UniverCell Holding GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Batterien und Akkumulatoren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Georg Alexander Utermann seit 16.1.2024 | Geschäftsführer |
Christopher Goulet seit 14.11.2023 | Prokura |
Alexander Nolan seit 16.2.2021 | Geschäftsführer |
Gerry Harriet Weißenborn seit 29.12.2020 | Prokura |
Christian Kelsch seit 3.3.2020 | Geschäftsführer |
Holm Neuhäuser seit 6.6.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
IDEMIA France | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IDEMIA Germany GmbHFlintbekJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023(Vorjahr zum Vergleich)AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 202:(Vorjahr zum Vergleich)
Anhang für das Geschäftsjahr 20231) ALLGEMEINE ANGABEN ZUR GESELLSCHAFT UND ZUM JAHRESABSCHLUSS Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Gegenstand des Unternehmens ist die Lieferung, die Personalisierung und der Vertrieb von Chipkarten (Smart Cards), insbesondere Bank- und ID-Karten, Telefonkarten, Chipkarten-Modulen und verwandten Produkten. Name der Gesellschaft ist IDEMIA Germany GmbH. Sitz der Gesellschaft ist Flintbek. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Kiel unter HRB 12975 Kl geführt. 2) ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften der §§ 238 - 263 HGB sowie unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 - 289 HGB) erstellt. Latente Steuern auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz werden nicht angesetzt, da von dem Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht Gebrauch gemacht wird. 2.1) Anlagevermögen Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert. Geringwertige Wirtschaftsgüter in einem Wert von € 250,00 bis € 800,00 werden im Jahr der Anschaffung zu 100% abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt und bei nachhaltiger Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. 2.2) Umlaufvermögen Die Bestände des Vorratsvermögens werden unterjährig als permanente Inventur in einem Warenwirtschaftssystem verfolgt. Auf den Bilanzstichtag wurde eine physische Bestandsaufnahme vorgenommen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten auf der Basis von Durchschnittspreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse, unfertigen Leistungen sowie der fertigen Erzeugnisse und Waren erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Herstellungskosten ergeben sich dabei aus den Einzel- und Gemeinkosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, den Fertigungseinzel- und -gemeinkosten sowie den ggf. anzusetzenden Sondereinzelkosten der Fertigung. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt auf Basis einer Standardkostenrechnung. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Für die Bestände des Vorratsvermögens werden Abschreibungen vorgenommen, sofern der beizulegende Wert die Anschaffungs- oder Herstellungskosten unterschreitet (§ 253 Abs. 4 Satz 2 HGB). Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Die Bestände an unfertigen Erzeugnissen, unfertigen Leistungen sowie fertigen Erzeugnissen und Waren werden verlustfrei bewertet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Für zweifelhafte Forderungen sind Einzelwertberichtigungen vorgenommen worden. Bei den verbleibenden Forderungen ist eine Pauschalwertberichtigung angesetzt, die dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko Rechnung trägt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie Forderungen gegen Gesellschafter sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Risiken wurde durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Entstehungstag unter Beachtung des Imparitätsprinzips bewertet. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung (Restlaufzeit kleiner 1 Jahr) werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag der Europäischen Zentralbank bewertet. Bewertungseinheiten nach § 254 HGB wurden nicht gebildet. Die eingehenden Fremdwährungsbeträge in USD werden für Ausgangszahlungen in USD verwendet. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten angesetzt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt. 2.3) Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennbetrag bewertet. 2.4) Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Langfristige Rückstellungen (Erfüllungszeitpunkt mehr als 1 Jahr) wurden dabei gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden von einem externen Gutachter, der Mercer Deutschland GmbH, Niederlassung München, nach anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet. Bewertungsgrundlage bilden die Regelungen der IDW-Stellungnahme IDW RS HFA 3 vom 19.06.2013 sowie die handelsrechtlichen Vorschriften. Bei der Bewertung nach der IDW-Stellungnahme ist für den Erfüllungsrückstand eine Abzinsung mit einem fristadäquaten Marktzins vorzunehmen, sofern die Laufzeit der Verpflichtung am Bilanzstichtag 12 Monate oder mehr beträgt. Nach dem HGB ist hierfür der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre anzusetzen. Der Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen liegen zum 31.12.2023 ein Rechnungszins von 1,0% (Vj. 0,42%) und ein Gehaltstrend von 3,5% (Vj. 4,5%) zugrunde. Sofern biometrische Einflussfaktoren zu berücksichtigen waren, wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Erstattungsansprüche gegenüber der Bundesagentur für Arbeit werden gesondert ermittelt und bilanziert und nicht mit der Rückstellung verrechnet. Grundlage der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen bilden für den Standort Flintbek einzelvertragliche Regelungen auf der Grundlage des Tarifvertrages für Altersteilzeit sowie des Tarifvertrages zur Beschäftigungsbrücke in der Metall- und Elektroindustrie im Nordverbund. Potenzielle Altersteilzeitverpflichtungen bestimmen sich nach dem "Tarifvertrag zum flexiblen Übergang in die Rente (TV FlexÜ)". Im Übrigen wird auf die Angaben zur Bilanz verwiesen. 2.5) Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. 3) ANGABEN ZUR BILANZ Die Gliederung der Erläuterungen folgt der Gliederung der Bilanz. AKTIVA A. ANLAGEVERMÖGEN Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (siehe Anlage 3) dargestellt. I. Finanzanlagen Angaben zum Anteilsbesitz sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt: Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31.12.2023
*) abweichendes Geschäftsjahr; Abschluss
zum 31.03.2023
Bezüglich der Kennzahlen Eigenkapital und Jahresüberschuss / -fehlbetrag der Gesellschaften weisen wir die Zahlen des Vorjahres aus, da keine abschließenden Jahresabschlüsse 2023 der verbundenen Unternehmen vorliegen. Die IDEMIA Germany GmbH hält zurzeit nur noch Wertpapiere des Anlagevermögens: Hierbei handelt es sich um das insolvenzgeschützte Wertguthaben für Altersteilzeitansprüche. B. UMLAUFVERMÖGEN I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen T€ 97,0 (Vj. T€ 89,4). Die Pauschalwertberichtigung für das latent vorhandene Ausfallrisiko beträgt 1,5% der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen (T€ 42,0, Vj. T€ 93,0). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind sämtlich innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig. 2./3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen / Gesellschafter Es bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen / Gesellschafter in Höhe von T€ 128.346,7 (Vj. T€ 71.651,5). Die Laufzeit beträgt analog zum Vorjahr unter einem Jahr. Die Forderungen gliedern sich im Wesentlichen wie folgt:
Es bestehen Wertberichtigungen in Höhe von T€ -334,3 (Vj. T€ -804,2) und Währungskorrekturen in Höhe von T€ 4,0 (Vj. T€ 14,4). 4. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen T€ 1.933,5 (Vj. T€ 1.253,0) und bestehen im Wesentlichen aus Steuern (T€ 1.088,0, Vj. T€ 1.132,6). Bis auf die Kautionen sind alle sonstigen Vermögensgegenstände analog zum Vorjahr innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig. PASSIVA A. EIGENKAPITAL I. Gezeichnetes Kapital Das voll eingezahlte Stammkapital beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr T€ 12.782,4 und wird zu 100% von der IDEMIA Identity & Security SAS, Courbevoie, Frankreich, ehemals Morpho SAS, gehalten. II. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag unverändert T€ 32.246,1. III. Gewinnvortrag Der Jahresüberschuss aus 2022 in Höhe von T€ 30.548,0 wurde zusammen mit bestehendem Vortrag T€ 73.220,9 auf neue Rechnung vorgetragen. IV. Eigenkapitalentwicklung Aufgrund der Gesellschafterbeschlüsse entwickelte sich das Eigenkapital wie folgt:
B. RÜCKSTELLUNGEN I. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten T€ 2.048,8 (Vj. T€ 2.048,8) für allgemeine Risiken aus zukünftigen Betriebsprüfungen, T€ 467,1 (Vj. T€ 233,4) für Körperschaftsteuer, T€ 404,5 (Vj. T€ 328,6) für Gewerbesteuer und T€ 868,9 (Vj. T€ 281,0) für ausländische Umsatzsteuer. Zum Abschlussstichtag belaufen sich die passivierten Steuerrückstellungen insgesamt auf T€ 3.789,3 (Vj. T€ 2.891,8). II. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
Der Sozialplan der Berichtsgesellschaft ist abgewickelt. Die Auszahlung der Restbeträge erfolgte im Januar 2024. Die Rückstellung für Altersteilzeit entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:
C. VERBINDLICHKEITEN Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. I. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalt der Lieferanten besichert. II./III. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen / Gesellschaftern Die ausgewiesenen Gesamtverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 3.497,6 (Vj. T€ 8.696,6) betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. IV. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen T€ 1.133,3 (Vj. T€ 2.162,2). Darin enthalten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Teilnahme an einem Factoring- Programm (T€ 797,7) sowie aus Steuern (T€ 116,0). 4) ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Gliederung der Erläuterungen folgt der Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung. 4.1) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse nach Ländern setzen sich wie folgt zusammen:
Von den Umsatzerlösen betreffen T€ 6.153,5 (Vj. T€ 6.437,4) Erlöse mit verbundenen Unternehmen. Die Umsatzerlöse nach Segmenten setzen sich wie folgt zusammen:
4.2) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 2.268,9 (Vj. T€ 5.477,6) bestehen aus:
Von den sonstigen betrieblichen Erträgen betreffen T€ 0,0 (Vj. T€ 2.731,4) Erträge aus verbundenen Unternehmen. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten wesentliche periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 2.042,1 (Vj. T€ 1.634,6). Es handelt sich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 1.009,6, Vj. T€ 779,8) sowie um Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen (T€ 1.032,5, Vj. T€ 436,8). 4.3) Personalaufwand Der Personalaufwand beträgt T€ 10.343,9 (Vj. T€ 10.753,3), davon sind T€ 40,5 (Vj. T€ 60,7) Aufwendungen für Altersversorgung. Die Aufwendungen für Restrukturierungskosten und Abfindungen in Höhe von T€ 30,0 (Vj. T€ 673,6) sind unter diesem Posten ausgewiesen. 4.4) Abschreibungen Es wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. 4.5) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen T€ 5.053,1 (Vj. T€ 8.593,1) und bestehen im Wesentlichen aus:
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insgesamt Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 304,0 (Vj. T€ 2.196,4) enthalten. 4.6) Erträge aus Beteiligungen Die Gesellschaft konnte in 2023 im Wesentlichen Erträge aus Beteiligungen von zwei Tochtergesellschaften in Höhe von T€ 59.610,0 (Vj. T€ 25.898,2) realisieren. 4.7) Erträge aus der Veräußerung von Beteiligungen Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr keine Anteile an verbundenen Unternehmen veräußert. 4.8) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 3.677,9 (Vj. T€ 1.302,0). 4.9) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Posten enthält Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 7,6 (Vj. T€ 49,7). 4.10) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen im Wesentlichen Quellensteuer auf ausländische Einkünfte aus Dividendenzahlungen bzw. Dienstleistungen i.H.v. T€ 4.902,0 (Vj. T€ 1.740,7). Ferner sind Positionen für Körperschaftsteuer / Gewerbesteuer für das laufende Jahr T€ 1.074,2 (Vj. T€ 669,0) und Körperschaftsteuer / Gewerbesteuer (Anpassung Vorjahre) T€ 52,0 (Vj. T€ -9,6) zu nennen. 5) SONSTIGE ANGABEN 5.1) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus zum Bilanzstichtag abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen mit folgenden Fristigkeiten:
Am 04.06.2019 konnte die Gesellschaft mit der Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft mbH einen Kaufvertrag (Verkauf des Grundstücks durch die Gesellschaft) über die Liegenschaft in Flintbek und einen langfristigen Mietvertrag abschließen. Der Gewerbemietvertrag hat eine Laufzeit von 10 Jahren bis zum 28.06.2029. Er wurde per 01.01.2023 auf die dc Zweite Immobilien GmbH & Co.KG übertragen. Ansonsten betreffen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Wesentlichen mittel- und langfristig abgeschlossene Maschinen- und Kfz-Leasingverträge und Mietverträge für diverses Betriebszubehör. Daneben besteht ein Bestellobligo für Investitionen in Höhe von T€ 64,5 (Vj. T€ 24,7). 5.2) Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB i.V.m. § 268 Nr. 7 HGB Die Haftungsverhältnisse betragen zum Bilanzstichtag T€ 648,5 (Vj. T€ 657,5) und betreffen Bürgschaften und Gewährleistungen. Die Verpflichtungen bestehen ausschließlich für verbundene Unternehmen. Das Risiko der Inanspruchnahme wird von der Geschäftsführung als sehr gering eingeschätzt. 5.3) Organe der Gesellschaft Zu Geschäftsführern der Gesellschaft waren in 2023 bestellt:
5.4) Gesamtbezüge der Organe Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer verzichtet. Es wurden keine weiteren Geschäfte mit den Geschäftsführern durchgeführt. 5.5) Mitarbeiter Mitarbeiterzahl im Jahresdurchschnitt ohne Auszubildende:
5.6) Angaben nach § 291 Abs. 2 Satz 4 HGB zur Befreiung vom Konzernabschluss und Konzernzugehörigkeit Mutterunternehmen ist die IDEMIA Identity & Security SAS, Courbevoie, Frankreich. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der IDEMIA Identity & Security SAS Courbevoie, Frankreich, einbezogen, dieser wiederum in den Konzernabschluss der obersten Konzernmutter IDEMIA Group SAS, Courbevoie, Frankreich. Die Abschlüsse sind jeweils am Sitz der Unternehmen erhältlich. Der Konzernabschluss der IDEMIA Group S.A.S wird entsprechend in deutscher oder englischer Sprache im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Die Gesellschaft ist unter Offenlegung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts der Muttergesellschaft IDEMIA Group S.A.S von der Erstellung eines Teilkonzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreit. Die im Konzernabschluss der Muttergesellschaft angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden entsprechen den Rechnungslegungsgrundsätzen nach International Financial Reporting Standards. 5.7) Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 95,9 (Vj. T€ 89,6) und entfällt vollumfänglich auf die Abschlussprüfung. 5.8) Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 keine zu marktunüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen oder nahestehenden Personen getätigt. 5.9) Ergebnisverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von T€ 59.850,2 auf neue Rechnung vorzutragen und T€ 0,0 als Dividende auszuschütten. 6) Nachtragsbericht: Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Seit Beginn des Geschäftsjahres 2024 haben sich keine wesentlichen Änderungen der Unternehmenssituation oder des Branchenumfeldes ergeben. Unterschriftsleistung gemäß § 245 HGB:
Flintbek, 15. Mai 2024 Alexander Nolan, Geschäftsführer Christian Kelsch, Geschäftsführer Michael Utermann, Geschäftsführer ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis 1 Geschäftsverlauf 2023 1.1 Geschäftszweck 1.2 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft 1.3 Umsatz- und Auftragsentwicklung 1.4 Geschäftsergebnis 1.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 1.6 Finanzielle Leistungsindikatoren 1.7 Beschaffung 1.8 Investitionen 1.9 Finanzierung 1.10 Liquiditätsanalyse 1.11 Personal- und Sozialbereich 1.12 Qualitätsmanagement 1.13 Health, Safety & Environment 1.14 Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres 2 Lage der Gesellschaft 2.1 Vermögens- und Finanzlage 2.2 Ertragslage 2.3 Zusammenfassung des Geschäftsverlaufs 2023 3 Darstellung der Chancen und Risiken sowie der voraussichtlichen Entwicklung 3.1 Risikobericht 3.2 Prognosebericht - voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft einschließlich der Chancen der künftigen Entwicklung 4 Sonstige Angaben 4.1 Forschung und Entwicklung 4.2 Beteiligungen und Zweigniederlassungen 1 Geschäftsverlauf 2023 1.1 Geschäftszweck Die IDEMIA Germany GmbH ist ein Tochterunternehmen von IDEMIA, einem führenden Unternehmen im Bereich der Identitätstechnologien mit Sitz in Paris. Gestützt auf modernste Forschung und Entwicklung bietet IDEMIA einzigartige Technologien, die auf langjähriger Erfahrung in den Bereichen Biometrie, Kryptographie, Datenanalyse, Systeme und intelligente Geräte beruhen. Mit fast 15.000 Mitarbeitern genießt IDEMIA das Vertrauen von mehr als 600 Regierungsorganisationen und mehr als 2.300 Unternehmen in 180 Ländern. IDEMIA Germany GmbH mit dem Service Center in Flintbek hat sich auf Smart Cards für folgende Bereiche spezialisiert: Banken, Gesundheit und Telekommunikation. Unser Kerngeschäft umfasst Module, Karten sowie die entsprechenden Dienstleistungen. Zukünftig wird sich das Operationsgebiet im Wesentlichen auf den deutschsprachigen Raum konzentrieren. 1.2 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Die Berichtsgesellschaft fokussiert sich als eine der vielen Vertriebsgesellschaften der IDEMIA Gruppe auf ihr eigenes Vertriebsgebiet, die Märkte in Deutschland und in Österreich. 2023 wurden weltweit 4.176 Mill. SIM-Karten ausgeliefert (2022: 4.396 Mill.). Gegenüber 2022 ist das ein Rückgang um 5,0%. Damit haben sich Lieferungen wie in 2021 wieder verringert, was vermutlich auf die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und des Ukraine-Konfliktes, aber auch auf den vermehrten Einsatz von E-Sim-Lösungen zurückzuführen ist. Der Europäische Markt für Payment-Karten hat gegenüber 2022 nun im Gegensatz zum Vorjahr etwas aufgeholt. Die ausgelieferten Mengen haben sich nun nach den Auswirkungen der Pandemie und des Ukraine-Konfliktes um ca. 6,8% (2023: 580,5 MU / 2022: 543,3 MU) verbessert, die Marktstruktur (DEBIT / Kredit / PREPAID) blieb dabei fast unverändert. Zu verzeichnen war wieder eine leichte Verschiebung der ausgelieferten Mengen von "Contact only"-zu "Dual Interface"-Karten. Die Entwicklung des Marktes soll bis 2028 etwas besser sein (CAGR: 2,7% / VJ: 2,2%). Im deutschen Markt für Payment - Karten ist eine etwas schwächere Entwicklung prognostiziert. Die ausgelieferten Karten verringerten sich um 0,2% (2023: 60,7 MU), Auch handelt es sich im Wesentlichen um Dual Interface Karten mit einem Anteil von 97,4%. Die Entwicklung des Marktes wird bis 2027 schwach bleiben (CAGR = 0,1%). 1.3 Umsatz- und Auftragsentwicklung Der Umsatz der IDEMIA Germany GmbH entwickelte sich im Berichtsjahr wie folgt:
Die wirtschaftliche Entwicklung der IDEMIA Germany GmbH war im Jahr 2023 aufgrund der operativen Vernetzung ihrer Kunden mit der Entwicklung des weltweiten Marktes verflochten. Seit 2021 ist die Berichtsgesellschaft eine Distribution Entity und für die Vertriebsregion Deutschland und Österreich innerhalb der IDEMIA Gruppe zuständig. Aus der Historie heraus hat sie viele Kundenbeziehungen auch außerhalb dieses Vertriebsgebietes. Wie in den vergangenen Jahren gibt die IDEMIA Germany GmbH sukzessive Kundenverbindungen an andere verbundene Unternehmen ab. Somit reduzieren sich die Umsätze von Jahr zu Jahr, bis dieser Prozess abgeschlossen ist. Der Umsatz mit Dritten hat sich 2023 gegenüber 2022 sowohl in der Höhe als auch in der Struktur deutlich geändert. Insgesamt hat sich der Umsatz von 66,5 Mio. Euro auf 54,9 Mio. Euro verringert. Die deutlichste Veränderung wurde im Bereich der Gesundheitskarten verzeichnet, verursacht durch das Auslaufen des Rollouts von elektronischen Gesundheitskarten in Deutschland (2022: 17,5 Mio. Euro / 2023: 10,1 Mio. Euro). Dies entspricht einer Reduzierung von 42,3% gegenüber dem Vorjahr. Das Umsatzvolumen im Bereich Payment hat sich um 17,0% erhöht (2022: 18,4 Mio. Euro / 2023: 21,3 Mio. Euro). Verursacht wurde der Anstieg hauptsächlich durch neue Produkteinführungen. Der Umsatz im Bereich Telekommunikation hat sich um 24,1% verringert (2022: 30,1 Mio. Euro / 2023: 23,0 Mio. Euro). Dies liegt insbesondere an dem Kundentransfer an andere verbundene Unternehmen der Idemia Gruppe. Die Umsatzentwicklung im Intercompany Segment entspricht den Erwartungen im Rahmen der Auswirkungen des Ende 2019 abgeschlossenen Conversion Agreements, welches einhergehend mit dem Abbau der HUB-Funktion und der Unternehmereigenschaft den fast vollständigen Abbau der Umsätze mit verbundenen Unternehmen vorsah. Der Auftragsbestand der IDEMIA Germany GmbH verringerte sich zum Jahresende von 12,5 Mio. Euro auf 8,9 Mio. Euro. Die daraus resultierende Reichweite beträgt ca. 2,0 Monate. 1.4 Geschäftsergebnis Der Umsatz mit verbundenen Unternehmen verblieb in etwa auf gleichem Niveau wie im Vorjahr, er verringerte sich leicht um 0,2 Mio. Euro auf 6,2 Mio. Euro, der mit dritten Kunden verringerte sich um -11,6 Mio. Euro. Infolgedessen bezog die Gesellschaft im Berichtsjahr wieder weniger Materialien (-10,8 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr), aber auch weniger Dienstleistungen (-0,5 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr). Die Gesamtleistung der Gesellschaft verringerte sich in 2023 um 18,5%. Sie sank auf 59,7 Mio. Euro (Vorjahr 73,2 Mio. Euro). Das Betriebsergebnis der Gesellschaft verringerte sich von +4,2 Mio. Euro (2022) auf 2,7 Mio. Euro aufgrund des reduzierten Geschäftes und insbesondere wegen einer Verringerung der sonstigen betrieblichen Erträge um 3,2 Mio. Euro (dies lag insbesondere an geringeren Währungserträgen von -2,0 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 41,2% gesunken, welches auch an verringerten Währungsaufwendungen in Höhe von 2,0 Mio. Euro lag. Die anderen GuV-Positionen veränderten sich zum Vorjahr wie nachfolgend dargestellt:
Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich aufgrund des um 2,0 Mio. Euro schlechteren Währungsergebnisses stark verringert, weiterhin durch die geringeren Auflösungen von Wertberichtigungen. Der sonstige betriebliche Aufwand verringerte sich, es gab nur geringe Steigerungen in einigen Bereichen (z.B. Reisekosten oder sonstige Dienstleistungen). Überwiegend konnten Einsparungen erzielt werden, neben den Währungsaufwendungen konnten bei nachfolgenden Positionen Einsparungen erzielt werden (Abschreibungen zu Forderungen -0,6 Mio. Euro, Garantieaufwand -0,5 Mio. Euro, Lizenzen -0,3 Mio. Euro). Die Gesellschaft konnte in 2023 im Wesentlichen Erträge aus Beteiligungen von zwei Tochtergesellschaften in Höhe von T€ 59.610,0 (Vj. T€ 25.898,2) realisieren. 1.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Fehlzeitenquote der Gesellschaft hat sich im vergangenen Jahr leicht erhöht. In 2023 war die Quote bei 5,01% (2022: 4,01%). Dies entspricht einem generellen Trend im vergangenen Jahr im Bereich der Tarifunternehmen der Nordmetall (2023: 6,53%) und in den generellen Krankenstatistiken der gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands im Jahre 2023 6,5 bis 7,0%. Wir werden die bisher begonnenen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und zum betrieblichen Eingliederungsmanagement weiterhin verfolgen, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu stützen. Die Qualitätsindikatoren haben sich gegenüber den Vorjahren verbessert. Die Anzahl der Kundenreklamationen / Jahr hat sich auf niedrigem Niveau reduziert. 1.6 Finanzielle Leistungsindikatoren Das Unternehmen wird im Wesentlichen durch den Leistungsindikator Umsatz (nach Umsatzkostenverfahren) gesteuert, wobei nun die Zahlen unter IFRS gemäß den Richtlinien des IDEMIA- Konzerns angewendet werden, die leicht von den HGB-Zahlen abweichen. Die Unterschiede entstehen im Wesentlichen durch die unterschiedlichen Aktivierungsvorschriften von Eigenleistungen und bei den Entwicklungsprojekten, aufgrund der unterschiedlichen Nutzungsdauer bei den Abschreibungen. In der IDEMIA-Gruppe werden keine Budgets für die Geschäftsbeziehungen zwischen den einzelnen Unternehmen des Konzerns erstellt. Aus diesem Grund kann kein Budgetvergleich auf Einzelgesellschaftsebene dargestellt werden. Lediglich die Umsätze mit Dritten werden geplant.
Das Budget konnte im Wesentlichen wegen des Transfers der Kundenbeziehungen, welches dort nicht geplant war, nicht erfüllt werden. Die Abweichung vom Budget beträgt -14,8 Mio. Euro. Ansonsten verweisen wir auf die weiteren Vergleiche zwischen dem Berichtsjahr und dem Vorjahr. 1.7 Beschaffung Der IDEMIA-Konzern regelt in der Group Purchasing Policy Ziele und grundsätzliche Verfahren zur Abwicklung des Einkaufs von strategischen Komponenten. Dabei werden sowohl interne Abläufe zwischen den Business Units und dem Einkauf betrachtet als auch die Zusammenarbeit mit ausgewählten Hauptlieferanten (Approved Supplier). Ziel ist es, Komponenten so zu beschaffen, dass die pünktliche und qualitätsgerechte Belieferung der Kunden mit Produkten und Dienstleistungen gewährleistet ist. Die Gesellschaft kauft im Wesentlichen implantierte Smartcards (Kartenkörper + Module) nach der finalen Reorganisation Ende 2020 nun bei dem HUB der IDEMIA France SAS ein, welcher sie von produzierenden Unternehmen der IDEMIA-Gruppe beschafft. Die Supply Chain ist so organisiert, dass möglichst zwei Unternehmen die implantierten Karten liefern können. Bankkarten können z.B. aus den Werken in Tschechien und Frankreich geliefert werden, Gesundheitskarten aus den Werken in Indien und Tschechien und SIM-Karten von den Werken in Indien, in China oder Frankreich. Produktbezogenes Material für Konfektionierung, Verpackung und Versand werden durch das Service Center lokal bestellt. Die Versorgung für 2023 war jederzeit sichergestellt. Es gab keine schwerwiegenden Lieferausfälle auf Grund von fehlenden Materialkomponenten. Die Situation bei den Transportkapazitäten hat sich weiterhin entspannt. Somit konnten die Transportkosten um weitere 35,9% gesenkt werden. Wie schon im Vorjahr konnten fristgerechte Belieferungen aufgrund vieler Maßnahmen der Supply Chain sichergestellt werden. 1.8 Investitionen Das Investitionsvolumen in das Anlagevermögen hat in 2023 insgesamt 0,2 Mio. Euro (2022: 2,3 Mio. Euro) betragen. Es handelt sich im Wesentlichen um die Aufrüstung von bestehenden Produktionsmaschinen in Höhe von 0,1 Mio. Euro und um den Erwerb von diversem IT-Equipment i.H.v. 0,1 Mio. Euro. 1.9 Finanzierung Der von der IDEMIA France SAS bereitgestellte Kreditrahmen wurde wie im Vorjahr von der Gesellschaft am 31. Dezember 2023 nicht in Anspruch genommen. Die von der Gesellschaft an die IDEMIA France SAS aufgrund der Cash-Pool-Vereinbarungen zur Verfügung gestellten Beträge beliefen sich am 31. Dezember 2023 auf 42,1 Mio. Euro (2022: 69,5 Mio. Euro). Darüber hinaus konnte die Gesellschaft der IDEMIA France SAS ein kurzfristiges Darlehen über 80,0 Mio. Euro (VJ: 0,0 Mio. Euro) zur Verfügung stellen. Soweit erforderlich, wurden kurzfristige Liquiditätsbedarfe der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 durch die Konzernmutter IDEMIA France SAS abgedeckt. Auch 2024 wird der kurzfristige Liquiditätsbedarf von IDEMIA France SAS gesichert. Ein Liquiditätsrisiko wird von der Geschäftsführung folglich nicht gesehen. Im Übrigen verweisen wir auf die Ausführungen im Risikobericht unter Abschnitt 3.1. 1.10 Liquiditätsanalyse Wichtige Liquiditätsquellen im Berichtsjahr waren Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit, aus Dividenden, aus dem Verkauf von Anteilen von Tochterunternehmen und die unterjährige Ausnutzung der Kreditlinie bei IDEMIA France SAS. Bankkredite wurden nicht in Anspruch genommen. Die IDEMIA Germany GmbH ist der Überzeugung, dass die bestehende Kreditlinie bei IDEMIA France sowie die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit zur Deckung des Liquiditätsbedarfs der Gesellschaften sowie der IDEMIA Germany Unternehmensgruppe ausreichend sind. 1.11 Personal- und Sozialbereich Alle bisherigen Restrukturierungsmaßnahmen wurden in den Vorjahren beendet. Der Personalbedarf wird nicht mehr von besonderen Umständen beeinflusst und kann bisher vom bestehenden Arbeitsmarkt gedeckt werden. Die Fluktuationsquote der Gesellschaft ist eher gering (2023 gab es keine Eigenkündigungen durch Mitarbeiter). 1.12 Qualitätsmanagement Die Zufriedenheit unserer Kunden ist unser oberstes Ziel. Verständnis für die Bedürfnisse unserer Kunden, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und die pünktliche Lieferung zuverlässiger Produkte und Leistungen sind uns ein Bedürfnis. Wir arbeiten ständig an Verbesserungen unseres Know-hows, am Management unserer Arbeitsprozesse und an unserer Leistungsfähigkeit. Die Mitarbeiter bekennen sich zur Qualitätspolitik des IDEMIA-Konzerns. Die IDEMIA-Gruppe verfügt über eine Qualitätsorganisation, die sicherstellt, dass alle Anforderungen des Marktes an unsere Produkte und Dienstleistungen erfüllt werden. Sie ist integrativer Bestandteil der Konzernorganisation. Das Qualitätshandbuch des Konzerns gilt uneingeschränkt. Die Qualitätsmanagement Tools (z.B. PDCA, 8D, Root Cause Analysis, FMEA) stehen in kontinuierlich aktualisierten Versionen zur Verfügung. Effizienz und Effektivität des Qualitätsmanagementsystems werden regelmäßig durch externe Auditoren überprüft und nach ISO 9001 zertifiziert. Um den Qualitätsanforderungen der Bankkunden zu entsprechen, ist der Standort Flintbek entsprechend der MasterCard "Card Quality Management" (CQM) Anforderungen zertifiziert. In den vergangenen Jahren hat Flintbek das höchste erzielbare Niveau (Class A) erreicht und im Jahr 2021 erneut bestätigt bekommen (nächstes Wiederholungsaudit im Jahr 2024). Das Management der IDEMIA Germany GmbH gewährleistet, dass alle Anforderungen, die unsere Kunden, der Gesetzgeber, die Öffentlichkeit und unsere Gesellschafter an uns stellen, gebündelt und durch gemeinsame Aktivitäten der entsprechenden Fachbereiche effektiv, kompetent und prozessorientiert umgesetzt werden. 1.13 Health, Safety & Environment Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sowie der Schutz unserer gemeinsamen Umwelt sind Grundlagen aller Aktivitäten bei der IDEMIA-Gruppe. Basierend auf einem "Code of Conduct" hat der IDEMIA-Konzern eine Reihe von grundsätzlichen für alle Mitarbeiter gültige Normen eingeführt. Dazu gehören u.a. die IDEMIA Environmental Policy und die IDEMIA Security Policy. Alle Mitarbeiter werden regelmäßig über die gültigen Normen und die sich daraus ergebenden Pflichten unterrichtet. Damit wird sichergestellt, dass die Anforderungen, die unsere Kunden, die Gesetzgeber, die interessierten Parteien und unser Konzern an uns stellen, von allen Unternehmen der IDEMIA-Gruppe erfüllt werden. Das lokale Management gewährleistet die Konformität mit den regionalen gesetzlichen und geschäftlichen Anforderungen. Darüber hinaus existiert ein permanent aktualisiertes System der Überwachung der weltweiten Gesundheitssituation und der Information der Mitarbeiter. Es werden im Bedarfsfall Regelungen in Kraft gesetzt, die dazu beitragen, die Sicherheit unserer Mitarbeiter im globalen Geschäftsprozess zu gewährleisten. Unsere Mitarbeiter bekennen sich uneingeschränkt zur HSE-Politik des Unternehmens, welche Arbeitsgrundlage eines jeden ist. Sie leisten aktive Beiträge zur ständigen Verbesserung der Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutzleistung durch proaktive Mitarbeit und Trainings in den produktionsrelevanten Prozessen sowie zum bewussten und sicheren Umgang mit Ressourcen. Das Personalisierungscenter in Flintbek wird bezüglich des Energiemanagements und der Arbeitssicherheit gemäß den gesetzlichen Anforderungen intern auditiert. Darüber hinaus lädt die Fachkraft für Arbeitssicherheit gemäß § 11 ASiG vierteljährlich zu Arbeitsausschusssitzungen mit dem Management und dem Betriebsarzt ein. 1.14 Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Hier sind keine sonstigen wichtigen Vorgänge zu berichten. 2 Lage der Gesellschaft 2.1 Vermögens- und Finanzlage Im Vergleich zum Jahr 2022 ist die Bilanzsumme der IDEMIA Germany GmbH von 170,8 Mio. Euro auf 223,8 Mio. Euro gestiegen. Das Anlagevermögen verringerte sich von 88,5 Mio. Euro (2022) auf 87,6 Mio. Euro, was im Wesentlichen auf Zugänge von Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung (+0,2 Mio. Euro) und anderseits auf Abgänge im Maschinenpark und bei der Ausstattung zurückzuführen ist. Das Umlaufvermögen (136,1 Mio. Euro, 2022: 82,3 Mio. Euro) erhöhte sich im Wesentlichen bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Gesellschafter um 56,7 Mio. Euro, wobei es sich dort insbesondere um Forderungen aus dem Cash-Pool und einem neuen kurzfristigen Darlehen gegenüber IDEMIA France SAS handelt. Die Vorratsbestände verringerten sich entsprechend der Auftragslage um 1,4 Mio. Euro. Der Kassenbestand erhöhte sich leicht um T€ 10-, da bei der Berichtsgesellschaft das automatische Cash-Pooling eingeführt wurde, durch welches die Tagesbanksalden täglich ausgeglichen wurden. Das Eigenkapital ist gegenüber dem Vorjahr um 59,9 Mio. Euro aufgrund des sehr positivem Jahresergebnisses in Verbindung mit der Tatsache, dass keine Dividendenzahlung stattgefunden hat, gestiegen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 94,7% (2022: 89,1%). Das Fremdkapital ist um 6,9 Mio. Euro auf 11,8 Mio. Euro gesunken (2022: 18,7 Mio. Euro). Dies beruht auf dem Abbau der Rückstellungen (-0,2 Mio. Euro) und der Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. Gesellschaftern (-5,2 Mio. Euro) und einer Senkung der sonstigen Verbindlichkeiten (-1,0 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund des reduzierten Wareneinsatzes im Zusammenhang mit der zurückgehenden Umsatzentwicklung gesunken. Die Gesellschaft verfügt über eine Patronatserklärung von der IDEMIA I&S France SAS über 35 Mio. Euro zur Abdeckung der möglichen Lücke, falls kurzfristige Verbindlichkeiten aufgrund des vertraglich festgelegten kurzfristigen Charakters höher sein können als die kurzfristigen Aktiva. Es werden zusammen mit der verfügbaren Kreditlinie durch die IDEMIA France SAS zurzeit auch keine Risiken durch die Unterdeckung bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten gesehen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beläuft sich auf -10,2 Mio. Euro (VJ: 6,8 Mio. Euro), welches sich im Wesentlichen aus einer Reduzierung der Verbindlichkeiten (-6,7 Mio. Euro) und höheren Zinseinnahmen (3,5 Mio. Euro) ergibt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf 90,4 Mio. Euro (VJ: - 6,8 Mio. Euro), insbesondere aufgrund der erhaltenen Dividenden (59,6 Mio. Euro) und der Abnahme des Cash-Pool Konto's (27,3 Mio. Euro). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf -80,2 Mio. Euro (VJ: 0,1 Mio. Euro). Im Berichtsjahr konnte die GmbH ein Darlehen im Konzern über 80,0 Mio. Euro geben (VJ: 0,0 Mio. Euro). Die zahlungswirksame Veränderung beläuft sich somit auf T€ 9,9. Die liquiden Mittel zum 31. Dezember 2023 betragen T€ 44,1 (VJ: T€ 34,1). 2.2 Ertragslage Das Ergebnis der Gesellschaft wird maßgeblich durch die jährlich vereinnahmten Ausschüttungen der Tochtergesellschaften insbesondere aus Indien und Brasilien geprägt. Das operative Ergebnis ist aufgrund der konzernintern vertraglichen Gestaltung ausschließlich vom externen Umsatz abhängig, da die EBIT-Marge prozentual fixiert ist. Die Ertragslage der IDEMIA Germany GmbH war im Wesentlichen durch die Ertragslage der IDEMIA-Gruppe und den Wegfall der Unternehmereigenschaft und HUB-Funktion beeinflusst. Dieses Geschäftsjahr ist das dritte Geschäftsjahr als Vertriebsgesellschaft. Es wurden nur noch geringe Erlöse mit verbundenen Unternehmen erzielt.
Im Wirtschaftsjahr 2023 sanken die Umsätze um 11,9 Mio. Euro. Dies lag im Wesentlichen an Umsätzen mit Drittkunden (-11,6 Mio. Euro, siehe dazu auch Anlage 3). Aufgrund dieser Rückgänge und trotz weiterer Kosteneinsparungen hat sich das Betriebsergebnis verschlechtert. Das Finanzergebnis hat sich im Berichtsjahr im Wesentlichen aufgrund der höheren Dividendeneinnahmen von den Beteiligungen in Brasilien und Indien verbessert, was dann insgesamt zu einem sehr hohen Jahresgewinn geführt hat. Die Gesellschaft geht davon aus, dass sich die Ertragslage mittel- und langfristig auf einem leicht positiven Niveau halten wird und dass weiterhin auch positive Finanzergebnisse erzielt werden können. 2.3 Zusammenfassung des Geschäftsverlaufs 2023 Die im Zusammenhang mit der Fokussierung der IDEMIA Germany GmbH auf den deutschen Markt initiierte Restrukturierung im Geschäftsjahr 2023 hat sich insbesondere durch die Umsatzrückgänge auf das operative Geschäft ausgewirkt. Die einhergehende Reduzierung der Kosten konnte das Betriebsergebnis des Vorjahres aber nicht ganz halten. Das Betriebsergebnis aus der operativen Tätigkeit wird im Wesentlichen durch die Regelungen aus dem Distribution Agreement (abgeschlossen in 2021) mit der IDEMIA France SAS bestimmt. Das Finanzergebnis war auch im Berichtsjahr im Wesentlichen aufgrund der Beteiligungserträge wieder mit 59,6 Mio. Euro sehr hoch, es lag somit mit 33,7 Mio. Euro weit über dem Vorjahr. Dies lag insbesondere an den außerordentlich hohen Beteiligungserträgen von der indischen Beteiligung Smart Chip Ltd, die Dividenden für das laufende Jahr und das Vorjahr ausschüttete. Die Geschäftsführung ist trotz der Budgetverfehlung mit dem Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 zufrieden. 3 Darstellung der Chancen und Risiken sowie der voraussichtlichen Entwicklung 3.1 Risikobericht Der Erfolg der IDEMIA Germany GmbH wird zukünftig fast ausschließlich von den Umsätzen auf dem deutschsprachigen Markt bestimmt. Die Gesellschaft hatte in 2021 mit der IDEMIA France SAS ein Distribution Agreement abgeschlossen, welches das zukünftige Vertriebsgebiet für die GmbH auf Deutschland und Österreich festlegt. Es ist weiterhin geplant, noch verbliebene Kundenbeziehungen der Bestandskunden in anderen Ländern im Verlaufe des Jahres 2024 an andere verbundene Unternehmen zu überführen. Die für das Geschäft notwendigen Dienstleistungen (Personalisierung, Mailing) müssen durch das Servicecenter der IDEMIA Germany GmbH profitabel erbracht werden. Die Profitabilität ist maßgeblich von der Auslastung des Service Centers abhängig. Das Halten der Großkunden in den Bereichen Payment und Health Care und das Gewinnen weiterer Banken für die Personalisierung hat somit nach wie vor einen hohen Stellenwert. Für den Standort in Flintbek müssen weitere Maßnahmen zur Kostenreduzierung und zur Optimierung von Betriebsabläufen erfolgreich durchgeführt werden, um eine Organisation und Kostenstruktur zu schaffen, die der IDEMIA Germany GmbH eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit sichert. Die IDEMIA Germany GmbH hat 2023 eine Planung für das Geschäftsjahr 2024 erstellt. In diesen Planungen sind die Preissteigerungen für Energie und Personalkosten enthalten. Die Planung lässt keine offensichtlichen geschäftlichen Risiken erkennen. Die Auswirkungen des Auslaufens der gesetzlich vorgeschriebenen Energiepreisbremsen sind noch nicht bekannt, werden sich aber voraussichtlich nicht weiter auf das Betriebsergebnis der Berichtsgesellschaft auswirken, denn wir gehen von stabilen Energiepreisen aus. Zum Nachweis der Absicherung des Bestandes der Gesellschaft hat die IDEMIA I&S France SAS der Gesellschaft ab dem 30. Juni 2018 eine Patronatserklärung in Höhe von 35 Mio. Euro erteilt, um eventuelle bestandsgefährdende Risiken aus der Unterdeckung der kurzfristigen Verbindlichkeiten (inkl. Cash-Pool) durch die kurzfristigen Vermögensgegenstände abzusichern. Bestandsgefährdende Risiken, die über das allgemeine wirtschaftliche Risiko einer unternehmerischen Betätigung hinausgehen, sind nicht erkennbar. Sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Lage der Gesellschaft sind nicht bekannt. 3.2 Prognosebericht - voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft einschließlich der Chancen der künftigen Entwicklung Der IDEMIA-Konzern hat im Zuge der Integration von ex Morpho- und ex Oberthur-Unternehmen seine Struktur vereinfacht. Weltweit wurden alle Organisationseinheiten analysiert und unter rechtlichen, steuerlichen und unter Gesichtspunkten der Prozessoptimierung reorganisiert, um die für eine hohe Wettbewerbsfähigkeit notwendigen Bedingungen zu schaffen. Im Jahr 2021 wurde ein Distribution Agreement mit der IDEMIA France abgeschlossen, welches der GmbH ihr Vertriebsgebiet zusichert und die Verrechnungspreise innerhalb der IDEMIA- Gruppe regelt. In der Folge des Vertrags wird die GmbH eine im deutschsprachigen Markt agierende Vertriebsgesellschaft für Produkte und Services aus den Bereichen Health Care, Payment und Telekommunikation. Die zugesicherten Margen bilden eine solide Planungsgrundlage für die Zukunft, wichtig ist für die IDEMIA Germany GmbH, dass ihr Service Center in Flintbek profitabel bleibt. Dies kann wie oben dargestellt durch eine entsprechend gute Auslastung als auch durch weitere Kosteneinsparungen realisiert werden. Das Distribution Agreement bietet neben der Planungssicherheit auch weitere Chancen für Kosteneinsparungen, denn die Strukturen und Verwaltungsaufwände werden zukünftig geringer sein. Das Service Center als operative Organisationseinheit umfasst mit der Kartenpersonalisierung und den vorgelagerten Abteilungen (Planung, Procurement, Qualität, usw.) sowie eine auf den deutschen Markt fokussierte Vertriebsorganisation. Der Erfolg dieses Teils der GmbH hängt zum großen Teil von den gewonnenen Verträgen im Bereich Payment und Health Care ab, aber auch von der Fähigkeit, die Kosten zu kontrollieren und gezielt zu senken. Daneben hat die GmbH auch eine Serviceeinheit, welche Mitarbeiter administriert, die in sogenannten "Corporate Functions" für den IDEMIA Konzern arbeiten. Die Kosten für diese Funktionen werden vom Konzern getragen. Die Geschäftsführung wird weiterhin Maßnahmen ergreifen, um die Kosten der Gesellschaft zu kontrollieren und gegebenenfalls zu senken. Einige Kundenbeziehungen außerhalb des zugesicherten Vertriebsgebietes wurden auch in 2023 erfolgreich transferiert, die restlichen Kunden werden voraussichtlich im Verlaufe von 2024 übertragen werden. Die Global Account Struktur der IDEMIA ermöglicht der IDEMIA Germany GmbH, nach dem erfolgreichen Onboarding der deutschen Tochter eines französischen Konzerns, weitere internationale Kunden mit deutschen Töchtern an den Service Center Standort zu binden. Darüber hinaus wird dem Bereich der digitalen Lösungen eine zentrale Bedeutung zur erfolgreichen Transformation beigemessen. Auch hieraus ergeben sich im Bereich Systems&Services, Digital Payments und Cryptocurrencies/Digital Currencies neue Erlöspotentiale. Die Auswirkungen der Spätfolgen des Corona-Virus und des Russland-Ukraine-Konfliktes bergen weiterhin Unsicherheiten, welche die zukünftige Entwicklung beeinflussen könnten. Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir aufgrund der Auswirkungen durch diese Krisen und aufgrund des weiteren Transfers von Kunden von entsprechend moderat sinkenden Umsätzen gegenüber 2023 aus. Das Budget für 2024 wurde so erstellt, dass die Supply Chain des IDEMIA Konzernes die notwendigen Mengen und Güter bereitstellen kann. Wir gehen nicht von großen Umsatzverlusten aus. Aufgrund von Kostensteigerungen auf der Beschaffungsseite und dem erhöhten Kostendruck aufgrund der bestehenden Inflation konnten und können wir mit vielen Kunden auch befristete Preissteigerungen vereinbaren, der Markt geht aber tendenziell wieder von zukünftigen Preissenkungen aus. Das Budget für 2024 wurde unter der Maßgabe, dass sich die nicht-finanziellen Leistungsfaktoren nicht wesentlich verändern und unter Berücksichtigung aller bereits bekannten Kundenaufträge sowie der Rückmeldung aus dem Vertrieb aufgestellt. Für 2024 geht die Geschäftsführung von einem Umsatzvolumen mit externen Kunden in Höhe von 44,6 Mio. Euro sowie einem starken positiven EBIT aus. Unter Berücksichtigung aller vorgenannter Maßnahmen und Risiken wird in 2024 mit einem positiven Jahresergebnis vor und nach den Beteiligungserträgen gerechnet. 4 Sonstige Angaben 4.1 Forschung und Entwicklung Seit Ende 2020 werden bei der Berichtsgesellschaft keine R&D-Aktivitäten mehr durchgeführt. 4.2 Beteiligungen und Zweigniederlassungen Auch 2023 war die IDEMIA Germany GmbH mit Hilfe der internationalen Tochterunternehmen global vertreten. Nach wie vor spielen die Regionen Asien/Pazifik und Lateinamerika eine große Rolle: Die Umsätze des Vertriebsstandortes IDEMIA Singapore PTE. LTD. sind im Vergleich zum Vorjahr mit +154,7% weiterhin stark gestiegen, insbesondere aufgrund von Projekten. Das ausgewiesene Ergebnis ist weiterhin positiv. Das Eigenkapital ist um 9,9 Mio. Euro gestiegen. Wir gehen weiterhin von einer sehr positiven Entwicklung aus. Die Umsätze der Vertriebsgesellschaft IDEMIA Portugal Lda sind im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 17,0% gestiegen (VJ: +59,7%). Das Geschäftsergebnis war weiterhin positiv, insbesondere beeinflusst durch die neuen Transferpreisregeln der IDEMIA Gruppe. Das zusammen mit der IDEMIA France S.A.S. gehaltene Gemeinschaftsunternehmen IDEMIA Do Brazil Solucoes e Servicos de Tecnologia LTDA konnte den Umsatz in Höhe 99,6 Mio. Euro (VJ: 100,5 Mio. Euro) knapp halten. Es wurde weiterhin ein hohes positives Ergebnis erzielt (15,2 Mio. Euro, 15,3% vom Umsatz). Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 eine Dividende in Höhe von T€ 13.895,1 (VJ: T€ 12.843,7) ausgeschüttet. Der Standort in Indien, Smart Chip Pvt. Limited (SCL), konnte auch im Jahr 2023 wieder eine Umsatzsteigerung (+6,9%, VJ: +14,8%) sowie damit einhergehend eine Verbesserung des operativen Ergebnisses berichten. Aufgrund des hohen positiven Finanzergebnisses (Dividendeneinnahmen) fiel der Jahresüberschuss höher aus. Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 eine Dividende in Höhe von T€ 45.714,8 (VJ: T€ 13.054,5) ausgeschüttet. Ihre Tochtergesellschaft IDEMIA Syscom Corporation Pvt. Limited weist aufgrund einer Steigerung des Umsatzes (+26,5%, VJ: +63,6%) ein gutes Geschäftsergebnis 2023 über 62,1 Mio. Euro aus (VJ: 29,0 Mio. Euro). Die Vertriebsgesellschaft Morpho Cards Mexico in Mexiko hat bei einem Umsatz in Höhe von 36,6 Mio. Euro (VJ: 37,5 Mio. Euro) ein positives Ergebnis erzielt. Die Gesellschaft PT Morpho Cards Indonesia hat im Berichtsjahr keine Umsätze mehr berichtet. Sie weist negative Ergebnisse aus. Die Gesellschaft wird geschlossen werden. IDEMIA Colombia SAS in Kolumbien konnte ihr Umsatzniveau zum Vorjahr in etwa halten (-1,0%, VJ: +27,1%) und es wurde wieder ein positives Ergebnis erreicht. Die Gesellschaft IDEMIA del Peru SA konnte im Berichtsjahr einen Umsatz in Höhe von 10,0 Mio. Euro (VJ: 11,3 Mio. Euro erzielen). Es konnte weiterhin ein positives Jahresergebnis berichtet werden. Aufgrund wiederum gestiegener Umsätze (+11,8%, VJ: +53%) der IDEMIA Malaysia Sdn. Bhd. in Malaysia konnte in 2023 ein positives Geschäftsergebnis berichtet werden. Die Vertriebsgesellschaft Morpho Cards Argentina S.A. weist trotz einer Umsatzsteigerung von 62% von 5,3 auf 8,6 Mio. Euro für 2023 einhergehend mit einem positiven operativen Ergebnis nun einen hohen Jahresverlust aus, der auf ein sehr negatives Finanzergebnis (Währungsergebnis) zurückzuführen ist. Die Vertriebsgesellschaft IDEMIA Costa Rica SA hat bei einem Umsatz in Höhe von 7,1 Mio. Euro (VJ: 4,9 Mio. Euro) nun ein positives Ergebnis in Höhe von 0,7 Mio. Euro erzielen können (2022: -0,5 Mio. Euro).
Flintbek, 15. Mai 2024 Alexander Nolan, Geschäftsführer Christian Kelsch, Geschäftsführer Michael Utermann, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die IDEMIA Germany GmbH, Flintbek Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der IDEMIA Germany GmbH, Flintbek, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IDEMIA Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 15. Mai 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
Pierre Zapp, Wirtschaftsprüfer Burak Sarigül, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses: 28.06.2024 |
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