Beteiligungsgesellschaften
SPIE EPH GmbH
König-Georg-Stieg 8, 21107 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Heppner seit 5.11.2025 | Prokura |
Marcus Tenten seit 7.4.2025 | Geschäftsführer |
Guido Mühlenbeck seit 26.6.2020 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
SPIE Operations SAS | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SPIE EPH GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Darstellung des Geschäftsverlaufes1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche 1.1 Ökonomische Rahmenbedingungen und weltwirtschaftliche Entwicklung Die Weltwirtschaft zeigte sich 2023, nach der COVID-19-Pandemie, einem anhaltenden Russland-Ukraine-Krieg und der weltweit hohen Inflation sehr widerstandsfähig. Das BIP-Wachstum fiel mit global 3,1% im Jahr 2023 stärker aus als erwartet. In den USA und einigen Schwellenländern wuchs die Wirtschaft im zweiten Quartal 2023, aufgrund höherer Löhne sowie steigender staatlicher und privater Ausgaben, nochmals stärker als prognostiziert. Durch die Anhebung der Leitzinsen durch die Zentralbanken erholte sich die weltweite Inflation ab dem vierten Quartal 2023 und sank auf prognostizierte 6,8% für das Gesamtjahr 2023. Wiederhergestellte Lieferketten erhöhten die wirtschaftliche Dynamik im zweiten Halbjahr zudem weiter. 1 Im vierten Quartal 2023 kehrte sich diese Entwicklung allerdings wieder um. In Folge des Nahost-Konflikts kam es zu Überfällen auf Containerschiffe im Roten Meer, was zu Lieferverzögerungen auf der Route zwischen Asien und Europa führte. 2 Die Wirtschaftsleistung in der EU hat im Jahr 2023 an Schwung verloren, das BIP-Wachstum schrumpfte auf 0,5%. 3 Hintergrund waren vor allem die hohe Inflation im Euro-Raum (5,4% 4 ), eine härtere Geldpolitik sowie der anhaltende Krieg Russlands gegen die Ukraine. 5 Die deutsche Wirtschaft verzeichnete für das Gesamtjahr 2023 einen Rückgang des BIP um -0,3%. Vorangegangene multiple Krisen, eine Inflation von +5,9% 6 , die straffe Geldpolitik, ein hoher Krankenstand der Erwerbstätigen sowie ein kräftiges Wachstum der Lohnstückkosten beeinflussten die deutsche Wirtschaft stark. Die schwache Auslandsnachfrage (-1,8%) stellte für Deutschland als Exportnation einen weiteren, zentralen Belastungsfaktor dar. 7 Lediglich der Außenhandel mit Ländern außerhalb Europas wies 2023 ein leichtes Plus von 0,8% auf. 8 Der Arbeitsmarkt zeigte sich im Jahresverlauf hingegen robust. Die Arbeitnehmerentgelte (+6,7%) sowie Unternehmens- und Vermögenseinkommen (+6,5%) legten im Verlauf des Jahres, insbesondere aufgrund von deutlichen Lohnerhöhungen und staatlicher Entlastungsmaßnahmen, deutlich zu. 9 1.2 Entwicklung der Branche Der relevante Markt der SPIE EPH GmbH als Multitechnik-Dienstleister für Gebäude, industrielle Anlagen und Infrastrukturen beinhaltet mehrere Marktsegmente. Hierzu zählen im Wesentlichen Elektrotechnik, Haus- und Gebäudetechnik, Industriedienstleistungen sowie Automationstechnik. Die Gebäudetechnik Branche zeigte nach der stabilen Marktentwicklung des Vorjahres auch im Jahr 2023 in der von geo- und klimapolitischen Ereignissen beeinflussten Lage Kontinuität. Prognosen zufolge wuchs die HKLS-Branche um 5,8 % und erreichte ein Umsatzvolumen von Mrd. EUR 78,7 . 10 Das Elektrohandwerk bewertete sich als relativ krisenfest. 11 Geschäftsimpulse setzten besonders der Ausbau Erneuerbarer Energien sowie die voranschreitende Elektromobilität und der damit einhergehende Aufbau der Ladeinfrastruktur. 12 Das Gesamthandwerk prognostizierte für 2023 eine etwas rückläufige, aber stabile Entwicklung, mit einer Umsatzsteigerung um 6% gegenüber 2022. 13 Trotz multipler Krisenlagen der Wirtschaft waren im Herbst 2023 die Geschäftserwartungen im Gesamthandwerk zwar getrübt aber weniger pessimistisch als im Jahr zuvor. Der ZDH-Geschäftsklimaindex stieg zum dritten Quartal 2023 um 10 Zähler auf 107 Punkte. Stabilisiert wurde das Geschäft vor allem durch rückläufige Energiekosten sowie einem steigenden privaten Konsum. 14 Besonders das Ausbaugewerbe blickte 2023 positiver auf die Geschäftslage. Es profitierte vor allem von einer Sonderkonjunktur für Modernisierungs- und Effizienzmaßnahmen im Hinblick auf den Gebäudeenergiebedarf. 15 Erschwerend für die Betriebe wirkten sich die Unsicherheiten in der deutschen Bauwirtschaft aus. Der Rückgang der Baukonjunktur setzte sich im Jahr 2023 mit -5,3% fort. Stark gestiegene Bau- und Finanzierungskosten haben vor allem im Wohnungsbau Spuren hinterlassen (-11%). Der Wirtschaftsbau erreicht 2023 einen Umsatz von ca. Mrd. EUR 59,6 (-2%) und der öffentliche Hochbau ein 4%iges Umsatzplus (Mrd. EUR 9). 16 Die deutsche Energiewirtschaft setzte im Jahr 2023 ihren Transformationsprozess unvermindert fort. Regenerative Energien spielen erstmals die bedeutendste Rolle im Energiemix. 17 Die erneuerbar generierte Strommenge lag bei rund 268 Terrawattstunden (TWh). Ungefähr 75% davon wurden durch Wind- und Solaranlagen erzeugt. 18 Die Nachhaltigkeitsbestrebungen zielen zudem auf den effizienten Energieeinsatz. Die Bundesregierung setzt im November 2023 das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) in Kraft. Es verpflichtet Unternehmen mit einem Jahresverbrauch von mehr als 7,5 GWh sowie öffentliche Einrichtungen von Bund und Ländern, Energie- und Umweltmanagementsysteme einzuführen. 19 Die Gebäudetechnik-Anbieter unterstützen mit individuellen Lösungen zur Energieeinsparung und zur Integration erneuerbarer Energien. Insbesondere das Elektrohandwerk profitierte 2023 besonders vom Ausbau Erneuerbarer Energien. 20 Der Bereich Industrieservice wuchs aufgrund von Aufholeffekten aus dem Pandemie-Krisenjahr 2020 im Jahr 2022 und voraussichtlich ebenfalls 2023 jeweils um 7,5%. 21 Noch immer sind die Industrieunternehmen als Folge der Energiekrise und den einhergehenden Versorgungsrisiken besonders mit Herausforderungen zur Umstellung gasintensiver Produktionsprozesse konfrontiert. Daraus resultiert ein wachsender Transformationsbedarf der Industrieunternehmen bezüglich Dekarbonisierung und Digitalisierung. 22 Die eingeleitete Mobilitätswende führte 2023 zu einem Boom bei der Zulassung von PKWs mit Elektroantrieb. 24,6% der neu zugelassenen PKW (700.206) waren 2023 mit einem Elektroantrieb ausgestattet. Ein deutliches Plus vom 11,4% verzeichnen die reinen Elektro-PKW (BEV) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 23 Der notwendige Aufbau der Ladeinfrastruktur und die Integration der Ladeleistungen in die Energiesysteme der Liegenschaften bieten weiterhin viele Geschäftsmöglichkeiten für die Gebäudetechnik-Unternehmen. Zusammenfassend stellen sich alle von der SPIE EPH adressierten Märkte in einem von Krisen geprägten Umfeld als stabil dar. Die Forcierung des Bewusstseins für mehr Nachhaltigkeit und den von den Unternehmen eingeleiteten Maßnahmen für mehr Energieeffizienz und Klimaschutz stellen sich positiv für die Geschäftsentwicklung dar. 2. Darstellung der Gesellschaft Die SPIE EPH GmbH ist im Projekt- und im Servicegeschäft aktiv. Der geographische Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit befindet sich in Norddeutschland. Darüber hinaus werden vereinzelt Leistungen bundesweit sowie an das an Deutschland angrenzende Ausland erbracht. Die alleinige Gesellschafterin der SPIE EPH GmbH ist die SPIE SAG GmbH in Ratingen. Mit der SPIE SAG GmbH besteht ein Gewinnabführungs- und ein Beherrschungsvertrag. 2.1 Aufstellung SPIE EPH GmbH Die SPIE EPH GmbH ist operativ in die Geschäftsbereichsorganisation Building Technology & Automation (BTA) der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe, Ratingen, eingebunden. Die Gesellschaft verfügt über mehrere Standorte in Hamburg sowie eine Niederlassung in Bremen. Die Absatz- und Einsatzgebiete sind im geographischen Norden Deutschlands lokalisiert. Für überregional tätige Kunden ist die SPIE EPH GmbH im gesamten Bundesgebiet, in Einzelfällen auch international tätig. 2.2 Entwicklung der Gesellschaft a. Marktpositionierung Als mittelständisches Unternehmen ist die SPIE EPH GmbH mit den Leistungsinhalten elektrische Energietechnik, elektrische Gebäudetechnik, industrielle Automation, industrielle MSR-Technik sowie Planungsdienstleistungen tätig. Darüber hinaus bietet die Gesellschaft Leistungen für die Elektromobilität, für die Pumpentechnik, für den Elektromaschinenbau und für den Explosionsschutz an. Als hilfreich erweisen sich die langjährigen Beziehungen zu den Bestandskunden. Geschäftsentwicklung Die im Bereich der Beschaffung herrschende Materialknappheit hat in vereinzelten Verträgen zu verlängerten und ungeplanten Ausführungszeiten geführt. Darüber hinaus führte der Fachkräftemangel zu erhöhtem Aufwand bei der Nachbesetzung offener Stellen und somit ebenfalls zu längeren und ungeplanten Ausführungszeiten. Im Bereich der E-Mobilität konnte am Standort Hamburg und Bremen die bisherige Wachstumsstrategie fortgeführt werden. 3. Entwicklung von Leistung , Auftragseingang und Umsatz Der Auftragseingang betrug im Geschäftsjahr insgesamt TEUR 29.617 (Vorjahr: TEUR 34.975). Die Leistung bestehend aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen (ohne sonstige betriebliche Erträge) betrug TEUR 30.133 (Vorjahr: TEUR 35.128). Die Leistung fiel somit niedriger als im Vorjahr aus. Der Umsatz betrug TEUR 32.189 und ist gegenüber dem Vorjahr um 12 % gesunken (Vorjahr: TEUR 36.572). Er teilt sich folgendermaßen auf:
Im Aviationbereich resultiert der gesunkene Umsatz aus dem Verlust eines großen Rahmenvertrags. Im Bereich Industrieservice sanken die Umsätze aufgrund der Niederlassungsschließungen in Wolfsburg und Hannover. 4. Personalentwicklung Die Anzahl der Beschäftigten der SPIE EPH GmbH belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2023 einschließlich Auszubildender und Geschäftsführer auf 231 (Vorjahr: 261 Mitarbeiter). 5. Struktur der Gesellschaft Die Gesellschaft verfügt über folgende operative Einheiten:
II. Wirtschaftsbericht1. Finanzielle Leistungsindikatoren Die SPIE EPH wird über vier elementare Leistungsindikatoren permanent gesteuert:
Nachfolgend werden die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren detaillierter beschrieben sowie weitere inhaltliche Erläuterungen zum Bilanzbild gegeben. 1.1 Auftragseingang Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Auftragseingang der SPIE EPH GmbH insgesamt TEUR 29.617 (Vorjahr: TEUR 34.975). Damit liegt der Auftragseingang auf einem niedrigeren Niveau als im Vorjahr, entsprach damit jedoch den Erwartungen der Gesellschaft. 1.2 Leistung Die Leistung einschließlich der Bestandsveränderungen (ohne sonstige betriebliche Erträge) verringerte sich von TEUR 35.128 im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 30.133 im Geschäftsjahr 2023. Die Leistung liegt damit auf einem niedrigeren Niveau als im Vorjahr, entsprach damit aber den Erwartungen der Gesellschaft. 1.3 Ertragslage Die SPIE EPH GmbH weist für das Geschäftsjahr 2023 ein positives Ergebnis von TEUR 769 aus (Vorjahr: TEUR -7.316). Das positive Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt ebenfalls TEUR 769 (Vorjahr: TEUR -7.197). Das EBIT liegt damit leicht über den Erwartungen was im Wesentlichen in der erfolgreichen Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen (Schließungen der Niederlassungen in Hannover und Wolfsburg sowie der Abteilung Schaltschrankbau/Konstruktion in Hamburg), der damit einhergehenden Reduzierung von Aufwendungen und Erfolgen in der Abwicklung von Verlustprojekten liegt. Darüber hinaus konnte ein Rechtsfall beigelegt und die Risikovorsorge dafür aufgelöst werden. Das Zinsergebnis/Finanzergebnis (Zinsen und ähnliche Erträge bzw. Aufwendungen) von TEUR - 9 (Vorjahr: TEUR -134) beruht im Wesentlichen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen. 1.4 Vermögenslage Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bilanzsumme von TEUR 17.876 um TEUR 2.139 auf TEUR 15.737 gesunken. Dies lag auf der Aktivseite im Wesentlichen aus der Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Mio. EUR +2,6) sowie aus der Verminderung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Mio. EUR -4,6). Auf der Passivseite ergibt sich der Rückgang der Bilanzsumme im Wesentlichen durch die Abnahme der sonstigen Rückstellungen (Mio. EUR -1) sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Mio. EUR -1,6) sowie der Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Mio. EUR +0,3). Das Eigenkaptal hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Durch den Rückgang der Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag auf 48,7 % (Vorjahr: 42,9 %) erhöht Das Working Capital, ermittelt als Saldo von Umlaufvermögen (ohne Guthaben bei Kreditinstituten und Kasse), kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten beträgt TEUR 7.829 (Vorjahr: TEUR 8.399). Bereinigt um die Verbindlichkeit aus Gewinnabführung TEUR 769 (Vorjahr: Forderung aus Verlustübernahme TEUR 7.316) sowie um die Cash-Pool Forderung TEUR 3.891 (Vorjahr: TEUR 1.266) beläuft sich das Working Capital auf TEUR 4.706 (Vorjahr: TEUR -182). Die Veränderung ist im Wesentlichen auf die Reduzierung der kurzfristigen Verbindlichkeiten und einem Anstieg der kurzfristigen Forderungen zurückzuführen. 1.5 Finanzlage Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling der SPIE Deutschland und Zentraleuropa GmbH, Ratingen, eingebunden. Die verfügbare Stichtagsliquidität aus Bankguthaben, Kassenbestände und Cash-Pool lag bei TEUR4.454 (Vorjahr: TEUR 1.289). Die eigentliche erwartete Steigerung der Inanspruchnahme des Cash-Pooling konnte durch Optimierung der Abrechnungsprozesse und konsequentes Forderungsmanagement in ein Guthaben verwandelt werden. 2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2.1 Betriebszugehörigkeit Die Mitarbeitenden der SPIE EPH GmbH waren im Jahr 2023 durchschnittlich 10,1 Jahre beschäftigt (Vorjahr: 10,3 Jahre). Die Fluktuation (Verhältnis der Austritte zum Personalanfangsbestand des Jahres) ist von 35,0 % im Vorjahr auf 22,8 % im Jahr 2023 gesunken. 2.2 Weiterbildung Die SPIE EPH GmbH hat im Jahr 2023 über die SPIE Akademie am regelmäßigen Weiterbildungsprogramm mit fachlichen und überfachlichen Seminaren teilgenommen, welches auf spezifische Bedarfe der Mitarbeitenden ausgerichtet war. Nach Fach- und Führungstrainings lagen weitere Trainingsschwerpunkte auf der Methoden- und Sozialkompetenz. Die Schulungs- und Trainingsmaßnahmen sind für verschiedene Karrierestufen von Ausbildungs-Workshops bis zu modularen Führungskräfteprogrammen konzeptioniert und dienen der Verbesserung der persönlichen und arbeitsplatzbezogenen Kompetenzen. Sie orientieren sich an Funktionen, Tätigkeiten und Verantwortungsbereichen. Ziel ist es, Nachbesetzungen wie z.B. Experten- oder Führungspositionen weitestgehend aus den eigenen Reihen vorzunehmen. Der Besuch von internen Weiterbildungsmaßnahmen ist im Jahr 2023 auf 67 Trainingstage gesunken. (2022: 106 Trainingstage). Auf Grund der weiter gesunkenen Mitarbeiteranzahl ist die absolute Anzahl an Trainingstagen entsprechend gesunken. Das Verhältnis zwischen Mitarbeiteranzahl und den Trainingstage ist nahezu identisch. Neben den intern organisierten Weiterbildungsangeboten der SPIE Akademie hat die SPIE EPH GmbH auch an externen Weiterbildungsangeboten teilgenommen, um die spezifischen Weiterbildungsbedarfe ebenfalls abzudecken. Der Besuch von externen Seminaren lag 2023 bei 751 Trainingstagen (2022: 62 Trainingstage). In 2022 lag der Fokus auf der Umstrukturierung der Gesellschaft. 2.3 Ausbildung Zum Stichtag 31. Dezember 2023 beschäftigt die Gesellschaft 31 Auszubildende (zum Vorjahresstichtag: 31 Auszubildende) und erreicht damit einen Auszubildendenanteil von 13,4 % an der Gesamtbelegschaft (Vorjahresstichtag: 11,9 %). Die Ausbildungsquote ist somit gestiegen. 2.4 Arbeitssicherheit Übergeordnetes Ziel von SPIE EPH GmbH ist es, eine Arbeitsschutzkultur nachhaltig im Unternehmen - bei den Führungskräften und Mitarbeitenden - zu etablieren und zu verankern Als Messgröße für die Arbeitssicherheit wird die Ereignishäufigkeitsrate (TRCFR = Total Recordable Cases Frequency Rate) herangezogen. Die Kennzahl errechnet sich aus der Summe der Ereignisse "Medical Treatments" und "Lost Time Incidents" bezogen auf eine Million Arbeitsstunden aller Mitarbeitenden - d.h. aller Mitarbeitenden der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe und aller Mitarbeitenden, die im Zuge von Arbeitnehmerüberlassungen für die SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe tätig sind. Die Reduzierung der Ereignishäufigkeit hat einen positiven Einfluss auf die Kennzahl von SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH. Die Kennzahl der Gruppe hat sich für das Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr verbessert und liegt bei 10,53. Damit wurde die TRCFR im Vergleich zum Vorjahr um 1 % gesenkt, die Anzahl der Ereignisse liegt in der Schwankungsbreite. Insgesamt wurde die Ereignishäufigkeitsrate von Dezember 2014 bis Dezember 2023 um 53 % gesenkt. Die in den jeweiligen Zeiträumen der Berichterstattung in die Gruppe aufgenommenen Akquisitionen sind ab Zugehörigkeit zu SPIE in die Bildung der Kennzahl aufgenommen worden. Jede Gesellschaft der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe trägt zur Verbesserung des Arbeitsschutzes und damit der Senkung der TRCFR bei. Valide vergleichbar ist die Kennzahl auf Ebene der SPIE Deutschland & Zentraleuropa Gruppe, da sowohl durch organisches als auch durch anorganisches Wachstum die KPI auf Ebene der Legaleinheiten, mithin SPIE SAG GmbH im Vergleich der Jahre stark schwanken kann. Die Berichterstattung wurde daher auf Gruppenebene umgestellt. Mit Beginn der Coronapandemie wurde eine bei SPIE eingeführte Veranstaltung "HSEQ für Führungskräfte" als Präsenzveranstaltung pandemiebedingt vorübergehend eingestellt. Im Jahr 2023 wurde diese Veranstaltung wieder in Präsenz implementiert. Vorab wurde das Training didaktisch komplett überarbeitet. In dem interaktiven Training werden Führungskräfte befähigt die HSEQ-Themen im operativen Umfeld umzusetzen. SPIE arbeitet kontinuierlich daran, die Arbeitssicherheit entlang des STOP-Prinzips (Substitution, technische, organisatorische und personenbezogene Maßnahmen) auszurichten. Im Bereich neue technische Arbeitsmittel zur Verbesserung der Arbeitssicherheit werden neben Marktrecherchen auch Eigenentwicklungen mit Herstellern umgesetzt. Ein wichtiges Instrument zur Unterstützung aller Mitarbeitenden in der Fläche sowie der Führungskräfte waren die Hilfestellungen über eine arbeitstäglich 12-stündig erreichbare Beratungshotline sowie eine Vielzahl von Remote- und Präsenzschulungen und Regelbesprechungen. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht1. Erwartetes wirtschaftliches Umfeld 1.1 Erwartete weltwirtschaftliche Entwicklung Das weltwirtschaftliche BIP-Wachstum wird sich 2024 auf 2,9% verstetigen und schrumpft im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,2%. 24 Die weltweit zurückgehende Inflation (Prognose für 2024: 5,8%) wird die Weltwirtschaft zwar positiv beeinflussen, doch wirken sich die weiter anhaltende restriktive Geldpolitik der Zentralbanken und das damit einhergehende geringere Investitions- und Produktivitätswachstum negativ auf das Wachstum aus. Auch werden die andauernden geopolitischen Konflikte den Welthandel weiterhin beeinträchtigen. 25 Nach einem schwachen Jahr 2023 (+0,5%) prognostiziert die OECD mit +0,6% ein kaum positiveres BIP-Wachstum für den Euroraum für das Jahr 2024. Zu Beginn des Jahres bleibt das Wachstum den Prognosen zufolge noch schwach. Da die Realeinkommen allerdings steigen, wird es sich im Laufe des Jahres stetig erholen. 26 In Deutschland ist im ersten Quartal aufgrund der anhaltenden geopolitischen Krisen sowie der hohen Inflation, erst einmal nicht mit einer Trendwende zu rechnen. 27 Für den weiteren Verlauf im Jahr 2024 wird ein Anstieg des BIP auf 0,2% 28 erwartet. Gestiegene Reallöhne und ein robuster Arbeitsmarkt wirken belebend auf die sich erholende Inlandsnachfrage. Die Prognosen für den Außenhandel im Jahr 2024 bleiben eher verhalten (+0,6%), da auch hier die geopolitischen Krisen aber auch die geldpolitischen Maßnahmen der Handelspartner-Länder die Nachfrage dämpfen. 29 sind die weiteren Verläufe des Russland-Ukraine-Kriegs und des Nahost-Konflikts, die sich beide auf die Energiepreise und somit nachteilig auf die in Deutschland ansässige, energieintensive Industrie auswirken können. Ein längeres Anhalten der Störung der Schifffahrtsroute durch das Rote Meer und in der Folge wieder eingesetzten Lieferverzögerungen könnte die deutsche Wirtschaft weiterhin schwächen. 1.2 Erwartete Entwicklung der Branche Die aktuelle geo- und klimapolitische Situation wird einen starken Einfluss auf die Geschäftstätigkeit deutscher Unternehmen nehmen. Die Energiekrise zeigt die Bedeutung eines klimafreundlichen und krisenfesten Energiesystems für den Wirtschaftsstandort. Die Unternehmen richten ihren Fokus deutlicher auf Nachhaltigkeit und den effizienten Energieeinsatz. Nach den bereits realisierten Maßnahmen zur Energieeinsparung aus dem Energiesicherheitspaket werden die energieintensiven Unternehmen durch das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) zur Umsetzung wirtschaftlicher Energieeffizienzmaßnahmen verpflichtet. Der dadurch ausgelöste Schub an Projektumsetzungen wird das Geschäft der Anbieter von Gebäudetechnik positiv beeinflussen, insbesondere bei der Realisierung von Maßnahmen zur Energieeinsparung, Schaltanlagen für die Stromversorgung, dem Energiemanagement und der Integration erneuerbarer Energien. Im Bauhauptgewerbe wird für das Jahr 2024 ein Umsatzrückgang von 3% erwartet, vorwiegend wegen des starken Einbruchs im Wohnungsbau (-13%). Der Wirtschafts- und öffentliche Bau hingegen soll um jeweils 3% zulegen. 30 Laut Konjunkturbericht des Zentralverband des Deutschen Handwerks wird sich das Ausbaugewerbe wegen der mangelnden Auftragseingänge im Hochbau ebenfalls schlechter entwickeln, es sieht jedoch Potenzial im Sanierungsgeschäft und der anhaltenden Nachfragen von Energieeffizienzmaßnahmen. 31 Auch profitiert das Elektrohandwerk im Speziellen von den Wachstumsmärkten rund um das Thema Energieeffizienz (Photovoltaik, Energiemanagementsysteme etc.) und sieht mehrheitlich einer stabilen Geschäftsentwicklung in 2024 entgegen. 32 Als ein Marktteilnehmer sieht die SPIE EPH in der elektrischen Energietechnik für energieeffiziente Maßnahmen einen Stabilisierungsfaktor und wachsenden Markt. Im Gesamthandwerk bleibt die Bewältigung des Fachkräftemangels auch im Jahr 2024 weiterhin eine große Herausforderung. 33 Für die Bundesregierung ist die nachhaltige Mobilität ein zentrales Zukunftsthema. 34 Bis zum Jahr 2030 sollen 15 Millionen Elektroautos in Deutschland zugelassen sein sowie eine Million öffentliche Ladepunkte geschaffen werden. 35 Im Zuge der Haushaltskonsolidierung wurde zwar der Umweltbonus zur Förderung des Kaufs von E-Autos zum 18.12.2023 vorzeitig abgeschafft 36 , der Bund bleibt jedoch bei der Förderung der Batteriezellfertigung mit rund 500 Millionen Euro und der Förderung der Errichtung der Ladeinfrastruktur mit ca. 1,9 Milliarden Euro im Jahr 2024 aktiv. 37 Für die Gebäudetechnik-Anbieter eröffnen sich Geschäftschancen für den Aufbau von Ladeinfrastruktur für die E-Fahrzeugflotten an den Kundenstandorten sowie im öffentlichen Raum. Der Markt für Industrieservices ist als ambivalent einzuschätzen. Die Unternehmen sehen Wachstumschancen und haben andererseits Unsicherheiten angesichts aktueller Krisen 38 , wie auch der Exportschwäche der deutschen Industrieunternehmen. Die größte Herausforderung bleibt auch hier der Personal- und Fachkräftemangel. Demgegenüber stehen positive Treiber, wie ein steigender Bedarf an Engineering Service aufgrund des Transformationsbedarfs der Industrie bezüglich Dekarbonisierung und Digitalisierung. 39 Bei positivem Verlauf der Bemühungen wird ein jährliches Umsatzwachstum von 6,5% bis 7,5% für den Industrieservice als realistisch angesehen. 40 Zusammenfassend stellen sich die von der SPIE EPH adressierten Märkte trotz Krisen als stabil dar und weisen für die Zukunft Potenziale auf. Ein langfristiges Andauern der geopolitischen Spannungen könnte sich negativ auf Konjunktur und Inflationen auswirken und mittelbaren Einfluss auf die Nachfrage entwickeln. Entscheidend für die weitere Entwicklung des Geschäftspotenzials wird eine schnelle Überwindung der baukonjunkturellen Schwäche in Deutschland sein. 2. Finanzielle Leistungsindikatoren 2.1 Auftragseingang Das Niveau des Auftragseingangs der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 wird auf einem gleichbleibenden Niveau wie im Geschäftsjahr 2023 erwartet. 2.2 Leistung Die SPIE EPH GmbH wird im Geschäftsjahr 2024 eine Leistung erreichen, die im Wesentlichen der Höhe des Auftragseingangs entspricht. Somit wird die Gesamtleistung ein geringeres Niveau als im Vorjahr erreichen. 2.3 Ertragslage Für das Geschäftsjahr 2024 ist von einer weiteren leichten Verbesserung der Ergebnissituation auszugehen. Die angestrebte Verbesserung des Ergebnisses bleibt weiterhin ambitioniert. Dazu muss primär sichergestellt werden, dass stark risikobehaftete als auch defizitäre Aufträge nicht akquiriert werden und die Leistungserbringung weiter optimiert werden kann. 2.4 Working Capital Eine deutliche Optimierung des Working Capitals soll durch eine Reduzierung der kurzfristigen Forderungen erreicht und einer Optimierung der Abrechnungsprozesse erreicht werden. 2.5 Liquiditätsentwicklung Für das Geschäftsjahr 2024 ist von einem gleichbleibenden Guthaben des Cash-Poolings auszugehen. 3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 3.1 Betriebszugehörigkeit Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit betrug bei der SPIE EPH GmbH im Jahr 2023 10,1 Jahre. Der Wert wird sich erwartungsgemäß im folgenden Berichtsjahr ähnlich verhalten, weil die Mitarbeitenden mit längerer Betriebszugehörigkeit derzeit keine hohe Wechselbereitschaft zeigen. Die Fluktuation betrug im Berichtsjahr 22,8 %. Im Jahr 2024 ist eine geringere Fluktuationsquote zu erwarten, weil gute Mitarbeiterbindung durch Verbesserung der Führungsqualität und durch Maßnahmen aus dem Projekt Employer of Choice. 3.2 Aus- und Weiterbildung Für das Jahr 2024 werden steigende Weiterbildungskennzahlen erwartet, um den Innovationen und dem Marktdruck standhalten zu können. Im Jahr 2024 werden vergleichbare Ausbildungskennzahlen wie für das Jahr 2023 prognostiziert. 3.3 Arbeitssicherheit Fortlaufendes Ziel ist eine stetige Reduzierung der Ereignishäufigkeitsrate und damit der absoluten Anzahl der Ereignisse (MT und LTI). Um dieses Ziel zu erreichen, werden die bereits eingeführten Maßnahmen weitergeführt sowie weitere Maßnahmen und Arbeitsmittel implementiert, die das Bewusstsein erhöhen und damit eine Arbeitssicherheitskultur fördern. Als Ziel für die Senkung der Unfallhäufigkeit hat sich der Geschäftsleitungskreis auf eine Reduzierung der TRCFR um 5 % im Vergleich zur TRCFR des Berichtsjahres 2023 vereinbart. Im Jahr 2021 wurden gruppenweit die 10 Life Saving Rules (LSR) eingeführt, in 2022 und 2023 weiter verankert. In 2024 wird dieser Prozess weiter fortgesetzt. Um diese Verankerung zu erreichen, wird das Thema LSR durch verschiedene Aktionen und Kampagnen, wie den Tag der Arbeitssicherheit, vertieft. Der Tag der Arbeitssicherheit findet zwei Tage vor dem internationalen Worker Memorial Day am 26. April statt. Um die Organisation bzgl. Arbeitssicherheit zu entwickeln, werden weiterhin Aktivitäten entlang der Prinzipien "Technische Maßnahmen und Einhaltung von Regeln", "Managementsysteme und Führung", "Umdenken und kultureller Wandel" entfaltet. Ein besonderer Fokus liegt dabei darauf, gemeinsam mit den Mitarbeitenden vor Ort Lösungen für sicheres Arbeiten zu entwickeln. Besonderes Augenmerk liegt darauf, die Standardarbeitsprozesse auf die ausreichende Beschreibung von Arbeitssicherheitsaspekten zu analysieren und ggf. bedarfsgerecht zu ergänzen. 4. Effiziente Organisation des Risikomanagements Die Risikopolitik der SPIE EPH GmbH ist eingebettet in die SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe und darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern und den Unternehmenswert kontinuierlich zu steigern. Für das Risikomanagement ist innerhalb der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH die Abteilung Risikomanagement mit folgenden wesentlichen Aufgaben verantwortlich:
Wesentlich für die Erreichung dieses Ziels ist die Steuerung der identifizierten Auftrags- und Absatzrisiken durch unternehmensinterne Standards und Freigabeprozesse. Die vereinheitlichten Freigabeprozesse und -grenzen werden in Abstimmung mit der Konzernführung kontinuierlich überprüft und nach Bedarf angepasst. Diese Anpassungen werden von der Abteilung "Risikomanagement" durch Schulungen in allen Geschäftsbereichen und Tochtergesellschaften begleitet. Kunden- und Marktrisiken begegnen wir durch eine differenzierte Produkt- und Kundenstruktur sowie durch sorgfältige Kundenauswahl, kontinuierliche Überprüfungen der Bonität unserer Kunden und Lieferanten sowie durch effektives Debitoren- und Kreditorenmanagement einschließlich des Abschlusses einer Forderungsausfallversicherung für Risiken aus Insolvenz und Protected Default für ausgewählte Kunden. Die hohe Wettbewerbsintensität führt zu einem anhaltend hohen Margendruck, dem z.B. durch Realisierung von Synergieeffekten innerhalb des SPIE-Konzerns sowie eine konsequente Erweiterung der eigenen Wertschöpfungskette als Multitechnik-Anbieter begegnet wird. Risiken, die aus dem Krieg in der Ukraine entstehen, werden im Rahmen des Business Continuity Managements der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe berücksichtigt. Die sich aus dem Krieg für die Unternehmensgruppe ergebenden Risiken werden weiterhin fortlaufend analysiert, bewertet und angepasst. Mit dem sukzessiven Auslaufen der behördlichen Auflagen aus der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung hat die SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe ebenfalls entsprechende Maßnahmen auslaufen lassen. Der in 2020 eingerichtete Corona-Krisenstab wurde eingestellt. Risiken aus der Pandemie und dem Ukraine-Krieg werden zum aktuellen Zeitpunkt nicht mehr gesehen. 5 . Chancen und Risiken zur künftigen Entwicklung Die Chancen für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft liegen in der verbesserten und strukturierten Markt- und Auftragsbearbeitung. Die eingeleiteten Projektmanagement und -verfolgungsmaßnahmen stellen den Ausgangspunkt der operativen Chancen dar. Dazu gehört die systematische Überprüfung der Abweichungen bei der Auftragsabwicklung. Im Rahmen des Risikomanagements sind diese Abweichungen zu bewerten und entsprechende Maßnahmen zu definieren. Mit diesem Maßnahmenpaket wird eine Verbesserung in der Qualität der Auftragsergebnisse erwartet. Risiken für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft resultieren im Wesentlichen aus dem Abschluss nicht profitabler Aufträge sowie dem Verlust von Großaufträgen mit hohem Mitarbeitereinsatz. Ersterem begegnet die Gesellschaft mit einer strukturierten Angebotsbearbeitung, die sich über die gesamte Laufzeit der Projekte fortsetzt. Dem Risiko des Verlustes von Großaufträgen mit wesentlichen Bestandskunden im Bereich von Rahmenverträgen begegnen wir durch eine hohe Kundennähe im Rahmen der Auftragsabwicklung wie auch auf Entscheiderebene durch regelmäßige Feedbackgespräche. Die Maßnahmen für die Liquiditätskontrolle und -planung werden kontinuierlich optimiert. Dadurch ist die Gesellschaft weiterhin in der Lage, kurzfristig auf Abweichungen zu reagieren. Um dem Ausfallrisiko rechtzeitig zu begegnen, werden die Außenstände kontinuierlich überwacht. Die Ausfallrisiken werden mit Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Wertberichtigungen bilanziell erfasst. Im Jahr 2022 richtete SPIE wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine einen Krisenstab ein, der sich mit möglichen negativen Auswirkungen des Konflikts auf das Geschäft von SPIE beschäftigte. Hierbei standen insbesondere Lieferverzögerungen- und Engpässe sowie der Umgang mit Materialpreissteigerungen im Fokus. Diesen Risiken konnte durch Preisfixierungen oder Preisanpassungen weitgehend reduziert werden. Da sich die Lieferketten inzwischen entspannt haben und die im Jahr 2022 erreichten Preislevel wieder gesunken sind, werden aktuell keine weiteren Risiken aus dem Konflikt gesehen. Der Krisenstab konnte in Laufe des Jahres 2023 aus den genannten Gründen aufgelöst werden. Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken werden für die SPIE EPH GmbH nicht gesehen.
Hamburg, den 29. April 2024 Oliver Kosche Geschäftsführung
1 Vgl. IMF (2024): World Economic Outlook
Update, S. 1ff.
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine AngabenSitz der SPIE EPH GmbH ist Hamburg, das zuständige Registergericht ist das Amtsgericht Hamburg. Die Handelsregisternummer lautet HRB 26097. Der Jahresabschluss der SPIE EPH GmbH ist nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2023 erstmals eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Im Vorjahr war die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Alleinige Gesellschafterin der SPIE EPH GmbH ist die SPIE SAG GmbH mit Sitz in Ratingen mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht. Die Gesellschaft ist steuerlich in den Organkreis der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH eingebunden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. In der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzugebende "Davon"-Vermerke sind teilweise in den Anhang übernommen. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die Bewertung der Immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten unter Ansatz planmäßiger Abschreibungen über die jeweilige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und beträgt für Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1 bis 5 Jahre, für Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10 bis 30 Jahre und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung bis 18 Jahre. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wert-minderung vorgenommen. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2a EStG angewendet. Geringwertige Anlagegüter von EUR 250 bis EUR 1.000 werden im Zugangsjahr in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu einem niedrigeren Wert angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu den durchschnittlichen Beschaffungspreisen. Es werden Gängigkeitsabwertungen vorgenommen. Die Herstellungskosten der Unfertigen Leistungen umfassen Material-, Konstruktions- und Montagekosten und einen Zuschlag für Material- und Fertigungsgemeinkosten. Finanzierungskosten, die auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, werden nicht einbezogen. Bestandsrisiken wurde ausreichend Rechnung getragen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden gem. § 268 Abs. 5 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Die Bewertung erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden zum Nennbetrag angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Pauschalwertberichtigungen werden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 1,5 % (Vorjahr: 1,5 %) für das allgemeine Kreditrisiko gebildet. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr sind abgezinst. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennbetrag angesetzt. Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Als Rechnungszinssatz wurde zum 31. Dezember 2023 ein 10-Jahresdurchschnittszinssatz von 1,83 % (Vorjahr: 1,78%) zugrunde gelegt. Der von der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB), beträgt 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %). Dies führt zu keiner wesentlichen Abweichung bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen. Bei der Ermittlung der Rückstellung wurden unverändert zum Vorjahr keine jährlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen und keine Fluktuation unterstellt, da die Pensionszusagen unverändert ausschließlich gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern bestehen. Es wurde unverändert zum Vorjahr eine Rentensteigerung von 4,5 % unterstellt. Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen beträgt TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 19). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem 10-Jahres-Durchschnittszinssatz und dem 7-Jahres-Durchschnittszinssatz (1,76 %) beträgt für Pensionsverpflichtungen TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 61). Die für diesen Unterschiedsbetrag in § 253 Abs. 6 HGB kodifizierte Ausschüttungssperre ist nach Auffassung des Bundesministeriums für Finanzen auf Gewinnabführungen im Rahmen eines Ergebnisabführungsvertrags nicht einschlägig. Im laufenden Jahr wird der Jahresüberschuss der SPIE EPH GmbH in voller Höhe an die Muttergesellschaft SPIE SAG GmbH, Ratingen, abgeführt. Der Zuführungsbetrag aus der Umbewertung nach BilMOG in Höhe von TEUR 73 wird gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB bis spätestens 31. Dezember 2024 mit jährlich mindestens 1/15 zugeführt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden TEUR 5 der Pensionsrückstellung zugeführt. Die Unterdeckung der Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 5. Die s onstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst, wobei Effekte aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes im Finanzergebnis ausgewiesen wurden. Die Abzinsung der langfristigen Rückstellungen erfolgt gemäß § 253 Abs. 2 HGB nach laufzeitadäquaten Abzinsungssätzen, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz(1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagespiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB) ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. (2) Vorräte In den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind lagermäßig geführte Materialien zum Bilanzstichtag enthalten. Die Unfertigen Leistungen beinhalten ausschließlich unverrechnete Lieferungen und Leistungen aus nutzerspezifischen Leistungen und Projekten. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Im Geschäftsjahr wurde zum 31. Dezember 2023 der Factoringvertrag mit dem Factor Natixis beendet. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr TEUR 254 (Vorjahr: 159), aus Cash-Pooling in Höhe von TEUR 3.891 (Vorjahr: TEUR 1.266) sowie sonstige Forderungen TEUR 256 (Vorjahr: TEUR 305). Im Vorjahr waren außerdem Forderungen aus Verlustübernahmen von TEUR 7.316 enthalten. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestanden Forderungen gegen die alleinige Gesellschafterin SPIE SAG GmbH, Ratingen, in Höhe von TEUR 297 (Vorjahr: TEUR 7.621). (4) Latente Steuern Die Bildung erfolgt beim Organträger, der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH, Ratingen. (5) Mindeststeuer Der gebuchte Steueraufwand der Organschaft für das laufende Jahr ist höher als der Wert, der sich aus der Berechnung gemäß Mindeststeuergesetz ergeben würde. ( 6 ) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten
( 7 ) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferung- und Leistungsverkehr TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 189), sonstige Verbindlichkeiten TEUR 479 (Vorjahr: TEUR 731) und aus Gewinnabführung aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags TEUR 769 (Vorjahr: TEUR 0). Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 794 (Vorjahr: TEUR 7.310) gegenüber der Alleingesellschafterin, der SPIE SAG GmbH, Ratingen. Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. ( 8 ) Haftungsverhältnisse Es bestehen keine Haftungsverhältnisse. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung( 9 ) Umsatzerlöse Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen stellt sich wie folgt dar:
Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Kundengruppen stellt sich wie folgt dar:
( 10 ) Sonstige betriebliche Erträge Im laufenden Abschluss sind periodenfremde Erträge in Höhe von rund TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 37) aus Schadenersatz aufgrund von Versicherungsschäden enthalten sowie aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 1.493 (Vorjahr: TEUR 247) (1 1 ) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die wesentlichen Positionen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind IT Kosten TEUR 497 (Vorjahr: TEUR 654), Leasing Kfz TEUR 565 (Vorjahr: TEUR 604), Mieten/Pachten TEUR 610 (Vorjahr: TEUR 732) und Konzernumlagen TEUR 1.056 (Vorjahr: TEUR 917). Sonstige Angaben(1 2 ) Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 zählte die Belegschaft durchschnittlich 211 Arbeitnehmer (Vorjahr: 265).
(1 3 ) Geschäftsführer
(1 4 ) Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans Bezüglich der Gesamtbezüge des Geschäftsführers wird von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die für ehemalige Geschäftsführer der Gesellschaft gebildeten Pensionsrückstellungen betragen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 1.008 (Vorjahr: TEUR 1.031). (1 5 ) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus längerfristigen Immobilienmietverträgen belaufen sich auf TEUR 3.156 (Vorjahr: TEUR 1.858) und aus Pkw-Leasingverträgen auf TEUR 780 (Vorjahr: TEUR 954). Die Verpflichtungen bestehen ausschließlich gegenüber fremden Dritten. (1 6 ) Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 71, Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) und beinhaltet ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. (17) Weitere Angaben Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt, ist die SPIE SA, Cergy/Frankreich. Der Konzernabschluss wird unter der Firma SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH beim Bundesanzeiger veröffentlicht. Das Ergebnis nach Steuern wird aufgrund eines mit der SPIE SAG GmbH bestehenden Ergebnisabführungsvertrages in Höhe von TEUR 769 (Vorjahr: Ertrag aus Verlustübernahme TEUR 7.316), an diese abgeführt. (18) Nachtragsberichterstattung Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Abschlussstichtag nicht eingetreten.
Hamburg, den 29. April 2024 SPIE EPH GmbH Oliver Kosche Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die SPIE EPH GmbH, Hamburg Prüfungsurtei le Wir haben den Jahresabschluss der SPIE EPH GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SPIE EPH GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. G rundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter f ür den Jahres abschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres abschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 29. April 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Matthias Barnert, Wirtschaftsprüfer ppa. Reza Esmailian, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 02.07.2024 festgestellt. |
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