu komplexen Verfügbarkeitsmodellen zusammen, in die auch VAMED-Leistungen aus den Bereichen Planung, Errichtung und Finanzierungskonzeption einfließen. Angesichts der unverändert knappen Investitionsmittel im Krankenhausbereich (siehe folgendes Kapitel) rechnet VAMED mit einer steigenden Nachfrage nach solchen technischen Betreibermodellen, die auch die Erneuerung der technischen Ausstattung und bei Bedarf auch deren Finanzierung umfassen.

Die vorgenannte Marktentwicklung bietet der Instruclean als führendem Anbieter von Sterilgutversorgungsdienstleistungen für dieses Kundensegment gute Entwicklungsmöglichkeiten. So sind fachspezifische Betriebsführungs-, Management- und Beratungsdienstleistungen weiterhin gefragt, jedoch ist eine deutlich verstärkte Tendenz zu komplexeren Modellen - entweder als Inhouse-Lösung, im Rahmen von Organschaften/ beteiligten Dienstleistungsgesellschaften oder im Rahmen externer Sterilgutaufbereitung über Versorgungszentren - zu erkennen.

Insbesondere besteht seitens der Kunden die Nachfrage nach investiven Komponenten in der Sterilgutaufbereitung. Dies bezieht sich im Besonderen auf Finanzierungslösungen für die zur Aufbereitung benötigte Medizintechnik (Reinigungs- und Desinfektionsmaschinen, Sterilisatoren etc.) und/oder bauliche Leistungen (Gebäudeneu- und -umbauten). Die beschriebenen Konzentrationen/Zusammenschlüsse/(Zweck-)Verbünde auf der Kundenseite führen dabei zu deutlich steigenden Projektdimensionen bei wachsenden Vorlaufzeiten und oft auch zu einer zunehmenden Professionalisierung im Hinblick auf das Dienstleistungscontracting.

Die beschriebenen Betreibermodelle gehen mit der Tendenz zu einer engen, langfristigen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Krankenhaus und der Instruclean einher.

Anstelle isolierter Problemlösungen tritt ein Gesamtkonzept, das den Dienstleister als eng verbundenen Teil der prozessualen Wertschöpfungskette des Krankenhauses mit hoher Verantwortung für die Ergebnisqualität begreift. Die dargestellte - und aus Sicht der Instruclean positiv zu bewertende - grundsätzliche Entwicklung des Geschäftsfeldes fokussiert jedoch auch deutlich die zentralen Erfolgsfaktoren des Dienstleisters: Hohe fachliche Qualität der angebotenen Leistung, Beherrschung der Prozessorganisation, finanzielle Stabilität und Bereitschaft zu umfassendem Kapitaleinsatz sowie Know-how, Loyalität und Unternehmensidentifikation der Mitarbeiter.

Diese Situation wird durch die Einbindung der Instruclean in die VAMED-Leistungsgemeinschaft - als führendem Anbieter für Projekte und Dienstleistung für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen - stark unterstützt. Hierzu gehört auch die Weiterentwicklung der unternehmenseigenen Instruclean Ausbildungsakademie durch die Integration im VAMED länderübergreifenden Aus- und Weiterbildungsbereich.

Die in den letzten Jahren begonnene Fokussierung auf die Bereiche der Automatisierung und Digitalisierung innerhalb der Sterilgutaufbereitung, wird auch zukünftig ein wesentlicher Faktor sein, um mögliche Potenziale im operativen Workflow zu generieren.

2. Geschäftsverlauf 2022

Das Geschäftsjahr 2022 war geprägt durch die weiterhin präsente Corona-Krise und den seit Ende Februar 2022 andauernden Krieg in der Ukraine. Beide Faktoren führten zu Lieferengpässen und steigenden Energie- und Erzeugerpreisen, die auch das Geschäft der Instruclean betrafen. Die Anzahl der Operationen in den Krankenhäusern unserer Kunden erreichte in 2022 weiterhin nicht das Vor-Corona-Niveau von 2019. Trotz dieser erschwerten Rahmenbedingungen konnte der Vorjahresumsatz deutlich übertroffen und damit ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2022 erzielt werden. Die Marge lag nur leicht unter dem Vorjahresniveau.

Aufträge

Im Geschäftsjahr 2022 konnten im Geschäftsbereich Medizinprodukteaufbereitung verschiedene Neuaufträge zur weiteren Auslastung bestehender Produktionseinrichtungen erfolgreich akquiriert werden. Hierzu zählen insbesondere nachfolgende Projekte:

Management und Leitung der Sterilgutaufbereitung einer Universitätsklinik in Nordrhein-Westfalen

Umfassender AEMP-Beratungsauftrag einer Klinik in Niedersachsen

Mit Bestandskunden aus Bayern, Berlin und Hessen konnte erfolgreich eine meist mehrjährige Vertragsverlängerung vereinbart werden.

Des Weiteren wurde im Jahr 2022 der Bau für das Projekt ANIS-ANregiomed-Instruclean-Services GmbH, Ansbach, eine langfristige Kooperation zwischen dem ANregiomed Klinikverbund und der Instruclean, fertiggestellt. Hierbei übernahm das Konzernunternehmen VAMED Deutschland Holding GmbH, Berlin, die Planung und Errichtung einer zentralisierten AEMP (Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte), die nun von der Instruclean im Rahmen einer Erstvertragslaufzeit bis mindestens 31.12.2029 betrieben wird.

Hohe, deutschlandweite Nachfrage und stetiges Wachstum verzeichnet die Instruclean im Bereich der (Sonder-)Medizinprodukteaufbereitung für daVinci-OP-Roboter-Zubehör, Spezial-Optiken und flexible Endoskope, auf den sich die AEMP Eschweiler spezialisiert hat.

An diesem Standort wird derzeit ebenfalls die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der OLYMPUS-Gruppe für die Aufbereitung ihrer im Rahmen von Fortbildungen/Vorführungen/Reparatur-Ausleihungen genutzten Medizinprodukte weiter ausgebaut.

Personal und Ausbildung

Die Geschäftsführung der Instruclean wirkt dem Risiko einer möglichen Limitierung des Unternehmenswachstums durch einen Mangel an qualifiziertem Fachpersonal über Maßnahmen auf mehreren Ebenen entgegen. Neben der Weiterentwicklung der Vergütungs- und Arbeitskonditionen steht die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter dabei im Vordergrund. Die unternehmenseigene Instruclean Akademie bietet dazu über ein breites Portfolio an Lehrgängen optimale Möglichkeiten, sowohl fachbezogenes als auch übergreifendes Wissen zu erwerben bzw. zu vertiefen und so die Grundlagen für eine berufliche Entwicklung der Mitarbeiter zu schaffen.

Durch den Aufbau des flexiblen Mitarbeiterpools (Task Force) konnte die Instruclean ihre Handlungsfähigkeit bei unvorhergesehenen Personalengpässen oder bei kurzfristigen Leistungserweiterungen deutlich verbessern. Aufgrund des bundesweiten Fachkräftemangels im Bereich der Sterilgutaufbereitung verzeichnet die Instruclean ebenfalls starkes Interesse von Externen, die Leistungen der Task Force im Wege der Arbeitnehmerüberlassung in Anspruch zu nehmen.

Tochtergesellschaft

Bei der Instruclean Austria GmbH als 100%ige Tochter der Instruclean wird in 2023 mit einer innerörtlichen Verlagerung des Produktionsstandortes Salzburg die Grundlage für die weitere langfristige Zusammenarbeit im Bereich der Vollversorgung mit aufbereiteten Medizinprodukten mit dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder zu Salzburg geschaffen. Die Gesellschaft wird den weiteren Ausbau ihrer Dienstleistungen in Österreich forcieren.

Zusammenfassung

Durch das organische Wachstum und die umfangreichen Akquisitionsbemühungen sowie die steigende Anzahl von Betriebsstätten wird die Instruclean ihre Marktstellung innerhalb wie auch außerhalb Deutschlands weiter erfolgreich ausbauen. Hierzu wird sie auch auf die bestehenden Synergien und insbesondere auf die vorhandenen Erfahrungen ihrer Muttergesellschaft zurückgreifen können.

3. Vermögens, Finanz- und Ertragslage 2022

a) Ertragslage

Die Instruclean konnte das vorliegende Geschäftsjahr mit einem Umsatz in Höhe von 24.240 T€ (Vorjahr: 22.579 T€) erfolgreich abschließen. Gegenüber dem Vorjahr wurde damit ein Umsatzwachstum von 7,4% erzielt.

Bei den Umsatzerlösen entfallen 22.442 T€ auf den Bereich der Sterilgutaufbereitung, 909 T€ auf Beratungsleistungen, 358 T€ auf das Instrumentenmanagement sowie 532 T€ auf sonstige Erlöse. Der positiven Umsatzentwicklung im Bereich der Sterilgutaufbereitung (+2.794 T€) stehen damit Umsatzrückgänge im Instrumentenmanagement (-1.153 T€) gegenüber. Das entspricht der Entscheidung der Geschäftsführung vom Jahresanfang 2022, dass die Instruclean aus strategischen Gründen das Engagement im Geschäftsfeld Instrumentenmanagement beendet.

Das Umsatzwachstum im Geschäftsbereich Sterilgutaufbereitung ist im Wesentlichen auf einen Umsatz im ersten Geschäftsjahr am neuen Standort Ansbach und auf Umsatzsteigerungen durch den Neukunden Bethlehem Gesundheitszentrum Stolberg am Standort Eschweiler und die Auftragserweiterung bei den Kunden Klinikverbund Niederrhein und Ev. Bethesda Krankenhaus Duisburg am Standort Essen zurückzuführen.

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist im Jahre 2022 mit 1.275 T€ niedriger als im Vorjahr (1.518 T€). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) liegt mit 1.167 T€ unter dem des Vorjahres (1.253 T€); ebenfalls der Jahresüberschuss für 2022 (787 T€, Vorjahr: 833 T€). Auch wenn das ambitionierte Umsatzziel eines Wachstums von 10% nicht ganz getroffen wurde, so konnte trotzdem das Ergebnisziel bereinigt um Sondereffekte aus der Corona-Krise und den Folgen des Ukraine-Kriegs erreicht werden.

Die Kosten für Material und bezogene Leistungen erhöhten sich im Jahr 2022 durch gestiegene Material- und Energiekosten und den vermehrten Einsatz von Leiharbeitern um 1.260 T€ auf 6.100 T€ (Vorjahr: 4.840 T€). Die Relation zum Umsatz liegt mit 25% über dem Vorjahr (21%).

Die Personalkosten lagen mit 9.963 T€ erheblich über dem Vorjahr (9.013 T€), wobei auch die Personalkostenquote bezogen auf den Umsatz leicht gestiegen ist auf 41% (Vorjahr: 40%).

Die Abschreibungen sanken im Berichtszeitraum auf 1.357 T€ (Vorjahr: 1.610 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 6.000 T€ etwas unter dem Vorjahresniveau (6.019 T€). Die Relation zum Umsatz liegt dabei bei 25% (Vorjahr: 27%).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind in 2022 gleichbleibend bei 453 T€ (Vorjahr: 420 T€). Zusätzlich gab es einen einmaligen Ertrag aus Beteiligungen in Höhe von 98 T€.

Die Zinsaufwendungen überstiegen die Zinserträge im Jahr 2022 um 206 T€. Das Finanzergebnis hat sich damit gegenüber dem Vorjahresniveau (Vorjahr: -265 T€) verbessert.

b) Finanzlage

Ungeachtet der komplizierten Lage im Gesundheitswesen und der dadurch bedingten verschlechterten Zahlungsmoral der Auftraggeber der Instruclean waren im Berichtsjahr keine wesentlichen negativen Auswirkungen im Hinblick auf das Forderungsmanagement zu verzeichnen.

Die Mietkäufe sowie das von der VAMED Technical Services Deutschland GmbH zur Verfügung gestellte Darlehen zur Langfristfinanzierung wurden 2022 weiterhin planmäßig getilgt. Das Darlehen bei der Bayern LB konnte vollständig zurückgeführt werden (Stand zum 31.12.2021: 1.048 T€).

Zum 31.12.2022 valutierte die Darlehensausreichung an die Tochtergesellschaft Instruclean Austria mit 120 T€ (Vorjahr: 170 T€).

Die Geschäftsführung geht unverändert von einer gesicherten Finanzierung der Instruclean aus. Die Liquidität wird durch einen auch weiterhin gewährten mittelfristigen Kreditrahmen der Muttergesellschaft in Höhe von 2.000 T€ gesichert.

c) Vermögenslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden insgesamt 697 T€ (Vorjahr: 470 T€) in das Sachanlagevermögen, vorrangig in Mietereinbauten, medizintechnische Ausstattung sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung, sowie in Software investiert (CAPEX). Die Investitionen dienten sowohl als Ersatzinvestitionen für bestehende Anlagen als auch der Ausweitung der Aufbereitungskapazität.

Die Eigenkapitalquote ist zum Bilanzstichtag 31.12.2022 deutlich angestiegen auf 17% (Vorjahr: 13%).

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft wird überwiegend über die Kennzahlen Umsatzerlöse, Betriebsergebnis (EBIT) und Ergebnis vor Steuern (EBT) gesteuert. Zur Veränderung dieser Kennzahlen im Jahresvergleich siehe oben.

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Instruclean beschäftigte im Jahr 2022 durchschnittlich 227 Mitarbeiter (Vorjahr: 236), die mit ihren Leistungen, ihren Fähigkeiten und ihrem engagierten Einsatz erheblich zum Unternehmenserfolg beitragen. Im Durchschnitt waren 218 Mitarbeiter im Dienstleistungsgeschäft beschäftigt, während 9 Mitarbeiter in Vertrieb und Verwaltung tätig waren (Vorjahr: 227 und 9).

Qualitätssicherung und Risikomanagement werden innerhalb der Instruclean als gemeinsames Ziel gesehen. Die Qualitätssicherung und damit die Qualitätspolitik ist die Grundlage zur Minimierung bestehender und zukünftiger Risiken.

Die Dienstleistungen der Instruclean wurden 2022 nach der Qualitätsnorm DIN EN ISO 13485:2012 zertifiziert. Die jährlichen internen und externen Audits sind fester Bestandteil zur Ermittlung des aktuellen Qualitätsstandards und Maßstab für zukünftig einzuleitende Maßnahmen, um den kontinuierlich ansteigenden Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden.

Zur nachhaltigen Sicherstellung eines strukturierten Qualitätsmanagements wurde bereits 2018 begonnen, die in den bisherigen Gesellschaften existierenden QM-Systeme auf ihre Eignung in Bezug auf ein mögliches übergreifendes System zu evaluieren. Ziel ist es, ein einheitliches, effizientes und umfassendes Qualitätsmanagementsystem zu schaffen, welches in allen bisherigen und zukünftigen Projekten zur Anwendung kommt. In Abstimmung mit dem QM der VAMED wurde so ein "integriertes Qualitätsmanagement (iQM)" entwickelt. Dieses wird durch den Geschäftsbereich QM interaktiv in den Projekten eingeführt und ersetzt somit zunehmend die historischen QM Strukturen.

Das Qualitätsmanagement, das Wissensmanagement und die interne Kommunikation wurden zudem im Intranet zusammengeführt. Das Projekt fördert die standortübergreifende Zusammenarbeit sowie den Austausch unternehmens- sowie projektrelevanter Informationen, die jetzt transparenter zur Verfügung gestellt werden. Der Ausbau des Qualitätsmanagements und der internen Kommunikation wurde zum Jahresende durch eine Vernetzung im Intranet mit der VAMED verstärkt, so dass zukünftig eine standortübergreifende Informations- und Qualitätspolitik transparent für alle Mitarbeiter der Instruclean zur Verfügung steht.

III. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2023 ist ein Umsatzwachstum von ca. 10% und aufgrund der gestiegenen Energie- und Materialpreise eine verringerte Marge im einstelligen Bereich geplant.

Die Instruclean hat sich zum Ziel gesetzt, ihren Umsatz grundsätzlich kontinuierlich zu steigern und damit ihre Marktstellung auszubauen.

Hierzu wird sich die Instruclean neben dem verstärkten vertrieblichen Ausbau intensiv an Ausschreibungen im Krankenhaussektor bzw. auf dem Gesundheitsmarkt beteiligen.

Durch die enge Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft VAMED Technical Services Deutschland GmbH (vormals VAMED Management und Service GmbH Deutschland), Berlin, und deren Beteiligungsunternehmen können entsprechende Synergien genutzt und weitere einheitliche, kundenspezifische Systemlösungen inklusive individueller Finanzierungsmodelle aus einer Hand angeboten werden. Dadurch kann die Instruclean ihre Marktstellung verbessern und weitere Kunden hinzugewinnen. Dieser Know-how-Transfer zwischen Instruclean und VAMED wird auch in 2023 weiter zum Vorteil aller Gesellschaften erfolgreich fortgesetzt.

IV. CHANCEN- UND RISIKObericht

1. Risikobericht

Die Instruclean ist durch ihre unternehmerischen Aktivitäten auf dem Gesundheitsmarkt naturgemäß einer Reihe von Risiken ausgesetzt. Da der Gesundheitsmarkt in Deutschland eine hohe Eigendynamik aufweist und stark reglementiert wird, gestaltet sich eine sichere Planung schwierig.

Um die mit dem unternehmerischen Handeln verbundenen Risiken zu minimieren, betreibt die Instruclean ein Risikomanagementsystem, das integraler Bestandteil sämtlicher unternehmerischer Entscheidungen ist. Mit diesem werden potenzielle Risiken erfasst, analysiert und bewertet. In Kombination mit dem Controlling und der sorgfältigen Prüfung können negative Entwicklungen frühzeitig erkannt und diesen gegengesteuert werden. 2022 hat die Instruclean ihr effizientes Risikomanagementsystem in allen Geschäftsbereichen fortentwickelt und den speziellen Anforderungen im Gesundheitsmarkt weiter angepasst.

Um im Rahmen des Risikomanagements neben den strukturierten Instrumenten aus dem Bereich der Planung und Kontrolle auch Spontanmeldungen zu vermeintlichen Risiken zu erhalten, hat die Geschäftsführung entschieden, ein Critical Incident Reporting System (CIRS) einzuführen. Damit hat jeder einzelne Mitarbeiter die Möglichkeit, anonym und unabhängig von der Unternehmenshierarchie Probleme frühzeitig zu melden. In einem strukturierten Prozess werden die eingehenden Meldungen unter Einbeziehung von Führungskräften aller betroffenen Geschäftsbereiche daraufhin untersucht. Dadurch kann festgestellt werden, ob es sich um systematische Fehler handelt und welche Maßnahmen zur Optimierung der zugrunde liegenden Prozesse getroffen werden müssen.

Die wesentlichen Herausforderungen im Geschäftsfeld der Instruclean liegen klassischerweise in den Bereichen der Haftung für die Dienstleistungserbringung sowie in Investitionsrisiken.

Die Instruclean begegnet den Haftungsrisiken insbesondere durch sorgfältige und umfassende Mitarbeiterschulung sowie planmäßige und engmaschige Wartung/Instandhaltung der Produktionsanlagen und sichert das verbleibende Restrisiko entsprechend den am Versicherungsmarkt verfügbaren Deckungskonzepten ab. Da hier ausreichend Sicherheitsmaßnahmen etabliert sind, stuft die Instruclean das Gesamtrisiko als gering ein.

Die Investitionsrisiken hält die Instruclean ebenfalls für gering. Mit dem Ziel der Risikobegrenzung erfolgt neben umfassenden Bedarfsabschätzungen und Kapazitätsrechnungen, ein zur Fremdfinanzierung weitgehend fristenkongruentes Dienstleistungscontracting, die Ausschöpfung vorhandener Möglichkeiten der Eigenkapitalfinanzierung sowie die Nutzung geeigneter Leasingmodelle.

Zunehmend höheres Risikopotential sieht die Instruclean in der Verfügbarkeit gut qualifizierten und zu Führungsaufgaben befähigten Personals. Diesem wachstumsbegrenzenden Faktor wird durch intensive und professionelle Personalbeschaffung und -entwicklung begegnet, insbesondere im Rahmen der Instruclean Akademie.

Änderungen der Rechts- und Gesetzeslage sind besonders im Gesundheitswesen schwer vorhersehbar und können durchaus negative Auswirkungen auf die Höhe der Krankenhausbudgets haben. Dadurch können auch die Entwicklung der Geschäftstätigkeit sowie die finanzielle Situation der Gesellschaft maßgeblich beeinflusst werden. Um diesem möglichen Risiko gerecht zu werden, beobachtet und analysiert die Instruclean permanent die gesetzlichen Rahmenbedingungen, um bei Veränderungen zeitnah reagieren und die strategische Ausrichtung entsprechend anpassen zu können.

Ein weiteres mögliches Risiko ist die wettbewerbliche Situation, die sich aus Marktteilnehmern ergibt, deren Gesellschafter als Kliniken selbst in der Medizinprodukteaufbereitung tätig sind. Hier treten Kliniken als Dienstleistungsunternehmen für die Sekundär- und Tertiärleistungen sowohl hinsichtlich ihres eigenen Bedarfs, als auch als Drittanbieter auf. Das Bestreben hierbei ist oftmals, eine preisliche Situation zu schaffen, die einem Drittvergleich nur schwer standhalten kann. Dies führt zu einer Verschärfung des Wettbewerbs und zu einer entsprechenden Verdrängung. Im Rahmen einer permanenten Marktbeobachtung verfolgt die Instruclean die Strategien des Wettbewerbs aufmerksam und kann bei Bedarf schnell reagieren.

Risiken aus Finanzinstrumenten sind vornehmlich auf Bonitätsrisiken beschränkt und als gering einzustufen. Den möglichen Zahlungsverzögerungen und dem Ausfallrisiko von Forderungen wird durch ein sehr enges Forderungsmanagement Rechnung getragen. Neben der Prüfung der Bonität der Kunden bei Vertragsabschluss, wird eine regelmäßige Überwachung der offenen Posten und ein standardisiertes Mahnwesen mit Eskalationsstufen praktiziert.

Dem Risiko von Preisänderungen, wie in diesem Jahr eingetreten, begegnet die Instruclean mittels einer in den Kundenverträgen enthaltenen Preisanpassungsklausel. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen bei Finanzinstrumenten und Währungskursschwankungen sind durch die weitgehende Konzentration der Instruclean auf den deutschen Markt nicht geschäftsrelevant.

2. Chancenbericht

Wesentliche Chancen für Instruclean bestehen in der Ausweitung der bereits bestehenden sowie der Gewinnung neuer Produktionsstandorte. Ein Nutzung dieser Chancen in 2023 ist möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich.

Durch eine Diversifizierung des Geschäftsbereiches bestehen gute Chancen, den Ausbau der Geschäftstätigkeit zu stärken. Die bisherige Versorgung der Operationssäle mit wiederverwendbaren Medizinprodukten soll zukünftig erweitert werden um die Versorgung mit sterilem Einmalmaterial, welches "Just-in-Time" operationsbezogen angeliefert wird (Fallwagenmanagement). Das hierzu notwendige Know-how im Bereich IT und Logistik steht bereits durch die Muttergesellschaft zur Verfügung. Des Weiteren wird durch die angestrebte Automatisierung innerhalb der Medizinprodukteaufbereitung eine Effizienzsteigerung erwartet. Erste Teilschritte wurden hierbei schon in 2020/21 realisiert. Sehr wahrscheinlich können diese Chancen im nächsten Jahr weiterhin genutzt werden.

Chancen für die Instruclean bestehen zudem in der Zugehörigkeit zum Fresenius-Konzern. Hierbei ist insbesondere die Wertschöpfungskette der VAMED-Konzernunternehmen hervorzuheben, da kein Wettbewerber eine vergleichbare Struktur in der Planung, Errichtung und technischen Betriebsführung von Krankenhäusern aufweist. Dies ermöglicht es der Instruclean besser als dem Wettbewerb, Synergien zu nutzen und kundenspezifische Lösungen anzubieten. Kooperationsprojekte sind möglich, aber noch nicht in einem fortgeschrittenen Stadium.

3. Gesamtaussage

Nach Überprüfung der Gesamtrisikolage bestehen nach Einschätzung der Geschäftsführung gegenwärtig keine Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden.

V. RISIKOBERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

2022 kamen keine derivativen Finanzinstrumente für Sicherungszwecke zum Einsatz.

VI. BERICHT ÜBER ZWEIGNIEDERLASSUNGEN

Die Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen.

 

Essen, den 20. Januar 2023

Klaus Sellinghoff, Geschäftsführer

Michael Janecek, Geschäftsführer

1 Statistisches Bundesamt: Grunddaten der Krankenhäuser 2021
2 Statistisches Bundesamt: Kostennachweis der Krankenhäuser 2021
3 Roland Berger Krankenhausstudie 2022: "Warum der Umgang mit COVID, Fachkräftemangel und Ambulantisierung für deutsche Kliniken zur Existenzfrage wird."
4 Deutsche Krankenhausgesellschaft: "Bundesregierung muss die besondere Betroffenheit der Kliniken in der Krise erkennen und handeln", Pressemitteilung vom 1.12.2022
5 Deutsches Krankenhaus-Institut: "Drängende Problemlagen deutscher Krankenhäuser", Umfrage vom August 2022
6 Deutsches Ärzteblatt: " Hilfszahlungen für Krankenhäuser erstmals im Bundestag beraten", 1.12.2022
7 Roland Berger Krankenhausstudie 2022: "Warum der Umgang mit COVID, Fachkräftemangel und Ambulantisierung für deutsche Kliniken zur Existenzfrage wird."
8 Roland Berger Krankenhausstudie 2022: "Warum der Umgang mit COVID, Fachkräftemangel und Ambulantisierung für deutsche Kliniken zur Existenzfrage wird."
9 "Regierungskommission legt Krankenhauskonzept vor - Lauterbach: Weniger Ökonomie, mehr Medizin", Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit vom 6. Dezember 2022.

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 222.363,00 160.577,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.779.065,90 4.983.943,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.769.748,00 4.068.767,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.403.188,00 1.621.348,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 61.557,67 61.557,67
10.013.559,57 10.735.616,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 135.000,00 135.000,00
2. Beteiligungen 259.145,85 259.145,85
394.145,85 394.145,85
10.630.068,42 11.290.339,42
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 159.776,16 159.776,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.650.825,61 1.867.274,12
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 462.642,85 730.048,34
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.984.283,24 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 362.659,48 230.827,85
4.460.411,18 2.828.150,31
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 758.922,06 833.813,10
5.379.109,40 3.821.739,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.390,40 0,00
16.014.568,22 15.112.078,99

Passiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 1.844.507,92 1.011.361,01
III. Jahresüberschuss 786.876,81 833.146,91
2.731.384,73 1.944.507,92
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 373.667,00 244.522,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.928.171,59 1.680.921,38
2.301.838,59 1.925.443,38
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 1.047.500,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 381.238,15 262.561,84
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.977.208,71 4.368.922,97
4. Sonstige Verbindlichkeiten 6.400.146,04 5.359.992,88
10.758.592,90 11.038.977,69
D. Rechnungsabgrenzungsposten 222.752,00 203.150,00
16.014.568,22 15.112.078,99

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
2021
1. Umsatzerlöse 24.240.253,87 22.579.441,17
2. Sonstige betriebliche Erträge 453.171,95 420.482,70
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.942.470,65 2.362.600,83
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.157.030,73 2.477.295,85
6.099.501,38 4.839.896,68
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.465.725,45 7.585.748,41
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.496.836,51 1.427.135,11
9.962.561,96 9.012.883,52
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.356.931,96 1.609.759,54
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.999.697,97 6.019.029,83
7. Erträge aus Beteiligungen 98.000,00 0,00
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23.602,77 2.200,16
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 229.281,70 267.149,22
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 370.487,81 412.277,33
11. Ergebnis nach Steuern 796.565,81 841.127,91
12. Sonstige Steuern 9.689,00 7.981,00
13. Jahresüberschuss 786.876,81 833.146,91

Anhang für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022

der Instruclean GmbH, Essen

A. Rechnungslegungsgrundsätze

Der Jahresabschluss der Instruclean GmbH mit Sitz in Essen (Amtsgericht Essen, HRB 29843) für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt worden.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von ein bis zehn Jahren vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen bei den Grundstücken und Bauten zwischen zehn und 33 Jahren, bei den technischen Anlagen und Maschinen zwischen zwei und 20 Jahren und bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen ein und 23 Jahren.

Zugänge werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter werden sofort abgeschrieben, da sie von untergeordneter Bedeutung sind.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden nur bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung abgeschrieben.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhungen unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Bewertung der Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt nach dem Festwertverfahren.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nominalwert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung mit 1 % gebildet worden. Einzelrisiken werden in angemessener Höhe berücksichtigt.

Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden ebenso wie der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Mittel- und langfristige Verpflichtungen bestehen nicht, sodass eine fristadäquate Abzinsung entfällt.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern werden nach den Bilanzierungsgrundsätzen des § 274 HGB für unterschiedliche Wertansätze in Handels- und Steuerbilanz mit einem Steuersatz von 30,5% ermittelt. Ein sich ergebender Aktivüberhang wird in Ausübung des Ansatzwahlrechts nicht bilanziert.

B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt (Anlage zum Anhang). Die Anteilsbesitzliste ist bei den sonstigen Angaben enthalten.

2. Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen mit EUR 342.542,84 (Vorjahr: EUR 559.948,33) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, einschließlich Zinsen in Höhe von EUR 1.215,63, und mit EUR 120.100,01 (Vorjahr: EUR 170.100,01) auf Darlehensforderungen. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen sind EUR 221.414,12 Forderungen gegen Gesellschafter (Vorjahr: EUR 0,00).

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Flüssige Mittel

Der Posten enthält die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen (EUR 610.949,00) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (EUR 1.137.876,96).

5. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022 gliederten sich wie folgt:

Per 31.12.2022 in EUR < 1 Jahr >1 Jahr davon > 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 381.238,15 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 414.707,71 3.562.501,00 1.979.169,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.430.074,61 4.970.071,43 1.389.103,96
Summe Verbindlichkeiten 2.226.020,47 8.532.572,43 3.368.272,96
Vorjahr per 31.12.2021 in EUR < 1 Jahr >1 Jahr davon > 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.047.500,00 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 262.561,84 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 410.588,7 3.958.334,00 2.375.002,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.079.540,32 4.280.452,55 1.247.552,77
Summe Verbindlichkeiten 2.800.191,13 8.238.786,55 3.622.554,77

Zur Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden die Forderungen gegen die Katholische Stiftung Marienhospital Aachen in Höhe von EUR 64.448,18 (Vorjahr: EUR 47.867,47) abgetreten.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen in Höhe von EUR 5.460,18 auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: EUR 0,00) sowie mit EUR 3.971.748,53 auf Darlehensverbindlichkeiten (Vorjahr: EUR 4.368.922,97).

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe EUR 3.971.748,53 (Vorjahr: EUR 4.368.922,97) enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 404.880,55 (Vorjahr: EUR 240.776,90).

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 128.842,19 (Vorjahr: EUR 135.315,00) enthalten, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen bestehen.

2. Aufwendungen für Altersversorgung

Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 4.909,97 (Vorjahr: EUR 5.754,44) enthalten.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 8.758,32 (Vorjahr: EUR 1.985,00) enthalten.

4. Finanzergebnis / Beteiligungsergebnis

Die Zinsen und ähnliche Erträge betreffen in Höhe von EUR 6.984,99 (Vorjahr: EUR 2.198,24) verbundene Unternehmen.

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von EUR 86.951,39 (Vorjahr: EUR 102.146,10) verbundene Unternehmen.

C. Sonstige Angaben

1. Personal

Vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 waren im Durchschnitt 227 Angestellte (Vorjahr: 236 Angestellte) beschäftigt, davon 218 im Dienstleistungsgeschäft und 9 in Vertrieb und Verwaltung (Vorjahr: 227 und 9).

2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es besteht eine bis zum 31. Dezember 2023 befristete Patronatserklärung über EUR 300.000 (Vorjahr: EUR 300.000) gegenüber der Instruclean Austria GmbH.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der verbleibenden Patronatserklärung und dem Schuldbeitritt wird als gering eingestuft, da es derzeit keinerlei Anzeichen dafür gibt, dass das verbundene Unternehmen seinen Verpflichtungen nicht nachkommen wird.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverpflichtungen (TEUR 6.120) und Leasingverpflichtungen (TEUR 468).

3. Organ der Gesellschaft

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr:

Klaus Sellinghoff, Essen (Geschäftsführer Vertrieb und Operatives Geschäft)

Michael Janecek, Wien (Geschäftsführer Finanzen, Technik und IT)

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Aufstellung des Anteilsbesitzes

Gesellschaft Anteil zum 31.12.2022
in %
Bilanzstichtag Eigenkapital
TEUR
Jahresergebnis
TEUR
INSTRUCLEAN Austria GmbH, Wien, Österreich 100.0 12/31/2021 -88 65
ANIS-ANregiomed-Instruclean-Services GmbH, Ansbach 49.0 12/31/2021 239 12
Elbland Sterilgutges. mbH, Meißen 49.0 12/31/2021 292 73

5. Konzernzugehörigkeit und Ergebnisverwendung

Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen wird von der Fresenius SE & Co. KGaA, Bad Homburg v. d. Höhe aufgestellt. Die Fresenius Management SE, Bad Homburg v. d. Höhe, als kontrollierende Obergesellschaft der Fresenius SE & Co. KGaA erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen.

Die VAMED Deutschland Holding GmbH und die von ihr beherrschten Gesellschaften werden in diese Konzernabschlüsse einbezogen. Beide befreiende Konzernabschlüsse werden im Bundesanzeiger offengelegt.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 786.876,81 auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Nachtragsbericht

Das Geschäftsjahr 2022 war geprägt durch die weiterhin präsente Corona-Krise und den seit Ende Februar 2022 andauernden Krieg in der Ukraine. Beide Faktoren führten zu Lieferengpässen und steigenden Energie- und Erzeugerpreisen, die auch das Geschäft der Instruclean betrafen, da die Aufbereitung von Medizinprodukten sehr energieintensiv ist. Zum anderen werden zahlreiche Chemikalien und Verbrauchsmaterialien, wie Vliese und Einmal-Handschuhe, benötigt, deren Verfügbarkeit sich deutlich verschlechtert und deren Preise erheblich gestiegen sind.

Die Anzahl der Operationen in den Krankenhäusern erreichte in 2022 weiterhin nicht das Vor-Corona-Niveau von 2019.

Darüber hinaus sind der Geschäftsführung keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens, Finanz- sowie Ertragslage hätten.

 

Essen, 20. Januar 2023

Instruclean GmbH

Geschäftsführung

Klaus Sellinghoff

Michael Janecek

Entwicklung des Anlagevermögens 2022

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2022
Zugänge
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.706.473,90 154.140,67 1.860.614,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.110.836,65 93.361,58 7.204.198,23
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.276.495,49 350.172,32 10.626.667,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.254.684,69 98.986,39 4.353.671,08
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 61.557,67 0,00 61.557,67
21.703.574,50 542.520,29 22.246.094,79
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 135.000,00 0,00 135.000,00
2. Beteiligungen 259.145,85 0,00 259.145,85
394.145,85 0,00 394.145,85
23.804.194,25 696.660,96 24.500.855,21
Abschreibungen
01.01.2022
Zugänge
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.545.896,90 92.354,67 1.638.251,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.126.892,75 298.239,58 2.425.132,33
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.207.728,49 649.191,32 6.856.919,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.633.336,69 317.146,39 2.950.483,08
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
10.967.957,93 1.264.577,29 12.232.535,22
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
12.513.854,83 1.356.931,96 13.870.786,79
Restbuchwerte
31.12.2022
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 222.363,00 160.577,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.779.065,90 4.983.943,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.769.748,00 4.068.767,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.403.188,00 1.621.348,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 61.557,67 61.557,67
10.013.559,57 10.735.616,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 135.000,00 135.000,00
2. Beteiligungen 259.145,85 259.145,85
394.145,85 394.145,85
10.630.068,42 11.290.339,42

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Instruclean GmbH, Essen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Instruclean GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Instruclean GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 28. Februar 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Laurent Griffoul, Wirtschaftsprüfer

ppa. Dr. Kay Lubitzsch, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 26.5.2023 festgestellt.

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