Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 10417
Vorher
KSG Leiterplatten GmbH
Eingetragen
18.8.1994
Branche
Herstellung von bestückten LeiterplattenHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
industrielle Herstellung und Vertrieb von Leiterplatten sowie aktiver und passiver Bauelemente und Baugruppen, Geräte, Apparate.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Peter Schaarschmidt
seit 12.7.2022
Prokura
Swen Klöden
seit 6.1.2020
Geschäftsführer
Ralph Fiehler
seit 21.3.2016
Prokura
Claudia Schnitzler
seit 29.3.2010
Prokura
Margret Gleiniger
seit 2.10.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (9)

NameAnteil
18.80%
18.80%
A*** S******
18.80%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
KSG GmbHEigenbeteiligung
3.20%

Gesellschafter
Beta

10 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 10 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
C******* S**********
3.760.000 €
18.80%
M***** L******
3.760.000 €
18.80%
A*** S******
3.760.000 €
18.80%
L**** C******** F*****
3.760.000 €
18.80%
T***** L******
1.000.000 €
5.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KSG GmbH

Gornsdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die KSG GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KSG GmbH, Gornsdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KSG GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Abschnitt 7 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung ab.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, 15. März 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Fleischer, Wirtschaftsprüfer

Franke, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 4.989.735,00 5.540
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.628.142,54 16.966
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.379.014,00 20.343
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.160.253,00 1.313
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 553.834,90 641
36.721.244,44 39.263
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 12.898
41.710.979,44 57.701
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.103.576,92 8.113
2. Unfertige Erzeugnisse 2.944.754,50 5.163
3. Fertige Erzeugnisse 3.804.705,98 3.251
13.853.037,40 16.527
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.316.752,34 9.943
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 100.634,00 259
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.231.396,68 1.267
8.648.783,02 11.469
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.231.657,17 6.828
26.733.477,59 34.824
C. Rechnungsabgrenzungsposten 383.904,51 271
68.828.361,54 92.796

Passiva

31.12.2022
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500
./. Eigene Anteile 16.000,00 16
484.000,00 484
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 19.500.000,00 0
III. Gewinnvortrag 49.064.176,42 66.492
IV. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -17.415.088,11 4.072
51.633.088,31 71.048
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 750.095,14 713
2. Sonstige Rückstellungen 3.559.958,95 3.492
4.310.054,09 4.205
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.031.321,08 11.322
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.994.323,78 1.782
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 48.013,89 94
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.810.939,18 3.082
davon aus Steuern EUR 229.200,18 (Vj. TEUR 728)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vj. TEUR 265)
12.884.597,93 16.280
D. Rechnungsabgrenzungsposten 621,21 1
E. Passive latente Steuern 0,00 1.262
68.828.361,54 92.796

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 85.258.745,07 103.999
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.664.032,37 -334
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 80.280,00 561
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.296.486,82 1.660
84.971.479,52 105.886
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 37.706.029,94 42.625
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 810.450,56 1.486
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 30.275.099,11 30.965
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 5.888.195,98 5.527
davon für Altersversorgung EUR 347.170,00 (Vj. TEUR 361)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 7.958.993,60 6.547
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.266.489,27 12.850
91.905.258,46 100.000
9. Erträge aus Beteiligungen 1.000.000,00 0
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.000.000,00 (Vj. TEUR 0)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 57.286,29 2
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 12.897.661,25 0
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 449.619,32 334
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 26.119,00 (Vj. TEUR 30)
-12.289.994,28 -332
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.857.635,19 1.390
davon Ertrag (Vj. Aufwand) aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR -1.262.196,19 (Vj. TEUR 1.262)
14. Ergebnis nach Steuern -17.366.138,03 4.164
15. Sonstige Steuern 48.950,08 92
16. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -17.415.088,11 4.072

Anhang für 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Beachtung der §§ 242 ff. und der §§ 264 ff. HGB sowie der Sondervorschriften des GmbH-Gesetzes für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die KSG GmbH mit Sitz in Gornsdorf ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Chemnitz unter der HRB Nummer 10417 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren überwiegend unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten aktiviert. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen wurden Eigenleistungen mit den direkt zuordenbaren Personaleinzelkosten als Herstellungskosten aktiviert. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre) nach der linearen Methode abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen (in Vorjahren auch Sonderabschreibungen gemäß § 4 FördGG) vermindert. Das bewegliche Anlagevermögen wird unter Beachtung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer sowie der Berücksichtigung der Nutzung im Zwei- bzw. Dreischichtbetrieb abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum beträgt bei Gebäuden und Baulichkeiten 10 bis 33 Jahre, bei Maschinen und technischen Anlagen 4 bis 14 Jahre sowie bei den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p. a. im Zugangsjahr und in den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die erhaltenen Investitionszuschüsse wurden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der geförderten Vermögensgegenstände abgezogen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Einer verlustfreien Bewertung der Erzeugnisse wurde Rechnung getragen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Verwendung der "Heubeck Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % p. a. (Vj. 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1,00 % (Vj. 1,00 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 0 % (Vj. 0 %) berücksichtigt.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Da kein aktiver Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, wurde der beizulegende Zeitwert aus dem versicherungsmathematischen Wert der abgeschlossenen Rückdeckungsversicherung ermittelt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs aktiver latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Die Höhe der Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt sich ausschließlich nach dem rechtlichen Verhältnis von Leistung und Gegenleistung, weshalb dieser Ermittlung das Verhältnis der noch ausstehenden Gegenleistung zur gesamten Gegenleistung am Bilanzstichtag zu Grunde gelegt wird. Bilanzierte Rechnungsabgrenzungsposten werden in dem Geschäftsjahr aufgelöst, in dem der ihnen zugrundeliegende Aufwand bzw. Ertrag wirtschaftlich entstanden ist.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Beteiligung % Eigenkapital Ergebnis
in TEUR in TEUR
KSG Austria GmbH, Gars am Kamp, Österreich 100 9.103 -1.030

Im Geschäftsjahr erfolgte aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung eine vollständige Abschreibung der Anteile.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 101Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag bestehen unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 30 % aktive Steuerlatenzen aus dem Verlustvortrag der Gewerbesteuer und der Körperschaftsteuer (TEUR 1.063), Bewertungsunterschieden im Anlagevermögen (TEUR 263) sowie aus Rückstellungen (TEUR 71). Passive latente Steuern resultieren aus der steuerlichen Abschreibung für Hard- und Software in Höhe von TEUR 1.282.

Eigenkapital

Im Geschäftsjahr erfolgte eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 2.000. Außerdem wurden aus dem Gewinnvortrag der Vorjahre im Berichtsjahr TEUR 19.500 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Bewertungsunterschied aus der Abzinsung mit dem zehnjährigen Durchschnittszinssatz (1,82 % p. a.) zum siebenjährigen Durchschnittszinssatz (1,74 % p. a.) gemäß § 253 Absatz 6 HGB beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 10 und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) verbleibt zum Bilanzstichtag kein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 1.009
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 138
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 258
Verrechnete Aufwendungen 26
Verrechnete Erträge 7

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 3.560) betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen (TEUR 1.825; Vj. TEUR 1.821), ausstehende Rechnungen (TEUR 901; Vj. TEUR 925) abgegrenzte Kosten aus dem Vertriebsbereich (TEUR 507; Vj. TEUR 461) sowie Rückstellungen für Altlasten (TEUR 81, Vj. TEUR 96).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitsspiegel dargestellt:

in TEUR 31.12.2023
Restlaufzeit Gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr von 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.063 5.459 509 9.031
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.994 0 0 1.994
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 48 0 0 48
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.811 0 0 1.811
in TEUR 31.12.2022
Restlaufzeit gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.291 9.031 11.322
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.782 0 1.782
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 94 0 94
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.082 0 3.082

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte sowie durch die Sicherungsübereignung der Betriebs- und Geschäftsausstattung besichert. Im Vorjahr hatten von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten TEUR 1.238 eine Restlaufzeit von über 5 Jahren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse 2023 2022
TEUR TEUR
Leiterplatten 81.808 100.091
Materialrückgewinnung 2.031 3.248
Erlöse aus Konzernumlage 1.391 1.212
Handelswaren 687 518
Vermietung und Verpachtung 79 72
Sonstiges 203 101
Erlösschmälerungen -940 -1.243
85.259 103.999
davon Umsätze Inland 54.977 73.498
davon Umsätze Ausland 30.282 30.501

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den periodenfremden Erträgen in Höhe von TEUR 231 handelt es sich im Wesentlichen um Edelmetallgutschriften (TEUR 95), erhaltene Boni (TEUR 54), Lieferanten-gutschriften (TEUR 41) sowie sonstige Erstattungen, die dem Vorjahr zuzurechnen sind.

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Der Beteiligungswert für die KSG Austria GmbH in Höhe von TEUR 12.897 wurde im Geschäftsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steuerertrag in Höhe von TEUR 1.262 entfällt auf die Auflösung der im Vorjahr gebildeten passiven latenten Steuern. Außerdem ist ein Steuerertrag in Höhe von TEUR 596 aufgrund des Verlustrücktrag erfasst.

Die im Dezember 2023 mit Beschluss des Mindeststeuergesetzes eingeführte Ausnahme in § 274 Abs. 3 HGB bedeutet, dass latente Steuern im Zusammenhang mit Ertragsteuern, die sich aus anwendbaren oder angekündigten Steuervorschriften zur Umsetzung der Modellregeln der Säule 2 ergeben, bei der KSG GmbH weder erfasst noch ausgewiesen werden. Eine zusätzliche Steuerbelastung aus der Umsetzung der Modellregeln der Säule 2 wird derzeit nicht erwartet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.673 in Form von Bestellobligo aus erteilten Aufträgen an Lieferanten für Warenlieferungen und Dienstleistungen.

Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einem Leasingvertrag für eine technische Anlage in Höhe von TEUR 686 sowie aus sonstigen Miet- und Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 378.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

 

Frau Margret Gleiniger, Diplom-Ingenieurin

Herr Swen Klöden, Diplom-Betriebswirt (FH)

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer und früherer Organmitglieder wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Rückstellungen für Pensionen ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 410.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Gewerbliche Arbeitnehmer 350
Angestellte 322
672
Auszubildende 17
Gesamt 689

Konzernverhältnisse

Die KSG GmbH erstellt einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen. Dieser wird durch Einstellung im Unternehmensregister veröffentlicht.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt:

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 75
Steuerberatungsleistung 6
Gesamt 81

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Gornsdorf, 11. März 2024

Margret Gleiniger, Geschäftsführerin

Swen Klöden, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge AHK Abgänge Zuschüsse * Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 7.952.376,06 786.808,11 35.969,46 7.219,26 40.169,00 8.750.602,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 35.365.482,98 16.902,02 868.378,16 0,00 0,00 34.514.006,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 97.672.455,81 3.294.832,35 3.355.791,75 632.940,19 540.919,07 98.785.355,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.917.840,40 282.052,48 930.303,97 73.534,18 0,00 5.343.123,09
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 641.441,57 493.481,40 0,00 0,00 -581.088,07 553.834,90
139.597.220,76 4.087.268,25 5.154.473,88 706.474,37 -40.169,00 139.196.320,50
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 12.897.661,25 0,00 0,00 0,00 0,00 12.897.661,25
160.447.258,07 4.874.076,36 5.190.443,34 713.693,63 0,00 160.844.584,72
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge Abgänge Zuschüsse * 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 2.412.422,06 1.377.196,11 35.969,46 7.219,26 3.760.867,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.399.777,35 1.354.465,11 868.378,16 0,00 18.885.864,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 77.329.267,94 4.797.094,29 3.352.960,75 632.940,19 79.406.341,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.604.383,79 430.238,09 925.285,97 73.534,18 4.182.870,09
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
100.333.429,08 6.581.797,49 5.146.624,88 706.474,37 102.475.076,06
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 12.897.661,25 0,00 0,00 12.897.661,25
102.745.851,14 20.856.654,85 5.182.594,34 713.693,63 119.133.605,28
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 4.989.735,00 5.540
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.628.142,54 16.966
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.379.014,00 20.343
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.160.253,00 1.313
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 553.834,90 641
36.721.244,44 39.263
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 12.898
41.710.979,44 57.701

* Die Abgänge Zuschüsse betreffen die erhaltenen Investitionszuschüsse bei den im Geschäftsjahr abgegangenen Vermögensgegenständen.

Lagebericht für 2023

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Die KSG GmbH (KSG) fertigt Leiterplatten für den deutschen und deutschsprachigen europäischen Markt in verschiedenen Technologien. Hauptprodukte sind durchkontaktierte Leiterplatten, Multilayer, Starrflex- und Dickkupferschaltungen. Die Branchenschwerpunkte unserer Kunden liegen in den Bereichen Industrieelektronik, Automotive und Medizintechnik.

Die weltwirtschaftliche Lage war im Berichtsjahr weiterhin durch die anhaltenden geopolitischen und wirtschaftlichen Turbulenzen geprägt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für 2023 ein Wachstum der globalen Weltwirtschaft um 3,1 %. Dabei verlief die wirtschaftliche Entwicklung in den großen Industrienationen sehr unterschiedlich. Während das chinesische BIP im Jahr 2023 voraussichtlich um 5,2 % gewachsen ist, wird für die US-Wirtschaft ein Wachstum von 2,5 % prognostiziert. Die Entwicklung des BIP 2023 in den EU-Staaten wird mit einer geringen Zunahme von 0,5 % hinter den Erwartungen zurückbleiben.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Deutschland ist damit das einzige Land der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, dessen Wirtschaft im Berichtsjahr geschrumpft ist.

Der Gesamtwirtschaft in Deutschland ist durch ein krisengeprägtes Umfeld geprägt. Trotz eines Rückgangs in jüngster Zeit belastet nach wie vor die hohe Inflation, in allen Wirtschaftsstufen die Entwicklung.

Die Entwicklung des BIP in den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief im Jahr 2023 unterschiedlich. Die Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe (ohne Bau) ging um 0,4 % zurück. Während aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau positive Impulse zu verzeichnen waren, sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Zweigen wie der Chemieindustrie und der metallverarbeitenden Industrie erneut.

Im Baugewerbe machen sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Davon war vor allem der Hochbau betroffen, während die Produktion im Tiefbau und Ausbaugewerbe leicht gesteigert werden konnte.

Dem hingegen konnten die meisten Dienstleistungsbereiche ihre positive wirtschaftliche Entwicklung aus den Vorjahren weiter fortsetzen. Den größten Zuwachs gab es dabei im Bereich Information und Kommunikation (+2,6 %). Auch der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit hat sich positiv entwickelt (+1,0 %). Im Gegensatz dazu ging im zusammengefassten Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe die Bruttowertschöpfung um 1,0 % zurück, was vor allem an der negativen Entwicklung im Groß- und Einzelhandel lag.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar. Die Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen sanken um 1,8 % gegenüber dem Vorjahr. Da aber andererseits die Einfuhren nach Deutschland um 3,0 % gesunken sind, kam es im Handel mit dem Ausland zu einem positiven Beitrag für das BIP.

Die deutsche Elektro-- und Digitalindustrie konnte ihren Wachstumskurs 2023 fortsetzen. Der Branchenumsatz wuchs im Berichtsjahr auf einen Wert von EUR 238,1 Mrd.; das entspricht einer Steigerung von 6,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei der realen Produktion, ohne Berücksichtigung der Preiseffekte, betrug der Zuwachs allerdings nur 0,4 %, was insbesondere durch das schwache IV. Quartal beeinflusst wurde.

Die Nachfrage nach Leiterplatten hat im Berichtsjahr nachgelassen. Bei den deutschen Leiterplattenherstellern, die Mitglied im Bundesverband der Elektroindustrie (ZVEI) sind, ging der Umsatz 2023 auf EUR 848,6 Mio. zurück. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr (Umsatz 918,4 EUR Mio.) einem Rückgang von 7,6 %.

Der Auftragseingang der Berichtsgruppe war im Gesamtjahr 2023 noch stärker rückläufig als der Umsatz. Mit einem kumulierten Auftragseingang von 749,3 Mio. Euro im Berichtsjahr gegenüber 883,8 Mio. Euro im Vorjahr betrug der Rückgang im Auftragseingang 15,2 %.

Es wird erwartet, dass auch im 1. Halbjahr 2024 die Produktionskapazitäten der Branche nicht voll ausgelastet sein werden. Einige Unternehmen werden sich in Kurzarbeit befinden und weiter Personal abbauen. Die Geschäftserwartung der Leiterplattenproduzenten hat sich im IV. Quartal 2023 gegenüber den vergangenen Quartalen verbessert. Es wird eingeschätzt, dass ab dem 2. Halbjahr 2024 mit einer schrittweisen Verbesserung der Marktsituation für Leiterplatten gerechnet werden kann. Der Optimismus resultiert aus der Einschätzung der Fachverbände und wichtiger Kunden, dass es sich beim Bedarfsrückgang 2023 um eine konjunkturelle Wachstumsdelle gehandelt hat. Die für die Leiterplattenindustrie wichtigen Megatrends wie Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung sind weiter auf Wachstum ausgerichtet.

2. Allgemeine Geschäftsentwicklung der KSG GmbH

Unsere Kapazitäten waren im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres aufgrund des großen Auftragsvorlaufs aus der Vergangenheit noch gut ausgelastet. Die rückläufige Nachfrage nach Leiterplatten, die sich bereits seit dem letzten Quartal des Vorjahres abzeichnete, führte dazu, dass die Fertigungskapazitäten im 2. Halbjahr 2023 nicht mehr voll ausgelastet waren.

Im Bereich Entwicklung richtet die KSG ihren Fokus auf die Bearbeitung von Projekten zur Integration neuer Funktionalitäten in die Leiterplatte. Weiterhin widmen wir uns verstärkt Themen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit in der Leiterplattenproduktion durch beispielsweise dem Einsatz neuer biobasierter Basismaterialien sowie alternativen ressourcenschonenden Fertigungstechnologien (Deep-Opt).

Die Realisierung der Förderprojekte erfolgt in enger Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Instituten und Universitäten in Sachsen und wird durch Bundesmittel unterstützt.

Die Digitalisierung unserer Fertigungsprozesse sowie unserer administrativen Kernprozesse waren Schwerpunkte unserer Arbeit im letzten Geschäftsjahr.

Durch den Einsatz eines neuen ERP-Systems und den damit verbundenen digitalen Möglichkeiten konnte die Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern in vielen Bereichen vereinfacht und verschlankt werden. In unserer Fertigung wurden Lösungen der Künstlichen Intelligenz (KI) für die Analyse und Auswertung von Prozessdaten getestet. Außerdem ist der Einsatz von KI zur Optimierung der logistischen Planung komplexer Produktionsprozesse (K-M-I) geplant. Im administrativen Bereich wurden u. a. durch die Einführung eines digitalen Entgeltbescheides sowie die Implementierung einer Mitarbeiter-App die Abläufe und Prozesse modernisiert.

Die Digitalisierung ist für uns auch in Zukunft ein wichtiger technologischer Trend, dem wir weiter vorantreiben werden.

3. Ertragslage

Die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage der KSG GmbH hat sich im Berichtsjahr verschlechtert. Dazu trug vor allem das 2.Halbjahr 2023 bei, welches von mangelnder Nachfrage für unsere Produkte geprägt war. Dass führte dazu, dass wir unsere Fertigungskapazitäten nicht voll auslasten konnten und ab September 2023 für Teilbereiche Kurzarbeit angemeldet werden musste.

Der Umsatz des Jahres 2023 ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 18.740 auf TEUR 85.259 gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 18,0 %. Die Umsatzprognose aus dem Vorjahr, die von einer Steigerung des Umsatzes um 4,6 % vorsah, wurde verfehlt.

Im Geschäftsjahr hatten wir in allen Umsatzsegmenten gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang zu verzeichnen. In unserer wichtigsten Absatzbranche, der Industrieelektronik, realisierten wir einen Umsatz von TEUR 38.777, der damit um 24,4 % unter dem des Vorjahres lag. Auch in den beiden anderen Hauptbranchen, EMS und Automotive sank der Umsatz gegenüber 2022. Allerdings sind hier die Rückgänge mit - 11,0 % (EMS) bzw. - 5,9 % (Automotive) nicht ganz so stark ausgefallen wie in der Industrieelektronik.

In den Zukunftsbereichen Medizintechnik und Kommunikationselektronik gelang es uns ebenfalls nicht, die positive Entwicklung der Vorjahre fortzusetzen. Wenngleich auf deutlich niedrigerem Absatzniveau als in unseren Hauptsegmenten ging der Umsatz in der Medizintechnik um 18,9 % zurück; der Umsatz in der Kommunikationselektronik reduzierte sich um 42,4 %. Die rückläufige Entwicklung in der Konsumelektronik (- 34,0 %) hat sich fortgesetzt.

Der Materialaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 12,7 % gesunken. Neben der auslastungsbedingten Reduzierung des Materialaufwandes wirkten sich vor allem die, im Vergleich zu 2022, niedrigeren Energiekosten positiv auf die Kostenentwicklung aus. Einen entgegengesetzten Einfluss auf den Materialaufwand hatten dagegen die Preissteigerungen bei Edelmetallen und Ersatzteilen.

Im Geschäftsjahr haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für unser Unternehmen verschlechtert. Da unsere Fertigungslinien ab dem 2. Halbjahr 2023 unterausgelastet waren, verzeichneten wir im operativen Geschäft einen Verlust von TEUR - 4.517 (Jahresfehlbetrag zuzüglich Abschreibungen auf Finanzanlagen). Das stellt eine Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr (TEUR + 4.072) um TEUR - 8.589 dar.

Weiterhin wurde im Geschäftsjahr der Beteiligungswert für unsere Tochtergesellschaft, die KSG Austria GmbH, komplett abgeschrieben. (EUR 12,9 Mio.). Der im Jahresabschluss ausgewiesene Verlust für das Geschäftsjahr beläuft sich somit auf EUR - 17,4 Mio. Die Ergebnisprognose aus dem Vorjahr (leichter Ertragsrückgang gegenüber 2022) wurde nicht erreicht.

4. Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Vermögensstruktur der KSG ist trotz aktuell schlechter werdenden Rahmenbedingungen dadurch gekennzeichnet, dass das Anlagevermögen, die Vorräte, die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital finanziert werden.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 9,0 Mio.

Sie sind durch die zur Verfügung stehende Liquidität sowie dem erwarteten Cashflow aus operativer Tätigkeit fristenkongruent gedeckt. Sofern sich die schlechte Auslastung unserer Produktionskapazitäten im Jahr 2024 fortsetzt, werden wir in Zusammenarbeit mit unseren Banken Maßnahmen ergreifen, um die Finanzierung des Unternehmens weiter zu sichern. Die KSG hat sich gegenüber den kreditgebenden Banken zur Einhaltung von Financial Covenants verpflichtet, die eingehalten wurden.

Die KSG GmbH verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 einen negativen Cashflow in Höhe von EUR -2,6 Mio. Im Geschäftsjahr wurden keine neuen Kredite aufgenommen und Finanzverbindlichkeiten in Höhe von EUR 2,3 Mio. getilgt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt damit unter Berücksichtigung erhaltener und gezahlter Ausschüttungen EUR -3,3 Mio. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt EUR 5,7 Mio. Zum Stichtag standen dem Unternehmen liquide Mittel in Höhe von EUR 4,2 Mio. zur Verfügung. Gegenüber dem Vorjahr (EUR 6,8 Mio.) haben sich diese um EUR 2,6 Mio. verringert. Zusätzlich bestehen mit Kreditinstituten Vereinbarungen über Kontokorrentlinien in Höhe von insgesamt EUR 10,8 Mio.

Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von EUR 4,9 Mio. (Vorjahr EUR 8,4 Mio.) vorgenommen. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Investitionen damit um 41,7 %.

Wesentliche Investitionen erfolgten in eine Anlage zur biologischen Abluftreinigung (EUR 0,9 Mio.), in zwei Testsysteme zur elektronischen Prüfung von Leiterplatten (EUR 0,6 Mio.), und in zwei weitere mechanische Anlagen (EUR 0,6 Mio.). Für die bereits im Vorjahr eingeführte neue ERP-Software wurden im Geschäftsjahr weitere EUR 0,7 Mio. investiert.

Trotz der im Geschäftsjahr angespannten Ertragslage, ist die Vermögens- und Finanzlage der KSG GmbH nach wie vor solide und geordnet.

5. Risikobericht

Im Allgemeinen haben die Risiken für die Wirtschaft im letzten Jahr weiter zugenommen. Ein Teil dieser Risiken betrifft auch die KSG GmbH.

Risiken für unsere Geschäftsentwicklung sehen wir in den anhaltenden Spannungen zwischen China und Taiwan, dem Konflikt im Gazastreifen sowie in den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine.

Die KSG hat gegenwärtig keine direkten wirtschaftlichen Beziehungen in die vorgenannten Krisenregionen. Wir gehen aber davon aus, dass sowohl ein Teil unserer Lieferanten als auch ein Teil unserer Kunden direkte Lieferbeziehungen in diese Gebiete unterhält. Das kann einerseits zu Problemen in der Lieferkette und andererseits zu Veränderungen im Nachfrageverhalten unserer Kunden führen. Eine genaue Bewertung der Risiken ist derzeit nicht möglich.

Eine Problematik für unser Unternehmen sind die in Folge des Krieges zwischen Russland und der Ukraine stark gestiegenen Energiepreise. Obwohl die Preise im Vergleich zum Vorjahr etwas nachgegeben haben, belasten sie das Unternehmensergebnis deutlich. Wir reagieren darauf, indem wir sparsam mit unseren Ressourcen umgehen und verstärkt auf Alternativen setzen. So haben wir im Sommer 2023 eine biologische Abluftreinigungsanlage in Betrieb genommen, die es uns ermöglicht, einen großen Anteil des bisher benötigten Erdgases einzusparen.

Wir schätzen ein, dass die Bedrohungen durch Cyberkriminalität so hoch wie nie zuvor sind. Unsere Geschäftsprozesse sind vollumfänglich von IT-Diensten, Daten und Applikationen abhängig. Demzufolge stufen wir die Bedrohungslage als hohes Risiko ein und tragen dieser Situation durch Festlegung und Anwendung geeigneter Schutzmaßnahmen Rechnung. Im Fokus stehen dabei Notfallprävention und Disaster Recovery. Unsere Mitarbeiter werden regelmäßig geschult und sensibilisiert. Die Sicherheitsmaßnahmen werden permanent überprüft und hinterfragt.

Der Mangel an qualifizierten Spezialisten ist nach wie vor ein Risiko, dass uns betreffen kann. Die KSG reagiert auf den Fachkräftemangel, indem wir die Attraktivität als wichtiger Arbeitgeber der Region weiter steigern, die Lehrlingsausbildung intensivieren und mit Qualifizierungsmaßnahmen für die vorhandene Belegschaft, deren Wissen und Kenntnisse verbessern.

Weitere Risiken sind in mittelbaren Ereignissen zu sehen. Dazu gehört das von Teilen der Politik angestrebte Verbot von Verbrennungsmotoren sowie vermehrt auch extreme Wetterereignisse, die Einfluss auf die Wirtschaftsentwicklung nehmen. Insbesondere die Automobilbranche, als ein wichtiges Segment, ist dabei von vielen Entwicklungen beeinflusst, deren Auswirkungen auf die Zulieferkette jedoch unklar sind.

Die Volatilität und die Schwankungsbreite der Einkaufspreise von Rohstoffen wie Kupfer, Zinn und Gold kann zu signifikanten Erhöhungen aber auch zu Reduzierungen des Materialeinsatzes führen. Diese Schwankungen, die auch den Bezug von Energie einschließen, werden auch zukünftig auf das Unternehmen wirken. Wir reagieren darauf aktiv durch Nutzung von Rahmenverträgen, strategisches Einkaufsverhalten und die Weitergabe von Preisänderungen an unsere Kunden.

Die vorgenannten Risiken haben zu keinen Einschränkungen unserer Geschäftstätigkeit geführt. Der KSG war im gesamten Geschäftsjahr jederzeit in der Lage zu produzieren und Produkte auszuliefern.

Die Geschäftsleitung kann, trotz der vorgenannten Sachverhalte, gegenwärtig keine Risiken erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens ernsthaft gefährden. Die KSG ist vor allem Risiken aus dem Nachfrageverhalten der Kunden sowie den daraus resultierenden Lieferzeiten ausgesetzt. Generell gilt, dass aktuell Konjunkturprognosen mit großer Unsicherheit verbunden sind. Wir gehen, trotz der derzeitig schwächelnden Nachfrage davon aus, dass sich der Markt für Leiterplatten im nächsten Geschäftsjahr leicht erholen wird. Um unsere finanziellen Ressourcen zu schonen, planen wir im Gegensatz zu den vergangenen Geschäftsjahren nur geringfügige Investitionen.

Darüber hinausgehende besondere Risiken aus dem Umfeld der Gesellschaft, der Branche, der Unternehmensstrategie, dem Personalbereich sowie finanzielle ebenso wie leistungswirtschaftliche Risiken sind für einen Zeitraum von 12 Monaten und darüber hinaus nicht absehbar.

6. Prognosebericht, Chancen künftiger Entwicklungen

Die KSG erwartet für 2024 eine Umsatzreduzierung von 2,1 % bei einer leichten Verbesserung der Ertragssituation. Das Unternehmen konzentriert sich dabei weiter auf den Ausbau der Sortimente Multilayer und Starrflex. Zusätzlich liegt der Fokus auf kleinen bis mittleren Aufträgen. Es sind Investitionen in Höhe von EUR 1,1 Mio. geplant.

Das Unternehmen arbeitet an der Realisierung von Maßnahmen zur Erschließung neuer Märkte. Die Kostenstruktur muss der aktuellen wirtschaftlichen Situation weiter angepasst werden. Das schließt Maßnahmen zur Reduzierung von Personal ein. Wir werden ein konsequentes Sparprogramm durchsetzen und Optimierungen und Anpassungen in allen Unternehmensbereichen vornehmen.

Die Finanzierung der KSG GmbH ist für das folgende Geschäftsjahr gesichert. Zur wirtschaftlichen Stärkung des Unternehmens ist vorgesehen, durch Wandlung von Gewinnrücklagen das Stammkapital auf EUR 20 Mio. zu erhöhen.

Trotz des gegenwärtig schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes wird der Bedarf an technisch anspruchsvollen Leiterplatten mit hoher Funktionalität in Zukunft weiter steigen. Ebenso wird sich der Trend zur Miniaturisierung fortsetzen. Wir sehen unsere Wachstumschancen deshalb vor allem in zukunftsweisenden Sparten wie der Elektromobilität, der Sensorik und der Medizinelektronik.

Der allgemeine Digitalisierungstrend, der mittlerweile alle Bereiche der Industrie und des Privatlebens erfasst hat, bietet für uns mittelbar eine ausgezeichnete Voraussetzung für das angestrebte Wachstum in den nächsten Jahren.

7. Erklärung zur Unternehmensführung

Die Geschäftsführung hat für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung eine Zielgröße von 15 % festgelegt. Die Gesellschafterversammlung hat für den Frauenanteil unter der Geschäftsführung mit Frist bis zum 31.12.2023 eine Zielgröße von 0 % festgelegt. Die Zielgröße von 0 % Frauenquote in der Geschäftsführung ist darin begründet, dass in den letzten Jahren nur zwei Geschäftsführer für die Leitung des Unternehmens eingesetzt wurden.

Die Zielgrößen sind erreicht. In der Geschäftsführung liegt der Frauenanteil am 31.12.2023 bei 50 %; in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung beträgt die Frauenquote 20 %.

 

Gornsdorf, den 11. März 2024

Margret Gleiniger, Geschäftsführerin

Swen Klöden, Geschäftsführer

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