Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
MAM-Bau GmbH & Co. KG
49479 Ibbenbüren, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MAM-Bau GmbH & Co. KGIbbenbürenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der MAM-Bau GmbH & Co. KGI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die MAM-Bau GmbH & Co. KG startete 2016 als Subunternehmer im Kupfer-Störungsdienst. In 2017/2018 erfolgte der Einstieg mit eigenen Verträgen im Breitbandausbau zunächst im Tiefbau. Ab 2018 erweiterte die MAM-Bau GmbH & Co. KG ihr Leistungsspektrum auf das LWL-Geschäft. Aktuell baut sie im regionalen Umfeld unter anderem für einen großen Versorger in Deutschland. Die Bundesregierung hält weiter daran fest, dass Deutschland bis 2030 flächendeckend mit Glasfaser erschlossen ist. Hierzu wurde in 2024 die Gigabitförderung 2.0 aufgesetzt, welches neue Fördermittel bereit- stellt und insbesondere auch das Thema Lückenschluss angeht. War jedoch bisher geplant 3 Milliarden € pro Jahr zur Verfügung zu stellen, wurden in 2024 nur 1,77 Milliarden € bereitgestellt. Für 2025 sollen laut Haushaltsplan wieder knapp 3 Milliarden € zur Verfügung stehen. 2. Forschung und Entwicklung Das Unternehmen betreibt keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Überblick Markt, Branche, Konjunktur Die Erholung der deutschen Wirtschaft nach der Corona-Pandemie setzte sich 2023 nicht fort. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt verzeichnete einen Rückgang von 0,3 % gegenüber dem Vorjahr. Dies resultierte unter anderem aus den weiterhin hohen Preisen sowie den gestiegenen Zinskosten und der geringeren Nachfrage. Dies betraf auch das Bauhauptgewerbe. Auch hier beeinflussten hohe Baukosten, Fachkräftemangel und schlechte Finanzierungsbedingungen das Geschäftsjahr 2023. Allerdings war hiervon hauptsächlich der Hochbau betroffen. Das Bauhauptgewerbe konnte in 2023 einen Zuwachs von 0,2 % des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes erreichen. Der Jahresumsatz konnte nominal um 3,5 % gesteigert werden. Real sank er hingegen um 3,3 %. Im Tiefbau konnte die Produktion aufgrund der real um 3,0 % gestiegenen Auftragseingänge gesteigert werden. In der Handwerksbranche konnte ein Umsatzplus von 4,2 % gegenüber 2022 erzielt werden. Der Anstieg ist aber wiederholt auf die hohe Inflation zurückzuführen. Der Ukraine-Krieg, hohe Energiepreise, Lieferschwierigkeiten und Materialengpässe dämpfen die Konjunktur weiterhin. Eine Preisbereinigung hat nicht stattgefunden. In 2023 sank die Anzahl der Beschäftigten um 1,3 % gegenüber dem Vorjahr. Laut der Marktanalyse des Verbandes von deutschen Festnetzwettbewerbern konnte Stand Juni 2023 eine Ausbauquote des Glasfaserausbaus von 35,6 % erreicht werden. Vergleicht man die Ausbaugeschwindigkeit im Homes Passed lag Deutschland seit 2016 bis Juni 2023 bei 25 %. Die Europäische Union inkl. Großbritannien erreichte im Vergleichszeitraum (2016-2022) hingegen nur eine Quote von 17,5 %. Deutschland konnte seine Ausbauquote seit 2021 deutlich steigern. Auch NRW meldet im zweiten Halbjahr 2023 neu erschlossene Haushalte von 6 %. Das ist die höchste Quote für einen 6-Montaszeitraum seit Beginn des Ausbaus. Die Glasfaserausbauquote in NRW hat sich somit seit 12/2021 mit 17,4 % auf 35,2 % erhöht und liegt somit im Bundesdurchschnitt. Politische Rahmenbedingungen Gemäß einer von dem Bundesministerium für Finanzen in Auftrag gegebenen Studie zur Einschätzung des globalen Standortwettbewerbs durch Experten kommen diese zu nachfolgendem Ergebnis. Laut der überwiegenden Meinung hat der deutsche Wirtschaftsstandort substantiell an Attraktivität verloren. Dies gilt insbesondere im internationalen Vergleich. Dieser Trend wird sich nach Expertenmeinung fortsetzten. Dabei sehen die Experten wichtige politische Stellschrauben im Abbau von bürokratischen Hindernissen und einem veränderten Umgang mit Fachkräften. Langfristig positive Einflussfaktoren für eine gute Standortattraktivität liegen laut der Experten insbesondere in Bildung, Digitalisierung und einer guten Infrastruktur. Deutschlands Ziel bis 2045 klimaneutral zu werden, stellt insbesondere die Wirtschaft vor große Herausforderungen. Die deutschen Unternehmen müssen vor allem in die Umrüstung auf klimaneutralen Wasserstoff investieren. Laut einer Veröffentlichung des Umweltbundesamts aus 2024 werden die geplanten Ziele voraussichtlich in 2030 um 1 % und in 2040 um 5 % verfehlt. Im OECD-Vergleich liegt Deutschland laut des BMF mit 24,7 % Steuer- und 39,3 % Abgabenquote bezogen auf das BIP im oberen Mittelfeld. Bei der Unternehmensbesteuerung belegt Deutschland im internationalen Vergleich einen der letzten Plätze. Auch bei einer unterstellten Vollausschüttung der Gewinne an die Anteilseigner und Unternehmer kann Deutschland zwar zwei Plätze gutmachen, liegt aber weiterhin auf den hinteren Rängen. Die Bundesregierung sieht aktuell vor allem Handlungsbedarf in der Entlastung der Lohnkosten und Setzung von schnell wirksamen Investitionsanreizen. 2. Geschäftsverlauf und Lage Die MAM-Bau GmbH & Co. KG ist ein stark gewachsenes Unternehmen, welches sich auf den Glasfaserausbau in Deutschland spezialisiert hat. Auftraggeber sind die großen deutschen Versorger. Marktlage und Umsatz sind trotz der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stabil. Der Umsatz liegt bei 61,6 Mio. € (Vorjahr: 61,0 Mio. €). Allerdings hat sich die Gesamtleistung aufgrund deutlich gestiegener teilfertiger Arbeiten von 62,3 Mio. € auf 77,3 Mio. € erhöht. Damit liegt die tatsächliche Steigerung von 15 Mio. € deutlich über dem prognostizierten Wert von 10 Mio. € des Lageberichtes des Vorjahres. Aufgrund der geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind die Produktionskosten nicht nur nominal, sondern auch prozentual von 54,25 % auf 61,48 % gestiegen. Dadurch kompensiert die Steigerung der Gesamtleistung die gestiegenen Fertigungskosten. Nach Abzug aller weiteren Kosten verbleibt ein Jahresüberschuss von 18,4 Mio. € (Vorjahr: 18,7 Mio. €). Damit ist die prognostizierte leichte Minderung des Jahresüberschusses eingetreten. Besondere Auswirkungen durch die Aufnahme in die Circet-Gruppe ergeben sich für 2023 nicht. Die Nutzung von Synergieeffekten, insbesondere durch die Erweiterung des Leistungsspektrums, wird sich erst langfristig auswirken. a) Ertragslage
Die Umsatzerlöse sind in 2023 um 568 T€ im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Wesentlich aussagekräftiger ist jedoch die Steigerung der Gesamtleistung, da die MAM-Bau GmbH & Co. KG einen Großteil ihres Geschäftes über Abschlagsrechnungen abwickelt. Dies führt zu einer Verschiebung der Umsatzrealisation. Die teilfertigen Arbeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um 15.780 T€ gestiegen. Der Umsatz wird im Wesentlichen durch den Glasfaserausbau erzielt. Hier liegt der Umsatzanteil bei 99,23 %. Materialverkäufe und Schadensweiterberechnungen an Subunternehmer bilden die restlichen 0,77 %. Der Glasfaserumsatz teilt sich auf zwei Bundesländer auf. 62,41 % des Umsatzes wurden in Niedersachsen und 37,59 % in Nordrhein-Westfalen umgesetzt. In 2023 ist das Rohergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 4,46 % gestiegen. Die Umsatzrendite liegt mit 29,92 % in etwa auf Vorjahresniveau (30,6 %). Fremdleistungen und Material stellen den Hauptkostenfaktor des Unternehmens dar. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Kosten mit 61,48 % zu 54,24 % angestiegen, was aus den allgemein gestiegenen Kosten resultiert. Daneben haben sich die noch nicht schlussgerechneten teilfertigen Arbeiten von 18.522 T€ auf 34.303 T€ erhöht. Die noch nicht erfolgte Gewinnrealisierung aufgrund der vorsichtigen handelsrechtlichen Bewertung führt zu einer überdurchschnittlichen Kostenbelastung in den berechneten Indikatoren. Die Personalkosten sind mit 5,45 % annähernd gleich geblieben zum Vorjahr mit 5,49 %. Die Gesellschaft ist in langfristigen Projekten gebunden. Ca. für die nächsten 6 Monate sind die Aufträge bereits vereinbart und werden geplant. Die erbrachten Leistungen spiegeln sich dann sowohl im Umsatz als auch in der Veränderung der teilfertigen Arbeiten wider. b) Finanzlage Der Cashflow (Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen) liegt in 2023 mit 19.011 T€ auf Vorjahresniveau mit 19.180 T€. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit ist hingegen von 3.736 T€ auf 9.484 T€ gestiegen. Nach Investitionen von 483 T€ und Finanzierungstätigkeiten mit einem Mittelabfluss von 1.857 T€ verbleibt ein Zugang bei den liquiden Mitteln von 7.144 T€. Die Nettoverschuldung beläuft sich im Berichtsjahr auf 56.993 T€ und 300 % bezogen auf den Cashflow. Im Vorjahr lag sie bei 35.839 T€ und bezogen auf den Cashflow bei 187 %. Die Eigenkapitalrentabilität ist bei einer GmbH & Co. KG nicht aussagekräftig, da die Gewinne im Regelfall den Gesellschafterfremdkapitalkonten direkt zugewiesen werden und somit nicht das Eigenkapital erhöhen. Dennoch stehen diese Gelder dem Unternehmen langfristig zur Verfügung. Die Gesellschafter haben in 2023 in Summe 1.686 T€ aus dem Unternehmen entnommen. Alle Zahlungsverpflichtungen konnten fristgerecht bedient werden. c) Vermögenslage AKTIVA
Die Bilanzsumme der Gesellschaft beläuft sich auf 70.185 T€ in 2023 zu 41.887 T€ in 2022. Ursächlich für den deutlichen Anstieg sind die um 15.780 T€ gestiegenen teilfertigen Arbeiten sowie die um 7.144 T€ gestiegenen liquiden Mittel. Das Umlaufvermögen ist mit insgesamt 68.174 T€ gegenüber dem Vorjahr mit 39.778 T€ gestiegen. Die Anlagenintensität verringert sich somit von 5 % im Vorjahr auf 3 % in 2023. Den teilfertigen Arbeiten von 34.303 T€ stehen erhaltene Anzahlungen von 32.290 T€ gegenüber. Somit konnten die Investitionen und Kredittilgungen getätigt werden, ohne dass die fehlende Gewinnrealisierung eine negative Auswirkung auf die Liquidität hatte. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus weiterhin auf: Entwicklung der Gesamtleistung und Betriebsergebnis. Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Rendite der Gesamtleistung und den Cashflow heran. Die Gesamtleistung und das Betriebsergebnis inkl. Rendite stellt sich nach HGB-Grundsätzen wie folgt dar:
Der Cashflow (Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen) liegt mit 19.011 T€ in 2023 in etwa auf Vorjahresniveau mit 19.180 T€. Somit sind die Leistungsindikatoren in 2023 im Wesentlichen unverändert geblieben zu 2022. Unterstellt man eine vollständige Gewinnrealisierung der teilfertigen Arbeiten ergeben sich die nachfolgenden Zahlen:
4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft hat folgende nichtfinanzielle Leistungsindikatoren für die Steuerung des Unternehmens als relevant eingestuft: Kundenbelange Die MAM-Bau GmbH & Co. KG hat sowohl Rahmen- als auch Projektverträge mit ihren Kunden geschlossen. Ebenfalls nimmt sie an standortnahen Ausschreibungen teil. Es wird großen Wert auf das Erreichen der vereinbarten Leistungen und Qualität gelegt, da nur eine Kundenzufriedenheit eine weitere Beauftragung sicherstellt. Aufgrund der guten Vertragsbeziehungen konnte die MAM-Bau GmbH & Co. KG ihr Projektgeschäft ausweiten. Kundenwünsche, wie die Änderung von Abrechnungssystemen oder Projektabwicklungen, werden konsequent umgesetzt. Arbeitnehmerbelange Die flache Hierarchie unterstützt die Kommunikation zur Verbesserung der Prozesse. Neben den üblichen Benefits hat die Gesellschaft den Sachbezug über die steuerfreie Grenze erhöht. Neben der üblichen Fluktuation gibt es auch zahlreiche Mitarbeiter mit einer langen Betriebszugehörigkeit. Es werden verschiedene Fortbildungsmaßnahmen angeboten, wie z.B. Erste Hilfe und Brandhelfer sowie LWL-Schulungen und der Ausbilderschein. Auch wird auf das religiöse und kulturelle Umfeld der Mitarbeiter Rücksicht genommen. Dies zeigt sich in der Berücksichtigung der Feiertage sowie der Fastenzeit. Auch kurzfristige Urlaubstage aus diesem Grund werden regelmäßig genehmigt. 5. Gesamtaussage zur Lage Wir schätzen unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gut ein. Unsere Umsatz- und Ertragsentwicklung ist positiv zu bewerten. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen. Die Forderungen werden nach vollständiger Dokumentation der erbrachten Leistungen regelmäßig zeitnah bezahlt. Wir konnten im Berichtsjahr alle skontofähigen Rechnungen nach Abzug des Skontobetrags bezahlen. Alle anderen Rechnungen wurden zum Nettofälligkeitstag bezahlt. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind durch liquide Mittel gedeckt. Hier werden die erhaltenen Anzahlungen nicht berücksichtigt. III. Prognosebericht Die MAM-Bau GmbH & Co. KG ist ein großer Subunternehmer für die großen Versorger in Deutschland zum Ausbau des Glasfasernetzes. Bundesweit liegt die Glasfaserausbauquote Mitte 2024 bei 43,2 %. Die angeschlossenen Haushalte sind bei 22,8 %. Die geplante Ausbauquote von 50 % bis Ende 2025 wird vermutlich nicht erreicht werden können. Der Bund wird laut Gesetzesentwurf die Ausgaben für digitalpolitische Ziele in 2025 noch einmal deutlich in den Fokus nehmen. Mit 2,93 Milliarden € für den Breitbandausbau ist das ein deutlicher Ausgabenschwerpunkt im geplanten Etat. Grundsätzlich können aktuell neben den Glasfaseranschlüssen auch Anschlüsse über das TV-Koaxialkabelnetz eine Versorgung mit Gigabitgeschwindigkeit sicherstellen. Allerdings ist Glasfaser deutlich weniger störanfällig und kann zukünftig eine noch höhere Geschwindigkeit erreichen als Koaxial. Daneben können die 5G-Mobilfunkmasten ohne Glasfaseranbindung die versprochenen Leistungen nicht darstellen. Somit ist Glasfaser eindeutig die Technologie der Zukunft. Unternehmen, die bislang auf Koaxial gesetzt haben, investieren vermehrt in den Glasfaserausbau. Für die MAM-Bau GmbH & Co. KG bedeutet dies, dass das aktuelle Geschäftsmodell noch mindestens vier bis fünf Jahre profitabel weitergeführt werden kann. Daneben plant die Gesellschaft ihre Tätigkeiten weiter auszudehnen und zeitnah alternative Tätigkeiten zu prüfen. Für 2024 wird aufgrund der deutlichen Kostensteigerungen mit einem Betriebsergebnis auf Vorjahresniveau geplant. Gleiches gilt auch für die Gesamtleistung. Den hohen Bedarf an Leistungen im Glasfaserausbau sichert die Gesellschaft über die Neuanstellung eigener Bauleiter und Beauftragung von weiteren Subunternehmern ab. Ziel ist es weitere zufriedene Kunden zu gewinnen. Aus diesem Grund nimmt die Gesellschaft auch regelmäßig an standortnahen Ausschreibungen teil. Ebenfalls werden die Vertragsbeziehungen zu den vorhandenen Kunden gepflegt, indem sich auch zukünftig die MAM-Bau GmbH & Co. KG als verlässlicher Partner zeigt, der Entwicklungen des Kunden mitgeht. Im Jahr 2024 wird geplant auf Ökostrom umzustellen. Des Weiteren ist die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Betriebsgelände in Planung. Die tiefbaurechtlichen Vorbereitungen für die Errichtung von Ladesäulen wurden beim Neubau bereits berücksichtigt. Durch die Zuverfügungstellung von Baustellenfahrzeugen mit ausreichenden Sitzmöglichkeiten sollen Leerfahrten vermieden werden. Durch ein verbessertes Onboarding sollen Mitarbeiter besser an die Arbeitsabläufe im Glasfaserausbau herangeführt werden. Positive Auswertungen von Mitarbeiterumfragen zeigen ein bereits vorhandenes gutes Betriebsklima. Durch die aktive Mitnahme von Mitarbeitern in den Entwicklungsprozess des Unternehmens soll dieses weiter gefördert werden. Aktuell wird ein Mentorenkonzept versucht, um so die Mitarbeiter gut an die Arbeitsprozesse heranzuführen. Dies ermöglicht eine Rekrutierung ohne fachliche Vorbildung. Des Weiteren setzt die Firma zunehmend auf die Ausbildung eigener Mitarbeiter und plant deshalb die Anzahl der Auszubildenden von eins in 2023 auf drei in 2024 zu steigern. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht a) Operativer Bereich Aufgrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine sind die Beschaffungswege weiterhin eingeschränkt. Die Gesellschaft hat sich durch die Anmietung weiterer Lagerflächen und Erhöhung des Vorratsbestandes an diese Situation angepasst. Die gestiegenen Kosten für Finanzierungen sind für die MAM-Bau aufgrund der hohen Eigenkapitalfinanzierung eher nachrangig. Der Fachkräftemangel bedeutet für uns aber eine Herausforderung, der wir uns aktiv stellen. Durch kreative Ideen konnten bereits neue Mitarbeiter gewonnen werden. Verlässliche Vertragsbeziehungen zu Lieferanten von LWL-Material und Leerrohren werden ebenso wie die Beziehungen zu Subunternehmern gepflegt. Hier kann die Gesellschaft auf teilweise lange Geschäftsbeziehungen zurückblicken. Grundsätzlich bestehen daneben Risiken in den Bodenverhältnissen der jeweiligen Baugebiete. Hier konzentriert sich die MAM-Bau GmbH & Co. KG auf solche Gebiete, für die ausreichend Erfahrungen vorliegen. Den Anforderungen der Digitalisierung kommt die Gesellschaft kontinuierlich nach. Dies wirkt sich kostentechnisch regelmäßig in den Jahresabschlüssen aus. Nach Einschätzung der Geschäftsleitung ist die Gesellschaft auf einem aktuell guten Stand. b) Politische Risiken/Marktrisiken Da der Bund den Glasfaserausbau aktiv vorantreibt, sind politische Risiken für das Unternehmen nicht zu identifizieren. Auf dem Markt hat die MAM-Bau GmbH & Co. KG mittlerweile die Größe erreicht, dass sie ein guter Verhandlungspartner gegenüber den Versorgern ist. c) Rechtliche Risiken Neben den üblichen Risiken im Baugewerbe, insbesondere bei Beschäftigung von Subunternehmen, sehen wir keine weiteren Risiken, die speziell die MAM-Bau GmbH & Co. KG betreffen könnten. Den üblichen Risiken begegnet die Gesellschaft mit der Einholung aller erforderlichen Unterlagen und Nachweise. 2. Chancenbericht Die MAM-Bau GmbH & Co. KG wurde in 2016 als Familienunternehmen gegründet. In 2023 wurde das Unternehmen in die Circet-Gruppe übernommen. Die bisherigen Familienmitglieder sind weiterhin im Unternehmen tätig. Daneben sind auch viele Mitarbeiter seit Gründung im Unternehmen beschäftigt. Dies führt zu einer hohen Identifikation mit dem Unternehmen. Die flache Organisationsstruktur macht das Unternehmen zudem sehr flexibel bei kurzfristigen Strategieanpassungen. Das Unternehmen sieht sich aktuell für den Bedarf an Glasfaserausbau in Deutschland gut aufgestellt. Dennoch wird auch die Erweiterung des Leistungssegments weiter vorangetrieben. Synergieeffekte aufgrund der Aufnahme in die Circet-Gruppe werden sich positiv auf das zukünftige Leistungsspektrum auswirken. Dadurch wird die langfristige Leistungsfähigkeit des Unternehmens sichergestellt. Langfristige Vertragsbeziehungen mit Kunden und Subunternehmern sichern einen reibungslosen Arbeitsablauf unter anderem auch aufgrund der guten langfristigen Planungssicherheit. Das Einzugsgebiet mit Niedersachen und nördlichem Nordrhein-Westfalen ist insbesondere hinsichtlich der Bodenverhältnisse bekannt. Dies erleichtert die Kalkulation der jeweiligen Aufträge.
Ibbenbüren, 14. Oktober 2024 gez. Musa Hyseni BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023der MAM-Bau GmbH & Co. KGIbbenbürenHRA 7010 Amtsgericht Steinfurt Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der MAM-Bau GmbH & Co. KG, Ibbenbüren zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft & Co. gemäß § 267 Abs. 3 in Verbindung mit § 264a Abs. 1 HGB auf. Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang ausgewiesen. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Bei der Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen kam die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Die Abschreibungsdauer wurde jeweils unter Zugrundelegung der steuerlichen Afa-Tabellen geschätzt. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die angesetzten Herstellungskosten enthalten die Fertigungs- und Materialeinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und der Verwaltungskosten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit den Nominalwerten angesetzt. Erkennbare Risiken waren nicht vorhanden, so dass keine Wertberichtigung erforderlich war. Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nominalwerten angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten wurden nur im Rahmen der Bestimmungen des § 250 HGB gebildet. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die übrigen Verbindlichkeiten wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der Anschaffungskosten und der kumulativen Abschreibungen für das Anlagevermögen im Geschäftsjahr sind im Anlagenspiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB dargestellt. Die MAM-Bau GmbH & Co. KG hält alle Anteile an ihrer Komplementärin, der MAM-Verwaltungsgesellschaft mbH. In Höhe der aktivierten Anschaffungskosten von 12.500,00 € wurde ein Ausgleichsposten für eigene Anteile in gleicher Höhe gebildet. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 750.000,00 € (Vorjahr: 0,00 €) enthalten. Die Entwicklung und Zusammensetzung der Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:
Die Handelsbilanz weicht von der Steuerbilanz im Bereich des Anlagevermögens ab. In Vorjahren wurden steuerliche Sonderabschreibungen und Investitionsabzugsbeträge berücksichtigt. Für die Differenz wurden latente Steuern auf Basis des durchschnittlichen Hebesatzes von 13,55 % gebildet. Für Gewährleistungen wurde eine Rückstellung in Höhe von 0,5 % des gewährleistungsbehafteten Umsatzes abzüglich der von Subunternehmen erbrachten Leistungen gebildet. Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten aus:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 608.905,20 € (Vorjahr: 756.462,98 €) durch Globalabtretung der Kundenforderungen und Sicherungsübereignung der finanzierten Fahrzeuge abgesichert. Die Gesellschaft haftet für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von 0,00 € (Vorjahr: 4.156.878,79 €). Es bestehen Obligos aus zwei Erfüllungsbürgschaften von insgesamt 1.006.358,73 €. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Umsatz wird im Wesentlichen durch den Glasfaserausbau erzielt. Der Glasfaserumsatz teilt sich auf zwei Bundesländer auf. Auf Niedersachsen entfallen 62,41 % und auf Nordrhein-Westfalen 37,59 % des Umsatzes. Sonstige Angaben Folgende Arbeitnehmer wurden im Jahresdurchschnitt beschäftigt: 57 Vollzeitkräfte, 11 Teilzeitkräfte und 6 Aushilfen; davon 55 gewerbliche Mitarbeiter, 14 kfm. Angestellte und 5 Werkstattmitarbeiter Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Form von Miet- und Leasingverträgen. Diese sind jedoch als betragsmäßig unwesentlich einzuordnen. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung durch die MAM-Verwaltungsgesellschaft mbH, diese vertreten durch den Geschäftsführer Musa Hyseni. Komplementärin der Gesellschaft ist die MAM-Verwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in Ibbenbüren. Ihr gezeichnetes Kapital beträgt 25.000 €. Dieses ist in Höhe von 50 % eingezahlt. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers wurde gemäß § 286 Absatz 4 HGB verzichtet. Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Zum 1. Juni 2023 sind die Kommanditanteile der Gesellschaft auf die Circet Deutschland Holding SE übergegangen. Diese hat ihren Sitz in Bergisch-Gladbach. Muttergesellschaft der Circet Deutschland Holding SE ist die Circet Europe SAS, welche ihren Sitz in Frankreich, Paris hat. Der Abschlussprüfer erhält für die Prüfung des Jahresabschlusses 2023 ein Honorar von 25.000,00 € netto. Weitere Leistungen hat der Abschlussprüfer nicht erbracht.
Ibbenbüren, 14. Oktober 2024 gez. Musa Hyseni Anlagenspiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 24.10.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MAM-Bau GmbH & Co. KG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MAM-Bau GmbH & Co. KG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MAM-Bau GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Ibbenbüren, 18.10.2024 Feldkämper
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Moritz Feldkämper, Wirtschaftsprüfer |
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