Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 161719
Vorher
Eurostaff Group GmbHStaffgroup GmbH
Eingetragen
17.1.2012
Branche
Vermittlung von ArbeitskräftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieSonstige Überlassung von Arbeitskräften
Gegenstand
Die Suche, Vermittlung und Beratung in Personalangelegenheiten auf eigene und auf fremde Rechnung, einschließlich aller damit verbundenen kaufmännischen Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stuart Fry
seit 17.5.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Halian Staffgroup LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Halian Staffgroup Limited
United Kingdom
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Halian GmbH (vormals: Staffgroup GmbH)

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht für das Jahr vom 01. April 2023 bis 31. März 2024

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftstätigkeit des Unternehmens

Gegenstand der Gesellschaft ist seit der Gründung im Jahr 2012 die Vermittlung von Personalfachkräften und die Projektbetreuung mit externen Partnern sowie damit zusammenhängende Dienstleistungen. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Berlin und vermittelt einen Großteil der Fachkräfte in diesem Gebiet, hat jedoch auch unselbstständige Betriebsstätten in Stuttgart und Hamburg aus denen dortige Märkte betreut werden. Im folgenden Wirtschaftsjahr werden weitere Märkte in Nürnberg und Hamburg erschlossen.

Unternehmensstruktur

Die Halian GmbH ist eine einhundertprozentige Tochtergesellschaft der Halian Staffgroup Ltd., Chevron House 33 Soho Square, London, Vereinigtes Königreich W1D 3QU und wird in den Konzernabschluss der Halian Holdings Limited einbezogen, ansässig unter der selben Adresse.

Mitarbeiter*innen

Für die Durchführung der Unternehmenstätigkeit bilden die Mitarbeitenden den Grundstein. Im Durchschnitt wurden im Berichtszeitraum 55,0 Mitarbeitende beschäftigt. Dies ist ein starker Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Die Umfirmierung und damit einhergehende Veränderungen bewirkten einen starken Personalabgang. Darüber hinaus wurde durch einen ehemaligen Mitarbeiter in größerem Umfang Personal für dessen neue Firma abgeworben, was ebenso die Zahl der Mitarbeitenden reduzierte.

Betriebsstätten

Die Betriebsstätten wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr beibehalten. In der Folgeperiode werden zwei weitere Betriebsstätten eröffnet.

2. Wirtschaftsbericht

Rückblick

Die Prognose des Jahresüberschusses im vorangegangenen Wirtschaftsjahr i.H.v. 1.000 TEUR wurde mit einem tatsächlichen Ergebnis von -225 TEUR stark untertroffen. Die oben angesprochenen Personalabgänge waren hierfür maßgeblich verantwortlich.

Gesamtwirtschaftliche sowie branchenspezifische Rahmenbedingungen

Der deutsche Markt ist im Kerngeschäft der Halian GmbH, insbesondere im Bereich der Fachkräfte, untersättigt. Nach Einschätzungen aller Branchenvertreter wird sich der Fachkräftemangel intensivieren und die Nachfrage nach gut qualifiziertem Personal im absehbaren Zeitraum bis 2030 erhöhen.

Steigende Inflation, insbesondere Energiepreise, erschwerten die Besetzung von Plätzen [https://publikationen.bundesbank.de/publikationen-de/berichte-studien/monatsberichte/monatsbericht-april-2024-928516?article=kurzberichte-928518]. Diversifikation über Länder, Sparten und Märkte streut das Individualrisiko deutlich. Ebenso sehr erfreulich ist die anhaltende Kooperation mit namenhaften Großkunden, die zeigt, dass das Unternehmen auch eine größere Anzahl an Stellen erfolgreich besetzen kann. Durch die Übernahme durch Halian musste sich der Firmenname auch erst etablieren, was die Kundenbindung kurzfristig erschwerte.

Der Rückgang des Cashflows aus operativer Tätigkeit ist annehmbar und zeigt die Reduzierung der Kapitalreserven ausgehend von einem sehr hohen Bestand. Die Kapitalnutzung wurde im Berichtszeitraum optimiert. Die Gesellschaft befindet sich im Berichtszeitraum in einer Umbruchsphase. Die Geschäftsführung wirkt darauf hin, den Cashflow in den Folgeperioden wieder auf die Vorjahreswerte zu bringen.

Zusammenfassend war die Periode geprägt von einem starken Umbruch in der Unternehmenskultur, der durch damit einhergehende Strukturierungsentscheidungen und leider auch Personalabgänge das Jahresergebnis mehrheitlich negativ beeinflusste. Die Gesellschaft ist insbesondere durch die globale Ausrichtung und eine lebendige Konzernstruktur ein attraktives Unternehmen mit guten Zukunftsperspektiven. Die Eröffnung von zwei weiteren Büros in Nürnberg und München in der Folgeperiode ist Zeichen hiervon.

Vermögenslage

Im Berichtsjahr nahm das Anlagevermögen um 12,37% gegenüber dem Vorjahr ab. Dies war mehrheitlich verursacht durch die planmäßigen Abschreibungen. Zudem betrugen die Anlagenzugänge lediglich 41 TEUR, was geringer war als in den Vorjahren.

Bedingt durch das negative Jahresergebnis verringert sich der Gewinnvortrag auf 4.227.167,07 EUR. Es wird deutlich, dass die Gesellschaft ausreichende Reserven wie auch die Unterstützung des Konzerns hat, um die anstehenden Hürden zu überstehen und gestärkt daraus hervorzugehen.

Das Umlaufvermögen erfuhr eine Reduktion um 7.172 TEUR, maßgeblich beeinflusst durch einen Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (-5.846 TEUR zum Vorjahr). Zudem wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-1.355 TEUR) und Finanzguthaben (-339 TEUR) signifikant gegenüber dem Vorjahr reduziert. Auch hieran zeigt sich, dass Maßnahmen zum Forderungsmanagement Wirkung zeigen und ein Kapitalrückfluss in nahezu allen Fällen gewährleistet ist. Die Einzelwertberichtigung nimmt gegenüber dem Vorjahr um 9 TEUR ab, was durch eine teilweise Bereinigung der Vorjahrespositionen, allerdings vermehrt um einige neue Unstimmigkeiten zurückzuführen ist. In der Anzahl der Fälle bleibt das Konto nahezu unverändert. Die Überwachung des Cashflows findet täglich statt und wird durch diverse interne Kontrollprozesse gestützt.

Gebundenes Kapital in Form von aktiver Rechnungsabgrenzung nahm um 98 TEUR zu, was maßgeblich durch zwei Rechnungen von Personalplattformen verursacht wurde. In diesem Zusammenhang sollte insbesondere betrachtet werden, dass in vielen Fällen Rabatte gewährt werden, wenn eine jährliche Zahlung gewählt wird und dies entsprechend eine nachhaltige Unternehmensentscheidung ist.

Die Verbindlichkeiten nehmen im Berichtszeitraum um 66,30% ab. Durch die Verschmelzung wurden die Altforderungen- und Verbindlichkeiten aufsummiert und führen daher auch auf Seiten der Intercompany Verbindlichkeit zu einer Reduktion um 6.427 TEUR. Zusätzlich dazu nahmen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag um 304 TEUR gegenüber dem Vorjahr ab. Dem gegenüber reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1.355 TEUR gegenüber dem Vorjahr. Wir begrüßen diesen Bestand reduziert zu haben, da die Gesellschaft insbesondere in der Vergangenheit in dieser Position deutlich höhere Bestände zu verzeichnen hatte. Es ist der andauernd engagierten Arbeit des Kundenmanagements zu verdanken, dass wir dieses Ergebnis erzielen konnten.

Sowohl bei den Steuerrückstellungen als auch den Steuerverbindlichkeiten finden sich signifikante Rückgänge, was ein positives Zeichen darstellt. Durch eine Betriebsprüfung für Vorjahre, welche zum Zeitpunkt der Berichtserstellung noch mit dem Einspruch angefochten wurde, erfolgt ein Forderungsausweis des festgestellten Betrags über 74 TEUR in den sonstigen Forderungen.

Die Anlagendeckung hat sich weiter verbessert und Halian weise eine gesunde Vermögenslage auf. Gegebenenfalls sind die zur Verfügung stehenden Finanzmittel (40,00% der Bilanzsumme) besser als Investition gebunden, wobei ein gewisser Kapitalpuffer durchaus üblich ist. Dies trägt positiv zur Solvenz bei und ist in diesem Hinblick positiv zu beurteilen. Des Weiteren lässt sich zusammenfassen, dass die Bilanzsumme um 45,69% gegenüber der Vorperiode abgenommen hat, was durch den Abgang der Intercompanyforderungen und -verbindlichkeiten maßgeblich verursacht wurde.

Finanzlage

Die Halian GmbH weist eine außerordentlich stabile Finanzlage auf. Die Forderungsquote nimmt von 70% auf 44% ab, was insgesamt positiv zu bewerten ist. Die Finanzmittel nehmen, ausgehend von einem bereits angesprochenem zu hohen Bestand, im Vergleich zur Vorperiode um 339 TEUR ab und betragen zum Stichtag noch 3.417 TEUR. Das Eigenkapital wurde, bedingt durch den Jahresfehlbetrag gemindert. Auf Grund der geringeren Bilanzsumme steigt aber die Eigenkapitalquote auf zuletzt 51%. Hierdurch verbessert sich auch die Finanzlage. Die strategische Entscheidung der Vorjahre, den Gewinnvortrag im Unternehmen zu belassen trägt wesentlich zur Stabilisierung im Berichtszeitraum bei. Der Cashflow stellt sich im Berichtszeitraum inkl. Vorjahresvergleich wie folgt dar:

TEUR 2023/24 2022/23
Periodenergebnis -225 1.286
Abschreibung (+) / Zuschreiben (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 69 41
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellung -224 -273
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-)
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 6.734 2.121
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -6.652 -2.033
Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 1
Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) 128 147
Ertragssteueraufwand (+) / Ertragssteuerertrag (-) 112
(=) CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT (Summe aus 12 - 25) -170 1.402
Auszahlungen für Investitionen in das immateriellen Anlagevermögen (-) -6
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (-) -41 -70
Erhaltene Zinsen (+) 109 248
(=) CASHFLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT (Summe 27 - 40) 68 172
Gezahlte Zinsen (-) -237 -396
(=) CASHFLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT (Summe 42 - 53) -237 -396
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Summe CFs 26, 41, 54) -339 1.178
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode (+) 3.756 2.578
(=) Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe 55 - 58) 3.417 3.756
Zahlungsmittelbestand lt. Bilanz 3.417 3.756

Im Berichtszeitraum zeigt sich ein negativer Cashflow insgesamt ebenso wie ein negativer Cashflow aus operativer Tätigkeit. Dies korrespondiert mit dem negativen Jahresergebnis. Ganz wesentliche Einflüsse gingen auf die Bereinigung der Verbindlichkeiten und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen zurück.

Die Investitionstätigkeit verringert sich im Vergleich zum Vorjahr auf 40 TEUR (VJ: 75 TEUR). Dies hängt auch damit zusammen, dass die Renovierung des Berliner Büros vollendet ist und hierdurch keine Finanzmittel mehr aufgewendet werden müssen.

Darüber hinaus ist zu erwähnen, dass sich die Jahresrechnung für Recruiting Plattformen sehr stark auf den Cashflow ausgewirkt hat. Diese Position war auch in Vorjahren sehr hoch und verbleibt auch diesmal auf hohem Niveau. In der Berichtsperiode haben die liquiden Mittel abgenommen, was angesichts der zu hohen Bestands in der Vorperiode positiv zu bewerten ist. Die Geschäftsführung ist sich den Herausforderungen der Zukunft bewusst und hat angesichts der Unzufriedenheit mit dem Ergebnis in der Folgeperiode Schritte und Umstrukturierungen ergriffen, um der geänderten Bedarfslage gerecht zu werden.

Zudem nahmen Vorräte deutlich zu (+6734 TEUR gegenüber +2121 TEUR im Vorjahr). In Summe spiegelt der Cashflow die im Berichtszeitraum auch in der Vermögens- und Ertragslage beschriebene Umbruchsphase wider. Die Gesellschaft ging mit einem sehr hohen Finanzmittelbestand in das Berichtsjahr und eine Reduktion ist ein gesundes Zeichen einer noch effizienteren Nutzung der Kapitalmittel.

Ertragslage

Die Gesellschaft erzielt im Berichtszeitraum einen Jahresfehlbetrag. Trotzdessen kann sie aufgrund der Vorräte und stillen Reserven eine insgesamt stabile Ertragslage aufweisen. Der Jahresumsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 12.587 TEUR auf 22.321 TEUR zurückgegangen. Dies hängt auch mit dem Rückgang der Vertriebsmitarbeiter*innen zusammen.

Analog zu den leicht gesunkenen Umsätzen reduzierten sich auch Aufwendungen für Löhne und Gehälter um 862 TEUR. Wesentlich hierzu trugen einige Kündigungen wie auch geringere Provisionszahlungen bei. Die Urlaubsrückstellung erhöhte ich leicht um 23 TEUR.

Bedingt durch das negative Jahresergebnis entsteht kein Steueraufwand, damit fällt eine wesentliche Aufwandsposition des Vorjahres weg und das Ergebnis des Steueraufwands verbessert sich um 112 TEUR.

Darüber hinaus reduziert sich der Zinsaufwand wesentlich um 40 % gegenüber dem Vorjahr, was ebenfalls zu begrüßen ist.

Dem gegenüber nehmen die Raumkosten um 12,08% zu. Dies hängt mit weiterberechneten Energiekosten durch die Raumnutzung und reguläre Mietsteigerungen zusammen.

Für die Zukunft ist geplant, die Mitarbeiterzahl wieder anzuheben und damit auch die Stärkung der Ertragslage herbeizuführen. Zudem sollen neue gruppeneinheitliche Marketingstrategien dazu verhelfen, einen einheitlichen Marktauftritt zu gewährleisten und die Bekanntschaft der Marke zu festigen.

3. Geschäftsverlauf

In der Berichtsperiode kam es durch die Übernahme der Halian Gruppe zu einem Umbruch in der Geschäfts- und Personalpolitik. Die Marke Staffgroup wurde nicht länger genutzt und durch Halian ersetzt. Dieser Prozess erforderte zahlreiche interne Umstrukturierungen und neue Anforderungen in der Kundenorientierung. Demgegenüber waren auch neue Großkunden als Vertragsgrundlage eröffnet, was der Gesellschaft und ihren Mitarbeitenden dazu verhalf, neue großvolumige Verträge abzuschließen.

Nach wie vor leiden viele Betriebe unter sehr hohen Energie- und Ressourcenkosten, was sich auf die Nachfrage der Kunden auswirkt. Dieser Effekt normalisiert sich in der Folgeperiode teilweise, was sich spürbar auf die Erlöse auswirkt. In dieser Hinsicht kann die Berichtsperiode als "Übergangsjahr" betrachtet werden, um die neue Firmenidentität bei den Kunden und Mitarbeitenden zu stärken und sich effizienter zu strukturieren.

Sehr erfreulich war auch die globale Kooperation zwischen unterschiedlichen Konzerngesellschaften, sodass Mitarbeitende global kooperieren um den Konzern als Ganzes stärker und performanter zu machen.

Darüber hinaus wurde die Lohnbuchhaltung inhouse geholt und hierdurch ein deutlicher Mehrwert für die Mitarbeitenden, die Personalbetreuer und externe Behörden geschaffen. Dieser Schritt ermöglichte auch eine Kostenreduktion und schlankere bzw. schnellere Prozesse. Die Kommissionen sind für die Vertriebsmitarbeiter sehr wichtig und es konnte eine bessere Kontrolle jener erreicht werden.

4. Chancen- und Risikobericht

Mit einem stark von der Kundennachfrage abhängigen Geschäftsmodell ist die Gesellschaft einer schwankenden Konjunktur und Nachfrage tendenziell stärker ausgeliefert. Der Großteil der Kunden sind mittelständige und große Unternehmen. Der Fokus des Geschäftsfelds auf Fachkräfte führt hingegen zu einer geringeren Abhängigkeit von diesen Faktoren, da diese Personengruppe auch bei schwächerer Konjunktur eine kaum veränderte Nachfrage erwarten lässt. Zudem ist die Halian GmbH mit ihrem dynamischen Konzept schnell in der Lage auf Veränderungen im Arbeitsmarkt zu reagieren und flexibel auf neue Kundenanfragen zu reagieren. Auch in konjunkturell schwierigen Phasen gelingt es der Gesellschaft große und profitable Vermittlungen durchzuführen. Der Fokus auf die Vermittlung von Freiberuflern trägt wesentlich zu einer "Glättung" der monatlichen Ergebnisse bei. Durch ihre langjährige Marktpräsenz werden immer häufiger langfristige Kooperationen mit namenhaften Kunden und hohen Auftragsvolumen möglich. Durch die folgende Eingliederung in den Halian Konzern erwachsen ebenso neue Kundenbindungen, auf die die Kandidat*innen vermittelt werden können ohne den üblicherweise damit zusammenhängenden zeitintensiven Akquisitionsaufwand.

Chancen und Risiken aus operativem Geschäft

Im Berichtszeitraum war die Gesellschaft zu Anfang profitabel und kippte dann in die Verlustzone. Hierdurch resultiert ein negatives Gesamtergebnis. Der Berichtszeitraum war von besonderen makroökonomischen Faktoren in Deutschland geprägt. Insbesondere die Inflation und hohe Produktionskosten drückten auf die Stimmung, was sich auch in einem negativen ZEW Index ab 04/23 bis 11/23 manifestiert. Die Gesellschaft hat ein diversifiziertes Portfolio an Kunden und Kandidat*innen, was eine Chance für die erfolgreiche Vermittlung darstellt. Gleichzeitig erwirtschaften einige Partner einen deutlich höheren Umsatz als andere, ein Wegbrechen würde den Umsatz also überproportional beeinflussen.

Zudem besteht ein der Auftragsart inhärentes Risiko bei Auftragsarbeiten, dass der Kunde mit der Leistung des Kandidaten nicht einverstanden ist und Rechnungen unsererseits nicht zahlt. Diesem Risiko begegnet die Halian GmbH mit einer Berufshaftpflicht-Pflicht bei Vertragsabschluss.

Üblicherweise ist das Geschäftsmodell extrem personalintensiv und hieraus erwachsen die üblichen Chancen, gemeinsam eine nachhaltige Arbeitsbeziehung einzugehen und voneinander zu profitieren. Andererseits kam es in der Vergangenheit vereinzelt zu Konflikten, welche durch Abfindungen nebst Rechtsberater geklärt werden mussten. Die Halian GmbH dankt allen Mitarbeitenden für die großartige Unterstützung, die das Unternehmen auch in Zukunft kompetitiv und nachhaltig wachsen lassen.

Finanzierungsrisiken

Das Berichtsjahr prägten finanzbezogen vor Allem die Auflösung der Intercompany Forderungen- und Verbindlichkeiten. Hierdurch nahm die Bilanzsumme um fast die Hälfte ab. Davon abgesehen ist ein Rückgang der Finanzmittel ein positives Signal, da noch im Vorberichtszeitraum ein sehr hoher Anteil der liquiden Mittel ungeschützt gegen die Inflation vorhanden war. Der Abbau der liquiden Mittel sichert die Gesellschaft teilweise vor dem Wertverfall der Inflation und ist folglich eine positive Entwicklung.

In der Berichtsperiode fanden einige Umzüge statt und erhöhten damit die Kautionen um 13 TEUR. Als Intermediär sind wir von der Solvenz der Kunden abhängig und gehen für bestimmte Dienstleistungen in Vorleistung. Der beidseitige Rückgang von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-1.355 TEUR ggü. Vorjahr) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-304 TEUR), spiegelt ein ausgewogenes Verhältnis in dieser Praktik und dem Management aller Forderungen und Verbindlichkeiten wider.

Die Gesellschaft konnte im Berichtszeitraum und darüber hinaus von einem höheren Zins profitieren. Während in vergangenen Berichtszeiträumen teilweise sogar Negativzinsen erhoben wurden, besteht nun wieder die Möglichkeit ein - wenn auch geringfügiges - Zinseinkommen zu erwirtschaften und die Bankbestände so weiter zu nutzen. Andererseits wirkt die Inflation auf die Entscheidungswilligkeit, neues Personal anzustellen und neue Projekte zu beauftragen, respektive Personalkräfte hierfür über uns anzuwerben. Dies spürt die gesamte Industrie deutlich. Allerdings wird Berlin im letztverfügbaren Hays Gesamtnachfrage-Index an erster Stelle geführt, was eindeutig für viel Potential in dem Markt spricht [https://www.hays.de/personaldienstleistung-aktuell/fachkraefte-index-regional].

Rechtsrisiken

Die eigene Rechtsabteilung wird bei Bedarf durch bereits bestehende Fachberatung unterstützt.

Im Berichtsjahr wurde eine Lohnprüfung der Halian GmbH durchgeführt, bei der eine Nachforderung festgestellt wurde. Diese verursachte einen Finanzabfluss, der bis zum Februar 2025 in großen Teil wieder rückgeführt werden sollte, da diese Forderungen anzuzweifeln sind.

Im Rahmen unserer Tätigkeit kommt es punktuell zu Rechtsstreitigkeiten, oft in Zusammenhang mit der Zahlung des Honorars oder eines Freiberuflers. Gründe dafür sind verschieden, teilweise erhoffen sich Firmen ein besseres Angebot zu erhalten, einige junge Unternehmen weisen auch interne Abstimmungsprobleme auf, die dann zu Diskrepanzen bei der Zahlung führen können, in den wenigsten Fällen liegt es an mangelhafter Leistung der Freiberufler oder vermittelten Arbeitnehmer. Womöglich werden, z.B. bei Programmieraufträgen, im Vorfeld Tests durchgeführt, um die Eignung der Kandidat*innen sicherzustellen und im Nachhinein ggf. vorhalten zu können. Die Consultants arbeiten eng mit dem Legal-Team, der Finanzbuchhaltung und Personalabteilung zusammen, um stets rechtssichere Vereinbarungen und akzeptable Lösungen für alle Seiten zu finden.

Währungsrisiken

Die Umsätze werden durch die zunehmende internationale Ausrichtung in geringem Umfang in Fremdwährungen abgewickelt. Diese Währungen unterliegen in den meisten Fällen aber keinen starken Schwankungen und dies dürfte sich in absehbarer Zeit auch nicht ändern. Eine Inanspruchnahme durch Rechnungen der Konzerngesellschaften wird nur dann erfolgen, wenn die beidseitigen Interessen gewahrt sind, also insbesondere nicht dann, wenn durch temporäre Währungsschwankungen ungünstige Wechselkurse vorherrschen oder die Gesellschaft nicht über ausreichend liquide Mittel verfügen sollte.

Sonstige Risiken

Eine Expansionspolitik bedingt diverse rechtliche Risiken und erhöht den Aufwand für eine korrekte Abwicklung der Verträge. Insbesondere die Angleichung der Verträge an die Politik von Halian führt dazu, dass ein erhöhter Verwaltungsaufwand für die Dokumentenerstellung notwendig wird und kontinuierlich in allen Belangen beibehalten werden muss. So erwachsen Risiken dadurch, dass Altverträge nach aktuellem Recht teils neu gefasst und strukturiert werden müssen, gleichzeitig aber die Anforderungen durch die geänderte Situation stetig wachsen.

Weiterhin wurde die IT Infrastruktur in die Halian Gruppe integriert, was einen kompletten Systemwechsel für die Vertriebsmitarbeiter*innen zur Folge hatte. Entsprechend resultieren digitale Risiken aus nicht kompatiblen Altdokumenten und einer allgemein angepassten Verfahrensweise in der Anwendung der Programme. Da viele Anwendungen aber Cloudbasiert sind, halten sich die faktischen Risiken in Grenzen. Dennoch bleibt die Angewiesenheit auf funktionierende IT Infrastruktur ein großes Risiko, da durch einen Ausfall keine Arbeit abgesehen vom Telefonieren möglich wäre. Wie in der Vergangenheit auch beschäftigt die Gruppe und auch die Gesellschaft eigene IT Fachleute, um diesen Risiken auf Augenhöhe zu begegnen. Nicht zuletzt erweist sich die Größe und das Budget eines international tätigen Konzerns als positives Signal um auch kapitalintensivere Projekte anzugehen und die Gesellschaft zukunftskonform auszurichten.

Die Belastung der Wirtschaft durch äußere Einflüsse wie eine deutlich höhere Inflation, Preissprünge bei Waren und Energie wie auch eine unklare Entwicklung des Krieges in der Ukraine bewegen viele Unternehmen zu einer Reduktion des Wachstums, was ein Risiko für die Absatzmärkte auf den global orientierten Absatzmärkten darstellt.

Anhaltend hohe Zinsen und eine nach wie vor spürbare Inflation sorgen dafür, dass nicht genutztes Kapital tendenziell schneller an Wert verliert als in den Jahren zuvor. Auch unsere Kunden sind vorsichtiger in der Beschaffung neuer Personalkräfte, was sich sehr deutlich auf die Gesellschaft auswirkt.

5. Prognose

Die Halian GmbH geht anhand der aktuellen Datenlage von einem Jahresüberschuss von 420 TEUR vor Steuern im folgenden Wirtschaftsjahr zum 31. März 2025 aus.

Im Zuge der Übernahme durch Halian werden Prozesse angeglichen und auch Vertriebsmethoden geändert. Nach wie vor ist eines der Hauptziele die langfristige Bindung von Kunden und Mitarbeitenden zum Unternehmen ebenso wie eine weitere Steigerung der Umsätze, der Umsatzrendite und des Gewinns vor Steuern. Durch die Zusammenführung mehrerer Märkte und Unternehmen ergeben sich viele Chancen und Aufwärtspotential.

Im Berichtszeitraum 2023 lag der durchschnittliche Umsatz pro Mitarbeiter*in bei 468 TEUR, im vorigen Wirtschaftsjahr bei 408 TEUR. Eine gewisse Ungenauigkeit dieser KPI hängt auch damit zusammen, dass einige Kolleginnen in den Mutterschutz gegangen sind und daher keinen aktiven Beitrag zum Umsatz leisten, jedoch in die Statistik hineinzählen.

Die Mitarbeiterprognose reduziert sich gegenüber der Vorperiode und beträgt aktuell 60 Mitarbeitende zum März 2025. Dies bedeutet eine Stabilisierung bzw. leichte Erhöhung zu den Werten aus diesem Berichtsjahr. Hierin enthalten sind die bereits erwähnten Mütter die in die Personalzahlen zählen, jedoch für die Ertragslage nicht aussagekräftig sind.

Im September 2024 wurde ein neues Gremium beschlossen, das aus allen Teamleitern Deutschlands besteht und für eine Harmonisierung der Prozesse sorgt. Dies trägt nachhaltig dazu bei, an gemeinsamen Zielen zu arbeiten und das Unternehmen zurück in die Profitabilität zu bringen. Es wurde deutlich positiv aufgefasst und erweist sich als wichtiger Schritt um weiter effizient zu wachsen.

Die Weiterbeschäftigung aller Mitarbeiter*innen ist vorgesehen und auch Teil der Unternehmenskultur. Die Mitarbeitenden sind das Zentrums des Unternehmens, da sie den Umsatz generieren und das Unternehmen nach außen vertreten. Attraktive Incentive Reisen und Weiterentwicklungsprogramme haben sich als erfolgreiches Mittel bewährt um die langfristige Mitarbeiterbindung zu sichern, sich deutlich von anderen Recruitment-Firmen zu unterscheiden und einen Anreiz zum sog. Cross-Selling zu geben. Das bedeutet, dass ein Kunde nicht nur von einer Abteilung zu einer bestimmten Vakanz angefragt wird, sondern ebenso zu anderen Abteilungen und Vermittlungsarten informiert und geworben wird, um die strategische Expansion voranzutreiben. Anhand der bereits gesammelten Erfahrungen ist eindeutig, dass dies zu einem Mehrwert für die Gesellschaft und die Mitarbeitenden Vermittler*innen führt der die Vertriebsstrategie nachhaltig positiv beeinflusst. Gegenüber vielen Kund*innen war so eine engere Bindung möglich die in einer Zunahme der vermittelten Arbeitskräfte resultierte. Zudem wünschen sich viele Unternehmen einen zentralen Ansprechpartner in Bezug auf Personalthemen, den sie mit der Staffgroup immer häufiger finden. Insofern kann von einer kontinuierlichen Ressourcenoptimierung gesprochen werden.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass sich die Firma im Berichtszeitraum und einige Monate danach in einem Umstrukturierungsprozess befand, der sich auf die Vermögens- und Ertragslage negativ ausgewirkt hat. Durch die Gewinnung zahlreicher Mitarbeiter wurden neue Kandidat*innen, Kunden und Märkte eröffnet. Es ist zu erwarten, dass durch Synergien weitere Kosteneinsparungen einhergehen werden. Weitere Risiken bleiben eine sehr hohe Inflation, Energie- und Ukraine Krise mit damit einhergehendem zögerlichen Verhaltens bei der Beauftragung neuer Projekte wie auch geringere Kreditvergaben an nichtfinanzielle Institutionen. Die Halian GmbH hat in den letzten Jahren einen starken Wechsel durchgemacht und bleibt trotzdessen oder gerade dadurch sehr resilient und kompetitiv.

 

Dubai, den 23. Oktober 2024

Stuart Fry

BILANZ ZUM 31. MÄRZ 2024

AKTIVA

A. ANLAGEVERMÖGEN 31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.610,84 18.794,84
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 2.854,21
17.610,84 21.649,05
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 183.494,00 207.840,00
183.494,00 207.840,00
201.104,84 229.489,05
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 611.202,94 246.661,18
611.202,94 246.661,18
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.627.080,41 3.981.851,42
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.616,38 5.849.478,47
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.095.988,47 1.092.823,75
3.726.685,26 10.924.153,64
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.416.549,02 3.755.935,11
7.754.437,22 14.926.749,93
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 487.711,67 389.497,47
8.443.253,73 15.545.736,45

PASSIVA

31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 12.500,00 12.500,00
II. Kapitalrücklage 25.000,00 25.000,00
III. Gewinnvortrag 4.452.540,49 3.166.575,71
IV. Jahresfehlbetrag/-überschuss -225.373,42 1.285.964,78
4.264.667,07 4.490.040,49
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 61.188,01 112.485,31
2. Sonstige Rückstellungen 422.568,00 595.569,79
483.756,01 708.055,10
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.875.034,99 3.178.900,32
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 377.221,79 6.804.561,58
3. Sonstige Verbindlichkeiten 234.573,87 364.178,96
3.486.830,65 10.347.640,86
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 208.000,00 0,00
8.443.253,73 15.545.736,45

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24

2023/24 2022/23
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 22.321.543,61 34.908.246,40
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 305.382,82 -237.767,97
3. Sonstige betriebliche Erträge 227.996,03 194.091,11
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfsund Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.477,93 1.240,76
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen - 15.576.711,09 -24.207.838,07
-15.573.233,16 -24.206.597,31
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.001.790,22 -4.758.942,14
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -638.780,12 -743.204,12
6. Abschreibungen -4.640.570,34 -5.502.146,26
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -68.878,16 -40.747,32
-68.878,16 -40.747,32
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.669.738,10 -3.570.201,63
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 108.703,82 248.562,25
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -236.291,46 -395.276,41
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,39 -111.798,08
11. Ergebnis nach Steuern -225.084,55 1.286.364,78
12. Sonstige Steuern -288,87 -400,00
13. Jahresfehlbetrag/-überschuss -225.373,42 1.285.964,78

Anhang für das Jahr vom 01. April 2023 bis 31. März 2024

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzen den Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 (2) HGB aufgestellt. Die Halian GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist im Handelsregister Berlin (Charlottenburg) unter der Nummer HRB 161719 eingetragen. Weitere unselbstständige Betriebsstätten bestehen in Hamburg und Stuttgart, welche im Rahmen des Jahresabschlusses konsolidiert werden.

Der Jahresabschluss der Halian GmbH ist nach den Vorschriften des HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG für den Zeitraum 01. April 2023 bis 31. März 2024 erstellt worden.

Gegenstand der Gesellschaft ist die Vermittlung von Personalfachkräften und die Projektbetreuung mit externen Partnern sowie damit zusammenhängende Dienstleistungen. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 (2) und (3) HGB. Für die Aufstellung wurden die Zusatzvorschriften der § 275 HGB sowie § 42 GmbHG beachtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 (2) HGB aufgestellt.

Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die liquiden Mittel wurden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite Ausgaben über 250,00 EUR netto vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital laut Gesellschaftsvertrag sowie der Handelsregistereintragung und ist zur Hälfte eingezahlt. Zum Stichtag wurden 50,00% des Stammkapitals nicht eingefordert. Der Vorschlag der Gesellschafterversammlung sieht die Verrechnung des Jahresfehlbetrags mit dem Gewinnvortrag vor.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Entwicklung des Anlagevermögens inklusive der gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten, der Zugänge, Abgänge, Umbuchungen und Zuschreibungen des Geschäftsjahres sowie die Abschreibungen sind im Anlagespiegel (Anlage 3 / 2) gesondert aufgeführt.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 347.664,09 EUR

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 416.542,25 EUR

Sonstige Vermögensgegenstände

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Da bei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden.

Zum Stichtag stellen folgende Positionen die wesentlichen Bestandteile dar:

Eine Körperschaftsteuerrückforderung über 586 TEUR, welche aus der noch bis dato nicht veranlagten Erklärungen 2022 und 2023 resultiert (VJ: 464 TEUR). Vorsteuer im Folgejahr abziehbar über 155 TEUR mit einer deutlichen Reduktion gegenüber dem Vorjahr (272 TEUR).

Kautionen über 134 TEUR für die gemieteten Büroräume (VJ: 121 TEUR).

Weiterhin wurde eine Forderung aus der Lohnsteuerprüfung über 74 TEUR (VJ: 0 TEUR) bilanziert. Wir haben Grund zu der Annahme, dass der Prüfer technische Fehler bei seinem Ergebnis gemacht hat und haben Einspruch eingelegt, derzeit trotz Rücksprache aber ohne finale Entscheidung

Vorräte

Bei den fertigen Erzeugnissen und Waren über 611 TEUR (VJ: 247 TEUR) handelt es sich um zum 31. März 2024 vollständig erbrachte, aber noch nicht abgerechnete Leistungen, identisch zum Vorjahr.

Angaben zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen machten zum Stichtag 4 TEUR (VJ: 5.849 TEUR) aus, haben keine feste Fälligkeit und sind damit als langfristig bzw. größer 5 Jahre zu klassifizieren. In der Periode wurden Intercompany-Verbindlichkeiten und Forderungen saldiert und der Rest bezahlt um die weitere Eingliederung in die Halian Konzernstruktur zu gewährleisten und die laufenden Verbindlichkeiten für die Gesellschaft zu reduzieren.

Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko im Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % bzw. 22 TEUR (VJ: 34 TEUR) auf die nicht durch Einzelwertberichtigung korrigierten Netto Forderungen i.H.v. 2.697 TEUR (VJ: 4.053 TEUR) ausreichend Rechnung getragen.

Angaben zu Finanzmitteln

Die liquiden Mittel wurden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite Ausgaben über 250,00 EUR netto vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen

In den Verbindlichkeiten sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 377.211,79 EUR (Vorjahr: 6.804.561,58 EUR).

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zur Vorperiode um 304 TEUR reduziert. Dies hängt mit einem Rückgang der Ausstände zusammen. Die Gesellschaft reduzierte im Berichtszeitraum die Anzahl der eingesetzten Freiberufler, was sich auch auf die Summe der gestellten Rechnungen auswirkt. Zudem wurden auch viele Rechnungen schlichtweg bezahlt und stehen damit zum Bilanzstichtag nicht mehr als Verbindlichkeit in der Bilanz.

Von den insgesamt 2.875.034,99 Euro Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sind 2.875.034,99 Euro innerhalb eines Jahres fällig. Der verbleibende Teil ist zwischen einem und fünf Jahren fällig.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 81.012,46 EUR.

Rückstellungen

Es wurden die folgenden sonstigen Rückstellungen gebildet: Sonstige Rückstellungen in Höhe von 56 TEUR (VJ: 74 TEUR). Diese gliedern sich in 34 TEUR für zugesagte, aber nicht veranstaltete Belohnungsessen sowie 15 TEUR für noch nicht weiterberechnete Plattformgebühren nebst 7 TEUR für nach kaufmännischer Schätzung zu erwartende Rechtsberatungsgebühren für Rechtsstreitigkeiten.

Die Rückstellungen für Abschluss und Prüfung in Höhe von 85 TEUR (VJ: 77 TEUR) wurden anhand der Einschätzung der Beratungsunternehmen gebildet. Die Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 192 TEUR (VJ: 377 TEUR) wurden für ausstehende Provisionen angesetzt, welche auf den Stichtag wegen zeitlicher Abrechnungsverschiebung auf Grundlage vernünftiger kaufmännischer Schätzung errechnet wurden. Die Urlaubsrückstellungen betrugen zum Bilanzstichtag 87 TEUR (VJ: 65 TEUR). Der Anstieg ist allein auf den höheren Anteil der nicht genommenen Urlaubstage zurückzuführen. Letztlich erhöhte sich die Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen inflationsbedingt auf 3 TEUR (VJ 2 TEUR).

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Betrag EUR
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen 27.500,00
Summe 27.500,00

Die vorstehenden Haftungsverhältnisse werden aus folgenden Gründen nicht bilanziert: Die Haftungsverhältnisse sind ihrer Höhe nach extrem ungewiss und es bestehen erhebliche Zweifel an ihrer Entstehung. Denn sie beziffern sich aus Fällen, bei denen die Deckungsversicherung der Dienstleister nicht oder vermeintlich nicht ausreicht, um entstandene Fehlleistungen zu kompensieren.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Wesentliche Positionen der Gewinn- und Verlustverrechnung betreffen wie jedes Jahr die Personalkosten. Einem 31,68% geringerem Rohertrag im Vergleich zum Vorjahr stehen geringere Personalkosten in Höhe von 15,66% gegenüber.

Darüber hinaus stellen die Miete mit 599 TEUR (VJ: 559 TEUR) und Lizenzkosten für Personalsoftware 611 TEUR (VJ: 571 TEUR) die größten Positionen dar.

Angaben zu periodenfremden Aufwendungen

Die periodenfremden Aufwendungen betragen 22 TEUR (VJ: 0 TEUR). Sie sind für eine für frühere Wirtschaftsjahre gestellte Rechnung eines Vertragspartners.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Arbeitnehmergruppen VJ Zahl
Management 0,50 0,00
Projektbetreuung 19,50 14,00
Personalvermittlung 41,00 30,00
Innerbetriebliche Personalbeschaffung 3,00 2,50
Verwaltung 10,50 8,50
Summe 74,50 55,00
Aufteilung nach Beschäftigungsart Zahl
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 43,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 12,00

Namen der Geschäftsführer

Zum 17.5.2023 wurde Stuart Fry als weiterer Geschäftsführer berufen. Jamie Reynolds wurde abberufen.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Nicholas Lucien Gordon ausgeübter Beruf: Group CEO Cordant
Weitere Geschäftsführer: Stuart Fry ausgeübter Beruf: CEO Halian Group

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernzugehörigkeit

Die Halian GmbH wurde in den Konzernabschluss der Halian Staffgroup Ltd., Chevron House 33 Soho Square, London, Vereinigtes Königreich W1D 3QU einbezogen. Die oberste Muttergesellschaft ist die Halian Holdings Limited, eingetragen im englischen Companies House unter 08565431 und ansässig an o.g. Adresse.

Angaben zu einem befreienden Konzernabschluss

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten:

Herausragendes Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahrs waren die Gewinnung mehrerer Mitarbeiter und deren Kunden von der Konkurrenz.

Weitere wichtige Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres betrafen mehrere Personalentlassungen mit Abfindung sowie eine allgemeine Umstrukturierung bestehender Hierarchien und Prozesse mit dem Ziel der Ergebnis- und Effizienzverbesserung.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Gewinnvortrag mindert sich um den erzielten Jahresfehlbetrag. Der Jahresfehlbetrag beträgt 225.373,42 EUR.

 

Dubai, den 23. Oktober 2024

Stuart Fry

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01. Apr 23 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Mrz 24
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28.524,820 0,00 2.854,21 0,00 31.379,03
Geleistete Anzahlungen 2.854,210 0,00 - 2.854,210 0,00 0
Summe 31.379,03 0,00 - 0,00 31.379,03
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 602.636,17 40.493,95 0,00 56.862,06 617.647,09
Summe 602.636,17 40.493,95 0,00 56.862,06 617.647,09
Gesamt 634.015,20 40.493,95 0,00 56.862,06 649.026,12
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
01. Apr 23 Zugänge Abgänge 31. Mrz 24
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.729,98 4.038,21 0,00 13.768,19
Geleistete Anzahlungen 0 0 0,00 0
Summe 9.729,98 4.038,21 0,00 13.768,19
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 404.526,15 68.878,16 56.862,06 416.542,25
Summe 404.526,15 68.878,16 56.862,06 416.542,25
Gesamt 414.256,13 72.916,37 56.862,06 430.310,44
NETTOBUCHWERTE
31. Mrz 24 31. Mrz 23
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.610,84 18.794,84
Geleistete Anzahlungen 0 2.854,21
Summe 17.610,84 21.649,05
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 201.104,84 229.489,05
Summe 201.104,84 229.489,05
Gesamt 218.715,68 251.138,10

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Halian GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Halian GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Halian GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 19. November 2024

dhpg Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Volkmer, Wirtschaftsprüferin

Müller, Wirtschaftsprüfer

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