Immatics Biotechnologies GmbH
Selbe AdresseForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
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CureVac GmbHTübingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013Lagebericht FüR DAS GESCHäFTSJAHR 2013DER CUREVAC GMBH, TüBINGENA. GESCHäFTSBETRIEB UND GESCHäFTSUMFELD 1. UNTERNEHMENSSTRUKTUR UND GESCHäFTSTäTIGKEIT CureVac ist ein nicht kapitalmarktorientiertes biopharmazeutisches Unternehmen mit Hauptsitz in Tübingen und einer Niederlassung in Frankfurt. In 2013 beschäftigte die Gesellschaft im Durchschnitt 110 Mitarbeiter. CureVac konzentriert sich auf die Entwicklung von mRNA-basierten Wirkstoffen vorrangig gegen Krebs- und Infektionserkrankungen sowie von RNA-basierten Adjuvanzien (Immununterstützer) und damit einer vollkommen neuen Klasse von Medikamenten und Impfstoffen. Diese Technologie besitzt disruptives Potenzial mit entsprechend hohem Verdrängungspotential gegenüber etablierten Medizintechnologien in attraktiven Märkten. Das Unternehmen hat mehrere klinische Studien sowohl in den USA als auch in Europa erfolgreich initiiert und durchgeführt. Aktuell laufen vier klinische Studien in verschiedenen Indikationsfeldern. Die Gesellschaft hat eine Reihe proprietärer und patentrechtlich geschützter Technologien zum Design sowie zur Produktion gemäß GMP-Richtlinien von mRNA-basierten Impfstoffen und RNA-basierten Adjuvantien entwickelt. In den angemieteten Räumlichkeiten verfügt die CureVac über die erforderlichen Ressourcen zu Design, Formulierung, Herstellung und Entwicklung solcher langkettigen RNA-basierten Wirkstoffe. Darüber hinaus verfügt CureVac in dem Forschungs- und Entwicklungszentrum über eine GMP-zertifizierte Anlage zur Herstellung und Abfüllung von klinischen RNA-Materialien gemäß current Good Manufacturing Practice (cGMP)-Richtlinien. CureVac wird von der dievini Hopp BioTech holding GmbH & Co.KG finanziert, einem Venture-Capital-Unternehmen von Dietmar Hopp (Mitgründer des Softwareunternehmens SAP), das im Life-Science- und Gesundheitssektor aktiv ist. Seit seiner Gründung im Jahr 2000 hat CureVac in insgesamt vier Finanzierungsrunden Finanzmittel von mehr als EUR 145 Mio. eingeworben. Ende 2013 arbeiteten rund 108 Mitarbeiter in dem 2.655 m2 großen Forschungs- und Entwicklungszentrum in Tübingen sowie zusätzlich weitere acht Mitarbeiter an der Niederlassung für klinische Entwicklung in Frankfurt. 2. KONJUNKTURENTWICKLUNG Die globale Erholung nach dem Abschwung infolge der Finanzkrise konnte in 2013 nur moderat fortgesetzt werden. Die US-Wirtschaft wuchs 2013 nur um 1,85%. Die sogenannte Fiskalklippe in den USA, verbunden mit automatischen Ausgabenkürzungen konnte im Jahr 2013 nicht mehr verhindert werden und führte im Oktober zu Zwangskürzungen im US-Bundeshaushalt. In der Eurozone kämpften mehrere Länder unverändert mit steigender Arbeitslosigkeit und einem weiteren Wirtschaftsrückgang. Nach OECD Schätzungen sank die Wirtschaftsleistung der Euroländer in 2013 um weitere 0,4% nach einem Rückgang von ebenfalls 0,4% in 2012. Die deutsche Wirtschaft wuchs 2013 mit 0,4% nach noch 0,7% in 2012 nochmals langsamer als im Vorjahr, jedoch unverändert überdurchschnittlich zu ihren europäischen Mitbewerbern. Der Einfluss der Euroländer führte dazu, dass sich das weltweite BIP nach gegenwärtigen Schätzungen nach 2,5% im Jahr 2012 in 2013 mit 2,4% nicht, wie von vielen Instituten noch am Jahresanfang erwartet, beschleunigen konnte. 3. Entwicklungen innerhalb des pharmazeutischen und biotechnologischen Sektors Das globale Wachstum des pharmazeutischen Marktes lag 2013 nach Schätzungen von IMS Health bei nur 3,3%. Die Aktivität bei Unternehmensübernahmen nahm in 2013 gegenüber dem Vorjahr ab; die Übernahme von Onyx durch Amgen für rund 10 Mrd. USD war die größte Einzelübernahme im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Aktien der pharmazeutischen Industrie schnitten 2013 im Vergleich zum Gesamtaktienmarkt überdurchschnittlich ab. Der World Pharmaceutical Index (MSCI) legte im Jahresverlauf 2013 um 28,9% zu, im Vergleich zum MSCI World Index der um 24,1% stieg. Der NASDAQ Biotechnology Index jedoch stieg auch in 2013 erneut überdurchschnittlich um beeindruckende 60% und übertraf damit die Performance nahezu aller anderen bedeutenden Indizes. Das Interesse an Krebsimmuntherapien setzte sich bei den Pharmaunternehmen auch in 2013 fort; Science kürte diesen Erfolg zu dem größten wissenschaftlichen Durchbruch im Jahr 2013. Verantwortlich für diese Aufmerksamkeit sind überzeugende klinische Daten sogenannter Checkpoint-Inhibitoren in frühen Studien. 4. RECHTLICHES UMFELD Der Gesundheitssektor, in dem CureVac arbeitet, ist ein stark regulierter Bereich. Sowohl für therapeutische als auch für diagnostische Produkte gelten komplexe Zulassungsverfahren durch die Regulierungsbehörden wie die Europäische Agentur für die Beurteilung von Arzneimitteln (EMA) oder die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA), bevor ein Medikament seine Marktzulassung erhält. Im Jahr 2013 lag die Anzahl der durch die FDA zugelassenen Therapien mit 27 weiterhin über dem langjährigen Durchschnitt, jedoch deutlich niedriger als noch in 2012. 5. WESENTLICHE UNTERNEHMENSENTWICKLUNGEN IM JAHR 2013 2013 bestand das Hauptziel der Gesellschaft darin, seine RNA-Technologien präklinisch, klinisch und über Partnerschaften weiter zu validieren. Die klinische Entwicklung wurde mit dem erfolgreichen Abschluss der Rekrutierung einer großen Placebo-kontrollierten Phase IIb Studie zur Behandlung von Prostatakrebspatienten vorangetrieben. Des Weiteren hat CureVac in 2013 eine Kooperation mit dem gemeinnützigen Cancer Research Institute (CRI) und dem amerikanischen Krebsforschungs-Netzwerk Ludwig Cancer Research (Ludwig) abgeschlossen. Ziel der Kooperation ist es, die klinische Entwicklung von neuartigen Ansätzen für die Krebsimmuntherapie voranzutreiben. Im Bereich der Infektiologie hat das Unternehmen eine Forschungskooperation mit Crucell Holland B. V., einem Mitglied von Janssen Pharmaceutical Companies, abgeschlossen. Ziel der Kooperation ist die Entwicklung eines Grippeimpfstoffs auf Basis von CureVac's RNActive®-Technologie. B. Darstellung der Lage / finanzielle Leistungsindikatoren 1. ERTRAGSLAGE Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Umsätze sind unverändert von untergeordneter Bedeutung für das Unternehmen. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 2.023 TEUR haben sich gegenüber dem Vorjahr von 3.311 TEUR um 39% verringert. Die Veränderung der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert im Wesentlichen aus einer Verschiebung von Kostenerstattungen in Folgejahre. Betriebliche Aufwendungen Die betrieblichen Aufwendungen haben sich von 13.186 TEUR um 20% (2.505 TEUR) gegenüber dem Vorjahr auf 15.691 TEUR erhöht. Ursächlich hierfür waren in erster Linie der weitere Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Verbindung mit der Einstellung neuer Mitarbeiter. Finanzergebnis Das Finanzergebnis hat sich im Geschäftsjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr von 21 TEUR auf 32 TEUR erhöht. 2. VERMöGENSLAGE Der Jahresfehlbetrag in Höhe von -26.047 TEUR erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von -17.976 TEUR um 45% (8.071 TEUR). Dem Jahresfehlbetrag und dem negativen Ergebnisvortrag in Höhe von insgesamt 103.325 TEUR stehen ein gezeichnetes Kapital in Höhe von 602 TEUR und Kapitalrücklagen über 102.925 TEUR gegenüber. Die Verbindlichkeiten haben sich von 2.188 TEUR auf 2.318 TEUR um (130 TEUR) 6% erhöht. Die Veränderung ist auf ein leicht ausgeweitetes Kreditorenvolumen zum Ende des Geschäftsjahres zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2013 erfolgten Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 1.331 TEU, 559 TEUR entfielen davon auf die Technischen Anlagen und Maschinen. Für Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden insgesamt 440 TEUR aufgewendet. 3. FINANZLAGE Die Liquidität war im Jahr 2013 durch die Einzahlung des Hauptgesellschafters dievini Hopp BioTech holding GmbH & Co. KG. in die Kapitalrücklage jederzeit sichergestellt. Der Fehlbetrag im Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit stieg von 15.012 TEUR im Vorjahr um 44% (6.579 TEUR) auf 21.591 TEUR. Der negative Cash Flow aus Investitionstätigkeit verringerte sich von 2.185 TEUR im Vorjahr um 39% (854 TEUR) auf 1.331 TEUR. Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit lag mit 22.993 TEUR um 4% (1.000 TEUR) über dem in 2012 in Höhe von 21.993 TEUR. C. NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN 1. PERSONAL Ende 2013 waren 116 Mitarbeiter inklusive der Geschäftsführung bei CureVac beschäftigt (Vorjahr 99). Neben dem hohen Ausbildungsstand der Mitarbeiter trägt das Unternehmen über interne und externe Weiterqualifizierung kontinuierlich dazu bei, den zukünftigen Erfolg als innovatives Biotechnologieunternehmen sicherzustellen und auszubauen. 2. UMWELTSCHUTZ UND GESUNDHEITSVORSORGE CureVac betreibt seine Forschung in Laboratorien der Sicherheitsstufe S I nach GenTSV unter Beachtung aller einschlägigen gesetzlichen Vorgaben. Ein kompetentes Team von Verantwortlichen gewährleistet Arbeitssicherheit, biologische Sicherheit, den verantwortungsvollen Umgang mit Chemikalien und Reagenzien sowie vorbeugenden Brandschutz. Dieses Team steht unter der regelmäßigen Überwachung der BG Chemie und folgt deren Sicherheitsrichtlinien. Alle eingesetzten Laborgeräte werden von internen Fachkräften sowie von externen Spezialisten im Rahmen regelmäßiger Wartung und, sofern geboten, im Rahmen von Qualifizierung und Validierung überprüft und gewartet um u.a. größtmögliche Arbeitssicherheit zu gewähren. Ein detailliertes Entsorgungskonzept mit ausführlicher Dokumentation gewährleistet die Einhaltung der geltenden Richtlinien und Grenzwerte. CureVac führt im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements mehrmals jährlich Aktionen zur Gesundheitsvorsorge der Mitarbeiter durch. In 2013 wurden ein Herzcheck, ein Rückencheck, eine Körperfettmessung und ein Vortrag über die positiven Effekte körperlicher Aktivität angeboten. 3. Geistiges Eigentum In 2013 wurden 21 Patente erteilt und es wurden elf Neuanmeldungen eingereicht. Ende 2013 weist das Patentportfolio 47 Patentfamilien auf, nach noch 36 zum Ende 2012. D. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG CureVac erforscht und entwickelt unter dem Markennamen RNActive® neuartige mRNA-basierte prophylaktische Impfstoffe und Krebsimmuntherapien. Diese Technologie besitzt disruptives Potenzial mit entsprechend hohem Verdrängungspotential gegenüber etablierten Technologien in attraktiven Märkten. Grundlage dafür sind die mittlerweile auch in der Klinik gezeigten spezifischen Immunantworten bei gleichzeitig hoher Sicherheit. Darüber hinaus entwickelt CureVac auf Basis von nicht-kodierenden RNA-Molekülen Adjuvantien (RNAdjuvant®), die die Immunantwort von herkömmlichen Impfstoffen verstärken. Parallel zu den klinischen Entwicklungsfortschritten erfolgt ein weiterer Auf- und Ausbau der Produktionsprozesse und Kapazitäten. CureVac hat im Jahr 2013 den Umfang und die Qualität der aktiven Kooperationen mit akademischen, öffentlichen und privatwirtschaftlich Partnern unter anderem durch die Partnerschaft mit Crucell, dem Cancer Research Institute (CRI) und dem amerikanischen Krebsforschungsnetzwerk Ludwig Cancer Research (Ludwig) umfassend steigern können. Wissenschaftlicher Beirat Zum Jahresende 2013 bestand das Gremium aus folgendem Personenkreis: Prof. Angus Dalgleish, MD Prof. Dr. Wolfgang Hartwig Prof. Dr. med. Alexander Knuth Prof. Dr. Hans-Georg Rammensee Prof. Caetano Reis e Sousa, DPhil Prof. Dr. med. Thomas Wölfel, MD Dr. Gerd Zettlmeisl Dr. med. Ralf Clemens, PhD E. BERICHT üBER DIE ZUKüNFTIGE ENTWICKLUNG SOWIE CHANCEN UND RISIKEN DES UNTERNEHMENS 1. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG Im Jahr 2014 plant das Unternehmen die Initiierung weiterer klinischer Studien auf Basis der CureVac eigenen RNA-Technologien. Für das Geschäftsjahr 2014 werden weiterhin keine nennenswerten Umsätze erwartet. Mit einer weiteren Ausweitung des Jahresfehlbetrags ist angesichts von fünf parallel laufender Studien zu rechnen. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass für die Geschäftsjahre 2014 und 2015 vor dem Hintergrund der zu erreichenden Meilensteine die Finanzierung und der Fortbestand der Gesellschaft gesichert ist. 2. RISIKOMANAGEMENT UND RISIKOBERICHT CureVac ist ein international tätiges Unternehmen, dessen wirtschaftliche Aktivitäten mit verschiedenen Risiken für unterschiedliche Geschäftsfunktionen verbunden sind. Der Eintritt eines oder mehrerer dieser Risiken könnte erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von CureVac haben. Herstellung und Inverkehrbringen von RNA GMP-Produkte sind für die Anwendung im Menschen vorgesehen. Haftungsrisiken sind in diesem Zusammenhang nicht auszuschließen. Die Gesellschaft legt größten Wert auf akribische Einhaltung der festgeschriebenen Produktionsprozesse, um Fehler in der Produktion auszuschließen. Zu diesem Zweck wurde ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem eingeführt. Mit RNA-Wirkstoffen bewegt sich die Gesellschaft im Bereich hochinnovativer Forschung und Entwicklung. Es ist nicht auszuschließen, dass einzelne Wirkstoffe Schutzrechten unterliegen, die zum Zeitpunkt der ersten Herstellung trotz sorgfältiger Überprüfung nicht bekannt waren oder erst in der Folge entstehen. Produktentwicklung Biotechnologische Forschung und Entwicklung sowie die klinische Entwicklung biotechnologischer Therapeutika bis hin zur Marktreife beinhalten naturgemäß hohe Risiken des Misserfolgs sowie hohe Kosten. Auf dem Weg hin zum Medikament werden die Impfstoffe Überprüfungen der Toxizität, der Wirksamkeit und der Nebenwirkungen unterworfen. Ungünstige Ergebnisse in jedem einzelnen dieser Bereiche können dazu führen, dass eine spezielle Therapeutikum-Entwicklung abgebrochen wird oder dass ein Therapeutikum nicht zugelassen wird. Produktrisiken Die klinische Entwicklung, Vermarktung und der Verkauf von Materialien, derzeit im Bereich immuntherapeutische Forschung, und ggfs. Dienstleistungen sind einem Haftungsrisiko ausgesetzt. Die Gesellschaft kann nicht davon ausgehen, dass künftig keine diesbezüglichen Klagen gegen sie vorgebracht werden. CureVac verfügt derzeit über einen Versicherungsschutz für ihre Geschäftstätigkeit und die ihrer Beschäftigten, der in Umfang und Höhe begrenzt ist, von dessen Angemessenheit die Geschäftsleitung aber überzeugt ist. Vor Beginn klinischer Studien unter der Regie der Gesellschaft werden zudem die gesetzlichen und von Genehmigungsbehörden geforderten Versicherungen zum Schutz der Probanden entsprechend der vorgeschriebenen Deckungssumme abgeschlossen. Es gibt jedoch keinerlei Gewissheit, dass dieser Versicherungsschutz ausreicht, um CureVac gegen einige oder alle möglichen Klagen oder Verluste zu schützen. Abhängigkeit von Gesundheitsvorsorge und Ausgaben der Pharmaindustrie Die Gesellschaft ist indirekt abhängig von verschiedenen Einnahmequellen, vor allem von Meilensteinzahlungen, Lizenzzahlungen von Lizenznehmern und Kooperationspartnern, von der Finanzlage öffentlicher Haushalte und den Finanzmärkten, von der Regierung und staatlichen Gesundheitsbehörden, von Forschungsinstituten, privaten Krankenversicherern und anderen Organisationen. Ein Teil der von CureVac künftig geplanten Umsätze wird aus der Zusammenarbeit mit Partnern aus der Pharmabranche stammen. Viele Kooperationsverträge werden Meilensteinzahlungen vorsehen, die in Abhängigkeit von der Erfüllung bestimmter Kriterien gezahlt werden. Die Gesellschaft kann daher keine Gewähr dafür übernehmen, dass aus abgeschlossenen und geplanten Partnerschaften zukünftig Umsatzerlöse erzielt werden. Wettbewerb und Technologiewandel Das Geschäftsfeld der Gesellschaft ist durch raschen Wandel und intensiven Wettbewerb geprägt. Im Kreis ihrer Wettbewerber gibt es Pharma-, Chemie- und Biotechnologieunternehmen, die über umfangreiche finanzielle, technische und Marketing-Ressourcen verfügen. Es besteht das Risiko, dass sich die von CureVac entwickelten Technologien und Produkte nicht durchsetzen. Risiken in Verbindung mit Geistigem Eigentum Der Patentschutz für biotechnologische Produkte ist aufwändig und mit Unsicherheiten behaftet. Dies gilt insbesondere für den Zeitraum bis zur Erteilung von Patenten in den aktuell bedeutendsten Märkten USA und Europa. Nach Patenterteilung bestehen weiterhin Risiken wie z.B. durch Einsprüche und Patentstreitigkeiten. Die Gesellschaft kann keine Garantie dafür übernehmen, dass nicht Ansprüche bestehen, die der Geschäftsleitung noch unbekannt sind und die in Zukunft zu Patentstreitigkeiten mit ungewissem Ausgang führen könnten. Die Gesellschaft verfolgt eine breit angelegte Patentstrategie, um die Risiken des IP-Schutzes zu minimieren. Weiterer Schutz der Produkte und Verfahren der Gesellschaft liegen in etabliertem Know-how. Abhängigkeit von wichtigen Mitarbeitern Die Gesellschaft beschäftigt hochqualifiziertes und spezialisiertes Personal. Der Verlust von Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen kann sich nachteilig auf die Gesellschaft auswirken. Entsprechende arbeitsvertragliche Regelungen und Arbeitsprozesse wirken diesem Risiko entgegen. Am bedeutendsten ist jedoch die Mitarbeiterbindung, die über eine aktive Personalentwicklung ständig erfolgt und auch überprüft wird. Zusätzlicher Finanzbedarf Diesen plant die Gesellschaft über Meilenstein- und Lizenzzahlungen von Pharma- und großen Biotechnologie-Unternehmen, sowie anderen Finanzierungsquellen neben dem Hauptgesellschafter, sicherzustellen. Auch aus anderen Finanzierungsquellen besteht das Risiko, dass Mittel nicht oder in zu geringem Ausmaß eingeworben werden, um die Kosten der geplanten Geschäfte zu decken. Ferner besteht das Risiko, dass die Konditionen künftiger Kapitalaufnahme nicht den heutigen Erwartungen entsprechen. Auch für die Zeit bis Ende 2014 können unvorhergesehene Ereignisse oder nicht erwartete Chancen, die genutzt werden sollen, weiteren Finanzbedarf erzeugen. Währungsrisiko Der Abschluss der CureVac wird in Euro erstellt. Derzeit fallen sowohl der Großteil der Aufwendungen als auch ein Großteil der Umsätze in Euro an. Kurssicherungsgeschäfte für Geschäfte in Fremdwährungen werden ggf. zur Minderung des Wechselkursrisikos unter Zuhilfenahme eines entsprechenden Risikomanagements vorgenommen, um nachteilige Auswirkungen auf das Jahresergebnis zu mindern. 3. CHANCEN DER ZUKüNFTIGEN ENTWICKLUNG Den aufgeführten Risiken stehen attraktive Chancen gegenüber. Langfristig können auf Märkten wie der der Krebsimmuntherapien, der Impfstoffe und der Adjuvantien - denen allen ein überdurchschnittliches Marktwachstum zugetraut wird - mit patentgeschützter RNA-Technologie Produkte vermarktet werden. Hierunter fallen, neben aktuell entwickelten Produkten der bestehenden Pipeline, neu zu entwickelnde Produkte auf der Grundlage von CureVacs RNA-Technologieplattformen. Weitere Chancen können sich aus der Forschung und Entwicklung an RNA ergeben, woraus weitere innovative Produkte in neuen Feldern entstehen können. Mittelfristig liegen Chancen der Wertsteigerung in der Generierung weiterer positiver klinischer und präklinischer Ergebnisse, die eine Lizenzierung zu attraktiven Konditionen an Partner ermöglichen. Chancen liegen weiterhin im Aufbau einer Marktposition für RNA-Produkte in vergleichsweise jungen Märkten. F. VORGäNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG, DIE NACH DEM SCHLUSS DES GESCHäFTSJAHRES EINGETRETEN SIND Aufgrund der Erreichung diverser Meilensteine in Zusammenhang mit der Finanzierung durch den Hauptgesellschafter wurden im ersten Quartal 2014 weitere Bar-Zuführungen zur Kapitalrücklage in Höhe von Mio. Euro 13,0 getätigt.
Tübingen, 31. März 2014 gez. Dr. Ingmar Hörr BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang FüR DAS GESCHäFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2013 BIS 31. DEZEMBER 2013A. ALLGEMEINE ANGABEN ZU INHALT UND GLIEDERUNG DES JAHRESABSCHLUSSES Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013 wurde grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewandten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen und nach den allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den Größenmerkmalen des § 267 Abs. 2 HGB um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Bilanzierung und Bewertung im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB Anwendung. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Das Sachanlagevermögen ist mit den handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Abnutzbare, bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Betrag in Höhe von Euro 150 wurden vereinfachend analog § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt. Für solche, die Euro 150, jedoch nicht Euro 1.000 überschreiten, wurde vereinfachend analog § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet, der im Geschäftsjahr der Bildung und den folgenden 4 Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Das in den Rechnungsabgrenzungsposten enthaltene Disagio auf langfristige Kredite wird linear über den Zeitraum der Zinsbindung des entsprechenden Darlehens abgeschrieben. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB). Die Verbindlichkeiten werden mit Ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Währungsumrechnung Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens umgerechnet; zum Abschlussstichtag erfolgt die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs gem. § 256a HGB. B. ERLäUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. ERLäUTERUNGEN ZUR BILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und bestehen am Abschlussstichtag gegenüber verbundenen Unternehmen respektive gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 2 GmbHG) in Höhe von EUR 497.722,65 (i.V.: EUR 540.200,26). Rechnungsabgrenzungsposten In den Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR 191.568,20 (i. V.: EUR 193.953,64) sind Disagien gem. § 250 Abs. 3 HGB in Höhe von EUR 427,00 (i. V.: EUR 244,00) enthalten. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (§ 268 Abs. 5 S.1 HGB, § 285 Nr.1 und Nr. 2 HGB) ergeben sich wie folgt:
Sicherheiten: Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignungen von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von EUR 13.540,00 gesichert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB Es bestehen keine Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB Zum 31.12.2013 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sonstige finanzielle Verpflichtungen
2. ERLäUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 79,0 enthalten. Es handelt sich im Wesentlichen um Nachzahlungen zu Probandenversicherungen und Betriebskosten der gemieteten Räumlichkeiten. C . ERGäNZENDE ANGABEN 1. PERSONAL Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer gliedert sich wie folgt:
2. ORGANE Als Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2013 waren bestellt: Herr Dr. Ingmar Hörr, Tübingen, Chief Executive Officer 3. BEIRAT Dem Beirat gehörten im Geschäftsjahr folgende Personen an: Herr Prof. Dr. Friedrich von Bohlen und Halbach, Geschäftsführer (Vorsitzender des Beirats), Herr Prof. Dr. Wolfgang Hartwig, Hochschulprofessor und Berater, Herr Prof. Dr. Christof Hettich, Rechtsanwalt, Herr Dr. Mathias Hothum, Geschäftsführer. ERGEBNISVERWENDUNG Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresfehlbetrag beträgt EUR 26.046.881,83. Einschließlich des zu berücksichtigenden Verlustvortrages in Höhe von EUR 77.278.476,21 ergibt sich ein Betrag von EUR -103.325.358,04, der zu verwenden ist. Auf neue Rechnung werden EUR -103.325.358,08 vorgetragen.
Tübingen, den 31. März 2014 CureVac GmbH gez. Dr. Ingmar Hörr AnlagespiegelAnlage I zum Anhang Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2013der CureVac GmbH, Tübingen
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 23.09.2014 festgestellt. Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der CureVac GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Reutlingen, den 03. Juni 2014 Mauer
Unternehmensberatung GmbH
gez. Stephan Mauer, Wirtschaftsprüfer |
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