Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 200918
Vorher
Handels- und Transport GmbH GebauerGebauer + Rühmann Logistik GmbH
Eingetragen
14.6.1991
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungGüterbeförderung im Straßenverkehr
Gegenstand
Handel und Transport von Gütern und Waren sowie Erbringung von Speditionsleistungen und Lagerlogistik

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Anna Holfelder
seit 18.4.2023
Geschäftsführer
Dieter Holfelder
seit 9.1.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
600.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gebauer Logistik GmbH

Korbußen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr zum 30.09.2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Das Unternehmen war im Berichtsjahr unverändert in den folgenden Geschäftsbereichen tätig:

Lagerlogistik

Dienstleister in der Lebensmittellogistik

Verteiler und Lieferservice

Kontraktspedition

Linienverkehr

Sie ist für sowohl bundesweit, als auch regional für namhafte große Lebensmittelketten tätig.

Auf über 40.000 qm Lagerflächen wird mit einem modernen Hochregallager für Lebensmittelketten Lagerlogistik betrieben.

Der Geschäftsverlauf ist - wie seit Gründung der Gesellschaft - auch im Berichtsjahr begründet durch den vorhandenen Kundenstamm und des Know-hows als stabil zu bezeichnen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Das reale BIP in der Europäischen Union (EU-27) ist im Jahr 2023 um rund 0,4 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen, in der Eurozone hat das Wirtschaftswachstum ebenfalls rund 0,4 % betragen.

Im Jahr 2023 waren hohe Rückgänge der Güterverkehrsnachfrage zu verzeichnen.

Bemerkbar machten sich insbesondere die schwache Baukonjunktur und die Abnahme des deutschen Außenhandels. Im Straßengüterverkehr mit deutschen Lastkraftfahrzeugen sank die Verkehrsleistung im Vergleich zum Jahr 2022 um rund 5,7 %, im Schienengüterverkehr1 um rund 6,5 % und in der Binnenschifffahrt um rund 5,9 %. Die mautpflichtigen Fahrleistungen gebietsfremder Lastkraftfahrzeuge in Deutschland nahmen im Vorjahresvergleich um rund 2,7 % ab. Von der rückläufigen Güterverkehrsnachfrage waren nahezu alle Entfernungsbereiche und Hauptverkehrsrelationen betroffen.

Den Straßengüterverkehr mit deutschen Lastkraftfahrzeugen kennzeichneten im Jahr 2023 hohe Leistungsrückgänge im Binnenverkehr und im grenzüberschreitenden Verkehr. Sowohl der gewerbliche Verkehr als auch der Werkverkehr entwickelten sich insgesamt deutlich schwächer als im Jahr 2022. Trotz der hohen Nachfragerückgänge stiegen die Umsätze im Wirtschaftszweig "Güterbeförderung im Straßengüterverkehr, Umzugstransporte" im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr noch um rund 2,1 %; im Wirtschaftszweig "Sonstige Dienstleistungen für den Verkehr" sanken sie um rund 6,3 %. Maßgeblich für das Umsatzwachstum war die Entwicklung der Vertragsfrachten, die nach dem hohen Anstieg im Vorjahr zu Jahresbeginn 2023 nochmals deutlich anzogen und dem Wirtschaftszweig im 1. Quartal 2023 im Vorjahresvergleich ein Umsatzplus von rund 9,4 % bescherten. Angesichts eines hohen Laderaumangebots waren im weiteren Jahresverlauf keine größeren Preissteigerungen mehr erkennbar; vor dem Hintergrund einer schwachen Transportnachfrage blieben die Umsätze im 3. und 4. Quartal 2023 hinter jenen des Vorjahres zurück. Trotz einer gewissen Entspannung bei den Kraftstoffkosten und des hohen Anstiegs der Beförderungsentgelte waren letztere nach Unternehmensangaben zumeist nicht ausreichend, um die im Verlauf des Jahres 2023 gestiegenen Personal-, Miet-, Lohn-, Finanzierungs-, Fahrzeugbeschaffungs- und -vorhaltekosten sowie Kosten für weitere Betriebsmittel vollumfänglich zu decken.

2. Geschäftsverlauf

Uns wurde während der weltweiten Pandemie sowie des darauffolgenden Ukraine- und Nahostkonflikts die Dringlichkeit und Notwendigkeit unserer Branche mehr denn je aufgezeigt. So lag unsere Fokussierung auf dem Umgang mit den weltwirtschaftlichen Turbulenzen im Transport- und Logistikbereich bzw. auf dem Umgang mit den Kostenentwicklungen.

Dies zeigte sich in unserem wirtschaftlichen Erfolg des abgeschlossenen Geschäftsjahres, welches mit leicht sinkenden Umsatzerlösen bei stark steigenden Personalkosten sowie einer im Wesentlichen restlichen konstanten Kostenstruktur mit einem positiven Jahresergebnis abgeschlossen werden konnte. Unter Berücksichtigung der komplexen gesamtwirtschaftlichen Lage entspricht der Geschäftsverlauf leicht unter der Erwartung und Planung der Geschäftsführung.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum 30.09.2023 TEUR 4.115,7 (Vorjahr: TEUR 7.345,0). Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme von 26,1 Prozent (Vorjahr: 3,8 Prozent) gekennzeichnet. 8,5 Prozent (Vorjahr: 1,9 Prozent) der Bilanzsumme entfallen auf die Vorräte.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben zum Ende des Geschäftsjahres einen Anteil von 64,6 Prozent (Vorjahr: 93,1 Prozent).

Die Kapitalstruktur ist durch einen Anteil vom Eigenkapital an der Bilanzsumme von 52,7 Prozent (Vorjahr: 28,0 Prozent) gekennzeichnet und liegt damit über dem Branchendurchschnitt.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Heinrich Franz GmbH durch einen Asset Deal erworben, welche am Standort Hof ein Fuhrunternehmen, eine Spedition sowie eine LKW-Werkstatt betreibt. Die Gebauer Logistik GmbH, Korbußen investierte hierfür M€ 1,1.

Die Investitionen im Anlagevermögen wurden mit Ausleihungen verbundener Unternehmen sowie stillen Einlagen von verbundenen Unternehmen finanziert.

Finanzlage

Das Unternehmen verfügte im Berichtsjahr 2023 über hohe Eigenmittel und erwirtschaftete einen EBITDA von rund TEUR 238,8 (Vorjahr: TEUR 743,8). Die Finanz- und Liquiditätslage des Unternehmens war im Berichtsjahr weiterhin sehr gut. Das Unternehmen wird auch zukünftig seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen können.

Zur Kapitalstruktur ist auszuführen, dass sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 0,0 (Vorjahr: TEUR 5,4) im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert haben. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf TEUR 648,0 (Vorjahr: TEUR 371,2).

Ertragslage

Die Auftragslage war im Berichtsjahr zwar leicht rückläufig aber trotzdem weiterhin auf hohem Niveau und als gut zu bezeichnen. Das abgelaufene Geschäftsjahr ist hinsichtlich der Ertragskraft des Unternehmens als ein in der Fortentwicklung des Unternehmens reguläres Geschäftsjahr anzusehen.

Durch die Optimierung und Erweiterung der Geschäftsfelder sowie die Implementierung entsprechender Dieselpreisgleitklauseln (Floater) und dem Erwerb eines Unternehmens konnte auch im Berichtszeitraum die Ertragszahlen nahezu gehalten werden. Die Umsatzerlöse im Berichtsjahr beliefen sich auf TEUR 13.580,9 (Vorjahr TEUR 13.993,7) und damit leicht unter den Vorjahresziffern. Das Ergebnis nach Steuern hat sich auf TEUR 150,9 (Vorjahr TEUR 550,5) begründet durch den deutlichen Anstieg der Personalkosten verschlechtert.

Chancenbericht

Chancen für die zukünftige Entwicklung liegen insbesondere auf Grund der folgenden Tatsachen vor:

Gewinn weiterer Ausschreibungen durch Spezialisierung im Bereich Lebensmittel-Logistik.

Abschluss weiterer langfristiger - vermehrt über eine Laufzeit von 36 Monaten - Verträge mit namhaften Unternehmen der Lebensmittelbranche

Weitere Steigerung des Bekanntheitsgrads im Lebensmittelbereich.

Verwendung von weiterentwickelten EDV-Systemen speziell für den Bereich Lagerlogistik.

Kontinuität in der langjährig erfolgreichen Geschäftspolitik durch Beibehaltung der bisherigen Konzepte und Kunden.

Hohe Leistungsqualität insbesondere durch laufende spezialisierte Schulungen von Mitarbeitern.

Entkopplung vom Wettbewerb durch Spezialisierung.

Zertifizierung nach ISO 9001.

Umweltzertifizierung

IFS Logistik

OHRIS-Zertifizierung: Managementsystem für Arbeitsschutz und Anlagensicherheit.

Ausbau des Geschäftsfeldes "Lagerung/Logistik" durch große Freiflächen am Standort Wünschendorf.

Mitgliedschaft bei E.L.V.I.S im Rahmen der Gruppenzugehörigkeit

Neubau Lager- und Umschlagshallen in Wünschendorf hierdurch weitere Synergieeffekte durch Einsparung im Werksverkehr und Wegfall der externen Mieten für Lagerhallen.

Risikobericht

Das Unternehmen verfügt über ein dem Unternehmen angemessenes internes Kontrollsystem.

Grundsätzliche wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale wie beispielsweise eine Verschlechterung der konjunkturellen Lage oder negative Entwicklungen bezüglich der Zahlungsfähigkeit von Kunden können nicht ausgeschlossen werden.

Aufgrund des Ukraine- und Nahostkonflikts zeigt sich, dass die Bonität von Bestandskunden als auch von potentiellen Kunden stark auf die Probe gestellt wird. Auf Grund der Etablierung der Gesellschaft und ihrer Kunden wird jedoch damit gerechnet, dass der überwiegende Teil der Kunden aufgrund der Spezialisierung (Einzelhandel) keine wesentlichen wirtschaftlichen Einbußen verzeichnen wird. Ansonsten wird angenommen, dass mit betroffenen Kunden zufriedenstellende Vereinbarungen getroffen werden, was in Anbetracht der Situation als positiv zu bewerten wäre. Die Wettbewerbssituation ist für das Unternehmen als äußerst günstig anzusehen, da sie in ihrem Marktsegment auf Grund ihrer Spezialisierung ein einschlägiges Alleinstellungsmerkmal besitzt. Infolge der coronabedingten Wirtschaftskrise bzw. der starken Preissteigerungen aufgrund des U Ukraine- und Nahostkonflikts und damit verbundener Insolvenzen waren im Berichtsjahr Forderungsausfälle zu verzeichnen. Bei einer sich fortsetzenden unsicheren gesamtwirtschaftlichen Lage werden weiterhin Forderungsausfälle in geringeren Umfang unvermeidlich sein.

Die Lebensmittelbranche ist im Allgemeinen von konjunkturellen Schwankungen wenig betroffen. Die Auftraggeber der Gesellschaft kommen überwiegend aus der Lebensmittel- und diesbezüglichen Einzelhandelsbranche.

Es muss darauf hingewiesen werden, dass das Ergebniswachstum der Gesellschaft vom Kraftstoffpreis und der Entwicklung der Lohnkosten für Fernverkehrsfahrer abhängig ist und diesbezüglich keine Prognose hinsichtlich des Öl- und Dieselmarkts bzw. der Lohnsteigerungen abgegeben werden kann. Dies gilt vorbehaltlich der Tatsache, dass in zukünftigen Verträgen das Risiko der Dieselpreissteigerungen nicht auf die Kunden übertragen werden kann.

Risiken können sich weiterhin aus einer evtl. zukünftigen Verschärfung der Umweltauflagen ergeben.

Durch die Gewinnung neuer Großkunden hat sich das Risiko der Abhängigkeit von einzelnen Abnehmern weiterhin deutlich gemindert.

Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht ersichtlich.

Prognosebericht

Eine exakte Prognose der zukünftigen Geschäftsentwicklung vor dem Hintergrund nicht absehbarer konjunktureller Entwicklungen erscheint sehr schwierig, zumal, wenn Einflussfaktoren zum Tragen kommen, welche vom Unternehmen nicht beeinflusst werden können, wie derzeit im Zusammenhang mit dem Ukraine- und Nahostkonflikt.

Im Jahr 2024 gelten wesentlich höhere Lkw-Mautsätze, die zum 1. Dezember 2023 angehoben wurden. Konkret sind jetzt für einen Lkw mit fünf und mehr Achsen der Euro-6-Klasse zusätzlich 15,8 Cent pro Kilometer zu entrichten. Dies bedeutet einen Anstieg gegenüber dem vorherigen Mautsatz (19 Cent) um 83 %. Dies wiederum erhöht die, auf den mautpflichtigen Kilometer bezogenen, Gesamtkosten eines solchen Fahrzeugs um rund 8 %. Ein Anstieg der Transportkosten des gesamten Lkw-Verkehrs in diesem Ausmaß würde nach Modellrechnungen von Intraplan zu einem Rückgang der Transportleistung um rund 1 % führen. Es kann allerdings bezweifelt werden, dass es zu einer Kostensteigerung in dieser Höhe kommt, schon allein wegen der Marktanteilsgewinne der (preisgünstigeren) ausländischen Unternehmen. Sie werden natürlich auch von der Mauterhöhung betroffen, dennoch führen Marktanteilsgewinne der ausländischen Unternehmen tendenziell zu einer Verbilligung des Lkw-Verkehrs, was also den Gesamtkostenanstieg dämpft. Aus diesen Gründen erwartet Intraplan, dass die Mautsatzerhöhung wie schon der vorangegangene Gesamtkostenanstieg (der deutschen Unternehmen) nur zu Verlagerungen zum Schienengüterverkehr in einer Höhe führen wird, die im Lkw-Verkehr kaum spürbar sind. Zum wiederholten Mal in den letzten Jahren wirkt ein derartiger Kostenanstieg weniger auf die Nachfrage im Lkw-Verkehr als auf die betriebswirtschaftliche Situation der deutschen Unternehmen.

Dagegen werden sich im Jahr 2024 die gesamt- und branchenwirtschaftlichen Einflussfaktoren des Lkw-Verkehrs, die denjenigen des gesamtmodalen Güterverkehrs stark ähneln, einerseits gegenüber dem schwachen Vorjahr spürbar verbessern, andererseits aber noch unter dem langjährigen Durchschnitt liegen. Sowohl das BIP als auch der für den Lkw-Verkehr besonders bedeutende Außenhandel werden zumindest etwas steigen. Allerdings ist für die hier ebenfalls wichtige Bauwirtschaft sowie für die Industrieproduktion ein nochmaliger geringer Rückgang zu erwarten. Dies wird dann auch für den (gesamten) Straßengüterverkehr zutreffen. Wir schätzen ein Minus des Aufkommens um 0,8 % und der Leistung um 0,3 %. Die Divergenz entsteht erneut mehrheitlich durch das unterschiedlich hohe Gewicht der Baustofftransporte bei den beiden Größen.

Aus heutiger Sicht erscheint folgende Prognose jedoch für die Gebauer Logistik GmbH als realistisch:

Die im Folgenden getroffenen Aussagen basieren auf den Planungen für das Geschäftsjahr 2024.

Auf Grund der unsicheren konjunkturellen Lage und der gegenwärtigen Entwicklung im Rahmen des Ukraine- und Nahostkonflikts rechnet das Unternehmen für das kommende Jahr mit Umsätzen auf dem Niveau des Berichtsjahres und in den Folgejahren mit moderaten Steigerungen der Umsätze. Ob damit eine Steigerung der Erträge einhergeht, hängt maßgeblich von der Entwicklung der Preise für Dieselkraftstoff und der Entwicklung der Lohnkosten für Fahrpersonal ab. Die Umsatzrentabilität soll durch eine lediglich moderate Erhöhung der Kosten gesteigert werden. Dies erscheint vor dem Hintergrund der vereinbarten Dieselpreis Gleitklauseln als möglich. Ebenso wird bzgl. des zu erwartenden Anstiegs der Mautkosten verfahren werden. Insgesamt ist somit ein Jahresergebnis auf oder leicht über dem Niveau des Berichtsjahres zu erwarten.

 

Korbußen, den 26. September 2024

Dieter Holfelder, Geschäftsführer

Anna Holfelder, Geschäftsführerin

Bilanz

AKTIVA

30.09.2023 30.09.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 82.413,00 62.500,50
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 82.413,00 62.500,00
II. Sachanlagen 992.320,00 271.975,50
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 82.350,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 941.320,00 189.625,50
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 51.000,00 0,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 348.441,50 136.183,95
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 348.441,50 136.183,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.658.305,39 6.837.549,44
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 899.379,05 757.057,43
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 508.674,40 5.528.387,70
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.250.251,94 552.104,31
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 720,72 293,81
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 33.532,77 36.929,00
SUMME Aktiva 4.115.733,38 7.345.432,20

PASSIVA

30.09.2023 30.09.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 600.000,00 600.000,00
II. Gewinnrücklagen 400.000,00 400.000,00
1. Andere Gewinnrücklagen 400.000,00 400.000,00
III. Bilanzgewinn 1.167.867,21 1.058.342,26
IV. buchmäßiges Eigenkapital 2.167.867,21 2.058.342,26
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 60.956,58 158.522,48
2. Sonstige Rückstellungen 292.636,40 203.756,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 5.392,10
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 648.091,19 371.221,73
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 903.898,36 4.510.707,60
4. Sonstige Verbindlichkeiten 42.283,64 37.490,03
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 0,00
SUMME Passiva 4.115.733,38 7.345.432,20

Gewinn- und Verlustrechnung

30.09.2023 30.09.2022
1. Rohergebnis 10.307.438,17 10.035.014,31
2. Personalaufwand -3.085.827,58 -2.284.094,68
a. Löhne und Gehälter -2.519.408,84 -1.876.415,95
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -566.418,74 -407.678,73
3. Abschreibungen -163.288,65 -147.761,60
a. Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -163.288,65 -147.761,60
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.941.456,17 -6.954.155,78
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 114.772,90 109.015,37
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -16.038,52 0,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -64.676,20 -207.499,62
8. Ergebnis nach Steuern 150.923,95 550.518,00
9. Sonstige Steuern -41.399,00 -53.038,00
10. Jahresüberschuss 109.524,95 497.480,00
11. Gewinnvortrag 1.058.342,26 560.862,26
aus dem Vorjahr
12. Bilanzgewinn 1.167.867,21 1.058.342,26

Anhang für das Geschäftsjahr zum 30.09.2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gebauer Logistik GmbH hat ihren Sitz in Korbußen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter HRB 200918 eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB i.V. mit § 267 Abs. 4 HGB. Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften, insbesondere der §§ 266 und 275 ff. HGB.

Von den größenabhängigen Erleichterungen für die Pflichtangaben im Anhang wurde Gebrauch gemacht.

Es gelten die Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) sowie das GmbH-Gesetz.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Die Bilanzierung und Bewertung der in der Bilanz ausgewiesenen Posten erfolgte nachfolgenden Grundsätzen:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um linearer Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet.

Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert wird entsprechend seiner geschätzten Nutzungsdauer von 10 Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen angesetzt. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die beweglichen Anlagegegenstände werden linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert in Höhe von EUR 800,00 wurden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften gem. § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe als Betriebsausgaben angesetzt.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2% auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Einnahmen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

III. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen, der diesem Anhang beigefügt ist.

Das Gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 600.000,00 (Vj: EUR 600.000,00).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Teil die im Warenverkehr üblichen Eigentumsvorbehalte.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen innerhalb der nächsten zwölf Monate aus Miet- und Pachtverträgen für bewegliche und unbewegliche Wirtschaftsgüter bzw. aus Leasingverträgen betragen insgesamt TEUR 1.565 und bestehen in Höhe von TEUR 782 gegenüber verbundenen Unternehmen.

Leasingverträge:

Zweck: Diese beinhalten ausschließlich Kfz-Leasing.

Immobilienverträge:

Zweck: Anmietung von Gebäuden.

Die Vorteile aus den betreffenden Leasingverträgen/Mietverträgen bestehen in der geringen Kapitalbindung bei gleichbleibenden Nutzungsmöglichkeiten. Ein weiterer Vorteil der Leasingverträge/Mietverträge besteht im fehlenden Vermarktungsrisiko am Ende der Leasingzeit. Risiken sehen wir in diesen Vertragsgestaltungen aus den tatsächlichen und potentiellen Abflüssen liquider Mittel über die Vertragslaufzeit.

Zinserträge in Höhe von EUR 114.772,90 (Vj: EUR 110.604,41) betreffen verbundene Unternehmen.

Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen sind ich Höhe von EUR 15.702,01 (Vj: EUR 0,00) angefallen.

IV. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr zum 30.09.2023 erfolgte die Geschäftsführung der Gebauer Logistik GmbH durch den Geschäftsführer Herrn Dieter Holfelder, Kaufmann, Hersbruck und Geschäftsführerin Frau Anna Holfelder, Kauffrau, Hersbruck.

Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Im Jahresdurchschnitt wurden 87 Arbeitnehmer (Vj.: 78) beschäftigt.

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Holfelder Holding GmbH, Altdorf, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschlussstichtag eingetreten sind, haben sich nicht ergeben.

 

Korbußen, den 26. September 2024

Dieter Holfelder, Geschäftsführer

Anna Holfelder, Geschäftsführerin

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.10.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.000,00 0,00 0,50
2. Geschäfts- und Firmenwert 100.000,00 47.861,32 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 105.000,00 47.861,32 0,50
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 91.500,00 0,00 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 869.949,94 893.220,87 88.536,04
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 51.000,00 0,00
Summe Sachanlagen 961.449,94 944.220,87 88.536,04
Summe Anlagevermögen 1.066.449,94 992.082,19 88.536,54
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 30.09.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 4.999,50
2. Geschäfts- und Firmenwert 0,00 37.500,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 42.499,50
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen -82.350,00 9.150,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 82.350,00 680.324,44
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 689.474,44
Summe Anlagevermögen 0,00 731.973,94
Abschreibungen vom 01.10.2022 bis 30.09.2023
EUR
Zuschreibungen vom 01.10.2022 bis 30.09.2023
EUR
Umbuchungen
EUR
Buchwert 30.09.2023
EUR
Buchwert 30.09.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,50
2. Geschäfts- und Firmenwert 27.948,32 0,00 0,00 82.413,00 62.500,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 27.948,32 0,00 0,00 82.413,00 62.500,50
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00 0,00 82.350,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 135.340,33 0,00 0,00 941.320,00 189.625,50
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 51.000,00 0,00
Summe Sachanlagen 135.340,33 0,00 0,00 992.320,00 271.975,50
Summe Anlagevermögen 163.288,65 0,00 0,00 1.074.733,00 334.476,00

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 30. September 2023 sowie der Lagebericht 2023 wurden von der Gesellschafterversammlung am 26. September 2024 festgestellt. Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Bestätigungvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gebauer Logistik GmbH, Korbußen - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gebauer Logistik GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, bei Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, bei Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 26. September 2024

Appel Spies Vogt Züll
Nürnberger Treuhand Partnerschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rechtsanwalt

M. Sc. Christian Spies, Wirtschaftsprüfer

M. Sc. Stefan Vogt, Wirtschaftsprüfer

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